In dieser Predigt, basierend auf Lukas 24, beleuchtet Christopher Kramp die Ereignisse rund um die Auferstehung Jesu. Er erklärt, wie die Jünger und Frauen Jesu Schwierigkeiten hatten, die Auferstehung zu begreifen, und wie Jesus selbst ihnen auf dem Weg nach Emmaus erschien und die Schrift für sie auslegte. Dabei werden drei zentrale Prinzipien für das Bibelstudium vorgestellt: die Berücksichtigung der gesamten Schrift, ein systematischer Beginn und Christus im Zentrum. Die Predigt ermutigt dazu, die Bibel mit einem brennenden Herzen zu studieren, um die Wahrheit in Jesus zu erkennen und frei zu werden.
Gott auf (m)einer Seite: Lukas 24:3-24:34
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: LukasPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1100. Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir jeden Tag in deinem Wort lesen dürfen. Danke, dass jeden Tag Botschaften von dir unser Herz erreichen. Und Herr, wir möchten dir heute auch von Herzen danke sagen, dass wir Erlösung haben dürfen, dass das Blut, das Jesus am Kreuz von Golgatha für uns verlassen hat, unsere Kleider rein und weiß macht, dass wir unser Leben mit dir leben dürfen. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass diese Erlösung, diese Vergebung, unser ganzes Leben prägt und verändert. Sprich du heute durch dein Wort zu uns und gib, dass wir ganz tiefe Freude dabei empfinden, dein Wort zu studieren. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:37] Wir sind in Lukas Kapitel 24 am ersten Tag der Woche. Kommen die Frauen zum Grab. Oder das Grab ist leer, der Stein ist weggewälzt. Jesus ist auferstanden. Wir lesen weiter ab Vers 3: "Und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. Und es geschah, als sie deswegen ganz ratlos waren, siehe, da standen zwei Männer in strahlenden Gewändern bei ihnen. Da sie nun erschraken und das Angesicht zur Erde neigten, sprachen diese zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Jesus ist auferstanden. Wir müssen nicht mehr zum Grab gehen. Er ist nicht tot. Wir können ihn bei den Lebenden suchen. Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Denkt daran, wie er zu euch redete, als er noch in Galiläa war und sagte: Der Sohn des Menschen muss in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen."
[2:31] Hier wird auch deutlich, dass diese Worte nicht nur die zwei verpasst du gegangen, sondern auch an die Jünger, die größte Gruppe der Jünger, zu der auch viele Frauen hatten wir uns ja Lukas explizit gesagt hat. Sie wussten doch auch die Frauen wussten, dass er gesagt hatte, dass er auferstehen wird, und niemand hat es verstanden. Weder der Petrus noch der Johannes, noch die anderen Jünger, die außerhalb der Posten, und auch die Frauen nicht.
[2:57] Auch wenn sie es nicht verstanden haben, Jesus hat sein Wort gehalten. Da erinnerten sie sich an seine Worte und sie kehrten vom Grab zurück und verkündigten das alles den Elfen, also den Aposteln und allen übrigen, den anderen Jüngern. Es waren aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus, die dies den Aposteln sagten, und die übrigen mit ihnen. Und ihre Worte kamen ihnen vor wie ein Märchen, und sie glaubten ihnen nicht. Unfassbar, oder? Da erfüllt sich die Prophezeiung. Jesus steht von den Toten auf, so wie er es gesagt hat. Und seine Jünger, seine engsten Mitarbeiter glauben es nicht. Sie halten es für ein Märchen. Gott muss große Geduld haben. Aber es zeigt uns auch, dass Gott mit Menschen arbeiten kann, die nicht alles gleich sofort auf einmal geglaubt haben.
[3:49] Die Nachhilfe brauchten. Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Wirkte sich und sah nur die leeren Tücher da liegen. Oder ging nach Hause, voll Staunen über das, was geschehen war. Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tag zu einem Dorf namens Emmaus, das von Jerusalem 60 Stadien entfernt war. Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschehnissen. Und das geschah, während sie miteinander redeten und sich besprachen.
[4:12] Danach sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Manchmal wissen wir gar nicht, wie nah Jesus ist. Manchmal wissen wir gar nicht, dass wenn wir Gespräche führen, wie sehr Jesus in unserer Mitte ist. Ihre Augen aber wurden gehalten, so dass sie nicht erkannten. Oder sprach zu ihnen: Was habt ihr unterwegs mit einer besprochen und warum seid ihr so traurig? Der antwortete der eine, des Namens Kleopas war, und sprach zu ihm: Bist du der einzige Fremdling in Jerusalem, der nicht erfahren hat, was dort geschehen ist in diesen Tagen?
[4:44] Hier wird sehr deutlich, dass das, was mit Jesus passiert ist am Kreuz und wo er gestorben ist, in der ganzen Stadt von allen gewusst wurde. Alle haben das Ende gesehen oder gehört, haben Augenzeugen dazu interviewen können. Alle wussten, dass Jesus am Kreuz von Golgatha gestorben war. Oder sprach zu ihnen: Was die Schwachen zu ihm, das mit Jesus, den Nazarener, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk, wie ihn unsere obersten Priester und führende Männer ausgeliefert haben, dass er zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde.
[5:18] Und jetzt kommt ein unfassbarer Satz: "Wir aber hoffen, er sei der, welcher Israel erlösen sollte." Dabei hatte Jesus hier gerade erlöst. Er hatte sie genau dadurch erlöst, aber sie hatten gehofft, dass er sie erlösen würde, weil sie dachten, die Erlösung besteht darin, die Römer zu vertreiben. Sie hatten gehofft, die Erlösung besteht in einer militärischen Kuh, in einem Feldzug gegen Rom. Sie hatten gehofft, die Erlösung besteht in einer Erweiterung der politischen Grenzen von Israel. Ist es nicht unfassbar? Deshalb seine Jünger der Meinung waren, dass genau das, was sie wirklich erlösen konnte. Das Ende ihrer Erlösungs Hoffnung war das. Das ist unvorstellbar.
[6:00] Ja, bei alledem ist heute schon der dritte Tag, sei dies geschehen. Auch hier ganz deutlich, dass sie es am dritten Tag auch verstanden ist. Zudem haben uns auch einige Frauen aus unserer Mitte in Verwirrung gebracht. Sie waren am Morgen früh beim Grab, sie fanden seinen Leib nicht, kamen und sagten, sie hätten sogar eine Erscheinung von Engeln gesehen, welche sagten: Er lebe. Endlich in der unsinnigen hin zum Grabe und fand es so, wie es auch die Frauen gesagt hatten. Ihn selbst aber haben sie nicht gesehen. All diese Zeugnisse führen allenfalls zur Verwirrung bei ihnen. Sie genau, obwohl Jesus ihn vorher gesagt hatte, mehrfach, obwohl es die Bibel vorher gesagt hatte.
[6:33] Kein Wunder, dass Jesus jetzt sagt: "Oh, ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben." Ein träges Herz haben, dass die Liebe explizit und spricht und wir Mühe haben zu sehen, wie sich die Dinge auch in unserem Leben, in unserer Zeit erfüllen. Lasst uns kein träges Herz haben.
[7:01] Jesus redet weiter: "Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?" Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht. Wir wissen, dass Jesus oft gepredigt hat. Wir wissen, dass Jesus ein ausgezeichneter, mit Abstand der beste Bibelstudent aller Zeiten gewesen ist. Aber hier haben wir endlich mal einen Einblick in die Methodik, die Jesus beim Bibelstudium angewandt hat. Man spricht auch in theologischen Kreisen von der Hermeneutik, von der Art und Weise, wie man einen Bibeltext versteht, wie man die Bibel interpretiert. Und wir finden hier drei wesentliche Grundprinzipien, die wir unter keinen Umständen verpassen dürfen.
[7:53] Erstens: Jesus hat alle Schriften mit einbezogen. Er hat sich nicht einfach nur auf einen Text fokussiert und den solange gebogen und studiert, bis da irgendwas rauskam, was er wollte. Nein, er hat die gesamte Bibel, die seinerzeit das Alte Testament darstellte, die gesamte Bibel zu Rate gezogen. Wenn wir die Bibel verstehen wollen, müssen wir sie in ihrer Gesamtheit lesen. Deswegen ist das erste Prinzip: Alles Schrift. Wir können nicht nur ein paar Lieblingsbücher nehmen, wir müssen alles zusammen nehmen, weil dann bekommen wir ein Gesamtbild. Dann können auch die einzelnen Teile sich gegenseitig erklären.
[8:29] Das zweite, das wir sehen können: Er hat nicht einfach irgendwo begonnen. Er fängt, er findet systematisch an. Er begann bei Mose. Und das bedeutet auch, wir systematisch vorgehen sollen, wenn wir ein bestimmtes Buch lesen, eine bestimmte Thematik beschäftigen. Sollten wir von vorne anfangen, weil alles, was später kommt, auf dem folgenden aufbaut. Er begann von vorne. Er begann bei Mose. Beginne von vorne. Alles Schrift.
[8:53] Beginne von vorne. Und dann hat er in all dem, was er gelesen hat, gezeigt, was sich auf ihn bezieht. Er hat immer das Wesen, den Charakter des Werkes des Messias, das Christus im Zentrum hat, gezeigt. In Sacharja oder gesagt, sein und den ersten Mose und den dritten Mose und wo immer in allen Geschichtsbüchern er hat gezeigt in Daniel gezeigt, wo der Messias vorkommt, was wir den Messias gesagt wird, welche Prophezeiung alle auf den kommenden Messias hinweisen.
[9:28] Und deswegen müssen wir auch die Bibel so studieren, dass immer Christus im Zentrum ist. Wenn wir die Prophetie auslegen, wenn wir biblische Geschichten lesen, wenn wir uns von Psalmen poetisch berühren lassen, aber wir haben Jesus nicht im Zentrum und wir schauen nicht darauf, was es über Jesus sagt, über sein Werk, über sein Wesen, über seinen Charakter, mit seiner Natur, dann haben wir das Ziel des Bibelstudiums nicht erreicht. Alles Schrift, beginne von vorne, Christus. Das ABC des Bibelstudiums. Jeder, der diese drei grundlegenden Prinzipien von Jesus lernt und mit Jesus anwendet: A, alles Schrift. B, beginne von vorne. Und C, Christus im Zentrum. Der wird die Wahrheit erkennen, wie sie in Jesus ist. Und die Wahrheit wird dich frei machen.
[10:18] Und sie näherten sich dem Dorf, wohin sie wanderten, und es ergab sich den Anschein, als wollte er weitergehen. Und sie nötigten ihn und brachen und sprachen: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt. Und da ging er hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, sprach den Segen, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihnen die Augen geöffnet und sie erkannten ihn. Wenn er verschwand vor ihnen, haben sie in seiner Hand die Male gesehen, die Wundmale.
[10:51] Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Weg und als er uns die Schriften öffnete? Als sie die Wundmale sahen, als sie sahen, der wirklich ist, da haben sie verstanden, das ist Jesus. Aber schon vorher, als sie noch nicht wussten, dass es Jesus war, der zu ihnen gesprochen hat, als sie einfach nur die Bibel mit diesem vermeintlichen Fremden studierten, brannte sie jetzt. Es war nicht das Bewusstsein, dass Jesus gegenwärtig war. Es war das Bibelstudium selbst, das in der Art und Weise durchgeführt wurde, wie Jesus es wollte. Es war die Gegenwart hier, so auch wenn sie noch gar nicht verstanden worden ist, die dazu geführt hat, dass das Herz erwärmt worden ist.
[11:33] Über Freunde, befreundet, vielleicht verstehen, wenn ich jedes Mal, wie nah Jesus uns ist. Aber wenn wir in seinem Wort lesen, dann kann er uns so nahe kommen, wie den Emmaus-Jüngern. Ja, auch unser Herz kann brennen, wenn wir die ganze Schrift von vorne mit Christus im Zentrum zu unserem Studium machen. Dann wird die Schrift für uns geöffnet. Dann ist sie nicht mehr ein verschlossenes Buch mit sieben Siegeln. Dann brennt unser Herz. Während unser Herz brennt, dann müssen wir leuchten. Dann müssen wir andere mit der Wärme des Evangeliums beglücken. Dann müssen wir davon erzählen.
[12:11] Und sie standen auf in derselben Stunde, obwohl sie gerade gesagt haben: Es ist schon abends, wir gehen nicht weiter, bleib bei uns. In derselben Stunde kehrten nach Jerusalem zurück, den gesamten Weg sind zurückgelaufen und fanden die Elf und ihre Gefährten versammelt, die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und er ist dem Simon erschienen.
[12:30] Jesus offenbart sich unabhängig voneinander verschiedenen Gruppen, verschiedenen Menschen. So ist es übrigens auch mit aller Wahrheit. Sie offenbart nicht alles nur einer Person, sondern verschiedenen Personen, so dass deutlich wird, dass Gott seine Gemeinde als Ganzes führt. Gott redet nicht zu einer Person und alle müssen dieser Person folgen. Nein, nein. Gott redet zu seinem Volk und die Wahrheiten für diese Zeit, die werden von verschiedenen Menschen in verschiedenen Orten, in verschiedenen Umständen, unabhängig voneinander entdeckt. Sowas in der Reformation, so war es in der Adventsgeschichte, so ist es am Ende der Zeit. Das, was wirklich wichtig ist, das gibt Gott verschiedenen Menschen gleichzeitig, dass sichtbar wird, dass es seine Führung ist.
[13:12] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für dein Wort, das unser Herz zum Brennen bringt. Danke für die Schönheit und die Kraft, die du hineingelegt hast. Danke für die vielen interessanten Dinge und vor allem, dass dein Wort wie ein zweischneidiges Schwert in unser Herz hineindringt, Gedanken und Gesinnung richtet und uns zeigt, wer wir wirklich sind, zeigt, wer du wirklich bist und zeigt, was du für uns tun kannst. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir jeden Tag ein Fest oder Dinge haben, für jeden Tag merken, wie du zu uns sprichst in deinem Wort, dass unser Herz für dich brennt. Das bitten wir im Namen Jesu.
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