In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Lukas 4, Vers 22 bis Kapitel 5, Vers 3 ein. Er beleuchtet Jesu Wirken in Nazareth, seine Heilungswunder und die Reaktion der Menschen darauf. Dabei wird deutlich, wie Jesu Botschaft und seine Vollmacht sowohl Begeisterung als auch Ablehnung hervorrufen können und wie er trotz Widerständen seinen missionarischen Auftrag weiterverfolgt.
Gott auf (m)einer Seite: Lukas 4:22-5:3
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: LukasPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1066. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du dein Wort hast, das eine wirksame Waffe gegen die Versuchung und Angriffe des Satans ist. Herr, auch heute werden wir bestimmt angefochten werden. Noch heute werden wir mit Versuchen konfrontiert werden. Heute wird der Satan versuchen, uns zu Fall zu bringen. Und Herr, wir wollen uns mit deinem Wort bewaffnen. Wir wollen dein Wort so schätzen und lieben, dass wir es höher achten als unsere eigene Meinung und Gefühle. Denn unsere Meinung und unsere Gefühle haben schon oft dazu geführt, dass wir gefallen sind, aber dein Wort ist ein festes Fundament. Deswegen bitten wir dich, dass du doch heute durch dein Wort zu uns sprichst und uns festigst und stärkst für den Alltag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:35] Wir sind in Lukas Kapitel 4. Jesus ist in seiner Heimatstadt in Nazareth am Beginn seines Dienstes in Galiläa, der ungefähr ab dem Frühjahr 29 dem besonderen, ausführlichen Dienst in Galiläa begonnen hat. In früheren 20 und er ist dort am Sabbat in der Synagoge und beteiligt sich aktiv am Gottesdienst. Er liest aus dem Propheten Jesaja vor und predigt dann, dass sich genau die Vorhersage aus Jesaja 61, Vers 1, und zwar über den Messias, sich in seinem Leben durch seinen Dienst offenbart und erfüllt.
[2:17] Wir sind weiterhin Vers 22. Und alle gaben ihm Zeugnis und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund kamen. Sprachen: "Ist dieser nicht der Sohn Josef?" Sie sehen und hören, dass Gott offensichtlich durch ihn spricht. Sie hören, dass hier eine Predigt wird, die sie sonst noch nie gehört haben. Und dann kommen die Gedanken, aber dass sie ihn doch eigentlich kennen, dass sie doch eigentlich von seiner Familie wissen.
[2:49] Er sprach zu ihnen: "Gewiss werdet ihr mir dieses Sprichwort sagen: Arzt, heile dich selbst! Die großen Taten, von denen wir gehört haben, dass sie in Kapernaum geschahen, tun sie auch hier in deiner Vaterschaft." Hier sehen wir, dass es nicht die erste Station in seinem Dienst in Galiläa gewesen ist. Er hatte ja in Kapernaum vor allem auch schon gewirkt.
[3:08] Er sprach aber: "Wahrlich, ich sage euch, kein Prophet ist anerkannt in seinem Vaterland. In Wahrheit aber sage ich euch, es waren viele Witwen in den Tagen Elias in Israel, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate lang verschlossen war. Das ist ein interessanter Hinweis für die Typologie, dass dort eine dreieinhalbjährige Hungersnot gab, die scheinbar ein Bezug auch zu den dreieinhalb Zeiten dann in der Offenbarung bzw. im Buch Daniel hat. Vom von der Geschichte ist Elias in die Zeit des Mittelalters, wenn man auch die Gemeinde Türe sich genauer anschaut.
[3:47] Deine große Hungersnot entstand im ganzen Land und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt, sondern nur zu einer Witwe nach Zarephath bei Sidon, also zu einer Ausländerin, zu einer Phönizierin. Und viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elisa, aber keiner von ihnen wurde gereinigt, sondern nur Naaman der Syrer. Jesus zeigt also, dass Gottes Gnade nicht an ethnische, nationale Prinzipien gebunden ist, was sie zu oft für sich in Anspruch nehmen wollten.
[4:16] Da wurden alle in der Synagoge voll Zorn, als sie dies hörten. Ja, sie waren begeistert von seiner Predigt, aber als sie hörten, dass sein Evangelium nicht nationalen Stolz befördern würde, wollten sie davon nichts mehr hören. Viele sind heute begeistert von der prophetischen Botschaft, aber wir müssen den Menschen auch sagen, dass die prophetische Botschaft der Bibel nichts mit den politischen Richtungen zu tun hat, mit denen sie heute oft verbunden und verknüpft wird. Die Prophetie fördert Menschen nicht in ihren falschen politischen Bestrebungen, seien sie von links oder von rechts kommen oder von wo auch immer. Wir sollten uns nicht täuschen lassen, wenn Menschen einfach nur davon begeistert sind, dass unsere prophetische Botschaft auch bestimmte Institutionen kritisiert werden und deswegen sie denken, dass sie das in ihr eigenes politisches Weltbild einbauen können. Die prophetische Botschaft führt zur Erweckung und zur Bekehrung und dazu, dass man die politischen Ideale und Ideen, die man hatte, aufgibt.
[5:24] Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen. Sie hatten gerade ihn noch begeistert, sogar jetzt wollten sie töten. Die ganze Botschaft führt immer zur Herausforderung und zu Konflikt. Er aber ging mitten durch sie hindurch und zog weiter. Engel haben für ihn gewirkt. Er hatte noch ein Werk zu tun. Jesus war mit seiner Mission und nicht am Ende. Die Stunde seines Todes war noch nicht gekommen.
[5:56] Oder kamen hinab nach Kapernaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte sie am Sabbat. Sabbat wurde dann sowas wie sein Zentrum gerade in dieser Zeit. Von dort aus hat er dann immer wieder auch Missionsreisen unternommen. Und sie waren erstaunt über seine Lehre, denn er redete mit Vollmacht. Wir haben schon bei der Bergpredigt gesehen, Matthäus Kapitel 7, dass seine Predigt so anders war als die der Theologen seiner Zeit.
[6:27] Und in der Synagoge war ein Mensch, der den Geist eines unreinen Dämons hatte, und erschrie mit lauter Stimme und sprach: "Lass ab! Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, um uns zu verderben? Ich weiß, wer du bist, der Heilige Gottes." Sogar die Dämonen wussten ganz genau, wer Jesus wirklich war. Und Jesus befahl ihm und sprach: "Eine Stunde und fahre raus von ihm!" Da warf ihn der Dämon mitten unter sie und fuhr aus von ihm. Total ihm keinen Schaden.
[6:52] Und ein Entsetzen kam überall, und sie redeten untereinander und sprachen: "Was ist das für ein Wort, dass er mit Vollmacht und Kraft in unreinen Geistern gebietet und sie ausfahren?" Und sein Ruf verbreitete sich in alle Orte der umliegenden Gegend. Jesus' Worte haben Kraft. Diese Worte sind nicht einfach nur Theorie, sie haben Kraft, das Leben radikal zum Guten zu verändern.
[7:19] Und er stand auf und ging aus der Synagoge in das Haus des Simon. Simon's Schwiegermutter aber war von einem heftigen Fieber befallen, und sie baten ihn für sie. Und er trat zu ihr, neigte sich über sie und befahl dem Fieber, das verließ sie, und zugleich stand sie auf und diente ihnen.
[7:37] Als aber die Sonne unterging, brachten alle, die Kranke hatten mit mancherlei Gebrechen, sie zu ihm oder legte ihnen jeden von ihnen die Hände auf und heilte sie. Sie hatten gewartet, bis der Sabbat vorbei war, weil sie glaubten, dass man am Sabbat nicht geheilt werden dürfe. Aber des weiteren Leben Jesus zeigt, man hätte hier schon den ganzen Sabbat die heilende Kraft Gottes in Anspruch nehmen dürfen. Wie oft verpassen wir vielleicht Dinge und Segnungen, die Gott uns geben möchte.
[8:03] Es fuhren auch den Boden aus von vielen. Nehmen sie, schrien und sprachen: "Du bist der Christus, der Sohn Gottes!" Oder befahl ihn und ließ sie nicht reden, weil sie wussten, dass er der Christus war. Als es aber Tag geworden war, ging er hinaus an einen abgelegenen Ort, und die Volksmenge suchte ihn und kam bis zu ihm. Und sie wollten ihn zurückhalten, damit er nicht von ihnen wegginge.
[8:22] Er aber sprach zu ihnen: "Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkündigen. Dazu bin ich gesandt." Jesus hatte zwar großen Erfolg in Kapernaum, aber er wollte nicht hier einfach eine Mega-Church, eine riesige Gemeinde in Kapernaum. Er wollte das Evangelium überall hinbringen. Jesus war ein echter Missionar. Er war nicht damit zufrieden, an einem Ort anerkannt zu sein. Er suchte auch immer wieder das Neuland, wo er noch nicht bekannt war, wo seine Worte noch nicht gepredigt worden waren.
[8:51] Und dafür kündigte in diesen Synagogen von Galiläa. Es begab sich aber, als die Menge sich zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, dass er, dass er am See Genezareth stand, oder sah zwei Schiffe am Ufer liegen. Die Fischer aber waren aus ihnen ausgestiegen und wussten die Netze. Das steht ja in eines der Schiffe, das Simon gehörte. Das ist Simon Petrus, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Oder setzte sich und lehrte die Volksmenge vom Schiff aus.
[9:20] Sind wir bereit, unser Boot, das, was uns gehört, Jesus zur Verfügung zu stellen, dass Jesus auch unser Alltagsgegenstände, vielleicht unseren Beruf benutzen kann, um damit das Evangelium gepredigt wird?
[9:36] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir im Evangelium sehen, wie Jesus gewesen ist und dass er Menschen gerne geheilt hat und dass in seinem Wort Kraft ist, den Satan zu besiegen. Herr, diese Kraft möchten wir auch heute in unserem Leben in Anspruch nehmen. Und danken wir dafür im Namen Jesu. Alle.
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