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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Ereignisse rund um Jesus in Lukas 7. Er thematisiert die Auferweckung des Sohnes der Witwe von Nain, die Zweifel von Johannes dem Täufer und Jesu Antwort darauf, sowie die Begegnung mit einer Sünderin im Haus eines Pharisäers. Die Predigt zeigt Jesu Mitgefühl, seine Erfüllung der Prophezeiungen und die unterschiedlichen Reaktionen der Menschen auf ihn.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 1071. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten unser Haus wirklich auf den Grund bauen, wir möchten tiefgraben in deinem Wort und uns nichts zufrieden geben, als dass wir selbst persönlich dir begegnet sind, wissen aus eigener Erfahrung, dass dein Wort zu uns persönlich gesprochen hat, damit die Mauern unseres Lebensgebäudes auf einem festen Felsen stehen, das auch in den Stürmen der Endzeit, wenn ich zugrunde gehe, sondern stehen bleiben können.

[1:19] Herr, wir haben gelernt, dass es dazu notwendig ist, dass wir nicht nur lesen und nachdenken, so dass wir umsetzen, was Jesus uns gesagt hat. Und Herr, so bitte ich dich, dass du uns heute die Kraft schenkst, dass wir durch deinen Heiligen Geist, deine Kraft, das auch tun, was du uns sagst. Sprich heute zu uns durch dein Wort und hab Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[1:50] Wir sind in Lukas Kapitel 7. Jesus ist mit seinen Jüngern nach Nain gekommen und als sie dort sich der Stadt nähern, kommt eine große Prozession aus der Stadt heraus. Seine Witwe muss ihren einzigen Sohn zu Grabe tragen. Jesus hat Mitleid mit ihr, oder tröstet sie und er stellt sich an den Sarg, berührt den Sarg, sagt die die Träger stehen und dann sagt er: Junger Mann, ich sage dir, steh auf! Und wir lesen weiter ab Vers 15: Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden, und er gab ihn seiner Mutter.

[2:31] Jesus ist Herr über Leben und Tod und er kann die Toten auferwecken. Da wurden sie alle von Furcht ergriffen und priesen Gott und sprachen: Ein großer Prophet ist unter uns aufgestanden und Gott hat sein Volk heimgesucht. Hier sehen wir, was eine positive Bedeutung das Wort "heimsucht" eigentlich bedeuten kann. Die Leute sind begeistert, sie freuen sich, Gott hat sein Volk besucht. Und das ist eine sehr wahre Beobachtung. Es war noch viel wahrer, als sie das wahrscheinlich verstanden haben, denn tatsächlich war durch Jesus Gott seinem Volk ganz nahe gekommen, denn Gott war Mensch geworden. Er hat sein Volk im wahrsten Sinne des Wortes zu Hause aufgesucht.

[3:13] Und diese Rede über ihn verbreitete sich in ganz Judäa und in der ganzen Umgebung. Und die Jünger des Johannes berichteten ihm von dem allem. Und Johannes rief zwei seiner Jünger zu sich, sandte die zu Jesus und ließ ihn fragen: Das ist jetzt, als Johannes dann im Gefängnis ist, wie Lukas ja schon sehr viel früher berichtet hatte. Er sandte sie zu Jesus und ließ ihn fragen: Bist du derjenige, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten? Offensichtlich hat Johannes im Gefängnis angefangen, Zweifel zu bekommen, denn Jesus hat gar nicht das getan, was alle erwartet hatten, nämlich keinerlei Anstalten gemacht, die Römer zu vertreiben, politische Macht für sich in Anspruch zu nehmen.

[3:54] Nun, Johannes war sehr viel geistiger als alle anderen. Er hatte verstanden, dass es ja eigentlich meine geistlichere geht, aber auch er war nicht völlig frei davon. Und als Jesus nicht das tut, was er dachte, dass Jesus tun sollte, übrigens hat Jesus auch ihn, Johannes, nicht aus dem Gefängnis befreit. Da fragte ihn: Bist du der Messias?

[4:15] Zu derselben Stunde aber heilte er viele von Krankheiten, also Jesus von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr gesehen und gehört habt. Blinde werden sehend, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote werden auferweckt. Amen.

[4:34] Wird das Evangelium verkündet? Jesus erinnert Johannes ganz sanft an Jesaja 61. Das ist nämlich das, was der Messias, der Bibel, tun würde. Er würde den Armen des Evangelium, er würde denen, die zerbrochene Herzen sind, er würde sie heilen. Er würde den Gefangenen, den geistlich Gefangenen, Befreiung bringen.

[5:00] Jesus zeigt, dass er die Erfüllung der biblischen Prophetie ist. Und glückselig ist, wer an mir Anstoß nimmt. Ein sanfter Tadel, um Johannes darin zu bestärken, dass Jesus wirklich der Messias ist.

[5:13] Wir können hier von Jesus viel lernen, wie wir Menschen, die im Glauben schwach werden, wieder stärken können, den wir im Blick auf Jesus richten und auf das, was Jesus tatsächlich tut und wie es, wie das, was Jesus tut, in Übereinstimmung ist mit seinem Wort und der biblischen Prophetie.

[5:29] Und als die Boten des Johannes weggegangen waren, fing er an, zu der Volksmenge über Johannes zu reden: Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen zu sehen? Ein Rohr, das vom Wind bewegt wird? Vielleicht hatten einige Umstände jetzt denken, oder Johannes, der gerät in Zweifel, das ist vielleicht doch nicht so, doch nicht so glauben stark, wie wir gedacht haben. Aber obwohl Jesus den Johannes selbst sanft, deutlich korrigiert, möchte nicht, dass die Leute ein schlechtes Bild von ihm bekommen, sondern redet sehr positiv von Johannes dem Täufer.

[5:58] Auch das zeigt uns etwas über die Wesensart, den Charakter von Jesus, wie auch wir sein sollen. Statt über andere, die vielleicht im Glauben gar nicht schwach sind, zu lästern, sollten wir sie möglichst in ein gutes Licht darstellen lassen von anderen. Ich denke, ich muss meinem Leben dann noch viel zu lernen.

[6:17] Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Menschen mit weichen Kleidern bekleidet? Siehe, die in herrlicher Kleidung und Üppigkeit leben, sind an den Königshöfen. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Propheten? Ja, ich sage euch, einen, der mehr ist als ein Prophet. Dieser ist von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen Boten vor meinem Angesicht her, deinen Weg von dir bereiten soll. Denn ich sage euch, unter denen, die von Frauen geboren sind, gibt es keinen größeren Propheten als Johannes den Täufer. Doch der Kleinste im Reich Gottes ist größer als er.

[6:49] Johannes konnte die Wunder Jesu nicht sehen, er konnte die Predigten von Jesus nicht hören. Jeder, der das Reich Gottes sozusagen tatsächlich sehen, hören, Schnecken konnte, der war noch privilegierter als Johannes, der größte aller Propheten bis dahin gewesen war.

[7:04] Und das ganze Volk, dass ihn hörte, und die Zöllner gaben Gott recht, indem sie sich taufen lassen mit der Taufe des Johannes. Wer seine eigene Sünde anerkennt, der Buße tut und wer ein neues Leben mit Gott beginnen möchte, der gibt Gott Recht und sagt damit, dass Gott mit der Bewertung unseres Lebens und mit dem Angebot, das Gott uns geben möchte, dass Gott recht hat.

[7:31] Wir können mit unserem Leben deutlich machen, dass wir glauben, dass Gott recht hat. Die Pharisäer aber und die Gesetzesgelehrten verwarfen den Ratschluss Gottes, sich selbst zum Schaden, indem sie sich nicht von ihm taufen lassen. Und das hat zur Folge, dass dann, als Jesus auftritt, als diese Pharisäer, Gesetzesgelehrten sind, die Jesus bekämpfen.

[7:59] Wenn wir erst einmal dem Aufruf zur Buße widerstehen, wenn es schwerer und immer schwerer doch noch Jesus anzunehmen, ist nicht unmöglich, aber jeder Widerstand gegen das Evangelium macht die Hürde größer, ist doch noch anzunehmen.

[8:17] Und Herr sprach: Wem soll ich nun diese, die Menschen, diesem Geschlecht vergleichen und wem sind sie gleich? Sie sind Kindern gleich, die am Markt sitzen und einander zurufen und sprechen: Wir haben euch aufgespielt und ihr habt nicht getanzt. Wir haben euch klagend wieder gesungen und ihr habt nicht geweint.

[8:34] Denn Johannes der Täufer ist gekommen, der aß kein Brot und trank keinen Wein, da sagt ihr: Er hat einen Dämon. Als Johannes kam, da war er angeblich zu streng, zu asketisch, zu freudlos und deswegen wollte man ihn nicht annehmen. Der Sohn des Menschen ist gekommen, der isst und trinkt, da sagte: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder.

[8:55] Egal auf welche Art und Weise die Boten Gottes das Evangelium präsentierten, immer fanden diese Pharisäer und Gesetzesgelehrten einen Vorwand, warum sie dem nicht folgen sollten. Mal was ihn zu streng, mal was ihnen zu gastfreundlich, zu sozial. Aber in Wirklichkeit offen warteten sie damit nur, dass sie nach Ausreden suchten, um die Wahrheit über ihr eigenes Herz und das Evangelium nicht anzunehmen.

[9:20] Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern. Es bat ihn aber einer der Pharisäer mit ihm zu essen, und da ging das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch. Und sie, eine Frau war in der Stadt, die Sünderin, als es hörte, dass er in dem Haus des Pharisäers zu Gast war, da brachte sie ein Alabasterfläschchen voll Salböl und sie trat hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen und sie trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes, küsste seine Füße und salbte sie mit der Salbe.

[9:50] Diese Geschichte fand natürlich chronologisch sehr viel später statt, kurz vor der Kreuzigung. Also vielleicht hat Lukas die hier deswegen eingeführt, weil sie ganz gut zu dem passt, was wir gerade über die Pharisäer gelesen haben. Als aber der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, sprach er bei sich selbst: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüsste er doch, wer und was für eine Frau dieses ist, die ihn anrührt, dass sie eine Sünderin ist.

[10:15] Aber Jesus war gekommen, die Sünde zu retten. Die Pharisäer mit ihrer Selbstgerechtigkeit gar nicht erkannt, was Jesus ihnen eigentlich geben könnte. Erkennen wir, was Jesus uns heute geben kann. Lasst uns gemeinsam beten.

[10:32] Lieber Vater im Himmel, vergib uns, wenn wir in unserem Glauben schwach werden, wenn uns Zweifel kommen, so wie Johannes der Täufer auch. Und danke, dass Jesus uns dann durch sein Wort und sein Leben sanft und ermutigend korrigiert, uns zurechtweist und dann vor dem gesamten Universum für uns eintritt und für uns spricht, so wie Jesus hier vor den Menschen für Johannes gesprochen hat.

[11:08] Habe Dank, dass er so einen Heiland haben, so einen Freund, dann von ganzem Herzen.


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