In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf die Ereignisse in Lukas 8:37-9:9 ein. Er beleuchtet die Begegnungen Jesu mit den Gadarenern, die Heilung einer blutflüssigen Frau und die Auferweckung der Tochter des Jaïrus. Dabei wird deutlich, wie wichtig der Glaube und die persönliche Erfahrung mit Gottes Kraft sind. Die Botschaft unterstreicht, dass Jesus niemals zu spät kommt und dass seine Macht selbst den Tod überwindet.
Gott auf (m)einer Seite: Lukas 8:37-9:9
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: LukasPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1074. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du ein Licht in unserem Leben angezündet hast. Danke, dass wir für dich leuchten dürfen und danke, dass du uns an Orte stellst, wo wir auch leuchten können. Wir möchten unser Licht nicht verstecken, nicht unter den Scheffel stellen, sondern wir möchten nicht bitten, dass du uns zu einem richtig strahlenden Licht machst. Erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und zeig uns in deinem Wort, was wir heute anderen durch Wort und Tat weitergeben können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:17] Wir sind in Lukas Kapitel 8. Jesus ist mit seinen Jüngern auf die andere Seite des Sees Genezareth gekommen, in das Gebiet der Gadarener. Dort hat er, so berichtet Lukas, einen Besessenen und wir wissen aus Matthäus, ein zweiter war auch noch dabei. Diesen beiden Besessenen, sie von allen Dämonen befreit. Diese Dämonen sind in die Schweineherde gefahren und haben diese Schweineherde dann im See Genezareth ertrinken lassen. Und die, die ehemals besessen sind, sind jetzt völlig geheilt.
[1:58] Und die Volksmenge wird erzählt, dass Jesus hier Großes getan hat. Wir lesen in Vers 37: "Da bat ihn die ganze Volksmenge aus der umliegenden Gegend der Gadarener, wegzugehen, denn es hatte sie eine große Furcht ergriffen." Aber Jesus stieg in das Schiff und kehrte zurück. Jesus war gekommen, um ihnen zu helfen, er war gekommen, um sie zu retten. Stattdessen baten sie ihn freundlich, wieder wegzugehen. Und Jesus ist ihm nachgekommen. Jesus drängt sich nicht auf. Er sagt nicht: "Na, ihr wisst gar nicht, was ihr Gutes an ihr habt. Jetzt schaut mal hier." Jesus, auch wenn er traurig darüber ist, respektiert die Entscheidung eines jeden Menschen.
[2:42] Der Mann aber, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bat ihn, dass er bei ihm bleiben dürfe. Aber Jesus entließ ihn und sprach: "Geh zurück in dein Haus und erzähle, was Gott dir Großes getan hat." Und er ging und verkündete in der ganzen Stadt, was Jesus ihm Großes getan hatte.
[3:00] Wir hatten schon bei Markus gesehen und bei Matthäus, dieser Mann hatte nicht viel von Jesus bisher gehört, noch nicht mal eine ganze Predigt. Und doch konnte er effektiv für Jesus Mission machen, weil eine Erfahrung mit Jesus gemacht hatte. Er hatte gemerkt, wie Gottes Kraft sein Leben radikal auf den Kopf gestellt hatte. Er war vielleicht kein großer Theologe, kein großer theologischer Experte, aber kannte Jesus, und das war ausreichend. Und das hat den und damit wurde zum Wegbereiter, so dass Jesus, als er später in die gleiche Gegend kam, viele Menschen vorfand, die offen waren für das Evangelium. Egal, was wie viel oder weniger von der Bibel wissen, wenn wir Erfahrung mit Gott gemacht haben, beruft uns Gott, diese Erfahrung mit anderen zu teilen, damit auch andere merken, was Gott für große Dinge in unserem Leben tut.
[3:54] Als Jesus zurückkam, geschah es, dass ihn die Volksmenge freudig empfing, denn sie warteten alle auf ihn. Und siehe, da kam ein Mann namens Jaïrus, der war ein Oberster der Synagoge, und er warf sich Jesus zu Füßen und bat ihn, in sein Haus zu kommen. Er hatte eine einzige Tochter von etwa 12 Jahren, und diese lag im Sterben. Als aber hingegen bedrängte ihn die Volksmenge, und eine Frau, die seit 12 Jahren den Blutfluss gehabt hat und alle Ärzte gewandt hatte, aber von keinem geheilt werden konnte. Lukas kann sich nicht dazu durchringen, das ist noch schlimmer wurde oder zu schreiben, zumindestens Markus sagt uns das ganz deutlich.
[4:30] Wir sehen, wie diese beiden Geschichten hier von Lukas ganz besonders verwoben werden. Die eine Tochter ist 12 Jahre alt, die andere hat 12 Jahre lang diesen Blutfluss gehabt. Sie trat von hinten zu und rührte den Saum seines Gewandes an, und auf der Stelle kam ihr Blutfluss zum Stehen. Und Jesus fragte: "Wer hat mich angehört?" Als es nun alle bestritten, sprachen Petrus und die mit ihm waren: "Meister, die Volksmenge drückt und drängt dich, und du sprichst: 'Wer hat mich angerührt?'" Jesus aber sprach: "Es hat mich jemand angehört, denn ich habe erkannt, wie eine Kraft von mir ausging."
[5:04] Jesus hat genau den Unterschied gemerkt zwischen Menschen, die einfach nur an ihm vorbei rempeln, und jemand, der ihn mit Intention anhört, um etwas zu erhalten. Jesus merkt den Unterschied, ob wir einfach nur die Bibel lesen, weil es halt dran ist, und nebenbei auch was über Jesus halt lesen, oder wer wirklich mit offenen Herzen sagt: "Herr, sprich zu mir." Jesus merkt den Unterschied. Oder kann eine ganze Gemeinde voller Menschen sein, die einfach nur über Jesus reden? Das wäre einfach so, so nebenbei. Und ein Einziger, der von ganzem Herzen sich wünscht, dass Gottes Kraft in seinem Leben heute tritt. Jesus sieht das.
[5:41] Er wünscht sich, dass wir bekennen, dass wir Kraft empfangen haben von Jesus. Als nun die Frau sah, dass sie nicht unbemerkt geblieben war, kam sie zitternd viel vor ihm nieder und erzählte ihm vor dem ganzen Volk, aus welchem Grund sie ihn angerührt hatte und wie sie auf der Stelle gesund geworden war. Er aber sprach zu ihr: "Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dich gerettet." Immer wieder sagt Jesus: "Dein Glaube hat dich gerettet. Geh hin in Frieden." Jesus gibt die Kraft.
[6:14] Was ist der Glaube, der diese Kraft, die wir selbst nicht haben, auf unser Leben anwendet? Du und ich, liebe Freunde, wir dürfen die Kraft Gottes auf unsere Probleme anwenden. Und dann werden wir gerettet durch Jesus.
[6:32] Während er noch redet, kommt jemand zum Synagogenvorsteher und spricht zu ihm: "Deine Tochter ist gestorben. Bemühe den Meister nicht." Es hat den Eindruck, als ob die Heilung der einen der anderen das Leben gekostet hat. Jesus wurde aufgehalten, und jetzt scheint er zu spät zu kommen. Aber das ist nur der Eindruck. Das ist nur, die Menschen denken würden das. Aber Jesus hörte, antwortete ihm und sprach: "Fürchte dich nicht, glaube nur, so wirst du gerettet werden." Wenn du denkst, es ist zu spät, lerne Jesus kennen. Für ihn gibt es kein "zu spät".
[7:04] Und als er in das Haus kam, ließ er niemand hineingehen als Petrus und Jakobus und Johannes, sowie den Vater und die Mutter des Kindes. Sie weinten aber alle und beklagten sie. Er aber sprach: "Meint nicht, sie ist nicht gestorben, sondern sie schläft." Eines von mehreren Beispielen, wo Jesus explizit sagt, dass der Tod ein Schlaf ist.
[7:25] Und sie lachten ihn aus, weil sie wussten, dass sie gestorben war. Er aber trieb sie alle hinaus und ergriff ihre Hand und rief: "Kind, steh auf!" Und der Geist kehrte zurück, und sie stand augenblicklich auf. Er befahl jetzt ihren Eltern, sie zu essen zu geben.
[7:42] Ihre Eltern gerieten außer sich, aber er gebot ihnen, niemand zu sagen, was geschehen war. Jesus weckt dieses Kind aus und dann sagte: "Gebt ihr zu essen."
[7:56] Jesus kümmert sich um diese Familie. Und auch wenn der Eindruck entstanden war, er käme zu spät, er kommt nicht zu spät. Der Tod ist kein Hindernis für Jesus. Jesus liebt die Familie und er möchte, dass es der Familie gut geht.
[8:14] Er rief aber seine zwölf Jünger zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und zur Heilung von Krankheiten. Oder sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkündigen und die Kranken zu heilen. Das war die Mission der Apostel: das Reich Gottes, das Evangelium verkündigen und die Kranken zu heilen. Die Verbindung des Evangeliums und der Gesundheitsbotschaft, und das ist unsere Mission auch heute in dieser Zeit.
[8:37] Oder sprach zu ihnen: "Nehmt nichts auf dem Weg mit, weder Stab noch Tasche, weder Brot noch Geld. Auch nicht einer, der zwei Hemden hat. Und wo immer ihr in ein Haus eintrete, da bleibt und von da zieht weiter. Und wo man euch nicht aufnehmen wird, da geht fort aus der Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen zum Zeugnis gegen sie."
[9:01] Und sie gingen aus und durchzogen die Dörfer und verkündigten das Evangelium und heilten überall. Jesus wollte nicht nur, dass seine Jünger bei ihm sind und von ihm lernen, sondern dass sie auch eigene Erfahrungen machen. Er sendet sie aus. Und so sendet Jesus auch uns aus, dass wir Erfahrungen machen, dass wir nicht immer nur Lernende sind, sondern auch weitergebende. Denn nur, wenn wir das, was wir gehört haben, weitergeben können, können wir weiter wachsen im christlichen Glauben.
[9:24] Aber der vierte Test, der hörte alles, was durch ihn geschah, oder geriet in Verlegenheit, weil von etlichen gesagt wurde: "Johannes, das ist tot, auferstanden." Von etlichen aber: "Elia sei erschienen." Und von anderen: "Einer der alten Propheten sei auferstanden." Der vierte sprach: "Johannes habe ich enthauptet. Wer ist aber der, von welchem mich dies hören?" Oder wünschte, ihn zu sehen. Hier in Lukas wird nicht explizit jetzt über die Enthauptung des Johannes berichtet. Wir wissen das schon aus Matthäus und Markus. Aber hier wird noch einmal deutlich gemacht, dass das Wirken von Jesus auch durch die Verkündigung der Apostel dich so sehr ausbreitete, dass der oberste Führer jeder Gegend, der Herodes, der vierte traf, in große Verlegenheit geriet.
[10:12] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du niemals zu spät kommst. Und auch wenn wir den Eindruck haben, dass die Fristen abgelaufen sind, wenn wir den Eindruck haben, jetzt reicht es nicht mehr, kommst du gerade recht. Herr, vergib mir und vergib uns, wo wir das Gefühl hatten, dass du zu spät kommst. Und schenke uns den Glauben, dass du alles unter Kontrolle hast, dass wir dir vertrauen dürfen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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