Veröffentlicht am
192 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Lukas 9,58-10,24 ein und beleuchtet die Herausforderungen und Privilegien der Nachfolge Jesu. Er erklärt, dass Nachfolge oft bedeutet, Sicherheiten aufzugeben und sich auf Gott zu verlassen. Die Predigt thematisiert auch die Bedeutung des Dienens für Gott und die Wichtigkeit, um weitere Arbeiter für die Ernte zu bitten. Abschließend wird die Freude über die Erlösung und das Erkennen Gottes durch Jesus Christus hervorgehoben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 1077. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir dein Wort haben, dass du dir jeden Tag die Zeit nimmst, uns zu reden, auch wenn wir so oft nicht auf dich gehört haben, dass du nicht aufhörst, mit deinem Herzen zu wirken. Und Herr, wir möchten heute unsere Herzen öffnen, möchten unser Denken für deinen Einfluss, deinen Heiligen Geist, aufmachen. Und wir wünschen uns, dass deine Worte wirklich in unsere Ohren, unser Herz hineinbringen. Das bitten wir im Namen Jesu.

[1:23] Wir sind in Lukas Kapitel 9. Ein Mann kam zu Jesus und hat ihm angeboten, ihm nachzufolgen, wohin er auch gehen würde. Wir lesen in Vers 58: "Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel des Himmels haben Nester, aber der Sohn des Menschen hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann." Jesus nachzufolgen bedeutet Sicherheiten aufzugeben. Es bedeutet auch, in das Ungewisse hineinzugehen. Es bedeutet, sich darauf zu verlassen, dass Gott für uns sorgt. Wir können nicht alles kontrollieren, wenn wir Jesus nachfolgen.

[2:05] Er aber sagte zu einem anderen: "Folge mir nach." Der sprach: "Herr, erlaube mir zuvor, hinzugehen und meinen Vater zu begraben." Jesus aber sprach zu ihm: "Lass die Toten ihre Toten begraben. Du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes."

[2:24] Den Vater zu begraben bedeutet hier nicht, dass der Vater gerade gestorben war und Jesus nicht abwarten konnte, das war der drei Tage Beerdigung gewesen wäre. Nein, nein. Das bedeutet, dass dieser Mann bereit war, Jesus nachzufolgen, aber erst, nachdem sein Vater gestorben wäre, denn dann würde er sein Erbe bekommen, dann würde er finanzielle Unabhängigkeit haben, dann hätte er sozusagen die Sicherheit, Jesus nachfolgen zu können, ohne dadurch in Unsicherheit zu geraten.

[2:56] Und dieses zeigt, dass man so nicht denken kann. Wir können nicht Jesus dann nachfolgen, wenn es menschlich gesehen am angenehmsten ist, wenn es keine Schwierigkeiten gibt.

[3:06] Es sprach aber auch ein anderer: "Herr, ich will dir nachfolgen, zuvor aber erlaube mir, von denen, die in meinem Haus sind, Abschied zu nehmen." Hier aber sprach zu ihm: "Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes."

[3:20] Wenn wir in das Reich Gottes kommen wollen, dann müssen wir vorweg schauen. Wir können nicht gleichzeitig das Reich Gottes schauen und auf die Bequemlichkeiten und Sicherheiten der Welt, die wir ohne Gott gemeint haben zu haben. Wir können nicht wie Lots Frau zurückschauen und uns zurücksehnen nach dem Untergehenden oder danach.

[3:47] Aber bestimmte, daher noch 70 andere und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er selbst kommen wollte. Jesus hat nicht nur seine zwölf Apostel zur Missionsreise ausgesandt, er hat später auch noch einen größeren Kreis ausgesandt. Wir sehen also, wie Jesus hier auf verschiedenen Ebenen Menschen für den Dienst am Wort Gottes, für den Dienst für Gott ausgebildet hat. Er sendet Menschen in verschiedene Ortschaften, die den Weg bereiten sollen für Jesus.

[4:17] Und das ist eigentlich genau das, was wir tun sollen. Wir können nicht den Dienst von Jesus ersetzen, wir können aber den Dienst für Jesus vorbereiten. Wir können Menschen zu Jesus führen, wir können Menschen darauf vorbereiten, dass sie selbst Jesus begegnen.

[4:33] Er sprach nun zu ihnen: "Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende." Jesus hat also Menschen losgeschickt in die Arbeit für ihn und sie gebeten, gleichzeitig um weitere Arbeiter zu bitten. Wir sollen also nicht nur selbst für Gott arbeiten und damit den Tag führen, wir sollen auch, während wir arbeiten – das müssen wir alle tun, das muss ich auch mir selbst sagen – müssen, während wir für Gott arbeiten, darum bitten, dass er mehr Arbeiter sendet.

[5:07] Und deutlich zu machen, dass wir verstehen, wie groß das Feld ist und wie inadäquat unsere eigenen schwachen Bemühungen alleine für sich genommen sind.

[5:15] Was anderer Weise sagt Jesus hier das selbe zu den 70, dass er auch zu den 12 Jüngern gesagt hat. Die Aufgabe, die Prinzipien sind immer dieselben: "Geht hin, siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe. Tragt weder Beutel noch Tasche noch Schuhe und grüßt niemand auf dem Weg. Wo ihr aber in ein Haus hineingeht, da sprecht zuerst: Friede diesem Haus. Und wenn dort ein Sohn des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen. Wenn aber nicht, so wird er zu euch zurückkehren."

[5:42] "In demselben Haus aber bleibt und esst und trinkt, was man euch vorsetzt, denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Geht nicht aus einem Haus ins andere. Und wenn ihr in eine Stadt kommt und sie euch aufnehmen, da ist, was euch vorgesetzt wird, und heilt die Kranken, die dort sind, und sagt zu ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch herbei gekommen."

[6:02] Die Jünger bekamen von Jesus nicht nur theologische Ausbildung, sondern ganz praktisch, wie sie sich in den Ortschaften verhalten sollten, wie sie dort, nach welchen Prinzipien sie hervorgehen sollten, welche Methoden sie anwenden sollten.

[6:17] "Wenn ihr aber in eine Stadt kommt und sie euch nicht aufnehmen, da geht auf ihre Gassen hinaus und sprecht auch den Staub, der sich aus eurer Stadt an uns gehängt hat, streifen wir ab gegen euch. Das sollt ihr wissen, dass das Reich Gottes nahe zu euch herbei gekommen ist."

[6:29] "Ich sage euch aber, es wird so dann an jedem Tag erträglicher gehen als dieser Stadt. Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn die Wundertaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, so hätten sie längst in Sack und Asche sitzend Buße getan. Doch es wird Tyrus und Sidon erträglicher gehen im Gericht als euch. Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht worden bist, du wirst bis zum Totenreich hinab geworfen werden."

[6:58] "Wer euch hört, der hört mich. Und wer mich verwirft, der verwirft den, der mich gesandt hat."

[7:04] Sodom und Gomorra sind verloren gegangen, sie sind gewarnt worden und haben die Warnung abgelehnt. Aber Jesus macht deutlich, dass das, was seine Jünger hier in seinem Auftrag hatten, so wichtig, so großartig, so herrlich war, dass die Ablehnung dieser Botschaft, diese Mission noch schwerwiegender war als die Ablehnung der Botschaft des Evangeliums durch die Menschen in Sodom.

[7:42] Große, bekannte heidnische Städte werden im Gericht weniger stark verurteilt werden, wie zum Beispiel Tyrus oder Sidon, Städte, die für das Heidentum bekannt sind, als Städte hier im Volk Gottes, die Jesu Botschaft gehört hat und nicht nur Jesus als Person gesehen hat, sondern auch seine Botschaft durch die Apostel, durch die Jünger gehört haben und sie abgelehnt haben.

[8:08] Das Schlimmste, was wir tun können auf dieser Welt, ist, wenn wir das Evangelium von Gottes Gnade hören und nicht annehmen. Und das muss bewusst sein, dass, wenn wir als Nachfolger Jesu von Jesus in die Welt gehen und seine Botschaft predigen, dass Menschen durch uns Jesus annehmen oder Jesus ablehnen.

[8:35] Die 70 aber kehrt mit Freuden zurück und sprachen: "Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen." Sie waren begeistert von dem, was sie erlebt haben, wie sie mit Vollmacht Dämonen austreiben konnten.

[8:47] Das sprach er zu ihnen: "Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. Siehe, ich gebe euch die Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten und über alle Gewalt des Feindes, und nichts wird euch in irgendeiner Weise schaden."

[9:02] Jesus sagt: "Ich kenne den ganzen großen Kampf, ich kenne die Macht Satans, und ich gebe euch Kraft und Macht, die mehr als ausreichend ist im großen Kampf." Aber doch nicht darüber freut euch, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber lieber darüber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. Es geht nicht darum, dass wir uns stärker fühlen als Dämonen. Es geht nicht darum, dass wir stolz darauf sind, was wir getan haben. Es geht darum, dass wir uns freuen darüber, dass wir zu Jesus gehören, dass er von uns gestorben ist und dass wir ewiges Leben durch ihn haben werden.

[9:38] Und die größte Freude sollte nicht sein, dass, wenn wir etwas Gutes getan haben, der Gott ist, sondern dass wir wissen, dass Jesus mein persönlicher Erlöser ist.

[9:51] Zu derselben Stunde freute sich Jesus im Geist und sprach: "Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen von dir."

[10:04] Jesus freut sich, dass jeder Mensch, der möchte, Gott verstehen kann. Und das war nicht erst einen Universitätsabschluss dazu braucht.

[10:17] Und zu den Jüngern gewandt, sagt er: "Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater, und niemand weiß, wer der Sohn ist, als nur der Vater, und wer der Vater ist, weiß niemand als nur der Sohn und wem der Sohn es offenbaren will." Gott kann man nicht durch ein Theologiestudium erkennen, nicht durch philosophische Übungen, nicht durch naturwissenschaftliches Studieren. Man kann Gott nur durch Jesus Christus erkennen. Und wer Jesus kennt und folgt, der kann dann als zusätzlich durch das Studium der Natur, durch das Studium der Wissenschaften, durch intellektuelle Übung zusätzlich interessante Dinge entdecken. Aber nur durch Jesus können wir Gott erkennen, wie er wirklich ist. Und das wird dann Licht werfen auf alle anderen Wissensgebiete, die es gibt, weil Gott sie geschaffen hat.

[11:07] Oder wandte sich zu seinen Jüngern besonders und sprach: "Glückselig sind die Augen, die sehen, was ihr seht, denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wünschen zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört."

[11:19] Über Jahrhunderte hinweg haben die Propheten des Alten Testaments und auch Könige, die an Gott geglaubt haben, auf das kommende Messias gewartet. Was für ein Vorrecht für die Jünger, in dieser Zeit zu leben, in der sie gelebt haben. Und leben wir nicht auch in einer besonderen Zeit? Eine Zeit, auf die die Propheten des Alten und des Neuen Testaments hingewiesen haben, nicht nur Daniel und Jesaja und die Siegel, sondern auch Paulus und Petrus und Johannes in Offenbarung haben hingewiesen auf unsere Zeit und haben sich gewünscht, in dieser Zeit zu leben und zu wissen, was in dieser Zeit die besondere gegenwärtige Wahrheit ist.

[11:55] Glückselig sind wir, dass wir in dieser Zeit leben. Lasst uns dieses Vorrecht, dieses Privileg nutzen und uns wirklich aus Liebe mit Gott und seinem Wort beschäftigen. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir in einer besonderen Art und Weise die Wahrheit verstehen dürfen. Danke, dass du sie uns offenbart hast und immer weiter offen warst. Und wir wollen durch Jesus dich immer besser kennenlernen. Lieber Vater, hab Dank dafür im Namen Jesu.


Lizenz

Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.