Veröffentlicht am
1.405 Klicks

Mit freundlicher Unterstützung von Advedia TV

In dieser Folge der Serie „Gott mit uns“ wird die Frage „Was ist Liebe?“ aus einer biblischen Perspektive beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, dass die größte Liebesgeschichte aller Zeiten die Beziehung zwischen Gott und den Menschen ist. Anhand der Geschichte von Adam und Eva wird die Bedeutung von Liebe, Gemeinschaft und Bund mit Gott verdeutlicht. Die Serie lädt dazu ein, Gott als liebenden Partner zu erkennen und eine tiefe, persönliche Beziehung zu ihm aufzubauen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott mit uns / Gottes Liebesgeschichte

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:30] Hallo, herzlich willkommen und schön, dass Sie eingeschaltet haben. Wir möchten mit Ihnen
[0:36] uns auf eine Reise begeben, die Sie wirklich verändern wird und die Ihr Herz ansprechen wird.
[0:42] Es gibt etwas in unserem Leben, das unser ganzes Denken und Fühlen auf den Kopf stellen kann und
[0:49] das ist die Liebe. Vielleicht können Sie sich daran erinnern, wie es war, als Sie zum allerersten Mal
[0:54] verliebt gewesen sind, als dieses Gefühl dort in der Magengegend, alles andere Sie hat vergessen
[1:01] lassen, als dieses Herzpochen so stark war, dass Sie an nichts anderes mehr denken konnten. Und
[1:08] vielleicht ist es jetzt auch gerade in diesem Moment der Fall, dass Sie an einen Menschen
[1:11] besonders gern denken und ihn lieben. Liebe bestimmt unser Leben und wenn wir in die
[1:17] Unterhaltungsindustrie schauen, dann sehen wir, dass Liebe das ist, was alle Menschen hören,
[1:22] sehen und sich damit beschäftigen wollen. Es gibt Liebesgeschichten, wohin man nur schaut. Filme
[1:27] drehen sich fast immer nur um Liebe und selbst wenn es keine Liebesfilme sind, gibt es immer
[1:32] doch noch ein Element, eine Episode der Liebe dort drin. Die allermeisten Lieder, die Sie im
[1:40] Radio hören können, drehen sich immer wieder um Liebe. Aber heute möchten wir nicht eine
[1:47] gewöhnliche Liebesgeschichte erzählen, sondern die größte Liebesgeschichte aller Zeiten. Eine
[1:54] Liebesgeschichte voller Dramatik, eine Liebesgeschichte mit den allertiefsten Gedanken,
[1:59] die jemals aufgeschrieben worden sind, mit der schönsten und zärtlichsten Poesie, die Menschen
[2:04] überhaupt nur erfinden konnten. Eine Liebesgeschichte, die seit Jahrtausenden erzählt wird und die in 66
[2:11] Büchern aufgeschrieben worden ist, übersetzt in die meisten Sprachen, zu einem Weltbestseller
[2:16] gemacht worden ist und seitdem Millionen Menschen verändert hat. Nicht nur für einige Stunden während
[2:24] des Lesens, sondern für ihr gesamtes Leben. Diese Liebesgeschichte heißt Gott mit uns. Herzlich
[2:31] willkommen zu dieser Serie. Heute wollen wir den ersten Teil gemeinsam haben. Diese erste Folge heißt
[2:37] Was ist Liebe?

[2:44] Vielleicht können Sie sich noch daran erinnern, wie gerade angesprochen, an den
[2:50] Moment, als sie zum ersten Mal verliebt gewesen sind. Für die meisten Menschen beginnt Liebe mit dem
[2:58] berühmt-berüchtigten ersten Blick. Man spricht von Liebe auf den ersten Blick. Es ist der Ausdruck
[3:05] Beginnen der Liebe. Das ist ein Zauber in diesem ersten Blick und ich kann mir vorstellen, dass so
[3:12] etwas von diesem Zauber auch dabei gewesen ist, als er die Augen geöffnet hat. Zum ersten Mal, als er
[3:21] gespürt hat, dass in seinem Brustkorb dort etwas schlägt. Als er diesen Atem gespürt hat, der seinen
[3:28] Brustkorb hoch und nieder gedrückt hat, seine Augen geöffnet hat und jemanden gesehen hat, der ihm voller
[3:35] Liebe, voller Zärtlichkeit in die Augen geschaut hat. Wir reden von Adam, dem ersten Menschen, der
[3:42] uns in der Bibel überliefert ist. Adam heißt Mensch und Adam ist sozusagen auch eine Symbolfigur für
[3:51] alle Menschen. Und als Adam dort seinen ersten Blick tut auf den, der ihn offensichtlich geschaffen
[4:00] hat, da sieht er Augen, die ihn liebevoll anschauen. Aber nicht nur das. Dieser jemand, der dort ihn
[4:07] anschaut und diesen ersten Augenkontakt deutlich macht, ich hab dich gern, der spricht zu ihm. Denn
[4:15] die Bibel sagt uns schon in Johannes 1 und dort Vers 1 und 3, im Anfang war das Wort und das Wort war
[4:22] bei Gott und das Wort war Gott. Liebe und Beziehung funktionieren nur bei guter Kommunikation und Gott
[4:30] selbst ist ein Gott, der kommuniziert. Die Bibel sagt im 2. Vers weiter in Vers 3, alles ist durch
[4:35] dasselbe entstanden und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. Und so bin
[4:40] ich mir ganz sicher, als Adam seine ersten Blickkontakte mit seinem Schöpfer gehabt hat, da
[4:47] hat Gott mit ihm gesprochen, hat ihm erklärt, warum er da ist und was das Ziel dieser Schöpfung ist.
[4:54] Wer war das genau, der dort Adam in die Augen geblickt hat? Wenn wir im Hebräerbrief, den Paulus
[4:59] geschrieben hat, einmal nachlesen, in Hebräer 1, Vers 1 und 2 lesen wir folgende Worte, nachdem Gott
[5:05] in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten,
[5:13] hat er, Gott, in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, in ihn hat er eingesetzt zum Erben
[5:19] von allem. Durch ihn hat er auch die Welten geschaffen. Wer war also der Schöpfer, der dort
[5:30] Adam angeschaut hat? Es war der Sohn Gottes, Jesus Christus. Und ich kann mir vorstellen, als Adam so
[5:36] in den ersten Momenten seiner Existenz Jesus gefragt hat, der ihn geschaffen hat und angeschaut hat,
[5:42] ihm gesprochen hat, warum hast du mich geschaffen, was ist der Sinn, was ist meine Aufgabe hier auf
[5:48] diesem Planeten? Dann wird ihm Jesus etwas von dem erzählt haben, was er und Gott, der Vater und
[5:54] Gott, der Heilige Geist gemeinsam geplant hatten und was ihr Zweck gewesen war, als sie den Menschen
[6:02] geschaffen haben. Wir erfahren etwas von diesem Plan in 1. Mose 1, Vers 26, wo es heißt, lasst uns
[6:12] Menschen machen nach unserem Bild uns ähnlich. Als Gott den Menschen plant, als er ihn designte,
[6:17] als er diese Idee in seinem Kopf durchspielte, Menschen zu schaffen, hatte er ein Ziel, es gab
[6:23] einen Zweck und dieser Zweck war, Menschen sollten Gott repräsentieren, sie sollten so ähnlich sein
[6:30] wie er, sie sollten seinem Bild entsprechend leben. Nicht nur körperlich und in der Erscheinungsform
[6:36] sollte eine gewisse Ähnlichkeit zu Gott bestehen, auch in dem Denken, in dem Wesen, in der Natur,
[6:43] im Charakter sollten die Menschen Gott widerspiegeln. Er wünsche sich so eine Art von
[6:51] Harmonie. Was natürlich die Frage aufwirft und sicherlich auch bei Adam aufgeworfen hat, Gott,
[6:56] wie bist du eigentlich? Was ist dein Charakter, dass ich ihn widerspiegeln kann? Und hier macht
[7:03] die Bibel eine sehr einfache und doch so tiefgehende Antwort und Aussage. In 1. Johannes 4 und dort
[7:11] Vers 8 lesen wir folgende Worte. Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe.
[7:20] Die wichtigste Eigenschaft Gottes, sein wichtigstes Attribut ist die Liebe. Und wir heute, die das
[7:25] lesen, können uns einigermaßen vorstellen, was Liebe ist, aber wie ist es wohl Adam gegangen,
[7:32] der dort einige Minuten oder einige Stunden gerade erst in Existenz ist, was hat er wohl
[7:43] gedacht beim Wort Liebe? Was bedeutet das Gott, dass du Liebe bist? Und wie liebst du Gott? Und
[7:48] das Schöne an Gott ist, dass er die Dinge, die vielleicht zu hoch für uns sind, die wir uns nicht
[7:54] praktisch vorstellen können, dass er sie runter bricht, dass er uns Gleichnisse gibt und anschaulich
[8:01] erklärt, was er meint. So hat er es auch mit Adam gemacht. Er hat Adam gezeigt, was es bedeutet zu
[8:08] lieben. Da Adam nicht sofort verstehen konnte, was es bedeutet, dass Gott ihn liebt, hat Gott
[8:15] einen Weg gefunden, Adam sozusagen praktisch zu zeigen, was Liebe wirklich ist. Und dazu hat er
[8:21] ihm zunächst mal eine Aufgabe gegeben. In 1. Mose 2, Vers 19 lesen wir die Worte. Und Gott, der Herr,
[8:25] bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu
[8:31] den Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage,
[8:35] den der Mensch ihm gebe. Gott hat also dem Adam die Aufgabe gegeben, geh mal zu den Affen und den
[8:41] Krokodilen und all diesen Tieren und gib diesen Tieren Namen. Im nächsten Vers heißt es, da gab
[8:48] der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen, aber für den
[8:56] Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte. Als also Adam da die einzelnen
[9:00] Tiere benennt und sagt, du bist ein Elefant und du bist eine Spinne und du bist ein Pferd und du
[9:07] bist ein Fuchs und was auch immer, da stellt er fest, dass da kein Tier gibt, das ihm ähnlich ist.
[9:19] Wir haben gerade gesehen, dass Gottes Ziel es war, Menschen zu schaffen, die ihm ähnlich sind. Eine
[9:25] echte Beziehung, echte Liebe kann nur zwischen zwei Parteien bestehen, die einer gewissen Art
[9:33] und Weise sich zumindest ähnlich sind. Da muss eine Basis da sein, eine Harmonie und so liebenswürdig
[9:38] vielleicht auch die Affen ihn angeschaut haben, so freundlich das Pferd ihm in die Augen geblickt hat,
[9:47] Adam wusste, diese Tiere sind mir nicht wirklich ähnlich und in ihm stieg dieses Gefühl der
[9:57] Einsamkeit auf. Gott hat noch bevor er die Frau schuf, die Sehnsucht nach dem anderen geschaffen,
[10:05] quasi als Erziehungsprozess, als Gleichnis, um dem Adam beizubringen, was bedeutet es zu lieben. Im
[10:12] nächsten Vers lesen wir, da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen und
[10:18] während er, also Adam, schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.
[10:27] Gott tut eine Operation, schneidet etwas vom Körper auf, nimmt eine Rippe heraus, verschließt die Stelle
[10:32] mit Fleisch und formt jetzt aus der Rippe einen Menschen, wie der nächste Vers und sagt, und Gott
[10:38] der Herr bildete die Rippe, die er von den Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu
[10:44] dem Menschen. Und der nächste Vers drückt jetzt genau das aus, was Gott intendiert hatte mit dieser
[10:50] ganzen Übung, da sprach der Mensch, das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem
[10:58] Fleisch. Im Hebräischen wird das noch deutlicher als im Deutschen, dieser Ausruf, endlich. Ich habe
[11:04] so lange darauf gewartet, mich danach gesehnt und Adam versteht so ein wenig, was es bedeutet für
[11:12] Gott, sich nach jemandem zu sehen, der ihm ähnlich ist. Interessanterweise sagt dann Adam und ruft aus,
[11:18] sie soll Männen heißen, denn vom Mann ist sie genommen. Auch da drückt sich diese Einheit aus,
[11:26] die bestehen soll zwischen Mann und Frau. Die Frau wird sogar nach dem Wesen des Mannes genannt.
[11:34] Diese Verbindung, diese Liebesbeziehung zwischen Adam und Eva, wie sie später genannt wurde, sollte
[11:41] von Anfang an ein Bildnis sein, ein Gleichnis für die Beziehung, die Gott mit jedem einzelnen Menschen
[11:48] haben möchte. Das heißt, unsere Beziehungen untereinander, sei es in der Ehe, sei es unter
[11:56] Freunden, sei es in der Familie, sind mehr oder weniger immer ein Bild auf unsere Beziehung zu
[12:03] Gott. Am allermeisten die Beziehung zwischen Mann und Frau in der Ehe. Das wird auch im Neuen Testament
[12:12] deutlich, wenn Paulus im Epheserbrief in Kapitel 5 Vers 31 und 32 folgende interessante Worte findet.
[12:17] Zunächst einmal zitiert er aus dem Schöpfungsbericht und sagt dort, deshalb wird ein Mann seinen Vater
[12:24] und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen und die zwei werden ein Fleisch sein. Und dann
[12:30] sagt er etwas, was uns wirklich erstaunen sollte. Er sagt, dieses Geheimnis von Mann und Frau, das
[12:36] Gott geschaffen hat, er sagt, dieses Geheimnis ist groß. Ich aber, und Paulus war ja ein inspirierter
[12:42] Schreiber der Bibel, er sagt, ich aber deute es auf Christus, auf die Gemeinde, mit anderen Worten auf
[12:49] den Schöpfer und auf die Menschen, die Gott geschaffen hat. Paulus hatte verstanden, dass die
[12:54] Geschichte von Adam und Eva nicht nur die Ehe einführt in die Menschheitsgeschichte, nicht nur
[13:00] und zeigt, dass Gott Liebe zwischen Menschen gut heißt, sondern dass diese Liebe tatsächlich ein
[13:07] Gleichnis ist zwischen der Liebe, die Gott zu uns empfinden möchte und gegensätzlich.
[13:16] Vielleicht haben sie noch niemals darüber nachgedacht, dass ihre Beziehung zu Gott oder überhaupt eine
[13:22] Beziehung zu Gott vergleichbar wäre zu einer Liebesbeziehung zwischen zwei Menschen. Manchmal
[13:26] haben wir dieses Bild von Gott vielleicht als einem Automaten, der Wünsche erfüllt oder von einem
[13:32] Prinzip, das dort durch das Universum fließt, ohne irgendwie greifbar zu sein oder von einem
[13:41] objektiven Richter, der alles richtig haben möchte. Wie selten denken wir nach über Gott als einen
[13:51] Liebhaber, als ein Wesen, das sich sehnt nach einer Beziehung. Aber dass tatsächlich die Beziehung von
[13:58] mir zu Gott oder von ihnen zu Gott vergleichbar ist zu der zwischenmenschlichen Liebe, das hat
[14:05] sogar Jesus selbst ausgedrückt. In Matthäus 22, ziemlich am Ende dieses Evangeliums, sagt er auf
[14:11] die Frage hin, was das größte Gebot in der Bibel wäre in Vers 37 und an den folgenden Versen. Und
[14:20] Jesus sprach zu ihm, du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner
[14:24] ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken. Das klingt ziemlich nach Verliebtsein, nicht wahr? Wenn
[14:29] man verliebt ist, dann denkt man nur noch an diese andere Person und Jesus sagt, du sollst deinen
[14:37] Herrn, deinen Gott so lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deinem ganzen
[14:42] Denken. Das ist das erste und größte Gebot. Und dann sagt er, das zweite ist ihm vergleichbar. Du
[14:51] sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Jesus selbst also sagt, dass die Liebe von Mensch
[14:56] zu Mensch vergleichbar ist zu der Liebe zwischen Mensch und Gott. Könnte es sein, dass so viele
[15:03] Menschen auf diesem Planeten eine falsche Vorstellung von Gott haben, ein falsches Bild von
[15:10] Gott sozusagen und falsche Emotionen, wenn es um Gott geht, weil sie nicht verstanden haben, weil
[15:16] es ihnen niemand gesagt hat, dass Gott sich genauso eine Liebesbeziehung wünscht, wie wir
[15:22] Liebesbeziehungen untereinander haben können. Und im letzten Vers, in diesem Abschnitt in Vers 40, sagt
[15:30] dann Jesus, an dieser Erkenntnis hängt es die gesamte Bibel, denn er sagt, an diesen zwei Geboten
[15:37] hängen das ganze Gesetz und die Propheten. Gesetz und Propheten ist ein alter Ausdruck für die Bibel.
[15:45] Er sagt, wenn du das verstanden hast, dann hast du den Schlüssel zur gesamten Bibel, denn die gesamte
[15:52] Bibel ist nichts weiter als diese fulminante Liebesgeschichte, voller Dramatik, voller Posi,
[15:58] voller tiefer Gedanken. Wenn wir diesen Schlüssel verstanden haben, dann wird die Bibel plötzlich zu
[16:06] einer Sammlung von Liebesbriefen, von dramatischen Liebesgeschichten, die wir in den nächsten Folgen
[16:12] unserer Serie da noch genauer beleuchten wollen. Was also genau ist dann die Liebe? Adam hatte
[16:18] gelernt an seiner Begegnung mit Eva, wie sich Liebe anfühlt und in der Bibel wird uns auch genau
[16:24] definiert, was wir eigentlich unter Liebe zu verstehen haben, wo wir echte Liebe finden können.
[16:32] Im Römerbrief und dort Kapitel 13 und dort Vers 8 und 10 sagt Paulus folgende Worte,
[16:40] seid niemand etwas schuldig, außer dass ihr einander liebt, denn wer den anderen liebt,
[16:46] Achtung, hat das Gesetz erfüllt. Oftmals ist in unserem Denken das Wort Gesetz ganz weit weg von
[16:50] dem Konzept der Liebe, aber in der Bibel fallen diese beiden Dinge eigentlich in eins, denn Paulus
[16:59] geht weiter und sagt, denn die Gebote, du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht töten, du
[17:04] sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen, du sollst nicht begehren und
[17:12] welches andere Gebote es noch gibt, also er bezieht sich auf die zehn Gebote, werden
[17:17] zusammengefasst in diesem Wort, nämlich du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Er sagt,
[17:25] die Gebote der Bibel, die zehn Gebote sind eigentlich Ausdruck echter Liebe und Paulus
[17:34] bringt es dann im nächsten Vers auf den Punkt, wenn er sagt, die Liebe tut dem Nächsten nichts
[17:39] Böses, so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. Gott hat sich nicht damit abgefunden,
[17:47] einfach nur das Gefühl zu schaffen, sondern er hat auch das Gefühl so genau wie möglich
[17:55] beschrieben, damit wir sicher werden können, dass wir auch die wirkliche echte Liebe erleben,
[18:03] das Gesetz Gottes ist dazu da, nicht um uns einzuengen oder einzuschränken oder irgendwelche
[18:08] Regeln aufzustellen, in erster Linie, sondern um Liebe zu definieren, um es kristallklar zu machen,
[18:14] wie sehr Gott uns liebt. Aber jede Liebe braucht auch ihre Form, sie braucht auch ihre Sicherheit
[18:18] und das wird schon deutlich in der Geschichte von Adam und Eva. Wenn wir uns lieben heutzutage,
[18:23] dann heiraten wir und das basiert letztendlich auch auf gewissen Gesetzmäßigkeiten, auf einem
[18:30] Gesetz und das wird dann auch vom Staat anerkannt und in einer ähnlichen Art und Weise hat auch
[18:37] Gott damals schon die Liebe nicht einfach nur ein Gefühl sein lassen, das vielleicht kommt und geht,
[18:49] sondern er wollte, dass die Liebe dauerhaft ist und er hat sie fest gegründet auf seinem Gesetz
[18:57] und hat die Ehe gestiftet. In 1. Mose 2 Vers 24 lesen wir, darum wird ein Mann seinen Vater und
[19:07] seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, was für ein schönes Bild und sie werden ein Fleisch
[19:14] sein. Gott schuf den Ehebund und das ist ein Thema, mit dem wir uns in der gesamten Serie sehr
[19:23] intensiv beschäftigen wollen, denn was eigentlich ist ein Bund? Das deutsche Wort drückt es schon
[19:30] sehr gut aus. Ein Bund verbindet zwei Parteien. Adam und Eva, die beide Persönlichkeiten waren,
[19:36] die beide Individuen waren, die Gott geschaffen hat, sie haben sich entschieden eins zu werden.
[19:41] Die Bibel sagt ganz deutlich, Mann und Frau sollen ein Fleisch werden. Ein Bund ist nicht
[19:47] einfach nur ein Vertrag, sondern ein Bund bindet zwei Parteien ganz eng zusammen und wie gesagt,
[19:53] diese Verbindung, dieser Bund zwischen Adam und Eva sollte ein Gleichnis sein von Anfang an für
[20:00] alle Menschen, die Gott geschaffen hat, egal welcher Konfession, welcher Denomination,
[20:07] welcher Weltanschauung oder Religion sie angehören, sollte ein Bildnis sein, welche Beziehung sich Gott
[20:14] wünscht mit den Menschen, die er geschaffen hat. Denn genauso wie Adam und Eva sich verbanden in
[20:20] dem Ehebund, so möchte auch Gott einen Bund mit jedem Einzelnen von uns, mit ihnen und mit mir.
[20:24] Jesus hat das sehr gut ausgedrückt, dass wir diesen Bund brauchen, denn er sagt in Johannes 15 Vers 5,
[20:32] ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht,
[20:39] denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Vielleicht ist das eine erstaunliche Erkenntnis
[20:46] für sie jetzt gerade, denn so oft denken wir als Menschen, dass wir eine ganze Menge alleine
[20:51] schaffen können, aber Jesus sagt ganz deutlich, ohne mich könnt ihr nichts tun. Interessanterweise
[20:59] sagt dann der Paulus in Philippa 4 Vers 13, was passiert, wenn wir mit Jesus zusammen sind. Es
[21:07] heißt hier in Philippa 4 Vers 13, ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.
[21:15] Wenn wir diese beiden Aussagen zusammennehmen, einmal ich getrennt von Jesus können wir nichts
[21:20] tun und dann durch Christus vermögen wir alles, bedeutet das, das ist eines der fundamentalsten
[21:32] Themen überhaupt. Alles in unserem Leben, aller Erfolg, alles Glück, aller Lebenssinn hängt davon
[21:41] ab, ob wir den Bund mit Christus erleben oder nicht, ob wir verbunden sind mit Gott. Viele
[21:46] Menschen, vielen Menschen genügt es, dass sie etwas von Gott wissen, dass sie etwas von Gott ahnen, dass sie
[21:55] vielleicht eine Erkenntnis über Gott haben, aber das reicht Gott nicht. Er möchte mit ihnen verbunden
[22:02] sein. Ohne diesen Bund ist alles andere wertlos. Alle Gefühle, die wir haben mögen, alle intellektuelle
[22:08] Erkenntnis, die dort sein mag, alle Philosophie, die uns vielleicht interessiert, all das wird wertlos am
[22:13] Ende, wenn wir nicht diesen Bund mit Gott haben, verbunden in Liebe mit Gott. Was also genau stellt
[22:20] dieser Bund dar? Im Hebräerbrief von dort, Kapitel 8, Vers 10 und 11, bekommen wir so eine Definition des
[22:25] Bundes, den Gott mit jedem Einzelnen von uns eingehen möchte. Es heißt hier sondern, das ist der Bund, den
[22:35] ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen, spricht der Herr, ich will ihnen meine
[22:40] Gesetze, erinnern sie sich daran, das Gesetz Gottes ist Ausdruck seiner Liebe, ich will ihnen meine Gesetze,
[22:47] also meine Liebe in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben. Ich will ihr Gott sein, sie sollen
[22:53] mein Volk sein, so wie ein Mann vielleicht zu einer Frau sagt, du bist mein Schatz und ich bin dein
[23:00] Schatz. Sag Gott, ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein, wir sollen zusammen gehören, wir
[23:09] wollen verbunden sein. Er sagt, ich möchte meine Liebe, dass sie in ihrem Denken ist, in ihrem Sinn, in ihrem
[23:16] Herzen. Und dann im nächsten Vers heißt es interessanterweise, und es wird keiner mehr seinen
[23:22] Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen, er kenne den Herrn, denn es werden mich alle
[23:32] kennen vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen. Oftmals haben wir von Religion den Eindruck, da gibt
[23:41] es einige Eingeweihte, einige Gurus, einige Priester, die wissen genau, wie Gott ist und was Gott sagt
[23:49] und wir müssen zu diesen Gurus, diesen Priestern, diesen Eingeweihten gehen, um von ihnen zu erfahren,
[23:57] wie man Gott milde stimmen kann. Aber Gott sagt uns selbst, wenn wir diesen Bund erleben, wird es gar
[24:06] nicht so sein. Keiner wird zum anderen sagen, er kenne den Herrn, sondern jeder wird den Herrn selbst
[24:11] erkennen. Lieber Freund, liebe Freundin, eine der großartigsten Aussagen der Bibel ist, dass sie
[24:17] nicht zu irgendeinem Menschen rennen müssen, um zu erfahren, wie Gott ist, sondern sie, ja du, lieber
[24:24] Freund, liebe Freundin, du kannst eine direkte, persönliche Verbindung zu Gott haben. Das ist genau das,
[24:34] wozu er dich eigentlich geschaffen hat, der ganze Lebenssinn und Zweck deines Daseins. Er möchte sein
[24:40] Gesetz, sein Wesen, seinen Charakter, seine Liebe in dein Herz schreiben. Nun, was eigentlich ist das
[24:46] Herz? Oftmals haben wir vielleicht schon diesen Ausdruck gehört, dass Gott in unserem Herzen wohnen möchte,
[24:52] aber unser Herz, das schlägt doch einfach nur ein paar mal die Minute und pumpt das Blut in unsere
[24:59] Adern und Wehen. Die Bibel erklärt uns, was sie eigentlich mit Herz meint. Im Hebräerbrief, Kapitel 4,
[25:07] Vers 12 heißt es, denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige
[25:15] Schwert und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein und
[25:22] es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen
[25:26] des Herzens. Wenn die Bibel vom Herzen spricht, meint sie eigentlich das, was ich denke, was ich vor
[25:31] habe, meine Motive, meine Gesinnungen. Wo soll also die Liebe hinein, die Liebe Gottes in mein Denken?
[25:37] Gott möchte mein Denken erreichen, er möchte, dass ich in meinem Wesen, in meinen Entscheidungen, in
[25:44] meinem Charakter letztendlich ihn gern habe, ihn lieber. Und wir haben gesehen, dass in diesem
[25:52] Bund jeder einzelne Gott erkennen kann. Nun, dieses Wort erkennen ist im Deutschen sehr mit intellektuellem
[25:58] Wissen behaftet. Wir streben nach Erkenntnis vielleicht, aber auch hier ist es interessant zu
[26:03] sehen, dass die Bibel doch einen gewissen anderen Ansatz hat und es hilft oftmals, diese biblischen
[26:08] Konzepte wirklich zu verstehen, weil dann viele Missverständnisse, die so existieren über den
[26:15] christlichen Glauben, plötzlich verschwinden. Wenn die Bibel von Erkennen spricht, meint sie nicht so
[26:19] sehr auswendig lernen von Fakten oder eine übernatürliche Erkenntnis aufgrund von Meditieren
[26:25] oder sonst etwas. Die Bibel macht es sehr praktisch. In 1. Mose 4, Vers 1 steht dort,
[26:30] und Adam erkannte seine Frau Eva und sie wurde schwanger. Nun, es fällt uns nicht schwer zu
[26:36] erkennen, was hier eigentlich wirklich gemeint ist. Der Bibelschreiber meinte auf keinen Fall,
[26:40] dass Adam irgendwo auf einem Hügel stand und in der untergehenden Sonne auf einen Kilometer
[26:48] Entfernung erkannt hat, oh, das ist Eva. Davon wäre Eva niemals schwanger geworden. In Wirklichkeit
[26:55] geht es hier um die intimste Beziehung, die zwischen Mann und Frau überhaupt möglich ist,
[27:02] um Gott gewollte, in der Ehe gelebte Sexualität. Und vielleicht sagen wir auf den ersten Moment,
[27:11] ja warum sagt das die Bibel doch nicht einfach? Das habe ich früher auch gedacht,
[27:16] bis mir bewusst geworden ist, sie sagt es ja eigentlich. Denn ist es nicht eines der
[27:22] erstaunlichsten, oder ist es nicht eigentlich wirklich ein erstaunlicher Begriff, dieses Wort
[27:27] erkennen? Ist es nicht eigentlich unfassbar passend, diese intime Beziehung zwischen Mann
[27:38] und Frau als wahre Erkenntnis zu beschreiben? Ist es nicht wahr, dass ich meine Frau in einem
[27:42] Maße erkenne, wie kein anderer Mensch auf dieser Welt? Adam erkannte seine Frau Eva,
[27:48] sie wurde schwanger. Und in demselben Sinne möchte Gott, dass wir ihn erkennen. Jesus sagt
[27:57] uns in Johannes 17, Vers 3, das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott,
[28:03] den du gesandt hast, Jesus Christus erkennen. Nicht einfach nur eine intellektuelle Erkenntnis,
[28:08] oh da hat es wahrscheinlich einen Jesus Christus gegeben. Das ist Gott nicht genug. Gott möchte
[28:13] nicht einfach nur anerkannt werden, oder geschätzt werden, er möchte erkannt werden.
[28:19] Und vielleicht stellen wir uns jetzt gerade die Frage, wie ist denn das möglich? Das klingt ja
[28:27] fast so unglaublich. Wir können uns vorstellen, wie Mann und Frau ein Fleisch werden, aber wie
[28:35] soll ich mit Gott eins werden? Interessanterweise sagt Paulus etwas darüber. In 1. Korinther 6,
[28:40] und dort Vers 16, zitiert er noch einmal aus dem Alten Testament, aus 1. Mosel 2, aus dem
[28:49] Schöpfungsbericht, genau diese Worte in Vers 16 am Ende des Verses, denn es werden, heißt es,
[28:57] die zwei ein Fleisch sein. Und dann sagt er im nächsten Vers, wer aber dem Herrn anhängt,
[29:04] so wie Adam seiner Frau anhing, Vater und Mutter, wie er dann heißt, ein Mann soll Vater und Mutter
[29:11] verlassen und seiner Frau anhängen. Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm. Also so wie
[29:16] Mann und Frau in einer intimen Beziehung ein Fleisch werden, so möchte Gott mit jedem Menschen,
[29:23] der ihm anhängt, ein Geist werden. So innerlich verbunden, dass der Mensch so denkt wie Jesus. Und
[29:33] ist das nicht ein Ausdruck von Liebe, wenn wir, wenn meine Frau und ich dieselbe Sache sehen und
[29:40] ohne miteinander gesprochen zu haben, dasselbe denken? Wir nennen sowas manchmal Seelenverwandtschaft.
[29:47] Wir denken genau gleich. Und je tiefer wir uns lieben, desto mehr entwickelt sich das,
[29:54] dieses gleiche Denken, die gleiche Einstellung zu Dingen haben, dieselbe Gesinnung, diese Harmonie.
[30:04] Und genau das ist das, was eigentlich der Plan Gottes mit allen von uns ist. Unser letzter Vers
[30:13] für heute steht in Philippe 2, Vers 5. Dort heißt es, wie Paulus uns sagt, denn ihr sollt so gesinnt
[30:20] sein in eurem Denken, wie Christus Jesus es auch war. Warum? Als er uns geschaffen hat, hat er sich
[30:25] gewünscht, dass wir ihm ähnlich sind. Und um uns das zu illustrieren, hat er uns die Ehe und die
[30:31] Beziehung untereinander gegeben, damit wir verstehen, wie es ist, ein Geist mit ihm zu sein.
[30:36] Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du auch diese tiefe Beziehung zu Gott erleben? Nicht einfach
[30:40] nur einer Religion angehören oder dich für eine Philosophie interessieren, sondern wirklich so
[30:46] eng mit Gott verbunden zu sein, dass man sagen kann, dass wir mit Gott eines Geistes sind. Er
[30:52] hat es so geplant und wir werden in den nächsten Folgen sehen, wie diese erstaunliche Liebesbeziehung,
[30:59] die Gott so perfekt geplant hat, einige unerwartete Wendungen nimmt und wie am Ende alles wie in einer
[31:06] richtigen Liebesgeschichte ein Happy End haben wird. Also verpasst unter keinen Umständen die
[31:11] nächsten Folgen, wo wir diese spannende Liebesgeschichte in allen Details entfalten
[31:19] werden und zeigen werden, wie genau das, was Gott geplant hat, in unserem Leben auch echte
[31:25] Realität werden kann. Gott segne sie in dieser Entscheidung. Ich möchte noch mit Ihnen gemeinsam
[31:36] ein Gebet dazu sprechen. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für die Worte, die du zu uns
[31:43] sprichst. Hab Dank, dass dein Wort in unser Herz hinein dringt und uns zeigt, dass es in der
[31:50] biblischen Religion nicht einfach um Wissensvermittlung geht, sondern eine tiefe Beziehung, eine
[31:57] Herzensbeziehung zu dir. Wir möchten so denken, wie du denkst. Wir möchten eines Geistes mit dir
[32:05] sein und wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du uns diese Erfahrung schenkst, dass wir nicht
[32:11] zu anderen Menschen gehen müssen, um zu erfahren, wie du bist, sondern dass wir selbst mit dir eine
[32:19] Beziehung haben dürfen. Hab Dank, dass du uns zu uns gesprochen hast und dass du uns Schritt für Schritt
[32:25] führst und führen wirst. Im Namen Jesu danken wir dir. Amen. Damit wollen wir sie verabschieden für
[32:36] heute und sie herzlich einladen zur nächsten Folge, wenn es wieder heißt, Gott mit uns. Die
[32:41] spannendste und gewaltigste Liebesgeschichte aller Zeiten. Bis dahin wünsche ich mir Gottes Segen und viel Freude.
[32:55] Die Sendung ist Teil einer Videovortragsreihe und als DVD-Set erhältlich.
[33:18] Unterstützen Sie die Medienarbeit von vision.tv und die kostenlose
[33:23] Bereitstellung wertvoller Videobeiträge durch den Kauf der DVDs.


Lizenz

Copyright ©2016 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.