[0:30] Hallo, herzlich willkommen und schön, dass Sie eingeschaltet haben. Wir möchten mit Ihnen
[0:36] uns auf eine Reise begeben, die Sie wirklich verändern wird und die Ihr Herz ansprechen wird.
[0:42] Es gibt etwas in unserem Leben, das unser ganzes Denken und Fühlen auf den Kopf stellen kann und
[0:49] das ist die Liebe. Vielleicht können Sie sich daran erinnern, wie es war, als Sie zum allerersten Mal
[0:54] verliebt gewesen sind, als dieses Gefühl dort in der Magengegend, alles andere Sie hat vergessen
[1:01] lassen, als dieses Herzpochen so stark war, dass Sie an nichts anderes mehr denken konnten. Und
[1:08] vielleicht ist es jetzt auch gerade in diesem Moment der Fall, dass Sie an einen Menschen
[1:11] besonders gern denken und ihn lieben. Liebe bestimmt unser Leben und wenn wir in die
[1:17] Unterhaltungsindustrie schauen, dann sehen wir, dass Liebe das ist, was alle Menschen hören,
[1:22] sehen und sich damit beschäftigen wollen. Es gibt Liebesgeschichten, wohin man nur schaut. Filme
[1:27] drehen sich fast immer nur um Liebe und selbst wenn es keine Liebesfilme sind, gibt es immer
[1:32] doch noch ein Element, eine Episode der Liebe dort drin. Die allermeisten Lieder, die Sie im
[1:40] Radio hören können, drehen sich immer wieder um Liebe. Aber heute möchten wir nicht eine
[1:47] gewöhnliche Liebesgeschichte erzählen, sondern die größte Liebesgeschichte aller Zeiten. Eine
[1:54] Liebesgeschichte voller Dramatik, eine Liebesgeschichte mit den allertiefsten Gedanken,
[1:59] die jemals aufgeschrieben worden sind, mit der schönsten und zärtlichsten Poesie, die Menschen
[2:04] überhaupt nur erfinden konnten. Eine Liebesgeschichte, die seit Jahrtausenden erzählt wird und die in 66
[2:11] Büchern aufgeschrieben worden ist, übersetzt in die meisten Sprachen, zu einem Weltbestseller
[2:16] gemacht worden ist und seitdem Millionen Menschen verändert hat. Nicht nur für einige Stunden während
[2:24] des Lesens, sondern für ihr gesamtes Leben. Diese Liebesgeschichte heißt Gott mit uns. Herzlich
[2:31] willkommen zu dieser Serie. Heute wollen wir den ersten Teil gemeinsam haben. Diese erste Folge heißt
[2:37] Was ist Liebe?
[2:44] Vielleicht können Sie sich noch daran erinnern, wie gerade angesprochen, an den
[2:50] Moment, als sie zum ersten Mal verliebt gewesen sind. Für die meisten Menschen beginnt Liebe mit dem
[2:58] berühmt-berüchtigten ersten Blick. Man spricht von Liebe auf den ersten Blick. Es ist der Ausdruck
[3:05] Beginnen der Liebe. Das ist ein Zauber in diesem ersten Blick und ich kann mir vorstellen, dass so
[3:12] etwas von diesem Zauber auch dabei gewesen ist, als er die Augen geöffnet hat. Zum ersten Mal, als er
[3:21] gespürt hat, dass in seinem Brustkorb dort etwas schlägt. Als er diesen Atem gespürt hat, der seinen
[3:28] Brustkorb hoch und nieder gedrückt hat, seine Augen geöffnet hat und jemanden gesehen hat, der ihm voller
[3:35] Liebe, voller Zärtlichkeit in die Augen geschaut hat. Wir reden von Adam, dem ersten Menschen, der
[3:42] uns in der Bibel überliefert ist. Adam heißt Mensch und Adam ist sozusagen auch eine Symbolfigur für
[3:51] alle Menschen. Und als Adam dort seinen ersten Blick tut auf den, der ihn offensichtlich geschaffen
[4:00] hat, da sieht er Augen, die ihn liebevoll anschauen. Aber nicht nur das. Dieser jemand, der dort ihn
[4:07] anschaut und diesen ersten Augenkontakt deutlich macht, ich hab dich gern, der spricht zu ihm. Denn
[4:15] die Bibel sagt uns schon in Johannes 1 und dort Vers 1 und 3, im Anfang war das Wort und das Wort war
[4:22] bei Gott und das Wort war Gott. Liebe und Beziehung funktionieren nur bei guter Kommunikation und Gott
[4:30] selbst ist ein Gott, der kommuniziert. Die Bibel sagt im 2. Vers weiter in Vers 3, alles ist durch
[4:35] dasselbe entstanden und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. Und so bin
[4:40] ich mir ganz sicher, als Adam seine ersten Blickkontakte mit seinem Schöpfer gehabt hat, da
[4:47] hat Gott mit ihm gesprochen, hat ihm erklärt, warum er da ist und was das Ziel dieser Schöpfung ist.
[4:54] Wer war das genau, der dort Adam in die Augen geblickt hat? Wenn wir im Hebräerbrief, den Paulus
[4:59] geschrieben hat, einmal nachlesen, in Hebräer 1, Vers 1 und 2 lesen wir folgende Worte, nachdem Gott
[5:05] in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten,
[5:13] hat er, Gott, in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, in ihn hat er eingesetzt zum Erben
[5:19] von allem. Durch ihn hat er auch die Welten geschaffen. Wer war also der Schöpfer, der dort
[5:30] Adam angeschaut hat? Es war der Sohn Gottes, Jesus Christus. Und ich kann mir vorstellen, als Adam so
[5:36] in den ersten Momenten seiner Existenz Jesus gefragt hat, der ihn geschaffen hat und angeschaut hat,
[5:42] ihm gesprochen hat, warum hast du mich geschaffen, was ist der Sinn, was ist meine Aufgabe hier auf
[5:48] diesem Planeten? Dann wird ihm Jesus etwas von dem erzählt haben, was er und Gott, der Vater und
[5:54] Gott, der Heilige Geist gemeinsam geplant hatten und was ihr Zweck gewesen war, als sie den Menschen
[6:02] geschaffen haben. Wir erfahren etwas von diesem Plan in 1. Mose 1, Vers 26, wo es heißt, lasst uns
[6:12] Menschen machen nach unserem Bild uns ähnlich. Als Gott den Menschen plant, als er ihn designte,
[6:17] als er diese Idee in seinem Kopf durchspielte, Menschen zu schaffen, hatte er ein Ziel, es gab
[6:23] einen Zweck und dieser Zweck war, Menschen sollten Gott repräsentieren, sie sollten so ähnlich sein
[6:30] wie er, sie sollten seinem Bild entsprechend leben. Nicht nur körperlich und in der Erscheinungsform
[6:36] sollte eine gewisse Ähnlichkeit zu Gott bestehen, auch in dem Denken, in dem Wesen, in der Natur,
[6:43] im Charakter sollten die Menschen Gott widerspiegeln. Er wünsche sich so eine Art von
[6:51] Harmonie. Was natürlich die Frage aufwirft und sicherlich auch bei Adam aufgeworfen hat, Gott,
[6:56] wie bist du eigentlich? Was ist dein Charakter, dass ich ihn widerspiegeln kann? Und hier macht
[7:03] die Bibel eine sehr einfache und doch so tiefgehende Antwort und Aussage. In 1. Johannes 4 und dort
[7:11] Vers 8 lesen wir folgende Worte. Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe.
[7:20] Die wichtigste Eigenschaft Gottes, sein wichtigstes Attribut ist die Liebe. Und wir heute, die das
[7:25] lesen, können uns einigermaßen vorstellen, was Liebe ist, aber wie ist es wohl Adam gegangen,
[7:32] der dort einige Minuten oder einige Stunden gerade erst in Existenz ist, was hat er wohl
[7:43] gedacht beim Wort Liebe? Was bedeutet das Gott, dass du Liebe bist? Und wie liebst du Gott? Und
[7:48] das Schöne an Gott ist, dass er die Dinge, die vielleicht zu hoch für uns sind, die wir uns nicht
[7:54] praktisch vorstellen können, dass er sie runter bricht, dass er uns Gleichnisse gibt und anschaulich
[8:01] erklärt, was er meint. So hat er es auch mit Adam gemacht. Er hat Adam gezeigt, was es bedeutet zu
[8:08] lieben. Da Adam nicht sofort verstehen konnte, was es bedeutet, dass Gott ihn liebt, hat Gott
[8:15] einen Weg gefunden, Adam sozusagen praktisch zu zeigen, was Liebe wirklich ist. Und dazu hat er
[8:21] ihm zunächst mal eine Aufgabe gegeben. In 1. Mose 2, Vers 19 lesen wir die Worte. Und Gott, der Herr,
[8:25] bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu
[8:31] den Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage,
[8:35] den der Mensch ihm gebe. Gott hat also dem Adam die Aufgabe gegeben, geh mal zu den Affen und den
[8:41] Krokodilen und all diesen Tieren und gib diesen Tieren Namen. Im nächsten Vers heißt es, da gab
[8:48] der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen, aber für den
[8:56] Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte. Als also Adam da die einzelnen
[9:00] Tiere benennt und sagt, du bist ein Elefant und du bist eine Spinne und du bist ein Pferd und du
[9:07] bist ein Fuchs und was auch immer, da stellt er fest, dass da kein Tier gibt, das ihm ähnlich ist.
[9:19] Wir haben gerade gesehen, dass Gottes Ziel es war, Menschen zu schaffen, die ihm ähnlich sind. Eine
[9:25] echte Beziehung, echte Liebe kann nur zwischen zwei Parteien bestehen, die einer gewissen Art
[9:33] und Weise sich zumindest ähnlich sind. Da muss eine Basis da sein, eine Harmonie und so liebenswürdig
[9:38] vielleicht auch die Affen ihn angeschaut haben, so freundlich das Pferd ihm in die Augen geblickt hat,
[9:47] Adam wusste, diese Tiere sind mir nicht wirklich ähnlich und in ihm stieg dieses Gefühl der
[9:57] Einsamkeit auf. Gott hat noch bevor er die Frau schuf, die Sehnsucht nach dem anderen geschaffen,
[10:05] quasi als Erziehungsprozess, als Gleichnis, um dem Adam beizubringen, was bedeutet es zu lieben. Im
[10:12] nächsten Vers lesen wir, da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen und
[10:18] während er, also Adam, schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.
[10:27] Gott tut eine Operation, schneidet etwas vom Körper auf, nimmt eine Rippe heraus, verschließt die Stelle
[10:32] mit Fleisch und formt jetzt aus der Rippe einen Menschen, wie der nächste Vers und sagt, und Gott
[10:38] der Herr bildete die Rippe, die er von den Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu
[10:44] dem Menschen. Und der nächste Vers drückt jetzt genau das aus, was Gott intendiert hatte mit dieser
[10:50] ganzen Übung, da sprach der Mensch, das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem
[10:58] Fleisch. Im Hebräischen wird das noch deutlicher als im Deutschen, dieser Ausruf, endlich. Ich habe
[11:04] so lange darauf gewartet, mich danach gesehnt und Adam versteht so ein wenig, was es bedeutet für
[11:12] Gott, sich nach jemandem zu sehen, der ihm ähnlich ist. Interessanterweise sagt dann Adam und ruft aus,
[11:18] sie soll Männen heißen, denn vom Mann ist sie genommen. Auch da drückt sich diese Einheit aus,
[11:26] die bestehen soll zwischen Mann und Frau. Die Frau wird sogar nach dem Wesen des Mannes genannt.
[11:34] Diese Verbindung, diese Liebesbeziehung zwischen Adam und Eva, wie sie später genannt wurde, sollte
[11:41] von Anfang an ein Bildnis sein, ein Gleichnis für die Beziehung, die Gott mit jedem einzelnen Menschen
[11:48] haben möchte. Das heißt, unsere Beziehungen untereinander, sei es in der Ehe, sei es unter
[11:56] Freunden, sei es in der Familie, sind mehr oder weniger immer ein Bild auf unsere Beziehung zu
[12:03] Gott. Am allermeisten die Beziehung zwischen Mann und Frau in der Ehe. Das wird auch im Neuen Testament
[12:12] deutlich, wenn Paulus im Epheserbrief in Kapitel 5 Vers 31 und 32 folgende interessante Worte findet.
[12:17] Zunächst einmal zitiert er aus dem Schöpfungsbericht und sagt dort, deshalb wird ein Mann seinen Vater
[12:24] und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen und die zwei werden ein Fleisch sein. Und dann
[12:30] sagt er etwas, was uns wirklich erstaunen sollte. Er sagt, dieses Geheimnis von Mann und Frau, das
[12:36] Gott geschaffen hat, er sagt, dieses Geheimnis ist groß. Ich aber, und Paulus war ja ein inspirierter
[12:42] Schreiber der Bibel, er sagt, ich aber deute es auf Christus, auf die Gemeinde, mit anderen Worten auf
[12:49] den Schöpfer und auf die Menschen, die Gott geschaffen hat. Paulus hatte verstanden, dass die
[12:54] Geschichte von Adam und Eva nicht nur die Ehe einführt in die Menschheitsgeschichte, nicht nur
[13:00] und zeigt, dass Gott Liebe zwischen Menschen gut heißt, sondern dass diese Liebe tatsächlich ein
[13:07] Gleichnis ist zwischen der Liebe, die Gott zu uns empfinden möchte und gegensätzlich.
[13:16] Vielleicht haben sie noch niemals darüber nachgedacht, dass ihre Beziehung zu Gott oder überhaupt eine
[13:22] Beziehung zu Gott vergleichbar wäre zu einer Liebesbeziehung zwischen zwei Menschen. Manchmal
[13:26] haben wir dieses Bild von Gott vielleicht als einem Automaten, der Wünsche erfüllt oder von einem
[13:32] Prinzip, das dort durch das Universum fließt, ohne irgendwie greifbar zu sein oder von einem
[13:41] objektiven Richter, der alles richtig haben möchte. Wie selten denken wir nach über Gott als einen
[13:51] Liebhaber, als ein Wesen, das sich sehnt nach einer Beziehung. Aber dass tatsächlich die Beziehung von
[13:58] mir zu Gott oder von ihnen zu Gott vergleichbar ist zu der zwischenmenschlichen Liebe, das hat
[14:05] sogar Jesus selbst ausgedrückt. In Matthäus 22, ziemlich am Ende dieses Evangeliums, sagt er auf
[14:11] die Frage hin, was das größte Gebot in der Bibel wäre in Vers 37 und an den folgenden Versen. Und
[14:20] Jesus sprach zu ihm, du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner
[14:24] ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken. Das klingt ziemlich nach Verliebtsein, nicht wahr? Wenn
[14:29] man verliebt ist, dann denkt man nur noch an diese andere Person und Jesus sagt, du sollst deinen
[14:37] Herrn, deinen Gott so lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deinem ganzen
[14:42] Denken. Das ist das erste und größte Gebot. Und dann sagt er, das zweite ist ihm vergleichbar. Du
[14:51] sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Jesus selbst also sagt, dass die Liebe von Mensch
[14:56] zu Mensch vergleichbar ist zu der Liebe zwischen Mensch und Gott. Könnte es sein, dass so viele
[15:03] Menschen auf diesem Planeten eine falsche Vorstellung von Gott haben, ein falsches Bild von
[15:10] Gott sozusagen und falsche Emotionen, wenn es um Gott geht, weil sie nicht verstanden haben, weil
[15:16] es ihnen niemand gesagt hat, dass Gott sich genauso eine Liebesbeziehung wünscht, wie wir
[15:22] Liebesbeziehungen untereinander haben können. Und im letzten Vers, in diesem Abschnitt in Vers 40, sagt
[15:30] dann Jesus, an dieser Erkenntnis hängt es die gesamte Bibel, denn er sagt, an diesen zwei Geboten
[15:37] hängen das ganze Gesetz und die Propheten. Gesetz und Propheten ist ein alter Ausdruck für die Bibel.
[15:45] Er sagt, wenn du das verstanden hast, dann hast du den Schlüssel zur gesamten Bibel, denn die gesamte
[15:52] Bibel ist nichts weiter als diese fulminante Liebesgeschichte, voller Dramatik, voller Posi,
[15:58] voller tiefer Gedanken. Wenn wir diesen Schlüssel verstanden haben, dann wird die Bibel plötzlich zu
[16:06] einer Sammlung von Liebesbriefen, von dramatischen Liebesgeschichten, die wir in den nächsten Folgen
[16:12] unserer Serie da noch genauer beleuchten wollen. Was also genau ist dann die Liebe? Adam hatte
[16:18] gelernt an seiner Begegnung mit Eva, wie sich Liebe anfühlt und in der Bibel wird uns auch genau
[16:24] definiert, was wir eigentlich unter Liebe zu verstehen haben, wo wir echte Liebe finden können.
[16:32] Im Römerbrief und dort Kapitel 13 und dort Vers 8 und 10 sagt Paulus folgende Worte,
[16:40] seid niemand etwas schuldig, außer dass ihr einander liebt, denn wer den anderen liebt,
[16:46] Achtung, hat das Gesetz erfüllt. Oftmals ist in unserem Denken das Wort Gesetz ganz weit weg von
[16:50] dem Konzept der Liebe, aber in der Bibel fallen diese beiden Dinge eigentlich in eins, denn Paulus
[16:59] geht weiter und sagt, denn die Gebote, du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht töten, du
[17:04] sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen, du sollst nicht begehren und
[17:12] welches andere Gebote es noch gibt, also er bezieht sich auf die zehn Gebote, werden
[17:17] zusammengefasst in diesem Wort, nämlich du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Er sagt,
[17:25] die Gebote der Bibel, die zehn Gebote sind eigentlich Ausdruck echter Liebe und Paulus
[17:34] bringt es dann im nächsten Vers auf den Punkt, wenn er sagt, die Liebe tut dem Nächsten nichts
[17:39] Böses, so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. Gott hat sich nicht damit abgefunden,
[17:47] einfach nur das Gefühl zu schaffen, sondern er hat auch das Gefühl so genau wie möglich
[17:55] beschrieben, damit wir sicher werden können, dass wir auch die wirkliche echte Liebe erleben,
[18:03] das Gesetz Gottes ist dazu da, nicht um uns einzuengen oder einzuschränken oder irgendwelche
[18:08] Regeln aufzustellen, in erster Linie, sondern um Liebe zu definieren, um es kristallklar zu machen,
[18:14] wie sehr Gott uns liebt. Aber jede Liebe braucht auch ihre Form, sie braucht auch ihre Sicherheit
[18:18] und das wird schon deutlich in der Geschichte von Adam und Eva. Wenn wir uns lieben heutzutage,
[18:23] dann heiraten wir und das basiert letztendlich auch auf gewissen Gesetzmäßigkeiten, auf einem
[18:30] Gesetz und das wird dann auch vom Staat anerkannt und in einer ähnlichen Art und Weise hat auch
[18:37] Gott damals schon die Liebe nicht einfach nur ein Gefühl sein lassen, das vielleicht kommt und geht,
[18:49] sondern er wollte, dass die Liebe dauerhaft ist und er hat sie fest gegründet auf seinem Gesetz
[18:57] und hat die Ehe gestiftet. In 1. Mose 2 Vers 24 lesen wir, darum wird ein Mann seinen Vater und
[19:07] seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, was für ein schönes Bild und sie werden ein Fleisch
[19:14] sein. Gott schuf den Ehebund und das ist ein Thema, mit dem wir uns in der gesamten Serie sehr
[19:23] intensiv beschäftigen wollen, denn was eigentlich ist ein Bund? Das deutsche Wort drückt es schon
[19:30] sehr gut aus. Ein Bund verbindet zwei Parteien. Adam und Eva, die beide Persönlichkeiten waren,
[19:36] die beide Individuen waren, die Gott geschaffen hat, sie haben sich entschieden eins zu werden.
[19:41] Die Bibel sagt ganz deutlich, Mann und Frau sollen ein Fleisch werden. Ein Bund ist nicht
[19:47] einfach nur ein Vertrag, sondern ein Bund bindet zwei Parteien ganz eng zusammen und wie gesagt,
[19:53] diese Verbindung, dieser Bund zwischen Adam und Eva sollte ein Gleichnis sein von Anfang an für
[20:00] alle Menschen, die Gott geschaffen hat, egal welcher Konfession, welcher Denomination,
[20:07] welcher Weltanschauung oder Religion sie angehören, sollte ein Bildnis sein, welche Beziehung sich Gott
[20:14] wünscht mit den Menschen, die er geschaffen hat. Denn genauso wie Adam und Eva sich verbanden in
[20:20] dem Ehebund, so möchte auch Gott einen Bund mit jedem Einzelnen von uns, mit ihnen und mit mir.
[20:24] Jesus hat das sehr gut ausgedrückt, dass wir diesen Bund brauchen, denn er sagt in Johannes 15 Vers 5,
[20:32] ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht,
[20:39] denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Vielleicht ist das eine erstaunliche Erkenntnis
[20:46] für sie jetzt gerade, denn so oft denken wir als Menschen, dass wir eine ganze Menge alleine
[20:51] schaffen können, aber Jesus sagt ganz deutlich, ohne mich könnt ihr nichts tun. Interessanterweise
[20:59] sagt dann der Paulus in Philippa 4 Vers 13, was passiert, wenn wir mit Jesus zusammen sind. Es
[21:07] heißt hier in Philippa 4 Vers 13, ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.
[21:15] Wenn wir diese beiden Aussagen zusammennehmen, einmal ich getrennt von Jesus können wir nichts
[21:20] tun und dann durch Christus vermögen wir alles, bedeutet das, das ist eines der fundamentalsten
[21:32] Themen überhaupt. Alles in unserem Leben, aller Erfolg, alles Glück, aller Lebenssinn hängt davon
[21:41] ab, ob wir den Bund mit Christus erleben oder nicht, ob wir verbunden sind mit Gott. Viele
[21:46] Menschen, vielen Menschen genügt es, dass sie etwas von Gott wissen, dass sie etwas von Gott ahnen, dass sie
[21:55] vielleicht eine Erkenntnis über Gott haben, aber das reicht Gott nicht. Er möchte mit ihnen verbunden
[22:02] sein. Ohne diesen Bund ist alles andere wertlos. Alle Gefühle, die wir haben mögen, alle intellektuelle
[22:08] Erkenntnis, die dort sein mag, alle Philosophie, die uns vielleicht interessiert, all das wird wertlos am
[22:13] Ende, wenn wir nicht diesen Bund mit Gott haben, verbunden in Liebe mit Gott. Was also genau stellt
[22:20] dieser Bund dar? Im Hebräerbrief von dort, Kapitel 8, Vers 10 und 11, bekommen wir so eine Definition des
[22:25] Bundes, den Gott mit jedem Einzelnen von uns eingehen möchte. Es heißt hier sondern, das ist der Bund, den
[22:35] ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen, spricht der Herr, ich will ihnen meine
[22:40] Gesetze, erinnern sie sich daran, das Gesetz Gottes ist Ausdruck seiner Liebe, ich will ihnen meine Gesetze,
[22:47] also meine Liebe in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben. Ich will ihr Gott sein, sie sollen
[22:53] mein Volk sein, so wie ein Mann vielleicht zu einer Frau sagt, du bist mein Schatz und ich bin dein
[23:00] Schatz. Sag Gott, ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein, wir sollen zusammen gehören, wir
[23:09] wollen verbunden sein. Er sagt, ich möchte meine Liebe, dass sie in ihrem Denken ist, in ihrem Sinn, in ihrem
[23:16] Herzen. Und dann im nächsten Vers heißt es interessanterweise, und es wird keiner mehr seinen
[23:22] Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen, er kenne den Herrn, denn es werden mich alle
[23:32] kennen vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen. Oftmals haben wir von Religion den Eindruck, da gibt
[23:41] es einige Eingeweihte, einige Gurus, einige Priester, die wissen genau, wie Gott ist und was Gott sagt
[23:49] und wir müssen zu diesen Gurus, diesen Priestern, diesen Eingeweihten gehen, um von ihnen zu erfahren,
[23:57] wie man Gott milde stimmen kann. Aber Gott sagt uns selbst, wenn wir diesen Bund erleben, wird es gar
[24:06] nicht so sein. Keiner wird zum anderen sagen, er kenne den Herrn, sondern jeder wird den Herrn selbst
[24:11] erkennen. Lieber Freund, liebe Freundin, eine der großartigsten Aussagen der Bibel ist, dass sie
[24:17] nicht zu irgendeinem Menschen rennen müssen, um zu erfahren, wie Gott ist, sondern sie, ja du, lieber
[24:24] Freund, liebe Freundin, du kannst eine direkte, persönliche Verbindung zu Gott haben. Das ist genau das,
[24:34] wozu er dich eigentlich geschaffen hat, der ganze Lebenssinn und Zweck deines Daseins. Er möchte sein
[24:40] Gesetz, sein Wesen, seinen Charakter, seine Liebe in dein Herz schreiben. Nun, was eigentlich ist das
[24:46] Herz? Oftmals haben wir vielleicht schon diesen Ausdruck gehört, dass Gott in unserem Herzen wohnen möchte,
[24:52] aber unser Herz, das schlägt doch einfach nur ein paar mal die Minute und pumpt das Blut in unsere
[24:59] Adern und Wehen. Die Bibel erklärt uns, was sie eigentlich mit Herz meint. Im Hebräerbrief, Kapitel 4,
[25:07] Vers 12 heißt es, denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige
[25:15] Schwert und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein und
[25:22] es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen
[25:26] des Herzens. Wenn die Bibel vom Herzen spricht, meint sie eigentlich das, was ich denke, was ich vor
[25:31] habe, meine Motive, meine Gesinnungen. Wo soll also die Liebe hinein, die Liebe Gottes in mein Denken?
[25:37] Gott möchte mein Denken erreichen, er möchte, dass ich in meinem Wesen, in meinen Entscheidungen, in
[25:44] meinem Charakter letztendlich ihn gern habe, ihn lieber. Und wir haben gesehen, dass in diesem
[25:52] Bund jeder einzelne Gott erkennen kann. Nun, dieses Wort erkennen ist im Deutschen sehr mit intellektuellem
[25:58] Wissen behaftet. Wir streben nach Erkenntnis vielleicht, aber auch hier ist es interessant zu
[26:03] sehen, dass die Bibel doch einen gewissen anderen Ansatz hat und es hilft oftmals, diese biblischen
[26:08] Konzepte wirklich zu verstehen, weil dann viele Missverständnisse, die so existieren über den
[26:15] christlichen Glauben, plötzlich verschwinden. Wenn die Bibel von Erkennen spricht, meint sie nicht so
[26:19] sehr auswendig lernen von Fakten oder eine übernatürliche Erkenntnis aufgrund von Meditieren
[26:25] oder sonst etwas. Die Bibel macht es sehr praktisch. In 1. Mose 4, Vers 1 steht dort,
[26:30] und Adam erkannte seine Frau Eva und sie wurde schwanger. Nun, es fällt uns nicht schwer zu
[26:36] erkennen, was hier eigentlich wirklich gemeint ist. Der Bibelschreiber meinte auf keinen Fall,
[26:40] dass Adam irgendwo auf einem Hügel stand und in der untergehenden Sonne auf einen Kilometer
[26:48] Entfernung erkannt hat, oh, das ist Eva. Davon wäre Eva niemals schwanger geworden. In Wirklichkeit
[26:55] geht es hier um die intimste Beziehung, die zwischen Mann und Frau überhaupt möglich ist,
[27:02] um Gott gewollte, in der Ehe gelebte Sexualität. Und vielleicht sagen wir auf den ersten Moment,
[27:11] ja warum sagt das die Bibel doch nicht einfach? Das habe ich früher auch gedacht,
[27:16] bis mir bewusst geworden ist, sie sagt es ja eigentlich. Denn ist es nicht eines der
[27:22] erstaunlichsten, oder ist es nicht eigentlich wirklich ein erstaunlicher Begriff, dieses Wort
[27:27] erkennen? Ist es nicht eigentlich unfassbar passend, diese intime Beziehung zwischen Mann
[27:38] und Frau als wahre Erkenntnis zu beschreiben? Ist es nicht wahr, dass ich meine Frau in einem
[27:42] Maße erkenne, wie kein anderer Mensch auf dieser Welt? Adam erkannte seine Frau Eva,
[27:48] sie wurde schwanger. Und in demselben Sinne möchte Gott, dass wir ihn erkennen. Jesus sagt
[27:57] uns in Johannes 17, Vers 3, das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott,
[28:03] den du gesandt hast, Jesus Christus erkennen. Nicht einfach nur eine intellektuelle Erkenntnis,
[28:08] oh da hat es wahrscheinlich einen Jesus Christus gegeben. Das ist Gott nicht genug. Gott möchte
[28:13] nicht einfach nur anerkannt werden, oder geschätzt werden, er möchte erkannt werden.
[28:19] Und vielleicht stellen wir uns jetzt gerade die Frage, wie ist denn das möglich? Das klingt ja
[28:27] fast so unglaublich. Wir können uns vorstellen, wie Mann und Frau ein Fleisch werden, aber wie
[28:35] soll ich mit Gott eins werden? Interessanterweise sagt Paulus etwas darüber. In 1. Korinther 6,
[28:40] und dort Vers 16, zitiert er noch einmal aus dem Alten Testament, aus 1. Mosel 2, aus dem
[28:49] Schöpfungsbericht, genau diese Worte in Vers 16 am Ende des Verses, denn es werden, heißt es,
[28:57] die zwei ein Fleisch sein. Und dann sagt er im nächsten Vers, wer aber dem Herrn anhängt,
[29:04] so wie Adam seiner Frau anhing, Vater und Mutter, wie er dann heißt, ein Mann soll Vater und Mutter
[29:11] verlassen und seiner Frau anhängen. Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm. Also so wie
[29:16] Mann und Frau in einer intimen Beziehung ein Fleisch werden, so möchte Gott mit jedem Menschen,
[29:23] der ihm anhängt, ein Geist werden. So innerlich verbunden, dass der Mensch so denkt wie Jesus. Und
[29:33] ist das nicht ein Ausdruck von Liebe, wenn wir, wenn meine Frau und ich dieselbe Sache sehen und
[29:40] ohne miteinander gesprochen zu haben, dasselbe denken? Wir nennen sowas manchmal Seelenverwandtschaft.
[29:47] Wir denken genau gleich. Und je tiefer wir uns lieben, desto mehr entwickelt sich das,
[29:54] dieses gleiche Denken, die gleiche Einstellung zu Dingen haben, dieselbe Gesinnung, diese Harmonie.
[30:04] Und genau das ist das, was eigentlich der Plan Gottes mit allen von uns ist. Unser letzter Vers
[30:13] für heute steht in Philippe 2, Vers 5. Dort heißt es, wie Paulus uns sagt, denn ihr sollt so gesinnt
[30:20] sein in eurem Denken, wie Christus Jesus es auch war. Warum? Als er uns geschaffen hat, hat er sich
[30:25] gewünscht, dass wir ihm ähnlich sind. Und um uns das zu illustrieren, hat er uns die Ehe und die
[30:31] Beziehung untereinander gegeben, damit wir verstehen, wie es ist, ein Geist mit ihm zu sein.
[30:36] Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du auch diese tiefe Beziehung zu Gott erleben? Nicht einfach
[30:40] nur einer Religion angehören oder dich für eine Philosophie interessieren, sondern wirklich so
[30:46] eng mit Gott verbunden zu sein, dass man sagen kann, dass wir mit Gott eines Geistes sind. Er
[30:52] hat es so geplant und wir werden in den nächsten Folgen sehen, wie diese erstaunliche Liebesbeziehung,
[30:59] die Gott so perfekt geplant hat, einige unerwartete Wendungen nimmt und wie am Ende alles wie in einer
[31:06] richtigen Liebesgeschichte ein Happy End haben wird. Also verpasst unter keinen Umständen die
[31:11] nächsten Folgen, wo wir diese spannende Liebesgeschichte in allen Details entfalten
[31:19] werden und zeigen werden, wie genau das, was Gott geplant hat, in unserem Leben auch echte
[31:25] Realität werden kann. Gott segne sie in dieser Entscheidung. Ich möchte noch mit Ihnen gemeinsam
[31:36] ein Gebet dazu sprechen. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für die Worte, die du zu uns
[31:43] sprichst. Hab Dank, dass dein Wort in unser Herz hinein dringt und uns zeigt, dass es in der
[31:50] biblischen Religion nicht einfach um Wissensvermittlung geht, sondern eine tiefe Beziehung, eine
[31:57] Herzensbeziehung zu dir. Wir möchten so denken, wie du denkst. Wir möchten eines Geistes mit dir
[32:05] sein und wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du uns diese Erfahrung schenkst, dass wir nicht
[32:11] zu anderen Menschen gehen müssen, um zu erfahren, wie du bist, sondern dass wir selbst mit dir eine
[32:19] Beziehung haben dürfen. Hab Dank, dass du uns zu uns gesprochen hast und dass du uns Schritt für Schritt
[32:25] führst und führen wirst. Im Namen Jesu danken wir dir. Amen. Damit wollen wir sie verabschieden für
[32:36] heute und sie herzlich einladen zur nächsten Folge, wenn es wieder heißt, Gott mit uns. Die
[32:41] spannendste und gewaltigste Liebesgeschichte aller Zeiten. Bis dahin wünsche ich mir Gottes Segen und viel Freude.
[32:55] Die Sendung ist Teil einer Videovortragsreihe und als DVD-Set erhältlich.
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