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Diese Lektion der Haushalterschaft befasst sich mit dem Thema Schuld als tägliche Entscheidung. Es wird beleuchtet, was es bedeutet, schuldig zu sein, und welche biblischen Prinzipien für das Ausleihen und Ausgeben gelten. Die Bedeutung von Mäßigung, das Leben gemäß den eigenen Möglichkeiten und die Ablehnung von Schulden werden ebenso thematisiert wie die Wichtigkeit des Sparens und Investierens, insbesondere in das Reich Gottes.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier aus Stuttgart. Wir dürfen immer noch die Lektion der Haushalterschaft betrachten und wir haben heute die elfte Lektion und das interessante Thema Schuld – eine tägliche Entscheidung. Und bevor wir eintauchen in die Lektion, lasst uns gemeinsam Gott im Gebet suchen.

Unser himmlischer Vater, ich lobe und preise dich für deine guten Prinzipien, die du gegeben hast, für deine Weisheit. Ohne dich wären wir wirklich verloren. Selbst wenn wir in der Welt gute Prinzipien sehen, dann kommen sie von dir, weil wir wissen, dass alles Gute von dir kommt. Du bist so groß und so mächtig und es ist ein Wunder, dass wir überhaupt mit dir reden dürfen. Ich möchte dich ganz besonders bitten, dass du jetzt hier anwesend bist, dass du uns von deinem Heiligen Geist erfüllst und dass du diese Prinzipien nahe an unser Herz bringst, dass wir sie verstehen können, aber dass wir sie auch anwenden können im täglichen Leben und dass wir dich dadurch verherrlichen und dass deinem Reich hinzugetan wird. Ich danke dir so sehr, dass du das tun wirst und dass wir im Namen Jesu vor dich kommen dürfen. Amen.

Ja, eine tägliche Entscheidung, die Schuld. Ich denke, wir können anfangen mit dem Merkvers und er steht in Römer 13, in Römer 13 und dort die Verse sieben und acht. Römer 13, sieben und acht.

[1:46] „So geht nun jedermann, was ihr schuldig seid. Steuer dem die Steuer, Zoll dem der Zoll, Furcht dem die Furcht, Ehre dem die Ehre gebührt. Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr einander liebt. Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.“

Das sind sehr interessante Verse. Ich möchte ganz besonders jetzt auf diesen Aspekt des Schuldigsein eingehen und ich habe dieses Wort, das sind zwei verschiedene Worte, die hier benutzt werden für schuldig und ich habe die mal in einer Konkordanz nachgeschaut. Da gibt es ja dieses tolle, wo man dann das griechische Wort nachschauen kann und habe auch mal schuldig geschaut und das heißt so etwas wie verpflichtet sein, auch sollen, müssen wird oft übersetzt. Und ich habe einfach mal eine kleine Liste, was wir denn so alles schuldig sind. Ich lese euch einfach ein paar Verse durch und ihr könnt ja dann immer auf Pause drücken und sie selbst anschauen aus Zeitgründen.

[2:43] Matthäus 18 Vers 35, wir sind Vergebung schuldig. So auch Lukas 11 Vers 4, Lukas 7 Vers 41, wir sind im Allgemeinen schuldig, weil Gott uns vergeben hat und da gibt es zwei Gruppen von Leuten und die eine Gruppe versteht das und hat die Vergebung wirklich empfangen und die andere Gruppe von Leuten das nicht und hat auch die Vergebung nicht wirklich empfangen.

[3:10] Lukas 17 Vers 10, wir sind Gott die Mitarbeit ohne Erwartung und ohne Murren schuldig. Johannes 13 Vers 14, wir sind den Dienst am Mitmenschen schuldig. Apostelgeschichte 17, 29 und 30, wir sind sogar die Anerkennung bestimmter Wahrheiten schuldig und Buße.

[3:26] Römer 15 Vers 1, wir sind es schuldig, Schwächere oder Bedürftige zu unterstützen. Römer 15, 26, 27, wir sind Spenden für die Armen schuldig.

[3:40] Erster Korinther 7 Vers 3, in der Ehe, auch sehr interessant, sind wir Zuneigung schuldig oder dazu verpflichtet.

[3:46] Zweiter Thessalonicher 1 Vers 3, wir sind Dank schuldig, ganz besonders auch für die Gläubigen, die Gott hinzugetan hat.

[3:52] Hebräer 5 Vers 11 und 12, wir sind es auch schuldig zu lehren und im Glauben zu wachsen. Das ist auch sehr interessant, also nicht träge zu sein.

[4:07] 1. Johannes 2 Vers 6, wir sind schuldig, so wie Jesus zu wandeln oder verpflichtet.

[4:15] 1. Johannes 3 Vers 16, Brüder nicht nur lieben, sondern sogar für sie zu sterben, wenn nötig.

[4:22] 1. Johannes 4 Vers 11, einander zu lieben und 3. Johannes Vers 8, ja, gibt nur ein Kapitel, auch Unbekannte aufzunehmen.

Also wir sind vor allem unser Leben schuldig, ja. Der Sühne, der Sünde ist der Tod, weil wir alle gesündigt haben. Und wir sagen zwar, ja, ich fühle mich schuldig, aber juristisch gesehen schulden wir etwas und das konnte nur Jesus für uns bezahlen. Auch sehr interessant, so ein kleiner Einstieg zum Thema Schuld.

Jetzt wollen wir ein bisschen durch die Lektion gehen und in das erste Thema einsteigen: Ausleihen und Ausgeben. Wenn man etwas ausleiht, dann leiht man es, um es zu benutzen, um es auszugeben. Wenn ich eine Sache ausleihe, ja, dann möchte ich sie benutzen und nicht in den Schrank stellen. Und wenn ich Geld ausleihe, dann leihe ich es nicht aus, um es aufs Sparbuch zu tun, sondern um es auszugeben. Und das bringt immer ein Risiko mit sich, weil man natürlich nicht will, dass es kaputt geht oder dass man das Geld nicht zurückzahlen kann. Und wenn wir Prediger 8 Vers 7 lesen, dann wissen wir, der Mensch kennt die Zukunft nicht. Und deshalb gibt es auch einige Prinzipien für uns als Christen, vor allem wenn es ums Ausleihen geht, die sehr wichtig sind. Und wir wollen jetzt mal einsteigen in eine kleine Geschichte und uns ein paar dieser Prinzipien anschauen. Und zwar ist das die Geschichte mit Elisa und den Prophetensöhnen, die auf die Prophetenschule gegangen sind in 2. Könige 6 und dort die Verse 1 bis 7.

[6:01] Und die Prophetensöhne sprachen zu Elisa: „Sieh doch, der Ort, wo wir vor dir wohnen, ist zu eng. Wir wollen doch an den Jordan gehen und uns dort jeder einen Balken holen, damit wir uns dort eine Niederlassung bauen.“ Und er sprach: „Geht hin.“ Es sprach aber einer: „Tu uns doch den Gefallen und komm mit deinen Knechten.“ Und er sprach: „Ich will mitkommen.“ Und er ging mit ihnen. Als sie nun an den Jordan kamen, schnitten sie Holz. Und es geschah, als einer einen Stamm fällte, da fiel das Eisen, also die Axt, ja, ins Wasser. Da schrie er und sprach: „Oh weh, mein Herr, und es ist noch dazu entliehen!“ Aber der Mann Gottes sprach: „Wohin ist das gefallen?“ Und als er ihm die Stelle zeigte, schnitt er ein Holz ab und warf es dort hinein. Da brachte er das Eisen zum Schwimmen und er sprach: „Hol es dir heraus.“ Da streckte er seine Hand aus und nahm es.

Ja, eine Geschichte, die sich sicher lohnt, tiefer zu studieren. Aber wir werden jetzt genau in diesen Aspekten bleiben, die zu der Lektion gehören. Also das erste Prinzip, das wir sehen, es war eine Notwendigkeit. Sie haben nicht gesagt, wir wollen jetzt ein Haus bauen, weil jeder hat ein Haus, ja, und jede Familie hat ein Haus und wir brauchen auch ein Haus. Nein, es war zu eng, ja. Es war keine Habgier, kein „Ich brauche immer größer“, sondern es war eine wirkliche Notwendigkeit. Dann haben sie den Propheten gefragt. Ja, sie haben, also ich denke, das ist auch stellvertretend für Gott. Sie haben Gott befragt und er war einverstanden und sie haben ihn sogar gebeten, mitzukommen. Und wenn man den Propheten, den Lehrer in dem Fall, fragt, mitzukommen, dann ist das immer ein gutes Zeichen, wenn die Schüler möchten, dass der Lehrer mitkommt. Und sie haben selbst dafür gearbeitet, ja. Sie wollten kein schnelles Geld, sie haben keine unlauteren Methoden benutzt, sondern sie wussten, wenn wir etwas haben möchten, dann müssen wir dafür arbeiten. Und die Rückgabe war absehbar. Und unter diesen Prinzipien, wenn etwas passiert, ich denke, dann sehen wir anhand dieser Geschichte, wird Gott auch helfen, dass du das Ausgegebene zurückgeben oder zurückzahlen kannst.

Und es gibt beim Ausleihen auch Vorteile. Wenn wir zum Beispiel auch die Urgemeinde anschauen, ja, wenn wir das heute uns überlegen, wenn wir verschiedene Dinge haben und uns gegenseitig ausleihen, Sachen, die man vielleicht nur einmal im Jahr braucht oder wirklich nicht oft braucht, bestimmtes Werkzeug oder, ja, bestimmte einfach Dinge, ich weiß auch nicht. Wenn man sich gegenseitig ausleiht, dann kann man mehr Geld in die Mission geben oder den Armen geben oder, ja, wohin es eben gebraucht wird. Dann schaut mal mit mir in Psalm 37. Auch sehr interessant.

[8:44] In Psalm 37, und dort der Vers 21. Psalm 37, Vers 21. „Der Gottlose borgt und zahlt nicht zurück. Der Gerechte aber ist barmherzig und gibt.“

Da haben wir zwei verschiedene Situationen. Und eins ist sehr interessant. Gott hat nicht geschrieben: „Der Gottlose borgt und zahlt nicht zurück, der Gerechte borgt und zahlt zurück.“ Nein, er hat gesagt: „Der Gottlose borgt und zahlt nicht zurück, der Gerechte ist barmherzig und gibt.“ Also Gott hat für sein Volk, ja, oder für die Gläubigen nicht vorgesehen, Schulden machen zu müssen. Und das ist sehr interessant. Er sagt: „Ich segne euch so sehr, dass ihr das gar nicht braucht, ja. Und ihr sollt dann weitergeben. Ich segne euch und ihr gebt den Segen weiter.“ Und er segnet natürlich auch die Gottlosen, aber wie in diesem Fall hier wird es dann verschwendet oder eben nicht an andere Leute weitergegeben, ja. Und der Gottlose borgt also und zahlt nicht zurück. Ist interessant. Warum ist das so?

[9:50] Schaut mal mit mir in 5. Mose 28. In 5. Mose 28 und da die Verse 44 und 45. 5. Mose 28, 44 und 45. „Er aus dem Kontext, der Fremdling. Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen. Er wird zum Haupt werden, du aber wirst zum Schwanz werden. Und alle diese Flüche werden über dich kommen und dich verfolgen und einholen, bis du vertilgt sein wirst, weil du der Stimme, das ist wichtig, weil du der Stimme des Herrn, deines Gottes nicht gehorsam gewesen bist, seine Gebote und Satzungen zu befolgen, die er dir geboten hat.“

Also dieser Fluch, jemandem anderen etwas schuldig zu sein, ja, das ist eigentlich nicht das Konzept, das Gott hatte. Aber er sagt, das wird passieren, wenn du meinen Geboten nicht vollnimmst. Das heißt, er sagt, in meinen Satzungen, in meinen Geboten sind Prinzipien, auch der Haushalterschaft, wie du mit deinem Geld umgehen sollst. Und er möchte eigentlich, dass wir Haupt sind und nicht Schwanz. Aber der, der das Geld ausleiht, der ist Haupt, der darf entscheiden, der hat das Sagen sozusagen. Und das möchte Gott nicht für sein Volk. Also wir sollen das Sagen haben, wir sollen entscheiden dürfen, was mit dem Geld passiert.

Und ein Prinzip, das damit sehr eng zusammenhält, also wir wollen uns jetzt diese Prinzipien anschauen, die Gott diesbezüglich gegeben hat. Und eines davon ist die sofortige Belohnung, ja, oder dieser Belohnungsaufschub. Und die erste Geschichte ist die von Esau. 1. Mose 25, 34. Wir werden es nicht lesen, aber wir, wir kennen die Geschichte. Esau hatte die Versuchung, einer Versuchung nachgegeben, die wir heute sehr, sehr gut kennen. Also ich denke, in unserer Zeit ist, also es war nie so eine Zeit wie jetzt für diese Versuchung. Und das ist die Versuchung, dass man alles haben kann, haben will, haben muss und zwar sofort. Und das ist sehr interessant, weil das wirklich, ja, ist auch ein bisschen ein Zeichen, dass es sich dem Ende zuneigt, weil das war noch nie so stark wie heutzutage. Ja, wir müssen nicht lang arbeiten, um an Essen zu kommen. Wir können einfach in den Supermarkt fahren. Wir kommen, wir denken, wir kommen schnell ans Geld. Ja, wir können uns einfach einen Kredit machen oder wir können, also ich habe das immer in der Schule gehört, da gab es dann immer die, die BWL studiert haben. Die haben dann immer gesagt: „Warte nur bis 30, bis ich 30 bin, bin ich schon Millionär, Milliardär, Millionär, Millionär.“ Wir denken, dass auch in Bezug auf die Gesundheit, ja, anstatt natürliche Heilmittel zu benutzen, die vielleicht etwas länger dauern oder einfach zu präventieren, was vielleicht ja eine Veränderung im Lebensstil erfordert, denken Leute, wir können einfach in die Apotheke gehen. Und wenn ich eine Grippe habe, dann nehme ich das Medikament und ich habe sofort Linderung, auch wenn mein Körper nicht wirklich erholt ist. Ich habe sofort Gesundheit in Anführungsstrichen. Das geht auch im Essen oder im Besitz. Ja, ich möchte jetzt ein Haus, also nehme ich jetzt einen Kredit auf und so weiter. Das dreht sich um ganz viele Dinge, genau auf diese Art und Weise. Aber oft, genauso wie bei Esau, sind die Auswirkungen nicht ganz so rosig.

Es gab so eine Studie und die nennt man auch den Marshmallow-Test, diese Studie. Und da haben sie einfach ein Kind hingesetzt, also ich empfehle kein Marshmallows zu essen, weil da ist meistens Gelatine drin, aber da haben sie ein Kind hingesetzt und haben ihm ein Marshmallow gegeben, haben gesagt: „Du kannst es jetzt essen, aber wenn du 15 Minuten wartest, nur 15 Minuten, dann bekommst du einen zweiten dazu.“ Und einige, viele, viele Kinder haben es kurz versucht, aber haben den Marshmallow gleich gegessen. Manche haben es 10 Minuten geschafft, aber haben ihn dann gegessen und einige wenige haben es 15 Minuten geschafft, ja, 15 Minuten ausgehalten, haben den Marshmallow dann verdeckt und haben sich umgedreht, haben gesungen, mit sich selbst geredet, versucht sich abzulenken, ja, und hatten dann, das nennt man Belohnungsaufschub, und hatten dann eine längere Zeit gewartet, aber die größere Belohnung bekommen. Ein sehr christliches Prinzip, ja. Und man hat dann rausgefunden, man hat diese Kinder, die waren vier Jahre alt ungefähr, und man hat sie dann 13 Jahre später wieder eingeladen, mit ihnen gesprochen, geschaut, wie es ihnen geht. Und die Kinder, die das gewartet haben, diese 15 Minuten, die haben, ich lese euch das mal vor: „Als man die Kinder 13 Jahre nach dem Versuch später nochmals einlud, gab es erstaunliche Ergebnisse, denn jene, die schon im Vorschulalter hatten warten können, waren als junge Erwachsene zielstrebiger und erfolgreicher in Schule und Ausbildung. Außerdem konnten sie besser mit Rückschlägen umgehen, wurden als sozialkompetenter beurteilt und waren seltener drogenabhängig als jene, die den Marshmallows damals nicht hatten widerstehen können. Die Ungeduldigen dagegen waren emotional instabiler und schnitten in der Schule schlechter ab, obwohl sie nicht weniger intelligent waren.“

Genau, und dann hat das auch was mit Süchten und so weiter zu tun. Also es lohnt sich sehr, das mal sich anzuschauen, gibt es im Internet ganz viel Material. Aber ich denke, das ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig Charakterbildung in der Erziehung ist. Ja, bei uns zu Hause oder in unseren Schulen, wenn man Kinder hat, das ist so wichtig, weil diese Charakterbildung, ein Kind kann so einen hohen IQ haben, aber wenn es nicht weiß, wie es seine Zeit einsetzt, wenn es nicht weiß, was gut ist, wenn es nicht mit Rückschlägen umgehen kann und so weiter nicht geduldig ist, dann wird es trotzdem schwer haben. Und diese Sachen werden ihm viel, viel schwerer fallen, als einem Kind, das fleißig ist und vielleicht nicht so intelligent.

Und es gibt selbst, das fand ich auch interessant, selbst beim Smartphone gibt es einen Algorithmus, dem benutzt man soziale Netzwerke, der versucht, dich wirklich einzuspannen, so dass, wenn dein Handy klingelt, du sofort Herzklopfen kriegst und das Gefühl hast: „Wer hat mir geschrieben? Ich muss sofort an mein Handy.“ Und das ist auch interessant, dass diese ganz neue Art von Technik ähnliche Versuchungen bietet und da sollte man einfach mal das Handy eine Weile auf Flugmodus stellen oder nicht sofort draufschauen, wenn es klingelt oder vibriert.

Und bei Esau haben wir gesehen, dass er den Segen des Erstgeborenen verspielt hat oder verkauft hat und er war weitaus wertvoller als ein einfacher Marshmallow oder auch weitaus wertvoller als eine Linsensuppe. Und das Interessante ist, Jesus hatte die gleiche Versuchung. Nach 40 Tagen Fasten, und das war bei Esau sicher nicht der Fall, nach 40 Tagen ohne Essen wurde er vor diese Versuchung gestellt und Jesus, Gott sei Dank, konnte warten und ausharren. Eine Eigenschaft wie diese, die ist sehr, sehr wichtig und wirklich sehr, sehr, also das ist eigentlich himmlischen Ursprungs. Und Jesus hat sein Erstgeburtsrecht nicht verkauft, sonst hätten wir keine Hoffnung mehr.

Wenn wir uns anschauen, was hat Eva gemacht, 1. Mose 3, Vers 6. Sie hatte eine ähnliche Versuchung und sie wollte es sofort haben. Sie hätte einfach warten können, sie hätte eine Nacht drüber schlafen können, sie hätte sagen können: „Ich frage Gott noch mal.“ Aber das ist der Trick, der Satan versucht dich und man denkt: „Ich will es sofort.“ Und ich denke oft, wenn man noch mal darüber nachdenken würde, würden auch Versuchungen vielleicht abschwächen. Wenn sie noch mal zu Gott gegangen wäre, hätte Gott ihr alles erklären können oder die Engel, die sie immer unterrichtet haben.

Das Gleiche mit David und Bathseba. David hat gesehen und er hat sofort jemanden geschickt und noch in der gleichen Nacht hatte er Bathseba zu sich holen lassen. Und sehr interessant, das zehnte Gebot, das letzte, sagt: „Du sollst nicht begehren.“ Und bevor ich andere Gebote übertrete, muss ich oft dieses schon übertreten haben. Denn bevor ich stehle, habe ich etwas begehrt, was nicht mir gehört. Bevor ich Ehebruch begehe, habe ich etwas begehrt, was nicht mir gehört. Und so weiter. Es ist ein bisschen wie bei dem Wein. Gott sagt: „Sieh den Wein nicht mal an.“ Und wenn der Gedanke einmal kommt, dann ist es keine Sünde. Aber wenn ich darin schwelge, anfange darüber nachzudenken und das begehre, dann wird es zur Sünde. Und wir wissen 1. Johannes 2, Vers 16, wir wissen, dass diese Dinge eigentlich die Grundsätze der Welt sind.

[18:39] 1. Johannes 2, Vers 16, „Denn alles, was in der Welt ist, ist die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens. Ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt.“ Wir sollen eigentlich nicht in der Welt sein. Und wir sind nicht dazu berufen, wir sollen nicht von der Welt sein. In dem Sinne, diesen Dingen sollen wir nicht nachgeben.

[19:07] Und Philipper 3, Vers 17-21 würde ich mir noch gerne anschauen. Philipper 3, 17-21. „Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt. Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus. Ihr Ende ist das Verderben. Ihr Gott ist ihr Bauch. Sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt. Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter, der unseren Leib der Nichtigkeit umgestalten wird, sodass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die er sich selbst auch alles unterwerfen kann.“

Das ist sehr interessant. Also es gibt da zwei Gegenteile. Entweder ich befriedige, was ich jetzt möchte. Und oft, sehr interessant, oft ist das der Bauch, ja? Also wir sehen auch, welche wichtige Rolle Mäßigkeit spielt oder die Gesundheitsbotschaft spielt. Ja, kann ich zum Beispiel einfach auf die nächste Mahlzeit ein paar Stunden warten? Und auf der anderen Seite habe ich die Belohnung später. Die Belohnung, die dann im Himmel kommt. Also befriedige ich die Lüste des Fleisches oder befriedige ich das wirkliche Sehnen meiner Seele? Und zwar das Sehnen nach Ewigkeit, ja? Setze ich aufs Jetzt oder aufs Ewige? Weil unser Bürgerrecht ist im Himmel, sagt Gott. Also sollten wir auch so leben. Die Frage: Kannst du noch ein bisschen warten?

Und das erinnert mich an ein Beispiel. Bevor wir geheiratet haben, da mussten wir Geld sparen, weil eine Hochzeit kostet viel Geld. Aber wir wollten lieber heiraten als nicht heiraten. Und wir haben auch einige, einige Freunde eingeladen, wo wir einfach Zeugnis geben wollten, dass man auch ohne Alkohol und ohne Tanzen und ohne Popmusik eine wirklich schöne Feier haben kann. So haben wir gesagt, wir wollen wirklich daran setzen, dass es schön wird und wollen darin investieren, auch zum Zeugnis, was es dann auch wirklich wurde. Das war sehr schön. Und ich habe zu der Zeit als Kindermädchen gearbeitet und dann habe ich immer mittags mit den Kindern gegessen. Und dann habe ich also morgens gefrühstückt, so um sechs Uhr. Und dann bin ich um sechs Uhr dreißig gegangen, aus dem Haus gegangen. Und dann habe ich erst wieder um ein Uhr mit den Kindern gegessen. Und dann habe ich mir gedacht, na ja, wenn ich jetzt nichts mehr esse, dann muss ich für zu Hause eigentlich nur Frühstück kaufen. Und das ist entsprechend nicht so teuer. Ja, ich esse jeden Morgen das Gleiche. Da kann man sich streiten, ob das so gut ist. Und dann habe ich mir gedacht: „Gut, dann mache ich das einfach so. Ich esse morgens zu Hause und mittags mit den Kindern.“ Und wir konnten wirklich Geld sparen dadurch, weil Essen ist auch Geld, das man ausgibt. Und das war ganz schön schwer manchmal. Wir haben das auch nicht ganz immer gemacht, aber schon meistens. Und wir konnten wirklich Geld sparen, auch an anderen Ecken, wo wir einfach auf bestimmte Sachen verzichtet haben, weil wir dieses Ziel haben, weil wir gesagt haben, wir wollen da und da heiraten. Und auf dieses Ziel hin schauen wir. Also ist unser Ziel diese himmlische Hochzeit? Ja, schauen wir darauf, sagen wir, wir können auf ein bisschen was verzichten, wo Gott uns einfach gesagt hat, das ist nicht so gut. Aber wir schauen auf dieses Ziel gerade voraus und das ist uns wertvoller als die Grundsätze der Welt.

Und darin liegt auch ein guter Tipp zum Sparen. Wenn du etwas unbedingt kaufen möchtest, ja, also jetzt nicht Essen oder so, aber zum Beispiel Kleidung oder sowas, dann warte einfach ein bisschen. Sag einfach: „Okay, ich möchte jetzt dieses Autoteil kaufen, aber ich warte einfach noch zwei Wochen.“ Auch je nach Größe der Anschaffung, vielleicht ein bisschen länger, ein bisschen kürzer und schaue dann, ob ich es wirklich brauche. Wie oft habe ich daran gedacht, dass ich es brauchen könnte und so weiter. Und oft ist es dann so, dass man es tatsächlich doch nicht braucht. Eine Lektion, die wir als Kinder lernen durften. Meine Schwester, die wollte unbedingt ein Barbie Traumschiff und mein Vater hat zu ihr gesagt: „Ich gebe dir die 50 Mark, die das kostet oder wie viel auch das war, und du musst aber noch zwei Wochen warten oder so.“ Und nach zwei Wochen, als sie gesehen hat, wie viel Geld das war und dann hat sie gesehen: „Ach ja, bei einer Freundin habe ich schon mal damit gespielt, ist gar nicht so toll.“ Hat sie gesagt: „Nein Papa, ich spare das Geld lieber.“ Und das ist eine sehr gute Lektion, die wir auch unseren Kindern beibringen können.

[23:30] Schaut mal mit mir in Römer 8, Vers 8. Römer 8, Vers 8. „Und die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen.“ Also das ist wirklich schwarz-weiß. Das ist, lebst du nach den Grundsätzen der Welt oder nach den Grundsätzen Gottes? Und ist es nicht so interessant, dass Gott diese Dinge uns trotzdem schenkt? Also das Geld ist keine Sünde, das Essen ist keine Sünde. Gott sagt, du darfst Haushalter sein über das Essen, über deinen Körper. Und die Mäßigkeit unterrichtet uns auch in einer ganz, ganz wichtigen Lektion, nämlich dem Ausharren. Und wenn wir ans Ende schauen, Offenbarung 14, Vers 12. Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Eine Lektion, die wir wirklich brauchen. Und Gott lässt zu, dass uns Versuchungen im Essen, ja, hier vielleicht zukommen oder sich ereignen, uns treffen, damit wir, damit unser Charakter geschult wird. Weil wie sollen wir die Endzeit durchstehen, wenn wir noch nicht mal auf eine kleine Mahlzeit warten können? Nur als Beispiel.

Der nächste Punkt ist: Gemäß deinen Möglichkeiten leben. Ein sehr interessanter Punkt, sehr guter Punkt. Schaut mal mit mir in Sprüche 21, Vers 20.

[24:55] Sprüche 21, Vers 20. „Ein wertvoller Schatz und Öl ist in der Wohnung des Weisen, aber ein törichter Mensch vergeudet es.“ Das fand ich sehr interessant. Also hier sehen wir, es ist nicht verboten, etwas zu sparen. Wir haben in den vorherigen Lektionen immer wieder gesehen, man soll nicht Sachen für sich horden und horden und alles nur für sich behalten, sondern auch gern abgeben. Aber man kann auch für weise Dinge sparen. Ja, man kann zum Beispiel für die Mission sparen. Das machen wir. Einfach eine bestimmte Summe an Geld immer zurücklegen, um dann in bestimmte, wenn zum Beispiel andere Leute auf Missionsreisen gehen wollen und du sie unterstützen möchtest oder du selbst eine Missionsreise machen möchtest und dann kannst du das davon bezahlen.

[25:40] In 1. Timotheus 6, Vers 8 empfiehlt der Paulus auch ein einfaches Leben. Das hat wirklich Vorzüge, nicht nur für die Charakterschule, sondern es ist auch sehr viel weniger stressig als ein Leben in Saus und Braus.

[25:52] Sprüche 30, Vers 9. Abvers 8, lasst uns mal lesen, Abvers 8. Sprüche 30, 8 und 9. „Falschheit und Lügenwort entferne von mir. Und jetzt das Wichtige: Armut und Reichtum gib mir nicht. Nähre mich mit dem mir beschiedenen Brot, dass ich nicht aus der Übersättigung dich verleugne und sage: Wer ist der Herr? Dass ich aber auch nicht aus lauter Armut stehle und mich am Namen meines Gottes vergreife.“

Also das ist sehr interessant. Es ist einfach eine Balance. Wir sollen ein sehr simples Leben haben, ein sehr einfaches Leben, aber nicht unbedingt Armut. Weil der Reiche kümmert sich die ganze Zeit: „Wo ist mein Geld? Hat es jemand geklaut? Was machen meine Anlagen? Wie steht die Börse? Was ist damit?“ Der Arme aber muss sich auch die ganze Zeit mit dem Geld beschäftigen. Ja, also wie viel habe ich gespart, kann ich mir das leisten, wie komme ich an die nächste Mahlzeit und nicht mehr in einem gesunden Ausmaß ist, was ich sagen möchte. Also ja, weil manchmal wird es so propagiert, die Armut ist das Ziel, aber die Armut ist nicht das Ziel, auch nicht vor Gott. Aus Armut kommt kein Glück, aber er sagt, aus Christus kommt das Glück. Und wenn man gut verdient, dann kann man auch gut abgeben. Ja, und auch für sich selbst, ja, für die Mission oder so mehr tun. Und man sollte das alles immer so machen, wie Gott das einem zeigt.

[27:16] Matthäus 6, Vers 33. Matthäus 6, Vers 33. Das bringt uns genau zu diesem Vers. Matthäus 6, Vers 33. Jetzt bin ich ein Markus. Aber es ist der Vers, den wir sowieso alle kennen. Hier: „Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit. So wird euch dies alles hinzugefügt werden.“

Also bemühe dich als allererstes Gottes Willen rauszufinden. Ja, wir haben das gesehen in der Anfangsgeschichte. Sie haben den Propheten gefragt. Bring einfach deine Anliegen, deine Wünsche, deine Vorhaben vor Gott und er wird dir den richtigen Weg weisen. Ja, gibt es auch die schöne Verheißung in Sprüche 3, Vers 6.

[28:07] Und hier ein paar praktische Tipps nach den eigenen Möglichkeiten zu leben, die wir als sehr hilfreich empfunden haben. Ein Haushaltsplan ist der erste zum Beispiel. Allen White schreibt auch darüber, dass man das machen sollte und wissen sollte, wie das geht. Wenn man das noch nie gemacht hat, kann man einfach mal alle Einnahmen aufschreiben, die man hat und dann die Ausgaben zu Beginn des Monats grob kalkulieren. Ja, wie viel man ungefähr braucht. Und am Ende des Monats oder am besten in der Mitte zur Zwischenbilanz, je nachdem, wie viel Zeit man hat, kann man alle Kassenzettel, also die immer aufbewahren und dann alle zusammenrechnen. Und dann also schauen, wie viel haben wir ausgegeben? Gut für Miete und so, das weiß man eh. Wie viel haben wir für Essen ausgegeben? Restaurantbesuche, Benzin, Haushalt, Schreibwaren, Bücher, Kleidung, Möbel, was auch immer. Und dann Bilanz ziehen. War das eher gut, war das eher schlecht? Hätten wir so viel ausgeben müssen sollen? Wie ist es gegen Ende des Monats? Sollen wir da weiterhin so leben? Ist das gut? Und man muss auch schauen, ist das für meine Situation passend? Jemand, der nur für sich kocht, wird sicher weniger Geld für Essen ausgeben. Und wenn der auf 300 Euro kommt, dann sollte er sich fragen: „Okay, was kaufe ich denn alles so ein?“ Als jemand, der jetzt eine Familie oder so oder jemand, der ganz oft Besuch bekommt, ja, dann steht das alles in einem anderen Licht. Also auch Fragen: Sind meine Ausgaben für meine Situation passend?

Und auch beim Einkaufen kann man in verschiedene Läden gehen. Man kann sich ein bisschen merken, wo was, wie viel kostet. Wenn man etwas kaufen möchte, hatten wir vorhin schon mal gesagt, kann man einfach ein bisschen abwarten. Also etwas, jetzt nicht so wie Essen oder so, aber was Besonderes. Man sollte das auch nicht so als Restriktion sehen, sondern man kann einfach sagen: „Wenn ich das jetzt nicht kaufe für 30 Euro, dann kann ich 30 Euro sparen.“ Das ist viel motivierender, als zu sagen: „Oh nein, das darf ich jetzt nicht kaufen.“ Und wenn man sowas wie Kleidung oder so kaufen möchte, dann kann man sagen: „Okay, wenn der Pullover jetzt 30 Euro kostet, dann muss ich für die 30 Euro auch 30 Euro sparen.“ Das heißt, insgesamt muss ich 60 Euro ausgeben sozusagen dafür. Und das hilft einem vielleicht, das in einem anderen Licht zu sehen, zu fragen: „Okay, habe ich jetzt gerade 60 Euro dafür?“ Und es hilft einem auch zu sparen, wenn man was wirklich kaufen möchte, muss, wie auch immer.

Und wenn man Reparaturen oder so hat, dann kann man die einfach selbst machen oft. Oder man kann auch in der Gemeinde Leute fragen, ob sie einem helfen können. Das machen wir ganz oft so. Mein Mann ist da so toll begabt mit dem Auto. Und wir haben schon hunderte von Euros gespart, einfach nur, weil wir Reparaturen selbst machen. Das ist vielleicht, wenn man ein neues Auto hat, dann nicht so oft. Aber wir haben so uralte Autos, und da kommt es dann ganz schön oft vor.

[30:38] Und der nächste Punkt ist: Nein zu Schulden sagen. Das hängt ganz eng damit zusammen. Und da wollen wir mal aufschlagen, 5. Mose. 5. Mose 28. Und da der Vers 12.

[30:55] 5. Mose 28, Vers 12. „Der Herr wird dir den Himmel, seinen guten Schatz auftun, um deinem Land Regen zu geben zu seiner Zeit und um alle Werke deiner Hände zu segnen. Und du wirst vielen Völkern leihen, du aber wirst dir nichts ausleihen müssen.“

Wir sehen wieder dieses Prinzip Gottes. Gottes Plan für sein Volk ist nicht, dass das Volk Gottes ausleihen muss. Er sagt: „Ich segne euch, damit ihr andere Leute segnen könnt, damit ihr ausleihen könnt.“

[31:26] Sprüche 22, Vers 7 noch. Sprüche 22, Vers 7. „Der Reiche herrscht über den Armen, und wer borgt, ist der Knecht des Gläubigers.“

Also wenn man Schulden macht oder Schulden hat bei jemandem, dann ist man nicht ganz frei, sondern man ist der Knecht des Gläubigers. Wir haben auch vorhin das schon gesehen, mit Haupt und Schwanz sein. Also es ist zwar nicht verboten, Schulden zu machen, aber es ist kein begehrenswerter Zustand. Also man sollte, es sollte sehr wohl überlegt sein und im Einklang auch mit Gottes Willen geschehen.

Ich habe mal ein Beispiel berechnet, wenn man sich ein Haus kaufen möchte. Es ist im Moment recht teuer. Das kostet so 550.000 Euro und 10 bis 20 Prozent, eher Richtung 20 Prozent Eigenkapital werden erwartet. Aber um der Einfachheit halber habe ich jetzt mal mit 10 Prozent gerechnet. Und dann müssen wir, das wären dann 50.000 Euro ungefähr, dann müssen wir uns überlegen, wie viel Arbeit und Zeit schon darin steckt, 50.000 Euro zu sparen. Also das ist schon wirklich viel Geld und wenn ich es nicht gerade bekomme oder erbe oder mir jemand hilft, dann ist das viel, viel Arbeit und Zeit und Geld, die also nicht immer, aber ich glaube ganz oft, dann nicht in Gottes Werk geht. Und man kann sich online dann Zinsen berechnen. Heißt glaube Zinsen berechnen.de oder so. Und da kann man dann Kreditrechner auswählen. Ich habe einfach mal 3,5 Prozent Zinsen eingegeben. Die sind gerade relativ niedrig. Genau, das ist so der Wert gerade. Und wenn man dann innerhalb von 40 Jahren, also das ist schon eine wirklich lange Zeit, 40 Jahre, wenn man innerhalb der Zeit alles zurückzahlen muss, dann muss ich im Monat 1.936 Euro zahlen. Das sind fast 2.000 Euro im Monat. Das ist so viel Geld. Und insgesamt habe ich dann mein Haus für 500.000 Euro und habe 430.000 Euro Zinsen gezahlt. Das heißt, ich habe die gleiche Summe einfach nur an die Bank gezahlt. Das ist so viel. Und zusätzlich gibt es oft in Zeiten wie jetzt, wo die Zinsen relativ gering sind, da machen die Banken es dann oft so, dass es einen Finanzierungsplan für zehn Jahre gibt und danach darf dann der Zinssatz wieder angepasst werden. Und wenn der plötzlich dann bei 7 Prozent liegt, was schon vorkam, dann zahlt man schnell 3.500 Euro im Monat und dann ist die Summe der Zinsen am Ende eine Million hoch. Dann hat man für sein 500.000 Euro teures Haus anderthalb Millionen Euro gezahlt. Das ist wirklich, wirklich viel Geld. Und das sind Dinge, die Leute oft zu Beginn nicht bedacht haben oder nicht berechnet haben. Das ist jetzt die Situation für Deutschland. Also das ist nicht in jedem Land so. In Amerika ist es, glaube ich, relativ, also oder um einiges günstiger als hier, zumindest in manchen Gebieten, Land zu kaufen oder Häuser zu bauen. Und wir hoffen und glauben fest daran, dass Jesus bald wiederkommt. Und je nach meinen Umständen eben, wie gesagt, das ist in verschiedenen Ländern, Gebieten unterschiedlich. Aber das sollten wir uns wirklich fragen. Lohnt es sich so viel zu investieren?

Und ich habe mir auch überlegt, wenn du so einen riesen Kredit aufnimmst und nicht wirklich sicher bist, ob das oder nicht wirklich erfragt hast, ob das Gottes Wille für dich ist und du hast das und nach einem Jahr sagt Gott: „Du sollst jetzt Missionar werden, geh nach Afghanistan.“ Sagst aber Gott: „Ich kann nicht gehen, weil ich habe 500.000 Euro Schulden.“ Das ist wirklich schade eigentlich.

[35:06] Enright schreibt in Gottesgaben verwalten, Seite 270: „Es muss streng auf Sparsamkeit geachtet werden, oder es kommt zu hohen Schulden. Bleibt in eurem Rahmen, meidet das Schuldenmachen wie die Pest.“ Aber es gibt auch andere Szenarien, in denen es, ich sage mal, nicht gut ist, aber es ist in Ordnung. Da gab es zum Beispiel, das steht in Publishing Ministry auf Seite 209, Abschnitt 4 und 5. Ich sage nur grob, was da steht, weil ich habe es nicht übersetzt. Aber da hat sie jemanden gefragt, ob ihr 2.000 Dollar ausleihen kann. Also Enright hat das jemanden gefragt, weil sie die Bücher drucken wollte, die Bücher, die so wichtig gebraucht werden. Und 2.000 Dollar zu der Zeit war wirklich, wirklich viel Geld. Und sie hat gesagt: „Wenn ich dann, bevor Jesus wiederkommt, vielleicht nicht mehr da bin, ja, dann werden meine Söhne das Werk fortführen und werden das abbezahlen können, weil die Bücher dann verkauft werden und die Bücher können das abbezahlen.“ Und das ist ein wichtiges Prinzip. Sie hat das Geld ausgeliehen, um Bücher zu veröffentlichen, die das Geld wieder einbringen sollen. Und das Prinzip ist, dass das, worin du investierst, die Schulden wieder begleichen kann, am besten für Gottes Werk. Aber zum Beispiel auch so etwas wie Bildung. Das ist jetzt bei uns nicht so teuer oder eigentlich umsonst. Aber in Amerika kostet das wirklich viel Geld. Aber es kann dir die Schulden dann wieder einbringen. Also es ist eine Investition, die sich lohnt, sozusagen. Es kann auch sein, wenn du ein wirklich gutes Haus findest, du musst dann keine Miete bezahlen. Also das ist auf jeden Fall ein Vorteil. Aber das muss man dann je nach Fall einfach für sich selbst schauen und ganz besonders auch einfach um Gottes Willen in der Sache bitten.

Also es gibt Schulden, die absolut unnütz sind. Wenn ich jetzt die große Weltreise machen will und kein Geld habe und alles mit der Kreditkarte zahle, das würde ich wirklich als unnütz bezeichnen. Aber es gibt auch Schulden, die vielleicht nicht toll sind, vielleicht nicht begehrenswert, aber akzeptabel in Ordnung sind. Und manchmal haben wir so die Idee, wir brauchen das Neueste von allem. Ja, aber oft reicht es auch ein älteres Modell. Ein bisschen älteres Auto, ein bisschen älteres Handy, ein bisschen kleineres Haus oder kleinere Wohnung oder was auch immer.

Man kann auch, um Schulden zu vermeiden, viele Leute haben Schulden, weil unvorhergesehene Dinge passieren. Zum Beispiel das Auto geht kaputt oder sowas und man muss es reparieren lassen. Und da kann man sich sowas machen, das heißt Emergency Fund. Also es ist sozusagen ein Notfallkonto und da spart man dann ein bisschen Geld an, am besten so ein Monatsgehalt oder zwei Monatsgehälter. Und wenn dann irgendwas passiert, dann muss man nicht seine ganze Aufmerksamkeit reinstecken und geht dann in den Ruin deswegen, sondern man kann das dann bezahlen. Und so kannst du auch die Person sein, wenn andere Leute Geld brauchen, dass du ihnen ausleihen kannst. Ja, weil du die Prinzipien, die Gott dir schenkt und die Gaben, die Gott dir schenkt mit diesen Prinzipien gut verwalten kannst. Und dann kannst du Haupt sein und nicht Schwanz.

Und wenn du Schulden hast, dann würde ich wirklich empfehlen, alles daran zu legen, die so schnell wie möglich abzuzahlen. Also wir haben gesehen, wie viel Zinsen auch ausmachen. Das wird mit jedem Jahr mehr, ändert deinen Lebensstil drastisch und die Vorsorge ist viel entspannter, wie wenn du die Schulden erst mal hast. Hierzu auch das Zitat, Seite 134 aus der Lektion, muss mal schauen. Da schreibt Ellen White in Gottesgabenverwaltung, Seite 256: „Schließe einen feierlichen Bund mit Gott, dass du deine Schulden durch seinen Segen zurückzahlen wirst und an niemanden mehr etwas schulden wirst, selbst wenn du von Haferbrei und Brot leben musst. Es ist leicht, deinen Tisch zu decken, indem du 25 Cent für Extras hinauswirfst. Achte auf das Kleingeld, dann werden die Dollars auf sich selbst achten. Es sind die kleinen Beträge, die für dies und das ausgegeben werden, die sich schnell summieren. Übe wenigstens Verzicht, wenn du in Schulden steckst. Schwanke nicht, lass dich nicht entmutigen und geh nicht zurück. Übe Verzicht, überwinde deine Esslust, spare deine Cents und zahle deine Schulden zurück. Trage sie so schnell wie möglich ab. Wenn du wieder als freier Mann dastehst und niemanden mehr etwas schuldest, wirst du einen großen Sieg errungen haben.“

Also, wir sehen auch hier das Prinzip, wenn du Schulden hast, dann werde sie so schnell wie möglich los. Das ist kein begehrenswerter Zustand.

[39:43] Und zum letzten Punkt: Sparen und Investieren. Ein paar Verse aus den Sprüchen. Der erste ist Sprüche 6, 6 bis 8.

[40:02] Sprüche 6, 6 bis 8. „Geh hin zu Ameise, du Fauler, sieh ihre Wege an und werde weise. Obwohl sie keinen Anführer hat, weder Vorsteher noch Herrscher, bereitet sie dennoch im Sommer ihr Brot und sammelt in der Erntezeit ihre Speise.“

Also erhoffe dir kein einfaches und schnelles Geld. Das ist kein himmlisches Prinzip, sondern sei dir bewusst, dass du für Geld wirklich arbeiten musst und sei fleißig, sei nicht faul. Und Gott wird das belohnen. Gott belohnt fleißige Menschen.

[40:27] Sprüche 13, Vers 11. Und wir sehen auch in den Versen, dass es auch gut ist, in bestimmten Bereichen vorzusorgen, aber in Absprache eben mit Gott immer.

[40:41] Sprüche 13, Vers 11. „Was man mühelos gewinnt, das zerrinnt, was man aber mit der Hand sammelt, das mehrt sich.“ Wieder das gleiche Prinzip, Gott segnet ernsthafte Arbeit.

[40:55] Sprüche 21, Vers 5. „Die Überlegungen des Fleißigen sind nur zum Vorteil, aber wer allzu sehr eilt, hat nur Schaden davon.“ Also man hört das immer wieder an der Börse, da kannst du schnelles Geld machen, aber darauf sollte man sich nicht einlassen, man sollte nicht versucht werden mit solchen Sachen. Ebenso wie Glücksspiel, Wetten und so weiter. Nicht nur, dass ganz viel davon mit Betrug und auch Manipulation zu tun hat. Auch an der Börse, die Art und Weise, wie Sachen gesagt werden, also die Wortwahl und so weiter. Also es ist ganz viel mit Manipulation und mit so ein bisschen Tricks, aber es füttert auch wieder diese Lust, irgendetwas sofort haben zu wollen. Und das ist nicht das, wonach wir streben sollten.

Unsere allererste Investition sollte in den Himmel sein. Also wir sollen uns Schätze im Himmel sammeln. Es dauert eine Weile, bis wir die Resultate sehen. Ja, das ist eine Langzeitinvestition, aber es lohnt sich so viel mehr. Und in 2. Korinther 4, Vers 18, da lesen wir auch davon.

[41:58] 2. Korinther 4, Vers 18. „Da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich, was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“

Also wir schauen auf das Ewige und wir sollten nicht mehr Zeit, nicht mehr Ressourcen, nicht mehr Geld, nicht mehr Arbeit in das Zeitliche stecken, als in das Ewige. Und das erfordert Glauben und Gott ist auch bereit, uns dazu festigen und uns den Glauben zu geben, wenn es manchmal vielleicht schwer fällt. Und wenn ich genug Geld für ein Handy habe, für ein Laptop habe, für ein Auto habe, dann habe ich auch genug Geld für Zehnten, für Gaben, für Missionen und so weiter.

Und bei dem Ganzen ist ganz wichtig die Balance. Also wir sollen keine Verschwendung haben, wir sollen nicht verschwenderisch leben. Wir sollen, selbst wenn wir Gaben geben, selbst wenn wir Geld ausleihen, sollten wir berechnen, ob wir uns das leisten können. Wir sollten aber auf der anderen Seite auch nicht horten, nicht alles für uns Schätze sammeln und so weiter. Sondern es ist eine Balance und da müssen wir auch wirklich jeder Einzelne an Gott bitten, die richtige Vorgehensweise, also uns die richtige Vorgehensweise zu zeigen, wie viel Geld wir sparen sollen, wie viel Geld wir abgeben sollen. Und Gott schenkt Weisheit und Gott schenkt auch Frieden darüber.

Jetzt habe ich noch ein Zitat aus der Lektion, das ist zwar nicht inspiriert, aber trotzdem ein gutes Prinzip. Auf der Seite 136 von der Lektion, da steht: „Unnötig ausgegebenes Geld ist doppelter Verlust. Es ist nicht nur weg, auch sein Potenzial, etwas damit zu verdienen, ist verloren. Hätten wir es beiseite gelegt, hätte es sich auf der Erde durch Sparen vermehren können, also das ist die Idee von Investitionen oder Zinsen, oder im Himmel durch Geben. Sparen ist eine Disziplin, die Autorität über Geld entstehen lässt. Statt unserem Geld zu gestatten, uns überall dorthin mitzunehmen, wo unsere Launen uns hinführen, haben wir die Kontrolle.“ Das ist von Randy C. Alcorn und das ist wirklich ein gutes Prinzip, auch wenn wir an das Gleichnis der Talente denken, zum Beispiel. Also Investieren ist ein gutes Prinzip, dem wir folgen sollten, aber man sollte nicht in Dinge, Organisationen, Firmen investieren, die moralisch nicht vertretbare Dinge tun. Ich denke, das ist klar.

[44:30] Und wenn wir investieren, lasst uns mal in Prediger schauen, Prediger 11, die Verse 1 und 2. „Sende dein Brot übers Wasser, so wirst du es nach langer Zeit wiederfinden. Verteile es an sieben und an acht, denn du weißt nicht, was Schlimmes auf Erden geschehen soll.“ Also wenn wir investieren oder auch sparen, dann sollten wir nicht alles auf eine Sache, auf eine Anlage setzen, sondern auch dort weise sein, es ein bisschen überall verteilen.

[45:03] Und Sprüche 15, Vers 22. „Wo keine Beratung ist, da scheitern Pläne. Wo aber viele Ratgeber sind, da kommen sie zustande.“ Also man sollte sich Rat von verschiedenen Leuten holen, von vielen Leuten. Man kann sich auch Rat von Leuten mit viel geistlicher Einsicht holen, von einem Ältesten und zusätzlich auch von Leuten, die sich gut mit dem Thema Finanzen auskennen und das so ein bisschen alles von allen Seiten betrachten.

[45:23] 5. Mose 8, Vers 18, das ist unser vorletzter Vers für heute.

[45:36] 5. Mose 8, Vers 18. „So gedenke doch an den Herrn dein Gott, denn er ist es, der dir die Kraft gibt, solchen Reichtum zu erwerben, damit er seinen Bund aufrecht erhält, den er deinen Vätern geschworen hat, wie es heute geschieht.“

Also ich denke, das ist das wichtigste Prinzip von allem. Wie wir uns auch beschäftigen mit Investitionen, mit Anlagen, mit Sparen und so weiter. Reichtum ist keine Sicherheit. Wenn Gott entscheidet, so soll es gehen, dann wird es so gehen. Und wenn das heißt, dass all dein Reichtum verloren geht, dann ist es so und dann ist es das Beste für dich. Also wie er gekommen ist, kann er gehen. Lebe in ständiger Dankbarkeit und Abhängigkeit von Gott. Sei dir das immer, immer bewusst und mach die Sachen für Gott, mach es nach seinen Prinzipien.

[46:25] Und der letzte Vers, Matthäus 13, und dort Vers 44. „Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat und kauft jenen Acker.“

Also die beste Investition ist die in den Himmel. Und das sollte uns oder das ist uns der wichtigste und der größte Schatz. Und an diesem Punkt würde ich gerne abschließen, dass das unser letzter Gedanke ist, über den wir nachdenken können, indem wir uns bewegen können und möchte euch einladen, noch gemeinsam mit mir zu beten.

[47:14] Unser lieber Vater im Himmel, ich danke dir für diese guten Prinzipien. Ich danke dir für dein Wort, für deine Gnade. Wir sind dir alles schuldig und du bist so gnädig, dass du uns Gaben gibst, dass du uns benutzt in diesem Werk und dass du uns zu Haushaltern machst. Ich danke dir, dass du in uns etwas Gutes siehst und dass du in uns etwas siehst, was es sich lohnt, in den Himmel zu holen. Ich möchte dich ganz besonders bitten, dass du an unseren Herzen wirkst, in den kleinen täglichen Entscheidungen, dass du uns führst und leitest, Entscheidungen nach deinen Prinzipien, nach deinem Willen zu treffen und dich ernstlich zu suchen. Ich bitte dich, hilf, dass wir keine Schulden machen oder aus den Schulden kommen, wenn wir welche haben, und dass wir Haupt sein können, dass wir dir die Ehre geben können und dass wir so leben können, dass es anderen zum Segen wird und dir zur Ehre. Ich danke dir dafür, dass du das tun wirst. Ich bete im Namen Jesu. Amen.

[48:26] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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