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In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour geht es um das Thema „Gott oder der Mammon“. Boris Bernhard erklärt, dass wir uns für eines von beiden entscheiden müssen und wie wichtig es ist, Gott an die erste Stelle zu setzen. Er beleuchtet Christus als Schöpfer und Erlöser, die Bedeutung des freien Willens und Gottes Eifersucht um uns. Abschließend wird das Konzept des wahren Eigentumsrechts thematisiert und wie wir als Haushalter Gottes Güter verwalten sollen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Cannstatt Study Hour, jetzt mit Lektion 3 vom Thema Haushalterschaft, Motive des Herzens. Unser Merkvers für diese Woche ist aus Philipper 2, Verse 9 bis 11. Darum hat Gott ihn auch über alle Maßen erhöht und ihnen einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, damit durch den Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf der Erde und unter der Erde sind und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes des Vaters.

[0:53] Bevor wir in unserer Lektion wirklich starten, möchte ich mit euch gerne gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir so sehr für die Möglichkeit wieder in deinem Wort studieren zu dürfen. Heiland, ich danke dir, dass du uns hilfst und uns begleitest. Großer Gott, ich bitte dich, sei du mit deinem Heiligen Geist heute bei uns, sei du bei mir, dass ich die richtigen Worte finde und sei bitte auch bei jedem Einzelnen zu Hause, dass du mit deinem Heiligen Geist die Herzen öffnest und Verständnis schenkst. Großer Gott, so befehlen wir alles in deine Hände und bitten im kostbaren Namen Jesu. Amen.

[1:39] Das Thema für diese Woche ist Gott oder der Mammon. Wir müssen uns entscheiden für eines von beiden und so wie Jesu Name über alles erhöht werden sollte, er der Herr sein sollte, so ist die Frage, wie ist es in unserem eigenen Leben und ich möchte zusätzlich zum Merkvers für diese Woche noch Lukas 16 Vers 13 hinzunehmen. Lukas 16 Vers 13, da steht geschrieben: „Kein Knecht kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Wir haben hier starke Worte von Lukas und wir werden im Laufe des heutigen Studiums erkennen, was damit gemeint ist. Wo sollte unser Herz sein? Wir können nicht Gott dienen und uns selber dienen und die Entscheidung, die wir treffen müssen, ist gefestigt oder aufgebaut auf der Frage, wer ist Gott. Deshalb werden wir heute die Themen durchgehen: Christus als der Schöpfer, Gottes Sohn und Menschensohn, Christus der Erlöser, ein eifersüchtiger Gott und das wahre Eigentumsrecht. Dies sind die Punkte, die wir Schritt für Schritt heute gemeinsam besprechen werden.

[3:24] Das erste ist Christus als Schöpfer. Gott hat alles geschaffen. Wir finden es in 1. Mose 1 und 2, dass Gott geschaffen hat und alles gut war. Am Ende, als alles fertig war, war es sogar sehr gut. Wir haben heutzutage in unserer vielschichtigen Gesellschaft einige Lehren, die das Materielle komplett ablehnen. Die sagen, Materie ist an sich böse und Geist ist an sich gut und enthalten sich deshalb von allem. Das ist nicht das, was Gott beabsichtigt hatte. Er hat geschöpft und hat dadurch gezeigt: Das ist etwas Gutes, das ist etwas, was ich für euch gemacht habe. Das Einzige, wovor uns Gott warnt, ist, dass wir es falsch nutzen. Er hat uns so viele Dinge gegeben, die wir falsch nutzen können und Gott warnt vor der Perversion, nicht vor den Dingen selbst. Wir können ganz einfach das Beispiel nehmen: Alkohol. Der Alkoholkonsum, er hat Flüssigkeit gegeben und Früchte gegeben und der Mensch hat ausprobiert, hat es vergären lassen und kommt dann in einen Rauschzustand, der angenehm für ihn ist oder seine Stimmung aufhellt. Gott hat das so nicht geplant und so gewollt, dass wir uns daran berauschen, aber wir haben die freie Wahl. Ich werde oft gefragt: Gott hat doch auch das Cannabis erschaffen. Warum verbietet er uns dann, solche Rauschzustände zu haben? Das ist dieselbe Frage, die auch für den Garten Eden gilt. Gott hatte den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse geschaffen und hatte uns die Wahl gegeben, davon zu essen oder nicht. Die freie Entscheidung ist für Gott sehr, sehr wichtig. Da werden wir im Laufe des Studiums noch darauf kommen, aber lasst uns gemeinsam 5. Mose 26, Vers 11 lesen. 5. Mose 26, Vers 11. Dort finden wir, wie wir mit Gottes Schöpfung umgehen dürfen oder wie unsere Einstellung dazu sein darf. 5. Mose Kapitel 26, Vers 11: „Und du sollst fröhlich sein wegen all des Guten, das der Herr, dein Gott, dir und deinem Haus gegeben hat. Du und der Levit und der Fremdling, der in deiner Mitte ist.“ Wir sehen daraus, dass wir wirkliche Freude empfinden dürfen an den Dingen, die Gott uns geschenkt hat.

[6:31] Und wir finden auch in Johannes, Johannes Kapitel 1, dass Christus der Schöpfer ist. Vor meiner Bekehrung war mir das nicht klar. Ich dachte, Jesus ist der Sohn Gottes. Gott der Vater hat geschöpft und Jesus Christus ist dann irgendwann auf die Erde gekommen. Aber wir sehen ganz deutlich, was in Johannes steht. „Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden und ohne dasselbe ist auch nichts eines entstanden, was entstanden ist.“ Und Vers 14: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.“ Wir sehen, dass Jesus Christus das alles geschaffen hat, zu unserem Wohlgefallen. Und wir haben jetzt die Etappe 1 geschafft: Wer Gott eigentlich ist. Er ist der Schöpfer aller Dinge.

[7:29] Aber er ist nicht nur Gottes Sohn, sondern er ist auch der Menschensohn. Wie war es in der damaligen Zeit? Menschen haben Gott als jemanden gesehen, vor dem man sich fürchten muss, als einen strafenden Richter. Und deshalb haben sie gesagt, wir müssen alles Mögliche opfern, um diesen schlimmen, bösen Gott zu besänftigen. Und so kamen dann im Laufe der Zeit Kinderopfer, Menschenopfer mit in den Kreis der falschen Anbetung. Gott ist Mensch geworden, um zu zeigen, wie er ist. Jesus Christus hat so viel Liebe zu uns Menschen und möchte uns zeigen, wer Gott eigentlich wirklich ist. Und Gott ändert sich nicht. Über den kompletten biblischen Bericht ist Gott ein und derselbe. Im Vor-Mose-Bericht, in der Zeit des Volkes Israel und in der heutigen Zeit. Gott ändert sich nicht. Gott ist die Liebe. Und Gott hält die perfekte Balance zwischen der Liebe zum Schöpfer und der Liebe zum Geschöpf. Als Jesus Christus auf die Erde gekommen ist, hat er gezeigt: Ich liebe den Vater über alles und ich liebe die Menschen über alles. Das ist das, was Gott uns zeigen wollte, dass er nicht nur selbstverliebt ist und dass er nicht nur die Schöpfung liebt.

[9:28] Ich denke, das ist das Problem, was uns oft anhängt, dass wir die Schöpfung mehr lieben als den Schöpfer. Dass wir sagen, wir brauchen dies und das und dann haben wir auch Zeit, Gott anzubeten und uns um Gottes Belange zu kümmern. Das ist aber genau die falsche Richtung. Lass uns gemeinsam Matthäus 19, Verse 16 bis 22 lesen. Matthäus, Kapitel 19, die Verse 16 bis 22.

[10:05] Ich war im falschen Kapitel. 19, Verse 16 bis 22. „Und siehe, einer trat herzu und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen? Er aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein. Willst du aber in das Leben eingehen, so halte die Gebote.“ Er sagte zu ihm: „Welche?“ Jesus aber sprach: „Du sollst nicht töten, du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis reden. Ehre deinen Vater und deine Mutter und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Der junge Mann spricht zu ihm: „Das habe ich alles gehalten, von meiner Jugend an, was fehlt mir noch?“ Jesus sprach zu ihm: „Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben und komm, folge mir nach.“ Als aber der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt davon, denn er hatte viele Güter.“

[11:14] Wir haben hier eine mustergültige Geschichte. Wir sehen hier, dass das Ganze leidet, wenn du deine Seele oder dein Verlangen, dein Geist zu sehr auf das Materielle richtest. Was ist passiert? Dieser junge Mann hat erkannt, Jesus ist ein großer Lehrer und das, was er mir sagt, das kann ich befolgen, um das ewige Leben zu bekommen. Also ist er hingegangen und hat gesagt: Wie bekomme ich das ewige Leben? Und Jesus sagt: Indem du die Gebote hältst. Und dieser Jüngling hat sich gedacht: Welche Gebote denn? Weil es könnten ja irgendwelche Gebote sein. Und Jesus hat ganz deutlich gemacht, um welche Gebote es sich handelt. Er hat einige aufgezählt, das sind die Zehn Gebote und er hat noch ein zusätzliches aufgezählt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Das ist aus 3. Mose 19, Vers 18. Und hat damit gezeigt: Das musst du tun, um das ewige Leben zu ererben. Und der Jüngling hat gesagt: Aber das tue ich doch von Anfang an.

[12:43] Der Jüngling hat nur auf die äußere Form der Gebote geachtet und ist nicht tief in die Gebote hineingegangen, wo Jesus schon gesagt hat: Wenn du nur böse über deinen Nächsten denkst, so hast du ihn schon getötet. Aber Jesus hat gesehen, auf diese Diskussion brauche ich mich überhaupt nicht einzulassen. Wenn ich sage: Nein, das hast du nicht, dann sagt er: Doch, doch, dann und dann und ich habe nie dagegen verstoßen. Deshalb geht Jesus direkt auf den Kern des Problems vor. Jesus sagt: Eines fehlt dir noch, dein Herz ist nicht am richtigen Fleck. Verkauf alles, was du hast, gib es den Armen und folge mir nach. Ich weiß nicht, was Jesu Plan gewesen wäre, vielleicht wäre das ein weiterer Jünger geworden, vielleicht hätte er Jesus nicht verlassen. Das sind alles „Was wäre wenn“-Fragen, die uns doch bewegen. Dieser Jüngling ist traurig davon gegangen. Was nützt ihm heute noch dieser Reichtum? Aber was nützt es eines Tages, wenn Jesus wiederkommt, dem Häscher am Kreuz, dass er gesagt hat: Rette mich, und Jesus sagt: Du bist gerettet. Wir müssen unsere Prioritäten neu ordnen.

[14:08] Und die Lektion stellt hier eine interessante Frage und zwar: Wie können wir sicher gehen, ob arm oder reich, dass wir das richtige Verhältnis zu den Dingen in der Welt haben? Und diese Frage möchte ich ein Stück weit zurückstellen, weil die Beantwortung nicht ganz einfach ist, ohne dass wir die anderen Sachen überschaut haben. Wir müssen uns Jesus den Erlöser anschauen.

[14:40] Durch Ungehorsam wurden wir Schuldner der göttlichen Gerechtigkeit. Was bedeutet das? Gott hat gesagt: Esst nicht von diesem Baum. Unsere Voreltern haben von diesem Baum gegessen und haben die Schuld auf sich geladen, Gott nicht gehorsam gewesen zu sein. Damit ist es Sünde. Wer gegen das Wort Gottes handelt, der sündigt. Und sie haben den Tod verdient, von Anfang an. Und sie konnten diese Schuld nicht selbst begleichen. Es ging nicht. Die Strafe, das Strafmaß war festgesetzt und sie konnten mit ihrem Leben nicht bezahlen, um dann weiterleben zu können. Das funktioniert nicht. Wenn ich Freunden das versuche zu erklären, dann nehme ich immer das Beispiel, wenn wir gemeinsam Auto fahren. Mein Freund sitzt am Steuer, ich sitze auf dem Beifahrersitz und er fährt zu schnell. Und die Polizei hält uns an und sagt: Sie sind ein bisschen zu schnell gefahren, jetzt muss ich Ihnen einen Strafzettel geben. Wäre es gerecht, wenn der Polizist sagt: Weil du es bist, mach weiter. Oder es ist egal, was das Gesetz sagt, ich bin der Auffassung, Strafzettel sind unnütz, ich gebe nie Strafzettel. Das würde nicht das Prinzip der Gerechtigkeit erfüllen. Und Gott ist Gerechtigkeit und deshalb wäre das auch nicht in seinem Sinne. Und wenn mein Freund kein Geld hat, kann er diese Schuld nicht bezahlen.

[16:35] In diesem Beispiel trete ich allerdings für ihn ein, dass ich sage: Mach dir keine Sorgen, ich zahle es für dich. Hol meine 20 Euro raus, gib sie dem Polizisten und damit ist die Strafe bezahlt. So wird das Gesetz der Gerechtigkeit erfüllt. Nicht, dass die Strafe hinweggenommen wird, sondern, dass jemand anderes die Strafe bezahlt. Damit haben wir einen Verstoß gegen ein Gebot oder ein Gesetz und wir haben das Strafmaß erfüllt und damit ist Gerechtigkeit zusammengekommen.

[17:17] Und wir haben interessante Fakten, wovon uns Jesus Christus erlöst und errettet. In der Lektion haben wir dazu, und das gehen wir jetzt nicht einzeln durch, weil die Zeit dazu zu knapp werden würde, ich spreche die einzelnen Texte aber an: das ist Kolosser 1, Vers 13, 1. Thessalonicher 1, Vers 10, 1. Petrus 1, Vers 18, Hebräer 2, Verse 14 und 15, Galater 3, Vers 13 und Offenbarung 1, Vers 15. Und dort steht geschrieben, wovon uns Jesus Christus erlöst, nämlich von der Macht der Finsternis, vor dem kommenden Zorn Gottes, vor nichtigem Wandel, vor Furcht, vor Tod und vor Satans Herrschaft, vom Fluch des Gesetzes und von der Sünde.

[18:08] Wenn Gott einfach die Schuld hinweg hätte fegen können, ohne dass sie bezahlt wird, hätte sein geliebter Sohn nicht sterben müssen. Und heute finden wir immer mehr in der Theologie der protestantischen Kirchen und auch der katholischen Kirche, dass das Opfer Jesu Christi nicht notwendig gewesen wäre. Und hier sehen wir auch, dass Jesus Christus Gott sein musste, weil wie könnte er sowohl meine als auch deine Schuld bezahlen, wenn er nicht das Leben wäre. Wenn er nur ein Leben hätte, ein Leben für ein Leben, das wäre die Gerechtigkeit. Deshalb konnte kein Engel dieses Sühnopfer für die Menschheit bewirken. Nur Gott selbst, dadurch dass er das Leben ist, dass er alle Leben in sich vereint, konnte die Schuld für alle bezahlen.

[19:16] Und die Frage ist wieder: Warum hat Christus das getan? Wir wissen, er ist die Liebe, Gott ist die Liebe. Und wir sehen in 1. Korinther 13, dass die Liebe nicht zwingt, sie erbittet nicht, sie drängt sich nicht auf. Gott hat gezeigt, wer er ist und er möchte uns durch die Liebe zu sich ziehen.

[19:48] Und wir sehen auch, dass Gott ein eifersüchtiger Gott ist. Das finden wir in 2. Mose 34, Vers 14. 2. Mose, Kapitel 34, Vers 14. Dort steht: „Denn du sollst keinen anderen Gott anbeten, denn der Herr, dessen Name der Eifersüchtige ist, ist ein eifersüchtiger Gott.“ Eifersucht ist keine schöne Eigenschaft. Das weiß jeder, dessen Partner solche Anwandlungen hat. Es fehlt da an Vertrauen und anderen Dingen. Aber lasst uns nicht da verweilen, sondern lasst uns auf die Eifersucht Gottes schauen. Was bedeutet diese Eifersucht? Gott hat uns viele Dinge gegeben, über die wir verwalten. Er hat uns etwas gegeben, das er und auch Satan nicht antasten dürfen, und zwar unseren freien Willen. Der freie Wille ist die Basis, die Grundvoraussetzung für Liebe. Ich kann Gott nur lieben, wenn ich es aus freien Stücken tun kann. Und es ist so, dass Gott eifert um uns.

[21:17] Ich möchte hier Martin Luther zitieren. Er hat gesagt: „Woran du nun dein Herz hängst und worauf du dich verlässt, das ist eigentlich dein Gott.“ Kurz gesagt: Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott. Und wir sollen keinen anderen Gott neben ihm haben. Gott liebt uns. Gott möchte uns retten. Deshalb hat er sein eigenes Leben dafür gegeben. Und wenn er sieht, der Boris hängt sein Herz ans Geld, dann sieht er, dass ich verloren gehe aufgrund dieses Geldes, weil ich einen falschen Gott anbete. Und deshalb ist Gott eifersüchtig, weil dieser falsche Gott ihn, den Boris, wegnimmt für immer. Wenn ich diese Sünde nicht überwinde mit Gottes Hilfe, wird die ewige Konsequenz der Tod sein. Und das möchte Gott vermeiden. Deshalb ist er ein eifersüchtiger Gott.

[22:23] Lass uns das einfach einmal rational betrachten. Was ist das wahre Eigentumsrecht? Eigentum in unserer heutigen Definition, ganz stark vereinfacht, bedeutet, was ein Gegenstand einem jemandem gehört. Also er ist der Eigentümer. Und es ist der Kontrast, den es bildet, zum Besitz. Ich bin aktuell Besitzer dieser Bibel, weil ich sie in meiner Hand halte. Aber diese Bibel gehört dem Thomas. Er ist der Eigentümer davon. Das ist die weltliche Definition dafür. Und wir müssen jetzt schauen, was Gottes Maßstab des Eigentums ist. Und auch hier gibt uns die Lektion weise Bibeltexte vor. Lasst sie uns gemeinsam einmal anschauen. Das erste ist in 5. Mose 10, Vers 14. 5. Mose, Kapitel 10, Vers 14.

[23:29] „Siehe, der Himmel und aller Himmel, Himmel und die Erde und alles, was in ihr ist, gehört dem Herrn, deinen Gott.“ Himmel und Erde und alles, was darin ist, gehört Gott. Wir sind jetzt auf der Erde. Gehören wir tatsächlich dazu? Ich meine, wenn wir das wörtlich auslegen, dann alles, was in ihr ist. Für Leute, die sich gerne so aus der Predulie ziehen, hat Gott zum Glück noch mehr Bibeltexte für uns bereit gehalten. Der nächste, den finden wir in den Psalmen. Psalm 50, Vers 10. Psalm 50, Vers 10.

[24:20] „Denn mir gehören alle Tiere des Waldes, das Vieh aus tausend Bergen.“ Also auch die Tiere gehören Gott. Gehen wir weiter in Psalm 104, Vers 16. Psalm 104, Vers 16.

[24:52] „Die Bäume des Herrn trinken sich satt, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat.“ Also auch die Pflanzen gehören Gott. Wir haben jetzt Himmel, Erde, alles, was darin ist, die Tiere, die Pflanzen. Lasst uns anschauen in Haggai, Kapitel 2, Vers 8. Haggai, Kapitel 2, Vers 8. Ich überfliege es jetzt kurz. Da steht geschrieben: „Das Silber und das Gold gehören Gott dem Herrn.“ Wir haben jetzt schon so viele Dinge. Lasst uns weiter schauen, wann es vielleicht auf uns kommt. Dazu gehen wir in Hesekiel 18, Vers 4. Hesekiel 18, Vers 4.

[25:39] „Siehe, alle Seelen gehören mir, wie die Seele des Vaters mir gehört, so gehört mir auch die Seele des Sohnes. Die Seele, die sündigt, soll sterben.“ Das heißt, auch wir gehören Gott. Wir wissen aus 1. Mose, dass Geist plus Staub die Seele ergibt. Wir sehen, der Mensch wurde eine lebendige Seele. Deshalb überzeugt dieser Text nicht alle Evangelikalen oder alle Protestanten. Darum lasst uns noch in 1. Korinther 6, Versen 19 und 20 gehen. 1. Korinther 6, Versen 19 und 20.

[26:38] „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt und dass ihr nicht euch selbst gehört, denn ihr seid teuer erkauft. Darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören.“ Wir sehen, Gott ist der Eigentümer von allem. Und wenn er der Eigentümer ist, was sind wir? Und jetzt schließt sich der Kreis zu unserem Thema. Wir sind die Haushalter seines Eigentums. Wir dürfen seine Güter verwalten.

[27:20] Und ich möchte euch hier ein kleines Beispiel geben, das mir vor circa zwei Monaten passiert ist. Ich bin mit meinem Auto gefahren durch den Ort, wo ich wohne und plötzlich ist mir jemand aufgefahren. Das war kurz vor unserer Evangelisation in Stuttgart. Und ich habe mich geärgert kurz und dann habe ich zu Gott gebetet und habe gesagt: Gott, es ist dein Auto. Du hättest es schützen können. Und ich bin ausgestiegen, habe gelächelt, habe gesagt: Das ist nicht weiter schlimm und habe ihm eine Einladung für die Evangelisation geben können. Das war ein Beispiel, wo Gott wirken konnte. Und hätte ich gesagt: Das ist mein Auto, dann hätte mir dieser Mensch einen Schaden zugefügt und ich hätte ärgerlich werden können. Aber es ist Gottes Auto. Da wurde mir bewusst, was es wirklich bedeutet, die Sachen abzugeben. Er hätte es schützen können, ohne Frage, aber er hat es zugelassen, weil es seins ist. Und wer bin ich, sein Urteil in Frage zu stellen.

[28:41] Und mit diesem Beispiel möchte ich auf die Fragestellung von Montag zurück. Wie können wir sicher gehen, dass wir das richtige Verhältnis zu den Dingen dieser Welt haben? Liebe Zuschauer, lieber Freund, liebe Freundin, wir können nur sicher gehen, wenn wir ein ungeteiltes Herz zu Gott haben. Wenn wir sehen, dass wir ärgerlich werden, wenn uns etwas kaputt geht, wenn unsere Kinder was kaputt machen, wenn unser schussliger Nachbar etwas kaputt macht. Und wir uns wirklich ärgern, nicht kurz ärgern, sondern wirklich: „Musste das schon wieder sein, das schöne Geld.“ Vielleicht ist das nur passiert, damit wir uns selber besser sehen, damit Gott uns zeigen konnte: Schau, dein Herz ist noch nicht vollständig bereit. Es ist einer der schwierigsten Fragen, die in der Lektion gestellt worden sind. Und auch die Antwort ist nicht einfach, weil sie so weit weg von unserer natürlichen Tendenz ist.

[29:50] Dass wir, wie Hiob sagen konnte: „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen.“ Das ist die wahre Einstellung, die wir haben sollten. Denn uns gehört es nicht. Gott hat es uns zur Verfügung gestellt über diesen Zeitraum und dann hat das wieder weggenommen. Wir haben nichts auf dieser Welt, das wir selber geschaffen haben. Das Papier für unsere Banknoten kommt letztendlich aus der Schöpfung Gottes. Wir haben es ein bisschen umgemodelt und mit schönen Farben bedruckt und mit tollen Bildern drauf und Zahlen. Aber all das ist von Gott. Er gibt es uns, damit wir Haushalter sein können.

[30:52] Und wenn wir es wirklich als Gottes Eigentum anerkennen, dann verstehen wir auch, was Gottes Wille ist. Auch stellt die Lektion die Frage: Wie wirkt sich das auf uns aus, wenn wir erkennen, das ist Gottes? Wie interagieren wir mit unserem Umfeld? Dazu möchte ich noch mal in den Garten Eden. Was war der ursprüngliche Plan Gottes für den Menschen? Gott hat den Menschen in den Garten Eden gesetzt, damit er über den Garten herrscht, dass er aufpasst auf die Tiere und auf die Pflanzen. Und wenn wir hinaus in unsere Welt schauen, können wir sehen, dass der Mensch an sich dieser Aufgabe sehr schlecht nachgekommen ist. Wir sehen, dass wir alles um uns herum verschmutzen, nur um unseren als Menschheit den Gott des Reichtums zu huldigen und dafür alle anderen Dinge über Bord werfen.

[31:55] Wenn wir allerdings sehen, wie wir Gott wirklich nachfolgen können, wie wir ihm zeigen können: Gott, ich möchte ein verlässlicher Haushalter sein. Alles gehört dir. Das Gold, das Silber, das Papier, mein eigenes Leben. Bitte gib mir die Weisheit, es wirklich nach deinem Willen zu verwalten. Dann wird sich eine Änderung in unserem Leben einstellen. Dann werden wir sehen, dass diese ganzen Sorgen von Geld und Reichtum plötzlich der Vergangenheit angehören. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Mein ganzes Denken hat sich damals als Banker nur ums Geld gedreht. Und mittlerweile, ich komme über die Runden, aber weiß nicht wie, weil ich mir über das Thema Geld keine Gedanken mehr mache. Ich bin ein guter Haushalter und ich lege alles Gott vor. Alles, was ich mir kaufen möchte, bringe ich zu ihm ins Gebet. Wenn ich Geld ausgebe für irgendwas, ich bringe es zu ihm ins Gebet. Und ich denke, das macht die Haushalterschaft aus, dass ich ihm eine kurze Rückmeldung gebe: Gott, ich werde dein Eigentum jetzt da und dafür verwenden.

[33:12] Lieber Freund, liebe Freundin, lieber Zuschauer, wenn es auch dein Wille ist, Gott alles in die Hand zu geben und Gott zu bitten, dass er unseren Blickpunkt verschiebt, dann möchte ich gerne mit dir gemeinsam beten. Lass uns dazu gemeinsam aufstehen.

[33:37] Lieber Vater im Himmel, ich danke dir so sehr für dein Wort und für die Lektion. Großer Gott, ich danke dir, dass du alles geschaffen hast, dass du uns im Mutterleib bereitet hast, dass wir genau so sind, wie du es haben wolltest. Heiland, ich danke dir für die vielen Güter, die du uns zur Verfügung gestellt hast. Großer Gott, wir bitten um Entschuldigung, wenn wir deine Güter in der Vergangenheit nicht ordnungsgemäß verwaltet haben. Heiland, ich bitte dich, gib uns einen neuen Geist und ein neues Herz, damit wir auf dich ausgerichtet sind. Und Heiland, dass wir dein Eigentum treulich anwenden können. Heiland, ich bitte dich, erinnere du uns stets daran, dass wir uns ins Gebet zu dir wenden dürfen. Und dafür möchten wir dir so sehr danken und bitten all das im kostbaren Namen Jesu. Amen.


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