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Manuskript zur Sendung   >>>   CSH_2021_03_Lektion_7

In dieser Lektion der Christ Study Hour Serie „In Christus ruhen“ beleuchtet Ronny Schreiber die biblische Geschichte von Josef und seinen Brüdern. Er analysiert Josefs Verhalten, als er seine Brüder nach Jahren der Trennung wiedertrifft, und wie er ihre Charakterstärke und Reue prüft. Die Lektion thematisiert auch die Bedeutung von Verantwortung, Vergebung und die Konsequenzen unterlassener Hilfeleistung, wie sie im Gleichnis von Matthäus 25 dargestellt wird.


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Serie: Christ Study Hour 2021 Q3: In Christus ruhen

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Transkript

[0:31] Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen zur Christ Study Hour. Wir sind im dritten Quartal 2021 und wir möchten uns heute Lektion Nummer 7 kümmern, die da heißt: Ruhe, Beziehungen und Heilung. Das Oberthema ist ja "In Christus ruhen" und unseren Merkvers für diese Woche finden wir im 1. Mose 45, Vers 5. Es geht immer noch um die Josef-Geschichte. Der schöne Vers heißt: "Und nun kümmert euch nicht und lasst euch nicht leicht sein, dass ihr mich hier verkauft habt, denn um eures Lebens willen hat mich Gott für euch hergesandt." Nun, ein sehr schöner Vers von Josef, den er damals seinen Brüdern sagte. Und wollen wir gleich mal hineinschauen, was es damit auf sich hat. Dazu beginnen wir mit einem Gebet und dann lesen wir den ersten Bibeltext.

[1:19] So, lieber Vater im Himmel, wir möchten wir danken dafür, dass wir es gemeinsam studieren dürfen und wir bitten dich, dass dein Heiliger Geist bei uns ist, damit du unser Lehrer bist. Im Namen Jesu, Amen. Und wir beginnen mit einem Abschnitt in der Josef-Geschichte im 1. Mose Kapitel 42 und dort lesen wir die Verse 7 bis 22. Wir hatten in der letzten Woche schon angefangen mit der Josef-Geschichte und jetzt geht es weiter ab Vers 7.

[1:56] Nun, Josef sah seine Brüder, erkannte er sie, aber er verstellte sich und redete hart mit ihnen und fragte sie: "Wo kommt ihr her?" Sie antworteten: "Aus dem Land Kanaan, um Nahrung einzukaufen." Und Josef erkannte seine Brüder, sie aber erkannten ihn nicht. Und Josef dachte an die Träume, die er von ihnen geträumt hatte und sprach zu ihnen: "Ihr seid Kundschafter, ihr seid gekommen, um zu sehen, wo das Land offen ist." Sie antworteten ihm: "Nein, mein Herr, deine Knechte sind gekommen, um Nahrung zu kaufen. Wir sind alle Söhne eines Mannes. Wir sind aufrichtig, deine Knechte sind niemals Kundschafter gewesen." Er aber sprach zu ihm: "Nein, sondern ihr seid gekommen, um zu sehen, wo das Land offen ist." Sie antworteten: "Wie er, deine Knechte sind zwölf Brüder, die Söhne eines einzigen Mannes im Land Kanaan. Und siehe, der Jüngste ist gegenwärtig bei unserem Vater, und der eine ist nicht mehr."

[2:55] Josef sprach zu ihnen: "Es ist so, wie ich euch gesagt habe, ihr seid Kundschafter. Daran will ich euch prüfen. So wahr der Pharao lebt, ihr sollt von hier nicht fortgehen, es sei denn, euer jüngster Bruder kommt. Schickt einen von euch hin, damit er euren Bruder holt. Ihr aber sollt in Haft behalten werden. So sollen eure Worte geprüft werden, ob ihr Wahrhaftigkeit habt. Wenn aber nicht, dann seid ihr Kundschafter. So wahr der Pharao lebt!" Und er setzte sie alle zusammen in Gewahrsam drei Tage lang.

[3:27] Am dritten Tag aber sprach Josef zu ihnen: "Wenn ihr am Leben bleiben wollt, so tut nun dies, denn ich fürchte Gott. Wenn ihr aufrichtig seid, so lasst einen von euren Brüdern hier gebunden im Gefängnis zurück. Die anderen aber geht hin und bringt Getreide heim, um den Hunger eurer Familien zu stillen. Euren jüngsten Bruder aber bringt zu mir, damit eure Worte sich als wahr erweisen, und dann sollt ihr nicht sterben." Und sie handelten danach und sie sagten aber zueinander: "Wir haben uns doch schuldig gemacht wegen unseres Bruders, denn wir sahen die Qual seiner Seele, als er uns um Erbarmen anflehte, wir hörten nicht auf ihn. Darum ist diese Drangsal, die uns gekommen ist."

[4:06] Und Josef antwortete und sprach zu ihnen: "Habe ich euch nicht geredet und gesagt: 'Versündigt euch nicht an den Knaben'? Aber ihr wolltet heute gar nicht hören. Und siehe, nun wird sein Blut gefordert."

[4:27] Wir lesen hier einen langen Abschnitt von den Männern, die jetzt hier gefangen genommen wurden, die Brüder von Josef. Und Josef hatte sich verstellt, er hat seinen Brüdern nicht gesagt, wer er ist. Sie kamen nun nach Ägypten und wollten dort Getreide kaufen, und Josef weiß genau, wer sie sind. Was sie hatten, keine Ahnung. Die Brüder haben Josef gesehen, aber sie erkannten ihn natürlich nicht, denn Josef ist mittlerweile ein erwachsener Mann geworden und auch der Name Josef war nicht mehr, denn der Pharao hat den Namen geändert seines Ministers. Und so hatten die Brüder überhaupt keine Chance, ihn zu erkennen.

[5:06] Schreibt in dem Buch "Wie alles begann" auf Seite 204: "Sein hebräischer Name war gegen Zaphnat-Paeneach ausgetauscht, der ihm vom König verliehen worden war. Und es gab wenig Ähnlichkeiten zwischen dem Premierminister Ägyptens und dem Jugendlichen, den sie an diesmal wieder verkauft hatten."

[5:24] Als Josef sah, wie sich seine Brüder vor ihm verneigten und ihm huldigten, fielen ihm wieder seine Träume ein. Die früheren Ergebnisse kamen ihm lebendig in den Sinn. Sein scharfes Auge überflog sie und er bemerkte, dass Benjamin sich nicht unter ihnen befand. Auch er ein Opfer der unmenschlichen Grausamkeit dieser rohen Männer geworden. Er wollte unbedingt die Wahrheit herausfinden.

[5:47] "Ihr seid Kundschafter", sagte er deshalb schroff, "und seid gekommen, um zu sehen, wo das Land offen ist." Interessante Vorgehensweise von Josef. Josef wusste, wer seine Brüder waren. Sie hatten keine Ahnung. Und jetzt spielt er so ein Spiel mit ihnen. Also er sagt, ihre Kundschafter, obwohl er genau weiß, das ist nicht wahr. Ist. Warum macht Josef das?

[6:07] Josef sorgt sich um seine Familie. Diese Männer, die da vor ihm standen, kannte er von seiner Jugend her. Und er wusste, dass sie damals der Stoff waren, grausam waren, ganz besonders zu ihm, aber wohl auch untereinander. Und jetzt macht er sich Gedanken, was ist wohl passiert mit meiner Familie, wenn diese Männer den gleichen Charakter haben wie damals. Und jetzt versucht er sich aus der Ferne um seine Familie zu kümmern. Er versucht herauszufinden: Sind sie noch am Leben? Geht es ihnen gut? Geht es dem jungen Benjamin gut, also seinem Bruder von derselben Mutter? Geht es dem Vater gut? Haben die Männer vielleicht sogar den Vater misshandelt?

[6:51] Nun, wenn wir ein bisschen weiter lesen, dann merken wir, dass Josef Trauer im Herzen hatte und Liebe empfand für diese Männer, die vor ihm standen, für seine Brüder. Es ist interessant, wie es dann weitergeht, denn Josef versuchte jetzt herauszufinden, was zu Hause los war.

[7:09] Sie schreibt dann weiter in "Wie alles begann" auf Seite 206: "Josef hatte sich bislang durch Dolmetscher mit seinen Brüdern verständigt, weil sie nicht vermuteten, dass er sie verstehen konnte. Sie sprachen in seiner Gegenwart ganz offen miteinander. Sie machten sich schwere Vorwürfe, weil sie Josef so schäbig behandelt haben. Das alles ist nur aufgrund dessen geschehen, was wir vor langer Zeit angetan haben. Wir haben seine Angst gesehen, als er uns um Gnade anflehte, aber nicht darauf gehört. Jetzt müssen wir dafür büßen."

[7:41] Ruben, der von Josefs Rettung geplant hatte, fügte hinzu: "Habe ich euch damals nicht gesagt, ich sollte ihm nichts tun? Aber ihr wolltet ja nicht auf mich hören. Und jetzt werden wir sterben, weil wir seinen Tod auf dem Gewissen haben."

[7:55] Als Josef das hörte, konnte er seine Gefühle nicht länger beherrschen. Er ging hinaus und weinte. Nach seiner Rückkehr ließ er Simeon in ihrer Gegenwart fesseln und wieder ins Gefängnis werfen. Simeon war der Anstifter und Haupttäter gewesen, als sie ihren Bruder so grausam behandelt haben. Darum fiel die Wahl auf ihn. Nur Josef war nicht böse. Er hatte keinen Hass oder Groll gegen seine Brüder gehegt. Vielmehr sah er sie mit liebenden Augen an und er wollte helfen. Er wollte seinen Brüdern helfen und er wollte vor allem wissen, was ist nun eigentlich in der Familie los? Geht es meiner Familie gut? Geht es meiner Familie nicht gut?

[8:35] Josef trug Verantwortung aus der Ferne für die Familie. Und so geht es uns auch. Wir haben auch Verantwortung, natürlich über die Dinge, die in unserer Familie passieren, genau über die Dinge, die in anderen Familien passieren. Und wenn wir sehen, dass irgendwo Menschen definiert, unterdrückt werden, dann ist an uns, dort einzugreifen, in unserer Familie, wie auch in einer anderen Familie. Es geht darum, dass wir ermahnen, dass wir in Liebe zurechtweisen und auch praktische Hilfe leisten, wenn nötig. Wenn wir nicht handeln, wenn wir uns stumm halten, obwohl wir sehen, dass dort vielleicht Unrecht geschieht, dann machen wir uns mitschuldig.

[9:17] In Jakobus 4, Vers 17 lesen wir: "Wer nun Gutes zu tun weiß und tut es nicht, für den ist es Sünde." Wenn ich das Gute tun kann und es nicht mache, dann wird es mir jetzt wieder angerechnet. Und das eben auch zum Beispiel bei Problemen innerhalb der Familie, innerhalb der Gemeinde. Josef griff ein. Er versuchte sofort herauszufinden, wie geht es der Familie.

[9:45] Nun, wusstet ihr, dass Jesus so unterlassene Hilfeleistung sehr streng geurteilt hat? Wir können das lesen in Matthäus 25 und dort ab Vers 41. Da ist diese Geschichte. So Josef spricht Jesus davon, spricht, dass da am Ende so ein Gericht sein wird und dann werden viele bekennen: "Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen das getan und dies und das?" Und Jesus wird bekennen und sagt: "Ich kenne euch nicht." Und er wird sagen: "Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. Ich war hungrig und ich habe mir keine Speise. Ich habe gefroren und den Garten nichts zum Anziehen." Und sie werden sagen: "Warum, wo haben wir dich gesehen und dir nichts zu essen gegeben, dich nicht mit Wasser versorgt, keine Kleidung gegeben?" Und hier sagt er: "Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan."

[10:47] Christus sagt, weil die Menschen vergessen haben, den anderen zu helfen, die in Not waren, deswegen haben sie auch vergessen, sich um Jesus zu kümmern. Was für einen, der Geringsten nicht getan haben, das haben wir auch Christus nicht getan. Jemand brauchte Hilfe und wir haben nicht geholfen. Und Christus sagt das sehr scharf. Das ist Matthäus 25 ab Vers 41. Es endet sogar, das beginnt mit diesen Text, damit, dass wer das nicht tut, wer also zu einem Nicht-Täter wird, der Hilfeleistung unterlässt, der wird in das Feuer geworfen, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist. Ein sehr, sehr hartes Urteil. Aber wir sehen, wie wichtig es Jesus ist, dass wir das verstehen.

[11:36] Unterlassene Hilfeleistung zeugt davon, was in unserem Herzen ist. Wenn ich jemanden in Not sehe und mich nicht um ihn kümmere, zeigt das ja, wie hartherzig ich bin. Und genau das ist eben das, was mich dann vom Himmel ausschließen wird. Unser Herz wird durch die Taten, die wir für üben, offenbar. Also an den Früchten werdet ihr den Baum erkennen.

[12:03] Und wir wollen ein bisschen weiter in die Geschichte von Josef hineinblicken, was er getan hat. Nun, die Brüder waren jetzt zurückgekehrt zu ihrem Vater und sie erzählten nun, was sich zugetragen hatte. Die Geschichte, wenn man sie weiter verfolgt, wir wissen, sie gingen zurück, sie hatten die Kornsäcke dabei und in diesen Kornsäcken, da hatte Josef das Geld zurücklegen lassen, mit dem sie dieses Korn bezahlt haben. Als sie zurückkamen zu ihrem Vater, da erzählten sie ihm das Dilemma: "Wir sind aus Ägypten gekommen, haben Getreide gekauft und wir haben unser Geld in unseren Säcken gefunden." Und sie vermuteten einen bösen Plan von hohen Beamten des Pharaos, denn sie mussten ja auch eingestehen, dass sie Simeon in Gefangenschaft zurückgelassen hatten.

[12:48] Und war es so, dass Jakob gar nicht erfreut war, das zu hören, was dort passiert ist, und er auch keine Anstalten machte, die Söhne dort wieder hinzustecken, und schon gar nicht mit dem jungen Benjamin? Denn Josef folgte, dass die Brüder nach Hause gehen, den Benjamin holen und damit zeigen, dass ihr Zeugnis wahr ist. Und Josef Jakob, dem hat fast das Herz zerrissen und er hat verhindert, dass sie gehen. Aber die Hungersnot lastet so schwer auf dem Land, dass sie irgendwann zurückgehen mussten nach Ägypten, um Nahrung zu kaufen. Und sie nahmen den Benjamin mit.

[13:26] Wir lesen weiter in 1. Mose 43 ab Vers 29. Hier wird jetzt von Josef gesprochen. Als die Brüder in Ägypten ankamen, als er aber seine Augen erhob und seinen Bruder Benjamin sah, den Sohn seiner Mutter, fragte er: "Ist das euer jüngster Bruder, von dem ihr mir gesprochen habt?" Und er sprach: "Gott sei dir gnädig, mein Sohn." Danach aber zog sich Josef zurück, denn sein Innerstes war aufgewühlt wegen seines Bruders und er suchte einen Ort auf, wo er weinen konnte und ging in sein Gemach und weinte dort.

[14:01] Dann aber rasch sein Angesicht ging hinaus, überwand sich und sprach: "Tragt das Essen auf!" Als Josef den Benjamin sah, war er gerührt und er wusste, jetzt erlebt der Benjamin zumindest machen. Und zog sich zurück und er weiter.

[14:19] Doch Josef wollte sichergehen, dass es sowohl Benjamin als auch seinem Vater in der Ferne so danach lebte gut ging. Und so dachte er sich einen anderen weiteren Test aus mit seinen Brüdern. Nun, Anwalt beschreibt die Szene folgendermaßen und ich zitiere hier wieder aus dem Buch "Wie alles begann" auf Seite 208: "Als die Brüder in den Palast des Statthalters geleitet wurden, witterten sie die größte Gefahr. Sie fürchteten wegen des Geldes, das sie in ihren Säcken gefunden hatten, zur Rechenschaft gezogen zu werden. Die Vermutung lag nahe, man habe es absichtlich dort hingelegt, um einen Vorwand zu haben, sie zu schlafen zu machen."

[14:56] In ihrer Angst wandten sie sich an den Verwalter des Hauses. Sie erklärten ihm unter welchen Umständen sie in welchen Umständen sie nach Ägypten gekommen sein. Zum Beweis ihrer Unschuld führten sie an, sie hätten das in den Säcken gefunden, mit Geld wieder mitgebracht und noch weitere es dabei, um damit Nahrung zu kaufen. Sie fügten hinzu: "Wissen aber nicht, wer uns unser Geld und unsere Decke gesteckt hat." Der Mann erwiderte: "Seid guten Mutes, fürchtet euch nicht. Euer Gott und eures Vaters Gott hat euch einen Schatz gegeben in euren Säcken. Euer Geld habe ich erhalten."

[15:32] Da dies ihre Angst nach als ein Mann den Mann aus dem Gefängnis entlassen hatte, wieder zu ihnen stieß, merken sie, wie barmherzig Gott zu ihnen gewesen war.

[15:45] Sie lesen weiter in 1. Mose 43 ab Vers 32. "Nun tat man ihm besonders auf und ihnen besonders und ebenso den Ägyptern, dass sie mit ihm essen. Denn noch mal, es geht hier um Josef, Benjamin und man trug ihm besonders auf und ihnen besonders und ebenso den Ägyptern, dass sie mit ihnen besonders, denn die Ägypter dürfen nicht mit den Hebräern zusammen essen, denn das ist für die Ägypter ein Gräuel." Und sie aßen vor ihm, der Erstgeborene zuoberst und der Jüngste zuunterst. Und die Männer schauten einander verwundert an.

[16:21] Und man trug insbesondere Gerichte vor und man trug ihm besondere Gerichte vor, was vor seinem Angriff gestanden hatte. Das besondere Gericht für Benjamin aber war fünfmal größer als die besonderen Gerichte von ihnen allen. Und sie tranken und wunsch fröhlich mit ihm. Hier ist diese Besonderheit nun, die wir hier sehen.

[16:43] Jetzt wird das Essen aufgetragen. Josef hatte ja es nun die Beamten kommen lassen, oder die Diener und hatte das Essen auftragen lassen. Jetzt saßen sie alle gesondert, die Ägypter und die Hebräer, dass wir sind damals. Und nun hatte Josef dafür gesorgt, dass jeder Bruder ein großes Mal bekommt, aber den Benjamin, den Jüngsten, kurioserweise die jüngsten gibt ja einmal das fünfmal üppiger ist. Und müssen nicht schlecht gestaunt haben die Brüder, als das passierte.

[17:13] Warum hat er das eigentlich gemacht? Warum hat Josef dem Benjamin so viel zu essen gegeben? Wir lesen bei Anwalt durch diese Bevorzugung Benjamins wollte Josef feststellen, ob sie ihren jüngsten Bruder mit ebenso viel Hass und Missgunst behandelten wie ihn damals. Da die Brüder noch immer annahmen, Josef verstehe ihre Sprache nicht, unterhielten sie sich ungezwungen miteinander. Dadurch hat er gute Gelegenheit, ihr wahres Denken kennenzulernen.

[17:41] Trotzdem wollte er sie noch weiter prüfen und ordnete vor ihrer Abreise an, seinen silbernen Trinkbecher in den Sack des Jüngsten zu verstecken.

[17:53] Josef machte sich Sorgen und wollte wissen, wie steht's denn nun um Benjamin. Hassen die Brüder ihn? Haben sie den gleichen Hass gegen ihn, den sie damals gegen mich hatten? Und er testet sie und er muss feststellen, scheinbar gibt es diesen Hass hier nichts dazu sagen, weil er seine erste Vermutung, aber er macht noch so ein Test. Er nimmt jetzt diesen Silberbecher, seinen eigenen Becher, dass wir den Becher des Königs, der Becher, von dem gesagt wird, dass er sogar vergiftete Getränke erkennt. Nun, diesen wertvollen Becher, den schmuggeln sie jetzt bei Benjamin in den Kornsack.

[18:26] Und als die Hebräer jetzt wieder nach Hause gehen, da entdecken sie, dass dieser Becher entdeckt wurde. In dem ein Beamter des Königs kommt und sagt: "Hier wurde etwas gestohlen." Und alle Brüder beteuern: "Wir haben nichts gestohlen." Und dann werden alle Säcke durchsucht und Benjamin findet man diesen Becher. Das hat teilweise hatten die Brüder vorher schon das Urteil gesprochen, sagte: "Wenn der Becher gefunden wird, dann soll derjenige ein Sklave Ägyptens sein." Jetzt wurde der Becher bei Benjamin gefunden und natürlich, das Entsetzen bei den Brüdern war riesig, denn gerade dieser jüngste Bruder war ja gerade der, an dem der Vater so sehr hing.

[19:14] Wir lesen bei Anwalt als Ausdruck ihres völligen Elends zerrissen die Brüder ihre Gewänder. Langsam kehrten sie mich Stadt zurück in ihren eigenen Worten hatten sie Benjamin zum Sklaven-Dasein verurteilt. Sie folgen dem Hausverwalter zum Palast. Als sie den Statthalter dort noch antrafen, warfen sie sich vor ihm nieder. "Wie habt ihr das tun können?", fragte sie. "Wisst ihr nicht, dass ein Mann wie ich sagen kann?"

[19:39] Josef heute von ihnen ein Schuldbekenntnis hören. Das war, hat er nie behauptet, die Gabe der Weissagung zu besitzen. Sie sollten aber glauben, dass ihnen die Geheimnisse ihres Lebens bekannt waren. Also Josef testet sie immer noch. Er will noch mehr erfahren, was ist wirklich los.

[19:59] Und als Josef sie nun zur Rede stellt, sagt: "Wisst ihr nicht, dass die Geheimnisse eures Lebens kennen?" Da lesen wir weiter. Judah ergriff das Wort: "Was sollen wir sagen? Womit können wir uns rechtfertigen? Gott hat unsere Schuld ans Licht gebracht. Wir alle sind jetzt deine Sklaven, genau wie der, bei dem der Becher gefunden hat. Fern sei von mir solches zu tun", lautete die Entgegnung. "Der, bei dem der Becher gefunden ist, soll mein Sklave sein."

[20:28] "Fazit, hinauf mit Frieden zu eurem Vater in seiner großen Sorge." Tragen dann eher auf den Regenten zu und rief aus: "Herr, du bist so mächtig wie der Pharao. Erlaube mir, dass ich trotzdem das Wort an dich richte und zögere mir nicht." Mit rührender Beredsamkeit schilderte er das Leid ihres Vaters, nachdem er Josef verloren hatte. Er erwähnte dessen Zaudern und Zagen, Benjamin mit ihnen nach Ägypten ziehen zu lassen, weil er der einzig verbliebene Sohn seiner Mutter war, die Jakob so sehr geliebt hatte.

[21:01] "Wenn ich ohne den Jungen zu meinem Vater zurückkehre und er sieht, dass der Junge nicht bei uns ist, wird er sterben. Wir würden die Verantwortung dafür tragen, in Kummer ins Grab gebracht."

[21:09] tragen in vor Kummer ins Grab gebracht.

[21:12] Mein Herr, ich habe mich bei meinem Vater für den Jungen verbirgt. Ich habe zu ihm gesagt: „Wenn ich ihnen den Jungen nicht zurückbringen würde, ich mein Leben lang die Schuld auf mich nehmen. Bitte, mein Herr, lass mich anstelle des Jungen als Sklave für meine Herren hier bleiben und lass den Jungen mit seinen Brüdern zusammen zurückkehren. Denn wie kann ich zu meinem Vater zurückkehren, wenn der Junge nicht bei mir ist? Ich kann nicht mit ansehen, welchen Schmerz das zufügen würde.“

[21:40] Und Josef hört jetzt das Schuldeingeständnis von seinen Brüdern, in dem Fall von Juda. Und er sagt: „Was passiert ist, was sie getan haben.“ Und jetzt sieht Josef, dass jeder bereit ist zu sagen: „Ich gehe in Sklavendienst, bitte lass Benjamin frei.“ Also jeder ist bereit, sein Leben für das Leben von Benjamin zu opfern.

[22:05] Nun, als Josef das sah, dass sein Herz innerlich zerrissen, denn er wusste jetzt, dass seine Brüder sich geändert haben. Ihr Charakter war aufrichtig geworden. Diese einst so verschlagenen Männer, die ihn nach Ägypten verkauft hatten, hatten einen Wandel durchlebt. Er sah jetzt echte Reue in ihren Gesichtern und dieser edle Vorschlag, den Juda gemacht hat, um sein Leben für das eines Bruders zu geben, der unterstrich natürlich ihre Aufrichtigkeit.

[22:32] Wir lesen weiter in der Bibel im 1. Mose 45, ab Vers 1. Da konnte sich Josef nicht länger bezwingen, vor allem die um ihn her stand, und rief: „Lasst jedermann von mir hinausgehen!“ Und es stand kein Mensch bei ihm, als Josef seinen Brüdern zu erkennen gab, und er weinte laut, so dass die Ägypter und das Haus des Pharaos es hörten. Und Josef sprach zu seinen Brüdern: „Ich bin Josef! Lebt mein Vater noch?“ Nach seinem Bruder konnte nämlich niemand antworten, so bestürzt waren sie vor ihm.

[23:09] Da sprach Josef zu seinen Brüdern: „Tretet doch her zu mir!“ Als nunmehr kamen, sprach er zu ihnen: „Ich bin Josef, euer Bruder, der euch nach Ägypten verkauft hat. Und nun kümmert euch nicht und macht euch keine Vorwürfe darüber, dass ihr mich hierher verkauft habt, denn zur Lebensrettung hat mich Gott vorhergesandt. Denn dies ist das zweite Jahr, dass die Hungersnot im Land herrscht, und es werden noch fünf Jahre ohne Ernten sein. Aber Gott hat mich vorher gesandt, um euch einen Überrest zu sichern auf Erden und euch am Leben zu erhalten zu seiner großen Errettung.“

[23:41] „Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott. Er hat mich dem Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn über sein ganzes Haus und zum Herrscher über das ganze Land Ägypten. Zieht nun schleunigst zu meinem Vater hinauf und sagt ihm: ‚So spricht dein Sohn Josef: Gott hat mich zum Herrn über ganz Ägypten gesetzt. Komm zu mir her und zögere nicht. Und du sollst im Land großen Wohn und nahe bei mir sein, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, deine Schafe und deine Rinder und alles, was dir gehört. Ich will dich dort mit Nahrung versorgen, denn es sind noch fünf Jahre Hungersnot, damit du nicht verarmst, du und dein Haus und alles, was dir gehört.‘ Und eure Augen sehen es, und die Augen meines Bruders Benjamin, dass mein Mund es euch derzeit redet. Darum verkündet meinem Vater all meine Herrlichkeit in Ägypten und alles, was ihr gesehen habt, und bringt meinem Vater schnell hierher!“

[24:38] Und er fiel seinen Bruder Benjamin um den Hals und weinte, und Benjamin weinte auch an seinem Hals. Und er küsste alle seine Brüder und umarmte sie unter Tränen. Und danach redeten seine Brüder mit ihm.

[24:55] Nun, gewaltig, was hier passiert. Josef offenbart nun vor ihnen, wer er eigentlich ist und ergibt sich seinen Brüdern frei zu erkennen. Und die müssen nicht schlecht gestaunt haben, als sie nun erkennen, dass Josef sie geprüft hat, dass Josef wissen wollte, ob ihr Charakter sich geändert hat. Er wollte wissen, ob es der Familie gut geht. Und jetzt waren sie natürlich heilfroh zu sehen, dass es keine List des Pharaos war, sondern dass es aus Liebe geschah, dass sie so geprüft wurden, denn Josef suchte ihr Bestes.

[25:20] Und sowie Josef müssen wir auch an die Sache rangehen. Wir müssen den Menschen das Beste suchen, selbst wenn sie sich an uns versündigt haben. Wenn sie böse gegen uns waren, dann sollen wir nicht nachtragend sein oder grollen oder gar Hass entwickeln gegen sie, sondern wir wollen versuchen, das Beste für sie zu finden. Auch wenn es so geschah, wie Josef es hier gemacht hat. Er hat irgendwie Wege versucht herauszufinden, was ist nun die Wahrheit.

[25:48] Das Interessante an Josef ist, dass er im Herzen keinen Groll hatte. Er hatte kein... Haus. Hätte er den gehabt, hätte er diesen Hass und diesen Groll im Leben gehabt, hätte Gott ihn nicht so sehen und können, ihnen so gebrauchen können. Wir haben es gemacht, wenn wir Hass und Groll gegen unsere Brüder auf Erden haben, gegen die Menschen um uns herum, dann nimmt das unser Herz ein. Unser Herz ist nicht frei für Gott, für Gottes...

[26:11] ...würden. Gott hat auch mit dir, mir einen großen Plan. Er möchte einen Lebensweg mit uns gehen. Haben wir bei diesen Hass im Herzen, dann können wir es nicht schaffen. Wir sind dann nicht mit unseren Gedanken bei Gott, denn Gott ist vollkommene Liebe. Wir sind mit unseren Gedanken beim Hassen und bei dem Leid von anderen. Und wenn wir nicht vergeben können, dann sind wir bei dem anderen natürlich kein Segen, aber wir sind auch für uns selbst ein Fluch.

[26:39] Also wir zerstören das Leben von anderen durch unseren Hass, sondern wir zerstören auch unser eigenes Leben. Josef hätte sein Leben zerstört, wenn er... denn wer sich vom Hass auf seine Brüder hätte treiben lassen. Aber Josefs Gedanken waren darauf, Gott treu zu sein. Und wie wir später sehen, so war es ja auch bei Christus. Also wir wissen, Gottes Charakter ist genauso.

[27:05] Nun, was können wir von Josef noch lernen? Josefs Vergebung, die er den Brüdern mitgebracht hatte, war wirklich von tiefstem Herzen. Er hat sie wirklich geliebt und er wollte das Gute für sie. Aber das heißt nicht, dass wenn wir so sind wie Josef, dass wir Unrecht zulassen müssen. Unrecht muss bekämpft werden, Unrecht muss auch gezeigt werden, wenn etwas falsch ist, wenn etwas böse ist, wenn Menschen leiden, muss es darauf hingewiesen werden.

[27:41] Vergebung heißt nicht, vergeben und ich gucke es über alles hinweg, was er tut. Er kann jetzt frei handeln, kann seine bösen Dinge machen. Ich habe mir vergeben. Vergebung bedeutet vielmehr, dass ich das zwar nicht gutheiße, was dort passiert ist, dass ich aber keinen Groll und keinen Hass gegen denjenigen mehr hege, dass ich schreibe davon. Und es hilft uns sehr zu wissen, dass Gott gegen uns genau diese Liebe hat, uns genau diese Vergebung entgegengebracht hat.

[28:12] Nun, wenn wir darauf vertrauen, dass Gott so mit uns umgegangen ist, dann hilft es unser Herz frei zu machen. Dem FC spüren wir diese Liebe, die Gott zu uns hat. Um diese Liebe in uns wird uns auch die Liebe geben zu unserem Nächsten, dass auch unser Haus und unsere...

[28:29] ...Groll gestellt wird. Und wir können darauf vertrauen, dass Gott selber für Gerechtigkeit sorgen wird. Er hat ja mein Leben und das Leben des anderen in der Hand. Und so können ja, können wir dieses Urteil, das sie vielleicht im Herzen...

[28:43] ...regnen, Gott abgeben und sagen: „Bitte entscheidet du, denn was ich dem anderen wünsche, ist bestimmt nicht das, was du dem anderen...“ vor Hass. Ich möchte dich bitten, Herr, verändere mein Herz, gib mir Frieden und Liebe für meine Geschwister.

[28:57] Und tatsächlich, wir sehen von Jesus selbst genauso gehandelt hat. In Judas neuen können das lesen, der heißt es, der Erzengel Michael dagegen, als er mit dem Teufel Streit hatte und über den Leib Moses verhandelte, wagte kein lästernes Urteil zu fällen, sondern sprach: „Der Herr strafe dich!“ Sogar hier sehen wir, dass der Erzengel Michael, also Christus selber, sagt: „Der Herr strafe dich nicht.“

[29:22] „Ich will dich richtig...“ dass der Herr so sein Urteil stellen. Also auch Jesus gab es soziales Urteil an den Vater ab. Und natürlich wir als...

[29:34] ...sei nicht immer sollen das auch tun. Es gab doch einmal die Geschichte für, wahrscheinlich kennt, wo Petrus zu Christus kam und ihn fragte: „Wie oft soll ich meinem Bruder vergeben?“ „Siebenmal?“

[29:49] Und hier ist antwortete ihm: „Ich sage dir nicht siebenmal, sondern bis 70 x 7.“ Das Matthäus 18, 21 und 22. Bis heute oft Musikern vergeben. Jesus sagt 7 x 70.

[30:05] Es wird natürlich kurios, meine, das jetzt hier sollen wirklich den Leuten 490 mal vergeben, also eine Strichliste führen? Nein, bestimmt nicht. Aber als Bibel...

[30:12] ...Keller erinnert uns diese sieben mal 70 natürlich an eine Szene, die wir aus dem Buch Daniel kennen, genau genommen Daniel 9, Vers 24. Denn dort wird eine Gnadenzeit verhängt über Israel und das heißt 70 Wochen sind verhängt für ein Volk, also eine 70, 7, 70 mal 7, 490 Jahre, die dort beschrieben sind.

[30:38] Sind diese 70 x 7 zeigen an, dass Gott am Ende sagte, wann die Gnadenzeit vorbei... Mit anderen Worten, ich soll jemanden, der zu mir kommt, nämlich um Vergebung bittet, immer vergeben. Denn Gott wird entscheiden, wann das Ende der Gnade ist. Gott sieht das, der Arzt an. Ich als Mensch sehe nur, was vor Augen ist. Mein Urteil ist bestimmt falsch, aber Gott macht keine Fehler.

[31:00] Ich möchte mal zwei Zitate lesen. Das erste aus „Reiche Gottes“ Seite 200. Weit sagt: „Wenn uns jemand immer wieder Unrecht tut und uns dann seine Schuld bekennt, sind wir nur zu leicht geneigt zu denken, dass schließlich einmal genug vergeben sei. Doch unser Erlöser hat uns unmissverständlich klar gemacht, wie wir mit einem solchen Menschen umgehen sollen.“

[31:22] „Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, vergib ihm. Weil sie ihnen nicht ab, als ob du ihnen nicht trauen könntest und sie auf dich selbst, dass du nicht auch versucht werden.“

[31:37] In „Christi Gleichnisse“ auf Seite 2149 schreibt sie: „Uns wird nicht vergeben, weil wir vergeben, sondern wie wir vergeben. Der Grund aller Vergebung liegt in der unverdienten Liebe Gottes. Aber durch unsere Handlungsweise gegen andere zeigen wir, ob wir uns jene Liebe angeeignet haben.“

[31:54] Deshalb sagt Christus: „Mit welcher Laie Gericht, gerichtet werdet ihr gerichtet werden, und welche allein Maß eurem es wird euch gemessen werden.“ Also, wenn ich, wenn jemand gegen mich sündigt und ich vergebe ihm, weil ich ihn liebe und zeigt, dass mein Herz voller Liebe ist, dann kann ich darf damit rechnen, um habe die Verheißung von Jesus hier, dass auch mir vergeben wird durch die Liebe Gottes, durch seine Gnade, nicht weil ich da was Tolles dafür getan habe.

[32:24] Auf seiner Seite, wenn ich ein bitteres, böses Vergehen habe und jemand bittet mich um Vergebung und ich sage: „Nicht vergeben. Hier nicht eine Bürde, eine Sünde war so böse und so schlimm, ich werde ihn nicht vergeben.“ Dann weiß ich, dass auch Christus meine Schulden nicht vergeben wird, denn mein Herzens böse, also Christus kommt mir das Herz hinein. Ist mein Herz voller Liebe, so fertig gerettet werden. Ist mein Herz voller Hass und Zorn, zu gehen verloren.

[32:48] Nun, der Teufel versucht uns Hass und Zorn ins Herz hinein zu legen und dadurch stichelt er, versucht Leute anzustiften, die und Frieden und Unruhe sehen auf Erden, damit unsere Herzen dazu getrieben werden, das Böse überall zu sehen, uns zu verurteilen, darauf zu gucken und sagen: „Das ist böse und das ist falsch.“ Das ist böse und ich hab das alles.

[33:08] Aber was ist, wenn ich damit anfangs sage: „Ich hasse diesen Menschen. Ich hasse diesen Menschen.“ Dann gehe ich zu weit. Die Sünde, die soll ich hassen, den Menschen nicht. Doch wie oft wünschen wir den Menschen etwas Böses, soll für seine schlechten Handlungen sind und das haben wir nicht vor Christus gelernt.

[33:25] Mit seinem 32, Vers 1 und 2 heißt es: „Wohl dem, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist. Wohl dem Menschen, dem der Herr keine Schuld anrechnet, unter dessen Geist keine Falschheit ist.“ Wenn wir nicht böse sind und den anderen Menschen nichts Böses wünschen, dann wird auch uns keine Schuld angerechnet. Dann sind wir wirklich gekehrte, wiedergeborene, neue Menschen.

[33:55] Nun, nochmal zur Geschichte von Josef zurückgekommen. Zu kommen. Josef hat seinen Brüdern im vorhinein ihre Schuld vergeben. Sie hatten sich noch nicht bei ihm entschuldigen können und haben auch nicht um Vergebung gebeten, als Josef ihn bereits vergeben hatte. Das war ja das große Geheimnis in seinem Herzen.

[34:14] Er hat seinen Brüdern die Schuld vergeben und so war frei davon. Ich hoffe, es ist ja ein Bild auch für Christus, der übrigens am Kreuz das gleiche sagte, als die Mörder Christus ans Kreuz gehangen haben. Da sagte er: „Vater, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun.“ Bevor die Soldaten ihn um Vergebung gebeten haben, vergibt er ihnen schon die Schuld.

[34:40] Also von sich aus kommt die erste Handlung. Er war ja der Geschädigte, aber von dem Geschädigten geht die erste Handlung aus. Ich vergebe. Ich. Und wenn wir uns das auch zu eigen machen, dann werden wir den Segen Gottes in unserem Leben spüren können. Es ist ja nichts aus eigener menschlicher Kraft zu schaffen.

[35:01] Ich kann ja nicht meinen größten Feind einfach aus menschlichem Herzens vergeben und dann auch ehrlich meint. Dazu brauche ich Gottes Kraft. Wenn ich aber weiß, sondern Verstand her, das ist genau das, was ich brauche, dann... Wenn meine Feinde Böses will, dann schafft das ja nicht nur, indem er mich von außen schikaniert, sondern auch, indem man mir Hass ins Herz hinein sieht, dass ich plötzlich anfange, ihn zu hassen.

[35:22] Dann gehst du denn jetzt ruiniert diese Hass mein Leben. Ich muss also schaffen, dass wenn mich einer anpackt und böse zu mir ist, dass ich diesen Hass aus dem Herzen heraus kriege. Und da möchte Gott uns station, denn er weiß, dass wir damit kämpfen. Und damit dürfen wir zu Christus kommen und sagen: „Bitte nimm diese Last von mir.“ Und er nimmt uns diese Last weg und wir dürfen unsere Befreiung erleben.

[35:41] In Lukas 6, 427 und 28 heißt es: „Euch aber, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde! Tut Gutes denen, die euch hassen. Die euch fluchen und betet für die, welche euch beleidigen.“ Das ist die Art und Weise, wie Christus mit den Dingen umgeht.

[36:01] Sie liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen. Segnet ihr euch, fluchen und bietet für die, welche euch beleidigen. Und ganz ehrlich, machen wir das? Beten wir für die, die uns beleidigen? Segen wir die, die uns fluchen? Tun wir den Gut, die uns hassen?

[36:20] Nun, ist oft nicht leicht, je nachdem, in welcher Situation gesteckt, dem anderen das zu vergeben, was er ihr angetan hat. Aber wenn wir Gott bitten, dass er uns hilft und daran denken, was er für uns getan hat, dass er unsere Schuld vergeben hat, die ihn doch ans Kreuz geschlagen hat, dann dürfen wir wissen, dass diese Liebe, die wir in Christus dann sehen, auch unser Herz ergreifen hat.

[36:42] Wenn wir auf dem Erlöser am Kreuz blicken und sehen, für jämmerlich er gestorben ist, vier bespuckt wurde, wir beleidigt wurde, wir geschlagen wurde um unsere vielen wegen unserer Sünde und dann am Kreuz hängt, völlig entkräftet und sagt: „Vater, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun.“

[37:01] Denn gilt dieser Satz auch für uns. Er vergibt uns, obwohl wir das mit ihm gemacht haben. Und wenn wir das sehen, unsere Augen auf das Kreuz richten, dann muss es dazu führen, dass unser Herz bricht und dass sie lieben, unser Herz einzieht. Deswegen ist auch so wichtig.

[37:16] Und Lothar und auch Invite sagen wir, sollten uns immer wieder Jesus Christus am Kreuz vor Augen führen, zu sehen, was er getan hat, denn da sehen wir seine unendliche Liebe und das wird unser Herz beeinflussen.

[37:34] Ich lese von Invite in dem Buch „Das bessere Leben“ Seite 114: „Wer selbst nicht bereit ist zu vergeben, schließt sich dadurch von der Gnade Gottes aus. Wir dürfen nicht meinen, das Recht zu haben, einem anderen, der uns Unrecht getan hat, die Vergebung so lange vorzuenthalten, bis er sich bei uns entschuldigt hatte.“

[37:53] Zweifellos ist er aufgefordert, seinen Fehler demütig einzugestehen und zu bereuen. Aber wir sollten eine barmherzige Einstellung gegenüber unseren Schuldnern legen, ob sie nun ihr falsches Verhalten bekennen oder nicht. Auch wenn wir sehr verletzt worden sind, sollten wir keinen Groll gegen oder uns selbst bemitleiden. So wie wir hoffen, dass Gott unsere Schuld vergibt, sollen wir auch den Menschen verzeihen, die uns Unrecht getan haben.

[38:28] Nun, in der Geschichte geht es so weiter, dass Josefs Familie irgendwann wieder in Ägypten ankommt. Sie müssen also zwischenzeitlich zu Hause gewesen sein, haben dem Vater benachrichtigt, haben alles mitgenommen und sind nach Ägypten gezogen. Sie müssen also ihrem Vater alles offenbart haben, was passiert ist. Sie müssen eingestanden haben, dass sie ihren Bruder Josef damals verkauft haben und den Vater belogen haben.

[38:55] Durch die Liebe von Josef zu seinen Brüdern geschieht ist nun, dass seine Brüderプレス ihre Schuld bekennen und eingestehen, wer sie war. Und sie mussten jetzt ihrem Vater erklären, dass der Sohn, den sie damals verkauft haben, nun der Premierminister von Ägypten ist. Als jetzt alles, wo er, weil es muss geklärt sein zu dem Zeitpunkt, und diese dunklen Geheimnisse der Familie waren, sind jetzt alle offen.

[39:25] Das werden bestimmte Namen geblieben seinem Leben, aber keine offenen Wunden mehr. Und das ist auch wichtig für uns, das zu erreichen. Das nahm vielleicht noch da sind im Leben, aber dass die Wunden weg gehen. Wenn es bei uns in der Familie so ist, oder wenn es in anderen Familien so ist, oder unserer Gemeinde über diese Dinge sehen, dann sollen ihnen mit Liebe begegnen, sowie Josef oder sogar so wie Jesus.

[39:49] Und jetzt kommen sie zusammen, sie leben jetzt in Ägypten, und wir wissen von 17 weiteren Jahren, dass die Familie dort im Land großen wohnt und ihm geht es gut. Sie sind versorgt. Josef hat sich um sie gekümmert. Sie haben in sehr großen Hungersnot ihre Habe nicht verloren, sondern sie hat existieren immer noch.

[40:07] Aber dann geschieht es nach 17 Jahren, dass Jakob stirbt, ihr Vater. Und ihr lesen in der Bibel im 1. Mose Kapitel 50, 15 bis 21. Als wenn Josefs Brüder sahen, dass ihr Vater gestorben war, sprachen sie: „Josef könnte gegen uns feindselig werden und uns all die Bosheit vergelten, die wir an ihnen verübt haben.“

[40:31] Darum ließen sich wohl selbst sagen: „Dein Vater befahl vor deinem Tod und sprach: ‚So solltet ihr zu Josef sagen: Bitte vergib doch deinen Brüdern die Schuld und ihre Sünde, dass sie so böse an dir getan haben.‘ So vergib nun seinen Knechten des Gottes seines Vaters ihre Schuld.“

[40:48] Da weinte Josef, als ihnen das sagen ließen. Dann gingen seine Brüder selbst hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: „Siehe, wir sind deine Knechte.“ Nach Josef sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht. Wenn ich dann an Gottes Stelle mir gedacht, jetzt war böses zu tun, aber Gott gedacht ist gut zu machen um...“

[41:08] Aber Gott gedacht ist gut zu machen, um es so hinaus zu führen, wie es jetzt zu Tage liegt. Mein zahlreiches Volk am Leben zu erhalten.

[41:13] So fürchtet euch nicht, ich will euch und eure Kinder versorgen. Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen. Ist nicht ein wunderschöner Gedanke, es böse mit mir zu machen? Gott aber gedacht ist gut zu machen.

[41:32] Ist doch interessant, dass aufgrund des Schuld-Bewusstseins seiner Brüder sie auch ein schlechtes Bild von ihm hatten. Sie haben also ihren eigenen Charakter genommen und haben gedacht, dann muss Josef ja auch so sein.

[41:47] Du wirst du genau diesen Fehler. Den machen wir manchmal mit Jesus. Jesus ist vollkommene Liebe und er hat uns vergeben und er ist auch nicht nachtragend. Und Josef ist hier so ein Bild für Jesus Christus.

[41:59] Manchmal denken wir, haben so böse gehandelt, Christus wird jetzt bestimmten Blitz vom Himmel stehen, wo man zu strafen. Aber so ist Christus nicht.

[42:07] Christus ist vollkommene Liebe durch und durch. Wenn man den Charakter von Jesus beschreibt, dann ist der Charakter Liebe. Da ist kein Hassen in ihm. Da ist nichts Böses, nichts Nachtragendes.

[42:21] Und wenn wir auf die Geschichte von Josef gucken, dann können wir uns vorstellen, dass Jesus so sein muss. Wir haben gesündigt an ihm, aber er hat uns vergeben. Wir denken manche böse Dinge über ihn, aber so ist er nicht.

[42:36] Wer Jesus wirklich kennt und sie eine Liebe sie und sein Blick aufs Kreuz richtet, der kann gar nicht anders denken, als Gott ist Liebe.

[42:45] Nun, ich möchte abschließend ein Zitat von Schwester White lesen im Buch "Wie alles begann" auf Seite 220. Das Leben ist eine Vorschau auf Christus. Aus Neid verkauften seine Brüder ihn als Sklaven.

[43:00] Dadurch wollten sie verhindern, dass er größer wurde als sie. Als er dann nach Ägypten verschleppt war, bildeten sie sich ein, er könne sie mit seinen Träumen nun nicht mehr beunruhigen. Sie machen alles getan zu haben, damit sich dieses niemals erfüllen wird.

[43:13] Aber Gott durchkreuzte ihre Pläne und ließ genau das, was sie verhindern wollen, Wirklichkeit werden. In ähnlicher Weise waren die jüdischen Priester und Ältesten auf Christus eifersüchtig, weil sie befürchteten, er werde das Volk von ihnen abwenden und auf seine Seite ziehen.

[43:34] Sie verurteilten ihn zum Tod, um zu verhindern, dass er König wurde. Aber genau das haben sie damit erreicht.

[43:43] Durch seine Sklaven-Dasein in Ägypten wurde Josef zum Retter der Familie seines Vaters. Doch das verringerte keineswegs die Schuld seiner Brüder.

[43:54] In ähnlicher Weise machte die Tatsache, dass Christus von seinen Feinden gekreuzigt wurde, ihn zum Erlöser, der in Summe gefallene Menschen und zum Herrscher über die ganze Welt.

[44:11] Dennoch bleibt das Verbrechen seiner Mörder verabscheuungswürdig, auch wenn Gottes Vorsehung die Ereignisse zu seinem Ruhm und zum Heil der Menschen gelenkt hatte.

[44:22] Wie die eigenen Brüder Josef an Hayden verkauften, verkaufte einer der Jünger Christus an seine besten Freunde. Josef fälschlicherweise angeklagt und wegen seiner Tugendhaftigkeit ins Gefängnis geworfen wurde.

[44:36] Verachtet und verwarf man Christus, war dessen rechtschaffenes, selbstloses Leben die Sünden antrat. Auch schon nichts Böses getan hatte, wurde er verurteilt, weil falsche Zeugen ausgesagt haben.

[44:50] Josefs Geduld und Sanftmut auf einer ungerecht behandelt und unterdrückt wurde. Seine Vergebungsbereitschaft und edle Großzügigkeit gegenüber dem unmenschlichen Verhalten seiner Brüder stellen da wieder ein Erlöser die Bosheit und Misshandlung Gottloser Menschen ohne zu klagen erduldete er.

[45:07] Vergab nicht nur seinen Mördern, sondern auch allen, die ihm seine Sünden bekannt und um Vergebung gebeten hatten. Was für eine gewaltige Auslagerung in Josef sehen wir Christus.

[45:19] Er hat den gleichen Leidensweg durchmacht und er hat in seinem Herzen kein Hass hervorgebracht. Er hat seine Brüder geliebt und er hat sie gesagt und er hat sie getestet, ob sie es aufrichtig meinen.

[45:34] Und jeder, der es aufrichtig gemeint hat, der wurde am Ende in das gelobte Land gebracht von ihm, damit der Samen nicht ausgerottet werde.

[45:45] Was für ein Bild auf Jesus Christus und wenn wir bei Jesus Christus nachdenken, dann müssen wir dieses Bild im Kopf behalten.

[45:52] Christus ist vollkommene Liebe selbst. Nehmen wir unsere Sünden zu ihm, dann würde uns nicht strafen für unsere Sünden, sondern wird sie nach seiner Verheißung uns vergeben, damit wir gerettet werden.

[46:05] Lass uns noch beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten wir dafür danken, dass uns diese Geschichte in die Bibel hineingeschrieben lernen dürfen. Wie du bist, du bist nicht nachtragend, du bist nicht zornig und du kennst auch kein Hass. Du bist Liebe, Gnade und Barmherzigkeit.

[46:21] Und Herr, wir danken dir, dass du so ein wunderbarer Gott bist. Bedanken die, dass unser Leben in die verborgen ist und da möchten nicht bilden, Herr, dass du auch in unserem Herzen diese Eigenschaften hervor kommen lässt.

[46:32] Dass wir unsere Feinde lieben können, dass wir die segnen, die uns fluchen und dafür ein Licht in dieser Welt sind.

[46:38] Wir, der Herr, segne uns, damit wir ein Segen für uns Familien sind, unsere Gemeinde und für die ganze Feld.

[46:43] Das wir bitten wir nahmen uns ist ja nicht Jesu. Armen, vielen Dank, dass wir gemeinsam studieren konnten.

[46:51] Ich freue mich schon auf das nächste Studium gemeinsam. [Musik]


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