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Manuskript zur Sendung   >>> CSH_Manuskript_2022 1st (Special) Nr 1

In dieser Folge der Christ Study Hour beginnt Christopher Kramp eine neue Serie über den Hebräerbrief. Er erklärt, warum dieses Buch ein besonderer Schatz ist und wie es als Ergänzung zu den Sabbat-Schul-Lektionen dienen kann. Die erste Lektion konzentriert sich auf Hebräer Kapitel 1 und beleuchtet die Art und Weise, wie Gott durch die Propheten und schließlich durch seinen Sohn gesprochen hat. Dabei wird die einzigartige Stellung Jesu im Vergleich zu den Propheten des Alten Testaments hervorgehoben.


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Serie: Christ Study Hour – Spezial 2022 Q1: In diesen letzten Tagen: Die Botschaft des Hebräerbriefes

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Transkript

[0:31] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour. Ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf dem YouTube-Kanal JoelMedia. Wir wollen heute das neue Jahr beginnen mit einer neuen Serie, einer neuen Spezialserie. Das Jahr 2022 möchten wir beginnen mit dem Studium eines besonders interessanten Buches der Bibel. Und eigentlich sind ja alle Bücher der Bibel sehr interessant, und ich mag eines mehr als das andere. Aber der Hebräerbrief ist tatsächlich ein besonderer Schatz, und das werden wir in den nächsten Wochen gemeinsam erleben können.

[1:16] Wir haben uns überlegt, wie wir das schon öfter gemacht haben, flankierend zu den eigentlichen Sabbat-Schul-Lektionen, diese 13 Wochen, die – und das passt ja sehr gut – 13 Kapitel des Hebräerbriefes genauer unter die Lupe zu nehmen. So dass jeder, der möchte, etwas tiefer eindringen kann in die Argumentation des Paulus, der das Ganze ja sehr geschickt und sehr systematisch aufbaut, wie man ihn kennt, wie man es auch vom Römerbrief zum Beispiel kennt. Ein Buch, wo es sich wirklich lohnt, Zeit zu nehmen und auch von verschiedenen Seiten zu betrachten.

[1:53] Von daher wollen wir diese Spezialserie zur Christ Study Hour hier auch als Ergänzung zu der Sabbat-Schul-Lektion verstehen. Wir beginnen heute mit der ersten Lektion, mit Hebräer Kapitel 1, und damit bereiten wir uns vor auf den ersten Januar. Und wie gesagt, die Themen in dem Sabbat-Schul-Heft werden natürlich immer etwas anders sein, aber wir wollen Woche für Woche uns hier ergänzend durch das Buch hindurch studieren.

[2:28] Bevor wir das tun, möchten wir natürlich Gott einladen, der durch den Heiligen Geist den Paulus inspiriert hat, dieses Buch zu schreiben, damit wir durch denselben Heiligen Geist auch erleuchtet werden, um es so zu verstehen, wie Gott es selbst gemeint hat. Und trotz unserer Schwachheit und unserer Begrenztheit, unserer Irrtumsanfälligkeit, hat Gott versprochen, dass, wenn wir ihn suchen, er uns in alle Wahrheit führen möchte durch seinen Geist. Und das wollen wir in Anspruch nehmen.

[2:56] Und ich lade dich, lieber Freund, liebe Freundin, ein, dass wir gemeinsam jetzt zu Gott beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir gemeinsam dein Wort studieren können, auch im neuen Jahr, das jetzt vor uns liegt. Und möchten dich bitten, dass du durch den Hebräerbrief uns ganz viele Facetten von Jesus zeigst, dass wir sein Wesen besser verstehen können, dass wir seinen Dienst für uns besser begreifen, dass wir ihn noch mehr lieb gewinnen und ihm folgen.

[3:31] Wer möchte nicht bitten, dass du uns vor Irrtum bewahrst, dass du uns die Wahrheit zeigst, wie sie in Jesus ist, und dass wir Freude empfinden, indem wir dein Wort studieren, vergleichen und den Schätzen nachspüren, die du hineingelegt hast. Ja, wir wissen jetzt schon, dass wir nicht alles, alles Schätze heben können. Es ist zu groß und zu viel. Aber wir danken dir, dass du versprochen hast, uns auch genau das zeigen zu wollen, was besonders wichtig für uns persönlich ist, für die Zeit, in der wir leben, für unsere Familien und Gemeinden.

[4:03] Und wir möchten dich loben und preisen, dass dein Wort solche Kraft hat und dass du versprochen hast, dass es nicht mehr zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und Herr, wir wollen jetzt vor deinem Wort zittern, wir wollen es dankbar aufnehmen, wir wollen darüber nachdenken und ich bitten, dass dein Wort seine Kraft in unserem Herzen entfaltet. Das bieten wir im Namen Jesu, der nach dem Hebräerbrief jetzt für uns eintritt. Amen.

[4:33] Der Hebräerbrief ist ein sehr gewichtiges Buch des Neuen Testaments, eines, über das es auch zahlreiche Debatten gegeben hat, die wir hier an dieser Stelle nicht groß aufrollen werden. Eine zentrale Debatte ist die Frage nach der Autorschaft. Lesen wir also: Wer hat eigentlich das Buch geschrieben? Ich habe es ja eingangs schon mehrfach erwähnt, dass ich persönlich davon ausgehe, dass Paulus gewesen ist. Da gibt es eine ganze Reihe von Hinweisen, auch die geschichtlichen Indizien aus der Überlieferung der Manuskripte.

[5:09] Andererseits gibt es natürlich viele Argumente, die scheinbar dagegen zu sprechen scheinen oder die mich angeführt worden sind, insbesondere der Stil im Griechischen, der literarische Stil des Buches soll anders sein, so sagt man, als in den anderen Paulusbriefen. Aber ich glaube, dem kann man relativ leicht begegnen, wenn man sich vor Augen führt, dass Paulus selbst gesagt hat, dass er verschiedene Gruppierungen in der Gemeinde oder in der Welt mit unterschiedlichen Methoden auch ansprechen möchte und ansprechen kann.

[5:50] Das erinnert an den Vers in 1. Korinther Kapitel 9 und dort Vers 20, wo Paulus sagt: "Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. In denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich unter dem Gesetz, damit ich die unter dem Gesetz gewinne. Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich nicht geworden, als wäre ich ohne Gesetz, obwohl ich vor Gott nicht ohne Gesetz bin, sondern Christus gesetzmäßig unterworfen, damit ich die gewinne, die ohne Gesetz sind."

[6:15] Paulus macht also deutlich, dass er selbstverständlich in Stil und Argumentationsweise an die Hebräer anders schreiben wird, als er das zum Beispiel an die Galater getan hat oder an die Römer. Wir dürfen andere Begriffe erwarten, wir dürfen noch erwarten, dass ein so geschickter und begnadeter Missionar wie Paulus nicht einfach nur andere Begriffe verwendet, sondern in der Lage ist, sich auch in die Denkweise, in das Weltbild seiner Zuhörer hineinzudenken und entsprechend auch ganz andere Argumentationsschienen benutzen wird.

[6:49] Wir wissen, wir, dass er in Athen versucht hat, zum Teil sogar mit dem Hinweis auf den einen oder anderen heidnischen Philosophen. Der Punkt hier ist, dass Paulus in dem Hebräerbrief eine ganz besondere Gruppe von Menschen vor sich hat, nämlich Gläubige, die das Alte Testament ausgezeichnet gut kennen und die in...

[7:10] ...wohnen. Es gibt dann im Laufe des Lebens auch Hinweise darauf, dass Paulus sie besuchen möchte. Es geht also sehr wahrscheinlich um die Gemeinde in Jerusalem, die großen Einfluss auch gehabt hat, und Paulus schreibt hier an diese Hebräer. Und da ist natürlich nicht nur die Gemeinde in Jerusalem gemeint, sondern letztendlich alle, die auch über eine entsprechende alttestamentliche Kenntnis verfügen.

[7:37] Und vor allem auch so ein bisschen den Eindruck gehabt haben, dass dieses Alte Testament vielleicht möglicherweise – so war ja der Eindruck bei vielen Juden – Christen durch die Mission zu den Heiden vielleicht zu sehr verwässert wird. Und wir werden sehen, wie Paulus auf diese Ängste eingeht, vor allem, weil wir auch versucht, er lehren vorzubeugen, die ja damals auch in der Gemeinde eine große Rolle gespielt haben, als es dort Lehrer gab, die behauptet haben, dass die Beschneidung des Alten Testamentes immer noch Gültigkeit hat und falls notwendig ist.

[8:11] Und da gibt es ja verschiedene Stellen noch. Man denke an den Galaterbrief, insbesondere, wo Paulus sich dem sehr deutlich entgegenstellt. Es also wichtig, sich bewusst zu machen, dass Paulus zu Menschen spricht, die das Alte Testament sehr gut kennen. Das ist wichtig, vor allem, wenn wir gleich sehen, wenn wir sehen, wie er das Alte Testament zitiert, dass er oftmals nicht nur den zitierten Vers meint, sondern oft auch den gesamten Kontext des zitierten Verses und sozusagen den zitierten Vers nur als Beispiel nimmt, aber letztendlich das gesamte Kapitel oder den gesamten Kontext des Verses mitdenkt.

[8:46] Und wusste, dass auch seine Leser das mitdenken werden. Und so müssen wir auch dann immer schauen, wenn Paulus aus dem Alten Testament zitiert, was steht da drumherum und was wird eigentlich mit transportiert, damit man den Hebräerbrief auch richtig verstehen kann. Dann wollen wir ohne weitere große Vorrede direkt hineintauchen in dieses erste Kapitel, diese ersten 14 Verse und beginnen in Kapitel 1 und dort Vers 1.

[9:09] Interessant ist auch, dass dieser Brief, oder dieses Buch muss man sagen, gegen Ende wird dann deutlich, dass es doch mein Brief handelt, ganz ohne den üblichen Briefanfänge. Beginnt also ohne Selbstvorstellung des Autors, was natürlich so ein bisschen die Spekulationen befeuert hat, ob es dann jemand anderes als Paulus gewesen sein könnte. Auch keine direkte, kein direkter Adressat, kein Gruß, nicht das übliche "Gnade und Friede sei mit euch von Gott, dem Vater, dem Herrn Jesus Christus", so wie wir es in verschiedenen abgewandelten Formen ja bei fast allen Briefen finden.

[9:44] Das geht direkt sofort mit dem Thema los, und es geht sofort ans Eingemachte. Psychologisch sehr tiefgründig gedacht und trotzdem auch für unseren Glauben sehr praktisch. Kapitel 1, Vers 1: "Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn", wie das dann in Vers 2 weitergeht.

[10:16] Also, Paulus macht deutlich, dass was im Alten Testament geschrieben steht durch die Propheten, das sind nicht nur deren Meinung, sondern das hat Gott gesagt. Paulus beginnt also dem Hebräerbrief mit einer Bestätigung der Göttlichkeit des Alten Testamentes. Auch andere biblische Schreiber des Neuen Testamentes, wie Petrus zum Beispiel, haben ja gesagt, dass keine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht worden ist.

[10:38] Ein zweiter Petrus 1, 21: "sondern getrieben vom Heiligen Geist haben die heiligen Männer Gottes geredet." Im Alten Testament finden wir viele Propheten, und wir finden zahlreiche Stellen, in denen Gott durch Menschen gesprochen hat, vielfältig und tatsächlich auf verschiedene Weisen. Wir finden dort Propheten, die Träume gehabt haben, wir finden Propheten, die Visionen gehabt haben.

[11:02] Wir finden die außergewöhnlichsten Umstände. Wir denken vielleicht zum Beispiel auch an Bileam, der eigentlich das Volk verfluchen wollte, aber dann sozusagen fast zwangsweise eine Vision über den Segen erhält. Also erst das Volk soll, und dann eine Vision erhält. Wir finden also in sehr unterschiedlichen Umständen, verschiedenen Propheten.

[11:25] Propheten, die für einen kurzen Moment einmal einen Geist der Weissagung, eine Vision erhalten. Dessen Propheten, die ganzes Lebenswerk damit bestritten haben, Prophet zu sein. Ist in Profeten den Propheten. Und wir sehen also, dass Gott auf die Art und Weise, wie er Menschen damals geführt hat, nicht nur eine einzige Methode verwendet hat.

[11:46] Sie kennen auch Menschen dort im Alten Testament, die vielleicht gar nicht direkt Propheten gewesen sind, aber trotzdem vom Heiligen Geist inspiriert worden sind. Wir denken ganz besonders zum Beispiel an David, der sehr viele inspirierte Psalmen geschrieben hat, ohne selbst ein Prophet im engeren Sinne zu sein.

[12:04] Ja, wir wissen von Propheten, die Bücher geschrieben haben. Ihr wisst von Propheten, die keine Bücher geschrieben haben. Wir wissen, dass es eine Zeit gab, wo die Propheten sehr genannt worden sind, dann später Propheten. Es gibt Personen, die nicht mir...

[12:20] ...der ebenfalls ein von Gott geführter Mann gewesen, ein Prophet im engeren Sinne. Also Gott hat sehr viele Wege und Möglichkeiten gehabt, zu den Menschen damals zu sprechen. Und Jesus hat all diese Schriften des Alten Testamentes in seinem eigenen Leben als Maßstab wahrgenommen und auch akzeptiert.

[12:40] Wir kennen sicherlich in Lukas 24 die berühmte Passage in Vers 27, als Jesus mit den Emmausjüngern unterwegs sind. Lukas 24, dort Vers 27 heißt es: "Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht." Jesus hat die Vielfalt des Alten Testamentes geschätzt und sie als Einheit begriffen.

[13:09] Wir wissen auch, dass Paulus aus dem Alten Testament entsprechend oft gepredigt hat. Ein Beispiel hier in seinem Manuskript ist Apostelgeschichte 28, Vers 23. Selbst ist dann gleich auch so ein Beispiel. Gott hat zu durch die Propheten zu den Vätern geredet, und seit den Tagen der ersten Menschen, seit Adam, wissen wir, dass Gott immer wieder durch verschiedene Methoden zu Menschen gesprochen hat.

[13:35] Wir wissen ja sogar, dass er teilweise auch zu Heiden gesprochen hat. Wir denken zum Beispiel an den Traum, den Nebukadnezar gehabt hat.

[13:45] Der Höhepunkt all dessen ist die Offenbarung Gottes in Jesus. Paulus zeigt also, dass Jesus, der auf die Welt gekommen ist und dann Gottes Wort nicht nur gepredigt hat, sondern dargestellt hat, ist ein eigenes Sein, dass ein eigenes Leben, das er in einer Kontinuität steht, eine Traditionslinie, wenn man so möchte, in einer Reihe mit all den Propheten vorher.

[14:08] Aber nicht nur ein weiteres Glied in der Kette, sondern ist der Höhepunkt, der Zielpunkt all dieser Propheten, die Folge gewesen sind, die ja auf ihnen hingewiesen haben, die wir Lukas 24, Vers 27 gesehen haben.

[14:19] Dieser Begriff "in diesen letzten Tagen" ist sehr interessant. Er bedeutet nicht notwendigerweise, dass Paulus jetzt der Meinung war, dass in seiner Lebenszeit die Endzeit, die Zeit des Endes, angebrochen war. Wir haben andere Hinweise, zum Beispiel im zweiten Thessalonicherbrief Kapitel 2, dass Paulus wusste, dass zu seiner Zeit, jetzt, wo er lebt und diese Briefe schrieb, noch nicht das Ende der Welt direkt nahte, sondern der Antichrist musste er noch offenbart werden, wie er sich in den Daniel-Büchern, wir sind dann in Wien beschrieben wird.

[14:51] Der Begriff "letzte Tage" ist ein Begriff aus dem Alten Testament, kommt, wen verwundert. Und wir haben dem Sender man... Es gibt eine ganze Reihe von Bibelstellen aufgeführt, die alle mal nachschlagen können und sehen können, dass sie nicht alle vom gleichen Zeitpunkt sprechen, sondern grundsätzlich die Idee vermitteln, dass etwas in der Zukunft liegt.

[15:10] Also, der Jakob zum Beispiel in dem ersten Buch, sein erstes und 49, ab Vers 1. Der Jakob will seinen Söhnen sagen, was sie in der Zukunft erleben werden, damit... ist nicht unbedingt das Ende der Welt gemeint.

[15:23] Wir haben zum Beispiel auch Daniel 2, wo Nebukadnezar einen Traum soll, was in der Zukunft geschieht, zwar auch am Ende der Welt, aber auch in all den Tagen dazwischen. Es gibt eine ganze Reihe von Versen, die deutlich machen, dass in den letzten Tagen letztendlich vom hebräischen her gedacht, eigentlich so die spätere Zeit, das was danach kommen wird.

[15:43] Was Paulus eigentlich sagt, ist hier, dass sie sich jetzt zur Zeit des Evangeliums und zur Zeit der Verkündigung dieser Botschaft in der ganzen Welt, genau dort befinden, denn die Zeitperiode, die für die alttestamentlichen Propheten immer die Zukunft gewesen ist. Man hatte in den alttestamentlichen Propheten immer wieder Visionen und Weissagungen gehabt, die auf eine zukünftige, zukünftige Erweckung, eine zukünftige Herstellung und so weiterhin wiesen.

[16:12] Und Paulus sagt, das, was zur Zeit des Alten Testamentes Zukunft gewesen ist, das ist jetzt. Und da können wir uns ein bisschen mit identifizieren, denn auch wir leben in einer ganz ähnlichen Zeit. Wir können heute auch sagen, dass das, was für Daniel und Offenbarung und auch für Paulus Zukunft gewesen ist, das erleben wir jetzt vor unseren eigenen Augen in unserem Leben.

[16:35] Gott hat durch den Sohn, durch Jesus gesprochen. Jetzt hat er das selbst sehr deutlich gemacht. Erinnert, seit zum Beispiel an Johannes 15 und dort Vers 15, wo es unmissverständlich heißt, dass Jesus nicht seine eigenen Gedanken und Ideen ausgedrückt hat. Johannes 15, Vers 15 sagt Jesus zu seinen Jüngern: "Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich euch alles verkündet habe, was ich von meinem Vater gehört habe."

[17:10] Jesus war sozusagen der Kanal, durch den Gottes Wort, das Wort des Vaters, zu den Menschen floss und dadurch zeigt Gott und Jesus seine Freundschaft zu uns. Paulus betont also in gewisser Weise am Anfang des Hebräerbriefes auch, wie sehr Gott uns mag, dass er zu uns redet. Er ist, dass die Propheten und dann vor allem auch durch Jesus.

[17:36] Und Jesus ist eine ganze Menge wissen weiter hier in Vers 2, was er alles ist. Denn Paulus, der jetzt kurz über die Propheten gesprochen hat, hat seinen Fokus von Anfang an des Buches auf Jesus. Er schätzt die Propheten des Alters, am Ende ist er mag sie, aber er würde sich hier eines Nebensatzes um zum Haupt zu gelangen, gleich in den ersten Sätzen.

[17:59] Er sagt nämlich in Vers 2: "Ihn, den Sohn, hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hatte er auch die Welten geschaffen." Dieser ist Vers 3: "Die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft."

[18:16] "Er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zu Recht die Majestät in der Höhe gesetzt." Falls es jemanden gab oder den temporären, der der Ansicht war, dass Jesus nur ein weiterer Prophet war in der Linie von Mose und von Elia und von Jesaja und wie sie alle hießen, macht Paulus deutlich: Ja, Gott hat euch alle die Propheten gesprochen, aber der hier, Jesus, steht auf einem anderen Level, ein anderes Niveau.

[18:42] Denn er ist der Schöpfer aller Dinge. Das ist die Vergangenheit. Er ist der Erbe von allem. Das ist die Zukunft. Ohne es, der alles am Leben erhält. Das ist die Gegenwart. In der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft ist Jesus unübertroffen.

[19:07] Erste Erbe von allem. Das erinnert uns ein bisschen auch an das Gleichnis, dass Jesus in Matthäus 21 gibt, in den 30er Versen. Dort wird nämlich interessanterweise etwas gesagt, das hier Paulus sehr gerecht aufzugreifen scheint. Wir können wir lesen ab Vers 33: "Hört ein anderes Gleichnis. Es war ein gewisser Hausherr..." Das ist Gott, der Vater, der pflanze einen Weinberg.

[19:34] Zu keinen Zaun, der um die Gruppe eine Kälte darin baut, einen Wachturm, verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes. Zu sein Weinberg ist das Volk Israel, das sind die Hebräer. Wir uns Jesaja 5, auf dass sich Jesus hier eindeutig bezieht, klar offenbart als...

[19:51] Und die Zeit durch die NATO er sandte er seine Knechte, das sind die Propheten, zu den Weingütern und seine Früchte in Empfang zu nehmen. Aber die Weingärtner ergriffen seine Knechte und schlugen den einen, den anderen töteten sie, den dritten steinigen sie, was im Alten Testament an vielen Stellen finden.

[20:06] Rasante er wieder andere Knechte mehr als zuvor, und sie behandelten sie ebenso. Gott spricht vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern, zu den Hebräern, durch die Propheten. Zuletzt sandte er seinen Sohn. Wir sehen also, wie Paulus in dem Hebräerbrief eigentlich dieses Gleichnis aufgreift und sagt: Genauso, wie der Hausherr seine Knechte schickte und wieder und wieder und dann seinen Sohn nannte, den Erben von allem, so hat Gott, der Vater, nachdem er all die Propheten gesandt hat, seinen Sohn genannt, gesandt, den Erben von allem.

[20:38] Vers 37: "Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen." Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprach's und danach: "Das ist der Erbe, kommt, lasst uns ihn töten und sein Erbgut in Besitz nehmen." Immer so.

[20:53] Wir sehen, wie sehr hier Paulus eigentlich auf dieses Gleichnis anspielt, und das zeigt uns, dass Paulus nicht nur das Alte Testament sehr intensiv ausgewertet hat für den Hebräerbrief, sondern auch das Neue.

[21:03] Übrigens sagt die Bibel, und das werden wir dann noch an anderer Stelle sehen, dass wir mit Erben sein dürfen mit Jesus.

[21:13] Dass Jesus der Schöpfer von allem ist, hat Paulus auch an anderer Stelle deutlich...

[21:17] Paulus auch an anderer Stelle deutlich gemacht. Wir erinnern uns vor allem an Kolosser Kapitel 1, Vers 16 und 17, wo wir auch die Idee haben, dass er alles erhält. Es heißt hier in Vers 15, 16 und 17: „Dieser gemeint ist Jesus Christus, ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.“ Dieses Bild vom Ebenbild haben wir auch in Hebräer 1: „Der Ausdruck seines Wesens, denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten. Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen. Und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm.“

[21:17] Also in der Hinsicht macht Paulus keinen Unterschied zwischen den griechischen Kolossern und oder den Kolossern, die zum gleichen sprachigen Teil der Welt gehören, und den Hebräern in Jerusalem. Beiden möchte er vermitteln: Jesus ist nicht nur irgendjemand. Er ist der Schöpfer der Welt, und er ist über allen, und er hat alles in seiner Hand.

[22:28] Die Schöpfermacht Jesu wird auch an anderen Stellen von Paulus betont. Den 1. Korinther 8,6 und immer wieder deutlich macht, wie Gott der Vater durch Jesus die Welt erschaffen hat. Wir uns auch an Johannes Kapitel 1, Vers 3, deutlich wird, dass durch das Wort alles entstanden ist, was entstanden worden ist.

[22:50] Also Jesus repräsentiert den Vater absolut. Er ist nicht nur ein Knecht Gottes, der ab und zu Worte von Gott weitergibt, wie es die Propheten gemacht haben, sondern in allem, wie er ist, stellt er alles genaue Bild Gottes da. Auch diese Idee ist ja im Neuen Testament an verschiedenen Stellen zu finden. In Johannes 1 heißt es ja, dass Jesus das Wort ist und dass das Wort Fleisch wurde. Und Johannes sagt dann: „Seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Dass er, wie es heißt, „des Vaters ist, dass er den Vater bekannt gemacht hat.“

[23:32] Und in Johannes 14 lesen wir in Vers 8 und 9. Da heißt es: „Philippus, zeig uns den Vater.“ Das ist eine ganz bemerkenswerte Stelle. Als Jesus dem Philippus, sehr wahrscheinlich auch mühe hatte, das ganze zu durchdringen, was Jesus ihm dort sagte, dem Philippus sagte: „Wenn du mich gesehen hast“, sagt Jesus, „hast du den Vater gesehen. Ich bin das – die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit, der genaue Abdruck seines Wesens.“

[24:13] Paulus zeigt, dass auch an anderer Stelle. In 2. Korinther 4, Vers 4 zum Beispiel. Dort heißt es hier, dass Jesus alles erhält durch das Wort seiner Kraft, dass dieses Wort Kraft hat, wissen wir seit den ersten Seiten der Bibel. In 1. Mose 1, Vers 3 heißt es, dass Jesus, der die Welt geschaffen hat, wie wir gerade hier noch mal gesehen haben, gesprochen hat: „Es werde Licht.“ Oder: „Es wurde Licht.“ Und dieses Wort seiner Kraft hat nicht nur den Anfang aller Dinge bewirkt, sondern erhält sie auch.

[24:49] Übrigens zeigt uns das auch von dem persönlichen Glauben, dass Jesus nicht nur uns ein neues Herz schaffen möchte, sondern dass erst durch dasselbe Wort, das uns wiedergeboren hat, eine neue Schöpfung in uns bewirkt. Er ist in der Lage und willig, diese neue Schöpfung aufzuhalten. Ich glaube, so oft sind wir dankbar für die Erlösung, die uns gibt, aber schätzen nicht seine Kraft, diese Erlösung auch aufrechtzuerhalten. Ich denke, die geht vielleicht so wie mir, dass wir uns das neu bewusst machen müssen, dass Jesus uns nicht nur einen Neuanfang geben möchte, sondern diesen Neuanfang auch bewahren möchte durch das Wort seiner Kraft.

[25:27] Paulus sagt dann an anderer Stelle, Römer 1, Vers 16: „Das Evangelium ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden.“ Und in Jesaja 55,11 sehen wir, dass das Gotteswort diese Kraft hat, auszuführen, wo es zuerst gesandt hat. Das Wort Gottes kehrt nicht mehr zurück, sondern wird das ausführen, wozu Gott es gesandt hat.

[25:50] Aber Jesus ist nicht nur der Schöpfer und nicht nur der Erbe, der in Zukunft alles beherrschen wird. Er ist nicht nur der, der uns erhält, sondern er ist auch unser Erlöser. Wir sehen wir auf engstem Raum, wer in Vers 2 und 3 eigentlich das gesamte Evangelium, die gesamte Botschaft der Bibel, Schöpfung und Erlösung und Wiederherstellung und die Ewigkeit bei Gott, dass all das hier von Paulus wie in einem Brennglas zusammengenommen wird, alles zusammengefasst wird und hier verdichtet nebeneinander steht: „Er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat.“

[26:21] Jesus hat die Sünden der Welt auf sich genommen, so sagt es Johannes 1, Vers 29. Und in 1. Johannes Kapitel 1, Vers 7 wird deutlich, dass das nicht nur eine theoretische Sache ist, sondern dass Jesus mich und dich tatsächlich reinigen möchte von aller Sünde. Erst Johannes 1,7 heißt es: „Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ Und das ist tatsächlich alle Sünde. Betrifft das, können wir in Vers 9 noch mal ganz deutlich nachlesen.

[27:05] Aber Jesus hat uns nicht nur erlöst. Ja, ist nicht nur unser Schöpfer, nicht unser Erlöser. Paulus sagt, er sitzt nun zur Rechten Gottes. Und das tut er nach Markus 16, Vers 19, seit seiner Himmelfahrt. Und zu dem Zeitpunkt ist ja, und so wird das in der Apostelgeschichte 2 deutlich, der Heilige Geist auf die Erde in besonderer Weise ausgegossen worden. Stefanus hat ihn gesehen zur Rechten Gottes in der Apostelgeschichte 7, dort allerdings dann stehend. Hat einen ganz besonderen, speziellen Grund, dort, wie ich glaube.

[27:38] Was macht Jesus zur Rechten Gottes? Paulus beantwortet das auch schon an anderer Stelle in Römer Kapitel 8, und dort Vers 34. Dort sagt er: „Wer will verurteilen? Christus ist es, doch der gestorben ist, ja, mehr noch, der auch aufgeweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt.“ Zur Rechten Gottes ist er dort, um für dich und für mich, lieber Freund, einzutreten.

[28:11] Und deswegen sagt uns Kolosser 3, Vers 1: „Sollen unsere Gedanken dort bei ihm sein.“ Seine interessanterweise ist gerade diese Idee, dass er dort sich zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt hat, jetzt die Überleitung zu dem, was folgen. Dazu müssen wir einen anderen Paulusbrief uns kurz anschauen, den Epheserbrief, Kapitel 1, und dort ab Vers 20. In Epheser 1, Vers 20 heißt es über die Kraft Gottes, die hat er wirksam werden lassen in dem Christus, als sie ihn aus den Toten auferweckt und, Achtung, und ihn zu seiner Rechten setzte in den himmlischen Regionen.

[28:50] Und jetzt kommt die Erklärung, was das bedeutet. Achtung, „hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der zukünftigen.“ Und er hat alles seinen Füßen unterworfen und hat ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.

[29:11] Wenn also Paulus sagt, Jesus ist zur Rechten Gottes, er hat sich dort gesetzt, meint er, wie wir hier in Epheser sehen, dass Jesus damit eine Erhabenheit hat, eine Einstellung, die hoch über allem ist, was es sonst gibt, über jedes Fürstentum, jede Gewalt, über jede Macht und Herrschaft, nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. Das ist nicht nur eine spezielle Idee von Paulus, sondern Petrus sagt genau dasselbe in 1. Petrus Kapitel 3, und dort Vers 22, da wird es noch mal ganz deutlich hier. Und das leitet dann zu dem über, was wir gleich lesen werden.

[29:46] 1. Petrus 3, Vers 22: „Dieser“, das gemeint ist Jesus Christus, „und dieser ist seit seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes, wie wir gerade gelesen haben, und Engel und Gewalten und Mächte sind ihm unterworfen.“ Also, als Paulus in Epheser von den Fürsten spricht, meint er nicht nur die Fürsten dieser Welt. Petrus macht ganz deutlich, es geht auch um alle Engel im Himmel. Jesus zur Rechten Gottes ist, weiß ein Hinweis darauf, dass Jesus über alle himmlischen Wesen weit erhaben ist.

[30:19] Und das ist jetzt genau der Punkt, den Paulus jetzt in Hebräer 1 ausführt und erklärt, wie wir sehen werden. Also diese Verse stehen nicht einfach irgendwo nebeneinander, sondern sie folgen direkt, weil er zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt wird. Paulus will jetzt zeigen, dass tatsächlich Jesus sehr viel erhabener ist als alle Engel, die es im Himmel gibt. Vers 4, Hebräer 1,4: „Und er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, um so viel herum, so viele haben ja gewonnen als die Engel, als der Name, den er geerbt hat, ihn auszeichnet vor ihnen.“

[30:52] Die Begründung, warum Jesus so viel höher und erhabener ist als Engel, liegt in seinem Namen. Sein Name ist größer als der der Engel. Und wenn sein Name größer ist als der der Engel, dann ist er sicherlich auch größer als alle Propheten, auf die sich die Hebräer bisher berufen haben. Das ist also so ein bisschen auch der Gedankengang. Wir wissen aus der Offenbarung Kapitel 5, von dort Vers 11 und 12, dass die Engel Jesus anbeten, als er dort im Himmel ist, als das Lamm Gottes, das für die Menschen gestorben ist.

[31:26] Und ist der Gedanke, dass dieser Name höher ist als alles andere, den hat Paulus ebenfalls an anderer Stelle ausgeführt, nämlich im Philipperbrief, in Philipper Kapitel 2, und dort in Vers 9 bis 12. Nachdem also Jesus gestorben ist, Mensch geworden ist, nichts Gestalt angenommen hat, gehorsam gewesen ist bis zum Tod am Kreuz, das er gerade ja auch in Hebräer 3 gesehen haben, dass Jesus die Sünden auf sich genommen hat und uns gereinigt hat von den Sünden. Sehen wir in Vers 9: „Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesus sich alle Knie beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist zur Ehre Gottes des Vaters.“

[32:17] Für Paulus ist es also ein ganz entscheidender Zusammenhang, weil Jesus bereit war, sich so tief zu beugen, wird Gott ihn auch so hoch erhöhen. Und hier im Hebräerbrief beginnt er jetzt, den Hebräern deutlich zu machen: Jesus ist nicht nur ein weiterer Prophet, nicht nur ein Lehrer, den Gott gesandt hat und eines der Wunder getan hat, sondern Jesus ist sehr viel höher. Paulus' Grundanliegen im Hebräer 1 ist, ist Jesus zu erhöhen. Möge das auch unser Anliegen sein in unserem Leben. Jesus, großer Mann, das ist für uns nicht nur ein guter Mann gewesen, nicht nur jemand, der inspiriert oder der ab und zu mal hilft, sondern dass wir Jesus so hoch wie nur irgendwie möglich erhöhen.

[33:01] Paulus wäre nicht Paulus, wenn er all das nicht auch mit dem Alten Testament begründet. Selbst den Galatern und den Römern hat er immer wieder das Alte Testament zitiert. Wie viel mehr jetzt den Hebräern. Und es lohnt sich, das jetzt ein bisschen anzuschauen, wie er mit dem Alten Testament hier verfährt und welche Stellen er verwendet. Vers 5: „Er steigt zu welchem von den Engeln hat er jemals gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt?“ Das kommt aus den Psalmen. Wir werden sehen, dass Paulus öfter hier die Psalmen zitiert, und zwar aus Psalm 2. Interessant ist der Kontext. Wir werden hier nicht Zeit haben, alles im Detail uns anzuschauen. Es ist auch ein recht interessanter und tiefgründiger Psalm, der sich nicht so leicht immer in allen Details erschließt. Aber es mir deutlich in Psalm 2, dass dort die Heiden sich zusammenschließen, die Fürsten und Könige der Welt, um gegen den Herrn und seinen Gesandten, seinen Messias zu kämpfen.

[33:55] Und das bezieht sich auf den König. Die Psalmen haben immer etwas auch in vielen Punkten auch mit dem König Israels zu tun. Nicht umsonst sind sie ja von David, dem König, geschrieben worden. Und oftmals, gerade wenn sie messianisch sind, geht es auch um dann den Sohn Davids, wie wir noch sehen werden. Die Antwort Gottes auf diese weltweite Rebellion und Verschwörung der Könige gegen Gott und seinen Gesandten ist, dass er, dass Gott seinen König einsetzt.

[34:24] In Vers 6 heißt es: „Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg.“ Zion ist natürlich Jerusalem. Und da sieht man diese Ambivalenz. David lebt, er weiß nicht genau, ob dieser Psalm von David ist, aber viele Psalmen, wenn man noch sehen, sind von David. Ja, auch dieses Thema ansprechen, der König Israels war in Jerusalem, auf dem Berg Zion. Aber der wahre König Israels, der ist im himmlischen Jerusalem, auf dem himmlischen Berg Zion. Und Jesus.

[34:52] Und Paulus sagt quasi, dass Jesus dieser wahre König ist, der im himmlischen Jerusalem, auf dem Berg Zion, eingesetzt wird. Vers 7: „Ich will den Ratschluss des Herrn verkünden. Er hat zu mir gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“ Er bittet von hier so will ich dir die Heidenvölker zum Erbe geben und die Enden der Erde zu deinem Eigentum. Du sollst sie also, es geht um das Erbe. Ich war, er wird alles erben, wie wir den Hebräer 1 schon gesehen haben. Sollten sie mit einem Zepter zerschmettern, wie Töpfe Geschirr sie zu schmeißen. Das sehen wir dann in Offenbarung, wenn Jesus wieder kommt.

[35:24] Den Offenbarung 19. Das ist dann die Wiederkunft. Es geht im Kontext also um den Krieg gegen Gott, in großem Kampf und darum, dass Jesus König in Zion ist und dass Jesus die ganze Welt zum Erbe behalten wird. Interessanterweise wird dieser Text ausgelegt in der Apostelgeschichte, in der Apostelgeschichte 13, und dort Vers 32 und 33.

[35:50] Apostelgeschichte 13, 32 und 33: „Und wir verkündigen euch das Evangelium, dass Gott die den Vätern zuteil gewordene Verheißung an uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus auferweckt. Wir haben gesehen, als er auferweckt worden ist, ist er in den Himmel gefahren und hat sich zur Rechten Gottes gesetzt, wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“

[36:10] Also hier wird ganz deutlich, Paulus, den wir ja im Hebräerbrief jetzt er uns anschauen, der sagt, dass die Auferweckung Jesu und seine Himmelfahrt und sein Setzen zur Rechten Gottes, sie wird an anderen Stellen damit verbunden, sehen die Erfüllung vom 2. Es sind genau diese Überlegungen, die bringt er jetzt auch in Hebräer 1. Wir sehen also allein schon durch das Studium dieser Parallelstellen wird ganz deutlich, dass eigentlich der, der hier denkt, der Brief offensichtlich Paulus ist, der dieselben Argumente wie auch in anderen Stellen hier, in Apostelgeschichte oder den Briefen, dann bringt.

[36:44] Also Jesus auferweckt worden, er ist auferstanden, er ist in den Himmel aufgefahren und erfüllt damit jetzt Psalm 2, als Gott gesagt hat: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“ Er ist jetzt der König in Israel, sozusagen, in einem gewissen Sinne, über das geistliche Israel, nämlich auf dem geistlichen Berg Zion im Himmel. Interessanterweise ist auch der zweite Text, den Paulus hier im Hebräerbrief zitiert, in dieser Richtung zu verorten.

[37:16] Es heißt: „Und wiederum: Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein.“ Und das kommt aus 2. Samuel 7. Das ist die berühmte Geschichte, als Gott durch den Propheten Nathan dem David, er immer ein Haus bauen wollte, sagt: „Ich werde dir ein Haus bauen.“ Was in der damaligen Sprache bedeutet: Ich werde dir eine Dynastie geben. Die Dynastie, in der damaligen Zeit wurden meistens Haus das so und so genannte, erst die Asylanten, das neureiche Israel mit Henry, das Haus von Amri, weil es von Amri sich herleitet aus ihrer Perspektive. Und dann die Söhne von Ahab, dort regiert. Wir wissen auch, dass das Sühne, bietet David genannt worden ist, das Haus David, eine Dynastie.

[37:59] Und das Besondere dieser Dynastie David, sagt Gott, ist, dass sie ewig sein wird. In Vers 12 heißt es: „Wenn deine Tage erfüllt sind und du bei deinen Vätern bist, so will ich dann den Samen nach der Becken, der aus deinem Leib kommen wird, und ich werde sein Königtum befestigen. Der wird meinem Namen ein Haus bauen, und ich werde den Thron seines Königreichs auf ewig befestigen.“ Es geht also immer um das Königreich. „Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Seine Missetat begeht, welchen mit Menschen, roten, süchtigen und mit Schlägen der Menschenkinder strafen.“

[38:30] In dieser Prophezeiung sind jetzt zwei Dinge miteinander verwoben. Einmal die Tatsache, dass es tatsächlich mehr Nachkommen auf dem Thron Davids geben wird, und die andere Tatsache, dass diese sehen, dass sie ewig sein wird. Das heißt, es wird einen letzten, einen wahren Sohn Davids geben, der dann für ewig regieren wird. In Vers 16 heißt es: „Sondern dein Haus und dein Königreich sollen ewig Bestand haben vor deinem Angesicht, deinen Thron soll auf ewig feststehen.“ Und wir wissen aus Jesaja 9 zum Beispiel, dass das Kind geboren werden soll, auf dem Thron Davids, von Ewigkeit zu Ewigkeit regieren soll, und die Herrschaft und kein Ende haben wird.

[39:07] Und gemehrt werden wird. Das heißt, in dem Paulus diese beiden Texte zitiert, will also deutlich machen: Jesus ist der echte König, erst der Messias, erst der, der in Jerusalem zur Rechten Gottes im himmlischen Jerusalem zur Rechten Gottes thront.

[39:29] Diesen Gedanken finden wir dann interessanterweise auch noch einmal jetzt in dem, oder wir gehen es mal weiter dazu sagen, jeden Hebräer Kapitel 1, und dort in Vers 6. Nachdem er jetzt also gezeigt hat, dass Jesus der König ist, der im Alten Testament vorhergesagt worden ist, zeigt er jetzt, dass tatsächlich damit Jesus auch über den Engeln steht.

[39:52] Und zwar in Vers 6. Das heißt: „Und wenn er den Erstgeborenen wiederum in die Welt anführt.“ Eigentlich könnte man wahrscheinlich besser das griechische übersetzen: „Und wiederum, so wie auch schon in Vers 5 die zweite Belegstelle mit einem „wiederum“ eingeführt worden ist, so kommt jetzt eine dritte Belegstelle, wieder mit einem „wiederum“: „Und wiederum, wenn er den Erstgeborenen in die Welt anführt.“ Dass es grammatikalisch also ohne weiteres möglich spricht er: „Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten.“

[40:15] Jetzt wird also das Verhältnis zwischen Jesus und den Engeln gezeigt. Jesus ist also der König des Alten Testaments. Nun schaut er sich bringt eine Stelle aus den Psalmen aus Psalm 97, und dort Vers 7.

[40:31] 97, Vers 7: „Interessante Stelle, denn dort heißt es: Schämen müssen sich alle, die den Götzenbildern, denen und sich wegen der nichtigen Götzen rühmen. Vor ihm werfen sich alle Götter nieder.“ Nun schauen wir erst, wer ist es. Es heißt in Vers 1: „Der Herr regiert als König.“

[40:51] „Sv locke die Erde, die vielen Länder sollen sich freuen, denn wird von seinem Thron gesprochen, der zwei Wolken dunkles und mehr Gerechtigkeit und Rechts in die Grundfeste seines Thrones.“ Vers 5: „Die Berge zu schmelzen, die Wachs von dem Herrn, vor dem Herrscher der ganzen Erde.“ Es geht also darum um

[41:08] der ganzen Erde. Es geht also darum um den König Israels, der, der, der Gott selbst ist. Und genau das, der Jesus, Jesus ist Gott und er ist gleichzeitig der König Israels, der durch seine Auferstehung von den Toten durchgehend den Tod und seine Auferstehung zum König aller Gläubigen im Besonderen.

[41:26] Viele Ausleger von dem Dreher lesen das und denken, kreist irgendwas aus dem Kontext und es passt gar nicht so richtig. Oder so? Nein, wenn man die Verse genauer anschaut und wenn wir den Kontext anschaut und sich in Paulus' Denken hinein vertieft, dann stellt man fest, dass eine ganz wunderschöne Botschaft hier in Hebräer 1, also vor ihm, vor dem König werfen sich alle Götter nieder, heißt es hier. Das hebräische ist einfach Elohim, das wird so oft mit Gott oder Göttern übersetzt. Aber an dieser Stelle kann es natürlich nicht den Himmel ist, den den Gott des Himmels meinen, denn der ist ja hier angesprochen. Es kann aber auch nicht die heidnischen Götter meinen, denn das und Götzen und die werden jetzt als nichtige Götzen bezeichnet. Das als was anderes. Es geht hier um stark gewesen.

[42:13] Und interessanterweise kann das Wort Elo auch Engel bedeuten, z.B. in Psalm 95. Und dort steht ganz ähnlich, denn daher ist ein großer Gott, ein großer König über alle Götter, über alle. Durch jemand, das meint hier an der Stelle dann Engel. Man muss sich ja überlegen, woher die Menschen im Altertum auf die Idee ist, andere Götter gab. In vielen Fällen werden sie Dämonen angebetet haben. Paulus sagt ja ganz deutlich, dass die Götzen Dämonen und diese sind Engel, altern gefallene Engel, gefallene sozusagen. Aber das würde dann zu weit führen, dass jetzt weiter zu durchdenken. Aber halt nicht fest, dass Paulus hier in dem er diese Verse rezitiert, nicht einfach irgendwas aus dem Kontext reißt, sondern sehr genau nachdenkt und die Dinge sehr richtig aus dem Alten Testament her belegt.

[43:00] Schauen wir zurück in Hebräerbrief, in Hebräer 1 und dort Vers 7. Von den Engeln zwar sagt er, er macht seine Engel zu Flammen und seine Diener zu Feuerflammen. Also jetzt macht Paulus Punkt noch deutlich, hat es war schon belegt, aber es wird jetzt noch ein bisschen in den Fokus gerückt. Ein Zitat über die Engel und dann gleich wieder ein Zitat über Jesus. Er findet ein Zitat hier aus Psalm 104 Vers 4 und das dient als Kontrast zu dem, was jetzt über Jesus gesagt wird in Vers 8 und 9. Aber von dem Sohn, und halten uns fest, und da halten wir halten dieses fest. Es ist immer Gott, der Vater spricht. Paulus sagt, all diese Zitate sind letztlich Gott, der Vater, der spricht zu den Söhnen, spricht zu den Engeln und hier wieder zu dem Sohn.

[43:41] Vers 8: Aber von dem Sohn: „Dein Thron, oh Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter seines Reiches ist ein Zepter des Rechts. Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst. Darum hat dich, oh Gott, dein Gott gesalbt mit...“ Darum hat dich, oh Gott, dein Gott gesandt mit Folgen Öl mehr als deine Gefährten. Die Passage kommt aus Psalm 45, Vers 7 und 8. Und was uns auffällt ist natürlich, dass hier ist hier wieder um die Königs- und Königsbilder geht, um Königssprache. Dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter seines Reiches ist ein Zepter des Rechts. Wiederum wird Jesus hier als König dargestellt. Interessant ist, obwohl im Hebräer 1, das war nicht sehen kann, das Wort König oder Königreich nicht ein einziges Mal vorkommt, muss sie jeder Hebräer, der die Psalmen gut kannte, diese Passage sehr, sehr gut studiert hatte, wissen. Paulus sagt, Jesus ist hier, Hebräer 1, er ist der König Israels, von dem all die Propheten gesprochen haben, von dem all die Propheten durch all die Zeiten, auf vielfältige und vielerlei Weise gesprochen haben. Dieser Jesus ist die Erfüllung von alledem. Erster König, der König Israels.

[45:03] Das waren ich Zeit und auch Gerechtigkeit gelebt, Gesetzlosigkeit gehasst. Das zeigt natürlich der wahre König, der soll gerecht zu Gerechtigkeit sorgen. Das war eine ganz wesentliche Vorstellung im alten Orient, dass der König für die Gerechtigkeit da ist. Er soll gerechte Gesetze erlassen, er soll als Richter auch gerecht und recht und Gerechtigkeit sprechen. Aber was natürlich besonders bemerkenswert ist, dass hat Paulus erkannt, hier wird jemand als Gott bezeichnet, der von Gott gesagt wird. Und das kann sich nicht auf einen Menschen beziehen. Das kann sich nur auf den beziehen, der Gott ist. Und bei Gott ist, wie Johannes 1, Vers 1, ja so wunderbar ausdrückt, jemand, der beim Vater war und jetzt wieder beim Vater ist und gleichzeitig selbst Gott ist. Hier sagt Paulus, dass Gott der Vater Jesus Gott nimmt. Und diese Stelle alleine müsste jede Diskussion darüber, ob Jesus wirklich war Gottes im Keim, ersticken. Denn wer kann es besser sagen als Gott der Vater selbst, der hier so, sagt Paulus unter Inspiration, Jesus im Alten Testament als Gott bezeichnet hat.

[46:20] Und als wäre das noch nicht genug für Paulus, gleich noch eine weitere Passage, eine wichtige Passage danach an und zwar in Vers 10 bis 12. Du hast am Anfang die Erde gegründet und die Himmel sind das Werk deiner Hände. Das spielt doch ein bisschen dann an erste Mose 1, Vers 1, nicht wahr? Am Anfang schuf Gott Himmel und die Erde. Sie werden vergehen, so aber bleibt sie alle. Sie werden verhalten wie ein Kleid und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen und sie sollen ausgewechselt werden. Du aber bleibst derselbe und deine Jahre nehmen kein Ende.

[46:58] Hier wird Jesus interessanterweise, sollten vielleicht nur kurz erwähnen, das ist ein Zitat aus Psalm 102, Vers 26 bis 28. Und im Kontext geht es um Gott. Der Vers 25 heißt es: „Ich spreche, mein Gott, nämlich nicht hinweg in der Hälfte meiner Tage. Deine Jahre wären von Geschlecht zu Geschlecht. Du hast vor Zeiten die Erde gegründet und so weiter.“ Und Paulus nimmt also darauf, dass und sagt, das bezieht sich auf Jesus. Und wenn ich es auf Jesus bezieht, dann ist auch hier wieder deutlich, dass sie Jesus war Gottes. Paulus zeigt also aus dem Alten Testament, nicht in dem Johannes zitiert und Kolosse und und andere, ist dann endlich den Passagen, sondern aus dem Alten Testament, dass Jesus Gott ist. Nachdem also Gott durch die Propheten auf vielerlei Weise gesprochen hatte, hat in den letzten Tagen durch den Sohn gesprochen. Das ist nicht nur, das ist der Sohn aus Psalm 2. Das ist der König. Dieser König ist Gott selbst. Oder zeigt, dass hier anhand des Alten Testamentes ist der, der die Welt geschaffen hat, der, der jetzt alles am Leben erhält, wie es nur Gott kann. Es ist der, der in Zukunft alles besitzen wird, wie es nur von Gott gesagt werden kann. Es ist der, der Gerechtigkeit und Sünder hasst, so wie es in diesem Maße nur von Gott gesagt werden kann, der immer derselbe ist und bleibt, wie es hier ja ganz deutlich zum Tage tritt, wie es von Maleachi 4, 3, 4, 6 fort nur von Gott heißt: „Nicht wahr, denn ich, Herr, ändere mich nicht“, sagt er. All die Eigenschaften, die Gott zukommen, seine Schöpferkraft, weswegen er nach Offenbarung 4, Vers 11 anbetungswürdig ist, das Versagen auf seine Unveränderlichkeit, dass er immer dasselbe ist und immer treu uns zur Seite stehen möchte, seine Gerechtigkeit und sein Hass auf die Sünde, seine Herrschaft. All diese Eigenschaften werden hier Jesus zugesprochen, und zwar mit Begründung des Alten Testamentes.

[49:12] Paulus weiß, dass er gerade über den Hebräer, die bei denen vielen geneigt waren, Jesus als einen Propheten zu sehen, als einen Lehrer zu sehen, nicht einfach nur mit persönlichen Erfahrungen kommen konnte. Er muss das aus der Bibel begründen und er begründet das sehr gut und sehr ausführlich.

[49:26] Vers 13: Zu welchen Versagung zu welchem von den Engeln hat er denn jemals gesagt? Und hier finden wir noch einmal dieselbe Argumentation, die in Vers 5. Es wird noch mal ein Zitat gebraucht und deutlich zu machen, dass könnte man niemals von Engeln sagen. „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße.“ Ist auch eine ganz interessante Passage, die wir uns noch ganz kurz am Ende anschauen wollen. In Psalm 110. Wir sehen, wie sehr Paulus offensichtlich die Psalmen gelegt hat. Das ist, wir uns vielleicht jetzt gar nicht so unbedingt gleich in den Sinn gekommen, aber offensichtlich sehr viel aus den Psalmen herausgeholt. Und das zeigt, dass die Psalmen nicht einfach nur Trostworte sind und poetische Beschreibungen des Glaubens, sondern auch ganz viel tiefe Theologie und Lehre vermitteln und das auf eine besonders ansprechende und schöne Art und Weise.

[50:25] Psalm 110, Vers 1: „Einen Psalm Davids.“ Da haben wir also damit selbst die hier jetzt das aufgeschrieben hat. „Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße.“ Jesus in Matthäus 21 und 22, Matthäus 22, mehrmals von verschiedenen Gruppen, den fangen sie an, den Sadduzäern mit Fangfragen konfrontiert worden. Es hat Jesus irgendwann den Spieß quasi umgedreht und ihnen eine Frage gestellt, den Pharisäern und sie gefragt: „Wenn doch, wie sie selbst zugeben, der Messias, der Sohn Davids ist, wie kann derselbe Messias gleichzeitig Herr David sein? Denn David nennt ihn meinen Herrn.“ David sagt mit anderen Worten, mein Herr. Und gleichzeitig ist dieser Messias, zu dem Gott spricht, der Sohn Davids. Und die Pharisäer können wir nachlesen und Matthäus 22, 45 bis 46, hatten keine Antwort darauf, weil natürlich dieser Sohn David schon vor David existiert hat und auch schon dem David der Herr gewesen ist. Denn Sohn David meint hier nicht einfach nur die biologische Abstammung, sondern hat eine eine anhalten meint diesen König, der auf dem Thron Davids sitzt. Und dann kann man sich überlegen, was wohl Sohn Gottes bedeutet. Das ist nicht einfach um eine biologische Abstammung geht, sondern darum, dass er auf dem Thron Gottes sitzt.

[51:48] Und leider wird dieses Thema vom Sohn immer wieder missverstanden von Leuten, die mit 19. Jahrhundert Biologie Verständnis und der 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert Biologie Verständnis versuchen, diese biblischen Texte zu drehen und zu wenden, obwohl die Texte sich selbst erklären. Deutlich wird es, es geht um die Königsherrschaft von Jesus.

[52:09] Auch hier sehen wir in diesem Text im Psalm 110 die Königsherrschaft, die zur Rechten des Vaters. Also der Vater spricht so, also David sagt, der Herr sprach zu meinem Herrn. Also Gott der Vater spricht zu seinem Herrn, zu dem sehen wir heute Jesus nennt zum Sohn Gottes: „Setze dich zu meiner Rechten.“ Das ist genau das, was wir gesehen haben schon in Vers 3 von Hebräer 1, bis sich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße. „Der Herr wird das Zepter deiner Macht ausstrecken.“ Zepter, das ist Königsherrschaft. Sprache Zion, aber wieder diesen, wo in Psalm 2 Gott sagt: „Ich habe meinen König eingesetzt in Zion, meinem heiligen Berg. Herrsche inmitten deiner Feinde.“ Es geht also wieder um die Königsherrschaft von Jesus. „Dein Volk ist willig am Tag deines Kriegszuges.“ Das war die Hauptaufgabe, einer der Hauptaufgaben der Könige, Krieg zu führen. „In heiligem Schmuck aus dem Schoß der Morgenröte tritt die Tau in der Jugendmannschaft hervor.“ Daher hat geschworen.

[53:04] Jetzt kommt noch ein neuer Aspekt, den der für den Hebräerbrief dann enorm wichtig sein wird. Der Herr hat geschworen und es wird ihn nicht reuen: „Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks.“ Was für ein Königtum hat Jesus dort gerade zu der Zeit? Das wandelt sich ja auch. Wir wissen, er kommt dann als König der Könige wieder. Aber jetzt zu der Zeit, wo wir jetzt auch gerade noch sprechen, uns dort, wo Paulus geschrieben hat, ist Jesus Hohepriester nach der Weise Melchisedeks. Sein Königtum hat also etwas mit dem Heiligtumsdienst zu tun. Und deswegen wird das eben im Hebräerbrief, dieser Heiligtumsdienst von Jesus so sehr hervorgehoben, weil nämlich, und das ist jetzt ein ganz interessanter Punkt, nicht einfach nur durch den Hebräerbrief jetzt die Heilshaltung Lehre bestätigt, wie wir sie in der Bibel entdeckt haben, sondern weil damit Paulus integrieren deutlich machen würde, was für eine Art König Jesus ist, worin die Erfüllung all dieser Königs Weissagungen des Alten Testamentes besteht. Wir haben, wir wissen, dass er schon durch seinen Dienst als Messias auf der Erde eine ganze Reihe von Königs Weissagungen erfüllt hat. Dass er dann, jetzt werden wir sehen, dem Brief durch den Dienst im himmlischen Heiligtum weitere Königs Weissagungen erfüllt. Und schließlich wird er auch mit seiner Wiederkunft und dem Sieg über alles Böse und der Etablierung der neuen Erde bestimmte Königs Weissagung erfüllen. In den Weissagungen des Alten Testamentes über den kommenden König sind also Elemente des Erlösungsplanes, erhält der des Kreuzes und dann des Heiligtumsdienstes im himmlischen Heiligtum und der Vernichtung der Bösen. All das ist zusammengefasst, weil das alles zum Königreich Gottes gehört. Und Paulus will den Hebräern jetzt zeigen, wie durch das Leben von Jesus, seinen Tod und sein jetziges Wirken im himmlischen Heiligtum, die ganzen Prophezeiungen des Alten Testamentes auf den kommenden König ihre Erfüllung finden.

[55:04] Insofern haben wir also ein ganz, ganz spannendes Buch, das uns auch ganz viel gedanklich anregen wird und wo wir ganz viele neue Perspektiven auf Jesus bekommen dürfen und sehen können, wie das Alte und das Neue Testament zusammenwirken. Wir schließen mit Vers 14 mit Paulus' Kommentar hier und zu den Engeln: „Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, welche das Heil erben sollen sein?“ Punkt. In diesem ganzen Versen Zeit, Jesus ist größer als die Engel, denn das, was über Jesus hier gesagt hat, könnte kein Engel nichts sagen. Wenn ein Engel das in Anspruch nehmen würde, wie es sich für ein Anspruch nehmen wollte, dann wäre er ein gefallener Engel. Jesus ist Gott. Das heißt, dieses erste Kapitel bestätigt auf eine ganz eindrucksvolle Art und Weise, dass Jesus Gott ist, dass er Schöpfer ist, dass er Erlöser ist, dass er Hohepriester ist, dass er König ist im himmlischen Jerusalem, auf dem Berg Zion, und dass er der Erbe von allem sein wird, dass er Gottes Wesen bis ins letzte Detail ganz perfekt und vollkommen repräsentiert. All das kann man von Engeln nicht sagen, wie viel weniger von anderen Propheten, die auf dieser Erde gelebt haben, die im Alten Testament fahren sind, durch die Gott gesprochen hat, aber die nicht auf dem selben Level sind, nicht mal ansatzweise auf demselben Level wie Jesus. Die Engel sind nur dienstbare Geister.

[56:27] Und wir haben im Sender Manuskript, das jetzt aus Zeitgründen weiter ausführen werden, eine Reihe von Beispielen, wo Engel schon im Alten Testament immer wieder als Helfer erschienen sind, auf dem Weg von Jakob allen erster Mose 32, ob die wir an die Engelsarmee in Dota denken, als Elisa gebetet hat, dass seinem Knecht die Augen geöffnet, dann immer und immer wieder finden wir, dass Engel dienen. Sie sind nicht der König, sie sind nicht der Schöpfer, sie sind nicht der Erbe von allem, aber sie dienen uns und haben deswegen eine wichtige Funktion und sie dienen denen, die das Heil erben sollen.

[57:08] Dann gesehen, Jesus ist der Erbe von allem. Wir dürfen mit ihm erben. Paulus sagt, dass an vielen Stellen. Wir greifen vielleicht nur zwei hier heraus. Im Römer 8, Vers 17, dort sagt Paulus: „Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus, wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden.“ Oder eine andere Stelle im Galaterbrief, Kapitel 3 und dort Vers 29: „Wenn ihr aber Christus angehört, so seid ihr Abrams Samen und nach der Verheißung Erben.“ Jesus ist König im himmlischen Jerusalem, und die Engel dienen ihm. Und wir dürfen Jesu Freunde sein, er darf unser persönlicher König sein. Und dann werden dieselben Engel, die Jesus dienen, mit Freude auch uns dienen, weil Jesus Erbe von allem ist und wir mit Jesus so eng verbunden sind, dass, obwohl so wie ich und du, wie alle schwache, fehlerhafte Menschen sind, durch die Verbindung mit Jesus, durch Erfüllung mit seinem Geist, wir Miterben von Jesus sein dürfen. Und die Engel, die größer und stärker sind als wir, uns gerne dienen, weil sie damit uns eine Freude machen und vor allem ihrem König Jesus eine große Freude machen.

[58:27] Und so wollen wir uns mit den Engeln verbinden, unsere König allen Lob und alle Ehre zu geben, einen Preis und ihm danke zu sagen. Ist nicht der Hebräerbrief ein wunderbares Buch? Haben gerade erst angefangen und wir sehen schon, es ist nicht einfach nur ein biblisches Buch mit einem interessanten Gedanken, sondern wer hätte das gedacht, dass im Hebräerbrief, vielleicht am Anfang dieses Bild vom König Israels von Paulus gemalt wird. Und wenn wir weiter dieses Buch, Vers für Vers studieren, denn wir sehen, so hoffe und glaube ich, welchen Reichtum Paulus in der Lage ist aus dem Alten Testament hervor zu bringen, indem er alles an Jesus misst und Jesus im Alten Testament findet, weil er Jesus von Herzen liebt.

[59:08] Möchtest du, lieber Freund, liebe Freundin, auch diese Entscheidung fällen, dafür, Jesus in deinem Leben unumschränkter König und Herrscher sein? Wollen wir auch Jesus erhöhen und ihm danke sagen, dass er uns erschaffen hat, dass er uns erhält, dass uns erlöst hat, dass er jetzt hoffe ich hier miteinander reden oder das Zuhören, als Jesus im Himmel schon Heiligtum für uns eintritt und dass er wiederkommen wird, um das Erbe anzutreten und uns als Miterben dann mit auf die neue Erde zu nehmen. Wollen wir Gott dafür von Herzen danke sagen und unseren Jesus so hoch heben, wie wir nur können. Lasst uns gemeinsam beten.

[59:41] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für den Hebräerbrief und für die Schönheit eines Wortes und die Kraft, die du hineingelegt hast und all das Gute, das wir darin finden können. Wir danken dir, dass wir sehen können, wie das Alte und das Neue Testament eng zusammenwirken, wie Paulus in den verschiedenen Briefen sich selbst gegenseitig durch den Heiligen Geist geführt, erklärt. Wir danken dir, dass wir sehen können, dass im Leben und Wirken und Dienst von Jesus auf der Erde und jetzt im Himmel sich all die Prophezeiungen des Alten Testamentes erfüllen. Manche kennen sie vielleicht ganz gut, manche uns vorher nie so ganz klar gewesen. Und Herr, wenn wir das hier lesen und studieren, dann haben wir den Eindruck, es gibt noch viel mehr zu studieren und viele mehr zu verstehen. Und wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du zu uns durch dein Wort weiter sprichst, dass wir sprechen, dass wir den Hebräerbrief immer besser verstehen und dadurch Jesus lieber...

[1:00:29] Verstehen und dadurch Jesus lieber gewinnen. Herr, wir danken dir für all das, was er für uns getan hat, gerade tut und noch tun wird. Wir wollen ihn erheben und ihm danken von ganzem Herzen. In seinem Namen beten wir. Amen.

[1:00:46] Damit verabschieden wir uns für heute. Nächste Woche sehen wir uns dann wieder, werden dann Kapitel 2 studieren und sehen, was Paulus des weiteren über diesen wunderbaren Jesus zu sagen hat. Es stehen uns noch viele interessante Entdeckungen bevor. Bis dahin wünsche ich Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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