Veröffentlicht am
1.342 Klicks

In dieser Predigt aus dem J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2016 spricht Reinhard Gelbrich über die prophetische Botschaft der Offenbarung, Kapitel 10. Er beleuchtet die Bedeutung von Gottes Zeitplanung und die Wichtigkeit des persönlichen Zeugnisses sowie der Verbreitung des geschriebenen Wortes. Anhand von historischen Beispielen wie Josef Wolf und Lacunza wird die Kraft des Glaubens und der Botschaft der Wiederkunft Jesu hervorgehoben.


Weitere Aufnahmen

Serie: J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2016: Offenbarung 10

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[1:00] Einmal am Freitagabend zum Jugendgebetkreis. Es war eine spannende Angelegenheit. Ich meine, es war so, eines Abends war ich als Erster da, die junge Schwester machte mir auf und das Erste, was sie mir sagte, war: „Weißt du schon das Neueste?“ Ich sagte: „Ich weiß nicht, was ist das Neueste?“ „Du, meine Oma hat mir ein Auto gekauft!“ Und dann hat sie mir die ganze Leidensgeschichte erzählt. Welche Farbe, wie schön, was sie alles machen wird, wie schnell das Auto ist. Und ich war froh, dass ich alles wusste. Ich setzte mich in den Sessel, es klingelte, der Nächste kam. „Weißt du schon das Neueste?“ Und dann fing sie von vorne an. Wir waren acht an diesem Abend. Ich habe achtmal die gleiche Geschichte gehört und ich dachte: „Endlich können wir anfangen!“ Und dann klingelte das Telefon. „Weißt du schon das Neueste?“ Und sie ging ins andere Zimmer. Das war der Geist der Pioniere. Es wurde ihnen nicht langweilig.

[2:00] Und ich denke, dass wir heute Morgen auch gespannt sein dürfen auf das, was Gott uns sagt. Lasst uns niederknien zum Gebet. Wir wollen Gott bitten um seine Gegenwart. Lieber guter Vater im Himmel, wir danken dir, dass du uns auch an diesem Morgen die Gelegenheit gibst, still zu werden vor dir. Wir danken dir, dass du ein wunderbarer Gott bist und wir danken dir, dass du uns ansprichst in unserem Leben heute, dass du uns immer wieder Wegweisung und Hilfe schenkst, damit wir die Zeichen der Zeit erkennen und den Auftrag, den du uns gegeben hast. Und jetzt bitten wir dich um deine Gegenwart und danken es dir im Namen Jesu. Amen.

[3:06] Heute Morgen wollen wir einen Text aufschlagen, den wir in der Offenbarung finden, im zehnten Kapitel. Das ist das Kapitel, das wir uns in diesen Tagen anschauen. Und ich lese mit euch die Verse 2 und 3. Offenbarung, Kapitel 10, die Verse 2 und 3.

[3:33] „Und er hatte in seiner Hand ein Büchlein, das war aufgetan, und er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer und den linken auf die Erde. Und er schrie mit großer Stimme, wie ein Löwe brüllt, und als er schrie, erhoben die sieben Donner ihre Stimmen.“ Ein interessanter Text. Und manche fragen sich: „Was heißt denn das alles? Was kann ich anfangen mit diesen Dingen, die alle so nebulös geschrieben sind? Warum hat Gott nicht das gleich so gesagt, dass jeder verstehen kann?“ Ich möchte eine Antwort darauf geben, die mir persönlich gut geholfen hat.

[4:19] Als ich ungefähr elf Jahre alt war, ist mein Opa gestorben. Stellt euch vor, ich hätte zu jener Zeit solch ein Gerät gehabt und ich hätte zu meinem Opa gesagt: „Opa, jetzt lächle ein bisschen!“ Und dann blitzt das da vorne raus und dann habe ich ein Bild. Das hätte er wahrscheinlich verstanden. Wenn ich aber gesagt hätte: „Opa, jetzt drücke ich auf ein paar Tasten und dann hat dieses Bild dein Bruder in Amerika“, dann hätte er gesagt: „Junge, ich muss mir große Sorgen um dich machen.“ Das ist noch gar nicht so lange her. Manche Dinge werden erst deutlich, wenn die Zeit reif geworden ist. Manche Dinge sind notwendig, dass Gott uns einfach die Zeit reif werden lässt. Und es hat keinen Sinn, dass wir vorher anfangen zu deuten und irgendwelche Dinge auszuprobieren, die dann hinterher doch nicht stimmen. Jesus sagt es immer wieder: „Ich sage es euch vorher, damit, wenn es dann geschieht, ihr wisst: Ich bin es.“

[5:33] Und ich denke, wenn wir uns an das prophetische Wort heranwagen, dann gibt es wichtige Elemente, die wir nie vergessen und vergessen dürfen. Das eine ist ein Prinzip, das eigentlich nur noch wenige hochhalten. Und dieses Prinzip heißt: Die Bibel legt sich selber aus. Das ist so wichtig, weil viele heute eine ganz andere Idee haben. Und ich denke, es ist notwendig, dass wir uns bewusst werden, dass Gott uns führen möchte.

[6:07] Wenn wir uns heute mit diesen Gedanken der Adventbewegung beschäftigen, warum die ersten Pioniere so begeistert waren, warum sie alles auf eine Karte setzten, das weiterzugeben, was sie entdeckt haben, dann merken wir, sie waren einer Zeit, wo auch vieles passiert ist. Die 1260 Jahre waren vorbei. Sie wussten nach dieser Zeit, so sagt das Wort, das prophetische Wort von Daniel, nach dieser Zeit wird etwas Besonderes passieren. Und sie dachten sich: „Jetzt ist die Zeit reif geworden.“

[6:53] Das heißt, wenn wir heute Morgen uns mit manchen Dingen ein wenig auseinandersetzen, auch in diesen Tagen, dann wollen wir diesen Gedanken unter einer besonderen Prämisse sehen. Das heißt, als Jesus seinen Dienst begonnen hat, als Hohepriester im Himmel, dann war auf dieser Erde etwas los. Die Bibel sagt uns, dass der Heilige Geist ausgegossen worden ist, dass die Leute Tausende zu Jesus führten. In Jerusalem, wo man vorgeschrieben hat: „Kreuzigt ihn!“, da sind Tausende gläubig geworden. Da ist etwas passiert, als Jesus seinen Dienst begonnen hat. Als Jesus seinen Dienst im Himmel nicht nur als Vermittler, sondern auch als Richter begonnen hat, gab es wieder etwas auf dieser Erde. Eine gewaltige Bewegung, der Beginn der Adventbewegung, wo jeder sich bewusst gemacht hat: Jesus kommt bald wieder. Meint ihr nicht, dass, wenn er seinen Dienst beendet, auch etwas stattfinden wird?

[8:11] Ich denke, wir müssen darüber nachdenken, was das bedeutet, dass er eine große Aufgabe, einen großen Dienst vor uns hat und dass er auch etwas angekündigt hat. Ich nehme ein Wort aus diesem kleinen Heftchen, ich weiß nicht, wer es von euch kennt, „Die Vollendung unserer Aufgabe“, eine Zusammenstellung von einigen Aussagen aus der Feder Ellen Whites. Und ich lese dort auf Seite 11 folgendes: „Das große Werk des Evangeliums wird mit keiner geringeren Offenbarung der Macht Gottes schließen, als derjenigen, die seinen Anfang kennzeichnen.“ Eine fantastische Aussage, nicht? Das Beste kommt noch. Wir stehen in einer Zeit, wo etwas passieren wird, wo Gott sich offenbaren wird.

[9:02] Und ich denke, es ist gut, dass wir aus der Adventbewegung lernen. Wir werden ein bisschen ein paar Gedanken uns machen, was ist geschehen, als Gott diese Adventbewegung ins Leben gerufen hat. Das war ja eine Bewegung, die weltweit da war, eine Bewegung in Europa, eine Bewegung in Amerika, auch in Asien. Viele Dinge haben sich dort ereignet, was man eigentlich gar nicht so erklären kann. Wenn man bedenkt, die ersten, die darüber gedacht und nachgedacht haben. Es ist ein Ausspruch Luthers bekannt, der sagt: „Es dauert ungefähr noch 300 Jahre, dann ist es so weit.“ Da begann schon dieser Gedanke, dass etwas Großes kommt. In Deutschland, ich denke an Albrecht Benge, er sprach schon von 1844, da wird was passieren. Und viele seiner Schüler und die, die das gehört haben, haben es weitergetragen nach Russland, die Kolonie, und haben dort von diesen Gedanken gesprochen. Frankreich, auch hier Gausen zum Beispiel, er hat bei den Kindern angefangen zu predigen. Er hat gesagt: „Wenn ich die Kinder erreiche, dann werden die Eltern auch irgendwo angesprochen werden.“ Er hat recht gehabt. In England wird gesagt, 1826, da waren über 700 anglikanische Priester, die angefangen hatten, über diesen Gedanken zu sprechen. Eine Bewegung, die überall Fuß gefasst hat. Skandinavien, es ist bewegend. Ich war einmal dort gestanden, an dieser Ecke, wo die Kinder angefangen haben zu reden. Wo die Erwachsenen nicht mehr durften, weil es ihnen verboten worden ist, darüber zu sprechen, haben Kinder begonnen, das Evangelium zu verkünden. Und die Leute sind aufmerksam geworden.

[11:05] Ich möchte heute zwei Namen exemplarisch herausnehmen. Zwei Namen, die wir ein wenig überdenken oder ihre Geschichte überdenken, weil es sehr viel für uns zu tun und zu sagen hat. Das eine ist Josef Wolf. Dr. Josef Wolf. Er ist in Deutschland geboren und er war Sohn eines Rabbis. Eine gute Voraussetzung. Als kleines Kind hat er sich schon immer für Religion interessiert. Er war ganz Ohr, wenn in seinem Hause oder im Haus seiner Eltern fromme Juden zusammengekommen sind und haben gesprochen über das Kommen des Messias, über das Aufsteigen des messianischen Reiches, und er war ganz begeistert.

[11:58] Mit sieben Jahren hat er dann einem christlichen Nachbarn mal erzählt, was das alles bedeutet, welche Aufgabe auf die Juden zukommt und dass der Messias bald kommen wird. Und der christliche Nachbar hat ihn freundlich zur Seite genommen und hat gesagt: „Weißt du, Junge, der Messias ist schon gekommen. Eure Vorfahren haben ihn gekreuzigt. Lies mal Jesaja 53.“ Und der kleine Wolf, er ging nach Hause, er nahm die Bibel, er las Jesaja 53, ihm kamen die Tränen. Er hat zum ersten Mal verstanden, was das bedeutet. Wir sollten dieses Kapitel wahrscheinlich öfters mal lesen, was es bedeutet, was der Messias vorausgesagt worden ist, 700 Jahre, bevor er gekommen ist.

[12:59] Es hat ihn so bewegt, dass er zu seinem Vater gegangen ist und sagt: „Vati, was ist mit dem 53. Kapitel? Stimmt es dort, was da drin steht?“ Aber er hat keine Antwort bekommen. Der Vater schwieg. Er ging dann von zu Hause weg, er ist mit elf Jahren aus dem Hause ausgezogen. Er wollte sein Leben wirklich leben. Er ist zu Verwandten gegangen, aber die haben auch bald wieder auf die Straße gesetzt. Und er hat dann bei einem katholischen Lehrer den Katholizismus kennengelernt, ist dort Katholik geworden und natürlich, weil es guter Katholik ist, muss man nach Rom. Und so ging er nach Rom. Aber das, was er in Rom gehört hat, hat dazu geführt, dass man ihn auch wieder vor die Tür gesetzt hat. Er war ein Ketzer in ihren Augen, jemand, den man nicht gebrauchen kann.

[13:49] Und so ging er nach England, hat dort den Protestantismus kennengelernt, ist Protestant geworden, hat zwei Jahre intensiv studiert. Und dann fing er an, das zu predigen, was Müller auch schon entdeckt hat: die Wiederkunft Jesu. Er war einer der Menschen, die man eigentlich nicht begreifen kann, was er alles gemacht hat. Er hat vielen, vielen Sprachen das Evangelium, die Adventbotschaft gebracht. Ob das die Juden waren, die Türken oder die Perser, die Hindus. Er war in Afrika, er war in Palästina, in Syrien, Iran, Irak, Turkmenistan, Afghanistan, Indien und bis in die Mongolei gekommen. Überall gepredigt, natürlich auch in den USA, aber kann nicht ausnehmen. Hat vor dem Kongress gesprochen, überall sein Zeugnis gegeben: Jesus kommt bald. Interessant ist, dass ein zoroastrischer Priester ihm gesagt hat: „Weißt du nicht, dass Jesus 1844 kommt?“ Er hat ja von anderen auch lernen können.

[14:59] Er hatte kein leichtes Leben. Er wurde verprügelt, er hat gehungert, wurde dreimal als Sklave verkauft, er wurde zum Tode verurteilt, Räuber haben überfallen, er ist sogar mal über ein Gebirge barfuß gelaufen. Also er hat ein sehr interessantes Leben gehabt, nur weil er sein persönliches Zeugnis gegeben hat.

[15:32] Ist uns das vielleicht bewusst, dass solch ein persönliches Zeugnis mehr bedeutet als alles andere? Jesus sagt es ja auch mal deutlich. Er sagt: „Ihr werdet meine Zeugen sein.“ Aber Zeuge kann ich nur sein, wenn ich etwas erlebt habe. Mir hat ein Wort sehr gut gefallen, das ich vor einiger Zeit mal gelesen habe. Da wurde geschrieben: „Gott beruft nicht die Spezialisten, sondern er bevollmächtigt die Treuen.“ Das ist ein wichtiges Wort für uns alle.

[16:10] Es spielt keine Rolle, wo du lebst. Es spielt auch keine Rolle, wie alt du bist, jung oder alt. Es spielt auch keine Rolle, wie lange du schon Adventist bist oder ob du auf dem Weg dorthin bist. Gott beruft jeden von uns zu diesem persönlichen Zeugnis. Manche haben da ein bisschen Probleme damit. Vielleicht ist es trotzdem der wichtigste Schlüssel überhaupt.

[16:40] Ich denke an ein Seminar über persönliches Zeugnis in einer Stadt im Südwesten von Baden-Württemberg. Nach diesem Seminar kam ein junger Mann auf mich zu und sagte: „Weißt du, was du hier erzählt hast? Das geht heute nicht mehr. Das kann man heute nicht mehr machen. Das ist überholt. Das ist out. Sowas macht man heute nicht mehr. Die Leute haben kein Ohr mehr dafür.“ Aber er sagte: „Ich gebe dir eine Chance. Hast du Lust? Wir gehen heute Nachmittag von Haus zu Haus. Ich möchte sehen, ob das stimmt.“

[17:13] Und dann hat er an einem Sabbat-Nachmittag ein Hochhaus gewählt. Nicht gerade das beste Milieu. Ein Hochhaus mit zehn, elf Stockwerken. Ich habe es noch vor mir. Wir haben ganz oben angefangen, damit der Fluchtweg nach unten frei bleibt. Ganz oben. Viele Leute waren zu Hause und haben gehört, sie sind da, aber sie haben gar nicht aufgemacht. Wir hatten nur eine Karte dabei. Die kennt ihr vielleicht auch. Die beste Karte, die ich je kenne: „Nimm Jesus.“ Und dann haben wir geklingelt. Also, wenn du das machst und klingelst, musst du stehenbleiben. Nicht weglaufen.

[17:57] Wir haben geklingelt und wenn dann der Mann raus oder die Frau rausgekommen ist, war die erste Frage: „Wenn ich jetzt diese Karte in den Briefkasten geworfen hätte, hätten sie sie angeschaut?“ Da könnte er Ja oder Nein sagen. Und die zweite Frage kommt direkt zum Punkt: „Bevor ich jetzt wieder gehe, habe ich den Leuten gesagt, können Sie mir noch eine Frage beantworten. Die haben ja alle die Karten in der Hand gehabt. Da steht ‚Nimm Jesus‘ drauf. Können Sie mir sagen, wie man Christ wird?“ Wisst ihr, was dann kommt? Große Augen. Manche sagen: „Naja, ich bin Christ, weil ich halt hier geboren bin.“ Dann habe ich gesagt: „Naja gut, wenn ich in der Garage geboren worden wäre, wäre ich auch kein Auto.“ „Wie wird man Christ?“ Und jetzt habt ihr die Gelegenheit, ein kurzes Zeugnis zu sagen, wie du Christ geworden bist. Also nicht nach dem Motto: „Jetzt hat ihm der Herr meine Hand gegeben.“ Und dann hörte nicht mehr auf. Nicht länger als zwei bis drei Minuten. Kurzes Zeugnis.

[19:18] Als wir unten angekommen waren, in dem großen Hochhaus, hatten wir mit elf Leuten gebetet. Der junge Mann war so begeistert, hat gesagt: „Wir müssen weitermachen.“ Es war schon dunkel. Ich habe gesagt: „Wir haben keine Taschenlampe mehr.“ Wir sind dann in zwei Einfamilienhäuser gegangen und hatten jedes Mal noch eine Bibelstunde. Wir sind erst um zehn nach Hause gekommen. „Ihr werdet meine Zeugen sein.“ Das ist das, was Gott eigentlich möchte.

[19:43] Ich möchte noch mal ein Wort lesen aus diesem Buch „Der große Kampf“. Ich habe es nur hier rausgenommen, aus diesem Heftchen. Dieses Wort ist vielleicht einigen von euch auch bekannt. Hier steht: „Diener Gottes mit leuchtendem und heiligem Eifer, strahlendem Angesicht, werden von Ort zu Ort eilen, um die Botschaft vom Himmel zu verkündigen. Tausende werden die Warnung über die ganze Erde verbreiten. Erstaunliche Taten werden gewirkt, Kranke geheilt werden und Zeichen und Wunder werden den Gläubigen folgen.“ Das Beste kommt noch. Wir stehen am Anfang einer großen Bewegung.

[20:30] Den zweiten Mann, den ich gerne herausnehmen möchte, ist Lacunza. Er war Jesuit, wohnte in Chile. Lacunza war sehr vorsichtig, weil wenn er irgendetwas gesagt hätte, was nicht im Einklang gewesen wäre mit der Kirche, wäre er sofort exkommuniziert worden. Und so hat er ein Buch geschrieben unter einem Pseudonym: „Rabbi Ben Ezra“. Als guter Jude hat er sich da geoutet. Und dieses Buch wurde lange nicht veröffentlicht. Erst zehn Jahre, circa, nachdem er gestorben war, ist dieses Buch veröffentlicht worden und dann einige Jahre später, 1825, ins Englisch übersetzt. Und dieses Buch hat wie eine Bombe eingeschlagen. Die Leute sind begeistert worden von der Adventbotschaft.

[21:33] Die zweite Schiene, die uns bewusst werden soll, neben dem persönlichen Zeugnis, ist, dass Gott auch das Wort, das geschriebene Wort braucht. Vieles, was Gott schreiben ließ, hat Wirkung. Ellen White sagt einmal: „Wir sollten eigentlich die Bücher, und sie meint in erster Linie ‚Der große Kampf‘, verbreiten wie die Blätter im Wald im Herbst.“ Menschen werden irgendwann an diese Stelle kommen, wo sie sich erinnern an das, was sie gelesen haben, oder nachschlagen, wenn die Zeit reif geworden ist. Ich wäre wahrscheinlich nicht hier, wenn mein Großvater damals nicht von einem Buchevangelisten den „Großen Kampf“ bekommen hätte. Er ist guter Katholik und er merkte, dass Dinge, die einfach hier geschrieben waren, sich nicht mit dem deckten, was gelehrt wurde.

[22:36] Das geht vielen so. Jemand sagte mir einmal: „Ich habe den ‚Großen Kampf‘ in der S-Bahn entdeckt, habe angefangen zu lesen, heute bin ich Adventist.“ Wir brauchen einige „Große Kämpfe“ zu verteilen. Es ist so notwendig. Es ist schön, dass es solche Initiativen gibt, wo man etwas weitergeben kann. Ich freue mich über die Büchertische, die den „Großen Kampf“ verteilen, wo Leute anfangen zu lesen. Wir können nicht immer gleich das Ergebnis sehen, aber wir sehen, dass der Heilige Geist Menschenherzen bewegt. Und wenn die Zeit reif geworden ist, dann werden sie kommen.

[22:33] Ellen White sagt einmal gewichtige Dinge. Und es ist interessant, dass gerade dieses Buch uns helfen möchte, Ereignisse zu erkennen, die aktueller sind als die Zeitung von übermorgen. Ich lese mal einen Ausschnitt aus dem Buch „Vom Schatten zum Licht“. Auch kein ganz unbekanntes Wort. Da heißt es: „Die Protestanten der Vereinigten Staaten werden die ersten sein, die dem Spiritismus über dem Abgrund hinweg die Hand reichen. Und sie werden auch über die andere Kluft hinweg der römischen Macht die Hand geben. Unter dem Einfluss dieser dreifachen Vereinigung wird jedes Land den Fußspuren Roms folgen und die Rechte des Gewissens mit Füßen treten.“ Ich denke, dass nächstes Jahr ein sehr spannendes Jahr wird. Und wir werden sehen, dass diese Prophezeiungen, die dort gegeben worden sind, nicht nur erbauliche Literatur sind, sondern sie sich erfüllen werden.

[24:43] Ellen White sagt einmal: „Wir haben nichts zu befürchten, außer wir vergessen, dass Gott uns in der Vergangenheit geführt hat.“ Es ist schön, dass wir in diesen Tagen uns wieder neu darauf besinnen dürfen. Und ich denke, es ist auch jetzt die Zeit, wo uns wieder ganz bewusst werden möchte, dass Gott jeden von uns, dich und mich, zu dieser Aufgabe ruft. Lasst uns nun in kleinen Kreisen, zwei, drei, nicht mehr, zusammenkommen und lasst unser Leben Gott neu weihen und übergeben. Ich werde dann am Schluss, wenn ich merke, dass es still geworden ist – wir bleiben dann ruhig sitzen. Wenn wir fertig sind, ein Gebet sprechen und lasst uns jetzt aufstehen, um miteinander zu beten.

[25:48] Out. Sowas macht man heute nicht mehr. Die Leute sind nicht mehr, haben kein Ohr mehr dafür. Aber ich gebe dir eine Chance. Hast du Lust? Wir gehen heute Nachmittag von Haus zu Haus. Ich möchte sehen, ob das stimmt. Und dann hat er an einem Sabbat-Nachmittag ein Hochhaus gewählt. Nicht gerade das beste Milieu. Ein Hochhaus mit zehn, elf Stockwerken. Ich habe es noch vor mir. Wir haben ganz oben angefangen, damit der Fluchtweg nach unten frei bleibt. Ganz oben. Viele Leute waren zuhause und haben gehört, sie sind da, aber sie haben gar nicht aufgemacht.

[26:50] Wir hatten nur eine Karte dabei. Die kennt ihr vielleicht auch. Die beste Karte, die ich je kenne: „Nimm Jesus.“ Und dann haben wir geklingelt. Also, wenn du das machst und klingelst, musst du stehenbleiben. Nicht weglaufen. Wir haben geklingelt und wenn dann der Mann raus oder die Frau rausgekommen ist, war die erste Frage: „Wenn ich jetzt diese Karte in den Briefkasten geworfen hätte, hätten sie sie angeschaut?“ Da könnte er Ja oder Nein sagen. Und die zweite Frage kommt direkt zum Punkt. Bevor ich jetzt wieder gehe, habe ich den Leuten gesagt: „Können Sie mir noch eine Frage beantworten?“ Die haben ja alle die Karten in der Hand gehabt. Da steht „Nimm Jesus“ drauf. Können Sie mir sagen, wie man Christ wird? Wisst ihr, was dann kommt? Große Augen. Manche sagen: „Na ja, ich bin Christ, weil ich halt hier geboren bin.“ Dann habe ich gesagt: „Na ja gut, wenn ich in der Garage geboren worden wäre, wäre ich auch kein Auto.“

[28:01] Wie wird man Christ? Und jetzt hatte die Gelegenheit, ein kurzes Zeugnis zu sagen, wie du Christ geworden bist. Also nicht nach dem Motto: „Jetzt hat ihm der Herr meine Hand gegeben.“ Und dann hörte nicht mehr auf. Nicht länger als zwei bis drei Minuten. Kurzes Zeugnis. Als wir unten angekommen waren, in dem großen Hochhaus, hatten wir mit elf Leuten gebetet.

[28:32] Der junge Mann war so begeistert, hat gesagt: „Wir müssen weitermachen.“ Es war schon dunkel. Ich habe gesagt: „Wir haben keine Taschenlampe mehr.“ Wir sind dann in zwei Einfamilienhäuser gegangen und hatten jedes Mal noch eine Bibelstunde. Wir sind erst um zehn nach Hause gekommen. „Ihr werdet meine Zeugen sein.“ Das ist das, was Gott eigentlich möchte.

[28:50] Ich möchte noch mal ein Wort lesen aus diesem Buch „Der große Kampf“. Ich habe es nur hier rausgenommen, aus diesem Heftchen. Dieses Wort ist vielleicht einigen von euch auch bekannt. Hier steht: „Diener Gottes mit leuchtendem und heiligem Eifer, strahlendem Angesicht, werden von Ort zu Ort eilen, um die Botschaft vom Himmel zu verkündigen. Tausende werden die Warnung über die ganze Erde verbreiten. Erstaunliche Taten werden gewirkt, Kranke geheilt werden und Zeichen und Wunder werden den Gläubigen folgen.“ Das Beste kommt noch. Wir stehen am Anfang einer großen Bewegung.

[29:40] Den zweiten Mann, den ich gerne herausnehmen möchte, ist Lacunza. Er war Jesuit, wohnte in Chile. Lacunza war sehr vorsichtig, weil wenn er irgendetwas gesagt hätte, was nicht im Einklang gewesen wäre mit der Kirche, wäre sofort exkommuniziert worden. Und so hat er ein Buch geschrieben unter einem Pseudonym, „Rabbi Ben Ezra“. Als guter Jude hat er sich da geoutet.

[30:17] Und dieses Buch wurde lange nicht veröffentlicht. Erst zehn Jahre, circa, nachdem er gestorben war, ist dieses Buch veröffentlicht worden und dann einige Jahre später, 1825, ins Englisch übersetzt. Und dieses Buch hat wie eine Bombe eingeschlagen. Die Leute sind begeistert worden von der Adventbotschaft.

[30:40] Das zweite, die zweite Schiene, die uns bewusst werden soll, neben dem persönlichen Zeugnis, ist, dass Gott auch das Wort, das geschriebene Wort braucht. Vieles, was Gott schreiben ließ, hat Wirkung. Ellen White sagt einmal: „Wir sollten eigentlich die Bücher, und sie meinen in erster Linie ‚Der große Kampf‘, verbreiten wie die Blätter im Wald, im Herbst.“ Menschen werden irgendwann an diese Stelle kommen, wo sie sich erinnern an das, was sie gelesen haben, oder nachschlagen, wenn die Zeit reif geworden ist. Ich wäre wahrscheinlich nicht hier, wenn mein Großvater damals nicht von einem Buchevangelisten den „Großen Kampf“ bekommen hätte. Er ist guter Katholik und er merkte, dass Dinge, die einfach hier geschrieben waren, sich nicht mit dem deckten, was gelehrt wurde.

[31:44] Das geht vielen so. Jemand sagte mir einmal: „Ich habe den ‚Großen Kampf‘ in der Esper entdeckt, habe angefangen zu lesen, heute bin ich Adventist.“ Wir brauchen einige „Große Kämpfe“ zu verteilen. Es ist so notwendig. Es ist schön, dass es solche Initiativen gibt, wo man etwas weitergeben kann.

[32:08] Ich freue mich über die Büchertische, die den „Großen Kampf“ verteilen, wo Leute anfangen zu lesen. Wir können nicht immer gleich das Ergebnis sehen, aber wir sehen, dass der Heilige Geist Menschenherzen bewegt. Und wenn die Zeit reif geworden ist, dann werden sie kommen.

[32:27] Ellen White sagt einmal gewichtige Dinge. Und es ist interessant, dass gerade dieses Buch uns helfen möchte, Ereignisse zu erkennen, die aktueller sind als die Zeitung von übermorgen. Ich lese mal einen Ausschnitt aus dem Buch „Vom Schatten zum Licht“, auch kein ganz unbekanntes Wort. Da heißt es: „Die Protestanten der Vereinigten Staaten werden die ersten sein, die dem Spiritismus über dem Abgrund hinweg die Hand reichen und sie werden auch über die andere Kluft hinweg der römischen Macht die Hand geben. Unter dem Einfluss dieser dreifachen Vereinigung wird jedes Land den Fußspuren Roms folgen und die Rechte des Gewissens mit Füßen treten.“ Ich denke, dass nächstes Jahr ein sehr spannendes Jahr wird. Und wir werden sehen, dass diese Prophezeiungen, die dort gegeben worden sind, nicht nur erbauliche Literatur sind, sondern sie sich erfüllen werden.

[33:46] Ellen White sagt einmal: „Wir haben nichts zu befürchten, außer wir vergessen, dass Gott uns in der Vergangenheit geführt hat.“ Es ist schön, dass wir in diesen Tagen uns wieder neu darauf besinnen dürfen. Und ich denke, es ist auch jetzt die Zeit, wo uns wieder ganz bewusst werden möchte, dass Gott jeden von uns, dich und mich, zu dieser Aufgabe ruft. Lasst uns nun in kleinen Kreisen, zwei, drei, nicht mehr, zusammenkommen und lasst unser Leben Gott neu weihen und übergeben. Ich werde dann am Schluss, wenn ich merke, dass es still geworden ist – wir bleiben dann ruhig sitzen. Wenn wir fertig sind, ein Gebet sprechen und lasst uns jetzt aufstehen, um miteinander zu beten.

[34:54] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


Lizenz

Copyright ©2016 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.