In dieser Predigt, basierend auf Offenbarung 3,14-22, spricht Thomas Knirr über die Bedeutung des Hörens und Umsetzens von Gottes Wort. Er betont, dass wahres Christentum mehr ist als nur Zuhören; es erfordert aktive Anwendung im täglichen Leben. Die Ausführungen beleuchten die Notwendigkeit, Gottes Wort im Herzen zu bewahren und wie dies durch das Studium der Schrift, wie im Jakobusbrief, geschieht. Die Botschaft ermutigt zu einem gelebten Glauben, der sich in Taten zeigt und die Weisheit von oben widerspiegelt.
J.O.S.U.A. 2018 – 14. „Wer ein Ohr hat …“
Thomas Knirr · J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2018: Offenbarung 3,14-22 ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Erweckung, Mission, Neues Testament, Offenbarung, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2018: Offenbarung 3,14-22
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Transkript
[0:21] Ich lade euch ein, dass wir zu einem Gebet niederknien. Unser Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir leben dürfen, dass wir hier sein dürfen. Und wir bitten dich jetzt um diese Zeit des Nachdenkens, über auf dich hören wollen, auf dein Wort. Bitte sprich du zu uns und hilf, dass wir das, was wir hören, auch anwenden können, dass es uns in unserem praktischen Leben weiterhilft und in der Beziehung zu dir. Dank dafür. Amen.
[1:13] Wer von euch möchte ein halber Christ sein? Zwei halbe Christen? Wer möchte ein ganzer Christ sein? Sehr schön. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken für dieses wunderschöne Mottolied. Es ist wunderbar, wie Gott Menschen befähigt und begabt. Und mir geht immer wieder das Herz auf, wenn ich dieses Lied singe. Es berührt mich wirklich und es passt so gut. Vielen Dank.
[1:47] Wer von euch hat Ohren? Das ist eine ganz einfache Frage. Wir sind sogar mit die meisten, sogar zwei Ohren. Das ist der Text von heute: Wer Ohren hat, der höre. Habt ihr schon gehört in diesen Tagen? Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Interessanterweise hat auch das bei jeder Gemeinde auf, nicht nur bei der Gemeinde Laodizea, sondern bei jeder Gemeinde. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.
[2:29] Warum muss man denn noch aufgefordert werden, wenn man Ohren hat zu hören? Das ist doch eigentlich, können wir uns noch gar nicht dagegen wehren. Also, wenn ich jetzt zu euch rede, dann könnt ihr euch die Ohren zuhalten oder irgendwie euch ablenken oder sonst irgendwie. Aber in der Regel, die Ohren hat, wer funktionierende Ohren hat und er hört etwas. Ich rede, und das geht gar nicht anders.
[3:01] Wer Ohren hat, der höre. Von daher muss sich dahinter etwas anderes verbergen, als sozusagen: "gebrauche deine biologischen Ohren". Sondern es geht um die geistlichen. Und es geht um einen geistlichen Rat, den jede Gemeinde bekommt. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Es geht um die praktische Anwendung. Es geht darum, dass ich nicht nur höre, sondern dass ich das, was ich höre, auch umsetze in meinem Leben.
[3:40] Wie kann ich das machen? Es gibt einen interessanten Text in Epheser 6 von der Waffenrüstung Gottes. Die Schriftgelehrten unter uns wissen schon sofort, um was es geht. 4:6, der zweite Teil von 4:17. Nachdem der Apostel Paulus vieles aufgezählt hat, was wir anziehen sollen von der Waffenrüstung Gottes, sagte er in Vers 17: "Und nehmt das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist."
[4:27] Das heißt, wenn ich auf der Suche bin und mich frage, wie kann ich das umsetzen, was Gott uns hier als Laodizea-Christen sagt, dann muss ich mich dem Wort zuwenden. Dann muss ich mich mit dem Wort Gottes beschäftigen. Das ist das Schwert, das er uns in die Hand gibt. Hebräer 4, Vers 12.
[4:50] Auch ein sehr bekannter Text, den man auch auswendig können sollte. Hebräer 4, Vers 12: "Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und es dringt durch bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein. Und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens."
[5:15] Wann kann der Geist Gottes durch das Wort Gottes an unsere Herzen wirken? Wenn wir hören, wenn wir das lesen, wenn wir es in unser Herz hinein lassen. Am Anfang der Offenbarung steht eine selige Preisung: "Glückselig sind die, die lesen und hören und bewahren." Und da steckt auch wieder dieser Gedanke dahinter: das zu tun, nicht nur zu hören, sondern das umzusetzen, was ich gehört habe.
[5:57] In meinem Herzen zu bewahren. Wie mache ich das in meinem Herzen, das Wort Gottes zu bewahren? Psalm 119, Vers 11: "Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige." Wer möchte nicht sündigen?
[6:20] Diese einfachen Fragen: Was machst du, um das Wort Gottes in deinem Herzen zu bewahren? Wie kann der Geist Gottes durch sein Wort zu dir reden? Ich glaube, es ist eine fast verlorene Disziplin, Bibeltexte auswendig zu lernen. Aber dadurch, so haben wir es gerade gehört, 2:19, dadurch brauchen wir einen Schutzwall um uns herum.
[6:59] Die Verheißungen Gottes, das, was Gott uns in seinem Wort sagt. Interessanterweise, Jesus, als er versucht wurde, was hat er geantwortet? "Es steht geschrieben." Er musste nicht mehr sagen: "irgendwie, ich muss erstmal meine Konkordanz holen, irgendwo muss doch..." Wie war das noch? "Der Mensch lebt..." Nein, er hatte das Wort Gottes in seinem Herzen und er konnte damit umgehen. Der Heilige Geist konnte sie da in ihnen in Erinnerung bringen.
[7:33] Und ich möchte heute Morgen etwas tun, was ich vor so einer großen Versammlung nicht getan habe. Ich habe mich in der letzten Zeit etwas mit dem Jakobusbrief beschäftigt und habe festgestellt in diesen Tagen, dass der Jakobusbrief sehr viel mit der Laodizea-Botschaft zu tun hat. Und ich hab das mal so durchgescannt, nur grob, aber ich habe mindestens 20 Verknüpfungen gefunden im Jakobusbrief zur Laodizea-Botschaft und von den Predigten, die wir bisher hier gehört haben.
[8:18] Und es ist gut, das Wort Gottes als Wort Gottes zu hören. Und ich habe festgestellt, wenn wir Dinge auswendig lernen aus dem Wort Gottes, dass es uns viel mehr wiegt, dass es uns berührt, dass die Inhalte des Wortes Gottes uns viel tiefer gehen. Und ich möchte gerne euch ermutigen, Gottes Wort auswendig zu lernen.
[8:51] Und deshalb möchte ich gerne heute Morgen an dieser Stelle euch den Jakobusbrief predigen. Das ist vielleicht etwas ungewöhnlich, weil wir erwarten, so da wird ein Vers gelesen und dann wird eine Predigt über den Vers gehalten. Aber ich möchte euch heute in dieser Andacht den Jakobusbrief als Andacht sagen, nicht lesen, sondern ich möchte es gerne euch predigen und hoffe und bete darum, dass der Geist Gottes zu jedem einzelnen von uns spricht.
[9:34] Wie wir in den konkreten Situationen, die der Jakobus anspricht, wie wir die Botschaft an die Gemeinde Laodizea in unserem Leben umsetzen können. Und das kann ganz unterschiedlich sein. Der Heilige Geist wirkt an jedem unterschiedlich. Der eine merkt vielleicht an dieser Stelle: "Jetzt spricht Gott zu mir, da brauche ich Veränderung." Der andere an einer anderen Stelle bemerkt: "Das hat mich jetzt getroffen." Hier spricht der Heilige Geist.
[10:05] Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Und es geht nicht darum, den Redner in den Mittelpunkt zu stellen, sondern es geht darum, das Wort Gottes in den Mittelpunkt zu stellen.
[10:33] Der Jakobusbrief fängt so an: Jakobus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, grüßt die zwölf Stämme, die in der Zerstreuung sind. Meine Brüder. Vielleicht sage ich da noch was dazu. Meine Brüder. Jakobus benutzt das 15 Mal und spricht die Brüder an. Aber wenn ich jetzt hier immer sage: "Meine Brüder und meine geliebten Brüder", dann sind die Schwestern natürlich genauso angesprochen.
[11:06] Okay, gut, meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet. Da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt. Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt.
[11:31] Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht, denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge, vom Wind getrieben und hin und her geworfen wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird.
[12:02] Ein Mann mit geteiltem Herzen, unbeständig in allen seinen Wegen. Der Bruder aber, der niedrig gestellt ist, soll sich freuen über seine Erhöhung. Der Reiche dagegen über seine Niedrigkeit, denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen. Denn kaum ist die Sonne aufgegangen mit ihrer Glut, so verdorrt das Gras und seine Blume fällt ab, und die Schönheit seiner Gestalt vergeht. So wird auch der Reiche verwelken auf seinen Wegen.
[12:33] Glückselig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet. Denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben.
[12:50] Niemand sage, wenn er versucht wird: "Ich werde von Gott versucht." Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand. Sondern jeder einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde. Die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.
[13:25] Wird euch nicht, meine geliebten Brüder, jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel. Nach seinem Willen hat er uns gezeigt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam die Erstlinge seiner Geschöpfe sind.
[13:47] Darum, meine geliebten Brüder, ist jeder Mensch... langsam zum Reden, schnell zum Hören. Langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Denn der Zorn des Mannes vollbringt nicht Gottes Gerechtigkeit.
[14:08] Darum legt ab allen Schmutz und allen Rest von Bosheit und nehmt mit Sanftmut es euch eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu erwecken. Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen.
[14:25] Denn wenn du Hörer des Wortes bist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut. Er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war.
[14:37] Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser Mensch, der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun.
[14:52] Wenn jemand unter euch meint, warum zu sein seine Zunge aber nicht im Zaum hält, sondern sein Herz betrügt, dessen Fröhlichkeit ist wertlos.
[15:09] Eine reine und makellose Frömmigkeit vor Gott dem Vater ist es, Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen und sich von der Welt und Affekt zu bewahren.
[15:21] Meine Brüder, verbindet den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus, den Herrn der Herrlichkeit, nicht mit Ansehen der Person. Denn wenn in eure Versammlung ein Mann käme mit goldenen Ringen und in prächtiger Kleidung, es käme aber auch ein Armer in schmutziger Kleidung, und ihr würdet euch nach dem umsehen, der die prächtige Kleidung trägt, und zu ihm sagen: "Du sitze hier auf diesem guten Platz." Zu dem Armen aber würdet ihr sagen: "Bleib dort stehen oder setze dich hier an meinen Fußschemel." Würdet ihr da nicht Unterschiede unter euch machen und nach verwerflichen Grundsätzen richten?
[15:56] Hört, meine geliebten Brüder, hat nicht Gott die Armen dieser Welt erwählt, dass sie reich im Glauben würden und Erben des Reiches, das er denen verheißen hat, die ihn lieben? Ihr aber habt den Armen verachtet. Sind es nicht die Reichen, die euch unterdrücken und ziehen euch vor Gericht? Lästern sie nicht in guten Namen, der über euch ausgerufen worden ist?
[16:22] Wenn er das königliche Gesetz erfüllt, nachdem Schrift: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst", so handelt ihr recht. Wenn er aber die Person ansieht, so begeht eine Sünde und werdet vom Gesetz als Übertreter verurteilt.
[16:44] Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, er ist in allem schuldig geworden. Denn der, welcher gesagt hat: "Du sollst nicht Ehebrechen", der hat auch gesagt: "Du sollst nicht töten." Wenn du nun zwar nicht die Ehe brichst, aber tötest, bist du eine Übertretung des Gesetzes geworden.
[17:03] Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen. Denn das Gericht wird unbarmherzig ergehen über den, der keine Barmherzigkeit geübt hat.
[17:17] Die Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht. Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben und hat doch keine Werke? Kann ihn denn dieser Glaube retten?
[17:34] Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt, und jemand von euch würde zu ihnen sagen: "Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch", aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen?
[17:56] So ist es auch mit dem Glauben, wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot.
[18:06] Da wird dann einer sagen: "Ich habe Glauben und du hast Werke. Beweise mir doch deinen Glauben aus deinen Werken, und ich werde dir aus meinen Werken meinen Glauben beweisen."
[18:20] Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt. Du tust wohl daran. Auch die Dämonen glauben es und zittern.
[18:29] Willst du aber erkennen, wichtiger Mensch, dass der Glaube ohne die Werke tot ist? Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte? Siehst du, dass der Glaube zusammen mit seinen Werken wirksam war und dass der Glaube durch die Werke vollkommen wurde?
[18:52] Und so erfüllte sich die Schrift, die spricht: "Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet." Und er wurde ein Freund Gottes genannt.
[19:05] So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein. Ist nicht eben so auch die Hure durch Werke gerechtfertigt worden, da sie die Boten aufnahm und auf einem anderen Weg entließ?
[19:23] Denn gleich wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.
[19:36] Wertet nicht in großer Zahl, leere meine Brüder, da ihr wisst, dass wir ein strengeres Urteil empfangen werden. Denn wir alle verfehlen uns vielfach.
[19:49] Wenn jemand sich im Wort nicht verfehlt, so ist er ein vollkommener Mann, fähig auch den ganzen Leib im Zaum zu halten.
[19:57] Siehe, den Pferden legen wir die Zügel ins Maul, damit sie uns gehorchen, und so lenken wir ihren ganzen Leib. Sie auch die Schiffe, so groß sie sind und so rau die Winde auch sein mögen, die sie treiben, sie werden von einem ganz kleinen Steuerruder gelenkt, wohin die Absicht des Steuermanns ist.
[20:14] Willst du, so ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge. Sie ein kleines Feuer, welch großen Wald zündet es an!
[20:30] Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit. So nimmt die Zunge ihren Platz ein in unserem Leib. Sie befleckt den ganzen Leib und steckt den Umkreis des Lebens in Brand und ist wird selbst von der Hölle in Brand gesteckt.
[20:48] Denn jede Art der wilden Tiere und Vögel, der Reptilien und Meerestiere wird bezwungen und ist bezwungen worden von der menschlichen Natur. Die Zunge aber kann kein Mensch bezwingen.
[21:06] Das unbändige Übel von tödlichen Giften. Mit ihr loben wir den Gott, den Vater, und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die nach dem Bild Gottes gemacht sind. Aus einem und demselben Mund geht Loben und Fluchen hervor. Das soll nicht so sein.
[21:21] Meine Brüder, sprudelt auch eine Quelle aus der gleichen Öffnung süßes und bitteres hervor? Kann auch ein Feigenbaum Oliven tragen oder ein Weinstock Feigen? So kann auch eine Quelle nichts Salziges und Süßes Wasser geben.
[21:41] Wer ist weise und verständlich unter euch? Der zeige durch einen guten Wandel seine Werke in Sanftmut, die aus der Weisheit kommt.
[22:00] Wenn er aber bittere Neid und Selbstsucht in eurem Herzen hat, so rühmt euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit. Das ist nicht die Weisheit, die von oben kommt, sondern eine irdische, seelische, dämonische. Denn wo Neid und Selbstsucht ist, da ist Unordnung und jede böse Tat.
[22:30] Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedfertig, gütig, sie lässt sich etwas sagen, sie ist voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch und frei von Heuchelei.
[22:47] Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden denen gesät, die Frieden stiften.
[22:58] Woher kommen die Kämpfe und die Streitigkeiten unter euch? Woher kommen die Kämpfe und die Streitigkeiten unter euch? Kommen sie nicht von den Leidenschaften, die in euren Gliedern streiten? Ihr seid begehrlich und habt es nicht. Ihr mordet und meidet und könntet doch nicht erlangen. Ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet.
[23:27] Er bittet und bekommt es nicht, weil er in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden. Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes.
[23:51] Oder meint ihr, die Schrift rede umsonst? Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt. Umso reicher aber ist die Gnade, die er gibt. Darum spricht er: Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.
[24:09] So unterwerft euch nun Gott. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. Zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, die Sünde, und heiligt eure Herzen, die geteilten Herzen.
[24:30] Seufzt, fühlt ihr Elend, trauert und weint. Euer Lachen verwandle sich in Trauer und eure Freude in Niedergeschlagenheit. Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.
[24:45] Verleumdet einander nicht, ihr Brüder. Wer seinen Bruder verleumdet und seinen Bruder richtet, der verleumdet das Gesetz und richtet das Gesetz. Wenn du aber das Gesetz richtest, bist du nicht ein Täter, sondern ein Richter des Gesetzes.
[25:06] Einer nur ist der Gesetzgeber und Richter, der die Macht hat zu retten und zu verderben. Wer bist du, dass du den anderen richtest?
[25:18] Wollt nun, die ihr sagt: "Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt reisen und dort ein Jahr zubringen, Handel treiben und Gewinn machen." Und doch wisst ihr nicht, was morgen sein wird.
[25:31] Denn was ist euer Leben? Das ist doch nur ein Dunst, ein Wölkchen, das eine kleine Zeit sichtbar ist, danach aber verschwindet es. Stattdessen solltet ihr sagen: "Wenn der Herr will, und wir leben, wollen wir dies oder das tun."
[25:55] Jetzt aber gebt ihr euch in eurem Übermut. Jedes derartige Rühmen ist böse.
[26:04] Wer nun Gutes zu tun weiß und es nicht tut, für den ist es Sünde.
[26:10] Wollt nun, ihr Reichen, weint und heult über das Elend, das über euch kommt. Der Reichtum ist verfault, eure Kleider sind zum Mottenfraß geworden, Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis ablegen und euer Fleisch fressen wie Feuer.
[26:33] Ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen. Das ist der Lohn der Arbeiter, die euch die Felder abgemäht haben, der aber von euch zurückbehalten worden ist. Er schreit, und das Rufen der Schnitter ist dem Herrn der Heerscharen zu Ohren gekommen.
[26:50] Ihr habt euch dem Genuss hingegeben und üppig gelebt auf Erden. Ihr habt eure Herzen gemästet wie an einem Schlachttag. Ihr habt den Gerechten verurteilt, ihn getötet. Er hat euch nicht widerstanden.
[27:11] So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn. Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und den Spätregen empfangen hat.
[27:28] So wartet auch ihr geduldig, stärkt eure Herzen, denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe. Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht verurteilt werdet. Siehe, der Richter steht vor der Tür.
[27:49] Meine Brüder, nehmt auch die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben, als Vorbild des Leidens und der Geduld. Die wir preisen. Glückselig die Standhaften.
[27:59] Wir preisen die glückselig, die standhaft aus von Hiob standhafte Maus Jahren habt. Ihr habt gehört und ihr habt das Ende gesehen, dass der Herr für ihn bereitet hat. Denn der Herr ist voll mit Leid und Erbarmen.
[28:15] Vor allem aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei der Erde, noch bei dem Himmel, noch bei der Erde, noch mit irgendeinem anderen. Euer Ja soll ein Ja sein und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht unter ein Gericht fallt.
[28:32] Leidet jemand von euch Unrecht? Er soll beten. Ist jemand guten Mutes? Er soll Psalmen singen. Ist jemand von euch krank? Er soll die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen lassen und sie sollen für ihn beten im Namen des Herrn und ihn dabei mit Öl salben. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten. Und wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden.
[29:07] Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Das Gebet eines Gerechten vermag viel in seiner Wirkung.
[29:19] Elia war ein Mann, ein Mensch von gleicher Art wie wir, und er betete inständig, dass es nicht regnen soll. Und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht im Land. Und er betete wiederum, da gab der Himmel Regen und die Erde brachte ihre Frucht.
[29:43] Ihr Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abfällt und das führt ihn zur Umkehr, so soll er wissen: Wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken.
[30:07] Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Wir haben jetzt eine Gebetszeit, wie wir das gewohnt sind. Lasst uns in kleinen Gruppen, zu zweit, zu dritt, zusammenstehen und das, was Gott uns aufs Herz gelegt hat, beten und vor ihn bringen.
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