In dieser Predigt von Robert Kirsch, basierend auf Offenbarung 3,14-22, wird die Botschaft an die Gemeinde Laodizea beleuchtet. Der Sprecher erklärt die Bedeutung von Jesu Rat, von ihm zu kaufen, und vergleicht dies mit anderen biblischen Beispielen. Er beleuchtet die Rolle Jesu als Schöpfer und Ratgeber und erklärt, was es bedeutet, geistlich zu „kaufen“. Die Predigt thematisiert die Unterschiede zwischen dem Kaufverhalten Jesu und dem von Babylon und betont die Bedeutung des Annehmens von Gottes Angebot.
J.O.S.U.A. 2018 – 7. „ich rate dir, von mir … zu kaufen“
Robert Kirsch · J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2018: Offenbarung 3,14-22 ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Erweckung, Mission, Neues Testament, Offenbarung, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: J.O.S.U.A. BW-Camp Meeting 2018: Offenbarung 3,14-22
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:21] Einen gesegneten Morgen darf ich euch allen wünschen. Lasst uns, wo immer es uns möglich ist, niederknien und Gott einladen, dass er uns jetzt besonders segnen kann. Unser lieber himmlischer Vater, unser treuer und wunderbarer Gott, wir kommen heute Morgen zu dir, so wie wir sind, um dich einzuladen, dass du jetzt mitten unter uns bist und dass du alles hinwegnimmst, was unsere Beziehung zu dir stört. Bitte komm du jetzt in unser Herz und erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und leite uns in alle Wahrheit. Wenn wir über dein Wort nachdenken, wo es heute nicht nur um unseren Zustand geht, sondern auch um die Veränderung unseres Zustands, um die Lösung für Laodizea. Bitte lass einen jeden einzelnen von uns gesegnet werden und salbe meine Lippen und mein Herz und meinen Geist. Das alles zu deiner Ehre geschehe und nach deinem Willen und nicht nach menschlicher Art. Dies ist unser Wunsch und unser Gebet und unser Dank dem kostbaren Namen Jesu Christi. Amen.
[1:55] Einen gesegneten Morgen euch nochmal allen. Wir haben jetzt ein besonderes Thema, was wir gemeinsam studieren wollen. Wir denken ja über die Botschaft an die Gemeinde Laodizea nach und das heutige Thema heißt: „Ich rate dir, von mir zu kaufen.“ Als ich dieses Thema bekommen habe, da wusste ich nicht so genau, ob ich mich freuen soll. Denn man würde vielleicht gerne über die Lösung sprechen oder für Laodizea über das Gold, über die Kleider, über die Augen Salbe. Aber nein, da hört mein Textteil schon auf. Ich darf nur sprechen über „Ich rate dir jetzt von mir zu kaufen.“ Gold, Kleider und Augen Salbe dürfen noch nicht erwähnt werden.
[2:51] Anscheinend ist das wichtig, dieses Raten und dieses Kaufen. Tatsächlich ist das völlig einzigartig in den Schriften in der Offenbarung, dass Jesus einen Rat gibt. Das macht er nur für Laodizea. Sonst gibt er immer so Befehle zum Beispiel: „Tue Buße!“ Ganz einfach. Ja, das ist die Lösung. Das macht Laodizea zwar auch, aber zusätzlich eben dieser Rat. Und da ist natürlich die Frage: Warum ein Rat? Und dann natürlich geht es um das Kaufen. Und das macht einen vielleicht auch ein bisschen stutzig. Warum wird hier auf einmal Wirtschaftssprache verwendet mitten in einer geistlichen Botschaft?
[3:39] Stellt euch vor, ihr seid in der Innenstadt von Stuttgart und ihr geht dort umher und ihr seht einen Bettler. Und dieser Bettler, der ist logischerweise arm, aber noch dazu ist er nackt. Und als ob das nicht genug wäre, er ist auch noch blind. Was würdet ihr tun? Wer von euch würde hingehen und sagen: „Ich rate dir zu kaufen Gold, Kleider und Augen Salbe?“ Ich denke, ihr seht schon, das würde wohl keiner von uns sagen. Aber das ist genau der Ratschlag Jesu an die Gemeinde Laodizea.
[4:35] Die arm ist, nackt, blind, elendig und jämmerlich. „Ich rate dir, von mir zu kaufen.“ Ich meine, das herzlich doch so genauso an wie beim Nikodemus: „Oder ich, ihr müsst von neuem geboren werden.“ Oder beim reichen Jüngling: „Verkaufe alles, was du hast.“ Oder es geht ein Kamel durch ein Nadelöhr. Wie soll das gehen? Oder eben bei den blinden Bartimäus: „Ja, steh auf, sieh!“ Genau so hört sich das doch an, wenn Jesus Christus zu Laodizea spricht: „Ich rate dir, von mir zu kaufen.“
[5:20] Offensichtlich geht es um ein geistliches Kaufen. Wir wollen über drei Teile ganz besonders nachdenken, wenn wir jetzt heute über Laodizea und diesen Teil nachdenken. Wir wollen nachdenken über „Ich und du“ – wer ist es noch einmal, der hier diese Worte spricht? Wer wird angesprochen? Ist unser erster Teil. Der zweite Teil: Es geht um das Raten. Warum gibt Jesus hier einen Ratschlag? Und der dritte Teil natürlich, und das ist hoffentlich der Schwerpunkt: das Kaufen. Wir wollen natürlich gerne wissen, wie das geht und was damit gemeint ist.
[5:59] Zum ersten Teil: „Ich und du“. Natürlich ist es Jesus Christus, der hier spricht. Und ich möchte gleich vorneweg nehmen, das macht den entscheidenden Unterschied. Wäre es irgendein Mensch, der einen Bettler sieht in der Innenstadt von Stuttgart und er würde ihm sagen: „Ich rate dir zu kaufen.“ Das würde keinen Sinn machen. Aber wenn Jesus Christus sagt: „Ich rate dir zu kaufen von mir“, dann dürfen wir nicht vergessen, wer er ist. Er ist Gottes Sohn und er ist der Menschensohn.
[6:36] Wir erinnern uns, er wird genannt in Offenbarung 3,14: „Der Arme heißt.“ Und wir haben in den Kleingruppen ja studiert, dass das besonders eine Anspielung ist auf 2. Korinther 1,20, wo es heißt: „In allen Gottes Verheißungen ist in ihm das Ja.“ Das heißt, die Frage ist: Kommt in der Botschaft an die Gemeinde Laodizea irgendwo eine Verheißung vor, in der in Jesus das Ja ist?
[7:03] Habt ihr eine Idee, wo kommt in der Botschaft an die Gemeinde Laodizea eine Verheißung vor? „Ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Tür die Tür auftun wird, zu dem werde ich eingehen.“ Also tatsächlich kommt hier eine Verheißung vor.
[7:22] Dann wird dieser Genannte „treu und wahrhaftige Zeuge“. Wir hatten das schon, ich möchte es einfach nur noch einmal kurz Revue passieren lassen und einen weiteren Text erwähnen, der steht in Sprüche 14,25. Lasst uns den aufschlagen: Sprüche 14, Vers 25.
[7:45] Ein wahrhaftiger Zeuge rettet Leben. Ein wahrhaftiger Zeuge ist ein Seelenretter. Jesus Christus ist ein Seelenretter. Und wenn er den Ratschlag gibt: „Ich rate dir, von mir zu kaufen“, da geht es um nichts weniger als um unsere Seele, als um unser Leben.
[8:17] Weiterhin nennt er sich „der Anfang der Schöpfung Gottes“. Auch hier wollen wir noch einmal kurz wiederholen und gemeinsam aufschlagen: Kolosser 1, Verse 16 bis 18.
[8:30] Wir haben ja schon gehört davon, dass der Brief an die Gemeinde Kolosser auch an Laodizea gesandt werden sollte. Das heißt, die Gemeinde Laodizea, wenn sie das Sendschreiben von Johannes dem Jünger erhält, kannte bereits den Brief an die Gemeinde Kolosser. Und wenn sie jetzt hören: „Jesus ist der Anfang der Schöpfung“, dann war für sie völlig klar, was damit gemeint ist. Nicht, dass er ein geschaffenes Wesen ist, sondern so, wie sie gelesen haben im Paulusbrief an die Kolosser, Kapitel 1, Verse 16 bis 18. Dort heißt es: „In ihm, in Jesus Christus, ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten. Es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang.“
[9:29] Genau das gleiche Wort wie in Offenbarung 3,14. „Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allem der Erste sei.“ Das heißt, sie wird ganz klar gestellt: Jesus Christus ist der Schöpfer selbst.
[9:51] Er ist nicht nur das, er ist der Eigentümer des Universums. Man könnte auch übersetzen: die Autorität des Universums. Und er ist es, der diesen Ratschlag gibt: „Ich rate dir zu kaufen.“
[10:06] Mit du das geht ganz schnell ist natürlich der Engel der Gemeinde Laodizea, beziehungsweise die Gemeinde Laodizea selbst gemeint. Warum jetzt ein Rat Jesu? Wir haben schon gesagt, in den anderen Sendschreiben, da kommt er immer gleich zur Sache und gibt eigentlich schon wie einen Befehl als Lösung. Aber hier sagt er: „Ich rate dir etwas.“
[10:28] Wann hatten wir jemandem etwas? Warum ist ihr Rat notwendig? Ich denke, ein Rat ist ganz besonders dann notwendig, wenn zwei Personen zusammenkommen und die eine Person zum Beispiel sehr viel mehr Erfahrung hat als die andere. Zum Beispiel, einfach deshalb, weil sie älter ist. Es könnte ein Vater sein, der zu seinem Kind spricht. Mein Vater könnte zu seinem Kind sagen: „Du, ich rate dir etwas.“
[11:07] Weiterhin ist ein Rat auch besonders dann notwendig, wenn eine Person sehr viel mehr weiß als die andere oder etwas sieht, was die andere Person nicht erkennen kann. Oder warum kann man nicht gleich sagen: „Tue Buße!“?
[11:24] Warum muss man erst sagen: „Ich rate dir etwas“? Weil Laodizea um seinen eigenen Zustand nicht weiß. Sie sehen gar nicht das Problem. Deshalb braucht es einen Ratgeber, der sich sozusagen mit der Gemeinde zusammen hinsetzt und ihr erst einmal aufzeigt, wo das Problem liegt. Und wir haben schon gehört, wenn ich das Problem nicht sehen kann, wie soll ich die Lösung wissen? Wie soll ich die Lösung umsetzen? Geht ja gar nicht.
[11:58] Ich denke, es hat einen triftigen Grund, dass Jesus hier einen Rat gibt. Es ist weiterhin so, dass es ein Rat der Weisheit ist. Jesus gibt uns einen weisen Rat, so wie es heißt in den Sprüchen oder „in der Menge der Ratgeber liegt Weisheit“. Wie viel mehr Weisheit liegt in einem Rat vom Sohn Gottes.
[12:30] Es ist auch nicht nur eine Weisheitsberatung, es ist eine Investmentberatung. Entschuldigung, wenn ich das so sagen darf. Er legt uns ans Herz, in was wir investieren sollen. Und er berät uns bezüglich unserem Leben. Denn wir haben schon gesagt, das ist eine Botschaft auf Leben und Tod.
[12:50] Doch jetzt wollen wir uns die Frage stellen: Wo kommt in der Bibel das Wort „Rat“ vor? Wo wird Gott in der Bibel ein Ratgeber genannt? Habt ihr Ideen, welche Texte kommen euch in den Sinn? Gott als Ratgeber. Lasst uns gemeinsam aufschlagen.
[13:23] Es geht schon los, natürlich im Alten Testament. 5. Mose 32. 5. Mose, Kapitel 32, Vers 28.
[13:47] „Israel ist ein Volk“, spricht Gott, „der Herr, dem man nicht mehr raten kann.“ In anderen Übersetzungen heißt es: „ist ein Volk ohne Rat.“ Das heißt, das ist ganz schön kritisch, eine kritische Situation, wenn man kurz vor dem Tod steht, kurz davor steht, ausgespuckt zu werden, und man keinen Ratschlag bekommt, dann ist es vorbei.
[14:15] Laodizea hat einen Rat, und dieser Rat kommt von Jesus Christus. Dani hat schon gesagt: Jesaja. Ich möchte zuerst zu Jesaja 30 gehen. Jesaja 30, Vers 1.
[14:30] „Jesaja 30, Vers 1: Manchmal ist es nicht einfach nur ein fehlender Rat, sondern dass man vielleicht auch an der falschen Stelle Rat einholt.“ Jesaja 30, Vers 1: „Den abtrünnigen Kindern spricht der Herr, die ohne mich Ratschlüsse fassen und ohne meinen Geist Bündnisse eingehen, um eine Sünde auf die andere zu häufen.“ Das heißt, wenn Jesus rät der Gemeinde Laodizea, scheint das ein Schutz zu sein, oder vor Sünde. Denn wenn wir selber uns beratschlagen oder selber unsere Bündnisse eingehen, dann kann uns das so gehen, wie hier in Jesaja beschrieben ist. Da kommt eine Sünde nach der anderen, und wir wundern uns, warum wir keinen Sieg haben in unserem Leben.
[15:18] Dann Jesaja 9, Vers 5. Wir bleiben im gleichen Buch. Ihr kennt den Text alle sehr gut. Dort ist vom dem Messias die Rede, von Jesus Christus, und er wird genannt: „ein wunderbarer Ratgeber.“ Oder ein Ratgeber der Wunder.
[15:41] Dann in Jesaja 11, Vers 2 wird wieder vom Messias gesprochen, wieder von Jesus Christus, und er wird genannt: „ein Mensch, auf dem der Geist des Ratgebers des Rates gut.“
[16:01] Und jetzt noch einmal ein Text in dieser… Ja, Jesaja 46, Vers 10.
[16:14] „Jesaja 46, Vers 10: Ich habe von Anfang an verkündigt, was nachkommen soll, und vor Zeiten, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich.“ Das heißt, Jesu Rat ist wirklich ein sehr effektiver Rat, der befolgt wird, dann wird das genau umgesetzt.
[16:46] Doch jetzt zum Kaufen. Sein Rat ist ja schließlich zu kaufen. Oder? Und wir haben schon gesagt, wie soll ein armer, blinder, nackter Bettler kaufen? Es ist geistlich zu verstehen, ja, aber trotzdem. Was heißt das? Kaufen heißt ja nicht einfach nur als Geschenk annehmen, oder?
[17:10] Was heißt „aus kaufen“? Warum kaufen? Dafür möchte ich kurz mit euch darüber nachdenken, wie es zumindest in Deutschland ist. Ich weiß nicht, wie es in den anderen europäischen Ländern ist, wahrscheinlich recht ähnlich. Aber wie ist denn ein Kaufvertrag aufgebaut?
[17:23] Ein Kaufvertrag umfasst logischerweise zwei Parteien: den Verkäufer und den Käufer. Und beide haben von Gesetzes wegen Verpflichtungen, und zwar zwei Verpflichtungen. Der Verkäufer, er hat die Verpflichtung, eine Ware ohne Mangel bereitzustellen. Das ist doch interessant, oder? Da könnten wir jetzt ganz lange darüber reden, wie oft wir schon Dinge gekauft haben, die einen Mangel hatten. Glücklicherweise ist es hier Jesus, der sagt: „Kauf von mir.“ Also, wir können davon ausgehen, seine Ware ist ohne Mangel.
[18:02] Die zweite Aufgabe des Verkäufers von Rechtswegen ist, dass er das Eigentum an der Ware bereitstellen muss. Logisch, oder? Das kann nicht sein, dass jemand etwas stiehlt und dann jemand anderem weiterverkauft. Da hat er ja doch gar nicht das Eigentumsrecht. Aber Jesus, er ist der Schöpfer, er hat das Eigentumsrecht in wahrhaftigem Sinne. Er kann uns etwas geben.
[18:31] Dann die Aufgaben des Käufers wiederum zwei. Der Käufer ist verpflichtet von Gesetzes wegen, die Ware fristgerecht zu bezahlen. Zweitens, den gekauften Gegenstand entgegenzunehmen. Dann ist der Kaufvertrag abgeschlossen, oder? Und dann würden wir in der heutigen Wirtschaftssprache von einem erfolgreichen Kauf sprechen.
[18:57] Vorausgesetzt, der Käufer hat auch das, was er wirklich wollte, kaufen. Im Griechischen bedeutet „agora“ zu… da kommt das Wort her. Manchmal ist es doch gut, die biblischen Sprachen zu kennen.
[19:13] Ich möchte nur eine kurze Ergänzung machen. Ich finde es sehr bezeichnend, dass viele der Reformatoren sich so viel Mühe gemacht haben, die biblischen Sprachen zu verstehen, damit die Übersetzungen, die wir heute in der Hand halten, möglichst genau sind. Griechisch „agora“ zu bedeutet: auf den Marktplatz gehen, um etwas einzukaufen. Und jetzt in der antiken Welt, da war das ein bisschen anders als heute. Nicht irgendwie Amazon Marketplace und dann ein Klick und dann habe ich es gekauft. Nein, in der antiken Welt war das anders. Da ist man wirklich auf den Markt gegangen.
[19:47] Und wir haben schon gehört, Laodizea hatte wirklich einen Marktplatz. Und dann hat man dort ja, man hat den Verkäufer gesehen, oder man ist ihm begegnet. Man stand ihm direkt gegenüber. Man hat auch die Ware gesehen und dann hat man das Geschäft gemacht.
[20:03] Das ist doch interessant. Jesus möchte, dass wir auf ihn zukommen, und er kommt zu uns und er bietet uns himmlische Güter an. Es ist sozusagen ein himmlischer Marktplatz. Jetzt ist die Frage immer noch mit dem Kaufen. Wir wollen nachdenken über das Kaufen in der Offenbarung und dann über das Kaufen in der Bibel.
[20:26] Was können wir? Was fällt euch ein über das Kaufen in der Offenbarung? Babylon. Genau, Babylon ist auch ganz fleißig am Kaufen und am Verkaufen, aber es wird nicht von Gott gelobt. Und dann heißt es, es Kapitel 13, oder und dann entlassen sie sogar das Gesetz, dass niemand kaufen oder verkaufen kann, es sei denn, er hat das Malzeichen des Tieres. Und später heißt es dann in Offenbarung 18, dass die Kaufleute der Welt weinen, oder über den Untergang Babylons, und niemand kauft mehr.
[21:04] Was sagt die Offenbarung noch über das Kaufen? Ohne Geld zu kaufen. Ja, Christus hat uns erkauft. Offenbarung 5, Vers 9.
[21:31] „Offenbarung 5, Vers 9: Sie sangen ein neues Lied: Du bist würdig zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel, denn du bist geschlachtet, hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen.“
[21:47] Das heißt, Jesus hat auch schon gekauft. Und zwar, er hat Menschen gekauft aus allen Nationen, Stämmen, Sprachen und Völkern. Und das Kaufmittel war sein Blut, sein Tod.
[22:01] Und dann heißt es noch, das ist noch der letzte Text in der Offenbarung, wo es vom Kaufen redet: Offenbarung 14, Vers 4. Die 144.000 sind ebenso erkauft durch Jesus Christus.
[22:16] Das heißt, es gibt in der Offenbarung zwei verschiedene Arten zu kaufen. Oder es gibt einmal die Kaufmethode Jesu und es gibt die Kaufmethode Babylons. Was ist der Unterschied? Die Kaufmethode Jesu ist: Ich gebe mein Blut, ich gebe alles für jemand anderen, dass er selber nicht bezahlen kann.
[22:48] Die Kaufmethode Babylons ist: Ich nehme alles und behalte es für mich. Es ist mir egal, wie es dem anderen geht. Wenn wir kaufen sollen von Jesus, was meint ihr, in welcher Art und Weise sollen wir von ihm kaufen? Auf seine Art und Weise oder auf babylonische Art und Weise?
[23:11] Schon auf seine Art und Weise. Wurde deshalb, lasst uns weitergehen. Kaufen in der Bibel. Noch einmal zurück in das Buch Jesaja. Jesaja 50.
[23:23] Da wird dieser Gedanke, der in der Offenbarung ist, noch einmal bestätigt. Und die Offenbarung ist reich an biblischer Sprache. Dort heißt es: Jesaja, Kapitel 50, Vers 1, zweite Hälfte: „Sie, ihr seid um eurer Sünden willen verkauft“, sagt Gott.
[23:45] Das heißt, noch bevor wir irgendetwas kaufen, sind wir schon verkauft. Das Gleiche kommt in Jesaja 52, Vers 3: „So spricht der Herr: Ihr seid umsonst verkauft, ihr sollt auch ohne Geld gelöst werden.“
[24:02] Und dieser Gedanke kommt im Neuen Testament. Als Jesus Jünger die Frage stellen: „Ja, wie kann man Jesus nachfolgen?“
[24:13] Da sagt Jesus in Matthäus 16, Vers 26: „Was kann der Mensch geben, womit er seine Seele, sein Leben auslöst?“ Oder wir könnten auch übersetzen: „kaufe?“ Und die logische Antwort ist: Nichts.
[24:31] Wir können den Preis, den es kostet, von Sünde frei zu werden, ein siegreiches Leben zu führen, von einem Zustand der Gemeinde Laodizea zu einer siegreichen Gemeinde zukommen, nicht selbst bezahlen.
[24:47] Jesus hat diesen Preis bezahlt. Das ist eine unglaubliche Vorstellung. Wenn wir noch einmal zu dem Verkaufsvertrag zurückgehen, das wäre genauso, wie wenn jetzt auf einmal der Verkäufer noch die Verpflichtung des Käufers übernimmt, den Preis zu bezahlen. So, dass dem Käufer nur noch eine letzte Verpflichtung bleibt.
[25:08] Die Ware ist ohne Mangel, das Eigentum wird bereitgestellt, die Ware ist bezahlt. Was bleibt noch übrig? Annehmen. Annehmen. Das wäre genauso, wenn wir zu dem Bettler an der Straße in Stuttgart zurückgehen.
[25:25] Und wenn vielleicht ein Eigentümer eines Einkaufszentrums zu ihm hingehen würde und sagen würde: „Ja, kaufe du mein, der Preis ist schon bezahlt. Geh in das Einkaufszentrum und nimm dir, was du brauchst.“ Oder noch besser, der Bürgermeister von Stuttgart würde sagen: „Ja, es ist alles bezahlt, ich stelle es dir zur Verfügung: Kleidung, Essen und sogar eine medizinische Behandlung, damit du wieder sehen kannst.“ Aber ihr merkt, dieses Bild hängt. Aber wenn Jesus sagt: „Der Preis ist bezahlt“, dann ist er wirklich bezahlt.
[26:05] Und dann ist es nur noch das Annehmen, was fehlt. Und genauso, wie es heißt in Offenbarung 5: „Er hat mit seinem Blut Menschen für Gott erkauft.“ So gab es viele andere Texte. Ich erwähne sie nur: 5. Mose 32,6: „Ist Gott nicht dein Vater und Herr, der dich geschaffen und erkauft hat?“ Oder 1. Korinther 6, Verse 20 und 7, Vers 23: „Ihr seid teuer erkauft“, sagt Paulus.
[26:36] Und dann gibt es da das Gleichnis von der Perle, das ihr auch kennt. Da ist ein Kaufmann, und er möchte, er sieht eine kostbare Perle, und sie erscheint ebenso wertvoll, dass er alles dahin gibt, alles verkauft, um diese Perle zu kaufen. Oder. Und wir wissen, diese Perle ist Jesus Christus selbst.
[26:57] Und weiterhin Matthäus hören wir, es gibt auch einen Moment, wo.
[26:58] hören, wie es gibt auch einen Moment, wo es zu spät ist zu kaufen. Dass es bei den zehn jungen Frauen, wo dann die Klugen zu den Törichten sagen: "In dem Moment, wo der Bräutigam kommt, ja, jetzt, wo ich das Öl für uns nicht geben kann." Oder: "Das brauchen wir selber, aber ihr könnt ja noch gehen und kaufen." Aber wir wissen, beziehungsweise der Text lässt das interessanterweise offen. Sie erscheinen zwar später bei der Tür der Hochzeit, aber es wird nicht gesagt, ob sie Öl bekommen haben. Wie auch immer, es ist auf jeden Fall zu spät.
[27:26] Deshalb hat diese Botschaft für die Gemeinde Laodizea eine enorme Brisanz. Es geht nicht nur darum, dass Jesus uns rät zu kaufen, sondern er rät uns sogar rechtzeitig zu kaufen, denn es kommt der Moment, wo wir nicht mehr kaufen können, wo, obwohl der Preis bezahlt ist, eine Annahme des Geschäfts oder dieses Preises zu spät wäre.
[27:52] Und das bringt uns zu dem Text, auf den ihr wahrscheinlich schon die ganze Zeit gewartet habt. Wir haben ja noch knapp fünf Minuten. Jesaja 55: "Wie kaufen wir ohne Geld?" Jesaja 55, Vers 1 bis 3. Dort heißt es: "Wohl allen Durstigen, kommt her zum Wasser, und die ihr kein Geld habt, kommt her und kauft, kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch. Warum zählt ihr Geld für das, was kein Brot ist, und euren Verdienst für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am köstlichen Leben laben. Neigt euer Ohr her und kommt zu mir; höret, so werdet ihr leben! Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, die beständigen Gnadengaben Davids zu geben."
[28:52] Wie wird in diesem Text ohne Geld gekauft? Was würdet ihr sagen, wie funktioniert das jetzt mal auf den Alltag bezogen? Es geht ohne Geld, es ist ein geistliches Kaufen. Aber wie funktioniert das?
[29:17] Bitte? Jawohl, es wird gesagt, sie sollen hören und sollen zu dem Herrn kommen. Von medizinischer Seite ist das interessant, weil ja nun das Sehorgan als Sinnesorgan, weil die Augen ausgeschaltet sind, weil sie blind sind, bleiben noch andere Sinnesorgane übrig. Oder die Jesus anspricht. Welche Sinnesorgane spricht Jesus an in der Botschaft an die Gemeinde Laodizea? Die Ohren. Jawohl, was noch? Ja, die Augen sollen geheilt werden. Genau. Was noch?
[29:55] Bitte? Das Herz. Ja, Sinnesorgan. Wir reden jetzt von den fünf Sinnesorganen. Klassisch: Fühlen. Genau. Hören. Und was noch? Schmecken. Genau. Das soll das Abendmahl halten mit mir und ich mit ihm. Ganz genau. Jesus konzentriert sich auf das, was bei einem Menschen, der durch seine Sünde verkauft ist, noch funktioniert. Und das ist nicht so sehr das geistliche Unterscheidungsvermögen. Was noch funktioniert, sondern ist es das Gehör.
[30:33] Offensichtlich möchte Jesus, dass wir auf ihn hören. Und hören im biblischen heißt nicht nur einfach hören. Ihr kennt das ja bei den Kindern, oder? Wenn Eltern zu ihren Kindern sagen: "Ja, hast du mich gehört?" Was heißt das? Hast du mich verstanden? Tust du das auch? Oder: "Sei gehorsam." Also erst mal ganz genau hinhören, riechen, fühlen, schmecken, wie kostbar das Opfer Jesu ist. Haben wir das verstanden, dass er alles gegeben hat, dass er sein Blut gegeben hat, dass er den Preis bezahlt hat? Wenn wir da mal genau hinhören, was die Bibel sagt und was der Geist Gottes uns sagt, dann würde das unseren Zustand schon verändern.
[31:27] In dem Sinne, so könnte man sagen, wir kennen ja sonst den Text: "Durch Anschauen werden wir verwandelt." In dem Fall durch Hören, durch Hören und zu Jesus gehen, die Tür aufmachen oder ihn reinlassen.
[31:45] Lasst uns noch einen Text lesen und zwar in Apostelgeschichte 13. Ich brauche noch eine Minute. Und dort, wir haben davon schon gestern gehört, ich möchte es nochmal erwähnen. Auf Apostelgeschichte 13, Vers 32 bis 39. Erklärt das sehr schön. Dort wird das noch mal erklärt, was das für ein ewiger Bund ist, den Jesus hier anbietet, in den wir eintreten dürfen. "Und wir verkündigen euch die Verheißung, sie an die Väter ergangen ist, dass Gott sie uns ihren Kindern erfüllt hat, indem er Jesus auferweckte, wie im zweiten Psalm geschrieben steht: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Dass er ihn aber von den Toten auferweckt hat und ihn nicht der Verwesung überlassen wollte, hat er so gesagt: Ich will euch die Gnade, die David verheißen ist, treu bewahren."
[32:38] Das ist das Element des ewigen Bundes, die Gnadengaben Davids. Darum sagte auch an anderer Stelle: "Du wirst nicht zulassen, dass dein Heiliger die Verwesung sieht." Denn nachdem David zu seiner Zeit den Willen Gottes gedient hatte, ist er in Schlaf und zu seinen Vätern versammelt worden und hat die Verwesung gesehen. Der aber, den Gott auferweckt hat, der hat die Verwesung nicht gesehen.
[32:56] So sei nun kundgetan, die Brüder, dass auch durch ihn euch Vergebung der Sünden verkündigt ist. Dass es etwas ist, was man hört: Vergebung der Sünden. Und in all dem, worin ihr durch das Gesetz des Mose nicht gerecht werden konntet, ist der gerecht gemacht, der an ihn glaubt. Glaube, das für wahr nehmen, das für ernst nehmen, was Jesus sagt.
[33:25] Das ist eine gute Möglichkeit einzukaufen beim Herrn. Im Prinzip ist es eigentlich eine völlige Hingabe. Und das erinnert mich an einen Missionsbericht, mit dem ich gerne schließen möchte. Ihr kennt ihn vielleicht, ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich ihn ganz direkt im Kopf habe, aber den Hauptgedanken, den habe ich richtig im Kopf. Es ging um einen kleinen Bub, der am Sabbat bei der Gabensammlung dabei war und er war sehr arm. Und so gingen die Körbchen durch die Reihen und er hat sich überlegt: Was soll ich geben? Er hatte keinen Mama oder keine Papa, der ihm da noch ein paar Groschen gegeben hätte. Und er hat hin und her überlegt: Was soll ich nur geben? Was kann ich dem Herrn, der mich so lieb hat, geben?
[34:10] Und dann hat er sich entschlossen: Er stellt sich hin, nimmt das Gabenkärtchen, stellt es auf den Boden und stellt sich selbst hinein. Er hat, glaube ich, verstanden, was biblisch kaufen bedeutet. Was biblisch Gott eine Gabe geben bedeutet, wenn man nichts hat, was man geben kann.
[34:34] Im Sinne von geistlichem Reichtum, im Sinne von geistlicher Gerechtigkeit und im Sinne von geistlichem Unterscheidungsvermögen, dann hat man trotzdem noch etwas, was man geben kann: sich selbst mit allem, was man ist. Und hat eine völlige Übergabe. Ich glaube, das ist das, was sie sich wünscht.
[Musik]
Lizenz
Copyright ©2018 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.