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In dieser Predigt von Erhard Vasicek aus dem J.O.S.U.A. BW Camp Meeting 2023 wird das Thema der Versiegelung anhand biblischer Texte aus Offenbarung und Hesekiel beleuchtet. Der Sprecher erklärt, wie die Versiegelung die Gläubigen auf zukünftige Prüfungen vorbereitet und welche Bedeutung sie für das Eigentumsverhältnis zu Gott hat. Darüber hinaus wird die Verzögerung der Wiederkunft Jesu Christi thematisiert und die Rolle der Gläubigen bei der Beschleunigung dieses Ereignisses durch die Verkündigung des Evangeliums und die Entwicklung eines christusähnlichen Charakters betont.


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Serie: J.O.S.U.A. BW Camp Meeting 2023

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Transkript

[0:25] Vor ungefähr 22 Jahren bin ich zum ersten Mal in meinem Leben mit der Adventbotschaft in Berührung gekommen. Ungefähr ein Jahr vorher habe ich mich zur Bundeswehr gemeldet und war dort für eine kurze Zeit in einer besonderen Gattung. Ich habe gewusst, die ersten Wochen, auch wenn ich körperlich ziemlich auf der Höhe gewesen bin, hat mich diese Zeit zeitweise über meine körperlichen und mentalen Grenzen gedrückt. Jeder von uns – es waren ungefähr 80 Leute stark in einer Einheit in Deutschland – hat gewusst: Es kommt nach einigen Wochen eine Zeit, wo aller Voraussicht nach nur wenige Männer durch diese Zeit durchgehen und das durchstehen werden. Das war mein Sturm, der damals auf mich zugekommen ist.

[1:42] Und als ich in dieser Zeit gewesen bin, nach dem ersten Abend, nach der ersten Nacht, ist die Mehrheit von diesen gut 30, die es noch waren, ausgestiegen. Ich habe gemerkt, was es bedeutet, wenn du mental so strapaziert bist und das Körperliche dazu kommt, dass du eigentlich nur noch Befehle ausführst. Ich weiß noch, dass es dann diese eine Nacht gegeben hat, wo wir nicht immer viel Schlaf gehabt haben. Um es moderat auszudrücken, diese eine Nacht kam, wo die Lautsprecher irgendetwas laut in Russisch oder irgendeiner anderen Sprache von sich gaben. Auf jeden Fall hat es Panik in dir ausgelöst und du hattest nur eine ganz kurze Zeit, bist du draußen sein musstest, voll angezogen. Ich habe mich sowieso die Schuhe nicht mehr ausgezogen, weil es zu lange gedauert hätte, nachts draußen zu sein. Sie haben uns dann geschickt, um Lagerungen zu drehen.

[2:51] Und ich weiß noch in dieser Nacht, dass ich mir, während ich da gerannt bin, irgendwann die Frage gestellt habe: Wofür mache ich das eigentlich hier? Warum mache ich mich eigentlich hier kaputt? Und ich habe in dem Sturm erkannt, und das ist eine sehr ernüchternde Erfahrung, dass ich nicht für den Sturm bereit gewesen bin. Gott möchte, dass sein Volk für den Sturm, der auf uns zukommt, bereit ist.

[3:26] Ich möchte euch gerne mitnehmen in die Offenbarung, in unseren Text für heute Nachmittag: Offenbarung Kapitel 7. Und ich lese noch mal ab Vers 1 bis Vers 3. Ist der Text für heute. Und dort heißt es ab Vers 1: „Und danach sah ich vier Engel an den vier Enden der Erde stehen, die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind wehe über die Erde, noch über das Meer, noch über irgendeinen Baum. Und ich sah einen anderen Engel, der von Sonnenaufgang heraufstieg, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes, und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen es gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen: ‚Schädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben!‘“

[4:25] Ich möchte gerne am Anfang, weil ich heute einen ganz klaren Schwerpunkt in der Verkündigung habe, nur ein paar Details am Anfang kurz durchgehen, was die Versiegelung betrifft, und dann zum Schwerpunkt kommen. Das Konzept, dass Gott ein Zeichen setzt auf seine Leute, geht auf etwas zurück, was wir im Alten Testament finden. Ich lade euch ein, dass wir ins Buch Hesekiel Kapitel 9 gehen.

[4:51] Hesekiel Kapitel 9. Es ist ein größeres Buch, aber man schlägt es eigentlich eher selten auf. Hesekiel Kapitel 9 ab Vers 1. Und dort heißt es: „Und er rief mir mit lauter Stimme in die Ohren und sprach: ‚Kommt herbei, ihr Aufseher über die Stadt, jeder nehme seine Zerstörungswaffe in die Hand!‘ Und siehe, da kamen sechs Männer auf dem Weg vom oberen Tor her, das nach Norden schaut, und jeder hatte seine Waffe zum Zerschlagen in der Hand. In ihrer Mitte aber war ein Mann, der trug ein leinendes Gewand und hatte ein Schreibzeug an seiner Hüfte. Diese gingen hinein und stellten sich neben den ehrenden Altar. Da erhob sich die Herrlichkeit des Gottes Israel von dem Cherub, über dem sie gewesen war, hin zur Schwelle des Hauses. Und er rief dem Mann zu, der das leinende Gewand trug und das Schreibzeug an der Hüfte hatte: ‚Geh mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem, und mache ein Zeichen auf die Stirn der Leute, die seufzen und jammern über all die Gräuel, die in ihrer Mitte verübt werden!‘ Zu den anderen aber sprach er vor meinen Ohren: ‚Geht hinter ihm her durch die Stadt und wirkt! Euer Auge soll nicht verschonen, und ihr dürft euch nicht erbarmen. Tötet, vernichtet, kreuzt junge Männer und Jungfrauen, Kinder und Frauen! Von denen aber, die das Zeichen tragen, rührt niemand an! Und bei meinem Heiligtum sollt ihr anfangen!‘ Da fingen sie bei den Ältesten an, die vor dem Tempel waren.“

[6:35] Genauso wie hier die Menschen, die das Zeichen trugen, nicht vernichtet wurden, ist es auch bei der Versiegelung. Die Versiegelung bereitet die Gläubigen vor, unversehrt durch die Zeit des Sturmes, durch die Zeit der Trübsal zu gehen. Und sie bereitet die Gläubigen vor, um in dieser Zeit ohne Vermittler und ohne Sünde zu leben. Und bewahrt sie vor der Zerstörung durch die Plagen.

[7:06] Es gibt in der Bibel zwei Arten der Versiegelung. Ich gehe da nur kurz darauf ein. Ich werde jetzt keine Texte lesen, wenn du das für euch nachschlagen willst. In 1. Korinther 1, Vers 13 ist zum Beispiel ein Text. Es gibt einmal die allgemeine Versiegelung, wo jemand versiegelt wird mit dem Heiligen Geist bei seiner Bekehrung. Und es gibt einmal die Versiegelung in der Endzeit, und das hat auch zu tun mit der Sache Malzeichen des Tieres und Siegel Gottes. Das wird am Ende der Zeit passieren.

[7:40] Das Siegel Gottes kennzeichnet ein Eigentumsverhältnis. Diejenigen, die versiegelt sind, sind Gottes Eigentum. Das heißt, im 2. Timotheusbrief, „dass der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen.“ Ich versuche, das aus dem Kopf wiederzugeben: „Und lasse ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt.“

[8:10] Bevor ich zum Hauptpunkt komme, möchte ich euch gerne ein paar Aussagen zeigen dahingehend, was die Voraussetzungen sind für die Versiegelung. Was sind hier ein paar Aussagen aus dem Geist der Weissagung? Ihr seht die Quellen links oben. Und das heißt: „Sobald die Gläubigen an ihrer Stirn versiegelt und dadurch für die Zeit der Sichtung vorbereitet sind, wird die Sichtung kommen. Es handelt sich dabei nicht um ein sichtbares Siegel oder Zeichen, sondern um ein gegründet sein in der Wahrheit, sowohl verstandesmäßig als auch geistlich. Die versiegelten Gläubigen können nicht mehr von Christus getrennt werden.“

[8:53] „Das Siegel des lebendigen Gottes wird denen aufgedrückt, die bewusst den Sabbat des Herrn halten.“ „Das Siegel des lebendigen Gottes wird denen gegeben, die in ihrem Wesen Christus ähnlich sind.“ „Keinem von uns wird das Siegel Gottes erhalten, wenn unsere Charaktere noch Flecken oder Runen aufweisen. Es bleibt uns überlassen, unsere Fehler auszumerzen und den Tempel der Seele von jeglicher Verunreinigung zu säubern, dann wird der Spätregen auf uns fallen wie der Frühregen auf die Jünger zu Pfingsten.“

[9:30] Ich glaube nicht, dass solche Aussagen uns Angst machen sollten. Es gibt einen sehr schönen Gedanken, den Ellen White sinngemäß folgendermaßen ausdrückt: „Alle, die sich danach sehnen, das Ebenbild des göttlichen Charakters zu tragen, wird ihr Sehnen erfüllt werden.“

[9:52] Ich möchte gerne auf den Hauptpunkt kommen für den heutigen Nachmittag. Die Winde werden noch gehalten. Wir sind jetzt im Jahr 2023. Und die Frage ist: Warum ist Jesus noch nicht wiedergekommen?

[10:15] Wenn wir das Alte Testament aufschlagen, dann sehen wir, dass Gottes Volk schon vorher in das verheißene Land nach Kanaan hätte einziehen können. Aber wir sehen, dass sich dieser Einzug verzögert hat. Ich weiß nicht, ob ihr euch schon einmal damit beschäftigt habt, aber wenn ihr an Ellen White schreiben würdet und die Frage stellen würdet in Bezug auf die Verzögerung der Wiederkunft, dann würdet ihr eine Liste bekommen von Aussagen. Und das ist wirklich eine Liste, kann man sagen, wo der Geist der Weissagung uns immer wieder sagt: Jesus hätte bereits kommen können, wenn das oder das erfüllt wäre.

[11:04] Und ich möchte euch kurz in einige dieser Aussagen mitnehmen, mit den Jahreszahlen, die dabei stehen, weil ich glaube, das ist wichtig, dass wir uns damit beschäftigen. „Die lange Nacht der Dunkelheit ist eine Prüfung, aber der Morgen wird in Barmherzigkeit hinausgezögert, weil wir nicht bereit wären, wenn der Meister jetzt käme. Gottes Unwilligkeit, dass sein Volk umkomme, ist der Grund für die lange Verzögerung gewesen.“ 1858. „Wenn die Adventisten nach der großen Enttäuschung – das ist 1883, die Jahreszahl von 1844 – an ihrem Glauben festgehalten und Einigkeit bewahrt hätten, wenn sie weiter vorangegangen wären, während sich die Vorsehung Gottes vor ihren Augen entfaltete, wenn sie die Botschaft des dritten Engels angenommen und in der Kraft des Heiligen Geistes an die Welt weitergegeben hätten, dann hätten sie die Erlösung durch Gott bereits erlebt. Dann hätte der Herr mächtig durch sie und mit ihnen zusammengewirkt, das Werk wäre vollendet worden, und Christus wäre längst gekommen, um sein Volk zu belohnen.“

[12:20] „Hätten alle adventgläubigen Einheit bewahrt, um die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus zu halten, wie anders wäre unsere Geschichte verlaufen? Gott wollte nicht, dass Christi Wiederkunft so verzögert wurde.“ 40 Jahre lang schlossen Unglaube, Unzufriedenheit und Auflehnung das alte Israel aus dem Land Kanaan aus. Der Einzug des heutigen Israels, himmlische Kanaan, ist durch die selben Sünden verzögert worden. Das ist wichtig für uns. Schuld sind: Unglaube, Weltlichkeit, mangelnde Hingabe und Streitigkeiten unter den Menschen, die sich als Gottes Volk betrachten. Dies alles hat uns so lange in dieser Welt der Sünde und der Sorge festgehalten.

[13:11] 1900 wäre Gottes Absicht, der ganzen Welt die Gnadenbotschaft zu verkündigen, von seinem Volk durchgeführt worden. So wäre Christus bereits wiedergekommen, und die Heiligen wären schon in der Stadt Gottes willkommen geheißen worden. Ich denke, wir haben noch ein oder zwei Aussagen. 1903: „Ich weiß, dass, wenn das Volk Gottes eine lebendige Verbindung zu Gott behalten und seinem Wort gehorcht hätte, so wäre es heute im himmlischen Kanaan.“

[13:41] „Hätten alle, die 1844 am Werk teilnahmen, die dritte Engelsbotschaft angenommen und sie in der Kraft des Heiligen Geistes verkündigt, würde der Herr ihre Bemühungen kraftvoll unterstützt haben. Eine Flut von Licht hätte sich über die Welt ergossen, und schon Jahre früher wäre die Welt gewarnt gewesen. Das Abschlusswerk wäre vollendet worden, und Christus wäre zur Erlösung seines Volkes erschienen.“

[14:07] Letzte Aussage 1909: „Hätte jeder Streiter Christi seine Pflicht erfüllt, hätte jeder Wächter auf der Mauer Zions mit der Posaune einen deutlichen Ton gegeben, dann würde die Welt schon eher die Warnungsbotschaft vernommen haben. Aber das Werk ist weit hinter der Zeit zurück. Während die Menschen schliefen, hat Satan die Gelegenheit benutzt, uns zuvor zu kommen.“

[14:37] Für die Adventisten, daran, dass sie – oder in Verbindung damit, dass wir schon so lange in der Wüste wandern – war damals der Tod eines unserer bekanntesten Pioniere. Und ich denke, es waren in Battle Creek bei seiner Beerdigung so viele Menschen, wie Sie wahrscheinlich seit einer Beerdigung 22 Jahre vorher, nämlich von James White, nicht gewesen waren. Uriah Smith, einer unserer bekanntesten Pioniere, starb so, wie der Herr ihn liebte, an einem Freitag und ruhte am Sabbat im Grab. Und A. G. Daniels hat damals die anerkennenden Worte gesagt und hat sinngemäß ausgedrückt: Wenn wir unsere Aufgabe, wenn die Gemeinde ihre Aufgabe getan hätte und Gottes Botschaft verkündigt hätte, seine Botschaften, dann wäre der Herr vorhergekommen. Und wenn unser verstorbener Bruder seine letzte Botschaft hinterlassen würde, dann wäre es sicherlich diejenige, seinem Volk zu sagen: Die Aufgabe schnell zu vollenden.

[15:57] Es gibt einen sehr interessanten Bibeltext im 2. Petrusbrief. Ich möchte euch gerne dahin mitnehmen, in den 2. Petrusbrief im 3. Kapitel.

[16:31] Und dann heißt es: „Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie etliche es für eine Hinauszögerung halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen.“

[16:59] Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht, indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegen eilt, an welchen die Himmel sich im Blut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden.

[17:20] Vielleicht fällt euch auf, je nachdem, welche Übersetzung ihr vor euch habt, Vers 12 wird nicht in jeder Bibel gleich wiedergegeben. Wenn ihr eine Elberfelder Bibel habt, dann heißt es: „indem er die Ankunft des Tages Gottes erwartet“. Und beschleunigt. Die Zürcher Bibel sagt: „wartet auf den Tag Gottes und beschleunigt seine Ankunft.“ Neue russische Übersetzung: „beschleunigend“. Ich habe mal in der rumänischen Bibel meiner Frau nachgeschaut, und da heißt es auch: „wartend und den Tag des Herrn beschleunigend.“ Man kann das verschieden übersetzt.

[18:09] Dieser Gedanke, die Wiederkunft zu beschleunigen, der ist für uns Adventisten von unserer Geschichte her nicht neu. Unter anderem wird er erwähnt in einem Buch des – ich habe es mit Interesse gelesen – ich glaube, wir können viel lernen aus unserer Geschichte. Und dieses Buch handelt eigentlich von der Hochzeit der Evangelisation, die wir als Adventgemeinde hatten in den 30er, 40er, 50er Jahren. Und die Widmung in diesem Buch an Miriam Mott, das war die Frau von Kenneth Mott, ihr Mann war bekannt in der Adventsgeschichte, hat dieses Buch geschrieben über die Evangelisten der damaligen Zeit, über ihre Herausforderungen, ihre Freuden. Und sie sagten dieser Widmung in diesem Buch auf der Seite 6: Sie dankt A. G. Richards, und sie sagt: „Das Buch ist jedem adventistischen Prediger der 20er, 30er und 40er gewidmet, der hinausging mit einem Zelt, einer Bibel, unendlich Mut und einer Überzeugung, dass er helfen kann, das Kommen des Herrn zu beschleunigen.“

[19:37] Wenn wir uns damit beschäftigen, die wir uns anschauen sollten, wenn es um diese Thematik geht, und ich möchte zu einem Punkt einen Text mit euch lesen aus Matthäus 24. Matthäus 24 ist ja ein Kapitel, das wir sehr oft verwenden in Bibelstunden, Evangelisationen, wenn es geht um die Zeichen vor der Wiederkunft. Die Jünger stellen Jesus zwei Fragen am Anfang, eine Doppelfrage, kann man sagen. „Wann wird der Tempel zerstört werden und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und das Ende der Weltzeit sein?“ Und Jesus sagt in Vers 14, Matthäus 24, Vers 14:

[20:31] „Und Jesus sagt: ‚Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.‘“

[20:48] Ich möchte euch gerne noch mitnehmen in ein paar Aussagen, bevor ich euch noch etwas dazu zeigen möchte. Das heißt hier im Leben Jesu, das ist die alte Ausgabe: „Vor dem Fall Jerusalems erklärte Paulus, getrieben vom Heiligen Geist, dass das Evangelium gepredigt ist unter aller Kreatur, die unter dem Himmel ist. So muss nun auch vor der Wiederkunft Christi das ewige Evangelium alle Nationen und Geschlechtern und Sprachen und Völkern gepredigt werden.“ Christus sagt nicht, dass die ganze Welt bekehrt werden würde, sondern nur, es wird gepredigt werden, dieses Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.

[21:32] Durch die Verkündigung des Evangeliums liegt es in unserer Macht, Christi Wiederkunft zu beschleunigen. Wir sollen nicht nur auf sie warten, sondern der Zukunft des Herrn entgegeneilen. Hätte die Gemeinde Christi, dass ihr aufgetragenes Werk nach seinem Willen ausgeführt, dann würde die Welt längst gewarnt worden sein, und der Herr wäre mit großer Kraft und Herrlichkeit schon auf diese Erde gekommen.

[22:04] Und es gibt einen zweiten Punkt, der ist mit diesem hier verwoben, kann man sagen, die kann man nicht voneinander trennen. Und ich möchte gerne diesen zweiten Punkt, das kommt aus dem Buch Gleichnisse Christi, möchte ich diese Aussage gerne im Zusammenhang mit euch lesen.

[22:25] Und es heißt in einem Leben des Mittelpunkt, das eigene Ich ist, kann kein Wachstum und keine Fruchtbarkeit sein. Wenn du Christus als persönlichen Heiland angenommen hast, wirst du dich selbst vergessen und anderen zu helfen suchen. Du wirst reden von der Liebe Christi, erzählen von seiner Güte. Eine jede Pflicht, die sich dir da bietet, erfüllst du. Du wirst für andere Seelen fühlen und versuchen, durch alle dir zu Gebote stehenden Mittel Verlorene zu retten. So wie du den Geist Christi, den Geist selbstloser Liebe und Arbeit für andere aufnimmst, wirst du wachsen und Frucht bringen. Die Früchte des Geistes werden in deinem Charakter reifen, dein Glaube wird zunehmen, deine Überzeugung stärker und deine Liebe vollkommener werden. Mehr und mehr wirst du das Bild Christi ausstrahlen, in dem das rein, edel und lieblich ist. Ist doch wunderschön, oder?

[23:32] Wie sehe ich, denke ich, nicht, was ich denke, dass sich viele nicht bewusst sind in unserer weltweiten Gemeinde, was ihnen entgeht, wenn sie sich nicht diesen Geist, von dem hier gesprochen wird, schenken lassen.

[23:51] Es ist für mich eine der schönsten Erfahrungen zu sehen, wie Geschwister ihre ersten Erfahrungen machen in solchen Bereichen. Und ich kann das nur bestätigen, was hier steht: „Die wachsen – Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Diese Frucht kann niemals vergehen, sondern wird eine Ernte hervorbringen nach ihrer Art zum ewigen Leben.“ „Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, schickt er bald die Sichel hin, denn die Ernte ist da.“ Christus wartet mit sehnsüchtigem Verlangen darauf, sich durch seine Gemeinde offenbart zu sehen. Wenn der Charakter Christi vollkommen in seinem Volk wiederhergestellt sein wird, wird er kommen, um es als sein Eigentum zu beanspruchen. Es ist das Vorrecht eines jeden Christen, nicht nur die Wiederkunft unseres Herrn Jesu Christi zu erwarten, sondern sie auch zu beschleunigen.

[24:56] Ich lese nur das Unterstrichene: „Wenn alle, die seinen Namen bekennen, auch zu seiner Ehre Frucht brächten, wie bald würde da die ganze Welt mit dem Samen des Evangeliums besät werden! Die letzte große Ernte würde schnell reifen, und Christus würde kommen, um den köstlichen Weizen einzuholen.“

[25:15] Noch eine letzte Aussage in diesem Blog: „Gott könnte sein Ziel, Sünder zu retten, auch ohne unsere Mithilfe erreichen. Doch damit wir einen Charakter entfalten können, der dem Charakter Christi gleichkommt, müssen wir zu seinem Werk beitragen, um zu seiner Freude einzugehen – der Freude nämlich, Seelen zu sehen, die durch sein Opfer erlöst wurden. Müssen wir an seinem Wirken für ihre Erlösung teilhaben.“

[25:44] Ich möchte euch gerne jetzt noch mitnehmen in – der ein oder andere hat es vielleicht schon mal gesehen – das kurze Video, das ich euch jetzt zeigen möchte. Es ist mit deutschen Untertiteln versehen, aber ich muss sagen, dass das meinen Horizont auch nach 22 Jahren Adventismus wirklich erweitert hat. Und ich möchte gerne dann von dem, was wir jetzt sehen, die rote Linie ziehen zu deinem und meinem Leben und unsere Aufgabe als Adventgemeinde.

[31:59] Was eine Familie für einen Unterschied machen kann. Ich glaube, wenn wir die rote Linie zu uns ziehen und zu unserem Leben – es wird nicht jeder irgendwo auf ein Missionsfeld gehen, aber ich sage euch, als ich das zum ersten Mal gesehen habe, seit dem Zeitpunkt, wenn der Herr mich daran erinnert, bete ich jeden Tag für Adventist Frontier Missions, die ihre Leute schicken, und Adventist World Radio. Und es gibt noch andere. Es gibt nicht nur durch Menschen, dass das Evangelium verkündigt wird. Es gibt verschiedene Wege. Aber was würde passieren, Geschwister, wenn jeder Siebentagsadventist ab morgen sich vollständig Gott weihen würde, ohne Einschränkung, und bereit wäre, Herr zu sagen: Da, wo du mich hinsendest, da gehe ich hin. An dem Platz, wo ich stehe, da werde ich die Botschaft weitergeben. Seine kostbare Botschaft, die wir haben. Das ist nicht jedem bewusst.

[33:34] Aber die Sache, der Punkt, ob ich mich von Gott so verwenden lasse, wie er es möchte. Ein Mann, dessen Bild ihr wahrscheinlich noch nie gesehen habt, aber er ist eigentlich Wegbereiter für unsere adventistische Jugendbewegung, kann man sagen. Sein Name war Luca. Und als junger Mensch hat er sich Gott geweiht und ist ein sehr begehrter Sprecher geworden. Tausende Menschen haben sich für Christus entschieden wegen diesem Mann. Und als er eines Tages in Kingston war, in Jamaika, als besuchender Evangelist sozusagen, da kommen sie an, und er verbringt den Sabbat mit dem ältesten Enoch damals und mit den sabbathaltenden Adventisten, die dort waren. Und der älteste hatte seine jungen Männer, die jungen adventistischen Männer angewiesen und hat gesagt: „Deckt immer pro Abend bei der Evangelisation, konzentriert euch auf ein...“

[34:29] Evangelisation konzentriert euch auf ein Thema, das ist auch ein guter Ratschlag. Und macht den Leuten Appetit auf das, was danach kommt. Und das Beste ist, wenn du sie hinführen kannst, dann zu den ganz wichtigen Themen: die Wiederkunft oder das Gericht, die Neue Erde. Und das Beste ist, wenn du die Menschen dann gleich mit dorthin nehmen kannst, im übertragenen Sinn.

[34:54] An diesem Tag, den Nachmittag verbringt er damit, er fühlt seine eigene Unwürdigkeit und er bittet den Herrn: "Ich kenne die Emotionen dieser Menschen nicht. Hilf mir, dass ich das sage, was du sagen würdest, wenn du hier stehen würdest." Und als Loser Warren dann vor dem Publikum steht, so wie er es gewohnt war, schaut sich seine Zuhörer an. Und dieser älteste, der Eltern, damit, dass er diesen Evangelisten Luver Warren eingeladen hat.

[35:34] Und Luver Warren fängt an mit seinem Thema. Und er fängt an, das Thema, über das entsprechend sollte, war Daniel Kapitel 2. Und er fängt an und geht direkt rein in seinem Thema. Und nach drei oder vier Minuten ist er fertig. Er hat es aber sicherlich nicht schlecht abgedeckt. Er hat in seinem ganzen Leben vorher noch nie so einen Vortrag gehalten in der Form. Und hinterher nur einen der ähnlich war. Und er merkt nach diesen drei, vier Minuten, er ist fertig mit Daniel 2.

[36:08] Und so geht er über zum nächsten Thema. Und nach ein paar Minuten hat er dieses Thema abgedeckt und geht weiter zum nächsten, bis er schließlich dann, kann man sagen, einen Überblick gegeben hat am Ende der Stunde über unsere wichtige Botschaft. Es ist unglaublich, wer gern dabei gewesen ist. Ich weiß nicht, wie Gott das geführt hat, dass er in so kurzer Zeit diese ganzen Dinge reinpacken konnte in die Zeit, die er für Daniel 2 gehabt hätte.

[36:41] Und während er so spricht und er geht von einem Thema und handelt das Thema ab und geht zum nächsten, da ist dieser älteste eh noch, hält es nicht mehr aus. Und er steht auf und er geht hinter den Vorhang und händeringend sagt: "Herr, warum habe ich den Mann eingeladen? Warum hast du ihn geschickt?" sinngemäß. Und als er kurz durch den Vorhang durchschaut, da sieht er etwas, was ihn eigentlich fast überwältigt. Vollends. Er sieht, dass Luver Warren einen Altar-Call macht.

[37:19] Und Luver Warren macht den Menschen deutlich, Gott hat mich beeindruckt, dass das der letzte Aufruf des Himmels ist. Ich weiß nicht mehr, ob er gesagt hat, für den Einen oder für manche von euch.

[37:39] Und eine Person, die er beobachtet hat, war ein kleiner Junge, der vorne gesessen ist, ein kleiner farbiger Junge, der die Worte getrunken hat, die Elder Warren verkündigt hat. Und die Menschen sind gekommen in Scharen, unter anderem auch dieser kleine Junge, der es nicht weit gehabt hat, nach vorne zu gehen.

[38:02] Kurze Zeit später hat ein Erdbeben Kingston erschüttert, ein heftiges Erdbeben. Waren ungefähr 1000 Menschen tot, weitere waren am sterben. Und ist verschont geblieben. Und der wollte zum am nächsten Tag zum Krankenhaus gehen, wollte den Menschen auch Mut machen. Da gab es keinen Krankenhaus mehr. Und als er sich dann so bewegt zwischen Menschen, die schon tot waren und zwischen anderen, die am sterben waren, da sieht er manche von denen, denen er am Abend zuvor die Hand gegeben hat und mit denen er gesprochen hat, die bei seinem Vortrag gewesen waren.

[38:48] Da gab es Menschen, die haben die Botschaft gehört und manche davon zum ersten und zum letzten Mal.

[39:00] Gott hat auch uns eine Botschaft gegeben für eine untergehende Welt. Auch wir haben eine Warnungsbotschaft, einen Aufruf bekommen an eine Welt, die im Sterben liegt.

[39:15] Das heißt, jedes Gemeindeglied sollte von irgendeinem Dienst für den Meister in Anspruch genommen sein. Viele würden bereit sein zu arbeiten, wenn man sie belehrte, wie sie arbeiten sollte.

[39:32] Leben wir als Siebenten-Tags-Adventisten? Unser Name sagt ja, wir glauben an die baldige Wiederkunft Jesu. Leben wir nach unserem Namen heute noch?

[39:41] Was würde passieren, wenn jeder Siebenten-Tags-Adventist auf der ganzen Welt, egal ob wir zum Zahnarzt gehen – ich weiß, man muss sich von Gott Weisheit schenken lassen, wann man wie mit den Menschen spricht. Wenn du auf eBay Kleinanzeigen irgendetwas jemanden verkaufst, den du vielleicht persönlich triffst.

[40:07] Wenn wir als Siebenten-Tags-Adventisten durch unseren Alltag gehen würden, und ich weiß, ich habe hier noch zu lernen, mit dieser Einstellung, dass wir uns bewusst sind, dass wir Botschafter sind, nicht werksgerecht, sondern weil die Liebe Christi uns drängt.

[40:27] Und versuchen würden, jeden Menschen, dem wir irgendwie näher begegnen, ihn mit der Botschaft, die Gott uns gegeben hat, zu erreichen.

[40:38] Es heißt, es gibt keine Aufgabe von gleicher Bedeutung. Die Verkündigung der ersten, zweiten und dritten Engelsbotschaft.

[40:53] Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, sich an Themen festzufahren, ob die Erde jetzt rund ist oder flach. Wir müssen die Botschaft verkündigen auf dieser Erde.

[41:10] Ich glaube, es ist nicht die Zeit anzuzweifeln, ob wir wirklich die Gemeinde der Übrigen sind, oder ob wir tatsächlich mit Gottes Kraft Überwinder sein können.

[41:24] Ich glaube, es ist an der Zeit, dass wir Jesus alles hingeben. Und die Motivation, die uns dazu bringt, die Botschaft weiterzugeben, die möchte ich gerne am Ende wiedergeben.

[41:34] Die möchte ich gerne am Ende wiedergeben mit den Worten von Ellen White, die wir im Buch "Zeugnisse für die Gemeinde", Band 9, finden auf der Seite 100. Und da sagt sie: "Als ich daran dachte, wie der Kelch in der Hand Christi zitterte, als ich wahrnahm, dass er es hätte ablehnen können, ihn zu trinken, dass er die Welt in ihren Sünden verderben lassen konnte, da gelobte ich alle Kräfte meines Lebens im Werk der Seelengewinnung einzusetzen."

[42:08] Möge das Opfer Jesu, seine Liebe uns bewegen, alles hinzugeben für seinen Dienst, damit möglichst viele Menschen, bevor die Winde losgelassen werden und der Sturm kommt, Jesus als ihren Erlöser annehmen und mit ihm einmal für immer zusammen sein können auf einer Erde, wo es keine Tränen und keine Trauer und kein Leid mehr geben wird. Das ist mein Wunsch für dein und mein Leben in Jesu Namen. Amen.

[42:40] Ich würde euch gerne noch mal einladen, dass wir zusammen niederknien und ein Gebet sprechen.

[42:59] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir dafür, dass die Winde gehalten werden.

[43:08] Steckt so viel Liebe in diesem Gedanken. Und danke, Herr, dass wir jeder einzelne von uns, die überaus kostbar sind.

[43:21] Herr, wir danken dir auch dafür, dass du dein Volk versiegeln wirst und dass diejenigen, die dann leben in dieser Zeit, dass sie bereit sind, durch die Zeit der Trübsal hindurchzugehen, ohne einen Vermittler und ohne eine Sünde zu begehen.

[43:41] Danach, Herr, wir möchten dich bitten, du hast jetzt in dieser Zeit ein hohes charakterliches Ziel mit uns. Und oft da könnten wir menschlich gesehen an diesem Ziel verzweifeln. Aber wir möchten uns verlassen auf deine Aussage, die du gemacht hast, dass du sagst: "Allen, die sich danach sehnen, das Ebenbild des göttlichen Charakters zu haben, wird ihr Sehnen erfüllt werden."

[44:12] Herr, wir möchten dich bitten für eine Erweckung in unserem persönlichen Leben, in unseren Gemeinden. Ja, du weißt, dass es Orte gibt, wo es nur wenige Geschwister gibt, die wirklich eine Bürde empfinden für Seelen um sie herum, und bei denen sich das auch wirklich zeigt. Wir wollen nicht über andere richten her, aber wir bitten dich, dass du uns hilfst als Gemeinden zu erkennen, wo wir stehen.

[44:43] Dass du uns hilfst, dass deine Liebe uns überwältigt und uns dazu treibt, hinauszugehen, um deine Botschaft einer sterbenden Welt zu bringen.

[44:54] Jesus, und verändere du uns so, wie du möchtest. Und gib uns in unsere Herzen, dass uns kein Weg zu weit, keine Nacht zu dunkel und kein Berg zu hoch ist, als dass wir nicht besteigen würden, weil du es dir wünschst. Der du alles für uns bezahlt hast. Herr, wir bitten dich darum und wir danken dir in Jesu Namen. Amen.


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