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In dieser Predigt des J.O.S.U.A. BW Camp Meeting 2023 spricht Robert Kirsch über das Thema „Vor dem Thron und vor dem Lamm“. Er beleuchtet die Bedeutung des Stehens vor Gottes Thron, basierend auf biblischen Texten aus Offenbarung, Jeremia und Johannes. Dabei wird die Symbolik der weißen Kleider und ihre Verbindung zur Gerechtigkeit Jesu Christi hervorgehoben, die es den Gläubigen ermöglicht, vor Gott zu bestehen.


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Serie: J.O.S.U.A. BW Camp Meeting 2023

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Transkript

[0:22] Ich darf euch alle ganz herzlich begrüßen. Ich freue mich mit euch gemeinsam hier zu sein auf dem Michelberg, um jetzt gemeinsam weiter zu studieren in Offenbarung Kapitel 7. Wir befinden uns in Vers 9, und dort heißt es, dass diese große Schar, die dort erwähnt wird, die niemand zählen kann, sie steht vor dem Thron und vor dem Lamm.

[0:57] Und ich möchte euch einladen, ich möchte gerne noch einmal ein kurzes Gebet sprechen. Ihr dürft sitzen bleiben, eure Häupter neigen, und wir wollen den Herrn einladen, dass er seinen Heiligen Geist uns schenkt, wenn wir jetzt gemeinsam diese Textpassage aus Gottes Wort anschauen.

[1:19] Unser treuer Herr und Gott, habe du von ganzem Herzen Dank für dein Wort, dass du es uns gegeben hast. In dieser Welt, in der wir leben, daran können wir uns orientieren, daran sehen wir, was noch kommt, und vor allen Dingen sehen wir, wie wir durch das hindurchkommen können, was da kommt, wie wir bestehen können, wie wir gerettet werden können, wie wir gehen und sein können mit dir und deinem Lamm Jesus Christus. Das wird ein wunderbarer Tag sein. Doch sei jetzt auch schon bei uns, schenke uns deinen Heiligen Geist und aufrichtige, aufmerksame Herzen, dass wir dein Wort jetzt recht hören und verstehen und auch in das Leben umsetzen können, weil du gesagt hast: "Was wir bitten, werdet ihr in meinem Namen erhalten." Das will ich tun. So danken wir dir, dass du das jetzt getan hast und dass du mitten unter uns bist. Amen.

[2:42] Die vier Winde sind am Blasen, Kriege und Kriegsgeschrei, die letzten sieben Plagen des Zornes Gottes fallen auf die Erde. Der Himmel entweicht wie eine Schriftrolle, die zur Seite gerollt wird, und die Erde wird geschüttelt wie ein Feigenbaum, der in seiner reichen Ernte seine Feigen vom Himmel herabwirft. Wer kann bestehen? Das ist das, worüber wir gemeinsam nachgedacht haben in den letzten Vorträgen.

[3:22] Und ihr habt schon gehört von den 144.000. Und Johannes bekommt in seiner Vision jetzt eine neue Perspektive. Es heißt in Vers 9: "Und danach sah ich, und siehe, eine große Schar, aus die niemand zählen konnte, aus allen Völkern, Stämmen, Nationen und Sprachen."

[3:54] Und sie stehen, sie stehen. Da kommt dieses Leitwort wieder vor. Sie stehen, und wo stehen sie? Sie stehen vor dem Thron und vor dem Lamm. Anscheinend ist das eine Gruppe von Menschen, die vor Gott in seiner Heiligkeit, in seiner Reinheit, aber auch in seiner Liebe stehen kann.

[4:34] Ich möchte mit euch nachdenken über folgendes: Ist es euch schon mal so gegangen in eurem Leben, dass ihr am richtigen Ort wart, es war auch die richtige Person mit dabei, es war der richtige Zeitpunkt und trotzdem hat es nicht geklappt? Ihr wart am richtigen Ort mit der richtigen Person zum richtigen Zeitpunkt und irgendwie es ging nicht.

[5:03] Wenn wir in die Bibel schauen, dann finden wir solche Begebenheiten. Und zwar das Volk Gottes ausgezogen aus Ägypten war eine große Schar, oder je nach Berechnungen ein bis zwei Millionen Menschen. Für die antiken Verhältnisse sicherlich eine große Schar. Und sie stehen am richtigen Ort, oder am Berg Sinai, dem Berg Gottes. Sie sind befreit aus Ägypten, aus der Knechtschaft. Sie stehen mit dem richtigen Mann dort, Mose. Sie stehen dort zum richtigen Zeitpunkt.

[5:46] Aber diese Begegnung, die Gott sich eigentlich gewünscht hat mit seinem Volk, sie einzuladen, mit ihm, mit Mose, direkt zu sprechen, das findet nicht statt, weil das Volk nicht bereit ist. Sie sagen: "Nein, nein, Gott soll nicht sprechen. Er soll nicht reden. Wenn er redet, wer kann leben?" "Sprich du lieber mit ihm." Wir wollen das nicht. Sie waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit der richtigen Person, und das, was Gott sich gewünscht hat, konnte nicht stattfinden, weil sie sich gefürchtet haben.

[6:30] Und Gott sagt am Ende dann einfach nur in 5. Mose Kapitel 4: "Ach, dass sie mich doch wirklich fürchten würden und so ein Herz hätten, mir zu dienen ein Leben lang."

[6:41] Gehen wir weiter. Das Volk kommt weiter bis zu den Toren, keine Angst. Sie stehen vor dem Jordan, immer noch eine große Schar. Sie sind am richtigen Ort mit der richtigen Person, mit Mose, zum richtigen Zeitpunkt. Da war noch nichts von 40 Jahren. Können sie hineingehen? Nein.

[7:04] Sie können nicht hineingehen. Warum nicht? Da sind Riesen, da sind Städte, deren Mauern bis zum Himmel gebaut sind. David sagt dazu einfach nur: "Sie konnten nicht eingehen wegen ihres Unglaubens."

[7:20] Schauen wir mal weiter in der Heiligen Schrift, vielleicht wird es etwas besser. Das Volk Gottes in Babylon, Jeremia Kapitel 31. Lasst es uns gemeinsam aufschlagen. Jeremia Kapitel 31, und dort heißt es in Vers 7 und 8: "Frohlockt mit Freuden über Jakob und jauchzt über das Haupt der Völker. Verkündet und singt und sprecht: Rette, oh Herr, dein Volk, den Überrest Israels! Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von den Enden der Erde. Und unter ihnen sind Blinde und Lahme, Schwangere und Gebärende miteinander, eine große Gemeinde." Man könnte auch übersetzen: eine große Schar kehrt hier zurück aus dem Exil in Babylon zurück in das verheißene Land.

[8:31] Wie kommen sie denn? Weinend kommen sie, unter Flehen führe ich sie. Ich will sie zu Wasserbecken führen auf einem ebenen Weg, auf dem sie nicht straucheln werden. Denn ich bin Israel zum was geworden? Zum Vater. Ist das nicht schön? Und Ephraim, der Bruder sozusagen, ist mein Erstgeborener. Hört das Wort des Herrn, ihr Heidenvölker, und verkündet es auf den fernen Inseln und sprecht: Der Israel zerstreut hat, er wird es auch sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde. Denn der Herr hat Jakob losgekauft und ihn aus der Hand dessen erlöst, der mächtiger war als er. Und sie werden kommen auf der Zielhöhe Zions, jubeln und herbeiströmen zu der Güte des Herrn, und zwar zum Most und zum Öl und für die jungen Schafe und Rinder, und ihre Seele wird sein wie ein bewässerter Garten, und sie werden nicht länger verschmachten. Und es wird Freude sein.

[9:40] Das ist vielleicht der deutlichste Paralleltext im Alten Testament zu Offenbarung 7. Und zwar das gesamte Kapitel, da kommt so ziemlich alles drin vor, was wir heute gemeinsam studieren. Und auch in diesen Tagen ist das nicht interessant. Wiederum, wie war es gewesen historisch? Eine große Schar des Volkes Gottes befindet sich in Babylon. Wie viele sind zurückgekehrt? Vers 7, erstmal ein Überrest, nicht wahr? Ein kleiner Teil. Aber was ist Gottes Wunsch? Er möchte eine große Schar herausführen aus Babylon und zurückbringen.

[10:18] Den letzten Text, den ich mit euch teilen möchte in der Bibel, wo eine große Schar sich am richtigen Ort mit der richtigen Person zur richtigen Zeit befindet, aber das nicht geschehen kann, noch nicht geschehen kann, was Gott sich wünscht, ist in Johannes Kapitel 12. Lasst es uns gemeinsam anschauen.

[10:45] Und dort heißt es in Vers 12 und folgende: Johannes 12, ab Vers 12. Am folgenden Tag, als viele Leute, die zum Fest erschienen waren, hörten, dass Jesus nach Jerusalem komme, da nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: "Hosianna! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn, des Königs von Israel!" Jesus aber hatte einen jungen Esel gefunden und setzte sich darauf, wie geschrieben steht: "Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt, sitzend auf dem Füllen seiner Eselin." Dies verstanden aber seine Jünger anfangs nicht. Doch als Jesus verherrlicht war, da erinnerten sie sich, dass dies von ihm geschrieben stand und dass sie ihm dies getan hatten.

[11:30] Wiederum eine große Schar, die zu Jerusalem, direkt vor dem Passahmahl, vor dem Passahfest, befindet sich dort. Gibt Jesus die Ehre, oder war das die richtige Person? Oder das war der Messias zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Sie wollen ihn ehren.

[11:57] Sind es genau Menschen von dieser großen Schar? Keine Woche später, die da rufen: "Kreuzige ihn!"

[12:15] Doch jetzt wollen wir weiter schauen. Wir haben von diesem Vater gelesen, der all das mitmacht, von unserem liebevollen Gott, und der sich nichts sehnlicher wünscht, als sein Volk endlich nach Hause zu führen. Er ist voller Güte, er ist voller Liebe, und er ist voller Barmherzigkeit.

[12:36] Lasst uns aufschlagen nun unseren Text in Offenbarung Kapitel 7, Vers 9. Noch ist es nicht so weit, aber Gottes Plan wird vollendet werden. Es wird der Moment kommen, wo die Schar der Erlösten stehen wird vor Gottes Thron und vor dem Lamm. Offenbarung 7, Vers 9: Sie stehen vor dem Thron und vor dem Lamm. Sie stehen und müssen nichts mehr befürchten, brauchen keine Angst mehr zu haben. Es ist vollbracht.

[13:21] Was heißt das, vor dem Herrn zu stehen? In der Bibel, als erstes Mal, wenn wir die Bibel studieren und dieses Wort untersuchen und vor dem Herrn stehen, dann denken wir nicht so sehr an diese Erde, sondern wir denken an den Himmel, wir denken an den Thron Gottes, wir denken an die unzähligen Wesen, die dort stehen, tausend Mal tausende und 10.000 Mal 10.000. Und dann hat es dort noch vier Wesen und sieben Geister, so sagt es die Offenbarung. Und dann noch 24 Älteste und dann diese Engelschar, oder tausend Mal 10.000 Mal 10.000. Und sie stehen vor Gott.

[14:01] Und wie sagt der Psalmist? Sie stehen vor ihm und sie gehen seinen Willen zu tun, ihm zu dienen oder ihm anzubeten, ihm die Ehre zu erweisen. Das heißt, in der Bibel steht das Wort "stehen" unter anderem für vor jemandem stehen, vor dem König stehen, vor dem König des Universums stehen, ihm dienen.

[14:25] Wofür kann dieses Wort allerdings noch stehen? Es erinnert uns auch an 1. Mose Kapitel 18, Vers 22. Abraham steht vor dem Herrn. Er bekommt Besuch inmitten der Wüste von drei himmlischen Wesen, eine davon ist der Herr selbst. Er ist begleitet von zwei Engeln, und dann heißt es: "Abraham bleibt stehen vor dem Herrn, um mit ihm zu sprechen." Abraham, ein Freund Gottes, er kann vor ihm stehen, er kann mit ihm sprechen und er kann, wie es auf den ersten Einblick erscheint, so ein bisschen verhandeln. Natürlich ist das kein Verhandeln mit Gott, aber er kann so sein Herz ausschütten. Mensch, du kannst doch so dumm machen, nicht untergehen lassen, wenn er wenigstens 50 und 40, 30, 10 Gerechte drin sind. Er glaubt an diese Barmherzigkeit Gottes, dass er die Welt nicht untergehen lässt, wenn doch da wenigstens ein paar gefunden werden, die sich retten lassen wollen.

[15:36] Dienen kann ein Ausdruck davon oder stehen kann ein Ausdruck davon sein, Freund Gottes zu sein, mit ihm reden zu können, in Fürsprache sich einzusetzen für andere Menschen, für die, die noch verloren sind, dass sie gerettet werden. Abraham ist ein Musterbeispiel dafür.

[15:55] Doch wir gehen weiter. 1. Könige 17,1: "So wahr der Herr, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe, es soll weder Tau noch Regen fallen, ich sage es." Denn Elia steht vor König Ahab, dem vielleicht bösesten König der Geschichte Israels. Er steht dort und er verkündigt was? Das Wort Gottes, das prophetische Wort.

[16:20] Ein Prophet ist jemand, der vor Gott steht und der einbezogen ist in die Pläne und in die Ratschläge Gottes. So sagt es auch Jeremia in Kapitel 23, Vers 18: "Wer stand im Rat des Herrn und hat sein Wort wahrgenommen und gehört und hat darauf geachtet und gehört?"

[16:54] Wir gehen weiter in Sacharja Kapitel 3, Vers 1, 3 und 4. Das wollen wir wieder gemeinsam aufschlagen. Sacharja Kapitel 3. Wir beschäftigen uns gerade mit dem Gedanken, was bedeutet es, vor dem Thron zu stehen? Was sind das für Menschen, die dort stehen? Was haben sie durchgemacht und was hat der Herr für sie getan?

[17:23] Sacharja Kapitel 3, Verse 1 bis 5: "Und er ließ mich den Hohenpriester Jesua sehen, wie er vor dem Engel des Herrn stand. Der Satan aber stand zu seiner Rechten, um ihn anzuklagen. Da sprach der Herr zum Satan: Der Herr schelte dich, du Satan! Ja, der Herr schelte dich, er, der Jerusalem erwählt hat. Ist dieser nicht ein Brandscheid, das aus dem Feuer herausgerissen ist?"

[17:45] Joshua aber hatte unreine Kleider an und stand doch vor dem Engel. Und er begann und sprach zu denen, die vor ihm standen: "Nehmt die unreinen Kleider von ihm weg!" Und sie ihm sprach er: "Siehe, ich habe deine Sünde von dir genommen und lasse dir fest Kleider anziehen." Und ich habe geboten: "Man setze einen Kopfschmuck, einen reinen Kopf, auf sein Haupt." Da setzen sie den reinen Kopf auf sein Haupt und bekleideten ihn mit Gewändern, während der Engel des Herrn dabei stand.

[18:14] Joshua, ein Hohepriester vor dem Herrn. Was hat er für ein Gewand an? Sein eigenes? Oder wie weit bringt ihn das im Himmel? Er steht in dieser Vision sozusagen vor dem Thron Gottes. Jesus steht dabei, und dann steht dort noch der Verkläger der Brüder, und er steht dort in seinem eigenen Gewand, das sie nicht besser schützt als die Feigenkleider Adams und Evas. Es ist seine eigene Gerechtigkeit, und sie ist wie ein beschmutztes Kleid. So kann man vor Gott nicht stehen bleiben.

[18:50] Aber was macht Gott? Was macht Gott? Er macht einen Kleidertausch, wie es Luther einmal so schön formuliert hat. Er sieht den Glauben, er sieht die Ernsthaftigkeit dieses Menschen, er sieht die Aufrichtigkeit. Und das, was der Mensch nicht tun kann, das tut Gott. Er gibt ihm ein neues Kleid, ein neues Gewand, und mit diesem kann Joshua stehen bleiben vor dem Thron Gottes und muss noch nicht einmal etwas befürchten, obwohl der Satan ihn verklagt. Ist das nicht ein schönes Bild für das, was Jesus Christus für dich und für mich tun möchte und tut?

[19:32] Das heißt, dieses Stehen heißt auch so viel wie Bestand haben können oder bestehen können. Das ist doch dieser Schlussgedanke von Offenbarung Kapitel 6, Vers 17: "Wer kann bestehen?" Kurz bevor die Wiederkunft stattfindet, wenn dann die Ungläubigen schreien werden: "Ihr Felsen, fallt über uns!" Das sind die, die so wie der Hohepriester Joshua ein neues Kleid bekommen haben, nicht mehr in ihrem eigenen Kleid da stehen vor dem Thron Gottes, sondern in dem Kleid, das der Himmel selbst gewoben hat, ja, in dem Kleid der Gerechtigkeit Jesu.

[20:13] Und das unterstreicht auch Psalm 76, Verse 7 bis 10. Den wollen wir auch noch lesen. Den finde ich auch noch so spannend in diesem Kontext von dem Stehen. Und ihr seht schon, ohne dass wir jetzt über das Kleid genauer nachgedacht haben, es geht schon ineinander über. Die Bibel legt sich selbst aus. Sie kann nicht anders, als wenn wir von dem Bestehen reden, auch von einem Kleid zu sprechen, dass es braucht. Jesaja Kapitel... Entschuldigung, Psalm 76, entschuldigt. Psalm 76, Verse 7 bis 10.

[20:43] Und dort steht: "Von deinem Scheiden, oh Gott Jakobs, sinken Ross und Reiter in tiefen Schlaf. Du bist zu fürchten, und wer kann vor deinem Angesicht bestehen, wenn dein Zorn entbrennt? Wenn das Urteil vom Himmel erscheinen lässt, erschrickt die Erde und hält sich still, wenn Gott sich erhebt zum Gericht, um was? Um zu retten alle Elenden im Lande und Gott segne die Elenden."

[21:20] Was heißt das denn? Die Elenden ist so viel wie ein Wort für in der Heiligen Schrift für die Demütigen oder die Zerbrochenen und Zerschlagenen Herzens und Geistes sind, oder auf die Gott das neue Herz und den neuen Geist legen kann. Sie können bestehen.

[21:41] Wir gehen weiter zurück zu Offenbarung Kapitel 7, Vers 9. Und dort lesen wir jetzt von weißen Kleidern, die dort angezogen werden. Die große Schar sind nicht die einzigen, die angetan sind in weißen Kleidern und vor dem Thron stehen.

[22:06] Vielleicht können wir darüber noch kurz überleitend nachdenken, was befindet sich alles vor dem Thron Gottes? Vor dem Thron Gottes befindet sich in Kapitel 4 und 5 geht es los, die eine enge Bezug haben zu Kapitel 7. Da haben wir eine himmlische Thronvision, wo der Herr, der Vater auf seinem Thron sitzt. Es hat dort vier Wesen, es hat dort 24 Älteste, die übrigens auch weiße Gewänder tragen. Und dann hattest ja die Herrscher der Engel. Und dann hat es ein Buch, das niemand öffnen kann, und der ganze Himmel ist traurig und still, weil dieses Buch nicht geöffnet werden kann, weil eine Person fehlt, nämlich die, die es öffnen kann. Und das ist Jesus Christus, das Lamm Gottes, das in Offenbarung 5 eingeführt wird und das dann dieses Buch der sieben Siegel öffnen kann.

[22:57] Was befindet sich noch vor dem Thron Gottes? Was habe ich ausgelassen?

[23:41] 144.000. Ja, genau. Die kommen da dann auch irgendwie vor, richtig. Ja, aber was noch? Die große Schar. Ja, natürlich. Selbstverständlich, die studieren wir gerade. Und dann gibt es noch etwas vor dem Thron Gottes.

[24:08] Und wir gehen weiter. Aber danke für diesen Hinweis auf die 144.000. Sie werden ja noch einmal erwähnt in Offenbarung 14, wo sie dann stehen auf dem Berg Zion und vor dem Herrn stehen als Erstlinge der Erlösten. Das heißt, Offenbarung 7 hat ganz enge Bezüge zu Offenbarung 4 und 5 und ganz enge Bezüge zu Offenbarung 14, zur dreifachen Engelsbotschaft, und ganz enge Bezüge zu Daniel 7, weil in Daniel 7 heißt es, dass dort der Menschensohn vor den Herrn gebracht wird, vor den Vater, vor den Uralten, der übrigens ein Gewand an hat, das weiß ist, weiß wie der Schnee.

[24:52] Und er wird vor ihnen gebracht, und ihm sollen dann dienen, oder vor ihm steht, die ganz enge schauen, dann dienen alle Völker, Stämme, Sprachen, Nationen. Und wir wollen jetzt dort hingehen und uns die Frage stellen: Was hat es mit diesen weißen Kleidern auf sich, dass sogar Gott, der Vater selbst trägt, dass die 24 Ältesten tragen und dass diese große Schar trägt?

[25:20] Und mit Matthäus 22, mit dem Gleichnis zu sprechen, jeder, der im Himmel ist oder und dort längerfristig bleibt, was hat es mit diesen weißen Kleidern auf sich? Denkt zurück an das Alte Testament, 2. Mose Kapitel 28. Das weiße Gewand des Hohenpriesters war etwas ganz Besonderes. Er hat im täglichen Dienst, genau jeden Tag durch das Jahr hindurch, ein sehr schönes Gewand angehabt, oder mit Purpur und Scharlach. Das war eine Mischung aus Blau und Rot. Es war mit einem goldenen Erfurt ausgestattet, da waren Edelsteine drauf, da war ein machtvoller, prächtiger Turban. Die schillerndsten Farben, die kostbarsten Gegenstände, die diese Erde zu bieten hat.

[26:09] Aber an einem Tag im Jahr hat das der Hohepriester ganz anders gemacht. Da hat er dieses schmuckvolle Gewand abgelegt, hat die Edelsteine beiseite gelegt, hat den Schmuck beiseite gelegt, hat den Prunk beiseite gelegt und hat ein einfaches, schlichtes, leinendes Gewand angehabt. Und Leinen war damals so ziemlich das, was am weißesten sein konnte.

[26:35] Es war ein weißes Gewand, das der Hohepriester trug, und er trug es am großen Versöhnungstag, weil es eine besondere Symbolik hatte. Warum? Einmal sollte es ausdrücken, dass an diesem Tag der Hohepriester Gott so nahe kommt wie an keinem anderen Tag im Jahr. Er würde nämlich wo stehen und das Blut spritzen vor dem Thron Gottes und vor der Bundeslade, seinem Sitz, seinem Thron. Und würde das Blut des Ziegenbocks, aber ist okay, spritzen auf den Thron Gottes und würde ihn in direkter Gegenwart sein, mit der Wolkensäule und mit Gott selbst in einem weißen Gewand.

[27:30] Das heißt, der Hohepriester, wenn er Gott begegnen will, er braucht sein weißes Gewand. So Jesus, wenn er in den Himmel gehen will, er braucht ein weißes Gewand. Jesus durfte nicht anders als mit einem weißen Gewand in den Himmel wieder zurückgehen, als die Erstfrucht.

[27:53] Doch was war noch? Was lernen wir noch von dem weißen...

[27:55] Was lernen wir noch von dem weißen Gewand? Nicht nur der Hohepriester sollte an diesem Tag weiß sein und rein sein von Sünde, sondern das Volk selbst. In 3. Mose, Kapitel 16, Vers 30 heißt es, dass an diesem Tag, wenn der Hohepriester diesen Dienst verrichtet des großen Versöhnungstages, das Heiligtum rein sein soll von aller Sünde. Und dann werden so ziemlich alle Sündenbegriffe aufgezählt, die es im Alten Testament gibt. Und dann wird gesagt, dass auch das Volk rein sein soll, also auch bildlich gesprochen, symbolisch gesprochen, in weißen Gewändern sein soll.

[28:38] Ja, und vielleicht geht es uns auch so wie dem Hohen Priester Jesua, dass wenn wir ehrlich sind und wenn wir demütig sind, wir uns sehr freuen auf diesen Tag, wenn es soweit sein wird, dass wir vor dem Thron Gottes stehen dürfen. Aber wenn wir jetzt ehrlich in uns hineinschauen, sagen müssen, wir sind noch nicht bereit, dann habt keine Angst. Jetzt ist die Zeit, dieses Kleid sauber zu machen. Und das ist das, was Jesaja so wunderschön ausdrückt in einem vielleicht der schönsten Bibeltexte über Vergebung und Reinigung. Jesaja, Kapitel 1, Vers 18: „Wenn nun eure Sünde so rot ist wie Blut, oder so rot wie Scharlach, soll sie doch schneeweiß werden und soll so hell werden wie die Wolle.“ Ist das nicht eine wunderbare Verheißung? Jesus kann alle unsere Sünden vergeben und er kann uns reinmachen. Davon, der kann uns ein neues Gewand schenken und uns auch rein erhalten.

[30:05] Das ist mein Lieblingsabschnitt jetzt in diesem Kontext. Markus, Kapitel 9, Vers 3. Und dort heißt es: „Und dann drei und nach sechs Tagen nimmt Jesus den Petrus und den Jakobus und den Johannes zu sich und führt sie allein beiseite auf einen hohen Berg. Oder wurde vor ihnen verklärt und seine Kleider wurden glänzend, sehr weiß wie Schnee, wie kein Bleicher auf Erden sie weiß machen kann.“ Das heißt, hier selbst schon auf der Erde bekommt Jesus für den Augenblick dieses weiße, strahlend weiße Gewand, weiß wie der Schnee, weiß wie kein Bleicher auf der Erde bleichen kann. Der Vater hat das weiße Gewand, der Sohn hat das weiße Gewand, die 24 Ältesten haben das weiße Gewand, die große Schar, die vor dem Thron steht, hat das weiße Gewand.

[31:18] Lasst uns ein bisschen einen Ausflug machen in die Wissenschaft und lass uns ein bisschen über die Farbe Weiß nachdenken. Tatsächlich ist es in unserer Kultur auch bis auf den heutigen Tag noch so, dass die meisten jungen Frauen sich wünschen, wenn es irgendwie geht, an einem der vielleicht größten Tage ihres Lebens, ein weißes Gewand zu tragen, nicht wahr? Und das kann für diesen Tag eigentlich gar nicht weiß genug sein, weil es etwas ausdrückt. Was würdet ihr sagen, drückt es aus? Sinnlosigkeit? Eine große Freude und eine Dankbarkeit und auch ein Glücklichsein, oder?

[32:11] Und ja, wie wird ein Hochzeitskleid weiß gemacht? Da kommt jetzt das ins Spiel, was es schon seit der Antike gibt, oder diesen Bleicher, der in einer Art von Lauge, einer gewissen chemischen Substanz, einen Stoff bleich macht oder hell macht, weiß macht. Und dass das gar nicht so einfach ist, etwas weiß zu machen. Früher hat man das mit Chlor gemacht. Heute steht auf den meisten Kleidungsstücken: „Chlorfrei gebleicht“, oder um die Umwelt nicht zu belasten. Ein anderes Thema. Aber wie sieht denn das Kleid einer der schönsten Braut auf dieser Erde aus, wenn man ein weißes Blatt Papier darüber hält? Nicht mehr ganz weiß, gell? Es ist so eine Art gebrochenes Weiß. Es ist nicht ganz weiß. Woran liegt das, dass es so schwer ist, ein reines Weiß Herz zu bekommen auf dieser Erde?

[33:10] Da müssen wir die Maler fragen. Da gibt es eine Farbe, das ist jetzt kein Witz, die heißt Weiß 2.0. Ja, streicht eure Wände nicht mit Weiß irgendeinem Weiß, sondern mit Weiß 2.0, wenn ihr sie wirklich weiß haben wollt. Das weißeste Weiß, das euch ein Maler bieten kann auf dieser Erde, ist auch nicht 100% weiß. Das liegt wissenschaftlich gesehen an einem ganz einfachen Phänomen, dem sogenannten Albedo-Effekt. Schon mal gehört? Albedo-Effekt. Danke schön.

[33:47] Der Albedo-Effekt bedeutet wissenschaftlich gesehen, wie hält es sich um das Verhältnis zwischen Lichtreflexion und Lichtabsorption von einem Gegenstand. Noch mal ganz einfach gesagt: Wenn ich einen Stoff oder eine Substanz auf dieser Erde habe, wie viel Licht wird wiedergespiegelt und wie viel Licht wird sozusagen aufgenommen? Und das setzt man ins Verhältnis, Reflexion zu Absorption, setzt man ins Verhältnis. Und jetzt ist das ganz einfache Mathematik: Je höher dieser Wert ist, er kann maximal eins sein oder 100%, umso weißer ist ein Gegenstand. Ist ja logisch, weil er dann das ganze Licht in seinem vollen Spektrum, in allen Farben, 100% reflektiert.

[34:34] Also, es liegt daran, dass das Hochzeitskleid nicht ganz weiß ist, weil es nicht einen Albedo-Wert von 100% oder eins hat. Was ist denn die weiße Substanz auf unserem Planeten? Wer weiß das? Bitte.

[34:47] Schnee. Super, sehr gut. Schnee hat einen Albedo-Wert von 0,99%. Kann sogar im Universum vom Mond ausgesehen werden, weil es so schön weiß ist. Was ist noch sehr weiß? Was kann noch sehr weiß sein auf dieser Erde?

[35:08] Wolken. Sehr gut. Gewisse Wolken können sehr weiß sein. Ich finde das noch sehr spannend, weil das etwas zum Ausdruck bringt. Gibt es da nicht diesen Bibeltext in 2. Korinther 3, Vers 18, übrigens der Lieblingstext von Schwester White.

[35:27] Müssen wir noch mal lesen, glaube ich. Zweiter Korinther 3, Vers 18. Lesen wir das noch mal nach. Was hat das jetzt mit dem Albedo-Effekt zu tun? Zweiter Korinther 3, Vers 18.

[35:44] „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.“ Das heißt, wir werden geprägt durch das, was wir anschauen. Und wenn wir Jesus anschauen in seinem Wort, regelmäßig jeden Tag, wenn wir mit ihm gehen im Gebet, mit ihm verbunden sind, anderen weitergeben, was er uns Kostbares anvertraut hat, dann hat das eine Auswirkung auf uns. Oder unser Angesicht wird verändert. Es findet eine Steigerung des Albedo-Werts ab bis Jesu Ebenbild, 100% wie der gespiegelt ist. Ist das nicht schön?

[36:37] Wer wünscht sich einen Albedo-Wert von seinem Gewand vor dem Thron Gottes von 100%?

[36:48] Wie geht das noch mal? Wie geschieht das noch mal? Was sind die Voraussetzungen? Was haben wir gelernt? Ein elend sein, Demut, niedergeschlagen sein. Das ist ein anderes Wort in der Bibel für Reue. Oder das sind die, denen Jesus gerne dieses weiße Gewand gibt.

[37:19] Und die dann stehen können. Wir gehen weiter. Wir sind immer noch in Offenbarung 7, Vers 9. Es fehlt noch ein letzter Teil, der dritte Teil. Wir haben nachgedacht über das Stehen vor dem Thron Gottes. Wir haben nachgedacht über die weißen Gewänder oder Kleider. Und jetzt fehlt noch etwas. Es werden dort Palmzweige geschwungen.

[37:54] Wo kommen denn die Palmen vor in der Bibel? Tatsächlich, ganz interessant. Sie kommen auch vor im Tempel Gottes. Das wisst ihr, dass so Cherubim eingraviert sind in oder eingeflochten sind in den Vorhang und dann auch später in den Tempel. Und dann heißt es dort auch tatsächlich, dass das so Abbildungen von Palmen, von Palmzweigen eingearbeitet sind, kunstvoll.

[38:25] Die Palme ist ein ganz besonderer Baum. Wir kennen ihn nicht so gut, aber ihr müsst euch vorstellen, wenn ihr euch in einer Kultur befindet, in einem Land befindet, wo es viel Trockenheit gibt und wo viel Wüste ist und viel Hitze ist, da kann dieser eine Baum so einen großen Unterschied machen, weil er gewissermaßen sprichwörtlich entscheiden kann über Leben und Tod. Oder wenn man eine Palme sieht in der Wüste, dann ist man gerettet, wenn es keine Fata Morgana ist. Weil eine Palme ganz tiefes Wurzelwerk hat und hinunterstreckt ihre Wurzeln, bis sie das Wasser, das rettende Wasser erreicht. Und so ist es dann auch in Psalm 92. Da sagt Gott, Vers 12: „Die Gerechten, sie sollen blühen wie der Palmenbaum.“

[39:27] Kann das sein, dass auf Gottes Seite zu stehen in der Endzeit so ein bisschen bedeutet, wie ein Palmenbaum allein in der Wüste zu stehen, in herausfordernden Umständen? Aber werden die Wurzeln tief gehen bis zum lebendigen Wasser und wir diese Verbindung haben zu Jesus Christus, dann brauchen wir nichts zu befürchten von keinem Sandsturm, auch nicht vom Sturm der vier Winde und von keiner einzigen Plage, die da verheißen ist zu kommen.

[39:59] Palmzweige gab es auch bei einem ganz besonderen Fest in Israel. In 3. Mose, Kapitel 23, Vers 40, wurden Palmzweige geschwungen, oder beim Laubhüttenfest, das Abschlussfest des israelitischen Kalenders, wo die große Freude zum Ausdruck gebracht wird. Alle, alle, alle kommen nach Jerusalem und alle haben Anteil an dieser Freude, an diesem Glücklichsein, an diesem Symbol des Sieges. Weil normalerweise war es so, dass er zu den israelitischen Festen nur die Männer hingegangen sind, oder und vielleicht noch ältere Kinder. Aber zum Laubhüttenfest sind sie alle gekommen, auch die Frauen. Was für ein besonderer Ausdruck der Freude und des Lobpreises und des Sieges Gottes.

[40:52] Wir gehen weiter in Johannes, Kapitel 12, Vers 13. Dort waren wir schon, ihr müsst es nicht noch mal aufschlagen. Bleibt in Offenbarung 7, ruhig beim Einzug Jesu in Jerusalem. Oder da werden Teppiche ausgebreitet vor Jesu Esel und es werden Palmzweige geschwungen über Jesu Haupt als ein Symbol des Sieges. Oder weil damals in der Antike auch im imperialen Rom ein Imperator, ein Herrscher, wenn er denn aus einer Schlacht siegreich zurückgekehrt ist, dann ist ein Triumphmarsch absolviert worden, oder und er ist in einem besonderen Wagen gelaufen und ihm wurde ein Lorbeerkranz über das Haupt gehalten. Und dann hat er selber einen Palmzweig oft in der Hand gehabt als Ausdruck des Sieges. Oder weil diese Palme, die kann auch noch blühen und sie blüht in welcher Farbe?

[41:47] Weiß. Danke schön. Interessant, oder? Der Sieg, weiß, nicht rot.

[42:00] Dann gab es da noch jemanden, der dann neben ihm stand. Das ist jetzt nur eine kleine Anekdote für euch. Die haben das auch schon so ein bisschen gewusst und bisschen was haben die Römer auch verstanden. Interessant, diese Palmzweige sind eigentlich immer ein Symbol des Sieges gewesen. Und so sind sie ein Sieg, ein Symbol des Sieges auch von dieser großen Schar, die ihre Palmzweige schwingen vor dem Herrn. Also das weiße Gewand kommt vom Herrn selbst, aber die Palmzweige werden geschwungen von den Erlösten.

[42:45] Ich lese von Ellen White an ihren Sohn, 30. August 1907, ein Brief 270. „Gott kann den Menschen genau zu dem Ausmaß gebrauchen, wie er sich vom Heiligen Geist benutzen lässt. Menschen, die verantwortungsvolle Positionen annehmen, wie Präsidenten, Prediger, Ärzte oder Arbeiter, egal in welchem Bereich.“

[43:30] „Denen muss ich sagen, oder möchte ich sagen: Gott wird jeden Menschen testen oder prüfen, der in seinen Dienst eintritt. Er misst aber nicht unsere Fähigkeit nach dem Standard der Welt. Er fragt nicht: Besitzt dieser Mensch Gelehrsamkeit oder Beredsamkeit? Er fragt nicht nach unserer Fähigkeit, delegieren und managen zu können.“ Sie schreibt wörtlich sogar, kontrollieren zu können.

[44:10] „Er fragt: Werden sie meinen Charakter widerspiegeln? Werden sie in Demut wandeln, dass ich sie meine Wege lehren kann? Der Seelentempel soll nicht verunreinigt werden durch irgendein leichtfertiges oder unreines Verhalten, die ich anerkennen werde in den himmlischen Höfen müssen ohne Flecken oder Runzeln sein. Der Herr wird demütige Menschen gebrauchen, um eine große und gutes Werk zu tun. Durch sie wird er der Welt die unnachahmlichen Merkmale der göttlichen Natur oder des göttlichen Wesens widerspiegeln.“

[45:15] Ja, es sind weiße Gewänder. Ja, sie haben keine Flecken. Ja, sie kommen von Jesus. Ja, völliger Sieg ist möglich. Nicht einfach nur Vergebung. Aber es sind Menschen, die in Demut vor dem Herrn wandeln.

[45:44] Wo Johannes so treffend sagt, der ja auch die Offenbarung verfasst hat. Wie sagt ihr: „Ihr liebt Gott und liebt euren Nächsten nicht?“ Das geht nicht, ihr Lieben. Es kann nicht sein, dass ihr das weiße Gewand anhabt und euch noch an eurem Schwester oder Bruder stört. Oder ich das tue. Ich glaube, wir brauchen die Demut vor dem Herrn.

[46:13] Ich möchte gerne zum Schluss kommen mit einer wahren Begebenheit aus meinem Leben, gerade gestern sich erst ereignet. Wir waren zusammen mit meiner Frau und meinen beiden Kindern im Garten vor unserem Haus und haben noch alles vorbereitet, weil ein Unwetter im Anmarsch war und bevorstand. Man hörte schon das Grollen des Donners in der Ferne und der Himmel zog sich zu mit grauen, düsteren Wolken. Und wir waren noch die letzten Aufräumarbeiten zu machen. Der eine hat hier gearbeitet, der andere dort. Und meine kleine dreijährige Tochter stand vor der Mama und schaute sie an und sagte: „Mama, ich habe keine Angst vor der Nacht, die jetzt kommt und vor dem Donner.“

[47:27] Und sie sagt so: „Nee, sie hat keine Angst.“ Mit ihren drei Jahren. „Mama, ich habe keine Angst vor der Nacht, die jetzt kommt und vor dem Donner, der grollt, weil du bist bei mir.“ Und das soll meine Ermutigung sein. Es ist ein hoher Standard, den Gott hat, aber er will uns auch helfen dabei. Er legt uns eine Aufgabe auf, aber er hilft uns dabei und er lässt uns nicht allein.

[48:03] Und wie könnte man das treffend da ausdrücken als in Hebräer, wo es heißt, Vers 27: „Durch Glauben verließ er Ägypten, Hebräer 11,27, ohne die Wut des Königs zu fürchten, oder ohne diese Angst, denn er hielt sich an den Unsichtbaren, als sehe er ihn.“ Das ist das, was Gott sich wünscht, dass wir ihn nicht erst sehen vor dem Thron in seinem weißen Gewand, umgeben von der Herrscher aller Herrscher und von allen Wesen des Universums, sondern er wünscht sich, dass wir ihn jetzt schon in genau dieser Zeit, in der wir jetzt stehen und in dieser herausfordernden Zeit, die uns bevorsteht, dass wir ihn sehen, dass wir wissen, er ist bei uns jeden Tag, jeden Augenblick. Dann brauchen wir keine Angst zu haben vor dem, was da kommt. Und wir dürfen gewiss sein, dass der, der das gute Werk begonnen hat, ist auch gerne bereit ist, nicht halbfertig zu machen, nicht dreiviertel fertig zu machen, sondern zu vollenden bis an den Tag der Wiederkunft Christi.

[49:36] Das ist mein Wunsch und mein Gebet für euch und auch für mich. Amen.


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