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In diesem Spezial von Joel Media TV analysiert Christopher Kramp die prophetischen Entwicklungen des Jahres 2015 im Lichte der biblischen Prophetie. Er beleuchtet die Rolle des Papsttums, die zunehmende globale Vernetzung und die Veränderungen in den USA. Besonderes Augenmerk liegt auf der Enzyklika „Laudato Si'“ und den damit verbundenen Botschaften zur Ökumene und zum Klimaschutz, sowie auf den politischen Entwicklungen in den USA, die auf eine stärkere Verbindung von Kirche und Staat hindeuten.


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Serie: Joel Media TV Spezial (Zeitgeschehen im jährlichen Update)

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem dritten Joel Media TV Spezial. Schön, dass ihr da seid, in so großer Anzahl und Menge. Schön, dass ihr jetzt dabei seid im Internet, auch die dann später diese Aufnahme sehen werden auf Joel Media TV oder auf einigen YouTube-Kanälen, wo auch immer dann. Das Thema heute in unserem dritten Spezial: Der Papst, das Klima und die USA. Es ist im Grunde genommen ein Nachfolgethema. Wer von uns ist eigentlich vor einem Jahr im Februar dabei gewesen, als wir über Papst Franziskus und den dritten Engel gesprochen haben? Doch, etliche. Wer jetzt keine Ahnung hat, wovon ich rede, der wird hoffentlich trotzdem noch eine ganze Menge mitbekommen heute. Für alle, die jetzt aber trotzdem im Internet vielleicht dann später diese Aufnahme sehen, möchte ich noch einmal sagen, sehr deutlich, was wir auch in der Werbung gesagt haben: Dieser Vortrag ist ein Nachfolge-Vortrag. Wer sich gar nicht auskennt in der Prophetie, so mit Daniel, Offenbarung, da empfehlen wir zwei Serien auf Joel Media, die heißen nämlich einmal "Ausweg 2012" und "Ermagna Confliction". Das ist nämlich eigentlich die Grundlage, auf die wir jetzt aufbauen. Wir werden jetzt viele Dinge einfach behaupten, ohne sie groß zu beweisen, weil wir die Zeit dafür nicht haben. In diesem Vortrag heute geht es darum, ausgehend von der Interpretation dieser Kapitel, Offenbarung 13 und 14, zu schauen, wie sich im letzten Jahr wieder prophetische Dinge erfüllt haben. Bevor wir beginnen, möchte ich uns alle einladen, dass wir gemeinsam ein Gebet sprechen und wir können dazu aufstehen.

[1:35] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen danken, dass du mit deinem Heiligen Geist unsere Gedanken führen möchtest. Wenn wir jetzt über die Prophetie nachdenken, über Dinge, die in unserer Zeit, in unserer Welt passieren, dann möchten wir dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist zu uns sprichst, dass du uns wachrüttelst und dass wir erkennen, dass diese Zeichen der Zeit deutlich zeigen, dass die Wiederkunft kurz bevorsteht und dass es darauf ankommt, sich persönlich vorzubereiten. So möchten wir dich bitten, dass du jetzt unter uns bist, durch deinen guten Geist und alle Störende fernhältst. Im Namen Jesu. Amen.

[2:14] Bevor wir mit den Neuigkeiten des letzten Jahres beginnen, würde ich gerne trotzdem einen kurzen Blick in die Bibel werfen. Schlagt mit mir auf Habakuk, Habakuk Kapitel 2.

[2:45] Habakuk Kapitel 2 und dort Vers 1. Dort heißt es von dem Propheten Habakuk: "Auf meine Warte will ich treten und auf dem Turm mich aufstellen, damit ich Ausschau halte und sehe, was er mir sagen wird und was ich als Antwort weitergeben soll auf meine Klage hin." Damals zu biblischen Zeiten war es nicht unüblich, dass Menschen sich auf eine Mauer, auf eine Zinne, auf einen Turm gestellt haben, um Ausschau zu halten. Kann mir jemand sagen, worauf haben die wohl geachtet? Warum war es notwendig, dass Menschen auf einer Mauer Ausschau halten sollten? Genau, es war eine Wache, die achten sollte, ob nicht irgendwo am Rande des Horizontes sich ein Feind findet. Ein ähnliches Bild finden wir auch bei Jesaja. Jesaja 21, noch als ein zweites Beispiel dafür. Jesaja 21, dieses Bild von dem Wächter ist in der Bibel auch ein Bild für Prophetie und für Prophetieauslegung und für das Predigen über Prophetie.

[3:55] In Jesaja 21 und dort Vers 11 und 12 heißt es: "Die Last über Duma. Auf, siehe, ruft man mir zu: Wächter, ist die Nacht bald vorbei? Wächter, ist die Nacht bald vorbei? Der Wächter spricht: Der Morgen ist angebrochen und doch ist es noch Nacht. Wenn ihr fragen wollt, so fragt, kommt bald wieder." Also hier haben wir das Bild von einem Wächter, der steht auf einer Zinne oder auf einer Burg, auf einem Turm und schaut in die Ferne und andere Menschen kommen jetzt zu ihm und fragen: "Wie lange noch? Wie lange noch?" Wer auf einem Turm steht, auf einer Mauer, der kann weiter blicken.

[4:35] Der Sinn des Wächters besteht allerdings nicht darin, einfach nur zu wissen, der Feind kommt. Stellt euch vor, ihr lebt in einer Stadt, damals zur Zeit der Bibel, und da gibt es einen Wächter, der steht auf der Mauer. Und stellt euch vor, eines Morgens ruft er: "Der Feind kommt, der Feind kommt, der Feind kommt!" Was denkt ihr wohl, was würdet ihr als Stadtbewohner jetzt tun? Fragen wie viele. Genau. Der Wächter tut das nicht, damit jetzt alle Stadtbewohner ebenfalls auf die Mauer springen und sagen: "Hey, ich möchte auch mal gucken, wie sieht der eigentlich aus!" Das Beobachten des Feindes ist keine Sache in sich selbst, sondern das Beobachten des Feindes ist nur ein Signal, sich selbst vorzubereiten. Wenn da kein Wächter ist, dann kommt der Feind unerwartet. Aber wenn man vor lauter Beobachtung des Feindes – guck mal, wie die Babylonier aussehen, die haben eine gelbe Rüstung, blaue Rüstung, siehst du das Zeichen dort? – wenn man vor lauter Beobachtung des Feindes die eigene Vorbereitung verpasst, dann hat man vielleicht die ganze Zeit auf der Mauer gestanden, aber man ist immer noch unvorbereitet, wenn der Feind kommt.

[5:49] Das heißt, Prophetie erfüllt genau diesen Zweck. Sie soll uns zeigen, wo wir stehen. Sie soll nicht dazu führen, dass wir jetzt Tag ein und Tag aus nur noch schauen, wie der Feind aussieht. Ich sage das mit Bedacht, weil wir in diesem Vortrag sehr viel von dem anschauen werden, was sich in der Prophetie momentan um uns zeigt. Aber wir machen das auch mit Bedacht nur einmal im Jahr, weil der Fokus soll auf der Bibel liegen und auf dem Evangelium. Aber von Zeit zu Zeit ist es wichtig zu gucken, wie sieht der Horizont aus.

[6:16] Und in diesem Kontext haben wir uns vor zwei Jahren zum ersten Mal hier getroffen, also nicht hier, damals noch in Cannstatt, und haben über die Ereignisse von Tony Palmer gesprochen. Soll ich da noch erinnern, wie dieser anglikanische Bischof da auf dieser Konferenz diese Videobotschaft von dem Papst vorgespielt hat? Wir haben das alles übersetzt und ausgewertet. Lang und breit: Papst Franziskus, Tony Palmer und der dritte Elia. Letztes Jahr haben wir dann im Anschluss daran geschaut, was aus diesem Treffen geworden ist in Bezug auf die USA, in Bezug auf den Protestantismus, in Bezug auf den Papst. Wir haben festgestellt, dass 2014 ein revolutionäres Jahr war für den Papst. Der ist im sechsten Gang gefahren und hat viele, viele Dinge getan. Und heute, wie gesagt, wollen wir uns anschauen, was im letzten Jahr, also 2015, an signifikanten Dingen passiert ist.

[7:05] Dabei wollen wir nur noch mal kurz erwähnen, dass die Identifikation des Papsttums mit dem kleinen Horn aus Daniel 7 und dem Tier aus Offenbarung 13 etwas ist, was nicht wir uns jetzt aus den Fingern gesogen haben, was vom Himmel gefallen wäre. Obwohl es in gewisser Weise vom Himmel gefallen ist. Etwas, das als biblische Wahrheit von allen protestantischen Reformatoren verkündigt worden ist. Ich erwähne das immer wieder gerne. Sie haben sich in vielen Dingen gestritten, aber zwei Sachen, da waren sie sich ganz einig: Nämlich die Bibel ist das Wort Gottes und der Papst ist Antichrist. Und dafür hatten sie nicht nur hier oder da einen Vers, den sie vielleicht so oder so deportiert haben, sondern es gab eine ganze Reihe.

[7:48] Und ich habe einfach mal hier noch mal zur Zusammenfassung so eine kleine Liste von Kennzeichen dieses Antichristen, der im Alten und Neuen Testament erwähnt wird, aufgelistet, ohne dass wir die jetzt ausführlich studieren. Einfach nur mal so als Revue oder für die, die es nicht kennen, dann als Anreiz, das selbst zu studieren. In Daniel 2 wird uns gesagt, dass Eisen und Ton sich vermischen werden – der Kirchenstaat ist die Erfüllung. Wir lesen von einem kleinen Horn, das als kleines Königreich aus dem vierten Tier, das heißt, in der Nachfolge Roms zwischen den zehn Hörnern in Europa, nach den zehn Hörnern, das heißt nach 476 nach Christus. Drei Hörner sollen vernichtet werden: die Heruler, Vandalen, Ostgoten bis 538. Es hat einen religiösen Charakter, diese Menschenaugen sind ein Symbol dafür. Es redet große Dinge gegen Gott, Lästerung – da haben wir die Sündenvergebung und sich auf eine Stufe mit Gott stellen. Zeiten und Gesetz sollen geändert werden in Daniel 7, 25 – die versuchte Abschaffung des zweiten Gebots und die radikale Änderung des vierten Gebots. Wir haben die Heiligen des Höchsten sollen aufgerieben werden – die Verfolgung der bibeltreuen Christen. Wir haben die dreieinhalb Zeiten vorhergesagt, die sich in 538 bis 1798 erfüllt haben. Wir haben vorhergesagt, dass das Horn größer sein wird als alle anderen oder größer aussehen wird als alle anderen Hörner – der weitreichende Einfluss. Dass es verschieden sein wird als Kirchenstaat, nämlich, dass es die Wahrheit zu Boden werfen wird, die Bibel wird verboten werden und das Evangelium verändert. Dass es erfolgreich sein wird, das Unternehmen wird ihm gelingen. Dass es starke Macht haben wird, aber nicht aus eigener Kraft, weil nämlich der Kirchenstaat immer schon vom Militär anderer Staaten abhängig war. Dass es sich in seinem Herzen erheben wird, diese antichristliche Macht, was wir ja beim Papst dann sehen, diese Ansprüche, die es erhebt. Dass es andere durch Schmeichelei zum Abfall verleiten wird. Das Papsttum hat schon immer Politik zur Einführung falscher Lehren benutzt.

[9:31] In Hesekiel 28 wird uns gesagt, dass diese Bewegung zwar menschlich ist, aber vorgibt göttlich zu sein, dass sie weiser als Daniel ist – im Papsttum finden wir großes intellektuelles Potenzial. Zu vielen Zeitaltern waren die meisten Wissenschaftler und die meisten Denker in diesem System. Und das große strategische Vorgehen, was wir dort beobachten können. Jesus hat gewarnt vor Verführern, die in seinem Namen, also als Christen, kommen würden und beanspruchen, der Christus, der Gesalbte, zu sein. Der Gesalbte war im biblischen Denken nichts weiter als der Priester, der Prophet oder der König. Und so finden wir hier jemanden, der von sich sagt, dass er Priester ist, König ist und auch Prophet im Sinne der Unfehlbarkeit und sich im Christentum entsprechend manifestiert hat.

[10:24] Apostelgeschichte, Paulus war vor dem Abfall innerhalb der Gemeinde durch falschen Lehren – auch da sehen wir, dass das im Christentum, im Urchristentum entstanden ist. In der Zeit des Thessalonicher haben wir ebenfalls die Prophezeiung auf den Abfall vor der Wiederkunft, den Sohn des Verderbens, dass er sich über Gott erhebt und sich als Gott ausgibt. Zur Zeit von Paulus gab es das schon im embryonalen Zustand. Er sagte: "Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit, das bewegt sich schon, das ist schon aktiv." Und wir sehen schon im ersten, zweiten Jahrhundert die ersten Irrlehrer, die in Rom, interessanterweise, dort schon ihr Unwesen trieben, wie Simon Magus und später die Gnostiker, die schon die ersten Wurzeln gelegt haben, die ersten Samen für das spätere Papsttum. Geheimnis der Gesetzlosigkeit, nämlich die Veränderung des Gesetzes, die versucht worden ist.

[11:07] Wir haben 1. Johannes, der ebenfalls von dieser Macht spricht, als dem kommenden Antichristen, der schon Stellvertreter, der schon Vorläufe hat im ersten Jahrhundert. Das griechische Wort "anti" ist natürlich nichts weiter als eine Bezeichnung eines Stellvertreters. Wir haben in Offenbarung die Synagoge des Satans, die falsche Lehre organisiert in einer Gemeinde. Wir haben die Lehre Bileams, der versucht hat mit Strategie das zu erreichen, was mit bloßer äußerlicher Gewalt nicht erreicht werden konnte. Genau das haben wir in der Zeit von Konstantin dann erlebt. Wir haben die Frau Isaias, die sich Prophetin nennt, eine Kirche, die Unfehlbarkeit beansprucht, aber abfällt, nämlich die Lehre Bileams. Interessanterweise heißt es auch, dass ihr eine Zeit gegeben ist.

[11:53] Wir haben in Offenbarung 8, Vers 13 dieses "Wehe, Wehe, Wehe", das im Neuen Testament immer ein Symbol ist für Sünder, die die Wahrheit kennen und trotzdem nicht tun. Wir haben in Offenbarung 12 die Verfolgung der reinen Frau dreieinhalb Zeiten lang. Wir haben in Offenbarung 13 das Tier aus dem Meer, die sieben Köpfe und die zehn Hörner wie der Drache. Das entspricht also in vielem dem römischen Reich. Wir haben die Namen der Gotteslästerung, die Eucharistie, die Sündenvergebung, die Elemente von Panther, Bär und Löwe aus Griechenland, Medopersien und Babylon. Wir haben die Tatsache, dass es vom Drachen, also vom römischen Reich, Thronkraft und Vollmacht bekommt. Wir haben die tödliche Wunde von 1798 durch General Berthier, die 42 Monate hier nochmal. Die Lästerung des Namens Gottes, das heißt, dass der Charakter Gottes missrepräsentiert wird, unter anderem durch Lehren von der Hölle und vom Fegefeuer und so weiter, wird der Charakter Gottes falsch dargestellt. Wir haben die Lästerung des himmlischen Heiligtums, das heißt, durch Ablasshandel, Ohrenbeichte, Anrufung Marias wird der Heiligtumsdienst ad absurdum geführt. Wir haben interessanterweise die Lästerung der Himmelsbewohner, unter anderem dadurch, dass Engel, die den Himmel bewohnen, als kleine, nackte, oftmals hässliche Wesen dargestellt werden, als Putten. Wir haben in Offenbarung 13, Vers 7 den Krieg gegen die Heiligen in der Inquisition, die Vollmacht über jede Sprache, jede Nation, den Volkstamm, die globale Ausbreitung. Wir haben 666 als die Zahl, die sich ergibt, wenn man "Vicarius Filii Dei", Stellvertreter des Sohnes Gottes, mit römischen Ziffern liest.

[13:23] Dann die große Hure, die an vielen Wassern sitzt, eine abgefallene Kirche an vielen Nationen. Wir haben die Unzucht mit den Königen der Erde, den Wein der Unzucht, die falschen Lehren, ausgehend von einem falschen Verständnis des ewigen Bundes, überkleidet mit Purpur und Scharlach, Prunk und Reichtum, ein Geheimnis an der Stirn, das ist eine Mysterienreligion, in die man eingeweiht wird, wo dann der innere Kreis der Priester mehr Wissen hat als die Laien. In Offenbarung 17, Vers 5 haben wir das Babylon an der Stirn, nämlich viele Elemente aus der babylonischen Religion. Wir haben die Tatsache, dass sie Mutter der Huren ist, dass sie viele andere Kirchen, viele ehrliche Kirchen übernommen hat, dass sie auf sieben Bergen sitzt, mit den sieben Bergen erbaut ist Rom. Eine große Stadt soll sie sein, die die Herrschaft ausübt, und all das sehen wir erfüllt.

[14:13] Interessanterweise gibt es auch einige Prophezeiungen, die sich noch nicht erfüllt haben oder gerade dabei sind, sich so peu a peu zu erfüllen. Zum Beispiel, dass die tödliche Wunde wieder heilen wird, dass es irgendwann keinen ebenbürtigen Gegner mehr weltweit geben wird, dass die USA die Rolle spielen werden, die Vormachtstellung des Papsttums wieder hervorzubringen und dass der amerikanische Protestantismus das Papsttum imitieren wird und dass gemeinsam mit dem Spiritismus und dem Protestantismus die gesamte Welt gesammelt wird, wie es heißt dort in Offenbarung 16, für die Schlacht Harmagedon. Und dass viele wahre oder alle wahren Gläubigen aus dieser Kirche, aus den anderen Kirchen, austreten werden, hinausgehen werden und sich Gottes letzter Endzeitgemeinde anschließen werden.

[15:02] Das ist also eine kurze Zusammenfassung. Wer jetzt sagt: "Hey, das habe ich noch nie gehört", dann ist das eine gute Gelegenheit, zurückzugehen zu deiner Offenbarung und das alles noch mal ein bisschen zu studieren. Wir wollen an dieser Stelle jetzt etwas weitergehen und schauen, was sich im letzten Jahr diesbezüglich getan hat. Ihr wisst ja, dieses Wissen von dem Papsttum als dem Antichristen der biblischen Prophetie ist infrage gestellt worden durch Vertreter dieses Ordens, nämlich des Jesuitenordens, die haben damals durch den Präterismus und den Futurismus diese Lehre untergraben. Heute glaubt sie fast keiner mehr. Wir werden sehen, noch einige wenige und erstmals haben wir mit Papst Franziskus einen Jesuiten.

[15:47] Wir haben das letzte Mal gesehen, welche Rolle die USA spielen wird und nur mal ganz kurz zur Erinnerung, damit wir alle wieder auf der gleichen Fahrbahn sind. Wir haben festgestellt, dass es seit einiger Zeit Versuche gibt, diese verschiedenen protestantischen Kirchen gemeinsam mit Rom zusammenzubringen. Es gab diese berühmte gemeinsame Erklärung der Rechtfertigungslehre 1999. Haben wir angeschaut. Wir haben auch gesehen, dass große Dinge sich ereignet haben, wo amerikanische Präsidenten, Protestanten, sich hier vor dem toten Papst verneigt haben. Wir haben, wie gesagt, dieses Video von dem Papst damals analysiert im Zusammenhang mit Tony Palmer.

[16:25] Ihr erinnert euch vielleicht, dass im Jahr 2014 unglaublich viele amerikanische Teleevangelisten nach Rom gereist sind. Der Joel Osteen und viele andere, die dort als Delegationen immer dem Papst vorgesprochen haben, oft hinter verschlossenen Türen, und dort über weitreichende Themen gesprochen haben, wie sie dann selbst gesagt haben. Ihr könnt euch wahrscheinlich daran erinnern, wer diese Delegation hier zusammengebracht hat. Nicht nur mit einigen charismatischen Teleevangelisten, sondern mit den drei führenden Spitzen der weltweiten Evangelikalen Allianz. Nämlich mit dem Leiter, dem obersten Theologen und dem World Ambassador, dem Gesandten. Die drei führenden Spitzen für 700 Millionen evangelikale Christen, die dort zusammengekommen sind und, wie wir herausgefunden haben, dem Papst ein Dokument übergeben haben und gesagt haben: "Das würden wir gerne mit dir unterzeichnen 2017 in Rom." Und was daraus geworden ist und ob das noch weiter verfolgt wird, werden wir heute sehen. Ein Ziel soll auch sein, dass wir nachhaltig schauen, dass wir die Dinge weiterverfolgen und sehen, was daraus geworden ist.

[17:41] Vielleicht könnt ihr euch daran erinnern, dass der Charon gesagt hat: "Wir brauchen eine UN der Vereinten Religionen und am besten Papst Franziskus als Oberhaupt." Und vielleicht könnt ihr euch auch noch daran erinnern, dass vor allem die orthodoxe Kirche eine sehr starke Annäherung an den Papst vollzogen hat. Das Papsttum, vor allem durch den Bartholomäus. Franziskus und Bartholomäus sind sehr eng befreundet und hoffen, dass sie bald die Kirchenspaltung überwinden können. Und den letzten Coup im Jahr 2014 landete dann Papst Franziskus durch seine Vermittlung in dem Konflikt zwischen USA und Kuba. Und da haben wir gelernt, dass Dinge sich sehr schnell ändern können. Dinge, die seit Jahrzehnten unmöglich erschienen, sind über Nacht plötzlich gelöst, weil im Vatikan jahrelang Geheimverhandlungen stattfanden.

[18:33] Und so war das Fazit letztes Mal: 2014 war das fortschrittlichste Jahr für die katholische Kirche. Jetzt die Frage: Haben die 2015 auch noch was bewegt oder ist alles so geblieben beim Alten? Also fangen wir mal an mit einer Rückschau.

[18:50] Anfang 2015 im Februar, ich hoffe, ihr könnt es lesen, ich lese es auf jeden Fall vor, da gab es eine Umfrage unter amerikanischen Wählern. Und zwar unter amerikanischen Wählern der Republikaner. Ihr wisst ja, es ist gerade Vorwahlkampf, die Republikaner suchen nach einem Kandidaten und die Demokraten suchen nach einem Kandidaten. Und die Republikaner sind traditionell die, die eher mehr so dem evangelikalen, dem bibeltreuen Christentum anhängen. Da hat man in dieser Umfrage herausgefunden, dass erstaunliche 57 Prozent, das ist mehr als die Hälfte, der Republikaner die Verfassung ablegen wollen, also weglegen, nicht mehr haben wollen. Und stattdessen das Christentum als offizielle Nationalreligion einführen wollen.

[19:40] Das heißt, in den USA gibt es eine Stimmung. Also die Republikaner sind ungefähr die Hälfte der Wähler. Es gibt zwei Parteien, die Hälfte Demokraten, die Hälfte Republikaner. Und von dieser Hälfte, ungefähr nochmal die Hälfte, also ein Viertel der Amerikaner, die man da befragt hat, sagt: "Wir könnten uns vorstellen, dass die US-Verfassung einfach aufgelöst wird und wir stattdessen das Christentum als nationale Staatsreligion einführen." Das fand ich im Kontext von Offenbarung 13 und auch von den Aussagen von Ellen White im "Großen Kampf" äußerst interessant. Naja, ihr wisst übrigens, dass sie sagt, diese Bewegung wird letztendlich vom Volk ausgehen. Der Papst wird viel im Hintergrund machen, aber es wird vom Volk auskommen. Und hier sehen wir schon erste Anzeichen, dass das nicht so außergewöhnlich ist.

[20:29] Ihr wisst, dass der Papst, der angekündigt hatte, dann im September nach Amerika zu reisen, dort zu sprechen. Und Monate vorher hat ein Insider des Vatikans etwas verraten. Sein Name ist Professor Jeffrey Sachs. Er hat in einem Interview gesagt, dass der Papst eine Agenda hat. Das heißt, hier, der vatikanische Ratgeber sagt: "America's founding document" – damit ist die Verfassung gemeint – "is outmoded." Kann jemand übersetzen, was "outmoded" ist? Altmodisch. "It needs a new, global game." Und das wird hier nochmal ein bisschen aufgeführt. Und ich möchte euch das im Original zitieren. Das kommt aus dem Magazin "America". Das ist ein jesuitisches Magazin, interessanterweise. Und da haben wir diesen Jeffrey Sachs hier. Und er spricht: "A call to virtue." Ein Ruf für die Tugend. Klingt eigentlich ganz gut.

[21:40] Und in diesem Artikel erklärt er, was die philosophische Idee des Franziskus ist. Ihr solltet gut aufpassen. Was er sagt, klingt eigentlich gar nicht schlecht, ist aber ziemlich gefährlich. Zum Beispiel. Er sagt hier, ich übersetze gleich auf Deutsch: "Die Seligpreisungen, die von Papst Franziskus als Schlüssel zu der Evangeliumswahrheit angesehen werden, gehen überhaupt gar nicht um individuelle Rechte, sondern um Tugenden." Ihr werdet gleich sehen. Dieser Mann sagt, der Papst möchte weniger den Fokus legen auf individuelle Freiheitsrechte hin zur Tugend.

[22:27] In der amerikanischen Verfassung sind Rechte, die jeder Mensch hat und unveräußerlich sind, sehr wichtig. Zum Beispiel das Recht auf freie Religionsausübung, Recht auf freie Sprache und so weiter. Das heißt, die persönliche Freiheit wird von der Verfassung der USA stark geschützt. Aber hier wird jetzt gesagt, durch diesen Insider des Papstes, der hier in diesem Magazin so ein bisschen die Agenda des Papstes aufdröselt.

[22:58] Er sagt, der Papst Franziskus möchte ein bisschen von diesen individuellen Rechten weg, mehr zu einer anderen Strategie. Schaut mal hier. Und dann sagt er: "In modern terms, we would say that rights must be balanced with responsibilities." In anderen Worten: Du hast ein Recht, aber du hast auch Verantwortung. Das würden wir so sehen. Kant sagte, dass die Rechte des Individuums mit seinen Pflichten kombiniert werden müssen, so wie es der kategorische Imperativ sagt. Also gemäß Kant haben wir die Pflicht, uns so zu benehmen, gemäß der Maxime. Und nur dieser Maxime, die man wirklich auch in universelle Gesetze machen kann. Mit anderen Worten: Ja, ich bin frei, aber ich habe auch Pflichten. Das ist so die Idee, auf der auch die Verfassung basiert. Ja, ich bin frei, ich habe alle Freiheit in dieser Welt, aber es gibt auch Pflichten und wir sind voneinander verantwortlich.

[23:54] Dann sagt er aber: "Jesus aber und die antiken griechischen Philosophen meinten etwas ganz anderes, außer Verantwortung oder Pflichten." So wie Kant sie verstanden hat. Es ist wichtig oder nützlich für uns, einmal die Sicht von Aristoteles anzuschauen. Denn durch Thomas von Aquin ist die Vision von Aristoteles mit den Lehren von Jesus auf dem Berg harmonisiert worden. Also, was er sagt: Die katholische Kirche hat eine Lehre, die die Bergpredigten mit der Sicht von Aristoteles interessanterweise kombiniert. Und die geht folgendermaßen: "Wie seltsam wäre es doch für das amerikanische Ohr oder Auge zu hören, was Aristoteles auf seiner ersten Seite in dem Buch 'Die Politik' schreibt. Nämlich, dass der Staat naturgemäß eindeutig über der Familie und über dem einzelnen Menschen steht. Denn das Ganze ist wichtiger als das Teil."

[24:56] Das heißt, die grundlegende Philosophie, die von Aristoteles genommen wird und jetzt angeblich mit Jesus vermischt wird, ist: Der Staat ist wichtiger als der Einzelne. Das Wohl aller ist wichtiger als das Wohl eines Einzelnen. Das heißt, für das Wohl aller ist es nur richtig und billig, wenn du auf dein persönliches Recht verzichtest und es aufgibst, damit es dem ganzen Staat gut geht. Das klingt ja erstmal gar nicht schlecht. Das ist eine grundsätzliche katholische Lehre, mit der ist die Reformation bekämpft worden. Weil man gesagt hatte: Wenn jetzt ein Reformator auf sein privates Gewissen pocht, dann leidet ja der gesamte Staat, weil dann ist er keine Einheit mehr. Der Staat ist wichtiger als das Gewissen des Einzelnen. Und gemäß dieses Mannes ist das die Agenda von Franziskus. Er spricht also von Tugenden, er spricht von Gemeinsamkeit, er spricht von dem Wohl aller und meint damit: Das ist wichtiger als sein persönliches Recht.

[26:01] Und das ist interessant, weil das wird dann sozusagen die philosophische Grundlage sein, um zu sagen: Okay, wir müssen deine persönlichen Freiheitsrechte ein bisschen beschneiden, damit es allen besser geht. Und so ganz ähnlich sieht das auch im "Großen Kampf" aus. Und so weiter und so fort.

[26:21] Dann sagt er hier noch: "Die Kirche, also die katholische Kirche, lehrt, dass die Glücklichkeit eines einzelnen Menschen nur erreicht werden kann, wenn er sich mit der Gesellschaft solidarisiert." Das heißt, du alleine kannst gar nicht glücklich sein, du musst in Harmonie mit der Gesellschaft sein, ansonsten kannst du kein Glück haben. Deswegen ist es so wichtig, dass die Gesellschaft ein Ganzes ist. Und deswegen spricht er hier, dass der Einzelne sich ganz fest und unablässlich dem "common good" – dem Gemeinwohl – verpflichtet. Merkt euch diese Phrase: "The common good", "the common good". Ihr werdet gleich sehen, wie das in der Ansprache vom Papst immer vorkommt. "The common good", das Allgemeinwohl, das Allgemeinwohl. Das heißt, jeder Einzelne muss dafür sorgen, dass es dem Ganzen gut geht. Klingt ja nicht schlecht, oder? Ist aber etwas problematisch. Der einzelne Mensch kann keine Erfüllung in sich selbst finden, denn er existiert für die anderen.

[27:19] Und dann sagt er hier: "In der gegenwärtigen politischen Debatte in den Vereinigten Staaten, wo unveräußerliche Rechte des Einzelnen transmutiert sind in die moderne Doktrin des Libertarianismus." Diese Lehre fügt die individuellen Rechte nicht nur auf ein Podest über alle anderen, sondern sie verneint jeden Zugriff der Gesellschaft auf die einzelnen Menschen, um sie verantwortlich zu machen für ihr Verhalten. Die Idee von Tugendhass ist privatisiert worden, individualisiert worden und zunehmend kommerzialisiert. Und jeder Einzelne ist frei, seine eigene Tugend zu definieren, wie er möchte. Und das möchte der Papst ändern. Der Papst möchte nicht, dass jeder Einzelne seine Tugend definiert, wie er das möchte, sondern alle sollen in einer Gesellschaft sein. "The common good."

[28:24] Und dann sagt er hier: "Wir stehen einer moralischen Krise, nicht einer materiellen Krise, bevor." Und er sagt, Papst Franziskus wird zu den Vereinigten Staaten kommen und zu den Vereinten Nationen und er wird hier zu ihnen sprechen. Er wird sprechen zu den Weltliedern der wahrscheinlich größten Versammlung aller Staatsoberhäupter und Regierungen in der Geschichte. Und er wird, während sie sich um neue Ziele für die nachhaltige Entwicklung für kommende Generationen kümmern und so weiter und so fort. Also hier ist jemand, der sagt: "Okay, wenn der Papst spricht, meint er eigentlich das?" Und das ist von einigen Journalisten aufgegriffen worden, die gesagt haben: "Hey, Moment mal, das ist ja ganz schön interessant."

[29:11] Ebenfalls im Frühjahr 2015 berichtet "The Catholic Sun", eine katholische Zeitschrift, von einer Bewegung, die heißt "John 17 Movement" in Amerika. Und die veranstaltet so Kongresse für die christliche Einheit. Also, das ist ein Thema, das jetzt in Amerika ganz, ganz stark am Kommen ist. Es gibt überall so Bewegungen, die wollen diese christliche Einheit erzeugen. John 17 kommt natürlich von Johannes 17, wo Jesus betet, dass sie alle eins sein. Nun steht da auch, dass sie alle eins sein sollen im Wort, in der Wahrheit. Hier haben wir die Internetseite dieser Bewegung, John 17 Movement. Da sind also Protestanten und Katholiken gemeinsam zusammen und suchen nach Wegen, wie sie diese Einheit erzeugen wollen.

[30:03] Jetzt sagt ihr vielleicht: "Naja, das ist schon öfter mal vorgekommen." Aber interessanterweise hat wiederum der Papst eine Videobotschaft an diese Gruppe gerichtet. Habt ihr das gewusst? Davon gehört? Wer davon gehört von dieser Videobotschaft letztes Jahr? Also John 17 Movement in Phoenix hatten sie eine dieser riesigen Konferenzen. Und da haben wir den Papst auf ihrer Internetseite, der ebenfalls an sie eine kurze Botschaft gesendet hat. Die geht nur acht Minuten und die würde ich euch gerne vorspielen. Er spricht auf Spanisch, die Untertitel sind auf Englisch. Und da er sowieso kein Spanisch versteht, werde ich einfach, während er leise spricht, laut Deutsch gleich mit übersetzen. Er spricht auch recht langsam, also das wird ganz gut funktionieren. Und achtet mal auf das, was er sagt. Ich denke, ihr werdet es interessant finden.

[30:55] Brüder und Schwestern, möge der Friede Christi mit euch sein. Vergebt mir, dass ich in Spanisch rede. Mein Englisch ist nicht so gut, um mich gut ausdrücken zu können. Ich spreche Spanisch gleich, aber vor allem spreche ich die Sprache des Herzens. Das ist das Gleiche, was er auch gesagt hat, damals bei dem Tony-Palmer-Video, wenn ihr euch erinnern könnt. Er hat genau so angefangen. Ich habe die Einladung, die ihr mir gesandt habt, für diese Feier der christlichen Einheit, die ihr mir eingeschickt habt, diese Tag der Versöhnung. Und ich möchte euch von hier aus beitreten. Vater, dass wir eins sind, sodass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Das ist das Thema dieses Treffens. Das ist mein Wunsch, das Gebet von Christus zu seinem Vater, für die Gnade der Einheit. Heute, Samstag, 23. Mai, von 9 Uhr morgens bis 5 Uhr abends, werde ich bei euch sein, geistlich, mit meinem ganzen Herzen. Wir wollen gemeinsam suchen und gemeinsam beten für die Gnade der Einheit. Die Einheit, die gerade zwischen uns aufblüht, ist die Einheit, die unter dem Siegel der einen Taufe beginnt, die wir alle bekommen haben. Es ist die Einheit, die wir suchen, und zwar auf einem gemeinsamen Pfad. Es ist die geistliche Einheit des Gebets füreinander. Es ist die Einheit unserer gemeinsamen Arbeit. Und zwar für unsere Brüder und Schwestern und alle, die an die Souveränität Christi glauben.

[33:55] Liebe Brüder und Schwestern, Trennung ist eine Wunde im Körper der christlichen Gemeinde. Und wir wollen nicht, dass diese Wunde offen bleibt. Die Wunde muss heilen. Trennung ist das Werk des Vaters der Lüge. Wer ist der Vater der Lüge? Er sagt, wann immer sich etwas trennt, ist das ein Werk des Satan. Und wenn wir nicht gemeinsam sind, ist das das Werk des Satan. Es ist eine Wunde, die muss geheilt werden. Es ist eine Wunde, die muss getrennt werden. Heute gemeinsam, hier in Rom, und ich hier in Rom, und ihr dort drüben in Amerika, wollen wir beten, oder fragen, und unseren Vater bitten, dass er uns den Geist Jesu sende, den Heiligen Geist, und die Gnade gibt, eins zu sein, so dass die Welt glauben kann.

[35:17] Ich möchte etwas sagen. Ich fühle, auch wenn es vielleicht etwas kontrovers sein könnte, oder vielleicht sogar häretisch. Interessant, oder? Wenn der Papst sagt: "Wir sind eins", dann sind wir eins. Aber es gibt jemand, der weiß, dass trotz aller unserer Verschiedenheiten, wir eins sind. Es ist der, der uns verfolgt, der weiß, dass wir eins sind. Er ist es, der uns salbt mit dem Blut des Märtyrertums. Es ist ein bisschen merkwürdig. Er sagt, der Satan weiß, dass wir eins sind, und deswegen verfolgt er alle Christen, und mit diesem Blut salbt er uns. Also der Satan salbt uns Christen mit dem Blut des Märtyrertums. Weil alle Christen verfolgt werden, egal ob Protestanten, Katholiken, Orthodoxe, gehören auch alle zusammen. Natürlich, Christenverfolgung ist ein wichtiges Thema. Klimaschutz, wichtiges Thema. Familie, wichtiges Thema. Über diese Themen, wo wir eigentlich sagen würden: "Ja, das ist ja eigentlich schon ganz wichtig", über diese Kanäle kommt die Ökumene gekrochen. Dass wir eins sind, dass wir Brüder sind. Und er interessiert sich nicht, ob sie Evangelikale sind, oder Orthodoxe, Lutheraner, Katholiken oder Apostoliken. Das interessiert ihn gar nicht. Sie sind Christen. Und das Blut der Märtyrer vereint uns. Heute, liebe Brüder und Schwestern, leben wir in einer Ökumene des Blutes. Das sollte uns ermutigen, dass wir das tun, was wir heute tun, zu beten und gemeinsam die Ruhm zu führen, um die Distanz zwischen uns zu verkürzen und die Bande unserer Brüderschaft zu stärken.

[38:00] Ich bin überzeugt, dass es nicht die Theologen sein werden, die die Einheit unter uns hervorbringen. Theologen helfen uns. Die Wissenschaft der Theologen wird uns begleiten, wird uns helfen. Aber wenn wir hoffen, dass die Theologen miteinander eins werden, dann werden wir die Einheit erreichen, der Heilige Geist bringt Einheit. Der Heilige Geist bringt Einheit. Theologen sind hilfreich, aber die hilfreichste ist der gute Wille. Denn wir sind auf einem Weg mit unseren Herzen, die offen sind für den Heiligen Geist. In aller Demut möchte ich euch als ein weiterer Teilnehmer begleiten an diesem Tag des Gebietes, der Freundschaft, der Nähe und der Reflexion. In der Gewissheit, dass wir einen Herrn haben, Jesus ist der Herr. Und in der Gewissheit, dass er seinen Geist gesandt hat, der uns versprochen worden ist, so dass diese Harmonie um seine Jünger realisiert werden kann.

[39:30] Liebe Brüder und Schwestern, ich grüße euch alle. Ich grüße euch alle. Ich grüße euch warmherzig mit einer Umarmung. Ich bete für euch. Ich bete mit euch. Und ich bitte euch, betet auch für mich. Denn ich brauche eure Gebete, um treu sein zu können für das, was der Herr von meinem Dienst erwartet. Gott segne euch. Möge Gott uns alle segnen. Danke.

[40:32] Vielleicht ein kurzer Kommentar noch. Jeder Christ, der nicht mehr glaubt, dass der Papst der Antichrist ist, wird wahrscheinlich wenig Gründe finden, diesen Aufruf abzulehnen. Klimaschutz ist keine schlechte Sache. Familienschutz, keine schlechte Sache. Gemeinsam beten, keine schlechte Sache. Johannes 17 ausleben, keine schlechte Sache. Der einzige Grund, das abzulehnen, wäre das Wissen aus der Prophetie, dass das nur ein Täuschungsmanöver ist. Wenn ich das aber nicht mehr glaube, rennen wir in die Falle. Und ich möchte das deutlich sagen, weil vielleicht jemand hier sitzt und sagt: "Was ist so schlimm?" Es ist auch das größte Wunderbar. Das Problem ist, Rom ändert sich nicht. Ellen White sagt: Rom ändert nur den Ton, aber Rom ändert sich im Herzen nicht. Zu uns hat gerade ein Jesuit gesprochen, der geschworen hat, den Protestantismus auszurotten. Und er sagt: "Lasst uns alle zusammenkommen." Die Schlange hat damals gesagt: "Ihr werdet nicht sterben", und hat dabei gedacht: "Ich bring dich um." Eva konnte die Gedanken nicht hören, sie konnte nur hören, was sie gehört hat. Aber sie hatte das Wort Gottes, das ihr gesagt hat: "Tu es nicht."

[42:18] Es kommt der Zeitpunkt, da werden wir uns auf unsere Sinne nicht mehr verlassen können. Ich möchte euch ermutigen, jeden Einzelnen von uns: Lernt die Adventbotschaft. Und zwar so, dass ihr sie selbst versteht. Wir leben in einer Zeit, wo jeder Einzelne, jeder Jugendliche, jeder Erwachsene, jeder Mann, jede Frau, egal ob frisch getauft oder seit 50 Jahren in der Gemeinde, jeder sollte die Adventbotschaft selbst kennen. Und wissen, warum er das glaubt, und halbwegs wissen, wo es steht, damit man es wiederfinden kann, wenn es gebraucht wird.

[43:01] Der Papst spricht ganz freundlich. Er sagt im "Großen Kampf" im Himmel, da haben selbst die guten Engel gar nicht gewusst, was verkehrt ist an dem, was er sagt. Das klang alles so gut, was er gesagt hat. Nur wenn man es mit dem Gesetz Gottes verglichen hat, das da lag in der Bundeslade, dann konnte man sehen. Aber an den reinen Worten, das klang ganz gut. Und ich befürchte, ihr Lieben, ich befürchte, dass es auch in unseren Reihen Menschen geben wird, die sagen: "Hey, das klingt doch ganz gut. Das klingt doch gar nicht so antichristlich. Das klingt doch ganz vernünftig." Klingt es auch. Aber deswegen hat Gott uns nicht nur unseren Verstand gegeben, sondern wir brauchen auch, wenn unser Verstand nicht mehr ausreicht, wenn unsere Sinne nicht mehr ausreichend sind, um die Schlingen des Satans zu entdecken. Wir haben die Bibel, die reicht aus.

[43:58] Deswegen noch einmal mein Appell an jeden einzelnen von uns: Es reicht nicht aus, hier zu sitzen und zu glauben, wir haben ein oder zwei oder fünf oder zehn oder fünfzehn in der Gemeinde, die werden es schon wissen. Du musst wissen, was du glaubst. Also, ich denke, ihr könnt sehen, die Botschaft ist so eindeutig klar, man kann es nicht missverstehen. Der Papst will die volle Ökumene. Er will sie sichtbar, er will sie bald, er will sie mit allen. Und er erfüllt Offenbarung 13 im Tempo, das man früher nicht gesehen hat. Die Frage ist, werden wir jetzt Offenbarung 14 auch mal ein bisschen schneller erfüllen? Vielleicht vom ersten in den zweiten Gang schalten? Oder vielleicht in den dritten Gang, wenn wir ganz mutig sind, dass wir ein bisschen vorankommen. Wir müssen das Evangelium hören.

[44:43] Dieser John-17-Movement ist nicht die einzige Bewegung, die es gibt. Es gibt eine andere Bewegung, die nennt sich Wittenberg 2017. Also, was ich dazu sagen muss, das fehlt jetzt natürlich durch das Video. In dem Video macht der Papst einen entscheidenden Punkt. Und er hat mich fast schmunzeln lassen. Er sagt: "Die Ökumene wird niemals durch Theologen erzeugt werden." Er sagt, wenn wir darauf warten, dass die Theologen sich einigen, dann wird die Ökumene niemals durch Theologen erzeugt werden. Er sagt, wenn wir darauf warten, dass die Theologen sich einigen, werden wir die Einheit erst einen Tag nach dem Jüngsten Gericht erreichen. Selbst die Ökumene hat das Problem, dass ihre Theologen nicht schnell genug arbeiten. Und er vertraut auf die Bewegung der Laien. Er sagt: "Wir brauchen eine Laienbewegung." Es klang fast so, wie die Laien das Werk vollenden. Also auch auf der ökumenischen Seite hängt das ganz von den Laien ab. Deswegen habe ich das hier dann angebracht. Es gibt immer mehr Laienbewegungen oder halboffizielle Bewegungen, die auf kleiner Ebene versuchen, diese Ökumene voranzubringen. Und der Papst als erster in der Geschichte der katholischen Kirche fördert das. Während die anderen Päpste oft durch die Gremien und durch das Protokoll gearbeitet haben, fördert er diese kleinen Gruppierungen hier und dort, um Ökumene schneller voranzutreiben.

[45:58] Wie gesagt, diese Gruppe Wittenberg 2017, die gesagt hat: "Wir glauben, dass die Einheit möglich ist." Und Wittenberg 2017, da braucht ihr nicht viel Sachverstand, um zu ahnen, worum es da geht. Weil Wittenberg 1517 war der Beginn der Reformation. Das gibt es übrigens auch auf Deutsch. Wittenberg 2017, sage ich gleich nochmal was. Weg der Versöhnung.

[46:28] Gehen wir ein bisschen weiter. Am 18. Juni hat Franziskus seine Enzyklika "Laudato Si'" veröffentlicht. Vielleicht habt ihr davon gehört. Die ist bereits einige Tage vorher geleakt worden. Die kam dann schon an die Presse. Da hat jemand so ein Schlupfloch gefunden und hat es schon vorher in die Presse gebracht, wie die Tagesschau berichtet. Hier haben wir die offizielle Meldung von der Deutschen Bischofskonferenz. Wie gesagt, wir werden hier immer nur die offiziellen Quellen zitieren. "Laudato Si'".

[49:16] Weiß jemand, warum die "Laudato Si'" heißt? Päpstliche Enzykliken fangen immer mit dem Anfangssatz an. Der Titel kommt immer mit dem Anfangssatz. Und das heißt hier: "Laudato si', mi Signore", "Gelobt seist du, mein Herr", sang der heilige Franziskus von Assisi. Das ist ein Zitat aus dem berühmten Sonnengesang von Franziskus von Assisi. Der Gesang dann auch noch: "Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde, die uns erhellt und lenkt." Und dann sagt er: "Die Schwester schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr aufgrund des unverantwortlichen Gebrauchs und des Missbrauchs der Güter zufügen." Also sein Thema ist Klimawandel und Umweltschutz. Da wird man denken: Was ist jetzt daran so problematisch?

[49:58] Schauen wir mal, was er hier sagt. "Vor mehr als 50 Jahren, als die Welt am Rand eines Nuklearkrieges stand, war Johannes der XXIII. eine Enzykliker, in der er sich nicht damit begnügte, einen Krieg abzulehnen, sondern einen Vorschlag für den Frieden unterbreiten wollte. Er richtete seine Botschaft 'Pacem in Terris' an die gesamte katholische Welt, fügte aber hinzu: 'und an alle Menschen guten Willens.' Angesichts der weltweiten Umweltschäden möchte ich mich jetzt an jeden Menschen wenden, der auf diesem Planeten wohnt." Ich war die Welt kurz vor dem Nuklearkrieg und der Papst hat da zum ersten Mal nicht nur die Katholiken angesprochen, sondern auch die Menschen guten Willens. Aber heute spreche ich zu jedem Menschen auf diesem Planeten. Das ist ganz außergewöhnlich, weil eine Enzyklika ist normalerweise immer nur an die Katholiken gerichtet. Also, obwohl du kein Katholik bist, der Papst meint dich. Das ist, was er sagt. Ich wende mich an dich.

[51:02] Er zieht sich auf sein Schreiben "Evangelii Gaudium" usw. In dieser Enzyklika möchte ich in Bezug auf unser gemeinsames Haus in besonderer Weise mit allen ins Gespräch kommen. Der Papst wendet sich an die Welt. Dann zitierte er einige Päpste, was die schon vor über Klimaschutz gesagt haben usw. Dann sagte ich: "Diese Beiträge der Päpste greifen die Überlegungen unzähliger Wissenschaftler, Philosophen, Theologen und sozialer Organisationen auf, welche das Denken der Kirche zur Frage bereichert haben. Wir dürfen aber nicht übersehen, dass auch außerhalb der katholischen Kirche andere Kirchen und christliche Gemeinschaften wie auch andere Religionen eine weitgehende Sorge und eine wertvolle Reflexion über dieses Thema, die uns alle beunruhigt, entwickelt haben."

[51:41] Wir als katholische Kirche wollen uns jetzt an die ganze Welt wenden. Aber wir wissen, es gibt auch andere Kirchen, die darüber gesprochen haben. Wir wollen sie mit ins Boot holen, insbesondere den geschätzten ökumenischen Patriarchen Bartholomäus. Achtung, mit dem wir die Hoffnung auf die volle kirchliche Einheit teilen. Und deswegen stand natürlich einer der Stellvertreter von Bartholomäus, der Sisulas, dort neben ihm. Er erklärt eine ganze Menge über Wirtschaft und wie die Wirtschaft mit der Naturwissenschaft in Einklang steht und wie das mit dem Umweltschutz zusammenhängt usw. Viel Technisches über den Klimawandel.

[52:20] Interessant für uns ist vor allem das Ende an dieser Enzyklika. Da spricht er z.B. Folgendes: "Das Universum entfaltet sich in Gott. Der ist ganz und gar erfüllt. So liegt also Mystik in einem Blütenblatt, in einem Weg, in einem morgendlichen Tau, im Gesicht des Armen. Das Ideal ist es, nicht nur vom Äußeren zum Inneren überzugehen, um das Handeln Gottes in der Seele zu entdecken, sondern auch dahin zu gelangen, ihm in allen Dingen zu begegnen." Das ist ein bisschen wie Panentheismus. Der heilige Johannes vom Kreuz lehrte, dass alles Gute, das es in den Dingen und Erfahrungen der Welt gibt, auf unendlich vorzügliche Weise in Gott ist. Oder besser gesagt, jedes dieser großen Dinge, die genannt werden, ist Gott. Nicht, weil die begrenzten Dinge der Welt wirklich göttlich werden, sondern weil der Mystiker die innige Verbindung erfährt, die zwischen Gott und allen Wesen besteht.

[53:14] Alle Dinge, das ist Gott. Und deswegen ist Umweltschutz so wichtig, weil in der Natur offenbart sich Gott. Und dann sagt er: "Das klingt ja auch erstmal gar nicht so schlecht", weil natürlich in der Natur offenbart sich Gott. Allerdings ist die Natur nicht Gott und in der Natur ist auch nicht Gott als Substanz gegenwärtig, sondern die Natur trägt die Handschrift Gottes. Für ihn ist das aber ein bisschen anders. Also, für ihn ist Klimaschutz nicht einfach nur: "Naja, wir müssen jetzt sehen, dass es wieder wärmer oder kälter wird", sondern Klimaschutz hat eine theologische, geistliche Dimension, hat zu tun mit den Sakramenten, also mit den Urlehren der katholischen Kirche.

[53:56] "Das Wasser, das sich über den Körper des Kindes ergießt, das getauft wird, ist ein Zeichen neuen Lebens", sagt er hier. Und dann sagt er hier: "In der Eucharistie findet die Schöpfung ihre größte Erhöhung." Und dann sagt er hier: "In der Eucharistie findet die Schöpfung ihre größte Erhöhung." Ihr wisst, was die Eucharistie ist? Die Eucharistie ist das katholische Abendmahl, wo durch segnende Worte des Priesters das Brot sich in den Leib Jesu Christi, den tatsächlichen, verwandelt. So sagt er tatsächlich: Er erreicht einen erstaunlichen Höhepunkt, wenn der menschgewordene Gott selbst so weit geht, sich von seinem Geschöpf verzehren zu lassen. Er erreicht einen erstaunlichen Höhepunkt, wenn der menschgewordene Gott selbst so weit geht, sich von seinem Geschöpf verzehren zu lassen. Er sagt, das ist die Erhöhung der Schöpfung, weil Gott selbst geschöpft wird in dem Brot und sich von seinem Geschöpf verzehren lässt. Das ist die Eucharistie in der Schöpfung. Das ist natürlich total antichristlich. Aber ihr seht, warum ihm das Thema Klima oder Umwelt, Natur, plötzlich so wichtig ist.

[55:20] Dann sagt er: "Die Eucharistie vereint Himmel und Erde, umfasst und durchdringt die gesamte Schöpfung." Wir unterschätzen oft die Bedeutung der Eucharistie. Für sie ist das der Kern ihres Glaubens. Nach der Bibel ist das eine der größten Lästerungen. Im eucharistischen Brot ist die Schöpfung auf die Vergöttlichung, auf die heilige Hochzeit, auf die Vereinigung mit dem Schöpfer selbst ausgerichtet. Das Brot wird vergöttlicht.

[55:53] Jetzt kommt der nächste Sprung. "In der Schöpfung zeigt sich Gott. In der Eucharistie erleben wir, wie Gott sich in der Schöpfung zeigt." Wann feiern wir die Eucharistie? Am Sonntag hat die Teilnahme an der Eucharistie eine besondere Bedeutung. Die logische Folge ist: Die Welt geht kaputt. Alle Leute sehen, dass die Welt kaputt geht. Wir müssen die Welt schützen. Aber die Welt ist nicht nur Materie. Wir müssen die Welt schützen. In der Eucharistie machen wir das, wenn wir Gott in uns hineinlassen. Das feiern wir am Sonntag. Es gibt eine direkte logische Verbindung zwischen Sonntagsheiligung und Klimaschutz. Das finde ich interessant. Das ist eine Richtung, die Menschen zur Welt gewährt.

[56:54] Der Sonntag ist der Tag der Auferstehung, der Erste Tag der Neuenschöpfung. Außerdem kündet dieser Tag die ewige Ruhe des Menschen in Gott an. In dieser Weise bezieht die christliche Spiritualität den Wert der Muße und des Festes ein. Wir brauchen den Sonntag. Aber wir brauchen nicht, weil der Papst das sagt, sondern weil das wichtig ist für unsere Erfahrung der Natur. Nur wenn wir die Natur erfahren, werden wir sie auch schützen.

[57:33] Hier nichts zu schützen ist keine schlechte Idee, die Natur zu erfahren. Genau das ist interessant gemacht. Übrigens zitiert er auch die Bibel hier. "Das Gesetz der wöchentlichen Ruhe schrieb vor, die Ruhe ist eine Ausweitung des Blickfelds, die erlaubt, die Rechte des Anderen zu erkennen." Die Rechte des Anderen.

[57:54] Die Enzyklika war draußen und schon wurde sie mit großem Interesse gelesen. Hier haben wir "The Guardian". "Der Papst ruft zum energischen Handeln in Bezug auf den Klimawandel auf." Interessant fand ich, was die Naturmagazine schreiben, also die wissenschaftlichen Naturmagazine. Zum Beispiel "Nature". "Hoffnung vom Papst. Der Papst nimmt sich unserer Sache an. Der Vatikan hat eine zeitgemäße und wertvolle Warnung ausgedrückt über die Gefahr des Klimawandels." Dann heißt es hier: "Wissenschaftler und politische Führer haben zu Recht Dank ausgedrückt und Bewunderung für Papst Franziskus' mutigen Schritt." Indem er das tat, hat Präsident Obama gesagt: "Die Vereinigten Staaten müssen der Leiter sein, um die Verschmutzung und den Schutz der Umwelt voranzutreiben." Also die Verschmutzung zu beschneiden. Und dann heißt es hier: "Andere Nationen müssen darauf folgen. Es braucht mehr als geistliche Hilfe, um jetzt wirklich voranzugehen, aber das politische Gewicht und der Appeal, die Anziehungskraft des Papstes auf das moralische Gewissen und die Vernunft von Millionen Menschen darf nicht unterschätzt werden. Der Papst ist eine entscheidende Größe in all dem."

[59:21] Und hier im Magazin "Science", noch ein Top-Magazin der Wissenschaftler, da sagt die Redakteurin: "Ich begrüße die klaren Klima-Aussagen von Papst Franziskus. Ich begrüße die klaren Klima-Aussagen von Papst Franziskus, der momentan der sichtbarste Champion ist, um Klimawandel hervorzubringen." Während sie dann sagt, die USA müssten mehr tun. Das beklage ich, dass in den USA nicht genug getan wird.

[59:48] Was sagen die Christen? Hier ein christliches Magazin von einem Jesuiten. Bernd Hagenkord schreibt: "Es ist mehr als nur Öko. Es geht nicht nur um den Klimaschutz", sagt er ganz deutlich. "Unsere protestantischen Freunde, der Lutherische Weltbund begrüßt den Aufruf des Papstes und sagt hier der Generalsekretär Martin Junge aus Chile: 'Wir freuen uns auf eine verstärkte ökumenische Zusammenarbeit bei diesem lebenswichtigen Thema, das uns alle angeht.'" Also wieder ein weiterer Schritt Richtung Ökumene. Er sagt: "Wir müssen die Enzyklika aufmerksam lesen, um die Gemeinsamkeiten hinsichtlich unserer derzeitigen Arbeit herauszuarbeiten."

[1:00:30] Evangelische Kirche in Deutschland, EKD. "Christliche Kirchen weltweit eint der Kampf gegen die Zerstörung der Natur, die wir als Schöpfung Gottes sehen. Jenseits der unterschiedlichen theologischen Traditionen verbindet uns die gemeinsame Leidenschaft für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen." "Laudato si" dokumentiere aus Perspektive der römisch-katholischen Kirche ein weiteres Mal diese ökumenische Leidenschaft. Ökumene.

[1:00:57] Und hier haben wir die ACK. Die ist vielleicht ein besonderer Begriff. Auch sie unterstützt den Aufruf des Papstes zur ökologischen Umkehr und redet ebenfalls von einer ökumenischen Verantwortung und betont besonders, dass eben auch andere Kirchen in der Enzyklika zitiert werden. Wie zum Beispiel hier der Bartholomäus I. Und er sagt: "Das bedeutet, dass wir uns als Kirchen gemeinsam unserer Aufgabe der Bewahrung der Schöpfung gerecht werden können." Also, wenn wir die Schöpfung bewahren können, dann nur, wenn wir alle Kirchen zusammenarbeiten, sagt die deutsche ACK. Weil es einige Fragen gibt, die es bezüglich gibt. Na ja.

[1:01:39] Und da haben wir ihn wieder, den Jeffrey Sachs. In diesem Magazin "America". Der schreibt dann kurze Zeit später: "Das große Geschenk von Laudato si". Er sagt: "Diese Enzyklika ist ein großes und zeitgemäßes Geschenk an die Menschheit." Na ja.

[1:01:57] Anderes Thema. "Time Magazin" schreibt im Juli 24: "Wenn man die Botschaft oder die Politik von Franziskus predigt, ist das der Schlüssel, um US-Präsident zu werden." Es heißt hier: "Um 1960 gewählt zu werden, musste John F. Kennedy, ein Katholik, noch gezwungenermaßen der Nation sagen, dass er keine Anweisungen vom Papst nehmen würde." Also, in anderen Worten, 1960 war die Stimmung in den USA noch so, dass ein katholischer Präsident öffentlich sagen musste: "Ich werde mir vom Papst nichts vorschreiben lassen", ansonsten wäre nie gewählt worden. Dann sagt "Time Magazin": "2016 ist solch eine Trennung nicht mehr notwendig." Und jetzt haltet euch fest: Diese Zeiten haben sich geändert. Mit einem katholischen Vizepräsidenten, sechs katholischen obersten Gerichtshofrichtern, einem katholischen Sprecher des Hauses und einer großen Anzahl von Katholiken im Kongress hat das goldene Zeitalter des Katholizismus in der amerikanischen Politik begonnen. Das sagt "Time Magazin". Das goldene Zeitalter des Katholizismus in der amerikanischen Politik hat begonnen. Tja, Amen.

[1:03:20] Und dann sagt sie: "Der Aufstieg der Katholiken an die Front der amerikanischen Politik ist durch das Papsttum von Franziskus noch beschleunigt worden." Und dann sagt sie: "Der Aufstieg der Katholiken an die Front der amerikanischen Politik ist durch das Papsttum von Franziskus noch beschleunigt worden."

[1:03:38] Und dann, hier ein interessanter Artikel, ebenfalls im Juli, von "The Catholic Herald" aus Großbritannien. "The Pope's Great Evangelical Gamble", das große evangelikale Spiel des Papstes. "Kann Franziskus Jahrzehnte des Antagonismus, also des Streites zwischen den Katholiken und den Evangelikalen, überwinden?" Und jetzt haltet euch fest, was hier steht: "Das Papsttum von Franziskus ist ein Dokument, das den Kurs der christlichen Geschichte ändern könnte." Jetzt nicht gerade so die unbedeutendsten Worte. "Es erklärt ein Ende zu allen Feindseligkeiten zwischen Katholiken und Evangelikalen und sagt, dass die beiden Traditionen jetzt in der Mission vereint sind, weil wir dasselbe Evangelium erklären oder verkünden."

[1:04:29] "Der Heilige Vater denkt darüber nach, um den 500. Jahrestag der Reformation neben den evangelikalen Leitern im Jahre 2017, approximately jeden vierten Christen in der Welt heute zu bezeichnen." Also fast wie wir damals gesehen haben. Letztes Jahr hat es nicht nur ein Strohfeuer gewesen. Zeitschriften berichten immer wieder davon, das wird wahrscheinlich passieren und das würde die Weltgeschichte verändern. Franziskus ist überzeugt, dass die Reformation bereits vorbei ist. Nicht mal der Protest an die Reformation. Er glaubt, sie endete 1999, das Jahr, als die katholische Kirche und der Lutherische Weltbund eine gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigung verabschiedet haben. Und so weiter und so fort. 2006 hat dann das Methodistische Konzil das adoptiert. Aber die meisten sogenannten wiedergeborenen Christen haben diesen Text bisher noch nicht so gut verstanden, diesen Text noch nicht so gut unterstützt. Also, die meisten der 600 Millionen Evangelikalen realisieren gar nicht, dass der Protest vorbei ist. Na ja.

[1:05:39] Dann kam Franziskus nach Amerika. Wer hat das verfolgt? Ich war damals in Malaysia. Ich bin bis spätabends aufgeblieben, damit ich es noch live sehen konnte. Der Papst kommt und bringt "tough love", das ist so, harte Liebe, nach Amerika. Er hatte ein bisschen was zu sagen gehabt in Bezug auf Politik und Klimawandel. Es heißt hier: "Es ist aber gesichert, dass er ein warmes Willkommen erleben wird von Millionen von Amerikanern, denn seine Umfragewerte würden jeden anderen Politiker neidisch machen und sie suggerieren, dass auch viele andere Gläubige und selbst die Nichtgläubigen sich seines Besuches sehr erfreuen und darauf warten."

[1:06:28] Dann hat er sich im Weißen Haus begrüßen lassen, hat dann vor den US-Bischöfen gesprochen. Das überspringen wir mal aus Zeitgründen, das ist nicht so wichtig, weil ich möchte euch das jetzt zeigen. Interessanterweise heißt es hier: "Es war ein überraschend politischer Besuch." Er hat natürlich auch viel Kirchensachen gemacht. Also eine Person, den Junipero Serra, dann heilig gesprochen und so weiter und so fort. Aber dann kam diese Ansprache vor dem US-Kongress und die möchte ich euch kurz ein bisschen näher bringen. Hat die jemand gelesen oder angehört, komplett? Noch ein paar. War interessant. Er hat auf Englisch gesprochen. Man konnte es nicht gut verstehen, weil sein Englisch wirklich nicht so gut ist und er sehr langsam und leise gesprochen hat. Das war sehr interessant.

[1:07:19] Was sagt er denn? Er hat sich gleich am Anfang gecatcht mit dieser Sage: "Ich bin so dankbar für die Einladung, hier vor diesem Kongress zu sprechen im Land der Freien und im Heim der Mutigen, der Tapferen." Dann hat er hier gesprochen: "Die Würde der Mitbürger zu verteidigen und zu bewahren in ihrem Verlangen, das Allgemeine Wohl zu erreichen. Denn das ist das Hauptziel aller Politik." Gleich im ersten Paragraphen sagt er: "Das Hauptziel aller Politik ist 'the common good'." Das Gute für die Gesellschaft mit dem Verständnis, dass die Gesellschaft über dem Einzelnen steht. Und interessanterweise sagt er dann: "Eure Arbeit erinnert mich auf mehrere Weise, auf zwei Arten an die Figur von Mose." Wofür ist denn Mose in der Bibel bekannt und berühmt? Der hat die 10 Gebote gebracht. Fand ich irgendwie interessant, dass der Papst, wenn er an den US-Kongress denkt, an Mose denkt. Er hat sich weiter erklärt. Deswegen werde ich jetzt auch nicht spekulieren. Wenn der Papst an den US-Kongress denkt, denkt er an Mose.

[1:08:49] Aber dann sagt er: "Ich möchte nicht nur euch ansprechen, sondern durch euch alle Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika." Und er sagt: "Ich möchte in dieser Rede vier Amerikaner erwähnen: Abraham Lincoln, Martin Luther King, Dorothy Day und Thomas Merton." Wer von euch kennt Abraham Lincoln? Wer von euch kennt Martin Luther King? Wer von euch kennt Dorothy Day? Ich auch nicht. Wer von euch kennt Thomas Merton? Das fand ich merkwürdig. Der wählt sich vier Personen aus. Zwei, die jeder kennt, und zwei, die keiner kennt. Also, stellt euch vor, ihr würdet eine Rede vor dem US-Kongress halten und ihr würdet vier Personen erwähnen und ihr würdet euch überlegen, welche Personen ihr wählt. Oder glaubt ihr, er hat einfach mal geguckt, welche Personen in Amerika gelebt haben? Der hat sich bestimmt Personen ausgewählt, weil die für irgendwas standen. Wäre doch mal interessant, wofür die stehen.

[1:09:44] Abraham Lincoln natürlich ganz klar: Freiheit. Aber, so sagt er, die Zukunft der Freiheit braucht die Liebe "of the common good". Also, es gibt nur Freiheit, wenn wir auch das allgemeine Wohl lieben. Und wenn wir uns unterordnen und solidarisch sind. Dann hat er etwas Interessantes gesagt: "Es gibt eine andere Versuchung, vor der wir uns besonders hüten müssen." Hört genau zu. "Die simplistische Reduktion auf das, was nur gut oder schlecht ist, oder wenn ihr wollt, Gerechte und Sünder." Also, dafür müssen wir uns hüten. Wenn jemand sagt: "Ihr seid gerecht und wir sind Sünder", und schlecht, wer das so genau benennt, das ist gut und das ist schlecht. Das ist sehr gefährlich, sagt er. "Die gegenwärtige Welt mit ihren offenen Wunden kann es sich nicht leisten, dass man so polarisiert. Jede Form von Polarisation, die uns in eine dieser beiden Lager einteilt, sollten wir vermeiden."

[1:10:49] Und das Problem ist, die dreifache Engelsbotschaft macht genau das. Die teilt genau in zwei Lager. Und er sagt, davor müssen wir uns ganz besonders hüten. Irgendwie ist er ein bisschen schwach auf der Brust heute. So, jetzt sind wir wieder da.

[1:11:05] Und dann sagt er weiter: "Wir müssen gemeinsam zusammen gehen, wie ein Einzelner, in einem erneuten Geist der Brüderlichkeit und der Solidarität und gemeinsam kooperieren for the coming good." Das ist das Schlüsselwort.

[1:11:24] Wenn man nicht weiß, was er meint, denkt man, das klingt doch ganz gut. Und diese Herausforderung für diese Erneuerung des Geistes der Kooperation ist natürlich sehr groß.

[1:11:36] Dann spricht er hier von den verschiedenen religiösen Denominationen, die dazu beigetragen haben, die Gesellschaft zu stärken und aufzubauen. Und es ist auch wichtig, dass die Stimme des Glaubens weiter gehört wird.

[1:11:48] Und dann spricht er hier wiederum: Politik ist stattdessen ein Ausdruck unserer Notwendigkeit, gemeinsam zu leben, als Einer zu leben, damit wir das Größte aller gemeinsamen Güter, "the greatest common good", nämlich, dass eine Gesellschaft, in der bestimmte partikulare Interessen geopfert werden, damit viele Menschen, damit Friede und Sicherheit, Gerechtigkeit und Friede und soziales Leben usw.

[1:12:29] Mit anderen Worten: Das allergrößte Gut ist es, wenn jeder bereit ist, von seinen eigenen Interessen aufzugeben. Klingt gar nicht schlecht, oder? Doch was ist, wenn man dazu aufgefordert wird, ein paar religiöse Rechte aufzugeben? Das sagt er dem US-Kongress, der die Gesetze macht. Er sagt, ich unterschätze die Schwierigkeiten nicht, aber ich ermutige euch in dieser Bemühung.

[1:12:56] Und dann denkt er an Martin Luther King. Und man muss auch ehrlicherweise sagen, das fand ich sehr bemerkenswert. Und da zeigt sich, dass Jesus wahrscheinlich noch nicht morgen kommt. Der Papst hat hier tatsächlich für die Abschaffung der Todesstrafe geworben, und dafür gebührt ihm auch Anerkennung. Die Offenbarung sagt aber, er wird irgendwann, entweder er oder sein Nachfolger, die Todesstrafe wieder einführen. Nur dass wir das mal auch noch gesagt haben.

[1:13:23] Und dann, wie gesagt, Abraham Lincoln, Martin Luther King, der bekannt ist für seine Befreiung der Farbigen. Und dann Dorothy Day. Wer war Dorothy Day? Ich habe mal gesucht und herausgefunden, warum in aller Welt würde ein Papst vor dem US-Kongress eine Sozialistin erwähnen? Sie war sogar Mitjournalistin für linke Journale und trat dann in die kommunistische Partei in Kalifornien ein. Das sind eigentlich die größten Staatsfeinde.

[1:14:00] Ist dann 1928 zum Katholizismus übergetreten und verstand sich danach als christliche Anarchistin. Also quasi immer noch Kommunistin, aber jetzt katholische Kommunistin. Sie ist mehrmals inhaftiert worden und hat dann 1933, am 1. Mai, am Tag der Arbeit, die katholische Arbeiterbewegung, so eine Art katholische Gewerkschaft, gegründet. Da hat man die Internetseite, da haben wir sie.

[1:14:37] Und sie stand für christlichen Kommunismus, was auch immer das ist, Pazifismus, Ökumene, Befreiungstheologie und experimentelle Liturgie. Und sie hat mal gesagt, 1955, dass es irgendwann eine Einheit geben wird, wo die individuellen Staaten übereinkommen werden, ihre nationale Souveränität für eine Weltgesellschaft aufzugeben. Warum würde der Papst so eine Person jetzt vor dem US-Kongress erwähnen als eine von vier herausragenden US-Amerikanern? Schon merkwürdig, oder? Fand ich bemerkenswert.

[1:15:16] Hier noch ein Zitat: Wenn ihr das mit dem Common Good noch nicht verstanden habt, ich sag es nochmal. Das Geschäft Wirtschaft ist etwas ganz Tolles, vor allem, wenn es Arbeitsplätze schafft. Teil in deinem Dienst für das allgemeine Gute. Dieses allgemeine Gute beinhaltet die Erde, unser gemeinsames Heim. Immer wieder spricht er von unserem gemeinsamen Heim, unserer gemeinsamen Gesellschaft und dem allgemeinen Wohl.

[1:15:52] Und dann erwähnt er den vierten. Und das war der Zisterzienser. Er war eigentlich ein Trappist, ein Teil dieses Ordens, ein Mönch namens Thomas Merton. Thomas Merton war ein katholischer Mönch. Wir haben Abraham Lincoln, Martin Luther King, die ehemaligen katholischen Kommunisten und dann einen katholischen Mönch. Er war früher Protestant und hat sich dann nach Beschäftigung mit mittelalterlicher Philosophie dem Katholizismus zugewandt.

[1:16:35] Er trat dann in den Trappisten-Orden ein, hat dann später als Eremit gelebt. Er hat sich in sein Zimmer einsperren lassen, hat dann nur noch als Eremit gelebt. Hat ein ziemlich berühmtes Buch geschrieben, "Der Berg der sieben Stufen", und ist dann auf einer Asienreise, wahrscheinlich durch Selbstmord gestorben. Und ich fand das interessant.

[1:17:03] Der Papst erwähnt vor dem US-Kongress vier Personen: einen der Hauptidentifikationsfiguren des US-amerikanischen Freiheitsgedankens, danach Martin Luther King, der auch noch dieser Freiheit verpflichtet ist, aber eigentlich mehr schon auf die Gesellschaft ausgerichtet ist. Der nächste Schritt ist zu Dorothy Day, die vor allem für die Gesellschaft da war, nicht mehr viel für die amerikanischen Rechte. Und durch diese Beschäftigung mit der Gesellschaft dem Katholizismus sich näherte. Und dann als viertes Thomas Merton, der ein Protestant war und Katholik geworden ist.

[1:17:43] Ich habe mich gefragt: War das wahrscheinlich Absicht oder war das Zufall? Weil ich habe keinen Beweis dafür. Er hat es ja nicht gesagt. Aber ich denke mir, wenn ich so eine Rede halten würde, er hat sich ja auch gedacht, an welche Reihenfolge. Er hat sich auch anders herum erwähnen können. Er hat sich so herum erwähnt, und ich lasse es euch mal darüber nachdenken, ob da vielleicht so eine Art Idee dahinter war.

[1:18:16] Church Ministry, Joel Osteen. Der war im Jahr davor beim Papst. Sagt, der Papst Franziskus ist ein Mann der Menschen, und er steht für die Demut. Jetzt was Interessantes: "Die Welt", wie Papst und Evangelikale die Familie retten wollen. Papst Franziskus und der deutsche Cheftheologe der weltweiten evangelischen Allianz. Wer jetzt den Namen sagen kann, der hat gut aufgepasst. Könnt ihr euch erinnern? Der Cheftheologe war damals auch mit dem Palmer beim Papst. Das war nämlich der hier: Thomas Schirrmacher, der deutsche Theologe.

[1:19:01] Der ist wieder beim Papst und zwar als einziger protestantischer Delegierter bei der Familiensynode. Und Papst Franziskus und der deutsche Cheftheologe der weltweiten evangelischen Allianz können sehr gut miteinander. Nun wollen sie die Kräfte von 1,8 Milliarden Christen bündeln: 1,2 Milliarden Katholiken und 600 Millionen Evangelikale. Sagt "Die Welt".

[1:19:31] Wie der oberste Katholik und der ranghöchste evangelikale Theologe. Und tatsächlich verbarg sich, einst verfeindeter Konfession, während der Familiensynode schmiedeten Papst Franziskus und Thomas Schirrmacher ein familienpolitisches Kampfbündnis. Sie wollen im Namen von 1,2 Milliarden Katholiken und 600 Millionen Evangelikalen ihre Kräfte bündeln. Das bestätigte der deutsche Theologe.

[1:20:02] Er nahm als einziger deutscher Protestant an der gesamten dreiwöchigen Synode teil und traf den Papst schon vorher fünfmal. Zudem tauschten sich WEA-Vertreter und der Päpstliche Rat für die Familie schon vor der Synode mehrfach aus, um ihre Kooperation abzustimmen. Also von Seiten der Umwelt wird es angegangen. Da heißt es, diese Annäherung zwischen den in dogmatischen Fragen weit auseinanderliegenden Konfessionen deutete sich bereits 2013 an.

[1:20:45] Seit seinem Amtsantritt hat der argentinische Papst mehrfach einen neuen wertschätzenden Ton gegenüber den evangelikalen Gläubigen angeschlagen. Im Gegenzug bewies die WEA Entgegenkommen, dass wir eine Sprecherfunktion für alle Christen ausüben. Da sagt also der Cheftheologe der WEA für 600 Millionen Evangelikale: Wir sind in manchen theologischen Fragen uneins, aber wenn es um allgemeine politische Dinge geht, um das allgemeine Wohl, Klimaschutz, Familie usw., Papst, da bist du unser Sprecher, da bist du der Mann, du kannst für uns alle sprechen, du bist unser Vertreter.

[1:21:28] Das ist ziemlich konkret. Interessanterweise sagt dann "Die Welt" auch, dass die Evangelikalen nicht ganz eins sind. Schaut mal hier: Unumstritten ist der Annäherungskurs der beiden, aber auch bei der WEA nicht. Noch während der Synode veröffentlichte ein WEA, also von den evangelikalen Mitgliedern in den USA, einen Artikel, der zur Vorsicht aufrief. Der Papst sei und bleibe der Antichrist.

[1:21:59] Während der Cheftheologe sich mit dem Papst einig wird, sagt ein anderer Evangelikale: Der Papst ist Antichrist. Es gibt sie noch in anderen Kirchen. Ich habe es gefunden. Es war ein Italiener, ein Evangelikaler, der in Rom lebt und eine Kirche hat. Er stellte die Frage: Ist der Papst der Antichrist? In Tagen wie jetzt fragt niemand so eine Frage. Es scheint zu arrogant. Dadurch würde man die religiöse Konversation zu sehr missrepräsentieren.

[1:22:45] Aber dann sagt er: Von Martin Luther zu Spurgeon, von Wesley bis zu den Puritanern, er hat eine unverständliche Interpretation gegeben über die Identität des Antichristen. Die protestantische Reformation hat diese Lesung als den Antichristen nicht erfunden, sondern aus den mittelalterlichen Lehren weitergetragen. Das war schon im Mittelalter bekannt.

[1:23:09] Da gibt es noch jemand. Alle Protestanten haben früher gesagt: Der Papst ist Antichrist. Er sagt, die Diskussion um den Antichrist muss erweckt werden. Es muss mit biblischer Nüchternheit und historischem Bewusstsein ausgearbeitet werden. Schirrmacher hat das mitgekriegt und schreibt zurück auf seine Internetseite: Ist der Papst der Antichrist? Nicht, wenn man Sola Scriptura folgt. Er sagt, du kannst glauben, dass der Papst Antichrist ist, aber das ist nicht Sola Scriptura. Wenn wir allein der Bibel folgen, dann kann ich das nicht sehen.

[1:24:04] Und dann sagt er: Soweit ich sehen kann, hat keiner der modernen Evangelikalen exegetischen Kommentare den Papst als den Antichristen, die katholische Kirche als Antichrist gefunden. In allen Kommentaren, niemand findet dort den Papst. Das sollte die Debatte beenden. In unseren Kommentaren steht nicht mehr. Ende aus der Debatte.

[1:24:35] Noch mal kurz: Die Initiative Wittenberg 2017, die Kirchen zusammenbringen, um die Kirchen zusammenzubringen. Da haben sie sich vor kurzem getroffen in Rom. Da schreiben einige Teilnehmer: Besonders beeindruckt war ich von der sich in Luft auflösenden konfessionellen Schranken, als wir zusammenkamen.

[1:25:11] Interessant ist, wie das gegründet worden ist. Gott berief das junge Ehepaar aus Texas, USA, und offenbarte den beiden in Träumen und durch Begegnung mit anderen und ließ sie den Schmerz der Trennung seines eigenen Leibes der Kirche spüren. In anderen Worten: In Amerika. Interessantes Paar. Der Mann ist Protestant, die Frau ist Katholikin. Und sie denken, dass Gott ihnen Visionen und Träume gibt. Und sie gründen diese Initiative Wittenberg 2017.

[1:25:59] Treffen sich in Rom. Es entstehen Initiativen, die diese Kirchen auf allen möglichen Ebenen zusammenbringen wollen. Und das wird rasant vorangehen. Ende des Jahres. Papst Franziskus trifft sich mit Eric Schmidt. Das ist kein Kirchenmensch, sondern das ist der Exekutiv, der Vorsitzende der Google-Elterngesellschaft Alphabet. Alphabet ist der Konzern, dem gehört Google, YouTube und Android. Also, wenn man die alle unter sich hat, dann hat man so ziemlich alles, was es gibt heute. Dann kontrolliert man die Meinungsmache in der Welt. YouTube, Google und Android, Alphabet, die sind so quasi der Dach drüber. Und der Papst trifft sich mit denen.

[1:26:56] Er trifft sich mit denen und spricht dort hinter verschlossenen Türen. Was sie gesprochen haben, weiß ich nicht. Ich will euch nur sagen, er hat sich mit denen getroffen. Und dann hier: DOMRADIO. Das ist jetzt Anfang dieses Jahres. Der Papst fordert neuen Elan für die Ökumene. Geht ihm noch nicht schnell genug. Die Taufe verbindet uns. Und er sagt, das Ereignis: Lade alle Christen ein, die Gemeinsamkeiten zwischen ihren Kirchen wieder zu entdecken und die Gräben zu überwinden. Wir sind ein heiliges Volk. Neuer Elan für die Ökumene.

[1:27:39] Und ganz frisch ist die Meldung, dass Papst Franziskus noch dieses Jahr nach Schweden reisen wird. Denn dieses Jahr beginnt am 31. Oktober das Jubiläumsjahr, das dann am 31. Oktober 2017 endet. Die Lutherische Kirche wird ein ganzes Jahr Gedenkjahr haben für die Reformation. Und das beginnt nicht in Deutschland, sondern in Schweden. Vielleicht wundert man sich, warum das denn. Der Grund ist ganz einfach.

[1:28:15] Papst reist Oktober nach Schweden. Papst Franziskus wird am 31. Oktober an dem Gedenken zur Reformation in der schwedischen Stadt Lund teilnehmen. Das kündigte der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen zusammen mit dem Lutherischen Weltbund an diesem Montag an. Wie die gesamte Mitteilung ankündigt, wird in Lund des 500. Gedenktages der Reformation für 2017 gedacht. Dabei sollen vor allem die Fortschritte im ökumenischen Dialog zwischen Katholiken und Lutheranern unterstrichen werden.

[1:28:43] Vielleicht fragt ihr euch, warum Lund. Hier kommt die Erklärung. Dieses Ereignis findet am 31. Oktober in der südlichen schwedischen Stadt Lund statt, wo der Lutherische Weltbund 1947 gegründet worden ist. Der Papst geht zur Feier der Reformation an den Ort, wo der Lutherische Weltbund gegründet worden ist und sagt: Jetzt feiern wir gemeinsam.

[1:29:07] Also, da geschieht nichts Ungewohntes in der Reformation. Da werden Orte und Daten mit historischem Bewusstsein gewählt, um das möglichst historisch zu machen. An dem Ort, wo der Lutherische Weltbund gegründet worden ist, soll jetzt die erste Messe jemals stattfinden, wo ein Papst gleichzeitig mit evangelischen Kirchenoberhäuptern gemeinsam die Messe liest. Das hat es vorher noch nie gegeben.

[1:29:34] Und der Papst sagt: Jetzt feiern wir gemeinsam. An dem Ort, wo der Lutherische Weltbund gegründet worden ist, und sagt: Jetzt feiern wir gemeinsam. An dem Ort, wo der Lutherische Weltbund gegründet worden ist, soll jetzt die erste Messe jemals stattfinden, wo ein Papst gleichzeitig mit evangelischen Kirchenoberhäuptern gemeinsam die Messe liest. Das hat es vorher noch nie gegeben.

[1:29:58] Das wird dieses Jahr stattfinden, wenn nicht irgendein Wunder geschieht, 2016 am 31. Oktober. Der Papst sagt: Jetzt feiern wir gemeinsam. An dem Ort, wo der Lutherische Weltbund gegründet worden ist, soll jetzt die erste Messe jemals stattfinden, wo ein Papst gleichzeitig mit evangelischen Kirchenoberhäuptern gemeinsam die Messe liest. Das hat es vorher noch nie gegeben.

[1:30:25] Soll jetzt die erste Messe jemals stattfinden, wo ein Papst gleichzeitig mit evangelischen Kirchenoberhäuptern gemeinsam die Messe liest. Der Papst sagt: Jetzt feiern wir gemeinsam. An dem Ort, wo der Lutherische Weltbund gegründet worden ist, soll jetzt die erste Messe jemals stattfinden, wo ein Papst gleichzeitig mit evangelischen Kirchenoberhäuptern gemeinsam die Messe liest. Das hat es vorher noch nie gegeben.

[1:30:52] Soll jetzt die erste Messe jemals stattfinden, wo ein Papst gleichzeitig mit evangelischen Kirchenoberhäuptern gemeinsam die Messe liest. Der Papst sagt: Jetzt feiern wir gemeinsam. An dem Ort, wo der Lutherische Weltbund gegründet worden ist, soll jetzt die erste Messe jemals stattfinden, wo ein Papst gleichzeitig mit evangelischen Kirchenoberhäuptern gemeinsam die Messe liest. Das hat es vorher noch nie gegeben.

[1:31:01] Der Konflikt hört nicht auf, aber einige verabschieden sich von dem Konflikt und sagen: Wir wollen Gemeinschaft haben. Was soll man dazu noch sagen? Und dann, das ist übrigens die ganz offizielle Seite der evangelischen Kirche in Deutschland. Luther 2017, habt ihr vielleicht schon mal gesehen. Da heißt es hier: Papst reist zu Reformationsgedenken nach Schweden. Und dann heißt es hier: Das Besondere an dem Besuch, es ist das erste Mal, dass ein Papst an einer ökumenischen Feier mit lutherischen Geistlichen teilnimmt und gemeinsam mit ihnen der Feier vorsteht.

[1:31:40] Hat es noch vorher nie gegeben. Der Papst tut fast monatlich irgendein Novum brechen, immer ein Tabu brechen und voranschreiten. Hier ZDF: Papst bittet andere Kirchen um Vergebung. Gleich zwei ökumenische Akzente hat Papst Franziskus zum Abschluss der Gebetswoche für die Einheit der Christen gesetzt. Beim traditionellen ökumenischen Gottesdienst in der Basilika St. Paul vor den Mauern bat er als Bischof von Rom und Hirte der katholischen Kirche um Barmherzigkeit und Vergebung für das nicht evangeliumsgemäße Verhalten von Katholiken gegenüber anderen Christen.

[1:32:13] Man würde denken, hey, interessant. Zugleich rief er die Katholiken dazu auf zu vergeben, wenn sie heute oder in der Vergangenheit Verletzungen. Er sagte, wir haben etwas verkehrt gemacht, und jetzt Schwamm drüber und geht voran. Man könne nicht auslöschen, was geschehen sei.

[1:32:31] Und dann diese Ankündigung: Er wird nach Lund fahren. Der weltweiten Lutherischen Kirche gehören 72 Millionen Christen an. Hier haben wir das noch mal: Von Konflikt zur Gemeinschaft. Auf der offiziellen Seite bekannt gegeben. ZDF schreibt: 2016 könnte zum Jahr der Ökumene werden. Denn ich weiß nicht, ob ihr das wusstet. Wahrscheinlich findet in diesem Jahr das erste panorthodoxe Konzil der Weltgeschichte statt.

[1:33:10] Ihr wisst ja, dass seit 1054, also ungefähr mehr als 1000 Jahre, die orthodoxe Kirche von der katholischen gespalten ist. Seitdem haben die orthodoxen Kirchen nie wieder ein Konzil gehabt. Das letzte Konzil, das sie anerkennen, ist von 787. Und seit über 100 Jahren plant die orthodoxen Kirchen ein Konzil. Also, das dauert ein bisschen länger. Die Mühlen wissen, dass sie sich geeinigt haben, da sind schon Generationen wieder tot. Und in diesem Jahr soll es stattfinden, das erste panorthodoxe Konzil aller orthodoxen Kirchen. Und einer der Agendapunkte wird auch die Ökumene sein. Das wird also noch ein Weltgeschichtsereignis dieses Jahr wahrscheinlich werden. Es ist schon mehrmals verschoben worden. Mal sehen, ob es dieses Jahr stattfinden kann.

[1:34:01] Um so richtig aktuell zu sein: Gestern hat der Papst ein historisches Meeting gehabt mit dem Kopf der russisch-orthodoxen Kirche. Jetzt muss man Folgendes wissen: 1054 hat sich die orthodoxe Kirche von der katholischen gespalten, nicht theologisch, sondern mehr wegen Kirchenorganisationen. Die orthodoxe Kirche, das ist die griechisch-orthodoxe, die armenisch-orthodoxe, die serbisch-orthodoxe. Da gibt es ja verschiedene orthodoxe Kirchen. Von dieser orthodoxen Kirche hat sich dann später die russisch-orthodoxe nochmal abgespalten.

[1:34:34] Und während die anderen orthodoxen Kirchen gute, enge Verbindungen haben mit Rom, ist die russisch-orthodoxe Kirche von den Gefühlen her fast so weit entfernt von Rom wie die Adventgemeinde. Es gab Zeiten, da hat der Papst sich mit den sowjetischen Führern getroffen, aber nicht mit den Patriarchen von Moskau, weil man eher mit den Sowjets konnte, mit den Kommunisten, als mit den Patriarchen von Moskau.

[1:35:05] Das heißt, in 1000 Jahren Geschichte haben sich niemals der Papst und der russische orthodoxe Patriarch getroffen. Gestern haben sie sich getroffen, und zwar auf einem Flughafen in Havanna, Kuba. Ich habe so eine Vorstellung, was das bedeuten könnte, aber ich weiß es nicht.

[1:35:26] Schauen wir mal, was hier steht: "Heute schreibt Papst Franziskus Weltgeschichte". Der Autor Lukas Wiegelmann, mit dem habe ich mal im Orchester zusammengespielt. Noch nie sind sich Papst Franziskus und ein russischer orthodoxer Patriarch begegnet. Am Freitag nun wollen sich die beiden treffen. Da heißt es hier: Die erste Begegnung eines russisch-orthodoxen Patriarchen mit einem römischen Papst soll wie ein Zufall aussehen, so als wäre das gar nicht geplant gewesen, als hätten sich ihre Wege gekreuzt. Beide unternehmen gerade Lateinamerika-Reisen, ganz zwanglos.

[1:36:10] Das Ding ist aber, die haben zwei Jahre lang daran verhandelt, dass sie sich treffen werden. Dass sie sich zufällig auf dem Flughafen in Havanna treffen. Krass, oder? Die Begegnung der beiden religiösen Oberhäupter ist ein weltgeschichtlich einmaliger Augenblick. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Treffen auf Spitzenebene angedacht war, aber die Pläne wurden immer wieder auf Eis gelegt. Dem nun anberaumten Gespräch, das zwei bis drei Stunden dauern soll, waren zweijährige Geheimverhandlungen vorausgegangen.

[1:36:46] Es geht natürlich vor allem auch um die Verfolgung der Christen in Syrien, wo ja der Putin auch gerade aktiv ist. Das hat auch viele politische Dimensionen. Es ist eine gute Gelegenheit, auch diese beiden so emotional ziemlich verfeindeten Kirchen zusammenzukriegen. Der Franziskus hat überall seine Finger ausgestreckt, auf allen Seiten versucht er sie zusammenzukriegen.

[1:37:10] Aus römischer Sicht ist die orthodoxe Kirche insgesamt schon eine abtrünnige Kirche. Der Patriarch von Moskau aber ist sozusagen der Abtrünnige der Abtrünnigen und zugleich der mächtigste Faktor der Orthodoxie. Die russisch-orthodoxe Kirche ist heute die größte der orthodoxen Kirchen mit rund 150 Millionen Gläubigen und damit eigentlich die zweitgrößte Kirche der Welt.

[1:37:31] Das Verhältnis war zwischenzeitlich so schlecht, dass der Vatikan sogar mit der russischen Regierung besser klarkam als mit den Patriarchen. Aber das hat sich jetzt geändert. Und es war eine persönliche Entscheidung Kires. Wir erleben die Kirche, also wir erleben, dass überall das Eis schmilzt. Zwei Hirten auf Augenhöhe. Das ist hier in der Süddeutschen Zeitung.

[1:38:01] Und ganz kurz und knapp: Man ist schon fast gar nicht mehr gewohnt, so viele Jahrhundertereignisse, ein Jahrtausendereignisse. Wenn ihr es gestern nicht mitbekommen habt, habt ihr es verpasst. Ihr Lieben, ich denke, ihr seht, die Dinge, die wir vor einem oder zwei Jahren angesprochen haben, sind keine Strohfeuer. Sie werden Monat für Monat kontinuierlich, nicht immer spektakulär, aber wirklich nachvollziehbar und logisch weitergesponnen, oft hinter verschlossenen Türen, aber immer wieder so, dass öffentliche Medien klar und deutlich uns Meilensteine präsentieren. Es geht immer in dieselbe Richtung.

[1:38:40] Zum Abschluss nochmal die Worte, die wir letztes Mal zum Abschluss hatten: "Die römische Kirche spürt geradezu, was kommen wird. Sie wartet ruhig auf ihre Stunde, da sie sieht, dass die protestantischen Kirchen ihr durch die Annahme des falschen Sabbats huldigen und sie sich vorbereiten, seine Anerkennung mit den gleichen Mitteln zu erzwingen, deren sie sich selbst in früheren Tagen bedienen. Die das Licht der Wahrheit verwerfen, werden dennoch die Hilfe der nach eigenen Aussagen unfehlbaren Macht suchen, um eine Einrichtung zu erhöhen, die gerade von jener Macht ins Leben gerufen wurde. Wie bereitwillig diese Macht dabei den Protestanten zu Hilfe kommen wird, ist nicht schwer zu erraten. Wer versteht besser, als die päpstlichen Führer, mit denen umzugehen, die der Kirche ungehorsam sind."

[1:39:20] Das Werk Gottes hat vor der herannahenden Gefahr gewarnt. Erinnert ihr euch an den Wächter auf der Zinne? Der Wächter steht und sagt: Moment mal, die Prophetie sagt, es kommt. Bleibt diese Warnung unbeachtet, so wird die protestantische Welt erfahren, was Roms Absichten wirklich sind, doch erst, wenn es zu spät ist, den Schlingen zu entrinnen. Rom nimmt im Stillen an Macht zu. Seine Lehren üben auf Parlamente, siehe USA, auf Kirchen und auf die Herzen der Menschen, deren Einfluss aus, und das in den letzten Monaten und Jahren mehr als je zuvor. Es türmt seine hohen und gewaltigen Bauwerke auf. Das sagt die Prophetin. Heimlich und unverdächtig stärkt es seine Kräfte, um seine Endziele zu fördern. Wenn die Zeit da ist, zum Schlag auszuholen. Alles, wonach es verlangt, ist eine günstige Angriffsposition, und diese ist ihm bereits zugestanden. Wir werden bald sehen und fühlen, wohin römischer Geist zielt.

[1:40:28] Wer dem Worte Gottes glauben und gehorchen will, wird sich dadurch Schmach und Verfolgung zuziehen. Wie wir sehen, wird es morgen früh nicht losgehen. Es gibt noch ein paar Hürden zu überwinden. Die 150 Millionen orthodoxen Russen werden noch ein bisschen Überzeugungsarbeit gebrauchen, damit sie wirklich den Papst anerkennen. Und auch noch nicht alle Evangelikalen sind einverstanden. Und es werden sicherlich viele aus der katholischen Kirche, aus den orthodoxen Kirchen und aus den evangelikalen Kirchen kommen und sich der wahren Bewegung anschließen.

[1:41:02] Aber wir können deutlich sehen, dass Jahr für Jahr, Monat für Monat, diese Dinge sich vor unseren Augen erfüllen. Und wir sollten uns überlegen, was das für unser eigenes Leben bedeutet. Denn wenn wir den Feind herankommen sehen, dann macht nicht den Fehler, dass er jetzt den Rest eures Lebens am Internet verbringt und nach irgendwelchen Nachrichten sucht. Das ist mal auch wichtig.

[1:41:30] Bist du bereit? Glaubst du dem Wort Gottes so, dass du stehen bleiben kannst, wenn andere vielleicht die Gemeinde verlassen? Wärst du bereit, deinen Glauben mit der Bibel zu verteidigen? Und zwar auf gewinnende Art und Weise? Auf Markus 14, Vers 12 sagt: Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.

[1:42:00] Es ist relativ einfach, gegen den Papst zu predigen, wenn man die Zitate aus dem 19. Jahrhundert nimmt. Aber wenn der Papst plötzlich von Umweltschutz und Familienschutz und von all diesen guten Dingen spricht, dann wird das in der Gesellschaft viel anerkannter sein. Und es wird fast absurd erscheinen, dass wir uns dagegen stellen und sagen: Das wollen wir nicht. Wollt ihr denn nicht das Klima retten? Wollt ihr nicht eure Rechte aufgeben? Seid ihr so egoistisch? Wollt ihr nicht die Familie stützen?

[1:42:33] Wir werden irgendwann angesehen als die Verbrecher, die dem Allgemeinwohl im Weg stehen. Als diejenigen, die die Welt in die Gerechten und Ungerechten einteilen. Und dafür sollte man sich angeblich besonders hüten. Und die Frage ist, werden wir dann standhaft ausharren?

[1:42:48] Die Antwort ist ganz einfach: Wenn ich dann in den kleinen Stürmen des Lebens ausharre, dann kann der große Sturm kommen. Aber wenn ich heute das im Gottesdienst sage, aber dann morgen anders lebe, dann werde ich unter dem Sturm der Verfolgung nicht standhalten. Was wir brauchen, ist wirklich eine ernste Übergabe an Jesus Tag für Tag. Ein ernstes Bewusstsein, in welcher Zeit wir leben. Und dass der Papst seine Arbeit tut.

[1:43:15] Und wenn sogar die Ökumene auf Laien angewiesen ist, um das Werk der Ökumene zu vollenden, wie viel mehr wird dann das Werk Gottes auf die Laien angewiesen sein? Auf die Bewegung aller Gläubigen? Denn wie auch der Papst gesagt hat: Wenn wir auf die Theologen warten, allein auf die Theologen, wenn wir uns allein auf die Theologen verlassen, dann werden wir bis zum Jüngsten Tag warten, und dann ist es immer noch nicht getan.

[1:43:51] An dieser Stelle würde ich gerne mit euch beten. Und danach versuche ich nochmal das Video abzuspielen. Aber dann haben wir jetzt hier einen Abschluss. Und wem es möglich ist, dem möchte ich einladen, dass wir gemeinsam niederknien für ein Abschlussgebet.

[1:44:16] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir sehen dürfen, dass wir durch die prophetische Auslegung der Bibel in unserer Zeit geführt und geleitet werden. Hab Dank, dass wir sehen können, dass wir nicht raten müssen, was passiert, sondern dass wir mit den Dingen, die du uns gezeigt hast, durch deine Propheten, durch das Wort der Prophetie, auch in der Bibel, dass wir damit gut vorbereitet und ausgerüstet sind, die Bewegung in der Welt heute einordnen zu können.

[1:44:52] Wir möchten dich bitten, dass du uns das in rechter Weise tun lässt, dass wir verstehen, wo wir stehen, und dass wir auch verstehen, was jetzt notwendig ist in unserem persönlichen Leben. Bitte hilf uns, dass wir ernst machen, ernst machen mit dir, dass wir uns fragen, was jetzt in unserem Leben dran ist, was geändert werden muss. Wahrscheinlich werden wir nicht mehr ewig Zeit haben. Wahrscheinlich ist die Zeit kürzer, als wir denken. Wir wissen nicht, wie viel Zeit wir noch haben. Du weißt es.

[1:45:28] Aber eines wissen wir, dass du uns jetzt beauftragst, uns Gaben und Fähigkeiten schenkst, dass du jeden einzelnen von uns, jedes einzelne Glied befähigst und ermutigst, stärkst und tröstest, dass wir gemeinsam wie eine Armee die frohe Botschaft der ganzen Welt predigen. Dass wir wachsam sind, dass wir nicht übernervös werden über die Dinge, die geschehen, dass wir keine Panik bekommen.

[1:46:04] Und wir danken dir, dass wir nicht raten müssen, sondern dass wir einfach deiner Karte, die du uns gegeben hast, in der Liebe, folgen können. Wir möchten dich bitten, dass du uns bereit machst als ein Volk für dich zu stehen und dass du uns die Liebe ins Herz schenkst. Noch viele Menschen, die auch nicht wissen, was vor sich geht, die verzweifelt sind, die verwirrt sind, die es nicht einordnen können, dass wir ihnen mit Liebe.

[1:46:32] Und so danken wir dir, dass durch deine Kraft und deinen Geist uns du zu Überwindern machen möchtest. Im Namen Jesu, Amen.


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