In diesem Joel Media Spezial beleuchtet Christopher Kramp die Entwicklungen rund um Papst Franziskus im Jahr 2014. Er analysiert, wie sich die Beziehungen zwischen dem Vatikan und protestantischen Kreisen, insbesondere in den USA, intensiviert haben. Das Video zeigt auf, wie Papst Franziskus durch seine Reisen, Treffen mit politischen und religiösen Führern sowie durch seine Botschaften eine Brücke zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen und Nationen baut. Es wird untersucht, welche prophetische Bedeutung diese Ereignisse im Hinblick auf die biblische Prophetie haben könnten.
Joel Media TV Spezial: Papst Franziskus und der Dritte Engel
Christopher Kramp · Joel Media TV Spezial (Zeitgeschehen im jährlichen Update) ·Themen: 1260 Jahre, Antichrist, Daniel, Endzeit, Europa, Große Kampf, Großer Kampf, Grundlehren der Bibel, Offenbarung, Prophetie, Theologie, Zeichen der ZeitWeitere Aufnahmen
Serie: Joel Media TV Spezial (Zeitgeschehen im jährlichen Update)
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Transkript
[0:00] Ein wunderschönen guten Abend, hallo und herzlich willkommen zu unserem zweiten Joel Media Spezial hier auf Joelmedia.de. Schön, dass ihr heute Abend hergekommen seid, hier nach Stuttgart-Bad Cannstatt, schön, dass ihr jetzt live im Internet zugeschaltet seid oder dann auch später die Aufnahme euch anschauen werdet.
[0:29] Es ist fast ein Jahr her, dass wir hier an gleicher Stelle unser erstes Joel Media Spezial gehabt haben zu den ganzen Ereignissen um Tony Palmer, Papst Franziskus. Ihr werdet euch daran erinnern, wir werden das heute nicht mehr wiederholen, sondern wir werden heute zeigen, was seit dem Ereignis damals in den letzten 12, 13 Monaten alles passiert ist. Und ihr werdet staunen und mit unserer Bibel in der Hand und dem Geist der Weissagung werden wir sehen, wo wir stehen in der prophetischen Weltgeschichte.
[1:01] Ich möchte ganz kurz am Anfang noch einmal auch für alle, die hier zuschauen, sagen, dieser Vortrag heute ist sozusagen ein Nachfolge-Vortrag. Wer sich noch niemals mit biblischer Prophetie beschäftigt hat, dem empfehlen wir unsere Serien auf Joel Media, zum Beispiel "Ausweg 2012" oder auch "Magna Conflictio", weil wir viele Dinge heute einfach behaupten werden, ohne den gesamten biblischen Nachweis zu erbringen, weil das einfach die Zeit sprengen würde. Also nur das zum Hinweis, dort gibt es dann alle biblischen Belege und Begründungen, insbesondere dann für die prophetischen Kapitel, die wir kurz ansprechen werden.
[1:36] Ihr Lieben, was wir heute anschauen werden in den nächsten Minuten ist wirklich nicht starker Tobak, aber hat Dynamit in sich. Und ich glaube, wir brauchen wirklich die Führung des Heiligen Geistes, um die Zeichen der Zeit erkennen zu können. Ich würde euch bitten, dass wir gemeinsam beginnen mit einem Gebet und dann werden wir hineintauchen, was wir heute Abend besprechen wollen.
[1:56] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir zu dir kommen dürfen, dass wir wissen dürfen, dass egal was passiert um uns herum in dieser Welt, dass du alles in den Händen hältst. Und wenn wir jetzt hineinschauen in das Buch der Offenbarung und vor allem auch in das, was in unserer Welt um uns herum passiert, insbesondere in der Erfüllung von Offenbarung 13 und Offenbarung 14, dann möchten wir dich bitten, dass du uns diese Hoffnung schenkst und diese Zuversicht, dass du uns in den Händen hältst und dass uns niemand aus deiner Hand reißen kann, es sei denn, wir entscheiden uns gegen dich. Und wir möchten dich bitten, dass du uns die Augen öffnest und uns zeigst, dass die Zeit kurz ist und dass wir nicht mehr länger gleichgültig und lau da hinschlafen können und schlummern können. Bitte sei du bei uns, schenke uns deinen Heiligen Geist und halte alle Störende fern. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
[2:58] Papst Franziskus und der dritte Engel. Wenn wir von einem dritten Engel sprechen, dann muss es offensichtlich drei geben und die Referenz ist natürlich an die berühmten drei Engel aus der Offenbarung, die wir ganz kurz lesen wollen. Vers 14, Vers 6 sagt: "Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, den die auf der Erde wohnen und zwar jeder Nation und jedem Volkstamm und jeder Sprache und jedem Volk." Jesus hat gesagt, dass dieses Evangelium in der ganzen Welt verkündigt werden soll und dann wird das Ende kommen.
[3:30] Diese drei Engel sind die letzte Gnadenbotschaft an eine sterbende Welt und sie beinhalten verschiedene Aspekte. Ein Beispiel: Der erste Engel sagt mit lauter Stimme: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre." Momentan in unserem Offenbarungsseminar hier auf Joel Media, da gehen wir all die einzelnen Aspekte durch. Könnt ihr euch das alles nochmal zu Hause in Ruhe anschauen, was bedeutet es, Gott zu fürchten, was bedeutet es, ihm die Ehre zu geben, diese Liebe zu Gott und diese Dankbarkeit, die sich im Gehorsam ausdrückt. "Die Stunde seines Gerichts ist gekommen." Wir haben gelernt, dass seit 1844 das himmlische Untersuchungsgericht tagt. "Und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat." Gott möchte die ganze Welt auf seinen heiligen Sabbat aufmerksam machen, der ein Zeichen ist für seine Schöpferkraft.
[4:17] Offenbarung 14, Vers 8 sagt uns: "Ein anderer Engel folgte ihm, der sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat." Babylon in der Bibel ein Symbol für die Vermischung von Wahrheit und Irrtum, von Kirche und Staat. Die religiösen, großen, abgefallenen Systeme dieser Welt werden in Offenbarung 14 als gefallen bezeichnet und darauf baut die dritte Engelsbotschaft auf.
[4:45] In Offenbarung 14, Vers 9 und 10 heißt es: "Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Mahlzeichen auf seine Stirn, auf seine Hand annimmt, so wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist, ist im Kelch seines Zornes." Es gibt keine schärfere Warnung in der ganzen Bibel als diese beiden Verse. Hier ist eine Warnung ausgesprochen, dass, wenn man sie missachtet, dann trinkt man von dem Glutwein Gottes, der unvermischt – das bedeutet in der Bibel hier, unvermischt mit Gnade – ausgegossen wird. Eine der wahrscheinlich feierlichsten Warnungen der Bibel ist die dritte Engelsbotschaft.
[5:23] Die dritte Engelsbotschaft hat noch mehr Aspekte und wir können nicht alle heute besprechen, aber zuallererst stehen dort drei Begriffe, die wir manchmal so ein bisschen ignorieren oder nicht so oft darüber sprechen: Das Tier, sein Bild und das Mahlzeichen. Und ganz kurz, bevor wir gleich in den eigentlichen Vortrag gehen, wollen wir nur kurz uns noch einmal alle auf dieselbe Seite begeben, was diese drei Dinge bedeuten.
[5:44] Das Tier, das ist das erste Tier aus Offenbarung 13, das aus dem Meer hervorkommt mit den vielen Köpfen und Hörnern. Dasselbe findet sich auch als kleines Zorn in Daniel 7 und Daniel 8. Und ohne dass wir jetzt die Beweise dafür bringen, ist glaube ich den meisten von uns bekannt, dass es sich hierbei um die römisch-katholische Kirche, den Kirchenstaat in Rom handelt. Die Bibel warnt in der dritten Engelsbotschaft vor den Machenschaften Roms in Form der katholischen Kirche.
[6:14] Und das ist etwas, was die Reformatoren alle gepredigt haben. Ihr wisst wahrscheinlich, dass die Reformatoren sich in vielen Dingen uneinig waren und sie haben in vielen Fragen sich gestritten, aber zwei Punkte, da waren sie alle auf derselben Seite: Nämlich die Bibel ist das Wort Gottes und der Test aller Lehre und der Papst ist Antichrist. Diese beiden Dinge waren unverhandelbar und sie haben das mit biblischer Prophetie begründet.
[6:40] Um die Zeit von Martin Luther, nur einige Jahre später, haben wir die Gründung eines Ordens durch diesen Mann hier, Ignatius von Loyola. Den habt ihr wahrscheinlich gehört, der den Orden der Jesuiten gegründet hat mit dem ausgesprochenen Ziel, den aufgekommenen Protestantismus, der sich allein auf die Bibel, allein auf die Gnade, allein auf Christus berufen hat, diesen Protestantismus zu vernichten und zwar offensiv als auch durch versteckte Operationen. Der Orden hat eine lange, lange Geschichte. Wir haben in dem ersten Vortrag über Toni Palmer, Papst Franziskus, mehr darüber gesagt, wo er auch überall verboten gewesen ist und so weiter und so fort. Wollen wir heute nicht wiederholen, ich denke, das meiste ist von euch geläufig.
[7:29] Die Offenbarung spricht von einem Bild des Tieres. Dieses Bild des Tieres hat zu tun mit dem zweiten Tier in Offenbarung, das dort aus der Erde hervorkommt, das aussieht wie ein Lamm, zwei Hörner hat. Und auch hier gibt es eine klare biblische Auslegung, die wir kennen: Das sind die Vereinigten Staaten von Amerika, die eigentlich das protestantische Land überhaupt sind. Und dass die Offenbarung in Offenbarung 13 beschreibt, dass ausgerechnet das erste und das zweite Tier, das heißt die römisch-katholische Kirche und das protestantische Amerika, das aufgebaut war auf dem Erbe der Religionsflüchtlinge aus Europa, die vor der katholischen Kirche geflohen sind, dass die beiden zusammengehen würden und zusammenarbeiten würden, das erschien den allermeisten unglaublich, als das zum ersten Mal entdeckt worden ist.
[8:18] Und doch sagt die Bibel, dass das protestantische Amerika ein Bild sozusagen der katholischen Kirche werden würde. Das heißt, dieselben Prinzipien, die in der römisch-katholischen Kirche im Mittelalter immer angewendet worden sind und dieselben Institutionen, die dort gepusht worden sind, wie zum Beispiel die Sonntagsheiligung, würden auch durch Amerika gepusht werden.
[8:43] Offenbarung 13, Vers 16 sagt uns: "Und es bewirkt, dass allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten ein Mahlzeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn." Und hier gibt es einen ganzen Vortrag auch auf Joel Media über das Zeichen, wo wir deutlich zeigen, allein aus der Bibel, dass das Mahlzeichen in der Bibel nichts anderes darstellt, als durch Gesetz erzwungene Sonntagsheiligung. Nicht die Sonntagsheiligung, die jemand jetzt aus reinem Gewissen einfach so, weil er es nicht besser weiß, tut, sondern durch Gesetz erzwungene Sonntagsheiligung wieder besseren biblischen Wissens. Das ist das Mahlzeichen.
[9:21] Und das sind die drei Kernelemente, in die die dritte Engelsbotschaft im Zentrum hat: Das Erstarken, das Wiedererstarken der römischen Kirche, dann die Wandlung Amerikas, des protestantischen Amerikas, dass sie zusammenarbeiten, um Sonntagsgesetze herauszubringen und zwar mit wirklich intensiven Folgen.
[9:40] Vers 17 sagt uns: "Und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur, der, welcher das Mahlzeichen hat oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens." Und dann sogar in Vers 15: "Und es bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten."
[9:56] Also auf Deutsch runtergebrochen heißt das in einer Minute gesagt: Der Vatikan, so die Bibel seit 2000 Jahren, wird irgendwann mit den protestantischen Kirchen Amerikas zusammenarbeiten, um zunächst in den USA und dann weltweit Gesetze zu erlassen, die Menschen dazu zwingen, den Sonntag zu halten, später auch den Samstag nicht mehr zu halten, mit zum Teil drakonischen Strafen.
[10:24] Als das zum ersten Mal verkündigt worden ist von Leuten wie Jane Andrews oder James White oder Uriah Smith, Leute, die wir jetzt aus unserem Adventsgeschichtsseminar kennen, oder Loughborough, Haskell, oder auch in unserem Jahrhundert von vielen bekannten Evangelisten wie HMS Richard, Mark Finley und vielen anderen, lange Zeit sah es so aus, als wäre das pure Spekulation. Zu groß war die Grenze oder der Graben zwischen den Katholiken in Europa und den Protestanten in Amerika.
[10:52] Jeder von euch, der sich ein bisschen mit der Materie beschäftigt, weiß, in den letzten Jahrzehnten hat sich das schon sehr verändert. Wir haben schon etliche Vorträge gehört von verschiedenen Evangelisten und Leuten, die das so lange studiert haben, dass es in den letzten Jahrzehnten schon viele Bewegungen in diese Richtung gegeben hat. Wir wissen, wie sehr das Papsttum insbesondere unter Johannes Paul II. wieder an Popularität gewonnen hat. Das ist uns bekannt. Wir wissen auch, haben wir damals auch gesagt, wie die Lutherische Kirche sich mit der Katholischen Kirche zusammengetan hat und dieses Dokument unterzeichnet hat, dass man eine gemeinsame Rechtfertigungslehre hat, also genau das umgedreht hat, was eigentlich Luther gepredigt hat. Das war ja auch die Grundlage von dem, was der Toni Palmer damals in seiner Ansprache gehabt hat.
[11:34] Wir haben solche beeindruckenden Bilder gesehen hier und doch hat sich vieles noch einmal verändert, seit dieser Mann hier, Jorge Mario Bergoglio, Papst geworden ist, 2013. Und es ist euch bekannt, er ist Jesuit. Wir wollen an dieser Stelle jetzt einhaken und einfach mal die letzten Monate Revue passieren lassen, chronologisch, und ihr werdet staunen, in welchem Tempo sich die Ereignisse rasant entwickelt haben.
[11:59] Wir fangen an 2014, am 21. Januar. Da war diese Konferenz, wo der Kenneth Copeland den Toni Palmer eingeladen hat, seine Botschaft zu predigen, wo das Video gezeigt worden ist. Wir werden das nicht wiederholen, keine weiteren Informationen jetzt dazu geben. Wir haben ein ganzes Video dazu, ich glaube zwei Stunden oder so, auf Joel Media, könnt ihr euch anschauen.
[12:18] Was ist danach passiert? Das erste große Ereignis danach war knapp zwei Monate später, am 13. März. Hier haben wir die Meldung von der Washington Post. Der Papst Franziskus ist eingeladen worden, an einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses zu sprechen. Hier steht: "Die Leiter des Kongresses haben den Papst Franziskus eingeladen an einer gemeinsamen Sitzung." Der Kongress in Amerika besteht ja aus zwei Häusern, da gibt es das Repräsentantenhaus und da gibt es den Senat. Und die kommen nur zu einer gemeinsamen Sitzung normalerweise zusammen, wenn der Präsident zum Beispiel einmal im Jahr seine Rede zur Lage der Nation hält, zur Lage der Union. Das ist etwas ganz Besonderes. Und der Papst wurde eingeladen, kurze Zeit nach diesen Vorkommnissen um Tony Palmer, dort im Kongress zu reden.
[13:14] Was ist das Besondere daran? Hier heißt es: "Der Papst hatte ohnehin geplant, an einer globalen Konferenz zur Familie im Jahr 2015 teilzunehmen. Der Heilige Stuhl hat diese Reise noch nicht bestätigt." Eingeladen wurde er von einem gewissen John Boehner, das ist der Sprecher des Kongresses, und er hat die ganz formale Einladung hier im Namen des Repräsentantenhauses, des Senats ausgesprochen. Das Interessante und Wichtige daran ist, wenn der Papst das annehmen würde, wäre er, wie es hier heißt, der erste Papst jemals, der vor dem US-Kapitol sprechen würde.
[13:59] Wir wissen, der Papst ist schon öfter nach Amerika gereist, sie haben Präsidenten getroffen, aber noch nie hat ein Papst vor dem Kongress gesprochen, denn der Kongress ist die Institution, die Gesetze erlässt. Und wenn ihr die Offenbarung 13 kennt, dann solltet ihr euch das schon mal hellhörig machen. Nie zuvor ist das gewesen und er ist jetzt eingeladen worden, dies zu tun.
[14:22] Und der Boehner sagt hier, dass insbesondere die sozialen Lehren von Franziskus einen großen Dialog erzeugt haben zwischen den Menschen aller Ideologien und religiösen Ansichten in den Vereinigten Staaten und dass er ein Champion ist für menschliche Würde und für Freiheit und für soziale Gerechtigkeit. Und dann sagt er: "Franziskus' Prinzipien gehören zu den Fundamenten der amerikanischen Idee."
[14:49] Nun, interessanterweise wurde er nicht nur von dem Boehner eingeladen, der ein Republikaner ist, sondern in einer seltenen, was wirklich selten passiert, in dem Fall waren sich Republikaner und Demokraten einig. Ihr wisst, sonst schlagen die sich die Köpfe ein, aber hier heißt es, die Minderheitsleiterin Nancy Pelosi von den Demokraten aus Kalifornien war wirklich froh, dass sie sich dem Boehner anschließen konnte, diese Einladung hier auszusprechen. Sie ist inspiriert von seiner Botschaft des Friedens und der Zuneigung und der Bruderschaft.
[15:26] Interessant hier, die Meldung der Washington Post: Sowohl Boehner als auch Pelosi sind beide römisch-katholisch. Und der katholische Erzbischof Donald Wuerl sagt von Washington: "Er ist äußerst dankbar, dass die Gesetzgeber, the lawmakers, ihn eingeladen haben." Der Bischof von Washington sagt: "Ich freue mich ja so, dass unsere Gesetzgeber den Papst eingeladen haben."
[15:50] Hier Originalzitat von Boehner: "Ich habe mit Ehrerbietung und Bewunderung Papst Franziskus als Staatsoberhaupt des Heiligen Stuhls eingeladen, zu dem Kongress der Vereinigten Staaten zu sprechen. Papst Franziskus hat Millionen Amerikaner mit seiner pastoralen Art und seiner dienenden Leidenschaft inspiriert. Sein unermüdlicher Ruf zum Schutz der Verletzlichsten unter uns hat Herzen auf jedem Kontinent erweckt. Seine sozialen Lehren, verwurzelt in der Freude des Evangeliums – das war jetzt das erste Buch, das Franziskus geschrieben hat – haben sorgfältige Reflexion und lebhaften Dialog zwischen Menschen aller Ideologien und religiösen Ansichten hervorgerufen. Diese Prinzipien gehören zu den Fundamenten der amerikanischen Idee."
[16:35] "Sie, die Amerikaner, haben sich die Erinnerung von Papst Franziskus zu eigen gemacht, dass wir unsere Verantwortung für die Armen nicht durch eine Wohlfahrtsmentalität basierend auf Wirtschaftskalkulationen gerecht werden können." Und dann sagt er hier: "Die pastorale Botschaft des Heiligen Vaters fordert Menschen aller Glaubensbekenntnisse, Ideologien und politischen Parteien heraus. Seine Ansprache als besuchendes Staatsoberhaupt würde unsere Nation ehren."
[17:02] Und jetzt Achtung: "Es würde auch eine exzellente Gelegenheit für das amerikanische Volk als auch für die Nationen der Welt seine Botschaft geben, seine Botschaft vollständig zu hören." Also der Sinn ist, wenn er dann kommt, dann soll er seine gesamte Botschaft, die er hat, dort dem Kongress deutlich machen und zwar, dass die ganze Welt es hören kann.
[17:26] Er sagt: "Mit tiefer Dankbarkeit habe ich Papst Franziskus gebeten, die offene Einladung im Namen des Kongresses und der Millionen Bürger der Vereinigten Staaten, denen wir dienen, zu bedenken."
[17:40] Jemand hat vor über 100 Jahren geschrieben. Ein bekannter Geschichtsschreiber äußert sich über die Haltung der päpstlichen Priesterherrschaft zu der Gewissensfreiheit und den Gefahren, die ganz besonders den Vereinigten Staaten drohen, wenn sie ihre Pläne durchsetzen kann. "Es gibt viele, die geneigt sind, irgendwelche Furcht vor dem römischen Katholizismus in den Vereinigten Staaten als engherzig oder kindisch hinzustellen. Sie sehen eben in dem Charakter und der Stellung der römisch-katholischen Erscheinungswelt nichts, was unseren freien Einrichtungen gegenüber feindlich ist oder für nichts unheilverkündendes in ihrem Wachstum. Wir wollen deshalb zuerst etliche der Grundregeln unserer Regierung mit denen der katholischen Kirche vergleichen."
[18:17] "Die Verfassung der Vereinigten Staaten sichert Gewissensfreiheit zu. Nichts ist teurer oder wesentlicher." Papst Pius IX. sagt in seiner Enzyklika 1854: "Die abgeschmackten und irrigen Lehren oder Phrasen zur Verteidigung der Gewissensfreiheit sind ein außerordentlich verderblicher Irrtum, eine Pest, die vor allem anderen in einem Staat am meisten zu fürchten ist." Das Zitat stammt aus einem Buch mit Namen "Der große Kampf". Wir werden ihn öfter nochmal zitieren, dieses Buch und wer es nicht kennt, werden wir am Ende noch mehr dazu sagen.
[18:46] Ich habe mich gefragt, wer ist dieser Boehner? Ich habe ihn vorher noch nie gehört. Er ist, wie gesagt, der Sprecher des Kongresses. Ich habe ein bisschen recherchiert und habe Folgendes Interessantes herausgefunden. Er ist deutsch-irische Abstammung, hat ein Bachelor in Business Administration und seine Studien hat er an der Xavier University gemacht. Es ist die viertälteste jesuitische Universität der USA. Ich habe nicht gesagt, dass er ein Jesuit ist. Ich habe nur gesagt, dass der Mann, der den ersten Papst seit Menschengedenken einlädt, vor dem US-Kongress zu sprechen, auf einer jesuitischen Universität seinen Abschluss gemacht hat. Da habt ihr das Zeichen Universität, das IHS, klar, jesuitisch.
[19:30] Auch die Nancy Pelosi, die von den Demokraten ebenfalls auf katholischen Institutionen ausgebildet ist, das nur am Rande. Hier habt ihr sie, gilt als die einflussreichste Frau der amerikanischen Politik noch vor Hillary Clinton. Und beide sind als Katholiken die treibenden Kräfte dahinter, Papst Franziskus dort nach Amerika zu bringen.
[19:52] 13. März, Einladung des US-Kongresses an den Papst. Nicht mal zwei Wochen später, 27. März. Barack Obama besucht den Papst. US-Präsident und Papst Franziskus treffen sich hier in seinem ersten offiziellen Besuch. Es heißt hier, der ging 50 Minuten und zwar länger, als man es erwartet hatte, was immer das bedeutet. Also, bevor die ganze andere US-Delegation hineinkam, hat der Papst 50 Minuten alleine mit dem Obama gesprochen.
[20:26] Und naja, der Papst war ganz begeistert, er sagt: "Wunderbar dich zu treffen, ich bin ein großer Bewunderer, a great admirer." Und dann hat er ihm ein Geschenk gemacht und alle Zeitungen, alle Internetseiten haben sich über dieses Geschenk hergemacht und haben das ausführlich beschrieben. Man würde ja denken, wenn sich so zwei Staatsoberhäupter besuchen, dann wären halt ein paar Kleinigkeiten ausgetauscht. Aber was er ihm schenkt, ist sehr interessant.
[20:49] Er hat ihm geschenkt eine besondere Anfertigung, ein Kästchen, das eigens dafür hergestellt worden ist, in dem verschiedene Samen drin sind. Jetzt fragt man sich, was braucht der Papst so Karottensamen? Das sind so Karottensamen und verschiedene andere Samen. Das Kästchen ist hergestellt aus zwei Materialien, nämlich einmal aus amerikanischem Leder und dann aus Holz, das von dieser Basilika genommen wird, das ist die erste katholische Basilika in den USA. Also, was man dem Papst geschenkt hat, ist ein Kästchen, bestehend aus amerikanischem Leder und Holz von jener ersten katholischen Basilika auf dem amerikanischen Kontinent.
[21:35] Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder das Geschenk ist an sich wertvoll oder es ist symbolisch. Und ihr könnt entscheiden, ob der Papst jetzt diese Karottensamen gebraucht hat oder ob es ein symbolisches Geschenk gewesen ist. Und wenn es ein symbolisches Geschenk gewesen ist, was bedeutet es, wenn dort so ein Kästchen bereichert wird, mit amerikanischem Leder und katholischem Holz sozusagen, und da drin sind Samen?
[21:59] Und naja, dann sagt der Obama: "Wenn du eine Chance hast, dann komm zum Weißen Haus, da zeigen wir dir den ganzen Garten." Und naja, was hat der Papst darauf geantwortet? Der Papst hat auf Spanisch geantwortet: "Come on", also warum nicht? Sehr gerne. Und hier heißt es sogar, dass es ein symbolisches Geschenk gewesen sein soll.
[22:21] Und wenn es symbolisch gewesen ist, dann muss man sich fragen, was ist wohl die Symbolik dahinter gewesen? Naja, der Papst hat ihm im Gegenzug sein Buch geschenkt, "Die Freude des Evangeliums", und dieses Buch, so heißt es hier, wird angesehen als der Fahrplan für sein Papsttum, also für seine Regentschaft, das, was er vorhat, hat er dem Präsidenten geschenkt. Und er sagt, naja, wenn ich irgendwann mal im Oval Office sitze und richtig frustriert bin, dann bin ich sicher, wenn ich das dann lese, dann wird es mir Stärke geben und mich wieder beruhigen. Und der Papst hat dann gesagt: "Ich hoffe doch."
[22:57] Und schaut mal hier, was der Oberhauptmann auch gesagt hat. Er sagt: "Das ist interessant, als sie dann dieses ganze Protokoll durchgehen, das ist ja alles nicht so einfach, wenn sich so große Staatsoberhäupter treffen." Er sagt: "Seine Heiligkeit, also der Papst, ist die einzige Person, die noch mehr Protokoll hat als ich." Also, wo noch mehr Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden als beim US-Präsidenten. Und er nennt hier "France's great moral authority", also die große moralische Autorität von Franziskus.
[23:32] Und dann spricht er von verschiedenen Problemen, insbesondere von sozialen Problemen, und dann sagt er: "Es ist nicht nur ein wirtschaftliches Thema, es ist ein moralisches Thema." Also die Probleme, mit denen die USA und andere Nationen zu kämpfen haben, sind nicht nur ökonomische Probleme, es sind moralische Probleme. Und die moralische Autorität ist wer? Franziskus.
[23:53] Interessanterweise, ihr wisst, der Papst hat meistens die Angewohnheit, nicht so viel Pomp und nicht so viel Prunk anzuwenden, er ist eher schlicht, dafür wird er geschätzt. Als der US-Präsident kam, wurde es allerdings ganz anders. Man hat lauter Protokoll gehabt, das heißt, er hat die gesamte traditionelle Formalität des Vatikans hier ausgespielt. Er hat den Obama empfangen in dem kleinen Thronraum, der mit viel Fresken hier ausgeschnitzt ist.
[24:28] Und der Obama hat immer wieder den Papst gepriesen für sein Mitleid und seine Zuneigung und seine Betonung, dass man den Armen helfen sollte und so weiter. Hier habt ihr die Tagesthemen, die sagen: "Obama leidet." Hier hat ein Professor an der Katholischen Universität in Washington: "Obama leidet bei seinen Umfragewerten und jetzt versucht er mit diesem Besuch, seine Beliebtheit zu steigern, denn der Papst ist sehr populär." Und ihr wisst mal, Obama war mal sehr populär. Und wenn der Obama versucht, beim Papst noch seine Popularität zu steigern, dann habt ihr ein Gefühl, wie populär der Papst mittlerweile ist.
[25:06] Na ja, "Treffen zweier Hoffnungsträger", wird uns hier gesagt. Noch ein Zitat hier aus dem Zusammenhang. Anthony Figueredo, Direktor des Päpstlichen Nordamerikanischen Kollegs in Rom, sagt im Gespräch mit Radio Vatikan: "Die Vereinigten Staaten sehen den Heiligen Stuhl als den moralischen Fokus, als eine Art moralischen Kompass." Also, wir zitieren hier nur große Internetseiten und Leute, die wirklich offiziellen Status haben. Und dieser gute Mann sagt: "Die Vereinigten Staaten sehen den Vatikan als einen moralischen Kompass." Was macht ein Kompass? Der sagt, wo geht's lang? In Fragen der Moralität. Obama sagt, der Papst ist eine moralische Autorität. Und auch hier haben wir die Bestätigung.
[25:57] Und hier noch was, was Obama gesagt hat. Er sagt hier, wieder geht's um die Armen und die unteren Schichten, die nicht in die Mittelklasse kommen und das sind alles chronische Probleme. Und dann sagt er: "You know, what the Pope is able to do in a way that no politician can do is to shake people's conscience." Also, was der Papst tun kann, wie kein Politiker, er kann das Gewissen der Leute aufrütteln und "to shine a light on the problem." Er kann ein Licht auf das Problem werfen. "It's our job to come up with policies to do something. What the Pope can do is to help mobilize public opinion." Also, wir Politiker, wir können so Regeln aufstellen, wir können Politik machen, aber die Aufgabe des Papstes ist es, er kann die öffentliche Meinung mobilisieren. Das ist offizielle Meinung von Barack Obama in diesem Zusammenhang.
[26:50] Also, 27. März, Obama hat den Papst besucht. Einen Monat später, genau am 27. April. Das habt ihr sicherlich in den Nachrichten mitbekommen, da wurden diese beiden Herren heilig gesprochen. Den Rechten kennt ihr, oder? Der Rechte ist Johannes Paul II. Man war ziemlich überrascht, dass nicht nur Johannes Paul II. heiliggesprochen wird, sondern mit ihm noch jemand anderes, nämlich Johannes XXIII. Von dem haben die meisten nie was richtig gehört, außer die, die alt genug sind. Und das war das erste Mal in der Geschichte des Vatikans oder der katholischen Kirche, und die hat schon ein bisschen Jahre auf dem Buckel, dass zwei Päpste am gleichen Tag heiliggesprochen worden sind.
[27:33] Über Johannes Paul II. müssen wir nicht so viel sagen. Ich denke, wenn ihr mal einen Walter-Feit-Vortrag gesehen habt, dann wisst ihr genügend, wie sehr er sich um die Ökumene verdient gemacht hat. Aber ich dachte mir, es wäre interessant, mal was zu wissen über Johannes XXIII. Der hieß ursprünglich Angelo Giuseppe Roncalli, und er war aus dem Franziskanerorden, aus dem säkularen Zweig. Hat sich sehr verdient gemacht um Rettung von Juden im Zweiten Weltkrieg. Wurde 1958 zum Papst gewählt. Er war der erste Johannes seit dem 14. Jahrhundert. Er war seit 1870 der erste Papst, der wieder Krankenbesuche gemacht hat und er wieder angefangen hat, so eine soziale Seite zu zeigen. Er war bekannt für nächtliche Spaziergänge in Rom. Kennt ihr noch jemanden, der jetzt bekannt ist für nächtliche Spaziergänge in Rom? Der gegenwärtige Papst, der ist dafür bekannt, dass er ständig da durch die Straßen geht, und das war der Johannes XXIII. auch.
[28:27] Er war der erste Papst seit 1878, der wieder Rom verlassen hat. Vorher waren die Päpste immer nur in Rom. Er hat wieder das Reisen begonnen und er hat dieses berühmte Zweite Vatikanische Konzil eingerufen, was die Ökumene begonnen hat. Im Zweiten Vatikanischen Konzil hat die katholische Kirche gesagt: "Wir wollen uns wieder den anderen Kirchen öffnen, wir wollen diese Ökumene haben." Und damit ist dieser ganze ökumenische Prozess losgegangen. Das ganze basierte auf der Idee von Johannes XXIII. Er ist dann 1963 noch während des Konzils an Krebs gestorben und hat dann posthum nach seinem Tod die Freiheitsmedaille des US-Präsidenten erhalten. Also, er hatte nur eine kurze Papstregentschaft, war aber unglaublich aktiv in der Hinsicht und ähnlich wie Johannes Paul II. später, einer derjenigen, der den ökumenischen Dialog besonders betont hat und das Papsttum wieder in die Öffentlichkeit gebracht hat.
[29:27] Und in dem der Franziskus beide Päpste gleichzeitig an einem Tag heilig gesprochen hat, hat er natürlich ein deutliches Signal gesetzt. Schaut mal, wie es hier heißt, das ist Spiegel Online: "Der Vatikan steht vor der Heiligsprechung mit der größten Resonanz in der Geschichte der katholischen Kirche." Das Jahr 2014, werden wir noch gleich sehen, war ein Jahr von Superlativen hoch und runter.
[29:52] Und wenn ihr das mitverfolgt habt, wisst ihr, dass man eigentlich Johannes XXIII. niemals hätte heilig sprechen dürfen, weil um heilig gesprochen zu werden, braucht man zwei Wunder. Man muss zwei Wunder getan haben. Bei Johannes dem 23. hat man aber nur eins gefunden. Ja, da hat der Franziskus gesagt, naja, okay, dass er das Zweite Vatikanische Konzil eröffnet hat, das ist auch so eine Art Wunder. Das lassen wir einfach mal zählen. Und so wurde er dann trotzdem heilig gesprochen. Übrigens, Johannes Paul II. war der mit Abstand am schnellsten heilig gesprochene in der katholischen Kirchengeschichte. Bereits sein Verfahren zur Heiligsprechung wurde in Rekordzeit eingeleitet, 87 Tage nach seinem Tod. Also, der Vatikan verletzt seine eigenen Regeln, einfach nur um diese beiden Leute in den Fokus zu rücken.
[30:39] Und das ist passiert. Zigtausende waren dort anwesend, sehr, sehr viele Staatsoberhäupter auch. Und das ist nur das Bild vom Petersplatz. Ganz Rom war vollkommen überfüllt. Und hier vielleicht noch ein paar Sätze aus der offiziellen Ansprache hier von der vatikanischen Seite von Papst Franziskus. Er sagt: "Vergessen wir nicht, dass es gerade die Heiligen sind, die die Kirche voranbringen und wachsen lassen." Und dann nennt er Johannes den 23. an den Papst der Volksnähe gegenüber dem Heiligen Geist. Und Johannes Paul ist der Papst der Familie und so weiter und so fort.
[31:23] Also, 27. April. Zwei Päpste werden gleichzeitig heilig gesprochen. Und das hat es noch nie gegeben in der Kirchengeschichte und wird so schnell auch nie wieder geben. 9. Mai, nur wenige Tage später. Wer ist das hier neben ihm? Das ist Papst Franziskus mit, sieht das jemand? Das ist Ban Ki-moon, seines Zeichens UN-Generalsekretär. Die UN hatte eine Konferenz in Rom und bei der Gelegenheit hat man dem sogenannten Heiligen Vater, dem Papst Franziskus, einen Besuch abgestattet.
[31:53] Und da hat man viel diskutiert und gesprochen und der Papst hat sich dann an die UN gewandt und sagt hier in seiner Ansprache: "Es ist bedeutsam, dass das heutige Treffen kurz nach der Heiligsprechung meiner Vorfahren Johannes dem 23. und Johannes Paul dem 2. stattfindet und so weiter. Und die neuen Heiligen inspirieren uns durch ihre leidenschaftliche Besorgnis für integrale, humane Entwicklung." Und dann sagt der Johannes Paul der Zweite ist ja auch ganz oft bei der UN gewesen. Und interessanterweise predigt er dann sogar zu den UN-Leuten, ein paar Minuten lang, und er predigt über die Geschichte von Zachäus. Kennt ihr die Geschichte von Zachäus? Der Zöllner, der Jesus sehen wollte und auf den Maulbeerbaum stieg und der dann, als er Jesus nachfolgte, seinen Beruf aufgegeben hat und alles, was er hatte, den Armen gegeben hat.
[33:05] Und Franziskus bezieht sich auf diese Geschichte als ein Beispiel, wie die Reichen auch den Armen Geld geben sollten und die Armen unterstützen sollten. Aber schaut mal, was er hier sagt. Er sagt: "Jesus hat Zachäus nicht aufgefordert, seinen Job zu wechseln. Er hat auch nicht seine finanzielle Aktivität verurteilt. Er hat ihn einfach nur inspiriert, frei seine Gaben auszuteilen für den Dienst an anderen."
[33:36] Frage: Hat Jesus den Zachäus dafür verurteilt, dass er Zöllner gewesen ist? Also war das eine schlimme Sache für Jesus, Zöllner zu sein? Ja, selbstverständlich. Wer Zöllner war, hat Leuten das Geld gestohlen. Natürlich war Jesus lieb und nett und freundlich zu ihm, aber natürlich hat er die Aktivität des Zachäus nicht gut geheißen. Und der Papst dreht das hier um und sagt: "Ja, du kannst auch ein Kapitalist sein. Du kannst auch den Leuten das Geld aus der Tasse stehlen. Hauptsache, du gibst dann irgendwo anders wieder was an die Armen. Du kannst weiter deine Sünde betreiben. Hauptsache, du bist sozial." Das fand ich sehr interessant, weil das ist natürlich etwas, was dem unbekehrten Herzen viel besser gefällt, wenn ich durch Almosen geben im Frieden mit Gott sein kann und nicht unbedingt meine sündigen Aktivitäten aufgeben muss.
[34:24] Naja, der Ban Ki-moon hat sich dann wieder an den Papst gewandt und hat gesagt: "Euer Papsttum verkörpert diese Prinzipien und hat Menschen in allen Regionen und von allen Hintergründen inspiriert. Ich zähle auf die katholische Kirche unter ihrer Leiterschaft, dass sie weiter eng mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten wird, um das würdige Leben für alle zu fördern. Und es wäre mir eine Ehre, sie wieder einzuladen, um uns mit ihrer Gegenwart bei den Vereinten Nationen, also es wäre eine Gnade für uns, wenn sie bei den Vereinten Nationen gegenwärtig wären, sobald sie nur können. Und das wäre dann eine Gelegenheit, dass sie ihre Vision für unsere gemeinsame Zukunft aussprechen." Also auch die UN laden den Papst Franziskus ein, dass er seine Vision für die Zukunft der Menschheit sobald wie möglich vor der UN ausspricht.
[35:24] Das war am 9. Mai. Jetzt kommen wir zum 25. Mai. Also, das geht fast im Tagestakt, im Wochentakt. Papst Franziskus auf Israelreise im Nahen Osten. Dort segnet er einen palästinensischen Journalisten. Dort kommt er dann in Jordanien an, trifft sich mit dem jordanischen Königshaus, betet hier an verschiedenen Pilgerorten, auch in der Bethlehemskapelle. An der Klagemauer hier mit einigen jüdischen Rabbis verschiedener Traditionen. Überall gibt er sich als der Weltoffene, der Verbindende, der Brückenbauer. Der Pontifex Maximus, der oberste Brückenbauer. Und dann trifft er sich hier mit Schimon Peres, der damals noch Staatsoberhaupt Israels war. Der spielt gleich ein paar Wochen später nochmal eine entscheidende Rolle. Und dann vor allem trifft er sich mit Bartholomäus I. Wer von euch hat von Bartholomäus I. gehört? Bartholomäus I. ist sowas wie der Papst der Orthodoxen. Das ist das Oberhaupt der orthodoxen Kirchen. Die orthodoxen Kirchen sind ja seit 1054 von den Katholiken gespalten, obwohl sie theologisch jetzt gar nicht so weit auseinander liegen. Und beide, sowohl der Papst als auch Bartholomäus, sind dort gemeinsam eingetroffen im Nahen Osten, um dort gemeinsam ihre Pilgerreise zu beenden.
[36:55] Ein bisschen was über Bartholomäus I. Das lohnt sich, den zu kennen. Wie gesagt, Oberhaupt aller orthodoxen Kirchen, egal ob serbisch-orthodox oder russisch-orthodox oder griechisch-orthodox oder was es alles an orthodoxen Kirchen gibt. Er hat in Rom Theologie studiert und zwar in der Gregorianer. Das ist die katholische päpstliche Universität. Er ist seit 1991 Patriarch von Konstantinopel und er engagiert sich enorm für Ökumene und Religionsdialog. Und Achtung: Er war 2013 das allererste orthodoxe Oberhaupt jemals, seit fast 1000 Jahren, das bei einer Papstkrönung anwesend gewesen ist. Also, nie zuvor bei einer Papstkrönung war das Oberhaupt der Orthodoxen anwesend. 2013, als Papst Franziskus gekrönt worden ist, war er der erste. Und dort haben sie natürlich, dort im Nahen Osten, sich ausgesprochen und den gemeinsamen Weg weiter abgesteckt. Also, 25. Mai, Papst im Nahen Osten.
[37:52] Wenige Tage später, 1. Juni. Vielleicht könnt ihr euch erinnern, dass der Toni Palmer erzählt hat, dass es in einem halben Jahr eine Veranstaltung geben würde in Rom, wo alle Charismatiker und viele Evangelikale in Italien zusammenkommen würden und dass der Papst erstmals dort sprechen würde. Das ist diese Konferenz, die 37. Konferenz der katholischen charismatischen Erneuerungsbewegung. Das sind all die Charismatiker innerhalb der katholischen Kirche und zum ersten Mal überhaupt hat dort ein Papst vor ihnen gesprochen. Damit ihr einen kleinen Eindruck bekommt, ich gebe einfach mal hier 1-2 Minuten, wie das so war.
[39:27] Das ist ein Dachgewirr. In 2000 Jahren ist ja auch mal ein Kusander gesungen worden. Also 50.000, die dort zusammen sind. Der Papst. Leute sind begeistert.
[40:09] Wir springen weiter. Hier haben wir den Kommentar dazu: "Zum ersten Mal in der Geschichte wird ein Papst das römische Olympiastadion für die internationale charismatische Erneuerungsbewegung besuchen." Ungefähr 50.000 Leute aus 50 Ländern. Und dann ist es interessant, er hält eine Ansprache und sagt, wie sehr er sich freut und wie wunderbar das ist. Und dann erzählt er seine eigene Erfahrung mit der charismatischen Bewegung.
[40:38] Hier ist der offizielle deutsche Text, die deutsche Übersetzung vom Vatikan, direkt runtergeladen. "Wie ihr vielleicht wisst, denn die Nachrichten verbreiten sich schnell, hatte ich in den ersten Jahren der charismatischen Erneuerungsbewegung in Buenos Aires keine besondere Liebe zu diesen Charismatikern. Und ich sagte über sie: 'Die scheinen eine Samba-Schule zu sein.' Ich konnte mit ihrer Art zu beten und den vielen neuen Dingen, die in der Kirche geschahen, nichts anfangen. Später habe ich dann begonnen, sie kennenzulernen. Und schließlich habe ich das Gute begriffen, dass die charismatische Erneuerung für die Kirche tut."
[41:14] Und diese Geschichte, die mit der Samba-Schule begann, endet in einer besonderen Weise. Wenige Monate, bevor ich am Konklave teilnahm, wurde ich von der Bischofskonferenz zum geistlichen Begleiter der charismatischen Erneuerung in Argentinien ernannt. Also kurz bevor er Papst geworden ist, hat er sich mittlerweile so sehr mit den Charismatikern verbunden gefühlt, das war dann auch die Zeit, wo er Tony Palmer so sehr kennengelernt hat, dass er die jetzt besonders auch fördern möchte.
[41:41] Und dann sagte er: "Die charismatische Erneuerung ist eine große Kraft im Dienst an der Verkündigung des Evangeliums, in der Freude des Heiligen Geistes." Und dann sagt er: "Das ist euer Weg." Er sagt: "Eure Aufgabe, liebe Charismatiker, ist es: Evangelisierung, geistliche Ökumene, Sorge für die Armen und Notleidenden und Aufnahme der Ausgegrenzten und das alles auf der Grundlage der Anbetung." Also Anbetung ist ein fundamentales Prinzip. Das Fundament der Erneuerung ist Gott anbeten.
[42:12] Und dann sagt er hier: "Er strebt die Einheit in der Erneuerungsbewegung, denn die Einheit kommt vom Heiligen Geist." Ah, das hätten wir noch vorher lesen sollen. Schaut mal hier. Erinnert euch, die charismatische Erneuerung ist von Natur aus ökumenisch. Die katholische Erneuerungsbewegung freut sich über das, was der Heilige Geist in den anderen Kirchen wirkt. Das heißt, die charismatische Bewegung scheint tatsächlich dieser Katholisator zu sein, mit dem jetzt die Protestanten und die Katholiken zusammenkommen können.
[42:48] Und deswegen sagt er jetzt: "Er strebt die Einheit in der Erneuerungsbewegung, denn die Einheit kommt vom Heiligen Geist." Und dann heißt es: "Die Spaltung, woher kommt sie? Vom Teufel." Die Spaltung kommt vom Teufel. "Bitte meidet die inneren Kämpfe unter euch, soll es sie nicht geben." Nun, manche Spaltung kommt nicht vom Teufel. Manche Spaltung kommt vom Wort Gottes.
[43:07] Und dann sagt er: "Geht ihn aus auf die Straßen zu evangelisieren. Das Evangelium zu verkündigen." Und dann, Achtung, das fand ich interessant: "Und ich erwarte euch alle, ihr Charismatiker der Welt, um gemeinsam mit dem Papst euer großes Jubiläum am Pfingstfest, welches Jahr? 2017." 2017? 500 Jahre Reformation. Ihr wisst, dass schon in Deutschland große Dinge geplant sind. Aber nicht nur in Deutschland, dem Land der Reformation. Der Papst plant für 2017 mit allen Charismatikern der Welt dort ein Riesen-Event auf dem Petersplatz zu feiern. Kommen wir später nochmal dazu.
[43:49] 1. August. 4 Tage später, 5. August. Trifft der Papst einen Joel Osteen. Wer von euch hat von Joel Osteen gehört? Das ist der Mann da, der so freundlich lächelt. Joel Osteen ist der Pastor der Lakewood Church. Das ist die größte Megakirche in den USA. Dort kommen jeden Sonntag 40.000 bis 43.000 Gläubige zusammen. Jeden Monat schauen seine Sendung 20 Millionen Menschen. Das ist einer der bekanntesten und größten evangelikalen Prediger überhaupt. Er hat 5 Bücher geschrieben in seiner kurzen Zeit bisher, die New York Times Bestseller geworden sind. Ich weiß nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, wie das ist, wenn man vor 40.000 Leuten predigt. Ein kleiner Blick zu dem, was er so macht.
[45:02] Ich glaube, ich begab der Rituale. Ich schaute mal so zu Freunden, ja so. Nein. Er fängt seine Predigten mit einem blöden Witz an. Dann predigt er immer 30 bis 40 Minuten über die Kraft, die du hast. Alles Gute im Leben, das gute Soziale. Du musst deine Chance nutzen. Er hat eine sehr echt zentrierte Botschaft. Die Leute lieben ihn.
[45:38] Was macht er beim Papst? Das wollen wir kurz rausbekommen. Hier haben wir seinen Dienst. Joel Osteen. Ich habe fast gedacht, das sieht aus wie 3 Engel. Wer weiß. Jedenfalls kann man ihn finanziell unterstützen. Wer weiß, ob man die 40.000 nicht genug geben. Er war Teil einer Delegation mit verschiedenen anderen. Die waren auch bei dieser großen Konferenz in Rom dabei, in diesem Fußballstadion.
[46:11] Als er ihn gesehen hat, beschreibt Osteen den Papst als warm, persönlich und voller Freude. Er hat ihn getroffen am 5. Juni bei einem Besuch, um das Verständnis zwischen den Glaubensrichtungen zu fördern und ökumenisches Gebet. Er war Mitglied einer Delegation, die organisiert wurde von The International Foundation, eine Non-Profit-Organisation. Es waren noch ein paar mehr Leute dabei. Osteen war nicht nur aus Jux und Tollerei. Er repräsentierte die Pastoren Amerikas. Einer der bekanntesten Prediger wird als Delegierter eingeladen, um in diesem Gespräch mit dem Papst die Pastoren Amerikas zu repräsentieren.
[47:05] Ich habe mir gedacht, wenn der die Pastoren repräsentiert, wen repräsentieren dann die anderen? Und dann sagt er: "Ich mag das, dass der Papst die Gemeinde größer machen will, die Kirche größer machen will. Und dass er mehr inklusiv ist und die Leute nicht wegdrängt, sondern sie alle mit einlädt. Das gefällt mir, logisch, er hat ja auch diesen Ansatz, das passt ganz gut zu ihm." Und er war auch bei der Messe dabei, mit 100.000 Pilgern hier auf dem St. Petersplatz. Das war so herzerwärmend, wie der Papst sich um die Leute gekümmert hat. Und er hat sich mit dem vatikanischen Staatssekretär Kardinal Pietro Parolin getroffen. Später mal kurz noch was dazu sagen.
[47:45] Vielleicht ein kurzer Kommentar dazu: Nicht ohne Grund ist in protestantischen Ländern die Behauptung aufgestellt worden, der Katholizismus unterscheide sich nicht mehr so sehr vom Protestantismus wie in früheren Zeiten. Wohl hat sich manches geändert, aber nicht das Papsttum. Der Katholizismus ähnelt in der Tat dem heutigen Protestantismus, weil dieser seit den Tagen der Reformation sehr entartet ist.
[48:08] Jetzt, wer waren die anderen Leute bei dieser Delegation? Weil meistens, auch in den bisherigen Zusammenfassungen über diese Ereignisse, hat man sich immer nur auf die bekannten Leute konzentriert. Joel Osteen, das kennt in Amerika jeder. Oh, Joel Osteen war beim Papst. Ich habe mal nachgeschaut, wer da noch alles dabei war. Einer von ihnen war Mike Lee. Kein Mensch hat von dem vorher gehört. Er ist Republikaner. Er vertritt Utah im US-Senat. Er ist Jurist und er ist Spezialist für Verfassungsrecht. Wir haben Joel Osteen, ein Repräsentant für die Pastoren. Wir haben Mike Lee, einen Juristen mit Spezialisierung in Verfassungsrecht. Ich denke, ihr wisst alle, dass, wenn man jemals Sonntagsgesetze einbringen möchte, man die Verfassung ändern muss.
[48:54] Der nächste Beteiligte war Dirk Kempthorne und er ist Republikaner. Er war Innenminister unter George Bush. Er ist also ein Repräsentant für die Innenpolitik in Amerika. Und dann haben wir noch Gail D. Beebe. Er ist Präsident von Westmont College. Das ist ein überdenominationelles College in Kalifornien. Er war Pastor gewesen und er ist ein Führer in der Spiritual Formation. Habt ihr davon gehört? Das ist eine ganz neue Welle in der evangelikalen und katholischen Welt, wo man sehr die geistlichen Übungen betont. Dieses Atemgebet, dass man Jesus visualisiert und dabei betet und geistliche Erfahrungen macht. Das ist alles eins zu eins übertragen von einem Herrn namens Ignatius von Loyola. Das sind seine geistlichen Übungen in die evangelikale Welt übertragen. Und er ist einer der führenden Leute. Und er, so heißt es, vertrat bei dem Gespräch die christliche akademische Bildung.
[50:02] Hier kommt also eine Delegation zum Papst. Einer vertritt die Pastoren, einer vertritt das Verfassungsrecht, einer vertritt die Politiker und einer vertritt die christlichen Universitäten und Schulen. Da habt ihr eigentlich alle Zutaten, die ihr braucht, oder? Und er erklärt dann auf seiner Internetseite, dass er tatsächlich die christliche höhere Erziehung dort in dieser ökumenischen Unterhaltung repräsentieren wird. Es werden auch Politiker, Theologen und Pastoren dabei sein.
[50:34] Und der Papst, Achtung, der Papst hat die Protestanten eingeladen, um folgende Frage zu diskutieren: "Können wir gemeinsam Grund finden, um das Leben und den Dienst Jesu zu fördern, sodass mehr Menschen die Freude des christlichen Glaubens erfahren können?" Also, der Papst hat diese Leute eingeladen, um die Frage zu erörtern, wie können wir gemeinsam Grund finden. Und er lädt nicht einfach nur ein paar Prediger ein, er lädt ein paar Pastoren ein, Juristen, Politiker. Man fragt sich, was haben die Politiker damit zu tun, dass die Christen gemeinsam Grund finden? Was haben die Verfassungsrechtler damit zu tun, dass die Christen sich einigen? Offenbarung 13 sagt uns, was die damit zu tun haben.
[51:21] Und dann sagt er hier: "Kürzlich hat der Papst ganz klar deutlich gemacht, dass er die Christen überall einladen möchte, Einheit in Christus zu suchen." Und dann bezieht er sich auf diesen Besuch mit Bartholomäus dem Ersten hier und so weiter und so fort. "Wir müssen lernen, zusammenzuarbeiten", sagt er hier. Und wie gesagt, er ist ein Führer der Spiritual Formation und er hat sogar die Bibel geschrieben: "The Life with God Spiritual Formation Bible." Eine Bibel, die direkt für die spirituelle Formation geschrieben worden ist. Und übrigens, Klammer auf, Klammer zu, diese Spiritual Formation klopft auch an unserer Gemeinde an. Nur, dass ihr das mal gehört habt.
[52:02] Also am 5. Juni, der Papst trifft sich mit diesen amerikanischen Delegierten. Es gibt keine große Pressemeldung, was sie da besprochen haben, sondern nur, wir wissen, dass sie sich getroffen haben. 8. Juni, drei Tage später. Beim Papst treffen sich Papst Franziskus, Schimon Peres und Mahmoud Abbas. Das ist also der israelitische Staatspräsident, der palästinensische Führer und der Papst natürlich. Und der Bartholomäus ist auch wieder dabei, um für Frieden im Nahen Osten zu beten. Und da haben wir sogar eine Tagesschau, die das hier dokumentiert.
[52:36] Und der Franziskus fordert Mut zum Frieden. Und naja, das war das erste Mal in der Geschichte des Vatikans, dass auf dem Gelände des Vatikans aus dem Koran gelesen worden ist. Dass dort muslimische Gebete gesprochen worden sind. Also, dieses Jahr hat so viele, sowas hat es noch nie gegeben, Ereignisse gehabt. Man verliert fast schon an Gewicht.
[53:01] Naja, aber es wird noch spannender. 5. Juli, knapp einen Monat später. Der Papst auf einer Reise in Italien hält eine Rede und sagt: "Sonntage ohne Arbeit sind gut und zwar sowohl für die Gläubigen als auch für die Nichtgläubigen." Und er sagt, der Papst Franziskus hier beklagt das Vergessen, das Nichtmehrpraktizieren der traditionellen christlichen Praxis, nicht am Sonntag zu arbeiten. Und er sagt, das hat einen negativen Einfluss auf die Familien und die Freundschaften. Und dann sagt er: "Wir sollten nicht so sehr auf die Wirtschaft, mehr auf das Menschliche uns konzentrieren." Und die Betonung sollte auf den Familien sein und auf den Freundschaften und nicht so sehr auf dem ökonomischen, dem kommerziellen.
[54:07] Und dann sagt er, er sagte: "Den Sonntag mit der Familie und Freunden zu verbringen ist eine ethische Entscheidung für die Gläubigen und die Nichtgläubigen gleichzeitig." Alles, was wir bisher gehört haben, waren: Alle preisen ihn für seinen großen Schwerpunkt auf die Familien, auf das Soziale, auf die Einheit, nicht wahr? Und da ist er die Autorität und da müssen wir ihn fördern und deswegen soll er vor der UNO sprechen und deswegen soll er vor dem Kongress sprechen. Und dann sagt er, was dann so eine praktische Anwendung wäre: "Lasst doch den Sonntag frei von Arbeit sein."
[54:40] Zwei Tage später. Könnt ihr euch an den noch erinnern? Kenneth Copeland. Könnt ihr euch an den noch erinnern? Und das Bild allein spricht für sich, der Rückbesuch hat stattgefunden. Aber ich hab mir gedacht, wer sind denn die hier? Der, der, der, der, der, der, der. Also, passt mal auf. Hier treffen sie sich. Der Papst Franziskus trifft sich mit den Televangelisten, das sind die Evangelisten, die im amerikanischen Fernsehen predigen. Und es gibt sogar den ersten High Five. Wie heißt das bei uns? Gib mir fünf, genau.
[55:18] Der eine Pastor hier, der James Robinson, der war so begeistert, dass er gesagt hat: "Hey, gib mir fünf." Und der Papst hat, ja, warum nicht. Naja, das Ganze ist aber nicht ganz so lustig. Auf seiner Internetseite sagt dieser James Robinson, das ist ein guter Freund von Kenneth Copeland: "Wir sehen das Wunder, für das Jesus gebetet hat." Und das ist natürlich Johannes 17. Ihr erinnert euch an Tony Palmer, dass sie alle eins seien, ja, da haben sie gebetet. Und er sagt dann hier: "Ich glaube, wir beginnen, dieses Wunder zu sehen, was Jesus dafür gebetet hat."
[55:55] Und dann, Achtung: "Vor drei Jahren haben viele respektierte evangelikale Führer und geistgefüllte Katholiken angefangen, sich zusammenzutreffen, um für Gottes Willen zu beten und um die wahren Gläubigen wieder in übernatürliche Einheit zu bringen." Das geht schon seit drei Jahren so. Mit anderen Worten, was wir seit einem Jahr beobachten, ist seit zwei Jahren vorher schon geplant gewesen. Das heißt, es geht mehr hinter den Kulissen, als immer gleich nach außen dringt. Und wir suchen nach dieser übernatürlichen Einheit bei aller Unterschiedlichkeit und so weiter und so fort.
[56:34] Und schaut mal hier. Er sagt: "Diese Woche war ich gesegnet, an etwas teilzuhaben, was es so noch nie gegeben hat. Ein nie dagewesener Moment zwischen Evangelikalen und dem katholischen Papst. Wir haben uns für drei Stunden getroffen." Und zwar in einem ganz intimen Kreis. Und es wird jetzt super spannend, was er sagt. Und er beschreibt jetzt so, wie sie mit Kenneth Copeland immer schon Freunde gewesen sind, wie sie beide den Tony Palmer unterstützt haben. Nicht nur der Copeland, sondern auch der Robinson.
[57:03] Und er sagt hier: "In der gebetsreichen Diskussion hat der Papst darüber gesprochen, er möchte, dass die Welt für Christus evangelisiert wird. Er möchte sehen, dass Katholiken und Protestanten eine Familie werden als treue Zeugen. Er hat mit uns geteilt, dass er möchte, dass wir Brüder werden und wie wichtig das Gebet von Johannes 17 ist, dass es beantwortet wird. Er möchte persönlich die Protestanten und die evangelikalen Leiter kennenlernen." Und dann hat er, der Papst, Tony Palmer gefragt, diese ganzen Leute einzuladen. Und Bischof Tony Palmer hat diese Gruppe der Sieben zusammengebracht. Sie haben sich getroffen.
[57:54] Schaut mal hier. "Der Papst antwortete in unserer persönlichen Unterhaltung mit solch einer dynamischen evangelikalen Botschaft, indem er sich gewünschte, dass alle, die religiöse Assoziationen haben, also alle Protestanten, Katholiken, wer auch immer, dass sie wie Paulus sagen können, dass sie untersuchen, ob sie im Glauben sind und dass nicht die Religion der Weg ist, sondern Jesus." Und das war der so begeistert.
[58:17] Interessant ist, auf seiner Internetseite gibt es viele Leute, die ihm dann geschrieben haben. Evangelikale Gläubige, die dem Robinson geschrieben haben: "Hey, was machst du da?" Und da schreibt ihm jemand: "Weißt du nicht, liest doch mal die Offenbarung über die Stadt mit den sieben Hügeln. Und es geht um das System. Die Bibel sagt, Gott hat uns gewarnt, kommt aus ihr heraus, mein Volk." Und was er darüber antwortet ist: "Ich möchte jetzt nicht über die Offenbarung hier ausführlich reden, aber es reicht aus, dass ich nicht glaube, dass das, was Johannes geschrieben hat, auf die heutige katholische Kirche anzuwenden ist." Sondern er sagt dann, das, was Offenbarung sagt, das galt nur für die Zeit von Johannes. Und das ist exakter Präterismus, eine Lehre erfunden von den Jesuiten. Ich sage nicht, dass er Jesuit ist, ich sage nur, die jesuitische Lehre führt dazu, dass die größten evangelikalen Lehrer nicht mehr sehen, dass die Offenbarung und das Papsttum zusammenkommen.
[59:13] Und dann fragt noch einer: "Sag mal, kennst du nicht die Geschichte? Weißt du nicht, wie viele Häretiker verfolgt worden sind von der Kirche? Wie über tausend Jahre hat die römisch-katholische Kirche die getötet und gejagt?" Und dann sagt er: "Naja, die Juden haben ja auch die Christen verfolgt und die Ägypter haben die Kinder getötet und die Römer haben andere geköpft und das war alles früher. Es ist wunderbar, jetzt in der Gegenwart zu sein und die Vergangenheit hinter sich zu lassen."
[59:42] Kommentar dazu: "Die Protestanten stehen gegenwärtig den Erscheinungsformen der römisch-katholischen Welt wohlwollender gegenüber als in den früheren Jahren. In den Ländern, in denen der Katholizismus nicht eben zunehmend begriffen ist und die päpstlichen eine versöhnliche Haltung einnehmen, um Einfluss zu gewinnen, herrscht eine wachsende Gleichgültigkeit gegenüber den Lehren, die die protestantischen Kirchen von der päpstlichen Hierarchie trennen. Es setzt sich immer mehr die Ansicht durch, dass wir in den wichtigsten Punkten nicht so weit auseinander gehen, wie vermutet wurde, und dass uns ein geringes Zugeständnis in ein besseres Verhältnis zu Rom bringen werde. Es gab eine Zeit, da die Protestanten hohen Wert auf die Gewissensfreiheit legten, die so teuer erkauft worden war. Sie lehrten ihre Kinder, das Papsttum zu verabscheuen und waren der Auffassung, dass es der Untreu gegen Gott gleichkäme, nach Übereinstimmung mit Rom zu streben." Das sehen die hier anders.
[1:00:29] Ich habe mich gefragt, wer sind die Leute hier? Weil die kennen wir schon. Wer ist das zum Beispiel hier? Das ist John Arnott. Er ist Pastor der Catch the Fire Kirche in Toronto. Wenn ihr hört Catch the Fire, dann habt ihr vielleicht schon eine Idee, was dahinter steckt. Er ist einer der Gründerprediger des Torontosegens. Habt ihr davon gehört? Dritte Welle? Wenn nicht, dann gebe ich euch einen ganz kleinen Vorgeschmack. Nur ganz klein. Das ist seine Frau hier? Ja.
[1:01:05] Die ist auf meinem Dingslein gefroren. "I love my nation, John. I love Canada. And there is already a wave in Toronto. It is there. And I want to prophesy that this wave of power will bring everything back to Toronto. And it will come back to Toronto. Toronto, Toronto, Toronto, Toronto, Toronto, Toronto. And it is going to England. England. England. Toronto, Toronto, Toronto, Toronto, Toronto. And I want to see revival connect. Connect. Connect. Connect. All over the world. And so, John, I want you to bless us again and call forth the water, call forth the well. Father. When Gideon won the day with his 300, the first thing they did was go and take the water sources for the glory of God. And I pray, Lord, as the angels visit, that those wells will be reopened. That the glory of God would once again be poured out in hundreds and thousands of with signs and wonders. Lord, let miracles be shouted among the nations because the earth will be filled with the knowledge of the glory of the Lord."
[1:02:58] Naja, hier habt ihr ihre Internetseite. Die fallen alle noch um und sprechen im Zungen. Das kennt ihr wahrscheinlich alles. Dieser Toronto-Segen. Und da stehen sie neben dem Papst. Als einen der führenden Leute in dieser charismatischen Bewegung.
[1:03:16] Jetzt, wer ist das da? Das ist Brian Stiller. Und das ist kein kleiner Mensch. Das ist der Global Ambassador. Das ist der Botschafter der weltweiten Evangelikalen Allianz, die 600 Millionen Evangelikale unter sich hat. Das ist quasi der Dachverband. Es gibt ja den Lutherischen Weltbund und es gibt die römisch-katholische Kirche und dann gibt es auch die Evangelikale Allianz, wo also jeder zwölfte Mensch auf Erden Mitglied ist. Und er ist der weltweite Botschafter. Und wenn ihr denkt, naja, hier habt ihr seine Internetseite, hier habt ihr ihn bei der World Evangelical Alliance. Und wenn ihr denkt, naja, der ist da zufällig da, das hat nichts mit der Allianz zu tun, dann täuscht euch nicht.
[1:04:04] Denn der Mann hier ist nicht der Botschafter, sondern der Generalsekretär, der oberste Chef der Weltevangelikalen Allianz. Das ist Dr. Geoff Tunnicliffe. Und er war bis 2014 der Direktor. Also, der oberste der obersten aller Evangelikalen. Also der wichtigste von allen. Und da ist er auch dabei. Und vielleicht habt ihr den hier gesehen, da hinten. Das ist ein Deutscher. Sein Name ist Thomas Schirrmacher. Ja, jetzt wird es interessant. Man würde ja denken, wenn ihr das von dem John Arnott gesehen habt, das sind alle so wilde Charismatiker. Das ist das Gegenteil. Das ist ein deutscher Theologe, ein Ethiker, ein Religionswissenschaftler. Und er ist der Vorsitzende der Theologischen Kommission der Weltevangelikalen Allianz. Er ist jemand, der sogar für den Deutschen Bundestag als Sachverständiger arbeitet. Also einer der größten Theologen, die die Evangelikalen überhaupt nur haben. Und er steht dort auch dabei.
[1:05:02] Und schaut mal, was er sagt. Seine eigene Internetseite. Er sagt: "Der Papst hat drei Evangelikale und drei charismatische Leiter zu einem privaten Gespräch eingeladen." Achtung. Gut zuhören. "Über die größten Teile des Gesprächs wurde zunächst Stillschweigen vereinbart." Ich weiß nicht, ob ihr das versteht, was hier passiert. Das, was wir beim Tony Palmer gesehen haben, wo wir gesagt haben, wow, da passiert was. Das wird jetzt hinter den Türen wirklich zu Ende genagelt. Dazu hat der Tony Palmer nicht irgendwelche Leute eingeladen. Also einmal bekannte Prediger, die quasi fürs Volk die Leute alle schalu machen. Und dann die absolutesten Führungspersönlichkeiten, die es in der evangelikalen Welt gibt. Die kommen da zusammen und sie sprechen drei Stunden Stillschweigen darüber.
[1:05:50] Es heißt dann, unter anderem berichtete der Papst über die kürzer anstehende Kurienreform und weitreichende Pläne, die das ökumenische Verhältnis zu anderen Kirchen betreffen. Der Papst hat ihnen drei Stunden lang weitreichende Pläne erläutert, wie sie mit anderen Kirchen zusammenarbeiten wollen. Er hat sich deutlich mehr Zeit als angesetzt um uns, er nahm sich deutlich mehr Zeit als angesetzt, um uns seine Pläne zu erläutern und sich unsere Fragen anzuhören. Also, wer hat die Pläne gemacht und wer hat die Fragen gestellt? Der Papst macht die Pläne und die Evangelikalen stellen die Fragen.
[1:06:32] Und dann sagt er hier: "Das war ein ziemlich privates Gespräch, der Vatikan selbst, die Institutionen waren gar nicht beteiligt, denn der Papst vertraute uns, das meiste für sich zu behalten und umgekehrt ihm. Reinen Wein in Bezug auf einige ökumenische Probleme einzuschenken." Der Termin wurde direkt telefonisch mit dem Papst vereinbart.
[1:06:54] Dann die Frage: Was war das entscheidende Ergebnis? Wie gesagt, das meiste ist vertraulich. Und dann sagt er selbst die etwas merkwürdige Teilnehmerliste. Er ist der große Theologe, der angesehen ist, und dann dieser John Arnott, der da im Geiste niederfällt und komische Sachen macht. Er sagt selbst, das ist ein bisschen ungewöhnlich, aber das scheint es offensichtlich zu bringen. Naja, da stehen sie alle.
[1:07:22] Übrigens, ein Kommentar noch von Christian Today: "Das Treffen war umso mehr bemerkenswert, als es noch nicht zu lange her ist, dass konservative Evangelikale in Nordamerika immer noch dazu angetan waren, die katholische Kirche als die große Hure aus Babylon zu sehen und den Papst als Antichristen." Der Kommentar sagt, es war noch nicht zu lange her und jetzt steht, schaut mal, die sind alle da, sowohl die Charismatiker als auch die nichtcharismatischen Evangelikalen.
[1:07:52] 20. Juli. Tony Palmer ist gestorben. Habt ihr das gewusst? Habt ihr gehört, ja? Kommentar dazu war, er hat einen Motorradunfall gehabt. Es gab auch kurz Gerücht, dass er gar nicht gestorben ist, aber ich denke,
===END===
[1:08:06] Es ist deutlich, dass er gestorben ist. Der protestantische Freund des Papstes ist gestorben, aber der Wunsch für die Einheit lebt. Das habe ich heute gefunden. Ich möchte ein paar Sachen daraus vorlesen. Das ist der Wahnsinn.
[1:08:26] Viele in der christlichen Welt sind sich bewusst, dass hinter den Szenen, hinter den Kulissen, die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Tony Palmer und Papst Franziskus der Katalysator war für einen außergewöhnlichen historischen Durchbruch in den Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und der evangelikalen Welt. Ich meine, die lutherische Kirche, unsere deutsche lutherische Kirche, die haben das schon lange im Sack. Aber die Evangelikalen von Nordamerika, das war immer noch ein großes Problem.
[1:08:54] Er wird dann einen Nachruf auf ihn, auf den Tony Palmer gegeben, was er alles so gemacht hat und, dass er ordiniert worden ist als Priester mit der besonderen Mission, christliche Einheit zu fördern. Übrigens erzählt dann der Journalist, der ein gutes Verhältnis mit Palmer hatte, dass Palmer den Papst Franziskus erinnert, dass Palmer, weil seine Frau ja katholisch geworden war und er deswegen halt kein Abendmahl in der katholischen Kirche haben konnte, weil er ja noch Anglikaner war, an dem Punkt war, selbst Katholik zu werden.
[1:09:34] Schauen wir mal, was hier steht. An einem Punkt, als Palmer nicht mehr länger an der Front stehen wollte und Katholik werden wollte, hat Bergoglio, also der jetzige Papst, ihm geraten, nicht zu konvertieren, damit seine Mission gehen kann. Der Palmer wollte schon Katholik werden und Bergoglio hat ihm damals gesagt: "Werde nicht Katholik, so kannst du mehr erreichen."
[1:10:02] Das sind weltliche Nachrichten. Das ist Boston Globe. Das ist eine große amerikanische Zeitschrift. Und dann sagt er: "Wir brauchen Brückenbauer. Maximus Pontifex." Und er sagt: "Du, Palmer, du bist so ein Brückenbauer." Außerdem hat er ihm gesagt, Palmer hat gesagt, der Papst, also der Bergoglio, wollte mich zu einem Reformer machen, nicht zu einem Rebell.
[1:10:28] Und dann beschreiben sie hier, was passiert ist, als dann der Palmer dieses Video gezeigt hat. Die Delegierten waren begeistert. Das war beim Kenneth Copeland, das Video ging durchs Internet. Und jetzt Achtung: Palmer wurde überschwemmt von Anfragen von evangelikalen Leitern, Teil zu sein an dem, was passiert. Und was dort bei Kenneth Copeland passiert ist, ist, Palmer wurde überschwemmt von Anfragen von allen möglichen evangelikalen Leitern, die gesagt haben: "Wir wollen dabei sein, wir wollen dabei sein, wir wollen dabei sein." So sehr, die Leute haben gesagt: "Das ist ein neuer Tag. Darauf haben wir immer gewartet."
[1:11:02] Palmer musste all seine Lehraufträge abgeben. Er musste sein eigenes Studium abbrechen, damit er nur noch die Korrespondenz aufrechterhalten konnte mit all den evangelikalen Leitern. So gewaltig waren die Auswirkungen. Und er hat das alles Papst Franziskus im April erzählt und selbst der war erstaunt.
[1:11:24] "Was tun wir jetzt?", hat der Palmer gefragt. Der Papst hat den Palmer gefragt: "Was machen wir jetzt?" Der Papst war selbst überrascht über die enorme Annahme bei den Evangelikalen, das hätte er sich nicht vorgestellt.
[1:11:38] Am 24. Juni hat Palmer eine Gruppe von Evangelikalen gemeinsam, die gemeinsam 700 Millionen Menschen auf dem Erdball vertreten, gemeinsam zu Franziskus gebracht. Dann werden die Leute aufgezählt. Sie haben Franziskus erzählt, also die evangelikalen Leiter, die wir jetzt gerade angesprochen haben, dass sie seine Einladung akzeptieren möchten, sichtbare Einheit mit dem Bischof von Rom zu suchen.
[1:12:06] Und jetzt Achtung, haltet euch fest, schnallt euch an. Palmer übergab dem Papst eine vorgeschlagene Erklärung des Glaubens für die Einheit in der Mission, die die Evangelikalen verfasst hatten. Und von der sie vorgeschlagen haben, dass sie sowohl vom Vatikan als auch von allen großen protestantischen Kirchen in Rom 2017 zum 500. Jubiläum der Reformation und zum 50. Jubiläum der katholischen charismatischen Erneuerung unterzeichnet werden.
[1:12:42] Ihr Lieben, die sind beim Papst gewesen, haben ein Dokument überreicht und sagen: "Wir möchten 2017 das mit dir in Rom unterzeichnen." Und ich bin mir sicher, dieses Dokument hat nicht der John Arnott verfasst, der da so halbtief war. Das sind andere Leute. Fegetheologen, die im Hintergrund bleiben und auch in den Schlagzeilen nicht vorne stehen. Da sieht man nur diese Charismatiker, die sprechenden Zungen und machen alles möglich und wir denken: "Nein, die werden nie was auf die Reihe kriegen." Irrtum. Die kriegen eine ganze Menge auf die Reihe.
[1:13:16] Die Protestanten haben sich mit dem Papst eingelassen und es begünstigt, sie haben Verträge und Zugeständnisse gemacht, die selbst die Katholiken überraschen. Was machen wir jetzt, sagt der Papst. Der Papst ist überrascht.
[1:13:30] Die Menschen verschließen sich dem wahren Charakter der römischen Kirche und den Gefahren, die von ihrer Kirche ausgehen. Und so weiter und so fort. Wir müssen weiter.
[1:13:40] Palmer hat mir erzählt, das sagt der Journalist, dass die Deklaration drei Elemente hat: Das Credo von Nicäa und Konstantinopel, das Katholiken und Evangelikale vereint, den Kern der katholisch-lutheranischen Deklaration von 1999 und eine letzte Einheit, in der man zugibt, dass Katholiken und Evangelikale nun gemeinsam in der Mission sind, weil wir dasselbe Evangelium verkündigen.
[1:14:06] Ihr Lieben, ich weiß nicht, ob ihr das wirklich ganz durchdringt. Wenn dort der Generalsekretär der weltweiten Evangelikalen Allianz und der Leiter der theologischen Kommission der weltweiten Evangelikalen Allianz und der weltweite Botschafter einen Vertrag dem Papst unterlegen und sagen: "Wir predigen dasselbe Evangelium", dann ist die Reformation wirklich fast am Ende. Dann fragt man sich, was muss eigentlich noch geschehen? Und das wollen sie 2017 unterzeichnen.
[1:14:38] Und naja, das überspringen wir aus Zeitgründen. 22. Juli, zwei Tage nachdem Tony Palmer gestorben ist, übrigens nur ganz kurz. Wisst ihr, was Tony Palmer zwei Tage vor seinem Tod gemacht hat? Er hat ein Interview gegeben beim adventistischen Radiosender Nordenglands.
[1:15:04] Wir haben nicht die Zeit, auch die Qualität von der Aufnahme, die ich habe, ist zu schlecht, um es euch vorzuspielen. Zwei Tage vor seinem Tod war er bei der Adventgemeinde und hat ein öffentliches Interview gegeben. Sie haben ihn eingeladen. Mit der Begründung, sie wollten ihn quasi missionieren. Sie wollten halt ihm vom großen Kampf erzählen. Wenn ihr mal Interesse habt, könnt ihr zu mir nach Hause kommen und ich kann euch mal das gesamte 1,5-stündige Interview vorspielen. Es ist ein bisschen schwer zu verstehen, das ist mit dem Handy aufgenommen worden. Interessant. Das sind quasi die letzten Worte, die wir öffentlich von Palmer haben.
[1:15:36] Naja. Zwei Tage später, nachdem Palmer gestorben ist, hat der Papst neue Berater ernannt für die Pontifikale, den päpstlichen Rat der Einheit aller Christen. Das sind die acht Namen, da haben wir nicht die Zeit, drüber zu gehen. Neue Berater für die Förderung der Einheit der Christen. Der eine ist tot, andere müssen her, dieses Thema muss gepusht werden.
[1:16:02] 4. September. Schimon Peres kommt nach Rom und schlägt vor, dass man eine neue UN gründet. Nicht eine UN der Nationen, sondern eine UN der Religionen. Und zwar, wer soll der Führer sein? Der Papst. Und er sagt, der Papst Franziskus ist der einzige Führer, der so respektiert wird, dass er die heutigen Kriege beenden könnte. Niemand sonst. Weder die USA, noch China, noch sonst. Nur der Papst könnte das. Er könnte alleine Frieden bringen. Er wäre der Friedensbringer.
[1:16:36] Der ehemalige israelische Präsident Schimon Peres hat den Papst Franziskus gebeten, eine parallele, vereinte Nation aufzubauen, nämlich die vereinte Religion. Und so weiter und so fort. Das Ganze wurde dann bestätigt von dem jesuitischen Vater Frederico Lombardi, der gesagt hat: "Genau, der Peres ist gekommen und hat dem Papst das gesagt." Der Papst hat dann zugehört und hat gesagt: "Naja, eigentlich brauchen wir das nicht. Wir haben ja schon so eine Organisation." Und hat dann auf die katholische Kirche verwiesen. Er sagt: "Hier, das pontifikale Konzil, der päpstliche Rat des interreligiösen Dialogs, das ist ja schon genau das, was wir wollen." Mit anderen Worten: Idee ist gut, aber wir brauchen gar keine Organisation. Die haben wir schon.
[1:17:18] Naja, das Gespräch dauerte ungewöhnliche 45 Minuten. Also immer, wenn da diese entscheidenden Leute kommen, dann dauert das immer ungewöhnlich lange, keiner weiß warum und immer ist es länger und keiner kann genau sagen, was die genau besprochen haben. Naja, jedenfalls haben sie nicht über Politik gesprochen, sondern um diese Frage. So heißt es.
[1:17:40] Und er sagt, hier, der Papst hat mehr Macht mit seinen Predigten als die ganze UN mit all ihren Friedenshütern und so weiter. Er sagt, die Vereinten Nationen haben ihre Zeit gehabt, jetzt brauchen wir die Vereinten Religionen.
[1:17:56] Und da habe ich sie auch auf eine Internetseite geschaut. Das ist interessant. Das ist eine Internetseite, eine katholische Internetseite. Da wird das gleich erzählt. Und jetzt schaut man, was die Katholiken, die katholischen Gläubigen dazu sagen. Nur ein paar Beispiele.
[1:18:12] Dieser Vorschlag von Peres ist abgesprochen und keine spontane Reaktion. Zapatero hat sich vor einigen Tagen... Das Reich des Antichristen kommt nach dem Motto: "Religion aller Länder, vereinigt euch." Hier, die Hure Babylon, die sich an die Welt verkauft. Da nennen die Katholiken ihre eigene Kirche Hure Babylon deswegen.
[1:18:30] Und wenn ihr jetzt nicht glaubt, da gibt es noch mehr hier. Ja, die fürchten, die katholische Kirche wird ihren Wahrheitsanspruch abgeben und so weiter. Hier sagt einer, das ist wirklich interessant: "Es wurde uns prophezeit, Rom wird den Glauben verlieren und Sitz des Antichristen werden." Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen. Das ist ein Katholik. Der sagt: "Rom wird Sitz des Antichristen." Das ist aber wirklich interessant, oder? Das habe jetzt nicht mal ich gesagt. Das sagen die Gläubigen in der katholischen Kirche.
[1:19:00] Ihr Lieben, Offenbarung 18, Vers 4 wird immer deutlicher. Wir haben das bei den Evangelikalen gesehen, die ihren Leuten schreiben: "Was macht ihr da?" Wir sehen das bei den Katholiken, die schreiben ihren Leuten: "Was macht ihr da?" Ja, es gibt genügend Leute, die noch herauskommen werden. Und wir könnten noch mehr hier zeigen. Aus Zeitgründen überspringen wir das. Was die alles da schreiben, ist sehr interessant.
[1:19:20] Naja, 25. Oktober. Jerry White, ein Politiker aus den USA, ein Staatssekretär für Konflikt und Stabilisation, ruft für einen globalen Bund der Weltreligion. Also es ist nicht nur der Shimon Peres, der war in den Nachrichten, aber der hier auch. Und er sagt: "Naja, ich kann mir vorstellen, einige sind schon zynisch und sind müde dieser Diskussion, die sagen: 'Ja, das haben wir schon gehabt, das hatten wir schon 1893, dieses Weltparlament der Religionen.' Und ach, wir haben so viele Initiativen gehabt." Aber er sagt: "Jetzt ist eine neue Situation, dieser islamische Terror, da brauchen wir wirklich ganz, ganz neue Initiativen. Wir brauchen einen echten, schlagkräftigen Bund der Religion."
[1:20:02] Und dann sagt er: "Warum ist Rom so important, äh, so bedeutend?" Naja, wegen Papst Franziskus. Die katholische Kirche.
[1:20:12] Und ich denke, das ist der Grund, warum eine, dass eine Reihe von religiösen Weltführern immer wieder jetzt durch Rom gehen, mehr als jemals zuvor, und sie rufen den Papst auf nach so einer Art Vermittlung, so einer dritten Seite. Das wird immer mehr gesehen. Überall versucht man den Papst so eine Führungsrolle zu bringen.
[1:20:34] 25. Oktober. Ihr seht, der Papst fährt eben im sechsten Gang. 27. Oktober. Papst Franziskus erklärt vor der Welt, dass die Evolution verträglich ist mit der Idee der Schöpfung. Kein Widerspruch. Das ist nicht mal eine neue Idee, das haben Päpste schon immer gesagt. Der letzte Papst, Ratzinger, war ein bisschen mehr Richtung Kreationismus. Ja, und der Franziskus hat an diesem Tag eine Büste von Ratzinger enthüllt und hat ihn gelobt als tollen Papst und dann ihm widersprochen und gesagt: "Evolution ist schon richtig."
[1:21:10] Naja, und das kann man hier lesen in seiner offiziellen Rede. Er sagt: "Wenn wir im Buch Genesis den Schöpfungsbericht lesen, so riskieren wir uns vorzustellen, Gott sei ein Magier gewesen mit einem Zauberstab, der alle Dinge verwirklichen kann. Dem ist nicht so. Er hat die Wesen erschaffen und er hat sie entwickeln lassen, gemäß den inneren Gesetzen." Auf diese dauerte die Schöpfung Jahrhundert um Jahrhundert, Jahrtausend um Jahrtausend. Und wenn das so ist, dann braucht es keinen Sabbat. Dann wird es keine theologische Grundlage geben für einen Sabbathalter. Das nur so nebenbei. Und dann sagt er, der Big Bang ist kein Widerspruch zum göttlichen Schöpfungsplan. Aber das ist nicht das Wichtigste jetzt.
[1:21:50] 18. November. Als ob er noch nicht alle getroffen hätte, trifft er jetzt auch noch Rick Warren. Kennt ihr Rick Warren? Der Autor des Buches "The Purpose Driven Life". Das ist auch im Deutschen ein sehr geschätztes Buch. In vielen Kirchen wird auch bei uns zum Teil von einigen gelesen. Und das ist ein Evangelikaler, der hat nichts mit den Charismatikern zu sehen am Hut. Und der war eingeladen hier mit einigen anderen auf einer Familienkonferenz zu sprechen. Hier haben wir seine Internetseite. Er ist Pastor der Saddleback Megakirche, auch so eine Megakirche in Lake Forest, gehörte. Er wird immer der Pastor Amerikas und niemand ist so populär wie Rick Warren. Als Barack Obama nicht eingesegnet wurde, seine Amtseinführung hatte, hat er das Gebet gesprochen. Das ist ungefähr das Level, auf dem er ist.
[1:22:38] Auch er wurde eingeladen, hat den Papst getroffen, war begeistert, wie warmherzig der ist. Der Papst hat sich ganz gezielt die wichtigsten, einflussreichsten Leute herausgesucht. Einen nach dem anderen trifft er und fängt so die Diplomatie an.
[1:22:54] Marcel Mohr war auch dabei. Vor allem den Southern Baptists. Die Southern Baptists sind wahrscheinlich die härteste Nuss zu knacken für den Papst. Und so Lutheraner, die haben ja im Prinzip den Glauben an alles aufgegeben. Die Orthodoxen sind theologisch sowieso fast Katholiken. Und viele andere und die Charismatiker mit ihren Wundern und Zeichen, die werden nicht viele biblische Argumente gegen den Papst bringen. Aber die Southern Baptists, das sind die, die wirklich an die Schöpfung glauben, das sind die, die wirklich an die Bibel glauben, zum Teil bis zu einer verbalen Inspiration, dass jeder Buchstabe inspiriert ist von Gott. Sehr, sehr bibeltreu, das sind die, die hier in diesem sogenannten Bibel Belt sind, diesem Bibelgürtel, wo es keine Freizeitparks gibt, sondern Jesusparks.
[1:23:40] Ansonsten das Blaue, das sind alles die Counties in Amerika, die katholisch sind. Von der Mehrheit her. Und das ist die Gruppe, wo man immer noch entscheidende Gruppen findet, wo Leute wirklich sagen: "Der Papst ist der Antichrist." Oder zumindest in die Richtung noch denken oder das nicht vergessen haben.
[1:24:04] Und naja, im Kommentar heißt es dann hier: "Sogar die Southern Baptists können eine Einladung vom Papst nicht ablehnen." Und da kommen sie und dann sagt der eine hier auch: "Naja, ich bin halt eingeladen worden." Er erklärt auch, er ist noch nicht mit allem einverstanden. Also da muss der Papst noch ein bisschen mehr machen. Aber er sagt: "Ich bin mal bereit, mit Ihnen zu reden." Und er sagt: "Deswegen gehe ich zum Vatikan. Lasst uns reden."
[1:24:30] Also ihr seht, das Netz spannt sich dichter. 30. November. Der Papst besucht Bartholomäus den Ersten und gibt mit ihm eine gemeinsame Erklärung ab, mit den Orthodoxen. Daran heißt es unter anderem hier: "Wir drücken unsere aufrichtige und feste Absicht aus, im Gehorsam gegenüber dem Willen unseres Herrn, Jesus Christus, unsere Anstrengungen zur Förderung der vollen Einheit aller Christen und vor allem zwischen Katholiken und Orthodoxen zu verstärken."
[1:24:58] Also volle Kanne, Vollgas, Einheit der Christen auf allen Ebenen. Orthodoxe, Evangelikale, Charismatiker, wo auch immer. Und natürlich auch mit den anderen Religionen.
[1:25:10] 2. Dezember hier, ein Treffen mit allen, mit Führern verschiedener Religionen, wo man ein gemeinsames Dokument zum Menschenhandel unterzeichnet hat und auch dort sind sie alle präsent.
[1:25:24] Naja, die römische Kirche bietet heute der Welt ein äußeres Bild der Sauberkeit, indem sie über ihren Bericht schrecklicher Grausamkeit einen Mantel von Entschuldigung breitet. Sie hat sich wohl in christliche Gewänder gehüllt, in ihrem Wesen jedoch ist sie unverändert. Jeder Grundsatz des Papsttums, der in vergangenen Jahrhunderten Geltung hatte, ist auch heute noch gültig und es glaubt keiner. Die in finstersten Zeiten entlassenen Verordnungen und Lehren werden noch immer aufrechterhalten, es täusche sich niemand.
[1:25:56] 11. September. Pure Research, eine große Umfragegruppe, gibt eine weltweite Studie heraus, die Ergebnisse, über das Ansehen von Papst Franziskus und da seht ihr, auf welchen Kontinenten er besonders beliebt ist: Europa und die USA und Lateinamerika. Im Nahen Osten natürlich weniger beliebt, 25% sind gegen ihn, 25%. Asien und Afrika ist dann noch relativ unbekannt, weil er neu ist. Da ist auch der mediale Zugriff nicht so stark wie in diesen Ländern hier, aber man hat dann eine Studie gemacht, wie das aussieht, die Beliebtheit bei Katholiken und Nicht-Katholiken.
[1:26:38] In den typisch katholischen Ländern, wie Mexiko, Nicaragua, El Salvador und die ganzen südamerikanischen Ländern, da ist er bei den Katholiken sehr, sehr beliebt, aber bei den Nicht-Katholiken, nicht so sehr, geht so. Aber in den traditionell protestantischen Ländern, wie zum Beispiel USA oder Deutschland, da ist der Unterschied viel geringer. 77% aller Deutschen finden ihn gut, vor allem nicht-katholischen Deutschen. 74% aller nicht-katholischen Amerikaner finden ihn toll. Hier habt ihr auch nochmal ähnliche Statistiken, also nach Ländern aufgeschlüsselt.
[1:27:18] Die Welt liebt ihn. Es hat sich erwiesen, dass eine Zeit tiefer geistiger Finsternis dem Erfolg des Papsttums günstig ist und es wird sich noch zeigen, dass eine Zeit großen geistigen Lichtes sein Gedeihen nicht minder fördert. In vergangenen Zeiten, als die Menschen ohne Gottes Wort und ohne die Erkenntnis der Wahrheit lebten, wurden ihre Augen verblendet und Tausende gefesselt, weil sie das Netz nicht sahen, das für ihre Füße gelegt war.
[1:27:46] Ich glaube, wenn wir das Zitat von den vergangenen Zeiten auf die heutigen Zeiten übertragen, dann müssen wir nur ein Wort austauschen, nämlich Tausende für Millionen. Sie sehen das Netz nicht, das für ihre Füße gelegt ist. Wenn wir den Geist der Weisung haben, dann sehen wir das Netz.
[1:28:04] Ich kann euch nicht sagen, was sie hinter den verschlossenen Türen alles im Einzelnen besprochen haben. Ich werde nicht spekulieren, ich kann euch nur sagen, diese Leute sind dort gewesen, diese Leute haben diese Position und diese Leute haben das und das hinterher gesagt. Dann könnt ihr das Puzzle selbst zusammenpuzzeln. Das Netz ist gelegt.
[1:28:20] In diesem Geschlecht gibt es viele, deren Augen durch den Glanz menschlicher Spekulation geblendet werden, sodass sie das Netz nicht wahrnehmen und so bereitwillig hineinlaufen, als wären ihre Augen verbunden.
[1:28:34] Naja. Wir überspringen das aus Zeitgründen. Was ist das Fazit? Eine Zeitschrift sagt jetzt, 2014 war das fortschrittlichste Jahr für die katholische Kirche. Das heißt, selbst welche Medien realisieren, es hat so etwas wie 2014 noch nie gegeben.
[1:28:52] Und wenn man denken würde, jetzt hat es doch wirklich, also mehr geht nicht, dann kommt der 17. Dezember und das ist der Geburtstag von Papst Franziskus. Und wisst ihr, was er für ein Geburtstagsgeschenk bekommen hat? Also, wenn man so viel für den Weltfrieden tut, braucht man doch ein gutes Geburtstagsgeschenk, oder? Er bekommt zum Geburtstagsgeschenk, dass an diesem Tag der Raúl Castro und der Barack Obama den Kuba-Konflikt für beendet erklären. Und zwar sagen beide: "Wegen des Papstes."
[1:29:28] Papst, das ist hier, das ist Washington Post. Aber Papst Franziskus ist damit, also ihm wird der Kredit gegeben, also ihm wird zugesprochen, eine wichtige Rolle in dem US-kubanischen Verhältnis, diesem Agreement, gehabt zu haben. Das heißt, er hat eine Schlüsselrolle als Unterhändler, als Vermittler getätigt. Und die haben über Monate, das ist die wichtige Lehre, Konflikt, der seit über 50 Jahren unlösbar schien. Und dann haben sie mehrere Monate lang im Geheimen, ohne dass jemand es mitbekommen hat, verhandelt. Und dann auf ein bestimmtes Datum konnten sie sagen: "Hier ist die Lösung." Und die Welt staunt und sagt: "Wow."
[1:30:20] Niemand hat davor mitbekommen, dass es diese Verhandlung gibt. Plötzlich waren sie da. Und sie wurden bewusst an ein Datum gelegt, um zu sagen: "Schau her, wir wollen den Papst ehren." Und es ist keine kleine Krise gewesen. Das ist etwas, das über Jahrzehnte von Generation zu Generation verschleppt worden ist. Der Papst konnte das in wenigen Monaten lösen. Und das sollte uns eine Lektion erteilen.
[1:30:40] Was ist, wenn niemand von diesen Leuten öffentlich sagen würde, es wird ein Sondergesetz geben? Sie sprechen immer nur von... Sie planen hinter den Türen und plötzlich ist es da. Plötzlich ist es da. So wie das hier.
[1:31:01] Naja, man sagt hier, er hat seine Position des Vatikans als globaler, diplomatischer Verhandler wieder gestärkt. Und Papst Franziskus ist schnell zu einer führenden Figur der Welt geworden. Und naja, so weiter und so fort.
[1:31:21] Obama und Raúl Castro danken dem Papst für seinen Durchbruch in der US-Kuba-Beziehung. Und wenn ihr euch erinnert, Johannes Paul II. hat in ähnlichen Kuh gelandet damals mit den USA und der Sowjetunion. Das heißt hier, diese Gespräche wurden sorgfältig beobachtet von Papst Franziskus, der persönlich mit beiden Führern strieb und der ein geheimes, wichtiges Treffen im Vatikan im Herbst veranstaltet hat.
[1:31:53] Also im Vatikan treffen sich auch große Politiker, ohne dass es jemand mitbekommt, wenn es sein muss. Und handeln da Dinge aus. So erfahren wir es im Nachhinein.
[1:32:01] ZDF sagt dazu: "Der politische Papst." Und der Papst Franziskus bekommt der Vatikan auf der politischen Weltbühne offenbar wieder eine größere Rolle. Er scheint sich auch als Brückenbauer zu betätigen. Das entspricht seinem Namen, nicht wahr? Der Pontifex Maximus.
[1:32:24] Und dann wird hier sogar gesagt, dass es wahrscheinlich ist, dass die USA den Vatikan um Hilfe bitten werden, sich um das Problem Guantanamo zu kümmern. Die USA wissen nicht, wo sie mit ihren eigenen Gefangenen hin sollen und der Vatikan soll ihnen helfen. Mal sehen, ob die das machen. Aber nur, dass ihr seht, welches Vertrauen die Amerikaner mittlerweile in den Vatikan haben.
[1:32:46] 8. Dezember. Einen haben wir noch. Unsere deutschen evangelisch-lutherischen waren auch noch beim Papst. Unbemerkt von den großen Medien habe ich das hier auf der Seite des Vatikan gefunden und da spricht er an sie und ja, spricht von dem, dass es zwar immer noch pathologische Differenzen gibt, aber dass sie einen gemeinsamen ökumenischen Weg beschreiten und naja, wir müssen uns auf den nächsten Schritt konzentrieren.
[1:33:15] Und dann sagt er hier: "Im Jahr 2017, vielleicht erst 2017, 2017, 2017, im Jahr 2017 gedenken lutherische und katholische Christen gemeinsam des 500. Jahrestags der Reformation." Der Schreibfehler hier ist vom Vatikan, nicht von mir. Aus diesem Anlass werden Lutheraner und Katholiken zum ersten Mal die Möglichkeit haben, weltweit ein und dasselbe ökumenische Gedenken zu halten, nicht in Form einer triumphalistischen Feier. Also liebe Lutheraner, nicht freuen, dass Luther die Reformation gemacht hat, wir werden daran gedenken. Und wir werden das so machen, dass wir, was auch immer die da machen werden, ist noch nicht klar, aber eins ist klar: Die Evangelikalen und die Charismatiker werden ein gemeinsames Dokument mit dem Papst unterschreiben und zwar ein Dokument, das ähnlich ist, was das der Weltbund der Lutheraner schon unterschrieben hat.
[1:34:07] Und wisst ihr, wenn dann die Lutheraner mit dem Papst sind und die Anglikaner mit dem Papst sind und die Orthodoxen mit dem Papst sind und die Evangelikalen mit dem Papst sind, dann bleiben nur noch wenige übrig. Dann bleiben ganz schnell nur noch wenige übrig.
[1:34:21] Das neue Jahr hat genauso angefangen. Wir werden jetzt nicht ins Detail gehen. Der Papst hat schon wieder einen Rekord gesetzt. Niemals zuvor waren 6 Millionen Menschen bei einer Messe, wie jetzt gerade auf den Philippinen. 6 Millionen Menschen bei einer Messe. Naja, es hat geregnet, das hat die Philippinos gar nicht gestört. Und wenn ihr denkt, die wollen einfach nur aus touristischen Gründen da, da heißt es hier: "Wir sind Anhänger des Papstes, aber devot ist eigentlich fast sowas wie, wenn man jemanden so verehrt, fast wie anbetet."
[1:34:50] Der Papst ist ein Instrument des Herrn, sagt sie hier. Und wenn du in der Lage bist, mit ihm zu kommunizieren, dann ist das fast so oder genauso, als wenn du zu Gott selbst sprichst. Sie sagt: "Sie hatte schon seit langer Zeit Arthritis, aber heute, an dem Tag, wo sie den Papst besucht hat, sind die Schmerzen weg und das ist so, als ob der Herr mich geheilt hat." Trotzdem wurden 40.000 Soldaten benötigt hier, um die ganze Veranstaltung zu sichern.
[1:35:19] Und übrigens, der Papst hat es ernst gemeint. Er wird in die USA gehen. Das ist jetzt seit einigen Tagen ganz offiziell. Die USA sind außer Rand und Band. Er hat bestätigt, er wird vor dem Kongress sprechen. Die Einladung ist angenommen, das Datum steht: 24. September. In genau sieben Monaten spricht der Papst, der diese Vorarbeit gerade geleistet hat, die ich euch versucht habe aufzuzeigen. Und wenn ihr ein bisschen aufgepasst habt, dann seht ihr, glaube ich, besser hätte man es nicht vorbereiten können.
[1:35:49] Er spricht vor dem Kongress. Was er sagen wird, weiß ich nicht. Ich bin kein Prophet. Ich möchte euch nur sagen, die Zeichen der Zeit sind sehr deutlich, die sind super deutlich. Ich weiß nicht, also, wenn ich der Papst wäre und ich würde das umsetzen wollen, was die Prophetie sagt, das umgesetzt werden müsste, dann wüsste ich nicht, wie man es besser hätte einfädeln können als so. Und er wird sicherlich noch einiges auf Lage haben.
[1:36:11] Erstaunlich in ihrer Geschichtlichkeit ist die römische Kirche. Sie spürt geradezu, was kommen wird. Sie wartet ruhig auf ihre Stunde, da sie sieht, dass die protestantischen Kirchen ihr durch die Annahme des falschen Sabbats huldigen und sie sich vorbereiten, seine Anerkennung mit den gleichen Mitteln zu erzwingen, deren sie sich selbst in früheren Tagen bedienten. Mit anderen Worten, die katholische Kirche, die sieht das, die schaut voraus und die plant so, wie so ein brillanter Schachspieler, der dem anderen immer drei Züge im Kopf voraus ist. Weil sie genau durchschaut, dass die Protestanten zur gegenwärtigen Zeit die allermeisten nicht mehr auf Sola Scriptura stehen und sie wissen, sie müssen nur lange genug Geduld haben, bis irgendwann die Protestanten einknicken. Bis auf diejenigen, die wirklich auf Sola Scriptura gegründet sind.
[1:37:02] Die das Licht der Wahrheit verwerfen, werden dennoch die Hilfe der nach eigener Aussage unfehlbaren Macht suchen, um eine Einrichtung zu erhöhen, die gerade von jener Macht ins Leben gerufen wurde. Wie bereitwillig diese Macht dabei den Protestanten zur Hilfe kommen wird, ist nicht schwer zu erraten. Wer versteht besser, als die päpstlichen Führer mit denen umzugehen, die der Kirche ohne Gehorsam sind?
[1:37:18] Die Welt stellt sich die Fragen: Kann der Papst den Kongress retten? Hier, der Papst ist einer der fähigsten Politiker auf der Erde. Hier, er hat die Aufmerksamkeit der Welt bekommen und er benutzt sie. Franziskus hat sich positioniert in eine Rolle für die Weltangelegenheiten. Er wird der erste religiöse Leiter sein, jemals, nicht nur der erste Papst, der erste religiöse Leiter überhaupt, der vor einer gemeinsamen Versammlung des Kongresses sprechen wird. Das sind historische Zeiten. Franzis Effekt.
[1:37:51] Letztes Zitat: Das Wort Gottes hat vor der herannahmenden Gefahr gewarnt. Bleibt diese Warnung unbeachtet, so wird die protestantische Welt erfahren, was Roms Absichten wirklich sind. Doch erst, wenn es zu spät ist, den Schlingen zu entrinnen. Deswegen machen wir die Sendung. Rom nimmt im Stillen an Macht zu, seine Lehren üben auf Parlamente, auf Kirchen und auf die Herzen der Menschen ihren Einfluss aus. Es türmt seine hohen, gewaltigen Bauwerke auf, in deren Geheimen sich die früheren Verholungen wiederholen werden. Heimlich und unverdächtig stärkt es seine Kräfte, um seine Endziele zu fördern, wenn die Zeit da ist, zum Schlag auszuholen. Es wartet und wartet und wartet auf den richtigen Moment. Alles, wonach es verlangt, ist eine günstige Angriffsposition und diese ist ihm bereits zugestanden.
[1:38:46] Frage: Würdet ihr mir nicht zustimmen, dass im letzten Jahr dem Papst so viel Raum eingeräumt worden ist für eine günstige Angriffsposition, dass man selbst als jemand, der schon viele Feindvorteile gesehen hat, jetzt sagen muss: "Das ist wirklich krass, oder?" Das ist wirklich krass und selbst der Papst, wie wir gesehen haben, der Papst ist überrascht und er freut sich.
[1:39:08] Wir werden bald sehen und fühlen, wohin römischer Geist zielt. Wer dem Worte Gottes glauben und gehorchen will, wird sich dadurch Schmach und Verfolgung zuziehen. Ihr Lieben, es ist allerhöchste Zeit. Nicht, dass wir in Panik jetzt verfallen und sagen: "Wow, was wird jetzt passieren?" Wir haben in unserer Bibel, wir haben im Geist der Beistagung, wir haben in dem Buch "Der große Kampf", aus dem diese Zitate kommen, wir haben einen klaren Fahrplan, was passieren wird. Und wir haben eine klare Aufgabe.
[1:39:43] Ich habe euch gezeigt, es gibt Leute in all diesen Kirchen, die das bemerken, die sagen: "Hey, Moment mal, ich kann mich erinnern, vor 50 Jahren ist uns gesagt worden, der Papst ist der Antichrist und jetzt rennen uns so Leute dorthin, was ist dort los?" Ihr könnt euch erinnern, dass sogar Katholiken sagen: "Also, das gefällt uns nicht." Und nach Wahrheit suchen.
[1:40:00] Und die Offenbarung sagt: "In dieser Zeit und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit und er lief kraftvoll mit lauter Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon die Große. Ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht aus ihr hinaus, mein Volk."
[1:40:20] Und ihr Lieben, diese große Stimme, diese laute Stimme wird keine buchstäbliche Stimme vom Himmel sein. Diese Stimme wird verkündigt im Kontext des vierten Engels, der die Botschaft der dreifachen Engelsbotschaft in die ganze Welt trägt. Jemand muss die Leute warnen, jemand muss den Leuten Offenbarung 13 erklären, Offenbarung 14 erklären, jemand muss den Leuten den Erlösungsplan erklären, so wie die Bibel ihn sagt. Jemand muss den Leuten erklären, dass Gottes Gebote noch bindend sind, dass das vierte Gebot die Testfrage ist. Jemand muss ihnen erklären, was es bedeutet, den Glauben Jesu zu haben. Und die Frage ist: Wer wird das tun, wenn nicht wir, die wir das sehen?
[1:41:03] Ihr Lieben, ich glaube, es ist wirklich allerhöchste Zeit, sich von all den Nebenkriegsschauplätzen, die wir in den letzten Jahren so eröffnet haben, angefangen von irgendwelchen Fragen über die Dreinigkeit oder irgendwelchen Fragen über alte Pionieransichten, die die Pioniere schon verworfen haben, oder über Fragen der Frauenorganisation, all diese Dinge, wo wir uns mittlerweile die Köpfe einschlagen und irgendwie rauscht es uns vorbei und es erweckt uns nicht mal.
[1:41:36] Ihr Lieben, ich hoffe, dass wenn wir das hier gesehen haben, dass wir einfach mal nüchtern auf die Weltlage schauen und sagen: "Okay, der Papst fährt im sechsten Gang, vielleicht sollten wir die Handbremse mal lockern, vielleicht sollten wir mal auch ein bisschen aufs Gaspedal drücken." Denn wisst ihr, Jesus kommt nicht wieder, ehe das Evangelium in der ganzen Welt verkündigt ist. Und da kann der Papst sich auf den Kopf stellen, da kann er meinetwegen alle evangelikalen Leiter nach Rom bestellen, Jesus wird die Winde noch zurückhalten. Es ist fast so, als ob Jesus momentan den Papst noch zurückhalten muss, weil die Gemeinde nicht zurückhält. Der Papst ist schneller als erlaubt. Ernsthaft.
[1:42:14] Am Ende werden nur wenige stehen bleiben. Wenn Gott den Menschen so wichtige Warnungen sendet, dass der Prophet sie darstellt, wie heilige Engel sie verkündigen, der mitten durch den Himmel fliegt, dann verlangt er von jedem vernünftigen Wesen, die Botschaft zu beachten. Die furchtbaren Strafgerichte, die gegen die Anbetung des Tieres und seines Bildes ausgesprochen wurden, sollten alle zu einem eifrigen Studium der Weißsaugung antreiben, damit sie erführen, was das Mahlzeichen des Tieres ist und wie sie vermeiden können, es anzunehmen. Aber die meisten Menschen haben taube Ohren für die Wahrheit und wenden sich den Fabeln zu. Der Apostel erklärt dem Hinblick und so weiter.
[1:42:50] Letzte Vers hier. Aber Gott will sein Volk auf Erden haben, dass die heilige Schrift und nur diese allein beibehält als Richtschnur aller Lehre und als Grundlage aller Reformen. Die Meinungen gelehrter Männer, die Ergebnisse der Wissenschaft, die Glaubenssätze und Beschlüsse von Kirchenversammlungen, zahlreich und uneins wie die Kirchen, die sie vertreten, die Stimme der Mehrheit, weder das eine allein, noch sie alle zusammen können als Beweis für oder gegen irgendeinen religiösen Glaubenspunkt betrachtet werden. Ehe wir irgendeine Lehre oder Vorschrift annehmen, sollten wir ein deutliches: "So spricht der Herr" als Beweis dafür verlangen.
[1:43:25] Es wird wirklich höchste Zeit. Ihr Lieben, dass jeder Einzelne von uns, jeder, der in der Gemeinde ist, jeder, der als Gast und Freund mit dabei ist, jeder, der live zuschaut auf YouMedia, jeder Prediger, jeder Administrator von der Generalkonferenz, Division, Verband, Vereinigung, Ortsgemeinde, egal wo, es wird Zeit, dass wir die Bibel zur Hand nehmen und Prophetie studieren und zwar nicht irgendwelche Nebensächlichkeiten, sondern die wesentlichen Hauptpunkte der Offenbarung, der dreiviertel Engelsbotschaft und liebevoll, aber klar sagen: Es erfüllt sich vor unseren Augen. Irgendjemand muss der Wächter sein, wir müssen das Schofhorn blasen, wir müssen sagen: "Hallo, Jesus kommt, wacht auf."
[1:44:06] Auf Markus 14 sagt: "Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesu bewahren." Ich möchte euch, ich möchte ganz persönlich dich aufrufen und jeden, der zuschaut: Studiert eure Bibeln. Wir kommen in eine Zeit, in der wir unseren Sinnen nicht mehr trauen können. Unsere Sinne sagen uns: "Der Papst ist so demütig, er ist so freundlich, er ist so lieb, er predigt nur Jesus, er predigt nur das Evangelium, da kann doch nichts falsch sein." Die Offenbarung sagt: "Achtung, Warnung, Todesgefahr."
[1:44:45] Und entweder wir kennen die Bibel für uns selbst und nicht nur von dem, was Mark Finley und Doug Batchelor mal erzählt haben, entweder wir wissen wirklich, was die Bibel sagt und können sie es anderen weitergeben, oder wir werden mitgerissen werden. Und es ist ja nicht schwer, es ist ja nicht so, dass man dafür Theologie studiert haben müsste, oder?
[1:45:02] Und deswegen mein Aufruf an jeden Einzelnen, an euch, an die Zuschauer, ob es Prediger sind, ob es Administratoren unserer Gemeinde sind, ob es Laien, Missionswerke, wir müssen die drei Engelsbotschaften neu in den Fokus nehmen, denn was soll denn noch geschehen, dass wir sagen: "Meine Güte, die erfüllt sich wirklich, die erfüllt sich wirklich und zwar so buchstäblich." Der James White, der würde aus dem Häuschen springen, das hätten wir nie gedacht, dass es so buchstäblich sein könnte. Es ist buchstäblich, die Zeit ist da und ich sage nicht, wie lange es noch dauert, was weiß ich.
[1:45:36] Aber eins ist klar, die Schritte sind getan und die gehen sehr deutlich und im Tempo, dass wir wirklich innehalten müssen und sagen: "Was kommt als nächstes?" Deswegen ihr Lieben, wir brauchen standhaftes Ausharren, wir brauchen klares Bibelstudium, eine Beziehung zu Jesus, der die Offenbarung inspiriert hat. Es ist Jesus, der gesagt hat, dem Engel: "Verkündige, wer das Tier anbetet und sein Bild und das Mahlzeichen." Diese Botschaft ist eine Botschaft von Jesus und wenn wir Jesus wirklich nachfolgen wollen, dann werden wir den Glauben an ihn bewahren.
[1:46:13] Wer von euch möchte sagen: "Ich möchte diese dritte Engelsbotschaft, diese drei Engelsbotschaft, die möchte ich verkündigen. Und ich möchte die Menschen warnen, so wie ich kann." Wir fangen nicht damit an, den Leuten zu erzählen, der Papst ist ein Antichrist. Wir fangen natürlich so an, wie wir es auch in unserer Evangelisation tun, Schritt für Schritt. Aber wir müssen diese Wahrheit mit einschließen, weil wenn wir es niemandem erklären, von wem sollen sie es hören?
[1:46:41] Und ihr seht, ihr Lieben, es ist wirklich eine spannende Zeit. Glaubt mir, wenn Jesus jetzt bald wiederkommt und wir in den Himmel gehen werden, die werden uns alle umringen und sagen: "Wie ist es gewesen?" Der Johannes wird kommen, der Daniel wird kommen und die werden sagen: "Mensch, es ist eine spannende Zeit."
[1:47:00] Wer von euch möchte sagen: "Jetzt, egal was ich vorher getan habe, egal wie lau ich vorher gewesen bin, das war jetzt mal ein Schlag vor den Bug. Jetzt weiß ich, okay, es ist wirklich wahr, die Offenbarung ist wahr und wir müssen unserer Botschaft vertrauen, wir müssen vorangehen." Und wisst ihr, was das bedeutet? Es bedeutet, wir haben nicht mehr viel. Ich bin gleich am Ende angegangen. Wir haben nicht mehr viel Zeit. Wir können es uns nicht mehr leisten zu sagen: "Naja, ich werde in einem halben Jahr mal bei Missionsarbeit mitmachen." Wir können es uns nicht mehr leisten zu sagen: "Naja, irgendwann machen wir mal wieder eine Evangelisation." Irgendwann mal, irgendwann werden wir auch mal ein Gesundheitszentrum, irgendwann mal.
[1:47:34] Ihr Lieben, wenn wir die Sachen tun wollen, wenn wir sie machen wollen, dann müssen wir sie jetzt stringent auf die wichtigsten Sachen zuarbeiten, weil vielleicht rechnen wir nicht mehr in Jahrzehnten, sondern vielleicht in Monaten. Ich weiß es nicht. Aber ich sage nur, lass uns anfangen, lass uns jetzt wirklich überlegen: "Okay, was kann ich tun? Was kann ich beitragen? Welches Opfer kann ich bringen?" Und zwar nicht nur die, die wir hier in Stuttgart Bad Cannstatt oder Bad Wangen sind, sondern jeder, der zuschaut, egal wo ihr seid, Deutschland, Österreich, Schweiz, sonst wo, ob ihr Prediger seid, Administratoren, Laien, überlegt euch, was können wir tun, was können wir gemeinsam tun?
[1:48:09] Denn wer weiß, ob es nochmal ein zweites, ein drittes Jules-Media-Spezial gibt, oder? Schauen wir mal. Also, ihr Lieben, wer von euch jetzt kommt aufrufen, möchte sagen: "Ich möchte die drei Engelsbotschaft von meinem ganzen Herzen, furchtlos, weil Jesus meine Lösung ist, verkündigen, bis Jesus wiederkommt." Dann lasst uns doch gemeinsam beten.
[1:48:32] Lieber Vater im Himmel, wir haben gesehen, dass die Zeichen auf Sturm stehen. Und wir haben wahrscheinlich schon manches vorher gewusst, manches vorher in den Nachrichten gehört, aber viele Details, etliches über die Hintermänner, heute neu gelernt. Und wir sehen, es sind nicht einfach nur Einanderreihungen von Zufällen, dass plötzlich so viele protestantische Führer dort in Rom auftauchen, sondern da sind ganz bewusst Leute eingeladen worden, die bestimmte Ressourcen abdecken, die genau die Kategorien abdecken, die notwendig sind, um das zu erfüllen, was Offenbarung 13 sagt.
[1:49:13] Und wir sehen, wie hinter verschlossenen Türen Gespräche stattfinden, die zum Teil stillschweigend vereinbart wird. Und wir sehen, wie die Ökumene, die in Offenbarung 13 vorhergesagt worden ist, vor unseren Augen greifbar wird, wie das Verlangen aller auf beiden Seiten sichtbar wird. Wir stehen mit unseren Bibeln, mit dem großen Kampf in der Hand und können fast wörtlich die inspirierten Aussagen mit den Zeitungsartikeln vergleichen und sehen, es passt überein.
[1:49:42] Und deswegen, Herr Jesus, brauchen wir jetzt wirklich deine Hilfe. Wir brauchen deine Hilfe, dass wir wissen, was zu tun ist, dass wir das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden können, dass wir unsere Hauptenergie, unsere Kraft, Zeit, alles, was wir einbringen können, in das Wesentliche einsetzen jetzt, damit dieses letzte Werk abgeschlossen werden kann, damit eine Welt gewarnt werden kann vor dem Netz, das schon seit längerer Zeit ausgelegt worden ist und das mittlerweile sich zusammenzieht mit einer unglaublichen Schnelligkeit.
[1:50:17] Bitte, Herr Jesus, erwecke uns. Erwecke uns wirklich, rüttel uns auf, dass wir bereit sind, das Evangelium zu leben und zu predigen, koste es, was es wolle, aus Liebe zu dir, aus Liebe zur Wahrheit und vor allem aus Liebe zu den Menschen, die nicht wissen, in was sie da hineinlaufen. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
[1:50:39] Herzlichen Dank, dass ihr da gewesen seid, dass ihr ausgehört habt. Es ging ein bisschen länger als gedacht. Danke, dass ihr zugeschaut habt. Wir werden euch informieren über weitere Updates, soweit, auf Joel Media. Wir werden in den nächsten drei Wochen jetzt kein Offenbarungsseminar und kein Adventsgeschichtsseminar haben, weil wir eine Übergangsphase haben. Wir werden jetzt wechseln von Stuttgart-Bad Cannstatt nach Stuttgart-Wangen und ich werde auch zwei Wochen nicht da sein, sodass wir uns dann Ende März, ihr werdet die Nachricht dann rechtzeitig bekommen auf Joel Media, Ende März wieder treffen werden zum Offenbarungs- und zum Adventsgeschichtsseminar. Bis dann wünsche ich Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.
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