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In diesem dritten Teil der Serie „Keine Zeit für Untätigkeit“ beleuchtet David Nießner die tiefere Bedeutung von „Ihr seid das Salz der Erde“. Er beginnt mit einer Betrachtung der physischen Eigenschaften von Salz und dessen verschiedenen Arten, um dann zum geistlichen Aspekt überzuleiten. Der Vortrag betont die immense Verantwortung und das Opfer Jesu und des Vaters im Erlösungsplan und fordert die Zuhörer auf, diese Liebe zu verinnerlichen und selbst als „Salz der Erde“ aktiv zu werden.


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Serie: Keine Zeit für Untätigkeit

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Transkript

[0:14] [Musik] [Applaus]

[0:30] Herzlich willkommen, liebe Geschwister, zu unserem dritten Teil in dieser Serie, Gottes Willen in der Endzeit zu erkennen und besonders, welchen Plan er mit seinem Volk hat. Nicht nur theoretisch, sondern wie das praktisch umzusetzen ist. Wir möchten uns heute Gedanken über das Thema machen: "Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz fade wird." Es ist ein enorm wichtiges Thema, weil man oftmals nur in einem bestimmten Aspekt über das Salz nachdenkt, aber die Bibel eine sehr tiefe Grundlage legt, um zu verstehen, was es auch für unser persönliches, praktisches Leben zu bedeuten hat.

[1:03] Wir möchten gerne zu Beginn beten und dann in die Texte einsteigen, um zu erkennen, was uns die Bibel sagt über dieses Thema. Himmlischer Vater, wir möchten dir von Herzen danken, dass du uns die Möglichkeit gibst, zu studieren über das Thema Salz der Erde. Und ich möchte dich bitten, Herr, dass du deine Verheißung wahrmachst, wie du gesagt hast, dass du deine Worte in den Mund derer legst, die sich auf dein Wort berufen. Und ich bitte dich, dass du uns Erkenntnis schenkst und aus deinem Wort zu uns sprichst und dass jedes Herz, Herr, zerschnitten wird und dass wir erkennen werden, wie die Menschen nach Pfingsten, was du von uns möchtest und dass wir die Frage stellen: Was sollen wir tun, um gerettet zu werden? Wir danken dir, Herr, dass du mit uns bist und dass wir Werkzeuge in deiner Hand sein dürfen, in Jesu Namen. Amen.

[1:51] Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz fade wird. Die Bibel spricht relativ häufig über das Thema Salz, und das sind sehr, sehr viele tiefe Lehren drin verankert, die man oft gar nicht sieht. Man denkt meistens nur daran, dass Salz eine konservierende Wirkung hat und eine kleine Prise Salz reicht, weil wir es vom Kochen kennen, um den Geschmack zu ändern oder den Geschmack vielleicht auch sogar zu verderben. Aber die Bibel hat uns viel mehr darüber zu sagen.

[2:23] Bevor wir anfangen und in diesem Denken über das Salz drin sind, lass mich euch noch ein paar wichtige Informationen über das physische Salz geben. Meistens, wenn wir Salz kaufen, ist das reines Natriumchlorid, das Kochsalz. Und das Problem dabei besteht darin, dass reines Kochsalz, Natriumchlorid, nur zwei Bestandteile hat: einmal Natrium, einmal Chlor. Und das ist auch wichtig für das Herzkreislaufsystem, für unseren Organismus. Aber es gibt noch weitaus mehr Mineralien, die man zu sich nehmen sollte, wenn man gutes Salz haben möchte.

[3:01] Das beste Salz, das man hier kaufen kann, ist zum einen das Himalaya-Salz. Man kennt es an dieser rosa-weißlichen Farbe. Und es ist deswegen so besonders, weil im Himalaya-Salz, anders als im normalen Kochsalz, etwa 74, 75 verschiedene Mineralien enthalten sind. Und bedenken wir: im normalen Kochsalz lediglich zwei. Das ist ein sehr gutes Salz.

[3:24] Wenn man aber noch ein besseres Salz haben möchte, dann sollte man zum keltischen Meeressalz greifen. Das keltische Meeressalz hat etwa 82, 83 verschiedene Mineralien. Und ich habe euch hier eine Tabelle mitgebracht, wo man sehen kann, die Auflistungen von normalem Kochsalz, das zum absoluten Großteil nur aus Natriumchlorid besteht und sonst nichts weiter hat. Und meistens ist sogar noch das raffinierte Kochsalz, rein weißes Salz, da werden meistens noch Rieselhilfen mit dazu gemischt, damit das nicht klumpt, damit es immer schön rieselt, wie der Name schon sagt. Aber das sind chemische Zusätze, die definitiv nicht in den Organismus kommen sollten. Und wir sehen hier auf dieser Tabelle, dass auch raffiniertes Meeressalz oder Steinsalz schon etwas besser ist, aber auch noch nicht den ganzen Umschlag an Mineralien hat, was wir im keltischen Meeressalz finden. Deswegen, wenn ihr zu gutem Salz greifen möchtet, dann nehmt das keltische Meeressalz oder das Himalaya-Salz, weil da sehr, sehr viele Mineralien und Spurenelemente enthalten sind, die sehr entscheidend sind für den Organismus.

[4:34] Wenn Jesus jetzt aber über das Salz der Erde spricht, dann redet er nicht nur darüber, dass wir physisch auf unseren Körper achten sollen, sondern es hat eine tiefe geistige Komponente. Und bevor wir uns das genauer anschauen, was es für uns dann bedeutet, möchte ich mit euch noch eine Grundlage legen über den Erlösungsplan. Und wir möchten uns die Frage stellen, welche Verantwortung Jesus bei der Rettung der Menschen getragen hat. Weil wenn wir diese Frage beantworten oder ihr zumindest nachgehen, weil der Erlösungsplan ist so breit, man wird ihn nicht ins Kleinste beantworten können. Aber wenn wir dieser Frage nachgehen und verstehen, was Jesus bereit war zu geben, werden wir auch später, wenn wir erkennen, was es wirklich bedeutet, Salz der Erde zu sein, nicht mehr mit dieser Zurückhaltung an den Tag gehen, sondern wir werden sehen, dass Jesus bereit war, Dinge zu tun, die sich ein Mensch nicht vorstellen kann.

[5:30] Lass uns einsteigen mit diesem Zitat in dem Buch "The Ministry of Healing", Seite 18. Auf Deutsch heißt das Buch in der alten Ausgabe "Auf den Fußspuren des Großen Arztes" und die neuere Ausgabe "Der Weg zur Gesundheit". Es ist auf jeden Fall ein Muss für jeden Siebenten-Tags-Adventisten und auch für jeden anderen Menschen, der sich mit Gesundheit beschäftigt, weil darin die Grundlagen von wahrer Gesundheit und Gesundheitsarbeit gelegt werden.

[5:55] Es heißt hier: "Jesus trug die schreckliche Last der Verantwortung für die Menschen, für die Errettung der Menschen. Er wusste, dass alles verloren wäre, wenn es keine entschiedene Änderung in den Prinzipien und Zielen der menschlichen Rasse gäbe." Wenn es hier heißt, durch göttliche Inspiration, dass Jesus sein ganzes Leben über wusste, dass alles verloren wäre, wenn die Menschen in ihren Prinzipien und ihren Zielen keine Änderung vornehmen würden, dann bedeutet das, dass alles verloren wäre.

[6:30] Man liest da vielleicht schnell drüber, aber Jesus hat sein ganzes Leben diese schwere Last, oder wie es hier heißt, diese schreckliche Last getragen, ständig das Bewusstsein gehabt, dass von seinem Leben, von dem Ausgang seines Lebens, das Schicksal von Milliarden Menschen abhängt. Und diese Last hatte er getragen. Dies war die Last seiner Seele, und niemand konnte das Gewicht ermessen, das auf ihm lastete. Durch Kindheit, Jugend und Mannesalter ging er allein.

[7:02] Die Evangelien zeigen uns, dass selbst die Verwandten und selbst seine eigenen Eltern nicht verstanden, nicht immer vollständig verstanden haben, was seine Aufgabe ist und was sie bedeutet. Als Jesus damals im Tempel als Zwölfjähriger verloren ging, sozusagen, wir hatten das im letzten Vortrag schon uns angeschaut über die Kindheit Jesu, da haben wir gesehen, dass seine Eltern nicht im Begriff waren zu begreifen, dass er wirklich die Erfüllung dieser ganzen Opfersysteme ist. Und Jesus wusste aber, dass er es ist und wusste, dass die Menschen es wenig bis gar nicht begreifen. Und diese Last war sein ganzes Leben auf ihm. Und trotzdem heißt es hier, und dieser Satz ist so gewaltig in seiner Tragweite: "Und doch war es Himmel in seiner Gegenwart zu sein."

[7:49] Ihr Lieben, manchmal sehnen wir uns nach dem Himmel, und ich glaube, dass der Zeitpunkt kommt und sehr bald kommt, wo wir physisch in den Himmel kommen werden. Aber es heißt hier in diesem Zitat, und genauso auch in einem Leben, wenn wir mit Gebet mit Gott verbunden sind, dass wir da schon in die Gegenwart Jesu treten, was bedeutet, dass wir in den Himmel kommen, weil das ganze, das Zentrum des Wesens des Himmels ist die Gegenwart Jesu. Und das einmal verstanden lässt uns verstehen, warum wir oft sagen können, dass der Himmel schon hier anfängt auf dieser Welt, weil es die Gegenwart Jesu ist.

[8:26] Wir lesen in einem anderen Buch, "Das Leben Jesu", Seite 105: "Niemand kann den Preis unserer Erlösung wirklich begreifen, bis die Erlösten mit dem Heiland vor dem Thron Gottes stehen werden. Dann, da die Herrlichkeiten der ewigen Heimat plötzlich unseren entzückten Sinnen sichtbar werden, werden wir daran erinnert, dass Jesus all das für uns verließ, dass ihm nicht nur die himmlischen Höfe verschlossen waren, sondern er für uns auch das Wagnis des Misslingens und der ewigen Verlorenheit auf sich nahm."

[9:01] Lass uns hier mal kurz anhalten. Dieses Zitat sagt uns, dass wir selbst in der Ewigkeit, da besser, aber selbst in der Ewigkeit nicht wirklich begreifen können, welchen Schritt Jesus gegangen ist, um auf diese Welt zu kommen. Ich mache das immer gerne mit einem Beispiel: Wenn wir zum Beispiel an die Flutkatastrophe im Ahrtal denken oder an die Erdbeben jetzt in der Türkei oder sonstige Katastrophen, egal was es ist, wie sehr hätten wir einen Politiker bewundert, der nicht einfach nur große Worte spricht, sondern der tatsächlich dahingereist wäre, eine Schaufel in die Hand genommen hätte und in einer Regenhose und mit Gummistiefeln angefangen hätte, dort den Matsch wegzuschaufeln oder angefangen hätte, die Trümmer wegzuräumen. Wir hätten uns gedacht, dieser Mann kommt von so hoch oben aus den hohen politischen Ebenen und kommt so tief, um den Menschen zu helfen. Wie sehr hätten wir so einen Politiker bewundert!

[9:57] Und trotzdem ist das nur ein minimaler und sehr schwacher Vergleich, um zu beschreiben, welche Gegenwart, welche Umgebung Jesus verlassen hat, der der Schöpfer der Welt war, um auf diese Welt zu treten, von einer Ebene, die weitaus höher war als die politischen Ebenen dieser Welt, und in eine Gegenwart getreten ist, die weitaus schmutziger ist als eine Flutkatastrophe oder ein Erdbeben. Und das ist das, was der Geist der Weissagung hier beschreibt, dass wir nicht wirklich begreifen können, was das bedeutet. Wenn wir eines Tages vor ihm stehen und diese ganzen Herrlichkeiten um uns herum sehen, werden wir es besser nachvollziehen können. Aber selbst dann ist es für einen menschlichen Verstand schwierig zu begreifen, welchen Schritt Jesus gegangen ist.

[10:42] Und wir haben es im ersten Vortrag schon gesehen, dass das Faszinierende im Erlösungsplan ist, laut dem Lukasevangelium, dass Jesus nicht nur diesen Schritt gegangen ist, sondern dass er für alle Ewigkeit Diener bleiben wird. Lukas spricht darüber, wenn wir eines Tages zu Jesus kommen werden in das ewige Reich, wenn diese Erde beendet ist, dass Jesus sagen wird: "Ich will mich gürten und euch dienen." Und das ist so beeindruckend zu verstehen, dass Jesus für alle Ewigkeit Diener bleibt.

[11:14] Und diesen Weg beschreibt Ellen White hier noch weiter: "Dann werden wir unsere Kronen zu seinen Füßen niederlegen und in das Lied einstimmen: 'Das Lamm, das erwürgt ist, ist würdig zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.'" Und es war nicht nur diesen Schritt, den er gegangen ist, sondern es war vor allem auch das Wagnis, wie sie hier sagt, des Misslingens und der ewigen Verlorenheit. Das bedeutet, wenn Jesus auch nur einmal einen Fehler gemacht hätte, wenn er eine kleine Sünde auch nur in Gedanken begangen hätte, dann wären nicht nur die Menschen verloren auf Ewigkeit. Und so traurig es ist, du und ich, wir könnten nie in die himmlischen Höfe eintreten. Aber das Problem wäre gewesen, dass der große Kampf nie beendet geworden wäre. Satan hätte recht gehabt mit seinen Anschuldigungen, dass die Menschen das Gesetz Gottes nicht halten können. Und das Schlimmste dabei ist, dass selbst Jesus den ewigen Tod erleiden hätte müssen.

[12:16] Verstehen wir, wenn er in Gethsemane zum Vater sagt: "Wenn es möglich ist, lass diesen Kelch vorübergehen", spricht er davon, diesen Leidenskelch des Zornes Gottes über eine gefallene Welt, dass er den vollständig trinken musste. Er hat diese Trennung gespürt. Hätte er auch gesündigt, hätte er genau die gleiche Trennung erlebt. Und das bedeutet, dass für alle Ewigkeit die Gottheit zerbrochen geworden wäre und Jesus auch verloren gegangen wäre. Das ist das, was in diesem Zitat drinsteckt. Und dieses Risiko war er bereit zu gehen. Und das einmal verstanden, sollte uns sehr demütig machen. Und wie es an anderer Stelle heißt: Wenn wir uns so wichtig vorkommen, sollen wir zum Kreuz aufblicken und vor Scham erröten, wenn wir uns wichtig vorkommen. Jesus war bereit, all diese Dinge zu tun, all diese Schritte zu gehen, damit du und ich gerettet werden können und damit du und ich das Salz der Erde sein können.

[13:11] Ist der Vater ebenso an der Rettung der Menschen interessiert? Manchmal sind wir in der Versuchung zu denken, dass Jesus für uns zwischen den Vater getreten ist, zwischen den Vater und uns getreten ist, weil sich sonst der ganze Zorn Gottes über uns ausgeladen hätte, aber Gott sei Dank haben wir Jesus, der diesen Zorn abgehalten hat. Aber das ist ein total falsches Denken, und ich möchte euch zeigen, warum.

[13:35] In dem Buch "Erfahrungen und Gesichte", Seite 138 bis 141, wird sehr, sehr schön und sehr plastisch, sehr einfach, sehr ausführlich beschrieben, was passierte es im Himmel, als die Menschen in Sünde gefallen sind. Dort wird beschrieben, dass die Engel aufgehört haben zu singen, dass ein stiller Himmel eingezogen ist. Und dann wird aber gesagt, dass Ellen White auf dem Gesicht Jesu ein unglaublich tiefes Mitgefühl gesehen hat, dass sie vorher noch nie irgendwo gesehen hat. Und dann heißt es, dass Jesus zum Vater gegangen ist und ein heiliges Licht die beiden dreimal umschlossen hat und sie dreimal darüber beraten haben, wie jetzt zu verfahren ist. Das ist sicherlich auch für uns so aufgeschrieben, weil Gott nichts Unvorbereitetes trifft. Gott wusste von dem Plan Luzifers. Er wusste auch vor dem Fall der Menschen. Und trotzdem wird uns gesagt, dass der Vater und der Sohn dreimal über diesen Schritt sich beraten haben, ob sie diesen Schritt der Erlösung gehen wollten. Nicht, weil Gott uns nicht geliebt hat, aber weil ein sehr großes Risiko auf dem Spiel stand, wie wir es gerade gelesen haben.

[14:50] Nachdem sich Jesus dann aber dazu entschlossen hatte und dem Vater gesagt hat: "Ich möchte mein Leben für die Menschen geben", und sie diesen Plan dann wortwörtlich besiegelt hatten und der Vater zugestimmt hat, hat Jesus den Engeln das verkündet, was nun der nächste Schritt sein würde im Erlösungsplan. Und dann heißt es dort auf beeindruckende Art und Weise, dass die Engel sich erst nicht freuen konnten und sogar bereit waren, ihr eigenes Leben für die Menschen zu geben. Aber Jesus ihnen sagen musste, dass das Leben der Engel die Schuld für den Menschen nicht tilgen kann. Und als er ihnen dann aber mitgeteilt hat, dass durch seinen Tod viele wieder in die Herrlichkeit des Himmels eintreten können und in die ewige Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist leben dürfen, war dann unausgesprochene Freude im Himmel.

[15:34] Aber ich möchte euch ein Zitat zeigen, das mich sehr, sehr bewegt hat in diesem Zusammenhang, als ein Engel mit Ellen White spricht. Es heißt hier auf Seite 141 in dem Buch "Erfahrungen und Gesichte sowie geistliche Gaben": Der Engel fragt Ellen White: "Glaubst du, dass der Vater seinen geliebten Sohn ohne Kampf dahingab?" Also, er meint ja einen seelischen, innerlichen Kampf. Und der Engel sagt: "Nein, nein, es war selbst für den Gott im Himmel ein Kampf, ob er den schuldigen Menschen verloren gehen oder seinen geliebten Sohn für ihn den Tod geben sollte."

[16:12] Als ich das gelesen habe, hat es mich sehr getroffen, weil ich mir gedacht habe, was ist das für eine Liebe, die der Vater zu den Menschen hat? Satan hat den Vater so entstellt über die Jahrhunderte, und Jesus kam und hat dann gesagt: "Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen." Wir wissen, dass der Vater genau die gleichen Ambitionen hat, den Menschen zu retten wie Christus. Denken wir an das Gleichnis vom verlorenen Sohn: Es war der Vater, der diesem Menschen entgegenging. Und es heißt hier auf so beeindruckende Art und Weise, dass selbst der Vater, der ewige Gott, mit dieser Entscheidung gerungen hat, ob er den Menschen verloren gehen lassen soll auf ewig oder aber seinen geliebten Sohn für ihn den Tod gehen lassen sollte. Und ihr Lieben, wenn wir das verinnerlichen, wenn wir das verstanden haben, wenn wir das sehen, dann kann man nur sagen: Warum fühlen wir uns so wichtig und warum haben wir nicht auch dieses Interesse, Menschen von diesem wunderbaren Plan der Erlösung zu erzählen? Warum wollen wir nicht auch in diesen Dienst eintreten, wenn der Vater bereit war, so ein Opfer zu bringen, wenn Jesus sich freiwillig angeboten hat als Opfer und wenn selbst Engel bereit waren, ihr Leben zu geben, auch wenn sie es nicht konnten?

[17:28] In dem Buch Jesaja, Kapitel 5, Vers 6, heißt es ebenfalls über Gott, wie er sagt: "Was konnte man an meinem Weinberg noch tun, das ich nicht getan habe? Sein Weinberg ist hier ein Symbol für sein Volk. Warum hoffte ich, dass er gute Trauben brächte, aber er trug nur schlechte?" Dieser Text sagt uns, dass Gott so weit geht im Erlösungsplan, dass er es nicht erlauben würde, dass irgendwann irgendjemand zu ihm sagen könnte: "Warum hast du nicht mehr für mich getan? Warum hast du nicht mehr getan für die Menschen hier, die verloren gegangen sind?" Gott hat alles, was er konnte, an Elan, an Kraft, an Möglichkeiten gegeben, um den Menschen zu retten. Und Gott muss sich manchmal die Frage stellen, weil er Menschen nicht zwingt, er kann sie nur überzeugen. Aber wenn sie nicht möchten, kann er nichts mehr tun. Er sagt: "Was hätte ich noch mehr tun können an meinem Volk, an meinem Weinberg, das ich nicht getan habe?" Und ihr Lieben, das ist so eine tiefe, wichtige Lehre zu verstehen, dass Gott bereit war, alles zu geben, jede extra Meile zu gehen, um den Menschen die Möglichkeit der Erlösung zu bringen.

[18:39] Und mit diesem Hintergrund, mit diesem Fundament, möchten wir jetzt die Frage stellen und der Frage nachgehen: Was bedeutet es, dass wir das Salz der Erde sind? Was hat uns die Bibel über dieses Thema zu sagen?

[18:54] Den ersten Text, den wir damit assoziieren, finden wir in Matthäus Kapitel 5, Vers 13. Wir werden nachher noch darauf zurückkommen und das auch im Kontext ein wenig studieren. Aber lesen wir erst einmal. Jesus sagt hier in der Bergpredigt: "Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird."

[19:22] Meistens, wenn wir diesen Text lesen, denken wir nach unserer Erfahrung, die wir mit Salz haben, dass es darum geht, dass eine kleine Prise Salz in der Küche den Geschmack ein bisschen verändert oder ein bisschen konserviert. Und das ist auch nicht falsch, das ist auch eine sehr wichtige Eigenschaft, die Salz hat und die auch die Bibel anspricht. Aber das ist bei Weitem nicht die Tiefe. Denn man liest da schnell drüber, vor allem, wenn man in der Bibel aufschlägt an dieser Stelle, dann merken wir meistens, dass Matthäus in mehrere Abschnitte geteilt ist. Kapitel 5, ja, die ersten beide Verse sind überschrieben mit der Bergpredigt, dann ab Vers 3 die Seligpreisungen. In Vers 12 sind sie zu Ende, und dann, so steht es hier in der Schlachterbibel, ab Vers 13: "Die Jünger: Salz und Licht." Aber meistens sind wir uns gar nicht bewusst, dass die Einteilung der Verse und Kapitel nicht unbedingt göttlich inspiriert sind. Es hilft uns, die Bibelstellen zu finden, aber manchmal behindert es uns auch, den Zusammenhang richtig zu verstehen und einzuordnen, weil wir denken, wenn ein neuer Abschnitt kommt, den Menschen da...

[20:27] Wenn ein neuer Abschnitt kommt, den Menschen da reingesetzt hab, dann ist es thematisch auch beendet. Ist aber nicht so. Darum lass uns ein bisschen studieren und gucken, was es bedeutet und was die Bibel uns lehrt über Salz der Erde, welche Bedeutung Salz in der Bibel hat. Den nächsten Text, den wir uns anschauen möchten, finden wir im Markusevangelium Kapitel 9, dort die Verse 49 und 50. Jesus spricht in drei Evangelien: Markus, Matthäus, wie wir gerade gelesen haben, und später kommen wir auch noch zu Lukas über das Salz. Und in jedem Evangelium kommt ein kleiner Hinweis, ein kleines Detail hinzu, um besser zu verstehen, was es bedeutet, Salz der Erde zu sein. In Markus Kapitel 9 ab Vers 49 heißt es: „Denn jeder muss mit Feuer gesalzen werden, wie jedes Opfer mit Salz gesalzen wird. Das Salz ist etwas Gutes. Wenn aber das Salz salzlos wird, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander.“

[21:31] Und diese Verse zeigen uns schon, in welche Richtung wir denken sollen, wenn es um das Salz geht. Jesus spricht hier eine Begebenheit an aus dem Alten Testament, aus dem dritten Buch Mose, wobei bestimmten Opfern Salz gegeben wurde, wenn sie geopfert wurden. Und das ist kein Zufall, dass er im Zusammenhang von Salz mit Opfern spricht. Denn wenn wir uns auch an Römer Kapitel 12, Vers 1 erinnern, wir können das gerne mal lesen, damit das Verständnis klarer wird, weil die Opfer lagen logischerweise auf dem Altar und wurden dort geopfert. Und Jesus möchte mit diesem Vers uns zeigen, dass wir in diese Richtung denken sollen. Und in Römer Kapitel 12, Vers 1 und 2 finden wir genau diesen Gedanken noch mal, nur jetzt geistig übertragen. „Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.“ Paulus spricht hier davon, dass Gott möchte, dass wir unser Leben, unseren Leib darbringen als Opfer, und das soll unser vernünftiger Gottesdienst sein. Vers 2: „Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verändern durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“

[23:02] Wir beschäftigen uns hier in dieser Themenreihe mit dem Willen Gottes in dieser letzten Zeit, was Gott speziell von seinem Volk möchte, dass wir tun, um das Werk zu beenden. Und Paulus sagt hier, dass es entscheidend ist, dass wir unser Leben Gott auf den Altar darbringen, dass wir uns vollständig Gott übergeben, koste es, was es wolle, damit wir erkennen können. Und ohne dieses Hingeben ist es nicht möglich, Gottes Willen zu erkennen. Nach diesem Text, wenn wir verstehen wollen, was Gottes Wille für mein Leben ist und generell auch für die Welt, müssen wir bereit sein, unser ganzes Leben zu opfern, uns vollständig Jesus hinzugeben und nicht anfangen, eigene Interpretationen und Ideen da hineinzubringen.

[23:47] Wenn wir zurückgehen zu Markus Kapitel 9 und den Kontext anschauen, sehen wir, dass Vers 49 anfängt mit dem Wort „denn“. Und „denn“ ist ein Begründungswort. Wenn wir solche Begründungswörter haben, dann dürfen wir auch hier nicht in die Falle tappen, immer nur diese Satzteile zu zitieren, weil sie vielleicht gerade gut passen, sondern wir müssen gucken, auf was bezieht sich das. Und es heißt hier: „Denn jeder muss mit Feuer gesalzen werden.“ Wenn wir über Feuer nachdenken, hat Feuer eine reinigende Wirkung. Und es heißt sogar im Hohelied Kapitel 8, Vers 6, dass dort Feuer mit der Liebe Gottes in Verbindung gebracht wird. Das bedeutet, dass Gott möchte, dass wir mit der Liebe Gottes gesalzen werden, gereinigt werden, damit wir so ein Opfer sein können, damit, wie es in Vers 50 heißt, wir Frieden untereinander haben können. Wenn wir nicht gereinigt sind von Gottes Liebe, werden wir auch nicht Frieden untereinander haben können. Und das haben wir uns auch ausführlich im ersten Teil dieser Serie angeschaut und gesehen, was es bedeutet: „Wer unter euch der größte sein will“, und wie Gott möchte, dass wir einander dienen.

[24:54] Aber jetzt zum Kontext. Jesus spricht hier im näheren Kontext davon, dass es Dinge geben kann, dass es Anstöße in unserem Leben gibt, die uns hindern, uns vollständig Gott hinzugeben. Er sagt hier zum Beispiel in Vers 43: „Wenn deine Hand für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so hau sie ab. Es ist besser für dich, dass du als Krüppel in das Leben eingehst, als dass du beide Hände hast und in die Hölle fährst, in das unauslöschliche Feuer.“ Vers 45 geht das gleiche weiter, wo er jetzt aber nicht mehr die Hand, sondern den Fuß als Beispiel nimmt, oder dann Vers 47: „Wenn dein Auge für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus.“ Und das wiederholt er hier dreimal. Und er zeigt dir die Wichtigkeit, was passieren kann, wenn es Dinge gibt in unserem Leben, die uns abhalten, vollständig uns Gott hinzugeben. Und er sagt nicht: „Steck die Hand in die Tasche oder den Fuß hinter den anderen Fuß oder halt das Auge zu, mach eine Augenklappe drauf.“ Er sagt: „Trenn dich von diesen Dingen radikal, trenn dich davon, weil es sonst sein kann, dass diese Dinge für dich ein Anstoß sind, dass du eines Tages in dem ewigen Feuer vernichtet wirst.“ Und in diesem Kontext sagt er, dass es Dinge gibt, meint er, die uns abhalten können, auch wenn es kleine Dinge sind, dass wir Gott hingegeben sind. Er sagt in diesem Kontext: „Denn jeder muss mit der Liebe Gottes gereinigt werden, so wie jedes Opfer mit Salz gesalzen wird.“ Er sagt: „Es ist unwahrscheinlich wichtig, dass wir dadurch rein werden.“ Es bedeutet absolute seelische, geistige Reinheit, dass wir nicht verloren gehen werden. Und insofern ist das Salz hier ein Symbol für die reinigende Liebe Gottes, ein Symbol dafür, dass wir innerlich rein werden und von der Sünde uns trennen, damit das, was hier in Vers 50 beschrieben wird, geschehen kann, dass wir untereinander Frieden haben und dass es nicht zu diesen Streitereien kommt, von denen wir leider sehr oft am eigenen Leib erfahren haben, wie schmerzhaft das sein wird in der Gemeinde.

[26:57] Und so ist es auch nicht verwunderlich, warum Paulus dann in Kolosser 4, Vers 6 sagt: „Euer Wort sei allezeit in Gnade mit Salz gewürzt.“ Mit dem, was wir studiert haben, sagt er: „Das Wort, das ihr sprecht, das Zeugnis, das ihr gebt, sei mit Salz, mit der Liebe Gottes gewürzt, damit ihr wisst, wie ihr jedem Einzelnen antworten sollt.“ Manchmal kann es sein, dass wir zu schüchtern sind und nichts sagen. Manchmal kann es aber auch sein, dass wir wie ein Elefant im Porzellanladen nach vorne stürmen und den Leuten den Knüppel über den Kopf hauen, obwohl sie gar nicht fähig sind, das alles zu verstehen. Und Paulus sagt in diesem Kontext hier, mit dem, was Jesus vorher gesagt hat: „Wenn wir Zeugnis geben wollen, sei unser Wort allezeit, jeden Tag, jede Sekunde mit Gnade, in Gnade und gewürzt mit Salz, mit der Liebe Gottes, die uns selbst reinigt, damit wir fähig sind zu verstehen, wie wir jedem Einzelnen antworten sollen.“ Und denken wir an Römer 12, Vers 2: Wenn wir nicht uns als Opfer hingeben, Gott, wenn wir nicht durch das Salz, durch seine Liebe gereinigt werden, dann können wir auch seinen Willen nicht erkennen, auch wenn wir es gerne möchten.

[28:08] Ein weiterer interessanter Aspekt über Salz finden wir in 2. Chronik 13, Vers 5. Es heißt hier: „Wisst ihr nicht, dass der Herr, der Gott Israels, das Königtum über Israel David gegeben hat auf ewige Zeiten, ihm und seinen Söhnen durch einen Salzbund.“ Ich weiß nicht, ob ihr schon mal davon gehört habt, dass Gott mit David einen Salzbund geschlossen hat. Aber genau das ist es, was wir hier in 2. Chronik 13, Vers 5 lesen. Wenn wir das Thema Salz studieren, dann merken wir, dass es oft in Verbindung mit dem mosaischen Bund gebracht wird, auch mit dem Priesterbund im 4. Buch Mose, Kapitel 18, zum Beispiel Vers 19. Und besonders auch hier und selbst Hesekiel spricht davon, dass das Salz eine wichtige Bedeutung hat für Priester. Das könnt ihr nachlesen in Kapitel 43, Vers 24. Und wie wir auch schon gesagt haben, der Gedanke, dass Salz konserviert, ist nicht falsch, aber es ist nicht vollständig, wie wir das meistens damit assoziieren. Es zeigt uns aber hier, dass dieser Salzbund, den Gott mit David schließt, ein Bund ist, der ewig hält, ein Bund ist, der treu ist, ein Bund ist, der nicht vergeht, ein sozusagen konservierender Bund, der, wie Gott es selbst verheißen hat, so lange besteht, wie er selbst lebt. Und Gott lebt ewig. Und wir sehen das so oft in der Geschichte Israels, dass Gott ein Gericht zurückgehalten hat, weil er gesagt hat: „Um meines Knechtes Davids Willen halte ich dieses Versprechen aufrecht.“ Und so ist Salz also nicht einfach nur ein Symbol für Konservierung im Sinne von „kleines bisschen an Prise“, sondern es bedeutet eine Reinigung durch Gottes Liebe in uns. Und es bedeutet auch, dass alles, was mit dem Salz verbunden ist, eine treue und eine Ausdauer, eine Hingabe erfordert, wie Gott sie selbst hat. Und das ist sehr wichtig, wenn wir gleich auf den nächsten und auf den vielleicht eindrücklichsten Text kommen werden, den die Bibel dazu gibt. Lukas Kapitel 14 gibt uns noch mehr Aufschluss, weil Jesus hier selbst das Ganze noch mal ausführt, was es bedeutet, Salz der Erde zu sein. Lukas Kapitel 14, Vers 34 und 35.

[30:31] Jesus sagt hier: „Das Salz ist gut. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es gewürzt werden? Es ist weder für das Erdreich noch für den Dünger tauglich. Man wirft es hinaus. Wer Ohren hat zu hören, der höre!“

[30:49] Wann immer die Bibel sagt: „Wer Ohren hat zu hören, der höre“, das kommt in der Offenbarung einige Male vor, dann bedeutet das: Jetzt ist es wichtig, hinzuhören, denn das ist eine tiefe, wichtige Bedeutung.

[31:05] Das Salz der Erde bedeutet laut diesem Text mehr als einfach nur ein bisschen Unterschied machen. Das Wort, das hier für Erdreich übersetzt ist, ist übrigens das gleiche Wort, das Matthäus 5, Vers 13, mit Erde übersetzt ist. Im Griechischen ist es zwischen Erdreich und Erde kein Unterschied. Im Deutschen theoretisch übrigens auch nicht, denn der Gartenboden wird auch Erde genannt, genauso wie auch die Weltkugel. Und es ist vielleicht ein bisschen einfacher zu verstehen. Dann Jesus spricht hier davon in einem ganz bestimmten Kontext, dass Salz im Alten Orient für das Erdreich verwendet wurde. In welchem Kontext wurde das verwendet? Es wurde hier nicht in der Küche nur verwendet, sondern das Salz, das sie damals gesammelt haben, stammt meistens vom Toten Meer. Und im Toten Meer hat man das Salz zusammengesammelt. Da gab es unter anderem auch das Kochsalz, das wichtig war für die Küche. Aber das meint Jesus hier nicht. Was Jesus hier meint, ist, dass das Salz am Toten Meer, ähnlich wie das keltische Meersalz, das hoffentlich bald in euren Küchen sein wird, oder das Himalaya-Salz, dass das weitaus mehr Mineralien und Nährstoffe hat als reines Natriumchlorid. Es ist zum Beispiel so gewesen, dass dieses Salz am Toten Meer enorm viel Stickstoff, Phosphor und Kalium enthalten hat. Und wer sich von euch ein bisschen im Gartenbau auskennt oder im Gemüseanbau, der weiß, dass Stickstoff, Phosphor und Kalium die drei wichtigsten Nährstoffe sind für Pflanzenwachstum. Stickstoff ist für das Pflanzenwachstum, für das Zellwachstum wichtig. Man sieht das oft, wenn Pflanzen Stickstoff überdüngt sind, dass sie sehr weiche Blätter, sehr weiche Stängel haben und oft umknicken. Kalium hingegen ist für die Stärkung der Zellwände wichtig. Wenn man Pflanzen hat, die mit Blattläusen befallen sind, wenn man ihnen Kaliumdünger gibt, dann kann das präventiv enorm helfen, dass die Blattläuse nicht mehr, wie wenn es Stickstoff überdüngt wäre, durch das weiche Gewebe durchkommen, sondern dass die Zellen eine natürliche, eine natürliche Härte haben und die Pflanzen auch stabiler werden. Und Phosphor ist enorm wichtig für Blüten- und Fruchtbildung. Und das wussten auch vielleicht nicht chemisch, aber von der Wirkung her wussten das die Israeliten damals auch. Und so haben sie dieses Salz auch auf das Erdreich ausgebracht. Und das ist genau das, wo hier anspricht. Der erste Punkt, der hier wichtig ist zu merken, dass das Salz, das als Dünger verwendet wurde, auf dem Erdreich dazu verwendet wurde, um die Pflanzen wachsen zu lassen. Wenn man jetzt aber anfängt, einen Gartenboden zu düngen, dann reicht es nicht wie in der Küche, dass man eine Prise Salz ausbringt. Und ihr versteht schon, wohin die Reise hingeht mit diesem Bibeltext. Jesus spricht davon: „Wenn wir das Salz der Erde sind, wenn wir von Gott ausgebracht werden in die Welt, um den Menschen zu bezeugen von dem Erlösungsplan, diesem wunderbaren Erlösungsplan, von dem wir gehört haben, dann reicht eine einfache Prise davon nicht. Wenn man eine Pflanze düngen möchte oder einen gesamten Garten düngen möchte, braucht man sehr viel Salz. Und das bedeutet, dass es nicht reicht, dass wir unsere ganzen evangelistischen, missionarischen Aktivitäten auf Pastoren und Evangelisten beschränken oder auf Leute, die scheinbar gut reden können. Jeder Christ, jeder wiedergeborene Christ, wird als Missionar in Gottes Reich geboren.“ Und Jesus zeigt uns mit diesem Text hier, dass das Salz, das man im Erdreich verwendet, geistig übertragen, das Salz, das für die Errettung der Menschen da ist, es nicht reicht, eine kleine Menge auf den Boden zu bringen, sondern es muss eine große Menge ausgebracht werden.

[34:53] Der zweite wichtige Punkt, damit das Salz seine Wirkung entfalten kann, ist, dass es Kontakt hat mit dem Erdreich. Wenn man eine Dose Salz oder einen Düngersack stehen hat in seiner Gartenhütte, ist das schön und gut, aber man wird keinen Nutzen davon haben, wenn das Salz in der Dose oder im Sack eingeschlossen bleibt. Für uns bedeutet das, dass es wichtig ist. Und Paulus spricht auch davon, dass wir die Versammlung nicht verlassen sollen. Aber wir werden niemals den Erfolg an missionarischen Aktivitäten erleben, den wir gerne erleben möchten, wenn wir unser ganzes Leben in der Gemeinde eingeschlossen bleiben und keinen Kontakt haben mit der sogenannten dreckigen Welt, mit den Menschen da draußen. Ja, wir sollen nicht von der Welt sein, aber wir sind in der Welt, um den Menschen zu bezeugen und die Menschen zu retten, die in diesen Gefängnissen stecken, wo wir draußen sind. Genauso sagt uns auch der Geist der Weissagung: „Sollen wir nicht in den Städten wohnen, sondern auf dem Land, aber in den Städten arbeiten, um die Menschen dort zu retten.“ Oftmals ist es so, dass wir in Situationen gebracht werden, wenn ihr zum Beispiel an die Geschichte von Josef denkt, der sich sicherlich nicht ausgesucht hat, dort im Kerker in Ägypten zu sitzen. Aber jetzt war er dort, und er war dieses Salz, das in Kontakt war mit dem Erdreich. Und seht, was Gott durch ihn gemacht hat. Am Ende seines Leidenswegs war er der zweitmächtigste Mann der Welt. Und die gesamte Umwelt von Ägypten – ich weiß nicht, wie weit das ging, wie weit nach Europa, Asien, Afrika – aber die ganze Welt damals bekannt, kam zu ihm und hat gehört von dem Gott des Himmels, was Gott machen kann, wenn man sich ihm hingibt. Wir kennen so viele Zeugnisse von Leuten im Kommunismus, im Dritten Reich, die standhaft waren für ihren Glauben, und wo Gott sie so mächtig als Salz für die Welt benutzt hat. Und wie oft, wenn man auch an Zeugnisse denkt von Leuten, die um uns herum sind in der Gemeinde, die in Schwierigkeiten waren am Arbeitsplatz, wo definitiv nicht nur Christen waren, es zu heißen Situationen kam, sie einen christlichen Charakter bewahrt haben, und die Menschen um sie herum gesagt haben: „Du bist so anders! Warum?“ Das ist der Weg, wie Gott die Herzen der Menschen öffnet und wie wir als Salz mit ihnen in Kontakt sind, um Zeugnis zu geben von dem Gott, der mit uns ist.

[37:17] Zwei wichtige Lehren, die uns dieser Text hier gibt: Das Salz braucht eine gewisse Menge, damit es überhaupt als Salz fungieren kann. Es reicht nicht eine kleine Prise im Erdreich. Das Zweite ist: Es braucht Kontakt mit dem Erdreich. Bevor wir zum dritten Aspekt kommen, das das Salz entfalten muss, um das Pflanzenwachstum zu fördern, sagt uns der Text hier in Vers 35 noch, dass es weder für das Erdreich noch für den Dünger tauglich ist. Das Wort, das hier mit Dünger übersetzt wird, bedeutet eigentlich Misthaufen. Und genauso ist es auch so im Alten Orient gewesen. Man hat meistens sein Geschäft nicht wie heute in Toiletten abgesetzt, sondern draußen auf einem Misthaufen. Und das bezeichnet übrigens auch hier keinen tierischen oder pflanzlichen Misthaufen, sondern menschliche Exkremente. Und meistens hat man dann dort eine Schüssel mit Salz gefunden. Und wenn das Geschäft verrichtet wurde, wurde eine Handvoll Salz darauf gegeben zur Desinfektion. Also die Bibel lehrt uns, dass das Salz, das Jesus hier anspricht, zum einen dafür gesorgt hat, dass Pflanzen gewachsen sind, dass Menschen gerettet wurden im geistigen, und dass Fäkalien, dass Bakterien, die schlecht waren, nicht wachsen konnten, dass es desinfiziert hat. Und genauso ist der Einfluss, den Gott durch einen gottesfürchtigen Menschen dieser Welt macht. Es führt dazu, dass Menschen gerettet werden, dass Pflanzen wachsen, und es führt aber auch dazu, dass das Schlechte unterdrückt wird und das offenbar wird, wie Gott durch diesen Menschen wirkt.

[38:56] Und der dritte Aspekt, der so entscheidend ist für das Wachstum der Pflanzen – und das ist das, wo wir vielleicht denken: „Das verstehe ich nicht, was das bedeutet.“ Jesus sagt: „Das Salz muss salzig sein.“ Er sagt in so vielen Texten: „Wenn das Salz aber fade wird.“ Jetzt diejenigen von euch, die sich gut mit Chemie auskennen, die wissen, dass Salz chemisch gesehen nicht fade werden kann. Das ist unmöglich physikalisch. Salz sind Konservierungsmittel und kann nicht unsalzig werden. Und trotzdem muss es zu Jesu Zeiten passiert sein, weil er sonst nicht gesagt hätte: „Wenn das Salz fade wird.“ Was meint er also damit? Bevor wir gucken, was er in diesem geistigen Kontext genau meint – denn auch da ist der Kontext so entscheidend – lass mich erzählen, wie das Salz im Alten Orient unsalzig wurde. Der gewiefte Dealer, der Salz verkauft hat, wenn er viel verdienen wollte, hat, wenn er das eingesammelt hat am Toten Meer, zu dem Salz einfach ein bisschen Sand hinzugemischt. Und es war rein äußerlich nicht unbedingt gleich zu erkennen, dass da viel Salz drin ist. Aber man hat es erkannt, wenn man es dann ausgebracht hat auf den Misthaufen oder auf den Ackerboden, dass die Wirkung, die man erwartet, ausbleibt oder nicht so stark ist. Und damit war das Salz fade oder salzlos geworden. Und dann ist das, was hier in den Texten gesagt wird: „Dann ist es zu nichts mehr zu gebrauchen. Man wirft das Salz raus, und es wird zertreten von den Leuten.“ Wie kann also, wenn wir das Salz der Erde sind, es geschehen, dass wir fade werden? Es ist ganz einfach. Und das Prinzip ist dasselbe wie bei den Dealern damals, die Sand hinzugemischt haben zum Salz.

[40:43] Der Kontext von diesen beiden Versen in Lukas 14, ab Vers 23: „Es zog aber eine große Volksmenge mit ihm, und er wandte sich um und sprach zu ihnen: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter,“

[40:55] nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein. Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein. Und er geht dann weiter vor, beschreibt noch einige Dinge und dann in Vers 33, der unmittelbare Kontext in Vers 34: „So kann auch keiner von euch mein Jünger sein, der nicht allem entsagt, was er hat.“

[41:24] Und damit wird geklärt, wie das Salz fade werden kann. Das Salz wird fade, wenn wir uns nicht vollständig Gott übergeben haben, wenn wir Dinge in unserem Herzen halten, die uns wichtiger sind als Gott. Und was Jesus in Vers 26 beschreibt, sind meistens die Dinge, wo wir am meisten dran hängen: das ist die Familie und auch das eigene Leben. Und an anderen Stellen wird deutlich, dass es auch Besitztümer sein können. Aber er sagt, wer nicht bereit ist, selbst seine Familie aufzugeben, wenn es Gottes Vorgehen erfordert, der ist nicht – ähm – kann nicht mein Jünger sein, der ist nicht würdig dazu, in die Nachfolge zu treten.

[42:04] Und dieses allem entsagen, oder beziehungsweise, wenn man das nicht tut, das ist das, wie das Salz fade werden kann, wenn es Dinge gibt, die wir vorenthalten. Und erinnern wir uns hier in Römer 12, Vers 2: Wenn wir Gott nicht alles übergeben, unser Leben nicht komplett auf den Altar legen, koste es, was es wolle, werden wir Gottes Willen nicht erkennen können, selbst wenn wir es möchten. Und so kann es sein, dass das Salz fade wird.

[42:31] Lasst uns noch einmal zurückgehen zu Matthäus Kapitel 5. Ich hatte vorhin gesagt, dass wir hier noch einmal zurückkehren werden, um auch hier den Kontext anzusehen über das Salz der Erde. Und ich hatte vorhin schon angedeutet, dass die Überschriften gut sind zur Orientierung, dass sie uns aber manchmal verwirren und den Fluss des Textes etwas behindern können.

[42:54] „Ihr seid das Salz der Erde“ in Vers 13. „Wenn aber das Salz fade wird“ – wenn ihr voll seid mit Dingen, die euch hindern, ganz Gott hingegeben zu sein – „womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr.“ Und das ist bedeutend. Er sagt ja, wenn es auch nur eine Kleinigkeit gibt, wo das Salz nicht mehr richtig salzig ist, es taugt zu nichts mehr.

[43:18] Versteht ihr? Der Geist der Weissagung sagt, dass ein halb bekehrter Christ schlimmer ist als ein überhaupt nicht bekehrter, wenn man ein falsches Zeugnis gibt. Man schwimmt ein bisschen mit dem Ja, aber geht auch ein bisschen mit dem Nein. Dieses lauwarme Problem, das Laodizea hat, ist das, was so fatal ist. Und Jesus sagt, dass dieser Zustand zu nichts mehr taugt, außer dass es hinausgeworfen wird und von den Leuten zertreten wird.

[43:48] Was bedeutet es aber, Salz zu sein? Und der unmittelbare Kontext hier davor gibt uns auch darauf Aufschluss, was es bedeutet und wie es praktisch aussieht, wenn wir das Salz sind.

[44:01] Matthäus 5, Vers 3. Die Seligpreisungen sind der genaue Kontext davor. „Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel.“ Wenn wir das Salz der Erde sind, dann bedeutet es, dass wir geistig arm sind, dass wir uns unserer Schuld und Sündhaftigkeit bewusst sind und vollständig in Abhängigkeit von Gott leben.

[44:23] „Glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden.“ Dass wir trauern über unsere Sünde und nicht nachtrauern, weil wir sie lieb haben, sondern darüber trauern, weil wir wissen, dass das, was wir heute auch studiert haben, was Christus bereit war zu geben, dass dieses ganze Leid, das er erfahren hat, unsere Sünde verursacht hat. Wer darüber trauert, der ist das Salz der Welt.

[44:48] „Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben.“ Glückselig sind die, die demütig sind, die von Gott belehrbar sind, die von Gott lernen, denn sie sind das Salz der Erde.

[45:01] „Glückselig sind die, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden.“ Nicht nur die politische Gerechtigkeit oder soziale Gerechtigkeit, sondern hier ist gemeint: Glückselig sind die, die nach der Gerechtigkeit des Charakters hungern, die danach hungern, wieder mit Gott im Reinen zu sein, denn sie sind das Salz der Erde und sie sollen satt werden.

[45:24] „Glückselig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ Die Barmherzigen sind das Salz der Erde, weil sie Kontakt haben mit dem Erdreich, weil sie in großer Menge in der Welt sind und ihren Mitmenschen gegenüber barmherzig sind und ihnen von diesem wunderbaren Erlösungsplan erzählen.

[45:43] „Glückselig sind die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“ Das Salz der Erde zu sein bedeutet, dass Gott uns, wie wir studiert haben in Markus Kapitel 9 und Römer 12, Vers 1 und 2, dass wir gereinigt werden durch die Liebe Gottes, ein reines Herz haben und so fähig sind, Gott zu schauen und nach Römer 12, Vers 2 seinen Willen zu erkennen und das Salz der Erde zu sein.

[46:08] „Glückselig sind die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes heißen.“ Hat Paulus nicht gesagt: „Euer Wort sei alle Zeit in Gnade und habt Salz in euch, damit ihr alle Zeit jedermann richtig antworten könnt“? Frei übersetzt: Dieses Salz, die Liebe Gottes, ist das, was uns dazu befähigt, den Menschen zu antworten im rechten Maß und wie Jesus es gesagt hat in den Texten, die wir studiert haben, die dazu führen, dass wir Frieden untereinander halten können. Das geht nur, wenn wir gereinigt werden laut Markus 9, Vers 49 und 50, durch die Liebe Gottes und so Frieden untereinander haben können. Und wer friedfertig ist, der ist das Salz der Erde.

[46:51] „Glückselig sind die, um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort von euch reden um meinetwillen.“

[47:06] Das Sprichwort „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ ist eines der sinnlosesten und falschesten Sprichwörter, die es gibt. Denn wenn Leute einem Dinge an den Kopf werfen, die falsch sind, wie es hier heißt: „lügnerisch jegliches böse Wort reden gegen euch um meinetwillen“, dann tut das sehr weh. Aber Jesus zeigt uns hier auch, dass das Salz der Erde zu sein nicht immer angenehm ist. Es kann Verfolgung bedeuten und es wird auch definitiv Verfolgung bedeuten, wenn es ein wahres Salz ist nach diesen Kriterien. Es kann auch bedeuten, dass man uns verleumdet, verschmäht.

[47:44] Und Jesus sagt ab in Vers 12: „Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel, denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind.“ Auch die Propheten, die vor uns gewesen sind, die das Salz der Erde waren, haben diese Verfolgung erlebt. Und Jesus sagt, dass wenn es auch in dieser Welt sich nicht auszahlt oder nicht sichtbar wird, was für einen wichtigen Effekt es hat, Salz der Erde zu sein, dass wir es in der zukünftigen Welt verstehen werden und in der zukünftigen Welt dafür Entschädigung bekommen für all das, was wir durchgegangen sind, was wir durchlebt und durchlitten haben. Aber wir sehen hier, dass es unglaublich tief geht, was Jesus meint, wenn er sagt: „Ihr seid das Salz der Erde.“ Es hat so viele wichtige, wichtige Lehren, so viele Grundvoraussetzungen, die man verstehen muss, um wirklich ein wahrer Christ zu sein.

[48:39] Wir haben gesehen, dass es bedeutet, dass wir vollständig gereinigt werden, dass wir Kontakt haben müssen mit den Menschen, dass wir in einer großen Menge dort sind, dass wir alle Zeit von Gott dazu befähigt sind durch die Reinigung seiner Liebe, Zeugnis zu geben und dass uns das letzten Endes dazu befähigt, dass wir untereinander Frieden haben und einander dienen können, so wie Jesus gedient hat.

[49:06] Welche Aufgabe möchte Gott durch uns mit diesem Verständnis vollbringen? Lasst uns zum Abschluss jetzt diese Dinge noch etwas konkretisieren und schauen, was unsere Aufgabe ist in dieser Welt und einen Grundstock legen für die kommenden Teile in dieser Serie.

[49:25] „Evangelism“, Seite 31. Es heißt: „Ein großes Werk soll getan werden. Ich bin vom Geist Gottes bewegt, denen zu sagen, die im Werk des Herrn tätig sind, dass die günstige Zeit, unsere Botschaft in die Städte zu tragen, meistens denken wir jetzt, ist aber sie sagt: vorbei ist und dieses Werk noch nicht getan ist. Ich fühle eine schwere Last, dass wir die Zeit jetzt einlösen werden.“

[49:54] Ihr Lieben, warum sagt sie, dass die günstige Zeit, die Botschaft in die Städte zu tragen, vorbei ist?

[50:04] In der Jahrhundertwende zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert müssen wir verstehen: Alles, was danach kommt, kennen wir aus der Geschichte. Aber in dieser Zeit war es vor allem auch in den Vereinigten Staaten eine Zeit von enormem Aufbruch. Man hatte... die Frauen waren nicht mehr diese Unterdrückten. Die Frauen hatten mehr Rechte bekommen, nicht im Sinne von diesen ganzen Frauenrechtsbewegungen, die heutzutage in der Welt kursieren, aber auch biblisch gesehen einfach nicht mehr diese Minderwertigkeit hatten.

[50:35] Es gab eine Zeit des Wohlstands und des Friedens, auch viele Kriege waren nicht mehr und es war sehr positives Denken dort. Die ganze Atmosphäre war friedlich, fast vielleicht schon zu friedlich und das allgemeine Denken damals in den Vereinigten Staaten war, dass dieses Friedensreich auf Erden bald anbrechen könnte. Man dachte, dass die nächsten Jahrzehnte, Jahrhunderte genauso weitergehen, wie an dem Punkt, wo man jetzt war: viel Fortschritt, viel Wohlstand, kaum Kriege, sehr viel Frieden politisch und Sicherheit.

[51:08] Wir wissen aber aus der Geschichte, dass dieser Zustand sich sehr schnell geändert hat. Wir wissen, dass einige Wissenschaftler und ihre Entdeckungen dazu geführt haben, dass nur 14 Jahre nach der Jahrhundertwende der Erste Weltkrieg losgebrochen ist, wo man auf einmal mit Waffen geschossen und gefeuert hat, die vorher überhaupt nicht vorhanden waren. Vorher sind noch die Menschen mit Reiterstaffeln gegeneinander losgeritten. Auf einmal hatte man Senfgasbomben und hat schon mit Atomkraft umher experimentiert, ohne zu wissen, was das für ein Leid über die Welt bringen würde.

[51:46] Abgesehen davon war die Möglichkeit auch für Missionare, ins Ausland zu gehen, um die Jahrhundertwende weltweit eine perfekte Möglichkeit. Es gab weder Einreisekontrollen in den meisten Teilen der Welt, es waren überall die Grenzen offen. Man konnte von einem Teil der Welt in den anderen reisen ohne diese Verhärtungen. Aber mit den Weltkriegen hat sich das alles geändert und insbesondere dann mit den Atombomben, mit den ganzen Atomunfällen, die es gab, auch mit dem Kalten Krieg, hat sich die Welt sehr, sehr verändert und das ist ein Grund, warum Ellen White sagt, dass die günstige Zeit, die Botschaften in die Welt zu tragen, vorbei ist.

[52:26] Wir haben diese Zeit, die damals war, wo die ganze Welt für die Mission offenstand, verpasst und müssen jetzt unter viel schwierigeren Umständen da hineingehen. Der Glaube an Gott wurde insbesondere durch den Atheismus, der aufkam, den Kommunismus, auch die Evolutionstheorie, die natürlich immer mehr in Fahrt gekommen ist, sehr, sehr in den Abgrund gestellt und das hat es nicht sehr einfach gemacht, dass dieses Werk vorangehen konnte.

[52:53] Es ist ein trauriger Fakt, dass wir uns das vor Augen führen müssen, dass diese günstige Zeit vorbei ist und nicht mehr kommen wird. Es wird fortan immer schwieriger, nicht unmöglich, aber schwieriger.

[53:07] Wenn wir heute in die Welt schauen und uns eine Stadt vor Augen führen, haben wir von der Werbung, von Filmen und vielleicht auch selbst von der eigenen Erfahrung meistens solche Bilder im Kopf: Es ist bunt, es ist schön, es ist alles vernetzt, es lebt alles das Nachtleben. Oder wir sehen solche Städte, wir sehen eine schöne Skyline von einem Hochhaus im Urlaub, gucken über diese Städte drüber und sehen, ähnlich wie der Teufel Jesus damals nur die Herrlichkeit der Welt präsentiert hat, aber die Schmutzlöcher, da wo die Menschen sitzen, wo sie in Drogen versinken, wo die Kriminalität stattfindet, wo auch die Leute in Depression und Einsamkeit versinken, das sehen wir nicht.

[53:46] Wir sind meistens viel zu blind, bei unseren eigenen Nachbarn die Nöte zu sehen, bei unseren eigenen Geschwistern wundern uns dann, warum manche Leute auf einmal nicht mehr in die Gemeinde kommen. Die kommen von heute auf morgen und sagen: „Ja, wir beten für ihn.“ Das ist gut, wenn wir das tun, meistens tun wir das nicht mal richtig, aber wenn wir es tun, ist es gut. Aber wer geht den Leuten hinterher? Wer fängt an, sie zu suchen? Wisst ihr, dass der Geist der Weissagung sagt: Wenn jemand uns gegenüber einen Fehler begeht – das hatten wir im ersten Teil dieser Serie studiert –, ist es unsere Aufgabe, diese Menschen zu suchen und ihre Wiederherstellung zu suchen.

[54:23] Und ihr Lieben, die Menschen in den Städten, aber auch in den Dörfern, sind psychisch, geistig, körperlich ein Wrack und warten nur darauf, befreit zu werden. Diese Zeit ist vorbei, die günstige Zeit. Aber Gott steht immer noch da und ruft nach Mitarbeitern, die Kontakt haben wollen mit dem Erdreich, die in großen Mengen die Menschen suchen möchten, die nicht fade sind, sondern die sich in die Menschenrettung begeben.

[54:52] „Evangelism“, Seite 32. Oft wurde uns gesagt, dass unsere Städte die Botschaft hören sollen und wie oft haben wir das auch in Predigten gehört: „Wir müssen den Städten predigen, wir müssen die Städte besuchen!“ Aber wie langsam wir die Anweisung befolgen sollen!

[55:11] Ich sah einen mit ausgestreckten Armen auf einer hohen Plattform stehen. Sie sagt nicht, wer es ist, aber aus dem Kontext können wir uns erschließen, wen sie meint. Er drehte sich um, zeigte in alle Richtungen und sagte: „Eine Welt, die in Unkenntnis von Gottes heiligem Gesetz zugrunde geht und Siebenten-Tags-Adventisten schlafen.“

[55:32] „Der Herr bittet um Arbeiter, denn es gibt ein großes Werk zu tun.“

[55:39] Kann es sein, dass derjenige, der auf dieser hohen Plattform steht, der gleiche ist, der in Offenbarung 10 auf dem Meer und auf dem Land steht, der seine Hand erhebt und bei dem schwört, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt? Ich glaube, dass Jesus hier auf einer Plattform steht und sie in Visionen sieht, wie er in alle Richtungen zeigt und sagt: „Die Welt geht verloren, die Welt ist in einem Chaos in Unkenntnis von Gottes heiligem Gesetz und Siebenten-Tags-Adventisten schlafen.“

[56:07] Wir glauben den Zustand der Toten, dass die Toten nicht tot, nicht weiterleben, sondern dass sie schlafen, dass der Tod ein Schlaf ist und ich glaube, dass es auch kein Zufall ist und dass es eine tiefe Bedeutung hat, wenn uns die Bibel, wie auch der Geist der Weissagung, Warnungen geben vor dem geistigen Schlaf. Fall geistiger Schlaf, der nach dieser Auslegung geistiger Tod bedeutet. Und wo sind diejenigen, die Salz sein wollen, die Kontakt haben wollen mit dem Erdreich und die Menschen retten wollen?

[56:38] Wie denkt Jesus über all die verlorenen Menschen in den Städten? Ich glaube, dass wir anhand dessen, was wir zu Beginn studiert haben, wie Jesus gehandelt hat, als die Menschen in Sünde gefallen sind, was er bereit war zu geben und auch wie der Vater über die Menschen gedacht hat und immer noch denkt, dass wir sehr gut ableiten können, was Jesus über diese ganzen Verlorenen denkt.

[56:58] Aber ich möchte euch noch ein Zitat zeigen aus einem Manuskript, wo wir noch mal sehen, wie Jesus fühlt über diese Leute, das uns noch mal verschärfen soll und einprägen soll, wie wichtig es ist, auch in diesen Dienst mit einzutreten. „Letters and Manuscripts, Volume One, Manuscript 2“, in den Abschnitten 7 bis 9 aus dem Jahr 1849.

[57:23] „Ich sah Jesus mit priesterlichem Gewand bekleidet. Er blickte voller Mitleid auf den Überrest, hob dann seine Hände nach oben und rief mit einer Stimme tiefen Mitleids: ‚Mein Blut, Vater, mein Blut, mein Blut, mein Blut!‘“

[57:40] „Ich sah einen Engel mit einem Auftrag von Jesus, der schnell zu den vier Engeln flog und mit lauter Stimme rief: ‚Halte, halte, halte, halte, bis die Diener Gottes an ihren Stirnen versiegelt sind!‘“ (Laut Offenbarung 7, Vers 3).

[57:58] Das ist so ein gewaltiger, gewaltiger Text, wenn man darüber nachdenkt, wie Jesus über all diese verlorenen Menschen, die wir manchmal als Abschaum betrachten – auch wenn wir es vielleicht so nicht sagen, aber innerlich denken wir es –, ruft: „Mein Blut, mein Blut, mein Blut, mein Blut!“ Er weint mit tiefem Mitleid über jeden von diesen Menschen und wartet nur darauf, dass sich ein Mensch ihm zur Verfügung stellt und sagt: „Herr, hier bin ich, sende mich, sie zu retten!“ Und er schickt Engel, die sagen: „Halte, halte, halte, halte die Winde noch zurück, bis jeder Mensch sich entschieden hat, bis meine Mitarbeiter zu den Menschen gegangen sind und ihnen diese Botschaft, diese Einladung angeboten haben und bis jeder Mensch sich entscheiden konnte.“

[58:46] Ihr Lieben, wenn ihr manchmal versucht seid, über eure Nachbarn oder über vielleicht einen Obdachlosen, den ihr seht, einen Drogen-Junkie, einen aggressiven Nazi – wer auch immer es sein mag, was immer für euch die schlimmsten Gedanken sind –, wenn ihr versucht seid zu denken: „Der ist es nicht wert“ oder „Ich bücke mich da nicht für die“ oder „Der will ja nicht zu Gott kommen“ – ihr kennt nicht die Hintergrundgeschichte. Wir wissen nicht, was diese Menschen durchgemacht haben, dass sie zu dem geworden sind, der sie geworden sind und oftmals ein kleines bisschen Zeit mit diesen Menschen, ein kleines bisschen Einfühlsamkeit, ein kleines bisschen Fragen und Zeit nehmen und zuhören, wird euch eröffnen, warum die Menschen so sind, wie sie sind. Und wenn ihr dann immer noch versucht seid, schlecht über sie zu denken, denkt daran, dass Jesus über diese Menschen ruft: „Mein Blut, mein Blut, mein Blut, mein Blut, Vater, für diese Menschen bin ich gestorben und ich möchte, dass auch sie das ewige Leben ergreifen können.“

[59:50] In Matthäus 15, Vers 30 und 32, lesen wir, dass große Volksmengen zu Jesus kamen. Die hatten Lahme, Blinde, Stumme und viele andere bei sich und sie legten sie zu Jesu Füßen und er heilte sie. Da rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach: „Ich bin voll Mitleid mit der Menge.“

[1:00:11] Wir haben gerade im Geist der Weissagung gelesen, was es bedeutet, wenn Jesus sagt, er hat ein Mitleid mit der Menge, wie er über sie schaut und ruft: „Mein Blut!“ viermal und wie er diese Menschen mit tiefem Mitleid anblickt. Möchte ich noch einen weiteren Aspekt zeigen, damit wir das Denken Jesu über die Verlorenen besser verstehen und sehen können, wozu auch wir aufgerufen sind.

[1:00:32] Dieses griechische Wort für „ich bin voll Mitleid“ ist das Wort *splagchnizomai* und bedeutet wörtlich übersetzt eigentlich, dass man in den innersten Teilen bewegt wird, dass sich die Eingeweide umdrehen vor Mitleid für die Leute. Und diese Art von Mitleid hatte Jesus für die Menschen.

[1:00:51] Und wisst ihr, wenn wir ehrlich zu uns selber sind und wir an den Punkt kommen zu verstehen, dass wir diese Art von Mitleid nicht haben – nicht, dass wir uns dadurch selbst kaputt machen, das ist nicht damit gemeint, aber dass wir so einen Seelenhunger haben, jeden dieser Menschen zu retten –, dann, ihr Lieben, müssen wir auf die Knie gehen und sagen: „Herr, schenke mir deine Liebe, reinige mich durch deine Liebe, dass ich die Menschen gewinnen kann und ein Salz der Erde sein kann.“

[1:01:21] Ihr Lieben, lasst uns zum Abschluss noch der Frage nachgehen, wie genau dieses Werk des Herrn getan werden soll. Wir werden das jetzt nur anschneiden und nennen und ich lade euch jetzt schon ein, dass ihr in den folgenden Vorträgen unbedingt dabei seid, weil wir im nächsten Vortrag uns über die Geschichte in unserer Gemeinde Gedanken machen werden, über das...

[1:01:41] Gedanken machen werden über das Thema Gerechtigkeit aus Glauben, wo wir sehen werden, dass Gott schon an dem Punkt war, wo er das Werk abschließen wollte, aber die Menschen sich geweigert haben. Wir werden sehen im fünften Teil dieser Serie, was Gott mit uns machen möchte, wo er uns hinführen möchte, welchen Standard sich in unserem Charakter offenbaren möchte. Und das ist ein so wichtiges Thema, das mir selbst so viel neues geistiges Licht und frische auch gegeben hat, dass es ratsam ist, dass sich jeder damit beschäftigt.

[1:02:13] Und besonders im sechsten Teil möchte ich euch schon einladen, im letzten Teil unserer Serie hier werden wir uns ganz konkret und detailliert anschauen, wie dieses medizinisch-missionarische Werk aussieht, was uns der Geist der Weissagung sagt, wie wir die Menschen erreichen können in dieser letzten Zeit und welche Schritte dazu nötig sind. Ihr Lieben, um das Salz der Erde zu sein, haben wir gesehen, welche Schritte wir befolgen müssen. Und ich lade euch ein, nach dieser Predigt auch, dass ihr noch mal persönlich vor Gott auf die Knie fallt und dass jeder von uns diese Schritte geht und sagt: „Herr, zeig mir, wo ich Veränderung brauche und zeig mir, wo ich dieses Werk, das du möchtest, dass ich tue, tun soll und wie ich es umsetzen kann.“

[1:02:57] Wir werden es, wie gesagt, noch ausführlicher studieren, aber lasst mich euch wenigstens drei wichtige Zitate noch zum Abschluss mitgeben, dass wir uns vorbereiten können, auch gedanklich, und sehen, wie diese Botschaft in die Städte gebracht werden soll und wie praktisch wir das Salz der Erde sein können.

[1:03:15] Wir lesen hier in Zeugnisse, Band 7, Seite 62, deutsche Seite 64: „Wir haben einen Zeitpunkt erreicht, wo jedes Gemeindeglied missionarische Gesundheitsarbeit tun sollte. Die Welt ist ein Krankenhaus, voll mit Opfern von körperlichen und geistigen Krankheiten.“

[1:03:39] Ihr Lieben, dieses Zitat zeigt uns, wie weit wir eigentlich zurückhinken. Jedes Gemeindeglied sollte missionarische Gesundheitsarbeit tun. Ich glaube, wenn wir Gemeinden fragen würden, würde ein Großteil sich nicht als medizinischen Missionar bezeichnen. Um das rückgängig zu machen oder zu verbessern, lade ich euch, wie gesagt, ein, dass wir uns darüber noch speziell Gedanken machen im sechsten Teil der Serie, aber auch vorher schon, dass wir sagen: „Herr, bilde mich in diesem Bereich aus, denn es ist göttlich inspiriert, dass jedes Gemeindeglied diese Arbeit tun sollte.“

[1:04:17] Die Welt ist ein Krankenhaus, und die Coronapandemie hat uns gezeigt, dass die ganze Welt danach schreit und der Trend augenscheinlich darauf hingeht, dass mit all den medizinischen Errungenschaften die Menschen immer gesünder werden. Praktisch sehen wir aber, dass sie immer kränker werden. Wir sehen geistig, wie die Menschen kaputtgehen, wie es sie in ihrer Geschäftigkeit des Alltags und ihrer Arbeit völlig kaputt sind. Die Menschen haben keinen Sinn mehr, die meisten haben keine Lust auf ihre Arbeit. Letztens habe ich eine Statistik gehört, wo 60 % der Weltbevölkerung gesagt haben, dass ihre Arbeit – haben mit einem Schimpfwort bezeichnet, aber frei übersetzt gesagt – keinen Sinn für sie macht. 60 % der Weltbevölkerung hat keine Lust auf die Arbeit, die sie tun. Die Menschen sind unzufrieden, und sobald es etwas gibt, worauf man sich stürzen kann, sei es der Ungeimpfte, sei es der Russe, sei es der Klimawandel, egal was, hat man irgendein Gemeinschaftsgefühl, wo man sich stark fühlt, aber nur weil man geistig krank ist. Und diese Leute gilt es abzuholen. Mit diesen Leuten gilt es, Kontakt zu haben in großer Menge, damit sie erfahren von diesem wunderbaren Erlösungsplan.

[1:05:30] Councils on Health, Seite 533: „Mein Herz ist traurig, wenn ich mir unsere Gemeinden anschaue, die mit Herz und Seele in der Durchführung von missionarischer Gesundheitsarbeit verbunden sein sollten.“

[1:05:44] Ich möchte euch mitteilen, dass es im geistlichen Werk bald nichts mehr zu tun geben wird, außer missionarischer Gesundheitsarbeit. Ihr Lieben, im sechsten Teil dieser Serie möchte ich euch gerne noch ein paar praktische Erfahrungen erzählen. Unter anderem hatte ich nämlich vor ein paar Wochen das Privileg, in der Ukraine an solchen Programmen teilzunehmen, wo die Geschwister diese Art von Arbeit umsetzen. Und jetzt mag einer sagen, weil der Erfolg da sehr groß war: Bei einem Programm, das fünf Tage ging, kamen in fünf Tagen 200 Leute in die Gemeinde, um sich behandeln zu lassen, und neun haben sich nach fünf Tagen schon entschieden, Bibelstunden zu nehmen. Und wie oft habe ich das in Deutschland gehört: „Das ist hier ja gar nicht umsetzbar. Wir haben ein funktionierendes Gesundheitssystem, und wenn die Leute krank sind“, habe ich letztens von einem Bruder gehört, „dann sollen die Leute zum Arzt gehen. Man kann sie nicht über diese Arbeit erreichen“, waren seine Worte.

[1:06:42] Ja, es mag so aussehen, dass noch das ganze System hier funktioniert, aber ich kann euch sagen, das hat mich die Erfahrung der Ukraine gelehrt: Was macht ein kranker Mensch, wenn das Krankenhaus zerbricht, einfach weg ist? Oder vielleicht mal auf westliche Verhältnisse übertragen: Was wird passieren, wenn in naher Zukunft dieses ganze weltliche System zusammenklappt und du keine Sicherheit mehr hast in menschlichen Institutionen? Dann wird es sein wie in der Ukraine, dann wird es sein wie in anderen Ländern, wo es kein Gesundheitssystem gibt. Die Menschen stehen da mit ihren Krankheiten, bekommen höchstens eine Spritze in den Arm gejagt oder ins Bein, oder eine Tablette zum Schlucken, aber sie werden nicht gesund. Aber was ist, wenn es dann eine Gruppe von Menschen gibt, die von Gott ausgebildet wurden in dieser Arbeit, und die dann zu diesen Menschen kommen werden und wahre körperliche und vor allem geistige Heilung bekommen werden?

[1:07:41] Ihr Lieben, in der Ukraine ist es soweit gegangen in dem Ort, wo der Prediger war, der uns eingeladen hat, der jetzt schon mittlerweile acht, neun Jahre diese Arbeit tut, dass es Menschen gibt in dem Dorf, die sagen: „Wenn du gesund werden möchtest, geh zu den Adventisten, die machen dich gesund!“ Ihr Lieben, ihr wisst nicht, was möglich ist, wenn man sich Gott hingibt und wenn sich die Prophetie erfüllt, die Jesaja voraussagt, dass Heidenvölker und Könige zu dem Licht kommen werden, das über Gottes Volk aufgeht. Politiker, Menschen aller Klassen, werden kommen, genauso wie dort Politiker, Kriminelle, Polizisten, Handwerker, Ingenieure – alle kommen sie dorthin, um sich behandeln zu lassen, weil eine Gruppe von Menschen angefangen hat, das umzusetzen, was Gottes Volk tun sollte.

[1:08:31] Letztes Zitat für heute zur Ermutigung, praktisch zu sehen, was es bedeutet, Salz der Erde zu sein. Der Medical Missionary, am 1. Juli 1891, im 15. Absatz: „Brüder und Schwestern, ich hoffe, dass ihr auf diesem Aufruf zugunsten der Bedürftigen reagieren werdet. Also, sie sagt hier, dass ihr eintreten werdet in die medizinische Missionsarbeit. Lasst jedes Gemeindeglied ein lebhaftes Interesse an diesem guten Werk zeigen. Lasst nicht Jesus von euch enttäuscht sein. Erinnern wir uns, wie er da steht auf der Plattform, in alle Richtungen zeigt und sagt: ‚So viel zu tun! Die Menschen kennen Gottes Gesetz nicht, mein Gebot!‘ Das Wort Gottes ist voll von Anweisungen, wie wir die Witwen und Vaterlosen und die Bedürftigen, Leidenden, Armen behandeln sollen. Wenn alle das Werk des Meisters tun würden, würde das Herz der Witwe vor Freude singen, und hungrige kleine Kinder würden gespeist werden, die Mittellosen würden gekleidet werden, und die, die bereit sind zugrunde zu gehen, würden wiederbelebt werden.“

[1:09:47] Was für eine geniale Ermutigung das ist, wenn jeder in dieses Werk eintreten würde, was das für ein Ausmaß ist! Und lasst uns zum Abschluss noch mal den Text lesen, den ich gerade erwähnt hatte, in Jesaja 60, weil da noch mal der Deckel draufkommt über diese Art von Arbeit. Das ist so genial, ihr Lieben, wenn man das einmal erlebt hat, was für eine Freude es ist, wenn man sieht, wie Menschen aufblühen, wie es hier heißt: „Das Herz der Witwe wird vor Freude singen, kleine Kinder würden gespeist werden, die hungrig sind, und die Bedürftigen werden alle bekleidet sein.“ Was für ein Vorrecht!

[1:10:21] So, jetzt noch mal Jesaja 60, Verse 1 bis 3: „Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir. Das bedeutet: Der Charakter Gottes geht auf über seinem Volk und scheint als Licht in der Welt. Denn siehe, Finsternis, geistige Finsternis, bedeckt die Erde und tiefes Dunkel die Völker. Aber über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“

[1:10:51] Wir werden sehen in den kommenden Vorträgen noch, dass Gottes Herrlichkeit sich darin offenbart, weil Gottes Volk durch die medizinische Missionsarbeit den Mitmenschen dient und das gleiche Werk tut, das Jesus auch getan hat. Die Gesundheitsbotschaft ist nicht die Hauptbotschaft, aber es ist der Türöffner, um an das Herz des Menschen zu kommen. „Und Heidenvölker werden zu deinem Licht kommen und Könige zu dem Glanz, der über dir aufgeht.“

[1:11:18] Stell dir das vor, wie es sein wird, wenn sich diese Prophetie endlich erfüllt, wenn Politiker zu Gottes Volk kommen werden und sagen werden: „Wenn ihr gesund werden wollt, körperlich wie geistig, wenn ihr verstehen wollt, welchen Weg man zur Erlösung gehen muss, geht zu den Siebenten-Tags-Adventisten! Die können euch das sagen, und sie werden es euch sagen.“

[1:11:42] Ihr Lieben, dieser Text ist keine Utopie. Wenn Gott jetzt euch aufs Herz gelegt hat, in diesen Dienst einzutreten und diese Dinge praktisch zu sehen, den Segen zu erleben davon, den man selbst erfährt im Dienst anderer, wenn es euer Wunsch ist, dass wir uns nicht in den Gemeinden nur einkesseln und dort sitzen bleiben in unserer Dose oder in unserem Düngersack, sondern wenn es euer Wunsch ist, rauszugehen in die Welt, wo auch immer Gott euch dafür vorbereitet hat, dann möchte ich euch einladen, dass wir das gemeinsam vor Gott bringen, dass wir zu Gott beten und sagen: „Herr, mach uns zu dem Salz der Erde! Reinige uns von Sünde und von allen belanglosen Dingen und hilf uns, dass wir so all diese Prinzipien, die dein Wort vorgegeben hat, erfüllen können und die Menschen sehen, dass wir untereinander Frieden haben, dass Liebe untereinander herrscht und dass Menschen, Heidenvölker wie Könige, zu unserem Volk kommen werden, zu deiner Herrlichkeit!“

[1:12:38] Lasst uns beten. Himmlischer Vater, wir danken dir von ganzem Herzen, dass du uns geführt hast in diesem Studium über das Salz der Erde, dass du uns gezeigt hast, was es praktisch persönlich bedeutet. Wir sehen auch, dass ein großes Werk vor uns liegt, und wir bitten dich, dass du uns hilfst zu begreifen. Und wir möchten dich bitten, dass du uns ausbildest zum Missionseinsatz, dass du uns ausbildest zu medizinischen Gesundheitsmissionaren, dass du uns zeigst und hilfst, wo wir den Menschen helfen können, wo in unserem Umfeld Menschen Not haben, und dass wir selbst diesen Segen erleben dürfen. Und wir möchten dir danken, dass du uns ausgewählt hast und bestimmt hast, deine Werkzeuge zu sein. So sind wir hier, nimm uns und füll uns mit dem Heiligen Geist, lass den Spätregen auf uns herabkommen und lass uns Menschen für dich gewinnen. Herr, wir danken dir, dass wir das Salz der Erde sein werden und dass du uns davor bewahren kannst, Herr, dass wir nicht fade werden und von den Menschen zertreten werden. Gelobt seist du dafür und gepriesen in Jesu Namen. Amen.

[1:13:45] Ihr Lieben, ich möchte euch noch herzlich einladen zu dem nächsten Vortrag über die 1888 Botschaft: Was Gott getan hat, damit das Salz wieder salzig werden kann. Wenn ihr in der Gefahr steht oder wenn irgendjemand in der Gefahr stand, fade zu werden, hat Gott schon ein Gegenmittel. Wenn ihr wissen wollt, wie dieses Gegenmittel aussieht und wie sich das in unserer Adventgeschichte gezeigt hat, dann seid beim nächsten Mal dabei, wenn wir uns Gedanken machen und studieren über das Thema „Die 1888 Botschaft“, damit das Salz wieder salzig wird. Bis dahin möge Gott euch begleiten und segnen. Amen.

[1:14:39] [Musik]
[1:14:39] [Applaus]


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