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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2015-3rd-Nr-7

In dieser Cannstatt Study Hour-Ausgabe mit Dominique Quinger steht Jesus im Mittelpunkt als Meister der Mission. Anhand biblischer Texte, insbesondere Johannes 20, wird beleuchtet, wie Jesus selbst von Gott gesandt wurde und wie er seine Nachfolger aussendet. Die Serie „Missionare in der Bibel“ untersucht die Methoden und das Vorbild Jesu, um zu verstehen, wie wir seinen Auftrag in der heutigen Zeit erfüllen können.

Es wird betont, dass die Methode Christi der Schlüssel zum Erfolg ist, um Menschen zu erreichen. Dabei werden Aspekte wie die Bedeutung des Heiligen Geistes, die Rolle der Jünger bei der Vergebung von Sünden und die universelle Reichweite der Botschaft Jesu beleuchtet. Die Ausführungen reichen von den Prophezeiungen im Alten Testament bis zu den praktischen Anweisungen für die Jünger im Neuen Testament, um die umfassende Mission Jesu und die damit verbundene Verantwortung jedes Gläubigen zu verdeutlichen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q3: Missionare in der Bibel

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe der Cannstatt Study Hour. Wir sind froh, dass ihr euch wieder zugeschaltet habt, dass ihr euch vorbereiten wollt auf das Bibelgespräch am 15. August. Und das Thema, das wir in der vergangenen Woche studiert haben, war Jesus, der Meister der Mission. Und es ist Teil unserer Bibelstudienreihe zu dem Thema biblische Missionare, Missionare der Bibel. Und von wem könnten wir nicht besser lernen als von dem Meister der Mission, Jesus selbst. Und wie immer wollen wir unser Studium mit einem Gebet beginnen. Ich lade euch dazu ein. Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir jetzt dein Wort studieren dürfen, dass wir die Zeit haben, das tun zu können. Ich bitte dich, dass du alles Störende fernhältst, dass du bei der Technik bist, dass du bei den Menschen zu Hause bist, dass sie sich voll und ganz auf dieses wichtige Thema konzentrieren können. So sei du auch anwesend durch den Heiligen Geist. Leite unsere Gedanken und vor allen Dingen leite uns in alle Wahrheit, dass wir erkennen, was wir tun können für dich. Und so bitte ich dich in deinem Namen darum. Amen.

[1:45] Der Merkvers diese Woche steht in Johannes 20, Vers 21. Und dieser Merkvers trifft exakt den Kern dieses Themas. Johannes Kapitel 20 und dort in Vers 21. Da heißt es: „Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ Nun, manchmal stellen wir uns die Frage: Wie können wir Mission machen? Was können wir tun? Wie sollen wir beginnen? Und die Antwort steht eigentlich genau in diesem Vers. Jesus spricht hier selbst zu den Jüngern und macht einen Vergleich. Er sagt: „Genauso, wie mich der Vater gesandt hat.“ Der Vater hat Jesus gesendet. Und wir wissen aus dem Lateinischen: *mittere* – senden. Mission heißt gesendet zu sein, heißt einen Auftrag zu haben. Auf die gleiche Weise sendet Jesus uns, seine Jünger.

[3:11] Ist das nicht faszinierend? Und sollte uns das nicht klar machen, dass wir studieren müssen, wie der Vater den Sohn gesandt hat, damit wir wissen, wie Jesus uns sendet, dass wir sehen, wie Jesus in dieser Welt gelebt hat, wie er diesen Auftrag erfüllt hat, den er von seinem Vater bekommen hat, damit wir wissen, wie wir den Auftrag von Jesus durchführen können? Und so sollten wir die Weise kennen, wie Jesus uns gesendet hat und wie er gesendet wurde. Vielmehr, wenn wir uns den Anfang eines berühmten Zitats vor Augen führen, heißt es: „Nur die Methode Christi wird wahren Erfolg haben, Menschen zu erreichen.“ Deswegen sollten wir vielmehr unser Studium widmen, wie Jesus Menschen erreicht hat, weil nur seine Methode hat den wahren Erfolg.

[4:18] Ein weiterer Gedanke, den ich hier in dem Text sehe, ist, dass wir wissen müssen, wer zu uns spricht. Jesus gibt hier diesen Auftrag. Es ist nicht dein Prediger, es ist nicht der Heimatmissionsleiter, dein Mitbruder, der dir diesen Auftrag gibt. Es ist Jesus, der uns sendet. Und überlegen wir uns, zu welchem Zeitpunkt Jesus das gesagt hat, dann sehen wir im Kontext, dass es nach seiner Auferstehung ist. Die Jünger, zu denen er das zuerst gesagt hat, haben erlebt, wie Jesus die Erfüllung der Schriften ist. Sie haben auf ihn gewartet, und er ist gekommen auf diese Welt. Und sie durften sehen, wie er die Wunder tat und wie er gepredigt hat. Aber sie mussten auch sehen, wie er am Kreuz gestorben ist. Und viel größer war ihre Freude, als sie gesehen haben, dass er wieder gelebt hat, dass er auferstanden ist. Und so ist diese Aussage, die wir hier lesen in Johannes 20, Vers 21, eine der letzten Aussagen, die Jesus an seine Jünger richtete. Wir wissen, dass es eine der letzten Aussagen war, und dieses Wissen verleiht diesem Auftrag einen größeren Stellenwert.

[5:52] In Vers 19 lesen wir, dass sie froh waren. Da hieß es am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: „Friede sei mit euch!“ Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen. Und ein interessanter Punkt, den ich so noch nie gesehen hatte, lesen wir dann nach der Aussage von Vers 21 in Vers 22. Heißt es: „Und als er das gesagt hatte, blies er sie an.“ Habt ihr das schon mal so bewusst wahrgenommen? Jesus blies sie an, und das Wort taucht nur ein einziges Mal im Griechischen im Neuen Testament auf und ist genau an dieser Stelle. Aber wenn wir Bibelstudenten sind, dann wissen wir schon, wo dieser Begriff herkommt. Und die Septuaginta benutzt denselben Begriff, wenn sie dieses Wort in Johannes übersetzt. Denselben Begriff benutzt sie auch, um in 1. Mose 2, Vers 7 diesen bekannten Text zu übersetzen.

[7:24] 1. Mose Kapitel 2, Vers 7 heißt: „Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase.“ Und so war der Mensch ein lebendiges Wesen. Jesus, der Schöpfer, hat nochmal bekräftigt und ihm gesagt, heißt es in Johannes: „Nehmt hin den Heiligen Geist.“ Er hat bekräftigt, dass er der Schöpfer ist und dass sie den Geist empfangen sollen. Dieses Blasen auch Sinnbild für den Geist, sie sollten ihn aufnehmen. Und so ist das Erste, was ich festhalten will, ist, dass wir wissen müssen, von wem unser Auftrag kommt. Zweitens, dass wir wissen können oder wissen sollen, wie Jesus gelebt hat, wie er Missionen betrieben hat, dass wir auch selber erfahren können, wie wir Missionen betreiben können und dass wir dafür den Heiligen Geist brauchen.

[8:39] Und in Vers 23 lesen wir einen Text, der oft missverstanden wird. Da heißt es: „Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“ Und es scheint im Widerspruch zu stehen, weil wir können doch keine Sünden erlassen. Die Jünger können doch keine Sünden erlassen. Was bedeutet dieser Text? Es ist doch nur Gott allein, der Sünden erlassen kann, der Sünden vergeben kann. Aber der Zusammenhang macht es klar. Das eine Mal werden die Sünden erlassen und das andere Mal bleiben sie. Und beides Mal spielen die Jünger eine Rolle. Das heißt, man kann einen Einfluss darauf nehmen, aber wie sieht dieser Einfluss darauf aus? Wie sieht dieser Einfluss aus?

[9:38] Ein Text, der sehr augenscheinlich darstellt, es ist hier Kapitel 3 und dort Vers 17. Da heißt es: „Du Menschenkind, ich habe dich zum Wächter gesetzt über das Haus Israel. Du wirst aus meinem Munde das Wort hören und du sollst sie in meinem Namen warnen. Wenn ich den Gottlosen sage: Du musst des Todes sterben, und du warnst ihn nicht und sagst es ihm nicht, um den Gottlosen vor seinem gottlosen Wege zu warnen, damit er am Leben bleibe, so wird der Gottlose um seiner Sünde willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern. Wenn du aber den Gottlosen warnst und er sich nicht bekehrt von seinem gottlosen Wesen und Wege, so wird er um seiner Sünde willen sterben, aber du hast dein Leben errettet.“ Es ist nicht unsere Schuld, wenn Menschen sich gegen das Wenden, gegen das Evangelium wenden, gegen die frohe Botschaft wenden. Aber es ist unsere Aufgabe, dass sie davon erfahren, dass wir sie aufklären.

[10:51] Und ein weiteres Beispiel, das es sehr interessant auf den Punkt bringt, was es bedeutet, dass wir Einfluss darauf nehmen können, dass Menschen die Sünden vergeben werden. Aber wir doch wissen, dass wir es nicht sind, die Sünden vergeben können. Und wir lesen das in Lukas 5 ab Kapitel 17. Wir können nicht durch die gesamte Geschichte durchgehen, der Zeit wegen, aber für das Studium zu Hause, wenn ihr eine Missionsgeschichte studieren möchtet, dann kann ich euch diese Geschichte wärmstens empfehlen. Die kurze Zusammenfassung: Wir wissen, Jesus ist in einem Haus. Es ist dort eine große Menge von Menschen. Und in Vers 17 lesen wir, dass es auch Pharisäer und Schriftgelehrte dort sind. Und dann lesen wir von Männern, die einen jungen Mann tragen, der gelähmt war. Und sie versuchen sich durch die Menge zu kämpfen, aber es klappt nicht.

[11:58] In Vers 19 heißt es: „Und weil sie wegen der Menge keinen Zugang fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn durch die Ziegel hinunter mit dem Bett mitten unter sie vor Jesus.“ Manchmal ist die Menge, die sich um Jesus herum bildet, der Grund dafür, dass kranke Menschen nicht zu ihm kommen können. Und manchmal ist es so, dass Menschen, die vorgeben, Gott zu folgen, das größte Hindernis für andere Menschen sind, dass sie zu Jesus kommen können. Aber nicht mit diesen Freunden. Sie sehen, dass sie hier nicht weiterkommen, aber sie schrecken nicht zurück vor der Aufgabe. Sie wollen diesen Menschen zu Jesus bringen, damit er heil wird. Und sie sind kreativ und gehen den Weg über das Dach.

[12:58] Und jetzt der interessante Vers. In Vers 20 heißt es: „Und als er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben.“ Und dann lesen wir, wie die Pharisäer sprechen: „Wer kann den Sünden vergeben? Allein nur Gott.“ Und sie hatten recht damit, aber Gott, Jesus macht klar, dass er der Menschensohn ist, dass er Sünden vergeben kann. Und damit macht er auch klar, dass er selbst Gott ist. Aber er selbst sagt, als er ihren, oder es steht uns überliefert, als er ihren Glauben sah, den Glauben der Männer, die diesen Mann vor ihn gebracht haben, hat er die Sünden vergeben von den Menschen. Und er hat ihn zuerst gar nicht von seiner Krankheit geheilt, von seiner physischen Krankheit, sondern von der schlimmeren Krankheit, von der Sündenkrankheit. Und die Freunde wussten, dass sie ihn nicht gesund machen können, dass sie ihn weder physisch noch geistlich heilen können, diesen Menschen. Aber Jesus hat ihre Ernsthaftigkeit gesehen und er hat ihren Glauben gesehen.

[14:04] Manchmal haben wir so von Glauben dieses Bild, irgendwas Abstraktes, irgendwas, was wir nicht greifen können. Aber Jesus hat ihren Glauben gesehen. Das heißt, ihr Glaube war sichtbar. Und sie haben dazu beigetragen. Sie haben nicht die Sünden weggenommen, das kann nur Jesus, aber sie haben ihn vor Jesus gebracht. Sie haben dazu beigetragen, dass diesem Mann die Sünden vergeben werden können. Und so dürfen wir Menschen vor Jesus bringen und ein Werkzeug für ihn sein. Und so verstehen wir diesen Text besser aus Johannes. Das heißt, wir haben auch eine Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen. Obwohl wir nicht diejenigen sind, die dann das Urteil sprechen, egal in welche Richtung, so dürfen wir sie doch und sollen sie darauf hinweisen.

[15:02] Das heißt, der erste Punkt ist: Kenne Jesus, kenne den Auftraggeber. Zweitens: Wisse, wie er seinem Auftrag nachgekommen ist, selber, um für dich Rückschlüsse zu ziehen. Drittens: Bitte ihn um den Heiligen Geist und nimm den Heiligen Geist in Anspruch. Und viertens: Sei dir der Verantwortung gegenüber deinen Mitmenschen bewusst. Und dann geht es weiter mit unseren Gedanken vom Sonntag in 2. Timotheus und dort Kapitel 1, Vers 8 heißt es: „Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserem Herrn, noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit mir für das Evangelium in der Kraft Gottes. Er hat uns selig gemacht und wir rufen mit einem heiligen Ruf nicht nach unseren Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt.“ Schäme dich nicht von der Gnade in Jesus zu erzählen und der Gnade vor Jesus, die schon vor Zeiten der Welt ist.

[16:22] Und so können wir das auch sehen, dass Jesus schon vor der Welt ist. Wir haben schon diesen Text gehabt in dem ersten Buch Mose 2. In Kolosse 1 lesen wir, dass alles durch Jesus geschaffen wurde. In Johannes 8 lesen wir auch einen sehr interessanten Gedanken. In Johannes 8, Vers 58, da heißt es: „Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.“ Und diese Wendung kommt uns bekannt vor. Wir finden sie im 2. Buch Mose, Kapitel 3 und dort in Vers 13. Da lesen wir von der Berufung von Mose. Da heißt es: „Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Israeliten eile, komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Und sie mir sagen werden: Wie ist dein Name? Was soll ich ihnen sagen?“ Gott sprach zu Mose: „Ich werde sein, der ich sein werde.“ Und sprach: „So sollst du den Israeliten sagen: Ich werde sein, der hat mich zu euch gesandt.“

[17:43] Gott sprach zu Mose: „Ich werde sein, der ich sein werde.“ Und sprach: „So sollst du den Israeliten sagen: Ich werde sein, der hat mich zu euch gesandt.“ Die gleiche Wendung. Jesus spricht aus dem brennenden Dornbusch zu Mose und gibt ihm einen Auftrag. Und der Auftrag lautet, das Volk aus der Knechtschaft zu führen. Und der Auftrag geht aber auch weiter, weil es hatte ja einen Grund, wieso Gott die Israeliten aus der Knechtschaft führen wollte, durch Mose. Und das lesen wir in Kapitel 8 vom 2. Buch Mose, Vers 16. Da heißt es: „Und der Herr sprach zu Mose: Mach dich morgen früh auf und tritt vor den Pharao, wenn er hinaus ans Wasser geht, und sage zu ihm: So spricht der Herr: Lass mein Volk ziehen, dass es dir diene.“ Das heißt, Gott hat nicht nur errettet, er hat errettet, damit wir dienen.

[18:48] Und dass Jesus das genauso praktiziert hat, lesen wir zum Beispiel in Matthäus, Kapitel 8. Matthäus, Kapitel 8 und dort in Vers 14. Da heißt es: „Und Jesus kam in das Haus des Petrus und sah, dass dessen Schwiegermutter zu Bett lag und hatte das Fieber. Da ergriff er ihre Hand und das Fieber verließ sie.“ Er ergriff ihre Hand, die Hand ist das, womit wir arbeiten, ist ein Symbol dafür, etwas zu tun. Und er fasste sie an der Hand, und das Fieber verließ sie. Und dann heißt es: „Und sie stand auf und diente ihm.“ Direkt nach ihrer Heilung hat sie keine Kur begonnen und hat sich erstmal großartig erholen müssen. Die Heilung von Jesus war komplett und sie befähigte sie zum Dienst. Jesus rettet uns, damit wir Diener sind.

[19:57] Und dieser ganze Gedanke ging ja darum, im Sonntag, dass wir sehen, dass Jesus im Alten Testament erwähnt wird und dass Prophezeiungen sogar über ihn gemacht werden. Und eine davon lesen wir in Jesaja, und dort Kapitel 42. Da lesen wir wieder von einem Knecht. Da heißt es in Vers 1: „Siehe, das ist mein Knecht, ich halte ihn und mein Auserwählte, an dem meine Seele wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben, er wird das Recht unter die Heiden bringen.“ Zum einen wird Jesus als Knecht hier beschrieben, und es wird beschrieben, dass auf ihm der Geist war und er sollte das Recht der Heiden bringen. Er sollte Gerechtigkeit auch unter die Heiden bringen. Gilt das auch für die Jünger?

[21:09] In Markus Kapitel 10 lesen wir folgendes. Markus Kapitel 10 und dort Vers 42. Da heißt es: „Da rief Jesus sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die alle, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht, sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein. Und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.“ Schon im alten Testament sehen wir, dass Jesus als Diener kommen sollte und er bestätigt hier, dass er als Diener gekommen ist. Und genauso können wir diese Methode von ihm lernen, Diener zu sein, Diener für ihn.

[22:19] Ein weiterer Text auch in Jesaja, eine Prophezeiung in Jesaja 61, die wir auch in der Studienreihe aufgelistet hatten, heißt es in Vers 1: „Der Geist Gottes, denn der Herr ist auf mir, wieder wird der Geist erwähnt, der auf Jesus ist. Weil der Herr mich gesandt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen, zu verkündigen ein gnädiges Jahr des Herrn und einen Tag der Vergeltung unseres Gottes zu trösten alle Trauernden.“ Jesus sollte aus der Gefangenschaft befreien und die gute Botschaft den Menschen bringen. Und wir wissen, dass genau diesen Text er später in einer Predigt aufnimmt und bestätigt, dass er die Erfüllung von diesem Text ist. Und auch das Gnadenjahr, Anspruch des Gnadenjahres, alle 50 Jahre wurden Besitztümer zurückgegeben und uns Glauben freigelassen. Und wie Mose das Volk aus der Knechtschaft führen sollte, so war es ein Sinnbild dafür, wie Jesus uns aus der Knechtschaft der Sünde geführt hat. Und genauso sollen wir auch diesem Auftrag nachkommen und unsere Menschen darauf hinzuweisen als Diener.

[23:52] Ein weiterer Text, der genannt wurde, war Daniel 9, wo exakt festgehalten wird, wann Jesus gekreuzigt wird. Und wir genau feststellen können, dass Jesus zu einer speziellen Zeit auf diese Erde gekommen ist, dass er einem Plan gefolgt ist, dem Plan von Gott. Und so ist es auch, wenn wir wieder uns an diesen Merkvers in Erinnerung rufen: „So wie Gott Jesus gesandt hat, so sendet Jesus uns.“ Genauso, wie das Kommen von Jesus genau vorhergesagt wurde, so ist auch vorhergesagt worden, dass es eine Gruppe von Gläubigen geben wird, die Gottes Gebote halten und das Zeugnis Jesu haben.

[24:42] In Jesaja 7 und dort in Vers 14 heißt es: „Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.“ Und wir wissen, dass Namen eine wichtige Rolle spielen. Immanuel heißt Gott mit uns, und wieder bekommen wir die Bestätigung, dass Jesus die Erfüllung davon ist. In Matthäus 1 und dort in Vers 21 heißt es: „Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.“ Das war seine Aufgabe. Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der durch den Propheten gesagt hat. Er spricht: „Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und wird, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben.“ Das heißt übersetzt: Gott mit uns.

[25:51] Und so haben ja gottesfürchtige Menschen auf diese Ankunft gewartet, und wir haben es gesehen, wie es im Alten Testament kundgetan wurde. Und wir könnten einige Texte noch anführen, aber wir möchten weitergehen zu dem Gedanken vom Montag in unserer Studienreihe in Lukas Kapitel 2. Und in Vers 10 heißt es: „Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ Vers 14: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen, seien es Wohlgefallen.“ Hier wird deutlich, dass diese Freude allen Menschen gilt, allen Menschen auf der Erde.

[26:56] Und in Vers 25 lesen wir: „Und siehe, ein Mann war in Jerusalem mit Namen Simeon. Und dieser Mann war fromm und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war mit ihm.“ Und Vers 29: „Herr, nun lässt du deine Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast, denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, den du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel.“ Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich über das, was von ihm gesagt wurde. Die Mission von Jesus beschränkte sich nicht nur auf einen kleinen Kreis, sondern sie sollte Auswirkungen haben auf alle Welt. Und wir wollen später noch weiter zu diesen Gedanken kommen.

[27:56] Dienstag haben wir Matthäus 10 uns näher angeschaut. Matthäus Kapitel 10 und dort in den Versen 5 bis 6. „Diese zwölf sandte Jesus aus, gebot ihnen und sprach: Geht nicht den Weg zu den Heiden und zieht in keine Stadt der Samariter, sondern geht hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel.“ Diese Aussage scheint wie ein Widerspruch zu dem, was wir davor gelesen haben. Jetzt sagt Jesus seinen Jüngern, dass sie nicht zu den Heiden gehen sollen, nicht zu den Samaritern, sondern zu den Juden. Und wie wir aber schon gelernt haben, hat Gott einen Plan. Und wir können ihn besser verstehen, wenn wir uns überlegen, wieso er das gesagt haben könnte.

[28:59] Der erste Punkt ist, dass Samaria entfernt war, entfernter wie die Juden in der Umgebung. Und so sollten die Jünger erst in ihrer Umgebung wirksam sein, bevor sie woanders hingehen und in ein fernes Land gehen. Und der zweite Punkt war, dass die Menschen schon vorbereitet waren. Die Juden haben die Prophezeiung studiert und sie waren schon vorbereitet. In Vers 7 lesen wir, was die Jünger sagen sollen. Da heißt es: „Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“ Und wenn wir uns überlegen, wo wir diese Phrase schon mal gesehen haben, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen, dann wissen wir, dass es in dem Dienst von Johannes dem Täufer sich wiedergespiegelt hat. Zum Beispiel Matthäus 3, Vers 2 heißt es: „Johannes der Täufer spricht hier: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“ Mit anderen Worten, und später lesen wir dann, wo Johannes sagt, eben den Weg des Herrn. Johannes hat die Menschen vorbereitet, und so waren die Juden, die Menschen um Johannes herum, schon vorbereitet. Sie kannten die Botschaft, und so sollten die Jünger zuerst zu ihnen gehen, weil der Erfolg viel größer gewesen ist, wenn sie auf Menschen treffen, die schon vorbereitet sind.

[30:24] Und was wäre passiert, wenn sie erst in ferne Länder gezogen wären? Sie hätten goldene Gelegenheiten verpasst, Zeugnis zu geben zu Menschen, die schon von Gott vorbereitet worden sind. Und so sagt Jesus ihnen: „Fokussiert euch zuerst auf eure Umgebung, auf die Menschen, die schon von Gott gehört haben und bildet diese Zentren, wo ein starkes Fundament ist.“ So wie wir, wenn wir Gott zu unserem Fundament machen, Kräfte zehren und gestützt werden von diesem starken Fundament, um anderen Menschen Zeugnis zu geben, so können wir in der Mission sehen, wenn wir Zentren haben, wo dieses starke Fundament ist, wo es sich stützt, werden wir erleben, wie es sich von diesen Stützen weiter ausbreitet. Und dieses Prinzip sehen wir auch in Apostelgeschichte 1, Vers 8.

[31:26] Apostelgeschichte 1, Vers 8, da heißt es: „Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und in Samarien und bis an das Ende der Erde.“ Es sollte ein Startpunkt gesetzt werden, und von dem sollte es sich ausbreiten, anstatt in alle Richtungen sich zu verteilen und dann zu erleben, wie das Zentrum an sich zusammenbricht.

[32:15] Und einen weiteren Punkt nennt Ellen White in der Ausgabe von The Science of Times, die Zeichen der Zeit vom 18. Juli 1900, und ich habe das Zitat nicht im Deutschen gefunden, deswegen habe ich es übersetzt. Da heißt es: „Christus wusste, dass wenn die Jünger ihre Arbeit speziell auf die Samariter und Heiden ausgerichtet hätten, sie sich in den Vorurteilen der Pharisäer ausgesetzt hätten, und ihr Weg und Werk wäre schon gleich zu Beginn sehr schwer geworden. Sie wären in Auseinandersetzung geraten und schnell entmutigt worden.“ Und so ist es in unserer Mission heute. Es mag gewisse kulturelle Praktiken geben, und da müssen wir feinfühlig sein. Diese Praktiken sind vielleicht falsch, und vielleicht sind sie offensiv, aber dennoch können wir sie nicht ignorieren. Wir können nicht über sie hinweggehen.

[33:21] Wenn wir zum Beispiel zurück zu Matthäus 10 gehen, lesen wir in Vers 16: „Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.“ Wir sollen aufrichtig sein, wir sollen zur Wahrheit stehen, und manchmal, wenn wir schweigen, dann kann es sogar bedeuten, dass wir dem Falschen zustimmen. Aber genauso müssen wir auch feinfühlig sein und uns nicht in unnötige Auseinandersetzungen bringen. Und so suchen wir nicht die Konfrontation, sondern wir suchen Menschen, die die Wahrheit suchen.

[34:03] Ich denke an die Waldenser. Im Großen Kampf wird es wunderbar beschrieben, dass sie teilweise ihre Identität versteckt haben, dass sie ihre Bibeln versteckt haben. Und wenn sie aber mit Menschen ins Gespräch gekommen sind, haben sie gemerkt, sie haben Interesse, dann haben sie angefangen, mit ihnen über Gott zu reden. Und so sollen wir klug sein und feinfühlig vor allen Dingen. Es gibt viele unnötige Kämpfe, die manchmal gekämpft werden, weil wir nicht feinfühlig sind auf unsere Mitmenschen.

[34:41] Und ein weiterer Punkt, den wir in Matthäus 10 sehen können, ist, dass Jesus die Jünger beruft und er sündige Menschen in seinen Dienst ruft. Oft sehen wir vielleicht einzelne Personen, wir sehen, wie sie Mission betreiben und wir denken: „Wow, der ist wirklich ein sehr guter Missionar und der kann das.“ Und wir dann anfangen zu sagen: „Ja, wir können das nicht und lass den mal machen.“ Aber er kann das nicht alleine machen, und wir können es nicht alleine machen. Du kannst es nicht alleine machen. Wir brauchen Gott dazu. Aber das Interessante ist, dass Jesus sündige Menschen in seinen Dienst ruft. Und da hört manchmal unser Glaube auf. Wir glauben daran, dass Gott alles schaffen kann, aber unser Bruder oder wir?

[35:52] Ein interessanter Gedanke kam mir, als ich mich vorbereitet habe. Ich glaube, es ist im Leben Jesu, wo, ich kann das genaue Zitat auch nachreichen im Sendemanuskript, aber ich glaube, es ist dort, wo Ellen White beschreibt, wie Jesus Petrus berufen hat, sein Jünger zu sein. Und er diesen Fischer gesehen hat, und wir denken: „Okay, was kann aus dem werden?“ Aber Jesus hat schon den Menschenfischer in Petrus gesehen und er hatte diesen Glauben. Und die Frage, die ich mir gestellt habe: Wie ist das mit uns? Begeistern wir unsere Mitbrüder in der Gemeinde? Oft richten sich missionarische Aktivitäten, und natürlich sollte das so sein, an die Menschen außerhalb der Gemeinde, aber manchmal vernachlässigen wir dabei unsere Brüder und Schwestern. Und wir merken gar nicht, vielleicht haben sie Probleme. Und so sollten wir achtgeben und den Glauben haben, dass sie, genauso wie wir, durch den Heiligen Geist benutzt werden können, dieses Werk zu vollbringen.

[37:08] Und ein weiterer Gedanke am Mittwoch haben wir gelesen, den ich schon mit dem Apostelgeschichte-Text angedeutet habe, dass diese Mission von Jesus sich eben nicht nur begrenzt hat auf die Juden. Es gab einen Zeitpunkt, da war es wichtig und da war, dass man die Gläubigen, dass man dort viele Gläubige gewinnt und dass sie dann sich ausbreiten können. Und es macht deutlich, dass die ganze Welt davon hören sollte.

[37:35] In Matthäus 5, ein Text, der auch genannt wurde, lesen wir in Vers 13: „Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nützlich, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf den Bergen liegt, nicht verborgen sein.“ Wir sollen Licht sein. Wir sollen leuchten. Und dieser Auftrag ist nicht neu, weil Jesus ist derselbe gestern und heute.

[38:05] Und so lesen wir in Jesaja Kapitel 60, ein Text, der die gleiche Aufgabe, die gleiche Mission stellt. Da heißt es: „Siehe, des Herrn, mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.“ Wir sollen Licht sein. Wir sollen leuchten. Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker. Aber über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint die Herrlichkeit. Wir sollen nicht nur leuchten, wir sollen nicht nur Licht sein, sondern wir sollen Licht in der Dunkelheit sein. Und dann heißt es in Vers 3: „Und die Heiden werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.“ Die frohe Botschaft Gottes wendet sich an alle Völker der Erde.

[39:10] Ein weiterer Text in Lukas Kapitel 14. Lukas Kapitel 14 und dort in Vers 10. „Sondern wenn du eingeladen bist, so geh hin und setz dich unten an, damit, wenn der kommt, der dich eingeladen hat, er zu dir sagt: Freund, rücke auf, dann wirst du Ehre haben vor allen, die mit dir zu Tisch sitzen. Denn wer sich selbst erhöht, der soll erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöht werden.“ Zuerst sollen wir Demut lernen.

[40:01] Und dann heißt es in Vers 12: „Aber er sprach auch zu dem, der ihn eingeladen hatte: Wenn du ein Mittags- oder Abendmahl machst, so lade weder deine Freunde, noch deine Brüder, noch deine Verwandten, noch reiche Nachbarn ein, damit sie dich nicht etwa wieder einladen und dir vergolten wird. Sondern wenn du ein Mahl machst, so lade arme, verkrüppelte, Lahme und Blinde ein, dann wirst du selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten. Es wird dir aber vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.“

[40:30] Hier bekommen wir ein Prinzip. Ein Prinzip, wie wir Menschen, die ja von dem christlichen Leben vielleicht gar keine Ahnung haben, begegnen sollen, die vielleicht noch nie was von Gott gehört haben. Und oft haben wir ja damit zu kämpfen, wie begegnen wir diesen Menschen. Und hier wird uns ein Beispiel gegeben, ein Beispiel, das glaube ich viel weiter, ein Prinzip sogar, was viel weiter darüber hinausgeht, einfach nur ein Essen zu haben und Menschen einzuladen. Sondern wir können das Prinzip auch auf viele andere Aspekte anwenden. Das da heißt: Lade die Menschen ein und mach etwas für sie und erwarte keine Gegenleistung. Und das ist das Besondere. Das ist der Dienst, den Jesus gelebt hat, dieser selbstlose Dienst, ohne etwas von dem Gegenüber zu erwarten. Genauso sollen wir den Menschen auch begegnen.

[41:27] So wie Gott, der Vater, den Sohn gesandt hat, so sendet Jesus uns zu den Leuten. Und sie werden Fragen stellen, weil sie es nicht verstehen können, wieso jemand so etwas tut, weil es nicht in ihr Verständnis passt. Und sie wollen wissen: „Wieso machen wir das? Wieso erwarten wir keine Gegenleistung?“ Weil das ist etwas, was nicht aus uns selbst herauskommt, sondern von Gott bewirkt wird. Und das Wunderbare ist, wenn wir diesem Prinzip folgen, in Vers 14 heißt es: „Dann wirst du selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten. Aber es wird dir aber vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.“

[42:13] Bei der Auferstehung der Gerechten werden wir den Lohn haben. Und wir werden selig sein. In Offenbarung, Kapitel 20, lesen wir davon. Offenbarung, Kapitel 20, Vers 6 heißt es: „Selig ist, der und heilig, der Teil hat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.“ Ist der größte Lohn, den wir haben, wenn Jesus kommt und wir aufstehen und teilhaben an der ersten Auferstehung, dass wir selber ewiges Leben bekommen und mit Gott in der Ewigkeit leben dürfen, aber dass wir auch unsere Freunde mit uns aufstehen sehen und sie ja das gleiche erfahren dürfen wie wir und dass der zweite Tod, der ewige Tod, keine Macht mehr über sie hat. Und dann werden wir uns unfassbar freuen.

[43:37] Und es passt zu diesem Zitat, was ich anfangs angefangen hatte, wo es heißt in den Fußspuren des großen Arztes, Seite 147: „Nur die Methode Christi wird wahren Erfolg erzielen, die Menschen zu erreichen. Der Heiland mischte sich unter sie als einer, der ihr Bestes suchte. Er bewies ihnen Teilnahme, half ihren Bedürfnissen und gewann ihr Vertrauen. Dann gebot er ihnen: Folgt mir nach.“ Und jede Methode, die wir anwenden, sollte konform mit dieser Methode sein. Wir können kreativ sein, wir können über die Dächer gehen und was auch immer es fordert. Wir können schlau sein, aber ohne Falsch wie die Tauben. Aber jede Methode, die wir anwenden, sollte mit dieser Methode von Jesus konform sein.

[44:33] Die Methode, einfach nur Freude zu haben mit den Menschen, einfach nur ihre Sympathie zu gewinnen, ohne die nachfolgenden Schritte, ist die falsche Methode. Genauso ist die Methode zu sagen: „Du musst Jesus folgen“, aber ohne das Vertrauen der Menschen zu gewinnen und ohne Sympathie zu zeigen. Und all diese Schritte zuvor, ist auch das die falsche Methode. Jeder Schritt dieser Methode ist entscheidend, und das ist nicht immer einfach. Und es fordert einen schmerzhaften Tod von unserem Ich und eine Bereitschaft, dem Herrn zu dienen für unsere Mitmenschen.

[45:21] In Markus Kapitel 8 und dort im Vers 34 lesen wir: „Wer mir nachfolgen will“, Jesus spricht hier zu seinen Jüngern, „wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Es ist nicht einfach und es erfordert Selbstverleugnung und das Kreuz auf sich zu nehmen. Aber es geht darum, dass wir täglich diese Entscheidung treffen und es Gott vorlegen, dass wir es tun möchten, was Jesus für uns vorhat.

[46:06] Und das Schwierigste in der Mission ist ja oft anzufangen, nicht wahr? Und wir uns Gedanken machen, wie können wir mit der Mission beginnen? Und ein Beispiel ist uns Jesus, der auch eine tägliche Entscheidung getroffen hat. Und wir sehen es in seinem Gebetsleben, wo er täglich morgens mit Gott geredet hat, um zu erkennen, was genau er tun soll. So sollten wir das auch tun. Und so müssen wir kein Missionsseminar besuchen, um mit Missionen beginnen zu können. Und wir müssen auch kein schlaues Buch lesen. Das Buch, das wir lesen sollten, ist die Bibel. Und die Mission beginnt im Gebet auf unseren Knien, so wie Jesus das gemacht hat. Und wir ihn fragen dürfen: „Herr, was soll ich heute tun? Ich möchte mein Ich verleugnen. Ich möchte mein Kreuz auf mich nehmen und möchte Menschen zu dir bringen.“

[47:28] Und der abschließende Gedanke vom Donnerstag. Wir haben dort fünf Texte genannt. Viele davon haben wir schon betrachtet. Der Missionsbefehl ist, glaube ich, im Deutschen überschrieben. Im Englischen sagt man: „The Great Commission“, die große Befähigung. Und so war es auch eine große Aufgabe, weil wenn wir diese Texte vergleichen, dann sehen wir, es geht darum, dass das Evangelium in die Welt getragen wird und sie diesen Auftrag bekommen. Aber auch bei einigen der Texte wird zu Anfang schon gesagt: „Mir ist gegeben alle Gewalt, und ihr bekommt den Heiligen Geist von mir, von Jesus.“ Und so werden wir befähigt, dieses große Werk mit Gottes Hilfe durchzuführen.

[48:15] Und so fordert Gott uns auf, ein Missionar zu sein, Zeugnis zu geben und in seinen Fußspuren zu wandeln, die wir gesehen haben im Alten Testament, wie auch im Neuen Testament. Jesus ist derselbe gestern, heute und auch in Ewigkeit. Und er hat uns befreit, damit wir dienen. Aber dabei verlangt er nichts, was er nicht selber getan hätte. Er kam als Knecht auf diese Erde. Er kam als jemand, der das Beste für die Menschen wollte, der ihre Sympathie, der Mitgefühl hatte und ihre Sympathie und ihr Vertrauen gewann. Und sie dann fragte: „Folgt mir nach.“

[49:03] Und diese Aufforderung gilt nicht nur den Juden oder irgendeiner besonderen Personengruppe, sondern seine Hand streckt sich gegen alle Völker, Nationen, Stämme und Sprachen. Und so ist die Einladung auch an dich, diesem Auftrag nachzukommen und diese Botschaft an alle Völker, Stämme, Nationen und Sprachen zu bringen. Und wenn das dein Wunsch ist und dein Anliegen, dann möchte ich dich bitten, dass du jetzt mit mir Gott darum bittest und dieses Anliegen vor ihm bringst.

[49:40] Wir wollen beten. Vater im Himmel, wir danken dir, dass du Jesus gesandt hast, dass er uns erlöst hat von unserer Schuld. Niemand anders kann es als du, Herr. Und du hast uns dennoch, obwohl wir sündige Menschen sind, in deinen Dienst gerufen. Und wir dürfen andere Menschen vor dich bringen, damit ihnen die Sünden vergeben werden. Und so haben wir eine große Verantwortung und auch ein großes Werk, das an alle Menschen der Erde zu verkündigen. Aber wir wissen, dass es geschehen wird und dass dein Heiliger Geist uns dazu befähigt und dass dein Evangelium gepredigt wird auf der ganzen Erde und du dann wiederkommen wirst. Und wir erleben dürfen, teilhaben dürfen an der ersten Auferstehung mit unseren Freunden und sehen dürfen, dass der zweite Tod keine Macht hat, dass wir ewig mit dir zusammenleben dürfen. Was für eine große Freude liegt bevor uns, und voller Erwartung stehen wir hier, knien wir hier und bitten dich darum, dass du uns einbaust in dieses Werk mit den Talenten, die du uns gegeben hast, dass wir dir folgen und sie einsetzen für den Dienst, den Dienst für dich an unseren Mitmenschen. Und so danken wir dir, dass du deine Verheißung wahr machst und bitten dich, Herr Jesus, komme bald in deinem Namen. Amen.

[51:48] Ja, wir sind froh, dass ihr euch eingeschaltet habt zu diesem Studium und ich wünsche euch, dass ihr Gottes Segen verspürt im Bibelgespräch und dass euch dieses Studium wieder neu vor Augen geführt hat, wie wichtig dieses Thema ist und dass wir in einer wunderbaren Zeit leben, einer anstrengenden Zeit, und die Aufgabe, die vor uns steht, groß ist, aber dass wir mit Gottes Hilfe das Werk vollenden dürfen. Und so möchte ich euch Gottes Segen wünschen. Amen.


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