Veröffentlicht am
509 Klicks

In diesem Vortrag wird die Identität des Antichristen durch eine tiefgehende Analyse biblischer Prophezeiungen entlarvt. Anhand von Symbolen und historischen Ereignissen wird aufgezeigt, wie sich mächtige Reiche und religiöse Institutionen im Laufe der Geschichte entwickelt haben. Der Vortrag beleuchtet insbesondere die Rolle der römischen Kirche im Mittelalter und die Veränderung von Gottes Gesetz, um die wahre Natur des Antichristen und seine Taktiken aufzudecken.


Weitere Aufnahmen

Serie: No Limit (Jugend-Vortragsreihe)

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Willkommen zum heutigen Vortrag. No Deception, kein Bezug, den Antichrist entlarven. Nun, wir hatten das Thema eigentlich schon fast. Ein Teil davon hatten wir gestern, ein Teil davon hatten wir letzte Woche mit Bogdan. Und zwar haben wir letzte Woche gemerkt, dass der Teufel die Wurzel des Übels ist, oder? Wir haben gemerkt, dass hier ein großer Kampf ist und dass der Teufel und Satan hier von Anfang an alles gemacht haben, dass es uns schwer hat, Jesus zu folgen, Gott zu folgen.

[0:47] Nun, könntet ihr jetzt sagen: "Ja, Simon, das haben wir jetzt schon letzte Woche gehört, wieso jetzt nochmal, wieso nochmal wiederholen?" Es ist keine Wiederholung, wir bauen darauf auf. Aber zuerst will ich euch eine Geschichte erzählen.

[0:55] Die Geschichte handelt von diesem Mann. Dieser Mann heißt Christian Barnard. Er ist der erste Arzt, der eine Herztransplantation erfolgreich durchgeführt hat. Ich weiß nicht, wer schon mal was von ihm gehört hat. Und mir ist wörtlich seine Biografie in die Hände gefallen, weil sie wirklich vom Bücherregal runtergefallen ist und ich sie dann gesehen habe.

[1:15] Interessant, und er erzählt folgende Geschichte: Und zwar, nach seiner Operation wurde er natürlich sehr bekannt, wurde sehr reich. Und das erste, was ein reicher Mann macht, er besorgt sich einen Chauffeur, so dass er nicht immer selber fahren muss. Und er fuhr durch die Gegend herum mit dem Chauffeur. Jedes Mal, wenn er mit ihm mitfuhr, hatte der Chauffeur Fragen. Er stellte Fragen über die OPs, über die Komplikationen, medizinische Fragen, die man eigentlich so nicht hört. Und der Chauffeur war ganz interessiert. Und der Arzt, dieser Christian, dachte sich: "Okay, schön, dass es hier jemand ist, der so ohne Kritik, weil es war ja auch eine ethische Frage zu dieser Zeit, ohne Kritik sich für dieses Thema so interessiert."

[2:00] Eines Tages, Christian musste viel reisen, fuhr mit dem Chauffeur auch zu einer Vortragsreihe wie diese. Nur waren in dieser Vortragsreihe die Gesundheitsspots ein bisschen länger. Es gab nur Gesundheitsspots. Und er war so müde. Er kam von einer Europa-Reise, wo er auch Vorträge halten musste, und er war irgendwo als Südafrikaner, er wohnte halt in Südafrika, musste er zu einem entlegenen Volk gehen, Stamm gehen und dort diesen Vortrag halten.

[2:30] Und der Chauffeur merkte, dass dieser Arzt sehr müde ist. Also fragte er ihn: "Entschuldigung, Doktor, ich weiß, dass Sie müde sind und ich werde Sie heute nicht mit Fragen belästigen. Ich habe so viel von Ihnen gelernt, lassen Sie mich doch heute Abend den Vortrag halten." Und der Arzt dachte sich: "Naja, ob ich jetzt ganz unkonzentriert den Vortrag halte oder ob der Chauffeur den Vortrag hält, macht keinen Unterschied." Also sagte er: "Okay."

[2:56] Er hat sich, die haben Klamotten getauscht. Der Arzt ist dann zum Chauffeur geworden, der Chauffeur zum Arzt. Und sie sind danach angekommen und der Chauffeur, der der Arzt war, also der Arzt, der jetzt zum Chauffeur, als Chauffeur angezogen war, setzt sich in die letzte Reihe, setzt sich hin und durchs Fort sich hin, während der Chauffeur, der als Arzt verkleidet war, nach vorne geht und den Vortrag hält. Und es war damals noch mit diesen alten Dias, also wir reden hier gerade von den 70er Jahren, also mit diesen ganzen alten Dias und niemand merkt, dass es nicht der wahre Arzt ist, sondern alle denken: "Okay, es ist wunderbar, es ist wahr, es fühlt sich logisch an."

[3:32] Nur kam jetzt die Frage- und Antwortstunde. Und der Christian dachte: "Okay, wenn ich jetzt nach vorne gehe und sage: 'Entschuldigung, Entschuldigung, ich bin eigentlich der Arzt', dann verliere ich ja mein Gesicht." Aber irgendwie hat der Chauffeur auch diese Fragen mit Bravour gemeistert, komplizierte Fragen. Und es waren eigentlich die gleichen Fragen, die der Chauffeur selber den Arzt gestellt hat.

[3:59] Nur auf einmal erhebt sich ein Mann aus dem Publikum und Christian merkt, dass es einer seiner Kollegen war, also auch ein Arzt, der ihn aber nicht kannte. Und er stellt eine Fangfrage. Und der Chauffeur, ganz verlegen, weiß nicht, was er antworten soll. Und der Christian denkt sich so: "Okay, jetzt haben sie mich, jetzt verliere ich mein Gesicht, mein Ruhm, mein Geld und alles." Und auf einmal antwortet der Chauffeur: "Hören Sie, die Frage ist so banal, die kann Ihnen sogar mein Chauffeur beantworten." Und dann kommt der Arzt nach vorne und beantwortet die Frage.

[4:31] Nun, die Geschichten sind soweit interessant. Sie haben zu zweit geschafft, ein ganzes Publikum zu verwirren und zu betrügen. Die Wahrheit war die gleiche, der Inhalt der Botschaft war die gleiche, es hätte sich nicht geändert. Aber der Mann, der sie rübergebracht hat, war anders. Und die Leute, die diesem Publikum zugehört haben, waren ganz andere. Ein Mann, der eigentlich keine Autorität dafür hatte, oder? Würdet ihr zu einem Chauffeur gehen und sagen: "Können Sie mein Herz bitte transportieren oder mir ein Herz einpflanzen?"

[4:59] Nun, das Gleiche haben wir letzte Woche eigentlich gehört, nur war es letzte Woche weniger lustig. Wir wissen, dass der größte Schwindler immer noch Satan oder Teufel ist, oder? Wir wissen, dass er nicht mit offenen Karten spielt, dass er sich hinter Sachen versteckt. Und wenn wir den Antichristen entlarven wollen, was brauchen wir dann? Wenn wir gemerkt haben wollten, ob es der Chauffeur oder der Arzt ist, dann hätten wir kennen müssen, wir hätten den Arzt kennen müssen, dann hätten wir gewusst: "Okay, der Chauffeur ist nicht der Arzt." Und wenn wir den Antichristen entlarven wollen, müssen wir Christus kennen.

[5:40] Also, wollen wir jetzt erstmal beten und Christus fragen, dass er uns beisteht beim Entlarven des Antichristen, oder? Ihr könnt dazu sitzen bleiben.

[5:49] Lieber Jesus, danke, dass du uns nochmal hier die Möglichkeit schenkst, zusammenzukommen, dass du alle hier wohlbehütet hergebracht hast, Herr. Danke, dass du uns auch die Möglichkeit gibst, versteckte Sachen zu entlarven, Herr, durch deine heilige Schrift. Und bitte hilf uns und steh uns bei. Amen.

[6:10] Gut, wie schon gesagt, arbeitet der Teufel undercover in diesem großen Kampf, oder? Würde er anklopfen, wie vor vielleicht letzter Woche bei Halloween und sagen: "Süßes oder Saures?" Das würde vielleicht niemand aufmachen, oder? Nun, er macht was ganz Geniales: Er vermischt Wahrheit und Lüge und kriegt irgendwie so hin, dass alle ihm zuhören oder dass die meisten ihm folgen können.

[6:36] Aber das Tolle ist doch, dass Gott uns nicht alleine lässt, oder? Dass Gott uns zeigt, wo er uns bezügen kann. Und da gibt es eine ganz interessante Prophezeiung. Und diese wird ähnlich sein wie die Prophezeiung, die wir am ersten Abend mit Nadine gehört haben. Und es geht auch um den gleichen, um die gleiche Person. Es geht um Daniel. Ich glaube, ihr wisst immer noch, wen ich meine, oder?

[6:57] Und Daniel träumte von Tieren, die aus dem Meer kommen, die aus dem, ja, aus dem Wasser kommen. Und wir wollen hier in Daniel 7, Vers 2 lesen. "Ich, Daniel, sah ein Gesicht in der Nacht, und siehe, die vier Winde unter dem Himmel wühlten das große Meer auf, und vier große Tiere stiegen herauf aus dem Meer, ein jedes anders als das andere."

[7:22] Habt ihr schon mal Tiere gesehen, die aus dem Wasser kommen, außer Fische? Habt ihr solche Tiere gesehen, die aus dem Wasser kommen, irgendwann mal? Nun, es ist irgendwie komisch, oder? Tiere, die aus dem Wasser kommen. Und die einzige Möglichkeit, um das zu verstehen, ist, weiter in der Bibel zu lesen, damit sie uns den Schlüssel gibt, um das hier alles zu entschlüsseln.

[7:46] Jetzt wollen wir erstmal gucken, wo diese Tiere herkommen. Sie kommen aus dem Wasser. Und was sagt die Bibel, wenn sie über Wasser redet? Das sehen wir in Offenbarung 17, Vers 15. "Die Wasser, die du gesehen hast, sind Völker und Scharen und Nationen und Sprachen." Also die Wasser, aus denen diese Tiere herauskommen, sind Orte auf der Erde, die von Menschen bewohnt sind. Es sind Völker, Scharen, Nationen und Sprachen.

[8:08] Und der Engel sagte zu Daniel: "Diese vier großen Tiere sind vier Königreiche, die auf die Erde kommen werden." Also haben wir es hier noch mal beschrieben. Und das vierte Tier wird das vierte Königreich auf Erden sein. Das werden wir noch sehen. Aber jetzt wissen wir auch, dass die Tiere Reiche sind. Also sie kommen aus einem Ort, wo Menschen leben, und es sind Königreiche. Also ganz normal, die kennen wir schon eigentlich. Und genau, das zeigt, dass diese Tiere, die wir hier sehen, real waren, real sind, existiert haben und noch existieren.

[8:49] Und diese werden in Daniel 7, Vers 3 beschrieben. "Und vier große Tiere stiegen herauf aus dem Meer, ein jedes anders als das andere." Jetzt kommen wir mal zu den einzelnen Details von jedem einzelnen Tier.

[8:57] Das erste war wie ein Löwe und hatte Flügel wie ein Adler. Wer hat so ein Tier schon mal in der Wilhelma gesehen?

[9:06] Das nächste Tier. Und sie ein anderes Tier. Das zweite war gleich einem Bären und war auf der einen Seite aufgerichtet und hatte seinen Maul zwischen seinen Zähnen und seinen Rippen.

[9:17] Das dritte Tier. Danach sah ich und sie ein anderes Tier, gleich einem Panther, das hatte vier Flügel wie ein Vogel auf seinem Rücken.

[9:27] Und das vierte Tier. Danach sah ich in diesem Gesicht in der Nacht und ein Tier, ein viertes Tier, war furchtbar und schrecklich und sehr stark und hatte große eisernen Zähne, fraß um sich und zermalmte, um was übrig blieb, zertratet mit seinen Füßen. Es war auch ganz anders als die vorigen Tiere und hatte zehn Hörner.

[9:40] Also es sind Tiere, die aus der Region der Erde kommen, die real sind, die existieren und es sind Königreiche. Wann haben wir das letzte Mal über Königreiche gesprochen? Am allerersten Vortrag, oder? Am allerersten Vortrag mit Nadine haben wir über Königreiche gesprochen, in diesem Traum, den der König Nebukadnezar hatte. Und Daniel hat sich ganz bestimmt auch an diesen Traum erinnert. Er hat sich ganz bestimmt daran erinnert, da war doch irgendjemand, dem ich mal einen Traum geteilt habe und dem ich das gezeigt habe und die Weltgeschichte war da repräsentiert und irgendwie scheint es auch gleich zu sein.

[10:28] Jetzt wollen wir mal schauen, wer diese Reiche sind. Und ihr könnt euch schon mal überlegen, wer diese Reiche am ersten Vortrag waren und ob sich vielleicht die Weltgeschichte hier anders geschrieben ist oder ob es die gleiche ist.

[10:40] Das erste war wie ein Löwe und hatte Flügel wie ein Adler und es wurde von der Erde aufgehoben und auf zwei Füße gestellt wie ein Mensch und es wurde ihm ein menschliches Herz gegeben. Nun, das erste Tier, das erste Königreich, was war das erste Königreich in Daniel 2 im ersten Vortrag? Babylon. Was würde es hier wahrscheinlich sein? Vermutlich. Gucken wir mal nach. Richtig. Wer könnte besser Babylon symbolisieren, das erste Weltreich, wie ein Löwe? Ein Löwe ist auch meistens der König der Tiere, oder? Aber abgesehen davon, die Babylonier selber benutzten diesen Logo, diesen Wappen und um ihr Reich so zu repräsentieren. Das haben wir heute immer noch so. Jegliche Städte haben auch noch Tiere in den Wappen, oder? Und Archäologen fanden aus den Ruinen Babylons heraus, dass das Symbol war ein Löwe mit den Adlerflügeln, also genauso wie Gott es hier beschrieben hatte. Und Gott benutzt das gleiche Symbol, damit Daniel es hier verstehen kann, dass es genau die gleiche Geschichte ist wie in Daniel 2.

[11:47] Nun, der stolze, aufgeblasene König in Babylon hat wahrscheinlich nicht vermutet, dass er bald nicht mehr König eines Weltreiches sein wird. Aber wir wissen es besser. Wir haben es schon gehört. Was kam danach?

[12:05] Mediapersien, genau. Babylon geht unter und 539 vor Christus kommt es zu einem unehrenhaften Ende und Mediapersien kommt darauf. Und das zweite Reich, Mediapersien, das zweite Tier, ein Bär.

[12:19] Nun, als Daniel diesen Bär in seinem Traum sah, sagte er: "Und auf der einen Seite war es aufgerichtet und hatte in seinem Maul zwischen seinen Zähnen zwei Rippen." Nun, die Bibel sagt nicht ganz genau, was diese drei Rippen bedeuten. Aber wenn wir die Geschichte anschauen und Historiker und Schrittgelehrte auch, was sie studiert haben, angucken, dann sagen diese, dass diese drei Rippen Lydien, Babylon und Ägypten repräsentieren, weil das die drei größten Gebiete waren, die Mediapersien aufgenommen hat. Natürlich hätte Mediapersien Babylon nicht übernommen, wäre es nicht so ein Weltreich geworden. Und ja, der Ansatz steht da auch.

[13:04] Aber hat das persische Imperium auch für immer gehalten? Nein, sonst wären wir nicht in Europa, oder?

[13:08] "Danach sah ich und sie ein anderes Tier, gleich wie ein Panther, das hatte vier Flügel wie ein Vogel auf seinem Rücken. Und das Tier hatte vier Köpfe und ihm wurde große Macht gegeben." Nun, was kam nach Mediapersien?

[13:23] Stellt euch vor, ein sich langsam, hinkender Bär muss gegen einen Panther kämpfen. Hoffnungsloser Fall, oder? Der Panther frisst ihn auf. Ich hoffe, ihr seid mal nicht Zeuge von so einer Show, aber es wird auf jeden Fall so sein. Und genauso war es, als die Griechen gegen Persien kamen und sie einfach überrannten. Und selbst in Griechenland war die bronzene Hüfte in dem Bild als repräsentiert, als das dritte Weltreich. Und hier ist es ein Panther. Und die vier Flügel, die der Panther hat, sollen auch die Schnelligkeit beschreiben, wie Griechenland einfach alles niedergeschmettert hat und zum Weltreich wurde.

[14:15] Und hier eine interessante Anekdote über Alexander den Großen. Man erzählt, ich weiß nicht, ob es wahr ist, aber es kommt wahrscheinlich nah dran. Es würde viel erklären. Und zwar, dass Alexander sich vor vielen Städten und Dörfern hinstellte mit einer Fackel und sagte: "Wer nicht draußen ist, sobald diese Fackel abgebrannt ist, der wird mit der Stadt untergehen." Und anfangs haben wahrscheinlich die Leute gezweifelt, aber nach zwei, vier, fünf Städten, die er niedergebrannt hat, sind alle freiwillig rausgekommen, oder? Und somit erklärt sich, dass in zwölf Jahren der Mann das größte Imperium, das die Welt gesehen hat, geführt hat.

[14:52] Und diese vier Köpfe, die wir gelesen haben, repräsentieren auch Griechenland, wie es dann später aufgeteilt worden ist. Und zwar, dass vier Königreiche aus seinem Volk entstehen werden, steht in Daniel 8, Vers 22. Und die Geschichte zeigt uns, dass das griechische Imperium wirklich in vier Teilen aufgeteilt wurde. Denn als Alexander im Alter von 22 Jahren starb, und es ist recht früh gewesen, und keinen Nachkommen hinterließ, haben sich alle um den Platz als Führer in diesem Staat, in diesem Imperium beworben, sozusagen. Und angenommen wurden vier Generäle, und sie haben sich über die ganze Zeit des Imperiums gestritten und Krieg untereinander geführt. Und es waren Kassander, Lysimachus, Ptolemäus und Ptoleukos. Und das waren alles gierige und ehrgeizige Kämpfer. Und wer will schon ein Imperium mit drei einzelnen Leuten teilen, oder? Das macht niemand gerne. Reichtum, Geld, Ruhm. Ich würde es auch nicht machen.

[15:55] Am 22. Juni lesen wir im Buch History of Rome, also die Geschichte Roms. 168 vor Christus in der Schlacht von Pydna ging das Imperium von Alexander dem Großen unter. 144 Jahre nach seinem Tod. Und was kommt danach? Was wissen wir von Daniel 2, vom ersten Vortrag? Was kommt nach Griechenland?

[16:14] Rom. Und hier haben wir ein viertes Tier, ein grausames Tier. Und Daniel sieht es direkt nach dem griechischen Imperium kommen. Und was passt besser zu Rom als ein schreckliches Tier? Rom war rücksichtsloser und brutaler als alle vorigen Imperien. Und dieses erschreckende Tier hatte Zähne aus Eisen, während es in dem Bild der Metalle durch die Beine aus Eisen repräsentiert wird.

[16:49] Und Daniel war negativ fasziniert von diesem Bild, das ihm angeboten wurde. Und was ihm besonders Angst gemacht hat, waren diese zehn Hörner, die es drauf hat. In Daniel 7, Vers 8 lesen wir: "Als ich aber auf die Hörner acht gab, siehe, da brach ein anderes kleines Horn zwischen ihnen hervor, vor dem drei vorigen Hörner ausgerissen wurden." Die zehn Hörner bedeuten zehn Königreiche, die aus diesem Königreich hervorgehen werden.

[17:19] Nun, in Daniel 2 hatten wir nach Rom, hatten wir die Füße, die aus was gemischt waren? Ton und Eisen. Und was haben wir gesagt, was kommt nach Rom?

[17:39] Das große Stein kommt noch ein bisschen später? Ein zerteiltes Reich. Und wir wissen von der Geschichte, dass Rom sich im Endeffekt auch zerteilt hat, oder? Als die barbarischen Stämme im Norden Europas das römische Imperium komplett zerstört haben und die Römer keine Chance mehr hatten, wurde Rom zerteilt. Und sieben dieser Königreiche, die damals Rom übernommen haben, oder das römische Reich übernommen haben, haben wir bis heute noch in Europa. Das ist das heutige Europa.

[18:15] Aber das, was Daniel am meisten interessierte, war dieser kleine Horn, das sich durch zehn Hörner durchgekämpft hat und drei davon ausradieren musste, damit er die Überhand gewinnen kann. Und Daniel schreibt im Vers 15: "Ich, Daniel, war entsetzt, und dieses Gesicht erschreckte mich."

[18:34] Nun, wieso macht so ein Gesicht, so eine Vision dem Daniel so viel Angst? Es sei ja nicht seine erste Vision, es ist immer noch die gleiche Weltgeschichte. Aber das macht ihm besonders Angst. Und zwar aus folgendem Grund: Daniel hat verstanden, dass es mit dieser Vorhersage nicht nur um irgendwie geschichtliche Ereignisse ging, um die Weltgeschichte, die sowieso kommen sollte. Er hat verstanden und hat hier gesehen, dass Gottes Volk davon betroffen ist. Gottes Volk in Zukunft, wo er in der Gegenwart dazugehört hat.

[19:04] Denn er sagt folgendes: "Es hat das Horn gekämpft gegen die Heiligen und es behielt den Sieg über sie." Wer wird wahrscheinlich die Heiligen sein? Wir haben gestern gehört, dass der Sabbat heilig ist. Es ist abgesondert, haben wir gehört, dass heilig bedeutet. Und Gottes Volk ist abgesondert für wen? Was denkt ihr, für wen kann Gottes Volk abgesondert sein? Für Gott natürlich. Und das Horn kämpft hier gegen die Heiligen. Also es kämpft hier gegen Gottes Volk. Und es geht noch weiter: "Er wird den Höchsten lästern." Der Höchste selber, wer kann das sein? Wer kann der Allerhöchste sein? Gott selber. Also er lästert auch noch gegen Gott. Und es war etwas, was die vorigen Reiche, von denen es nicht gesagt worden ist. Und "es wird die Heiligen des Höchsten vernichten und sie wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern. Sie werden aber in seiner Hand gegeben werden, eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit."

[20:05] Also das kleine Horn veranstaltet einen Krieg gegen die Heiligen Gottes und hat Macht über eine bestimmte Zeitperiode. Und es war eine feindlich gestimmte Macht, eine Macht oder eine Einrichtung, die, wie wir am Anfang gehört haben, von Satan benutzt worden ist, um gegen Gott, sein Volk und seine Wahrheit Krieg zu führen.

[20:22] Und Daniel sagt: "Ich aber, Daniel, wurde sehr beunruhigt in meinen Gedanken, und jede Farbe aus meinem Antlitz war aus meinem Antlitz gewichen, doch behielt ich die Rede in meinem Herzen."

[20:40] Daniel hat Angst und Bange um für Leute, die er noch nicht mal kennt, für Leute, die er nicht mal kennenlernen wird. Das sind Jahrhunderte dazwischen, zwischen Babylon und Rom und alles, was nach Rom passiert. Aber trotzdem hat er Angst vor dem, was passieren wird und Angst vor allem vor diesem kleinen Horn.

[21:01] Die Frage ist jetzt: Wer ist dieses kleine Horn?

[21:08] Wir wollen noch mal die biblische Beschreibung anschauen, woher dieses kleine Horn kommt und was es macht und was sich historisch betreffend erfüllt hat. Kommen wir noch mal zum vierten Tier und Daniel beschreibt es ja so: Er ist auch furchtbar und schrecklich und sehr stark und hatte große eisernen Zähne und hatte zehn Hörner. Und diese zehn Hörner waren zehn Könige, die hervorgehen werden aus diesem Reich. Also wenn das schreckliche Tier Rom ist, kommen diese zehn Hörner, diesen zehn Könige aus Rom hervor. Und das haben wir gesehen, das waren diese zehn barbarischen Stämme. Also kommt nicht wieder ein Weltreich, ein weiteres Königreich, sondern diese zehn Reiche. Und Geschichtsbücher bestätigen diesen Teil. Und Geschichtsgelehrte sagen, dass dies alles 476 nach Christus vollzogen worden ist. Edward Elliot bestätigt das in seinem Buch und er schreibt: "Die barbarischen Stämme überrannten das römische Imperium, angefangen von 351 bis 476 nach Christus." Also 476 war es vorbei, da war Rom kaputt. Und das sind die zehn barbarischen Stämme und die heutigen Nationen dazu. Und die kennen wir alle. Die leben alle hier in Deutschland: Deutsche, Schweizer, Franzosen, Italiener, Engländer, Portugiesen, Spanier und fertig. Es sind zehn Stück. Davon sind aber schon drei, ja, außer dir, die gibt es nicht mehr. Die Heruler, die Ostgoten und die Vandalen.

[22:39] Also diese zehn Hörner des vierten Tieres haben wir jetzt gesehen. Und laut der Prophezeiung kam also dieses kleine Horn, diese neue Weltmacht, diese neue König, also erst nach der Teilung von Rom.

[22:53] Genau, die zehn Hörner bedeuten zehn Könige, die aus dem Königreich hervorgehen werden. Nach ihnen aber wird ein anderer aufkommen und wird drei Könige demütigen. Also drei Könige. Und drei haben wir schon vorhin gesehen von diesen barbarischen Stämme, sind heute außer dir, die gibt es nicht mehr. Und hier die historischen Fakten dazu. Die Heruler kamen dank der Hilfe von Imperator Zenon diesem Schicksal entgegen im Jahre 493 nach Christus. Und ein anderer Imperator, Justinian, rottete 534 die Vandalen aus und dann zerstörte er die Macht der Ostgoten im Jahr 538. Und so wie es die Prophetie sagt, wurden sie aus ihren Wurzeln entrissen. Und somit realisierten sie etwas ganz Bestimmtes, etwas ganz Bestimmtes. Und zwar genau das hier.

[23:51] Zu dieser Zeit sprach Justinian ein Dekret aus, das den Bischof und den Papst zum religiösen Leiter des römischen Westens machte. Nun, diese drei Völker, die ausgeradiert worden sind, es waren drei Mächte, die sich dagegen gewehrt haben, die nicht dem Papst folgen wollten oder es der heiligen Kirche von Rom folgen wollten. Und Daniel sagt auch, dass dieser kleine Horn anders sein würde als die anderen Königreiche.

[24:13] Er wird ganz anders sein als die vorigen, in Vers 24. Nun, war es zu dieser Zeit wirklich anders als die anderen Königreiche? Auf jeden Fall, denn es war nicht nur eine politische Macht, die irgendwie mehr Territorium haben wollte und zum kompletten Weltreich werden wollte, sondern es war eine Macht, die auch eine kirchliche Führung haben wollte.

[24:45] Und der prophetische Zeigefinger zeigt auf die römische Kirche des Mittelalters und beschreibt es als das kleine Horn, so wie es die protestantischen Reformatoren schon vor Jahrhunderten von Jahren getragen haben.

[24:56] Daniel zeigt noch was anderes, was dieses kleine Horn macht und gemacht hat, in Vers 21. "Und ich sah das Horn streiten, kämpfen gegen die Heiligen und es behielt den Sieg über sie." Er sagt auch, dass diese Macht die Heiligen des Höchsten vernichten wird. Nun, hat die mittelalterliche Kirche Verfolgung praktiziert? Leider ja. Wir kennen die Inquisition gegen Gruppen wie die Hugenotten, Waldenser, Albigenser, gegen Muslime, gegen Andersgläubige, gegen Heiden. Die mittelalterliche Kirche hat Folter und Methoden von Hinrichtungen verwendet und es ist leider unbestreitbar im Teil der christlichen Kirchengeschichte, oder? Von wegen Isis, wir waren die Ersten. Hunderttausende wurden am Scheiterhaufen verbrannt. Aber wir sehen, dass wir eine weitere wichtige, unterscheidende Charakteristik haben von dieser Macht.

[25:51] In Daniel 7, 25 steht: "Sie werden aber in seine Hand gegeben werden, eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit." Also hat diese Periode irgendwo einen Anfang und irgendwann ein Ende. Das Wort "Zeit" bedeutet hier Jahr. Und wenn wir zusammenrechnen: Ein Jahr sind 360 Tage, zwei Jahre sind 720 Tage, eine halbe Zeit ist ein halbes Jahr, also 180 Tage. Zusammen sind es 1260 Tage. Und Heseget sagt uns: für ein Tag, ein Jahr. Also 1260 Jahre. Und es ist ganz interessant, Geschichtsbücher bestätigen diese Periode. Und zwar, wenn wir es berechnen, der letzte Stamm, der sich gegen die römische Kirche gelehnt hat, wurde im Jahr 538 nach Jesus gestürzt, also die Ostgoten. Und ab hier war es dann, hatte die römische Kirche freie Hand, um die politische und kirchliche Führung zu sein, bis 1798 nach Christus, als dann die römische Kirche durch Napoleons General Berthier gestürzt wurde. Und das sind ganz zufällig 1260 Jahre.

[27:13] Also, wollen wir noch mal alles wiederholen. Das kleine Horn kommt aus dem westlichen Europa, durch die zehn Königreiche hindurch, die durch die Teilung Roms entstanden sind. In seinem Aufstieg zur Macht entwurzelt es zwei Königreiche. Und diese waren die Heruler, die Ostgoten und die Vandalen, denn diese drei Nationen haben sich gegen die römische Kirche gelehnt und wollten sie nicht akzeptieren. Die Prophezeiung sagt, dass das kleine Horn nach der Errichtung der zehn Hörner durch diese hindurch kommt, also wurden diese Königreiche erst nach dem Jahre 476 errichtet. Diese Macht ist ganz anders als die anderen Königreiche. Es war eine zweierlei, eine Mischung aus politischer und religiöser Macht. Das kleine Horn wurde die Heiligen verfolgen und ausrotten. Diese Macht wird Zeit und Gesetz verändern. In anderen Worten, wird diese Kirche sich selber dazu fähig sehen, Gottes Zeiten und seine Gebote zu ändern. Und die Prophezeiung zeigt, dass diese Macht die Überhand für 1260 Jahre behält, denn die Bibel sagt, wie wir vorhin gelesen haben: "Und sie soll nicht gegeben werden, eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit."

[28:25] Nun, es gibt nur eine Macht, die zum richtigen Zeitpunkt, zum richtigen Zeitpunkt auftauchte, um all diese Punkte zu erfüllen. Und das war die römische Kirche im Mittelalter. Und ich will es klar machen, ich habe nichts gegen die frommen Menschen, die dieser Kirche gefolgt haben, die wirklich alles dafür gegeben haben, um Gott zu gefallen. Sondern ich rede hier gerade, ich rede über ein System, welches erlaubt hat, dass die Bibel, die Wahrheit, durch Traditionen vertauscht worden ist und somit tausende, Millionen von Menschen, Milliarden von Menschen in ihre Wege geleitet hat.

[29:07] Die Prophezeiung sagte voraus, dass das kleine Horn sich unterstehen wird, Zeit und Gesetz zu ändern. Hat die päpstliche Macht im Mittelalter versucht, Zeit und Gesetz zu ändern? Als Gott, haben wir gestern gehört, sein Gesetz auf dem Berg Sinai schrieb, setzt er im Herzen welches Gebot? Das vierte Gebot, genau. Das Sabbatgebot. Es war genau in der Mitte und Gott hat es besonders hervorgehoben. Aber dieses System ruft heraus, dass es aus eigener Macht den Sabbattag ändern kann und bezieht sich nicht auf irgendwelche Schriften, sondern ganz allein auf Tradition.

[29:48] Von Gott wissen wir aber, dass er am Sabbat oder am siebten Tag ruht. Und er sagt auch zu Mose: "Ihr sollt nichts dazu tun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davon tun, auf dass ihr bewahren mögt die Gebote des Herrn, eures Gottes, die ich euch gebiete." Und Jesus selber zeigte die gleiche Entschlossenheit beim Halten des Sabbats, die er auf dem Berg Sinai gegeben hat, denn er sagte, er sei nicht gekommen, um das Gesetz beiseite zu legen, sondern um es zu erfüllen. In Matthäus 5, 18 steht: "Wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota oder Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist." Wer nur eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute dementsprechend, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich.

[30:45] Jesus selber zeigte durch sein Beispiel, dass er diesen Tag ehren will und den er und sein Vater heilig gemacht haben in der allerersten Woche der Weltgeschichte. Und als die religiösen Leiter zur Zeit Jesu, die Jünger Jesu, beschuldigt haben, dass sie den Sabbat missachten, sagte Jesus, dass er der Herr über den Sabbat sei. Und nicht nur ehrte Jesus den Sabbat, er sagte seinen Jüngern auch, sie sollen beten, dass sie den Sabbat halten können in Zukunft, weil er wusste, dass da Schwierigkeiten aufkommen werden. Und zwar spricht er hier in erster Linie über die Flucht aus Jerusalem, bevor diese von den Römern attackiert worden ist.

[31:26] Nun, viele Christen feiern den Karfreitag in Gedenken an den Tod Christi, viele feiern auch Ostersonntag in Erinnerung an die Auferstehung, viele werden bald Weihnachten feiern in Erinnerung auf die Geburt Christi. Aber Jesus selber hat, als er gestorben ist, den Sabbat gehalten. Ist das nicht interessant?

[31:48] Und auch obwohl Lukas sein Buch über das Evangelium erst Jahre später nach dem Kreuz geschrieben hat, nennt er immer noch den Sonntag als ersten Tag der Woche und den siebten Tag nennt er Sabbat. Und die biblischen Aufzeichnungen, wie wir gestern gesehen haben, unterscheiden diese zwei Tage. Und selbst die Apostel führten die Gottesdienste am siebten Tag Sabbat für viele Jahre nach dem Kreuz. Und keiner der neutestamentlichen Schreiber, wenn wir sagen wollen, dass wir neutestamentliche Christen sind, keiner dieser Schreiber hat je eine Änderung gemacht, geschrieben, gelehrt, gepredigt. Denn würde so eine Veränderung stattgefunden sein, dann wäre es doch der Leitartikel in jedem Buch, oder? Hätte Paulus, glaube ich, in seinen ganzen Briefen hätte darüber gepredigt, weil es ja eine Änderung war.

[32:38] Gott selber sagt in den Psalmen: "Aber meine Gnade will ich von ihm nicht wenden und meine Wahrheit nicht lassen zugrunde gehen." Gott hat sein Gesetz nicht geändert und niemand hat das Recht dazu.

[32:53] Und das Interessante ist, dass sogar Gelehrte von verschiedenen sonntagshaltenden Denominationen das erkennen. Der katholische Kardinal James Gibbons sagt: "Du kannst die Bibel von der Genesis, also vom ersten Mose, bis zur Offenbarung durchlesen, und du wirst keine einzige Zeile finden, welche die Heiligung des Sonntags autorisiert." Katholischer Kardinal. Er sagt weiter: "Die Schriften setzen die religiöse Einhaltung des Samstages vor." Ein methodistischer Pastor Claude C. Jappert sagt, also auch Sonntagshalter: "Der Grund, warum wir den ersten Tag einhalten, anstatt den siebten, ist auf keinem Gebot basiert. Man wird die Schriften unnötig nach einer Befugnis für die Veränderung vom siebten zum ersten Tag durchsuchen."

[33:46] Also halten wir fest: Es gibt keine biblische Aufzeichnung über die Veränderung vom Samstag zum Sonntag. Nun, die Frage, die uns jetzt vielleicht der ein oder andere sich stellt: Wann hat das alles angefangen? Irgendwann muss es doch einen Punkt geben, wo sich die Welt entschieden hat: "Jetzt halten wir den Sonntag." Und Sokrates, der ist für die meisten ein Begriff, hat das studiert, hat Studien gemacht darüber und hat festgestellt, dass alle Kirchen durch die Welt hindurch die heiligen Mysterien jeglicher Religionen immer am Sabbat durchgeführt haben. Nur die Christen in Alexandria und in Rom, aufgrund von antiken Traditionen, haben aufgehört, dies zu tun. Sogar Sokrates wusste es schon.

[34:41] Nun, andere Historiker sagen auch, dass viele Kirchentruppen, wie hier die Bibelzeugen, Waldenser, den Sieben-Tage-Sabbat einhielten während dem Mittelalter und deswegen auch verfolgt wurden, deswegen auch gefoltert wurden. Und bis heute haben wir Menschen, die den Sabbat auch noch halten.

[34:59] Nun, wann hat das alles angefangen? Viele Kirchenhistoriker setzen den Anfang dieser Veränderung irgendwo zwischen 70 und 135 nach Christus, denn hier waren zwei blutige Aufstände der Juden gegenüber den Römern und die Römer haben natürlich den Sieg gehabt und die Juden besiegt. Und deswegen fing eine Verwerfung der Juden an. Und die Christen, die in Rom gelebt haben zu dieser Zeit, die wollten natürlich nicht mit den Juden in Verbindung gebracht werden. Denn in diesem Zeitraum hatte man antisemitische Literatur, man hat eine antisemitische Stimmung in Rom und ja, das ganze römische Imperium war antisemitisch. Und dann ist ein Christ da, der den gleichen Tag hält wie ein Jude. Und deswegen ist auch irgendwo verständlich, dass die Christen gesagt haben: "Wir wollen nicht mit den Juden in Verbindung gebracht werden, weil sonst werden wir genauso gehasst von den Römern und von den Heiden."

[36:01] Deswegen begannen viele Christen die Verpflichtungen am Samstag, am Sabbat zu minimieren. Und jetzt ist es einfach zu verstehen, wieso Christen im römischen Imperium sich vom Sabbat halten distanzierten. Sie waren im Zentrum da, wo die Feindlichkeit am größten war.

[36:21] Und da die Kirchen so in Alexandria voll mit Heiden waren oder Heidenchristen waren, die vom Heidentum zum Christentum gewechselt sind, war es verständlich, dass sie den Sabbat weghielten. Nun, die Frage ist, warum gerade Sonntag? Könnte man nicht Mittwoch nehmen oder Donnerstag? Irgendwann mal, wo vielleicht weniger los ist? Gerade Sonntag. Und das ist eine sehr gute Frage, denn die Heiden im römischen Imperium waren Sonnenanbeter für viele Jahre. Sie hatten die Sonne als Gott und die Gottesdienste zur Sonne waren immer Sonntags.

[36:59] Nun, das passiert, wenn man eine Regierung mit der Kirche mischt, eine römische Regierung mit der Kirche vor allem. Und sie haben sich was politisch taktisch Kluges überlegt. Wir machen von allen unseren treuen Nachfolger eine Religion und alle sollen den gleichen Tag halten. Egal ob Heiden oder Christen. Von den Heiden haben sie zu Christen gemacht und den Tag der Christen haben sie zum Tag der Heiden gemacht, sodass alle Christen dann Sonntags Gottesdienst gefeiert haben. Und es war taktisch politisch klug für das Imperium. Man hatte keine Streitigkeiten mehr, man hatte Frieden unter den Leuten.

[37:40] Und das alles wurde auch noch bekräftigt durch das erste bürgerliche Sonntagsgesetz im Jahre 321 nach Christus. Und dies hat der römische Imperator Konstantin verabschiedet. Aber bevor er noch Christ wurde, als er Heide war, hat er folgendes befohlen: "An dem ehrwürdigen Tag der Sonne sollen all die, die in den Städten residieren, ausruhen und alle Werkstätten sollen geschlossen sein. Trotzdem können auf dem Land alle Angestellten in der Landwirtschaft frei und rechtmäßig in der Arbeit nachgehen."

[38:12] Der nächste Schritt, der gemacht worden ist, um den Sonntag ein Teil des Christentums zu machen, wurde von der römischen Kirche im Konzil zur Laodicea gemacht. Und das war das erste religiöse Gesetz, das das Halten des Sonntags beanspruchte. Hier haben wir eine Abschrift davon. Im Jahre 325 Silvester, der Bischof von Rom, änderte den Titel vom ersten Tag und nannte ihn "Der Tag des Herrn". In einem anderen Konzil von Laodicea 364, was 364 nach Christus gehalten worden ist, wurde folgendes Gesetz ernannt: "Christen sollen nicht judaisieren, also den Sabbat halten und faul am Samstag sein, aber sollen an diesem Tag arbeiten. Aber den Tag des Herrn sollen sie speziell ehren und, dass sie Christen sind, sollen sie, wenn möglich, nicht arbeiten an diesem Tag."

[39:07] Nun, wir haben jetzt auf der einen Seite eine Lehre, die nicht auf der Bibel basiert ist, von einer Institution durchgeführt, die sich auf alte heidnische Traditionen beruht, die sie mit in das Christentum reingeschleppt haben. Und wir haben auf der anderen Seite die Bibel, die uns was ganz anderes sagt.

[39:29] Nun müssen wir aber bedenken, dass zu dieser Zeit nicht jeder Zugriff auf die Bibel hatte. Nicht jeder hatte ein Smartphone, wo er kurz die Bibel-Apps runterladen konnte und sagen: "Sagt der Papst wirklich die Wahrheit?" Sondern sie mussten sich darauf verlassen, was der nächste Pfarrer in der nächsten Dorfkirche rübergebracht hat. Und selbst die konnten vielleicht meistens nicht mal oder hatten nicht mal Zugriff auf die Bibel. Also wurde alles Mund-zu-Mund weitergegeben. Und bis der arme Landwirt, der vielleicht einmal in der Woche für zwei Stunden zum Gottesdienst gehen wollte, wusste nicht mehr zwischen Schrift und Tradition zu unterscheiden. Und sie wussten nicht mehr, was Jesus und die Jünger gepredigt haben.

[40:10] Bis zu diesem Zeitpunkt. Wir haben erst vor ein paar Tagen einen weiteren Jahrestag der Reformation gefeiert. Und Jahrhunderte vergingen, aber. Und dann kam diese Reformation und sie haben viele Rituale, viele Traditionen in Frage gestellt, die die Lehren des Wort Gottes ersetzt hatten. Und die Klage der Reformation war: Die Bibel und nur die Bibel als Maßstab des Glaubens. Und dafür mussten viele sterben, wie Hus und Jerome. Sie wurden auf den Scheiterhaufen verbrannt und das war ihr Lohn dafür, dass sie Gott folgen wollten und bibeltreu sein wollten.

[40:48] Nun, so lag die Wahrheit über den Sabbat still unter Jahrhunderten von Traditionen. Und nur wenige studierten, um zu schauen, ob es wirklich wahr ist. Sie akzeptierten das, was durch die Generationen durchgetragen wurden und haben nie hinterfragt, ob es jetzt Wahrheit oder Lüge sei. Und manchmal tun das Menschen, oder? Manchmal akzeptieren wir einfach und sagen: "Ja und Amen" und akzeptieren das, was uns gesagt wird und das, was sich für jahrelang bewährt hat, wie Bill Gates sagen würde: "Never change a running system." Aber Kopernikus hat es nicht so gesehen.

[41:25] Kopernikus hat gesagt, die Erde ist gar nicht im Zentrum des Universums. Und heute sind wir alle davon überzeugt, oder? Nur für seine Zeit war das irgendwie komisch, das zu sagen. Für seine Zeit zu sagen: "Sorry, die Erde drehte sich um die Sonne herum und nicht um die Erde." Für alle war das eine Wahnsinnsbotschaft. Und wisst ihr, wer die Ersten waren, die sich gegen Kopernikus gestellt haben? Das waren die religiösen Leiter der Kirche. Und sie haben zu ihm gesagt und sie haben ihn angeschrien und haben gesagt: "Du kannst Gottes Himmel nicht verändern."

[42:02] Nun, Kopernikus hat keinen Himmel verändert. Er hatte nicht die Macht dazu. Er hat einfach nur die Wahrheit gesagt. Und das Gleiche ist auch durch die Reformation passiert. Und nur durch die Reformation wurden alte Jahre von Traditionen losgestellt.

[42:14] Nun, das Gleiche passiert auch mit den Zauberern am Sonntag. Fragen wir mal den katholischen Grundsatzbuch, den Katechismus. Und da lesen wir die Frage: "Welcher ist der Sabbatag?" Und die Antwort ist: "Samstag ist der Sabbatag." Die nächste Frage: "Warum halten wir den Sonntag anstelle vom Samstag?" Die Antwort: "Weil die katholische Kirche die Feierlichkeit von Samstag zu Sonntag geändert hat." Diese Veränderung wurde 336 nach Christus im Konzil von Audizia gemacht. Also bis heute dokumentiert.

[42:51] Nun, warum hat die katholische Kirche nun diese Veränderung veranlasst? Die Antwort liegt in der Autorität der Tradition der katholischen Kirche. Die Tradition hat mehr Wert als die Schrift selber. Und das war einer der wichtigsten Unterschiede, die es zwischen den Protestanten gab und zwischen den Katholiken. Und als Martin Luther sagte, dass er nur die Bibel folgen will und allein die Bibel dafür auch sein Leben opfern will, da hat er die meisten Lehren der katholischen Kirche in Frage gestellt. Denn diese waren alle auf Tradition basiert.

[43:28] Und tatsächlich bedarf das Konzil von St. eine exakte Entscheidung über die Position der katholischen Kirche gegenüber Tradition und ihre Beziehung zur Bibel. Und diese Frage wurde auch gelöst. Da gab es auch eine Riesendiskussion darum. Und Holzmann fasste es so zusammen: "Endlich, beim letzten Auftakt vom 18. Januar 1562, wurde alle Bedenklichkeit beiseite gelegt. Der Erzbischof von Reggio legte eine Rede ab, in der er öffentlich deklarierte, dass Tradition überhalb der Schrift steht."

[44:06] Also das Fundament eines christlichen Glaubens ist nicht mehr Christus und die Bibel selber, sondern nur Traditionen, die ihre Wurzeln wo ganz anders haben. Und Jesus hatte das gleiche Problem auch zu seiner Zeit gehabt. Er fragte einen religiösen Führer seiner Zeit: "Warum übertretet ihr Gottes Gebot um eure Satzungen willen?" Die Juden hatten damals das gleiche Problem. Sie hatten die Gesetze und dann auch tausende weitere Satzungen, die sie selber dazu gedichtet haben. Und er sagt weiterhin: "Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind."

[44:49] Nun, die Frage gab es schon damals und die Frage ist heute immer noch die gleiche. Wem willst du zu deinem Führer machen? Tradition oder Bibel? Und es ist keine Frage. Wir wissen, auf welcher Seite Christus steht, oder? Und es geht hier nicht wirklich um Tage, Nummern, Ziffern, Tiere oder keine Ahnung was. Es geht hier wirklich nur um eine Herzensfrage. Es geht um die Frage: Wem will ich dienen? Will ich irgendwelchen Menschen dienen, die irgendwelche Traditionen erfunden haben, oder will ich Christus dienen und der Bibel? Das ist die weite Streitfrage.

[45:29] Kommen wir zu den heutigen Diskussionen über den Sabbat. Karl Keating sagt 1988: "Es war die katholische Kirche, welche entschieden hat, dass der Sonntag der Tag der Anbetung für das Christentum sein sollte, um die Wiederauferstehung zu ehren."

[45:49] "Vielleicht die kühnste, die meistrevolutionäre Veränderung, welche die Kirche getan hatte, passierte im ersten Jahrhundert. Der Heilige Tag, der Sabbat, wurde vom Samstag auf den Sonntag geändert. Nicht aufgrund irgendwelcher Richtungen, welche die Schrift hergibt, aber von dem Empfinden, welche die Kirche über ihre eigene Macht hat." Und jetzt kommt ein ganz interessantes Zitat. "Menschen, welche denken, dass die Schrift die alleinige Autorität sein sollte, sollen logischerweise siebenten Tags Adventisten werden und den Samstag heilig halten. Logischerweise."

[46:22] Für manche ist es ganz logisch. In Daniel 7 zeigt Gott dem Daniel, dass das kleine Horn sich unterstehen wird, Festzeitungen und Gesetz zu ändern. Und das ist die riesengroße Prophezeiung. Hier ist klar vorhergesagt, dass eine irdische religiöse Macht versuchen wird, Gottes Gesetz zu ändern. Da ist nur ein Gebot in den zehn Geboten, welches über Zeit spricht, und zwar ist es das Sabbatgebot. Aber Prophezeiung sagt voraus, dass nicht jeder dieser religiösen Religion folgen wird. Und wir wissen auch, dass es ein Volk geben wird, das auf der anderen Seite ist. Ein Volk, das sich die Heiligen nennt, die verfolgt worden sind für 1260 Jahre.

[47:04] Und die Offenbarung, Kapitel 14, Vers 12. "Hier ist Geduld der Heiligen, hier sind, die die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus halten." Nun, wir haben gestern gehört, dass wir diese Gebote rein aus Liebe halten würden. Und ich glaube, das muss ich auch gar nicht mehr erwähnen, aber es ist wichtig, dass wir uns darüber nochmal Gedanken machen. Gott sagt uns, dass wir uns daran erinnern sollen, dass er uns geschaffen hat, dass er unser Schöpfer ist. Und wenn wir es tun, dann zeigt es unsere Loyalität gegenüber ihm, unsere Liebe gegenüber ihm.

[47:41] Und wenn jemand einen menschengemachten Sabbat hält, dann hält er auch nur menschengemachte Traditionen, dann liebt er Menschen mehr als Gott selber. Und wie wir gestern gehört haben, es ist ein Segen, wenn wir den Sabbat halten, denn dort forschen wir weiter in den Willen Gottes und wir werden es dann weiterhin genießen, jeden einzelnen Tag für Gott zu leben.

[48:04] Und ich hoffe, ihr habt gemerkt, dass es eine Herzensfrage ist. Wen liebe ich mehr? Wem will ich mehr geben? Und 1. Johannes 5, Vers 3 sagt: "Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer." Und Jesus sagte sogar, gestern haben wir auch gestern gelesen, dass nicht jeder, der sich Christ nennt, am Schluss gerettet wird. Und das finden wir in Matthäus 7, Vers 21. "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen tut meines Vaters im Himmel." Es ist eigentlich ganz einfach. Gott kennt diejenigen, die nur sagen, dass sie zu ihm gehören, und er kennt auch diejenigen, die auch wirklich zu ihm gehören, die es nicht nur sagen, sondern es auch wirklich tun. Und diese sind bei Gott willkommen. Nur diese kann Gott zu sich reinlassen und mit ihm die Ewigkeit verbringen.

[50:00] Nun ist die Frage: Liebst du wirklich Gott so arg, dass er dein Leben führen soll und dass du seinen Willen ausüben willst? Wie wir gestern auch gehört haben, wenn wir den Sabbat halten, halten wir es nicht für uns, damit wir ein ruhiges Gewissen haben, weil damit wir nichts mehr falsch machen, sondern wir halten es, damit wir Segnungen von Gott direkt von Gott bekommen können. 100 Prozent ohne Filter. Wenn wir Zeit damit verbringen, jede Woche an unseren Schöpfer zu denken und nach ihm zu greifen, werden wir ihn immer besser kennenlernen. Wir haben gestern gehört, es ist ein Date mit Gott. Und je mehr Dates man hat, desto besser kann man eine Person kennen, oder? Und desto besser können wir Gott kennen.

[50:54] Nun, in einer Zeit, wo wir es alle so eilig haben, wo wir alle hin und her rennen von einer Beschäftigung zur anderen, ist es nicht schön, dass Gott uns die Lösung zum Stress gibt, dass er uns sagt: "Kommt zur Ruhe, einmal die Woche, genieß es und dann noch mit der Feier, tue es mit mir." Denk mal drüber nach, wem liebst du mehr? Tradition oder Bibel? Menschen oder Gott? Und mit wem willst du mehr Zeit verbringen, vor allem?

[51:17] Ich hoffe, ihr habt die Antwort auf eure Frage gefunden. Wenn ihr mehr folgen wollt. Und gestern haben wir eine Einladung bekommen vom Daniel und zwar diesen Samstag, schon mal den Sabbat, vielleicht für den einen oder anderen zum ersten Mal, für den anderen zum zehnten, hundertsten oder vielleicht noch länger. Und an dieser Einladung will ich auch dran anknüpfen. Ich lade euch auch herzlich ein, diesen Samstag in diesen Raum zu kommen wieder und Gottesdienst zu feiern und es mal zu erleben, wie es ist. Und wie Daniel gesagt hat, Gott herauszufordern, ob er euch wirklich segnet. Und ich kann euch versprechen, ich würde es nicht seit 17 Jahren tun, wenn ich keine Segnungen empfangen hätte. Ich will jetzt keine Entscheidung jetzt sehen. Ich will kein Handzeichen sehen. Ich will auch niemanden sehen, der aufsteht und sagt: "Ich komme am Samstag." Ich will euch einfach am Samstag sehen. Das ist die Bestätigung für mich. Und ich hoffe, ich sehe euch alle am Samstag. Aber zuerst will ich euch am Freitag sehen. Bis Freitag.


Lizenz

Copyright ©2015 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.