In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es darum, wie man im Chaos der heutigen Zeit den Durchblick behält. Anhand von biblischen Prophezeiungen und historischen Ereignissen zeigt er auf, dass Gott einen Plan hat und dass die Zeichen der Zeit auf ein bevorstehendes Ende hinweisen. Er ermutigt die Zuhörer, die Zeichen zu erkennen und nicht in Verwirrung zu geraten, sondern auf Gottes Wort zu vertrauen.
No Limit – 2. No confusion: Im Chaos der Zeit den Durchblick behalten
Christopher Kramp · No Limit (Jugend-Vortragsreihe) ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Jesus, Neues Testament, Prophetie, TheologieWeitere Aufnahmen
Serie: No Limit (Jugend-Vortragsreihe)
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Transkript
[0:00] Schön, dass Sie da sind, dass Sie gekommen sind. Hallo und herzlich willkommen auf joelmedia.tv.
[0:27] Mein Name ist Christopher Kramp und ich bin glücklich verheiratet mit der Bea, die das alles hier organisiert hat. Das sage ich aus zwei Gründen. Erstens, weil ich es von ganzem Herzen meine und zweitens, damit der nächste Satz nicht missverstanden wird, nämlich ich bin sehr privilegiert, heute mit der Silvia und der Laura hier zu stehen. Und das meine ich ganz ehrlich, denn die beiden sind mir ein großes Vorbild in dem, was sie schon in jungen Jahren an Tapferkeit und Glauben gezeigt haben. Und ich freue mich, dass wir gemeinsam heute diesen Abend gestalten können.
[1:01] Das Thema, das wir besprechen, ist ein äußerst spannendes Thema. Die Laura wird nachher den spannenderen Teil haben, wo es dann richtig um das Eingemachte geht. Ich mache quasi ein bisschen die Einleitung. Unser Thema ist "No Confusion". Im Chaos der Zeit den Durchblick behalten. Ich habe diese Thematik schon öfter mal gepredigt oder in Vorträgen vorgestellt und je mehr wir in der Zeit voranschreiten, desto mehr habe ich den Eindruck, dass das Chaos immer noch chaotischer wird. Und trotzdem möchte ich heute mit Ihnen gemeinsam studieren, dass es möglich ist, tatsächlich auch in einer Welt, die uns scheinbar aus den Fugen gerät, immer noch den Durchblick zu behalten. Aber diesen Durchblick, den, so bin ich fest davon überzeugt und auch alle, die hier gemeinsam dieser Serie mitarbeiten, den gibt es nur im Wort Gottes. Und bevor wir beginnen und das Wort Gottes aufschlagen, möchte ich uns alle gemeinsam einladen, dass wir ein kurzes Gebet sprechen und wir können dazu sitzen bleiben.
[1:51] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen für diesen Tag, für all den Segen, den du uns schenkst, für all das, was wir von dir lernen können. Wir möchten dich bitten, dass wir, wenn wir jetzt in deinem Wort lesen, uns Gedanken machen über das, was in der Zukunft auf uns zukommt, dass du uns hilfst, den Durchblick zu behalten. Das in all dem Chaos, das um uns herum sich ereignet, dass wir wirklich verstehen, worauf es ankommt. Sei du jetzt bei uns mit deinem guten Geist und segne uns nach deiner Verheißung. Amen.
[2:27] Es war am 30. Oktober 1938, ein ganz normaler Tag und viele Menschen in Amerika, vor allem an der Ostküste, waren gerade damit beschäftigt, den Abend so zu genießen. Damals gab es kein Fernsehen, es gab kein Internet, kein Facebook. Was hat man also gemacht, wenn man nicht ausgegangen ist? Man saß am Radio und hat sich ein Konzert angehört oder eine Comedy-Show und an diesem 30. Oktober 1938 hörten sich viele Amerikaner einfach das Radioprogramm. Es gab einen bekannten Sänger, eine bekannte Show und als die dann zu Ende war, wechselten viele das Programm und hörten mit Erstaunen, dass das Musikprogramm auf dem anderen Sender ständig unterbrochen wurde, weil offensichtlich etwas Außergewöhnliches, Spektakuläres dort im Osten der USA passiert war. Mehrmals melden sich Reporter von einer bestimmten Stelle in New Jersey und berichteten von einer ganz außergewöhnlichen Situation, die die gesamten USA an diesem Abend in Atem hielten. Mal ein kurzer Ausschnitt aus dem, was dort als Live-Bericht im Radio gebracht wurde.
[4:06] Einen Moment. Jemand hat den Ton ausgestellt und ich war es nicht.
[4:36] Wir haben euch jetzt zurückgelegt zu Karl Phillips bei Grover's Mill.
[4:45] Meine Damen und Herren, hier bin ich, hinten auf einem Steinenboden, der sich zu Herrn Wilmers Garten befindet. Von hier her bekomme ich ein Bild der ganzen Szene. Ich werde euch alle Details geben, solange ich reden kann und solange ich sehen kann. Mehr Staatspolizei sind gekommen, sie bilden einen Kordon vor dem Garten, ca. 30 von ihnen. Keine Bedürfnis, den Publikum zurückzudrücken, sie sind bereit, ihre Distanz zu halten. Der Kapitän spricht mit jemandem, ich kann nicht sehen, wer das ist. Ah ja, ich glaube, es ist Professor Pearson. Ja, es ist er. Jetzt haben sie gefeiert und der Professor bewegt sich auf einer Seite, studiert das Objekt, während der Kapitän und zwei Polizisten mit etwas in ihren Händen vorgehen. Ich kann es jetzt sehen, es ist eine weiße Hexe, verbunden mit einem Pfeil, eine Flagge der Truppen. Es ist eine Hexe, verbunden mit einem Pfeil, eine Flagge der Truppen.
[5:58] Mit stockendem Atem, ich weiß nicht, wer es verstanden hat, hörten die Vereinigten Staaten von Amerika, dass gerade in New Jersey eine Rakete gelandet war und aus der Rakete die Marsmenschen gekommen waren und die den Planeten Erde attackierten. Und ob sie es glauben oder nicht, in diesen Stunden waren tausende von Amerikanern auf den Straßen. Es brach eine Massenpanik aus, eine Hysterie. In einem Bericht wird gesagt, dass in Indianapolis, in einer Kirche wie hier am Abend, eine Frau in den Gottesdienst hinein rannte und schrie: "Die Welt geht unter, die Welt geht unter, die Marsmenschen kommen." Es gab Berichte von Suizidversuchen und eine Panik, die im ganzen Land ausgebrochen war, die unbeschreiblich war. Das Problem war nur, das Ganze war nichts weiter als ein Hörspiel. Ein Hörspiel, das bewusst so komponiert war, dass es den Eindruck extremer Realität vermittelte. Und da die meisten nicht den Anfang mitbekommen hatten, wo ganz deutlich gesagt worden ist: "Heute hören wir das Hörspiel von Orson Welles, Krieg der Welten", die meisten sich später dazu geschaltet hatten, hatten sie den Eindruck, dass tatsächlich hier Live-Reporter aus New Jersey den Angriff der Marsianer beschrieben. Es fehlte der Durchblick und was folgte war totale Konfusion.
[7:46] Wir leben in einer Welt, in der ganz oft die Frage gestellt wird: "Was wird eigentlich aus unserem Planeten? Wie wird das zu Ende gehen?" Viele Menschen haben sich diese Frage gestellt in den letzten Jahrtausenden schon. Die meisten Religionen haben ja irgendwo eine Komponente, die beschreibt oder erklären soll, was aus diesem Planeten wird. Hast du dir schon mal, lieber Freund, liebe Freundin, die Frage gestellt: "Was wird eigentlich aus unserem Planeten? Wie geht das alles zu Ende?"
[8:12] Eine Theorie, die momentan sehr populär ist, obwohl umstritten, ist, dass aufgrund der Klimaveränderung, der sogenannten Klimaerwärmung, irgendwann vielleicht das Leben auf diesem Planeten schrittweise nicht mehr wirklich lebensfähig sein wird. Und manche sind da sehr überzeugt von, manche halten das für politischen Unsinn. Wie auch immer, es ist ein Thema, das die Bevölkerung in vielen Teilen der Welt in Atem hält. Andere sind sich sicher, dass lange bevor das Klima sich erwärmt hat, so schlimm, dass wir nicht mehr leben können, irgendein verrückter Terrorist oder ein verrückter Staatsmann irgendwo in Pakistan oder Indien auf den Knopf drückt und den Atomkrieg auslöst. Wieder andere befürchten vielleicht den Einsturz von Asteroiden. Und es ist noch gar nicht so lange her, dass vor einigen Jahren, genauer gesagt vor drei Jahren im Jahre 2012, die Theorie die Runde machte, dass dort aufgrund des Endes des Maya-Kalenders irgendwelche großen Dinge passieren würden. Können Sie sich daran erinnern? Das war überall in den Nachrichten zu sehen. Dieses Jahr bin ich in Mexiko gewesen mit meiner lieben Frau und als wir dort gewesen sind, in Villa Hermosa in Tabasco und wir geschaut haben, was kann man alles an dem Ort tun, dann haben wir festgestellt, es gibt ein Museum und in dem Museum gibt es das Original-Dokument, da können Sie es sehen. Hier, da steht am so und so vielen 2012 und den Rest kann man eigentlich gar nicht mehr entziffern. Das sollte also bedeuten, da geht die Welt unter. Das war offensichtlich, wie heute die Maya-Forscher sagen, sogar eine Fehlinterpretation. Da hat also so ein Forscher das gefunden, dann auf den ersten Blick mal so geschaut, was das vielleicht bedeuten könnte. Dummerweise das gleich publiziert, das haben dann die Esoteriker aufgegriffen und dann war das aus dem Fenster, dann konnte man sich mal einholen. Eigentlich hatte das gar nichts mit dem Weltende zu tun, aber naja, man hat trotzdem viel Geld mitmachen können. Und es ist noch gar nicht so lange her, da hat die Welt wieder mit stockendem Atem am Abend aus dem Fenster geschaut, weil dieser Mond so blutrot wurde. Da gab es auch etliche Prophezeiungen, dass dieser Blutmond irgendetwas zu bedeuten hätte und in christlichen Kreisen, esoterischen Kreisen ist das viel diskutiert worden.
[10:30] Weltuntergang ist aber nicht immer nur das Zusammenbrechen des Ökosystems. Weltuntergang kann auch bedeuten, dass ich meinen Arbeitsplatz verloren habe, oder? Das kann auch ein Weltuntergang sein. Oder aber, dass nach Jahren Arbeit meine Diplomarbeit einfach vom Computer verschwunden ist. Oder, dass vielleicht meine Rechnungen so groß geworden sind, dass ich in Jahren sie nicht zurückbezahlen kann. Die Konfusion unserer Zeit hat viele Dimensionen. Die Angst vor der Zukunft, die Probleme in unserem eigenen Leben und dann natürlich der Schrecken, der sich so in der Welt verbreitet. Der Terror hört irgendwie nicht auf, obwohl die größte Militärmacht mit dem größten Militärbudget seit Jahren den Krieg gegen Terror führt. Aufgehört hat er noch nicht. Der Terror scheint so, als ob in Wirklichkeit der Terror immer mehr floriert, oder? Und Brutalität an der Tagesordnung ist, wie man sie selten zuvor gesehen hat. Und das bringt natürlich Veränderungen auf fast globaler Skala in unserer Welt mit sich. Die Flüchtlinge zum Beispiel. Und wenn Sie jetzt denken, ich zeige Ihnen ein Bild vom Münchner Bahnhof, dann weit gefehlt. Wir glauben ja, dass so ein paar Tausende, die in München ankommen, schon den Untergang des christlichen Abendlandes bedeuten. Das ist die wahre Flüchtlingskrise, wo im Libanon oder in Jordanien Millionen von Menschen in wenigen Zeltstädten zusammengepfercht leben. Ganze Bevölkerungsgruppen, ganze Volksgruppen unterwegs sind. Und mittlerweile erreicht es uns auch mal ein bisschen. Und plötzlich sind wir aufgeschreckt, nicht wahr? Dass das aber schon seit Jahren so geht, das ist uns irgendwie nicht aufgefallen vor lauter Entertainment und vor lauter Sport. Naja, mittlerweile ist das Thema auch bei uns ganz aktuell. Und immer mehr Menschen fragen sich: "Sollten wir nicht ganz prinzipiell die Richtung unserer Politik oder unserer Weltanschauung ändern?" Manche fordern ja wieder die Rückbesinnung auf die Werte des christlichen Abendlandes. Und in solchen Zeiten hat natürlich die Zukunftsforschung, was wird jetzt aus unserer Gesellschaft? Was wird aus unserem Planeten? Was wird aus meinem Leben? Hochkonjunktur. Und viele Menschen stellen sich diese Frage: "Was wird aus meinem Leben? Was wird mit unserer Nation? Was wird mit unserer Kirche? Was wird mit unserem Planeten?"
[12:56] Gestern haben wir gesehen, dass es eine menschliche Unmöglichkeit ist, die Zukunft zu kennen. Selbst die klugen Babylonier, die waren noch weitaus intelligenter als wir, was so die Mathematik und die Astronomie angeht, selbst die konnten es nicht. Aber wir haben gestern gesehen und die Nadine hat das ja sehr schön gezeigt, es gibt einen Gott im Himmel, der kennt die Zukunft. Es gibt jemand, der weiß bereits Jahrhunderte vorher, wie ein persischer General heißen würde. Und er weiß auch schon, wie der persische General die Stadt erobert, haben wir alles gestern ja deutlich gesehen.
[13:30] Das Schöne, was wir heute auch sehen werden ist, dieser Gott, der die Zukunft kennt, der die Geschichte kennt, der kennt nicht nur die Weltgeschichte, der kennt nicht nur das, was man später auf Keilschrifttexten wiederfinden kann. Dieser Gott kennt auch meine Geschichte, er kennt auch deine Geschichte. Ein Gott, der nicht nur Fakten kennt und uns die Fakten vorher in biblischer Prophetie auf dem Serviertablett zeigt, sondern ein Gott, der sich wirklich um uns kümmert. Und der möchte, dass wir angesichts der Schwierigkeiten, der Probleme, der Konflikte unserer Zeit nicht den Durchblick verlieren, nicht konfus werden. No Confusion.
[14:19] Und um das ein bisschen zu illustrieren, möchte ich mal ganz kurz mit Ihnen eine Reise wagen 2000 Jahre zurück in eine schöne Stadt namens Jerusalem. Stellen wir uns vor, es ist gerade so Sonnenuntergang, es ist Dämmerung, das dunkle Licht der untergehenden Sonne leuchtet noch über Jerusalem und hüllt diese Stadt in so einen ganz besonderen Zauber. Man hört die Vögel zwitschern, es duftet nach Olivenhainen, irgendwo hört man so ein paar Kinder krakehlen in den Straßen, ein römischer Soldat macht seine Runde. Eigentlich ein ganz romantisches, schönes Bild. Nicht so vielleicht so politisch aufgeladen, wie wir heute vielleicht an Jerusalem denken würden. Damals gab es noch keine Trennwende und keine solchen Probleme.
[15:09] An diesem Abend vor ungefähr 2000 Jahren saß jemand auf einem Hügel gegenüber von Jerusalem und schaute diese schöne Stadt an und würde denken, vielleicht hat er dabei ein schönes Buch gelesen, vielleicht hat er ja ein Gedicht geschrieben, sich einfach inspirieren lassen. Die Bibel sagt uns, dass Jesus Christus, der damals auf diesem Berg saß und Jerusalem anschaute, dass er weinte. Er weinte aus einem einfachen Grund. Der Gott, der die Zukunft kennt, der weiß, was kommen wird, kennt nicht nur die Fakten, er weiß auch emotional, was es bedeutet. Jesus, als er auf den Tempel und auf die Stadt Jerusalem blickte, er wusste, was in einigen Jahrzehnten kommen würde und es hat ihn in seinem tiefsten Inneren gerührt. Der Gott der Bibel ist nicht nur ein Gott, der genau weiß, dass nach Babylon, Medopersien kommt und dann Griechenland und dann Rom und dann das zerteilte Europa. Er weiß auch, was das für all die Menschen bedeutet, die einzelnen Bauern, die ihr Leben verloren haben im Zuge dieser Geschichte. Er weiß, was es bedeutet hat für die Mütter, die ihre Soldaten, ihre Kinder als Soldaten im Krieg verloren haben. Er weiß, was es bedeutet für Kinder und für Alte. Sein Herz ist getroffen, wenn er in die Zukunft schaut.
[16:48] Tags darauf war er unterwegs mit seinen Jüngern. Er ist ja gut bekannt, er hatte zwölf Jünger und sie waren so unterwegs in Jerusalem und Jerusalem war ein Touristenmagnet. Viele Menschen kamen nach Jerusalem und wenn man sich so einen Reiseführer von Jerusalem gekauft hätte, wenn es den damals schon gegeben hätte, wenn ich manchmal auf Reisen gehe, dann kaufe ich mir so einen Reiseführer. Da steht dann drauf, das sind so die tollsten Sehenswürdigkeiten, die man da sehen kann. Die größte Sehenswürdigkeit in Jerusalem war der Tempel. Der Tempel war das Außergewöhnlichste, was es gab in der ganzen römischen Welt. Es war der größte Tempel überhaupt. Das heißt von Spanien bis nach Arabien, von Libyen bis nach Britannien gab es im gesamten römischen Reich nicht solch einen brillanten, schönen und großartigen Tempel. Kein Wunder, die Juden waren sehr stolz auf ihren Tempel. Der war von Herodes gebaut worden in 46 Jahren. Damals hat es da wenig Protest gegen gegeben, es war nicht wie bei Stuttgart 21, wo alle dagegen waren, sondern man war stolz, dass jetzt da ein nationales Symbol geschaffen worden ist. Sogar der Kaiser Augustus selbst, den Rom, hatte mit besonderen Gaben und finanziellen Unterstützung diesen Tempel bauen lassen.
[18:15] Und als sie so durch diesen Tempel gehen, da waren die Jünger bestimmt ganz begeistert. "Schau mal Jesus, hier, das ist unser Tempel." Und Jesus sagte folgendes: "Jesus aber sprach zu ihnen: Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch, hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird."
[18:33] Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit einem Tourguide durch Paris und er sagt Ihnen dann: "In kürzerer Zukunft wird der gesamte Eiffelturm in Schutt und Asche niedergehen." Für einen Pariser wäre das wahrscheinlich eine Katastrophe, obwohl ich habe gehört, die mögen ihren Eiffelturm gar nicht so sehr, oder? Für die Juden jedenfalls war das eine absolute unvorstellbare Sache. Der Tempel würde zerstört werden und zwar so, dass nicht ein Stein auf dem anderen bleiben würde. Das muss ja der Weltuntergang sein. Und so waren die Jünger ziemlich bestürzt, ziemlich getroffen. Und sie kamen zu Jesus und sprachen zu ihm: "Sage uns, wann wird das sein? Werden wir das noch erleben? Und vor allem, was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein?" Für die Jünger war klar: Wenn der Tempel zerstört wird, das muss das Ende der Weltzeit sein. Eine Welt ohne Tempel ist doch unvorstellbar.
[19:43] Nun, Jesus wusste es besser und wir wissen es heute auch besser, oder? Ist der Tempel zerstört worden, ja oder nein? Also wenn man heute auf Google Maps den sucht, den findet man so nicht mehr. Ja, da steht heute eine Moschee auf dem Platz. Der Tempel ist auf jeden Fall nicht mehr da, aber die Welt steht noch. Heißt auf deutsch, die Zerstörung des Tempels war jedenfalls nicht das Ende der Welt. So viel können wir schon mal verstehen, oder?
[20:12] Als die Jünger also gefragt haben: "Wann wird das geschehen? Wann wird dieser Tempel zerstört werden und wann ist das Ende der Welt?" Da haben sie im Grunde genommen zwei Ereignisse in eine Frage gepackt. Zwei Ereignisse, die jetzt mindestens schon fast 2000 Jahre auseinander liegen. Wir wissen noch nicht genau, wann die Welt zu Ende geht. Und Jesus war clever genug, smart genug, diese Frage mit einer Antwort zu beantworten, die gleichzeitig sich auf den Tempel bezog und auf das Ende der Welt. Mit anderen Worten, Jesus hatte durchaus gesehen, dass das Ende der Welt in gewisser Parallele steht zu dem Ende des Tempels.
[21:00] Jetzt, was kann man über diese Sache lernen? Matthäus 24 Vers 15. Jesus sagte zu ihnen: "Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde." Gestern haben wir über Daniel gesprochen. Können wir uns daran erinnern? Die Nadine hat uns nicht nur gezeigt, was Daniel vorher gesagt hat, sondern auch, dass Daniel ein echter Prophet war. Ja, heute gibt es viele Christen, die sagen: "Ach, das glauben wir nicht mehr, dass der Daniel ein Prophet gewesen ist." Und wir haben ja gestern die Beweise alle gehört aus dem Aramäischen und so und so weiter. Für mich ist es ganz einfach: Jesus hat gesagt, dass Daniel ein was ist? Ein? Ein Prophet. Und Jesus hat interessanterweise immer gesagt, man soll die Bibel lesen. Na klar. Aber Jesus hat, wenn er über biblische Bücher gesprochen hat, gibt es in der Bibel nur einen einzigen biblischen Autor, den er besonders hervorgehoben hat. Er hat gesagt: "Studiert das Buch Daniel." Und wir werden übrigens dieser Serie noch öfter mal auf das Buch Daniel zu sprechen kommen. Und er sagt übrigens dazu: "Wer es liest, der achte darauf." Man kann ja auch lesen und es geht hier rein und da raus, oder? Man kann auch in einem Vortrag sitzen und es geht hier rein und da raus. Aber Jesus sagt: "Wer es liest, der achte darauf."
[22:11] Nun, worauf soll man achten? Er sagte: "Was immer passiert, wenn dieses Gräuel der Verwüstung kommt, dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist." Mit anderen Worten, wenn da etwas Spezielles passiert, was er nicht genau verstehen, was es sein wird. Wenn das passiert, dann sollte jeder, der mir glaubt, fliehen. Der Prophet Daniel offensichtlich spielt hier eine gewaltige Rolle. Jesus geht weiter und sagt: "Wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinab, um etwas aus seinem Haus zu holen." Mit anderen Worten, das ist wirklich dringlich. Man hat ja früher in der Schule solche Feuertests gemacht, oder? Da hieß es immer: "Nicht die Sportsachen mitnehmen." Und bitte nicht irgendwie noch den Schulranzen zurücklassen. Man war ja froh, dass man den Schulranzen zurücklassen konnte, aber die Sportsachen hätte man vielleicht gern mitgenommen. Nein, das durfte man nicht. Und Jesus sagt hier: "Wenn ihr das sehen werdet, dann ist Gefahr im Verzug, dann bewegt euch sofort." Mit anderen Worten, man muss das Zeichen gut erkennen, damit man sofort handeln kann. Er gibt ein anderes Beispiel, sagt: "Wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, um seine Kleider zu holen."
[23:26] 30 Jahre, nachdem Jesus diese Vorhersage gemacht hatte, trat genau das ein. Die römische Armee belagerte Jerusalem. Dieses Gräuel der Verwüstung ist nichts weiter als römische Legionstandarten, die ein Gräuel waren in den Augen der Juden, weil sie der Sonne geweiht waren und irgendwelchen Göttern geweiht waren, die auf dem heiligen jüdischen Boden aufgesteckt worden sind. Und Jesus hatte gesagt: "Wenn ihr das seht, wenn ihr diese Gräuel seht, um Jerusalem herum, dann wisst, das ist das Zeichen, dann flieht."
[24:25] Es war im Jahre 66, als Chaos ausbrach in Jerusalem und in ganz Judäa. Die Juden hatten immer noch auf den Messias gewartet, Jesus hatten sie abgelehnt. Und so kamen ein Messias nach dem anderen und die führten dann so Revolten ein und wollten das Land befreien von den Römern. Und es gab verschiedene Parteien, es gab die Theloten, es gab die Sadduzäer, es gab die Pharisäer, die haben sich gegenseitig bekämpft und irgendwie auch wieder miteinander gearbeitet. Dann waren die Römer noch dabei und es war ein totales Durcheinander. Und dann kam diese Rebellion und die Römer schickten ihre Soldaten. Jesus hatte genau das vorher gesagt, als er in Lukas 21, Vers 20 gesagt hat: "Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsherren belagert seht, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe ist." Mit anderen Worten, Jesus hat es sehr deutlich gemacht. Er hat zwar dieses Symbol verwendet von dem Gräuel der Verwüstung, aber an anderer Stelle hat er dann ganz deutlich gesagt: "Ich meine damit Kriegsherren." Niemand musste raten und sagen: "Ja, das Gräuel der Verwüstung ist vielleicht irgendwas." An dem einen Text ist es ein bisschen komplizierter, der andere Text macht es sehr deutlich. Das ist übrigens ein gutes Beispiel, wie man Bibel lesen sollte. Wenn man in Daniel oder Offenbarung manche dieser Prophezeiungen liest, dann beim ersten Lesen wirken die manchmal ein bisschen mysteriös. Weiß nicht, wem das schon so gegangen ist. Da liest man so einen Text und dann denkt man: "Meine Güte, jetzt verstehe ich gar nicht genau, was das bedeuten soll." Aber andere Texte machen dann sehr deutlich, es meinen das oder jenes oder solches. Jesus hatte also gemeint: "Wenn Jerusalem von Kriegsherren belagert ist, dann flieht. Denn das sind Tage der Rache, damit alles erfüllt werde, was geschrieben steht." Er hat weiter gesagt: "Denn sie werden fallen durch die Schärfe des Schwerts und gefangen weggeführt werden unter alle Heiden."
[26:17] Jetzt, mal denken wir mal scharf nach. Nehmen wir mal an, wir wären Jünger gewesen von Jesus und Jesus sagt uns: "Es kommt die Zeit, wo Jerusalem zerstört wird, wo der Tempel so sehr in Schutt und Asche gelegt wird, dass nicht ein Stein auf dem anderen liegt. Und ich möchte, dass ihr sicher seid. Deswegen achtet darauf, wenn Jerusalem umzingelt wird von der Armee. Das ist das Zeichen, loszurennen." Frage: Hätten sie diesen Hinweis für besonders raffiniert gehalten? Also wenn Jesus vorher sagt, dass die Stadt vernichtet wird und er dann sagt: "Achtet, wartet so lange, bis die Stadt umzingelt wird von der Armee, dann ist es Zeit loszulaufen." Das wäre doch komisch, oder? Also ich hätte erwartet, dass Jesus vielleicht ein Zeichen gibt, das ein bisschen früher ist, oder? Bevor die Römer überhaupt ankommen. Es sieht so aus, als ob das Zeichen einen eher depressiv gemacht hätte, oder? Stellen Sie sich vor, Sie leben in einer Stadt und plötzlich kommen die römischen Legionen, umzingeln die Stadt. Und die römischen Legionen, das waren keine Weicheier, das waren keine Feiglinge, das waren wirklich die besten Soldaten der damaligen Zeit. Gegen die hatte man so gut wie 0,0 Chance. War das nicht ein Zeichen, dass es vielleicht ein bisschen zu spät war? So hätte man denken können.
[27:35] Interessant ist, was tatsächlich passiert ist im Jahr 66. Die Römer hatten eigentlich kein Interesse, Jerusalem zu schleifen und so wollte man mit diplomatischen Bemühungen, wie heute das auch der Fall ist, die Sache kitten. Das ist gescheitert, weil die Juden unbedingt an diesem Frieden kein Interesse hatten. Und am 17. November begann dann die Belagerung von Jerusalem. Nur fünf Tage später hatten sie bereits genügend Tunnel gegraben, um die Stadt zu erobern. Und dann passierte etwas, was außergewöhnlich ist. Bis heute weiß kein Geschichtsschreiber genau, warum. Der Kommandant Cestius Gallus hat einfach die Belagerung abgebrochen. Einfach gegangen. Ohne Gegenangriff der Juden. Sie sind einfach verschwunden.
[28:29] Was haben wohl die meisten Bewohner von Jerusalem gedacht? Für die meisten Bewohner Jerusalems war dieser Rückzug ein Zeichen des Triumphs, oder? Die Römer haben doch Angst, die trauen sich nicht, Jerusalem einzunehmen. In der Tat sind die jüdischen Armeen mit Pauken und Trompeten den Römern hinterher, haben versucht, sie vielleicht noch zu plündern und ihnen noch Schaden zuzufügen. Dieses vermeintliche Zeichen des Sieges war aber für die Christen, die Jesus glaubten, ein Zeichen zur Flucht. Mit anderen Worten, als die Römer kamen, waren die Juden in Angst und die Christen meinten: "Hey, es hat sich erfüllt." Und als die Römer gingen, da haben sich die Juden gefreut und die Christen haben gesagt: "Jetzt müssen wir los." Es war dasselbe Ereignis, aber je nachdem, ob man die Worte Jesu ernst genommen hat, hat man das Zeichen vollkommen anders interpretiert. Die einen rannten aus Jerusalem, um den Römern hinterher zu gehen, um danach eine große Feier zu feiern. Die anderen ließen alles stehen und liegen und flohen in die Berge. Jetzt wäre wohl die klügere Entscheidung getroffen.
[29:53] Ein Jahr später, was ist passiert? Nichts. Zwei Jahre später? Nichts. Drei Jahre später? Nichts passiert. Und vielleicht hat, so meine ich ja, von den Christen, da vielleicht sich schon gedacht, in Pella, wo sie dann residiert haben, vielleicht war das ja gar nicht das Zeichen. Vielleicht sind wir zu früh geflohen. Jerusalem steht immer noch, aber keiner wagte zurückzugehen. Jesus hatte gesagt: "Wenn ihr das seht und die Möglichkeit sich bietet, flieht und kommt nicht wieder zurück."
[30:21] Vier Jahre später kam Vespasian und dann Titus und der Rest ist Geschichte. Ich muss das gar nicht weiter ausführen. Es hat nicht lange gedauert. Sie haben die Stadt eingekesselt, sie haben dann Stück für Stück die Stadt attackiert und vollständig eingenommen. Josefus berichtet von schrecklichen Szenen. Über eine Million Menschen sind damals umgekommen. Der Titus, der wollte noch den Tempel retten, weil er wusste, das ist ja die Touristenattraktion, kann man noch vielleicht später gebrauchen. Aber die römischen Soldaten, die waren jetzt so in so einem Kriegshunger, so ein Furor und haben dann einfach die Fackel genommen und in den Tempel hineingeschleudert und dann brannte der. Man wollte noch möglichst das Gold retten, aber irgendwann brannte alles und es blieb buchstäblich nicht ein Stein auf dem anderen.
[31:14] Und hier kommt die, was die Engländer nennen die Punchline, also der Kern des heutigen Abends. Jeder Mensch, der Jesus ernst genommen hat, der das Zeichen gesehen hat und entsprechend gehandelt hat, ist gerettet worden. Nicht ein einziger Christ, sagen uns die Quellen, nicht ein einziger Nachfolger Jesu ist damals umgekommen. Alles hing davon ab, die Zeichen, die Jesus genannt hatte, richtig zu interpretieren, richtig einzuordnen, nicht in Konfusion zu geraten, den Durchblick zu behalten und entsprechend zu handeln.
[31:50] Die Frage ist, können wir heute etwas von lernen von dieser Geschichte, die im Jahre 70 nach Christus stattgefunden hat. Ich glaube ja, denn Jesus gab nicht nur Zeichen in Bezug auf die Zerstörung Jerusalems, er gab auch Zeichen in Bezug auf unsere Zeit. Wir wollen nur ganz kurz ein paar anschauen hier. Er sagte zum Beispiel: "Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere." Nun, vielleicht sagen Sie: "Naja, Krieg haben wir immer gehabt, oder? Gab es schon mal eine Zeit ohne Krieg?" Also man kann in den Geschichtsbüchern mal ab und zu finden, so mal zehn Jahre, fünf Jahre, zwei Jahre, aber größtenteils gab es immer Krieg, oder? Wie ist das jetzt ein Zeichen Jesu?
[32:29] Nun, er sagt weiter: "Dies alles ist der Anfang der Wehen." Frage: Wer von uns hat schon mal ein Kind bekommen? Ich frage die Frage immer wieder gerne, weil es gibt tatsächlich, ob man es glaubt oder nicht, manchmal Missverständnisse, vor allem unter jungen Leuten. Ich habe das schon gemerkt, dass nicht alle wussten, was Wehen sind. Also erklären wir doch mal ganz kurz, was sind Wehen? Ja, es sind Geburtsschmerzen, ganz genau. Und was ist das Charakteristische an diesen Wehen? Ja, sie kommen und gehen und vor allem kommen sie dann immer schneller und immer heftiger. Das heißt, Jesus sagt nicht: "Oh, wenn es irgendwo einen Konflikt gibt im Nahen Osten, dann kommt Jesus, dann ist die wieder Konflikt, dann ist das Ende der Welt." Nein, er sagt, es wird es immer geben, aber die Intensität wird zunehmen und die Häufigkeit auch.
[33:18] Als Jesus lebte, sah Krieg so aus, die Römer, die sind da mit ihren Lanzen und ihren Schilden durch den Wald gezogen und wenn sie Germanen getroffen haben, haben sie sich abgemetzelt. Ja, das war Krieg zur Zeit von Jesus. Im Mittelalter sah es dann schon etwas schwerwiegender aus. Ja, da gab es dann irgendwann schon Pistolen, da gab es dann irgendwann schon größere Heere. Zur Zeit von Napoleon nahm das Ganze schon nationale Züge. Dann haben wir den Ersten Weltkrieg mit seinen Chemiewaffen, mit all diesen schrecklichen Dingen, die da passiert sind. Die 20 Millionen Toten des Ersten Weltkriegs, 50 Millionen Tote des Zweiten Weltkriegs und heute leben wir in einer Zeit, in der Krieg eigentlich fast im Wohnzimmer möglich ist. Wo Leute ausgebildet sind per Joystick irgendwo auf der anderen Seite der Welt einen Terroristen abzuknallen. Und wenn man ins andere Zimmer geht, könnte man mit der gleichen Aktion auch ein ganzes Land per Atomwaffe ausrotten. Die Intensität von Krieg und die Häufigkeit hat enorm zugenommen.
[34:28] Jesus sprach übrigens nicht nur von Kriegen, er sprach auch von Kriegsgerüchten. Finde ich ganz interessant, weil wir in der heutigen Zeit immer wieder solche Situationen haben, wo wir gar nicht genau wissen, ist das jetzt schon Krieg oder ist das noch nicht Krieg? Es war ja noch gar nicht so lange her, wo wir wirklich ernsthaft Angst haben mussten, dass es vielleicht bald einen Krieg in Europa gibt. Kriegsgerüchte. Die Vereinten Nationen versuchen natürlich immer von Frieden zu sprechen. Interessanterweise hat er schon der Paulus vorhergesagt: "Wenn sie nämlich sagen werden: Friede und Sicherheit, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen." Ein Zeichen der Endzeit wird sein, dass es immer mehr Kriege geben wird, immer mehr Katastrophen auch auf diesem Gebiet, aber dass gleichzeitig das Bestreben sein wird, Friede und Sicherheit zu etablieren. Könnte man viel zu sagen, lassen wir jetzt aber aus Zeitgründen weg.
[35:15] Jesus sprach von einem anderen Zeichen, er sprach von Hungersnöten. "Es werden hier und dort Hungersnöte geschehen." Das ist ein Thema, das irgendwie bei uns fast schon so durchrutscht, oder? So Hunger, das hat man schon seit den 70er Jahren, 60er Jahren wird das schon als thematisiert und irgendwie kann man es fast nicht mehr hören, oder? Aber die Fakten sind leider zu hart, um es zu ignorieren. Jeden Tag sterben achtmal so viele Menschen wie am 11. September, nur wegen Hunger. Stellen Sie sich mal vor, jeden Tag würde das Fernsehen achtmal von verschiedenen 11. September Ereignissen berichten, das wäre doch schrecklich, oder? Da würden wir alle ausflippen, oder? Jeden Tag sterben 24.000 Menschen allein wegen Hunger, davon sind 18.000 Kinder unter fünf Jahren. Das heißt auf deutsch, jeder neunte Mensch auf der Welt leidet an Hunger. Kann man durchzählen: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, Hunger. 800 Millionen. Und auch das war früher nicht so schlimm. Ich glaube, es hat schon immer Menschen gegeben, die gehungert haben, oder? Aber in Zeiten, wo aufgrund von Misswirtschaft die Wüste nicht mehr ausbreiten, übrigens sogar mittlerweile auch Industrieländer und zivilisierte Nationen, wie Kalifornien mit Dürre zu kämpfen haben, wird das immer zum größten Problem. Übrigens ein Problem, das als lösbares Problem gilt, aber das hätte dann mit uns zu tun.
[36:52] Noch ein Zeichen, das Jesus erwähnt hat, waren die Seuchen. Und das ist ganz interessant. Vielleicht denken wir: "Naja, Seuchen, das war im Mittelalter die Pest, und dann gab es solche schlimmen Dinge." Gibt es heute immer noch. Wenn man da ins Mikroskop schaut, dann sieht man solche Lebewesen. Weiß jemand, was das ist? Kein Notenschlüssel, auch wenn es so aussieht. Das ist Ebola, genau. Klein, aber tödlich. Und wir könnten jetzt viel erzählen über Ebola oder das Chikungunya-Fieber, die Pest, Cholera, Schweinegrippe, SARS, AIDS. Alles Epidemien von nationaler oder transnationaler Skala aus den letzten 15 Jahren.
[37:34] Noch ein Thema, das ziemlich interessant ist und manchmal auch unterbelichtet ist, ist Umweltverschmutzung. Ich habe früher auch nicht so viel vom Thema Umweltverschmutzung gehalten, weil ich dachte, naja, es gibt wichtige Themen. Bis ich, ich lese mir den Bibeltext noch und dann möchte ich was erzählen. Gott sagt hier in Jesaja 51: "Erhebt eure Augen zum Himmel und schaut auf die Erde drunten, denn die Himmel werden vergehen wie ein Rauch und die Erde wird wie ein Kleid zerfallen." Mit anderen Worten, die Welt, wie wir sie kennen, wird nicht so schön bleiben, wie sie mal gewesen ist. Sie wird sich abnutzen und zwar nicht einfach nur aufgrund natürlicher Prozesse, sondern vor allem auch durch menschliche Einwirkung.
[38:08] Das hier ist kein nebliger Tag, das ist Hochsommer in Malaysia. Ich bin jetzt gerade die letzten Wochen in Malaysia gewesen. Ich habe zwei Wochen lang keinen blauen Himmel und keine Sonne gesehen. Es sei denn mal so als Scheibe hinter dem Dunst, wenn er mal sich ein bisschen gelichtet hat, konnte man direkt in die Sonne schauen, ohne dass es irgendwas gemacht hat. Warum? Weil in einem anderen Land, in Indonesien, der Regenwald abgebrannt wird und da steigen dann nicht nur ein paar Wolken auf, da steigen Wolken auf, die über Wochen und Monate ganz Malaysia, Indonesien, Brunei, Singapur, zum Teil Thailand und Kambodscha einhüllen. Man lebt da ein paar Tage und man fängt an, Kratz im Hals zu bekommen, man wird krank, die Schule wird abgebrochen. Haze nennen sie das. Totale Katastrophe. Man könnte viel erzählen über diese Dinge und natürlich brauchen wir uns gar nichts vormachen. Das Allermeiste davon, das haben wir selbst zu verschulden. Die Kriege haben wir selbst zu verschulden, die Erdbeben nicht, deswegen kommen wir gleich noch, aber viele von diesen Krankheiten, die Umweltverschmutzung.
[39:27] Und es kommt manchmal zu einem Punkt, wo die Politiker sich fragen: "Was sollen wir überhaupt machen, oder?" Man hat das Gefühl, dass in vielen dieser Krisen, die wir beobachten, es eine regelrechte Hilflosigkeit gibt. Ja, da gibt es so vielleicht ein paar Aktivisten, ja, so Greenpeace-Leute oder so, die dann irgendwo auf dem Ozean schippern und irgendwie eine Fahne schwenken und dann sind wir stolz, dass überhaupt jemand was macht. Aber gegen die großen Dynamiken dieser Weltpolitik scheinen wir doch fast hilflos zu sein, oder? Die Bibel sagt: "Es wird Angst der Heidenvölker vor Ratlosigkeit geben." Für die meisten Probleme, die wir heute haben, seien es die wirtschaftlichen Probleme, die Finanzkrise, die Finanzblase, alle haben Angst, dass die wieder platzen wird. Für viele dieser Krisenherde im Nahen Osten, es scheint fast keine Lösung mehr zu geben. Die Menschen sind ratlos und ohne jetzt die Politiker zu sehr zu schelten, aber die meisten Politiker wirken auf mich ziemlich ratlos, oder? Oder kennt jemand einen Politiker, der so richtig weiß, was er tut und das auch immer tut? Ratlosigkeit, Konfusion, oder?
[40:41] Naja, Erdbeben. Hier habe ich es gerade gesprochen. Jesus hatte auch von Erdbeben gesprochen. Das ist ein Thema, wo man sehr schön zeigen kann, diesen Charakter der Wehen. Das zeige ich immer wieder gerne, eine persönliche Studie, die ich gemacht habe, von Daten eines nationalen geophysikalischen Centers in Amerika. Alle Erdbeben, der Stärke 7,0 und 8,0 auf der Richterskala, weil es gibt immer Menschen, die sagen: "Naja, das mit den Erdbeben, das ist subjektiv, das wird heute mehr berichtet, oder? Früher hat es genauso viele Erdbeben gegeben, aber das hat keiner mitbekommen." Und hier sind jetzt mal alle Erdbeben erfasst, die man auf irgendeine Art und Weise, sei es durch Zeitungsberichte, sei es durch historische Quellen, sei es durch geologische Untersuchungen feststellen kann. Und es kann sein, ja, es stimmt, es kann sein, dass irgendein Erdbeben auf Vanuatu nicht erfasst ist. Aber es geht um die generelle Tendenz, okay? Im ersten Jahrhundert, sagen uns die Experten, gab es ein großes Erdbeben. Im 15., wir springen ein bisschen einfach um, dass es nicht zu lange dauert, gab es zwölf dieser Mega-Erdbeben, also 7,0, das sind Erdbeben, die dann Todesopfer fordern, wo dann großer Schaden entsteht an den Häusern, den Städten. Im 16. Jahrhundert waren es 28, davon zwölf besonders schwer. Im 17. Jahrhundert 60, davon ein Drittel, 8,0 oder stärker. Im 18. Jahrhundert waren es dann 62, relativ gleich geblieben. Im 19. Jahrhundert waren es dann 210 und im letzten Jahrhundert 941. Frage: Sieht jemand eine generelle Tendenz? Also selbst, wenn es im ersten Jahrhundert irgendwo ein Erdbeben auf Neuseeland gegeben hat, das wir nicht erfassen konnten, ja, es gibt eine generelle Tendenz. Jesus wusste, was er sagte, das ist der Anfang der Wehen. Von dem Zeitpunkt, wo er spricht, wird es anfangen und die Wehen werden zunehmen, sie werden intensiver und stärker werden. Und Frauen sagen, naja, irgendwann kommt der Punkt, da merkt man, die Engländer sagen: "The point of no return", dann kommt es einfach, dann kommt es, Baby. Also ich weiß nicht, wie sehr diese Kurve sich noch intensivieren kann, vielleicht werde ich in ein paar Jahren hier stehen und noch größere Zahlen zeigen müssen, ja. Aber eins ist sicher, Jesus hatte vollkommen recht und es nimmt mit Dramatik zu.
[43:08] Naja, er hatte gesagt, es wird hier und dort große Erdbeben geben, Hungersnöte und Seuchen. Und immer hat Jesus, das finde ich sehr schön an ihm, er war sehr realistisch, er hat nicht gesagt, es wird immer nur Erdbeben und immer nur Kriege geben, er hat gesagt: "Hier und dort." Jesus hat nicht übertrieben, auch wenn wir heute in die Welt hinaufschauen, sehen wir, es ist nicht nur Katastrophe, ja, wir sehen immer wieder hier und dort verschiedene Dinge, die sich intensivieren. "Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel werden sich einstellen und so weiter und so fort. Es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sterne und auf Erden Angst der Heidenvölker, Vorratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres und der Wogen." Ganz interessante Formulierung, offensichtlich würde es auch Katastrophen zu mehr geben. Mit dem Wasser, das ist ja noch gar nicht so lange her, da sind unsere sogenannten Weihnachtsferien schwer getrübt worden durch die Bilder, die wir aus Thailand und Indonesien gesehen haben. Heute heißt es schon die Jahrtausendflut, weil die Opferzahlen so gigantisch gewesen sind. Und im Prinzip könnte man hier weitermachen und Beispiele führen, aber der Punkt, glaube ich, wird sehr deutlich. Jesu Vorhersage hat sich deutlich erfüllt.
[44:23] Aber Jesus hatte noch andere Dinge gesagt, die nicht in Matthäus 24 so direkt vorkommen, obwohl auch angedeutet sind. Zum Beispiel über den moralischen Charakter der Zeit kurz vor dem Ende. In Lukas 17 heißt es: "Ebenso ging es auch in den Tagen Lots zu. Gerade so wird es sein an dem Tag, da der Sohn des Menschen offenbart wird." Vielleicht kennen Sie nicht die Geschichte von Lot, aber ich bin mir sicher, Sie kennen den Ort, wo Lot gewohnt hat. Denn Sodom und Gomorra sind sprichwörtlich, oder? Auch wenn man die Bibel nicht kennt, Sodom und Gomorra kennt man.
[44:56] Wofür ist Sodom und Gomorra bekannt? Das ist so ähnlich wie Las Vegas heute, oder? Wenn man an Las Vegas denkt, denkt man nicht an Football und nicht an Autos, man denkt an Entertainment, an ein Spiel, an Casinos, oder? Auf die gleiche Art und Weise sind in der Bibel Sodom und Gomorra feststehende Begriffe für schlimme Unmoral. Jesus erklärt das noch eindeutig. Er sagt: "Wie Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie diese die Unzucht, und jetzt Achtung, bis zum Äußersten trieben." Unzucht, das ist übrigens ein etwas merkwürdiges deutsches Wort, wird heute kaum noch verwendet. Das Originalgriechische ist wahrscheinlich bekannter als das deutsche Unzucht. Das Griechische heißt Pornäa, da kommt dann die Pornografie und all das her. Und da hat man schon eher ein Bild. Das gab es schon immer, aber Jesus hatte gesagt, das ist der Anfang der Wehen, es wird schlimmer und schlimmer und schlimmer. Und damals, vor vielen Jahrtausenden in Sodom, hatte das bereits mal einen Peak, einen Höhepunkt erreicht, wo man die Unzucht, die Pornografie, das Unmoralische bis zum Äußersten trieb, wo Gruppenvergewaltigung eine Selbstverständlichkeit war. Kann man nachlesen in der Bibel.
[46:29] Und die Frage ist, ob wir uns nicht auch in dem Punkt in unserer Gesellschaft immer mehr, ich will gar nicht, dem Standard von Sodom und Gomorra anpassen. Auch Paulus hatte einiges davon geschrieben, als davon spricht, dass die Frauen den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem wiedernatürlichen und auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen haben und gegeneinander entbrannt sind in Begehren. Das ist ja ein heißes Thema, ein heißes Thema. Viele trauen sich gar nicht mehr darüber zu sprechen, weil man vielleicht Angst hat, vielleicht schon ins Gefängnis zu kommen, wenn man überhaupt nur erwähnen könnte, dass Homosexualität nach der Bibel Sünde ist. Aber wir leben in einer Zeit, wo nicht nur Homosexualität hier und da vielleicht praktiziert wird, sondern wo die wahrscheinlich größte Demokratie der Welt entgegen ihrer eigenen Verfassung quasi aus dem Ärmel heraus die Ehe umdefiniert. Wir leben in einer Zeit, in der Kindern in der Schule beigebracht werden soll, dass all das, was über Jahrtausende von allen Nationen, von allen Kulturen geglaubt worden ist in Bezug auf Mann und Frau, dass es männliches Geschlecht gibt und weibliches Geschlecht, dass es nicht mehr gilt. Zeichen der Zeit.
[47:55] Aber Sexualität ist nicht nur ein Thema, es ist nur ein Thema. Es gibt viel mehr Punkte. Hier in Timotheus heißt es: "Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig." Übrigens, leichtsinnig. Man könnte über jeden Punkt hier lang berichten und Beispiele bringen. Ich weiß nicht, wer das mal auf YouTube gesehen hat. Da gibt es heute viele Jugendliche, die sind einfach so leichtsinnig, weiß nicht, ob das Wort überhaupt noch passend ist, die irgendwo in Russland auf solche riesigen Kräne steigen und ohne jegliche Sicherung da herum spazieren, einfach nur, um den Kick zu bekommen, weil sie könnten ja eventuell 500 Meter in die Tiefe fallen. Schon mal gesehen? Lieber nicht anschauen, da kriegt man Panik. Menschen werden leichtsinnig, aufgeblasen. Sie lieben das Vergnügen mehr als Gott und im Grunde genommen braucht man sich nur ein paar Minuten in der Welt umschauen, um zu sehen, es erfüllt sich immer mehr und immer deutlicher.
[49:03] Interessant ist, was hier am Ende steht: "Bei all dem, bei all der Unmoral und dem Ungehorsam und der Rebellion und ich mache, was ich will und es mir egal und so weiter", sagt er, "dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht." Mit anderen Worten, die meisten Menschen, die heute leben, bejahen solche Dinge wie Freiheit, Glück, Freude, Wohlergehen, Gesundheit, alles Dinge, die die Bibel eigentlich genau nährt. Vieles von dem wird heute verkauft als Befreiung, als Emanzipation und diese Dinge. Es sieht manchmal so aus, als ob die Gesellschaft das Gute für uns will. Es hat den äußeren Schein. Viele tun das vielleicht sogar in einem christlichen, einem religiösen Gewand. Aber dann sagt er: "Deren Kraft aber verleugnen sie." In anderen Worten, Menschen werden von Religion sprechen, sie werden von Gott sprechen. Es wird hip sein, ein Kreuz zu tragen. Es wird ganz modern sein, von Jesus zu erzählen vielleicht oder von Buddha oder von sonst jemandem. Man wird gottesfürchtig sein, aber man wird verleugnen, dass Religion wirklich eine Kraft hat. Man wird verleugnen, dass Religion wirklich das Leben ändern kann und dass das Konsequenzen hat und dass, wenn das Leben geändert ist, das Leben dann anders ist als vorher. Religion wird nur noch ein Mantel sein, den man sich so umhängt, weil es gerade Mode ist, weil es gerade schick ist. Und er sagt dann: "Von solchen wende dich ab. Böse Menschen und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, indem sie verführen und sich verführen lassen."
[50:53] Interessant, nicht wahr? Das ist beides. Manchmal denken wir, naja, es gibt ja heute im Internet viel, wer auf Facebook ist, da gibt es so richtige Bewegungen, wo Leute jetzt aufstehen und böse sind, weil die Presse sie verführt und die Politiker sie verführen und alle sind böse und wir müssen uns wehren. Wir sind das Volk, so nach dem Motto. Aber der Text sagt, dass wir nicht nur verführt werden, sondern auch verführen. Die Gesellschaft ist nicht nur das Opfer von ein paar finsteren Eliten, die irgendwo im Hinterkämmerlein einen perfiden Plan ausgeheckt haben. Selbst wenn man alle Finanzeliten und alle politischen Eliten und alle, die sonst so ihre Finger im Spiel haben, wenn man die alle auslöschen würde, glauben Sie, die Welt wäre morgen ein besserer Platz? Also nicht, dass ich das als Guteisen will, was passiert hinter verschlossenen Türen, aber das ist nicht das Problem. Man kann alle Regierungen auswechseln, man kann alle Banken verstaatlichen, man kann alles Mögliche tun, was man meint, wo das Problem liegt. Die Welt wäre immer noch genauso verdorben, weil wir nicht nur Opfer sind. Die Gesellschaft ist nicht nur Opfer, sie verführt auch selbst.
[52:17] Und dann gibt es noch ein Zeichen, das ein sehr, sehr spektakuläres ist. Jesus sagte, es würde Menschen geben, die behaupten würden, dass sie Jesus seien. Er sagt an einer Stelle: "Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus oder dort, so glaubt es nicht." Immer mehr Menschen würden auftreten zu behaupten, sie sind Jesus und man müsste ihnen nachfolgen. Er sagt: "Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen."
[52:47] Dieser Text hat zwei Ebenen. Die wichtige Ebene werden wir heute nicht ansprechen, die wird der Simon in anderthalb Wochen ansprechen, denn die Bibel sagt voraus, dass es ein ganzes System geben wird, das behaupten wird, an der Stelle von Christus zu stehen. Heute möchte ich nur ganz kurz auf die erste Ebene, auf das Offensichtliche eingehen, nämlich Menschen, die wirklich behaupten, tatsächlich Jesus Christus zu sein. Ich sammle immer wieder solche Berichte von Leuten und hier ist eine meiner neuesten Entdeckungen. Das hier ist Vissarion. Man hat den Eindruck, er versucht Jesus nachzumachen in seinem Aussehen. Der lebt in der Taiga, also irgendwo so in Mittel-Zentral-Sibirien und hat gesagt, er ist Jesus Christus und es gibt tatsächlich Menschen, die Haus und Hof sogar in Deutschland verlassen haben, um dort in die, wie es Reporter gesagt haben, die Insekten-Hölle der Taiga zu ziehen, um dort in Blechbuden und Holzbuden zu leben, in Ökopolis, so heißt seine Stadt, die er gegründet hat und dort führen sie dann ihre Tänzer auf und er hat Bücher geschrieben und jeden Tag um 8 Uhr morgens setzt er sich da auf diesen Berg, auf dem er wohnt. Er wohnt ganz oben auf dem Berg, seine Jünger wohnen alle so um den Berg herum und sie müssen dann auf den Berg pilgern und dann setzt er sich hin und öffnet seinen Geist und jeder Mensch kann damit meditieren. Naja, ziemlich abstrus.
[54:17] Das ist auch jemand hier, der ist ein bisschen geschäftstüchtiger. Hier haben wir seine Internetseite, das ist Apollo Qui Bolloi und er feiert schon 41. Jahrestag seiner Salbung zum erwählten Sohn Gottes. Er ist auf den Philippinen stationiert und er hat eine große Fangemeinde, die ihm, naja, er hat sie überzeugt, dass er den Garten Eden neu bauen möchte. Der Garten Eden ist nämlich für ihn gedacht, da wohnt er jetzt nämlich. Er hat ein unglaublich großes Grundstück, das sieht wirklich aus wie der Garten Eden und seine Jünger glauben, dass sie was Gutes tun, wenn sie ihm Geld spenden, damit er diesen Garten Eden bauen kann. Also nicht, dass ich dieses Geschäftsmodell empfehlen möchte, aber zumindest auf den Philippinen hat das ganz gut funktioniert. Naja, und immer mein Favorit nach wie vor ist er hier. Das ist ein junger Mann in Australien, der vorgibt Jesus zu sein und er hat gleich noch Maria Magdalena an seiner Seite. Kein Scherz. Auch da gibt es Leute, die tatsächlich nach Australien reisen, um bei ihrem Jesus zu sein.
[55:31] Übrigens, wenn Jesus sagt, wir lachen jetzt vielleicht, also meine Güte, niemand von uns käme vielleicht auf die Idee, in die Taiga zu reisen mit der Transsibirischen Eisenbahn, um dann in einer Blockhütte zu einem vermeintlichen russischen Jesus zu leben. Vielleicht sind wir nicht so psychisch labil, aber Jesus hat dieses Thema mehrmals aufgegriffen. Er sagt einmal, dass es Kriege gibt. Er sagt einmal, dass es Seuchen gibt. Er sagt einmal, dass es Erdbeben geben wird, aber er sagt drei oder vier oder fünf Mal: "Habt acht vor den falschen Propheten, habt acht vor den falschen Christus." Und dann sagt er: "Es wird eine Zeit kommen, da wird das die Fälschung dem Original so ähnlich sein, dass sogar die Auserwählten verführt werden können."
[56:04] Und im zweiten Teil wird die Laura gleich einige Elemente zeigen, wo man erkennen kann, was der wahre Jesus ist, wenn er wiederkommt. Eins ist jetzt schon sicher. Wenn man das Radio einschaltet und das Radio berichtet, dass Jesus in Lagos wiedergekommen ist und im Fußballstadion predigt oder dass er in Sao Paulo wiedergekommen ist und die Menschen heilt oder dass er in Las Vegas all die Menschen in den Spielcasinos zu Christen gemacht hat, dann ist das ungefähr genauso wahr wie die Geschichte mit den Marsianern. Merken Sie das? Weder im Radio, noch im Internet, noch im Fernsehen, wenn Sie die Tagesschau anmachen müssen und den Brennpunkt dann schauen und dann ein Bild von Jesus dort sehen, können Sie sicher sein, es ist nicht. Jesus ist genauso Quatsch und Humbug und Fälschung wie die Geschichte von den Marsianern. Behalten Sie den Durchblick.
[57:02] Das letzte Zeichen, das Jesus genannt hat, ist das eigentlich das Wichtigste von allen, denn das ist das Zeichen, dass eine Art Lackmustest uns relativ angibt, wie weit ist es noch. Jesus sagte: "Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker und dann wird das Ende kommen."
[57:30] Jetzt sagen Sie vielleicht: "Na ja, Christentum gibt es schon seit 2000 Jahren, die haben doch bestimmt schon jeden Winkel der Erde erobert." Also machen wir einen 50-sekündigen Kurs in Kirchengeschichte. Im ersten Jahrhundert sind sie in alle Welt ausgeströmt. Der eine ging nach Indien, der nächste ging nach Äthiopien, der nächste ging nach nach Britannien. Das Evangelium verbreitete sich sehr schnell, doch dann hat es sich sehr schnell institutionalisiert und ist sehr schnell verkirchlicht worden und der Simon wird mehr darüber in einer halben Woche erzählen. Und relativ bald gab es überhaupt gar keine Missionare für Jahrhunderte. Noch 1700 gab es so gut wie keinen Christen in Afrika, mal abgesehen von Äthiopien, in den Gebieten in Nordafrika, so gut wie keinen Christen in Südostasien. Erst um 1800, das ist noch gar nicht so lange her, oder? Erst gegen 1800 sind Christen wieder auf die Idee gekommen, der Jesus sagt schon seit über fast 2000 Jahren, wir sollen das Evangelium in die Welt tragen. Was machen wir eigentlich hier in England? Was machen wir hier in Amerika? Und dann gingen die ersten Leute nach China, die ersten nach Indien. Und bis heute, ob Sie es glauben oder nicht, gibt es noch zahlreiche Bevölkerungsgruppen, Volksgruppen, Sprachen, die unerreicht sind. Übrigens, wenn jemand noch nicht weiß, was er im Leben tun soll und den Ruf von Gott verspürt, es gibt tatsächlich große Erlebnisse, die man machen kann in der Missionswelt, aber das ist ein anderes Thema.
[59:06] Jesus sagt, in dem Moment, wo das Evangelium in alle Welt gerät, alle Gruppen, allen Völkern, allen Sprachen, dann wird das Ende kommen. Mit anderen Worten, die letzten 2000 Jahre konnte Jesus noch nicht wiederkommen. Das Ende der Welt konnte noch nicht sein. Dann, wie nah sind wir dann dem Ende? Nun, ob Sie es glauben oder nicht, in dem Moment, dass Sie hier sitzen oder zuhören, sind Sie gerade Teil der Erfüllung dieser Prophezeiung. Wir bringen gerade das Evangelium zumindest mal in den deutschsprachigen Teil.
[59:37] In Offenbarung 14, Vers 6 heißt es: "Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volk, Stamm und jeder Sprache und jedem Volk." Diese Vorträge, die Sie sehen werden, werden in Kürze auf Joel Media TV zu sehen sein und Sie können dann sich beteiligen an der Erfüllung von Matthäus 24, Vers 14, indem Sie einfach das verbreiten bei allen Freunden, bei Facebook, bei allen Leuten, die Sie so kennen, dann haben Sie Prophetie zum Anfassen mal erlebt. Aber mal ganz ehrlich, in der Zeit, in der wir heute leben, mit den technischen Möglichkeiten, die es heute gibt und den Erfahrungswerten, die heute aus der ganzen Welt kommen, wissen wir, das Evangelium verbreitet sich heute mit einer Schnelligkeit, wie sie noch niemals gesehen worden ist in der gesamten Weltgeschichte. Man kann heute rein statistisch sagen, dass mehr Leute pro Tag getauft werden in den wahren Glauben der Bibel als zur Zeit der Urchristen.
[1:00:53] Ich glaube persönlich, wenn man das Gesamtbild sieht, realistisch müssen wir nicht in Panik verfallen. Wir müssen nicht bei jedem Bombenanschlag in Israel sagen: "Das Ende der Welt ist da." Aber die Zeichen der Zeit verdicken sich immer mehr und gehen immer stromlinienförmiger, immer deutlicher auf einen finalen Punkt zu. Im Chaos der Zeit muss man den Durchblick behalten und das große Bild kennen und wissen, dass all das, was um uns herum passiert, links, rechts, oben, unten, in der wirtschaftlichen Welt, in der religiösen Welt, in den Naturkatastrophen, Gesellschaft, dass das alles Puzzlesteine sind, die sich zusammensetzen auf dieses eine große Ziel hin.
[1:01:36] Zum Schluss, vielleicht haben Sie den Film gesehen, Noah. Ich weiß nicht, ob den jemand gesehen hat. Der Film ist sein Geld nicht wert, weil er eine völlige, wie soll ich sagen, naja, das Original ist viel besser. Wenn Sie den Film gesehen haben und das Original nicht kennen, lesen wir das Original. Das Original ist viel spannender und macht viel mehr Sinn. Jesus sagt: "Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein. Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging." Die Bibel sagt, dass 120 Jahre lang der Noah "No Limit" gepredigt hat. Ohne Grenzen, gepredigt und gepredigt und die Leute haben gesagt: "Ja, ja, Weltende, klar, kennen wir." 120 Jahre lang, nichts passiert und dann ist es passiert. Sie merkten nichts, bis die Sintflut kam und sie alle dahin raffte.
[1:02:38] Die Bibel sagt nicht, dass vor dem Weltende irgendwann im Himmel stehen wird: "Achtung, in fünf Monaten ist es soweit, macht euch jetzt bereit." Gottes Stimme wird auch nicht sagen: "Ich werde in zwei Wochen kommen, bekehrt euch." Gott hat Zeichen gegeben und wenn wir auf die Zeichen achten, können wir den Durchblick behalten. Es heißt: "So wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein." Die Menschen haben sich damals nicht viel Gedanken gemacht über das Weltende, haben gedacht, der Noah, der ist vielleicht ein religiöser Enthusiast, der ist ein bisschen überspannt und dann kam das Ende. Wir sehen heute die Zeichen der Zeit, von denen Jesus gesprochen hat.
[1:03:24] Die Bibel sagt, dass derselbe Jesus, der schon bei seinem ersten Kommen, wenn wir einen ganzen Vortrag darüber haben, deswegen werde ich dazu jetzt nicht viel sagen, dass derselbe Jesus, der bei seinem ersten Kommen nicht erkannt worden ist, obwohl viele Zeichen darauf hingewiesen haben, auch bei seinem zweiten Kommen von vielen nicht willkommen geheißen werden wird, weil sie die Zeichen nicht erkannt haben. Deswegen sagt Jesus am Ende seiner berühmten Predigt, Matthäus 24: "Also auch ihr, wenn ihr dies alles seht, rennt nicht auf die Straßen, wie die Leute damals in Amerika, geht nicht in Panik auf, müsst auch keine Konserven hüten, aber erkennt, dass er nahe vor der Tür ist."
[1:04:11] Wir werden im zweiten Vortrag dann sehen, wie es sein wird, wenn Jesus wiederkommt. Wann werden wir das erkennen? Was sind die genauen Kenntnisse an seiner Wiederkunft und wie wird das sein? Wo werde ich dann stehen? Aber der Weg dahin ist deutlich gewandt. Wir werden jetzt eine kurze Pause haben und in 15 Minuten wird die Laura dann den zweiten Teil übernehmen und bis dann Gottes Segen.
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