[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Heute noch eine zweite Folge zu Offenbarung 18, Vers 1. Vor zwei Wochen haben wir begonnen, dieses so wichtige Kapitel zu studieren und haben mit diesem ersten Vers angefangen, der die Herrlichkeit Gottes beschreibt, wie die ganze Erde erleuchtet werden soll von ihr, dieser Engel, der vom Himmel herabkommt. Bevor wir aber jetzt da einsteigen und das vertiefen wollen, lade ich ein, dass wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet.
[1:20] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen für deine Gnade und für deine Güte. Wir möchten dir danke sagen, dass du in deinem Wort zu uns sprichst. Lass uns jetzt mit all unseren Sorgen und Nöten zu dir kommen, sie alle an den Fuß des Kreuzes legen und bereit sein, dir zuzuhören und dein Wort aufzunehmen, das die Kraft hat, uns zu retten, uns zu verändern und unser Leben völlig neu zu gestalten. Wir möchten dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst und deinen Heiligen Geist im Studium deines Wortes führst. Im Namen Jesu beten wir. Amen.
[2:15] Offenbarung 18, Vers 1, kurze zwei Minuten Wiederholung. Was haben wir das letzte Mal besprochen? Woran könnt ihr euch erinnern, als wir über Offenbarung 18, Vers 1 gesprochen haben? Was ist euch hängen geblieben? Woran könnt ihr euch erinnern? Ja, das stimmt, der Spätregen spielt hier eine Rolle. So ausführlich haben wir das noch gar nicht angesprochen, aber ja, danke, dass du das sagst. Was könnt ihr euch noch erinnern? Genau, wir haben gesehen, dieser Engel ist nicht nur der vierte Engel, der den drei Engeln des Offenbarungs 14 folgt, sondern es gibt auch deutliche Parallelen zu Offenbarung 10. In Offenbarung 10 kommt ein Engel vom Himmel, in Offenbarung 18 kommt ein Engel vom Himmel. In Offenbarung 10 leuchtet er und hat eine Botschaft an die ganze Welt, in Offenbarung 18 wird die ganze Erde erleuchtet von diesem Engel. Also haben wir gesagt, da ist der Engel aus Kapitel 10 und der aus Kapitel 18 und dazwischen sind die drei aus 14. So ein bisschen gehören die alle zusammen. Die Botschaft von der Wiederkunft, die zu der Treffernengelsbotschaft führt, die dann zum Abschluss des Werkes führt. Woran könnt ihr euch noch erinnern? Was ist euch noch im Gedächtnis geblieben? Das Licht, das verweist uns auch auf Jesaja 60, genau, Vers 1 bis 3. Also es heißt, mache dich auf, werde Licht, denn die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir. Genau, und da ist die Erde finster und die Gläubigen werden aufgefordert, die Botschaft von Gott in die Welt zu tragen. Wofür steht denn diese Herrlichkeit? Könnt ihr euch daran noch erinnern, die hier eine Rolle spielt? Der Charakter Gottes, ja. Es heißt ja, die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir. Wir haben gelernt, Jesus ist Licht. Er sagt, ich bin das Licht der Welt und wir sollen durch die Reflektion seines Charakters ebenfalls Licht sein. Es geht um eine Demonstration des Charakters Gottes vor der Welt. Gibt es noch Dinge, an die ihr euch erinnern könnt, die wir gesagt haben? Wir hatten noch einen Text im Alten Testament, der ebenfalls davon sprach, wie die Erde erleuchtet wurde von der Herrlichkeit. Neben Jesaja 60 war das noch ein Text bei den Propheten Hesekiel. Könnt ihr euch daran erinnern? Vielleicht lesen wir das mal ganz kurz, um dort dann hinein zu steigen. Hesekiel 43 und dort Vers 2. Vielleicht könnt ihr euch daran erinnern, wir haben gesagt, in Hesekiel am Anfang, aufgrund der Gräuel, verlässt die Herrlichkeit den Tempel des Herrn, die Herrlichkeit Gottes in Hesekiel 10. Und hier am Ende mit dieser großen Vision, mit diesen vielen Kapiteln über den Neubau des Tempels, der leider nie stattgefunden hat. Bei dieser großen Vision heißt es jetzt in Vers 2, und siehe, da kam die Herrlichkeit des Gottes Israel von Osten her und seine Stimme war wie das Rauschen großer Wasser und die Erde wurde von seiner Herrlichkeit erleuchtet. Wenn Gott wieder zu seinem Heiligtum kommt, wenn er zu seinem Tempel kommt, wenn das wiederhergestellt wird, was durch die Sünde und die Rebellion und den Abfall kaputt gemacht worden ist, dann wird die Erde erleuchtet von der Herrlichkeit Gottes. Das passt ja ganz gut, wir glauben, dass am Ende der Zeit durch das Untersuchungsgericht das Heiligtum Gottes gereinigt wird. Und da wird nicht nur im Himmel was geschehen, sondern das hat auch eine Auswirkung auf die Erde. Da gibt es ein Reinigungswerk auf der Erde, da wird etwas wiederhergestellt, da wird die Wahrheit wiederhergestellt. Jesaja 58 sagt, dass dort die Mauern wieder aufgebaut werden, die zerrissen wurden, die eingerissen worden sind. Und wenn das alles wiederhergestellt wird, was verloren gegangen ist, dann erfüllt die Erde, die Herrlichkeit Gottes, die Erde.
[4:44] Absolut, das Gesetz Gottes spielt natürlich im Tempel eine Rolle. Das ist ja quasi das Herzstück, der Thron Gottes mit dem Gesetz. Und die Herrlichkeit hat natürlich was mit seinem Charakter und deswegen auch mit seinem Gesetz zu tun, ohne Frage. Jetzt wollen wir heute ein bisschen weitergehen mit den Gedanken im Hinterkopf, die wir gerade nochmal wiederholt haben, weil das Thema von der Herrlichkeit Gottes, die die Erde erfüllt oder erleuchtet, ein Thema ist, das durch die Bibel hindurch geht an mehreren markanten Stellen. Und Offenbarung 18 ist eigentlich nur der Schlusspunkt so einer Gedankenführung. Wo finden wir zum ersten Mal in der Bibel die Idee, dass Gott sagt, ich will, ich möchte, dass die Erde erfüllt wird mit meiner Herrlichkeit? Kann mir jemand sagen, wo das Gott zum ersten Mal sagt, wo er zum ersten Mal diese Idee ausdrückt? Ich meine, geplant hat er das wahrscheinlich schon immer, aber wo kommt zum ersten Mal das im Alten Testament in einer Geschichte irgendwo vor, dass Gott sagt, ich plane, dass die ganze Welt erfüllt wird von der Herrlichkeit Gottes? Hat jemand eine Idee? Wenn ihr es nicht genau wisst, könnt ihr auch erraten oder vermuten. Wo könnte Gott so etwas gesagt haben? Das ist nämlich sehr wichtig, um später Offenbarung 18 ganz richtig einordnen zu können. Ich gebe euch einen Tipp, es gehört, es ist in den ersten Büchern der Bibel. Hat jemand eine Idee, wo das sein könnte? Welche Geschichte damit verbunden sein könnte? Okay, ich helfe euch. Abraham vielleicht, ja, ein bisschen zu früh. Es ist tatsächlich in dem leider zu oft vernachlässigten Buch vierte Mose. Es geht zurück auf eine Idee in dem vierten Buch Mose und wir lesen mal in vierte Mose 14 und wenn man die Geschichte jetzt sich anschaut hier, die uns gar nicht so unbekannt ist und dann die Aussage Gottes sieht, dann bekommt man so einen Rahmen, mit dem man dann später die anderen Bibeltexte befüllen kann, worum es eigentlich geht. In vierte Mose 14 kann mir jemand von euch sagen, was ist der grobe Inhalt von vierte Mose 13 und 14? Welche Geschichte findet da gerade statt? Was geht da vor sich? Genau, das Volk Israel kommt an die Grenze des Landes Kanaan. Der Ort heißt, testen wir euer Bibelwissen, der Ort an dem sie sind, heißt Kadisch-Banea und das Volk sagt, wunderbar, wir gehen gleich ins Land Kanaan, aber wir hätten eine Idee, wir würden gerne noch zwölf Kundschafter aussenden. Gott erlaubt das, Mose erlaubt das, die zwölf Kundschafter gehen in das Land, durchziehen das gesamte Land der Breite nach, kommen zurück mit Trauben so groß, dass man sie tragen muss mit mehreren Leuten. Wer weiß, ob die in den Mund gepasst haben und was ist das Resultat? Zehn der zwölf Experten für das Land Kanaan sagen, es ist ein wunderbares Land, es ist ein grandioses Land, es ist so schön, dass ihr euch das gar nicht vorstellen könnt, es gibt nur ein Problem, wir werden es nicht erobern können. Das Land ist toll, das Land ist super, das Land ist klasse, es ist leider nur zu schwer zu erobern. Warum, was ist das Problem? Die Riesen im Land und Mauern so hoch bis zum Himmel. Ob die das selbst geglaubt haben, weiß ich nicht, aber Mauern so hoch bis zum Himmel, Riesen, wir sind nur wie Grashüpfer in ihren Augen, wie Heuschrecken, geht nicht. Was haben die anderen beiden Kundschafter gesagt? Das Land ist wirklich gut, die Schwierigkeiten sind tatsächlich da, aber mit uns ist ja ein allmächtiger Gott. Wer waren die beiden? Josef und Kaleb und die haben gesagt, lasst uns vorangehen, er hat uns bis hierhin geführt. Ich meine, die zehn Plagen haben wir bewiesen, dass Gott sich um uns kümmern kann. Die gesamte Streitmacht inklusive der Kavallerie der Ägypter liegt begraben im toten Meer, auf nach Kader. Und was haben die Israeliten gemacht? Mit diesen beiden Predigern, man hat sie nicht mit Redeverbot belegt, man wollte sich steinigen. Wie können die Predigen, dass wir das schaffen? Das macht uns Angst und außerdem sagt uns 5. Mose, dass man sogar die Kinder vorgeschoben hat und gesagt hat, ja, für unsere Kinder ist das zu schwierig, das schaffen die nicht, ja und das ist so anstrengend und Gott sagt dann später, eure Kinder werden reingehen. Und in diesem Zusammenhang erscheint Gott und offenbart sich und sagt dann erneut, wie er schon beim goldenen Kalb gesagt hat, ich will das Volk vernichten. Und Mose schreitet ein, Mose bittet um Vergebung und an der Stelle picken wir die Geschichte auf, in Vers 17. So lass nun die Macht des Herrn groß werden, wie du gesprochen und verheißen hast, der Herr ist langsam zum Zorn und groß an Gnade, er vergibt Schulden, Übertretung, obwohl abgleich er keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied. Wie kam Mose auf die Idee, dass er das hier zitiert? Woher hat er das her? Diesen Vers, der Herr ist langsam zum Zorn und groß an Gnade, er vergibt Schulden, Übertretung, obwohl er keineswegs ungestraft lässt. Bei welcher Situation hat Mose das von Gott gehört? Genau, er wollte ihn sehen. Zu welcher Situation? Wann wollte er ihn sehen? In welchem Kapitel wollte Mose ihn sehen? 2. Mose? 33, 34, das ist direkt nach 2. Mose? 32, nach dem goldenen Kalb. Also größerer Rahmen, das Volk Israel ist sündigt, sie fallen vom Glauben ab, sie glauben nicht, dass Mose zurückkommt, Gott will sie vernichten. Mose sagt, lass mich für sie sterben, er bittet für sie, Gott verschont das Volk, dann sagt Mose, zeig mir doch deine Herrlichkeit. Und was sagt Gott? Meine Gnade, meine Herzlichkeit. Jetzt, einige Wochen später, einige Monate später, sündigt das Volk schon wieder, nicht indem sie über ein goldenes Kalb tanzen, sondern indem sie sagen, das was Gott gesagt hat, das wir tun sollen, ist unmöglich, wir können es nicht tun. Und Mose erinnert sich an das, was Gott gesagt hat und sagt, vergib ihnen wieder. Und jetzt schaut in Vers 20, Vers 19, vergib nun die Schuld dieses Volkes nach deiner großen Gnade, wie du auch diesem Volk verziehen hast, von Ägypten an bis hierher. Da sprach der Herr, ich habe vergeben nach deinem Wort. Warum konnte Gott sagen, ich habe vergeben nach deinem Wort? Genau, weil Mose das Wort Gottes zitiert hat. Und jetzt kommt das 21. Also er sagt, ich habe vergeben, aber, 21, so wahr ich lebe und die ganze Erde mit der Herrlichkeit des Herrn erfüllt werden soll, 22, keiner der Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wüste getan habe und die mich nun schon zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben, soll das Land sehen, dass ich ihren Vätern zugeschworen habe. Ja, keiner soll es sehen, der mich verachtet hat. Das ist ein interessanter Text. Lassen sie mal ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen. Er sagt in Vers 20, ich habe vergeben, aber, warum sagt er aber? Er sagt, ich habe vergeben, aber, es gibt eine Konsequenz. Gott hat ihnen diese Sünde vergeben, aber sie werden jetzt nicht mehr ins Land hineingehen können. Also Punkt Nummer eins, hier gibt es eine negative Konsequenz. Sie werden das Land nicht erreichen, jedenfalls nicht diese Generation. Warum lässt Gott sie nicht rein? Also ich meine, warum sagt er nicht einfach wie bisher, okay, ich vergebe euch weiter. Weil bisher war es doch immer so gewesen, das Volk hat gemurt, Gott hat ihn vergeben und dann ging es weiter, oder? Okay, also irgendwann muss ein Schlussstrich kommen, ja, aber warum kommt er gerade jetzt und nicht schon vorher oder später? Warum lässt er sie nicht ins Land? Kann er erst mal reingehen, um ihnen dann später vielleicht eine rote Linie zu zeigen? Ja, sie wollten nicht ins Land. Lasst mal euren Finger hier drin und geht mal mit mir zu 5. Mose. 5. Mose, Kapitel 1, ist die gleiche Geschichte, dann etwas später von Mose erzählt. Schaut mal mit mir in Vers 26.
[16:55] Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen, sondern lehntet euch auf gegen den Befehl des Herrn eures Gottes, und ihr murdet in euren Zelten und spracht, jetzt kommt es darauf an, weil der Herr uns, was ist das nächste Wort, hasste, hat er uns aus dem Land Ägypten geführt, um uns in die Hände der Amoriter zu geben, um uns zu vertilgen. Also hier stehen die an der Grenze zum verheißenen Land, mit einem Stein könnte man schon drüber werfen, und was sie sagen ist, gebt es mal mit euren eigenen Worten wieder, was sagen sie? Hier an der Grenze, also sie könnten quasi schon schon drüber spucken, sie könnten nicht mal hallo sagen zum Fall, sie sind an der Grenze zum Land Kana, und was sagen sie über Gott? Sie sagen, Gott hat mich nicht lieb. Gott ist nicht die Liebe in meinem Leben. Jetzt diese Idee, Gott ist die Liebe, wenn ihr das so von all den biblischen Wahrheiten, die es gibt, einschätzen würdet, so die grundlegenden Wahrheiten und so die späteren, die einfachen und die komplizierten, wo würdet ihr das einordnen, Gott ist die Liebe? Das ist das Grundlegendste überhaupt, oder? Ich meine, es ist auch das Wichtigste, deswegen ist es auch bis ans Ende durchgehend, ja natürlich, aber es ist das Einfachste und Grundlegendste. Wer das nicht verstanden hat, kann ja kein Christ sein, oder? Wie kann ich Christ sein, wenn ich nicht einmal glaube, dass Gott die Liebe ist? Die Idee ist jetzt die, Gott konnte seinem Volk immer vergeben, er vergibt immer, er hat auch jetzt vergeben. Das Problem ist nur, nachdem sie all das erlebt haben, sie haben erlebt, wie die Amalekiter besiegt wurden, ich war durch das Gebet, sie haben erlebt, wie der Pharao ertrunken ist mit seiner Armee, sie haben erlebt, wie Wasser aus dem Felsen kommt und Brot vom Himmel und Wachteln, all die Wunder, die sie erlebt haben, sie haben Gottes Stimme gehört, den Bergbeben hören und jetzt haben sie die gesamte Reise gemacht und haben immer wieder Vergebung bekommen, Vergebung bekommen, Vergebung bekommen, Vergebung bekommen, Vergebung bekommen, Vergebung bekommen und jetzt, wo sie einen Schritt vor dem verheißenen Land sind, haben sie immer noch nicht gelernt, dass Gott die Liebe ist. Im Grunde genommen haben sie noch gar nichts gelernt und deswegen sagt Gott, ich kann euch nicht hineinlassen. Auf welcher Grundlage soll ich euch dann hineinlassen, wenn ihr mir nicht einmal das Simpelste glaubt, was es gibt, dass ich die Liebe bin? Und so muss er sie zurückschicken. Was war denn sein Ziel gewesen, wenn er jetzt nochmal zurück zu 4. Mose 14 geht? Was hat er sich denn gewünscht? Er hat sich gewünscht, dass sie 40 Jahre in der Wüste rumwandern, dass sie ihm vertrauen, dass sie glauben. Der Gerechte lebt aus Glauben. Glauben woran? Dass Gott existiert. Woran glauben? Dass Gott das tut, was er sagt, dass er es gut mit uns meint, dass selbst wenn er uns einen schwierigen Weg führt und da Riesen auf dem Weg sind, dass kein Hindernis ist, dass egal wohin er uns führt, er immer nur das Beste für uns will.
[20:49] Das ist interessant. Gott hatte ihn immer wieder in Situationen gestellt, um sie zu testen. Ihr kennt die Situation in 2. Mose 16, wo Ellenwhite sagt, ihnen ging so langsam das Brot aus. Sie konnten ausrechnen, in zwei, drei Tagen haben wir Hunger. Und schon haben sie angefangen zu moren. Ja, wo sollen wir Essen hernehmen? Obwohl sie noch gar keinen Hunger hatten. Aber sie haben schon das geahnt. Im kleinsten Test, als es unsicher wurde, haben sie so immer gedacht, Gott hat uns hierher geführt, damit wir sterben. Mose ist schuld. Ja, alle sind schuld. Aaron ist schuld. Haben sich über jede Kleinigkeit beschwert und haben nicht geglaubt, dass Gott sie wirklich liebt und sie auch durch die Wüste führt. Ja. Ganz genau. Ohne Glauben ist es unmöglich. Deswegen war es die ganze Zeit ein Glaubenstest. Es war am Roten Meer ein Glaubenstest. Es war, man musste glauben, dass der Mose wieder zurückkommt von dem Berg. Es war immer ein Glaubenstest. Es war jetzt ein Glaubenstest, aber sie war nicht bereit. Was wäre nach Viertelmose 14 passiert, wenn sie im Glauben vorangegangen wären und Gott für sie hätte kämpfen können? Schaut mal Viertelmose 14 an. Was war in Vers 21? Er sagt, ohne Frage. Schaut mal, was Gott sagt. Er sagt, aber so wahr ich lebe. Wie nennt man das, wenn jemand sagt, so wahr ich lebe? Das ist ein Eid, ein Schwur. So wahr ich lebe. Gott schwört. Das gibt es ja ein paar Mal, nicht wahr? Auch in Offenbarung Szenen, wo der Engel schwört, nicht wahr? Das Evangelium wird zu Ende gebracht werden. Es wird vollendet werden. So wahr ich lebe. Was ist sein Ziel? In Vers 21. Die Erde soll erfüllt werden mit der Herrlichkeit Gottes. Gott sagt also hier, okay ihr Lieben, ich schicke euch wieder in die Wüste, aber wisst, so wahr ich lebe, es wird noch geschehen. Ich hätte mir gewünscht, dass ihr die Generation seid. Leider habt ihr den Glauben nicht. Ihr glaubt nicht mal, dass ich die Liebe bin. Aber so wahr ich lebe, es wird noch geschehen. So fast mit einem Seitenhieb zum Satan. Glaubt ja nicht, dass jetzt schon alles vorbei ist. So wahr ich lebe. Irgendwann wird wirklich die Erde erfüllt werden mit der Herrlichkeit Gottes.
[23:10] Der Einmarsch nach Kanan ist in der Bibel verknüpft mit der Idee, dass die Erde erfüllt wird von der Herrlichkeit Gottes. Jetzt hat die Geschichte vom Einmarsch nach Kanan irgendwas zu tun mit Offenbarung 18 und der Endzeit. Oder ist das eine reine zufällige Parallele? Gibt es irgendeine Verbindung zum Einzug nach Kanan und Offenbarung 18? Die Geschichte vom Einzug nach Kanan ist ein Typus auf unseren Einzug in den Himmel. Die Reise durch die Wüste ist ein Typus auf die Reise des Volkes Gottes. Und interessant ist, dass in Offenbarung in 4. Mose 14 dieser Einzug sich verzögert hat. Sogar signifikant verzögert hat. Warum? Weil sie nicht geglaubt haben. Und obwohl sie schon fast an der Grenze waren, ihnen das simple Prinzip des Glaubens an Gottes Liebe gefehlt hat. Könnte es sein, dass wenn das beim Typus so ist, die Gefahr auch beim Antitypus ist? Dass es dort auch wieder um einen Glaubenstest geht? Dass es um eine Frage geht, wo Gott uns etwas sagt, was wir tun sollen oder tun können, wo wir den menschlichen Eindruck haben? Können wir nicht. Schaffen wir nicht. Zu schwer. Was könnte denn der Auftrag sein? Was könnte denn die Schwierigkeit sein, die zu bewältigen ist in Offenbarung 18? Das ist dann das Problem des Volkes. Aber was ist die Aufgabe? Was sollen wir tun? Also Israeliten sollten nach Kanan einziehen und die Riesen besiegen und die Mauern einreißen, die bis an den Himmel waren. Wir sollen keine Riesen besiegen, also keine buchstäblichen. Wir kämpfen auch nicht gegen buchstäbliche Mauern. Wogegen kämpfen wir in Offenbarung 18, um nach Kanan eingehen zu können? Da kommt. Wir kämpfen gegen Babylon, ja. Aber Babylon ist nicht das größte Problem. Babylon ist schon gefallen, das sagt ja Offenbarung. Babylon ist nicht das größte Problem. Was ist das größte Problem? Die Sünde. Denn die Bibel sagt eindeutig, Jesus kommt erst wieder, wenn der hohe priesterliche Dienst beendet ist. Und der hohe priesterliche Dienst, wenn der beendet ist, leben wir in der Gegenwart eines heiligen Gottes ohne Sünde. Wir halten die Gebote Gottes durch den Glauben. Offenbarung 14 Vers 12. Da gibt es am Ende eine Gruppe, das sind die, die dann Offenbarung 18 in Herrlichkeit verkündigen. Die haben den Glauben Jesu und halten die Gebote Gottes. Eine gigantische Aufgabe. Was machen wir? Wir schicken Experten los. Kann man das überhaupt? Theologen, die die Bibel studieren. Kann man die zehn Gebote wirklich halten? Kann man wirklich ganz frei von Sünde leben? Kann man wirklich Überwinder sein? Was sagt die Mehrheit der Experten, der Kundschaft da? Die zehn Gebote sind wunderbar, herrlich, großartig. Man kann keine besseren Gebote haben. Es gibt nur ein Problem. Wir können sie eh nicht ganz halten. Oder? Wunderbare Gebote, perfekt von Gott gegeben für eine sündlose Welt vor dem Sündenfallen. Für den Himmel später mal, wenn wir auf der neuen Erde sind. Aber jetzt gerade kann man sie nicht halten. Die Mauern sind so hoch bis zum Himmel. Schau mal, wie klein wir sind. Schau mal, wie unwürdig wir sind. Schau mal, wie schwach wir sind. Wir sind doch nur Heuschrecken. Wir sind nur Grashüpfer. Aha. Was sagt Jesus Laodicea? Was haben sie dringend nötig? Was brauchst du? Ich rate dir, Gold zu kaufen. Glaube. Und nach all den Jahren, was wir erlebt haben mit Gott, kommen wir in die Situation und sagen, können wir nicht. Und dann gibt es aber zwei Kundschaften in der Minderheit, die sagen, vorwärts kann man. Was sagt das Volk? Macht uns Angst. Schaut, das war natürlich jetzt ein bisschen skizziert. Aber der Punkt ist der, wir schauen auf die Geschichte von 4. Mosel 14 und sagen, wie konnten die nur? Wie kamen die auf die Idee, Gott zu misstrauen? Ich würde uns gerne mal sehen, wenn wir da wirklich gestanden hätten und diese riesigen Mauern gesehen hätten. Aber Gott sagt, es wird geschehen. Die ganze Erde wird erfüllt werden von der Herrlichkeit Gottes. Der Moser hat ja vorher die Herrlichkeit Gottes zitiert und die Herrlichkeit Gottes bestand worin? In der Vergebung Gottes. Sein Charakter, sein Wesen. Und die Israeliten, schaut jetzt, das ist sehr interessant, die Israeliten wollten zwar den Charakter Gottes für sich in Anspruch nehmen, um ihre Sünde zu bedecken. Sie wollten den Charakter Gottes aber nicht in Anspruch nehmen, als eine Kraft, die ihnen hilft, ins verlorene Land zu gehen. Für ihre Sünde wollten sie den Charakter Gottes haben, seine Barmherzigkeit und seine Kraft, um ihre Sünde zu bedecken. Aber sie waren nicht bereit, diesen Charakter Gottes auch anzunehmen, ihm zu glauben, nicht wenn es um Sündenvergebung geht, sondern um Sündenüberwindung sozusagen. Vielleicht machen wir denselben Fehler, dass wir über den Charakter Gottes immer nur reden, wenn wir mit einer Sünde zu ihm kommen und die Kraft Gottes in Anspruch nehmen, um Sünden vergeben zu bekommen, statt seine Kraft auch in Anspruch zu nehmen, dass wir die Sünden gar nicht erst begehen müssen. Die Herrlichkeit Gottes, auf deren Grundlage er vergeben hat, konnte sich nicht ganz zeigen. Er sagt, die Herrlichkeit Gottes, ich vergebe euch, aber sie erfüllt gerade nicht die Erde. Denn ihr, die ihr durch euer Glaubenszeugnis für mich hättet einstehen können, ihr glaubt nicht mal, dass ich euch lieb habe. Ich vergebe euch, weil ich euch lieb habe, aber eure Handlungen zeigen ja, dass ihr es mir eigentlich gar nicht richtig glaubt.
[29:46] Ja, was war denn das für ein Geist, wenn die Bibel sagt, es war ein anderer Geist im Kaleb oder im Joshua? Das war der heilige Geist. Der entscheidende Unterschied war nicht, dass der Joshua klüger war oder sich militärtechnisch besser auskannte und sagte, das schaffen wir trotzdem, ich habe da einen Weg. Nein, er hatte den heiligen Geist. Er war erfüllt vom heiligen Geist und das macht einen Unterschied. Erfüllt vom heiligen Geist glaubt er, es gibt kein Hindernis, das für Gott zu groß ist. Wenn Gott sagt vorwärts, meint er vorwärts. Er meint nicht, es wäre schön, wenn man vorwärts gehen könnte. Wenn Gott sagt, sie halten die Gebote Gottes, meint er nicht, es wäre ja schön, wenn sie die Gebote halten würden, weil das wäre an sich ganz toll. Kann man leider nicht. Er meint das wirklich, weil es sein Wort ist und diese Erfüllung der Erde mit der Herrlichkeit Gottes sagt also, dass der Antitypus von Kader Spanier am Ende sich erfüllt. Also da wird eine Generation hineingehen. Übrigens, welche Generation, zurück zum Typus, welche Generation ist denn tatsächlich in das buchstäbliche Land hineingegangen? Die nächste Generation. Warum? Warum sind die reingegangen? Was hat sie unterschieden von der ersten Generation? Ja, sie hatten Glauben, das stimmt, aber warum? Warum hatten sie den Glauben, den die erste Generation nicht hat, obwohl sie doch von denen aufgezogen worden sind? Man macht es ja meistens schlimmer als die Eltern, nicht besser, oder? Ja, aber Gott, wenn die zweite Generation genauso ungläubig gewesen wäre, hätten Karlob und Joso noch länger leben müssen, nicht wahr? Ja, aber das stimmt, ja, aber der Punkt ist ja, warum sind sie dann bessere Gläubige geworden oder überhaupt echt vom Heiligen Geist erfüllt im Gegensatz zur ersten Generation? Das war ja keine Garantie. Sie haben die Wunder nicht miterlebt, aber sie haben andere Wunder erlebt. Okay, die zweite Generation, war die von Anfang an besser als die erste? Nein? Schaut euch an, was sie gemacht haben, ja, auch dann, auch nach den 40 Jahren, im 40. Jahr, Rebellion und dies und jenes, dann mit den Schlangen, das war die zweite Generation, ja, dann Baal Peor war die zweite Generation und dann sind sie kurz vor Kanan und dann passiert etwas Einschneidendes, was wir als Adventgemeinde bis heute nicht wirklich ganz durchdrungen haben, etwas Einschneidendes und danach liest man von der zweiten Generation, Sieg, Sieg, Sieg, Jordanüberquerung, Sieg, Sieg, Sieg, Sieg, Sieg, eine Niederlage aufgrund der Sünde von einem einzelnen Menschen und dann wieder Sieg, Sieg, Sieg, Sieg, sonst liest man immer von allgemeinem Abfall und 1, 2, 3 Treuen, hier liest man plötzlich von einer ganzen Generation von treuen Menschen mit vielleicht einem Sünder, ja, oder so 2, 3, völlig auf den Kopf gestellt und davor und danach gibt es nie wieder eine Generation in der ganzen Geschichte Israels, die so treu ist und so siegreich wie die zweite Generation nach dem Auszug, nie wieder. Ich meine, lest Richter, Könige, Chronike, Samuel, das ist eigentlich immer mehr Katastrophe, als es gut ist, ja. Was haben die erlebt, kurz vor dem Einzug nach Kanan, was sie so sehr verändert hat? Ich sage es euch, eine Predigtreihe, eine Predigtserie, eine Vortragsreihe genannt 5. Mose. Vor 5. Mose ist die zweite Generation nicht viel besser als die erste, obwohl sie auch alle möglichen Wunder erleben und Zeichen und Gott greift ein und dies und jenes, dann kommt 5. Mose und danach erkennt ihr diese Israeliten nicht mehr wieder. Das Buch 5. Mose, glaubt es mir, ist der Schlüssel zum Sieg. Jesus hat den Satan in der ersten, zweiten, dritten Versuchung immer mit 5. Mose besiegt. Das größte Gebot der Bibel sagt, Jesus ist in 5. Mose. 5. Mose ist so ein gigantisches Buch, aber jetzt höre ich oft die Werbung darüber zu machen. Sie haben in 5. Mose, wisst ihr, dass Paulus, wenn Paulus in den Römer schreibt, die Gerechtigkeit aus Glauben, die wir predigen, zitiert er aus 5. Mose ganz am Ende, wo es dann diesen Bund in Moab gibt. Wir haben nicht die Zeit, das zu erklären, aber das ist so gigantisch, weil dort in 5. Mose schreibt Gott nochmal die gesamte Geschichte Israels bis zu dem Zeitpunkt, ich war die Wüstenwanderung und dann schließt er mit ihnen diesen neuen Bund in Moab. Nicht einen alten Bund, sondern da geht es eigentlich um das, was wir den neuen Bund nennen, wo es ins Herz gehen soll. Und als sie das verstanden haben, als sie das Evangelium am Ende von 5. Mose verstanden haben, das Wort, das von Gott kommt, das nicht leer ist, das ihr Leben ist, da gehen sie rein nach Canaan. Und ja, man könnte so viel mehr dazu sagen, aber das zumindest mal als Idee für euch, dass wenn es am Ende heißt, die Erde wird erfüllt werden von der Herrlichkeit Gottes, ist das nicht nur allgemein gemeint im Sinne von, das Evangelium geht in alle Welt, alle haben was davon gehört, sondern da erfüllt sich ein uralter Schwur von Gott, den er in Kadespanea in der Wüste gemacht hat, als er gesagt hat, so wahr ich lebe, die Erde wird erfüllt werden von meiner Herrlichkeit. Der Charakter Gottes wird sich zeigen in einer Generation, die es so noch nie zuvor gegeben hat. Und der Typus dafür ist die zweite Generation nach dem Auszug, die durch das Buch 5. Mose in ihrem Wesen und Charakter wirklich verändert worden ist.
[35:32] Aber wir müssen noch einen Schritt weiter gehen, wir sind gleich am Ende angelangt. Noch ein Text in Jesaja 6 Vers 3. Jesaja 6 Vers 3 ist auch ganz interessant, weil in Jesaja 6 Vers 3, da geht es um wen? Also in Jesaja 6 am Anfang, da geht es um die Berufung von Jesaja und Jesaja ist wo, wo wird er berufen? Im Tempel, genau, im Tempel. Heiligtum, ihr erinnert euch, in Jesaja 43 Vers 2, die Herrlichkeit des Herrn kommt zum Tempel. In der Endzeit haben wir eine Botschaft über das Heiligtum Gottes, über das Allerheiligste, wo Jesus ist. Schaut mal in Vers 1 bis 3. Im Todesjahr des Königs Ussir sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen, habenden Thron und seine Säume erfüllten die Tempel. Seraphim standen über ihm, jeder von ihnen hatten sechs Flügel, mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht, mit zweien bedeckten sie ihre Füße, mit zweien flogen sie und einer rief dem anderen zu und sprach heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Herrscher. Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit.
[36:44] Das ist eine interessante Frage, warum dreimal, dreimal, dreimal heilig, heilig, heilig. Die Idee hier ist ganz simpel, es gibt natürlich die Vorstellung, das ist auch nicht verkehrt, dass es hier für die Einigkeit gilt, nicht für Vater, Sohn, Heiliger Geist, aber von der Sprache her, vom Hebräischen ist es so, dass wenn etwas dreimal hintereinander gesagt wird, ist es die absolut stärkste Bestätigung. Ihr kennt vielleicht das Wort hochheilig, oder? Es gibt heilig, im Hebräischen gibt es Kedesh, das heißt heilig, dann gibt es Kedesh, Kedesh, das heißt hochheilig, zum Beispiel der Altar ist hochheilig oder das Allerheiligste ist hochheilig und dann gibt es Kedesh, Kedesh, Kedesh, das ist heilig hoch drei, das ist quasi, das ist die Quelle der Heiligkeit. Gott ist die Quelle der Heiligkeit. Seine Heiligkeit ist das, was die Erde erfüllt, seine Herrlichkeit. Seine Barmherzigkeit und seine Gnade und seine Güte hängen zusammen mit seiner Heiligkeit und wenn am Ende die Erde erfüllt wird durch die Herrlichkeit Gottes, dann deswegen, weil seine Heiligkeit sich im Leben der Menschen spiegelt. Übrigens, als der Jesaja die Herrlichkeit und die Heiligkeit Gottes sieht, was ruft er aus? Sagt er, ich habe schon immer gewusst, ich bin der Beste unter allen. Ja oder nein? Nein, Jesaja erkennt seine eigene Unwürdigkeit. Je mehr wir die Herrlichkeit Gottes und seine Heiligkeit studieren und predigen, werden wir uns immer besser fühlen oder immer unwürdiger, immer unwürdiger. Das ist der Punkt an der Heiligung, dass man nicht das Gefühle, dass man immer heiliger wird, sondern dass man seine, dass man die immer, Heiligung bedeutet, dass man immer besser versteht, wie tief die Kette oder das Seil herabgelassen werden muss, um mich zu retten. Jemand, der kaum sich damit beschäftigt, der denkt, na ja, ich bin halt hingefallen, Gott hat mir hochgeholfen. Je mehr ich mich mit Gott beschäftige, desto mehr sehe ich meine Güte. Das ist ja ein gigantisches Loch. Je mehr man sich mit Gott beschäftigt, desto mehr sieht man, wie weit man von ihm entfernt war.
[39:16] Ganz genau. Schaut mal, was sagt der Jesaja dann, oder was als Jesaja dann seine, die Lippen gesühnt bekommt. Ihr kennt das ja, wo diese Kohle kommt, die Lippen reinigt und dann gibt es diese interessante Frage, was fragt Gott, wer soll, wen soll ich senden, wer wird für uns gehen. Das heißt, die Erkenntnis der Heiligkeit und Herrlichkeit Gottes führt automatisch zu einem Missionsauftrag. Übrigens, was wird denn das für ein, wie viel Erfolgschancen hat denn dieser Missionsauftrag hier? Habt ihr das gelesen mal in Jesaja 6? Könnt ihr mal lesen, Vers 10 und 11, wie viel Erfolg wird der Jesaja haben mit seiner Botschaft? Nicht viel, sie werden nicht zuhören. Die Ohren sind schwer, sie verkleben die Augen und er fragt Vers 11, wie lange her, er antwortet, bis die Städte verwüstet liegen und so weiter. Die Idee ist, der Jesaja, wenn die Herrlichkeit des Herrn erfüllt wird, wenn die Erde erfüllt wird mit der Herrlichkeit Gottes, heißt das nicht, dass alle Menschen sich bekehren. Es heißt nur, dass durch die Predigt der Herrlichkeit Gottes sein Charakter überall offenbar wird, aber trotzdem wird die Mehrheit der Menschen es ablehnen. Genau das wird am Ende hier geschehen. Das bedeutet nicht, dass am Ende alle Menschen sich bekehren, es bedeutet nur, dass endlich durch die Botschafter das Wesen Gottes so offensichtlich wird, dass niemand mehr sagen kann, er hätte es nicht sehen können. So wird es halt nur. Trotzdem wird die Mehrheit es ablehnen. Wir haben dann einen Auftrag, einen Missionsauftrag in alle Welt, von denen wir von vorherein wissen, dass mindestens die Mehrzahl der Menschen, zu denen wir sprechen werden, es nicht annehmen werden und trotzdem sollen wir gehen. Warum? Weil Jesus eine Mission hatte, von der er von vornherein wusste, dass die Mehrzahl der Menschen diese Mission nicht annehmen werden. Für wie viele Menschen ist Jesus gestorben? Für alle. Hat er davor gewusst, dass die meisten ihn ablehnen werden? Als vorher gewusst, ist trotzdem für alle Menschen gestorben und so werden auch wir gerufen, in die ganze Welt zu gehen, allen Menschen das Evangelium zu predigen, auch wenn wir wissen, dass Gott uns das vorhersagt, dass die Mehrzahl der Menschen es ablehnen wird. Trotzdem sollen wir sie genauso lieben, wie Jesus sie geliebt hat. Und nicht nur sagen, naja, die wollen eh nichts, mit denen rede ich nicht. Nein, genauso lieben auch die Feinde lieben, so will Gott die Herrlichkeit Gottes.
[41:30] Jetzt müssen wir ganz schnell noch den letzten Text anschauen. In Habakuk 2 Vers 14. Habakuk 2 ist auch ein gigantisches Kapitel. Ich weiß gar nicht, wo man zuerst anfangen sollte, das alles zu studieren. Habakuk 2, überhaupt das ganze Buch Habakuk, aber Habakuk 2 ist hochinteressant, vor allem, weil es da auch um die Gerechtigkeit aus dem Glauben geht, ja die Prophetie, die offenbar werden soll. Und dann in Habakuk 2 ab Vers 5 geht es um den Fall Babylons. Und das ist natürlich total interessant, weil in Offenbarung 18 geht es worum? Um den Fall Babylons. Da geht es auch um das Evangelium, der Gerechte wird aus Glauben leben. Vers 4 geht es auch um die prophetische Botschaft, Vers 2 und 3. Und da geht es auch um den Fall Babylons. Und da wird jetzt dieser Fall Babylons beschrieben, ganz ausführlich. Da wird auch beschrieben von dem Wein in Vers 5, der Wein Babylons, der die ganzen Menschen verführt hat. Wir können nicht alles anschauen, aber schaut mal in Vers 14. Mitten in dieser Botschaft vom Fall Babylons heißt es, denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des Herrn, gleich wie die Wasser den Meeresgrund bedecken. Und interessanterweise, später heißt es Vers 20, der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Heiligtumsbotschaft auch mit drin. Das heißt, nach 4. Mose 14 ist dieser Satz, die Erde wird erfüllt werden mit der Herrlichkeit, hat etwas zu tun mit dem Eingang nach Kanan. Ein Typus für die Beendigung des Werkes, die Vollendung des Missionsauftrages, die Vollendung der Aufgabe der Kirche. Nach Habakuk 2 hat es damit zu tun, dass Babylon fällt. Der Zusammenhang mit dem Fall Babylons ist in Habakuk 2 ganz deutlich. Und nach Hezekel 43 hat es immer zu tun, dass Gott sein Heiligtum wiederherstellt. Und nach Jesaja 60 hat es damit zu tun, dass wir uns alle aufmachen und Licht bringen in die Welt durch den Charakter Gottes, der über uns aufgeht. Wenn man all das zusammen nimmt, hat man wirklich ein gutes Bild dessen, was in Offenbarung 18 geschehen soll. Gott wünscht sich, dass das Werk abgeschlossen wird. Er wünscht sich Männer und Frauen, die nicht den 10 Kundschaftern glauben, sondern den 2, die durch 5. Mose oder durch die Botschaft von 5. Mose Gerechtigkeit aus glauben. Glauben, dass man Kanan einnehmen kann, dass die Erde erfüllt wird von der Herrlichkeit Gottes, die den Fall Babylons predigen, weil sie, wie hier in Habakuk 2, sie aus dem Glauben leben. Menschen, die im Heiligtum eine Begegnung mit Jesu haben und sich ihrer Unwürdigkeit bewusst sind. Die müssen mit Offenbarung 12 Vers 17 rechnen und damit, dass natürlich ganz Babylon sich gegen sie wenden wird, wenn man den Fall Babylons verkündigt. Und wir werden die nächsten Verse dann in Offenbarung 18 sehen, warum diese Botschaft von der Herrlichkeit Gottes, vom Charakter Gottes, von dem Gesetz Gottes, von seiner Liebe so sehr mit Babylon in Konflikt ist, dass jeder, der die Herrlichkeit Gottes in der Welt predigt, gleichzeitig vor Babylon warnen muss. Dazu aber dann später mehr. Nächste Woche dann, wie gesagt, oder das nächste Mal dann zum nächsten Vers für heute. Also erst mal mein ganz warmer Tipp an euch, studiert mal 5. Mose, so auch gerne gründlich. Ansonsten lasst uns auf jeden Fall festhalten, dass Offenbarung 18 beschreibt, dass der Schwur Gottes, dass endlich doch eine Generation seinen Charakter der ganzen Welt zeigen wird, der wird sich erfüllen. Ob er sich mit uns erfüllt, hängt davon ab, ob wir die Kriterien erfüllen, die wir gerade gelesen haben in den Versen. Gott war nicht auf die erste Generation angewiesen, damit es sich erfüllt. Als die glaubten, Gott ist nicht wirklich die Liebe, hat er gesagt, okay, ich vergebe euch, aber ich kann euch für dieses Werk nicht gebrauchen. Ich muss noch mal 40 Jahre warten. Und wenn wir Gott nicht glauben, dass er die Liebe ist in unserem Leben, dass er das Beste für uns will, komme was er wolle, dann wird Gott sagen, ich vergebe euch, ich führe euch weiter durch diese Welt, aber ich warte auf die nächste Generation. Und das wäre doch sehr schade. Was wir lernen müssen, ist das, was die erste Generation nicht gelernt hat, dass Gottes Liebe nicht nur für die Vergebung der Sünden da ist, sondern auch die Kraft gibt, in der Kraft des Heiligen Geistes vorwärtszugehen und die Probleme, die vor uns sind, zu lösen durch Gottes Kraft. Wenn wir dazu nicht bereit sind, werden wir immer durch die Wüste gehen, Vergebung bekommen für die Sünden, die wir getan haben, aber nie Kanan erreichen. Und das ist, was wir doch eigentlich wollen, oder? Lass uns doch gemeinsam beten und dazu gemeinsam niederknien.
[47:05] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir von Herzen Dank sagen, dass wir durch dein Wort ermutigt werden, dir zu glauben, egal was du uns sagst. Lass uns nicht auf diejenigen hören, die uns sagen, dass das, was du in deinem Wort und durch den Geist der Weissagung uns mitteilst, unmöglich wäre. Lass uns nicht auf uns selbst hören, wenn wir das Gefühl haben, dass es unmöglich ist, sondern lass uns kindlichen Glauben haben, der fest überzeugt ist, dass du in der Lage bist, zu tun, was du versprochen hast. Herr, wir wollen nicht noch einmal 40 Jahre durch diese Welt wandern, so möchten wir dich bitten, dass du uns veränderst, so wie du damals die zweite Generation der Israeliten verändert hast, und das sogar in relativ kurzer Zeit. Herr, wir möchten unsere Herzen dir vorlegen, ich bitte, dass du sie in deinem Blut reinwäscht, lieber Herr, dass du uns ganz frei machst von bösen Gedanken und von Sünde, die uns so leicht umstrickt, und dass wir laufen können in diesem Kampf, den du uns gegeben hast, indem wir auf dich hinschauen, Herr Jesus, der du der Anfänger und Vollender unseres Glaubens bist. Zeig du uns deine Herrlichkeit in unserem Leben, damit deine Herrlichkeit über unser Leben hinaus in diese Welt hinein strahlt, das bitten wir dich in deinem Namen, Herr Jesus. Amen.