[5:00] Genau, also indirekt. Da heißt es ja, wenn jemand durch Schwert tötet, soll er durch Schwert getötet werden. Das impliziert, dass das Tier andere mit dem Schwert getötet hat. Ja, genau, und deswegen als Strafe auch getötet wird, genau. Sieben auch, genau. Es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen. Das ist natürlich, ich komme noch zu einem Parallel zu Daniel, nicht wahr, Krieg zu führen mit den Heiligen. Zwölf. Genau, genau, die Verfolgung der Frau. Ja, sehr gut. Ja, es gibt doch mindestens zwei Stellen, die so richtig explizit auch sprechen von dem Blut, genau. Ja, genau, also die Toten schreien zu Gott auch in Offenbarung 6. Offenbarung 6, Vers 9 und 10. Als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren, um das Wort des Gottes willen, um das Zeugnis des Willen, das sie hatten. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: „Wie lange, o Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?“ Also die Märtyrer. Hier haben wir jetzt nicht explizit Babylon. Bei den anderen Texten hatten wir Babylon als Verfolger. Hier haben wir jetzt explizit Märtyrer. Finden wir noch Texte, wo Babylon und Märtyrertum, also das Blut, das vergossene Blut, so direkt nebeneinander verbunden sind?
[6:22] Genau, Offenbarung 17, Vers 6. Ich sah die Frau berauscht vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu. Das ist also eine der deutlichsten. Die Frau ist Babylon, nicht wahr? Da haben wir Offenbarung 17, Vers 6. Jetzt, von welcher Zeit spricht Offenbarung 17, Vers 6? Wenn es heißt, ich sah, dass sie berauscht war vom Blut der Heiligen. Zu welcher Zeit hat sie hier die Heiligen umgebracht, die Zeugen Jesu? Von welcher Zeitperiode spricht das hier? Ja genau, also das Mittelalter eigentlich. Ihr erinnert euch vielleicht noch vage, damals, Offenbarung 17, wo wir gesagt haben, da gibt es diese sieben Köpfe, nicht wahr? Und als er die Hure sieht, sieht er sie eigentlich 1798 und schaut dann erstmal eigentlich zurück, diese 1062 Jahre, wo die Frau in der Wüste ist. Und das ist eigentlich so diese mittelalterliche Verfolgungszeit. Als er die Endzeithure sieht, ist sie schon berauscht. Sie fängt nicht an davon zu trinken, sondern sie ist schon eigentlich trunken vom Blut. Sie trinkt zwar noch ein bisschen mehr, aber sie ist eigentlich schon trunken. Also Offenbarung 17, Vers 6 spricht eigentlich mehr so von dem Mittelalter.
[7:33] Schauen wir in Offenbarung 16 und dort Vers 6. Da haben wir den anderen Vers, der so ganz deutlich davon spricht. Offenbarung 16, Vers 6. Da haben wir nämlich die Plagen. Da heißt es, also Vers 5. Und das spricht natürlich von der letzten Zeit, von den Plagen. Und das ist natürlich eigentlich hier mehr die Endzeit, oder? Weil diejenigen, die dort das Blut trinken müssen, die haben nicht im Mittelalter gelebt. Also die Idee sozusagen, wir finden sowohl für das Mittelalter als auch für die Endzeit, finden wir deutliche Textstellen. Babylon ist verantwortlich für die Märtyrer.
[8:26] Jetzt habe ich aber vielleicht noch ganz kurz noch als Ergänzung dazu, wenn jemand fragen würde, Textstellen bei Daniel, wo die gleiche Idee ist, also da steht zwar nicht Babylon, also aber Rom, nicht wahr? Kleines Horn oder was auch immer. Verfolgung wahrer Gläubigen. In Daniel finden wir vielleicht auch noch ein, zwei Stellen. Weil es ist ja so ein ganz typisches Kennzeichen des Antichristen, die Gläubigen zu verfolgen. Was würdet ihr sagen? In Daniel noch ergänzend, um zu zeigen, dass das mit Offenbarung übereinstimmt, wo die Heiligen verfolgt werden, wo sie bekämpft werden. Wenn ihr den Vers nicht genau wisst, vielleicht könnt ihr schon irgendwie ahnen, welchem Kapitel das sein könnte. Ein Kapitel, das geradezu prädestiniert. Daniel 7, genau. Wo es um das kleine Horn geht, mit allem was das kleine Horn tut. Und da ist eigentlich so der vielleicht wichtigste Vers, Vers 25, oder? Daniel 7, Vers 25. Und er wird freche Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben. Er wird dann nach Trachtenzeitungen Gesetze ändern. Also Daniel 7, Vers 25, das ist eigentlich so der Vers, der auch dann in Daniel, in Offenbarung 13 wiederholt wird, oder zitiert wird. Und dann kann man auch Daniel 11, das ist auch schön sehen. Schaut man Daniel 11. Und dort Vers 32. Das ist der König des Nordens hier. Und er wird die, welche gegen den Bund frefeln, durch Schmeicheleien zum Abfall verleiten. Da haben wir den Abfall, den Glaubensabfall im Mittelalter. Die Leute aber, die ihren Gott kennen, werden festbleiben und handeln und die Verständigen im Volk werden die vielen unterweisen. Sie werden aber eine Zeit lang dem Schwert, dem Feuer, der Gefangenschaft und der Plünderung unterliegen. Da haben wir diese Idee. Die wird dann nochmal aufgegriffen in Daniel 12, Vers 7. Da hörte ich den in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb des Wassers, des Flusses war. Der seine Rechte und seine Linke zum Himmel hob. Und bei dem schwor, der ewig lebt, eine Zeit, zwei Zeiten, eine halbe Zeit. Und wenn die Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes vollendet ist. Das ist diese Zerschmetterung, wenn sie dem Schwert und dem Feuer und all diesen Dingen erliegen. In Daniel 11, was war das, Vers 33? Ja genau, Vers 33, beziehungsweise 12, Vers 7.
[10:55] Nun, also wir sehen ganz deutlich in Daniel unter Offenbarung, diese antichristliche Macht ist insbesondere verantwortlich für den Tod vieler Märtyrer. Ein kleiner Horn, König des Nordens, Tier aus dem Meer, Hure Babylon.
[11:09] Jetzt ist aber eine interessante Frage, wenn ihr den Vers nochmal genau anschaut in Offenbarung 18, ist der ein bisschen merkwürdig formuliert. Auf den ersten Blick ist es ganz klar, was da steht. Auf den zweiten Blick sollte man ein bisschen mehr nachdenken. Da heißt es ja, und in ihr wurde das Blut der Propheten und Heiligen gefunden und alle, die hingeschlachtet worden sind, auf Erden. Welche Frage könnte man sich stellen, wenn man den Vers ein bisschen genauer anschaut? Aus den Propheten und Heiligen, ja, okay. Du meinst, dass Leute, die in Babylon waren?
[12:18] Ganz wichtiger Punkt, selbstverständlich, Rom meint hier nicht einfach die eigentliche Stadt, sondern die Kirche, die dann viele andere Kirchen unter sich hat, das ganze System und so weiter. Ganz klar. Aber vor allem, wenn man den letzten Satz nochmal anschaut, ist er wirklich interessant, weil der letzte Teil, und alle derer, die hingeschlachtet worden sind, auf Erden. Wie viele Märtyrer würde das dann beinhalten? Alle. Von wann bis wann? Von? Du hast es richtig gesagt. Von wem hast du es gesagt? Genau, wer war der erste Märtyrer? Abel, okay. Jetzt ist aber die Frage, können wir ernsthaft, also die Frage wäre jetzt, inwieweit kann man sagen, dass Babylon, inside Babylon, wir sind auf dem Wagen 18, wir sind ja nicht in 1. Mose 4, inwieweit ist inside Babylon, auch wenn es als System weltweit ist, letztlich verantwortlich für den Tod von Abel?
[13:23] Ja, okay, also wir können natürlich sagen, Babylon definieren wir quasi so weit, dass letztendlich alle Nichtgöttlichen zu Babylon gehören. Und kann man sicherlich, ist vielleicht auch gar nicht so abwegig. Ja, aber man darf auch nicht vergessen, dass Babylon letztendlich ja auch noch die Könige verführt. Das heißt, es gibt immer auch eigentlich in der Offenbarung, obwohl natürlich im weitesten Sinne das, was Babylon auszeichnet, das Problem aller Menschen ist, nämlich die Gottlosigkeit, aber ein bisschen präziser gesagt, gibt es immer auch Menschen, die nicht zum eigentlichen System Babylon an sich gehören, aber von Babylon verführt sind. Denn, wir dürfen nicht vergessen, Babylon ist die Hure und durch wen wird die Hure zerstört? Nicht durch Gott zunächst und auch nicht durch die Gläubigen, sondern die Verführten, die verführten Leute. Das heißt, es muss auch Menschen geben, die zwar den Wein Babylons getrunken haben und auch die gleichen Sünden tun wie Babylon, aber die eigentlich nicht zum System Babylon gehören. Was ich damit sagen will, ist, man kann Babylon nicht den wie ein Kaugummi und alle gottlosen Menschen als Babylon bezeichnen, weil es gibt auch am Ende noch genügend gottlose Menschen, die übrig bleiben, wenn Babylon gefallen ist.
[14:43] Ganz genau, ganz genau. Nur damit will ich sagen, wenn Babylon nicht automatisch alle gottlosen Menschen meint, sondern eigentlich mehr schon ein System, Kirche, unsere Rom und so weiter, dann ist jetzt trotzdem die Frage, wenn es also etwas definierter ist, warum sagt die Bibel, dass alle Märtyrer, selbst Abel, der von keiner erschlagen worden ist, als es noch kein System und keine Kirche und keinen Rom gab, wie kann dessen Tod dem Endzeit Babylon, egal wie weit es jetzt geht, angelastet werden, wo doch niemand von denen, die hier gelebt haben am Ende, dabei war?
[15:20] Es sind halt ihre Ideen, bei keinem war es ja auch so, dass es falsche Gottesdienste sind. Also es gibt ja entweder, dass man mit oder ohne ist, also es gibt nichts dazwischen eigentlich. Also jetzt schon so umfassen, als Idee. Als Idee, genau. Also als Idee vollkommen. Aber wir dürfen nie vergessen, Babylon, wie gesagt, ist schon ein tatsächliches greifbares System. Das kann stürzen, das kann fallen und wenn Gott hier sagt, in ihr ist das Blut gefunden, ist das nicht einfach nur quasi eine allgemeine Aussage, es ist eigentlich eine rechtliche, juristische Aussage. Sie sind schuldig am Blut. Also dieses hebräische Denken, wenn ich Blut vergossen habe, dann kommt das Blut auf mich. Also wenn ich jemanden umbringe, dann ist Blut auf mir, dann habe ich Blut auf mich gebracht, das ist ganz oft diese Idee. Und jetzt ist sozusagen die Frage, wer ist schuldig am Blut, also simpel gesprochen, wer ist schuldig am Tod von Abel?
[16:36] Der Tazel, der hat ja alle Sünden auf sich. Ich weiß nicht genau, was er im Prinzip eigentlich ist oder kann ich mir vorstellen, dass Babylon für alle, weil die Sünde ist die Sünde. Manche dieser Sünden bekommen sie bestraft, die sie verantwortlich ist für ihre Führungen. Letztendlich wurde ja keiner durch das System geführt, aber durch falsches Gottes Gehirn, die falsche Reaktion. Sünde ist auch immer im Spiel. Aber vielleicht kann ich nur ein ganz kurzes Beispiel aufgreifen mit dem Aserseel. Für wen steht der Aserseel am Ende? Für den Satan. Am Ende werden auf den Satan alle Sünden gelegt? Ja, das stimmt. Aber ist nicht Jesus schon für meine Sünden gestorben?
[17:41] Ganz kurz. Ganz genau. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, weil das ist eine, wenn man jetzt sozusagen in der theologischen Welt sich ein bisschen umhört, das ist eine der Hauptkritikpunkte an der Adventgemeinde, dass Leute sagen, wie könnt ihr sagen, alle Schuld wird auf den Satan gelegt, wenn Jesus schon die Schuld bezahlt hat am Kreuz. Das bedeutet also nicht, dass wenn ich Jesus meine Sünde übergebe, dass das, wofür Jesus am Kreuz gestorben ist, am Ende sozusagen eigentlich der Satan ausbaden muss, weil Jesus ist dafür gestorben. Aber, und das nur als Ergänzung, jede Sünde besteht ja sozusagen aus mehreren Teilen. Das ist mein Anteil, aber auch der Anteil des Verführers, der mich dazu geführt hat, des Dämons und des Satans am Ende. Für jede Sünde kann man letztendlich, hat der Satan eine Teilschuld. Diese Teilschuld an der Sünde wird auf ihn gelegt. Das ist einfach nur so als, und das hilft uns hier schon so ein bisschen in diese Richtung zu denken.
[18:32] Es gibt ein berühmtes Beispiel, wo noch in der Bibel eine bestimmte Gruppe von Menschen verantwortlich gemacht wird für den Tod vieler Märtyrer, die gestorben sind, lange bevor sie geboren sind. Weiß jemand von euch, wo das ist? Wo eine Gruppe von Menschen verantwortlich gemacht wird für den Tod von Märtyrern, die alle schon vor Jahrhunderten gestorben sind? Und zwar ist das, schaut mal mit mir, in Matthäus 23. Matthäus 23, und da spricht natürlich wer? Matthäus 23 ist eine lange, und Jesus. Jesus redet hier, und wir lesen mal ab Vers 34. Das ist eine ganz interessante Stelle. Ihr werdet gleich sehen, das hat ganz viel mit Offenbarung 18 zu tun. Matthäus 23, und dort Vers 34. Jesus sagt: „Siehe, darum sende ich euch zu euch Propheten und Weisen und Schriftgelehrten, und etliche von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr in euren Synagogen geißeln und sie verfolgen von einer Stadt zur anderen.“ Das ist jetzt relativ simpel. Jesus sagt, es werden, auch nachdem ich tot bin, werden viele Menschen noch zu euch kommen, die werden das Evangelium predigen, und ihr werdet sie alle umbringen. Töten, kreuzigen, geißeln, verfolgen. Aber jetzt kommt Vers 35. Damit über euch alles gerechte Blut kommt, das auf Erden vergossen worden ist, vom Blut Abels des Gerechten bis zum Blut des Zerahrias des Sohnes Barachias, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar getötet habt.
[20:04] Vers 35 ist natürlich jetzt für unsere Zwecke hier sehr interessant. Seht ihr die Parallele sozusagen? Also Jesus spricht auch zu einer bestimmten Gruppe. Er spricht nicht mal zum ganzen Volk Israel. Also wen spricht er erstmal an? Die Pharisäer. Also geht es um die Pharisäer. Man könnte sagen, es ist die Kirche der Pharisäer oder wie auch immer. Das sind die Führer Israels, die aus Jesu Sicht abgefallen sind natürlich. Die sind auch ein System sozusagen. Die leiten und die verführen viele andere. Die Pharisäer sind jetzt nicht dasselbe wie das ganze Volk. Da gibt es Leute, die sind von den Pharisäern verführt, und es gibt die Pharisäer selbst die Verführer. Die sind auch verführt, aber die verführen auch andere. Und Jesus sagt, ihr werdet sie umbringen. Und indem er sie umbringt, also wenn sie jetzt verfolgen, ihre Verfolgung bringt jetzt das Blut von Märtyrern auf sie. Und jetzt nennt Jesus zwei Namen. Er sagt von bis. Der erste ist uns relativ geläufig, nämlich Abel. Was ist das Besondere an Abel? Er war der Erste. Abel ist der Erste. Was wissen wir über den Anderen? Wer ist das? Das ist ein gewisser Zacharias. Genau, Zacharias. Er ist ein Prophet gewesen. Was wisst ihr noch über diesen Zacharias? Der Prophet Zacharias hier ist vor dem Babylonischen Exil und der Zacharias ist dann danach. Aber die Namen sind natürlich eigentlich fast identisch.
[21:51] Ich weiß, was du meinst, aber lass uns erst die Geschichte anschauen, dann wirst du sehen, was er meint. Weil das ist tatsächlich ziemlich buchstäblich. Schaut mal in 2. Chronik 24. Die Geschichte ist nicht so bekannt. Ich weiß eigentlich gar nicht richtig genau, warum. Die gehört jetzt nicht so zu den typischen Kindergeschichten. 2. Chronik 24. Das ist interessant übrigens. Das ist die Geschichte von Joas, das König Joas. Und König Joas nur so am Rande. Ihr wisst vielleicht, König Joas gehört zu den wenigen Königen, die waren nicht gut und nicht schlecht, sondern erst gut und dann schlecht. Wisst ihr, wie lange er gut war? Er kam als Kind auf den Thron. Er hat auch diese Idee gehabt mit dem Tempelgeld.
[22:56] Genau, wie hieß der? Der Priester? Joiada. Genau. Und das ist jetzt der Punkt. Solange der noch lebte, war Joas dann ein guter König. Und als er tot war, war er ein schlechter König. Das ist eine ganz interessante Geschichte. Die zeigt auch den Einfluss, den man auf Menschen haben kann. Und in dem Punkt, das ist dann ab Vers 17, da heißt es dann, dass der Andruck Oberste kam usw. Und jetzt in Vers 20, da kommen jetzt neue Götzenbilder plötzlich auf. Vers 19. Er sandte aber Propheten zu ihnen, um sie zum Herrn zurückzubringen. Und diese ermahnten sie ernstlich, aber sie hörten nicht darauf. Da kam der Geist des Gottes über Zacharias. Da siehst du, Zacharias ist hebräisch, Zacharias ist dann griechisch. Den Sohn Joiadas, offensichtlich ein anderer Name wahrscheinlich, von derselben Person des Priesters, so dass er gegen das Volk auftrat und zu ihnen sprach. So spricht Gott. Warum übertretet ihr die Gebote des Herrn? Darum wird es euch nicht gelingen. Denn weil ihr den Herrn verlassen habt, wird er euch auch verlassen. Aber sie machten eine Verschwörung gegen ihn und steinigten auf Befehl des Königs. Im Vorhof am Haus des Herrn und der König. Du hast gedacht, er nicht an die Güte seines Vaters? Das heißt, die haben ihn tatsächlich zwischen Halle und Altar im Vorhof. Und das ist eigentlich, was er meint. Für den Fall, dass sie selbst nicht die Geschichte genau kennen, sagt er, das ist der Zacharias, der umgebracht worden ist.
[24:14] Ich verstehe, wie du meinst. Aber das wäre meine nächste Frage gewesen. Warum wählt er den aus, obwohl er nicht der Letzte war? War das der letzte Märtyrer im Alten Testament? Da gibt es einen ganz guten Grund. Also erstmal, ein Fest zwischen Halle und Altar ist buchstäblich, weil der ist tatsächlich da umgebracht worden. Ja, Stephanus ist ja noch in der Zukunft, als Jesus spricht. Selbst von Jesus' Zeit aus, wenn Jesus hier zu den Pharisäern spricht und in die Vergangenheit zurückblickt, Abel ist der Erste, war dann Zacharias der Letzte? Nein, der ist ja noch vor dem Exil. Also warum erwähnt er jetzt den? Gut, das klingt im Deutschen fast ein bisschen von A bis Z. Vielleicht bezieht es sich auch genau auf das, was du gerade erklärt hast, dass er so lange gut war, so lange der Gott da ist. Und ich glaube, das stimmt, verstehe ich, ich weiß nicht, wie man das beurteilen kann, aber es kommt immer wieder zu dem Herzen. Also ich glaube, mit dem Grundschluss, der Grundschluss dazu, und halt, ich weiß nicht, wie man das beurteilen kann, aber wenn ich den Eindruck, den wir auch haben, also wir haben Schuld in der Schulter der Jemanden, die durch unseren Tod verführen. Und ich glaube, das ist das gleiche Prinzip hier. Babylon hat jetzt nichts mit dem Tod, also mit dem Segen von Abel jetzt zu tun, aber es trägt einfach diese Schuld in den Mund. Wir sind Missionare so oder so, zum Gut oder zum Schlecht, und wir können uns auch entscheiden, wie wir disziplinieren wollen.
[25:54] Stimmt alles, stimmt alles. Aber die Erklärung, warum es von A bis Z ist, ist eine ganz, ganz simple, eine ziemlich interessante sogar.
[26:19] Frage an euch. Also zweite Chronik. Wo in der hebräischen Bibel befindet sich zweite Chronik? Das ist natürlich eine Fangfrage, weil die Aufteilung der Bibelbücher in der eigentlichen hebräischen Bibel, wenn man den Tanach kauft, die hebräische Bibel, ist anders als dann in den europäischen Bibeln, wo dann das Alte Testament übersetzt worden ist. Richtig. Im Alten Testament hast du nämlich, im hebräischen Denken, du hast das Gesetz, das Gesetz, die Tora, das sind die fünf Bücher Mose. Ja, genau. Die fünf Bücher Mose. Dann gibt es die Propheten. Und die Propheten, das geht los mit Joshua, und Samuel ist ein Buch, und Könige. Und dann kommen die ganzen Propheten, so Jesaja, Jeremia und so weiter. Und dann kommen die zwölf Propheten, die kleinen Propheten, das Dodekate, Dodekapropheton oder so. Und dann kommen die Schriften am Ende. Das sind quasi alles weitere Schriften, die bei uns einsortiert sind chronologisch, die hier und hier nicht reingehören. Also kommen da natürlich Klagelieder und das Brut. Das ist irgendwie zu klein. Also die ganzen kleinen Schriften. Und die Weisheitsliteratur, das geht los mit Psalmen. Ich war deswegen gesagt, jedes Mal, es alles musste geschehen, was im Gesetz und bei den Propheten und in Psalmen geschrieben steht. Wer kennt diese Dreitteilung? Und ganz gegen Ende, das kommt sogar interessant, weil es Buch Daniel, das gehört nicht zu den Propheten, sondern zu den Schriften. Das sind dann sozusagen Esra und Nehemiah, das ist ein Buch. Und dann vom selben Autor offensichtlich, aufgrund der Stilistik, Esra und Nehemiah, ist auch das Buch Chronik. Genauso wie auch Samuel und Könige, gab es eigentlich nicht Erste König und Zweite König, sondern nur ein Buch. Das haben später die Europäer Übersetzer geteilt. Deswegen hat die hebräische Bibel eigentlich weniger Bücher, sozusagen. Und Chronik ist das letzte Buch. Und jetzt innerhalb dieser Erste, Zweite Chronik ist halt die Geschichte, das ist halt ziemlich am Ende. Das heißt, wenn es die Bibel in Buchform gegeben hätte, hätte Jesus sagen können, wenn das das alte Testament ist, von Abel bis Zerahrias. Es ist also nicht eine Zeitlinie, sondern quasi von Anfang bis Ende eures Buches. Das ist ganz interessant, weil es einen kleinen Hinweis darauf gibt, dass Jesus das alte Testament damals gut kannte und das ist anders als heute. Also hat eigentlich einen ganz simplen Grund. Aber die Idee ist tatsächlich so ein bisschen von A bis Z. Was er sagen will, ist, man kann die ganze Bibel durchblättern, aber von Anfang bis Ende werden die Männer Gottes umgebracht. Das ist so quasi die Idee.
[28:53] Aber jetzt sollten wir nochmal reinschauen in Matthäus 23, was er da genau sagt. Interessant ist ja auch, dass er sagt in Matthäus 23, er sagt, wer hat den Zerahrias umgebracht oder den Zacharja? Wer hat den umgebracht? Ihr! Und damit wird dieses Prinzip deutlich, dass Jesus hier quasi kollektiv spricht. Jetzt haben wir nicht die Zeit, das anzuschauen, aber kennt ihr dieses Gleichnis, wo Jesus von dem Weinberg spricht und den Knechten, die den Weinberg bearbeiten. Und dann sendet Gott dann die Knechte und die werden umgebracht. Dann sendet Gott mehr Knechte. Und dann sendet er am Ende seinen Sohn und sagt, sie werden sich von meinem Sohn scheuen. Das sind immer dieselben Knechte, die aber in Wirklichkeit für viele Generationen stehen. Und das wird dann auch bei Stephanus deutlich. Schaut mal in Apostelgeschichte 7. Die Idee ist also sozusagen, dass sich hier was gesteigert hat, so aufkumuliert hat quasi. Das gibt es bei Gott ganz oft, dieses Prinzip, dass quasi die Sünden der Generationen sich quasi addieren. Und irgendwann ist halt der Topf voll, in Anführungsstrichen. Das ist zum Beispiel auch bei den Amoritern so gewesen. Da sagt Gott dem Abraham, die Schuld der Amoriter ist noch nicht voll. Aber irgendwann ist so diese Linie überschritten. Das ist nicht mal so, dass in der letzten Generation die schlimmsten Dinge getan haben muss, sondern es ist einfach jetzt voll.
[30:15] Schaut mal in Apostelgeschichte 7, Vers 51. Apostelgeschichte 7, Vers 51. Und dort heißt es: „Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herz und Ohren, ihr widerstrebt alle Zeit dem Heiligen Geist, wie eure Väter, so auch ihr. Sünde gegen den Heiligen Geist, andauernd, und das nicht nur über ein ganzes Leben lang, sondern über ganze Generationen. Welchen Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben die getötet, die vorher das Kommen des Gerechten ankündigten, dessen Verräter und Mörder ihr nun geworden seid.“ Also die Idee ist sozusagen, ihr macht das weiter, was die Generationen schon lange vorher gemacht haben. Das heißt, Jesus will damit nicht sagen, dass alle anderen Mörder, die schon tot sind, schuldlos sind und die Schuld einzig und allein auf die letzten Generationen gelegt wird. Sondern sie sind quasi nur das Endprodukt einer langen Linie sozusagen und sie gehören damit rein.
[31:08] Es ist sogar so, wenn man jetzt an die Könige Israels denkt, die haben ja auch viele Sünden auf sich geladen, bis sie dann nach Babylon gekommen sind, oder? Und der letzte König, bevor sie nach Babylon gekommen sind, war nicht mal der schlechteste. Der Zedekier, von dem heißt es, er war schlecht, aber nicht so schlecht, wie die vor ihm waren. Trotzdem war er sozusagen, seine Sünden waren buchstäblich die Tropfen, die das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Das ist so die Idee.
[31:32] Noch ganz kurz nochmal zurück zu Matthäus 23, weil wenn man das jetzt im Hinterkopf hat, dass es darum geht, um die Väter, deren Sünden fortgesetzt werden, von einer Generation zur nächsten, und es wird immer schlimmer, sozusagen, tendenziell, dann ist es interessant, was Jesus hier eigentlich den Pharisäern sagt. Er sagt ja, ihr habt die umgebracht, ihr seid eigentlich genauso wie eure Väter. Aber schaut mal in Vers 29, sehen die Pharisäer sich so? „Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Gräber der Propheten baut und die Denkmäler der Gerechten schmückt. Und sagt: Hätten wir in den Tagen unserer Väter gelebt, wir hätten uns nicht mit ihnen des Blutes der Propheten schuldig gemacht.“ Das ist interessant, oder? Also Jesus sagt, ihr habt den Zararias umgebracht, obwohl die Pharisäer normalerweise vielleicht einmal im Jahr oder keine Ahnung zum Grab des Zararias gegangen sind, da Blumen abgelegt haben und gesagt haben, also, was unsere Väter sich dabei gedacht haben, das können wir uns also nicht...
[32:34] Interessant ist sozusagen, dass sie nicht sehen, dass sie genau dieselben Fehler machen wie diejenigen, die sie kritisieren. Sie kritisieren ihre Väter und sagen, wie konnten die die nur noch umbringen. Ja, genau, genau.
[32:50] Genau das ist der Punkt. Wie einfach ist es, zurückzuschauen und zu sagen, meine Güte, wie konnten die... Dass der Lothar immer so ausgerastet ist und dass er so schlechte Sprache verwendet. Unglaublich. Ich nehme auch so ein Beispiel. Warum unsere Pioniere das nicht verstanden haben oder jenes, oder ja, wenn man nicht zurückschaut, aber zu anderen schaut. Es ist immer einfach. Und das wirkt ja auch ganz toll, wenn man sozusagen am Grab des Propheten steht und es begrenzt. Das heißt, die Frage ist sozusagen nicht nur, wie ich sozusagen die Vergangenheit beurteile, sondern ob ich die Lehren aus der Vergangenheit gezogen habe.
[33:32] Und interessant ist dann seine Begründung in Vers 31. Er sagt ja so, gebt ihr euch selbst das Zeugnis, dass ihr Söhne der Prophetenmörder seid. Ja, macht ihr nur das Maß eurer Väter voll. Sie sagen ja vorher, hätten wir in den Tagen unserer Väter gelebt, wäre das nicht passiert. Damit sagen sie aber, es sind unsere Väter. Und ihr kennt dieses Prinzip von Jesus, ihr habt nicht Abraham zum Vater, sondern den Teufel. Und ihr seid eigentlich schon auch mit ihren Generationen vorher. Und Jesus sagt, ihr seid deren Kinder. Macht das Maß voll. Das ist ja keine Aufforderung, sondern eigentlich mehr so, damit würde er sagen, ihr werdet es voll machen. Ihr habt das, was von Abel bis Zerahrias geschehen ist, sozusagen durch das ganz alte Testament hindurch, das Maß wird jetzt voll werden, durch welchen Mord? Jeder Mord ist quasi gefüllt in diesen Topf hinein. Und durch welchen Mord wird das Maß jetzt voll werden, wenn er sagt, mach das Maß voll. Wenn sie Jesus umbringen, wird das Maß voll sein. Deswegen, das ist dann quasi, Stephanus ist dann, ja, könnte man sagen schon, Stephanus, dann hört es ganz auf, weil Gott noch mal den Heiligen Geist sendet, nicht wahr? Aber letztendlich werden sie ja auch nicht, also sie werden ja nicht letztendlich verworfen, weil sie Stephanus umgebracht haben, weil sie in Stephanus über die Kreuzigung Jesus verworfen haben. Also mit anderen Worten, es gab einige, die Jesus umgebracht haben, aber nicht genau haben, was sie da tun, aber als durch den heiligen Geist, dass ihnen deutlich gesagt wird und sie es trotzdem verwerfen. Aber da sehen wir zumindest diese Idee, dass diese Generation zwar nicht alle Morde begangen hat, aber sie ist die Generation, die das Maß zum Überlaufen bringt. Das ist genau das gleiche wie mit den Amoritern. Da gab es eine letzte. Die Amoriter, die unter den Israeliten getötet worden sind zur Zeit von Joshua, waren ja nicht unbedingt schlechter als die, die 200 Jahre vorgelebt haben. Wie gesagt, der Zedekiel war nicht das schlechteste König. Das heißt übrigens auch, dass Babylon nicht notwendigerweise am Ende mehr Leute umbringt als im Mittelalter. Wenn wir es sogar genau nehmen, es werden natürlich auch mehr Türer geben, ohne Frage, sicherlich nicht wenige, aber ein Großteil der geplanten Verfolgung wird gar nicht stattfinden. Wir glauben, dass wenn der Todesbefehl erstmal ausgeht, dass dann niemand mehr umkommen wird. Das heißt, Babylon wird am Ende nicht gerichtet, weil sie die Schlimmsten von allen waren, sondern sie sind quasi nur der Endpunkt einer langen Entwicklung. Die Sünden Babylons reichen jetzt bis zum Himmel. So wie man den Turm Babel gebaut hat, Schritt für Schritt und irgendwann, so baut man jetzt quasi die Sünden auf und irgendwann ist es voll. Jetzt ist Ende, jetzt kommt Gott. Das heißt, das ist ein wichtiger Punkt und damit schließen wir.
[36:17] Es gibt mehrere Gründe, die letztendlich die Wiederkunft einleiten. Es gibt eine Idee, die ihr sicherlich sehr gut kennt, wir müssen das Evangelium in die ganze Welt tragen. Wenn jeder das gehört hat, dann kommt Jesus wieder. Ein anderer Grund, der auch sehr relativ bekannt ist und auch wichtig ist, ist, dass in unserem Leben der Glaube zur Vollendung kommen soll. Wir wollen einen vollkommenen Charakterentwicklung durch Gotteskraft. Aber es gibt noch einen dritten Grund, der sehr wichtig ist und das ist nämlich, Jesus kommt wieder, wenn das Böse sozusagen ein gewisses Maß erreicht hat, wo Gott sagt, jetzt ist Schluss. Und diese drei Punkte stehen nicht nebeneinander, sondern sie sind untrennbar miteinander verbunden. Denn der Mensch, der das Evangelium weiterbringt, wird selbst dadurch gesegnet und vorangehen im Charakter und gleichzeitig wird das den Hass der Feinde Gottes anfeuern. Das geht so eine Spirale quasi und diese drei Punkte werden zusammen sich immer weiter befeuern, bis dann Jesus wiederkommt. Das glaube ich ganz wichtig, weil es gibt immer wieder auch dann Menschen, die sich auf einen davon konzentrieren, die anderen ausblenden. Aber so macht das glaube ich mehr Sinn. Also ihr seht, eigentlich, wenn man es jetzt genauer studiert, keine merkwürdige Aussage, sondern soll letztendlich sagen, dass Endzeit Babylon das Maß voll machen wird von dem, was über Jahrhunderte hinweg durch die Geschichte an den Märtyrern passiert ist. Die sind die letzte Generation und an ihnen vollzieht sich jetzt das Gericht. Aber die verdiente Strafe für jede Sünde bekommt dann jeder sowieso danach den tausend Jahren. Das ist also nur die Idee, dass sie quasi der Endpunkt sind einer langen Entwicklung und Gott sagt bis hierhin und nicht weiter, jetzt ist Schluss.
[37:50] Ja, sagen wir mal so, je mehr man versucht, wie die Welt zu sein, desto weniger Grund hat die Welt einen zu hassen. Und ich glaube, das ist letztendlich desaktuell und weit nicht wahr. Also sie sagt in einem großen Kampf an einer Stelle, lasst nur die wahre Erweckung stattfinden und die Feuer der Verfolgung, also so ungefähr paraphrasiert, werden schnell wieder angezündet werden. Und ich denke, wir wollen nicht Erweckung erleben, um verfolgt zu werden, aber wir wollen Erweckung erleben und werden dann auch Verfolgung erleben. Und ich denke, jeder, der in seinem Leben ernsthaft mit Jesus geht, erlebt das auch, dass er Widerstände hat. Vielleicht noch nicht auf der kollektiven Ebene überall, aber dort auch, wo Gemeinden vorangehen, erleben sie auch Widerstände. Ich denke, das ist ein grundsätzliches Prinzip, das man sehen kann. Gut, machen wir vielleicht bis hierhin. Nächste Woche dann in Offenbarung 19 geht es weiter, aber vielleicht beten wir noch zum Schluss und Kinder zu nieder. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein Wort, dass wir heute sehen konnten, was es mit diesem Vers auf sich hat, dass du sehr geduldig bist und Generation für Generation abwartest, ob Menschen nicht doch sich zu dir bekehren und eine Kehrtwende machen, aber dass du auch gerecht bist und irgendwann einen Punkt, einen Schlussstrich ziehst, damit nicht alles verdirbt. Wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass du unserem Leben wirken möchtest und dass du uns vorbereiten möchtest auf die Wiederkunft und dass wir dir vertrauen dürfen, selbst dann, wenn vielleicht unser Leben in Gefahr ist. Und wir danken dir, dass wir alles in deine Hände legen dürfen. Im Namen Jesu. Amen.