Veröffentlicht am
1.093 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt gibt Christopher Kramp einen Überblick über die Struktur des Buches Offenbarung und ordnet Offenbarung 19 in den größeren zeitlichen Rahmen ein. Er erklärt, wie die einzelnen Kapitel und Abschnitte miteinander verbunden sind und wie sie sich auf die Endzeit beziehen. Der Fokus liegt auf dem Lobpreis Gottes, der als zentrales Thema der Offenbarung und als bleibende Botschaft für die Ewigkeit hervorgehoben wird.

In dieser Predigt wird ein tieferer Einblick in die Struktur und die Botschaft der Offenbarung gegeben. Christopher Kramp erklärt, wie die einzelnen Kapitel und Abschnitte zusammenhängen und wie sie uns helfen, das große Ganze zu verstehen. Der Fokus liegt auf Offenbarung 19, wo die Bedeutung des „Halleluja“-Rufs und die Eigenschaften Gottes beleuchtet werden. Es wird betont, wie wichtig es ist, Gott für alles zu loben, da alles von ihm kommt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[2:20] Die Macht gehören dem Herrn, unserem Gott. Man sagt ja, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und gerade wenn man die Offenbarung so Vers für Vers, so kleinteilig studiert, verliert man manchmal so den Blick für das große Ganze. Deswegen dachte ich, dass wir heute am Anfang vielleicht mal uns kurz nochmal so ein bisschen vergewissern, an welcher Stelle des großen Offenbarungsplanes befinden wir uns eigentlich? Wo muss man Offenbarung 19 insbesondere einordnen? Also mal so raus kurz zoomen aus dem Vers für Vers und mal so ein bisschen das große Ganze sehen, damit wir einen Eindruck haben von dem, was wir jetzt in den nächsten Wochen eigentlich studieren werden.

[3:01] Kann mir jemand mal mit ein, zwei Sätzen sagen, wo befinden wir uns gerade im großen Lauf der Offenbarung? Worauf würdest du das basieren, diese Vermutung, dass hier Jesus gekrönt wird? Erstmal nach diesem, nach all dem, was vorhin eben geschehen ist, das war mir doch jetzt so eine Frage, wo es verratlich steht, kommt ja Jesus aus dem Himmel, der Werft, der da gekrönt wird. Hier steht, also hier das Heilige Herz, das ist die Machtgewöhnung der Herzen, das werden die aus Sinnen schon übergeben. Das wird im Glas durch diese Krönung, diese Krönung stehen hier. Okay, also eins ist auf jeden Fall ganz klar, Offenbarung 17, Offenbarung 19 wird hier verbunden durch dieses nach diesem mit Offenbarung 18. Das ist kein neuer Abschnitt, sondern es ist eigentlich noch nach diesem, also nach Offenbarung 18. Und du hast richtig gesagt, irgendwann später kommt Jesus wieder in Offenbarung 19. Welcher Vers beschreibt die Wiederkunft Jesu in Offenbarung 19? Ganz explizit und ausführlich eigentlich, mehrere Verse sind das. Welche Verse in Offenbarung 19 beschreiben die Wiederkunft? Da gibt es so einen Abschnitt, Vers 11, genau, fünf Verse oder sechs Verse, 11 bis 16. Das ist so eine ganz klassische Szene, bisschen allegorisch beschrieben, aber da wird die Wiederkunft beschrieben. Und das wäre natürlich durchaus sinnvoll zu sagen, möglicherweise sind wir hier ganz ganz kurz vor der Wiederkunft, in diesen allerletzten Momenten vor der Wiederkunft. Wäre auf jeden Fall denkbar.

[4:54] Was würden die anderen sagen noch? Wo befinden wir uns im Lauf der Offenbarung? Also wir sind nach Offenbarung 18 und irgendwie während oder kurz vor der Wiederkunft. Ja genau, also definitiv, was wir sicher sagen können, es ist nach dem Gericht an Babylon. Und das Gericht an Babylon findet nochmal wann statt? Vor der Wiederkunft, bisschen genauer, wann wird Babylon gerichtet? Kann man das noch genauer eingrenzen? Weil wir sind ja auch schon vor der Wiederkunft, nicht wahr? Also vor der Wiederkunft stimmt, aber kann man es noch genauer eingrenzen, wann genau wird Babylon gerichtet? Ende der Gnadenzeit. Ende der Gnadenzeit, ja das stimmt, nach dem Ende der Gnadenzeit kann man es auch genauer eingrenzen, wann das exakte Gericht über Babylon stattfindet. Das ist die fünfte und vor allem die sechste und siebte Plage. Da wird deutlich gesagt, dass Babylon gerichtet wird. Und das ist sozusagen, das wäre jetzt eine interessante Frage, habe ich auch noch nicht genau darüber nachgedacht, aber es ist eine interessante Frage, ob sozusagen das jetzt tatsächlich genau die Zeit während der fünften, sechsten, siebten Plage ist oder kurz danach. Also das scheint eigentlich danach zu sein. Die Frage ist, wird Jesus zu Beginn der Plagenzeit gekrönt, wird er erst am Ende der Plagenzeit gekrönt zum König? Das wäre sozusagen jetzt die Frage, die sozusagen, wenn man es jetzt ganz minutiös auflösen will. Aber auf jeden Fall sind wir da ungefähr in dem Zeitrahmen.

[6:35] Aber nochmal wieder ein bisschen rausgesumt. Was sind denn so die großen Linien der Offenbarung bisher? Wenn wir jetzt mal in Kapiteln denken, in einzelnen Kapiteln, wie läuft so der Strom der Zeit in der Offenbarung? Also zu welchen, oder anders gefragt, welche anderen Kapitel gehören auch zu Kapitel 19 und 18? So als Paket. Weil die Offenbarung ist ja nicht ein Flickenteppich mit lauter Kapiteln, die aneinander geklatscht sind, sondern da gibt es ja quasi auch so Entwicklungen, so größere Bögen. Und das ist manchmal ganz gut im Hinterkopf, das mal zu behalten, was sind so die großen Linien. Fangen wir mal einfach an, okay. Fangen wir ganz vorne an. Offenbarung 1. Wann spielt Offenbarung 1? Zur Zeit von Johannes, oder? Genau, das ist auch keine große Entwicklung, weil Jesus kommt dann zu ihm. Und dann, was ist mit Kapitel 2? Da gehen die Sendschreiben los, das heißt von der Zeit von Johannes vorwärts, nicht wahr? Also Kapitel 2 geht bis wann ungefähr? Wir müssen es genau machen, aber Kapitel 2 und Kapitel 3. Ja, wahrscheinlich 1798, genau. Und dann geht das, was ist mit Kapitel 3, was passiert dann? Geht weiter, und zwar geht bis? Bis Laodicea, ja. Also wir hatten so eine Linie, das geht bis Laodicea. Hier ist Johannes. Okay, dann haben wir die Sendschreiben. Und hier sind wir ungefähr. Okay, jetzt mit Kapitel 4. Geht Kapitel 4 weiter in dieser Linie der Zeit? Nein. Was ist mit Kapitel 4? Springt wieder zurück, oder? Darauf kommt es jetzt an, dass wir ein bisschen sehen, wo sind die großen Linien und wo gehört das hin? Also Kapitel 1 bis 3 ist so eine Linie, das geht von der Zeit von Johannes bis in unsere Zeit und vielleicht noch ein kleines Stückchen drüber. Nicht wahr? Wir wissen ja nicht, wie lange wir noch Laodicea sind, wann das sich endlich ändert und wann wir Überwinder sind. Aber ungefähr so. Jetzt Kapitel 4 geht quasi wieder von vorne los, sozusagen.

[8:47] Was ist mit Kapitel 5? Ja, Kapitel 4 und 5 sind quasi gleichzeitig. Das ist 4 und 5, das ist so dieselbe Zeit. Das springt nicht hin und her, sondern das ist beides zur Zeit von Johannes. Das ist diese Szene, die er da sieht im Himmel, nicht wahr? Wo das geschlachtete Lamm ist, das Buch wird aufgetan. Und dann kommt Kapitel 6 und Kapitel 6 macht? Genau, da haben wir die Siegel, nicht wahr? Wie weit gehen die Siegel? Das kann man ziemlich genau sagen. Wie weit gehen die Siegel? Also Kapitel 6, das erste, zweite, dritte, vierte, fünfte, sechste Siegel geht bis... Was ist so das Letzte in Kapitel 6? Machen wir ein bisschen Wiederholung von den letzten zehn Jahren oder so. Was ist das Letzte in Kapitel 6? Da kommt er dann... Der Tag des Gerichts. Der Tag des Gerichts, genau, da kommt das große Erdbeben, nicht wahr? Dann kommt der Sonne und Mond, verfinstern sich und dann rollt der Himmel zusammen, oder? Rollt der Himmel zusammen wie eine Buchrolle. Das ist dann schon quasi die Wiederkunft. Und dann gibt es einen kleinen Einschub. Kapitel 7, worum geht es in Kapitel 7? Versiegelung, das ist quasi das, was gehört zur Wiederkunft, nicht wahr? Wer kann bestehen? Das ist der Einschub, die 144.000. Und dann kommt noch, wo ist das siebte Siegel? Kapitel 8, Vers 1. Und da endet das jetzt wieder. Also von Kapitel 4 bis Kapitel 8, Vers 1. Hier hatten wir jetzt die Sendschreiben. Und jetzt geht quasi das Gleiche von vorne los mit den Siegeln. Selber Zeitraum, bisschen andere Geschichte, nicht wahr? Aber und so weiter. Jetzt geht wieder los, wo in Kapitel 8, Vers 2, oder?

[10:37] Kapitel 2 bis 5, das ist wieder zur Zeit von Johannes, nicht wahr? Der sieht jetzt Jesus da im himmlischen Heiligtum. Und dann kommt was? Dann kommen die Posaunen. Das ist also Kapitel 8. Und dann Kapitel 9, geht das weiter oder springt das zurück? Geht weiter, genau. Kapitel 9 geht noch weiter, Posaunen gehen noch weiter. Und dann kommt, nach Kapitel 9 kommt, also bis wohin geht die, weiß jemand von euch zufällig noch, bis wohin geht die sechste Posaune? So zufällig aus dem Kopf, die sechste Posaune geht bis 1840. 1840, das berühmte Ende der sechsten Posaune. Und dann kommt Offenbarung 10. Und worum geht es in Offenbarung 10? Genau, da kommt dann die Geschichte der Adventbewegung. Das geht auf 1844 zu, genau. Dann kommt Offenbarung 10. Was ist mit Offenbarung 11? Das springt so ein bisschen zurück, aber nicht ganz am Anfang, sondern es ist ein bisschen parallel zu dem, was vorher war, oder? Das ist einmal nochmal die 1260 Jahre und 1798, also dann die Französische Revolution und so weiter. Also es gehört so ein bisschen hier dazu. Und dann kommt noch die siebte Posaune, oder? Die kommt dann in Kapitel 11, Vers 15. Also das sind die Posaunen. Das geht dann bis so 11, 18, 11, 19.

[12:10] Okay, jetzt was kommt danach? Was ist mit Kapitel 12? Die Frau. Also was ich damit nur illustrieren will ist, wir sind jetzt schon mehrmals quasi an die Wiederkunft rangekommen. Wenn man die Offenbarung durchliest, wir sind hier schon fast an der Wiederkunft. Hier wird die Wiederkunft beschrieben. Hier ist es dann auch quasi fast vor der Wiederkunft. Hier ist zum Beispiel in Kapitel 11, Vers 15, jetzt ist das Heil und die Macht unseres Herrn Jesus Christus. Das sieht man nachher, kann man nachher so Parallelen ziehen. Darauf kommt es mir an. Das ist wie in Daniel nachher. Also jetzt Kapitel 12 haben wir, da geht es wieder los, wo? Wo geht es los in Kapitel 12? Mit wem geht es los? Wo geht es los? Was war die erste Antwort? Zurück, wohin? Genau, also welche Zeit sind wir da? Aber ist die Geburt von dem Kind schon das erste, was da beschrieben wird? Genau, es geht los mit der Frau selbst, die dann irgendwann Wehen hat und dann das Kind kriegt. Das heißt, wer ist die Frau selbst? Das ist Israel. Das ist die Gemeinde Gottes. Das heißt, hier geht es noch viel weiter zurück. Also hier geht es schon los mit Israel. Und wohin geht das? Geradeaus, ohne dass es zurückspringt? Wie lange es jetzt geht? Wie viele Verse? Also 12, 1. Bis Vers 6, genau. Bis Vers 6. Wenn Vers 6 sind wir wo? 17, 98. Genau, was sagt Vers 7? Da springt es noch viel weiter. Also das ist quasi im Zentrum der Offenbarung. Da geht es jetzt richtig von vorne los. Jetzt haben wir uns quasi in den Kern vorgeschält. Und das kann ich jetzt auf meiner Dingsdick gar nicht mehr aufmalen, aber das geht hier so ganz, ganz vorne los. Nämlich in der nicht ganz genau bestimmbaren Vergangenheit, als der Satan rebelliert hat. Und wie weit geht das jetzt? Genau, das geht jetzt bis Vers, ja. Können wir noch ein bisschen weiter ziehen? Genau, es geht bis Vers 17, 18, nicht wahr?

[14:31] Jetzt hätte ich das nicht so groß machen sollen, na egal. Das heißt, da gehen wir wieder bis in unsere Zeit hier, oder? Bis zur Gemeinde der Übrigen. Was kommt danach? Das Tier aus dem Meer. Das heißt, wir springen jetzt wieder wohin? Wir springen wieder zurück. Wir springen jetzt allerdings eigentlich nicht in die Zeit von Johannes, sondern wir springen jetzt in die Zeit... Jein, weil Babylon und Persien wären quasi mitgedacht in dem Tier. Aber das Tier selbst, das aus dem Meer rauskommt, das jetzt die Handlung durchführt, das kommt... So im Mittelalter, ja? Kapitel 13. Ich mach das Ganze nochmal von vorne. Entschuldigung. Das ist etwas ordentlicher. Ihr könnt schon mal weit überlegen, wie lange das geht, okay?

[15:31] Johannes 1, 2, 3. 4, 5, 6, 7, 8, 1. Hat jemand schon von sich überlegt, wie weit es geht? Ja? Wie nochmal? Also, der ist jetzt 7, der ist jetzt 8. Das ist das Anlegen, denke ich. Ja gut, das ist eine Interpretationsfrage, ob sich das auf die Endzeit bezieht oder auf das Mittelalter. Ja, es wiederholt sich aber schon. Vers 10 zum Beispiel ist ja auch dann 1798. Vers 10 anschaust, der endet eigentlich dieses Mittelalter, was in den ganzen Versen vorbeschrieben wird. Aber einige dieser Verse wiederholen sich auch in der Endzeit ein, schon deswegen, weil sich die tödliche Wunde heilen wird. Also das machen wir nicht ganz so linear, das springt so ein bisschen voraus. Aber die generelle Tendenz ist eigentlich, Kapitel 13 ist... Was wollte ich sagen? Kapitel 13 ist Mittelalter, genau. Aber wie geht es dann weiter?

[17:07] Ja genau, wie lang geht die Linie? Ja, und dann noch, du sagst bis Kapitel 13 Ende oder bis wo denn? Ja genau, bis 14.05, das ist genau der Punkt. Diese Linie von 13.01 geht bis 14.05, weil 14.01 bis 14.05 beschreibt den Sieg der Gläubigen, wie sie dann bei Jesus wieder sind. Also lassen wir das kurz nochmal hier aufschreiben. Also wir haben 12, Vers 1 bis 6, das ist 1798. Und dann haben wir hier 12.07 bis 12.18 und dann geht hier ungefähr 13 los und 13 geht wieder 13.01 bis 14.05. Und 14.05 ist sozusagen wieder hier dieser Jubel nach der Wiederkunft.

[18:05] Okay, jetzt sind wir 14.06. Wo geht 14.06 los? Genau, wo geht die los in der Zeit, zeitlich? Ja, 1844 oder ein bisschen vorher, also ungefähr so hier oder so. Und geht bis wohin? Bis wohin geht es? Es geht erstmal bis zur Wiederkunft, oder? Man sieht schon die Wiederkunft, oder? Sieht man am Ende von Kapitel 14, 15, 16, 17, 18, da kommt die Wiederkunft. Also bis Ende 14. Und dann beginnt in 15 nochmal geht es wieder von vorne. Aber eben nicht mehr von vorne. Ihr seht sozusagen, die Anfänge rücken immer weiter rein. Es konzentriert sich immer mehr auf nur noch die Endzeit. Von Mittelalter bis zur Wiederkunft. Also in anderen Worten, hier haben wir Johannes bis zur Wiederkunft, Johannes bis zur Wiederkunft, Johannes bis zur Wiederkunft, Israel bis zur Wiederkunft, oder kurz davor, die Rebellion im Himmel bis zur Wiederkunft, aber dann haben wir nur noch Mittelalter bis zur Wiederkunft, Adventbewegung bis zur Wiederkunft und jetzt Kapitel 15 ist wo?

[19:30] Wo geht es ab Kapitel 15 los? Ja, das ist ein bisschen gemein, 15 Vers 2 und 3 ist so ein kleiner Ausblick, wenn ihr euch noch erinnern könnt. Aber Vers 1 und dann die folgende Verse, also Vers 1, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 8 berichten eigentlich von einem ganz besonderen Ereignis, das dann in Kapitel 16 erklärt wird, nämlich die Plagen. Ja, da wird zwar in Vers 2 und 3 schon das Lied mal angestimmt, was dann am Ende die Überwinder singen, aber es geht ab Vers 15 um die Plagen. Da kommen die Plagen, ja, und die Plagen werden ausgegossen in Kapitel 16 und alles was jetzt sozusagen hier, also Kapitel 16 kommen die Plagen und dann 17 und 18 sind alles Erklärungen sozusagen dazu. Ja, 17 ist die Erklärung, wer ist eigentlich Babylon und 18 ist dann das Klagelied über Babylon. Und 19 gehört ebenfalls sozusagen dazu. Also 15 bis 19, das ist eigentlich worauf ich hinaus will, ist quasi ein größerer Komplex. Und 19 ist sozusagen dann das Ende, was sozusagen diesen Komplex verbindet mit all den anderen, die jeweils bis zum Ende gehen, wo man auch meistens am Ende dann irgendwie so ein Lob oder sowas hat.

[20:49] Also um es anders auszudrücken, bisschen kleiner gedacht, Kapitel 15, also wenn man die Plagen jetzt anschaut, Kapitel 15 ist die Einleitung der Plagen, Kapitel 16 ist die Ausgießung der Plagen, Kapitel 17 ist die Erklärung über Babylon, wer da eigentlich bestraft wird, Kapitel 17 ist die Erklärung Babylon und 18 ist die Klage über die Plagen. Also es zentriert sich alles über die Plagen und 19 ist dann sozusagen die Reaktion der Gläubigen und des Himmels, wie wir dann sehen werden. Genau, also Kapitel 19 gehört immer noch in diesen Bereich von 15 bis 19 und dann, wenn man mit 19 fertig ist, was kommt dann?

[22:00] Dann geht es zum ersten Mal ganz in die Zukunft. Dann geht es 20, 21, 22, das sind dann die größten Bereiche vor, die noch nirgendwo anders hier abgedeckt worden sind, weil die Offenbarung geht sonst immer nur bis zur Wiederkunft. In all den anderen Prophezeiungen geht es immer bis zur Wiederkunft und Kapitel 19 geht auch bis zur Wiederkunft, aber dann geht es über die Wiederkunft hinaus. Das Millennium und dann die neue Erde und das ewige Leben und das ist dann quasi nicht nur das Ende der Offenbarung, sondern das Ende der ganzen Bibel. Okay, also soviel mal zum kleinen Überblick. Wir sind immer noch quasi in diesem Plagensektor. Das ist vielleicht manchmal nicht so gleich zu sehen, weil es sehr viele Kapitel sind, 15, 16, 17, 18, 19, die allerdings alle über einen sehr kurzen Zeitraum sprechen.

[22:45] Also jetzt mal ein bisschen mehr zu dem Vers selbst, Offenbarung 19, Vers 1. Was hört denn der Johannister überhaupt? Er hört eine laute Stimme einer großen Volksmenge. Und wo ist die angesiedelt? Im Himmel. Hatten wir denn irgendwo oder irgendwie schon mal so etwas Ähnliches, was vielleicht darauf schon angespielt hat in den Kapiteln vorher, wo auch irgendwie die Himmel angerufen werden, wo die Himmel eine Rolle spielen? Ja, also ich meine jetzt vor allem in diesen Kapiteln hier, in dieser Box von Plagenkapiteln irgendwo, wo es auch um den Himmel geht, wo man vielleicht sehen kann, worauf sich das jetzt zurückbezieht quasi. Weil es heißt hier explizit nach diesem, also es bezieht sich ja schon von der Sprache her, vor allem auf das Kapitel zuvor, auf diesen Klagegesang in Babylon. Vers 20, genau. In Offenbarung 18, Vers 20 hatten wir schon mal so einen Ausreißer gen Himmel. Drumherum war ja nur Klage, könnt ihr euch erinnern, nicht wahr? Die Könige klagen und die Kaufleute klagen und die Seeleute klagen und alle klagen. Und mittendrin ist dieser Vers 20, der plötzlich zur Freude aufruft, inmitten dieses riesigen Klagegesanges. Und im Prinzip ist es jetzt eigentlich Kapitel 19, Vers 1, wo dieser Aufruf jetzt umgesetzt wird. Denn in Vers 20 von Kapitel 18 ist es ja nur ein Aufruf, oder? Freut euch über sie, du Himmel und ihr heiligen Apostel und Propheten, denn Gott hat euch an ihr gerecht. Aber dann geht es erstmal weiter mit Klage, Klage, Klage. Also ich war mit dem ganzen Gericht an Babylon. Und dann ab Vers 19 kommt jetzt eigentlich diese Freude, dieser Freudenlobgesang, der in Vers 20 angekündigt worden ist, der kommt jetzt relativ ausführlich, sieben Verse lang, wird jetzt Gottes Rettung besungen.

[25:00] Okay, was singen die denn, oder was sprechen die denn, diese große Volksmenge im Himmel? Also wer könnte das denn sein, diese Volksmenge im Himmel? Habt ihr irgendeine Idee? Wer könnte sich denn dazu Wort melden? Himmelsbewohner, also Engel, die anderen Bewohner ungefallener Welten, genau. Und Jesus, der heilige Gast, und natürlich hier noch Elia und Mose, und noch die anderen namenlosen, die mit Jesus in den Himmel aufgegangen sind. Also die Bewohner des Himmels, ja. Kann man jetzt nicht auf eine Gruppe eingrenzen.

[25:43] Was singen die, oder was rufen die? Die rufen Halleluja. Mal kleiner Exkurs. Man singt ja, oder ruft oft Halleluja. Preist den Herrn, lobt den Herrn, genau. Kommt eigentlich von Halal. Hat nichts mit dem islamischen Halal zu tun. Preisen, loben. Und Hallelu ist imperative, Aufforderungsform. Preist, lobt, also ein Vielzahl. Und Halleluja, das ist also lobt und ja. Kann mir jemand erklären, was ja ist? Ja, das ist die Kurzform, das ist sein Spitzname. Das ist immer ganz witzig, nicht wahr? Das ist der Spitzname, kommt auf vielen Namen vor. Lobt den Herrn, und zwar mit der Idee, Gott ist mein Freund. Ich kann seinen Namen abkürzen. Das ist eigentlich jedes Mal, wenn man Halleluja sagt, drückt man damit eigentlich aus, Gott ist mein Freund. Kennt ihr, wo kommt das Halleluja in der Bibel besonders gerne und häufig vor? Also wenn man jetzt ein Bibelstudium zum Wort Halleluja machen würde, wo käme das jetzt gehäuft vor? Abgesehen davon, dass es sicherlich überall mal vorkommt, aber in Psalmen, ja die Psalmen sind prädestiniert, weil die Psalmen sind natürlich das Liederbuch. Da gibt es sogar fünf Psalmen, die heißen die Halleluja-Psalmen. Weil jeder von denen, das sind fünf Psalmen hintereinander, fangen jedes Mal mit dem Wort Halleluja an. Habt ihr das schon mal entdeckt? Beim Durchlesen der Bibel, dass da fünf Psalmen hintereinander alle mit dem Halleluja anfangen? Schaut mal in den Psalmen. Das Buch ist vielleicht zu lang, als das man jetzt noch suchen kann. Ich helfe euch mal. Und zwar sind es 146, 147, 148, 149 und 150. Die fangen alle mit Halleluja an. Das ist im Deutschen fast ersichtlich. Also wir sind in der Schlacht. Da sind 146, 148, 149 und 150 übersetzt mit Halleluja. Aber Psalm 147 übersetzt mit Lob den Herrn. Und in der Fußnote steht Halleluja. Einfach deswegen, weil dann in 147 heißt es Lob den Herrn, denn es ist gut. Also wenn man sagen würde Halleluja, denn es ist gut. Wenn man kein Hebräisch kann, dann weiß man nicht, denn es ist gut. Warum hat man es auf Deutsch versetzt. Aber eigentlich ist es jedes Mal Halleluja. Könnt ihr euch überlegen, warum das so ist? Warum ausrechnet diese fünf Psalmen jetzt alle mit so einem Halleluja anfangen? Ist das reiner Zufall? Oder gibt es da vielleicht einen tieferen Sinn? Wir müssen ja keine Dinge erfinden. Aber könnt ihr euch überlegen, warum jetzt ausrechnet die alle mit Halleluja anfangen? Was jetzt ja nicht bei jedem Psalm so ist. Es gibt zwar auch Lob den Herrn und so weiter. Aber die meisten Psalmen fangen eigentlich nicht mit Halleluja an. Es gibt noch mal Psalmen 111, 112, 113. Die fangen auch mit Halleluja an. Aber diese fünf sind eigentlich noch mal relativ speziell.

[28:55] Ja, also das halten wir allgemein fest. Welche Art von Psalmen sind das hier? Das sind Lobpsalmen, okay. Simple Frage. Wo stehen die Psalmen im Buch der Psalmen? Am Ende. Das sind die fünf letzten Psalmen. Ist euch noch etwas aufgefallen, wenn ihr jetzt gerade drüber geflogen seid? Außer dass am Anfang immer Halleluja steht. Ob euch noch etwas aufgefallen ist? Außer dass immer am Anfang immer Halleluja steht. Kommt ihr das Wort Halleluja noch mal vor in diesem Psalm? Immer am Ende. Könnt ihr das sehen? In jedem Psalm geht es immer los mit Halleluja und endet immer mit Halleluja. Man soll ja nicht zu viel hinein interpretieren in Dinge, wo man jetzt nicht genau weiß. Aber im Buch der Psalmen, die letzten fünf Psalmen, jeder einzelne Psalm anfängt mit Halleluja und aufhört mit Halleluja. Obwohl das jetzt sozusagen, ich meine, wenn das nicht stehen würde, wäre es jetzt auch nicht aufgefallen. Ja genau, das gibt es manchmal. Das ist ja auch so ein Mittel sozusagen. So wie der große Kampf anfängt mit Gott ist die Liebe und dann am Ende aufhört mit Gott ist die Liebe, um so einen Bogen zu schließen. So wird ja quasi so fünfmal so ein Bogen geschlossen. Lobt den Herrn. Psalmen sind immer dazu da, Gott zu loben, oder? Weiß jemand, wie viele Bücher der Psalmen es gibt? Wie viele Bücher gibt es? Also es gibt 150 Kapitel, die sind eingeteilt in fünf Bücher. Das ist uns manchmal nicht so bewusst. Wie viele Bücher der Psalmen gibt es? Habe ich gerade fünf gesagt? Sehr gut. Also es sind fünf Bücher. Warum sind es fünf Bücher? Ein bisschen Bibelkunde heute. Warum sind es fünf Bücher? Warum nicht zehn? Könnte auch sein. Gibt es noch irgendwo fünf Bücher in der Bibel? Fünf Bücher Mose. Das ist kein Zufall. Fünf Bücher Mose, das ist Gottes Weisung an das Volk. Fünf Psalmen sind im Umkehrschluss. Also wenn die fünf Bücher Mose Gottes Weisung an sein Volk sind, ist die Antwort des Volkes auf die fünf Bücher Mose sind die fünf Psalmen. Das ist übrigens ganz, ganz interessant. Die Bibel hat 66 Bücher, weil wir Psalmen nur als eins zählen. Aber wenn man Psalmen nicht als ein Buch zählt, sondern als fünf Bücher, dann sind es 70 Bücher. Was auch wieder interessant ist. Da kann man jetzt noch weiter darüber nachdenken. Und dann finde ich es nicht uninteressant, dass diese fünf Bücher der Psalmen enden mit fünf Psalmen, die alle quasi das Halleluja als Anfang und Ende haben. Quasi wie das große Halleluja sozusagen. Ganz am Ende wird das so quasi ganz abgeschlossen. Halleluja. Und damit soll betont werden, dieses Lob den Herrn. Und im allerletzten Psalm ist das dann ganz intensiv. Da heißt es dann Lob Gott in seinem Heiligtum. Lobt ihn in der Ausbildung seiner Macht. Lobt ihn wegen seiner mächtigen Taten. Lobt ihn. Das heißt, wenn alles gesungen ist. Ich wüsste, die Psalmen gehen durch alle Emotionen durch. Da sind Leute tief verletzt. Da sind Leute verzweifelt. Leute sind himmelhoch jauchzend begeistert. In den Psalmen ist die ganze menschliche Breite der Emotionen vorhanden. Aber wenn alles gesungen ist, wenn alle Emotionen durchschritten sind, das Tal des Todesschattens und auch die grünen Auen, ganz am Ende bleibt eine Sache übrig. Nämlich Lob den Herrn. Lob den Herrn. Das ist das, was am Ende übrig bleibt als Fazit. Und das wird durch dieses fünfmalige Lob den, also Halleluja am Anfang und am Ende, extrem unterstrichen und dann im allerletzten Psalm, der sozusagen quasi alle Psalmen zusammenfasst, ist der ganze Inhalt. Das ist nicht mehr Bitte und nicht mehr Danke. Lob den Herrn. Und ich glaube, das ist auch theologisch ganz interessant, weil das bedeutet, mit allen Erfahrungen, die wir gemacht haben, mit allen Dingen, die wir mit Gott erlebt haben, ganz oben, ganz unten, mal völlig daneben, wieder auf den richtigen Weg zurückgeführt, am Ende bleibt das Lob Gottes. Und das ist letztendlich ja natürlich das, was sozusagen hier in den Plagen entscheidend ist, weil die Menschen, die durch die Plagenzeit gehen, erleben ein Wechselbad der Gefühle. Und zwar mindestens so extrem, wie es in den Plagen ausgedrückt wird, in den Psalmen. Aber am Ende, wenn alles gesagt und getan ist, wenn die Plagenzeit quasi jetzt zu Ende ist, bleibt eine Botschaft übrig, bleibt eine Idee übrig, nämlich Halleluja. Preist den Herrn. Lob den Herrn.

[33:30] Jetzt schauen wir uns ganz kurz an, was ist noch der Grund, warum der Herr gelobt werden soll, in Offenbarung. Offenbarung, Kapitel 19, Vers 1. Es heißt Halleluja. Und was ist der Grund? Da heißt es, dass Heil und die Herrlichkeit, die Ehre und die Macht gehören wem? Dem Herrn, unserem Gott. Also hier wird Gott beschrieben mit bestimmten Eigenschaften, mit Heil und Herrlichkeit. Kennt ihr andere Stellen in Offenbarung, wo auch so ähnlich gelobt wird? So ähnlich gesungen wird, dass auch bestimmte Dinge Gott gehören? Wo im Himmel auch gelobt und gesungen wird und man sagt, das und das und das und das, das gehört unserem Gott. Oder er ist würdig, das zu nehmen. Offenbarung 4 zum Beispiel. Nur, dass wir mal so Beispiele noch haben. Offenbarung 4, Vers 11. Würdig bist du, oh Herr, zu empfangen. Was? Den Ruhm und die Ehre und die Macht. Denn du hast alle Dinge geschaffen. Und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen. Oder zum Beispiel Kapitel 5, Vers 12. Kapitel 5, Vers 12. Die Sprachen mit lauter Stimme. Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen. Was? Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Ruhm und Lob. Also wir haben heute nicht die Zeit, das alles anzuschauen in Offenbarung. Aber wenn man die Offenbarung mal durchliest, dann stellt man fest, eigentlich überall, in all den verschiedenen Prophezeiungen, gibt es immer so Stellen, wo Gott gelobt wird. Das sind eher nicht die Stellen, denen wir viel Aufmerksamkeit widmen, weil wir meistens auf Hörner und auf Zeiten aussehen. Und auf Prophezeiungen und Sonntagsgesetze und dies und jenes. Und dann empfindet man manchmal beim oberflächlichen Lesen diesen Lob, als irgendwie, naja, da wird halt Gott gelobt. Platzfüller. Aber in Wirklichkeit ist das wie ein roter Faden, der sich durchzieht und den wir jetzt hier auch mit Hilfe der Psalmen verstehen können. Am Ende bleibt das die eigentliche Botschaft. Wenn alles gesagt wird, wenn alle Prophezeiungen abgetan sind, der Paulus sagte irgendwann, Prophezeiungen wird es irgendwann nicht mehr geben, weil wozu braucht man sie noch. Wenn alle Theologie abgetan ist, weil wir Jesus von Angesicht zu Angesicht sehen, weil wir keine Theorien mehr brauchen, dann bleibt das Lob. Wenn alle bitten, weil wir eigentlich nichts mehr bitten müssen, weil wir im Paradies leben, wenn alle Sorgen weg sind, dann bleibt das Lob. Das wird nie aufhören. Lobt Gott. Das ist das, was im Himmel ist. Was singen die im Himmel? Heilig, heilig, heilig. Die loben Gott von Tag und Nacht.

[36:10] Schaut mal mit mir noch in Erste Chronik 29. Das ist so einer der Texte, auf denen dann diese Offenbarungstexte auch zurückgehen vom Inhalt her. Erste Chronik 29. Vers 11. Wir können mal Vers 10 lesen. Und David lobte den Herrn vor der ganzen Gemeinde und sprach, Gelobt seist du, O Herr, du Gott unseres Vaters Israel, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Dein, O Herr, und jetzt sieht man die Ähnlichkeit zur Offenbarung 19 Vers 1. Dein, O Herr, ist die Majestät und die Gewalt und die Herrlichkeit und der Glanz und der Ruhm. Denn, was ist die Begründung? Alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein. Dein, O Herr, ist das Reich und du bist als Haupt über alles erhaben. Also mit anderen Worten, Gott wird gelobt, weil er über alles regiert und am Ende souverän über allem steht. Was natürlich sehr gut passt zur Offenbarung 19 dann, weil sich zeigt in Kapitel 16, 17, 18, dass egal wie sich der Satan mit den bösen Menschen zusammenrottet, Gott siegt. Er ist als Haupt über alles erhaben und ihm gehört das Reich. Und dann schaut mal, was die Konsequenz daraus ist, Fest 12. Reichtum und Ehre kommen von dir. Du herrschst über alles. In deiner Hand stehen Kraft und Macht. In deiner Hand steht es, alles groß und stark zu machen. Und nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen. Denn was bin ich und was mein Volk, dass wir Kraft haben sollten, in solcher Weise freiwillig zu geben. Denn von dir kommt alles und aus deiner eigenen Hand haben wir dir gegeben.

[38:02] Was ist eigentlich der Kontext hier in 1. Chronik 29? Was ist eigentlich hier passiert? Warum dankt der David? Der David wollte den Tempel bauen. Ihr kennt die Geschichte. Und er darf nicht, weil er zu viel Blut vergossen hat. Und der Prophet Nathan muss dann auch korrigiert werden. Und Gott sagt dann durch den Nathan, du wirst kein Haus bauen, sondern ich werde dir ein Haus bauen, sagt Gott. Nämlich, du wirst einen Sohn haben, der wird auf dem Thron sitzen und der wird mir ein Haus bauen. Und David lässt sich aber nicht davon abbringen, all das, die ganzen Steine und Gold und alles mögliche zusammenzubringen. Und es gibt viele Gaben. Die Leute geben alle Gaben. Und das ist jetzt sehr interessant. Die Konsequenz aus diesem deines die Macht und die Kraft und der Ruhm und die Herrlichkeit und der Glanz ist, alles was wir dir gegeben haben, kommt gar nicht von uns. Wer das versteht, kann sich gar nicht selbst rühmen. Denn der ganze Sinn oder der ganze logische Hintergrund von Ruhm und Stolz ist, ich habe etwas, das mir gehört und damit habe ich was gemacht. Das ist mein Verdienst, weil ich bin so klug und ich habe meine Klugheit eingesetzt. Oder ich bin so reich und ich habe meinen Reichtum für Gottes Werk eingesetzt. Oder ich bin, was weiß ich was, ich bin so stark und habe für Gott etwas getan. Aber wenn ich verstehe, dass alles von Gott kommt, meine Weisheit, meine Stärke, mein Geld, meine Zeit, denn was immer ich auch gebe, der Einzige, der wirklich zu loben ist, ist Gott. Und das ist sehr interessant, weil was ist die Hauptsünde Babylons, die gerade hier besiegt wird? Die Hauptsünde Babylons, die jetzt hier in Kapitel 16, 17, 18 dem Erdboden gleich gemacht wird? Was ist die Hauptsünde Babylons? Selbsterhöhung, ich war der König von Babel, Luzifer. Selbsterhöhung, du hast dich überhoben, ich war hier Sek. 28, König von Tyrus, du hast dich überhoben, wegen deiner Schönheit. Der hat gedacht, ich bin so schön und das gehört mir. Die Ursünde besteht darin, nicht anzuerkennen, dass alles, was wir haben, von Gott kommt. Denn wenn wir anerkennen, dass alles, was wir haben, von Gott kommt, kann man sich auch nicht selbst erhöhen und nicht selbst erheben. Und wenn sozusagen mit den Plagen hier sozusagen dieses Sinnbild des Stolzes und der Rebellion besiegt ist, dann ist interessanterweise und sehr logisch, dass was die himmlischen Bewohner singen, alles, was wir haben, kommt von Gott. Das singen die nicht einfach nur, weil es dran ist, weil es im Liederbuch steht, sondern das singen die aus wirklich tiefer Überzeugung. Und ich würde vorschlagen, dass wenn wir dann auch dabei sein wollen, dann müssen wir genau diese Lektion verstanden haben, dass alles, was wir haben, alles, was wir sind, allein von Gott kommt. Und das bedeutet auch, wenn man mir etwas nimmt, dann nimmt man es Gott und nicht mir. Das heißt im Grunde genommen, es ist relativ einfach dazu zu stimmen, aber die Umsetzung ist ungleich interessanter, weil das würde bedeuten, dass egal, was man mir antut, es mich eigentlich gar nicht selbstpersönlich berührt, weil es ist ja Gott, dem man es nimmt, nicht wahr? Und das ist diese Idee, ich bin mit Christus gekreuzigt, ich bin eigentlich tot. Das ist der Grund, warum Märtyrer am Ende singen konnten, weil sie wussten, man kann mir das Leben nehmen, aber wer hat es mir gegeben? Es ist ja nicht mein eigenes Leben, Gott hat es mir gegeben, er kann es mir wiedergeben. Und von daher ist das jetzt nicht nur einfach so ein Füller hier in Offenbarung 19 Vers 1, wo man sagt, naja, der Text muss noch voll werden. Ganz im Gegenteil, dieser Lob, dieses Bekenntnis, alles was wir haben, kommt von Gott, ist die direkte Reaktion, dass vorher der Stolz besiegt worden ist. Und ich denke, wenn wir jetzt auch die nächsten Vers weiter studieren werden, Offenbarung 19, dann werden wir sehen, wie sehr dieses Lob notwendig ist. Und vielleicht können wir hier erstmal einen Schnitt machen und dann werden wir nächste Woche dann weiter studieren, Vers 2 und 3, wo dann der Grund genauer angegeben wird, das haben wir heute schon leicht angedeutet. Lasst uns festhalten, aus den Psalmen und aus der Offenbarung, das lohnt sich auch für das praktische Leben zu übertragen, wenn alles gesagt und getan ist, alles gesungen ist, wenn alle Emotionen durchlebt sind, bleibt am Ende, wenn man an Jesus festhält, bleibt das Lob. Das bleibt am Ende, das bleibt in alle Ewigkeit. Und deswegen lohnt es sich heute schon mit dem Loben anzufangen, weil das ist das Einzige oder eigentlich das, was in unserer Beziehung zu Jesus auf Ewigkeit Bestand haben wird. Wir werden ihn für alle Ewigkeit loben.

[42:41] Wollen wir noch gemeinsam niederknien für ein Gebet? Lieber Vater im Himmel, wir haben gerade gelesen, diesen wunderbaren Vers in der Offenbarung, dass der Himmel dich lobt. Und Herr, wir bekennen, dass zu selten wir dich eigentlich wirklich loben mit unserem Herzen. Dass wir zu selten eigentlich einfach darüber nachdenken, was du alles Gutes getan hast. Und dass wir dankbar und freudig sind, weil wir wissen, dass du nur das Beste für uns willst. Danke, dass wir wissen dürfen, dass egal durch welche emotionalen Höhen und Tiefen wir gehen, egal welche Schwierigkeiten wir mit dir zu bestehen haben, dass wir wissen dürfen, all das wird nur für eine Zeit sein. Aber das Lob und die Freude in dir, die wird für Ewigkeit bleiben. Und so möchten wir dich bitten, dass wir jetzt schon lernen, dieses Lied des Himmels in unserem Leben zu singen, durch das, was wir denken, was wir fühlen, was wir reden und tun. Und wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass du der Sieger bist und dass bei dir alle Kraft und alle Macht und alle Erlösung, alles Heil ist, was wir brauchen und viel mehr noch. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Amen.


Lizenz

Copyright ©2018 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.