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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 19, Vers 15, beleuchtet Christopher Kramp die tiefere Bedeutung des scharfen Schwertes, das aus Jesu Mund hervorgeht. Er erklärt, dass dieses Schwert ein Symbol für Gottes Wort ist, das sowohl Leben als auch Tod bringen kann, je nachdem, wie man es annimmt. Weiterhin wird der eiserne Stab thematisiert, der sowohl Führung als auch Gericht symbolisiert und auf das Gesetz Gottes und das kommende Gericht verweist. Die Predigt verdeutlicht, dass Jesus bei seiner Wiederkunft nicht nur als Richter, sondern auch als derjenige erscheint, der Gottes Charakter in all seinen Facetten offenbart, einschließlich seines gerechten Zorns.

In dieser Predigt über Offenbarung 19:15 beleuchtet Christopher Kramp die kraftvolle Symbolik des scharfen Schwertes, das aus dem Mund Jesu hervorgeht. Er erklärt, dass dieses Schwert das Wort Gottes repräsentiert, das sowohl Leben als auch Tod bringen kann, je nachdem, wie man darauf reagiert. Weiterhin wird die Bedeutung des eisernen Stabes als Symbol für Gottes Gesetz und Gerechtigkeit erläutert, der sowohl zur Führung als auch zur Züchtigung dient. Die Predigt verbindet diese Symbole mit der Wiederkunft Jesu und dem endzeitlichen Gericht.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[2:34] Jetzt sind alle gefordert, die schon öfter mal da waren. Was haben wir gesehen? Wie wird die Wiederkunft beschrieben? Also Jesus wird als das Wort Gottes beschrieben, genau. Genau, also Jesus kommt auf einem weißen Pferd. Ein Symbol dafür, dass die Wiederkunft eine Schlacht ist. Er kommt mit den Heeren des Himmels und er kommt mit zahlreichen Titeln. Er wird genannt das Wort Gottes. Er wird genannt außerdem wahrhaftig, genau. Und der Treue und der Wahrhaftige. Er wird auch genannt mit einem Namen, den niemand kennt. Er hat verschiedene Namen, die die verschiedenen Aspekte der Wiederkunft oder seines Wesens bezeichnen. Und er kommt wieder, um Krieg zu führen. Warum führt der Krieg bei der Wiederkunft? Warum wird die Wiederkunft als ein Krieg bezeichnet, eine Schlacht? Gegen wen führt der Krieg? Er führt gegen die Feinde Gottes Krieg, um seine Gläubigen zu befreien. Und mit ihm kommen die Heere des Himmels. All die Engel sind mit ihm symbolisch auch auf weißen Pferden.

[3:49] Vers 15, der Vers für heute. Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Heidenvölker mit ihm schlage. Und er wird sie mit eisernem Stab weiden. Und er tritt die Weinkelter des Grimmes und des Zornes Gottes des Allmächtigen. Also, das sind ein paar Gedanken hier, die uns vielleicht auch gar nicht so fremd vorkommen, die wir hier und da auch schon gelesen haben. Was sind so die Kernelemente in diesem Vers? Was wird über Jesus ausgesagt? Im letzten Vers hatten wir die Engel ein bisschen mehr im Vorkurs, aber jetzt geht es wieder um Jesus. Was wird über ihn gesagt? Über seinen Mund wird gesprochen. Und aus seinem Mund kommt ein scharfes Schwert heraus. Vielleicht fangen wir mal mit diesem Schwert direkt an. Gibt es noch eine Stelle in der Offenbarung, wo Jesus dargestellt wird, wie ein Schwert aus seinem Mund herauskommt? Ich meine, das muss ja ein Symbol sein, oder? Wir glauben ja nicht ernsthaft, dass Jesus buchstäblich ein Schwert in seinen Mund führt. Welche Stelle ist das, ja? Ja, genau, 2,12. Aber ich hatte gedacht, dass wir vielleicht noch eine andere... 1,16, genau, weil das hatten wir jetzt gerade erst am letzten Sabbat in der Lektion. Offenbarung 1, Vers 16. Da haben wir ebenfalls dieses Schwert. Und auch dort kommt das Schwert aus seinem Mund heraus.

[5:23] Vielleicht könnt ihr euch erinnern, vor zweieinhalb Jahren haben wir hier mal einen Vortrag gehabt, der hieß Das Schwert und der Schwanz. Nicht wahr? Das Lächeln der Schlange. Da haben wir mal gesprochen über dieses Schwert. Vielleicht könnt ihr euch daran erinnern, dieses Schwert, das ist griechisch Romphaya. Das ist nicht ein kleines Schwert, mit dem die römischen Soldaten gekämpft haben, sondern ein großes, langes Schwert, das die Barbaren gehabt haben, die Traker, das auf beiden Seiten scharf war. Normalerweise waren die Schwerter nur auf einer Seite scharf, ja? Und den konnte man so hauen. Man konnte aber nicht die andere Seite benutzen. Man konnte nur eine Seite benutzen. Man musste also beim Kämpfen immer wissen, welche Seite ist gerade die gute. Also die scharfe. Aber dieses Schwert, dieses Romphaya, war ein langes Schwert, das die Traker auf ihren Pferden, also während sie so auf den Pferden geritten sind, und man konnte quasi in beide Richtungen schneiden. Deswegen nennt man es auch das zweischneidige Schwert. Und das wird verwendet in der Bibel. An dieser Stelle und auch in Offenbarung 19, ein Schwert, das egal in welche Richtung man es schlägt, es immer schneidet. Es ist nicht mal stumpf und mal scharf, es schneidet immer.

[6:38] Nun, was ist wohl gemeint mit diesem Schwert, das aus dem Mund Jesu herauskommt? Das immer schneidet. Egal von welcher Seite man es benutzt. Gottes Wort. Und haben wir da eine Bibelstelle, die das belegt, dass dieses Schwert ein Symbol für das Wort Gottes ist? Hebräer 512, genau. Denn dort lesen wir, das Wort Gottes ist lebendig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Ja, wohin schneidet es denn? Schaut mal genau nach. Lesen wir mal genau nach in Hebräer 4 und dort Vers 12. Und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnung des Herzens. Die Idee ist, das Wort Gottes ist nicht wie ein römisches Militärschwert, wo man genau wissen muss, welche Seite man benutzt, damit man überhaupt was erreichen kann. Das Wort Gottes, egal welche Seite man davon nimmt, von welcher Seite man kommt, egal ob man vom Alten oder vom Neuen Testament kommt, egal ob von den kleinen Propheten oder den Evangelien, es ist ein mächtiges Schwert, das alles durchtrennt. Alles. Sogar zeigt es mir meine eigenen Motive. Es zeigt meine eigenen Gesinnungen. Es schneidet bis in die tiefsten Tiefen meiner Herzenskammer. Das Wort Gottes.

[8:03] Nun, warum wird jetzt Jesus beschrieben, dass er mit diesem Schwert wiederkommt? Welche Rolle spielt das Wort Gottes bei der Wiederkunft? Es ist das Gericht, die Gottlosen werden damit bestraft. Es ist die Messlatte, das eigentlich zeigt, wer gerettet sein kann und wer verloren geht. Jesaja 11, Vers 4. Gut, lesen wir das mal kurz. Jesaja 11, Vers 4. Da haben wir ein ähnliches Bild, obwohl da nicht das Bild von einem Schwert verwendet wird, sondern von einem Stab, aber auch so ähnlich. Kommt nämlich in Offenbarung 19, Vers 15 auch gleich dieser Stab. Lesen wir mal Vers 4. Also um wen geht es in Jesaja 11? Es geht um Jesus, um den Messias, der Spross, auf dem der Geist ruhen wird. Also hier haben wir zwar nicht das Bild von einem Schwert, sondern von einem Stab und von seinem Hauch. Die Idee ist also, es geht weniger um das Schwert als um den Mund. Der Mund Jesu ist wie ein Schwert. Der Mund Jesu ist wie ein Stab. Und das Wort Gottes tötet die Ungläubigen.

[9:48] Schaut mal, in Offenbarung 19, da haben wir tatsächlich diese Idee. Es heißt hier in Offenbarung 19, und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Heidenvölker mit ihm schlage. Aber schaut mal in Vers 21, was das Resultat ist, wenn die Heidenvölker mit diesem Schwert geschlagen werden. Was passiert mit ihnen? Vers 21. Und die übrigen wurden was? Sie wurden getötet, genau. Der Schlachter sagt, sie wurden getötet mit dem Schwert dessen, der auf dem Pferd sitzt, das aus seinem Mund hervorgeht. Und alle Vögel sättigten sich von ihrem Fleisch. Das heißt, es führt tatsächlich zum Tod. Frage, ist das Wort Gottes gegeben worden, damit es zum Tod führt? Nein. Welche Bibeltexte sagen, dass das Wort Gottes eigentlich zum Leben gegeben ist? Ja. Ja, da wird beschrieben, ja genau, aber... Der Mensch lebt aus jedem Wort, also das aus dem Mund Gottes hervorgeht, ja. Matthäus 4, Vers 4. Oder auch in Johannes 1, Vers 4, also am Anfang war das Wort, das Wort war bei Gott, und Vers 4, in ihm war das Leben. Das Wort Gottes, auch Mose sagt das in 5. Mose, wenn er sagt, dieses Wort ist euer Leben, ja.

[11:17] Und trotzdem führt es zum Tod. Nun, schauen wir mal in 2. Thessalonicher 2, Vers 8, da haben wir auch diese Idee im Neuen Testament. 2. Thessalonicher 2 und dort Vers 8. Immer wieder betont die Bibel, dass am Ende, dass die Vernichtung der Gottlosen durch dieses Wort geschehen wird. 2. Thessalonicher 2 und dort Vers 8. Und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr verzehren wird durch den Hauch seines Mundes, und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird. Wenn Jesus wiederkommt, werden nicht nur die Heidenvölker im Allgemeinen vernichtet, sondern auch der Antichrist, der Gesetzlose, der hier beschrieben wird, wird durch den Hauch des Mundes besiegt.

[12:18] Aber jetzt müssen wir uns die Frage stellen, was bedeutet das dann praktisch? Jesus wird ja nicht auf einem Pferd durch den Himmel reiten und seinen Mund aufmachen und machen und dann fallen die alle tot um. Was bedeutet das jetzt praktisch, konkret, real, dass das Wort Gottes wie ein Schwert, wie ein Stab, wie ein Hauch die Gesetzlosen vernichten wird? Also haben wir gesagt, in den Koran Psalm 50 steht, wenn der Herr kommt, wenn Gott kommt und kann entscheiden, verzeichne es. Und dann, die Versexten, die Hinder, sollen seine Gerechtigkeit verkünden, sind Gott selbst nicht wichtig, sondern sind das Gebote Gottes. Sein Wort entsteht auf dem Himmel und die Menschen können es sehen.

[13:14] Wir müssen uns das eindrücklich vermitteln. Ja genau, aber es wird ja kein echtes Schwert verwendet. Wie werden denn die Ungläubigen umkommen? Konkret, bei der Wiederkunft. Fallen die einfach alle tot um, weil Jesus sagt und jetzt. Welche Strafen? Gerechte Strafen, ja, aber was für Strafen? Feuer gibt es zum Teil auch, aber das eigentliche Feuer fällt ja erst nach den tausend Jahren. Wir sind jetzt noch bei der Wiederkunft. Genau, also was, wie werden, die werden ja trotzdem alle umkommen. Wie werden die umkommen, also womit, konkret, also real. Durch die Plagen zum Beispiel, ja, welche Plage vor allem, am Ende wird alle umbringen. Erdbeben, das Hagel, die ganzen Dinge, die in Offenbarung 16 beschrieben werden. Zum Teil werden sie sich gegenseitig umbringen, nach Offenbarung 17.

[14:24] Was will uns das also sagen? Die Gottlosen werden genau so umkommen, wie es jetzt schon im Wort Gottes steht. Die Idee ist also weniger, dass Gott dann sagt und jetzt spreche ich ein Wort und durch dieses Wort werdet ihr alle umkommen, sondern die Idee ist, das was im Wort Gottes schon steht, wird sich eins zu eins erfüllen. Wenn Jesus wiederkommt, wird er genau so wiederkommen, wie das Wort sagt und jede Plage, jedes Gericht, jede Strafe, die im Wort Gottes angekündigt wird, wird sich auch eins zu eins so erfüllen. Man könnte ja manchmal denken, als Halbbekehrter, wer weiß, ob das wirklich ganz so schlimm wird. Vielleicht ist Gott ja so gnädig und der hat das nur so angedroht, aber am Ende passiert gar nichts. Aber wenn er wiederkommt, wird sich das Wort Gottes eins zu eins erfüllen.

[15:20] Jetzt schauen wir mal in Offenbarung 2. Du hattest das schon angekündigt. In Offenbarung 2, da sind wir nicht in der Wiederkunft, sondern in Offenbarung 2, ihr wisst ja, die 7 Cent-Schreiben, das ist ja gerade diese Woche euer täglich Brot, nicht wahr? Die 7 Cent-Schreiben gehen ja so durch die Kirchengeschichte hindurch und in der dritten Gemeinde, in Pergamon, kann mir jemand sagen, in welcher Zeitperiode befinden wir uns da so ungefähr? Ja, so genau, also 313, ab dem Moment, wo die Verfolgung aufhört und der Diokletian als Konstantin kommt und das Christentum toleriert bis 538, wo das Papsttum aufkommt. Also die Spätantike. Welche Zeit war das so in der Kirchengeschichte? Was ist da so passiert? Die Irrlehren, Kompromisse, falsche Lehren, die Frage des Ruhetages, die Frage vom Zustand der Toten, viele andere Dinge, die so ganz langsam hineingekommen sind, Kompromisse, vor allem, dass man versucht hat, mit dem Heidentum irgendwie so zusammenzugehen, politische Macht zu bekommen.

[16:31] Jetzt schaut mal in Vers 12. Und dem Engel der Gemeinde in Pergamos schreibe, das sagt der, der das scharfe, zweischneidige Schwert hat. War Jesus zu diesem Zeitpunkt auf den Wolken des Himmels, um alle Gottlosen niederzustrecken? Nein. Also das geht eigentlich um das Wort Gottes, das die Gemeinde schon hatte, oder? Das war schon da. Jetzt schaut mal in Vers 16. Da schreibt er dann die verschiedenen Irrlehren, die Irrlehre Biliams und die Lehre Nikolaiten und sagt, dass er das alles hasst. Vers 16.

[17:11] Wie hat denn Jesus im 5. Jahrhundert Krieg geführt? Ist er da plötzlich mal kurz in den Wolken des Himmels erschienen und durch die Gegend geflogen? Das ist ein Wort. Und das zeigt uns also, dass auch hier, wenn es heißt, er wird mit seinem Schwert kämpfen, dann kommt er wieder, er kommt real wieder, nicht geistlich, er kommt real wieder, aber nicht auf einem Pferd. Wie kommt er real wieder? Was sagt die Bibel? Auf den Wolken des Himmels. Er kommt auch mit allen Engeln, aber auch die sitzen nicht auf Pferden, sondern auch die sind auf der Wolke. Und sie kommen sicherlich alle in Weiß, aber Jesus wird wahrscheinlich nicht vom Blut bespritzt sein, wenn er wiederkommt. Und es wird kein buchstäbliches Schwert aus seinem Mund hervorgehen, sondern wenn er real wiederkommt, geschieht alles genauso, wie es im Wort Gottes geschrieben steht.

[18:09] Und das ist interessant. Denn wenn das Wort Gottes eigentlich zum Leben gedacht ist, denn womit hat Gott die Welt geschaffen? Durch sein Wort, oder? Es heißt in Psalm 33, denn er sprach und er stand da, er geboten und es geschah. Jetzt, wenn die Welt wieder zurückgebracht wird, wenn die Schöpfung wieder entschöpft wird, wenn quasi die Schöpfung wieder weggenommen wird, die ganze Ordnung, die ganze Schönheit wird weggenommen, geschieht das ebenfalls durch das Wort. Das Wort bringt Leben, das Wort bringt Tod.

[18:47] Woran liegt es also, wie das Wort Gottes auf mich wirkt? Ob es für mich zum Leben wird oder zum Tod? Ein Geruch des Lebens zum Leben, oder ein Geruch des Todes zum Todes sein, das stimmt. Auch unser persönlicher Einfluss kann in beide Richtungen tendieren. Aber was entscheidet jetzt? Ich meine, das ist doch dasselbe Wort, oder? Warum ist das, mal ganz konkret gesagt, warum ist das Johannesevangelium für manche Menschen das ewige Leben und für andere der Tod? Das ist, was er sagt. Dasselbe Johannesevangelium, das mir den Weg zum ewigen Leben weist, dasselbe Johannesevangelium wird am Ende das Todesurteil sprechen über die Ungläubigen.

[19:30] Das ist, glaube ich, ein sehr entscheidender Punkt, den wir verstehen müssen. Es ist nicht so, dass Gott sagt, also hier ist die gute Nachricht, bitte folgt mir. Und wenn wir sagen, nein, die gute Nachricht, das wollen wir nicht. Dann sagt Gott, okay, dann nehme ich die gute Nachricht und jetzt hole ich das andere raus. Plan B, die Vernichtung. Sondern es ist genau die gute Nachricht, das Evangelium, das ebenfalls die Gottlosen vernichtet.

[19:59] Kennt ihr eine Stelle in der Bibel, wo Gott das quasi dem Volk Israel illustriert hat, wo sie gemerkt haben, das, was eigentlich zum Leben ist, macht uns Angst, dass wir fürchten, wir müssten sterben. 2. Mose 20. Und in 2. Mose 20 spricht Gott was? Die 10 Gebote. Und die 10 Gebote sind zum Leben da. Moses sagt nicht, tut die Gebote, das wird euer Leben sein. Und was sagt das Volk? Wenn wir weiter zuhören, müssen wir sterben. Woran lag das? Es liegt ganz entscheidend daran, wie ich mich zu diesem Wort stelle. Dasselbe Wort, das mir Leben gibt, dasselbe Wort verurteilt mich auch.

[20:42] Und schaut mal mit mir in Johannes. Jesus hat das schön ausgedrückt in Johannes Kapitel 3. Johannes 3 Vers 19-21. Und darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott getan sind. Der Psalm sagt, dein Wort ist meines Fußes, leuchte und ein Licht auf meinem Weg. Also das Wort Gottes ist das Licht, oder? Jesus ist das Licht der Welt, Jesus ist das Wort Gottes.

[21:41] Warum verweigern manche Menschen den Zugang zur Bibel? Warum wollen sie nichts von Gottes Wort hören? Warum distanzieren sie sich von der Bibel? Es deckt die Sünde auf. Und damit ist das Wort Gottes.

[21:57] Es gibt noch ein anderes Symbol in der Bibel, was genau dieselbe Idee hat, das eigentlich etwas Positives darstellt, aber am Ende zerstörend wirkt für alle, die sich dagegen entscheiden. Das Gesetz ist ja kein Symbol, also ein Symbol, das ganz oft verwendet wird, um eigentlich zu zeigen, wie sehr Gott die Menschen liebt, aber am Ende wird genau dieses Symbol der Liebe die Menschen vernichten. Ganz am Ende. Welches Symbol wird immer verwendet, um die Liebe Gottes auszudrücken? Feuer. Das Feuer ist immer ein Symbol für die Liebe Gottes, oder? Die Liebe Gottes ist wie eine Flamme des Herrn, sagt die Bibel in Hohelied 8, Vers 6. Und Gott sagt, ich bin die Liebe, ich bin ein verzehrendes Feuer. Aber das Feuer verzehrt am Ende die Ungläubigen.

[22:51] Und deswegen sagt die Bibel auch, Gott ist nicht mein Wort, wie ein verzehrendes Feuer. Jesus kommt also und kämpft mit dem Wort Gottes. Kennt ihr eine Stelle in der Bibel, wo Jesus schon mal mit dem Wort Gottes gekämpft hat? Wo er quasi das Schwert, das Rompfeierschwert, geschwungen hat. Und von allen Seiten die Angriffe kaputt gemacht hat. Die Verführungen Satans in der Wüste. Da kommt die Versuchung wie ein Riese auf ihn zu, wenn du Gottes Sohn bist. Und er nimmt dieses Schwert und schlägt die Versuchung in zwei Teile. Was hat er gesagt? Es steht geschrieben. Und das hat er dreimal gemacht und der Satan hatte keine Armee mehr. Hatte nichts mehr, was er tun konnte. Der Satan ist geflohen. Weil der Satan wahrscheinlich gefürchtet hat, wenn ich es nochmal versuche, dann schlägt mich der Jesus mit dem Wort in zwei Teile. Der Satan ist geflohen für eine Zeit. Das Wort Gottes ist mächtig. Es ist nicht nur eine Beschreibung von Dingen. Es ist mächtig. So mächtig, dass wenn wir uns dagegen entscheiden und es nicht haben wollen, wird es die Sünde in uns mit vernichten.

[24:15] In der Waffenrüstung ist es die einzige Offensivwaffe, die wir haben. Wenn der Satan angreift, wir haben viele Dinge, mit denen wir abwehren können, das kann die Versuchung aktiv kaputt machen. Es steht geschrieben.

[24:27] Nun, gehen wir noch einen Schritt weiter. Jesus kommt hier nicht nur mit dem Schwert aus seinem Mund, er hat noch etwas anderes bei sich. Schaut mal in Offenbarung 19. Was wird dort gesagt? In Offenbarung 19, Vers 15 heißt es weiter, aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Heidenvölker mit ihm schlage und er wird sie mit was? Mit eisernem Stab weiden. Und er tritt die Weidenkelter des Grimmes und des Zornes Gottes.

[24:53] Gibt es noch eine Stelle in der Offenbarung, wo es von Jesus heißt, dass er mit eisernem Stab die Völker weiden wird? Das ist nicht die erste Stelle hier. Wo kommt das schon mal vor? In einem Kapitel, das ihr gut kennt oder gut kennen solltet. Nein, fast. Ja genau, Offenbarung 12. In Offenbarung 12 kommen wir ein paar Wochen dahin. In Offenbarung 12, Vers 5 und sie, die Frau, die Gemeinde gebar einen Sohn, einen Männlichen, der alle Heidenvölker mit eisernem Stab weiden wird und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron. Das ist natürlich Jesus. Das heißt schon als Jesus das erste Mal kam auf die Welt, war das Ziel, dass er einmal die Völker weiden würde mit eisernem Stab.

[25:41] Jetzt habe ich eine Frage an euch. Was stellt ihr euch unter diesem eisernen Stab vor? Also, das ist doch ein merkwürdiges Bild, oder? Man hat es vielleicht öfters mal gelesen. Was bedeutet das, ein eiserner Stab?

[26:01] Ja genau, also erstmal, was ist für ein Stab? Einfach so ein Stück, eine Eisenstange?

[26:13] Also, kommen wir gleich noch zu? Ja genau, erstmal, wo kommt ein Hirtenstab? Wozu braucht man einen Hirtenstab? Zum Führen. Aber sind Hirtenstäbe eisern? Interessanterweise, wir kommen sofort zu Psalm 2, die antiken Hirtenstäbe hatten, wie alle Stäbe seitdem, zwei Enden. Ein Stab hat zwei Enden. Und das obere Ende war das, was krumm ist, womit man die Schafe geführt hat, wo man auch mal ein Schaf am Hals nehmen konnte und ziehen konnte. Das untere Ende hatte eine eiserne Metallkappe. Warum? Während man mit dem oberen Ende die Schafe geweidet hat, hat man das untere Ende benutzt, als Waffe, falls mal ein wildes Tier kommen würde. Denn wenn man einem Bären oder einem Wolf mit einer Eisenkappe eins auf den Kopf schlägt, dann ist es noch etwas effektiver, als wenn es nur Holz ist. Das heißt, es ist quasi derselbe Stab, mit dem der Hirte weidet und die Feinde vertreibt. Eigentlich so ein bisschen wieder dieselbe Idee hier, nicht wahr? Diese zwei Seiten.

[27:39] Jetzt kommen wir zu genau dem Psalm. Psalm 2. Alle diese Stellenoffenbarungen gehen auf Psalm 2 zurück. Alle Psalmen sind großartig. Eine der ganz wichtigen Psalmen. Ein interessanter Psalm. Psalm 2. Ihr kennt vielleicht den Zusammenhang. Da geht es darum, dass die Heidentoben und die ganzen Völker versammeln sich. Sie ersinnen Nichtiges. Vers 2. Die Könige der Erde lehnen sich auf und die Fürsten verabreden sich gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten. Eine Rebellion der Heiden gegen Gott Vater und gegen Jesus Christus, gegen den Gesalbten. Vers 3. Lasst uns ihre Bande zerreißen, ihre Fesseln von uns werfen. Dem Himmel thont, lacht. Der Herr spottet über sie. Dann wird er zu ihnen reden in seinem Zorn und sie schrecken mit seinem Grimm. Vers 6. Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg. Hier spricht Gott der Vater über Jesus. Vers 7. Jesus sagt, ich will den Ratschluss des Herrn verkünden. Er hat zu mir gesagt, jetzt spricht Gott der Vater. Du bist mein Sohn. Heute habe ich dich gezeugt. Erbitte von mir, so will ich dir die Heidenvölker zum Erbe geben und die Enden der Erde zu deinem Eigentum. Du sollst sie mit eisernem Zepter zerschmettern, wie Töpfergeschirr sie zerschmeißen.

[29:01] Jetzt steht hier Zepter. Woher kennt man denn ein Zepter? Ein König. Ist es jetzt ein Hirte oder ein König? Aber ist es ein Zepter oder ein Stab? Das Interessante ist, das ist uns heute nicht mehr so bewusst, aber das Wort Zepter, das kommt von Skeptron und heißt, Achtung, was heißt es wohl? Stab, genau. Deswegen wird es übersetzt. Warum? Weil früher, ganz früher war die Idee, der König ist der Hirte des Volkes. Deswegen bekommt er symbolisch einen Hirtenstab. Mit der Zeit waren die etwas eitel und haben dann den Hirtenstab vergoldet. Irgendwann sah der nicht mehr nach Hirtenstab aus, sondern als ich habe das Zepter. Ich kann bestimmen, worum es geht. Aber eigentlich von der Idee war ein Zepter immer ein Hirtenstab. Der König als der Hirte des Volkes, der das Volk weidet. Und genau, das ist sozusagen die Idee. Er ist der einzige König, der wirklich wie ein Hirte ist.

[30:09] Was ist eigentlich das Zepter von Jesus? Gibt es eine Bibel, die sagt, was sein Zepter ist? Ja, ganz genau. Hebräer 1 und weißt du auch welcher Vers? Ja, genau. Hebräer 1 Vers 8 und 9, da lesen wir von dem Zepter oder dem Stab, den Jesus hat. Und da heißt es in Vers 8 und 9 aber von dem Sohn, dein Thron, oh Gott, wird von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts.

[30:49] Also was ist das Zepter? Was ist das Zepter? Wenn er sagt, ein Zepter des Rechts, dann geht es weiter, du hast Gerechtigkeit geliebt, Gesetzlosigkeit gehasst. Was ist das Zepter? Er sagt, ein Zepter des Rechts. Genau, er richtet ein anderes Wort für Recht. Wenn jemand sagt, ich habe Recht studiert. Ja, genau. Wovon handeln die Gerichte? Die Gerichte handeln auf Grundlage von Gesetzen.

[31:29] Ja, genau. Das Gesetz Gottes ist sein Zepter, der Maßstab, mit dem er leitet. Das Gesetz Gottes weidet sozusagen die Schafe, es ist wie ein Schutz, damit sie wissen, wo sie lang gehen sollen, aber das Gesetz Gottes wird auch dafür sorgen, dass die Feinde vernichtet werden, oder?

[31:53] Frage, wann bekommt denn Jesus seine Königswürde? Wann wird er denn als König gekrönt nach der Bibel? Als er in den Himmel geht? Ja, ja, ja. Erstmal als er in den Himmel kommt, dann wird er in welches Amt eingeführt? Als hoher Priester, genau. Und das ist auch ein königliches Amt, in gewisser Weise, weil er ist König und Priester, aber eigentlich ist er Priester. Und dann kommt der Moment, wo er irgendwann das Königtum, wo in der was? Vom Heiligen ins Allerheiligste. Und am Ende des Dienstes im Allerheiligsten bekommt er dann seine Königswürde und geht dann hinaus. Ja, genau. Weil wenn er hinausgeht, kommt er zur Erde. Das ist die Wiederkunft. Genau.

[32:41] Das heißt, wo bekommt er dann seine Königswürde? In welchem Kontext? Was passiert im Allerheiligsten? Das Gericht. Gibt es eine Stelle, die deutlich macht, dass Jesus sein Königtum bekommt, wenn er zum Gericht kommt? Wenn er beim Gericht ist? Daniel, genau. Daniel 7. Kennt ihr Daniel 7? Schauen wir kurz auf. In Daniel 7. Da gibt es Vers 9 und 10. Wo die Throne aufgestellt werden. Der Hochbetagte sich setzte. Die Bücher werden geöffnet. Das Gericht setzt sich. Und dann Vers 13. Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen. Und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihm gebracht. Und ihm, also dort, ich war beim Hochbetagten, dort, wo das Gericht ist, wo die Bücher sich aufgetan werden, und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen. Und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht und sein Königtum wird nie zugrunde gehen. Und wenn Jesus dann wiederkommt, kommt er wie wieder. Als König. Er kommt mit Krone wieder.

[33:47] Ja, genau. Er kommt ja zum Vater, der eben Allerheiligsten da ist. Vers 9 und 10. Ganz genau.

[33:55] Jetzt ist die interessante Sache, dieses Weiden mit eisernem Stab wird nicht nur von Jesus gesagt. Wir halten mal das im Hinterkopf, dass es hier mit dem Gesetz und dem Gericht zusammenhängt. Jetzt geht man mit mir nochmal in die Sens schreiben. Offenbarung 2. Viertes Sens schreiben. Vers 27. Gemeinde Thyatira. Kann mir jemand sagen, welche Zeit die Gemeinde Thyatira ist? Ja? Jetzt bin ich gespannt. Du hast die Lektion gelesen und du hast ... Noch besser. Ja, genau. Da gibt es ein bisschen Diskussion drüber. Könnt ihr dann euch in der Lektion am Samstag nochmal drüber unterhalten. Also es gibt einige, die behaupten, dass es so bis zur Zeit der Reformation geht. Aber ich denke, der Geist hat das gemeinsam. Ich denke persönlich, das geht eigentlich bis 1798. Aber wie dem auch sei, es geht eigentlich im Großen um das Mittelalter. Je nachdem, wie lange man das sehen möchte. Aber es geht um das Mittelalter. Aber jetzt kommt Vers 27. Vers 26 und 27. Und wer überwindet und meine Werke bis ans Ende bewahrt, dem werde ich Vollmacht geben über die Heidenvölker. Er wird sie mit einem eisernen Stab weiden, wie man irdene Gefäße zerschlägt, wie auch ich es von meinem Vater empfangen habe. Also Jesus sagt, nicht nur ich werde die Heidenvölker mit eisernem Stab weiden, sondern auch alle, die überwinden. Das sagt er interessanterweise gerade denen, die ganz viel Verfolgung erleiden. Er sagt es denen, die auf Scheiterhaufen brennen werden. Ich weiß, die ganzen Waldenser und Albigenser und Reformatoren. Er sagt es, es kommt der Zeitpunkt, da werdet ihr eure Verfolger mit eisernem Stab weiden.

[35:37] Jetzt meine Frage, wann geschieht das? Ja, es geschieht nicht während der Wiederkunft, oder? Wenn Jesus wiederkommt, werden nicht die Waldenser aufstehen aus ihren Gräbern und erstmal ihre ehemaligen Verfolger umbringen oder so. Nein, nein, nein. Das hat damit nichts zu tun. Wann werden sie das machen? Während der tausend Jahre? Wenn sie, schaut mal in Offenbarung 20, Vers 4. Während der tausend Jahre im Himmel, in Offenbarung 20, Vers 4. Und ich sah Trone, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben. Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet worden waren, um des Zeugnisses Jesu, um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, noch das Mahlzeichen, weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten, und sie wurden lebendig und regierten die tausend Jahre mit Christus. Sie regierten. Zepter. Nicht wahr?

[36:27] Aber wie regieren sie? Welcher Text sagt, dass die Gläubigen die Welt richten werden? Ihr werdet selbst genau, die Engel, welcher, 1. oder 2. Grunde? 1. Grunde? Ja! 6, genau, 1. Grunde 6. Ab Vers 2. Genau, schauen wir mal, 1. Grunde 6, ab Vers 2. Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden, wenn durch euch die Welt gerichtet werden soll? Seid ihr dann unwürdig, über die allergeringsten Dinge zu entscheiden? Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden? Auch die Gläubigen, auferstanden, werden im Himmel mit eisernem Stab weiden. Was werden sie tun? Sie werden Gericht halten.

[37:11] Und jetzt schaut noch mal in Offenbarung 19, Vers 15. Es heißt, dass Jesus kommt mit einem Schwert aus seinem Mund, und dann heißt es, und er wird die Völker mit eisernem Stab weiden. Zukunft. Das heißt, das eine, das Schwert, ist ein Symbol dafür, dass aufgrund des Wortes Gottes jetzt alle sterben werden, die Kälte wird getreten, aber das Weiden mit dem eisernen Stab, wenn sozusagen das Leben der Gottlosen neben das Gesetz gelegt wird, ist erst während einer tausend Jahre. Das heißt, wir haben hier in Offenbarung 19, Vers 15, einen Hinweis auf die Wiederkunft, aber auch etwas, was durch die Wiederkunft eingeleitet wird. Wenn Jesus die Welt mit eisernem Stab weidet, dann bedeutet das, dass er gemeinsam mit den Gläubigen das Leben der Gottlosen neben das Gesetz legen wird und zeigen wird, warum sie verloren gehen.

[38:11] Ganz kurz noch am Ende. Es heißt hier, er tritt die Weinkelter Gottes. Das haben wir schon ein paar Mal angeschaut, deswegen wiederholen wir das nur ganz kurz. Was heißt das? Er tritt die Weinkelter Gottes. Wir haben ja gelernt, deswegen stritzt das Blut an seiner... Es ist das Gericht, die Menschen sterben während der Wiederkunft. Und ihr erinnert euch daran, Offenbarung 14 und 19 haben zwei Bilder. Was sind die beiden Bilder der Wiederkunft? Ernte und Gericht. Offenbarung 14 spricht vor allem von der Ernte. Ein Engel mit Sicheln, Jesus mit einer Sichel. Es spricht nur ein bisschen vom Krieg, nämlich, dass das Blut bis an die Säume der Pferde geht. Offenbarung 19 spricht vor allem von einem Krieg, aber an der Stelle auch von einer Ernte. Das heißt, die beiden sind verbunden. Offenbarung 14 und 19.

[39:09] Und das bringt mich dann noch zur Frage, woher kommt diese Verbindung von Ernte und Krieg? Von welchen Propheten hat das Johannes gelernt, dass die Wiederkunft eine Ernte ist und eine Schlacht? Ja! Von Joel. Ganz genau. Schaut mal in Joel Kapitel 4. Das freut mich, dass ihr euch daran erinnern könnt. In Joel 4 und dort Vers 12 und 13. Da sehen wir diese letzte Schlacht, die eine Ernte sein wird. Wie viele Ernten gibt es in Offenbarung 14? Zwei Ernten. Die Gläubigen werden geerntet, die Ungläubigen werden geerntet. Es gibt eine Schlacht, weil dort zwei Parteien sind. Die Gläubigen werden gerettet, die Ungläubigen werden verloren gehen. Dasselbe Schwert, das die Gläubigen rettet, vernichtet die Ungläubigen. Dieselben Ernte, dieselben Erntehelfer, die die Gläubigen einsammeln für den Himmel, treten die Weinkälter sozusagen. Dann vernichten die Gottlosen. Vers 12 und 13. Die Heidenvölker sollen sich aufmachen und in das Tal Josaphat hinaufziehen. Dort will ich zu Gericht sitzen. Über alle Heidenvölker ringsum legt die Sichel an. Denn die Ernte ist reif, kommt und trete, denn die Kälte ist voll, die Kufen fließen über, denn ihre Bosheit ist groß.

[40:47] Und wenn wir dann weiterlesen, merken wir, draußen sind die Gottlosen, drinnen sind die Geretteten. Wenn Jesus wiederkommt, sind die Geretteten und die Verlorenen beide auf der Erde. Und die Wiederkunft, Jesu, wird gemäß des Wortes und gemäß des Gesetzes einen klaren Unterschied zwischen beiden machen. Die einen werden mit in den Himmel genommen, die anderen werden verloren gehen.

[41:13] Letzter Gedanke in Offenbarung 19. Vers 15 heißt es noch, dass er tritt die Weinkälte des Grimmes und des Zornes Gottes des Allmächtigen. Wenn es heißt Gott der Allmächtige in der Offenbarung, von wem ist die Rede? Gott der Allmächtige. Von wem ist die Rede? Von dem Vater. Also wer tritt die Kälte? Wer tritt die Kälte? Warum von dem Vater? Gute Frage. Gibt es noch eine Stelle, wo Gott der Allmächtige in der Offenbarung so als Gott der Allmächtige bezeichnet wird? Ganz am Anfang welchem Kapitel? 1 Vers 8. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, sprich der Herr, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige. Und diese Phrase bezieht sich auf den Vater, weil in Vers 4 und 5 wird gegrüßt von dem, der ist, der war und der kommt und von den sieben Geistern und von Jesus Christus. Also es ist der Vater, der Zorn des Vaters. Also wer tritt die Kälte? Wer tritt die Kälte? Lest den Text. Wer tritt die Kälte? Offenbarung 19, Vers 15. Wer tritt die Kälte? Jesus tritt die Kälte. Er tritt die Kälte. Von wem? Die Kälte des Zornes Gottes des Allmächtigen. Wer hat den Zorn? Gott, der Vater. Wer tritt die Kälte? Jesus. Jesus offenbart den Zorn Gottes.

[42:43] Wir kennen es immer nur andersrum. Wir kennen nur, dass Jesus die Liebe Gottes offenbart, was ja auch dasselbe ist. Jesus offenbart den Charakter Gottes, er offenbart die Liebe Gottes, er offenbart die Güte Gottes, die Wahrheit Gottes. Ihr erinnert euch an Johannes 1, Vers 18. Das Wort wurde Fleisch. Niemand hat den Vater gesehen, sondern der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat Auskunft über ihn gegeben. Aber wenn Gott zornig ist, offenbart auch Jesus den Zorn Gottes. In Offenbarung 6 heißt es, da spricht es von dem Zorn des Lammes. Und das ist ein sehr gerechter und sehr liebevoller Zorn, aber es ist trotzdem ein Zorn.

[43:34] Jesus ist in allem das Spiegelbild Gottes. Jesus ist nicht die nette Variante von Gott, dem Vater. Viele haben so ganz unbewusst diese Idee, er ist Gott, der Vater, der ist ernst und streng und muss für Gerechtigkeit sorgen, dann kommt Jesus und der ist so gütig und mild und besänftigt den Vater irgendwie. Nein, Jesus offenbart jeden einzelnen Aspekt des Vaters. Seine grenzenlose Güte, seine grenzenlose Liebe, seine Gnade, aber auch seine Gerechtigkeit, sein Gericht und seinen Zorn.

[44:06] Und in diesem Sinne haben wir das Vorrecht, ein wirklich scharfes Schwert in unseren Händen zu halten. Und wir sollten es Gott erlauben in unserem Leben, dass er mit diesem Schwert uns jetzt so richtig, wie soll ich sagen, vorbereitet. Wirklich hindurch schlagen darf durch unsere Gedanken, hindurch schlagen darf durch unsere Motive, unsere Ideen, damit wir, wenn Jesus wiederkommt, nicht dann vom Wort geschlagen werden. Das ist jetzt die Operation durchführen, die notwendig ist. Und dann wird das Wort Gottes nicht unseren Tod bewirken, sondern unser Leben. Amen. Und noch gemeinsam niederknien und beten.

[45:01] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dein Wort haben, das lebendig ist und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Herr, wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass auch in den Wirren der Endzeit alles genau so eintreten wird, wie es dein Wort sagt. Wir werden uns von nichts überraschen lassen müssen, dein Wort gründlich studieren, wenn wir feststellen, dass jede einzelne Verheißung und jede Warnung eins zu eins genau so passieren wird, wie sie in deinem Wort stehen. Vergib uns, wenn wir zu wenig uns mit deinem Wort beschäftigt haben. Und hilf uns, dass wir Überwinder sein können, so wie wir es gelesen haben, in den Sensschreiben. Dass wir erleben dürfen, wie dein Wort für uns das Leben ist. Dass wir gerne dorthin kommen, in deinem Wort, weil es zeigt und aufdeckt, dass du in uns wirkst. Das bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.


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