[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir wollen heute einen weiteren Vers in Offenbarung 20 studieren. Wird sehr spannend werden und bevor wir damit beginnen, wollen wir niederknien und ein Anfangsgebet sprechen.
[0:59] Lieber Vater im Himmel, danke so sehr für diesen wunderschönen Tag. Danke für deinen Segen und für deine Güte und deine Treue und danke, dass du durch dein Wort sprichst. Auch jetzt, wenn wir es aufschlagen werden, hast du deinen Heiligen Geist gesandt, um unsere Herzen zu beeindrucken und wir möchten dich bitten, dass das, was wir sagen und lesen und studieren, uns näher zu dir bringt, dass wir ein noch besseres Bild von dir bekommen, dass unsere Herzen noch mehr mit deinem Herzen in Übereinstimmung sind und wir möchten dich bitten, dass du alle störende fernhältst und direkt zu uns sprichst und dass wir erkennen, was wir für den Alltag mitnehmen dürfen. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
[1:44] Wir haben uns in den letzten Wochen mit den 1000 Jahren Finsternis beschäftigt und wir wollen uns heute mit 1000 Jahren Licht beschäftigen. Es geht nach wie vor um die 1000 Jahre in Offenbarung 20. Heute haben wir Vers 4. Wenn ihr mal in Offenbarung 20 hineinschaut, in welchen Versen werden denn überhaupt die 1000 Jahre erwähnt? Schaut mal, welche Verse in Offenbarung 20 erwähnen die 1000 Jahre explizit? Vers 2, Vers 3, dann weiter bis 7. Vers 4, Vers 5, Vers 6 und Vers 7. Das heißt, wie viele Verse hintereinander erwähnen alle die 1000 Jahre? 6. Also 2, 3, 4, 5, 6, 7. Also 6 Verse hintereinander jedes Mal 1000 Jahre, 1000 Jahre, 1000 Jahre, 1000 Jahre, 1000 Jahre. Also man sieht, der Text möchte sehr großen Fokus auf diese 1000 Jahre legen. Die sind also von großer Bedeutung.
[3:05] Und ich denke, ich sage euch nichts Neues, dass Offenbarung 20 jetzt nicht streng chronologisch ist, oder? Weil wenn jeder Vers nach dem nächsten handeln würde, dann würden wir 6.000 Jahre haben oder so. Sondern hier werden bestimmte Zusammenhänge beschrieben und dann springt das quasi immer wieder zurück. Um das vielleicht kurz zu erklären, wir haben in den ersten drei Versen quasi einmal die 1000 Jahre komplett im Überblick. Wenn ihr in Vers 1 und 2 schaut, vor allem in Vers 1. Vers 1 ist eigentlich hier so am Anfang, oder? Am Anfang der 1000 Jahre, wo der Engel herabkommt mit der Kette, um den Satan zu binden. Und dann bindet er ihn für 1000 Jahre, das ist Vers 2. Und dann Vers 3 spricht vor allem dann am Ende, wenn die 1000 Jahre vollendet sind. Also Vers 3b sagt dann hier, wenn die 1000 Jahre vollendet sind. Da sind wir eigentlich jetzt schon am Ende der 1000 Jahre. Und jetzt beginnt quasi ab Vers 4 das Ganze nochmal. Das werden wir sehen im Laufe der nächsten Wochen, dass Offenbarung 20 diese 1000 Jahre aus mehreren Perspektiven beleuchtet. Was ist die Perspektive von Vers 1 bis 3? Wer steht da im Fokus? Der Feind, der Satan. Da geht es darum, was passiert vor allem auf der Erde. Und genau, alles aus der Perspektive des Satans geschrieben. Nun, in Vers 4 haben wir jetzt eine neue Perspektive und die wollen wir uns ein bisschen genauer anschauen.
[4:40] In Vers 4 heißt es: „Und ich sah Throne und sie setzten sich darauf und das Gericht wurde ihnen übergeben. Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen und die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, noch das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten. Und sie wurden lebendig und regierten die 1000 Jahre mit Christus.“ Nun stellen wir fest, was ist das Erste, was Johannes jetzt in dieser neuen Perspektive sieht? Also nachdem er diese 1000 Jahre aus der Sicht des Satans sieht und er nochmal neu ansetzt, was ist das Erste, was er sieht? Throne. Ihr kennt ja schon unser kleines Spielchen. Er sieht einen Leuchter und dann sieht er Jesus im Leuchter. Er sieht einen Thron und dann sieht er Gott auf dem Thron. Er sieht ein Pferd, dann sieht er Jesus auf dem Pferd. Er sieht hier Throne und dann Leute, die sich auf die Throne setzen. Woher kennt ihr diese Formulierung?
[5:43] Und ich sah Throne, die so aufgestellt werden vielleicht, wo dann Gericht gehalten wird. Daniel 7. Daniel 7 haben wir auch diese Vision von Thronen, die mit Gericht verbunden sind. Welcher Vers in Daniel 7 spricht von diesen Thronen, die mit dem Gericht verbunden sind? Vers 9, genau. Daniel 7, Vers 13, 14 kommt dann der Sohn des Menschen, nicht wahr? Jesus. Aber in Vers 9 haben wir die Vision von den Thronen. Da heißt es in Vers 9: „Ich schaute bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausend mal tausend dienten ihm und zehntausend mal zehntausend standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet.“
[6:41] Frage: Ist das dieselbe Szene wie hier in Offenbarung 20, Vers 4? Nein, warum nicht? Ja, genau, also zeitlich gesehen spricht Daniel 7, Vers 9 und 10 wann? Ab 1844. Das ist das Vorwiederkunftsgericht, das Untersuchungsgericht, das entscheidet, wer in den Himmel kommen darf, nicht wahr? Hier geht es jetzt nicht um das Untersuchungsgericht, sondern hier geht es um das Gericht nach der Wiederkunft, quasi ein Nachwiederkunftsgericht sozusagen. Und das hat eine andere Funktion, dazu werden wir gleich noch mehr sagen. Aber dieses Gericht von Offenbarung 20, Vers 4, kommt in Daniel auch vor, auch wenn man das auf den ersten Blick nicht gleich sieht.
[7:14] Schaut man mit mir in Offenbarung 7 und dort Vers 21 und 22, da haben wir diesen Hinweis, in Daniel 7 und dort Vers 21 und 22, da geht es um das kleine Horn, das Papsttum und es heißt hier: „Ich schaute, wie dieses Horn Krieg führte mit den Heiligen und sie überwand, bis der Hochbetagte kam.“ Wann ist das? Bis der Hochbetagte kam. Welche Zeit ist das? 1844, ganz genau. Und den Heiligen des Allerhöchsten das Gericht übergab und die Zeit eintrat, dass die Heiligen das Reich Besitz nahmen. Also, wann übergibt der Hochbetagte den Heiligen das Gericht, der Allerhöchste, wann übergibt er ihnen das Gericht? Bei den 1000 Jahren. Das heißt, wir haben in Vers 22 zunächst einen Hinweis auf 1844, dann auf das Millennium und der letzte Teil des Satzes, wenn es heißt, die Zeit eintrat, dass die Heiligen das Reich in Besitz nehmen, wann ist das? Wann nehmen die Heiligen das Reich in Besitz? Nach den 1000 Jahren. Denn es geht ja um das Königreich der Erde. Ja, alle Völker und die ganze Erde sollen Jesus gehören.
[8:41] Das heißt, wir haben in Daniel 7, Vers 22, quasi 1844, während der 1000 Jahre und dann nach den 1000 Jahren. Eigentlich sehr kurz, knapp, wie in einer Nussschale angedeutet. Offenbarung macht das ja viel größer dann, aber da sieht man schon, dass eigentlich hier die Offenbarung nur das aufgreift, was schon in Daniel drin steht. Schaut mal auch in Vers 27 noch von Daniel 7. In Vers 27 heißt es aber: „Das Königreich, die Herrschaft und die Macht über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Allerhöchsten gegeben werden. Sein Reich ist ein ewiges Reich und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.“
[9:16] Das heißt, was Daniel sagt ist, Daniel sagt, Jesus wird zum König gekrönt, das Volk Jesu wird das Gericht gegeben und sie werden auch zu Herrschern gemacht und sie werden das Reich einnehmen. In Daniel 7 könnte man denken, das ist alles zum gleichen Zeitpunkt, nicht wahr? Das ist nicht beschrieben, was in welcher Reihenfolge. Aber die Offenbarung sagt, wann wird Jesus zum König gekrönt? Wann wird Jesus zum König gekrönt? Vor der Wiederkunft. Wann werden die Gläubigen mit ihm herrschen? Nach der Wiederkunft im Millennium. Und wann werden sie alle das Reich besitzen? Nach den tausend Jahren. Ihr seht also quasi, wie dieses Millennium, also vor der Wiederkunft, dann Millennium und nach der Wiederkunft, so in verschiedenen Phasen jetzt diese einzelnen Verse quasi nacheinander erfüllt. Das heißt, wir sind in Offenbarung 20 Vers 4 quasi in einer Teilerfüllung von Daniel 7. Sie regieren schon, aber noch nicht auf der Erde. Das kommt dann erst nach den tausend Jahren.
[10:21] Und ähnlich auch mit Daniel, es geht schon auf Daniel 2, nicht wahr? Schaut man Daniel 2 und dort Vers 44. Auch das kennt ihr ja gut. Daniel 2 und dort Vers 44. Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird. Und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden. Es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen. Es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen. Das ist interessant, weil wann werden die Königreiche zu Ende gemacht, also zu Ende gemalmt? Eigentlich bei der Wiederkunft, weil danach wird es kein Königreich auf der Erde mehr geben, nicht wahr? Also außer mal das von Satan. Eigentlich kann man gar nicht als Königreich bezeichnen, weil sind alle tot. Aber also die weltlichen Königreiche sind alle schon bei der Wiederkunft zu Ende. Das ist quasi, wenn man die Königreichsgeschichte auf Stopp drückt für 1000 Jahre, weil es auf der Erde nichts gibt. Und nach den 1000 Jahren erst, dann wird das Königreich auf der Erde sein. Und während dieser 1000 Jahre sind die Gläubigen bereits in einem Königreich oder sie sind Könige, aber noch nicht in diesem Königreich.
[11:32] Das heißt, was ich damit ausdrücken möchte ist, wir sehen als Adventisten natürlich immer quasi, wir sind ein bisschen kurzsichtig, wir sehen immer die Wiederkunft als wäre die Wiederkunft schon das Ende aller Dinge. Aber die Wiederkunft ist eigentlich nur eine Zwischenetappe auf dem Weg der Lösung. Die Wiederkunft ist natürlich uns sehr wichtig, weil sie ist quasi gegenwärtige Wahrheit. Ja, die 1000 Jahre, was danach kommt, ist ja noch, da haben wir noch 1000 Jahre Zeit, bis das zu genau zu verstehen. Ja, die Wiederkunft ist erstmal wichtiger in dem Sinne, aber die Wiederkunft ist eigentlich nur ein Zwischenschritt, wenn man so möchte, auf dem größeren Plan, wie Gott mit der Sünde umgeht.
[12:05] Ja, das hängt damit zusammen, dass viele Menschen auch quasi das ganze Gericht mit dem Zeitpunkt der Wiederkunft verknüpfen, während die Bibel zeigt, dass es mehrere Phasen gibt, weil Gott sehr systematisch und sehr sorgfältig das Problem der Sünde auflöst. Jetzt schaut mal in Matthäus 19, schauen wir uns ein paar Bibeltexte von Jesus noch an. Jesus spricht auch von diesem Herrschen. Matthäus 19 und dort Vers 28, die Gläubigen dürfen mit ihm herrschen. Matthäus 19 und dort Vers 28, da verwendet er interessanterweise einen sehr interessanten Begriff, den wir normalerweise sonst nur aus der persönlichen Bekehrung kennen. Schaut mal in Matthäus 19, Vers 28.
[13:02] Jesus aber sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch, ihr, die mir nachgefolgt seid, werdet in der Wiedergeburt.“ Jetzt, wofür verwendet man Wiedergeburt eigentlich? Eigentlich für die persönliche Bekehrung, ja, das Herz Neues ist das Wiedergeburt. Aber Jesus kennt auch eine Wiedergeburt der Welt sozusagen. Er kennt sozusagen eine Wiedergeburt des Königreiches Gottes sozusagen. Wenn alles wiederhergestellt wird, werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen wird, auch auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
[13:37] Was heißt denn das, wenn es heißt hier, die Jünger Jesu, die Apostel werden die zwölf Stämme Israels richten? Was ist denn damit gemeint? Ja, also werden die jetzt Gericht halten über die Stämme Israels? Nee, was heißt in dem Fall richten? Also für die Jünger, wenn die gehört haben, ihr werdet die zwölf Stämme Israels richten, woran haben die Jünger gedacht? Versetzt euch mal in die Lage, seid ein Jünger, ihr kennt nur das Alte Testament. Ja, mir geht es um das Wort richten. Wenn der Jünger, der nur das Alte Testament erstmal so kennt, gesagt bekommt, du wirst die Stämme Israels richten. An welches Buch hat er dann erstmal gedacht? Richter, oder? Das waren ja Richter, denn die Richter haben die zwölf Stämme Israels gerichtet. Aber was haben die gemacht, die Richter? Waren die dafür bekannt, dass sie immer Urteile gefällt haben? Sie haben geführt, sie haben geleitet, sie waren Herrscher sozusagen. Sie waren Herrscher unter Gott und das war die Idee mit dem Regieren. Sie werden mit dem Christus regieren. Christus ist ja der Gesalbte, der König und wenn Jesus sagt, ihr werdet die zwölf Stämme Israels richten, dann meint er glaube ich nicht so sehr jetzt die Idee mit den Büchern, das kommt auch noch auf den Banken 20, sondern geht es darum, dass sie Herrscher sein werden über das Volk Gottes. Ja, die zwölf Stämme Israel ist ja ein Begriff für das Volk Gottes im Alten Testament wie im Neuen Testament.
[15:11] Nun, schauen wir mal in Lukas 22 noch. Lukas 22 und dort Vers 30. Da haben wir dieselbe Idee. Lukas 22 und dort Vers 30. Oder Vers 29 und 30. Das ist sehr interessant. Ab Vers 28, da sagt Jesus, Lukas 22, ab Vers 28: „Ihr aber seid die, welche bei mir ausgeharrt haben in meinen Anfechtungen.“ Ausharren, das merkt man sich auch, nicht wahr? Ausharren, standhaftes Ausharren auf dem Banken 14 und 12. Und so, weil ihr ausgeharrt habt, so übergebe ich euch ein Königtum, wie es mir mein Vater übergeben hat, sodass ihr an meinem Tisch in meinem Reich essen und trinken und auf Thronen sitzen sollt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.
[16:09] Also, ihr könnt sehen, wie sehr dieses Richten eigentlich mit Herrschen zu tun hat. Die Gläubigen werden Könige sein. Warum können wir eigentlich Könige sein? Aus welchem Grund werden wir Könige sein? Wer hat uns zu diesen Königen gemacht? Genau, was steht da in Offenbarung 1? Genau, zu Königen und Priestern. Wodurch? Ja, genau, Offenbarung 1, Vers 5. „Und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde, ihn, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat, durch sein Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat, für seinen Gott und Vater, ihm seine Herrlichkeit und Ewigkeit.“ Ja, Peter sagt, ein Königtum, ein heiliges Königtum, ein priesterliches Volk. Ich war ein Königtum von Priestern. Genau.
[17:01] Also, jetzt ist die Frage natürlich, worin besteht dieses Regieren? Also, Jesus sagt, ihr werdet mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie ich mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. Aber worin besteht dieses Regieren? Und wir haben einen Hinweis darauf in 1. Korinther 6. Genau, 1. Korinther 6, schaut mal mit mir. 1. Korinther 6 und dort Vers 2 und 3. 1. Korinther 6 und dort Vers 2 und 3. Paulus sagt hier: „Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwürdig, über die allergeringsten Dinge zu entscheiden?“
[17:49] „Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden, wie viel mehr die Angelegenheit dieses Lebens?“ Und das ist jetzt ein wichtiger Punkt. Woher wissen wir, dass das während der tausend Jahre ist, was hier steht? Diese Engel sind in Fesseln auf dem großen Tag des Gerichts, genau, Judas. Aber woher wissen wir, dass diese Stelle, Vers 2 und 3, während der tausend Jahre ist? Woher kann man das ableiten? Genau, es kann nicht nach den tausend Jahren sein, weil da gibt es keine Engel mehr, die werden vernichtet und es kann nicht vor den tausend Jahren sein, weil da haben wir noch keine Möglichkeit, die Engel zu richten. Also Paulus muss hier über die tausend Jahre sprechen. Das heißt, wenn in Offenbarung steht, sie werden regieren, ja, sie werden regieren und Paulus sagt, sie werden richten und es müssen die tausend Jahre sein, weil nur dann können Gläubige über Engel richten. Jetzt geht noch nicht, nachher gibt es keine Engel mehr.
[18:41] Dann sehen wir jetzt dieses Regieren, was mit dem Richten zusammenhängt, denn der Thron ist für Könige und für Richter. Beim Thron denkt man an Könige, aber wir haben gesehen, wenn Throne aufgestellt werden, dann wird auch gerichtet, Daniel 7. Und dieses übrigens, was ist der Kontext hier von 1. Korinther 6? Warum erwähnt das der Paulus? Was war die konkrete Situation in der Gemeinde Korinth? Was haben die gemacht? In dem Fall geht es sogar noch ein bisschen um noch anderes Detail. Er sagt, sie haben was anderes noch gemacht, was unwürdig ist für eine Gemeinde. Schaut mal in Vers 4.
[19:22] „Wenn ihr nun über Angelegenheiten dieses Lebens Entscheidungen zu treffen habt, so setzt ihr solche zu Richtern ein, die bei der Gemeinde nichts gelten.“ Das heißt, die sind mit ihren Streitigkeiten in der Gemeinde zu weltlichen Gerichten gegangen. Und Paulus sagt: „Hey, wenn es in der ganzen Gemeinde Gottes nicht einen unparteiischen Richter gibt, wie sollen wir dann jemals in den tausend Jahren die Welt richten, wenn wir den Anspruch haben, mal Dämonen zu richten und die ganze Welt das Urteil zu bestätigen, dann sollten wir doch auch in der Gemeinde gesundes, unparteiisches Denken entwickeln können.“ Paulus sagt, wir sollten Gemeindestreitigkeiten intern lösen und uns nicht quasi vor der Welt zum Schauspiel machen. Das ist ein ganz wesentliches Prinzip, das oft von uns, denke ich, auch beachtet wird, aber es gibt immer wieder Fälle, wo man merkt, dass es manchmal nicht ganz so klar ist. Da sollte man sich wirklich das nochmal bedenken.
[20:24] Aber zurück zu dem Richten. Ohne jetzt, dass wir zu sehr ins Detail gehen. Was machen denn jetzt die Gläubigen während der tausend Jahre konkret? Müssen die jetzt erstmal Beweisaufnahme anfangen? Müssen die erstmal Zeugen hören? Nee, was machen sie? Sie bekommen Einblick in die Bücher, da werden wir später noch drüber sprechen. Es gibt einen eigenen Vers in Offenbarung 20, der von den Büchern nochmal spricht. Sie gucken in die Bücher. Welche Bücher gibt es denn da? Jetzt bin ich mal gespannt. Welche Bücher gibt es? Alle möglichen. Nennt mir ein paar. Es gibt das Buch des Lebens, das wissen wir ganz genau. Im Buch des Lebens stehen, was ist das Buch des Lebens? Was steht da drin? Die Menschen, die, ja, die erlöst sind, aber kann man aus dem Buch des Lebens auch wieder, also kann man im Buch des Lebens stehen und am Ende nicht dabei sein? Man kann wieder rausgestrichen werden. Genau, wann wird man wieder rausgestrichen? Wenn man nicht überwindet, ja. Das heißt, wie kommt man durch das in das Buch des Lebens hinein? Mal kurz Wiederholung. Wie kommt man da hinein? Wie kommt man hinein? Also man bleibt drin, wenn man treu ist. Also was muss geschehen, damit mein Name zum ersten Mal reingeschrieben wird? Genau, durch Wiedergeburt. Durch die Anwahl von Jesus, durch die Taufe, durch Bekehrung. Wenn ich wiedergeboren bin, habe ich ein Anrecht durch das Blut Jesu, dann steht mein Name im himmlischen Buch, dann habe ich ein Bürgerrecht im Himmel, ja und das bleibt auch, wenn ich weiter bei ihm bleibe und entsprechend überwinde. Wenn nicht, wird mein Name gestrichen. Ja, das Buch des Lebens. Okay.
[22:02] Was haben wir noch für Bücher? Buch der Sünde. Okay, ja, was haben wir noch? Ein Buch der Erinnerung, ein Buch des Gedenkens. Ja, Maleachi spricht davon. Was steht da drin? Ja, Maleachi deutet an, dass wenn Gläubige zusammenkommen, um über das Wort Gottes zu reden, zu beten, dann wird das auch notiert. Ja, also Gott sammelt nicht nur alle Sünden, er schreibt, er registriert all das, was wir auch in seinem Namen im Glauben tun. Ja, da gibt es also, wir nennen das, wir sagen immer die Bücher. Das sind die Bücher, die alle unsere Werke enthalten, sowohl die guten Werke, als auch die schlechten Werke. Die Bibel spricht davon, dass sogar unsere Tränen aufgezeichnet sind, jede einzelne. Das heißt, Gott hat nicht nur unsere Taten im Blick, sondern sogar unsere Emotionen. Er hat unsere Worte im Blick. Er sagt, dass wir über jedes unnütze Wort Rechenschaft ablegen müssen. Er hat unsere Gedanken im Blick, er hat unsere Motive im Blick. Das heißt, selbst wenn ich das Richtige tue, aber aus falschen Motiven, dann kann er das auch noch unterscheiden. Er kennt die Dinge, die ich tun wollte, aber nie die Gelegenheit hatte, sie zu tun. Ja, sowohl im Negativen als auch im Positiven. Das gibt ja manchmal Dinge, man hat sich das fest vorgenommen und dann wird man von äußeren Umständen daran gehindert. Also Gott weiß alles.
[23:24] Interessanterweise, und da habe ich ehrlich gesagt noch nie so viel drüber gehört, aber wusstet ihr, dass Ellen White auch davon spricht, dass es ein Buch des Todes gibt? Ein Buch des Todes. Das fand ich interessant. Ich habe da früher auch noch nie so drüber gepredigt, aber sie beschreibt sehr deutlich, dass es neben dem Buch des Lebens quasi als Gegensatz ein Buch des Todes gibt und dort sozusagen die Namen derer sind, die dann den ewigen Tod sterben müssen. Also es gibt neben all diesen Büchern scheint es zwei wesentliche Bücher zu geben. Das Buch des Lebens, das ist das, was natürlich viel wichtiger ist, weil da wollen wir drinstehen. Aber sie spricht auch mehrfach, an mehreren Stellen spricht sie von dem Buch des Todes und das ist natürlich hier besonders entscheidend, denn die Leute, die hier gerichtet werden, die stehen also nicht mehr im Buch des Lebens, sie stehen alle im Buch des Todes.
[24:06] Ja, ja, ja, genau. Also die Idee ist sozusagen, dass es für das Buch des Lebens auch noch ein Gegenstück sozusagen gibt. Das Buch des Lebens, das Buch des Todes und was die Gläubigen jetzt machen werden natürlich ist, sie bekommen einen Weg und sie haben Zeit, Fragen zu stellen. Sie können das Urteil nachvollziehen, weil Gott macht keine Fehler. Sie müssen sich korrigieren, da gibt es nichts mehr zu korrigieren, aber man muss erst mal die Dinge gedanklich nachvollziehen. Man muss verstehen, warum ist es so gewesen, die Biografien studieren.
[24:45] Jetzt schaut mal zurück in Offenbarung 20 und dort Vers 4. Offenbarung 20 und dort Vers 4, dort heißt es ja, da werden zwei besondere Gruppen erwähnt und zwar, was sind die beiden Gruppen, die hier besonders erwähnt werden? Von all den Gläubigen werden zwei Gruppen so speziell herausgestellt. Genau einmal die, die enthauptet worden waren um das Zeugnis Jesu, um das Wort des Gottes willen. Also das sind quasi dann die Märtyrer. Übrigens kennt ihr berühmte Gläubige, die speziell enthauptet worden sind? So mal nebenbei gefragt. Johannes der Täufer ist enthauptet worden, wer ist noch enthauptet worden? Paulus ist enthauptet worden, weil als Römer durfte er nicht gekreuzigt werden und Jakobus auch. Drei wesentliche Säulen des Neuen Testaments sind alle enthauptet worden. Bei allen drei ist es interessanterweise auch so, dass sie nicht vor einer großen Menschenmenge exekutiert worden sind. Johannes der Täufer im Gefängnis und dann Jakobus auch, war auch gefangen und die Gemeinde hat kaum richtig was davon mitbekommen, hat auch zu wenig gebetet, sagt Ellen White. Und bei Paulus sagt Ellen White sogar explizit, dass sie möglichst wenig Leute dabei haben wollten, weil sie nicht wollten, dass es noch ein großes Zeugnis gibt. Also das wären Märtyrer, die durch ihr Martyrium gar nicht so viel konkretes Zeugnis geben konnten zu Leuten, die drum herum waren, aber deren Zeugnis natürlich umso trotzdem auch sehr stark gewesen ist. Aber das fand ich ganz interessant, das mal sich anzuschauen, weil hier explizit die Enthauptung erwähnt wird. Aber es sind natürlich auch viele andere, die getötet worden sind mit anderen Todesarten. Also die Märtyrer.
[26:35] Was ist die zweite Gruppe, die hier erwähnt wird besonders? Die das Malzeichen nicht angenommen haben. Also die sie über das Malzeichen, wir könnten sagen, wie könnte man die auch bezeichnen? Das sind die 144.000. Das sind die, die in der letzten Zeit gelebt haben, in der Zeit, als das Malzeichen da war. Das sind diejenigen, die all die Ereignisse von Offenbarung 13 und 14 konkret erlebt haben, als das Bild des Tieres aufgerichtet worden ist. Die Idee ist sozusagen, wir haben hier die Märtyrer aller Zeiten und wir haben die 144.000.
[27:14] Du meinst, weil die hier wieder lebendig werden. Ja, ja, genau. Stimmt, du hast recht. Es gibt natürlich Leute, die jetzt hier gestorben sind, die lebendig werden und manche, die lebendig sind, das stimmt. Aber es sind ja ganz viele Gläubige. Aber so zwei Gruppen werden speziell angeleuchtet, einmal die Märtyrer und einmal die 144.000. Das ist sehr interessant. Vielleicht ganz kurz zu den Märtyrern. Wo haben wir die schon mal gesehen, die Seelen derer, die getötet worden waren um des Wortes Gottes, um des Zeugniswillens? Offenbarung 6, genau. Und wo genau da? Ja, genau, es ist in Vers 9, im fünften Siegel. Da lesen wir in Vers 9: „Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen, um des Zeugniswillens, das sie hatten.“
[28:20] Könnt ihr sehen? Fast identische Parallele zu Offenbarung 20, Vers 4. Das heißt, Johannes sagt quasi in Offenbarung 20, Vers 4: „Hey, Moment mal, die, die ich damals gesehen habe, vorhin da, in Offenbarung 6, die Märtyrer, die ich im fünften Siegel gesehen habe, die damals gerufen haben, was haben sie gerufen damals?“ Genau, „Wie lange, oh Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?“ Ja, die haben gesagt, wann kommt das Gericht? Und was hat Jesus dann gesagt? „Wartet noch, wartet noch ein wenig, denn es müssen noch...“ Kommt noch mehr dazu, kommt noch mehr dazu. Aber als sozusagen die Gruppe jetzt vollständig ist, ja, jetzt sagt Johannes und jetzt, während der tausend Jahre sah ich die, die tot waren, ich sah, dass sie wieder lebendig waren.
[29:05] Übrigens, was beweist, dass die Seelen, wenn sie jetzt wieder lebendig werden, dann sind sie vorher tot. Ja, es gibt ja Leute, die sind verwirrt, nicht wahr? Vielleicht sind das irgendwelche Seelen, die da rumschweben, aber Offenbarung 20, Vers 4 beweist, die Seelen, die er dort gesehen hat, am Altar, waren tot, denn nach den tausend Jahren oder jetzt, in den tausend Jahren, werden sie wieder lebendig. Jetzt werden sie lebendig und jetzt regieren sie ganz genau.
[29:29] Nun, schauen wir noch in Offenbarung 1, Vers 9, da haben wir auch die ähnliche Formulierung. Schon zur Zeit von Johannes war ja genau das das Problem. Offenbarung 1, Vers 9. „Ich, Johannes, der ich auch euer Bruder bin und mit euch Anteil habe an der Bedrängnis und am Reich und am standhaften Ausharren Jesu Christi, war auf der Insel, die Patmos genannt wird, um, warum ist er verbannt worden? Um des Wortes des Gottes, um des Zeugnisses Jesu Christi.“ Also wir sehen quasi zur Zeit von Johannes, werden die verfolgt. Wir sehen dann die ganzen Märtyrer des Mittelalters, um des Wortes des Gottes und des Zeugnisses Jesu willen und dann die 144.000 letztendlich ja genauso und das zeigt sozusagen, dass die Offenbarung hier so einen roten Faden verfolgt. Gerade diejenigen, die besonders viel für Jesus gelitten haben, werden hier besonders hervorgehoben.
[30:31] Warum? Warum, Johannes hat ja jetzt nicht viel Zeit, er ist alles sehr gedrängt, aber als er die 1000 Jahre sieht und zwar im Himmel, wo die Gläubigen regieren, da betont er vor allem die Märtyrer. Warum? Warum nicht alle anderen Gläubigen? Gut, ich meine, gelitten haben wahrscheinlich alle, oder? Jeder, der im Himmel sein wird, hat irgendwie für Jesus gelitten. Das sagt der Paulus ganz deutlich, wir müssen durch allerlei Bedrängnisse hineingehen, aber die Märtyrer, die haben ihr Leben gegeben und ihr wisst, dass die Märtyrer im Himmel auch besonders aussehen werden, oder? Sie werden einen blutroten Saum haben. Ellen White sagt sogar, dass ihr Kleid noch ein bisschen heller ist als das aller anderen und sie werden ganz besonders nah am Thron Gottes sein. Das heißt, kein Wunder, dass Johannes, als er sie sieht, diese Unzählbaren, fallen ihm besonders die Märtyrer auf, weil die so ins Auge stechen. Die, die am meisten für Jesus erlitten haben und geopfert haben, werden im Himmel am ehesten sozusagen herausstechen. Sie sind besonders geehrt.
[31:37] Was uns also zeigt, wie sagt Jesus: „Wer der Erste sein will, der sei aller Diener.“ Wer gibt, empfängt und Märtyrer haben alles gegeben. Die haben nicht nur ihr Geld gegeben, nicht nur ihre Zeit gegeben, nicht nur ihre Talente gegeben, die haben ihr Leben gegeben, in dem Vertrauen, dass Gott ihnen wiedergeben wird.
[32:00] Schaut mal in Offenbarung 12 und dort Vers 11. Offenbarung 12, Vers 11, dort heißt es: „Und sie haben ihn überwunden, den Satan, um des Blutes des Lammes, um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod.“ Das heißt, das waren ja keine Menschen, die sie selbst gehasst haben. Was heißt es, sie haben ihr Leben nicht geliebt? Haben die nicht Freude am Leben gehabt? Doch, was heißt es, sie haben ihr Leben nicht geliebt? Sie haben Jesus mehr geliebt. Das ist so ein bisschen, wie wenn Jesus sagt: „Wer Vater und Mutter nicht hasst.“ Es geht nicht darum, dass man das Leben selbst hasst oder nicht liebt, aber dass man, sie haben Jesus mehr geliebt, selbst dann, als es ihnen an den Kragen ging. Selbst dann war ihr Leben ihnen nicht das Wichtigste. Und das macht ihre Märtyrer aus.
[33:05] Und jetzt sagt Johannes: „Und genau die, wo die Leute gedacht haben, was ist das denn für, viele Leute werden ja gedacht haben, was sind das denn für Irre. Wer schmeißt denn sein Leben weg für einen Glauben, von dem vielleicht niemand genau weiß, ob es stimmt. Irgend so ein Buch. Warum soll man jetzt dafür auf einen Scheiterhaufen gehen? Warum soll man sich köpfen lassen?“ Und es sind ja nicht nur alte Menschen gestorben, viele sind ja, viele Junge auch, die in der Blüte ihres Lebens standen. Vielleicht gerade am Anfang einer verheißungsvollen Karriere. Denk an Stephanus oder so. Warum würde jemand so borniert sein, so widerspenstig festhalten. Und Johannes sagt: „Genau die, die sag ich, und sie regierten mit Christus und zwar nicht.“
[33:38] Wie lange regieren Könige in dieser Welt? Ja, genau, wie lange ist das so? Wenn ein König heutzutage, also in dieser Welt, dieser Weltgeschichte, wie lange regieren so die meisten Könige? Die meisten Könige regieren meistens nur zwei, drei, vier Jahre, dann werden sie vom nächsten wieder abgemurkst. Ja, in der Geschichte, wenn ihr das anschaut. Also, wenn es ganz hoch kommt, so richtig erfolgreiche Könige wie Nebukadnezar, der hat 42 Jahre regiert oder so. Ja, das ist schon eine lange Zeit. Ja, Alexander der Große hat es nicht mal auf 20 Jahre gebracht oder so. Das ist oft nur eine relativ kurze Zeit und die, die auf dieser Erde ihr Leben in Anführungsstrichen, so sah es aus menschlichen Augen aus, weggeschmissen haben, die regieren jetzt nicht 10 Jahre oder 20 Jahre oder 100 Jahre. Die regieren 1000 Jahre und werden danach auch nicht abgesetzt, sondern die 1000 Jahre sind erstmal nur der Eingang für die Ewigkeit. Und mit der Perspektive muss man, muss Johannes plötzlich natürlich sagen, es lohnt sich, Jesus nachzufolgen, in jeglicher Hinsicht.
[34:34] Nun, schaut mal mit mir in Römer 8, Vers 17. Römer 8, Vers 17. Ich glaube, diese 1000 Jahre, das werden wir gleich noch sehen, haben noch eine wirklich interessante Lehre für uns, die ich so bisher eigentlich auch noch nirgendwo gehört habe, von der ich glaube, dass sie wirklich unser Bild von Gott nochmal richtig verschönern kann. Römer 8, Vers 17. Dort heißt es: „Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus, wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit auch wir mit ihm verherrlicht werden.“
[35:18] Das heißt, wenn wir mit ihm leiden, und das gilt nicht nur für die, die gestorben sind, sondern grundsätzlich für alle, wenn wir mit ihm leiden, dann werden wir auch mit ihm herrschen. Das heißt, die Märtyrer sind jetzt quasi nur der besondere Fall und stehen stellvertretend für alle. Viele Menschen werden im Himmel sein, die haben nie ihr Leben geben müssen, die haben vielleicht nur ihr Haus gegeben oder vielleicht ihren Beruf aufgegeben für Gott oder sie haben Geld gegeben oder sie haben ihre Zeit geopfert, sie haben irgendwas geopfert, sie haben gelitten, vielleicht sie sind von ihren Verwandten schlecht behandelt worden, ihr Ehepartner hat sie verlassen, was weiß ich was. Sie haben auf irgendeine Art und Weise für Jesus gelitten und Jesus gibt ihnen mehr als zurück.
[36:00] Jetzt denkt mal darüber scharf nach. Wenn das die Weltgeschichte ist und wir alle treffen uns am Ende der tausend Jahre, hier ist das Ende der tausend Jahre, wir treffen uns am Ende der tausend Jahre, hier ist die große Abrechnung. Denn nach den tausend Jahren ist die letzte Schlacht, nach den tausend Jahren werden alle Bücher aufgetan, nach den tausend Jahren wird die Sünde entfernt, nach den tausend Jahren sind alle Menschen gleichzeitig lebendig. Und wir treffen uns alle nach den tausend Jahren und die Ungläubigen sehen uns jetzt dort auf der Stadt stehen. Sie wissen, vielleicht erkennen sie den einen oder anderen von uns und wissen, wir haben auf dieser Erde gelitten vielleicht. Wir sind von ihnen verfolgt worden, wir sind verschmäht worden, wir sind ausgelacht worden, man hat uns schlecht behandelt vielleicht. Und sie können sich noch erinnern, wie lange wir schlecht behandelt worden sind. Nämlich vielleicht wie lange, 20 Jahre, 30 Jahre, 40 Jahre, wenn es hochkommt, 70 Jahre vielleicht, 80 Jahre. Und jetzt fragen sie uns: „Hat es sich gelohnt für Jesus zu leben bisher?“ Was können wir dann sagen? Wir können dann sagen, wir haben zwar 80 Jahre hier in der Sünde gelebt und haben gelitten, aber wir haben tausend Jahre im Himmel gelebt, ohne Sünde, in Frieden und Harmonie.
[37:36] Das heißt, obwohl die Sünde noch gar nicht mal weg ist, die Sünde ist noch immer präsent im Universum, kann ein Gläubiger jetzt schon sagen, die Mehrzahl aller meiner Lebensjahre habe ich bereits in der Gegenwart Gottes gelebt, habe ich bereits in einer sündlosen Welt gelebt, es hat sich gelohnt. Jetzt, wenn man ein paar ältere Leute fragt, wie Abraham zum Beispiel, wie alt ist der geworden? 175, ja? Jetzt fragen wir Abraham: „Wie war dein Leben?“ Er sagt: „Ja, ich habe 175 Jahre in der sündigen Welt gelebt, mit all den Schwierigkeiten, den Sorgen, den Problemen, den Nöten, der Verfolgung, der Anfechtung, ich war als Fremder, aber nach den 175 Jahren kamen tausend Jahre ohne Probleme, völliges Glück.“
[38:15] Und jetzt geht man ein bisschen weiter und fragt Adam: „Adam, wie lange hast du gelebt?“ Und Adam sagt jetzt: „Ich habe in dieser Welt, in der Sünde, 930 Jahre gelebt.“ Ich muss 930 Jahre die Sünde erleben, ja, und all die Schwierigkeiten und die Probleme, die Sorgen, die Nöte. Aber selbst für Adam sind es immer noch mehr Jahre ohne Sünde als mit Sünde. Könnt ihr sehen? Es sind tausend Jahre ohne Sünde gegenüber nur 930 Jahre umgeben von der Sünde. Und dann jemand, der noch älter geworden ist, Noah, nicht wahr? Noah, wie viele Jahre sind es für dich? Es sind für ihn 950 Jahre, ja? Er hat noch 20 Jahre länger die Sünde erdulden müssen, ja? Und all die Probleme, die Verfolgung und all das mögliche. Aber auch Noah sagt: „Ja, es waren 950 Jahre, aber trotzdem war die Mehrzahl meines Lebens schon vor dem Ende des großen Kampfes völlige Sündlosigkeit.“
[39:12] Und jetzt fragt man: „Wer ist der Älteste von euch? Wer ist der Älteste?“ Methusalem. Und wie alt ist der geworden? 969. Das heißt, selbst für den ist es so, dass wenn er jetzt alles zusammennimmt, sein Leben vor dem ersten Tod und das Leben jetzt bis zu dem Ende der 1000 Jahre, ist auch für ihn die Mehrzahl seines Lebens, rein statistisch, die Mehrzahl seines Lebens war gut, obwohl die Sünde existiert noch. Wisst ihr, was das bedeutet? Jeder, der an Jesus glaubt, wird noch während der Existenz der Sünde mehr Jahre seines Lebens völligen Frieden gehabt haben, als Probleme mit der Sünde gehabt zu haben. Möglicherweise ist auch ein Grund, warum das hier 1000 Jahre dauert, dass Gott jedem seiner Nachfolger so viel Freude schenkt, bevor überhaupt die Sünde ausgerottet wird, dass selbst ein Methusalem sagen kann, ich musste zwar 969 Jahre die Sünde erdulden, aber dafür habe ich schon jetzt 1000 Jahre ohne Sünde gehabt, sodass ich am Ende schon vor der Vernichtung, also was ich damit sagen will, es ist nicht so, dass wir als Gläubige sagen, solange die Sünde regiert, die Sünde existiert, müssen wir immer auf die neue Erde hoffen, wir müssen auf die neue Erde hoffen. Nein, noch bevor die neue Erde da ist, wird jeder Gläubige die Mehrzahl seines Lebens ein perfektes Leben gehabt haben. Das ist interessant, oder? Es ist nicht spektakulär. Ich war total begeistert davon.
[40:47] Und dann gibt es noch einen, wenn man den Mose fragt, der sagt, wie lange hat er in der Sünde gelebt? 120 Jahre, aber der hat nicht 1000 Jahre dann gelebt, sondern Mose hat dann schon 4500 Jahre gelebt. Aber die Idee ist sozusagen, wer Gott nachfolgt, wird noch innerhalb des großen Kampfes mehr gute als schlechte Jahre gehabt haben und bekommt dann noch die Ewigkeit obendrauf. Und das zeigt etwas von der Gerechtigkeit Gottes und von der Schönheit seines Charakters. Und deswegen meint Jesus ja, wenn wir mir nachfolgen, der wird es nicht bereuen, der wird es nicht bereuen. Also vielleicht ist das auch eine Idee noch, warum das hier 1000 Jahre sind und nicht 900 oder 700. Um zu beweisen, dass der Satan nichts kann, hätten ja 700 Jahre auch ausgereicht, oder? Oder 800? Aber damit jeder Gläubige mehr sündloses Leben als Leben in der Sünde gehabt hat, sind 1000 Jahre eine gute Zahl und niemand ist älter geworden.
[41:44] Gut, letzter Vers, 2. Timotheus 2, Vers 12. 2. Timotheus 2, Vers 12, letzter Vers. Dort heißt es: „Ah, lesen wir Vers 11 und 12. Glaubwürdig ist das Wort: Wenn wir mitgestorben sind, so werden wir auch mitleben. Wenn wir standhaft ausharren, so werden wir was?“ Mitherrschen. Was ist das Kennzeichen derjenigen, die kurz vor der Wiederkunft stehen? Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, die halten die Gebote Gottes und haben den Glauben Jesu. Wer sind die, die mitherrschen mit Jesus während der Tausend Jahre? Es sind die, die geduldig an Jesus festgehalten haben.
[42:42] Ich glaube, was wir heute sehen können, ist, wir sollen an Jesus festhalten. Wenn wir an ihm bleiben, jeden Tag aufs Neue uns ihm übergeben, dann werden wir noch bevor der große Kampf zu Ende ist, noch bevor die Sünde aus dem Universum ausgelöscht wird, sagen können, nicht nur gefühlt, nicht nur theologisch, theoretisch, sondern rein mathematisch, statistisch war unser Leben in der Mehrzahl ein Leben ohne Sorge, ohne Probleme, ohne Nöte. Wir haben schon tausend Jahre in einem sündlosen Himmel gelebt und ich glaube, das zeigt uns, wie sehr Gott uns liebt und wie sehr das ernst meint. Und wenn er unser Leben, unser Gesamtleben so plant, glaubt ihr dann, dass er nicht auch auf dieser Erde schon uns helfen möchte, trotz der Sünde, dass wir ein möglichst gutes, ein möglichst erfülltes, ein möglichst gesegnetes, ein möglichst glückliches Leben führen. Ich glaube, Gott wünscht sich von ganzem Herzen, dass es uns gut geht.
[43:38] Auch noch gemeinsam wieder knien und beten.
[43:53] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir sehen dürfen, dass jeder, der an dich glaubt, mehr gute Lebensjahre gehabt haben wird als schlechte Lebensjahre, mehr Glück als Leid, mehr Freude als Niedergeschlagenheit, noch innerhalb des großen Kampfes, mehr Jahre ohne Sünde als im Angesicht der Rebellion, noch bevor du die Sünde auslöschst. Danke, Herr, für deine gewaltige Güte, für deine gewaltig große Treue, die du uns zeigst. Und Herr, hilf, dass wir jeden Tag an dir festhalten und dass wir dranbleiben an deiner Liebe, in dem Bewusstsein, dass wenn wir standhaft ausharren und durch den Glauben an dich deine Gebote halten, dass wir mitherrschen werden, nicht weil wir würdig sind, sondern weil du würdig bist. Und wir danken dir, dass du das in uns tun wirst. Im Namen Jesu. Amen.