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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge des Offenbarungsseminars widmet sich Christopher Kramp dem letzten Attribut Jesu aus Offenbarung 3:14: „der Ursprung der Schöpfung Gottes“. Er beleuchtet die Bedeutung des griechischen Wortes „Arche“ und zeigt anhand biblischer Querverweise, dass Jesus der Schöpfer dieser Welt ist und nicht selbst ein geschaffenes Wesen. Die Auslegung klärt Missverständnisse über Jesu Anfang und seine Rolle als „Erstgeborener aus den Toten“, die seinen Rang und seine Autorität unterstreicht.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:47] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir wollen heute weiterstudieren in der Offenbarung und die Laodizea-Botschaft genauer unter die Lupe nehmen. Noch einmal wollen wir uns mit Vers 14 beschäftigen und heute mit dem letzten Attribut, der letzten Bezeichnung von Jesus dort in Vers 14. Bevor wir beginnen, möchten wir den Heiligen Geist bitten, unser Denken zu leiten, uns zu erfüllen, damit wir verstehen, was Jesus uns, das heißt mir und dir persönlich, sagen möchte. Und wenn es dir möglich ist, lade ich dich ein, lieber Freund, liebe Freundin, dass wir gemeinsam für ein Anfangsgebet niederknien.

[1:41] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir kommen können und danke, dass du dein Wort uns schenkst, dass es aktuell ist, dass es zu uns heute spricht und dass es uns mitten im Alltag die Kraft schenkst, die wir brauchen, um mit dir zu leben. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns bereit machst, dein Wort richtig aufzunehmen, dass du uns Demut und Weisheit schenkst, dass du uns reinigst von aller Ungerechtigkeit, dass nichts zwischen dir und uns steht, dass wir jetzt ganz ungestört zu deinen Füßen sitzen können, die Wahrheit Stück für Stück nachvollziehen können, um daran gefestigt zu werden. Herr, das bitten wir im Namen Jesu, der für uns gestorben ist, auferstanden ist und jetzt für uns eintritt.

[2:42] Amen. Offenbarung Kapitel 3 und dort Vers 14: "Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes." Wir haben uns über zwei dieser Beschreibungen schon Gedanken gemacht. Wir haben zunächst einmal gesehen, was das Kernanliegen überhaupt schon im Kolosserbrief ist, das Gott hat, um die Gemeinde Laodizea, wenn er zu der Gemeinde Laodizea spricht, damals durch den Paulus, jetzt hier durch Johannes. Das große Zentralanliegen ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.

[3:27] Wir haben gesehen, dass Jesus, bevor er mit der Diagnose, der geistlichen Diagnose der Gemeinde Laodizea, von der wir gelernt haben, dass sie ein Typus ist auf die Gemeinde Gottes am Ende der Zeit, im letzten Abschnitt der Kirchen- und Weltgeschichte... Wir haben gelernt, dass Jesus, bevor er mit der Diagnose dieser Gemeinde beginnt, er zunächst einmal sich selbst vorstellt mit Eigenschaften, die insbesondere für die Gemeinde Laodizea von größter Wichtigkeit sind. Er ist der Amen. Jede Verheißung, jedes Gebot, jedes Wort Gottes findet in ihm seine Bestätigung, seinen Rückhalt. Jede Zusage Gottes, jedes Versprechen, das Gott in der Bibel macht, findet in ihm sein Ja und Amen. Das heißt, wann immer wir uns auf Jesus beziehen, Jesus glauben, in seinem Namen eine Verheißung in Anspruch nehmen, dürfen wir sicher sein, dass er diese Verheißung auch in unserem Leben erfüllen wird. Das heißt, bevor wir die Probleme sehen, sehen wir schon die Lösung. Jesus präsentiert sich als der, der sich garantiert, dass jede Verheißung in ihm seine Erfüllung findet.

[4:44] Letztes Mal haben wir gesehen, dass Jesus der treue und wahrhaftige Zeuge ist. Er möchte uns davor bewahren, dass wir uns selbst belügen, dass wir in Selbstbetrug glauben, wir könnten einfach so weitermachen in einem lauen Zustand und irgendwie doch den Weg in den Himmel dann noch finden, weil Jesus vielleicht dann ein Auge zudrückt und es nicht ganz so genau nimmt. Aber wir haben gesehen, Jesus ist nicht nur der Richter, er ist nicht nur der Anwalt für uns, der Verteidiger im Gericht, er ist auch ein Zeuge, und zwar ein treuer und wahrhaftiger Zeuge. Jesus wird im Gericht nicht lügen. Er wird alles einsetzen, was er einsetzen kann. Alle Macht und Gewalt ist ihm gegeben im Himmel und auf Erden. Aber er wird auch in diesem Kampf für mich, in der Auseinandersetzung gegen den Satan, mich in den Himmel zu bekommen, mir ewiges Leben geben zu können, diese Auseinandersetzung immer nur ehrlich und aufrichtig kämpfen. Alle Gewalt, alle Macht, alle Kraft ist ihm gegeben. Er, durch den Heiligen Geist, kann jedes Problem gelöst werden, aber er wird mir nicht einen Platz im Himmel verschaffen, wenn ich diese Probleme nicht habe lösen lassen wollen, wenn ich ihm dazu keine Erlaubnis gegeben habe. Jesus wird nicht behaupten, dass ich keine Gefahr für den Himmel bin, wenn ich in Wirklichkeit tatsächlich noch eine bin. Jesus ist der treue und wahrhaftige Zeuge.

[6:22] Heute soll es um diesen Gedanken gehen: "der Ursprung der Schöpfung Gottes". Und wenn wir uns das anschauen, dann fällt uns schon sehr bald auf, dass es hier verschiedene Übersetzungen gibt. Eine oft, in den meisten Bibelübersetzungen – das hier ist die Schlachter – in den meisten Bibelübersetzungen zu findende Übersetzung ist das Wort "Anfang". Und wir müssen jetzt ein bisschen uns Gedanken machen, was da eigentlich im Urtext steht, was das bedeutet, dass Jesus der Anfang beziehungsweise der Ursprung der Schöpfung Gottes ist.

[7:17] Schauen wir uns zunächst einmal, was hier im Griechischen für ein Wort steht. Das ist das Wort "Arche". Und dieses Wort hat eine ganze Reihe von Bedeutungen. Zum Beispiel heißt es "Anfang". Und weil es "Anfang" heißt, kommen da auch andere Begrifflichkeiten dazu, wie "Beginn". Zum Beispiel wird es verwendet im Markus-Evangelium: "Der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus." Es geht dort los, ja. Oder auch wie in Johannes 1: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott." Oder auch davon abgeleitet, das Wort "Ursprung", weil der Ursprung ja das ist, was der Anfang ist. Das sind also alles so verschiedene Begrifflichkeiten, verschiedene Bedeutungsnuancen, die alle so in ein Bedeutungsfeld, in einen Kontext gehören.

[8:09] Dann gibt es einen anderen Bedeutungszusammenhang, nämlich es kann auch bedeuten "Regierung". Da ist es also nicht mehr zeitlich gemeint, sondern sozusagen der Erste, nicht in Bezug auf Zeit, sondern der Erste in Bezug auf Rang, Regierung. Demzufolge, Herrschaft. Ja, man kann ja sagen, ich bin der Erste bei einem Lauf gewesen, der Erste, der angekommen ist im Ziel. Man kann auch sagen, ich bin der Erste unter Gleichen. Das bedeutet dann sozusagen, ich habe den ersten Platz. Herrschaft, auch Amt, Kommando kann mit diesem Wort "Arche" wiedergegeben werden. Und daraus abgeleitet gibt es dann auch noch drittens die Möglichkeit, das Gebiet, über das jemand die Herrschaft ausübt, regiert, das dann so zu bezeichnen. Also auch ein Reich, ein Gebiet kann "Arche" heißen, oder auch eine Provinz, eine Statthalterschaft und so weiter und so fort. Das heißt also, eine – und daraus wieder noch mal abgeleitet – dann auch die Obrigkeit, die Behörde, die dann sozusagen diese ganze Provinz verwaltet oder so weiter.

[9:33] Tatsächlich übersetzen die allermeisten Übersetzungen dieses Wort mit diesem Bedeutungsfeld, also entweder "Anfang" oder "Ursprung". Es gibt einige wenige Übersetzungen, die auch diesen Bereich hier in Erwägung ziehen. Zum Beispiel übersetzt die Young's Literal Translation, eine sehr genaue, buchstäbliche Übersetzung, mit "chief of the creation of God", also der Oberste der Schöpfung Gottes sozusagen. Und in der Genfer Übersetzung hat zumindestens eine Fußnote die Übersetzung "der Herrscher über alles".

[10:12] Also wollen wir uns mal die Frage stellen, was hier eigentlich wirklich gemeint ist. Was bedeutet das, dass Jesus der, sagen wir erstmal neutral, der "Arche" der Schöpfung Gottes ist? Nun, diese Verbindung "Arche der Schöpfung Gottes" – ich sage jetzt immer erstmal, damit wir uns nicht gleich von vornherein gedanklich festlegen, der "Arche" der Schöpfung Gottes oder der "Arche" der Schöpfung, besser gesagt – ist eine Formulierung, die wir ein paar Mal in der Bibel finden. Wir schauen uns gemeinsam diese Stellen mal an. Und zwar geht das los in Markus. Es sind zwei Stellen bei Markus und eine bei Petrus, 2. Petrus.

[10:51] Fangen wir an in Markus Kapitel 10 und dort lesen wir in Markus 10 und dort Vers 6: "Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau erschaffen." Da geht es um diese berühmte Frage der Pharisäer, die Jesus fragen, ob es erlaubt ist, sich scheiden zu lassen. Und Jesus sagt: "Im Arche der Schöpfung Gottes hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen." Und hier ist es ganz eindeutig der Anfang, als Gott am Anfang, ja, geht es also nicht um die Regierung, die Herrschaft, das Amt, geht es um den Anfang. Am Anfang hat Gott die also Mann und Frau geschaffen, am Anfang der Schöpfung. Das ist Markus 10 Vers 6. Und hier wird ganz deutlich, es geht hier nicht um den allerersten Anfang der Zeit, irgendwann im Universum. Es geht hier konkret um den Zeitpunkt der Schöpfung der Welt. Also der Anfang dieser Welt ist gemeint, denn Mann und Frau wurden ja am sechsten Schöpfungstag in der ersten Schöpfungswoche in 1. Mose 1 geschaffen. Also wir haben hier einen Bezug zur Schöpfung dieser Welt. Ja, das ist die Formulierung "Anfang der Schöpfung".

[12:11] Wenn wir zu Markus 13 gehen, finden wir die Formulierung noch einmal in Markus 13 und dort Vers 19. Markus 13 und dort Vers 19. Das ist jetzt in der berühmten Endzeitrede von Jesus. Dort sagt Jesus in Vers 19: "Denn jene Tage werden eine Drangsal sein, wie es keine gegeben hat von Anfang der Schöpfung – wieder Arche – vom Anfang der Schöpfung, die Gott erschuf bis jetzt, und wie es auch keine mehr geben wird." Wenn man sich den Parallelbericht anschaut von Matthäus, der auch berichtet, finden wir dort die Formulierung ganz leicht geändert in Matthäus 24 Vers 21. Da heißt es: "Denn dann wird eine große Drangsal sein, wie von Anfang der Welt, also nicht von Anfang der Schöpfung, Anfang der Welt an, bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird." Auch hier geht es also um diese Welt, diese Erde. Jesus sagt, seit der Schöpfung dieser Erde, vom Anfang an bis ans Ende der Welt, wird es keine, hat es keine so große Drangsal gegeben, wie die, von der er hier spricht. Das heißt, in Markus 13 und was war der Vers? Vers 19, haben wir wieder den Bezug auf die Schöpfung dieser Welt, die Schöpfung dieser Welt.

[13:40] Und dann haben wir noch einen Hinweis oder ein Vorkommen in 2. Petrus, und 2. Petrus Kapitel 3 und dort Vers 4. 2. Petrus Kapitel 3 und dort Vers 4. Und sagen, da geht es um die Spötter der Endzeit, die sagen: "Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seit die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist." Also das sind die drei Bibelstellen, an denen jeweils "Arche der Schöpfung" so wie hier in Offenbarung 3 Vers 14 vorkommt. Also wir haben 2. Petrus und dort Kapitel 3 Vers 4. Und auch hier ist die Idee, es geht wieder um diese Welt, denn die Spötter glauben, dass es nie eine Wiederkunft geben wird und dass es nie ein Ende der Welt geben wird. Die sagen, seit dem Anfang der Schöpfung, also seit dem Beginn unserer Welt, bleibt alles gleich. Wir haben also wieder den Bezug auf die Schöpfung, auf den Anfang dieser Welt.

[14:47] Das ist also ganz wichtig. Jedes Mal, wenn sonst in der Bibel diese Formulierung "Arche der Schöpfung" vorkommt, meint es immer die Schöpfung dieser Erde, nämlich in den sechs Tagen, die dann zum siebten Tag, dann der siebte Tag als Ruhetag folgte. Es geht also nicht um die Schöpfung von Engeln oder ungefallenen Wesen irgendwann in der Vorzeit. Warum betone ich das? Weil es manchmal, oder machen wir den Punkt hier noch zu Ende. Interessanterweise ist es natürlich so, dass diese Formulierung sonst hier nur bei Markus und Petrus vorkommt. Könnte damit auch zusammenhängen, weil ja das Markus-Evangelium auf die Berichte von Petrus auch ganz stark zurückgeht. Der Markus hat ja mit Petrus zusammengearbeitet. Es könnte also sein, dass diese Formulierung eigentlich eine Formulierung ist, die auch speziell so auf Petrus zurückgeht.

[15:49] Der Anfang der Schöpfung, jedenfalls, es ist, kann man jetzt nicht beweisen, jedenfalls ist das aber zumindestens ein bisschen auffällig. Was bedeutet das konkret, wenn hier gesagt wird, dass "Anfang der Schöpfung" sich immer auf die Schöpfung dieser Welt bezieht und Jesus genannt wird "der Anfang der Schöpfung"? Natürlich ist Jesus nicht entstanden während der sechs Tage Schöpfung. Das heißt, es geht hier nicht um einen Anfang von Jesus. Manchmal wird dieser Vers dazu benutzt, zu sagen, dieser Vers würde angeblich beweisen, Jesus hätte einen Anfang, er wäre sozusagen das erste geschaffene Wesen der Schöpfung Gottes. Er wäre sozusagen von allen geschaffenen Wesen der Erste im Sinne, dass er als Erstes geschaffen wurde, der Anfang der Schöpfung. Aber das verkennt, was hier ganz deutlich wird. Es geht nämlich nicht um die allerersten Schöpfungsakte Gottes in der Vorzeit. Es geht um diese Welt, wie sie geschaffen worden ist. Und wir wissen aus der Bibel eindeutig, dass Jesus existierte, als diese Welt geschaffen wurde, denn er hat sie geschaffen. Das heißt, wenn er der "Arche", der Anfang der Schöpfung ist, ist es nicht er, der als Erstes geschaffen wurde, sondern er, der sie angefangen hat. Es macht also keine Aussage darüber, ob Jesus einen Anfang hat oder nicht, wie manche behaupten, sondern dass er sozusagen der Urheber, der Ursprung, wie es die Schlachter letztlich doch ganz gut wiedergibt. Er ist es, der diese Welt gemacht hat.

[17:32] Wir lesen in 1. Mose 1 Vers 1: "Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde." Da haben wir genau diesen Gedanken. Gott schuf die Erde im Anfang, Himmel und Erde. Und Paulus erläutert in dieser Hinsicht in Hebräer 1 folgendes. Er sagt nämlich, dass Gott der Vater selbst über den Sohn, über Jesus, folgendes sagt in Hebräer 1 und dort Vers 10: "Und du, oh Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind das Werk deiner Hände." Es ist Jesus, der all das geschaffen hat, was in 1. Mose 1 und 2 berichtet wird. Er ist in dieser Hinsicht der "Arche", der Ursprung, der Anfang der Schöpfung Gottes, weil alles, was geschaffen worden ist, ist durch ihn entstanden. Ganz deutlich, was hier mit gemeint ist. Der Vers kann also nicht dazu benutzt werden, um zu behaupten, dass Jesus selbst irgendwann in grauer Vorzeit einen Anfang gehabt hätte, denn darum geht es nicht. Die Formulierung bezieht sich immer auf diese Welt, auf der wir hier stehen, die vor ungefähr, ganz rund gerechnet, 6000 Jahren geschaffen worden ist in sechs Tagen durch Jesus Christus.

[18:55] Dazu kommt natürlich, dass wir in Johannes 1 Vers 1 bis 3 eine sehr deutliche Aussage über Jesus finden. Da heißt es: "Im Anfang war das Wort." Und hier bezieht es sich in Johannes 1 Vers 1 nicht auf diese Schöpfung, sondern überhaupt auf den allerersten Anfang. "Im Anfang war das Wort schon da. Es war schon da. Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott." Und zwar ist Jesus genauso Gott wie auch der Vater Gottes. Das macht dieser Vers ganz deutlich. "Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe nicht eines entstanden, was entstanden ist." Das heißt, alles, das entstanden ist, das heißt, alles, was irgendwann existierte und davor nicht existiert hat, alles, was irgendwann erstmal in die Existenz gekommen ist, sei es Planeten, sei es Sterne, sei es ungefallene Wesen, Engel, was immer im Universum existiert, alles, was irgendwann mal nicht existierte und dann existierte, kam durch Jesus in die Existenz. Und das zeigt ganz deutlich, dass er selbst immer schon existierte. Er existiert aus sich selbst heraus. Er ist natürlich kein geschaffenes Wesen, und er hat auch keinen Anfang, denn im Anfang war er schon da.

[20:19] Gehen wir noch einen Schritt weiter und schauen uns noch Fälle an, in denen jetzt "Arche" nicht direkt mit "Schöpfung" zusammenkommt. Also das sind die drei Fälle, wo wir immer "Arche der Schöpfung" haben, sondern wo das Wort "Arche", das, wie gesagt, an vielen Stellen vorkommt, verschiedene Dinge bedeuten kann. Auch in der Bibel haben wir, wie gesagt, ganz oft den Anfang, den Beginn, einfach als zeitlich, von ja, der Anfang der Verkündigung des Evangeliums, der Anfang der Schöpfung hier. Wir haben auch Stellen, in der bestimmte Regierungsbeamte oder Obrigkeiten mit "Arche" bezeichnet werden. Wollen wir sie jetzt anschauen, wo "Arche" direkt auf Jesus bezogen wird, und ob wir dort aus dem Kontext noch etwas erschließen können, was da gemeint ist.

[21:02] Schauen wir uns dort vielleicht eine der wichtigsten Stellen an in Kolosser, Kolosser Kapitel 1 und dort Vers 18. Kolosser Kapitel 1 und dort Vers 18. Und dort heißt es in Kolosser 1 Vers 18: "Und er ist das Haupt des Leibes, der Erstgeborene, er, der der Anfang ist." Und da steht das so ganz deutlich: "Er ist der Anfang." Jesus sagt ja dann später: "Ich bin der Arche, der Ursprung, der Anfang der Schöpfung Gottes." Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei.

[21:43] Also, wenn wir uns diese Aussage anschauen in Kolosser 1 Vers 18, dann müssen wir uns die Frage stellen, was bedeutet hier "der Anfang" zu sein? Und wir haben gesehen, das ist entweder geht es um die Frage, geht es hier um einen zeitlichen Aspekt, ist er der, der zuerst war und dann kamen andere, oder geht es um einen Rang, ist er der Erste bezüglich des Ranges? Und das kann man jetzt im Vers eigentlich sehr schön sehen anhand der anderen Begriffe, die verwendet werden. Das heißt, dort: "Er ist das Haupt." Ja, also parallel zu "Haupt", das ist nämlich oben "Haupt des Leibes". Und dann "der Erstgeborene aus den Toten", und hier ist das ganz eindeutig, wenn man die Bibel kennt. Denn wir müssen nur die Frage stellen: War Jesus der Erste, der von den Toten auferstanden ist? War er der Erste, der tot war und dann wieder lebendig geworden war? Und wir kommen zu dem ganz klaren Schluss: Jeder, der die Bibel mal auch nur durchgelesen hat, weiß, schon vor der Auferstehung Jesu gab es Menschen, die gestorben sind und wieder auferstanden sind. Wir denken da an zwei Kinder, eines bei Elia, eines bei Elisa. Noch viel früher, Mose, ja, von dem wir aus dem Neuen Testament wissen, dass er auferstanden ist. Wir haben verschiedene Menschen in den Evangelien, die von Jesus auferweckt worden sind: die Tochter des Jairus, der Jüngling der Witwe von Nain und der Lazarus natürlich, berühmterweise. Alles Beispiele für Menschen, die zeitlich vor Jesus auferstanden sind. Jesus kann also nicht der Erstgeborene aus den Toten bezüglich der Zeit sein. Das kann nicht bedeuten, dass er der Erste zeitlich gesehen ist, der aus den Toten auferweckt worden ist, sondern es bedeutet, er ist von allen, die aus dem Tod, die tot waren und lebendig geworden sind, der Erste bezüglich des Ranges.

[23:45] Das Wort "Erstgeborene" wird zum Beispiel für David verwendet, von dem wir wissen, dass er eine ganze Reihe von älteren Brüdern hatte. Er wird auch in der Bibel der Erstgeborene genannt, denn der Erstgeborene hat das doppelte Erbe, hat eine besondere Rolle. Wir wissen, dass das Erstgeburtsrecht gerade auch in der Geschichte der Patriarchen in 1. Mose immer mal wieder gerade nicht dem zeitlich Erstgeborenen gegeben worden ist. Jesus ist der Erstgeborene aus den Toten, und dann heißt es: "damit er in allem der Erste sei". Es geht hier also offensichtlich hier in Kolosser 1 um den Gedanken, dass Jesus das Haupt ist, dass...

[24:21] Gedanken, dass Jesus das Haupt ist, dass er sozusagen die Regierung hat, die Herrschaft, das Kommando.

[24:26] Und das ist deswegen, weil nur wenige Verse vorher wir eine ganz ähnliche Formulierung haben und jetzt wieder Bezug auf die Schöpfung. Es heißt in Kolosser 1 Vers 15 über Jesus, durch den wir die Vergebung der Sünden durch sein Blut haben, wie Vers 14 sagt.

[24:45] In Vers 15: Dieser Jesus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Wörtlich steht hier eigentlich der Erstgeborene Schöpfung. Also so wie in Offenbarung steht, der Archē der Schöpfung, steht hier der prototokos, der Erstgeborene aller Schöpfung. Das ist offensichtlich ganz ähnlich gemeint. Und wir sehen hier: Erstgeborene bedeutet also nicht, dass er der Erste bezüglich der Zeit ist, sondern der Erste bezüglich des Ranges. Denn so wird es genau im selben Kapitel drei Verse später verwendet.

[25:35] Schöpfung. Und wenn man sich den Kolosserbrief weiter anschaut, im größeren Kontext, dann sieht man auch, dass eines der Hauptanliegen von Paulus ist, dass, weil offensichtlich die Ideen um sie herum schwirrten, dass auch andere Wesen im Universum, Engel oder so, eine besondere Bedeutung hätten. Er will zeigen, wie überragend die Stellung von Jesus ist. Paulus will im ganzen Kolosserbrief nicht irgendwie diskutieren, ob Jesus einen Anfang hatte oder schon immer da immer existierte. Dieses Thema behandelt er gar nicht. Ich denke, für Paulus war das ohnehin klar, weil er wusste: Jesus ist Gott. Sondern Paulus will die Frage nach dem Rang von Jesus im Kolosserbrief erörtern. Und deswegen sind diese Aussagen hier auch so deutlich in diesen Kontext eingebettet. Er ist der Erstgeborene aller Schöpfung, bedeutet: Er ist das Haupt über die gesamte Schöpfung, so wie er das Haupt über alle Erstgeborenen ist.

[26:33] Interessant ist, dass wir hier auch in dem gleichen Kontext dann noch mal das Wort Archē finden. Und zwar in Vers 16, Kolosser 1 Vers 16. Und da sieht man es vielleicht im Deutschen nicht auf den ersten Blick. Es heißt nämlich: „Denn in ihm ist all“ – und jetzt kommt also die Begründung. Vers 16 ist denn, ja, warum ist er der Erstgeborene aller Schöpfung? Was bedeutet das? „Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten, alles ist durch ihn und für ihn geschaffen.“ Und hier interessant: Das Wort Archē ist das Wort Fürstentümer. Also, sei es ein Thron oder sei es eine Herrschaft oder ein Archē. Den Archē wird hier mit Fürstentümern übersetzt. Das bezieht sich jetzt auf diese zweite Bedeutung. Man hätte auch übersetzen können: ein seines oder Kommandos oder Regierungen oder Herrschaft – was immer es gibt im ganzen Universum an Kommandostrukturen und bei den Engeln an vielleicht Unterkönigen auf ungefallenen Welten. Ich weiß ja nicht, wie das da dann im Einzelnen geregelt ist. Aber wenn auf der Erde Adam eine Art Unterkönig war und herrschen sollte über die Tiere, warum soll es das nicht auf anderen Welten geben? Aber Paulus macht deutlich: Was immer es auch an Gewalten, an Mächten, an Wesen im Universum geben mag, Christus ist über ihnen, denn er hat sie alle, auch diese, geschaffen. Also, wir sehen hier, dass offensichtlich ganz offensichtlich das Wort Archē hier in diesem Kontext in diesem zweiten Sinne gebraucht wird.

[28:09] Und dann sagt Paulus ja in Vers 18: „Dieser Jesus, der der Erstgeborene über alle Schöpfung ist, denn er hat alles erschaffen, nicht er ist der Erste von allen, der erschaffen worden ist, sondern er hat alles erschaffen. Er ist auch der Erstgeborene von den Toten, deswegen ist er in allem der Erste. Er ist die Archē. Er ist, man könnte dann sagen, er ist die Regierung schlechthin. Er ist die Herrschaft schlechthin. Er hat quasi, er ist das Kommando. Was immer sonst dann Kommandostrukturen gibt, dann Unteroffizieren und Untergenerälen sozusagen in der Armee des Reiches Gottes. Er ist die Archē, denn er ist der Ursprung der Schöpfung Gottes, weil er alles geschaffen hat. Und hier in Kolosser sehen wir dann, dass der Blick sich weitet. Es geht dann nicht mehr nur um diese Schöpfung, wie es hier in Mose und Petrus immer um diese die Schöpfung der Welt ging. Hier in Kolosser macht Paulus deutlich, dass Jesus auch all das, was bereits in der Vorzeit in die Existenz kam, egal wie mächtig, egal wie großartig, all das ist durch Jesus geschaffen worden, und zwar in ihm und für ihn. Und er erhält doch alles am Leben. Und weil er der Schöpfer von allem ist, deswegen ist er der Erstgeborene der Archē. Er ist das Haupt, er ist der König der Könige, wie es an anderen Stellen der Bibel heißt. Das ist also die Bedeutung.

[29:29] Wir sehen hier also, wie beides ein bisschen ineinander spielt: Weil Jesus der Anfang der Schöpfung ist, in dem Sinne, dass er diese Welt hier auf der Erde, diese Welt geschaffen hat durch sein allmächtiges Wort, deswegen ist er auch der Herrscher über diese Welt. Er ist der König dieser Welt. Und Paulus zeigt, dass er das sogar in Bezug auf das gesamte Universum ist. Alles hat in ihm seinen Anfang, deswegen regiert er über alles. Das könnte vielleicht so die beste Zusammenfassung sein.

[30:03] Aber jetzt kommt noch ein interessanter Punkt. Denn diese ganzen Gedanken hier, ja, ähm, wir haben wir also, ähm, vielleicht noch ergänzen: Archē als Fürstentum übersetzt, ja, ganz deutlich, also dem zweiten, vielleicht sogar dem dritten Bereich zugeordnet. All das ist ja nicht nur, Achtung, jetzt gut aufpassen, das ist total interessant, all das ist ja nicht nur an die Kolosser gegangen, sondern in Kolosser Kapitel 4 Vers 16 haben wir gesehen: „Und wenn der Brief vor euch gelesen ist, so sorgt dafür, dass er auch in der Gemeinde der Laodizea gelesen wird und dass ihr auch den aus Laodizea lest.“ Heißt mit anderen Worten, dass dieser Brief auf jeden Fall der Gemeinde Laodizea sehr gut bekannt gewesen sein muss. Sie wussten, dass Jesus der Erstgeborene aller Schöpfung ist, weil er alles im Himmel geschaffen hat und alles für ihn erschaffen worden ist. Sie wussten, er ist die Archē, er ist der König sozusagen, der Herrschende über alles. Er ist der Erstgeborene, er ist das Haupt der Gemeinde.

[31:11] Wenn also Jesus dann ein paar Jahrzehnte später durch Johannes ihn sagen lässt: „Ich bin die Archē der Schöpfung Gottes“, dann werden sie sich an Kolosser erinnert haben, und Jesus wird sicherlich das im Blick gehabt haben. Und wir können das hier nicht verstehen ohne Kolosser. Das ist offensichtlich darauf auch bezogen. Natürlich auch diese Formulierung, denn die kommt ja so in der so konkret vor, aber auch auf diesem Kolossertext. Der ist für das Verständnis ganz entscheidend.

[31:43] Schauen wir uns noch ein paar interessante Stellen an zu diesem Thema in Offenbarung Kapitel 1 und dort Vers 8. Es wird noch interessanter. Offenbarung 1 Vers 8 finden wir nämlich diesen Ausdruck wieder als Anfang übersetzt, und zwar richtigerweise. Es heißt hier in Offenbarung 1 Vers 8, dort heißt es: „Ich bin das A und das O, der Anfang (Archē) und das Ende“, spricht der HERR, „der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.“ Nun, wir müssen erstmal die Frage stellen: Wer spricht hier eigentlich? Die Antwort ist: der ist und der war, der Herr, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige. Und wenn wir nur wenige Verse vorher in Kapitel 1 uns anschauen, was dort gesagt wird in Vers 4 und 5, stellen wir fest, wer es ist, der hier sich nennt oder der von dem gesagt wird, dass er ist und der war und der kommt, der Allmächtige. In Vers 4 in Johannes – Verzeihung – Offenbarung 1 Vers 4 lesen wir: „Johannes an die sieben Gemeinden, die in Asia sind: Gnade sei mit euch und Friede von dem“ – und jetzt kommt genau die Formulierung – „der ist und der war und der kommt und von den sieben Geistern, eine bildliche Beschreibung des Heiligen Geistes und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen.“ Das haben wir letztes Mal uns angeschaut. Heißt also, dass der, der ist und der war und der kommt, ist nicht Jesus. Denn Johannes grüßt die Gemeinden von dem, der ist und der war und der kommt und von den sieben Geistern und von Jesus Christus. Und das gibt uns eigentlich nur eine Schlussfolgerung: Dann der, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige, ist Gott der Vater. Es ist also in Offenbarung 1 Vers 8 Gott der Vater selbst, der sagt, er ist die Archē, der Anfang und das Ende.

[33:51] Und das ist interessant. Wir können also, wenn jemand behaupten würde, Jesus hat einen, weil er nennt sich in Offenbarung 3 Archē, der Anfang, dann müssten wir ja auch sagen, dass Gott der Vater einen Anfang hat, denn er selbst sagt auch, dass er der Anfang und das Ende ist. Aber diese Verse sagen eben nicht, dass Gott einen Anfang hat, sondern dass er der Anfang ist.

[34:28] So wie Gott der Vater der Anfang ist, derjenige, der alles beginnen lässt. In dem Sinne ist Jesus der Anfang der Schöpfung Gottes. Was immer geschaffen worden ist, durch Jesus seinen Anfang bekommen. Gott der Vater selbst wird hier der Anfang genannt und auch das Ende.

[34:59] Natürlich. Und nicht nur hier, auch in Offenbarung 21 und dort Vers 6. Offenbarung 21 Vers 6. Dort heißt es in Vers 5: „Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu.“ Und er sprach zu mir: „Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss.“ Auch wieder treu und wahrhaftig, ja, das sind die gleichen Worte wie bei der treu und wahrhaftige Zeuge. Vers 6: „Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst.“ Auch Offenbarung 21 Vers 6 hat genau dieselbe Idee: Gott der Vater ist der Anfang.

[35:59] Und dann ist es interessant, in das nächste Kapitel zu gehen, in Offenbarung 22 und dort Vers 12: „Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird.“ Und ich glaube, das ist ganz eindeutig, dass das hier Jesus ist, denn er sagt immer wieder: „Ich komme bald.“ Vers 13: offensichtlich immer noch Jesus: „Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte.“ Das, was in Offenbarung 1 Vers 8 und offensichtlich in Offenbarung 21 Vers 6 auf den Vater gemünzt wird, nämlich, dass er der Anfang ist, bezieht sich hier auf Jesus.

[36:49] Jesus ist der Anfang, so wie Gott der Vater der Anfang ist, so wie Gott der Vater Schöpfer ist und deswegen über alles herrscht, so ist Jesus Schöpfer und herrscht über alles. Jesus ist genauso der Anfang wie Gott der Vater der Anfang ist.

[37:21] Lesen wir noch Kolosser Kapitel 2 und dort Vers 10. Und das passt hier sehr gut in dieses Studium hinein. Kolosser 2 und dort Vers 10. Es heißt hier: „Und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm.“ Da geht es wieder um Jesus. Denn das heißt in Vers 9: „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm, der das Haupt jeder Herrschaft (Archē) und Gewalt (Exousia) ist.“ Das Haupt jeder Herrschaft. Jesus ist das Oberhaupt über jedes Archē. Wenn er also sagt: „Ich bin der oder das Archē, die Archē der“ – weiß gar nicht, was das jetzt im Griechischen für Geschlecht ist, ist egal. Er ist der Anfang, das Haupt über alle anderen. Er ist die Herrschaft über alle anderen Herrschaften sozusagen. Und deswegen glaube ich, ist es ist es wichtig, dass wir hier sehen, dass bei dem Begriff „Ursprung der Schöpfung Gottes“ es um mehr geht als einfach nur die Tatsache, dass mit ihm alles losging. Weil mit ihm alles losging, weil er der Schöpfer ist, sowohl der der ungefallenen Welten als auch dieser Welt, ist er auch der Herrschende. Und ich glaube, das kann man gar nicht hier in dem Fall von Jesus auseinanderhalten. Das gehört beides zusammen. Es geht um seinen Rang, seinen höchsten Rang, seine Regierung, weil er der Schöpfer ist. Und das erinnert uns natürlich auch so ein bisschen an die dreifache Engelsbotschaft. Da kommen wir gleich noch drauf zu.

[39:04] Also, wir haben Kolosser 2 Vers 10: Jesus ist das Herrschaft und zwar Archē. Was immer es an Archē gibt in dieser Welt, Jesus ist das Haupt davon. Und da sehen wir also eigentlich ein ganz ganz kohärentes, zusammengehöriges biblisches Bild: Jesus ist der Schöpfer dieser Welt und deswegen ist er auch der Herr dieser Welt.

[39:44] Nun, was heißt das jetzt praktisch für die Gemeinde Laodizea? Nun, das heißt eine ganze Menge. Es erinnert uns daran, dass Jesus der Schöpfer ist und erinnert uns daran auch, wie er die Welt geschaffen hat. Wir alle wissen, auf Mose 1 heißt es: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Vers 2: „Und die Erde war wüst, aber die Erde war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe.“ Und dann heißt es: „Und der Geist Gottes schwebt über den Wassern. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.“ Durch Gottes Wort ist alles entstanden, was entstanden ist. Psalm 33 sagt das ganz deutlich, Vers 6: „Die Himmel sind durch das Wort des Herrn gemacht und ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes.“ Vers 9: „Denn er sprach, und es geschah. Er gebot, und es stand da.“ Wir haben schon gelesen in Johannes 1 Vers 1 bis 3, dass alles durch Jesus entstanden ist, der sogar das Wort Gottes genannt wird. Jesus will also die Gemeinde Laodizea darauf aufmerksam machen, dass alles, was entsteht, durch ihn, durch sein das Wort Gottes entsteht. Wenn es also etwas gibt, was in unserem Leben existieren sollte, aber noch nicht existent ist, und wir werden in der Gemeinde Laodizea einiges finden, wo Jesus sich wünscht, dass es in unserem Herzen da wäre, aber noch nicht da ist, dann dürfen wir wissen: Was auch immer in die Existenz gerufen werden muss, Jesus kann es tun. Er ist der Schöpfer. Was immer noch nicht da ist, durch sein Wort kann es in die Existenz kommen. Gott gibt uns in der Laodizea Botschaft nicht eine niederschmetternde Diagnose, um dann zu sagen: „Jetzt streng dich mal ein bisschen mehr an!“, sondern bevor er die Diagnose gibt, zeigt uns Jesus, dass, was immer auch fehlen mag, er durch sein Wort sofort in die Existenz rufen kann.

[41:40] In Jesaja 55 und dort in Vers 10 und 11 heißt es passenderweise: „Denn gleich wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst, genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht.“ Ja, das ist, woraus wir leben sollen nach Matthäus 4 Vers 4. „Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe.“ Gott verspricht, dass sein Wort das tut, was es sagt. Wir müssen also die Laodizea Botschaft nicht als eine äußerliche Beschreibung nur lesen oder eine Handlungsanweisung, sondern als genau das, was Gott in uns tun kann. Das Wort, das wir dort lesen, die Verse, die wir dann studieren werden in den nächsten Wochen und Monaten, die kann Gott, weil sie Gottes Wort sind, in uns sofort erfüllen, wenn wir es möchten, wenn wir es zulassen, wenn wir unser Herz aufmachen für die Kraft des Wortes Gottes. Es ist eine unglaublich wunderbare und schöne Botschaft. Gott kann uns wieder neu schaffen. In Jesus haben wir gesehen, findet jede Verheißung ihr Ja und Amen. Und durch Jesus kann in unserem Herzen all das geschaffen werden, was Jesus dort sehen möchte. In 2. Korinther Kapitel 4 und dort Vers 6 heißt es: „Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten.“ Das war Jesus, der gesagt hat: „Es werde Licht!“ Er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“ Das, was dann am ersten Tag der Schöpfung passiert, und ich würde schlussfolgern, auch die nächsten Tage der Schöpfung, das kann in unserem, das soll, das muss in meinem Herzen und in deinem Herzen passieren. 2. Korinther 5 Vers 17: „Darum ist jemand in Christus, so ist er was? So ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden.“ Die Gemeinde Laodizea wird daran erinnert, dass Jesus alles geschaffen hat und deswegen auch Herr über alles ist, weil er der Ursprung ist. Er ist der, der alles begonnen hat, und zwar nicht nur die physische Welt, sondern auch meinen Glauben. Er hat es angefangen, er ist in der Lage, es zu vollenden, nicht weil ich mich so angestrengt habe, sondern weil es seine Schöpfung ist.

[44:19] Wir brauchen ein neues Herz. In Psalm 51 und dort Vers 10, Vers 12, Verzeihung. Psalm 51 Vers 12: David betet: „Erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz und gib mir von Neuem einen festen Geist in meinem Innern.“

[44:52] Laodizea, das werden wir sehen in den nächsten Wochen und Monaten, braucht ein neues Herz. Es reicht nicht einfach nur sich ein bisschen mehr anzustrengen. Laodizea braucht ein neues Herz. Und bevor Jesus sagt, was verkehrt ist und was Laodizea braucht, sagt er, dass er der Schöpfer ist und all das erschaffen kann. Denn wir lesen in Hesekiel 36, dass Gott genau das tun möchte. Er möchte uns ein neues Herz geben. Hesekiel 36 und dort Vers 26 und 27: „Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut.“

[45:45] Ein neues Herz möchte Gott mir schenken, und ich habe in meinem Leben erlebt, dass Gott das tut. Er schenkt ein neues Herz. Wir können uns nicht durch Anstrengung es verdienen, wir können uns nicht Stück für Stück besser machen, aber wir können täglich Gott darum bitten, dass er uns ein neues Herz schenkt und das neue Herz bewahrt. Erlösung ist Neuschöpfung. Wir haben gesehen: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung. Deswegen müssen wir die Schöpfung verstehen, um die Erlösung zu verstehen. Epheser 2 Vers 10 macht ganz deutlich. Epheser 2 Vers 8: „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben, und das nicht aus euch. Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu was? Zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“

[46:41] Wir werden sehen, dass Jesus der Gemeinde Laodizea sagt: „Ich kenne deine Werke.“ Die Frage ist: Sind es Werke, die wir selbst getan haben und die letztendlich immer unbrauchbar sind vor Gott? Oder sind es die Werke, die Gott bereits geschaffen hat, damit wir in ihnen

[47:01] geschaffen hat, damit wir in ihnen wandeln. Es wird in Laodizea um die Werke gehen, aber es wird nicht darum gehen, dass wir uns einfach ein bisschen mehr anstrengen. Es wird darum gehen, ob wir bereit sind, dass Jesus nicht nur der Schöpfer dieser Welt, sondern auch der Schöpfer meines Herzens sein darf.

[47:23] Und vielleicht ist es kein Zufall, dass, gerechnet in der Zeit von Laodizea seit 1844, seit dem Gericht, der Satan versucht, nicht nur das Evangelium zu untergraben, sondern auch die Schöpfungsbotschaft durch die Evolutionstheorie. Denn wenn die Schöpfung nicht wahr ist, dann ist auch die Botschaft an Laodizea hinfällig. Denn wenn Jesus gar nicht der Schöpfer ist, wie er in der Bibel beschrieben ist, dann kann er auch die Dinge uns nicht geben, die hier in Offenbarung 3 Vers ab Vers 14 beschrieben werden.

[48:09] Die Effektivität, die Wirkung sozusagen der Botschaft an Laodizea auf die Endzeitgemeinde hängt davon ab, wie treu sie auch zur Schöpfungslehre steht und glaubt, dass Gott tatsächlich diese Welt in sechs Tagen geschaffen haben kann durch sein Wort.

[48:29] Glauben wir, dass Gottes Wort schöpferische Kraft hat? Die Evolutionstheorie ist Satans Angriff, um das zu untergraben. Und wir sehen, dass er all die Dinge, die Jesus hier über sich selbst sagt, versucht anzugreifen. Er versucht auch das Vertrauen in Gottes Wort zu untergraben. Er versucht, den Menschen einzureden, dass nicht alles im Wort Gottes inspiriert sei. Wenn das wahr wäre, dann wäre Jesu Verheißung, dass er der Amen ist für jede Verheißung, dann wäre das untergraben. Denn dann gäbe es Verheißungen, auf die wir uns nicht mehr berufen können.

[49:03] Genauso versucht der Satan, dass wir das Gericht Gottes vernachlässigen, nur noch von einer selbstkonstruierten Liebe sprechen, aber nicht mehr vom Gericht Gottes. Und das würde bedeuten, dass auch ein Sünder mit seiner Sünde in den Himmel kommen würde. Und auch das ist ein Angriff auf das, was hier in Offenbarung 3 Vers 14 steht. Denn wir haben gesehen, Jesus wird die Wahrheit sagen. Wir sehen also, dass von verschiedenen Seiten Satan versucht, die Laodizea-Botschaft unschädlich zu machen aus seiner Sicht. In Wirklichkeit ist sie aber die Kraft Gottes, und wir müssen uns dafür hüten, diesen Schlingen zum Opfer zu fallen.

[49:40] Ganz am Ende möchte ich noch ganz kurz darauf hinweisen, dass es hier eine interessante Parallele gibt zwischen Offenbarung 3, der Laodizea-Botschaft, und Offenbarung 14, der dreifachen Engelsbotschaft, jedenfalls in den ersten Versen, Vers 6 und 7.

[50:04] Wir haben ja gesehen, Jesus nennt sich der Amen. Und das bedeutet, dass jede Verheißung in ihm das Ja und Amen findet, dass er die Garantie ist, dass wir Gottes Wort halten können, dass nicht wir nur Amen sagen müssen, sondern vielmehr er Amen sagt zu jeder Verheißung, zu jedem Gebot, das wir in ihm halten können.

[50:26] In der dreifachen Engelsbotschaft heißt es: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre." Was, wenn man den Parallelbericht anschaut in Prediger 12 Vers 13, 14, bedeutet, dass wir seine Gebote halten. Mit anderen Worten, wir haben den Auftrag, der Welt zu sagen: "Fürchtet Gott, haltet seine Gebote, stellt ihn an die erste Stelle in eurem Leben, weil er euch lieb hat." Und die Laodizea-Botschaft sagt uns, wie das möglich ist, alle Gebote zu halten, alle Verheißungen Anspruch zu nehmen, weil sie in Jesus ihr Ja und Amen finden.

[51:12] Dann haben wir in der dreifachen Engelsbotschaft die Botschaft, dass die Stunde seines Gerichtes begonnen hat. Und was sagt Jesus der Gemeinde Laodizea? Er sagt: "Ich bin der treue und wahrhaftige Zeuge." Ein Zeuge tritt wo auf? Vor Gericht. Wir sehen also, wie diese Dinge zusammenhängen.

[51:41] Und jetzt wird es ganz offensichtlich, denn er sagt ja der Gemeinde Laodizea: "Ich bin der Arch, der Ursprung." Man könnte vielleicht übersetzen, ja, das kann man im Deutschen gar wiedergeben, der, der alles ins Rollen gebracht hat, der alles geschaffen hat und deswegen über alles herrscht. Der Ursprung, der Arche der Schöpfung Gottes. Und was sagt der erste Engel dann zum Schluss? "Betet den an, der gemacht hat Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen." Betet den Schöpfer an. Jesus sagt: "Ich bin der Schöpfer." Wir sollen Jesus anbeten.

[52:22] Und hier ist vielleicht die Parallele am allerdeutlichsten sofort auch sichtbar. Die dreifache Engelsbotschaft fordert uns auf, Jesus als den Schöpfer – da hängt ja auch der Sabbat mit dran – der Welt bekannt zu machen. Aber dazu muss auch die Gemeinde, die diese Botschaft predigen soll, selbst es annehmen, dass Jesus Schöpfer ist. Denn wie sollen wir anderen Menschen erklären, dass er die Welt in sechs Tagen geschaffen hat, wenn wir nicht einmal glauben, dass er uns ein neues Herz erschaffen kann?

[52:49] Und ich glaube persönlich, es ist die Erfahrung der Wiedergeburt: Wenn wir erleben, dass Gott unser Herz neu macht, dass wir dann auch ohne Probleme akzeptieren werden im Glauben, dass Gott diese Welt in sechs Tagen geschaffen hat durch sein Wort, weil wir es erlebt haben in unserem eigenen Herzen.

[53:08] Und es ist natürlich gut und wichtig, dass wir auch mit naturwissenschaftlichen Argumenten und Gedanken auch auf der intellektuellen Ebene über das Thema Schöpfung und Evolution sprechen. Aber letztendlich der Kern der Sache liegt hier: Wenn Jesus Schöpfer ist meines Herzens, oder anders gesagt, wenn Jesus Schöpfer dieser Welt ist und dadurch Herr dieser Welt, dann folgt daraus, dass, wenn er der Schöpfer meines Herzens ist, er dann auch der Herr meines Herzens sein muss.

[53:42] Die dreifache Engelsbotschaft geht also nicht nur an die Welt, sie geht auch an uns, die wir sie verkündigen. Wir können nicht etwas verkündigen, was wir selbst nicht predigen. Man könnte fast sagen, dass die Laodizea-Botschaft Jesu Hinweis ist, dass wir das, was wir anderen in der dreifachen Engelsbotschaft sagen, bisher selbst nicht richtig umgesetzt haben.

[54:04] Du siehst, es gibt noch viele Facetten in der dreifachen Engelsbotschaft, die vielleicht zu wenig nachgedacht wird. Die dreifache Engelsbotschaft als ein Aufruf Jesu, endlich die Botschaft, die wir nach außen geben, auch nach innen in unser eigenes Leben, in unsere eigene Familie, unsere eigenen Gemeinden hineinzulassen und dort anzuwenden. Und ich glaube, man muss da nicht viel zu sagen: Wenn diese Botschaft in unserem Leben ihre Wirkung tut, dann werden wir mit Selbstverständlichkeit die dreifache Engelsbotschaft in der ganzen Welt verkündigen. Die Erde wird erleuchtet werden mit der Herrlichkeit Gottes.

[54:40] Und die Kraft des Evangeliums, von der Paulus in Römer 1 Vers 16 spricht, wenn er sagt: "Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Denn es wird daran geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben." Weil Gottes Wort schöpferische Kraft hat. Diese Kraft brauchen wir in unserem Leben, und die wird dann der dreifachen Engelsbotschaft die Kraft in der Mission geben.

[55:10] Wollen wir, dass Gott uns durch Jesus ein neues Herz schaffen darf, neue Gedanken, neue Empfindungen, eine neue Priorität, dass er der Schöpfer und der Herrscher unseres Herzens sein darf und dass wir unseren Beitrag dazu leisten, dass er auch der Schöpfer und Herrscher in unserer Familie ist und in unserer Gemeinde ist?

[55:48] Ist das dein Wunsch? Dann lass uns gemeinsam noch niederknien für ein Abschlussgebet.

[55:59] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast und danke, dass wir es verstehen dürfen und dass du so gut zu uns bist. Herr, wir möchten heute und hier uns neu dafür entscheiden, dass du unser Herz neu schaffen sollst, dass es nicht nur ein bisschen verbessert wird, ganz neu gemacht wird durch die Kraft deines Wortes, dass du uns neue Gedanken schenkst, neue Wünsche, eine neue Motivation. Und dass wir dann in den Werken im Alltag gehen, die du zuvor schon geschaffen hast, dass wir durch den Glauben leben. Herr, das möchten wir dich bitten und danken, dass du es erfüllen wirst, denn du hast gesagt, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird. Dafür möchte ich dir persönlich danken für mich und für jeden, der dieses Video jetzt sieht. Im Namen Jesu. Amen.

[57:01] Damit verabschieden wir uns für heute. Beim nächsten Mal werden wir dann zum nächsten Vers übergehen und die Laodizea-Botschaft weiter studieren. Ich wünsche euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium der Offenbarung. Gott sei mit euch.

[57:25] [Musik] Amen.


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