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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ beleuchtet Christopher Kramp Offenbarung 3:17 und Jesu Botschaft an die Gemeinde Laodizea. Er konzentriert sich auf den Begriff „arm“ und erklärt, dass es sich hierbei um geistliche Armut handelt, die aus Nachlässigkeit im Glauben entsteht. Anhand biblischer Beispiele wird verdeutlicht, dass die größte Gefahr nicht das Armsein selbst ist, sondern die fehlende Erkenntnis darüber, die den Weg zu Gottes Hilfe versperrt.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:48] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir sind mittendrin in einem sehr bewegenden und tiefgehenden Studium der Botschaft von Jesus an Laodizea, mit anderen Worten, der Botschaft, die jeden Gläubigen in dieser Zeit ganz besonders interessieren sollte. Jesus spricht zu seiner Endzeitgemeinde und er hat uns Wichtiges zu sagen: Ermutigendes, aber auch Ernüchterndes, Herausforderndes und auch Heilsames. Und wir möchten heute weitermachen in Offenbarung 3 Vers 17. Wir sind dabei, die verschiedenen Begriffe zu studieren, mit denen Jesus den geistlichen Zustand seiner Gemeinde beschreibt. Damit wir das nicht nur als Information wahrnehmen, sondern tatsächlich Gottes Geist zu meinem und zu deinem Herzen sprechen kann, möchten wir Gott einladen, dass er unser Studium in besonderer Weise segnet. Und wenn es dir möglich ist, dann lade ich dich ein, dass wir dazu zu Beginn niederknien.

[2:19] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort tief in unsere Herzen hineindringst, die Lichtstrahlen deiner Gerechtigkeit die tiefsten Kammern unserer Seele erleuchten. Herr, wir möchten dir danke sagen, dass du jetzt durch dein Wort, durch deinen Heiligen Geist zu jedem von uns reden kannst und möchtest. Herr, wir wollen dich nicht einladen, denn du bist schon gegenwärtig durch deinen Heiligen Geist. Wir wollen dich einladen in unser Herz, unser Denken, denn du wirst dort niemals mit Gewalt eintreten. Wir möchten, dass Du unser Gast bist und dass du dich wohlfühlen kannst. Herr, vergib uns unsere Schuld, reinige Du uns von allem, was dir nicht gefallen kann und sprich du jetzt durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[3:31] Wir sind in Offenbarung 3 und dort Vers 17. Jesus, der sich seiner Gemeinde, der Gemeinde Laodizea, als der Amen vorgestellt hat, als derjenige, in dem sich jede Verheißung Gottes erfüllt und der als der Gott des Amens alle Sorgen und Schwierigkeiten vergessen machen kann, als der treue und wahrhaftige Zeuge, der im Gericht die Wahrheit sagen wird und nicht über uns lügen wird, als der Ursprung der Schöpfung Gottes, als derjenige, der über allen ist, König der Könige und Schöpfer von allem, der uns auch ohne Probleme ein neues Herz schenken kann, wenn wir das wünschen. Er, der unsere Werke kennt, der sieht, dass so oft wir nicht Gottes Werke im Glauben tun, sondern mit unseren eigenen Werken versuchen, unseren eigenen Willen durchzudrücken und vielleicht damit noch Gott zu beeindrucken, was niemals funktionieren wird und kann. Er sieht, dass wir nicht kalt sind, weil wir uns ja doch schon irgendwo zu ihm bekennen, als Christen bezeichnen, zu seiner Gemeinde gehen und doch nicht heiß wie Apollos, der erfüllt vom Heiligen Geist, selbst wenn er nicht alles theologisch wusste, mit Feuer die Botschaft weitergab.

[5:05] Lau sind wir, entfernt von der Quelle, wo Jesus sich wünscht, dass die Quelle in uns ist, dass wir nicht abhängig sind von anderen, nicht abhängig sind von einem Ort und einer gewissen Zeit, um mal wieder geistlich zu erfrischen, sondern dass die Quelle in uns ist, weil wir Jesus in unserem Herzen haben. Wir haben gesehen, das Hauptanliegen Jesu bezüglich der Gemeinde Laodizea, wie es auch im Kolosserbrief deutlich wird, ist Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit. Gott wünscht sich, dass Jesus nicht nur an unseren Kirchentüren erwähnt wird, nicht nur in unseren Liedern besungen und in unseren Gebeten genannt wird, sondern dass er in unserem Herzen ist, unser Leben gestaltet, unser Leben durchdringt. Er wünscht sich, dass das Evangelium seine Kraft entfalten kann.

[6:08] Er warnt uns, dass wenn wir so sind wie die Israeliten, die sich Volk Gottes nannten, die Zehn Gebote kannten, das Wort Gottes hatten und doch so lebten wie die Heiden um sie herum und dann ausgespien wurden vom Land, dass auch genauso wir ausgespien werden, wenn wir uns Christen nennen und doch weltlich leben.

[6:39] Vers 17: "Denn du sprichst" – im Griechischen heißt es: "reich bin ich und reich bin ich geworden und nichts habe ich nötig." Das ist, wie wir denken. Wir denken, wir sind auf einem guten geistlichen Weg und das wird schon alles passen. Und Jesus sagt dir und mir, dass wir uns irren, und zwar nicht ein bisschen, dass da nicht noch ein bisschen geschliffen werden muss. Er sagt, wir brauchen eine echte, eine echte Umkehr.

[7:17] "Und du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt." Heute wollen wir über diesen Begriff "arm" nachdenken, das geistliche Armsein. Wir haben gesehen, was es bedeutet, elend zu sein, wenn man versucht, aus eigener Kraft Gottes Gebote zu halten und doch scheitert, weil das eigene Ich nicht mitgekreuzigt ist. Wenn man erbärmlich ist, wenn man nur in diesem Leben eine Hoffnung auf Jesus hat, aber keine Hoffnung auf das ewige Leben, wie es in 1. Korinther 15 zu dem Begriff "erbärmlich" erklärt wird.

[8:22] Diese beiden Begriffe, "elend" und "erbärmlich", sind so was wie die Überbegriffe, die allgemeinen Beschreibungen, die beschreiben einen Zustand im Allgemeinen, so wie der halbtotgeschlagene in Lukas 10 erbärmlich ist und der Samariter Erbarmen mit ihm hatte, weil der so erbarmungswürdig war. So sind wir geistlich halb totgeschlagen, wir sind erbärmlich, und deswegen hat Jesus Erbarmen mit uns. Er möchte uns heilen.

[8:58] Dieser allgemeine Zustand, dieser allgemeine Gesamteindruck, "elend und erbärmlich", wird jetzt noch durch drei Begriffe genauer erklärt: "arm, blind und entblößt." "Arm, blind und entblößt." Wir wollen heute über das Armsein nachdenken, das geistliche Armsein.

[9:32] Darum geht es hier in der Laodizea-Botschaft. Es geht nicht darum, dass Jesus möchte, dass wir mehr Geld haben, weil wir mit zu wenig Geld nicht erlöst werden könnten. Es geht hier nicht um die buchstäbliche Armut und den buchstäblichen Reichtum. Es geht hier um geistliche Armut und geistlichen Reichtum, genauso wie es auch um geistliche Blindheit und geistliche Nacktheit gehen wird.

[9:59] Fangen wir an mit einem berühmten Vers, den Jesus selbst gesagt hat in der Bergpredigt. Er begann seine Regierungserklärung sozusagen, in der er das Reich Gottes aus verschiedenen Perspektiven ausgeleuchtet hat, in der Bergpredigt mit den Seligpreisungen. Und die erste Glückseligpreisung ist in Vers 3: "Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel." Also eigentlich ist das keine schlechte Sache erst einmal. Wer geistlich arm ist, ist nicht aufgrund dessen ein hoffnungsloser Fall. Wer geistlich arm ist und das versteht, der ist bereits auf dem richtigen Weg. Denn wer geistlich arm ist, der ist offen für das, was ihn reich macht, wenn er es versteht.

[11:02] Jesaja, also wenn er versteht, dass er geistlich arm ist. Jesaja 61 und dort Vers 1. Auf das hat sich ja Jesus hier zweifelsohne bezogen. Jesaja 61 Vers 1: "Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, der Messias, den Armen frohe Botschaft zu verkünden. Er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzen sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen." Jesus kam, um den Armen das Evangelium zu predigen. Für die Armen ist das Evangelium gedacht. Nun, und damit wird ganz deutlich, dass wir nicht die materiell Armen gedacht sind, gemeint sind, denn Jesus hat dasselbe Evangelium auch dem Nikodemus gepredigt, der äußerst materiell gesehen reich gewesen ist, aber der genauso geistlich arm war, weil er nicht verstand, wie er erlöst werden kann.

[12:09] Wann immer ein Mensch weiß, dass ihm geistlich etwas fehlt, ist das Evangelium für ihn da. Das Evangelium ist für die geistlich Armen. Jesus kam als Arzt nicht zu den Gesunden, sondern zu den Kranken. Der Retter rettet nicht die, die in Sicherheit sind, sondern die, die in Gefahr sind. Das Evangelium wird nicht den Engeln im Himmel gepredigt, das Evangelium wird nicht den ungefallenen Welten gepredigt, sondern den Sündern, den Armen. Das Evangelium ist für Laodizea.

[12:52] Matthäus 11 und dort Vers 5. Jesus hat, als Johannes der Täufer im Gefängnis sich die Frage stellte, ob Jesus wirklich der Messias ist, diesen Punkt als eines der entscheidenden Erkennungsmerkmale des wahren Messias ausgedrückt. In Markus – Verzeihung – in Matthäus Kapitel 11 Vers 5, als Jesus auf die Frage: "Bist du derjenige, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?", dann antwortet Jesus in Vers 4: "Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr hört und seht. Jetzt kommt's: Blinde werden sehend und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote werden auferweckt und Armen wird das Evangelium verkündigt." Jesus macht das zu einem Erkennungsmerkmal seines Dienstes. Daran kann man Jesus und sein Wirken erkennen, dass für die Armen, die geistlich Armen, etwas Vorhandenes ist, es gibt das Evangelium, es gibt eine Lösung für Laodizea.

[13:58] Das einzige Problem, das Laodizea hat, ist nicht, dass es arm ist, sondern es nicht erkennt, dass es arm ist. Denn wenn Laodizea wüsste, dass es arm ist, könnte es einfach die Hände ausbreiten, beten und sagen: "Herr, hilf mir, ich brauche das Evangelium." Das Problem ist nicht, dass wir Sünder sind. Das Problem ist, dass wir oft unsere Sünde nicht einsehen und erkennen. Das Problem ist nicht, dass uns geistliche Kraft fehlt. Das Problem ist, dass wir glauben, dass wir geistlich stark sind.

[14:36] Denn wer glaubt, schon alles zu haben, der wird sich nicht darum bemühen, das zu bekommen, was er bekommen könnte, wenn er denn wüsste, dass er es bräuchte. Jesus steht vor der schwierigen Aufgabe, seiner Gemeinde deutlich zu machen, dass sie etwas braucht, von dem sie denkt, dass sie es eigentlich schon ganz gut hat. Das Evangelium, das wir der ganzen Welt verkündigen sollen, das brauchen wir selber, und zwar ganz dringend.

[15:10] Was heißt es in den Zeiten von Jesus, wenn jemand arm ist? Natürlich ist nicht jeder gleich arm und nicht gleich reich, und natürlich kann man das nicht pauschalisieren. Aber Armut konnte damals zur Zeit von Jesus wirklich dramatische Ausmaße annehmen. Wir können uns ein Beispiel anschauen von einer Frau, von der Jesus explizit sagte, dass sie arm ist. In Markus 12 und dort ab Vers 41 lesen wir. Markus 12 ab Vers 41: "Und Jesus setzte sich dem Opferkasten gegenüber und schaute zu, wie die Leute Geld in den Opferkasten legten. Und viele Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe, die legte zwei Schärflein ein, das ist ein Groschen. Wir werden gleich drüber nachdenken, was das in unserer Zeit sein könnte. Da rief er seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen. Jetzt sagt Jesus: "Wahrlich" – das bedeutet, was jetzt kommt, hat besondere Bedeutung – "wahrlich, Amen, ich sage euch, diese arme Witwe" – er betont noch einmal, dass sie arm ist – "diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten gelegt als alle, die eingelegt haben. Denn alle hatten Überfluss, denn alle haben von ihrem Überfluss eingelegt. Diese aber hat von ihrer Armut alles eingelegt, was sie hatte, ihren ganzen Lebensunterhalt."

[16:37] Nun, diese Geschichte ist für sich schon genommen eine unglaublich beeindruckende Geschichte, ein Zeugnis für den Glauben dieser Frau und ein Vorbild auch für uns, Gottes Werk nach Kräften zu unterstützen. An dieser Stelle wollen wir einfach aus einer anderen Perspektive einfach eine entscheidende Information für uns hier mitnehmen, oder eine interessante Information, nämlich: Was hat ein armer Mensch damals hier beispielhaft an der Witwe so zur Verfügung gehabt? Jesus sagt explizit, dass diese zwei Schärflein, die einen Groschen bilden, ihr gesamter Lebensunterhalt war, alles, was sie besaß. Versuchen wir kurz, uns das vorzustellen, was das bedeutet.

[17:23] Ein Schärflein, griechisch ein "Lepton", das ist die kleinste Münze im damaligen Geldsystem. Zwei davon hat sie gehabt. Das Ganze ist so viel wert wie ein Groschen, griechisch ein "Quadrans". Das ist eine griechische Wiedergabe eigentlich eines lateinischen Wortes, nämlich des Quadranten. Zwei Lepta sind also nach Markus ein Quadrans. Und jetzt kennen wir das römische Münzsystem einigermaßen ganz gut und können ein bisschen rechnen. Wir wissen, dass ein Denar ein Tageslohn ist. Und wenn wir jetzt – kann man jetzt verschiedene Maßstäbe ansetzen, aber wenn wir einfach mal einen Tageslohn von 80 € ansetzen würden, dann wäre ein Quadrans, also ein Groschen, 1,25 Euro.

[18:23] Das ist enorm wenig, wenn man damit sein Leben bestreiten möchte. 1,25 € – wie weit kämst du mit 1,25 €, wenn das alles wäre, was du auf deinem Konto hättest beziehungsweise in deiner Hand? Was könntest du dir noch leisten? Wie viel Tage könntest du damit überleben? 1,25 € – wie würde dein Leben aussehen, wenn du nur 1,25 € hättest? Nun, das ist nur eine Illustration. Natürlich hat nicht jeder Arme zur Zeit von Jesus und zur Zeit der Apostel exakt einen Quadrans zur Verfügung. Vielleicht gab es auch welche, die hatten ein bisschen mehr. Vielleicht gab es auch welche, die hatten ein bisschen weniger. Aber es soll zur Illustration dienen, um uns deutlich zu machen. Wir reden heute oft von Armut, wenn Leute immer noch viele Hunderte Euro zur Verfügung haben, aber halt nicht mehr ganz den Lebensstandard mitleben können, den andere in unserem Land haben. Und auch das ist schon tragisch, und auch das ist etwas, was man abstellen sollte. Aber das ist eine andere Definition von Armut. Das ist wirklich hier die Armut weit unter dem Katastrophalen.

[19:38] Könnte es sein, dass in Jesu Augen unser geistlicher Reichtum auch in 1,25 € bestehen, um es mal im Bild zu sagen? Wie weit kommt man mit 1,25 €? Wie viel Tage kann man davon überleben? Wie lange wird man davon satt? Unser geistliche Armut ist so groß, das ist lebensgefährlich.

[20:02] Jemand, der mit so viel Geld längere Zeit überlebt, der lebt ein miserables Leben und wird vielleicht kaum davor zurückschrecken, auch zu klauen oder von Abfällen zu leben. Damit kann man eigentlich auf Dauer nicht leben. Und das sieht Jesus auch für Laodizea. Unser geistlich Erspartes, unser geistliches Kapital ist erstaunlich gering.

[20:41] Und Jesus möchte uns für diese Tatsache sensibilisieren. Er möchte uns aufwecken und sagen: "Dieser Kontostand könnte sehr viel größer sein." Er sagte in Vers 8: "Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das dem Feuer geläutert ist, damit du reich wirst." Nicht nur 1,25 € reich. Vielleicht fragst du dich: "Ja, wie soll man mit 1,25 € Gold kaufen?" Eine interessante Frage. Wir werden demnächst über Vers 18 sprechen, aber so viel kann ich schon verraten: Jesus sagt in Jesaja 55, dass seine Geschenke, seine Güte, das, was er uns anbietet, gekauft werden muss, und zwar ohne Geld. Man muss sich dafür entscheiden, aber man darf es, man braucht nichts dafür bezahlen.

[21:29] Wie wird man geistlich arm? Schauen wir mal, was die Sprüche sagen, wie man mitunter physisch, also buchstäblich arm wird. Und das soll jetzt nicht verstanden werden, dass es in jedem Fall bei einem Menschen, der arm ist, immer so gewesen ist. Es gibt natürlich auch viele Fälle, in denen wir Armut erleben, für die wir nichts können. Ja, das ist also ohne jede Frage. Viele Menschen, die materiell arm sind, sind das, weil es außerhalb ihrer eigenen Möglichkeiten war, das zu ändern. Aber es gibt auch eine physische, eine materielle Armut, die mitunter selbstverschuldet ist, vielleicht sogar größtenteils selbstverschuldet ist. In Sprüche 10 Vers 4. Und es ist diese Art von selbstverschuldeter Armut, die auch eine gute Illustration bietet für die geistliche Armut, die Laodizea hat.

[22:17] Sprüche 10 Vers 4: "Eine nachlässige Hand macht arm, aber eine fleißige Hand macht reich." Wenn wir nachlässig sind in den geistlichen Dingen, nachlässig sind in unserer Morgenandacht, nachlässig sind mit unserem Besuch des Gottesdienstes, nachlässig sind mit der Familienandacht, nachlässig sind mit dem Zeugnisgeben, nachlässig sind mit der Zeit mit Gott im Bibelstudium, nachlässig sind mit der aktiven Arbeit in der Gemeinde für Jugendliche, für Kinder, für wen auch immer, nachlässig sind in unserem Zeugnis für Nachbarn – wenn wir nachlässig sind, werden wir geistlich arm.

[23:01] Die Gemeinde Laodizea fiel ja nicht einfach vom Himmel. Es ist die Gemeinde, die nach Philadelphia kam. Und bei Philadelphia war der geistliche Kontostand sehr viel besser. Das wird zwar nicht speziell von Reichtum gesprochen, aber wer die Gemeinde Laodizea kennt und studiert hat, der weiß, dort war der geistliche Reichtum sehr viel größer, auch wenn die Gemeinde selbst eher eine kleine Schar gewesen ist. Nachlässigkeit, Nachlässigkeit mit der prophetischen Botschaft, Nachlässigkeit mit dem Auftrag Jesu, Nachlässigkeit mit der persönlichen Andachtszeit – all das führt zur Armut Laodizeas.

[23:44] Sprüche 20 Vers 13 geht in eine ähnliche Richtung: "Liebe den Schlaf nicht, sonst wirst du arm. Tu deine Augen auf, so hast du zu essen genug." Wer den Schlaf liebt – hier ist nicht gemeint, dass man nicht schlafen sollte. Schlaf ist eine gute Sache und eine wichtige Sache. Wer zu wenig Schlaf hat, wird krank. Aber der Punkt ist, wenn man sozusagen über die Maßen schläfrig ist, wenn man faul ist, dann wird man auch arm. Es gibt auch geistlichen Schlaf. Denken wir an die zehn Jungfrauen, die eingeschlafen sind.

[24:34] Schläfst du geistlich? Bist du geistlich nachlässig? Dann ist es kein Wunder, dass wir auch geistlich arm sind und wir kaum Glaubenskapital haben, mit dem wir den Glaubenskampf, den Glaubensalltag, das Leben bestreiten können.

[24:51] Aber eigentlich ist das nicht schlimm, wenn man nicht viel hat, wenn man weiß, wo es Glaubenskapital zu bekommen gibt und wenn man dort auch hingeht und es in Anspruch nimmt.

[25:08] Verzeihung. Psalm 40 Vers 18. Dort ist eine interessante Aussage von David. Er sagt, und das sollte uns hier für Laodizea ganz besonders wichtig werden. Er sagt: "Bin ich auch elend und arm, für mich sorgt der Herr. Du bist meine Hilfe und mein Retter. Mein Gott, säume nicht!" Jemand, der weiß, dass er elend und arm ist, muss sich keine Gedanken machen, denn er kann zu Jesus gehen, der ihm alles gibt. David wusste, wenn ich elend und arm bin und das sehe, ist das kein Problem, wenn ich es kenne, denn Gott sorgt ja für mich. Er sorgt trotzdem für mich, auch wenn ich elend und arm bin, sodass ich nicht mehr elend und arm sein muss.

[26:11] Gott kann und möchte uns helfen. Psalm 70, ähnlicher Gedanke. Psalm 70 Vers 6. Wieder David. Er sagt: "Ich aber bin elend und arm." Und dann kommen folgende Worte: "Oh Gott, eile zu mir! Meine Hilfe und mein Retter bist du. Oh Herr, säume nicht!" Was muss Laodizea sagen? Was müsste Laodizea sagen, statt zu sagen: "Reich bin ich, reich bin ich geworden, nichts habe ich nötig"? Was müsste Laodizea sagen? Laodizea müsste genau das sagen, was David sagte, als er erkannte: "Ich bin elend und arm." Es müsste sagen: "Gott, eile zu mir! Oh Gott, eile zu mir! Oh Herr, säume nicht! Meine Hilfe und mein Retter bist du." Laodizea muss zu Gott flehen, reden. Laodizea muss zu Gott fliehen, bitten, dass Gott nicht länger säumt, sondern sofort Hilfe sendet. Und lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir um geistliche Hilfe bitten, dann kommt die Antwort garantiert. Gott verpasst es niemandem, der aufrichtig sein Elend und seine geistliche Armut spürt, zu helfen. Niemandem wird er, an niemandem wird er vorbeigehen.

[27:40] Schauen wir noch zu Psalm 109 und dort Vers 21 und 22. "Du aber, oh Herr, mein Herr, handle an mir um deines Namens willen. Deine Gnade ist gut, darum errette mich, denn ich bin elend und arm, und mein Herz ist verwundet", wörtlich "durchbohrt in meiner Brust". Auch unsere Herzen sind geistlich verwundet. Die Sünde macht unser Denken kaputt, sie macht unsere Emotionen kaputt, sie macht unser Herz, sie durchbohrt unser Herz. Aber obwohl wir elend und arm sind, wenn wir es erkennen, wissen wir, dürfen wir glauben: ist Hilfe nah. Gottes Gnade ist gut. Er wird Laodizea erretten, wenn Laodizea endlich einsieht, dass es elend und arm ist.

[28:47] Ich möchte schließen heute mit einem bemerkenswerten Text aus dem Neuen Testament in Lukas 14 und dort Vers 13. Ein Text, über den gar nicht so oft

[29:00] ein Text, über den gar nicht so oft gepredigt wird.
[29:03] Vielleicht heißt es in Lukas 14 ab Vers 12: "Er sagte aber auch zu dem, der ihn eingeladen hatte: Wenn du ein Mittags- oder Abendmahl machst, so lade nicht deine Freunde, noch deine Brüder, noch deine Verwandten, noch reiche Nachbarn ein, damit nicht etwa auch sie dich wieder einladen und dir vergolten wird. Sondern wenn du ein Gastmahl machst, so lade Arme, Krüppel, Lahme, Blinde ein. So wirst du glückselig sein, denn weil sie es dir nicht vergelten können, so wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten."

[29:46] Jesus sagt: Wenn du ein Gastmahl machst, dann tue etwas für jemanden, der es dir nie zurückzahlen kann. Wenn du jemanden, wenn du ein Festmahl machst, wenn du einlädst zu einem großen, deinem großen Mahl, lade die ein, die es nicht bezahlen können. Lade die ein, die auch niemals dir es zurückzahlen können. Lade die ein, für die es wirklich ein Akt der Gnade ist: die Armen, die Krüppel, die Lahmen und die Blinden.

[30:17] Warum bittet Jesus uns, dass wir, wenn wir ein Festmahl machen, die Armen und die Blinden einladen sollen, die es uns nicht zurückzahlen können? Warum tut das Jesus? Nun, eine Sache können wir ganz sicher sein, das können wir in der Bibel immer wieder sehen, das habe ich gelernt: Jesus bittet niemals uns etwas zu tun, was er nicht selbst vorher getan hat, was er nicht selbst bereit ist zu tun.

[30:42] Jesus selbst lädt ein zum Hochzeitsmahl in Offenbarung 19. Und dort, Offenbarung 19 ab Vers 7: "Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen und seine Frau hat sich bereit gemacht. Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend, denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen." Und jetzt kommt Vers 9: "Und er sprach zu mir: Schreibe: Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes." Das ist keine menschliche Meinung.

[31:37] Jesus lädt zum Hochzeitsmahl ein. Gott der Vater selbst lädt Menschen ein, beim Hochzeitsmahl des Lammes dabei zu sein. Nun, wen lädt Gott der Vater ein? Schauen wir in Vers 7 noch mal. Dort wird die Frau beschrieben, und wir alle kennen dieses Bild: Sie hat sich bereit gemacht, es wurde eine Leinwand gegeben, rein und glänzend. Sie hat sich bekleidet und hat sich vorbereitet. Sie ist fertig für die Hochzeit. Und vor unserem inneren Auge sehen wir die Braut, so wie sie jetzt ist beim Hochzeitsmahl: wunderschön, bereit, rein und glänzend.

[32:33] Aber an wen erging die Einladung? War diese Frau, von der wir aus der Bibel und überhaupt wissen, dass es sich um eine Frau handelt, um eine Gemeinde handelt – denn das können wir vielleicht ganz kurz hier nur einfügen der Vollständigkeit halber, 2. Korinther Kapitel 11 und dort Vers 2: "Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen." Die Frau, die einmal Jesus heiraten soll, hier ist die Gemeinde. Und ja, wenn das Hochzeitsmahl dann bereit ist, dann hat sie sich bereit gemacht, sie gekleidet in feine Leinwand. Aber wie sieht die Gemeinde jetzt aus?

[33:30] Wen lädt Jesus ein? An wen geht die Einladung? Nicht an die ungefallenen Welten, an die Engel, die niemals gesündigt haben. Sie geht an die Armen und an die Blinden, an die Lahmen und an die, die aus eigner Kraft nicht geistlich gehen können, die aus eigner Kraft immer stolpern werden, weil sie geistlich blind sind. An die, die geistlich nichts vorzuweisen haben. An die, die ihren eigenen Zustand ohne Gottes Hilfe nie erkennen würden, die blind sind. An dich geht die Einladung.

[34:06] Und Jesus sagt in Offenbarung 3 und dort Vers 20: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir."

[34:23] Jesus lädt die Gemeinde Laodizea, arm und blind und entblößt ist und erbärmlich und elend, wie sie ist, er lädt sie zum Festmahl ein. Und er weiß, sie werden es ihm nie vergelten können. Sie werden es nie zurückzahlen können. Sie werden nie sich revanieren können. Es ist eine reine Gnade. Er lädt dich und mich zum Hochzeitsmahl ein.

[34:47] Ja, wir sind arm, blind und entblößt, aber das muss nicht so bleiben. Jesus ist der Gott des Amens. Jesus ist der Ursprung der Schöpfung Gottes. Er kann uns ein neues Kleid geben. Er bietet uns Gold an, damit wir reich werden. Er bietet uns das Kleid seiner Gerechtigkeit an, damit wir nicht mehr entblößt sind. Er bietet uns Augensalbe an, dass wir geistlich wieder sehen können. Wir können in seiner Herrlichkeit, mit seiner Kraft, vorbereitet sein auf die Wiederkunft.

[35:14] Lieber Freund, liebe Freundin, das Entscheidende ist, dass wir heute verstehen, dass wir das brauchen. Wehe uns, wenn wir denken, wir sind schon schön angezogen, obwohl wir eigentlich nackt sind. Wehe uns, wenn wir denken, wir sind schon reich, wenn wir völlig arm sind und die Geschenke Jesu, die er uns macht, nicht annehmen.

[35:38] Jesus lädt die Armen ein, denn das Evangelium geht an die Armen.

[35:57] Was macht geistliche Armut aus? In Galater Kapitel 4 und dort Vers 9: "Jetzt aber, da ihr Gott erkannt habt, ja viel mehr von Gott erkannt seid, wieso wendet ihr euch wiederum den schwachen und armseligen – hier steht das Wort Armen – den armen Grundsätzen zu, denen ihr von neuem dienen wollt?"

[36:29] Hier gibt es Grundsätze, das heißt, es gibt hier religiöse Prinzipien, die ein Ausdruck geistlicher Armut sind. Was war das Problem der Galater?

[36:42] Schauen wir in Galater 1 und dort Vers 6 bis 9: "Mich wundert, dass ihr euch so schnell abwenden lasst von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, zu einem anderen Evangelium, während es doch kein anderes gibt. Nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen. Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden, als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht. Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wiederum: Wenn jemand euch etwas anderes als Evangelium verkündigt, als das, welches ihr empfangen habt, der sei verflucht."

[37:24] Was sind also diese Gründe? Warum ist seine Gemeinde arm, wenn sie das wahre Evangelium aufgibt und ein falsches Evangelium annimmt?

[37:36] Galater 6 und dort Vers 11 bis 14. Auch am Ende kommt Paulus noch einmal auf das Problem der Galater zu sprechen. Vers 11: "Seht, mit welchen großen, mit welch großen Buchstaben ich euch geschrieben habe mit eigener Hand. Alle – jetzt kommt's – die im Fleisch wohl angesehen sein wollen, nötigen euch, dass ihr euch beschneiden lasst, nur damit sie nicht um des Kreuzes Christi willen verfolgt werden. Denn nicht einmal sie selbst, die sich beschneiden lassen, halten das Gesetz, sondern sie verlangen, dass ihr euch beschneiden lasst, damit sie sich eures Fleisches rühmen können. Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt."

[38:18] Die Galater haben auf jene Irrlehrer gehört, die ihnen weismachen wollten, dass bestimmte, besondere Unterscheidungslehren aufgegeben werden sollten, damit es keine Verfolgung mehr gibt. Es gab ja so viele jüdische Richtungen, und sie alle hatten Gemeinsamkeiten. Und wenn man sich auf die Gemeinsamkeiten konzentrieren würde, so war die Logik der Irrlehrer, dann würde die Verfolgung der Christen aufhören. Stattdessen sollte man jetzt lieber Dinge beiseitelassen, die die Verfolgung immer noch – also weswegen man verfolgt wird – nämlich die Lehre vom Kreuz, was damals absolut, was heute noch die gegenwärtige Wahrheit war und ist, aber damals das Unterscheidungsmerkmal zu allen anderen Richtungen, die es gab.

[39:17] Die Galater wurden verführt zu einer Ökumene sozusagen mit anderen jüdischen Richtungen und haben dabei die gegenwärtige prophetische Wahrheit für ihre Zeit – dass der Messias gekommen ist, dass er gekreuzigt worden ist, auferstanden ist, dass er jetzt im Heiligtum dient – all das haben sie in den Hintergrund geschoben und wollten wieder zurück zu einem Glauben, der den anderen Richtungen, den Pharisäern und Sadduzäern, entspricht, aber wo diese Unterscheidungslehre keine Rolle mehr spielte.

[39:46] Haben wir heute noch eine gegenwärtige Evangeliumswahrheit? In Offenbarung 14, da finden wir auch das Evangelium, das Laodizea braucht. Offenbarung 14 ab Vers 6: "Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf der Erde wohnen, und zu jeder Nation und jedem Volksstamm und jeder Sprache und jedem Volk. Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichtes ist gekommen. Und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat." Dann wird bis Vers 12 dieses ganze Endzeit-Evangelium beschrieben, das kein neues Evangelium ist, sondern eine Zusammenfassung all der entscheidenden biblischen Wahrheiten, die das Evangelium ausmachen, formuliert so, dass es den direkten Erfordernissen der Endzeit entspricht mit den prophetischen, gegenwärtigen Wahrheiten.

[40:49] Unterscheidungslehren: 1844, das Untersuchungsgericht, Gehorsam den Geboten Gottes gegenüber aus Liebe zu ihm, ein Lebensstil, der Gott Ehre gibt, der Sabbat, der Fall der anderen Kirchen, die als Babylon bezeichnet werden, die Warnung vor dem Sonntagsgesetz. Und wir könnten viele andere Dinge hier aufzählen, die entscheidend hier in dieser Botschaft enthalten sind.

[41:14] Was wird passieren, wenn wir das tun, was die Galater damals angefangen haben zu tun? Wenn wir diese prophetischen Unterscheidungslehren beiseiterücken, nur damit wir mit den anderen Richtungen, die es gibt, wieder mehr so in eine Ökumene kommen, damit wir nicht angefeindet werden, werden wir dann nicht auch wieder arme Grundsätze beachten? Werden wir da nicht auch geistlich arm sein?

[41:47] Könnte es sein, dass Laodizea deswegen im Vergleich zu Philadelphia arm geworden ist, weil es das Evangelium, das Laodizea braucht, das Philadelphia empfing – die Adventbotschaft – mehr und mehr an die Seite rückt und denkt, dass alles okay ist und nichts ist okay? Die geistliche Armut ist für Gott ganz deutlich sichtbar.

[42:23] Aber hier kommt die gute Nachricht: Wenn das der Zustand ist, dann lasst uns heute erkennen, dass es uns so geht. Lasst uns heute erkennen, dass wir als Gemeinde Gottes das Evangelium brauchen, und zwar das Endzeit-Evangelium. Lasst uns zu Jesus gehen. Lasst uns das Evangelium, das er uns geschenkt hat, auf uns selbst annehmen. Lasst uns Jesus als unseren Retter anrufen und lasst uns diese Verheißung in Anspruch nehmen, dass wir, obwohl wir elend, blind, arm, erbärmlich sind, dass wir eingeladen sind zum Festmahl, dass Jesus vor unserer Tür steht und mit uns dieses Festmahl halten möchte, dass er uns alles schenken möchte, was man braucht, um dort bei diesem Festmahl standesgemäß zu erscheinen.

[43:08] Wir müssen nicht arm bleiben. Wir müssen erkennen, dass wir arm sind und Jesus um Reichtum bitten. Möchtest du das heute tun? Möchtest du aufhören, dich selbst zu belügen, und möchtest du mit Demut, aber mit Ausdauer Gott bitten, dass er dich rettet? Ich möchte das tun und ich danke Gott für all das, was er schon getan hat. Ich glaube, ich glaube, Gott ist dabei, Laodizea aufzuwecken. Ich glaube, es ist sein größter Wunsch. Möchtest du dabei sein? Wollen wir noch gemeinsam mit einem Gebet abschließen?

[43:50] Lass uns dazu niederknien. Lieber Vater im Himmel, Herr, du hast zu uns gesprochen, und dafür danke ich dir von ganzem Herzen, dass dein Wort so eine Kraft hat. Herr, ich möchte dich bitten, dass du mir zeigst, wie arm ich bin und wie reich ich sein kann durch dich. Wie wenig ich alleine kann und wie viel ich mit dir kann. Wie hoffnungslos mein Fall ist, wenn ich auf mich selbst gestellt bin, und wie hoffnungsvoll mein Fall ist, wenn ich mich auf dich stelle. Wie verloren ich bin, wenn ich auf mich schaue, und wie gerettet ich bin, wenn ich auf dich schaue. Herr, mach mir das jeden Tag bewusst und jedem, der dieses Video sieht, und schenk uns die Gelegenheiten, vielen anderen davon zu berichten, unsere Erfahrung mit dir weiterzugeben, in deiner Kraft zu leben, das Gold und das Gewand und die Augensalbe anzunehmen. Von ganzem Herzen bitten wir das im Namen Jesu. Amen.


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