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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge des Offenbarungsseminars widmet sich Christopher Kramp dem Aufruf zur Buße in Offenbarung 3,19c. Er beleuchtet, wie Buße ein Kernelement des Evangeliums ist, das von Johannes dem Täufer über Jesus bis zu den Aposteln gepredigt wurde. Kramp erklärt, dass wahre Buße eine Herzensangelegenheit und ein Umdenken ist, das nicht aus eigener Kraft, sondern als Geschenk Gottes durch seine Liebe und Güte erfahren wird. Er ermutigt dazu, mit allen Sünden zu Jesus zu kommen, da er die notwendige Feindschaft gegen die Sünde und die Trauer darüber schenkt.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:47] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt und dass wir gemeinsam weiter studieren können in dieser so wichtigen Botschaft Jesu an die Gemeinde Laodizea, die – das kann ich ganz persönlich sagen – mein Herz sehr stark berührt hat in den letzten Monaten. Und ich glaube, es gibt noch einiges Großartiges zu entdecken, auch in den Versen, die noch vor uns sind. Wir wollen heute den letzten Teil aus Offenbarung 3 Vers 19 betrachten. Wir wollen heute über die Buße sprechen, die Jesus uns aufträgt. Und damit wir dieses Thema wirklich verstehen und erleben, dass es nicht nur dazu führt, dass wir theoretisch die Notwendigkeit der Buße erleben, sondern dass wir wirklich in unserem Leben Buße tun, dazu brauchen wir den Heiligen Geist, der uns überführt und der uns die Wahrheit zeigt und der uns an die Worte von Jesus erinnert und uns erfüllt und sein Gottes Gesetz in unser Herz schreibt. Wir möchten Gott einladen, dass er in den kommenden Minuten in besonderer Weise unser Lehrer ist und wollen dazu, wo es möglich ist, niederknien.

[2:09] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dich Vater nennen dürfen, und danke, dass du jetzt in deinem Wort uns Schätze zeigen möchtest, Schätze ausbreiten möchtest, von denen wir kaum träumen, Herr. Wir möchten dich bitten, dass die kommenden Minuten ein Festmahl sind, wo wir deine Botschaft, die Kraft und Schönheit deines Charakters, des Evangeliums, so verstehen, dass es wirklich unser Herz berührt und uns ermutigt und stärkt, den richtigen Weg einzuschlagen. Dass wir überführt werden von Dingen, die uns wegziehen von dir, die uns trennen wollen von dir, Herr. Dass wir unsere Sünden erkennen und zu dir, Herr Jesus, bringen, der du am Kreuz von Golgatha dafür gestorben bist, dass wir sie vergeben bekommen, dass wir loswerden von diesen Sünden, dass du uns heiligst und wir sie überwinden können. Herr, ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass du bei dem Thema der Buße zu mir persönlich und zu jedem von uns sprichst und dass dein Wort all seine Kraft entfaltet, die du hineingelegt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[3:32] Offenbarung 3 Vers 19: „Alle, die ich lieb habe, die überführe und züchtige ich.“ Wir haben gesehen, dass Jesus die Botschaft an Laodizea deswegen gibt, weil er uns liebt. Aller Tadel kommt von Jesus, weil er möchte, dass es uns besser geht. Alle Erziehung deswegen, weil er ein Ziel vor Augen mit uns hat. Jesus überführt uns und er erzieht uns in der Laodizea-Botschaft, weil er dich und mich liebt. Und weil das so ist, weil seine Liebe – das letzte Mal schon aufgeschrieben – weil seine Liebe zu diesem Tadel und der Erziehung führt, ist unsere Reaktion, dass wir eifrig sein sollen. Wir haben letztes Mal über diesen Eifer gesprochen, dass wir einen Eifer von Gott uns schenken lassen, die Sünde aus unserem Leben zu entfernen. Wir haben gesehen, das soll keine spontane Reaktion sein, die kurz auflammt, sondern eine beständige Haltung soll unserem Leben Gestalt gewinnen, dass wir entschieden uns gegen die Sünde wenden, entschieden die Sünde aus unserem Leben entfernen wollen, dass wir entschieden Schritte in die richtige Richtung tun, dass wir entschieden all das Gott übergeben, was ihn traurig macht, sodass unser Leben ganz von seinem Heiligen Geist erfüllt sein kann. Und in diesem Zusammenhang sagt Jesus: „Alle, die ich lieb habe, die überführe und züchtige ich.“ So, also als Folge: „So sei nun eifrig und tue Buße.“ Und darum soll es heute gehen. Wir sollen eifrig sein, wir haben das letzte Mal über diesen Eifer gesprochen, und wir sollen Buße tun. Was genau bedeutet das? Es ist die Aufforderung Jesu an dich und an mich in der Gemeinde Laodizea, weil er uns liebt. Nicht weil er uns wehtun möchte, nicht weil er uns einen rüberbraten möchte, uns irgendwie klein machen möchte, sondern weil er uns liebt, weil er dich und mich gern hat. Deswegen bittet er uns: „Tue Buße.“

[6:01] Die Botschaft der Buße ist von Anfang an das Kernelement des Evangeliums gewesen. In Matthäus Kapitel 4 und dort Vers 17 sehen wir, dass Jesus nicht nur der Gemeinde Laodizea gesagt hat: „Tue Buße!“, sondern schon als er hier auf dieser Erde seinen Dienst in Galiläa verrichtete, ging er umher und predigte Buße. Vers 17 dort heißt es, nachdem gesagt wird, dass er nach Galiläa kam, nach der Gefangennahme von Johannes dem Täufer, wir lesen in Vers 17: „Von da an begann Jesus zu verkündigen und zu sprechen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen.“ Die Predigt von Jesus war hier auch keine Innovation, nichts, dass er sich neu ausgedacht hatte, denn schon sein Vorläufer Johannes der Täufer hatte genau dieselbe Botschaft. In Matthäus 3 Vers 1 und 3: „In jenen Tagen aber erschien Johannes der Täufer und verkündigte in der Wüste von Judäa und spricht: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen.“ Das Evangelium, das Johannes predigte und vorbereitete, dass Jesus dann predigte und mit seinem ganzen Leben illustrierte, hat als Kernelement den Aufruf zur Buße. Eine christliche Botschaft, die die Buße vernachlässigt, eine Botschaft von Christen, in der die Buße nicht vorkommt, ist nicht das biblische Evangelium, das wahre biblische Evangelium von der Zeit von Johannes bis zur Endzeit. Schon seit der Zeit von Mose natürlich hat immer den Aufruf zur Buße.

[7:44] Auch die Apostel predigten die Buße nach dem Tod und der Auferstehung und der Himmelfahrt Jesu. In Apostelgeschichte 2, das Erste, was wir sehen, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist und der Heilige Geist nun auf die Jünger herabgekommen ist zu ihnen, da sehen wir als allererstes in der Apostelgeschichte 2 und dort Vers 38, da heißt es, wie Petrus in seiner großen Predigt zu Pfingsten die Menschen aufruft und sagt in Vers 38: „Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“ Johannes predigt Buße, Jesus predigt Buße, Petrus in der Apostelgeschichte unter Inspiration des Heiligen Geistes predigt Buße.

[8:43] Paulus später in der Apostelgeschichte, später dazugekommen, später bekehrt, als er dann hier vor König Agrippa sich verantwortet, sagt er, als er seinen Dienst, den er nach seiner Bekehrung ausgeführt hat, noch einmal zusammenfasst, sagt Apostelgeschichte 26, Vers 20: „Sondern ich verkündigte zuerst denen in Damaskus und in Jerusalem und dann im ganzen Gebiet von Judäa und auch den Heiden, sie sollten Buße tun und sich zu Gott bekehren, indem sie Werke tun, die der Buße würdig sind.“ Das ist etwas, was schon Johannes der Täufer gesagt hatte. Buße war nie ein theoretisches, theologisches Konzept, dass man verstehen sollte. Buße war etwas, das sich im Leben zeigte: Werke tun, die der Buße würdig sind. Das war schon die Aufforderung von Johannes dem Täufer, als die Leute zu ihm kamen, um getauft zu werden. Er sagte: „Tut Buße, tut Werke, die der Buße würdig sind.“ Das war nicht eine Spezialbotschaft von Johannes dem Täufer. Es ist etwas, das sich durch die Botschaft des Neuen Testaments hindurchzieht, und nicht nur dort, ob mit diesem Wort oder mit anderen Worten. Die Idee einer echten Buße ist ein roter Faden durch die ganze Bibel.

[10:05] In Joel Kapitel 2, in einem ganz besonderen, ganz besonders spannenden Buch, da heißt es hier in Joel Kapitel 2 und dort Vers 12: „Doch auch jetzt noch, spricht der HERR, kehrt um zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen.“ Das Volk ist in einer katastrophalen Situation, und wir haben gesehen, der Zustand von Laodizea in Offenbarung 3 ist ebenfalls katastrophal. Und so wie Gott hier zu dem Volk sagt: „Doch auch jetzt noch!“, obwohl das Gericht so nah ist und obwohl die Lage so dramatisch ist, ist noch nicht alles verloren. Jesus sagt seiner Gemeinde auch: „Obwohl die Zeit so knapp ist und obwohl euer Zustand so dramatisch ist, ist noch nicht alles verloren. Doch auch jetzt noch, spricht der HERR, kehrt um zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen. Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider und kehrt um zu dem Herrn eurem Gott.“ Das ist Buße, Umkehr. „Und kehrt um zu dem Herrn eurem Gott, warum? Denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Gnade, und das Übel reut ihn.“ Derselbe Gott, der Ninive verschonte, weil dort echte Buße stattfand, wird auch hier in Joel das Volk verschonen, wenn sie von ganzem Herzen zu sich, zu ihm sich kehren. Derselbe Gott, der Ninive und auch das Volk Gottes hier verschonen wollte und verschont hat, der wird auch Laodizea retten, wenn es von ganzem Herzen eifrig Buße tut.

[11:54] Nein, die Botschaft an Laodizea ist nicht schwer zu verstehen. Nein, es müssen keine komplexen theologischen Ideen verstanden werden. Es müssen keine großartigen Aufgaben gelöst werden. Gottes Botschaft kommt auf eine ganz simple Aufforderung zu sprechen, lässt sich zusammenfassen: Er sagt: „Tut Buße! Ändert euer Leben!“ Weil Gott gnädig und weil er barmherzig ist und weil er langmütig ist, weil er uns aus Liebe tadelt und dass Liebe zieht, weil er möchte, dass wir gerettet werden, deswegen müssen wir uns umkehren. Wir müssen etwas ändern. Wir müssen unsere Herzen zerreißen, nicht die Kleider, nicht einfach nur eine äußerliche Show, eine Bußzeremonie, ein Ritual, um irgendwie den Eindruck zu wecken, sondern die Herzen. Die Bibel sagt, im Herzen sind die Gedanken und Gesinnungen. Lieber Freund, liebe Freundin, das bedeutet für mich und für dich: Wir müssen unsere Gedanken zerreißen. Wir müssen unsere Pläne zerreißen, weil vielleicht geht es ja auch so, dass wir manchmal Gedanken und Pläne haben und Ideen, und wie alles laufen soll, und dann hoffen wir, dass Gott uns einfach so segnet in unseren Plänen und in unseren Gedanken und merken gar nicht, dass es gar nicht Gottes Wille ist. So wie Laodizea gar nicht merkt, dass es nackt, blind, bloß, arm, erbärmlich ist. Und Joel ruft hier aus, nein, Gott ruft aus durch Joel: „Kehrt um, zerreißt eure Herzen!“ Echte Buße hat was mit dem Denken zu tun. Echte Buße hat was mit unseren Gefühlen, Emotionen, mit unseren Plänen, mit unseren Ambitionen zu tun. Es ist die Bereitschaft, dass das, was im tiefsten Innern von uns ist, dass das zerrissen werden darf, dass das nicht auf dem Thron sitzt, dass es nicht die oberste Priorität hat, sondern dass wir unsere Pläne, unsere Gedanken vor Gott zerreißen und sagen: „Es tut uns leid, bitte erfülle du uns mit deinem Heiligen Geist, vergib uns und führe uns wieder auf den richtigen Weg.“

[14:20] Wie macht man das? Wie funktioniert echte Buße? Im Mittelalter, da gab es eine ganz ausgeklügelte Theorie, wie die Buße zu funktionieren hat. So dachte man, man sprach von einer dreiteiligen Buße. Erstens sollte man eine Zerknirschung über die Sünde haben. Ohne diese Zerknirschung, so sagte man, keine Buße. Und dann zweitens kam die Absolution. Wer zerknirscht über seine Sünden zum Priester ging, der erhielt: „Ich vergebe dir“, „Ego te absolvo“ auf Latein. Aber dann, obwohl man Vergebung erhielt, sollte man noch eine Wiedergutmachung leisten, eine Pilgerfahrt, so und so viel Rosenkränze gebetet, eine bestimmte Form von Bußübungen als Wiedergutmachung. Das war das Modell, wie es im Mittelalter gepredigt wurde. Und einer, der wie kein anderer es wirklich ernst meinte in jener Zeit, der ist an dieser Sache zerbrochen, fast innerlich zerbrochen. Martin Luther kam nie zu dem Punkt, sich sicher zu fühlen, dass er wirklich Buße getan hat, weil er sich nie ganz sicher war: War ich zerknirscht genug? Bin ich traurig genug gewesen? Oder hätte ich nicht noch etwas trauriger sein sollen? Denn die Zerknirschung war etwas, das er versuchte und dass alle Menschen versuchten, selbst herzustellen, sich irgendwie traurig zu machen über die Sünde. Und dann die Absolution war etwas, was von Menschen ebenfalls kam, und die Wiedergutmachung war ebenfalls ein menschliches Werk. Alles an dieser Buße war letztlich menschlich und dadurch unsicher. Zählt es wirklich vor Gott? Oder hätte man nicht etwas zerknirschter sein sollen? Hat der Priester wirklich – hat Gott wirklich vergeben, wenn der Priester mir vergibt? Und reichte die Wiedergutmachung? War das genug?

[17:00] Unsicherheit, ob die Buße wirklich echt ist, ist eine Unsicherheit, die es heute noch gibt, obwohl viele nicht mehr zur Absolution des Priesters gehen und keinen Rosenkranz mehr beten. Noch heute gibt es viele Menschen, auch in unserer Gemeinde, die zutiefst unsicher sind: Bin ich wirklich angenommen bei Gott? Was sie nicht brauchen, ist eine Übertünchung durch fromme Worte nach dem Motto: „Na ja, ich sag dir jetzt einfach, du bist bei Gott angenommen, du hast Heilsgewissheit, glaub das jetzt einfach mal, weil ich es dir sage.“ Das wird nicht reichen. Der menschliche Zuspruch von Worten ist kein Fundament, das den Stürmen des Lebens und der Emotionen standhält. Wir brauchen, jeder Mensch von uns, du und ich, wir brauchen eine echte Erfahrung der Buße und der Rechtfertigung, der Buße und der Vergebung. Für Luther begann es damit, dass sein Beichtvater Staupitz ihn auf Jesus hinwies und ihm deutlich machte, dass Gott ihn ja liebt. Nur wenn wir die Liebe Gottes verstehen, können wir echte Buße erfahren.

[18:23] Als 1516 das erste gedruckte griechische Neue Testament von Erasmus erschien, dann war das für Luther hilfreich, als er verstand, dass das griechische Wort für Buße, `metanoeō`, bedeutet: eine Änderung des Sinnes. Zerreißt eure Herzen! Buße ist nicht einfach ein äußerliches Werk, das ich tue, nicht etwas, was durch menschlichen Zuspruch in meinem Leben jetzt Gültigkeit bekommt, nicht etwas, wo ich jetzt einfach nur mich versuche, etwas zu zerknirschen, sondern ein echtes Umdenken. Woher kommt diese Trauer über die Sünde? Eins ist klar: Wer nicht über seine Sünde traurig ist, wie wird er sie aufgeben? Wie wird er Vergebung in Anspruch nehmen wollen? Wo kann ich Trauer über die Sünde hervorbringen, wenn Jesus sagt: „Sei eifrig und tue Buße“? Woher kommt die Buße? Wo kann ich sie hervorbringen? Wo kann ich sie kaufen? Wo kann ich sie erhalten? Kann ich sie selbst machen? Für viele Menschen ist Buße ein unüberwindbares Hindernis, scheinbar. Denn Buße scheint ja das zu sein, was ich als Mensch tue. Es scheint ja die menschliche Vorbedingung zu sein für das, was Gott mir dann schenken möchte, nämlich die Vergebung. Und wenn meine Buße nicht echt ist, woher weiß ich, dass die Vergebung echt ist? Wenn meine Buße nicht ausreichend ist, woher weiß ich, dass Gott mir alle meine Sünden vergeben hat? Wenn meine Buße nicht umfänglich genug ist, wie kann ich mir sicher sein, ewiges Leben zu haben? Das ist genau diese Frage, die Luther fast in den Wahnsinn trieb. Es ist die Frage, die noch heute für so viel Unsicherheit sorgt in der Frage, ob wir wirklich bei Gott angenommen sind. Wenn Buße unsicher ist, ist auch die Erlösung unsicher.

[20:30] „Schritte zu Jesus“: Genau hier ist ein Punkt, an dem viele sich irren und deswegen nicht die Hilfe von Christus erhalten, die er ihnen eigentlich geben möchte. Sie denken, dass sie nicht zu Christus kommen können, es sei denn, dass sie zuerst Buße tun, und dass die Buße die für die Vergebung der Sünden vorbereitet, die Vergebung der Sünden vorbereitet. Es ist wahr, dass die Buße der Vergebung der Sünden vorausgeht, denn es ist nur ein gebrochenes und zerknirschtes Herz, das die Notwendigkeit eines Erlösers fühlt. Aber jetzt kommt die Frage: Muss der Sünder warten, bis er Buße getan hat, bevor er zu Jesus kommen kann? Ist Buße ein Hindernis, das zwischen dem Sünder und dem Erlöser aufgestellt werden muss? Ist Buße wie ein Hindernis, wo ich erstmal drüber muss, bevor ich zu Jesus kommen kann? Die Antwort ist nein.

[21:34] In 1. Mose 3 finden wir Adam und Eva, die von dem Baum gegessen haben, die in Sünde gefallen sind und die jetzt Vergebung brauchen. Noch bevor Gott zu ihnen kommt, erkennen sie, dass ihnen etwas fehlt. Es heißt in Vers 7: „Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren. Und sie banden sich Feigenblätter an, um und machten sich Schurze.“ Sie erkannten ihre Nacktheit, sie erkannten, dass ihre Verbindung zu Gott unterbrochen worden ist. Als Gott dann zu ihnen kommt, erkennen sie, es ist nicht mehr so wie vorher. Statt auf ihn zuzulaufen, verstecken sie sich vor ihm. Sie erkennen, es stimmt etwas nicht. Sie erkennen, dass etwas fehlt. Sie erkennen, dass die Verbindung unterbrochen ist. Als Gott jetzt Adam die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen, Buße zu zeigen, Trauer über seine Sünde, als ihm die Gelegenheit gibt, nach nur einer Sünde, die er begangen hat, lesen wir in Vers 11 und 12: „Da sprach er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du sollst nicht davon essen? Vers 12: Da antwortete der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß.“ Adam ist nicht in der Lage, von sich selbst aus Entschuldigung zu sagen. Er ist nicht in der Lage, seine Sünde zu bekennen. Er ist nicht in der Lage, selbst Buße zu tun, obwohl er nur eine einzige Sünde begangen hat. Er ist ein Sklave der Sünde. Jesus sagt: „Wer die Sünde tut, ist ein Sklave, ein Knecht der Sünde.“ Kein Sünder kann von alleine Buße tun.

[23:30] Aber was der nicht kann, das kann Jesus. In 1. Mose 3, Vers 15 lesen wir: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er will dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ Wir können von alleine keine Trauer über die Sünde erzeugen, sondern der Sünder findet die Sünde gut. Er mag es verstecken, aber er findet sie gut. Er kann von alleine keinen Krieg gegen den Satan anfangen. Er kann von alleine keine Feindschaft gegen die Sünde und gegen die Versuchung entwickeln. Diese Feindschaft kommt von Jesus. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du in der Sünde steckst, komm einfach zu Jesus, wie du bist. Wenn du von Versuchung überrollt bist, komm zu Jesus. Warte nicht, bis es dir leidtut. Komm zu Jesus, wie du jetzt bist. Komm einfach zu ihm. Er schenkt dir Feindschaft, er schenkt dir Trauer, er schenkt dir Buße. Römer 2 und dort Vers 4. Römer 2 und dort Vers 4, da heißt es: „Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut und erkennst nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?“ Du, lieber Freund, liebe Freundin, musst keine Buße erfinden. Du musst sie nicht selbst irgendwo herauskramen aus deinem Herzen. Gott leitet dich zur Buße. Du musst zu Jesus, und Jesus bringt dich zur Buße. Seine Liebe, die durch seinen Tadel und seine Erziehung der Laodizea-Botschaft dir zeigt: „Hey, schau mal, du bist nackt, blind, bloß, arm, erbärmlich, tu Buße!“ Buße erhalten wir bei Jesus. Paulus – Verzeihung, Petrus – macht es ganz deutlich, dass Buße ein Geschenk Gottes ist. Apostelgeschichte 5 und dort Vers 30 und 31. Petrus predigt über Jesus und er...

[25:16] und 31. Petrus predigt über Jesus, und er sagt hier in Vers 30 und 31: Der Herr – Verzeihung – der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr umgebracht habt, indem ihr ihn ans Holz gehängt habt. Diesen, also Jesus, hat Gott zum Fürsten und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu gewähren. So wie wir Vergebung bekommen, im zweiten Schritt bekommen wir auch Buße, nämlich als ein Geschenk Gottes durch Jesus. Wenn du weißt: Ich bin gerade von Gott getrennt, weil ich nicht so bin, wie ich sein sollte, warte nicht, bis du dich schlecht darüber fühlst, warte nicht, bis es dir leidtut, sondern komm zu Jesus, so wie du bist. Er schenkt dir Buße, echte Buße. Und mit dieser Buße kann er dir auch echte Vergebung schenken.

[26:20] Schritte zu Jesus. Eine Buße, eine solche Buße ist außerhalb der Reichweite unserer eigenen Kraft. Das können wir nicht, das ist außerhalb dessen, was wir mit unserer Kraft tun können. Solche eine Buße kann nur von Christus empfangen werden, der in den Himmel aufgefahren ist und den Menschen Gaben gegeben hat.

[26:43] Buße ist ein Geschenk.

[26:57] Kaum eine Geschichte illustriert wahre Buße so gut wie die Geschichte von Saulus.

[27:03] Apostelgeschichte Kapitel 9. Apostelgeschichte 9 und dort Vers 1: Saulus aber, der noch Drohung und Mord schnaubte gegen die Jünger des Herrn, ging zum Hohenpriester. Hier haben wir jemanden, der sich für reich hält, der denkt, er ist so reich geworden, er braucht nichts mehr, denkt sich. Er hält sich für geistlich ganz großartig und ist in Wirklichkeit arm, blind und entblößt. Er weiß gar nicht, wie erbärmlich er geistlich eigentlich ist.

[27:38] Er schnaubt gegen die wahren Jünger des Herrn. Er ging zum Hohenpriester. Vers 2: Und er bat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, in der Absicht, wenn er irgendwelche Anhänger des Weges fände, also Christen, ob Männer oder Frauen, sie gebunden nach Jerusalem zu führen. Saulus geht zum Hohenpriester. Saulus empfängt Briefe vom Hohenpriester und damit sogar ins Ausland nach Damaskus zu gehen, um Menschen gebunden nach Jerusalem zu bringen. In Vers 3 heißt es: Als er aber hinzog, begab es sich, dass er sich Damaskus näherte, und plötzlich – und jetzt steht nicht, er donnerte es, blitzte es, nicht ein Erdbeben hat ihn vom Pferd fallen lassen, sondern es heißt, plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel.

[28:42] Saulus, Vers 4: Und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul, Saul, warum verfolgst du mich?

[28:56] Jesus spricht direkt zu ihm.

[29:07] Vers 5: Aber er sagte: Wer bist du, Herr? Der Herr aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen.

[29:20] Wenn wir verstehen, dass unser sündiges, laodizeisches Leben Jesus verletzt und Jesus weh verfolgt, dann wird uns seine Güte zur Buße leiten können, zu einer Buße, die man nicht bereuen muss.

[30:03] Wie kam Gott auf die Idee, den Saulus hier zu sich zu rufen? Hat er ihn auf dem Weg gesehen und gesagt: Oh, so ein eifriger Mann, den könnte ich gut gebrauchen. Ich muss, ich glaube, ich werde ihn mal für mich gewinnen wollen? Nein. Galater 1 Vers 15 macht ganz deutlich: Lange bevor Paulus, Saulus, auch nur irgendetwas hat tun können, hatte Gott schon seine eine Entscheidung gefällt, was er sich für ihn wünscht. Galater 1 Vers 15 und 16: Als es aber Gott, der mich vom Mutterleib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel, seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich ihn durch das Evangelium den Heiden verkündigte, ging ich zugleich nicht mit Fleisch und Blut zu Rate.

[30:53] Gott hatte ihn gerufen, lange bevor Saulus auch seine allerersten Schritte als Kleinkind gehen konnte, noch bevor er seinen ersten Atemzug getan hatte, hatte Gott schon einen Plan für sein Leben.

[31:12] Diese Gnade war nicht abhängig von irgendeiner Bemühung des Paulus, des Saulus. Es war nicht, weil Gott gesehen hat: Ah, der Saulus ist so eifrig, die falsche Richtung, aber er ist so eifrig, oder hat das getan. Er meint ja, ja, gut, deswegen, deswegen kann ich ihn rufen. Nein, nein, nein, nein. Sein Wunsch, ihn zu retten, der war schon fest, bevor er überhaupt atmen konnte. Lieber Freund, liebe Freundin, der Wunsch Gottes, dich zu retten, ist so alt wie du. Nein, schon viel älter. Lange bevor du geboren wurdest, lange bevor deine ersten Schritte, deine ersten Worte, deine ersten Gedanken gehabt hast, lange bevor hat Gott schon entschlossen: Ich will den retten, die Person, dich und mich.

[32:01] Alles, was Saulus tun musste: Er musste in der Begegnung mit Jesus dessen guten Plan akzeptieren. 5. Mose 7 und dort Vers 7 und 8.

[32:27] Nicht deshalb, weil ihr zahlreicher werdet als alle Völker, hat der Herr sein Herz euch zugewandt und euch erwählt, denn ihr seid das geringste unter allen Völkern, sondern weil der Herr euch liebte und weil er den Eid halten wollte, den er euren Vätern geschworen hatte, darum hat der Herr euch mit starker Hand herausgeführt und euch erlöst aus dem Haus der Knechtschaft, aus der Hand des Pharaos, des Königs von Ägypten. Lieber Freund, liebe Freundin, nicht weil du so gut Buße tust, erlöst dich Jesus, nicht weil du so eifrig daran bist, Sünde überwinden zu wollen, deswegen nicht, deswegen liebt dich Gott, sondern weil er dich sowieso liebt und weil er ohnehin dich retten möchte, wird dich das Wissen darum dazu führen, jetzt eifrig zu sein und aus Dankbarkeit für so viel unverdiente Gnade Jesus zu folgen. Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus hat dich sowieso lieb. Du kannst gar nichts tun, um diese Liebe aufhören zu lassen. Er hat dich sowieso gerne, er möchte sowieso dich retten. Er hat schon längst vorher, vorher sich vorgenommen. Jeremia 31 und dort Vers 18:

[33:26] Ich habe wohl gehört, wie Ephraim klagt: Du hast mich gezüchtigt, und ich bin gezüchtigt worden wie ein ungezähmtes Rind. Bringe du mich zur Umkehr, so werde ich umkehren, denn du, Herr, bist mein Gott. Kannst du das heute beten: Herr, bringe du mich zur Umkehr. Schenk du mir heute Buße, echte Buße, eine Buße, die ich mit Eifer durchführe, weil du mich liebst und allen Tadel mir deswegen sagst, damit ich den Schaden, damit das Schädliche aus meinem Leben entfernt wird.

[34:14] Wenn der erneuerte Mensch eine Beziehung mit Christus eingeht, kommt er lediglich zu dem zurück, was ohnehin schon Gottes Plan für seine Beziehung mit Gott gewesen ist. Korinther 15 und dort Vers 9 und 10. Wir sind gleich am Ende angelangt. Korinther 15 und dort Vers 9 und 10: Denn ich, Paulus, sagt: Denn ich bin der geringste von den Aposteln, der ich nicht wert bin, ein Apostel zu heißen, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe.

[34:42] Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Lieber Freund, liebe Freundin, ich kann heute hier sagen: Ich bin durch Gottes Gnade, was ich bin. Und was immer in deinem Leben passiert ist, alles Gute in deinem Leben ist nur deswegen, weil Gottes Gnade dich zu dem macht, was du im Glauben an ihn sein kannst. Durch Gottes Gnade sind wir, was wir sind. Und seine Gnade, die an mir erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle. Hier sehen wir: Die Gnade ist kein, kein, kein Ersatz für Eifer. Nein, nein, nein, nein. Die Gnade führt zu einem echten. Je größer unser Bewusstsein der Gnade, desto größer wird unser Eifer und unsere Buße sein und unsere Bereitschaft, die Sünde aus unserem Leben zu entfernen.

[35:47] Sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle, jedoch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist. Paulus wusste, es ist nicht, dass Gott mich begnadigt und jetzt tue ich mit eigenem Eifer irgendwie ihn beeindrucken. Nein, nein, nein, diese Gnade führt zu einem Eifer, ja, den müssen wir selbst wollen, den müssen wir unser Leben lassen, wir müssen ihn ausleben, diesen Eifer gegen die Sünde, die Buße, die Bereitschaft, sich zu ändern, die Herzen, die Pläne zu zerreißen, damit Gott uns neu füllen kann mit seinem Geist und mit seinen Plänen und mit seinen Werken.

[36:20] Paulus sagt: Gottes Gnade. Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Das heißt:

[36:31] Gnade ist das Fundament unserer Existenz. Wir können hier natürlich schon mal die falsche Idee des Mittelalters durchstreichen. Unsere Existenz basiert auf Gottes Gnade.

[36:46] Und damit meine Existenz bleibt, muss auch die Gnade Gottes bleiben. Wenn ich also weiterleben möchte in dieser Form, dann muss auch Gottes Gnade immer weiter bleiben.

[37:01] Aber Gnade ist, wie wir gesehen haben, die Reaktion auf Buße.

[37:11] Die Gnade führt zur Buße, und die Buße führt zur Gnade.

[37:16] Gottes Güte leitet mich zur Buße, damit ich diese Gnade, diese Güte auch für mich in Anspruch nehme. Wenn Gottes Gnade bleibt, dann bleibt auch die Einstellung der Buße. Und deswegen hat Martin Luther in seiner ersten These, den berühmten 95 Thesen, gesagt: Als unser Herr und Meister sprach: Tut Buße!, hat er gewollt, dass das ganze Leben Buße sei. Das ganze Leben geprägt von der Bereitschaft, eine Sinnesänderung vorzunehmen, unser Denken mit dem Denken Gottes in Übereinstimmung zu bringen, falsche Wege zurückzugehen, mit Eifer gegen die Sünde im eigenen Leben vorzugehen und mit Gottes Geist sie zu überwinden. Das ist keine einmalige Sache, das ist kein Moment kurz vor der Taufe, das ist eine Lebenseinstellung. Nicht das hier, aber das Leben aus der Gnade Gottes und die Bereitschaft, mit Eifer etwas zu ändern, weil Gott so gnädig ist und mir alle Kraft dazu schenkt.

[38:31] Deswegen sagt Paulus in Galater 2 Vers 20: Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. Paulus sagt: Nicht aus eigener Kraft, sondern mein Leben ist mit Christus gekreuzigt. Jetzt lebe ich, weil ich an ihn glaube. Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Man kann keinen tieferen Frieden finden, als zu wissen: Meine Existenz ist gesichert, weil Gott mich liebt.

[39:19] Lukas 15. Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du zu Jesus zurückkehren? Möchtest du wieder an den Punkt zurück, an dem du vielleicht schon einmal gewesen bist? Möchtest du wieder diese Freude erleben, wenn du weißt: Gott ist bei mir? Möchtest du wieder mehr Zeit in der Bibel verbringen, weil du einfach dich danach sehnst, wieder mehr, mehr Zeit mit Gott zu verbringen, Gedanken von ihm zu denken? Wünschst du dir wieder mehr Zeit zum Beten, mehr, mehr, mehr Einsatz in der Gemeinde? Wünschst du dir wieder zurückzukehren zu dem, was Gott eigentlich dir schon mal gezeigt hat? Wünschst du dir, dass Gewohnheiten in deinem Leben gebrochen werden? Wünschst du dir, dass du Sünde überwinden kannst, dass du eine feinere Sensibilität dafür bekommst, wenn die Versuchung an dich herantritt, dass du schneller Nein sagen kannst, dass du die Dinge gleich im ersten Keim ersticken kannst, dass sie, bevor sie in dir zur Sünde werden, du die Versuchung an Gott abgeben kannst?

[40:14] Wünschst du dir ein Leben, bei dem du sagen kannst: Gott sei die Ehre, dass er mich so mit seinem Heiligen Geist erfüllt? Komm einfach zu Jesus. Komm zu Jesus, so wie du bist, so wie der verlorene Sohn, der sich daran erinnerte, wie gut das bei seinem Vater hatte und der zu seinem Vater kam und erleben durfte, dass der Vater ihn nicht nur so, ja, mit mit Distanz begrüßt und mal schaut, ob er auch genügend gute Werke getan hat, um das wieder gut zu machen, sondern der ihn von Herzen entgegengenommen hat. Glaubst du nicht, dass als der Sohn vom Vater so umarmt worden ist, dass es ihm noch viel mehr leidgetan hat, dass er all das Geld vergeudet hat? Als er mit diesem, mit diesem Kleid bekleidet worden ist, dass es ihm nicht leidgetan hat, noch viel mehr leidgetan hat, dass er mit und mit mit Prasserei sein Geld verschleudert hat? Das, als der Vater ihm den Ring an den Finger gibt, dass es ihm nicht von Herzen leidgetan hat, dass er ihn so beleidigt hat, ihn behandelt hat, als dass ihn behandelt hat, als wäre er tot? Glaubst du nicht, dass als der Vater mit all seiner Güte den Sohn empfängt, dass nicht der Sohn in seinem Herzen diesen Wunsch hatte: Nie wieder möchte ich meinen Vater so behandeln, nie wieder!

[41:28] Das ist Buße. Und wenn wir diese Buße annehmen als ein Geschenk Gottes, dann passiert das, was in Lukas 15 Vers 7 steht: Ich sage euch, so wird auch Freude sein im Himmel über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über 99 Gerechte, die keine Buße brauchen. Lieber Freund, liebe Freunde, wenn du heute sagst: Herr, ich möchte zurück, ich möchte mein Herz zerreißen. Bitte schenk du mir echte Buße, echte Zerknirschung. Lass mich wirklich sehen, wie du bist, damit ich sehe, wie ich bin, damit ich sehe, was du aus mir machen kannst, damit ich dir vertrauen kann, dann wird Freude im Himmel sein über einen Laodizeaner, der sagt: Hier, Herr, ich möchte Buße tun, weil du mich liebst und weil du mich erziehen möchtest, weil du mich getadelt hast, möchte ich eifrig sein, Buße tun. Das freut im Himmel. Und wenn die Buße dauerhaft ist, dann ist auch dauerhaft Freude im Himmel. Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du zurück zu Jesus? Ich möchte heute hier mich neu entscheiden, mit meinem ganzen Herzen, ganzer Seele zurück zu Jesus und mit ihm zusammen durch den Alltag gehen. Möge Gott mir und dir diese echte Buße schenken, Tag für Tag, die man nicht bereuen muss, die Umkehr von falschen Gedanken, eine Buße, die wir mit Eifer in unserem Leben umsetzen, weil wir verstanden haben und jeden Tag neu verstehen, wie sehr Gott uns liebt. Dieser tiefe Wunsch: Ich möchte Gott nicht mehr wehtun, ich möchte mit ihm zusammenleben, ich möchte ihm erlauben, in meinem Herzen zu leben. Nächste Woche werden wir darüber sprechen, dass Jesus vor deiner und vor meiner Tür steht und anklopft. Aber schon heute dürfen wir dieses Klopfen hören. Schon heute dürfen wir das auf die Herzentür aufmachen und sagen: Herr Jesus, komm du in mein Herz!

[43:38] Wollen wir darum beten?

[43:46] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns so klar und so deutlich gesprochen hast. Herr, ich möchte dich für dich und für jeden bitten, der dieses Video sieht, dass du in unserem Herzen klopfst. Das tust du sowieso, und dass wir deine Stimme hören dürfen. Und ich danke dir so sehr, dass du dich so sehr um uns bemühst. Wir möchten unsere Herzentür öffnen. Ich möchte dich hineinlassen in mein Herz erneut. Ich bitte dich für jeden, der das auch sich in seinem Herzen vornimmt: Schenk uns echte Buße, auch für die Dinge, die wir bisher gar nicht erkannt haben, weil wir vielleicht vor lauter Selbstsicherheit gar nicht sehen, welche Sünden wir begehen. Schenk uns echte Buße und echte Vergebung, eine Buße, die man nicht bereuen muss, eine Vergebung, an der man nicht zweifeln braucht, die Erfahrung, mit dir zusammen zu leben und zu wissen, dass wir bei dir angenommen sind. Herr, dafür danken wir dir. Dafür danke ich Dir von ganzem Herzen. Im Namen Jesu beten wir. Amen.


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