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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ beleuchtet Christopher Kramp Offenbarung 3:20b, wo Jesus sagt: „Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet…“ Er untersucht anhand biblischer Beispiele wie Adam, Kain und Pharao, was es bedeutet, Gottes Stimme wirklich zu hören und darauf zu reagieren. Der Sprecher betont, dass Jesus eine direkte Beziehung zu jedem Menschen wünscht und dass wahre Erlösung eine bewusste Entscheidung erfordert, die Herzenstür zu öffnen und seinen Worten zu gehorchen.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:48] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Wir sind immer noch in der Botschaft an die Gemeinde Laodizea. Letztes Mal haben wir mit Vers 20 begonnen. Jesus steht vor der Tür und klopft an. Aber Jesus klopft nicht nur an, er spricht auch. Und heute soll es darum gehen, seine Stimme zu hören. Es soll nicht nur darum gehen, zu verstehen, was es bedeutet, seine Stimme zu hören. Nein, es soll darum gehen, tatsächlich heute in diesem Video, in diesem Bibelstudium seine Stimme zu hören. Und deswegen möchten wir ihn einladen in diesem Studium durch sein Wort, durch seinen Heiligen Geist zu uns zu sprechen. Bevor wir die Bibel aufschlagen und uns Gedanken über diese Worte machen, möchten wir, wo es möglich ist, niederknien und Gott einladen, mit seiner heilsamen, schöpferischen und großartigen Stimme zu uns persönlich zu reden. Lasst uns beten.

[2:13] Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir, weil du uns eingeladen hast, dich Vater nennen zu dürfen und alle unsere Anliegen vor dich zu bringen. Und Herr, unser Anliegen jetzt gerade ist es, dass wir deine Gegenwart uns in besonderer Weise wünschen. Wir möchten nicht einfach über dich lernen, wir möchten von dir lernen. Wir möchten nicht einfach Worte von dir lesen, sondern deine Stimme hören, die zu unserem Herzen spricht. Wir möchten uns nicht einfach Gedanken machen über dich. Wir möchten an dich denken und uns daran erinnern, wie sehr du an uns denkst. Herr, wir möchten unser Herz in deine Hand legen. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist und danken dir, dass du uns geschaffen hast, dass du uns erlöst, dass du uns verwandelst und dass du gegenwärtig bist. Lass dein Wort nach deiner Verheißung nicht mehr zurückkehren, sondern lass es ausführen heute und hier, wozu du es gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu, der für uns eintritt. Amen.

[3:41] Amen. Offenbarung 3, Vers 20. Jesus sagt: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir." Jesus steht vor der Tür. Letztes Mal haben wir gesehen, dass Jesus uns so nahe kommt, wie es die Höflichkeit und seine Unaufdringlichkeit möglich machen. Er kommt nicht näher, weil er möchte nicht unsere Privatsphäre verletzen. Er tritt die Tür nicht ein, aber er kommt so nahe, wie es geht, um uns immer noch die freie Entscheidung zu lassen. Aber um deutlich zu machen: Er erwartet nicht, dass wir eine lange Strecke auf uns nehmen, um ihn zu suchen. Er kommt uns so nahe wie möglich.

[4:42] Paulus sagt in der Apostelgeschichte 17 und dort Vers 27: "Damit sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl umher tastend wahrnehmen und finden möchten. Und doch ist er ja jedem einzelnen von uns nicht ferne." Selbst für die Heiden ist Gott so nahe, wie es nur geht. Jeder, der seine Hand ausstreckt und ehrlich, aufrichtig, ernsthaft nach Gott sucht, der tastet, findet Gott. Jeder, der die Tür öffnen möchte, wird ihn finden. Jesus ist bis vor die Tür gekommen. Er steht vor der Tür und er wartet doch nicht nur einfach, bis irgendjemand auf die Idee kommt, ihn noch einmal zu suchen. Er kündigt sich an. Die Bibel sagt: "Siehe, ich stehe vor – Verzeihung – siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an." Wir haben das letzte Mal gesehen, dass jede Predigt, die wir hören, jede Andacht, die wir lesen, jedes Bibelwort, das zu uns spricht, ein Klopfen ist. Jeder Gewissensbiss, der uns daran erinnert, dass das, was wir tun oder sagen oder denken, nicht richtig ist. Jede Warnung, die wir empfangen, die uns auf den richtigen Weg bringt, all das sind Klopfgeräusche an unserer Herzenstür. Jesus macht sich bemerkbar im Leben von jedem. Niemand wird am Ende sagen können, er hätte von all dem gar nichts gewusst. Er hätte keinen Schimmer gehabt, dass irgendetwas in seinem Leben nicht richtig gewesen ist. Jeder Mensch weiß, dass er Schuld auf sich geladen hat. Jeder Mensch spürt auf die ein oder andere Weise, dass jemand an ihm zieht. Jesus steht vor der Tür und klopft an. Aber Jesus klopft nicht nur, wie wir schon gesagt haben, er spricht auch.

[6:34] Allein das Klopfgeräusch könnte uns vielleicht noch unsicher lassen, wer denn jetzt genau da vor der Tür steht, ob es nur ein Postbote ist, ein Nachbar oder eben doch unser Jesus. Das Klopfen würde uns vielleicht noch unsicher lassen, aber Jesus spricht, und wenn wir seine Schafe sind, dann kennen wir seine Stimme.

[7:14] Johannes Kapitel 10 und dort in Vers 4 und 5. Vers 4: "Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm, denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht." Jesus spricht mit einer Stimme. Mit seiner Stimme. Wir können sie kennen. Wir wissen, wer er ist. Er spricht zu uns, und das erinnert uns gleich am Anfang an den Anfang, den 1. Mose 3. Wir haben diese Geschichte schon mehrmals im Hinblick auf die Laodizea-Botschaft untersucht. Wir haben gesehen, dass die gefühlte Nacktheit, erst die buchstäbliche, dann noch die gefühlte Nacktheit von Adam und Eva eine genaue Illustration dessen ist, was Laodizea ausmacht.

[8:28] Wir haben gesehen, wie Jesus Adam und Eva Kleider gibt, die er bereitet hat und die er ihnen anzieht. So wie das Kleid der Gerechtigkeit, das weiße Kleid, das helle, leuchtende weiße Kleid der Gerechtigkeit von Jesus hergestellt worden ist und uns von Jesus übergeben wird, von Jesus angezogen wird.

[8:53] 1. Mose 3 hat viel für Laodizea zu sagen. In 1. Mose 3, Vers 7 lesen wir: "Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet und sie erkannten – Verzeihung – dass sie nackt waren und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze. Und sie hörten die Stimme Gottes des Herrn, der im Garten wandelte, als der Tag kühl war. Und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht Gottes des Herrn hinter den Bäumen des Gartens. Da rief Gott der Herr den Menschen und sprach: 'Wo bist du?'" Jesus steht auch hier vor der Tür. Das ist keine buchstäbliche Tür. Das ist die Tür ihres Herzens. Jesus kommt ihnen so nah wie möglich. Er fängt sie nicht. Er packt sie nicht gewaltsam an der Schulter, aber er kommt vom Thron des Himmels so nah wie möglich. Er kommt zu ihnen in den Garten und er klopft sozusagen an. Er ruft sie: "Wo bist du?"

[10:05] Jesus diagnostiziert nicht einfach nur unsere geistliche Nacktheit. Er kommt uns so nah wie möglich und er ruft dich und mich. Vers 10. Und er antwortete: "Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt. Darum habe ich mich verborgen."

[10:37] Solange Adam und Eva nur unter sich waren, hielten sie ihre Situation für einigermaßen passabel, für fast akzeptabel. Sie hatten ja wieder Kleider an. Die Nacktheit war überwunden in ihren Augen. Feigenblätter waren noch fast genauso gut wie das Lichtkleid. Aber als sie die Stimme Jesu hörten, als die Stimme Gottes zu ihnen spricht, merkt Adam: Ich bin noch nackt. Die Stimme Jesu in unser Leben hinein zeigt uns, wie wir wirklich sind.

[11:20] Alle selbstgemachten Kleider sind nichts vor der Stimme Jesu. Alle Selbstgerechtigkeit, die wir vielleicht sogar in der Gemeinde, vor anderen in der Familie zur Schau tragen, zerschmilzt vor der Stimme Jesu, die direkt zu uns spricht.

[11:42] Wenn Jesus spricht, dann hat aller Selbstbetrug keine Chance. Und deswegen ist die Stimme Jesu das Entscheidende, was Laodizea hören muss. Laodizea muss nicht von Jesus hören oder über Jesus. Sie muss Jesus selbst hören, der zu ihr spricht.

[12:06] Jesus kommt, weil er ihren Zustand ändern möchte. Er kommt nicht, um ihn einfach nur deutlich zu machen: "Übrigens, bist du eigentlich nackt?" Er kommt, um ihnen das Kleid seiner Gerechtigkeit anzubieten, damit sie trotz ihres verzweifelten Zustandes Hoffnung haben können und erlöst werden können. Deswegen kommt er ihnen so nahe wie möglich. Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus sucht meine und deine Nähe. Er möchte uns retten und deswegen spricht er mit seiner Stimme zu uns. Er bietet ihnen dann die Erlösung an. Wie schon gesagt, das Kleid seiner Gerechtigkeit. Er kündigt an, dass er selbst Feindschaft setzen wird und dass der Same der Frau der Schlange den Kopf zertreten wird. Er bietet die Erlösung an.

[13:10] Das alles beginnt damit, dass er zu ihnen kommt, an ihrer Herzenstür klopft und sie ruft. Die Frage wird immer sein seit den Tagen Adams, nicht: "Wird Gott uns rufen, ja oder nein?" Er ruft uns, er spricht zu uns. Die Frage ist immer: Hören wir darauf? Adam und Eva hörten auf die Stimme Gottes letztendlich. Sie nahmen das Geschenk der Erlösung dann an.

[13:29] Ein Kapitel weiter finden wir Kain, auch er hört Gottes Stimme in 1. Mose 4, Vers 6. Und der Herr sprach zu Kain: "Warum bist du so wütend, und warum senkt sich dein Angesicht? Erhebe dein Haupt! Wenn du aber nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür, und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet. Du aber sollst über sie herrschen." Die Übersetzung ist hier nicht die beste. Wir haben ja nicht die Zeit jetzt ausführlich auf das Hebräisch einzugehen. Es scheint sich eigentlich so auf Kain und Abel zu beziehen. Sein Verlangen ist auf dich gerichtet. Du sollst über ihn herrschen, über das Verhältnis von den beiden Brüdern. Und auch die Sünde oder das Lauern hier bezieht sich wohl eher auf das Sündopfer, das vor den Toren des Paradieses gebracht werden sollte. Aber der entscheidende Punkt hier für uns ist: Gott redet zu Kain.

[14:29] Im Übrigen heißt das, dass nur die Tatsache, dass Gott zu uns redet, uns noch nicht errettet. Es gibt Menschen wie Kain, zu denen hat Gott persönlich gesprochen, und sie sind trotzdem verloren gegangen. Die Tatsache, dass du die Stimme Jesu hörst, bedeutet noch nicht, dass du gerettet bist, sondern nur, dass Gott dich retten möchte.

[14:51] Die Tatsache, dass du das Klopfen an deiner Herzenstür hörst, ist noch nicht der Beweis, dass du gerettet wirst. Es ist zwar ein Beweis dafür, dass Gott existiert, ist ein Beweis dafür, dass Gott dich retten möchte, ein Beweis, dass er ein Interesse an dir hat, aber noch kein Beweis, dass du gerettet bist. Du musst die Tür aufmachen. Du musst auf Gottes Stimme hören.

[15:14] Adam und Eva haben letztendlich gehorcht. Sie sind erst zurückgewichen, aber dann haben sie Gottes Angebot angenommen. Kain hat das abgelehnt. Und während Adam und Eva Hoffnung haben konnten, ist Kain in Hoffnungslosigkeit gestorben.

[15:30] In 2. Mose 5 und dort Vers 1 und 2 finden wir noch jemanden, der die Stimme Gottes hörte. Zwar nicht buchstäblich, soweit wir wissen, wie Kain, aber doch hörte er die Stimme Gottes, wie sie ihm durch den Propheten, durch Mose ans Herz gelegt wurde. 2. Mose 5, Vers 1 und 2: "Danach gingen Mose und Aaron hinein und sagten zu dem Pharao: 'So spricht der Herr, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, damit es mir in der Wüste ein Fest hält.'"

[16:05] Pharao hat niemals wahrscheinlich Gottes Stimme hörbar gehört wie Adam und Eva oder Kain, aber er hat das Wort Gottes gesagt bekommen. Er hat die Stimme Jesu in den Worten gehört. Mose und Aaron sprachen: "So spricht der Herr, der Gott Israels." Lieber Freund, liebe Freundin, vielleicht hast du so wie ich noch nie die Stimme Gottes hörbar, physisch hörbar gehört, aber du hast in den Worten der Bibel, in den Worten von Predigten, in den Worten vielleicht auch, die der Heilige Geist dir in Erinnerung gebracht hat, die im Gewissen zu dir gesprochen hat, die Stimme Jesu gehört. Es ist genauso viel wert und wichtig und genauso relevant, als wenn man die Stimme physisch hören würde.

[17:03] Pharao hört die Stimme Gottes. Er wird mit einem klaren "So spricht der Herr" konfrontiert. Denn Jesus klopft auch an der Herzenstür des Pharaos. Ja, er will sein Volk erretten, aber es wäre ihm eine große Freude gewesen, wenn er die Ägypter gleich mit hätte erretten können. Gott hat nichts gegen Ägypter. Jesaja 19 macht deutlich, dass er sich wünschen würde, dass auch die Ägypter sein Volk sind. Jesaja 19 und dort in Vers 24 und 25: "An jenem Tag wird sich Israel als drittes zu Ägypten und Assyrien gesellen und inmitten der Erde ein Segen sein, denn der Herr, der Herrscher segnet es, indem er sagen wird: 'Gesegnet bist du, Ägypten, mein Volk, und du, Assyrien, das Werk meiner Hände, und du, Israel, mein Erbteil.'" Jesus hätte liebend gerne den Pharao auch erlöst.

[18:06] Nicht nur die Israeliten. Und er klopft an der Herzenstür von Pharao. Denn um Erlösung zu bekommen, muss Pharao seine Schuld einsehen. Und seine Schuld besteht darin, dass er Menschen, viele, viele Menschen gegen ihren Willen unterdrückt und sie knechtet und ihnen Sklaverei aufzwingt. Und so wird Pharao durch das Wort Gottes, durch die Stimme Jesu konfrontiert mit seiner Sünde und mit der Aufforderung, dies zu ändern. So spricht der Herr in Vers 1: "Der Gott Israels: 'Lass mein Volk ziehen, damit es mir in der Wüste ein Fest hält.'" Die Antwort von Pharao auf seine Stimme. Vers 2. Der Pharao antwortete: "Wer ist der Herr, dass ich auf seine Stimme hören sollte, um Israel ziehen zu lassen? Ich kenne den Herrn nicht und ich will Israel auch nicht ziehen lassen." Er stellt die Frage: "Wer ist der Herr, dass ich auf seine Stimme hören sollte?" Er weigert sich, auf die Stimme Jesu zu hören, und das endet in der Geschichte in seinem absoluten Ruin.

[19:18] Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus spricht zu jedem Menschen. Aber wenn wir meinen, die Stimme Jesu ignorieren zu können, dann wird das immer in unserem Ruin enden.

[19:34] 2. Mose 19, Vers 4 und 5. Da sehen wir, dass es nicht eine einmalige Sache ist, auf Jesu Stimme zu hören. Gott hatte zu dem Volk Israel gesprochen. Er hat sie herausgeführt aus Ägypten. Er hat sie erlöst. Wir lesen in 2. Mose 19, Vers 4 und 5: "Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. Wenn ihr nun wirklich meine Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir."

[20:26] Es geht nicht nur einmal, es geht nicht nur darum, einmal die Stimme Jesu zu hören, Erlösung anzunehmen und dann weiterzuleben. Wer Erlösung erlebt hat, der wird ständig Gottes Stimme hören. Bist du bereit, ständig Gottes Stimme zu hören und wirklich auf sie zu hören? Was bedeutet hier in diesem Text auch, der Stimme zu gehorchen?

[20:50] Abraham, sagt uns die Bibel in 1. Mose 26, Vers 5, hat auf die Stimme Gottes gehorcht, hat seine Gesetze, seine Gebote gehalten. Wenn wir das tun, dann sind wir Gottes besonderes Volk.

[21:04] Nicht nur, wenn wir physisch oder mental wahrnehmen, dass Gott an uns wirkt, sondern wenn wir wirklich darauf hören, wenn wir uns ihm übergeben, ihm folgen, ihm gehorchen, dann sind wir das königliche Priestertum, das wir auch im Neuen Testament sein sollen. 1. Petrus Kapitel 2 und dort Vers 9. Da heißt es: "Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht." Das, was hier in 2. Mose 19 steht über das königliche Priestertum, das Volk Israel, das gilt für uns heute genauso.

[21:56] Im sechsten Band der Zeugnisse: Aber viele weigern sich, ihn anzunehmen. Der Heilige Geist wartet, die Herzen zu besänftigen und dazu zu bewegen, dass die Herzen sich ihm übergeben. Aber sie sind nicht bereit, die Tür zu öffnen und den Erlöser hineinzulassen aus Angst, dass er etwas von ihnen fordern wird.

[22:28] Wir werden noch mehr darüber nachdenken, auch im nächsten Mal, was es bedeutet, Jesus hereinzulassen in unser Herz.

[22:43] In 5. Mose 4 finden wir Menschen, die die Stimme Gottes lebendig sozusagen, also real hörbar gehört haben. In 5. Mose 4, Vers 12, da heißt es: "Und der Herr redete mit euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme seiner Worte hört ihr, aber ihr saht keine Gestalt, sondern vernahmt nur die Stimme." Sie haben zwar nicht Gott gesehen, aber sie haben seine Stimme, seine reale Stimme gehört. Man hätte es aufnehmen können. Sie haben seine Stimme gehört. Aber es wird ganz deutlich: Selbst Menschen, die seine Stimme buchstäblich gehört haben, sind nicht automatisch bereit, wirklich auf seine Stimme zu hören. Es macht einen Unterschied, ob ich seine Stimme physisch höre oder ob ich sie wirklich höre.

[23:29] Die Menschen hier, die allermeisten von ihnen diese Stimme physisch gehört haben, wo die Schallwellen, die aus dem Mund Gottes kamen, sozusagen in ihren Gehörgang gekommen sind und sie das tatsächlich gehört haben. Die meisten von ihnen wollten das nicht weiter länger hören. In 5. Mose 5 von dort ab Vers 23 heißt es, dass sie darauf wie folgt reagierten: "Und es geschah, als ihr die Stimme mitten aus der Finsternis hörtet und der Berg im Feuer brannte. Da tratet ihr zu mir, alle Oberhäupter eurer Stämme und eure Ältesten. Und ihr spracht: 'Siehe, der Herr, unser Gott hat uns seine Herrlichkeit und seine Größe sehen lassen und wir haben seine Stimme mitten aus dem Feuer gehört. Heute haben wir gesehen, dass Gott mit den Menschen redet und sie am Leben bleiben. Und nun, warum sollen wir sterben? Denn dieses große Feuer wird uns verzehren. Wenn wir die Stimme des Herrn, unseres Gottes, noch weiterhören, so müssen wir sterben. Denn wer von allem Fleisch könnte die Stimme des lebendigen Gottes mitten aus dem Feuer reden hören, wie wir, und am Leben bleiben? Tritt du hinzu und höre alles, was der Herr, unser Gott, reden wird, und du sollst uns alles sagen, was der Herr, unser Gott, zu dir reden wird, und wir wollen darauf hören und es tun.'" Mit anderen Worten, sie wollten nicht mehr, dass Gott direkt zu ihnen spricht. Sie hatten Angst vor der Stimme. Obwohl sie aus eigener Erfahrung gewusst haben und erlebt haben, dass Gott mit ihnen redete und sie am Leben blieben, hatten sie trotzdem Angst, dass die Stimme Gottes sie umbringen würde.

[25:11] Viele Christen wünschen sich oft, dass Gott zu ihnen spricht. Aber wenn wir verstehen, was Gott wirklich zu uns spricht, dann wünschen sich viele eigentlich wieder doch lieber eine Beziehung auf Distanz. Hier an dieser Stelle entsteht das, was die Bibel oft den alten Bund nennt. Eine Beziehung zwischen Gott und Menschen, die nur mittelbar ist, in der Gott durch menschliche Mittler wie Aaron und vor allem Mose den Erlösungsplan theoretisch erklärt. Die Israeliten haben nicht verstanden, dass dadurch niemand gerettet wird. Niemand wird durch die Theorie errettet. Niemand kann durch Vermittler mit Gott in Verbindung gebracht werden. Ja, Mose und Aaron haben die Wahrheit gesagt. Auf den Steintafeln stand die Wahrheit, die zehn Gebote, hundertprozentig absolut wahr. Aber Gottes Ziel war, dass die zehn Gebote nicht auf Steintafeln stehen, sondern auf den Tafeln des Herzens. Sein Wunsch war es nicht, dass er über Mose und Aaron mit dem Volk kommuniziert. Sein größter Herzenswunsch war, dass er direkt zu dem Volk spricht, zu jedem einzelnen, so wie es im neuen Bund in Jeremia 31 erklärt wird. In Jeremia...

[26:37] 31 und dort Vers 31. Es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde. Nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten rauszuführen. Denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr war, spricht der Herr, sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr. Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.

[27:07] Und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen, er kenne den Herrn, denn sie werden mich alle kennen, vom kleinsten bis zum größten unter ihnen, spricht der Herr: "Denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken."

[27:32] Weil Gott meine Sünden vergibt, kann ich gefahrlos seiner Stimme direkt zuhören, denn es gibt nichts mehr, was das lebendige Feuer der Liebe Gottes verzehren würde in mir. Die Liebe Gottes verzehrt nämlich Sünde. Und deswegen, weil dort unvergebene Sünde im Leben der Israeliten gewesen ist, konnten sie die Stimme Gottes nicht ertragen, weil sie realisierten: Entweder geben wir diese Sachen Gott ab, aber wenn wir daran festhalten, dann wird das verzehrende Feuer uns mit verzehren, so wie es am Ende der Zeit die Ungläubigen verzehren wird, die an der Sünde so lange festgehalten haben, bis sie sich mit der Sünde identifiziert haben. Aber einem Menschen, dem die Sünde vergeben ist, dem macht die Stimme Gottes keine Angst.

[28:33] Darf Jesus persönlich zu dir reden oder bist du damit zufrieden, gute Predigten zu hören? Reichen dir gute YouTube-Videos? Oder möchtest du Jesus persönlich hören? Reicht dir eine theoretische Abhandlung über alle Punkte der Wahrheit, selbst wenn sie hundertprozentig wahr war, oder möchtest du nicht viel lieber Jesus selbst hören, wie er, der Weg, die Wahrheit und das Leben, diese Wahrheit dir in dein Leben praktisch hineinlehrt?

[29:15] Bist du zufrieden mit der Theorie oder möchtest du das Original, die tatsächliche Erlösung, die Stimme Gottes, die uns zur Erlösung ruft, zur Buße ruft, die uns Vergebung zuspricht, die uns Schritt für Schritt leiten möchte?

[29:43] Die Israeliten wollten zunächst die Stimme Gottes nicht mehr hören, aber Gott gibt nicht so schnell auf. Die Israeliten haben quasi die Tür wieder zugemacht, aber Gott gibt so schnell nicht auf.

[30:01] In 5. Mose 18 und dort ab Vers 15 lesen wir folgendes: "Einen Propheten", sagt Mose, "wie mich wird dir der Herr, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern. Auf ihn sollst du hören. Ganz so, wie du es von dem Herrn, deinem Gott, am Horeb erbeten hast, am Tag der Versammlung, indem du sprachst: Ich will von nun an die Stimme des Herrn, meines Gottes, nicht mehr hören und das große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe."

[30:41] Und der Herr sprach zu mir: "Sie haben recht geredet. Ich will ihnen einen Propheten, wie du es bist, aus der Mitte ihrer Brüder erwecken und meine Worte in seinen Mund legen. Der soll alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde."

[31:03] Wer ist dieser Prophet, der so wie Mose war? Denn am Ende von 5. Mose heißt es ja, es stand nie wieder ein Prophet auf, der so wie Mose war. 5. Mose 34 und dort Vers 10: "Es stand aber in Israel kein Prophet mehr auf, wie Mose, den der Herr kannte von Angesicht zu Angesicht." Wer ist dieser Prophet? Es ist niemand anders als der Messias, als Jesus, der – der es heißt hier: Gott wird sein Wort in ihn hineinlegen. Als Jesus Mensch wurde, da wurde das Wort Gottes buchstäblich Mensch. Er trug nicht nur das Wort Gottes mit sich herum, er war das Wort Gottes, aber nicht mehr im Feuer, sondern als einfacher Mensch, so nah wie möglich.

[31:53] Damit im Leben und Wirken von Jesus Christus wir Menschen die Stimme Gottes hören können, die zu uns spricht, als Gott direkt an die Tür unserer Welt gekommen ist, die geklopft hat. Möchtest du mich hineinlassen? Jesus ist auf die Welt gekommen, damit wir die Stimme Gottes hören können.

[32:19] Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Vers 14 in Johannes 1: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit als die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit."

[32:44] Schon zur Zeit von Mose hatte Gott diesen Wunsch. Er ist von diesem Wunsch nie abgekehrt. Und obwohl die Israeliten Gottes Stimme selbst nicht hören wollten und obwohl der Messias jetzt noch nicht Mensch werden konnte, sollte trotzdem Jesus so nahe wie möglich bei ihnen sein.

[33:00] In 2. Mose 23 und dort Vers 20 lesen wir: "Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit er dich behüte auf dem Weg und dich an den Ort bringe, den ich bereitet habe. Hüte dich vor ihm und gehorche seiner Stimme und sei nicht widerspenstig gegen ihn, denn er wird eure Übertretung nicht ertragen, denn mein Name ist in ihm."

[33:35] Wenn du aber Achtung seiner Stimme wirklich gehorchen... wir uns an 2. Mose 19 Vers 5 erinnern, wo Gott gesagt hat: "Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme gehorchen werdet."

[33:51] Zurück zu 2. Mose 23, Vers 22. Wenn du aber seiner Stimme wirklich gehorchen und alles tun wirst, Achtung, was ich sage hier. Wenn du seiner Stimme Gehör schenken wirst und tun wirst, was ich sage, dieser Engel, in dem Gottes Name ist, wird sagen, was Gott der Vater sagt. Wer ist das? Das ist Jesus Christus. Er war zwar noch nicht Mensch geworden, aber er kam als Engel in der Wolken- und Feuersäule dem Volk so nah wie möglich, um an ihrer Tür zu klopfen, damit sie die Stimme Gottes hören, damit die Stimme Jesu ihnen deutlich macht: Die zehn Gebote sollen nicht auf Stein, sondern in euer Herz.

[34:37] Und ich möchte nicht nur über Mose und Aaron mit euch sprechen. Ich möchte direkt zu eurem Herzen sprechen. Ich möchte nicht nur, dass ihr Opfer bringt, sondern dass ihr glaubt, dass ich euch die Sünden vergebe. So spricht Jesus auch heute zu unserem Herzen und er sagt heute zu dir und zu mir: "Ich wünsche mir, dass du nicht nur in der Sabbatschule das Wort Erlösung in den Mund nimmst und vielleicht ein 'Schritte zu Jesus' verteilst, sondern dass du wirklich erlebst, dass dir deine Sünden vergeben sind."

[35:09] Ich wünsche mir, dass du nicht nur Predigten von Leuten anhörst auf YouTube, die du gerne magst, sondern ich wünsche mir, dass du mich persönlich kennst und dass seine Stimme zu meinem Herzen spricht. Und er wünscht sich, dass wir nicht nur theoretisch wissen, wann der Sabbat ist und wie, dass die zehn Gebote immer noch gültig sind und dass wir die zehn Gebote vielleicht auswendig kennen, sondern dass wir Gottes Gesetz, die zehn Gebote, im Herzen tragen. So wie es die Bergpredigt erklärt. Das ist sein Wunsch.

[35:46] Das verspricht Gott in 2. Mose 23, Vers 22: "Wenn du aber seiner Stimme wirklich gehorchen und alles tun wirst, was ich sage, so will ich der Feind deiner Feinde sein und der Widersacher deiner Widersacher." Mit anderen Worten: "Ich will für dich kämpfen."

[36:02] Lieber Freund, liebe Freundin, wir in Laodizea brauchen genau das. Wir brauchen jemand, der für uns kämpft. Unser Satan, unser Feind, die Versuchung, die Sünden, die uns so leicht umstricken, mit denen wir zu kämpfen haben. Wir brauchen einen Feind dieses Feindes, sozusagen. Wir brauchen jemand, der unsere Feinde befeindet, der sie bekämpft.

[36:23] Jesus hatte schon in 1. Mose 3 Vers 15 gesagt, als er vor der Tür von Adam und Eva stand und sie einlud, ihn einzuladen: "Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau", hat er zur Schlange gesagt, um damit Adam und Eva deutlich zu machen: "Ich will wieder euer Freund sein. Ich will euren Feind befeinden, euren Feind bekämpfen. Ich möchte euch auf meine Seite einladen."

[36:53] Lieber Freund, liebe Freundin, hörst du die Stimme Jesu, der zu dir spricht und sagt: "Die Probleme, die du hast, die Kämpfe, die du kämpfst, ich möchte für dich kämpfen." Und ich habe in meinem Leben erlebt, dass Jesus mir das anbietet. Ich wünsche mir so sehr jeden Tag diese Stimme zu hören, dieses Angebot anzunehmen, damit er wirken kann, weil nichts, das habe ich in meinem Leben erlebt, nichts ist schöner als zu wissen, dass Jesus auf meiner Seite steht, ich mit Jesus eng und wirklich verbunden bin.

[37:49] Hörst du die Stimme Jesu? 1. Könige 19 verdeutlicht, dass die Stimme Jesu nicht immer im Feuer zu uns spricht, dem Erdbeben. 1. Könige 19, von dort Vers 12: "Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer, aber der Herr war nicht in dem Feuer. Er war schon in dem Wind nicht gewesen und auch nicht in dem Erdbeben. Und nach dem Feuer kam die Stimme eines sanften Säuselns."

[38:28] Gottes Stimme ist mitunter sanft und leise. Das Hebräische ist so fast wie ein Schweigen. Kennst du diesen Klang, wenn man quasi in der Stille ist, hört man trotzdem noch so fast, als ob die Stille einen eigenen Klang hat. Ganz wohltuend.

[38:58] Oft ist Gottes Stimme höflich. Er schreit uns nicht an. Ja, er ruft manchmal wie in Sprüche 1, mitten im größten Straßenlärm, in der Hektik des Alltags ruft er uns zu, damit er überhaupt gehört wird. Aber die Stimme Jesu schüchtert uns nie ein, wie manche Menschen versuchen, durch Anschreien jemanden klein zu halten. Nein, nein, nein. Jesu Stimme ist immer taktvoll und höflich, sanft und leise und doch gut hörbar. Elia hatte in diesem Moment keinen Zweifel, dass Gott zu ihm gesprochen hat.

[39:50] Gottes Stimme ist nicht so leise, dass wir sie nicht hören können. Hier wird nicht ausgedrückt, dass es schwierig ist, seine Stimme zu hören. Hier wird ausgedrückt, dass eine Stimme zu hören nichts Furchteinflößendes ist, nichts, was uns Angst machen müsste, dass wir sozusagen das nicht mehr hören wollen, so wie die Israeliten. Was uns Angst machen sollte, ist die Sünde. Denn die Sünde macht, dass wir Angst vor Gottes Stimme haben, obwohl Gottes Stimme heilsam ist.

[40:30] In 5. Mose finden wir einen Gedanken, der sich durch dieses Buch fast hindurchzieht, immer wieder gerade in den frühen Kapiteln immer wieder auftaucht. In 5. Mose Kapitel 4 und dort Vers 1: "Und nun, Israel, höre auf die Satzung und auf die Rechtsbestimmung, die ich euch lehre, damit ihr sie tut und lebt und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, dass euch der Herr, der Gott eurer Väter, gibt. Israel, höre!"

[40:59] 5. Mose 5, Vers 1, nächstes Kapitel: "Und Mose berief ganz Israel und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Satzung und Rechtsbestimmung, die ich euch heute vor euren Ohren rede. Lernt und bewahrt sie, um sie zu tun."

[41:14] 5. Mose 6, Vers 3: "Höre nun, Israel, und achte darauf, sie zu tun, damit es dir gut geht und ihr sehr gemehrt werdet, so wie es der Herr, der Gott deiner Väter, verheißen hat in einem Land, in dem Milch und Honig fließt." Und dann natürlich ganz berühmt. Also, wir merken, wenn wir Gottes Stimme hören und aufnehmen, dann geht es uns gut.

[41:37] Und dann ganz berühmt 5. Mose 6 Vers 4: "Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein! Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft."

[41:56] Jesus steht vor der Tür von Laodizea und sagt: "Wenn jemand meine Stimme hört, höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft." Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir Gott so lieben, werden wir dann noch nackt sein? Werden wir noch blind sein, erbärmlich und bloß? Wird das unser Problem sein? Nein, wenn wir Gott von ganzem Herzen lieben, dann werden wir von ihm den Glauben haben und das Kleid der Gerechtigkeit und die Augensalbe. Wir werden ihn lieben von ganzem Herzen.

[42:32] Und so bittet Jesus in Laodizea das, was er schon in 5. Mose gebeten hat: "Höre, Israel, höre auf die Stimme Gottes." Gib dich nicht zufrieden mit einem intellektuellen Begreifen. Na ja, das gehört dazu, das gehört, das ist sozusagen der... dann gibt es ja keinen Widerspruch und dann weiß ich jetzt, was Gott gesagt hat. Höre zu, was er dir zu sagen hat.

[43:06] Jesus hat verstanden, dass man zuhören muss. Er wusste, dass die Worte, die er sagte, die Predigten, die er hielt, nur dann das Herz wirklich verwandeln, wenn man mit Interesse darüber nachdenkt. Am Ende seiner Gleichnisse hört man ihn manchmal sagen, wie hier in Matthäus 13, Vers 9: "Wer Ohren hat zu hören, der höre."

[43:26] Da standen ganz viele Menschen, die hatten alle wahrscheinlich die allermeisten, bis auf vielleicht wenige, die eine Beeinträchtigung hatten, aber selbst die hatten oft von Jesus Heilung erfahren. Da standen fast alles Menschen, die hatten Ohren, die konnten hören, und trotzdem sagt Jesus: "Hier gibt es wahrscheinlich Menschen, die werden hören und doch nicht hören." Sie hören physisch, aber sie hören nicht richtig zu. Wer Ohren hat zu hören, der höre.

[43:52] Kann es sein, dass wir manchmal vielleicht wahrnehmen, dass Jesus etwas sagen möchte, aber wir hören nicht hin? Wir hören die Stimme des Gewissens, aber wir wollen nicht hinhören. Wir hören eine Warnung. Wir merken, dass es eigentlich Gott ist, der zu uns spricht, aber wir wollen es jetzt gerade nicht hören. Lieber Freund, liebe Freundin, Gott kann uns nur helfen, wenn wir auf seine Stimme hinhören.

[44:16] Und deswegen endet jede Botschaft an die sieben Gemeinden, allen sieben von Ephesus bis Laodizea, mit allen Gemeinden dazwischen, weil es in der Kirchengeschichte niemals eine Zeit gab, wo das nicht notwendig war. Offenbarung 3, Vers 22: "Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt."

[44:45] Jesu Worte, die er hier gesprochen hat, die Johannes aufgeschrieben hat, die von Kopisten abkopiert worden sind, von Generation zu Generation jetzt gedruckt vor uns liegen, die wir lesen, die wir hören, die wir zuhören – diese Worte werden nur dann unser Leben verwandeln, wenn wir es dem Heiligen Geist erlauben, diese Worte zu nehmen und auf mein Leben anzuwenden. Dann hören wir, was der Geist den Gemeinden sagt.

[45:17] Es ist so einfach zu lesen und zu sagen: "Ah ja, das trifft den und den und den, und das muss sich ändern, und die Gemeinde ist schlecht, und das kann jeder." Dazu braucht man nicht den Heiligen Geist. Dazu braucht man nur ein paar Jahre Schule, einen einigermaßen vernünftigen Intellekt. Dazu muss man einfach nur ein bisschen von A nach B kombinieren können, aber die eigentliche Botschaft auf das eigene Leben anzuwenden, dazu muss man auf den Heiligen Geist hören, der die Worte Jesu anwendet auf mein Leben.

[45:42] Jesus sagt, ich stehe vor der Tür und klopfe an, wenn jemand meine Stimme hört. Er hatte gesagt: "Der Heilige Geist wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden. Er wird von dem Meinen nehmen und euch geben, euch es sagen." Jesus macht das ganz deutlich in Johannes 16, Vers 13: "Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden. Und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen." Der Heilige Geist bringt die Worte Jesu an unser Herz. Und deswegen brauchen wir den Heiligen Geist.

[46:31] Zum Ende. Lasst uns heute die Entscheidung fällen, was immer wir früher in unserem Leben erlebt haben. Lasst uns die Entscheidung fällen, auf die Stimme Jesu zu unserem Herzen zu hören. Lasst uns diese Entscheidung fällen, hinzuhören und die Tür zu öffnen.

[47:00] In 5. Mose 30 ist das schön, vielleicht, ich glaube, das schönste Kapitel der Bibel, aber da kann man ja verschiedener Meinung sein, aber ich glaube, 5. Mose 30 ist unfassbar toll. 5. Mose 30 und dort Vers 2: "Es wird aber geschehen, wenn alle diese Worte über dich kommen werden, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe – vorgelebt habe, vorgelegt habe, Verzeihung. – Und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Heidenvölkern, unter die dich der Herr, dein Gott, verstoßen hat."

[47:28] "Und wenn du umkehrst zu dem Herrn, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder, von ganzem Herzen, von ganzer Seele." Laodizea, wenn du den Segen erlebt hast und den Fluch, Vergebung der Sünden und dann den Abfall, das Vergessen der Dinge, das Zurückfallen in Sünde und all die Dinge, die wir studiert haben in all den Wochen und Monaten, wenn du das alles erlebt hast und du die Stimme Jesu zu deinem Herzen hörst, dann höre darauf, kehre um von ganzem Herzen, von ganzer Seele.

[48:09] Vers 3: "So wird der Herr, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin dich der Herr, dein Gott, zerstreut hat." Und jetzt kommt Vers 4: "Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstoßen wirst, so wird dich doch der Herr, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen."

[48:27] Jesus kommt zu uns. So nah, er kommt an unsere Tür. Wenn wir also in Vers 2 auf seine Stimme gehorchen und hören, dann deswegen, weil er zu uns gekommen ist. Er ist bis ans Ende des Himmels gekommen und klopft an und spricht zu uns. Und wenn wir dort am Ende des Himmels zerstreut, die Stimme Jesu in unserem Herzen klopfen hören und sagen: "Okay, ich möchte zurück, ich möchte wieder in mein Land zurück, ich möchte wieder den Segen und die Wiederherstellung Gottes erleben."

[48:55] Lieber Freund, egal wie weit du von Gott entfernt bist, egal was äußerlich in deinem Leben ist, wenn du in deinem Herzen so weit weg bist, dass man nicht weiter weg sein kann, dann steht Jesus heute vor deiner Tür. Er ist den ganzen Weg gelaufen, bis ans Ende des Himmels, bis an diese Stelle, wo du jetzt bist. Und er steht dort, wo du bist und er klopft dort an, wo du bist. Und wenn du heute hier seine Stimme hörst, dann mach die Tür auf, kehre um und er bringt dich zurück dorthin, wo du einmal warst oder dorthin, wo du noch nie gewesen bist.

[49:32] Denn das heißt hier in Vers 5: "Und der Herr, dein Gott, wird dich in das Land zurückbringen, dass deine Väter besessen haben und du wirst es in Besitz nehmen und er wird dir Gutes tun und dich mehren, mehr als deine Väter." Egal, wie weit du gegangen bist, egal wie tief du gefallen bist, egal wie weit du von Gott entfernt bist in deinem Laodizea-Zustand, egal was passiert ist, Gott kann dich näher bringen zu sich als jemals zuvor, als alle, die vor dir gewesen sind.

[49:57] Vers 6: "Und der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, dass du den Herrn, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst." Genau das ist ja das, was wir in 5. Mose 6 gelesen haben: "Höre, Israel, höre, Israel!"

[50:13] gelesen haben. Höre, Israel, höre, Israel! Der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen und von ganzer Seele. Höre zu auf die Stimme Jesu. Wenn wir auf die Stimme Jesu hören, dann kann er unser Herz...

[50:43] Bleibe fröhlich. Vergiss nicht, dass du einen Tröster hast, den Heiligen Geist, den Christus erwählt hat, eingesetzt hat. Du bist niemals alleine, wenn du auf die Stimme hörst, die jetzt zu dir spricht, wenn du ohne Zögern dem Klopfen an der Tür deines Herzens antwortest mit den Worten: "Komm herein, Herr Jesus, dass ich mit dir das Mahl halte und du mit mir." Dann wird der himmlische Gast hineinkommen.

[51:23] Mit diesem Element, das ganz göttlich ist, das bei dir wohnt, gibt es Friede und Ruhe.

[51:40] Oh Herz, so spricht Jesus noch immer in Akzenten der Liebe. Und dann zitiert sie Offenbarung 3, Vers 20. Diese Worte, die wir lesen: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört..." Das müssen wir eigentlich so hören wie jemand, der voller Liebe spricht, mit Akzenten der Liebe.

[52:02] Zweites Band der Zeugnisse: So groß ist die Unwilligkeit des Herrn, dich zu verlassen. Und so ist seine Liebe zu dir, dass, obwohl dein Leben nicht mit seinem Willen übereingestimmt hat und deine Werke und deine Wege eine Provokation für ihn waren, die Majestät des Himmels sich dennoch herablässt, dieses Privileg zu erbitten, dich besuchen zu dürfen und seinen Segen dir zu hinterlassen. Die Wohnungen der Herrlichkeit gehören ihm und die Freude der himmlischen Wohnungen. Und doch demütigt er sich, um einen Eingang an der Tür deines Herzens zu bekommen, dass er dich mit seinem Licht segnen kann und dir Freude schenken kann an seiner Herrlichkeit.

[52:58] Sein Werk ist es, zu suchen und zu retten, was verloren ist und bereit ist zu verderben. Er wünscht sich, so viele wie möglich vom Tod und von Sünde zu erretten, dass er sie zu seinem Thron emporheben kann und ihnen ewiges Leben geben kann.

[53:22] Dann also komm als ein kleines Kind, lieber Freund, liebe Freundin, komm als ein kleines Kind zu Jesus. Stelle dich vor als jemand, der bitten möchte an seinen Füßen. Denn wir müssen nicht in den Himmel aufsteigen, um Jesus herabzubringen. Noch müssen wir in die Erde, um ihn heraufzubringen, denn er ist uns immer nah.

[53:54] Und jetzt hör gut zu, lieber Freund, liebe Freundin, das erste Band der Selected Messages: Sobald wir zustimmen, Sünde aufzugeben, sobald wir unsere Schuld anerkennen, wird die Barriere, die unsere Seele vom Erlöser trennt, entfernt. Sobald wir zustimmen, die Sünde aufzugeben, unsere Schuld bekennen, wird die Barriere entfernt.

[54:26] Lieber Freund, liebe Freundin, du kannst frei sein. Schau weg von dir selbst zu Jesus.

[54:38] Er ist alles in allem. Die Verdienste des Blutes eines gekreuzigten und auferstandenen Erlösers werden ausreichen, um dich von der kleinsten und der größten Sünde zu reinigen.

[54:57] Übergib deine Seele in vertrauendem Glauben Gott. Übergib sie ihm, damit er sie behält, einem treuen Schöpfer. Habe nicht ständig Angst und befürchte nicht ständig, dass Gott dich verlassen wird. Er wird dich niemals verlassen, es sei denn, dass du von ihm weggehst. Christus wird hineinkommen. Er wird mit dir wohnen, wenn du die Tür deines Herzens für ihn öffnest.

[55:31] Es kann vollkommene Harmonie zwischen dir und dem Vater und seinem Sohn geben, wenn du dem „Ich“ stirbst und für Gott lebst.

[55:43] Hast du heute, lieber Freund, liebe Freundin, die Stimme Jesu zu deinem Herzen gehört? Wollen wir heute die Tür aufmachen und ihn hineinlassen?

[56:02] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Danke, dass du uns nachgehst und dass, egal wo wir sind, deine Stimme zu uns spricht. Mal ganz leise, uns zu zeigen, wie groß dein Zartgefühl für uns ist. Mal laut und deutlich, damit wir inmitten des Trubels des Alltags wissen und verstehen, dass du da bist und uns nicht alleine lässt. Mal mit Feuer und Erdbeben und großer Gewalt, damit wir verstehen, wie groß deine Kraft ist, uns zu erlösen und reinzuhalten.

[56:50] Herr, wir möchten deine Stimme täglich hören, möchten wirklich darauf hören und ihr gehorchen. Schenk du mir das und jedem, der dieses Video sieht. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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