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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ vertieft Christopher Kramp die Bedeutung von Offenbarung 3,20c, wo Jesus an die Tür klopft. Er erklärt, dass Erlösung nicht nur im Hören, sondern im aktiven Öffnen der Tür des Herzens liegt. Anhand weiterer biblischer Beispiele aus Johannes, Apostelgeschichte und Kolosser beleuchtet Kramp, wie wir Gott Gelegenheiten geben können, in unserem Denken zu wohnen und seinen Dienst in unserem Leben zu vollbringen. Der Sprecher betont Jesu sehnlichen Wunsch, nicht nur ein Gast, sondern ein ständiger Bewohner unseres Herzens zu sein.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:47] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid und wir gemeinsam in Gottes Wort hineintauchen können und Gottes Wort besser verstehen können, Jesus besser kennenlernen können in diesem wunderbaren Buch, das ihn offenbart, die Offenbarung Jesu Christi. Wir sind in der Botschaft an die Gemeinde Laodizea, eine Botschaft, die direkt in unsere Zeit am Ende der Zeit, kurz vor der Wiederkunft spricht, die uns ermutigt, die uns herausfordert, die uns neu auf Jesus hinorientiert, die uns zeigt, wo wir Veränderung brauchen, wo wir Bekehrung brauchen und die uns ermutigt, das ganze Evangelium, das ganze Versprechen Jesu, die ganze Gnade für uns vollständig anzunehmen, eifrig zu sein, Buße zu tun. Wir haben das letzte Mal gesehen, dass Jesus vor unserer Tür steht, anklopft und wir seine Stimme hören können. Bevor wir uns heute mit einem weiteren Aspekt aus Offenbarung 3, Vers 20 beschäftigen, möchten wir Jesus einladen, dass wir nicht nur über seine Worte hier reden und nachdenken, sondern dass wir seine Stimme heute hören und dass wir verstehen, wie du und ich ihm tatsächlich die Tür des Herzens öffnen können. Wollen wir gemeinsam beten? Lass uns, wenn es möglich ist, dazu niederknien.

[2:31] Lieber Vater im Himmel, danke für die Schönheit und für die Kraft deines Wortes. Wir möchten Dich bitten, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst. Wir sind nur unwürdig, aber du bist würdig und du siehst einen so großen Wert in uns. Du hast so Großes mit uns vor. Wir möchten uns jetzt zu deinen Füßen setzen und zuhören, zuhören, was du zu sagen hast. Aber nicht nur das, wir wollen nicht zuhören, wir wollen dich hineinlassen in unser Herz. Wir wollen mit Dir zusammenleben und möchten Dich bitten, dass wir auch heute mehr als jemals zuvor verstehen, was das bedeutet und wie das praktisch funktioniert. Das bitten wir im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt. Amen.

[3:41] Offenbarung Kapitel 3, Vers 20. Jesus sagt seiner Gemeinde in Laodizea: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir.“ Es reicht nicht, wenn wir die Stimme Jesu hören. Jesus steht vor jeder Tür und er klopft an jeder Tür. Vielleicht hören nicht mal alle seine Stimme, aber es wird wohl etliche geben, die seine Stimme hören und nicht öffnen.

[4:30] Ich glaube, ich muss mich korrigieren: Durch die eine oder andere Methode hört jeder Gottes Stimme, so viel ist klar. Jeder kann wissen, dass Gott zu ihm reden möchte. Was ich sagen wollte, ist: Es gibt vielleicht Menschen, die schon so in der Sünde verhaftet sind und so sehr sich von Gott abwenden, dass das Klopfen des Geistes immer leiser wird und mit jeder Ablehnung sie irgendwann abstumpfen. Aber da gibt es auch Menschen, die hören Jesu Stimme sehr genau und öffnen nicht die Tür. Und je öfter man das macht, desto weniger klar hört man die Stimme, auch wenn sie sogar mit noch größerer Liebe und größerer Intensität zurückkommt, weil Jesus uns unbedingt retten möchte. Worauf ich hinaus möchte, ist: Es reicht nicht, die Stimme zu hören. Das heißt, wenn jemand meine Stimme hört und die Tür...

[5:53] ...öffnet. Erlösung geschieht nicht dadurch, dass wir plötzlich in unserem Gewissen die Stimme des Heiligen Geistes hören, sondern wenn wir darauf reagieren und ihm nachgeben und Entscheidung fällen, dass unsere Tür geöffnet wird. Die Frage heute ist nicht: Hörst du die Stimme Jesu? Sondern die Frage ist: Hast du entsprechend reagiert? Öffnen wir unsere Tür? Jesus sagt: „Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen.“ Was heißt das? Fragen wir uns zunächst heute, was es bedeutet, dass Jesus zu uns hineingehen möchte, und dann, wenn wir sehen, wie wir ihm dazu die Tür öffnen.

[6:41] Können wir in Johannes 14 und dort Vers 21 bis 23. Johannes 14 und dort Vers 21 bis 23 hat Jesus denselben Gedanken ausgesprochen und ein paar interessante Details hier ausgeführt. Johannes 14, Vers 21 bis 23: „Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt.

[7:16] Wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ Da spricht Judas (nicht der Iskariot) zu ihm: „Herr, wie kommt es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt?“ Jesus antwortete und sprach zu ihm: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“

[8:08] Vater als auch Jesus in unser Herz kommen möchten. Er sagt, wir werden Wohnung bei ihm machen. In demselben Kapitel spricht es noch von anderen Wohnungen. In Johannes 14 und dort in Vers 2 sagt Jesus: „Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht so, hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten.“ Jesus bereitet den Weg, damit wir bei Jesus und Gott dem Vater wohnen können. Aber es gibt eine zweite Wohnung in Johannes 14, und das ist die Wohnung unseres Herzens auf dieser Erde. Schon können wir mit Gott zusammenleben. Wir müssen nicht erst warten, bis wir durch die Perlentore und den goldenen Straßen gehen, bis wir am Baum des Lebens und am Wasser des Lebens entlangschreiten. Wir können jetzt schon mit dem Vater und mit Jesus zusammen wohnen, wenn wir unsere Herzenstür öffnen. Schauen wir uns diesen Abschnitt noch mal genau

[9:11] an. Dort wird ja eine Bedingung in Vers 23 gesagt: „Wenn jemand mich liebt.“ Die Bedingung, dass Gott der Vater und Jesus in unserem Herzen wohnt, ist, dass wir Jesus wirklich lieben, dass wir nicht nur intellektuell sagen: „Ja, das stimmt schon, da habe ich jetzt kein Gegenargument“, sondern dass wir ihn wirklich von Herzen mögen. Wenn wir ihn lieben, dann kann Gott bei uns wohnen. Wenn wir ihn lieben, dann werden wir sein Wort befolgen. Schreiben uns mal

[9:57] diese Kausalkette auf: Liebe zu Jesus führt zu zwei Dingen: Gehorsam zum Wort Jesu und zweitens zu dem: Wer Jesus liebt, wird seinem Wort folgen und wird erleben, dass der Vater und Jesus bei ihm wohnen.

[10:36] Wir lesen weiter in Vers 22. Da ist ja die Frage gestellt: „Da spricht Judas (nicht der Iskariot) zu ihm: Herr, wie kommt es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt?“ Mit anderen Worten, hier gibt es etwas zu lernen über Jesus, was nicht alle verstehen, was nicht die ganze Welt sehen kann, sondern nur diejenigen, die tatsächlich Jesus lieben. Es ist eine Offenbarung Jesu, die nur der Gläubige kennt. Einem Ungläubigen kann man es nicht erklären, was es bedeutet, zu wissen, dass Gott in meinem Leben gegenwärtig ist, der Gott, der das Universum geschaffen hat.

[11:22] Vers 21. Hier haben wir noch einmal noch mehr Details. Vers 21: „Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt.“ Das ist also keine optionale Folge, sondern der Beweis, dass das hier stimmt. „Wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben.“ Wenn wir Jesus lieben, dann liebt uns Gott der Vater und Jesus so sehr, dass sie bei uns sein möchten in

[12:18] meinem Herzen durch den Heiligen Geist. Denn um den geht es ja hier in diesem Abschnitt, wenn es heißt in Vers 16: „Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht, er kennt ihn nicht. Ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.“ Also, der Vater wird bei uns Wohnung machen. Jesus wird bei uns Wohnung machen. Der Heilige Geist wird in uns sein, denn während Jesus tatsächlich ein Mensch ist im himmlischen Heiligtum und Gott der Vater das göttliche Wesen auf dem Thron des Universums, der Heilige Geist als ein anderer Beistand von Jesus gesandt, weil Jesus nicht mehr auf dieser Erde ist, sendet er seinen Heiligen Geist, der dessen Natur wir nicht genau verstehen können, weil uns nicht viel darüber offenbart ist, aber dessen Wirken uns klar von Jesus erklärt worden ist. Er wird in uns wohnen. Und durch ihn sind uns der Vater und Jesus ganz nah. Die Tür öffnen wir dadurch, dass wir dem Heiligen Geist erlauben, in unserem Herzen zu wohnen. Wer das Wirken des Geistes zulässt, der öffnet die Tür.

[14:00] Wir haben gesehen, dass Jesus uns Wohnungen vorbereitet. Er muss die nicht erst bauen, die sind schon da, aber er bereitet sie vor. Wir sehen in der Bibel, wenn Gott dem Menschen eine Wohnung bereitet, dann macht er nicht irgendetwas, sondern er gibt das Beste, was er hat, her. Hat Adam und Eva auf der neugeschaffenen Erde, die schon perfekt war, zusätzlich den Garten, das Paradies, als Heimat bereitet. Er hat den Engeln im Himmel einen Garten bereitet, ein Paradies. Im Garten Eden war der Luzifer, wie Hesekiel 28,13 sagt. Das war kein karges Gemäuer, das war ein unfassbar schöner Ort und ist immer noch ein unfassbar schöner Ort dort im Himmel. Selbst als nach dem Eintritt der Sünde Gott, dem diese Welt nicht mehr so schön war wie am Anfang, hat Gott den Israeliten doch das schönste Heimatland gegeben, das man im ganzen Nahen Osten finden konnte. Gott gibt sich Mühe, wenn er uns eine Heimat bereitet. Und wenn wir einmal auf der neuen Erde sein werden, dann wird die Wohnung, die Heimat, die er schon im Himmel und dann auf der neuen Erde, es wird das Beste sein, was Gott uns nur geben kann. Gott baut nicht Baracken für uns, wo jeder ein Unterschlupf findet. Wenn Gott Wohnungen vorbereitet, dann will er uns seine Freude machen, dann will er, dass wir uns wohlfühlen, dann soll es eine Glückseligkeit sein. Deswegen heißt ja das Paradies, die ursprüngliche Heimat des Menschen, Garten Eden – Wonne.

[15:54] Glückseligkeit. Und die Frage ist: Wenn Gott uns eine solche Wohnung vorbereitet, was für eine Wohnung bereiten wir für Gott? Ist mein Herz ein Garten Eden für Gott den Vater, für Jesus und den Heiligen Geist? Ist mein Herz ein Ort, an dem sich Gott wohlfühlen kann, an dem er gerne ist? Wir werden das nächste Mal noch mehr darüber sprechen, aber Jesus sagt ja, er will nicht nur einmal kurz reinkommen und gucken, was da ist. Er möchte da bleiben. Er möchte das Mahl mit uns halten, um deutlich zu machen: Er möchte Zeit mit uns verbringen. Er möchte sich dort wohlfühlen bei

[16:54] Jesus. Wie oft stellen wir uns eigentlich die Frage, ob unser Herz ein Ort ist, an dem sich Gott wohlfühlen kann?

[17:04] Wenn wir über dieses Thema nachdenken, dass Jesus an der Tür steht und sagt: „Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen“, lasst uns an diese Stelle in Johannes 14, Vers 21 bis 23 denken. Und ich möchte neu mich entscheiden, dass mein Herz...

[17:39] ...ist. In Offenbarung 3 heißt es: „Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen.“ Wie lasse ich also Jesus und Gott den Vater und den Heiligen Geist in mein Herz, wenn ich ihre Stimme höre? Du hörst seine Stimme, du hörst das Klopfen Jesu, und du möchtest ihn hineinlassen. Die Frage ist jetzt: Wie, wie öffne ich die Tür des Herzens?

[18:10] Wir wollen uns das dadurch anschauen, indem wir uns andere Geschichten in der Bibel betrachten, in denen Türen geöffnet worden sind, denn das Bild wird ja verwendet, dass wir eine Tür öffnen sollen.

[18:23] Schauen wir in Apostelgeschichte 14, Vers 27. Dort heißt es: „Als sie aber angekommen waren und die Gemeinde versammelt hatten, erzählten sie, wie viel Gott mit ihnen getan hatte und dass er den Heiden die Tür des Glaubens geöffnet hatte.“ Hier haben wir auch eine abstrakte Tür, keine tatsächliche, die man mit der Türklinke runterdrücken könnte. Schauen wir uns ganz kurz

[19:04] an, wer hier die Tür öffnet. Hier haben wir Gott, der die Tür öffnet. Hier öffnet er eine Tür, und zwar für die Heiden, sodass sie jetzt – und das ist die Idee – jetzt eine Gelegenheit haben, nämlich die Tür des Glaubens. Mit anderen Worten, wenn man sich das bildlich vorstellen möchte, dann standen die Heiden vor der Tür und kannten den Glauben nicht. Sie hatten nie von dem Glauben gehört. Es gab keine Möglichkeit für sie zu wissen, dass Jesus der Messias ist, dass er für sie gestorben ist. Und Gott öffnet die Tür, sodass sie jetzt die Gelegenheit haben, den Glauben

[20:00] kennenzulernen. Das Öffnen der Tür bedeutet, dass die Heiden die Möglichkeit haben, mit diesem Glauben jetzt in Kontakt zu treten. Wie hat Gott die Tür geöffnet? Er hat den Paulus und den Barnabas und den Petrus und andere inspiriert und aufgefordert, Kontakt mit den Heiden herzustellen, sodass sie durch diese Gelegenheiten den Glauben kennenlernen.

[20:34] Wenn wir also die Tür für Gott öffnen, dann bedeutet das, dass wir ihm Gelegenheiten geben, die er vorher nicht gehabt hat. Denn solange wir in der Sünde leben, steht Gott außerhalb unseres Herzens und wünscht sich, dass er hineinkommt, aber er darf nicht hinein, denn wir haben die Freiheit der Wahl. Und nur wenn wir die Tür öffnen, kann er hineinkommen. Natürlich hinkt das Bild insofern, als Gott alles weiß. Er wohnt im Licht und weiß auch, was in der Finsternis ist, sagt Daniel 2. Aber er kann nicht in unserem Herzen wohnen, wenn wir das nicht zulassen. Ihm die Tür zu öffnen bedeutet also, ihm Gelegenheiten zu geben, mit unserem Herzen in Kontakt zu kommen.

[21:32] Wie machen wir das? Wir machen das, indem wir Gott die Gelegenheit geben, zu unserem Herzen, das heißt zu unserem Denken, zu sprechen, wenn wir über Gottes Wort nachdenken. Wenn ich über Gottes Wort nachsinne und versuche, es zu verstehen, versuche, Jesu Stimme zu hören und ihn hineinlasse, also an mein Denken, lasse ihm, erlaube mein Denken zu verändern, dann öffne ich ihm eine Tür der

[22:04] Gelegenheit. Wenn ich Bibeltexte auswendig lerne, wenn ich über Bibeltexte bete, wenn ich diese Texte auf meine eigene Lebenssituation anwende, dann gebe ich ihm die Gelegenheit, das, was er schon immer tun wollte. Das Wort ist ja schon immer da gewesen. Er ist schon immer da gewesen. Der Heilige Geist hat schon immer an mir gewirkt, aber selten hat er vielleicht in mir wirken können, weil ich nicht zuhören wollte. Wenn ich ihm die Gelegenheit gebe zu wirken, wenn ich ihm die Chance gebe, auf mein Herz einzuwirken, dann öffne ich ihm die

[22:36] Tür. 2. Korinther Kapitel 2 und dort Vers 12. 2. Korinther Kapitel 2 und dort Vers 12: „Als ich aber nach Troas kam, um das Evangelium von Christus zu verkündigen, und mir eine Tür geöffnet war im Herrn.“ Gott öffnet Türen, und zwar für unseren Dienst. Paulus sagt, Jesus hat mir eine Tür geöffnet, dass ich dort in Troas in Westkleinasien, dass ich dort wirken kann, dass ich dort arbeiten kann für ihn. Mit anderen Worten, Gott gibt also Gelegenheiten, dass die Apostel für ihn dienen können.

[23:20] Wenn wir Gott eine Tür öffnen, dann öffnen wir ihm die Gelegenheit, dass er uns dienen kann.

[23:33] Öffnen wir Gott die Türen für seinen Dienst in unserem Leben? Gott öffnet hier die Türen für den Dienst von Paulus, der predigen möchte, der missionieren möchte, und Gott öffnet Türen, gibt Gelegenheiten, damit Paulus das tun kann. Öffnen wir Gott die Türen, dass er seinen Dienst in meinem Leben tun kann?

[24:03] Wir sagen oft, wir warten darauf, wie sich Türen öffnen und Türen schließen, weil wir wissen: Solange sich die Tür nicht öffnet, können wir im Werk Gottes nicht vorangehen. So geht es Jesus auch. Er wartet, dass sich Türen öffnen, denn solange sich die Türen der Herzen nicht schließen, kann er mit seinem Wirken für uns nicht weiter

[24:30] vorangehen. Kolosser Kapitel 4, Vers 3. „Betet zugleich auch für uns“, sagt Paulus, „damit Gott uns eine Tür öffne für das Wort, um das Geheimnis des Christus auszusprechen, um dessen willen ich auch gefesselt bin.“

[24:58] Paulus hofft, dass sich eine Tür öffnet für das Wort Gottes, damit er das Geheimnis Jesu erklären kann, das Geheimnis Gottes. Er sagt: „Betet dafür! Ich wünsche mir so sehr, dass sich eine Gelegenheit ergibt, dass ich meinen Dienst vollführen kann, damit die Menschen, zu denen ich predige, das Geheimnis Gottes erklären können.“ Und jetzt schließt sich ein ganz, ganz großer Kreis in diesem Studium. Wir gehen ganz zurück an die allerersten Momente unseres Studiums mit Laodizea. Vielleicht erinnert ihr euch noch, in Kolosser Kapitel 1 haben wir festgestellt, dass es dort auch schon eine Laodizea-Botschaft gibt, eine Botschaft an die Gemeinde Laodizea, die, wie der Paulus am Ende des Kolosserbriefes sagt, ja dieser Kolosserbrief auch eine Botschaft an Laodizea ist. Es heißt in Kolosser 4, Vers 16: „Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so sorgt dafür, dass er auch in der Gemeinde der Laodizea gelesen wird und dass ihr auch den aus Laodizea lest.“ Dieser Brief ist ein Brief an Laodizea. Schauen wir in Kapitel 2, Vers 1: „Ich will aber, dass ihr wisst, welch großen Kampf ich habe um euch und um die in Laodizea, um alle, die mich nicht von Angesicht im Fleisch gesehen haben.“ Paulus sagt: „Ich bete darum, dass sich eine Gelegenheit öffnet, dass ich das Wort Gottes erklären kann.“ Er sagt mit anderen Worten nicht: „Ich hoffe, dass ich euch, die ihr das vielleicht noch nicht so richtig verstanden habt, ich hoffe, dass ich euch etwas über Gottes Wort weitergeben kann.“ Und zwar, was ist es, was er ihnen so unbedingt erklären möchte? Kolosser Kapitel 2 – Verzeihung – Kapitel 1, Vers 27: „Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Paulus wünscht sich, dass die damals buchstäbliche Gemeinde von Laodizea dieses Geheimnis versteht, das darin besteht, dass Christus in uns ist. Und wenn sich Paulus wünscht, dass sich eine Tür öffnet, damit die Menschen in Laodizea verstehen, dass es darum geht, dass Jesus in uns wohnt, wie viel mehr wünscht sich Jesus, dass die Gemeinde Laodizea eine Tür öffnet, damit sie endlich verstehen, dass das Geheimnis darin besteht, dass Jesus in ihrem Denken wohnt? Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus wünscht sich nichts sehnlicher für mich und auch für dich, als dass er endlich in unserem Denken wohnen kann, dass wir nicht hier unser Herz haben und immer wieder mal Jesus um Hilfe bitten, dass wir nicht immer mal die Notfallrufnummer rufen: „Herr Jesus, bin in Schwierigkeiten, hilf mir raus!“, sondern dass Jesus in unserem Denken wohnen darf, nicht als ein Gast, der mal kommt und geht, sondern wohnen darf. „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Paulus sagt: „Betet dafür, dass ich die Gelegenheit habe, das weiterzugeben.“ Glaubt ihr nicht, liebe Freunde, dass Jesus einen noch größeren Wunsch hat als Paulus, dass diese Wahrheit dein und mein Herz erreicht?

[28:20] Offenbarung Kapitel 3, Vers 8. Es heißt hier in der Gemeinde an die Gemeinde Philadelphia. Es heißt in Vers 8: „Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine geöffnete Tür gegeben, und niemand kann sie schließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein...“

[28:44] hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet. Jesus hat für die Gemeinde Philadelphia eine Tür geöffnet. Ist es nicht interessant, dass in der Gemeinde Philadelphia Jesus eine Tür für die Gemeinde öffnet und in der Gemeinde Laodizea er sich wünscht, dass die Gemeinde eine Tür öffnet? Jesus öffnet in der Gemeinde Philadelphia eine Tür, die Tür zum Allerheiligsten. Und jetzt bittet er im Umkehrschluss die Gemeinde in der Zeit von Laodizea, dass auch die Gemeinde Laodizea ihre Tür öffnet.

[29:31] Im Heiligtum öffnet Gott seine Türen, denn das Heiligtum ist das Zelt Gottes und das Zelt Gottes ist nichts weiter als die Wohnung Gottes. Gott öffnet seine Wohnung im Heiligtum. Die Heiligtumslehre besagt, dass Gott seine Türen öffnet. Es ist ein Tag der offenen Tür, der große Versöhnungstag. Ja, es ist der Tag des Untersuchungsgerichtes. Es ist der Tag der Vorbereitung, es ist der Tag der Krönung des Priesters, der jetzt König wird. Es ist der Tag der offenen Tür. Jesus öffnet seine Tore zum Allerheiligsten. Er hatte zunächst eine Tür geöffnet, indem er gestorben ist und auferstanden ist, überhaupt den Weg ins Heiligtum. Und so hatten wir Zugang, weil die Tür offen war, die Tür zum Heiligen.

[30:25] Schauen wir in Hebräer Kapitel 4. Verzeihung, Kapitel 4 Vers 14: „Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns nun festhalten an dem Bekenntnis.“ Und dann in Vers 16: „So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.“ Da ist eine Tür offen.

[31:07] Es heißt in Hebräer Kapitel 6 Vers 19: „Diese Hoffnung halten wir fest als einen sicheren und festen Anker der Seele, der auch hineinreicht ins Innere hinter den Vorhang.“ Wir können durch den Glauben hinter den Vorhang. Wir können durch die Türen durch. Geistlich gesprochen hat Gott im Heiligtumsdienst eine Tür geöffnet. Wir dürfen all das haben und im Glauben dort wohnen. Wir dürfen, wie es der Epheser sagt, mit Christus in himmlischen Orten sitzen, weil er eine Tür geöffnet hat. Und all das, was dort im Heiligtum angeboten wird, die Gnade, die Barmherzigkeit, die rechtzeitige Hilfe – all das ist unser. Wir können es haben, weil Jesus die Tür geöffnet hat.

[31:57] Deswegen spricht die Bibel auch in Hebräer 10 ab Vers 10 von diesem lebendigen Weg: „Da wir nun, ihr Brüder, Kraft des Blutes Jesu Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum.“ Mit anderen Worten, wir dürfen da hinein. Niemand steht vor dem himmlischen Heiligtum und sagt einem Gläubigen, der dorthin betet: „Dein Gebet darf hier nicht rein, du kommst hier nicht rein.“ Wir haben eine Freimütigkeit. Mit anderen Worten, wir dürfen da hinein. Wir haben den richtigen Pass sozusagen. Die Türen sind offen. Wir dürfen zum Heiligtum, zum Eingang in das Heiligtum, den er uns eingeweiht hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das heißt durch sein Fleisch. „Und da wir einen großen Priester über das Haus Gottes haben“ – das ist derselbe Gedanke wie in Kapitel 4 – „so lasst uns hinzutreten. Lasst uns durch die Tür hindurchgehen.“ Paulus sagt, weil die Tür offen ist, müssen wir das nutzen. „Lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in völliger Gewissheit des Glaubens, durch Besprengung der Herzen los vom bösen Gewissen und am Leib gewaschen mit reinem Wasser.“

[33:07] Wie gesagt, der Epheserbrief sagt uns, dass wir, wenn wir durch diese Tür hindurchgehen, wir mit Jesus zusammen in den himmlischen Orten sitzen. Das heißt, in Epheser Kapitel 2 Vers 5: „Auch uns, die wir tot waren durch Übertretung, mit dem Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr errettet – und hat uns mit auferweckt und mitversetzt in die himmlischen Regionen in Christus Jesus.“ Die offene Tür sagt uns: „Komm her, komm rein!“ Und jetzt kommt's:

[33:52] Wir haben eine offene Tür im Jahre 31, als Jesus ins himmlische Heiligtum geht und dort Priester ist. Aber es gibt noch eine offene Tür. Jesus sagt der Gemeinde in Philadelphia: „Ich habe eine offene Tür.“ 1844, denn dann öffnet Jesus nicht nur allgemein das himmlische Heiligtum, sondern er öffnet die heiligste Kammer, das Innerste. Er öffnet es dort, wo der Thron Gottes ist, dort, wo die Bundeslade ist, dort, wo die Cherubim ihre Angesichter verneigen und bedecken. Dort öffnet Jesus die Tür und sagt: „Lieber Freund, liebe Freundin, komm rein, komm zu mir!“ Er öffnet die Tür, damit wir im Glauben ihm ins Allerheiligste folgen.

[34:58] Eine offene Tür. Und die Frage ist: Wenn Jesus uns die Türen öffnet, so weit, so viel wie nie zuvor. Keine Generation vor 1844 konnte so viel verstehen vom Erlösungsplan. Keiner anderen hat er so breit die Tore und die Türen geöffnet, damit sie hineinkommen und im Glauben all das in Anspruch nehmen, was nicht nur im Heiligen, sondern sogar im Allerheiligsten für sie bereit ist. Sogar die Zehn Gebote in ihrer Gänze. Wenn Jesus alle diese Türen geöffnet hat und jetzt uns die Tür – es gibt keine weitere verschlossene Tür mehr. Es gibt nichts mehr, was er uns vorenthalten hat. Er hat uns den Weg bis zum Thron Gottes geöffnet.

[36:01] Und jetzt ist die Frage: Öffnen wir ihm auch die Tür zu unserem Allerheiligsten in Anführungsstrichen? Das heißt, zu dem, was uns am allerwichtigsten ist, dort, wo der Thron unseres Herzens ist? Oder darf Jesus nur in den Vorhof unseres Lebens? Darf er vielleicht bis ins Heilige hinein unseres Herzens, aber das Allerheiligste halten wir verschlossen? Öffnen wir alle Türen, so wie Jesus hier alle Türen geöffnet hat?

[36:43] Ich glaube, dass diese beiden Dinge sich direkt miteinander zusammenhängen. Wenn wir im Glauben wirklich durch diese offene Tür hindurchgehen, das nicht nur als eine theologische Wahrheit so abstrakt verstehen, sondern wirklich unseren Glauben dorthin senden, dann öffnen wir auch unsere Herzenstür, weil wir möchten dort sein, wo Jesus ist.

[37:15] Gibt es irgendetwas in meinem Leben, was noch hinter verschlossenen Türen ist? Gibt es irgendetwas, was mir besonders wichtig ist, was so zentral ist für mein Leben, wo ich die Tür noch nicht geöffnet habe? Jesus hat durch sein Evangelium alle Türen geöffnet. Wir dürfen zu ihm hineinkommen. Darf er auch zu uns hinein?

[37:53] 1. Korinther Kapitel 16 und dort Vers 9. Paulus sagt Vers 8 und 9: „Ich werde aber bis Pfingsten in Ephesus bleiben, denn eine Tür hat sich mir aufgetan, weit und vielversprechend, und es gibt viele Widersacher.“

[38:30] Lieber Freund, liebe Freundin, Paulus hat damals eine Tür gesehen, die sich auftat, und er beschreibt sie als weit. Da war die Tür nicht nur so ein Spalt auf, wo man sagt: „Muss mich jetzt reinzwängen und hoffentlich ein bisschen mehr Platz noch machen.“ Die Tür war weit. Gott hatte die Tür weit aufgemacht. Und als er hineinsah, symbolisch gesprochen, also bildlich gesprochen, als er hineinsah, diese Tür der Möglichkeiten, da war das vielversprechend. Er hat gesagt: „Ich muss hier bleiben, da kann ich nicht einfach vorbeigehen. Diese Tür ist weit offen. Es ist, ich muss sie jetzt nutzen. Ich kann nicht einfach weitergehen.“ Lieber Freund, liebe Freundin, öffnen wir unsere Herzenstür auch weit oder machen wir sie nur so einen kleinen Spalt auf und sagen: „Na, Jesus, bitte zwäng dich jetzt hier rein.“ Machen wir sie auf weit und viel, so dass Jesus hineinschaut und sagt: „Das ist vielversprechend. Hier kann ich etwas tun, hier kann ich wirken, hier besteht die Aussicht, dass ich etwas ändert, weil hier jemand offen ist. Hier will ich nicht vorbei, hier will ich bleiben, denn hier wird der Dienst von Jesus, sein Wirken, seine Gnade geschätzt.“ Lieber Freund, liebe Freundin, ist deine Herzenstür weit, weit und vielversprechend offen, damit der König der Könige, der für dich alle Türen öffnet, auf dem Thron im Allerheiligsten deines Herzens sitzen, im Allerheiligsten (in Anführungsstrichen), im Innersten, in der innersten Kammer deines Herzens sitzen darf?

[40:06] Wollen wir heute auf die Stimme Jesu hören und ihm die Gelegenheit geben hereinzukommen? Wollen wir seinen Dienst in Anspruch nehmen und ihm sagen: „Hier sind wir. Es gibt nichts, was dir nicht gehört. Nimm du alles. Ich kann es dir vielleicht nicht mal geben, aber nimm du es und mach du es rein und heilig und wohne bei mir.“ Ist das dein Wunsch? Es ist mein tiefer Wunsch. Lass uns darum beten.

[40:50] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du heute durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Du hast Türen geöffnet, sodass wir im Glauben mittlerweile bis ins Allerheiligste gehen dürfen. Und Herr, wir möchten heute nicht nur die Türen zum Vorhof oder zum Heiligen, sondern bis in die letzten Kammern unseres Herzens öffnen. Das möchte ich dich von Herzen bitten, dass du hineinkommst, mein Denken und Handeln, die Motive, die geheimsten Wünsche, dass du das alles in deine Hand nimmst, dass ich mit dir verbunden bin, dass du in meinem Herzen wohnst, dass du in unseren Herzen wohnst. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen, denn es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass du bei uns bist. In deinem Namen, Herr Jesu, beten wir. Amen.


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