In dieser letzten Folge der Serie über Offenbarung 3:22 und die Botschaft an Laodizea betont Christopher Kramp die entscheidende Rolle des Heiligen Geistes. Er erklärt, dass Jesus selbst uns auffordert, auf den Geist zu hören, da nur dieser die tiefgreifende Wahrheit der Laodizea-Botschaft dauerhaft in unseren Herzen verankern kann. Der Sprecher ruft dazu auf, den Heiligen Geist täglich willkommen zu heißen, um eine echte und bleibende Veränderung im Leben und in der Gemeinde zu bewirken.
Offenbarung 3:22
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Endzeit, Gemeinde, Offenbarung, Zeichen der ZeitPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:48] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.Yulmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid zur tatsächlich letzten Folge über die Laodizea-Botschaft.
[1:05] Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir hier gemeinsam begonnen, diese eigentlich nur neun Verse zu studieren, und wir haben gemerkt, wie viel unfassbar Wertvolles in dieser Botschaft direkt für uns drinsteckt. Wir haben aus verschiedensten Perspektiven die einzelnen Worte, Gedanken und Phrasen im Licht der ganzen Bibel angeschaut, und ich glaube sagen zu können, selbst nach diesem einen Jahr ist noch vieles unberührt geblieben.
[1:42] Der größte Wunsch, den wir hier bei Yul Media haben, ist, dass diese Botschaft der Laodizea – auch wenn wir jetzt in diesem Seminar Offenbarung Vers für Vers dann nach der Sommerpause weitergehen werden zu Offenbarung 4 und 5 und 6 und so weiter – dass diese Botschaft der Laodizea uns nicht mehr verlässt, dass sie präsent bleibt, dass wir in unserem persönlichen Bibelstudium und auch in den Programmen, die wir machen, immer wieder darauf zurückkommen, um uns daran zu erinnern, was Jesus uns gezeigt hat, was er zu uns persönlich gesprochen hat, welche Entscheidung wir gefällt haben, dass wir uns neu daran erinnern, diese Entscheidung auch erneuern, wenn wir vielleicht auch in dem einen oder anderen Punkt davon abgewichen sind, dass die Botschaft von Laodizea ihr Werk tun kann.
[2:28] Ein entscheidender Punkt bei der Botschaft von Laodizea, so sagte es schon Ellen White in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts, ist, dass sie nicht in wenigen Monaten die Erweckung und Reformation und Charakterveränderung bewirken kann. Das braucht etwas Zeit. Und was wir oft haben, ist, dass wir durch ein bestimmtes Programm, eine Veranstaltung, durch eine bestimmte Phase unseres Lebens eine besondere Erweckung erleben, aber dass dann diese Erweckung wie eine Stichflamme uns begeistert und dann wieder ausstirbt.
[3:00] So war es Ende der 50er Jahre im 19. Jahrhundert, Verzeihung, als die Botschaft von der Laodizea, also Laodizea-Botschaft, zum ersten Mal die Adventgemeinde so richtig traf, als James White damals in mehreren pointierten Fragen die Gemeinde ja fast zögerlich mit der Idee vertraut machte, könnte es sein, dass das eigentlich uns betrifft? Und dann kurze Zeit später auch Ellen White in Visionen und Texten, die sie veröffentlichte, deutlich machte, dass Gott hier direkt zu uns spricht.
[3:35] Und seitdem hat es immer wieder Erweckung gegeben, immer wieder Momente, wo auf Camp Meetings, durch Vortragsreihen, durch persönliche Studiengruppen, durch persönliches Studium diese Botschaft wieder in den Vordergrund gerückt ist. Aber was wir bis heute noch nicht gesehen haben, ist, dass diese Botschaft dauerhaft an unseren Herzen so wirken kann, dass diese im Laufe der Zeit so verändert werden, wie es diese Botschaft sagt. Und das ist unser größter Wunsch.
[4:05] Wir haben uns Zeit genommen, diese Botschaft von allen Seiten zu beleuchten, um deutlich zu machen, hier gibt es viel zu entdecken. Und niemand von uns kann behaupten, erschöpfend zu verstehen, was dort alles drinsteckt. Aber die Kernbotschaft ist ganz klar: Die Kernbotschaft ist, Jesus möchte wirklich in unserem Leben sein. Er möchte mitten unter uns sein. Er möchte nicht nur als ein auf dem Namensschild sein. Er möchte in unserem Herzen sein und er möchte uns vor der Selbsttäuschung bewahren, dass nur weil wir Mitglieder in der Kirche sind und bestimmten Glaubenspunkten intellektuell zustimmen, dass wir dadurch gerettet sind. Er möchte uns echten Glauben schenken und er möchte, dass wir die Erfahrung machen, echter Vergebungsgewissheit, dass wir das Kleid seiner Gerechtigkeit wirklich tragen, dass unsere Augen gesalbt werden und wir erkennen, was Jesus für uns getan hat und tut.
[5:10] Die Botschaft ist ganz einfach: Sei eifrig und tue Buße. Kehr um. Lass Jesus, der jetzt an deiner Tür klopft, in dein Herz und lass das jeden Tag neu geschehen, dass er bei dir bleibt und bei mir. Wir haben gesehen, dass Jesus uns zum Sieger machen möchte. Wir haben gesehen von Anfang an, sein großes Ziel ist nicht uns zu entmutigen. Sein großes Ziel ist, uns zu ermutigen, uns zusammenzuführen, als Gemeinde zusammenzuschweißen. Und heute wollen wir lernen, wie das geschehen kann.
[5:48] Wir können zwar Video an Video reihen und die Texte alle studieren, wir können sie von grammatischen, linguistischen, historischen Perspektiven aus betrachten. Wir können alle Bibelverse zusammennehmen, aber das Video ist irgendwann vorbei. Und auch die längste Serie über Laodizea kommt an ihr Ende.
[6:09] Wie kann diese Botschaft in unseren Herzen bleiben und dort ihr Werk tun, bis wir vom Evangelium so durchsäuert sind wie ein Brot vom Sauerteig?
[6:26] Wir wollen heute Offenbarung 3 Vers 22 lesen und insbesondere diese Fragestellung im Kopf haben: Was bleibt? Wenn die Laodizea-Serie vorbei ist, wie bleibt die Botschaft in unserem Herzen? Wie nachhaltig, wie dauerhaft wird sie mich und dich verändern?
[6:50] Es wird um den Heiligen Geist gehen und um dessen Wirken jetzt hier bei diesem Bibelstudium in diesem Video an deinem und an meinem Herzen. Wollen wir jetzt beten? Wollen wir dazu gemeinsam niederknien?
[7:15] Lieber Vater im Himmel, wir können dir mit Worten nicht genug danken für all das, was du in den vergangenen Monaten, dem vergangenen Jahr in unserem Leben getan hast. Allein, wenn wir daran denken, wie viel kostbare Erkenntnisse, wie viel Schätze der Wahrheit wir entdecken konnten, einfach nur in dieser Serie, die Botschaft Laodizea. Du hast uns wirklich überhäuft mit Gnade, weil Herr, wir wissen aus eigener Erfahrung. Ich weiß aus eigener Erfahrung. Es kann so leicht passieren, dass man all diese Schätze mit Begeisterung aufnimmt und dann im Alltag doch wieder vergisst. Es kann so leicht passieren, dass die Freude über dein Wort und die Begeisterung wie eine Stichflamme uns erhellt und wir uns dann doch wieder dem alten Trotz zuwenden. Und Herr, das wollen wir unter keinen Umständen. Wir wünschen uns von Herzen, dass die Botschaft von Laodizea ein langhaltendes, dauerhaftes Werk in meinem Leben, unserem Leben, unseren Familien und in unseren Gemeinden bewirken kann.
[8:35] Wir wünschen uns, dass die Kraft deines Wortes, die Kraft deines Evangeliums so lange an uns wirkt und so gründlich an uns wirkt, dass die Botschaft von Laodizea, die Botschaft des treuen Zeugen, das vollständig erreicht, wozu du sie gegeben hast. Herr, wir wissen, das können wir nicht alleine. Das kann nur dein Heiliger Geist. Und um den möchten wir dich heute bitten. Wir möchten dich bitten, dass du uns jeden Tag daran erinnerst, dass dieser Heilige Geist in unserem Leben eine absolute Notwendigkeit ist, dass du uns jeden Tag daran erinnerst, dass wir jeden Tag dich in unserem Herzen haben können durch den Heiligen Geist.
[9:27] Und Herr, darum bitten wir dich jetzt und danken dir, dass du verheißen hast, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, dass du verheißen hast, dass du uns noch lieber den Heiligen Geist gibst und uns mit ihm erfüllst, als Eltern ihren Kindern gerne etwas Gutes zu essen geben. Und das wollen wir in Anspruch nehmen, nicht nur für die kommenden Minuten, sondern für unser persönliches Leben, wo immer wir sind. Dank dafür. In deinem Namen, Herr Jesus, beten wir. Amen.
[10:02] Offenbarung Kapitel 3 und dort Vers 22.
[10:20] Ein Satz, den wir nach jeder Gemeinde bisher gelesen haben. Ein Satz, der durch alle Zeitalter der christlichen Kirche seine Gültigkeit behält. Jede der sieben Gemeinden hat am Ende diesen Satz: Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.
[10:52] Hast du dir mal die Frage gestellt, wer hier eigentlich spricht? Ist das ein Kommentar von Johannes nach der Botschaft im Sinne von: Ihr solltet mal auf diese Botschaft hören? Wer ist es, der sagt: Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt?
[11:13] Die Antwort wird ganz deutlich, wenn man sich eine der früheren Vorkommen dieses Wortes, dieses Satzes in den sieben Sendschreiben anschaut. Wie gesagt, in jedem der sieben Sendschreiben finden wir entweder ganz am Ende oder gegen Ende in den letzten Sätzen diesen Gedanken.
[11:30] Schauen wir uns Offenbarung Kapitel 2 an, Vers 6 und 7. Das ist die Gemeinde Ephesus. Offenbarung 2, Vers 6 und 7: "Aber dieses hast du, dass du die Werke der Nikolaiten hasst, die auch ich hasse." Hier spricht Jesus, denn wir sehen in Vers 1, das sagt der, der die sieben Sterne seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt. Jesus sagt: "Aber dieses hast du, dass du die Werke der Nikolaiten hast, Verzeih, die Werke der Nikolaiten hasst, die auch ich hasse. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist." Davor und danach spricht Jesus.
[12:15] Das bringt uns zu einer ganz einfachen, vielleicht gar nicht so spektakulären, zunächst einmal, aber enorm wichtigen Schlussfolgerung: Dieser Satz kommt von Jesus. Das ist nicht ein Kommentar von Johannes als Fußnote, sondern ist eine Aufforderung von Jesus.
[12:37] Wenn wir uns die Offenbarung, wenn wir uns die Laodizea-Botschaft und Offenbarung 3 anschauen, dann stellen wir fest, dass Jesus sich am Anfang selbst beschreibt und er beschreibt auch die Gemeinde. Er wünscht sich Dinge über die Gemeinde in Vers 15-18, dass du kalt oder heiß wärst. Er droht Dinge an, er diagnostiziert, er rät Dinge zu tun.
[13:11] Es gibt nicht viele Aufforderungen. Einer ist: "Sei eifrig und tue Buße" in Vers 19.
[13:39] "Wer ein Ohr hat, der höre." Jesus beschreibt viel und er erklärt viel, er diagnostiziert viel, er verspricht viel. "Wer überwindet, den will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen." Er sagt, was passiert, wenn wir etwas tun? "Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir." Aber wenn es zu ganz konkreten, direkten Handlungsanweisungen kommt, sind es zwei Dinge: "Sei eifrig und tue Buße." "Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt."
[14:20] Eines der wichtigsten Dinge, die Jesus der Gemeinde Laodizea sagt, die er allen Gemeinden sagt, weil es zu allen Zeiten das Urbedürfnis jeder Gemeinde ist: Wir müssen zuhören, was Gottes Geist zu uns redet. Denn nur der Geist Gottes, der den Johannes inspiriert hat, der diese Worte uns hier übermittelt hat, nur der Heilige Geist kann uns erklären, was all diese Worte bedeuten. Die Verheißungen und die Warnungen, die Selbstbeschreibungen und die Diagnosen, die Jesus gibt. All das kann nur der Heilige Geist uns richtig erklären.
[14:54] Wenn wir nicht zuhören, was der Geist sagt, ist alles Studium der Laodizea-Botschaft letztlich umsonst. Der Geist redet zu den Gemeinden. Redet zu allen Gemeinden. Der Heilige Geist ist nicht nur ausgegossen über die Urgemeinde, er redet auch zur Gemeinde Laodizea. Der Heilige Geist ist für alle sieben Gemeinden zuständig und auch für die jetzige.
[15:22] Und mag sie noch so erbärmlich, elend, arm, blind und entblößt sein, der Heilige Geist spricht zu ihr. Nein, der Heilige Geist hat sich nicht von der Gemeinde Gottes zurückgezogen. Er wird sich irgendwann von dieser Welt zurückziehen und auch von all denen, die sich beharrlich weigern werden, auf die Stimme des Heiligen Geistes zu hören. In der Geschichte von Noah wissen wir, dass diejenigen, die eigentlich Söhne Gottes hießen, sich so beständig von Gott abgewandt haben und sich in den Abfall begeben haben, dass irgendwann der Heilige Geist auch von ihnen zurückgezogen worden ist. Und deswegen sagt Jesus ja, dass wir in Gefahr sind, ausgespien zu werden aus seinem Mund.
[16:03] Aber wenn wir heute hier die Botschaft von Laodizea lesen und hören, dann spricht der Heilige Geist zu mir und zu dir.
[16:16] Diese Botschaft kommt nicht von unseren Adventpionieren. Sie kommt nicht vom Generalkonferenzpräsidenten. Sie kommt nicht von Ellen White, sie kommt vom Heiligen Geist. Sie kommt von Jesus.
[16:36] Und wenn wir Jesus wirklich von Herzen lieben, dann hören wir zu, was der Geist mir, meiner Familie und meiner Gemeinde lokal und global sagen möchte.
[17:06] Warum ist es so wichtig, die Stimme des Heiligen Geistes zu hören als Laodizea?
[17:19] Diese Frage beantwortet uns Jesus, der kurz vor seiner Kreuzigung über sein Lieblingsthema, den Heiligen Geist, gesprochen hat. Und wenn wir Johannes 14 lesen, dann stellen wir fest, dass es ein Kapitel ist, das wirklich gegenwärtige Wahrheit ist. Es spricht insbesondere auch zu der Zeit, in der Laodizea lebt. Es geht nämlich um die Wiederkunft.
[17:42] In Johannes 14, Vers 1 bis 3 sagt Jesus: "Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin." Diese Verheißung gilt für alle sieben Gemeinden. Nur ist Laodizea die, die am nächsten zur Erfüllung ist. Die letzte Gemeinde, bevor das geschieht.
[18:13] Jesus sagt, ich komme wieder. Und Vers 4 bis 6 sagt er: "Wohin ich aber gehe, wisst ihr, und ihr kennt den Weg." Thomas spricht zu ihm: "Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wie können wir den Weg kennen?" Jesus spricht zu ihm: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich."
[18:29] Wir wissen, dass Laodizea das Hauptproblem hat, dass sie von Jesus weiß, aber Jesus nicht im Herzen ist. Nur Jesus im Herzen bringt uns zum Vater. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Das Hauptproblem von Laodizea ist die Distanz zu Jesus.
[18:57] Und dann gibt es diese interessante Geschichte in Vers 7 bis 11, in der Jesus deutlich macht, dass obwohl der Vater und er zwei verschiedene, unterschiedliche Personen sind im Sinne, der Vater ist nicht der Sohn und der Sohn ist nicht der Vater, die beiden so eins sind, so gleich in ihrem Wesen, ihrem Denken, ihren Plänen, ihren Absichten, dass Jesus sagen kann: "Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen." Mit anderen Worten, Jesus repräsentiert. Er personifiziert den Vater in einem solchen umfassenden Ausmaß, dass wer Jesus gesehen hat, alles gesehen hat, was über den Vater für einen Menschen zu wissen gibt. "Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen."
[19:53] Jesus ist eine vollständige, umfassende und exakte Repräsentation des Vaters. Und warum betonen wir das? Weil jetzt ein interessanter und wichtiger Punkt kommt. Jesus ist der Ausdruck seines Wesens, wie es Hebräer 1, Vers 3 sagt.
[20:12] Und kurze Zeit später sagt er in Vers 15: "Liebt ihr mich? So haltet meine Gebote." Auch das ist gegenwärtige Wahrheit für die Gemeinde Laodizea, die sich anschickt, in der letzten großen Krise in Offenbarung 13 und 14 sagen zu können: "Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, da halten die Gebote Gottes und haben den Glauben Jesu." Aus Liebe zu Jesus seine Gebote zu halten. Deswegen braucht die Gemeinde Laodizea die Laodizea-Botschaft, weil sie zwar sich zu den Geboten äußerlich bekennen, aber innerlich elend, erbärmlich, blind und nackt und bloß und all das sind.
[20:49] Denn Jesus möchte nicht Menschen haben, die nur die zehn Gebote hochhalten als Schild, sondern die sie tatsächlich halten aus Liebe. Deswegen ruft uns Jesus in der Laodizea-Botschaft zu, dass wir die Tür aufmachen für ihn, weil er anklopft, damit er hineinkommen kann und uns verändern kann, uns Glauben schenken kann, durch den wir die Gebote wirklich halten können und seine Gerechtigkeit geben kann, dass er in uns bewirken kann, was vor Gott wohlgefällig ist, wie es Hebräer sagt.
[21:18] Augen gesalbt werden, dass wir wieder Sünde klar erkennen und vor allem das Wesen Gottes und das, was Jesus im Kreuz für uns getan hat.
[21:30] Und dann sagt er in Vers 16: "Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit."
[21:48] Der Heilige Geist kommt zu uns, weil Jesus es sich wünscht. Er sagt, ich will den Vater bitten. Nun, das bedeutet nicht, dass der Vater da zurückhaltend ist und sagt, da ich bin mir nicht ganz sicher. Natürlich will der Vater genauso uns den Heiligen Geist geben. Wir haben ja gesehen oder wir haben das hier nicht gesehen. In der anderen Serie, in der er lehrte, haben wir gesehen, wie Jesus seinen Jüngern beibrachte, dass unser Vater im Himmel so gerne uns den Heiligen Geist gibt, wie Väter ihren Kindern gerne etwas zu essen geben. Nein, noch mehr, sagt er. Er sagt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel euch den Heiligen Geist geben in Lukas 11? Wenn schon ihr, die böse seid, euren Kindern ein Brot gebt, wenn es hungrig ist.
[22:31] Der Vater möchte uns gerne den Heiligen Geist geben. Also, wenn Jesus sagt, ich werde den Vater bitten, dann möchte er deutlich machen, dass es Jesus' Herzensanliegen ist. Er möchte unbedingt, dass wir den Heiligen Geist, den anderen Beistand, in unserem Leben haben.
[23:13] Ist dir bewusst, dass es Jesus' Herzensanliegen ist, dass wir den anderen Beistand, den Heiligen Geist, in unserem Herzen haben?
[23:30] Es gibt manchmal Menschen, die die Persönlichkeit des Heiligen Geistes in Zweifel ziehen, weil sie argumentieren, das würde ja die Bedeutung Jesu schmälern. Aber hören wir auf die Worte Jesu: Er sagt, "Ich will den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit." Jesus konnte nicht bleiben. Er musste zum Vater, weil er dort als Mensch, als Hohepriester nach der Weise Melchisedeks für uns eintritt. Als Gott und Mensch. Der Heilige Geist...
[24:06] Er kam nicht auf die Erde für einen Zeitpunkt von ein paar Jahren oder Jahrzehnten. Er kam, um zu bleiben.
[24:15] Der Heilige Geist bleibt für immer. Der Heilige Geist ist eine Konstante. Und wenn wir uns wünschen, dass die Laodizea-Botschaft in unserem Leben nicht nur eine kurze Begeisterungswelle auslöst, sondern eine konstante Veränderung, eine, wenn es konstant an unserem Herzen arbeiten darf und verändern darf, dann brauchen wir den Heiligen Geist, denn er bleibt.
[24:47] Wer ist der Heilige Geist? Vers 17: "Den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht. Ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein."
[25:04] Der Heilige Geist ist der Geist der Wahrheit. Er präsentiert uns die Wahrheit, wie sie in Jesus ist. Jesus nennt sich in der Laodizea-Botschaft der treue und wahrhaftige Zeuge. Jesus schmeichelt uns nicht.
[25:23] Er bauchpinselt uns nicht, sondern mit aller Liebe, die er hat – das haben wir ausführlich studiert in den letzten Monaten – präsentiert er uns die schonungslose Wahrheit über uns, über unsere Gemeinde, die Wahrheit über Jesus, die Wahrheit über das Gericht, die Wahrheit über das Evangelium, die Wahrheit über das Gesetz Gottes, dass wir nicht populären Irrtümern glauben oder lange gehegten persönlichen Vorstellungen.
[26:12] Die einzige Möglichkeit, dass die Gemeinde aus der Sackgasse herauskommt, ist, dass der Heilige Geist die Laodizea-Botschaft uns erklärt und sie verstetigt, indem wir dranbleiben, indem wir dem Heiligen Geist beständig, täglich, wöchentlich, Monat für Monat, für den Rest bis zur Wiederkunft erlauben, die Laodizea-Botschaft in unserem Herzen wirken zu lassen.
[26:43] Die Welt kann ihn nicht empfangen, denn sie beachtet ihn nicht. Und wenn die Welt unser Augenmerk hat, wenn wir mit einem oder anderthalb Beinen in der Welt sind, dann werden wir das Wirken des Heiligen Geistes nicht so richtig bemerken.
[27:00] Bemerkst du das Wirken des Heiligen Geistes in deinem Leben? Denn wenn wir nicht einmal merken, dass...
[27:05] Denn wenn wir nicht einmal merken, dass der Heilige Geist wirkt, wie können wir auf ihn hören? Das Wirken, das Hören auf den Heiligen Geist bedeutet ja nicht einfach nur Buchstaben zu lesen. Es bedeutet, sich die Frage zu stellen: Was möchte Gott mir heute hier in dieser Lebenssituation sagen? Was muss ich lernen? Was möchte Gott in meinem Leben ändern? Was darf er ändern?
[27:39] Nikodemus war ein theologisch hochgebildeter Mann. Bin mir sicher, er kannte viele Bibeltexte auswendig. Er war geachtet und hielt sich wohl einiges auf seine Position zugute,
[27:58] aber er wusste nicht einmal, dass der Heilige Geist an ihm wirkt.
[28:05] In Johannes 3 und dort Vers 5 bis 8 erklärt Jesus ihm das. Jesus antwortete: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch. Und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe, ihr müsst von Neuem geboren werden. Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt, wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.“ Nikodemus wusste nicht einmal, wie das funktioniert, und Jesus erklärt es ihm jetzt.
[28:59] Denn was hier geschieht, ist das Wirken des Heiligen Geistes, der durch Jesus spricht. Jesus durch den Heiligen Geist am Herzen von Nikodemus mit dem großen Ziel, dass Nikodemus das Entscheidende versteht: das Evangelium von Jesus, dass durch den Glauben er ewiges Leben haben kann. Deswegen sagt Jesus in Vers 16: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Das ist das große Ziel, dass der Heilige Geist allen Gemeinden erklären möchte, wie sie das ewige Leben haben können, wie sie wirklich Erlösung erfahren, nicht nur Erlösung erklären können, theoretisch, weil sie die Prinzipien theologisch verstanden haben, sondern wie sie es erleben, dass sie das ewige Leben nicht nur als Konzept kennen, sondern dass sie es haben. Das ist das Wirken des Heiligen Geistes.
[29:53] Und deswegen wirkt der Heilige Geist der Gemeinde Laodizea, die zwar theologisch viel erklären kann, aber arm, blind und bloß ist. Er wirkt dann hier, damit sie zu Überwindern werden, damit sie Jesus hineinlassen, damit sie den Glauben und die Gerechtigkeit Jesu empfangen, annehmen, ihr Eigen nennen dürfen, gesalbt werden und verstehen, was Jesus für sie getan hat.
[30:28] Zurück zu Johannes.
[30:36] Kapitel 14, Vers 25 und 26. Jesus sagt: „Dies habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“
[30:54] Lieber Freund, liebe Freundin, der Heilige Geist, wenn er in meinem Leben wirken darf, im Wirken der Gemeinde, im Leben der Gemeinde, wird die Laodizea-Botschaft emporhalten, denn das ist die Botschaft von Jesus an die letzte Gemeinde.
[31:14] Dort, wo die Laodizea-Botschaft unwillkommen ist, wird dem Heiligen Geist gewehrt.
[31:25] Dort, wo die Laodizea-Botschaft ignoriert wird, wird der Heilige Geist vernachlässigt. Und dann spielt es keine Rolle, wie oft und wie viel man sonst das Wort „Heiliger Geist“ in den Mund nimmt und ob man glaubt, dass er eine Person ist. Das Entscheidende ist ja nicht damit getan, dass wir nur wissen, eine Person. Das Entscheidende ist, dass wir auf diese Person hören, dass wir wirklich zuhören, was sie mir zu sagen hat.
[31:56] Er wird uns alles lehren und an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
[32:04] Können wir mit Überzeugung sagen, dass der Heilige Geist uns lehrt? Können wir unter unsere Lehrer den Heiligen Geist einreihen, vielleicht sogar an erster Stelle? Oder ist es immer nur etwas, wovon wir gehört haben, dass es das gibt und wir hoffen, dass er irgendwann irgendwie uns auch mal erfüllt? Lieber Freund, liebe Freundin, ich möchte das ganz auf den Punkt bringen: Kannst du sagen, dass der Heilige Geist dein Lehrer ist? Denn das ist die Verheißung Jesu. Und Jesus sagt jeder Gemeinde, er sagt: „Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.“ Was sagt der Geist den Gemeinden? Er lehrt sie. Er führt sie in alle Wahrheit.
[32:49] Der Geist erinnert uns an die Worte Jesu. Er macht Jesus und die Lehre von Jesus groß. Alle diejenigen, die behaupten: „Hauptsache, wir haben Jesus, die Lehre sei zweitrangig“, die wirken nicht unter dem Einfluss des Heiligen Geistes. Viel zu viel ist das in unsere Gemeinden eingedrungen, diese Idee: „Na ja, Hauptsache, wir mögen den Jesus irgendwie so als Person und finden uns ihm irgendwie nahe, und es sei doch egal, was wir glauben und was die Lehre sagt, das sei jetzt nicht so wichtig.“ Nein, der Heilige Geist, er ist von Jesus herabgekommen, weil Jesus nicht mehr selbst auf dieser Erde Lehrer sein konnte. Er ist herabgekommen, weil Jesus im Himmel für uns eintritt, damit ein anderer sein Werk, das Werk Jesu der Lehre, weiterführt. Er will und soll und darf uns alles lehren.
[33:49] reich geworden und haben nichts nötig, wenn der Heilige Geist an unsere Tür klopft. Moment, sagst du, ist es nicht Jesus, der an unsere Herzenstür klopft? Ja, es ist Jesus. Aber wenn Jesus an unsere Herzenstür klopft, ist es nicht der buchstäbliche Jesus, denn der ist als Mensch im Himmel. Er ist zwar gleichzeitig Gott, allwissend durch seine Allmacht, Gott in Ewigkeit, aber er ist gleichzeitig Mensch und als Mensch im Himmel unser Fürsprecher. Wer klopft denn an, wenn Jesus anklopft? In Johannes 14 sehen wir, dass der Heilige Geist in unser Leben kommen soll. Und dann sagt Jesus hier in Vers 23 (Verzeihung, Vers 24, wer mich nicht... Verzeihung, Vers 23): „Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ Wie ist das möglich? Es ist möglich durch den Heiligen Geist. Denn der Heilige Geist repräsentiert Jesus, wie die Ellen White es einmal ausdrückte. Er personifiziert Jesus und ist doch eine eigenständige, eine distinkte Persönlichkeit. So wie Jesus den Vater repräsentiert, so wie Jesus sagen konnte: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ Und doch sind der Vater und Jesus zwei verschiedene Personen. Und doch konnte Jesus sagen: „Der mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ So sind der Heilige Geist und Jesus zwei verschiedene Personen. Doch wenn der Heilige Geist an unserem Herzen klopft, dann klopft Jesus. Denn Jesus, wenn er vom Himmel als Mensch herabkommen würde und an meinem Herzen klopfen würde, es würde nicht anders klingen, als so wie der Heilige Geist jetzt an meinem Herzen klopft im Namen von Jesus.
[35:54] Johannes Kapitel 16.
[36:04] Bevor wir das lesen, gehen wir noch mal zurück zu Kapitel 14, Vers 26. Ich möchte noch einen wichtigen Punkt machen. Es gibt noch einen wichtigen Punkt hier. Johannes 14, Vers 26: „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ Wir haben heute begonnen mit der Frage, wie bleibt die Botschaft in unserem Herzen? Wir haben ein Jahr lang Laodizea hier auf Media studiert und vielleicht gibt es einige, die später dann diese Videos in dem eigenen Tempo anschauen, aber irgendwann kommt jede Serie über Laodizea an ein Ende. Wie bleibt sie? Wir haben gesehen, die Laodizea-Botschaft ist die Botschaft von Jesus an uns. Es ist Jesus, der sich vorstellt als der wahrhaftige und treue Zeuge, als der Amen. Es ist Jesus, der sich vorstellt als der Ursprung der Schöpfung Gottes. Er lehrt uns in Vers 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22. Er lehrt uns. Aber wer erinnert uns an das, was Jesus gesagt hat vor fünf Monaten, als wir Vers XY durchgenommen haben? Wer erinnert uns an das, was wir verstanden haben, als wir das Wort Jesu auf uns haben wirken lassen? Wer erinnert uns daran in drei Wochen, wenn wir in Gefahr stehen, wieder von dieser Entscheidung, die wir vielleicht mal getroffen haben, abzudriften? Wenn wir in Gefahr stehen, wieder Dinge zu tun, die wir eigentlich durch das Studium der Laodizea-Botschaft ablegen wollten? Wer erinnert uns daran, dass wir die Tür für Jesus öffnen? Wer erinnert uns daran, dass wir um Glauben und Gerechtigkeit und Augensalbe beten sollen? Es ist der Heilige Geist.
[37:58] Der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Ohne den Heiligen Geist wird die Laodizea-Botschaft immer ein Thema bleiben, das ihr vielleicht theologisch verstehen und dann beiseitelegen werdet, weil ein neues Thema kommt und wir auf etwas anderes fokussiert sind, und dann kommt es und geht es. Aber das war nie Gottes Plan. Gottes Plan war es nie, dass die Laodizea-Botschaft mal in unser Gesichtsfeld rückt, eine gewisse Zeit, und dann wieder verschwindet. Der Einzige, der uns an alles erinnert, was Jesus gesagt hat in Matthäus, Markus, Lukas, Johannes und auch in der Laodizea-Botschaft und der ganzen Offenbarung, ist der Heilige Geist. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir den Heiligen Geist nicht in unser Herz lassen, wenn wir ihn nicht arbeiten lassen, wird die Botschaft wieder in den Hintergrund rücken, auch wenn wir hier ein ganzes Jahr damit verbracht haben.
[39:05] Wir werden uns wieder anderen Themen zuwenden in unserem Leben und wir werden irgendwann vielleicht zurückschauen, sagen: „Ach ja, da war ja so eine Zeit, als wir uns mit Laodizea beschäftigt haben.“ Aber der Geist, der Heilige Geist, kann das, was kein Video auf YouTube tun kann, was kein Sprecher, kein Prediger, kein Evangelist, kein Gemeindeleiter, kein Hauskreisleiter, nicht mal ein Ehepartner tun kann. Der Heilige Geist kann unser Herz beständig an die Dinge erinnern, die wir mal verstanden haben, die wir geglaubt haben. Vielleicht, die wir noch gar nicht vollständig verstanden haben, aber er bringt uns wieder in Erinnerung, weil wir sie jetzt dann besser verstehen können. Wir brauchen den Heiligen Geist. Er macht die Laodizea-Erfahrung konstant.
[39:59] Gehen wir nun zu Johannes 16 und dort Vers 13. Johannes 16, Vers 13: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten.“
[40:16] Ich höre immer wieder: „Ach, ist ja eh alles nur Stückwerk. Der hat ein bisschen weit, der hat ein bisschen weit.“ Das ist nicht das Wirken des Heiligen Geistes. Nun, das bedeutet nicht, dass wir dann allwissend wären. Das bedeutet nicht, dass es nicht dann immer noch Geheimnisse gibt, die wir bis in alle Ewigkeit durchdringen müssen. Aber es bedeutet, dass alles, was für unsere Erlösung sowohl in unserem Verständnis als auch praktisch im Leben, alles, was wir wissen und verstehen müssen, uns der Heilige Geist in Fülle erklären kann. Er wird uns in alle Wahrheit führen,
[40:56] denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkünden.
[41:09] Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen,
[41:19] indem der Heilige Geist die Worte und die Gedanken von Jesus dir und mir nahebringt, verherrlicht er Jesus. Indem der Heilige Geist die Laodizea-Botschaft in unser Leben hineinspricht und unser Herz entsprechend verwandelt, dadurch wird Jesus verherrlicht. Und wenn die Laodizea-Botschaft so verstanden wird, dass der Heilige Geist im Namen Jesu uns sie so erklären darf, wie Jesus sie gemeint hat, dann wird sie auch keinen Fanatismus erzeugen, keine Härte und Schärfe, die dem Wesen Gottes fremd ist. Kein brutales die Köpfe aneinander einschlagen und mit dem Finger auf andere zeigen, sondern sie wird das bewirken, was der Heilige Geist schon immer bewirkt hat: ein Zerbrechen vor Gott, ein Niederfallen in Demut, ein Durchbohrtsein im Herzen, ein Ringen und ein Fragen: „Was soll ich tun, um gerettet zu werden?“ Die Tatsache, dass die Laodizea-Botschaft heute so viel verwendet wird, um andere zu kritisieren und sich selbst aufzubauen, ist ein Beleg dafür, wie wenig Heiliger Geist in diesen Bemühungen zu finden ist, wie wenig wir dem Heiligen Geist erlauben, die Laodizea-Botschaft zu uns zu predigen.
[43:10] Im Buch *The Southern Work* gibt uns Ellen White den vielleicht wichtigsten Ratschlag, den man überhaupt geben kann. Einfach und unbesiegbar.
[43:30] Sie sagt: „Geh in dein Kämmerlein. Geht in eure Kämmerlein mit der Bibel in eurer Hand und habt dort Gemeinschaft mit Gott. Habt ein Ohr zu hören, was der Geist euch sagt.“
[43:51] Liebe Freunde, wenn wir das machen, gehen wir nach Hause. Wenn wir das machen, gehen wir nach Hause. Wenn wir das machen, gehen wir nach Hause, denn dann kann der Geist das tun, was Jesus sich wünscht. Und wenn der Geist es tun kann, tut er es mit der gesamten Kraft, die die dritte Person der Gottheit hat. Und dann wird das Werk in meinem Herzen, in deinem Herzen, unseren Familien und Gemeinden abgeschlossen. Die Laodizea-Botschaft wird ihre Wirkung entfalten und wir werden zu dem Schmetterling werden, den die Offenbarung beschreibt.
[44:46] Wir sind als Laodizea ein Würmlein, egoistisch, zerstörerisch, ein Schädling, elend, erbärmlich, arm, blind und bloß, voller Sünde. Aber die Offenbarung beschreibt, dass die letzte Gemeinde Gottes kurz vor der Wiederkunft einen Ruf an die ganze Welt gibt in Offenbarung Kapitel 18 und dort in Vers 1. Da heißt es: „Nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht, und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.“ Das ist ein Bote, der die Dreiengelsbotschaft mit Kraft und mit Herrlichkeit präsentiert, so wie es in Markus 14 noch nicht so beschrieben worden ist. In Vers 2 heißt: „Er rief kraftvoll mit lauter Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon.“ Er bringt die Dreiengelsbotschaft. Er bringt die Botschaft, die Menschen, das ewige Evangelium, das Menschen predigen sollen. Dieser Engel steht für die Gemeinde Gottes. Und wenn das hier zur Zeit kurz vor den sieben letzten Plagen ist, zur Zeit des Falls von Babylon ganz am Ende, dann kann es keine andere Gemeinde sein als die letzte Gemeinde. Liebe Freunde, Offenbarung 18, Vers 1, beschreibt die Gemeinde Laodizea, dieselbe Gemeinde. Wenn man die beiden nebeneinander hält, Offenbarung 3 und Offenbarung 18, man glaubt nicht, dass es dieselbe Gemeinde ist, aber es ist dieselbe Gemeinde. Wir müssen nicht zurück nach Philadelphia, wir müssen endlich die Metamorphose durchführen. So wie eine Raupe eine Metamorphose macht, um ein Schmetterling zu werden. Und ich habe mir sagen lassen, dass in dieser Metamorphose der den Todeskampf kämpft. Wir müssen diesen Todeskampf kämpfen, so wie Jakob bereit ist, unser Ich auf den Altar zu legen: „Es sei denn, du segnest mich.“ Wenn wir endlich bereit sind, unser Ich auf den Altar zu legen und dort liegen zu lassen, den Geist erlauben, unser Leben zu kontrollieren, wenn der Geist Gottes die Taten des Leibes töten darf, wenn wir sagen können mit Paulus: „Ich bin mit Christus gekreuzigt, und lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Und was ich jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes.“ Dann erfüllt sich die Hoffnung der Herrlichkeit, Christus in euch. Das ist das, was die Botschaft sagt: „Ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Und wenn diese Hoffnung sich erfüllt, Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit, dann ist das die Hoffnung der Herrlichkeit, die Herrlichkeit Gottes, die die ganze Erde erleuchtet, weil Menschen sehen, dass Jesus Christus durch den Heiligen Geist tatsächlich mit Menschen zusammenlebt und ihr Leben völlig verändert. Die Kraft des Evangeliums, die Gemeinde Laodizea, mag in ihrer Beschreibung offenbar von allen die schlimmste sein. Aber es ist diese Gemeinde, die durch das Wirken des Heiligen Geistes einmal eine solche Transformation erlebt wie ein Schmetterling, eine Metamorphose.
[48:02] In Römer 12 und dort Vers 1 und 2: „Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“ Lasst euch verwandeln (Metamorphose, griechisch).
[48:41] Lieber Freund, liebe Freundin, wir schließen dieses Studium über Laodizea, nicht weil wir nicht mehr das studieren wollen. Nein, ihr habt die Botschaft heute gehört. Aber wir schließen diese Folge dieser Serie mit dieser Bitte von Jesus: „Geh in dein Kämmerlein zu Hause mit deiner Bibel in deiner Hand und habe dort Gemeinschaft mit Gott und habe ein Ohr zu hören, was der Geist dir sagt.“ Denn Jesus sagt zu dir: „Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.“ Amen. Lass uns beten.
[49:41] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du die Kraft des Evangeliums uns immer wieder von verschiedensten Seiten und Blickwinkeln aus beleuchtest und zeigst. Danke, dass du den Heiligen Geist gesandt hast und jeden von uns mit dem Heiligen Geist erfüllen möchtest, dass wir nicht anbetteln müssen, sondern mehr noch als ein Vater bereit ist, seinen Kindern gute Gaben zu geben. Bist du bereit, uns mit dem Heiligen Geist zu erfüllen. Und Herr, darum bitte ich dich für mich persönlich und für jeden einzelnen, der dieses Video sieht und hört. Ich möchte dich bitten, dass der Heilige Geist die Laodizea-Botschaft zu einem Dauerthema in unserem Leben macht, dass alles, was wir sehen, hören, denken, diesem Thema in Verbindung bleibt, dass die Hoffnung der Herrlichkeit sich in unseren Herzen realisiert, dass aus diesem Wurm, den wir der Laodizeäer nennen, der Schmetterling wird, aus dieser Raupe dieser Schmetterling wird, der die ganze Erde erleuchtet mit deiner Herrlichkeit, Herr. Hab Dank, dass wir wissen dürfen, dass das geschehen wird, und mach mich bereit und jeden, der das auch von Herzen sich wünscht, es wird Teil dieser Bewegung werden im Namen Jesu.
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