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In dieser Predigt aus der Serie „CSH 2023 Q3 – Der Brief an die Epheser“ spricht Mirjam Giebfried über das Thema Frieden schaffen und die geistliche Kriegsführung. Sie erklärt, dass der christliche Glaube nicht nur auf Frieden, sondern auch auf einen Kampf gegen geistliche Mächte ausgerichtet ist. Anhand biblischer Beispiele wie dem Hauptmann aus Matthäus 8 und König David zeigt sie, wie wichtig es ist, auf Gottes Führung zu vertrauen und sich mit seiner Waffenrüstung auszurüsten, um in diesem Kampf bestehen zu können.


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Serie: CSH 2023 Q3 - Der Brief an die Epheser

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Transkript

[0:34] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Kreis Study Hour hier bei Joelmedia. Wir sind schon in der 13. Woche angekommen und werden heute zum letzten Mal detailliert mit einem Teil des Epheserbriefs auseinandersetzen. Vielleicht ist euch schon aufgefallen, das sind wieder Verse, die wir schon hatten, gerade letzte Woche. Aber heute wollen wir uns die Waffenrüstung Gottes genau anschauen.

[1:05] Es gibt viele Kriege. Seit die Menschheit besteht, gab es immer wieder Kriege. Und heutzutage verzeichnet das Internationale Komitee des Roten Kreuzes weltweit mehr als 100 bewaffnete Konflikte. Es gibt so viele Menschen, die im Kriegsgeschehen involviert sind, und wir hatten das jetzt auch aktuell mit dem Ukraine-Krieg.

[1:32] Und doch spricht die Bibel von einem Krieg, der noch wichtiger ist als alles Kriegsgeschehen, was um uns herum passiert, als jede militärische Auseinandersetzung. Da gibt es noch einen Krieg, der ist wichtiger, und mit dem wollen wir uns heute befassen. Für den wollen wir gerüstet sein, dass wir auch im Kampf bestehen können.

[1:58] Doch bevor wir uns das anschauen, lasst uns gemeinsam beten. Unser Vater im Himmel, danke, dass du uns ausrichtest für was immer auf uns zukommt. Danke, Herr, dass wir dich als Vorkämpfer haben, dass du schon so viele Angriffe Satans auch abwehrst. Aber selbst dann, wenn wir in eine schwierige Lage kommen, ja, dann dürfen wir zu dir flüchten und dann sind wir nicht alleine.

[2:33] Ich bitte dich jetzt um den Heiligen Geist. Wenn wir das noch ein Teil von dem sechsten Kapitel im Epheserbrief betrachten, Vater, dann leitet du uns durch dieses Studium, denn du weißt genau, was für uns jetzt wichtig ist. Schenke uns Verständnis, schenke mir die richtigen Worte, schenke uns eine tiefere Erkenntnis davon, was du für uns tust und was du uns anbietest.

[3:02] Ja, wir wollen als deine Soldaten auf der richtigen Seite stehen und das auch wirklich zu tun. Sollst du uns jetzt leiten. Im Namen Jesus bitten wir dich darum. Amen.

[3:21] Lasst uns mal Epheser 6, Vers 12 zu Beginn lesen. Ich gebe zu, es ist nicht der allererste Vers von dem Abschnitt, der uns für diese Woche gegeben ist. Aber dieser Vers ist doch sehr wichtig. Epheser 6, Vers 12: "Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen."

[3:58] Es zeigt uns, wie ernst diese Auseinandersetzung ist. Es geht nicht darum, dass ich zwei Parteien von Menschen in die Haare bekommen haben und jetzt zu Waffen greifen, sondern es geht darum, dass wir es hier mit einem Kampf zu tun haben.

[4:15] Dafür haben wir uns nicht freiwillig entschieden, aber wir stehen in diesem Kampf, und dieser Kampf ist bedrohlich, dieser Kampf ist unausgeglichen, denn wir haben es hier mit höheren Mächten zu tun. Und trotzdem soll es einen Weg geben, dass wir in diesen Kampf siegreich hervorgehen können.

[4:42] Was können wir überhaupt aus dem Kriegssektor lernen? Das ist ja eigentlich etwas, womit wir uns als Christen ungerne beschäftigen. Wir sind doch Pazifisten, oder? Nein, aber man sagt als Christen haben wir eine frohe Botschaft zu verkünden. Wir wollen gerne Frieden haben, wir hören gerne Predigten über Frieden, wir haben gerne Frieden mit anderen Menschen, denn das macht doch Christen aus.

[5:11] Aber warum beschreibt uns überhaupt die Bibel so viel über Kämpfe und Kriege? Wir vergleichen uns gerne mit scharfen, zum Beispiel dem Hirtennachfolgen und sehen die Gemeinde in diesem Bett. Oder wir sehen auch gerne die Gemeinde in dem Bild als Reben eines Weinstocks, wie Jesus es sagt in Johannes 14. Weil Traum ja auch etwas sind, was geht jeder gerne ist. Aber diese Vorstellung, dass wir in einem Krieg stehen als Gemeinde und Soldaten sind, die ist doch nicht ganz so malerisch.

[5:50] Es gibt einen in der Bibel im Neuen Testament, der auch den Kriegssektor als ein Bild verwendet hat. Und vielleicht ist das jetzt etwas untypisch, aber lasst uns mal Matthäus 8 dazu aufschlagen. Hier haben wir einen, der ist erfahren, was Krieg angeht, was Militär angeht. Das ist sein Steckenpferd, könnte man sagen. Und gerade dieser Mann hat daraus etwas für sich gelernt.

[6:25] Matthäus 8, ab Vers 5, finden wir den Hauptmann, der zu Jesus kommt. Und dieser Hauptmann ist dafür berühmt geworden, dass er einen solchen Glauben hatte, wie Jesus ihn sonst nicht in Israel gefunden hat. Dieser Hauptmann war zwar fremd, aber er hat trotzdem Jesus kennengelernt, lieben gelernt und ihm vor allen Dingen von ganzem Herzen geglaubt.

[6:59] Deswegen lasst uns den Vers 9 jetzt lesen: "Denn auch ich, sage ich, Hauptmann, bin ein Mensch, der unter Vorgesetzten steht, und habe Kriegsknechte unter mir. Und wenn ich zu diesem sage: Gehe, so geht er; und zu dem anderen: Komm her, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das, so tut er's."

[7:24] Dieser Hauptmann hatte Knechte und Kriegsknechte, wie sie heißt, den er vertrauen konnte. Und der wusste genau, in der Militär ist es so wichtig, dass es funktioniert, dass wenn ich einem sage: Tu das, er es auch wirklich tut.

[7:45] Und das ist wichtig, dass man weiß, wer hat einem etwas zu sagen und was ist meine Aufgabe. Jetzt vergleicht er es damit, dass auch Gott so ein Herr hat. Und wir sehen die Geschichte auf dem Licht davon, dass ja Jesus seinen Knecht heilen sollte und Jesus jetzt Naturgewalten oder auch der Gesundheit, jetzt in dem Fall von dem Knecht, gebieten kann und es geschieht.

[8:14] Aber haben wir schon einmal diese Geschichte in dem Licht gesehen, dass Jesus eigentlich das Gleiche auch mit Menschen machen möchte? Dass Jesus uns Menschen einen Auftrag gibt und es soll einfach geschehen. Jesus sollte sich eigentlich darauf verlassen können.

[8:37] Doch seien wir ehrlich, selbst schon die Evangelien zeigen, dass Jesus den Sturm gebieten konnte und der war still. Aber Jesus, wenn er gepredigt hat und die Menschen aufgerufen hat, wie oft haben sie aus der Reihe getanzt und es nicht getan?

[8:57] Ich glaube, das erste, was wir so ganz grundsätzlich lernen können, ist, wenn wir gute Streiter Christi sein wollen, dann sollen wir darauf hören, was er uns zu sagen hat. Denn der Hauptmann, der hat deswegen eine erhabene Stellung, weil er genau weiß, was zu tun ist und weil es dann funktioniert. Wenn ein guter Hauptmann ist, und das trifft auf Jesus auf jeden Fall zu.

[9:25] Was, wenn man es, wenn getan wird, was er sagt, dann funktioniert das und dann können Siege errungen werden. Aber nicht, wenn jeder sich selbst überlegt, wozu habe ich Lust oder was scheint mir gut. Sondern nein, es gibt einen Befehlshaber. Und ich bin froh, dass ich keiner sein muss, denn das liegt eine große Verantwortung auf ihm.

[9:49] Aber der Hauptmann weiß, wenn Jesus etwas sagt und wenn man auf ihn hört, dann wird das alles gut.

[9:59] An einer Stelle der Mensch muss sich als Kämpfer gegen das Unrecht, gegen die Sünde erweisen und manhaft die Schlachten des Herrn schlagen. Also sie greift genau dieses Bild von einem Krieg auf und sagt, ein Mensch muss hier als Kämpfer gegen Unrecht stehen. Es erfordert ernsthafte Anstrengung, unaufhörliche Wachsamkeit und ernsthaftes Gebet. Und genau diese Komponenten werden wir auch noch im Epheserbrief finden, um gegen Satan zu singen und Jesus Christus die Ehre zu geben.

[10:38] Für jede Seele gibt es Arbeit. Wenn der Gläubige als Sieger hervorgeht, muss er sich Zentimeter für Zentimeter seinen Weg in die Freiheit und in den Besitz des Himmels erkämpfen. Also, wir kommen nicht an einem Kampf vorbei. Und die Frage ist wirklich: Sind wir gute Kämpfer? Sind wir treue Soldaten, die auf ihren Hauptmann hören, auf ihren himmlischen Hauptmann?

[11:08] Jetzt schreibt sie auch noch an anderer Stelle: "Die Gemeinde Christi ist auf den Dienst aufgerichtet. Ihre Parole ist der Dienst. Ihre Mitglieder sind Soldaten, die unter dem Hauptmann ihres Heils für den Kampf ausgebildet werden sollen."

[11:24] Christliche Seelsorger, Ärzte, Lehrer haben eine umfassende Aufgabe, als viele erkannt haben. Sie sollen nicht nur den Menschen dienen, sondern sie auch lehren zu dienen. Sie sollen nicht nur die richtigen Grundsätze lernen, sondern auch ihre Zuhörer dazu erziehen, diese Grundsätze weiterzugeben.

[11:45] Wahrheit, die nicht gelebt, nicht weitergegeben wird, verliert ihre lebensspendende Kraft, ihre heilende Tugend. Ihr Segen kann nur bewahrt werden, wenn sie weitergegeben wird.

[12:00] Als auch von dem, was wir heute lernen. Ich habe das schon immer wieder auch mal gesagt, aber wenn wir etwas von Gott lernen, dann sind wir aufgerufen, es weiterzugeben. Denn so können wir als tüchtige Soldaten erfunden werden.

[12:17] So, jetzt wollen wir aber einsteigen in den Epheser 6 und dort mal anfangen mit den ersten Versen. Und zwar in Epheser 6, dort ab Vers 10.

[12:35] "Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke." Und dieser Satz, der klingt fast so ein bisschen einleitend. Und wenn Paulus jetzt sagt: "Ach, im Übrigen", dann ist das wie so eine ja, ja, so wie sein Nebensatz. Eigentlich: "Ach, das ist mir auch noch einen gefallen." Aber hier drin steckt ein Geheimnis.

[13:08] Und zwar sagt er: "Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke." Wenn wir so einen Satz formulieren würden, dann werden wir schnell dabei zu sagen: "Ach, und sei stark im Kampf, oder es sei stark in der Prüfung, sei stark auf der Arbeit, sei stark in der Familie, sei stark in der Versuchung, sei stark in der Gemeinde, wenn jemand etwas Schlechtes über dich zu sagen hat."

[13:39] Es gibt so viele Bereiche im Leben, in denen wir stark sein müssen, wo wir Mann stehen müssen. Aber hier heißt es jetzt nicht: "Sei stark im Kampf", sondern: "Sei stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke."

[13:59] Und das ist so schön, weil Paulus hier den Blickwinkel ändert. Paulus sieht die Herausforderung nicht in dem Problem, sondern Paulus sieht jetzt die Herausforderung darin, die Hilfe in Anspruch zu nehmen. Er sagt: "Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke."

[14:30] Das ist die Aufgabe, die er den Ephesern gibt. Er sagt: "Beansprucht Gottes Macht und Stärke." Und ja, er würde sicherlich noch weiterhin weitere Wörter gebrauchen. Bei Gott ist das alles, und seid stark darin, bleibt darin.

[14:51] Denn wir sehen auch in der ganzen biblischen Geschichte, David z.B. hatte das gleiche Problem wie alle anderen Israeliten, als ihm die Armee der Philister gegenüberstand. Alle hatten dieses Problem: Was machen wir jetzt? Wir sind so schwach im Vergleich zu denen, die haben diesen Riesen Goliath. Was sollen wir tun?

[15:19] Aber in David hat sich nicht unterkriegen lassen. Er hat die Hilfe in Anspruch genommen, die Gott ihm geschenkt hat. Und ich glaube nicht, weil er erfahrener im Kampf war, nein, überhaupt nicht. Ja, wir wissen, er hat schon vorher geübt mit seiner Schleuder, aber Gott hat einfach jemanden gesucht, den er hier benutzen kann, der seine Kraft in Anspruch nimmt.

[15:41] Und David hat dann alle Erfahrungen zusammengenommen, alle Gebetskapazität, die er hatte, einen Mut hat er zusammen genommen, und dieses Problem wurde besiegt.

[15:56] Silas und Paulus z.B., als sie im Gefängnis saßen, hatten sie das gleiche Problem wie alle anderen: Gefangen, sie waren nicht frei. Aber sie sind das Problem anders angegangen. Sie haben nicht an die Ketten zusammen gerieben oder dann irgendwo einen Fluchtweg gesucht. Nein, sie haben sich an die Hilfe gewandt und mit Gebet und Singen sind die Mauern des Gefängnisses in Philippi gefallen.

[16:29] Zu der Zeit zum Beispiel, als Gideon lebte und das Volk Israel von den Medianitern bedrückt war, unterdrückt war, da hatten sie alle das gleiche Problem. Die Medianiter nehmen uns das Essen weg, es bleibt nichts für uns übrig, wir werden geknechtet. Aber es gab einen, zu dem der Engel Gottes kam und durch den Gott seine Hilfe anbieten konnte.

[16:59] Einen, der zwar selber noch nicht so ganz überzeugt war, auf jeden Fall, wie soll das überhaupt geschehen. Aber wir lesen das in Richter 6, könnt ihr gerne zu Hause nachlesen. Heißt es, das Volk schrie zu Gott, aber sie hörten nicht auf Gott.

[17:23] Und mit Gideon ist es anders gewesen. Gideon, der hat mit Gott geredet, und er hat ihm auch seine Zweifel gesagt. Und er hat gesagt: "Hey, wie soll das geschehen?" Aber er hat auch darauf gehört, was Gott zu ihm gesagt hat. Und Gott kam und bezeichnet ihn dann als tapferer und starker Held, so einen, wie Gott gesucht hatte.

[17:47] Es gibt auch die Geschichte von den Assyrern zum Beispiel, als sie die befestigten Städte Judas schon eingenommen hatten und jetzt vor den Mauern Jerusalems standen. Da gab es einen, und Gott sei Dank, konnte das Volk damals eigentlich sagen: Gott sei Dank, hatten sie einen König, der nicht gesagt hat: "Oh, ich kann und wo sind meine Truppen und welche Möglichkeiten haben wir jetzt noch?"

[18:17] Sondern sie hatten einen König, der in den Tempel gerannt ist und bei Gott Hilfe gesucht hat, der zu dem Propheten Jesaja geschickt hat und gefragt hat: "Was ist jetzt zu tun?" Er hat nicht da gestanden und erstmal die Lage angeschaut und das Volk der Assyrer gemustert.

[18:37] Sondern er hat sich sofort an die Hilfe zu Gott gewandt. Wenn wir in Schwierigkeiten stecken im Alltag, wenn wir aber auch in diesen großen Kampf uns wie das finden und der kennt, was das eigentlich hier Satan ist, der gegen uns kämpft mit seinen gefallenen Engeln, dann lasst uns nicht auf unsere eigene Kraft schauen.

[19:06] Lasst uns wieder uns zu sehr mit Satan beschäftigen, noch mit dem, wie kann ich mich jetzt anstrengen, um schlechte Gewohnheiten oder sonst etwas zu überwinden. Sondern dann lasst uns auf Jesus schauen und lasst uns genauso zu unserer Hilfe fliehen, wenn es hart auf hart kommt.

[19:29] Schaut mal mit mir im Psalm 27. Oh, das ist ein Psalm. Dann könnte ich fest sinken, weil der, der David, ich glaube, es ist David, der drückt hier etwas so Schönes aus. Und dann 27, ab Vers 3 lesen wir: "Selbst wenn ein Heer sich gegen mich lagert, so fürchtet mein Herz sich dennoch nicht. Wenn sich Krieg gegen mich erhebt, so bin auch ich dabei getrost."

[20:05] "Eine Bitte bitte ich vom Herrn, nach dieser will ich trachten: dass ich bleiben darf im Haus des Herrn mein ganzes Leben lang und die Lieblichkeit des Herrn schauen und ihn zu suchen in seinem Tempel. Denn er deckt mich in seiner Hütte zur Zeit des Unheils, er verbirgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einen Felsen."

[20:34] Es ist auch bekannt, das hatten wir letzte Woche, dass man im Kampf einen festen Untergrund braucht, um festzustellen. Es lesen wir dann später im Epheserbrief, dass Paulus sagt: "Und steht fest." Gott ist es hier, der einen auf den Felsen stellt.

[20:53] Aber was der David auch sagt, wenn sich ein Heer gegen mich erhebt, dann werde ich nicht in den Krieg ziehen, sondern ich werde die Schlacht auf einer anderen Ebene ausfechten.

[21:12] Der David sagt: "Ich habe eine Bitte vom Herrn." Und gerade im Kampf könnte man meinen, dass er darum bittet: "Herr, bitte schenk mir das Leben, bewahre mich, beschütze auch mein ganzes Herz." Aber er hat diese eine Bitte, die er äußert, und das ist interessant. Er sagt: "Nach dieser will ich trachten, dass ich bleiben darf im Haus des Herrn mein ganzes Leben lang."

[21:38] Und so oft ich über diesen Vers nachdenke, oft muss ich auch sagen: "Hier, lass mich in deinem Haus, in deiner Gemeinde bleiben, mein ganzes Leben lang." Denn wenn wir jetzt so einen irdischen Kampf nehmen, zum Beispiel auf der Arbeit mit den Kollegen, ja, das ist auch manchmal ein bisschen wie ein Krieg. Hoffentlich kein Zickenkrieg.

[22:03] Wenn wir, wenn wir das in Schwierigkeiten sind, ja, dann wollen wir das oft einfach hinter uns haben. Aber der David sagt: "Was nützt mich jeder Sieg über so eine Ungereimtheit, wenn ich nicht bei Gott bleibe, wenn ich nicht Teil des Volkes Gottes bleibe?"

[22:33] Und mein Gebet für mich, aber auch für dich, auch wenn ich dich nicht kenne, ist, dass wir in Gottes Gemeinde bleiben, denn da sind wir sicher, so wie der David das in Vers 5 ausdrückt.

[22:47] Jetzt gehen wir aber noch mal zurück zur Epheser 6 und wollen da weiterschauen, denn wie genau sieht diese Waffenrüstung aus?

[23:00] In den Versen 11 bis 13 heißt es: "Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an." Und den Vers 13 genauso: "Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes." Und das sehen wir, die Mauer darf keine Bresche haben. Das sehen wir an all diesen Punkten, die jetzt kommen, ob es die Wahrheit ist, ob es das Evangelium zu verkünden, also die Mission ist, ob es überhaupt das Wort Gottes ist, am besten der Erlösungsgedanke ist.

[23:33] In all diesen Punkten dürfen wir nicht zu kurz kommen. Wir brauchen diese ganze Rüstung, um geschützt zu sein. Und das bedeutet auch, dass ich nicht sagen kann: "Ach, ich lass mal den Bruder so und so nach der Wahrheit graben", und dann höre ich mir das an und ja, gut, dann wird das schon so passen. Nein, wir müssen selbst auf der Wahrheit gegründet sein.

[23:59] Das heißt auch, dass wir nicht sagen können: "Ich kümmere mich jetzt um meine Gerechtigkeit und schaue, dass ich einigermaßen im Glauben stehe, und die Mission, lass mal die machen, die Lieder sind schon ein bisschen erfahrener und haben vielleicht mehr Zeit." Nein, jede dieser Komponenten sollte bei uns gestärkt sein.

[24:27] Jetzt spricht der Paulus, das hatten wir am Sonntag gesehen. Es war irgendwo einzelne an, weil er die Rüstung eines Soldaten beschreibt. Aber der Lektionschreiber hat das auch gesagt, letztendlich, und das hat mir jetzt gerade gesehen, ist es einer Medi Gott sich hier heranbilden möchte.

[24:52] Der Gedanke ist ja, jeder einzelne soll diese Waffenrüstung annehmen, und dann kann man zusammen stehen als Herr Gottes. Es soll gerüstete und fähige Soldaten sein. Und darauf legt die Bibel Wert. Das finden wir auch schon in 1. Chronik 7, Vers 11 zum Beispiel, dass das explizit erwähnt wird.

[25:17] Überhaupt spricht ja Paulus in Epheser 6, ihr Kinder, oder ihr Väter, ihr Knechte. Er spricht immer eine Gruppe von Menschen an. Und jetzt in Vers 10, hier ist es ja auch: "Ihr Brüder", also jeder von ihnen soll gerüstet sein. Und das ergibt dann, wenn alle dem Nachkommen eine ganze Gruppe von Soldaten, eine Armee.

[25:43] Gibt es auch diesen Gedanken, dass Gott eine Armee von Menschen hat. An anderer Stelle in der Bibel, und da kommen wir auch zu David.

[25:54] Im 1. Samuel 17, das war so in seinen jungen Jahren, das war die Geschichte hier, David und Goliath, die man in der Kindersalatschule hat. Und der weiß ich bewusst: "Ich bin ein Soldat Christi." Das sagt er auch, und zwar niemand geringerem als seinem Gegner, der ihm gegenüber stand und sehr viele Köpfe größer war, wahrscheinlich, dem Goliath.

[26:20] Das ist Samuel 17 und dort Vers 26. Gut, jetzt redet David erstmal noch zu den Männern von Israel, den sagte das auch schon da.

[26:39] Redete David zu den Männern, die bei ihm standen, und sprach: "Was wird dem Mann zuteil werden, der diesen Philister schlägt und die Schande von Israel abwendet? Denn wer ist dieser Philister, dieser Unbeschnittene, dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt?" Es sind die Schlachtreihen des lebendigen Gottes.

[27:06] Und als Teil von diesen Schlachtreihen versteht sich David. David weiß, er hat einen Anführer, er hat einen König. Und klar, könnte er sagen: "Ist jetzt vielleicht kein schlechter Krieger", aber er weiß, Gott steht vor ihm und Gott geht ihm voran in diesen Kampf.

[27:28] Weißt du auch, wer dein Anführer im Kampf ist? Weißt du, für wen du kämpfst? Und bist auch du so ein heldenhafter und treuer...

[27:38] auch du so ein heldenhafter und treuer und tapferer und tapferer und tapferer so wie David.

[27:47] Und wenn wir jetzt noch Offenbarung 19, Vers 14 anschauen würden, dann würden wir merken, dass wir zum einen hat Gott Menschen auf dieser Erde, die im Kampf für ihn einstehen, aber es gibt auch diese himmlische Truppe. Und später wird dann einmal die himmlische Truppe zu der himmlischen Garnison versammelt.

[28:13] So, jetzt lass uns aber weitergehen zu Epheser 6 noch einmal. Wie viel ist 6 Vers 14? Was heißt: "So steht nun fest!" Das hatte ich schon angesprochen: Eure Lenden umgürtet mit Wahrheit und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit.

[28:38] An einer anderen Stelle sagt Paulus auch, dass wir Jesus anziehen sollen. Das kommt in Römer 13, Vers 14 und Galater 3, Vers 27 zum Beispiel vor. Und wenn wir jetzt zu Römer 13 gehen, Römer 13 und dort ab Vers 12 lesen, dann führt Paulus das noch etwas aus.

[29:04] Er sagt: "Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nah." So, lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts. Lasst uns anständig wandeln, wie am Tag, nicht den Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht der Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid, sondern zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden."

[29:34] Also, der Paulus spricht hier in Römer davon, dass wir etwas ablegen sollen, um etwas Neues anziehen zu können. Wenn es jetzt in Epheser 6, Vers 14 heißt: "So steht nun fest! Eure Lenden umgürtet mit Wahrheit und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit", da geht es um das Anziehen. Aber vorher muss man auch etwas ausziehen.

[30:00] Und davon spricht jetzt der Paulus in Römer 13. Das sind nämlich die Werke der Finsternis. Man kann sich das ungefähr so vorstellen: Wenn jeden Tag erleben wir das doch, wenn wir aufstehen morgens, dann ist eines der ersten Dinge, die wir tun, dass wir uns anziehen. Je nachdem, wenn es Sommer ist, dann ziehen wir uns leichter an. Wenn Winter ist, dann müssen wir uns warm anziehen. Oder auch, ob wir in den Garten gehen oder ins Büro, das macht einen Unterschied. Aber man muss sich anziehen, um für den Tag gewappnet zu sein. Aber vorher zieht man auch den Schlafanzug zum Beispiel aus.

[30:54] Der Paulus sagt: "Aufgrund der Zeit, die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe." Aufgrund der Zeit, in der wir stehen, sagten wir besonders die richtige Kleidung tragen oder Rüstung in dem Fall.

[31:17] Wenn wir weitergehen in dem Epheser 6, dann lesen wir jetzt in Vers 15: "Was wir noch anziehen sollen und die Füße gestiefelt mit Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens." Also, nicht nur die Kleidung, sondern auch die Schuhe müssen stimmen. Und das hängt mit dem zusammen, dass man ja feststehen muss. Wenn man nicht die richtigen Schuhe trägt, das wissen wir auch aus Erfahrung, dann läuft man Gefahr auszurutschen.

[31:59] Wie können wir diese, wie heißt es hier, diese Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens haben?

[32:08] Lasst uns dazu den originalen Vers, sage ich jetzt mal, auf den Paulus sich hier auch bezieht, den Jesaja 52 aufschlagen. Jesaja 52 und dort Vers 7: "Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der Frieden verkündigt, der gute Botschaft bringt, der das Heil verkündigt, der zu Zion sagt: Dein Gott herrscht als König!" Es erinnert uns doch an die Geschichte von David, der auch gesagt hat: "Ich habe einen König, denn ich stehe in der Schlachtreihe des lebendigen Gottes."

[33:00] Hier weiß jetzt auch die Lektion daraufhin, dass wir zwar sehr viel jetzt von Kampf lesen im Epheser 6, aber dass eigentlich doch der Frieden sich durchzieht durch dieses Buch, wie wir auch bei dem Friedensboten haben.

[33:26] Warum ist Paulus überhaupt an Krieg und Frieden interessiert? Wir hatten schon in den letzten Wochen immer wieder gesehen, Paulus sagt, liegt ein besonderes Augenmerk darauf, dass Menschen mit Menschen versöhnt sind, aber auch Menschen mit Gott versöhnt werden, dass der Frieden herrscht.

[33:46] Aber das durfte ich jetzt auch vor kurzem wieder lernen. Es gibt einen Bereich, wo es besonders wichtig ist, dass man Frieden hat, dass man zusammenarbeiten kann, sowohl Frieden mit Gott als auch Frieden mit anderen Menschen. Denn wenn du in einem Kampf stehst oder wenn du eine besondere Aufgabe zusammen zu meistern hast, dann darfst du dich nicht gegenseitig den Kopf einschlagen. Dann musst du zusammen daran arbeiten und brauchst Frieden mit den Menschen um dich herum.

[34:24] Und dieses überhaupt das Buch Epheser, wenn wir da am Ende jetzt angekommen sind, dann finden wir auch da den Frieden. In Epheser 6, Vers 23: "Friede werde den Brüdern total und liebesamt Glauben von Gott dem Vater und dem Herrn Jesus Christus." Und das rahmt das ganze Buch Epheser ein. Denn in Kapitel 1 hatten wir das auch schon in Vers 2: "Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus."

[35:06] Jetzt, wenn der Friede so eine große Rolle spielt, warum dann dieses Kriegsbild, dieses militärische, wovon ich jetzt die ganze Zeit gesprochen habe?

[35:18] Gibt es vielleicht neben dem Buch Epheser noch ein anderes Buch, das euch einfällt, wo auch Friede am Anfang ist, Friede am Ende ist, in der Zwischenzeit ein Kampf? Ich musste zum Beispiel an das Buch vom Schatten zum Licht denken, oder auch die Bibel insgesamt. Da haben wir diesen großen Kampf, der ja im Universum ist, dieser kosmische Kampf zwischen dem Bösen und dem Guten. Und letztendlich, am Anfang und am Ende, soll Frieden sein.

[35:58] Das ist überhaupt, warum dieser Kampf ausgefochten wird, dass wieder viel das Friede wiederhergestellt wird. Denn am Anfang war schon, und das soll wieder kommen.

[36:10] Jetzt, wie kann das passieren? Letztendlich kann doch dieser Kampf ausgefochten werden, indem die Menschen das Evangelium bekommen. Denn das Evangelium, dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist, das ist das Heilmittel für den Sündenfall.

[36:33] Und hierzu hat ein weit ein paar ermahnende Worte für uns. Sie schreibt: "Junge Männer und junge Frauen, könnt ihr nicht Gruppen bilden und als Soldaten Christi an der Arbeit mitwirken, indem ihr all euren Takt, euer Geschick und euer Talent in den Dienst des Meisters stellt, damit ihr Seelen vor dem Verderben retten könnt?"

[37:00] Was in jeder Gemeinde Gruppen gebildet werden, um diese Arbeit zu tun? Werden die jungen Männer und Frauen, die Jesus wirklich lieben, sich als Arbeiter organisieren? Nicht nur für diejenigen, die sich als Sabbate sowieso schon bekennen, sondern auch für diejenigen, die nicht zu unserem Glauben gehören.

[37:22] Das Stichwort, das sie hier anspricht, ist Mission. Und anderen das Evangelium zu bringen, ist Mission.

[37:30] Ist Mission. Denn bald schlägt konkret vor: Bildet Gruppen. Ja, es gibt auch in der Armee gibt es hier eine Gruppe und deine Gruppe und so Truppen, die alle von verschiedenen Seiten angreifen. Und sie sagt: Warum handelt nicht auch ihr nach, dass ihr organisiert, strukturiert, etwas aufbaut, um andere Menschen, die unseren Glauben nicht angehören, zu gewinnen?

[38:07] Ah ja, eine schöne Sache. Vielleicht auch noch in der Lektion hieß es am Dienstag, da gab es dieses Zitat am Schluss: "Gott ruft uns dazu auf, die Waffenrüstung anzulegen." Wir wollen nicht salzwaffen Rüstung anlegen, sondern die Rüstung Gottes.

[38:24] Dann können wir hingehen, um mit Herzen voll von Christus-ähnlicher Sanftmut, Mitgefühl und Liebe zu wirken. Und auch das bringt uns wieder zu der Geschichte von David gegen Goliath, einer siegreichen Geschichte, deiner kraftvollen Geschichte. Damals hatte David die Waffenrüstung von Saul an, und er hat versucht, damit herumzulaufen. Und wenn man mit einer Waffenrüstung schon erst gar nicht richtig laufen kann, dann kann man damit erst recht nicht kämpfen. Deswegen hat er dann dem Saul geantwortet.

[39:04] Er oder es heißt dann im Bericht: "Er konnte darin nicht gehen, weil er es nicht gewohnt war." In erster Samuel 17, ab Vers 38, finden wir die Geschichte.

[39:21] Jetzt, wenn es heißt, dass wir nichts salzwaffen Rüstung erlegen sein, aber Jesu Waffenrüstung, das ist ja Gottes Waffenrüstung, von der wir lesen, die ganze Waffenrüstung Gottes in Vers 11.

[39:34] Ist das so? Dann heißt es auch, dass wir uns daran gewöhnen dürfen und daran gewöhnen müssen.

[39:43] Gerade in der Mission kommt es zum Tragen. Es ist nicht jeder von uns sein geborenes Missionar. Und manche verstecken sich dahinter, dass sie dann sagen: "Ach, ich kann doch nicht reden." Oder nee, lass mal jemand anderen. Aber wer sagt denn, dass wir das nicht lernen können?

[40:06] Und ich glaube, jetzt ist auch noch die Zeit, in der wir diese Waffenrüstung erproben dürfen. Dass dann, wenn der Kampf heiß wird und wir nicht mehr lange Zeit haben, uns überhaupt erst, jetzt sollen wir schon auch angezogen, gerüstet sein. Aber wenn wir dann nicht mehr groß gucken können, was fehlt mir denn noch an Wahrheit oder an Glauben, wie kann der gestärkt werden? Dann ist die Frage: Bist du schon gewohnt mit dieser Waffenrüstung umzugehen?

[40:37] Trägst du sie nur in Anführungsstrichen, weil das ist ja auch schon mal wirklich erstrebenswert, aber kannst du auch damit im Kampf bestehen? Bist du es gewohnt? Und das zeigt, wir brauchen Zeit, in der wir diese Waffenrüstung getragen haben.

[41:00] Und dann dürfen wir unseren Blick, wieder Paulus gesagt hat, nicht von Jesus abwenden. Wie wir dürfen trotzdem nicht nur dem Kampf ins Auge blicken, sondern es sollen unsere Augen auf Jesus richten.

[41:20] Der Herr ruft nach Soldaten, die nicht versagen und sich nicht entmutigen lassen, gerade dann, wenn es lange Zeit braucht, bis unsere Waffenrüstung wirklich stabil ist und wir damit umgehen können. Dann dürfen wir uns nicht entmutigen lassen, sondern der Herr ruft nach Soldaten, die das Werk mit all seinen unangenehmen Seiten annehmen werden.

[41:41] Er möchte, dass wir uns alle Christus zum Vorbild nehmen. Hier ist es unser Vorbild. Das heißt, diese Waffenrüstung, wie wir sie hier finden, die ist erprobt. Das heißt, ergibt sie uns nicht einfach nur so, sondern er hat selbst damit gekämpft und gesiegt. Und weil wir das wissen dürfen, ist unsere Zuversicht doch noch größer, dass wir wirklich den Kampf verbringen können.

[42:15] Jetzt lass uns noch zum Mittwoch kommen. Wir doch durchbekommen. Und da lesen wir die Verse 16 und 17: "Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt." Und ich finde, das ist so schön, weil normalerweise hat man ein Schild und man stellt sich das sofort, das Schild da. Kommen jetzt zum Beispiel die Pfeile drauf, und naja, normalerweise wird man halt mit dem Schild die Pfeile ab. Und vielleicht kennt ihr manchmal so alte Zeichnungen, wenn dann ein Pfeil im Schild drin steckt, wenn sein Holzschild ist, das schlecht gebaut ist, zum Beispiel. Dann, ich weiß ja nicht, was sie damals so benutzt haben, aber so in den alten Geschichten sieht man das manchmal, dass ein Pfeil im Schild stecken bleibt. Aber nein, der Pfeil soll da nicht stecken bleiben, deshalb abgewehrt werden. Und zwar nicht einfach nur so, dass er zu Boden fliegt und wenn er feucht ist, vielleicht das Gras entzündet. Nein, sondern er soll ausgerutscht werden. Das heißt, es ist ein Schutz und man kommt unversehrt hinweg.

[43:39] Jetzt haben wir diesen Schild auch an einer anderen Stelle, und zwar in Johannes 5. Es geht auch um den Glauben. Es ist ja das Schild des Glaubens. Johannes 5, Vers 4: "Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt, und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat."

[44:17] Ich kenne mich nicht super mit Militär aus und mit Waffenrüstung generell, aber ich würde meinen, dass man einen Kampf nicht dadurch gewinnt, dass man das Schild benutzt, weil das ist ja eigentlich zum Abwehren gedacht. Normalerweise sieht man nicht mit dem Schild, aber trotzdem ist der Glaube beides. Es ist so ein Schutz und es ist zum anderen auch der Sieg, wie wir hier gelesen haben.

[44:49] Erste Mose 15 ist auch ganz schön was das betrifft. Da geht es nicht so sehr um als da wird es nicht auf den Glauben angewandt, sondern hier redet Gott mit Abraham und nicht in irgendeiner Situation, sondern gerade dann als Schlacht gegen Kilo-Lau mehr und die ganzen Kanaaniter Könige ausgetragen ist und Abraham erfolgreich, siegreich daraus hervorgegangen ist.

[45:20] Und dann heißt es nach diesem Begebenheiten: "Erging das Wort des Herrn an Abram in einer Offenbarung: Fürchte dich nicht, Abraham! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn." Das heißt auch, dass Gott uns nicht nur vor etwas bewahren möchte, sondern hier sagt er noch als zweites: "Ich bin ein sehr großer Lohn." Gott möchte uns auch etwas schenken. Gott möchte nicht nur unseren Glauben, unsere Gesundheit, unsere Familie und all das bewahren, auch unsere Gemeinde, sondern er möchte uns da noch mehr schenken und noch reichlicher segnen.

[46:06] Und die Frage ist: Bist du bereit dafür? Bist du bereit dafür, dass Gott für das kämpft, was jetzt in deinem Leben wichtig ist? Für das, was vielleicht in Gefahr steht zu zerbrechen. Aber bist du auch bereit dafür, dass Gott aufbaut und noch etwas Besseres dir damit schenkt?

[46:33] Der Helm ist halt, was hat es mit dem Helm des Hals auf sich? Da wollen wir nur ganz kurz 59 anschauen. Hier ist Bayern 59. Jetzt muss ich kurz schauen, ob das der richtige Vers war. Ich lese aber ab Vers 15 in der Mitte: "Als der Herr die Samen ist vieles ihm, dass kein Recht da war, er auch, dass kein Mann vorhanden war und war verwundert, dass kein Fürsprecher da war. Da half ihm sein eigener Arm und seine Gerechtigkeit, die unterstützte ihn. Er legte Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzte den Helm des Hals auf sein Haupt. Er legte als Kleidung Rachegewänder an und hüllte sich in Eifer wie in einen Mantel." Es ist also wirklich die Waffenrüstung Gottes auch in dem Sinn, dass Gott sie nicht einfach nur gibt, sondern dass Gott selbst, wie schon gesagt, Jesus selbst damit kämpft.

[47:55] Erste Thessalonicher 5, Vers 8. Auch hier kommen wir zu diesem Helm des Hals. Und hier ist es jetzt nicht als doch auch als Helm, aber hier ist es erklärt. Erste Thessalonicher 5, Vers 8: "Wir aber, die wir dem Tag angehören, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil."

[48:29] Heil. Also, es ist jetzt nicht nur der Helm des Hals, sondern der Hoffnung auf das Heil. Die Frage ist: Hoffst du auf das Heil oder die Erlösung?

[48:45] Dadurch, dass der Helm ja auf dem Kopf sitzt, hat es sicherlich auch etwas mit unserem Denken zu tun, auch mit dem, was in uns vorgeht. Und da gefällt mir ein Ausspruch von Martin Luther, als er einmal gesagt hat: "Ich muss immer zu beten, weil anders bleiben meine Gedanken einfach nicht beieinander." Das habe ich jetzt in eigene Worte gefasst, aber er sagt, wenn ich nicht bete, dann sind die Gedanken hier und dort und da und überall, nur nicht da, wo sie sein sollen. Aber wenn er betet und wenn er sich zu Gott wendet, dann kann diese Gedanken bewahrt bleiben.

[49:26] Und wenn wir häufiger über die Erlösung nachdenken würden, dann wäre das auch ein Schutz für uns. Wenn wir uns tiefer da hineindenken würden, was Jesus für uns getan hat, was die Erlösung bedeutet, wie die Erlösung in unserem Leben sichtbarer werden kann, dann würde es auch uns den Kopf bewahren.

[49:57] Jetzt lasst uns noch zu dem Schwert des Geistes gehen. Das hatten wir auch in Epheser 6 gelesen, ich glaube in Vers 18: "Das Schwert des Geistes." Dazu finden wir wieder etwas in Jesaja 49, diesmal und dort Vers 2. Hier, das ist eine messianische Prophezeiung. Heißt es: "Er hat meinen Mund gemacht wie ein scharfes Schwert, er hat mich im Schatten seiner Hand geborgen und mich zu einem geschärften Pfeil gemacht. Er hat mich in seinen Köcher versteckt." "Er hat meinen Mund gemacht wie ein scharfes Schwert."

[50:41] Und das erinnert mich sofort an Jesus, wie in der Offenbarung, in Offenbarung 1, beschrieben wird, dass ein scharfes Schwert aus seinem Mund hervorgeht. Hebräer 4, Vers 12, den Vers kennt ihr sicherlich. Vor allem, wenn ihr vor gut einem Jahr, glaube ich, das Hebräerstudium mitverfolgt habt. Da heißt es, dass das Wort Gottes schärfer ist als jedes zweischneidige Schwert. Und in der Nähe ist hatten wir das auch, das ist das Wort Gottes. Also, Paulus legt das selbst noch aus.

[51:21] Jesus sagt ja auch, dass seine Worte geistlich sind. Also, zum einen sollen wir mit der Wahrheit bekleidet sein. Lass uns dann noch mal zu Epheser 6 zurückkehren. Wir hatten das gelesen in Vers 14: "Dass wir die Wahrheit, die soll uns umgürten oder mit der soll mir angezogen sein." Zum anderen haben wir aber auch das Wort Gottes in Vers 17, und das soll jetzt wie ein Schwert in unserer Hand sein oder im Schaft. Aber normalerweise kämpft man mit dem Schwert.

[52:11] Ich glaube, das ist ein gutes Bild dafür, dass wir wirklich ganz mit der Wahrheit durchdrungen sein sollen. Zum einen, aber auch zum anderen, dass die Wahrheit unser Handeln prägen soll.

[52:28] Und lasst mich dazu noch ein Zitat. Ich hoffe, dass ich das hier jetzt habe. Von allen weit lesen. Es scheint mir, als ob ich das nicht mitgebracht habe. Dann sag es euch, was da steht. Ein Wald sagt, wir sollen auch tun, um uns als gute Kämpfer Gottes zu zerreißen. Dann sollen wir auch tun, was wir schon gelernt haben.

[52:58] Deswegen ist es auch ein Schwert in unserer Hand, gerade wenn Anfechtungen kommen und wir wissen, was gut ist, dann sollen wir dafür einstehen. Dann können wir mit der Wahrheit dem Feind entgegentreten. Es geht nämlich nicht nur um ein passives Verteidigend, das hatten wir auch letzte Woche schon, sondern es geht darum, dass wir vorbereitet sind, schon bevor überhaupt jemand auf uns zukommt.

[53:28] Und wenn man mit der Wahrheit bekleidet ist, zum einen, dann sieht man es dem anderen an. Und wenn man die Wahrheit in der Hand hält, dann zeigt sich das eben so im Handeln. Ist die Wahrheit das Werkzeug, das du nimmst, um den Kampf zu bestreiten? Oder bist du nicht fest in der Wahrheit gegründet? Vielleicht, wenn du merkst, das und das sollte ich mal noch genauer studieren, oder da bin ich mir noch nicht ganz sicher, dann geht ihm nach. Dann schärfe dein Schwert, sozusagen, und lass es nicht einfach dabei bleiben. Denn wir, es, wenn es dann kommt, dass wir angefochten werden, dann kann sich daran entscheiden, ob wir in der Wahrheit fest gegründet sind, ob wir den Kampf gewinnen oder nicht.

[54:29] Jetzt in den Versen 19 und 20, da schließt sich so ein Kreis. Das finde ich ganz schön, weil ich durfte auch den Epheser 3 mit euch durchgehen. Und hier nennt sich jetzt Paulus ein "Botschafter in Ketten", der freimütig redet. Also, es ist so diese Verbindung zu den ersten Versen von Offenbarung, von Epheser 3.

[54:55] Und Paulus schließt ja einen Kreis, den er vorher eröffnet hatte. Jetzt in Vers 18 waren wir noch einmal ein Augenmerk darauf legen. Das ist das, was wir am Anfang schon ein bisschen angesprochen hatten, was aber entscheidend ist.

[55:23] Frage: Wo, worauf bezieht sich das in dem in Vers 18? Ich lese mal den Vers: "Indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und fürbitte für alle Heiligen." Worauf bezieht sich das in dem, wo ist eigentlich das Satzteil, das das in dem hier verbinden möchte?

[55:47] Wir finden es in Vers 13: "Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes." Und dann kommt der ganze Teil mit, was die Waffenrüstung Gottes ist. Und dann schließt sich die Klammer mit: "indem ihr zu jeder Zeit betet."

[56:07] Wenn wir Gottes Waffenrüstung ergreifen wollen, wenn wir diesen Brustpanzer anziehen wollen, wenn wir den Helm des Hals uns aufsetzen wollen, wenn wir dieses Schwert ergreifen wollen, dann geschieht das durch Gebet. Und warum durch Gebet? Ich kann meinen eigenen Glauben nicht stärken. Ich kann nicht selbst die Wahrheit erkennen, wenn Gott sie mir nicht offenbart.

[56:30] All das muss, all das will er beten werden.

[56:40] Wie kann ich, wie kann ich Glauben haben?

[56:40] Wie kann ich glauben haben, wie kann ich hier so Erlösung annehmen, indem ich wirklich Gott darum bitte? In Philipper 4, Vers 6, das bekräftigt noch mal, dass wir nicht allzu sehr uns mit dem Feind selber abgeben sollen. Philipper 4, Vers 6 heißt: "Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung euer Anliegen vor Gott kund werden." Das zeigt uns wieder, wir sollen uns an Gott wenden. Wir brauchen das, dass wir nicht mit dem Feind an sich kämpfen, weil wir die schlechten Gewohnheiten, die wir haben, nicht ablegen können. Wir können uns selbst nicht verändern. Wir können auch unseren Nächsten nicht verändern. Wir können auch nicht beständig für Jesus eintreten, es sei denn, Gott schenkt es uns, weil wir es im Gebet errungen haben. Und hier steckt Anstrengung dahinter. Paulus sagt: Gebet und Flehen, ja, auch die Danksagung, die kommt mit dazu. Mit jedem sie können wir Danke sagen. Aber wir brauchen dieses unablässige Gebet, wie wir das in Lukas 18 finden. Und das ist auch eine Hausaufgabe: Schaut euch dieses Gleichnis in Lukas 18 gerne noch einmal an. Da ist diese Witwe, die von einem Feind bedrängt wird. Dann lass uns ganz kurz zusammen dahin schauen.

[58:26] Es war eine Witwe in jeder Stadt, die kam zu dem ungerechten Richter und sprach: "Schaffe mir Recht gegenüber meinem Widersacher." Eine Frau, die bedrängt ist, die nicht weiß, wie kommt sie darauf, sie wissen nicht genau, womit er sie jetzt irgendwie belastet hat, was genau da passiert ist. Das geht nicht daraus hervor, aber eine Frau, die in Not ist und die weiß, ich schaffe es nicht alleine. Und diese Geschichte nimmt Jesus dafür, um zu zeigen, wie wir nicht aufhören sollen zu beten. Jedes Mal, wenn wir merken, da ist ein Kampf, der in uns wütet, der um uns herum wütet, denn dieser Welt vonstatten geht. Jedes Mal ist das anders für uns, zu Gott zu kommen und unaufhörlich im Gebet und meinen Sieg zu bringen.

[59:26] Hast du mich jetzt nach einer noch kurz eine persönliche Erfahrung erzählen, die ich vor nicht allzu langer Zeit erlebt habe? Ich habe aber genau das erleben dürfen, diese Siege zu ringen durch das Gebet. Es gab eine Person, mit der ich zusammenarbeite und Kollegen, und ich habe festgestellt, dass es sehr vieles gab, was auch unsere Zusammenarbeit behindert hat, weil ich mich immer und immer wieder ärgern musste und ich hatte manchmal so schlechte Gedanken. Aber mit Gottes Hilfe gab es könnte eine Versöhnung stattfinden, und ich bin wirklich Gott dankbar dafür. Aber ich habe mich dann gefragt: Wie soll es jetzt weitergehen? Ich muss mit dieser Person zusammenarbeiten, eng zusammenarbeiten. Und es macht ja nicht schnips und die Person verändert sich von heute auf morgen. Wie soll es weitergehen?

[1:00:41] Aber das war eine eine ja auch ein Glaubensbruder, und wir haben uns zum Vorsatz gemacht, für diese Zusammenarbeit zu beten, weil wir gemerkt haben, es geht nicht aus eigener Kraft. Und zu viel hatte man aus eigener Kraft bis dahin versucht. Und so habe ich mir das wirklich nicht nur zum Vorsatz genommen, sondern auch täglich auf die To-Do-Liste morgen gesetzt. Und ich hatte immer wieder dafür gebetet und ich habe gesagt: "Hier, bitte, bitte hilf in dieser Zusammenarbeit. Ich kann es nicht schaffen. Ich kann mir selbst nicht neue Gedanken geben. Ja, ich kann versuchen, sie nicht weiter zu denken, aber dieses, dass man sich hierbei etwas ärgert oder da etwas schief läuft, das liegt nicht in meiner Hand." Und glaubt mir, seitdem weiß ich jeden Abend Gott danke zu sagen, weil Gott die Zusammenarbeit noch reichlicher gesegnet hat und man zum Singen füreinander sein kann.

[1:01:59] Noch und das übertrifft noch als einfach nur miteinander auskommen zu können. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Aber ich habe mich selbst darüber gewundert und gesagt: "War Gott hat ein Wunder getan! Von heute auf morgen ist es so eine gesegnete Zusammenarbeit geworden." Und dann hat Gott mich auch darauf hingewiesen, es sind Siege, die er jeden Tag für uns erringt und die wir zählen dürfen, wofür wir Gott dankbar sein können. Wir hatten das gelesen, das heißt in Philipper 6, was glaube ich ja, dass wir zusätzlich zu dem Gott bitten und zu fliehen auch immer wieder Danke sagen können, und Gott gibt uns den Grund dafür. Ich kann euch davon erzählen. Euch wünsche ich, dass ihr persönlich solche Siege bringt, nicht durch die Waffenrüstung und einen starken Glauben, den ihr selbst habt, sondern weil hier ist, das ist für mich tut und weil ihr es im Gebet von ihm bekommen habt.

[1:03:22] Unser Vater im Himmel, wir danken dir für die Waffenrüstung, die du selbst erprobt hast, die du dir selbst ausgedacht hast und die wir tragen dürfen. Schenke uns sie, lehre uns damit im Kampf zu bestehen. Herr, wir wollen treue Soldaten für dich sein. Aber das geht nicht, ohne dass wir auf dich schauen und sagen: "König, unseren Anführer, bitte lass uns dir willig und treu folgen. Lass uns tun, was du sagst." Heiland, ich danke dir so sehr, denn auch wenn wir in diesen kosmischen Kampf stehen, auch wenn es Herausforderungen sind, die wir eigentlich gar nicht meistern können, die unsere Kraft übersteigen, so schenkst du uns doch alles, was wir brauchen. Wir brauchen dich, und ich danke dir, dass wir dich haben dürfen.


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