Veröffentlicht am
1.474 Klicks

Diese Predigt beleuchtet die Geschichte von Hannah und ihrem Sohn Samuel, die auf eine lange Reise nach Silo gehen. Es wird die Bedeutung von Gebet, Hingabe und Gottes Verheißungen thematisiert. Der Sprecher erklärt, wie Samuel zu einem „Wunschkind“ Gottes wurde und wie jeder Mensch, unabhängig von seiner Herkunft, ein Wunschkind Gottes sein kann. Die Predigt thematisiert auch die Herausforderungen in der Gemeinde und die Wichtigkeit, Gottes Stimme persönlich zu hören.


Weitere Aufnahmen

Serie: Wenn Gott zweimal ruft

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:26] Es war ein Weg von ungefähr 25 Kilometern. 25 Kilometer Luftlinie durch Gebirge. Ein beschwerlicher Weg, vor allem für einen kleinen Jungen. Aber er ging tapfer diese 25 Kilometer Richtung Silo. Und er ging zusammen mit seiner Mutter. Und seine Mutter, der war es ganz schwer ums Herz. Denn es war ein besonderer Weg, diese 25 Kilometer durchs Gebirge nach Silo. Und während sie so ging und die Zeit noch einmal mehr nutzen wollte, denn die Mutter wusste, so viel Zeit werden sie in Zukunft nicht mehr füreinander haben. Und sie hat ihm nochmal alles erzählt und nochmal alles wiederholt und zusammengefasst, was sie in den wenigen Jahren gemeinsam miteinander verbracht haben. Denn der Junge war noch recht klein, was ihm alles beigebracht hat. Und der Junge, vielleicht an diesem Tag, so stelle ich mir das vor, hat nochmal die großen Fragen des menschlichen Daseins rausgeholt. Warum heiße ich so, wie ich heiße? Warum bin ich da? Was ist passiert? Wo gehe ich hin? Warum soll ich dort nach Silo gehen? Ich stelle mir vor, wie auf diesem Weg, diese Stunden hin nach Silo über das Gebirge, bergauf, bergab, seine Mutter Hannah ihm eine interessante Geschichte erzählt hat. Wir können diese Geschichte nachvollziehen, wenn wir gemeinsam das Buch aufschlagen in 1. Samuel. 1. Samuel. Seine Mutter hieß wie gesagt Hannah und Hannah heißt auf Hebräisch die Gesegnete oder die Begünstigte. Und ich kann mir vorstellen, wie dieser kleine Junge, der übrigens, Sie werden es schon vermuten, auf den Namen Samuel gehört hat, als dieser kleine Junge immer wieder gefragt hat, wohin gehen wir da eigentlich und warum gehen wir dorthin, dass ihm seine Mutter etwas erzählt hat von einem besonderen Zelt. Einem Zelt, das umgeben ist mit einem großen Hof. Einem Zelt aus Akazienholz. Ein Zelt aus Karmesin, aus Purpur und blauen Stoffen gemacht, aus Gold und aus Silber, mit einem großen Bronzaltar. Ein Zelt mit zwei Abteilungen und in dieser zweiten Abteilung, sagt sie, weißt du, wer dort wohnt? Und der kleine Samuel, der immer fleißig zugehört hatte, als seine Mutter ihm erzählt hatte, aus diesem Buch, das man die Tora nannte, das Gesetz, er wusste, ja, in dieser zweiten Abteilung, da wohnt Gott persönlich. Der wohnt dort auf einem Thron, genannt der Bundeslade. Und auch ansonsten ist das Zelt ganz spannend. Da gibt es einen siebenarmigen Leuchter und da gibt es einen Tisch mit zwölf Oblaten, mit zwölf Broten und da gibt es einen anderen Altar, wo Weihrauch aufsteigt über einen Vorhang und überall ist Gold und Silber innen drin. Von außen sieht es relativ schlicht aus, aber innen drin glänzt es und funkelt es. Und jedes Mal, wenn sie davon erzählt hat, dann hat der Samuel sich daran vorgestellt, wie es wäre dort zu sein, denn so viel hatte sie ihm schon verraten. Du wirst dort jetzt für immer sein. Ich bringe dich dort nach Silo, damit du für immer dort in diesem Zelt für Gott dienst. Dort, wo Gott selbst wohnt, wo der sogenannte Hohepriester, der Mensch, der Vertreter von ganz Israel ist, wo dieser Mensch für das ganze Volk dient. Denn aus dem ganzen Volk kommen jedes Jahr Menschen und bringen ihre Schlacht- und ihre Speisopfer und ihre Friedensopfer und ihre Schuldopfer. Sie bringen Lämmer und Witter und Stiere und dann legen sie ihre Hände auf das Tier und dann wird das Tier geschlachtet und sie bekennen ihre Schuld. Und durch diesen ganzen Dienst möchte Gott uns zeigen, so erklärt sie dem kleinen Samuel, dass Gott unsere Sünden vergibt.

[4:53] Ich kann mir vorstellen, wie der Samuel gefragt hätte: Bist du da schon öfter gewesen an diesem Ort in Silo? Und sie hat wahrscheinlich gesagt: Ja, ich bin da schon oft gewesen, aber ich habe eigentlich mehr traurige Erinnerungen daran. Und das ging so. Erster Samuel 1, Vers 1. Und es war ein Mann aus Ramataim Zophim vom Bergland Ephraim, der hieß Elkanah, ein Sohn Jeruchams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tohus, des Sohnes Zufs, eines Ephratiters. Er hatte aber zwei Frauen. Die eine hieß Hannah, die andere Penina. Nun, die Hannah erzählt ihrem kleinen Samuel, warum sie jedes Mal, wenn sie nach Silo ging, so traurig gewesen ist. Eine der Gründe war, so sagt sie dem kleinen Samuel, ich konnte für viele, viele Jahre keine Kinder kriegen. Und der kleine Samuel, ein guter Bibelschüler, der fleißig aufgepasst hat, sagt: Ja, Mama, dann ging es dir so wie den Menschen in der Bibel, so wie der Sarah und wie der Rebekah und wie der Rahel. Ja, ganz genau, Samuel, genauso ging es mir auch. Ich konnte keine Kinder kriegen und wir haben gebetet und gebetet und gebetet und irgendwann hat Papa die Geduld verloren, hat sich eine zweite Frau genommen. Und Samuel denkt sich: Ja, Moment mal, das kenne ich doch. Das ist so ähnlich wie Abraham. Ganz genau. Und Hannah erzählt ihm: Weißt du noch, was passiert ist, als Abraham sich eine andere Frau genommen hat, was dann mit den Kindern passiert ist, mit dem Streit? Und der kleine Samuel versteht, warum es zu Hause immer so viel Streit gegeben hat und warum da eine andere Frau war, die auch eine Mama war, aber nicht von ihm. Und warum seine Mama so viel geweint hat und die Mama so viel geheult hat und warum man so viel gekeift hat. Kleine Kinder merken oft, wenn etwas schief läuft zu Hause, nicht wahr? Aber nicht nur das. Hannah erzählt ihm, wie diese Penina sie geärgert hat und gefoppt hat und böse zu ihr gewesen ist. Und irgendwann war sie immer so traurig und so traurig, dass sie nichts mehr wollte von diesem Opferdienst. Und sie ist einfach, so erzählt sie ihm, zu Gott gegangen und hat geweint. Geweint und geweint. Wir können das nachlesen in Vers 7. So ging es Jahr für Jahr. Manche Dinge scheinen sich nie zu ändern, nicht wahr? Jahr für Jahr erleben wir, wie wir gepiesackt werden, wie wir geärgert werden, ob als kleine Kinder oder als Eltern, nicht wahr? Wie uns Menschen böse zu uns sind. Und manchmal können wir es einfach nicht mehr aushalten. Wir sind ja darauf trainiert, gerade wenn wir älter sind, die Fassung zu bewahren, nicht wahr? Die Fassung zu bewahren. Aber irgendwann, irgendwann können wir nicht mehr. Vers 7 sagt es uns, da ging es Jahr für Jahr. So oft sie zum Haus des Herrn ging, kränkte jene sie so, dass sie weinte und nichts aß. Elkanah aber, ihr Mann, das war so ein typischer Mann, nicht wahr? Die Frau weint und kann nicht mehr. Und sie ist völlig verzweifelt und der Mann fragt: Hannah, warum weinst du? Warum weinst du? Gibt es ein Problem? Kann ich dir helfen? Ich kann mir vorstellen, wie Hannah gesagt hat, das hat sie wahrscheinlich dem kleinen Samuel nicht gesagt. Manchmal sehen Männer einfach nicht, worum es geht, oder? Die wollen einfach irgendwelche Lösungen, die wollen einfach irgendwelche Fakten, nicht wahr? Und verstehen einfach nicht, wie es uns ums Herz ist. Warum weinst du und warum isst du nicht? Warum ist dein Herz so traurig? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn Söhne?

[8:48] Vers 9. Und am ersten Tag stand Hannah auf, nachdem sie in Silo gegessen und getrunken hatte. Eli, der Priester, saß eben auf seinem Stuhl beim Pfosten des Tempels des Herrn. Vers 10. Sie aber, betrübt, wie sie war, betete zum Herrn und weinte sehr. Hat jemand von uns schon mal sehr geweint, bitterlich geweint, weil das, was er sich so sehr gewünscht hat, wonach er so sehr sich gesehnt hat, was ihm so sehr am Herzen lag, es einfach nicht eingetreten ist? So sehr geweint, dass wir uns einfach nicht mehr unter Kontrolle haben? Vielleicht so sehr geweint, dass wir es nicht mal mehr aussprechen können? Dass wir nur noch, dass die Tränen nur noch so kullern und es nur noch in unserem Herzen spricht, weil wir es nicht mehr artikulieren können, weil wir so zutiefst traurig sind. Schon mal erlebt? Der Hannah ging es so. Und so viel es der Samuel fassen kann, so versucht sie es mir anzudeuten. Vers 11. Und sie legte ein Gelübde ab und sprach: Herr der Herrscharen, wenn du das Elend deiner Magd ansehen und an mich gedenken und deine Magd nicht vergessen wirst und deiner Magd einen Sohn geben wirst, so will ich ihn dem Herrn geben, solange er lebt und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen. Und das ist eine interessante Sache. Wenn sie sagt, kein Schermesser, also kein Rasiermesser soll auf sein Haupt kommen, dann sagt sie mit anderen Worten, dieser Sohn, wenn du ihn mir gibst, soll ein Nasiräer werden. Ein Nasiräer. Nun, wir lesen die Nasiräer in 4. Mose 6, Vers 1 und 2. Dort heißt es: Und der Herr redete zu Mose und sprach: Vers 2, 4. Mose 6, Vers 2. Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Wenn ein Mann oder eine Frau sich weiht, indem er das Gelübde eines Nasiräers gelobt, um als Nasiräer von dem Herrn zu leben, Vers 3, so soll er sich von Wein und starkem Getränk enthalten. Essig und von Wein und Essig von starkem Getränk soll er nicht trinken. Wir springen zu Vers 5. Solange das Gelübde seiner Weihe währt, soll kein Schermesser auf sein Haupt kommen. Also wir sehen, derjenige, der nicht sich rasieren durfte, wo kein Messer an sein Haar kommen sollte, war ein Nasiräer und er durfte kein Wein trinken. Und wir lesen aus diesem Vers, dass man ein Nasiräer eigentlich für eine gewisse Zeit sein sollte. Man konnte also ein Gelübde leben für eine gewisse Zeit und in dieser Zeit sollte man ein Nasiräer sein. Aber Hannah sagt: Mein Sohn soll ein Nasiräer sein für immer, für ewig. Und hier steht, was der Grund ist. Vers 6. Während der ganzen Zeit, für die er sich dem Herrn geweiht hat. Das heißt, ein Nasiräer war jemand, der dem Herrn geweiht war, der abgesondert war, der ein Heiliger war, sozusagen für den Herrn, der dienen sollte am Heiligtum. Und als sie das dem Samuel erzählt, kommt ihm so ein: Ja, könnte das sein, dass ich ein, dann bin ich ja ein Nasiräer. Geweiht für den Herrn ein Leben lang. Geweiht für den Herrn ein Leben lang. Und das hat die Hannah, wir gehen zurück zu 1. Samuel 1, das hat die Hannah in ihrem Herzen Gott versprochen. Sie konnte es kaum noch artikulieren, weil sie so geweint hat und ihr Gesicht verquollen war von Tränen. Aber in ihrem Herzen hat sie gesagt: Wenn du mir diesen Sohn gibst, dann soll er ein Geweihter sein, ein Nasiräer, ein Heiliger. Und was war nochmal die Bedingung für ein Nasiräer? Er sollte sich nicht die Haare schneiden lassen und er sollte kein Wein trinken.

[12:48] Jetzt lesen wir weiter in 1. Samuel 1 und dort Vers 12. Während sie nun lange vor dem Herrn betete, beobachtete Eli ihren Mund. Eli war der Hohepriester, der dort am Heiligtum war und auf Ordnung geachtet hat und acht gegeben hat, dass dort auch alles richtig zugeht, ja, im Gottesdienst, sozusagen derjenige, der auf alles geachtet hat. Vers 13. Hannah aber redete in ihrem Herzen, nur ihre Lippen bewegten sich, doch so, dass man ihre Stimme nicht hörte. Betrunken, was für eine Ironie. Sie bittet um einen Nasiräer und sagt damit, mein Sohn soll niemals auch nur einen Tropfen Alkohol anrühren. Und während sie das bittet, denkt der Hohepriester: Siehst du was? Betrunken. Manchmal sind wir kluge Beobachter und scharfe Beobachter von unseren Mitmenschen, oder? Wir beobachten ihr Verhalten und denken, das ist ungewöhnlich und sind schnell dabei, sie zu kritisieren. Wo manchmal das, was denen anscheinend und das, was sie im Herzen haben, genau das Gegenteil ist. Schon mal vorgekommen in unserem Leben, dass wir jemanden verurteilt haben, gemessen an dem, was wir gesehen haben und wir im Nachhinein festgestellt haben, er hat es genau andersrum gemeint. So geht es hier dem Eli. Vers 14. Und Eli sprach zu ihr: Wie lange willst du betrunken sein? Gib deinen Wein von dir. Vers 15. Hannah beantwortet und sprach: Nein, mein Herr, ich bin eine Frau von beschwertem Gemüt. Wein und starkes Getränk habe ich nicht getrunken, sondern ich habe mein Herz vor dem Herrn ausgeschüttet. Und jetzt lesen wir gemeinsam Vers 16 und merken uns diesen Ausdruck. Halte doch deine Macht nicht für eine was? Für eine Tochter Belials. Jetzt, wer ist Belial? Das Wort Belial meint der Böse oder der Nutzlose, der Unwürdige. Und wir kriegen einen Hinweis, wer mit Belial gemeint ist, in 2. Korinther 6, in 2. Korinther 6 und dort Vers 15. 2. Korinther 6 und dort Vers 15. In 2. Korinther 6 und dort Vers 15. Dort heißt es: Wie stimmt Christus mit wem überein? Mit Belial überein. Und was hat der Ungläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Jetzt, hier wird ein Unterschied gemacht zwischen Christus und Belial. Und in der ganzen Bibel, wer ist immer der Gegenspieler von Christus? Satan. Das heißt, als Eli sie angreift, spricht er damit unausgesprochen aus. Er impliziert, dass sie eine Tochter Belials ist. Das heißt, dass sie dem Satan angehört. Eine Tochter Satans. Übrigens, ganz nebenbei, wenn ihr Hohepriester gewesen wärt, wenn wir Hohepriester gewesen wären, hätten wir einen Grund gehabt, besorgt zu sein, wenn wir meinen, dass jemand betrunken im Heiligtum ist. Nochmal, wenn wir Hohepriester wären damals und wir sehen jemanden betrunken im Heiligtum, hätten wir einen Grund, besorgt zu sein. Warum? Es gibt eine Geschichte im Alten Testament, wo ein Hohepriester zwei Söhne verliert, die betrunken ins Heiligtum gehen. Die Geschichte von Nadab und Abihu. Zwei Söhne, in 3. Mose 10 ist das, weil sie betrunken ins Heiligtum gehen.

[16:32] Halten wir das fest, der Hohepriester verliert zwei Söhne und weil er solche Angst hat, dass das passiert, greift er sie an und sagt: Warum bist du betrunken? Und das impliziert, dass sie eine, was ist eine Tochter? Belials. Merkt man das alles im Hinterkopf, okay?

[16:54] Gehen wir zurück zu 1. Samuel. 1. Samuel und dort Vers 17 und 18. Da antwortete Eli und sprach: Geh hin in Frieden. Der Gott Israels gewähre dir deine Bitte, die du an ihn gerichtet hast. Sie sprach: Lass deine Magd Gnade finden vor deinen Augen. So ging die Frau ihren Weg und aß und ihr Angesicht war nicht mehr so wie vorher und sah nicht mehr so traurig aus. Und ich glaube, wie sie, ich glaube, sie hat dem kleinen Samuel dort auf dem Weg, diesen 25 Kilometern durch das Bergland nach Silo erzählt, wie es ihr ging, als sie Frieden gefunden hat im Heiligtum. Frieden gefunden hat in der Begegnung mit Gott. Und die frohe Nachricht folgt auf dem Fuße in Vers 20. In Vers 20 lesen wir: Und es geschah, als Hannah schwanger wurde und als die Tage um waren, gebar sie einen Sohn und sie gab ihm den Namen Samuel. Als Samuel die Frage steht: Woher komme ich? Da weist sie ihn zurück auf das Heiligtum, denn seine Geburt hat damit zu tun, dass sie dort am Heiligtum in Silo gebetet hat und geweint hat und mit Gott gerungen hat. Und als Samuel fragte: Wohin gehen wir? Weist sie ihn wieder zurück zum Heiligtum. Die ganze Geschichte von diesem kleinen Samuel ist umrahmt von diesem, von dieser Hütte, von dieser Stiftshütte, von diesem Zelt, wo Gott sich offenbart. Sein ganzes Leben, noch bevor er angefangen hat zu existieren, ist eingefasst in dieses Heiligtum. Samuel, was heißt Samuel übersetzt? Samuel heißt von Gott erhört, von Gott erbeten, von Gott erhört, von Gott erbeten. Was für ein Gefühl ist das wahrscheinlich für den kleinen Samuel mit seinen wenigen Jahren, wie alt er ist, als er merkt, meine Mutter hat gebetet und gerungen und geweint und sie hat um mich gebeten und ich bin ein Wunschkind. Wie hat sich mal dieser kleine Samuel gefühlt? Wie hat er sich gefühlt? Wunderbar, oder?

[19:06] Jetzt sagen wir vielleicht, das ist ja schön und gut. Schön für den Samuel, dass er ein Wunschkind war. Aber ich bin kein Wunschkind gewesen. Vielleicht gibt es jemand von uns, der kein Wunschkind gewesen ist. Manchmal machen die Eltern den Fehler und deuten dem Kind an: Du, eigentlich warst du ein Unfall, eigentlich wollten wir dich gar nicht und irgendwie bist du dann halt da gekommen. Und für manche Menschen kann das eine richtige Katastrophe sein. Samuel war ein Wunschkind, aber wir können uns mit Samuel identifizieren. Vielleicht haben unsere Eltern nicht geweint und gerungen und gebetet, dass wir endlich da sind. Vielleicht waren wir einfach da. Aber hier gibt es eine wunderbare Nachricht. Lesen wir gemeinsam in Johannes 3. In Johannes 3.

[19:55] Johannes 3 und dort Vers 3. Denn egal, ob du ein Wunschkind bist oder ob du ein sogenannter Unfall bist, es spielt keine Rolle. Warum? In Johannes 3, Vers 3 steht: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Mit anderen Worten, egal wie die Umstände unserer Geburt waren, es spielt keine Rolle, denn unsere Geburt reicht sowieso nicht aus. Wir müssen alle nochmal geboren werden, wir müssen wiedergeboren werden. Und meine Lieben, bei der Wiedergeburt gibt es nur Wunschkinder. Es gibt nur Wunschkinder. Warum? Denn die Bibel sagt uns in einem wunderbaren Vers, in 2. Petrus, 2. Petrus 3, Vers 9. In 2. Petrus 3, Vers 9 und ich sehe gerade, wir haben einen neuen Zuschauerrekord, ist nicht schön? Schön, dass ihr alle zuschaut. 2. Petrus 3, Vers 9. Das soll uns nicht abhalten, hier etwas Wunderbares zu sehen, dass wir alle Wunschkinder sein können oder sind und jeder Einzelne von den vielen Menschen, die dort draußen zuschauen, jeder Einzelne von uns ist ein Wunschkind oder kann eins werden, denn hier steht in 2. Petrus 3, Vers 9: Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliches für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße bekommt. Gott möchte, dass jeder gerettet wird und wenn ein Mensch Jesus annimmt und wenn ein Mensch sich für Jesus entscheidet und gerettet wird, dann nur, weil Gott es sich vorher gewünscht hat. Es gibt keinen Menschen, der zu Jesus kommt und in die Gemeinde kommt und Gott sagt: Naja, oh, du, die habe ich jetzt eigentlich nicht gerechnet, naja, komm, okay, wir holen noch einen Stuhl, naja, komm, irgendwie kriegen wir dich auch noch mit durch. Nein, jeder Mensch, der zu Jesus kommt, jeder Mensch, der neu geboren wird, ist ein Wunschkind. Gott hat sich das gewünscht. Frage: Ist das eine gute Nachricht? Ist es nicht wunderbar, selbst wenn meine Eltern mich nicht wollten, aber Gott wollte mich. Gott wollte mich. Denk darüber nach, wenn du das nächste Mal traurig und enttäuscht bist. Gott wollte es, dass ich ihn finde.

[22:29] Was hat Hannah getan, als sie sich so sehr gewünscht hat, dass Samuel kommt? Sie hat gebetet und geweint. Schlagen wir auf in Hebräer 13, Hebräer 5. Hebräer 5, Hebräer 5 und dort, Vers 7. Dort geht es um Jesus. Hebräer 5, Vers 7. Dort steht: Dieser hat in den Tagen seines Fleisches was da gebracht, sowohl Bitten als auch Flehen mit lautem Rufen und Tränen dem dargebracht, als Jesus auf der Erde war. Hat er geweint um jede Seele? Wir werden noch zwei Geschichten studieren, wo es die Bibel explizit sagt, wie er geweint hat. Jesus hat noch mehr um jede einzelne Seele gerungen, als Hannah dort im Tempel saß und geweint hat. Jesus hat geweint um dich und um mich und hat gebetet: Vater im Himmel, bitte gib, dass diese Seele, dass dieser Mensch nochmal von Neuem geboren wird.

[23:42] In Matthäus 26, in Matthäus 26, in Matthäus 26 und dort Vers 36 bis 39, aber es reicht, wenn wir Vers 37 und 38 lesen. Dort heißt es: Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedeus mit sich und er fing an, betrübt zu werden und ihm graute sehr. Da spricht er zu ihnen: Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir. So wie Hannah geweint hat und betrübt war, so dass sie es kaum noch aussprechen konnte, dass sie gezittert hat am ganzen Leib, so war Jesus, als er dich und mich gesehen hat, als er dich retten wollte, war er zutiefst betrübt. Frage: Als Hannah dort im Heiligtum war und betrübt war, was hat der Priester über sie gedacht? Hat der Priester sie verstanden? Hat der Priester ihre wahren Intentionen erkannt? Wie war das mit Jesus? Haben die Priester seine wahren Intentionen erkannt? Oder wie haben sie ihn genannt? Schlagt mit mir auf in Matthäus 9.

[25:24] Matthäus 9, Vers 34. Was hat nochmal der Eli zu Hannah gesagt, unausgesprochen? Du bist eine Tochter Belials. Und was sagen die Hohepriester? Was sagen die Priester und Schriftgelehrten zu Jesus in Matthäus 9, Vers 34? Die Pharisäer aber sagten: Durch den obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus. So wie Hannah fälschlicherweise als eine Tochter Belials bezeichnet wird, so wurde Jesus als jemand bezeichnet, der mit dem obersten der Dämonen in Kontakt steht, der den Belzebub hat, völlig verdreht. Wir haben vorhin in der Frage- und Antwortstunde gelesen, dass es von Jesus heißt, er war verlassen und verachtet. Es heißt, wir hielten ihn für von Gott geschlagen. So wie der Hohepriester abschätzig auf Hannah geschaut hat. Aber diese Hannah ist der Grund, dass es Samuel gibt und dieser Jesus, der so abschätzig behandelt worden ist, der geweint hat um dich und für mich, der ist der Grund, dass wir neu geboren worden sind. Dass jeder von uns ein zweites Mal geboren werden kann und wenn wir zu Jesus kommen, dann ist jeder von uns ein Samuel. Dann sind wir von Gott erbeten, denn Gott hat für jeden, Jesus hat für jeden von uns gebetet. Frage: Als Hannah um Samuel gebetet hat, was hat sie Gott versprochen? Wenn du mir dieses Kind schenkst, was soll er sein? Ein Nasiräer oder Nasiräer ist ein? Ein Geweihter, ein Heiliger, ein Heiliger. Aber Nasiräer, normalerweise war nur für eine gewisse Zeit ein Nasiräer, aber Hannah sagt: Wenn du mir das Kind schenkst, soll er ein Heiliger sein für immer. Was hat Jesus gebetet, als er dich und mich im Geiste gesehen hat? In Johannes 17. Und dort Vers 17. Heilige sie in deiner Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit. Und dass er nicht nur von den Jüngern spricht, sondern von dir und von mir, die wir hier sitzen und stehen, steht in Vers 20. Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben. Jetzt, keiner von uns gehört zu den zwölf Jüngern, aber wir gehören zu denen, die durch das Wort der Jünger und der Jünger und der Jünger und der Jünger irgendwann auch zum Glauben kamen. Und Jesus hat nicht nur für die zwölf Jünger gebetet, Jesus hat auch für dich gebetet, dort in diesem priesterlichen Gebet mit Tränen, so wie die Hannah. Und er hat versprochen: Wenn du mir dieses Kind gibst, dieses neue Kind, dieses Kind Gottes, dann soll er ein Nasiräer sein, ein Heiliger, geheiligt für immer.

[28:36] Und auf diesen Moment habe ich die ganze Zeit gefreut. Wo sollte Samuel leben? Wohin bringt Hannah ihn jetzt? Er bringt ihn, sie bringt ihn nach Silo, denn die Bibel sagt, er sollte in Silo sein für immer. Das Hebräische meint sogar in Ewigkeit. Er sollte auf ewig in Silo sein. Müssen wir für immer in Silo sein?

[29:07] Jetzt, was bedeutet das Wort Silo? Das Wort Silo leitet sich ab von einem anderen hebräischen Wort. Das heißt, als die Menschen den Ort Silo gegründet haben, hatten sie ein anderes Wort im Kopf, ein hebräisches Wort, das wir gleich anschauen werden. Und zu Ehren dieses Wortes haben sie die Stadt Silo genannt. Jetzt, wir schauen uns das ursprüngliche Wort an. Und zwar in 1. Mose 49. 1. Mose 49 und dort Vers 9 und 10. In 1. Mose 49, Vers 9 und 10, da geht es um Jakob, wir haben schon über Jakob gesprochen, der seine zwölf Söhne segnet. Und dieser Segen ist ein prophetischer Segen. Und für einen Sohn hat er einen besonderen Segen. Lesen wir in 1. Mose 49, Vers 9 und 10. Dort steht: Juda ist ein junger Löwe. Mit Beute beladen steigst du empor, mein Sohn. Er hat sich gekauert und gelagert wie ein Löwe, wie eine Löwin. Wer darf ihn aufwecken? Es wird, jetzt lesen wir ganz genau, es wird das Zepter nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der Schilo kommt. Dem gehört der Gehorsam der Völker.

[30:35] Jetzt sehen wir eine sprachliche Verbindung zwischen Silo und Schilo. Der Ort Silo wurde benannt nach dieser Verheißung des kommenden Schilo. Da soll ein Schilo kommen und weil die Menschen so begehrt waren, endlich, dass dieser Schilo kommt, nannten sie den Ort Silo. Jetzt, wer ist dieser Schilo? Die Welt sagt, dass Juda das Zepter haben soll, bis Schilo kommt. Und Schilo heißt übersetzt, der die Ruhe bringt, der Ruhebringer. Alle anderen Stämme waren irgendwann verloren gegangen. Die Juden als einzige blieben noch. Sie hatten das Zepter in der Hand, bis jemand auf die Welt kam, der sagte: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. Nehmt auf euch meinen Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen. Jesus ist der Schilo, der Ruhebringer.

[31:58] Frage: Samuel sollte sein Leben lang in Silo bleiben. Er wurde geboren mit dem Ziel, ein Leben lang in Silo zu sein. Wenn wir wiedergeboren sind, was ist unser Ziel? Wir sollen ein Leben lang in Schilo sein, in Jesus. Denn die Bibel sagt in Johannes 15, in Johannes 15, in Johannes 15 und dort Vers 5. Johannes 15 und dort Vers 5. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt. So wie Samuel in Silo sein sollte, so sollen wir im Schilo sein. Wir sollen in seiner Ruhe sein, wir sollen in Jesus sein. Bist du in Jesus, lebst du in Schilo. Denn das ist der Plan. Samuel, der von Gott, das Wunschkind, das Gott sich wünscht, soll in Silo leben. Wenn wir zu Gott kommen, wünscht er sich, dass wir in Jesus sind, dass wir verbunden sind mit Jesus. Denn was ist in Silo? Das Heiligtum. Das Heiligtum. Wenn wir zu Jesus kommen, wenn wir unser Leben Jesus übergeben, wenn wir in Jesus sind, leben wir gemäß dem Heiligtum. Bist du in Jesus? Lebst du schon in Schilo? Bist du schon in Silo angekommen?

[33:48] Übrigens, das Heiligtum zeigt uns ja in allen Details, wie Gott ist, nicht wahr? Jedes einzelne Teil im Heiligtum hat eine besondere Funktion und wir haben nicht die Zeit, alle einzeln zu erklären. Aber hier gibt es einen interessanten Punkt. Schaut mit mir in Epheser 2 und dort Vers 19 bis 22.

[34:13] Epheser 2, Vers 19 bis 22. Epheser 2, Vers 19 bis 22. So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst, Verzeihung, selbst der Eckstein ist, in dem der ganze Bau zusammengefügt wächst, zu einem heiligen Tempel im Herrn, in dem auch ihr miterbaut werdet, zu einer Wohnung Gottes im Geist. Die Wohnung Gottes, das Heiligtum, ist ein Symbol auch für die Gemeinde. Paulus spricht an die Gemeinde und sagt: Ihr alle seid ein Tempel. Das heißt, wer neu geboren ist, wer sich für ein Leben mit Jesus entscheidet, der lebt nicht nur in Jesus, er kommt auch zu einer Gemeinde. Vielleicht gibt es einige unter uns und einige, die auch live vor dem Computer diese Erfahrung gemacht haben, die ganz neu zu Jesus gekommen sind, die nochmal neu geboren wurden und die jetzt zum ersten Mal sich einer Kirchgemeinde nähern. Kann ich mich noch daran erinnern, wie das war? Was für Gedanken man hat. Gehen wir mal zurück zu Samuel. Was hat sich wohl Samuel gedacht, als seine Mutter ihm all das erzählt von diesem wunderbaren Heiligtum und von den Priestern und wie das alles heilig ist. Was hat sich wohl der kleine Samuel gedacht? Da muss ich mich gut benehmen, oder? Das ist alles ganz heilig. Da darf ich auf keinen Fall was Schlechtes sagen. Bin ich überhaupt gut genug dafür? Vielleicht gibt es den einen oder anderen, der geglaubt hat, wenn er in eine Gemeinde kommt, da schweben alle zehn Zentimeter über dem Boden. Und so kann ich mir vorstellen, wie der kleine Samuel sich gefreut hat auf dieses Heiligtum, auf diese Stiftshütte. Und er hat sich wahrscheinlich gedacht: Ich bin doch so klein und was kann ich überhaupt tun? Was für eine große Aufgabe. Und er kommt, nachdem die 25 Kilometer gelaufen sind, in Silo an, wo er für den Rest seines Lebens auf alle Ewigkeit hin dienen soll. Im Heiligtum.

[36:36] Gehen wir zurück zu 1. Samuel. In 1. Samuel 1, Vers 24. Und sobald sie ihn entwöhnt hatte, nahm sie ihn mit sich hinauf, samt drei Jungstieren, einem Efa Mehl und einem Schlauch Wein, und brachte ihn ins Haus des Herrn nach Silo. Aber der Knabe war noch sehr jung. Vielleicht bist du noch ein sehr junges Kind. Vielleicht bist du noch eine Jugendliche. Vielleicht bist du auch noch ganz frisch im Glauben, ganz jung im Glauben, sozusagen ein Neugeborenes, geistlich gesehen. Diese Botschaft ist ganz besonders an Leute, die jung sind und die jung im Glauben sind. Denn der Samuel war noch ganz jung. Und viele von uns und vielleicht auch viele, die live zuschauen, sind noch ganz jung im Glauben, ganz jung in der Wiedergeburt, gerade auf dem Weg, sich erstmal zu etablieren in Silo, in der Gemeinde, im Heiligtum.

[37:47] Vers 25. Und sie schlachtete einen Jungstier und brachte den Knaben zu Eli. Eli war wer nochmal? Eli war der Hohepriester. Jetzt, wen repräsentiert der Hohepriester? Jesus. Aber in einem anderen Sinne repräsentiert er auch das Volk Gottes. Wir können das nachlesen in 3. Mose 4, Vers 3. Und wir werden sehen, dass das kein Widerspruch zu nennen ist. In 3. Mose 4, Vers 3. Dort steht: Wenn der gesalbte Priester sündigt, sodass er eine Schuld auf das Volk bringt, soll er für seine Sünde, die er begangen hat, einen makellosen Jungstier dem Herrn als Sündopfer da bringen. Das heißt, wenn ein Priester sündigt, sündigt in den Augen Gottes das ganze Volk. Das heißt, wenn Eli eine Sünde begeht, ist das für Gott, als hätte das gesamte Volk eine Sünde begangen. Ja, wenn der Hohepriester sündigt, so dass er eine Schuld bringt, nicht auf sich selbst, sondern auf das Volk. Das heißt, der Hohepriester war ein Repräsentant des gesamten Volkes. Und deswegen war er auch ein Repräsentant auf Jesus, denn Jesus ist ja unser Repräsentant, nicht wahr? Er ist unser Stellvertreter, er steht für die gesamte Gemeinde. Das heißt, wann immer jetzt wir von Eli reden, können wir unserem Geist uns vorstellen, dass Eli ein Symbol ist, ein Repräsentant des gesamten Volkes Gottes. Und Samuel wird jetzt dem Eli übergeben. Okay, haben wir das soweit?

[39:29] Gehen wir zurück zu 1. Samuel. 1. Samuel 1, Vers 28. Die Bibel sagt: Darum übergebe ich ihn auch dem Herrn. Alle Tage seines Lebens sei er dem Herrn übergeben und er betete dort den Herrn an. Eli nimmt den Samuel an. Das Gebet der Hannah, das jetzt in Kapitel 2 kommt, ist sehr, sehr interessant. Wer ein Studium zu Hause machen möchte, ich empfehle euch, dieses Kapitel gemeinsam zu studieren mit dem Gebet von Maria in Lukas, Kapitel 1. Das ist sehr, sehr spannend, die beiden nebeneinander zu stellen. Da gibt es sehr viele Parallelen, aber das wollen wir heute nicht tun. Wir gehen direkt zu 1. Samuel 2, Vers 12.

[40:25] Also Samuel kommt in dieses neue Heiligtum hinein, von dem er schon so viel gehört hat, von dem er so eine hohe Meinung hat. Er weiß ja auch, wie streng der Priester ist. Er erkennt ja die Geschichte von dem Priester Eli und seiner Mutter und so weiter. Und er kommt dorthin und er trifft auf zwei Menschen, Vers 12. 1. Samuel 2, Vers 12. Aber die Söhne Elis waren was? Sie waren Söhne Belials, ruchlose Männer. Sie kannten den Herrn nicht. Wie ist es wohl dem kleinen Samuel gegangen, als er nach all dem, was er gehört hat, über das Heiligtum, über den Gott des Himmels und der Erde, über den Dienst dort, der dort stattfindet, er kommt dorthin und er trifft Menschen, die genau das Gegenteil ausdrücken, mitten im Heiligtum, Söhne Belials. Glaubt ihr, der kleine Samuel war geschockt? Es kommt vor, dass junge Menschen und dass Menschen, die jung im Glauben sind, einen Schock fürs Leben bekommen, wenn sie sehen, wer sich alles im Heiligtum so tummelt. Ist nicht möglich?

[41:52] Jetzt interessanterweise, diese beiden Söhne hatten zwei Namen. Kennt jemand seinen Namen? Wir können sie lesen in 1. Samuel 1, Vers 3. Sie hatten zwei Namen und die sind sehr, sehr spannend. In 1. Samuel 1 und dort Vers 3, das steht am Ende des Verses, im letzten Satz des Verses steht dort: Dort aber waren wir, Hoffni und Pinhas, Hoffni und Pinhas.

[42:25] Jetzt, unser altes Spiel, was bedeuten die Namen? Hoffni bedeutet Faust. Jetzt, wenn ich mir eine Faust vorstelle, woran denke ich? An Gewalt, woran noch? An Kampf? Faust. Macht. Festhalten, ja. Autorität, Rebellion, was auch immer, ja. Ein Missbrauch von Autorität, ja. Kampf, Krieg, was auch immer, Faust. Penhas, Verzeihung, Hoffni steht sozusagen für den Missbrauch von Macht und für Gewalt im Heiligtum, in der Gemeinde. Und dann gibt es noch einen, nämlich Pinhas und Pinhas heißt übersetzt der Mund der Schlange. Wow. Mund der Schlange. Jetzt, was waren die ersten Worte, die aus dem Mund der Schlange, in der ersten Mose 3 kamen? Sollte Gott gesagt haben: Ihr werdet gewiss nicht sterben. Das heißt, Lüge und Zweifel am Wort Gottes, das sind zwei Söhne, die Söhne Elis und sie haben zwei Charakteristiken, die Faust, das heißt Gewalt und Krieg und Unterdrückung und Zweifel am Wort Gottes und Lüge. Wow.

[43:48] Kann es sein, dass manchmal Menschen in die Gemeinde kommen, neu im Glauben und feststellen müssen, da gibt es Menschen, die zweifeln am Wort Gottes, die unterdrücken andere. Es gibt nichts Tragischeres, als dass sich diese beiden Dinge, die Faust und der Mund der Schlange, im Heiligtum befinden. Sie waren Söhne Belials. Gibt es das heute auch noch?

[44:27] Lass uns mal gemeinsam aufschlagen in Philipper 3, in Philipper 3. Philipper 3, Vers 18, 19 und 20. Philipper 3, Vers 18 bis 20, dort heißt es: Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch unter Tränen sage. Paulus sagt: Ich könnte weinen, ich könnte heulen, wenn ich mir das überlege, was ich euch jetzt sagen muss, denn viele wandeln als Feinde des Kreuzes des Christus. Die sind Söhne Belials und Belial steht für den Satan und Satan heißt übersetzt der Feind in der Gemeinde, im Heiligtum, im Tempel Gottes. Vers 19: Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch. Sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt. Aber dann sagt der Vers 20: Unser Bürgerrecht ist wo? Aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten, als den Retter.

[45:45] Damals in Silo gab es ein irdisches Heiligtum, ein Zelt und in dem Zelt gab es zwei Klassen von Menschen. Dort gab es Diener wie Samuel, deren Hoffnung war himmlisch. Sie wussten, es gibt einen Gott im Himmel, mit einem himmlischen Heiligtum und das auf der Erde ist nur eine Repräsentanz. Und dann gab es dort im gleichen Heiligtum die Söhne Belials, Hoffni und Pinhas, die Feinde waren und den ganzen Heiligtumsdienst in Verruf brachten. Und genauso gibt es heute in der Gemeinde, in der Kirche, in der Christenheit, die das irdische Heiligtum ist heutzutage, zwei Klassen von Menschen. Diejenigen, die wissen, dass es ein himmlisches Heiligtum gibt, so wie Samuel und diejenigen, die die Faust und die Lüge, die Macht und den Zweifel am Wort Gottes ausleben.

[49:03] Was ist wohl der naheliegendste Punkt, den ich jetzt sage, wenn ich neu im Glauben bin, als junger Mensch vielleicht in der Gemeinde bin und das sehe? Was ist der naheliegendste Punkt, der mir jetzt in den Kopf gehen kann? Schau, so eine Heuchelei, damit will ich nichts zu tun haben. Und ich glaube, das ist einer der Hauptgründe, warum so viele junge Menschen von der Kirche, von Gott und von der Bibel nichts wissen wollen. Nicht, weil sie Gott kennen und die Bibel kennen und die Kirche und es schlecht finden, sondern weil sie diese Heuchelei und diese Gewalt und diese Lügen im Tempel nicht ertragen. Habe ich recht oder sage ich die Wahrheit? Aber hier ist die gute Nachricht. Samuel blieb in Silo. Er blieb dort. Es heißt in Vers 18: Samuel aber diente vor dem Herrn und der Knabe war mit einem leinenen Ephod umgürtet. Nun, das ist unglaublich spannend, denn das Ephod gehörte zur Kleidung des Hohepriesters. Das heißt, während die Söhne des Priesters das Heiligtum in Verruf brachten, hat dieser Samuel, der von außen kam, der kein natürlicher Nachwuchs war, sozusagen, ja, der von außen hinein kam, er übernahm die Aufgaben, die eigentlich die Kinder des Priesters übernehmen hätten sollen. Ich glaube, das passiert manchmal auch bei uns, oder? Dass diejenigen, die neu dazukommen, die von außen hineinkommen, dass die Aufgaben übernehmen müssen, die eigentlich die tun müssten, die schon lange im Heiligtum wohnen, die dort aufgewachsen sind, die das alles von Kind auf kennen.

[51:06] In Vers 17 lesen wir: So war die Sünde der jungen Männer sehr groß vor dem Herrn, denn die Leute verachteten die Opfergabe des Herrn. Die Israeliten, die eigentlich im Heiligtum den Erlösungsplan verstehen sollten, verstehen sollten, was Jesus für sie tun würde. Sie verachteten es wegen diesem Missbrauch in der Gemeinde, im Heiligtum. Jesus hat einen interessanten Satz, aber bevor wir zu Jesus gehen, ganz kurz zu Judas 3. Judas 3 und 4.

[51:47] Judas 3 und 4. Judas 3 und 4. Dort heißt es: Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, von euch dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, dass ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für alle Mal überliefert worden ist. Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen, die schon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind. Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren. Was haben Hoffni und Pinhas gemacht? Sie haben das Opferfleisch genommen und haben es ihrer eigenen Zügellosigkeit, ihrer eigenen Begierde dafür genommen und es dazu missbraucht. Menschen, die die Gnade Gottes, denn das Opferlamm, das Opfertier, das Opferfleisch sollte ja die Gnade Gottes ausdrücken, nicht wahr? Die die Gnade Gottes in Zügellosigkeit verkehren. Judas warnt uns und sagt, es haben sich Männer eingeschlichen.

[53:11] Jetzt, was soll ich tun, als jemand, der vielleicht noch nicht mal fest im Glauben ist, der neu im Glauben ist, der ein kleines Kind ist im Glauben, der kaum gehen kann, kaum sprechen kann und ich komme hinein in die Gemeinde und ich sehe das und ich bin vielleicht noch nicht mal ein Gemeindeglied, ich bin nur ein Gast und ich sehe das. Was soll ich tun? Die Bibel sagt, Samuel blieb in Silo und er wuchs und wuchs und wuchs und er übernahm die Aufgaben, die die anderen hätten übernehmen sollen. Samuel ging nicht aus Silo, denn er wusste, in Silo ist das Heiligtum und das Heiligtum ist von Gott. Das Heiligtum ist das Original und wenn tausend Hoffnis und Pinhas das Heiligtum missachten, das Heiligtum ist immer noch das Heiligtum. Und wenn Hoffni und Pinhas noch so viel Unfug treiben, das ändert nichts am Heiligtum. Liebe Freunde, egal wo du deine geistliche Heimat hast und wenn in deiner Gemeinde es drunter und drüber geht, die Menschen in der Gemeinde ändern nichts an der Wahrheit. Bilde dir ja nicht ein, ich bin hier aufgewachsen in der Gemeinde, ich kenne alles auswendig, ich bin schon immer hier gewesen. Wenn du ein Hoffni und ein Pinhas bist oder ein Pharisäer, dann kann Gott dich nicht gebrauchen. Er wird einen kleinen Samuel bringen und wenn er den von Ramataim zu ihm 25 Kilometer hierher bringen muss, symbolisch gesprochen, Gott holt sich seine Arbeiter.

[54:49] Lesen wir in 1. Samuel 2, Vers 26. Übrigens, nur nebenbei, das können wir zu Hause selbst noch mal nachlesen, Hoffni und Pinhas haben noch etwas getan, sie haben am Heiligtum offen Hurei getrieben. Und wer jetzt die Offenbarung ein bisschen weiter studiert und kennt, bei dem öffnen sich noch viel mehr Parallelen, die wir jetzt aus Zeitgründen einfach gar nicht schaffen. Die wissen tolles Büro, da ist so viel drin, man schafft es gar nicht alles in der kurzen Zeit.

[55:33] Vers 26, 1. Samuel 2, Vers 26. Aber der Knabe Samuel nahm immer mehr an Alter und Gunst, sowohl bei dem Herrn als auch bei den Menschen. Das finde ich eine der bemerkenswertesten Sätze. Nicht nur, ich meine, es wäre ja schon schön genug, wenn er dort stehen würde. Naja, Hoffni und Pinhas konnten ihn nicht wieder zurücktreiben, er blieb einfach da. Aber die Bibel sagt, er blieb nicht nur einfach da, er nahm zu. Das sagt mir was? Das sagt mir, mein geistliches Wachstum hängt nicht von den Menschen in der Gemeinde ab. Vielleicht sagst du, naja, wenn ich nur in einer anderen Gemeinde, wenn ich nur in einer anderen Kirche wäre, wo die Menschen mehr der Bibel folgen oder das und jenes oder solches, dann könnte ich auch mehr gläubig sein. Man kann inmitten der Gemeinschaft von Hoffni und Pinhas im Glauben wachsen. Man kann und man muss noch nicht mal viel Erfahrung haben, man kann ein kleines Kind sein im Glauben, so wie Samuel. Denn Samuel entschied sich einfach, in Silo zu bleiben. Er entschied sich einfach, in Schilo zu bleiben, in Jesus. Er blieb einfach bei Jesus und weil er bei Jesus blieb, konnten ihm auch die äußeren Umstände nichts anhaben. Und Gott sucht Menschen, die diese Erfahrung haben.

[56:57] Übrigens, nebenbei, der Eli, warum hat er seine Söhne nicht im Griff gehabt? Was hat er nochmal zu der Hannah gesagt? Mit bösem Blick, den Stift parat, gleich alles aufzuschreiben und es dem Ausschuss zu berichten. Was hat er gesagt? Tochter Belial, sicher. Aber seine eigenen Söhne, die tatsächliche Kinder Belials waren, die hat er nicht im Griff gehabt. Er war blind. Und hier ist eine wichtige geistliche Lektion. Wie oft sehen wir die Fehler bei anderen? Ja, natürlich, wir sehen sie bei uns nicht. Aber wie oft sehen wir sie auch bei unseren nächsten Verwandten nicht? Schon mal erlebt, dass man Ungerechtigkeit und Unredlichkeit und Lügen bei anderen wildfremden Menschen sofort erkennt und entrüstet ist, aber wenn es der beste Freund macht, sagt er: Naja, dann drücken wir ein Auge zu, oder? Ist mein bester Freund, ich kann ja nicht genauso, genauso objektiv mit ihm umgehen. Wenn es mein Ehepartner war, wir decken das Unrecht oft bei Menschen zu, mit denen wir engen Kontakt haben, weil wir es uns nicht mit ihnen verscherzen wollen. Ist das nicht die Wahrheit? Und so war es möglich, dass der Hohepriester, der Angst hatte, dass eine Frau im Heiligtum betrunken ist, weil er die Geschichte kannte, wie ein Hohepriester zwei Söhne im Heiligtum verliert, dass er sie Tochter Belials nennt und selbst nicht mitbekommt, dass er währenddessen tatsächlich zwei Söhne im Heiligtum verliert. Die sind zwar nicht betrunken, machen ansonsten so viel Unfug. Er verliert tatsächlich seine beiden Söhne, so wie damals Aaron, Nadab und Abihu. 1. Samuel 2, Vers 35. Ein Prophet kommt zu ihm und sagt zu Eli: Ich will mir einen neuen Priester erwecken, der tun wird, was nach meinem Herzen und nach meiner Seele ist und ihm werde ich ein beständiges Haus bauen. Er wird alle Tage von meinem Gesalbten aus und eingehen. Gott hat einen Plan, einen Plan für Samuel und das wollen wir in den letzten Minuten jetzt anschauen.

[59:16] Es heißt in 1. Samuel 3, Vers 1. Und der Knabe Samuel diente dem Herrn vor Eli. Zu jener Zeit war das Wort des Herrn selten. Es brach sich keine Offenbarung wahr, es gab wenig Prophezeiung. Kaum gab es jemals eine Prophezeiung. Und die Bibel sagt uns, das können wir zu Hause nachlesen, in Sprüche 29, Vers 18, wo keine Offenbarung ist, da wird das Volk zügellos und wild. Genau das war der Fall. Die waren zügellos und wild. Und jetzt kommen zwei Verse, wo man immer wieder glauben könnte, man liest was in der Bibel und sagt: Naja, ist nicht so besonders wichtig, oder? Vers 2. Und es geschah eines Tages, dass Eli an seinem Schlafplatz lag, seine Augen hatten angefangen schwach zu werden, sodass er nicht sehen konnte. Aber die Lampe Gottes war noch nicht erloschen und Samuel schlief im Tempel des Herrn, wo die Lade Gottes war. Nun, ich denke, fast alle von uns kennen die Geschichte und wir springen meistens zu Vers 4 und lesen das dann und sind begeistert. Aber kann mir jemand erklären, warum die Bibel sagt, dass Elis Augen erloschen waren, dass sie, dass er blind wurde und dass dann einfach so nebenbei im Nebensatz steht: Aber die Lampe des Herrn war noch nicht erloschen? Ich meine, warum steht das da? Macht das irgendeinen Sinn? Ist es einfach nur zur Ausschmückung der Details?

[1:00:34] 2. Petrus 1, Vers 19. 2. Petrus 1, Vers 19. Die Bibel sagt: Und so halten wir fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort. Und ihr tut gut daran, darauf zu achten, als auf ein Licht, das aus einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. Das Licht Gottes, das prophetische Wort soll aufgehen in meinem und in deinem Herzen, wenn es dunkel ist. Die Lampe Gottes war ja im Heiligtum, dieser siebenarmige Leuchter, nicht wahr? Was hat den siebenarmigen Leuchter am Leuchten gelassen? Schlagen wir gemeinsam auf in 2. Mose, 2. Mose 18. Denn wir wollen wissen, wenn wir in der Zeit sind, in einer ähnlichen Zeit, wo das Volk immer blinder wird, wo die Christen immer blinder werden und Prophetie kaum noch eine Rolle spielt, was hält die Lampe Gottes am Brennen? Wenn ich mich nicht mehr auf meine Mitgläubigen verlassen kann, was hält die Lampe Gottes am Brennen? Dass ich als kleiner Samuel, der ich bin, als junger Mann, als junge Frau, als jemand, der frisch ist im Glauben, dass ich noch genug Augenlicht habe zu sehen.

[1:01:58] Schauen wir in 2. Mose 28. Verzeihung, in 2. Mose 27. Wir sind gleich am Ende. 2. Mose 27. 2. Mose 27, Vers 20 dort steht. 2. Mose 27, Vers 20. Und du sollst den Kindern Israels gebieten, dass sie dir reines Öl aus zerstoßenen Oliven für den Leuchter bringen. Damit was? Damit beständig Licht unterhalten werden kann. Das heißt, nur wenn genügend Öl ist, und zwar reines Öl aus zerstoßenen Oliven, kalt gepresstes Olivenöl, das übrigens das wertvollste ist, nur dann kann die Lampe nicht erlöschen. Dann wird sie beständig weiter brennen. Das heißt, was Samuel sagt, oder was in Samuel steht, ist, dass da noch genügend Öl war. Der Hohepriester war da schon blind, Symbol dafür, dass das Volk kaum noch Prophetie versteht, aber die Lampe Gottes war noch nicht erloschen. Die Frage ist, wofür steht das Öl? Kurzer Text in Sacharja 4.

[1:03:39] Und er fragte mich: Was siehst du? Ich sprach: Ich sehe und sehe einen Leuchter, ganz aus Gold, und ein Ölgefäß oben darauf und seine sieben Lampen daran und seine sieben Gießröhren zu den sieben Lampen, die oben auf ihm sind, und zwei Ölbäume dabei, einer zur rechten des Ölgefäßes, der andere zur linken. Und dann kommt die Frage: Mein Herr, was bedeuten diese? Und in Vers 6 kommt die Antwort: Da ist das Wort des Herrn an Serubabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, der Heilige Geist. Der Heilige Geist ist nicht erloschen, selbst wenn das Volk Gottes keine Prophetie mehr weitergibt. Selbst wenn da, wo ich bin, keine Nährstoffe mir mehr gegeben werden, der Geist Gottes ist immer noch gegenwärtig. Und wenn ich der Einzige bin, der davon profitiert, ich kann immer noch etwas bekommen. Und ich muss nicht die Gemeinde verlassen, ich muss mir nicht etwas Neues suchen, ich kann in Silo bleiben, denn die Lampe des Herrn ist noch nicht erloschen. Wenn ich Öl haben will, wissen wir, Öl ist der Heilige Geist. Woher kommt dieser Heilige Geist? Wenn ich Öl bekommen möchte, wo wird das Öl hergestellt? Wo wird das Öl in der normalen Welt hergestellt? Wo wird Öl hergestellt? In einer Ölpresse. Und jetzt, was heißt Ölpresse auf Aramäisch? Ölpresse auf Aramäisch heißt Gethsemane. Und Gethsemane ist ein Grundstück am Ölberg. Das ist ein Ölberg und die Oliven werden nach Gethsemane gebracht an die Ölpresse. Und wenn man die Oliven richtig unter Druck, wenn man sie zertritt, dann kommt das Öl heraus.

[1:05:33] Jetzt gab es jemanden in Gethsemane, der so richtig unter Druck geraten ist, der richtig unter der Last zerbrochen ist, so wie Oliven zerbrechen in der Kälte. Und als Jesus zerbrochen wurde, sozusagen, was floss aus ihm raus? Was waren die Worte, die sozusagen die Essenz des Heiligen Geistes beschreiben? Was war das reine Öl, das herauskam in der Ölpresse? Nicht mein Wille, sondern dein Wille. Wenn man wissen will, was in einer Tube Zahnpasta ist, dann muss man drücken, dann kommt raus, was drin ist. In der Krise offenbart sich, was in mir drin ist, nicht wahr? Und als Jesus in der größten Krise seines Lebens war, als alles auf ihn gedrückt hat, kam das raus, was ganz tief in ihm drin ist. Das reine Öl. Gethsemane ist der Ort, wo wir das Öl bekommen. Diese Einstellung: Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe. Wenn Gott, du mich lernen willst, dann kann ich überleben, selbst inmitten von Hoffni und Pinhas, inmitten dieses Heiligtums. Oh, wir müssen zum Schluss kommen. Den ersten Samuel 3. Den ersten Samuel 3, wir sind tatsächlich am Schluss.

[1:06:48] Der erste Samuel 3. Der erste Samuel 3, Vers 3. Aber die Lampe Gottes war noch nicht erloschen und Samuel schlief im Tempel des Herrn, wo die Lade Gottes war. Eli schlief in seinem Bett, aber Samuel, der Kleine, der noch so jung war, der war dort, wo das Gesetz Gottes war und Gott konnte zu ihm reden.

[1:07:21] Vers 4. Und der Herr rief den Samuel. Er aber sprach: Hier bin ich. Als Gott rief auf Nebemerk Moria Abram, was hat Gott gesagt? Hier bin ich. Als Gott gesagt hat: Jakob, Jakob, was hat Jakob gesagt? Hier bin ich. Als er gesagt hat: Mose, Mose, was sagt er? Hier bin ich. Und jedes Mal haben sowohl Abram, Jakob und Mose sich direkt an Gott gewandelt, aber Samuel, als er hört seine Stimme, zu wem geht er? Zu Eli, weil er noch nicht verstanden hat, Gott tatsächlich zu ihm spricht. Und ich glaube, das ist etwas, was wir alle lernen müssen. Und vor allem wir jungen Leute, wir Jugendlichen und wir, die wir jung sind, im Glauben, dass Gott tatsächlich zu mir sprechen möchte, weil es sein kann, dass alle anderen in der Gemeinde nicht mehr wirklich sensibel sind für die Stimme Gottes. Und so kommt es, dass er sagt: Ja, du hast mich gerufen, nicht wahr? Vers 5. Und dann lief zu Eli und sprach: Hier bin ich, denn du hast mich gerufen. Er sprach: Ich habe nicht gerufen, leg dich wieder schlafen. Und er ging hin und legte sich schlafen. Wir können das, es passiert mehrmals, wir können es zu Hause nachlesen. Wie oft passiert es, dass wir das Gefühl haben, hier ist irgendwas im Text. Prediger, erklär mir, was das bedeutet. Gemeindeleiter, erklär mir, Evangelist, sag mir, was bedeutet das? Wir haben das Gefühl, Gott ruft uns und wir gehen zu Menschen. Ich habe das Gefühl, ich sollte mich beruflich verändern. Was meinst du? Sag mir, was soll ich tun? Rate mir. Nun ist nichts verkehrt mit Ratschlägen. Die Bibel sagt, in der Menge der Ratgeber ist Weisheit. Aber zu oft machen wir uns abhängig von Menschen, weil wir glauben, es ist der Hohepriester, der muss es wissen. Aber Gott hat bewusst nicht zum Hohepriester gesprochen, denn der Hohepriester war nicht mehr in der Lage, auf seine Stimme zu hören. Er hat nämlich das Sündenproblem seiner Söhne nicht im Griff gehabt.

[1:09:14] Vers 6. Da rief der Herr wiederum Samuel und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach: Hier bin ich. Vers 14, Vers 8. Da rief der Herr den Samuel wieder zum dritten Mal und er stand auf und ging zu Eli und sprach: Hier bin ich, denn du hast mich gerufen. Da kannte Eli, dass der Herr den Knaben rief und Eli sprach zu Samuel: Geh wieder hin und leg dich schlafen und wenn er dich rufen wird, so sprich. Lesen wir gemeinsam, was soll er sagen? Rede, Herr, denn dein Knecht hört. Und Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort. Könnt ihr euch vorstellen, mit welchen zittrigen Knien sich Samuel jetzt auf sein Bett gelegt hat? Bisher hat er immer geglaubt, Gott spricht zu den großen Leuten in der Gemeinde und über diese Instrumente kriege ich dann auch meine Portion ab. Aber jetzt spricht der Gott des Himmels direkt zu mir und er wartet darauf. Und ich will sagen, den Vers 10. Da kam der Herr, trat herzu und rief wie zuvor Samuel, Samuel. Und der Samuel ist so aufgeregt, er ist so berührt, dass Gott zu ihm spricht, dass er nicht einmal mehr sich erinnert, was er sagen soll. Statt zu sagen: Rede, Herr, denn dein Knecht hört, sagt er einfach: Rede, denn dein Knecht hört. Er ist so aufgeregt, dass Gott persönlich zu ihm spricht, dass er nicht mal das auswendig Gelernte wiederholen kann. Er vergisst ein Wort, was auch nicht weiter schlimm ist, aber es zeigt, wie sehr er davon berührt ist, wie unglaublich es ist, dass Gott tatsächlich zu ihm spricht. Hier ist mein Aufruf heute. Vielleicht bist du noch relativ jung, vielleicht bist du relativ jung im Glauben, aber Gott möchte zu dir in seinem Wort direkt sprechen. Wenn du morgen deine Bibel aufschlägst, dann lies nicht einfach das, was andere über die Bibel geschrieben haben. Und wenn du eine Frage hast, renn nicht einfach gleich zum Pastor und sage: Erklär mir das. Sondern bevor du deine Bibel aufschlägst, sage: Rede, Herr, denn dein Knecht hört. Denn Gott möchte direkt zu dir sprechen.

[1:11:46] Er möchte direkt zu dir sprechen. Ob du es glaubst oder nicht, der Gott des Himmels möchte zu dir sprechen. Und er hat dir eine Botschaft zu geben, die er keinem anderen geben kann. Er konnte die Botschaft des Samuel nicht an Eli geben. Und wenn du die Botschaft liest, zu Hause werdet ihr sehen, warum. War keine einfache Botschaft, aber eine wichtige Botschaft. Heute ruft Gott zu dir und sagt: Samuel, Samuel, schön, dass du in Silo geblieben bist. Schön, dass du immer wieder kommst. Aber weißt du was? Ich möchte dein persönlicher Lehrer sein. Ist Jesus dein persönlicher Lehrer? Kannst du sagen, das, was ich weiß, was in den letzten sieben Tagen in der Bibel gelesen habe, weiß ich, weil Jesus es mir gezeigt hat? Oder weil du sagst, oh, ich habe gute Predigten gehört. Jesus möchte dein Lehrer sein. Möchtest du von ihm unterrichtet werden? Seine Stimme rufen, seine Stimme hören, wenn er dich zweimal ruft. Wirst du auch sagen: Herr, hier bin ich. Amen.

[1:12:54] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass jeder von uns ein Wunschkind sein kann. Egal, was unser Hintergrund ist, egal, was unsere Vergangenheit ist, du wünschst, dass wir deine Kinder sind und wir können deine Kinder sein. Und so wie für den kleinen Samuel, die Hannah vorgesehen hat, dass er ein Heiliger sein soll, sein Leben lang und in Silo sein möchte, auf ewig.

[1:13:29] So hast du den Plan, dass wir heilig sind und dass wir in Jesus bleiben, mit Jesus verbunden bleiben, auf ewig. Und manchmal kann das eine Herausforderung sein. Manchmal sehen wir Dinge vielleicht in der Gemeinde, als Neulinge, als Jugendliche, als Gäste, die wir ganz und gar nicht mit dem Evangelium übereinbringen können.

[1:14:04] Jesus gibt, dass wir die Lektion des Samuel nicht vergessen, der in Silo geblieben ist, der im Heiligtum geblieben ist und der, statt sich zu entfernen, statt wegzulaufen, statt sich ein neues Heiligtum zu bauen, einfach die Aufgaben übernommen hat, die liegen geblieben waren und in seinen jungen Jahren schon Priesteraufgaben übernommen hat, die eigentlich erst viele Jahre später hätte übernehmen sollen. Aber es war kein anderer da.

[1:14:32] Und Herr Jesus, wenn wir in einer Situation sind, wo kein anderer da ist, um die Aufgaben zu machen, die getan werden müssen im Werk Gottes, dann danken wir dir, dass du uns berufen möchtest, dass du direkt zu uns sprechen möchtest. Vielleicht sind wir es gewohnt, dass andere Menschen uns in der Bibel unterrichtet haben, weil es bisher immer so gewesen ist, so wie Samuel bisher immer von Eli unterrichtet worden war oder von seiner Mutter.

[1:14:50] Aber bitte zeigt uns heute noch einmal ganz besonders, dass so gut es ist, in der Bibel unterrichtet zu werden, der sicherste Anker für unsere Seele, der ist, dass du direkt zu uns sprichst. Dass wir nicht nur das nachkauen, was andere uns gesagt haben, sondern dass wir selbst die Bibel aufschlagen. Und wenn du zu uns sprichst, wenn du zweimal rufst, dass wir dann sagen: Herr, rede, Herr, denn dein Knecht hört.

[1:15:21] Und wenn dem Volk die Lichter scheinbar ausgehen und das Volk immer blinder wird, so danken wir dir, dass wir wissen, dass der siebenarmige Leuchter nicht erlischt, dass auch die letzte Gemeinde nicht erlischt. Und dass da genügend Öl ist, dass der Heilige Geist ausreichend da ist, damit jeder, der möchte, die Verbindung zu dir halten kann.

[1:15:44] Und wir bitten dich, dieses kostbare, kaltgepresste Öl von Gethsemane, auch in unserem Leben uns Freude bringt und dass unser Leben hell macht, die Dunkelheit vertreibt. Dieses, Herr, nicht meine Wille, sondern dein Wille, dass du uns unterrichten kannst. Bitte lass uns kleine Samuels werden, die hören, wenn du sprichst und das tun, was du sagst. Amen.


Lizenz

Copyright ©2012 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.