Ist deine tägliche Andacht für dich ein echtes Fest oder nur eine lästige Pflicht? In dieser Predigt nimmt dich Christopher Kramp mit auf eine Reise durch die Offenbarung und zeigt, warum die dreifache Engelsbotschaft auch heute noch der wichtigste Anker für unser Leben ist. Lass dich dazu einladen, Gottes Wort mit frischen Augen neu zu entdecken und deinen persönlichen Fokus auf das Wesentliche zu richten.
„Und ich sah…“
Christopher Kramp · Predigten ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Endzeit, Offenbarung, Zeichen der ZeitWeitere Aufnahmen
Serie: Predigten
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:00] Ich hoffe, dass für uns die Andachtszeit nicht nur eine Pflicht ist. Ist die Andachtszeit eine Zeit, wo du hinterher sagst: „Ich hatte ein Fest. Jesus hat zu mir gesprochen.“
[0:39] Herzlich willkommen zur Bibelsafari. Hast du in deinem Leben schon die „Big Five“ der Bibel selbst gesehen? Ihr Lieben, habt ihr heute Morgen schon die Güte Gottes gesehen? Herrlicher Sonnenschein, 0 Grad Außentemperatur, ein cooler Sabbat. Danke für die Musik, tolle Blechbläsermusik. Ich wollte dem Joas extra vorher noch schreiben: „Du, wir singen vor der Predigt. Blast die Posaune, könntet ihr nicht noch mitspielen?“ Aber der Joas und die Bläser, die sind selber klug. Die haben das schon gecheckt. Danke schön.
[1:30] Zweieinhalb Wochen ist das Jahr schon alt. Halten deine Vorsätze noch oder gehörst du zu den Menschen, die sagen: „Ich mache doch keine Vorsätze nur, weil ein neues Jahr beginnt? Ich kann immer einen neuen Vorsatz beginnen.“ Gut, wie wäre es damit, dass du heute an diesem Tag einen neuen Vorsatz beginnst? Mehr dazu in der Predigt.
[1:59] Als ich vor ungefähr 18 Jahren angefangen habe, meine ersten Predigten zu halten, da stand ich vor der Frage: Was soll ich predigen? Und ich habe mich damals entschieden, über die Adventbotschaft zu predigen und habe dann Monat für Monat, Predigt für Predigt, Predigten ausgearbeitet über die dreifache Engelsbotschaft, unsere Botschaft. Über die Jahre habe ich gemerkt, dass diese wenigen Verse in Offenbarung 14 für mich wie ein Anker gewesen sind. Auch wenn ich über viele andere Themen gepredigt habe, bin ich doch immer wieder zu diesem Text zurückgekehrt. Ich habe festgestellt: Alles, was wirklich wichtig ist, hängt an dieser Botschaft.
[2:57] Vielleicht kannst du den Begriff „dreifache Engelsbotschaft“ schon nicht mehr hören. Vielleicht geht er schon im Sauseschritt durch die Ohren, durch das Gehirn – hier rein, da raus. Heute möchte ich mit euch gleich Offenbarung 14 aufschlagen und ich hoffe, wir werden heute mit frischen Augen, mit neuen Augen etwas in dem Text sehen. Bevor wir das tun, wollen wir den einladen, der uns diese Botschaft gegeben hat, unser Lehrer zu sein. Und wenn es euch möglich ist, dann lade ich euch ein, mit mir für ein Anfangsgebet niederzuknien.
[3:59] Lieber Vater im Himmel, wir können es eigentlich nicht wirklich begreifen, dass wir dich Vater nennen dürfen, und genauso wenig können wir es eigentlich wirklich begreifen, dass du jetzt tatsächlich in einem ganz realen Sinne durch deinen Heiligen Geist hier mitten unter uns bist. Dass heilige Engel in diesem Raum auf- und abgehen, um uns zu beeindrucken, damit wir uns konzentrieren, um uns zu helfen, die Ablenkung beiseite zu legen, weil sie sich so sehr wünschen, dass wir deine Stimme hören. Denn sie wissen aus eigener Erfahrung: Es gibt nichts, was so gut tut wie deine Stimme. Und Herr, darum möchten wir dich bitten. Wir möchten dich bitten, dass jeder, egal ob Kind oder ältere Person, ob jemand, der heute vielleicht zum ersten Mal hier ist oder zum ersten Mal zuschaut oder seit Jahrzehnten in der Gemeinde ist, dass jeder, der heute über dein Wort nachsinnt, erlebt, dir persönlich begegnet zu sein. Wir möchten dich einladen, dass du unser Lehrer bist. Hab Dank dafür, im Namen Jesu. Amen.
[5:44] Offenbarung 14. Schlagt mit mir eure Bibeln auf. Ich hoffe, ihr habt eure Bibeln dabei. Und wenn ihr den Vers rückwärts könnt, schlagt sie trotzdem auf. Es ist ein Segen darin, wenn man die Dinge mit eigenen Augen sieht. Offenbarung Kapitel 14 und dort Vers 6. Offenbarung 14 und dort Vers 6. Seid ihr da? Gut.
[6:11] Offenbarung 14, Vers 6. Die Bibel sagt: „Und ich sah“ – stopp, direkt hier. Einer meiner Lieblingsprediger hat einmal gesagt: „You must read the Bible microscopically.“ Auf Deutsch: Du musst die Bibel wie unter einem Mikroskop lesen. So schnell lesen wir einen Vers. Wir lesen über die ersten Worte drüber und haben vielleicht noch niemals in unserem Leben eine Predigt gehört über „und ich sah“. „Und ich sah“ – steckt da irgendwas Besonderes drinnen? Ist das nicht einfach nur eine Einleitung zu den wichtigen Dingen, die jetzt kommen, zu dem Engel und zu dem Evangelium und seiner Botschaft und zu den ganzen Dingen, die dann kommen? Nein, heute Morgen möchten wir über drei Worte uns Gedanken machen: „Und ich sah“.
[7:08] Vielleicht fragt ihr euch: Moment mal, hat diese Passage vielleicht irgendetwas Geheimnisvolles im griechischen Urtext? Steht da vielleicht eine besondere Konstruktion, die es sich lohnt, zu überdenken? Nein, fragt den Hannes, das ist ganz simples Griechisch, nichts Besonderes. Ah, liegt es vielleicht daran, dass diese Passage ganz selten ist? Nein, sie kommt ständig vor. Vor allem in der Offenbarung liest man ständig: „Und ich sah“, „und ich sah“, „ich sah und siehe“, „ich sah und siehe“ und so weiter. Diese Passage kommt ständig vor. Es ist ein prophetisches Buch.
[7:53] Wusstet ihr, dass Propheten früher gar nicht Propheten genannt wurden? Schaut mit mir in 1. Samuel, Kapitel 9 und dort Vers 9. 1. Samuel Kapitel 9 und dort Vers 9. Dort lernen wir, dass Prophet ein moderner Begriff ist, sozusagen – also modern in Anführungsstrichen –, denn es heißt hier, der Schreiber von Samuel sagt in 1. Samuel 9, Vers 9: „Früher sagte man in Israel, wenn man ging, um Gott zu befragen: Kommt, lasst uns zum Seher gehen. Denn derjenige, den man heutzutage Prophet nennt, der hieß früher Seher.“ Prophet ist ein moderner Begriff. Der Oldschool-Begriff war eigentlich „Seher“, und das hat sich erhalten in der Art und Weise, wie Propheten ihre Botschaft weitergeben. Sie sagen immer: „Und ich sah.“ Selbst Ellen White, wenn ihr Ellen White auf Englisch lest – auf dem Deutschen natürlich auch –, heißt es immer wieder: „I saw“, „I was shown“. Ich habe gesehen, mir wurde gezeigt. Ich sah, ich sah, ich sah.
[9:00] Warum lohnt es sich, eine ganze Predigt darüber nachzudenken, über dieses Sehen, „und ich sah“? Eine erste Antwort finden wir heute im Buch Hiob, in Hiob 42 und dort Vers 5. Hiob zeigt uns hier, dass es eine wichtige Differenzierung gibt, die wir alle aus unserem Leben kennen. Herzlichen Dank.
[9:35] In Hiob 42 und dort Vers 5 sagt Hiob selbst: „Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich“ – wie geht’s weiter? – „gesehen.“ Hiob sagt uns, es gibt einen Unterschied zwischen Hörensagen und selbst gesehen. Wir alle kennen das aus dem Alltag, oder? Es macht einen Unterschied, ob ich etwas nur gehört habe von anderen über fünf Quellen oder ob ich Augenzeuge gewesen bin, ob ich es jetzt mit meinen eigenen Augen gesehen habe. Wenn dir jemand sagt: „Du, ich bin mir ganz sicher, es war so und so“, und du fragst ihn: „Woher weißt du es?“, „Ich kenne da jemanden, der kennt jemanden, der hat das aus sicherer Quelle, aus einem wirklich guten Telegram-Kanal“, dann sagst du: „Hm, wer weiß.“ Aber wenn er sagt: „Ich war dabei, ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen, mit meinen eigenen Ohren gehört, ich habe es vielleicht angefasst“, dann ist die Sache schon anders. Hiob sagt, in seinem Glaubensleben gab es eine Zeit, wo es sozusagen auf Hörensagen basierte. Wenn wir so einen Überblick bekommen über das Leben von Hiob, dann wissen wir, er war ein sehr gläubiger Mann, aber Hiob selbst sagt: Es gab eine Zeit, wo ich zwar an Gott glaubte, aber es war so vom Hörensagen. Und dann kam eine Zeit, da habe ich ihn selbst gesehen. Hörensagen und Sehen sind zwei unterschiedliche Dinge.
[11:03] Ihr Lieben, Johannes beginnt die dreifache Engelsbotschaft nicht mit: „Ich vermute, nachdem was ich früher von Jesus gehört habe, könnte es so und so zu Ende gehen.“ Johannes sagt nicht: „Ich denke, es müsste so sein.“ Er sagt nicht: „Ich hoffe, dass es so ausgeht.“ Johannes sagt: „Und ich sah.“ Ihr Lieben, die Botschaft, die wir haben, basiert auf einem Augenzeugenbericht, nicht nur auf einem. Schaut mit mir in 2. Petrus Kapitel 1. Ein anderer Apostel, der viel mit Johannes zu tun hatte, sagt etwas ganz Ähnliches. Er sagt, wenn wir unsere Botschaft verkündigen, die Botschaft von der Wiederkunft Jesu, „blast die Posaune, Jesus kommt bald“, dann basiert das nicht auf Spekulation. Es basiert nicht auf Fake News, auf Mythen, auf frommem Wunschdenken. Petrus sagt in 2. Petrus 1, Vers 16: „Denn wir sind nicht klug ersonnenen Legenden gefolgt, als wir euch die Macht und Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus wissen ließen, sondern wir sind Augenzeugen seiner herrlichen Majestät gewesen.“ Die Botschaft, die wir verkündigen, basiert auf Augenzeugenberichten.
[12:33] Die Evangelien berichten von Menschen, die Jesus gesehen haben. Und wenn wir zur Offenbarung kommen, dann lesen wir nicht: „Es könnte sein, ich vermute, es dürfte so sich gestalten.“ Wir lesen: „Ich sah, ich sah, ich sah, ich sah.“ Johannes sah den auferstandenen Jesus. Johannes sah das himmlische Heiligtum. Er sah das Allerheiligste geöffnet. Er sah die Bundeslade. Er sah den Feind gegen Gottes Gemeinde kämpfen. Er sah die Endzeitverführung. Er sah die Kraft des Blutes Jesu. Er sah die Überwinder am gläsernen Thron, am gläsernen Meer stehen. Er sah, wie Menschen treu zu Jesus standen. Er sah die Wiederkunft. Er sah die 1000 Jahre. Er sah das alles – alles das, was die anderen 65 Bücher der Bibel beschreiben, erklären, verheißen, versprechen, das hat Johannes gesehen. Wir denken immer, die Offenbarung ist ein geheimnisvolles Buch. Nein, die Offenbarung ist ein Augenzeugenbericht. All das, was vorher beschrieben wird, vorhergesagt wird, prophezeit wird, wird in der Offenbarung gesehen. Er sah es.
[13:52] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du nicht weißt, ob die Dinge wirklich so sind und wirklich so kommen werden, schau in die Offenbarung. Johannes hat’s gesehen. Wenn du dich fragst: „Kann das Blut Jesu mich wirklich zum Überwinder machen?“, schau in die Offenbarung. Johannes hat es gesehen. Es funktioniert. Wenn du dich fragst: „Wird die dreifache Engelsbotschaft wirklich in der ganzen Welt verkündigt werden?“, schau in die Offenbarung. Johannes sagt: „Und ich sah einen Engel.“ Die dreifache Engelsbotschaft beginnt mit den Worten: „Und ich sah“, und das soll uns Gewissheit geben.
[14:43] Schaut mit mir, was Jesus selbst sagt in Johannes Kapitel 3. Ihr kennt Johannes 3. Eine Passage, die wir unglaublich oft gepredigt bekommen haben, aber selten wird über diesen Vers hier gesprochen, in Johannes 3 und dort Vers 11. Jesus im Gespräch mit Nikodemus. Und dann sagt Jesus etwas ganz Beeindruckendes. Er sagt in Johannes 3, Vers 11: „Wahrlich, wahrlich, Amen, Amen, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und wir bezeugen, was wir gesehen haben.“ Könnt ihr sehen, dass das so eine Art Parallelismus ist? Also dieselbe Aussage zweimal gesagt: „Wir reden, was wir wissen und wir bezeugen, was wir gesehen haben.“ In dieser Aussage steckt drinnen: Jesus war sich sicher, das, was er predigt, ist die Wahrheit, denn er hat es selbst gesehen. Gewissheit, dass das, was Gottes Wort sagt, kommt nur, wenn wir es selbst sehen. Haben wir noch Gewissheit für die Adventbotschaft?
[16:09] Vor genau 80 Jahren schrieb ein Mann namens LeRoy Froom – die Theologiestudenten könnten ihn kennen, die Theologiedozenten werden ihn sicherlich kennen – ein Buch mit dem Titel „The Certainty of the Third Angel’s Message“, auf Deutsch: „Die Gewissheit der dritten Engelsbotschaft“. Der meinte allerdings natürlich die gesamte dreifache Engelsbotschaft, erste, zweite, dritte. 1945 war man sich noch ganz sicher, gewiss: Das ist unsere Botschaft und das muss raus in die Welt. Meine Frage heute ist: Sind wir uns immer noch so sicher?
[16:48] Seit Jahren und Jahrzehnten registriere ich Zweifel an der Richtigkeit und Zweifel an der Wichtigkeit dieser Botschaft. Manche fragen sich: Stimmt das wirklich mit 1844? Stimmt das wirklich mit einem himmlischen Untersuchungsgericht, überhaupt mit einem himmlischen Heiligtum? Stimmt das wirklich, dass der Sabbat eine solche endzeitliche Bedeutung hat? Stimmt das, was wir über Babylon sagen? Oder ist Babylon nicht vielleicht einfach nur der Fernseher oder der Arbeitsstress? Habe ich alles schon in Predigten gehört. Und ist wirklich ein Sonntagsgesetz zu erwarten? Vielleicht wisst ihr, dass es mittlerweile in der großen weiten Welt auch schon adventistische Professoren gibt. Das sind Fragesteller, die sich nicht mehr sicher sind, die das offen anzweifeln.
[17:47] Aber es gibt nicht nur Zweifel an der Richtigkeit der Botschaft, es gibt auch Zweifel an der Wichtigkeit der Botschaft. Ist es wirklich noch wichtig, dass wir uns mit diesen Dingen beschäftigen, die unsere Pioniere im 19. Jahrhundert damals – wo das ja alles irgendwie vielleicht realistischer gewesen wäre – dass wir uns damit noch beschäftigen? Ist das nicht einfach eine Interpretation aus dem 19. Jahrhundert, nicht mehr relevant für die Menschen von heute? Und ich habe oft so den Eindruck, dass man sagt: „Na ja, das stimmt schon irgendwie alles. Wir müssen aber jetzt irgendwie ein bisschen mehr so relevanter werden für die Menschen um uns herum.“ Und dann können wir ja später irgendwann, so ganz am Ende, ihnen auch noch so die letzten Details der dreifachen Engelsbotschaft sagen. Oder dann sind wir zwar im Grunde genommen für die dreifache Engelsbotschaft, aber sie hat ihre Wichtigkeit, ihren ihren Drive sozusagen verloren. Ist denn die dreifache Engelsbotschaft heute noch relevant? Ich stelle die Frage ganz offen, weil ich seit vielen Jahren gar nicht mehr so viele Predigten über sie höre. Wenn man uns fragen würde, würden wir wahrscheinlich sagen: „Ja, natürlich“, aber wie viel beschäftigen wir uns eigentlich wirklich mit ihr?
[19:09] Darf ich den Finger in die Wunde legen? Ich bin seit vielen Jahren unterwegs in vielen Ländern und man muss schon sagen: Als Adventgemeinde haben wir momentan nicht Pfingsten, jedenfalls nicht in Westeuropa. Die Leute kommen nicht in Scharen zu uns, aber es kommen immer wieder Leute zu uns. Einige von denen kommen, weil sie angeheiratet sind, weil sie Freunde haben, familiär, aber es gibt eine bestimmte Anzahl von Leuten, die tatsächlich quasi wie aus dem Nichts, aus der Welt zu uns stoßen, immer wieder. Und ich habe so eine Angewohnheit, ich frage die dann immer: „Wie bist du zu uns gekommen? Was ist deine Bekehrungsgeschichte? Wie bist du auf uns aufmerksam geworden?“ Und wisst ihr, was die alle sagen? Also ich habe keine Statistik, ich kann keine Zahlen nennen, aber es ist empirisch seit vielen Jahren: Die sagen alle, wir haben z. B. im Internet oder im Vortrag Botschaften gehört, die diese klassische adventistische dreifache Engelsbotschaft gewesen sind. Ganz ehrlich, habt ihr schon mal jemanden getroffen, der in die Gemeinde kam, weil er eine Predigt gehört hat, die sagte: „Ja, wir haben das eigentlich als Botschaft, aber es ist eigentlich gar nicht so wichtig. Man muss das nicht unbedingt glauben“? Schon jemand getroffen, der durch so eine Predigt Adventist geworden ist? Ja, warum machen die das denn die ganze Zeit?
[20:29] Ist die Botschaft, die wir haben, heute noch relevant? Ich muss euch was gestehen. Ich habe was gemacht, was ich sonst nie mache, weil ich davon überzeugt bin, dass es momentan sich noch nicht lohnt. Ich habe ChatGPT gefragt. Fußnote: Ich habe, als ChatGPT aufkam, mal das testen wollen, alle so begeistert: „Oh, die Intelligenz, die überrollt uns ja schon.“ Ja, also das glaube ich vielleicht auch, wenn ich die Gesellschaft anschaue, dass diese... Nein, ich habe dann so zwei, drei Testfragen aus meinem Studium gestellt und festgestellt: Die hat keine Ahnung. Die weiß nur das, was im Internet drin ist, und das war mir dann... Ich habe gesagt, ich warte noch. Aber ich dachte mir, um herauszufinden, was die globalen Megatrends in unserer Gesellschaft sind, da könnte ChatGPT was wissen, oder? Das liest das Internet, das weiß, was so los ist. Hier sind die globalen Megatrends, die jetzt die Gesellschaft in Atem halten:
[21:27] Erstens: Digitale Transformation, KI. Alles verändert sich. Die Menschen wissen nicht, wie sollen sie mit so einer Entität umgehen, die klüger ist als sie. Haben wir nicht als Adventisten was dazu zu sagen, als Christen überhaupt? Wir kennen nicht nur KI, wir kennen GI, die göttliche Intelligenz, die noch sehr viel mehr weiß als die KI, die nicht von uns erschaffen worden ist, sondern die uns geschaffen hat. Wir können auch wirklich etwas dazu beitragen als Adventisten zu der Frage, wie mit dieser gewaltigen Datenmenge umgegangen wird. Die Staaten, sie sammeln alles über uns. Sie wissen, wir sind der gläserne Mensch, oder? Wusstet ihr, dass all diese Versuche, alles von uns zu sammeln, in Datenbanken zu speichern, nur ein ganz armseliger Versuch sind, das Original nachzumachen? Das Original steht im Himmel. Die Bücher, wo alle unsere Taten, alle unsere Worte, unser gesamter digitaler Fußabdruck und der analoge Fußabdruck, sogar unser gedanklicher Fußabdruck, alles gespeichert ist. Wir haben eine Botschaft, die davon handelt, wie jemand mit unendlicher Liebe und unendlicher Gerechtigkeit alles weiß und trotzdem zum Besten für uns einsetzt. Wir hätten was zu sagen zum Thema KI und digitale Transformation.
[22:53] Zweites Thema: Klima und Nachhaltigkeit. Das kennt ihr, oder? Unsere Botschaft sagt: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichtes ist gekommen, und betet den an, der Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen gemacht hat.“ Wir haben eine Botschaft, die den Schöpfer hochhält. Und ja, wir haben eine Botschaft, dass diese Welt gerettet wird. Hört mir gut zu: Manche Adventisten sagen, unsere Botschaft ist, diese Welt geht verloren. Nein, diese Welt wird gerettet. Sie wird 1000 Jahre brachliegen. Sie wird mit Feuer gereinigt werden. Aber dieser Planet wird bestehen. Wir können den Menschen sagen: Dieser Planet wird gerettet werden. Er wird transformiert werden. Aber dieser Planet wird bestehen bleiben. Unsere Botschaft trifft eigentlich den Nerv der Zeit.
[23:36] Dritter Punkt: Geopolitische Veränderung. Die Welt steht Kopf. Also, fällt euch das auch auf oder nur mir? Ich muss mir manchmal die Augen reiben und sagen: Haben die Politiker das wirklich gesagt, was die gesagt haben? Die Leute schauen nach Amerika, die einen mit Entsetzen, die anderen mit Begeisterung. Alle fragen sich: Was kommt auf uns zu? Ihr könnt das mit Händen greifen in den Medien. Die Welt, die fragen sich: Was kommt auf uns zu? Ihr Lieben, als Adventgemeinde haben wir die Antwort. Sie steht in der dritten Engelsbotschaft drinnen. Es steht drinnen, wir müssten es nur glauben und sagen. Wir hätten wirklich was beizutragen zu den Politikdiskussionen unserer Zeit.
[24:17] Vierter Punkt: Gesundheit und Wellness. Well, haben wir nicht einen Arm an der dreifachen Engelsbotschaft? Stellt euch mal vor, wir hätten vor 50 Jahren das schon geglaubt und hätten einfach diesen Arm trainiert, als man noch nicht die Relevanz so sehen konnte, als man noch im Glauben voranschreiten musste. Wir wären heute die relevanteste Kirche bei weitem, die gesund... Also ich meine, schaut euch Loma Linda an, nicht? Blue Zones kennt ihr alles, muss ich euch nicht erzählen.
[24:54] Fünfter Punkt: Demographischer Wandel. Ein Megatrend ist, dass immer mehr Menschen immer älter werden, immer weniger junge Menschen immer mehr Verantwortung schultern müssen. Übrigens ist auch ein Trend, habe ich gelesen, dass Jugendliche – lo and behold – mehr Verantwortung übernehmen für die Gesellschaft, sich mehr einsetzen für Politik, Klima, alles Mögliche, sich wieder so für Reformen, für Gerechtigkeit einsetzen, Aktivismus betreiben. Unsere Botschaft ist die Jugendbotschaft schlechthin. Es gibt ein Zitat von Ellen White, wo sie sagt, das höchste Ziel, dass man Jugendlichen geben kann, ist das, was unsere Botschaft hat: die gute Nachricht von all diesen relevanten Themen in der ganzen Welt zu predigen. Es gibt keine Kirche mit keiner Botschaft, die so auf die Jugend zugeschnitten wäre wie unsere.
[25:49] Sechster Punkt: Soziale und kulturelle Veränderung. Menschen interessieren sich für Gerechtigkeit, Inklusion, Minderheiten, LGBTQ, politische Polarisierung und so weiter. Man sieht, dass Menschen wieder mehr so moralische Werte haben. Sie wollen, dass Leute nicht ausgegrenzt werden. Sie wollen, dass alles gerecht zugeht. Nur weil ihnen die Bibel fehlt, schießt es manchmal übers Ziel hinaus vielleicht, oder? Ich hoffe, ihr versteht meinen Punkt. Ich will nicht sagen, dass das, was unsere Botschaft ist, immer eins zu eins Anklang findet bei jedem, aber unsere Botschaft von einem Gesetz Gottes als Maßstab, einer Gerechtigkeit, die auch die Ausgegrenzten sieht, eine Liebe, die sich auch für die interessiert, die von anderen marginalisiert werden – das trifft eigentlich den Nerv der Zeit. Das trifft das, was Menschen eigentlich suchen, nur irgendwo anders suchen, weil wir noch ein bisschen leise sind.
[26:39] Noch ein Punkt von ChatGPT: Wirtschaftliche Trends. Die Leute wollen weniger arbeiten. Schon mal von Work-Life-Balance gehört? Riesenthema. Mein Schwiegervater hat ein kleines Unternehmen. Er findet keine Leute mehr, die arbeiten wollen. Früher haben sich die Leute totgearbeitet, heute wollen sie nur noch chillen, ne? Wusstet ihr, dass wir die Antwort haben? „Sechs Tage sollst du arbeiten und am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes.“ Wir hätten eine wirklich ausgewogene, gute, wirtschaftlich relevante Antwort auf die wirtschaftlichen Trends unserer Zeit.
[27:16] Noch ein Punkt: Erziehung und Bildung. Ich hoffe, bei euch fängt’s an zu klingeln. Ja, Erziehung und Bildung. ChatGPT sagt mir, einer der größten Trends ist der Wechsel zu lebenslangem Lernen, dass man nicht mehr Schule gelernt, fertig aus, jetzt mache ich mein Leben, sondern dass man sich neu adaptiert, immer wieder verändert, immer wieder auf neue Dinge reagiert. Unsere Gesundheitsbotschaft in unseren Büchern sagt genau das. Sie sagt, dass wir ein Leben lang lernen. Unser Leben ist eine Schule. Wir hören sogar in der Ewigkeit nicht auf zu lernen. Wir werden immer weiter lernen.
[27:54] Letzter Punkt: Ethische und philosophische Fragen. KI, humane Gentechnik, Human Enhancement. Werden wir Menschen irgendwie uns weiterentwickeln? Kann man durch Genmanipulation den Menschen besser machen? Unsere Botschaft sagt: Wir tragen das Bild Gottes, und durch das Evangelium wird das Bild Gottes in uns wieder vollkommen hergestellt werden. Ja, wir werden sogar besser werden, sogar körperlich. Der Baum des Lebens ist das bessere Human Enhancement als alle Genmanipulationen. Wir werden sogar noch doppelt so groß werden, passt mal auf, und klüger, noch klüger als wir jetzt schon sind.
[28:35] Was will ich damit sagen, ihr Lieben? Die dreifache Engelsbotschaft mit der Gesundheitsbotschaft, mit der Erziehung, das, was wir als so die Adventbotschaft nennen, ist eigentlich direkt zugeschnitten auf die Fragen unserer Zeit. Nein, sie ist nicht komplett kompatibel mit den Antworten, die die Welt gibt, aber sie ist direkt zugeschnitten auf die Fragen, die Menschen im Jahre 2025 bewegen. Darf ich Folgendes noch hinzufügen? Es gibt keine Kirche auf dieser Welt, deren Botschaft so präzise auf die Fragen der Megatrends zugeschnitten ist wie unsere Botschaft. Das ist nicht unser Verdienst, hat nichts mit uns zu tun. Ich will nur sagen: Unsere Botschaft ist ein göttliches Geschenk. Lasst uns aufhören zu denken, unsere Botschaft sei so irrelevant. Wir müssen erstmal bei anderen Kirchen gucken, wie wir relevanter werden. Lasst uns endlich sehen, was alles in unserer Botschaft drin steckt, was man kreativ mit frischen Augen, mit neuen Ideen – nicht immer nur so routinemäßig wie immer schon – was man neu anwenden kann, um Menschen in ihren Fragen jetzt zu erreichen.
[29:49] Kann es sein, dass uns das bisher nicht so aufgefallen ist, weil wir die Botschaft gehört haben, aber nicht gesehen haben? Kann es sein, dass es daran liegt, dass wir die Adventbotschaft größtenteils vom Hörensagen kennen, nämlich von unserem Prediger, von unserem Gemeindeleiter, von unserem Bibelstunden-Leiter, von unserem Sabbatschulleiter, von unserem Lieblingsprediger auf YouTube? Wir haben es gehört und gehört, aber vielleicht haben wir es noch nie selbst gesehen. Hast du die Botschaft gesehen oder hast du sie nur von verlässlichen Quellen gehört?
[30:35] Schaut mit mir in 1. Johannes, derselbe Johannes, der Offenbarung 14 schreibt. Johannes Kapitel 1, Vers 1. Wann wird man mit Begeisterung etwas weitergeben? Wann wird man davon übersprudeln? Johannes 1, Vers 1: „Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens.“ Vers 3: „Was wir gesehen und gehört haben, das verkünden wir euch.“ Hier meint Johannes natürlich nicht, was er so vom Hörensagen gehört hat, sondern was er selbst mit seinen eigenen Ohren gehört hat von den Worten Jesu, was er angeschaut hat, was er betastet hat. Ihr Lieben, kennt ihr das, dass man von etwas erst richtig überzeugt ist, wenn man es selbst gesehen hat?
[31:34] Als ich meine liebe Bea kennengelernt habe, schon lange her, es war im Jahre 2003, da kam sie öfter mit in die Adventgemeinde. Ich bin als Adventistenkind groß geworden. Mein Vater und meine Mutter waren schon Adventisten. Meine Großeltern waren Adventisten. Mein Urgroßvater ist in Tomen getauft worden. Adventistenkind. Habe auch immer gerne im Gottesdienst gesessen, habe in der Sabbatschule irgendwie mitgemacht. Ich war mir ganz sicher: Ich weiß, was Adventisten glauben. Ich bin ein Adventist. Und dann kam die Bea zu mir nach einer dieser Predigten und meinte: „Christopher, also ich kenne ja die Geschichten von Jesus aus den Evangelien, aus der lutherischen Kirche. Aber wer ist das kleine Horn?“ „Wer ist das kleine Horn? Ah, kein Problem, das erkläre ich dir. Lass uns eine Bibelstunde machen.“ Ich hatte noch nie in meinem Leben eine Bibelstunde gehalten. Es sollte die erste Bibelstunde werden, aber es wurde keine Bibelstunde. Denn als wir zusammen in meinem Zimmer auf dem Bett saßen und ich jetzt als langjähriger Adventgemeindebesucher Daniel 7 aufgeschlagen habe, um meiner Freundin zu sagen, einen Aspekt unserer Adventbotschaft... und ich Daniel 7 aufgeschlagen habe, dann wusste ich, was unter dem Strich rauskommen muss: Papsttum. Ich hatte keine Ahnung, warum und wieso und weshalb und wie. Ich hatte es nie selbst gesehen. Und da habe ich zum ersten Mal realisiert: Ich gehe in die Adventgemeinde, aber ich kenne die Adventbotschaft nicht. Wenn man mich gefragt hätte, ob ich davon überzeugt bin, hätte ich gesagt: „Ja, natürlich, ich war doch bei Net ’96.“ Kennt ihr das noch? Net ’96. Hab doch Mark gehört. Voll überzeugt, aber ich hatte es nie selbst gesehen. Lieber Freund, liebe Freundin, es gibt hier heute und bei denen, die live zuschauen, wo auch immer die Kamera ist, es gibt Leute hier – Schüler, Studenten, Gemeindeglieder, vollkommen egal –, die vielleicht überzeugt sind von der Botschaft, aber sie noch nie selbst gesehen haben.
[33:50] Ihr Lieben, Jesus, die wir gesehen haben, hat gesagt: „Was wir gesehen haben, das bezeugen wir euch.“ Jesus hat nicht vom Hörensagen gepredigt. Jesus hat das gepredigt, was er selbst in seiner Morgenandacht, im Bibelstudium gesehen hat. Machst du Morgenandacht? Gehst du auf Bibelsafari? Hältst du Ausschau nach den „Big Five“, die sich hier überall finden? Hast du sie selbst gesehen?
[34:33] Interessantes Zitat von Ellen White. In unserer Suche nach der Wahrheit – das ist „Maranatha“ 23 –: „In unserer Suche nach der Wahrheit gehen wir nicht tief genug. Jeder, der gegenwärtige Wahrheit glaubt, wird an den Punkt gelangen, wo es von ihm gefordert werden wird, einen Grund anzugeben für die Hoffnung, die in ihm ist. Gottes Volk wird aufgerufen werden, vor Königen, Fürsten, Herrschern und großen Persönlichkeiten der Erde zu stehen.“ Und jetzt kommt’s: „Und sie müssen wissen, dass sie wissen, was die Wahrheit ist. Sie müssen bekehrte Männer und Frauen sein.“ Aber vielleicht sagst du: „Aber Christopher, ich bin nicht so klug, habe nicht studiert, bin kein Theologe, ich kenne die Sprache nicht, kenne mich in Geschichte nicht aus. Wie soll ich das denn selbst alles verstehen?“
[35:26] Schlagt mit mir mal einen ganz tollen Text auf. Ist einer meiner absoluten Lieblingstexte. Ich habe, ich muss zugeben, ich habe viele Lieblingstexte. Ich verliere manchmal den Überblick, aber der gehört auf jeden Fall, das ist so ein Alltime-Favorite. Okay, Psalm 119. Psalm 119, Vers 99. Psalm 119, Vers 99. Dort heißt es: „Ich bin verständiger geworden als alle meine Lehrer, denn über deine Zeugnisse sinne ich nach.“ Wir haben hier viele Lehrer unter uns und ihr kennt sie gut. Manche von denen sind wirklich ziemlich intelligent. Alle sind ziemlich intelligent. Manche sind extrem intelligent. Und vielleicht kannst du dir nicht vorstellen, dass du die Bibel sogar besser verstehen kannst als sie. Aber das steht in dem Text da drinnen. Nun, versteht mir nicht falsch. Es geht nicht darum: Wer versteht die Bibel besser? Ja, es geht nicht um so einen Wettbewerb. Aber ich möchte euch Mut machen: Die Bibel zu verstehen, die Adventbotschaft zu verstehen, hat weniger was mit Hebräisch und Griechisch zu tun oder mit Kirchengeschichte oder mit Psychologie oder mit Biologie. Es hat was damit zu tun, ob ich früh morgens mir Zeit nehme und sage: „Ich möchte Gott und seine Botschaft selbst kennen. Ich möchte sie selbst kennen.“
[37:04] Sie sagt weiter: „Gott kann dir in einem Moment durch seinen Heiligen Geist mehr beibringen, als du von den großen Persönlichkeiten der Erde lernen würdest.“ Möchte ich etwas ganz Persönliches sagen: Ich habe in meinem Leben viele Lehrer gehabt, sehr gute Lehrer, und von vielen habe ich enorm viel gelernt. Aber ich kann heute hier aus eigener Erfahrung sagen: Es gibt keinen Lehrer auf dieser Erde, den ich getroffen habe, der so gut unterrichtet wie mein Heiland Jesus. Ich habe von ihm so viele interessante Dinge gelernt, die mir keiner sonst gesagt hätte. Und er hat sie mir vor allem nicht so raufgedrückt: „So, jetzt musst du das noch schnell lernen, damit die Prüfung kommt“, so Stück für Stück, immer so, wie ich es gerade gebraucht habe und immer so, wie ich gerade bereit war aufzunehmen. Und ganz interessante Sachen. Jesus ist wirklich ein guter Lehrer. Lern ihn kennen.
[37:59] Wir Sprüche Kapitel 2. In Sprüche 2 und dort ab Vers 1. Sprüche 2 ab Vers 1: „Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote bei dir bewahrst, sodass du der Weisheit dein Ohr leihst und dein Herz der Einsicht zuwendest, wenn du um Verständnis betest und um Einsicht flehst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen.“ Das machen wir heute nicht mehr. Wir gehen nicht mehr auf Goldrausch, nicht? Ja, aber kennt ihr, habt ihr mal Bilder gesehen, wie Leute damals im Altertum oder auch später nach Metall, nach Edelmetall gesucht haben, wie sie die Minen immer tiefer in den Schacht gegraben haben, wie sie das Gold, die Goldadern, die Silberadern gesucht haben? „Wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des Herrn verstehen.“ Da geht die dreifache Engelsbotschaft los. Das sind die ersten Worte. Er sprach mit lauter Stimme: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre.“ Ihr Lieben, das wird man nie richtig verstehen, wenn man immer nur YouTube-Videos schaut. Man wird es nie richtig verstehen, wenn man auch Sabbat für Sabbat hier immer nett angezogen sitzt und zuhört. Man wird es erst richtig verstehen, wenn man so wie man ist seine Bibel nimmt und sagt: „Herr, ich bin anders als die anderen. Ich habe eine andere Persönlichkeit, ich habe eine andere Erfahrung. Ich möchte, dass du es mir so erklärst, wie ich es verstehen kann.“ Hast du das schon gemacht?
[39:54] Ganz tolles Zitat von Ellen White. Immer noch „Maranatha“ 23: „Wir können jeden Tag ein Fest guter Dinge haben.“ Ah, wir lieben ja Feste, oder? Liebt ihr Feste? Wir freuen uns mal auf die Festtage. Da gibt es dann so besonders viel leckeres, gesundes, gutes Essen, wo wir so richtig schmausen. Aber wusstet ihr, dass man jeden Tag ein Fest guter Dinge haben kann? Sogar wenn man fastet. Ein Fest guter Dinge in der Bibel. Ich hoffe, dass für uns die Andachtszeit nicht nur eine Pflicht ist. Ist die Andachtszeit eine Zeit, wo du hinterher sagst: „Ich hatte ein Fest. Jesus hat zu mir gesprochen.“
[40:49] Noch ein ernstes Zitat und dann ist das letzte Zitat von Ellen White, okay? Ein ernstes Zitat, geht schon ernst los mit den Worten: „Satan ist stets darum bemüht, unsere Aufmerksamkeit auf Menschen statt auf Gott zu lenken. Er verleitet die Menschen dazu – Achtung – sich von Bischöfen, Pastoren und Theologieprofessoren führen zu lassen, anstatt die Heilige Schrift zu erforschen und ihre Aufgaben selbstständig kennenzulernen. Wenn Satan dann die Gedanken der Leiter steuert, kann er die Massen nach seinem Willen beeinflussen.“ Die Idee ist: Wenn wir immer nur darauf vertrauen, dass der da oben oder der da links, der da im Internet, dass der uns schon sagt, was richtig ist, dann muss Satan nur eine Person zu Fall bringen und er nimmt gleich Hunderte oder Tausende oder Zehntausende mit. Versteht mich nicht falsch: Gott hat nichts gegen Bischöfe. Er hat nichts gegen Pastoren. Er hat auch nichts gegen Theologie, Theologieprofessoren. Gott freut sich. Wir dürfen uns freuen über alles, was sie uns mitgeben, was wir von ihnen lernen können. Das ist super. Hebräisch ist toll und Griechisch ist toll und Kirchengeschichte ist toll und wenn es um Schöpfung, Evolution geht, ist Biologie großartig. Ja, ich liebe es, mit dem Gerson drüber zu sprechen. Alles wunderbar. Aber ihr Lieben, das alles ist nur „nice to have“, Add-on, Schlagsahne. Nein, wie sagt ihr, Schlagobers auf dem Kuchen. Das ist dazu, das ist nett. Das macht das Fest noch ein bisschen festlicher, aber das ist nicht das Eigentliche. Das ist nicht das Eigentliche.
[42:26] Schaut mit mir, was die Samariter in Johannes 4 sagen. In Johannes Kapitel 4 und dort in Vers 40 bis 42, da sehen wir, welche Rolle Evangelisten, Prediger, Gemeindeleiter, Theologieprofessoren haben können. Sie alle sind wie die Frau, die Frau, die Jesus begegnet ist und jetzt anderen erzählt und sagt: „Komm zu Jesus.“ Es heißt in Johannes 4, Vers 40: „Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben, und er blieb zwei Tage dort. Jetzt schaut, was sie sagen: Und noch viel mehr glaubten.“ Und noch viel mehr Leute glaubten, um seines Wortes willen. Und zu der Frau sprachen sie: „Nun glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen. Wir haben selbst gehört und erkannt, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt, der Christus ist.“ Wisst ihr, wie ihr eurem Prediger, eurem Gemeindeleiter, eurem Lieblingssprecher einen richtigen Gefallen machen könnt? Geht zu ihm und sagt aus Überzeugung, weil es so ist: „Ich glaube nicht mehr wegen deiner Predigt. Deine Predigt hat mich zu Jesus gebracht, aber jetzt glaube ich, weil ich selbst die Stimme von Jesus gehört habe.“
[43:52] Wir sind gleich am Ende angelangt. Ich habe noch eine Frage an euch: Werden Gen Z und werden Gen Alpha die dreifache Engelsbotschaft predigen? Schaut mit mir in 5. Mose Kapitel 6. Ihr alle kennt 5. Mose 6, oder? 5. Mose ist übrigens ein ganz tolles Buch. Das ist eines von den ganz wirklich „Big Five“. Das ist also ein großartiges Buch. Und 5. Mose 6, da schlägt das Herz des Alten Testaments. Da könnt ihr es richtig schlagen hören. Wir alle kennen 5. Mose 6: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt.“ Wir alle kennen auch, wie es heißt: „Du sollst diese Worte auf deinem Herzen tragen und sie deinen Kindern einschärfen.“ Kennt ihr das? Wir sollen unseren Kindern die Botschaft weitergeben. Jetzt habe ich eine Frage an euch: Habt ihr schon mal erlebt, dass Jugendliche, dass Teenager die Frage stellen: „Warum machen wir das? Warum halten wir den Sabbat? Warum müssen wir an 1844 glauben? Warum müssen wir diese Interpretation von Babylon...? Warum?“
[44:46] Schaut mit mir in 5. Mose Kapitel 6 und dort Vers 20. 5. Mose 6, Vers 20: „Wenn dich nun dein Sohn in Zukunft oder deine Tochter in Zukunft fragen und sagen wird: Was sind das für Zeugnisse, Satzungen und Rechtsbestimmungen, die euch der Herr, unser Gott, geboten hat? So sollst du zu deinem Sohn sagen: Es war schon immer so.“ Steht das in eurer Bibel auch? Das ist die Tradition-1200-Bibel oder so. „So sollst du zu ihm sagen: Stell keine Fragen oder bist du vom Glauben abgefallen?“ Steht das in eurer Bibel? Was steht in eurer Bibel? Wie sollen wir reagieren, wenn die nächste Generation Fragen hat zu der Botschaft, die wir ihnen geben? Vers 21: „So sollst du deinem Sohn sagen – Achtung –: Wir waren Knechte des Pharao in Ägypten, und der Herr führte uns mit starker Hand aus Ägypten, und der Herr tat vor...“ – wie geht’s weiter? – „...unseren Augen große und schreckliche Zeichen und Wunder in Ägypten an dem Pharao und an seinem ganzen Haus. Uns aber führte er von dort heraus.“ Mit anderen Worten: Wir haben es selbst gesehen.
[46:22] Ihr Lieben, wenn Gen Z und Gen Alpha die dreifache Engelsbotschaft in die Welt tragen sollen, dann reicht es nicht, wenn wir sagen: „So ist es immer gewesen.“ Es reicht auch nicht, wenn wir sagen: „Aber Ellen White sagt, das musst du jetzt so machen.“ Es reicht auch nicht, wenn wir sagen: „Die Bibel sagt es so.“ Wir müssen sagen: „Ich war ein Sklave der Sünde und dieses ewige Evangelium hat mich gerettet. Ich habe mit eigenen Augen diese Botschaft studiert. Ich habe gemerkt, was für einen Frieden sie bringt. Ich habe den Sabbat getestet und ich habe ihn für gut befunden. Ich habe es mit eigenen Augen erfahren.“ Ihr Lieben, ich glaube, der Hauptgrund – ich habe keine Studie dafür, ist nur mein Bauchgefühl –, der Hauptgrund, warum so viele Jugendliche die Gemeinde verlassen, ist: Sie hören von der älteren Generation nicht, dass diese eine Erfahrung mit der Botschaft gehabt haben. Eine Erfahrung mit der Botschaft. Denn wenn ich immer nur das weitergebe, was ich gehört habe, dann werde ich gehört. Aber wenn ich weitergebe, was ich nicht nur gehört habe, sondern selbst gesehen habe, dann werden die Kinder, die Jugendlichen das auch an mir sehen. Wer gesehen hat, wird sichtbar. Wer gesehen hat, wird sichtbar.
[48:02] Johannes hat das erlebt. Er, der die dreifache Engelsbotschaft beginnt mit „und ich sah“, er hat es in seinem eigenen Leben erlebt. Johannes war nicht zufrieden mit dem Status quo. Er war nicht damit zufrieden, einfach nur in die Synagoge zu gehen, von Sabbat zu Sabbat, sich schick anzuziehen und einfach nur zuzuhören. Er wollte mehr verstehen. Deswegen kam er zu Johannes dem Täufer. Und bei Johannes dem Täufer war er nicht damit zufrieden mit dem Hörensagen, als Johannes sagte: „Das ist der Messias.“ Da haben die meisten gesagt: „Okay, alles klar, das ist der Messias.“ Aber Johannes, er wollte bei Jesus auf der Couch sitzen. Johannes ist nach der Predigt nach Hause gegangen, hat die Bibel aufgeschlagen, gesagt: „Okay, das möchte ich jetzt selbst verstehen.“ Und was bezeugt Johannes, nachdem er jahrelang das getan hat? Er sagt in Johannes 1, Vers 14: „Das Wort wurde Fleisch und wir sahen seine Herrlichkeit.“ Wir sahen sie, wir sahen seine Herrlichkeit als die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes hätte auch sagen können: „Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen.“
[49:21] Ihr Lieben, ich werde am Ende der Predigt natürlich draußen stehen, euch die Hand schütteln, euch einen gesegneten Sabbat wünschen und Gottes Segen. Wisst ihr, was mir den größten Gefallen tun würde? Wenn in sechs Monaten – wenn es nur eine Person ist – in sechs Monaten jemand kommt und sagt: „Christopher, ich kannte die Adventbotschaft, ich kannte Jesus, ich kannte das ewige Evangelium nur vom Hörensagen. Ich habe angefangen, es selbst anzuschauen. Jetzt, jetzt habe ich es gesehen.“ Dann, dann hat diese Predigt ihr Ziel erreicht. Stellt euch vor, nicht nur einer, sondern zwei oder drei.
[50:16] Denn zwei Dinge passieren, wenn wir Jesus anschauen. Zwei Dinge passieren, wenn wir selbst hinschauen. Zwei Dinge passieren, wenn wir uns selbst dafür interessieren. Das erste ist: Wir werden gerettet. Erinnert euch an die Geschichte mit der bronzenen Schlange, die dort aufgerichtet wurde in der Wüste. Ich habe sie schon mal in der Predigt erwähnt. Was wäre mit denen passiert, die gesagt haben: „Wir haben gehört, Mose hat eine Schlange aufgerichtet. Zuverlässige Quellen sagen uns, dass Leute gerettet werden. Wir finden das gut.“ Hätte das gereicht? Hätte es gereicht, dem Zeltnachbarn argumentativ zu erklären, warum man gerettet werden würde, wenn man hinschaut? Nein, die einzige Rettung bestand darin, selbst hinzugehen und zu schauen. Wer selbst schaut, wird gerettet werden.
[51:07] Und zweitens, 2. Korinther 3, Vers 18. 2. Korinther 3, Vers 18, vorletzter Text. 2. Korinther 3, Vers 18: „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.“ Was hat Johannes gesagt? „Wir sahen seine Herrlichkeit“, verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn. Wer selbst gräbt, wer selbst sucht, wer selbst anschaut, der wird gerettet und er wird verwandelt in dasselbe Bild der Herrlichkeit.
[52:05] Ihr Lieben, damit schließen wir. Am Ende dieser Welt wird es Menschen auf diesem Planeten geben, die nicht nur vom Hörensagen die Adventbotschaft ein bisschen weitergegeben haben, sondern die sie selbst angeschaut haben, selbst durchdacht haben, mit ihrer eigenen Persönlichkeit, ihrer eigenen Biografie, ihren eigenen Fragen durchdacht haben, studiert haben, angenommen haben. Menschen, die durch das Anschauen gerettet und verwandelt worden sind. Menschen, die nicht einfach nur ihr schönes Haus auf dem Sand hatten, sondern die gegraben haben durch den Sand, bis sie auf den Felsen gestoßen sind, wo das Haus so fest steht, dass nichts dieses Haus wegbewegen kann. Menschen, die durch das Anschauen verwandelt worden sind, sodass sie selbst anfangen zu leuchten. Wisst ihr, woher ich das weiß, dass das so sein wird? Ich verrat’s euch. Johannes hat es gesehen in Offenbarung 18. In Offenbarung 18, Vers 1, dort finden wir genau sie. Offenbarung 18, Vers 1: „Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen. Der hatte große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.“ Dieselbe Botschaft aus Offenbarung 14. Hier sind Menschen, die die Botschaft aus Offenbarung 14, die dreifache Engelsbotschaft für sich selbst studiert haben, die gerettet wurden, die verwandelt wurden in seine Herrlichkeit und die diese Herrlichkeit weitergeben.
[53:58] Der Aufruf ist ganz klar heute. Hebe nicht deine Hand. Steh nicht auf. Aber wenn Jesus dich gerufen hat, geh nach Hause und öffne deine Bibel selbst und sieh, was Jesus dir sagen kann, und beteilige dich an der größten Bewegung, die die Welt noch sehen wird, die nämlich genau für die Fragen des Jahres 2025 eine Antwort in Jesus hat. Denn er ist der Herr des Sabbats. Er hat das Untersuchungsgericht in seiner Hand. Er hat die Erziehungsbotschaft davon. Es ist Jesus für unsere Zeit. Möge Gott euch jeden Tag ein Fest guter Dinge schenken. Amen.
Lizenz
Copyright ©2026 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.