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Manuskript:CSH_2013_Q1_Folge01.pdf

In dieser ersten Lektion der Cannstatt Study Hour 2013 zum Thema „Ursprung und Anfang“ beleuchtet Christopher Kramp die zentrale Rolle Jesu Christi als Schöpfer des Himmels und der Erde. Er erklärt, wie das Verständnis des biblischen Schöpfungsberichts untrennbar mit dem Glauben an Jesus verbunden ist und warum die Annahme der Schöpfung durch Gottes Wort der Schlüssel zum Verständnis ist. Das Video betont, dass die Schöpfung nicht nur ein Ereignis der Vergangenheit ist, sondern dass Jesus sie erschaffen hat, für sich selbst und dass er sie bis heute erhält.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q1: Ursprung und Anfang

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour im Jahre 2013. Herzlich willkommen alle, die eingeschaltet haben auf joelmedia.de und auch ein herzliches Willkommen allen Zuschauern auf unserem AD-Sender ad-tv.info. Ein neues Jahr hat begonnen und eine neue Themenreihe hat begonnen. Wir werden uns in den nächsten drei Monaten beschäftigen mit einem Thema, das außergewöhnlich wichtig und spannend ist und immer wieder zu kontroversen Diskussionen Anlass gibt. Wir werden uns unterhalten über ein Thema, das überschrieben ist in unserem Lektionsheft: Ursprung und Anfang. Es wird um die Schöpfung gehen, um die ersten beiden Kapitel der Bibel. Und vielleicht sagst du, lieber Zuschauer, da habe ich schon so viel drüber gehört und das wird immer wieder wiederholt. Ich bin die Diskussion leid. Ich möchte versprechen, wir werden in den nächsten drei Monaten viele interessante neue Entdeckungen machen. Wir werden das Thema von allen Seiten beleuchten und zwar aus der Bibel und werden sehen, wie man heute mit der Bibel in der Hand intelligent die Schöpfung verteidigen kann und wie wichtig es ist, dieses Thema tatsächlich zu verstehen. Wir bereiten uns heute mit dem ersten Thema, das heißt Jesus, der Schöpfer des Himmels und der Erde, vor auf das Bibelgespräch am 5. Januar. Und das Thema beginnt mit dem ersten Vers der Bibel. In 1. Mose 1 und dort sagt die Bibel: Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.

[3:00] Dieser Satz ist so einfach, wie ein Satz nur einfach sein kann, und doch hat er Anlass für so viel Kontroversen gegeben. "Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde." Und schon diese ersten beiden Worte "im Anfang" haben es in sich. Das hebräische Wort "Reschit" für Anfang meint nicht nur den zeitlichen Anfang, es meint auch das Wichtigste, zum Beispiel das Beste. Ein Beispiel für diesen Gebrauch findet sich zum Beispiel in 1. Samuel 15 und dort Vers 21. 1. Samuel 15 und dort Vers 21. Dort lesen wir: "Das Volk hat von der Beute genommen, Schafe und Rinder, das Beste des Gebannten, um es dem Herrn, deinem Gott, in Gilgal zu opfern." Hier wird ebenfalls "Reschit" verwendet, um nicht das Erste, sondern das Beste, das Höchste, das Wichtigste, das Wertvollste zu bezeichnen. Das heißt, dieser erste Vers der Bibel beginnt mit einer Aussage, die sagt: Im Anfang, ja, aber im Anfang, da schwingt eben auch mit das Wichtigste, das Beste, das Höchste. Das heißt, das Wichtigste, was die Bibel uns sagen kann, findet gleich im Anfang statt, im Anfang.

[4:23] Wenn wir ein wichtiges Thema, ein komplexes Thema, ein Thema von weitreichender Konsequenz darbieten wollen, fangen wir mit einem entscheidenden Punkt an, um ein gutes Fundament zu legen. Und so fängt die Bibel ihre große Erzählung über den Erlösungsplan an, mit diesem einfachen Satz: "Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde." Nicht einfach nur zu sagen, okay, da war der Startpunkt, denn wir wissen, dass die Bibel im Laufe der späteren Bücher auch von Ereignissen berichtet, die vor der Schöpfung der Welt stattfanden. Erste Mose 1, Vers 1 ist also nicht der am weitesten entfernte Punkt in der Vergangenheit, aber es ist der wichtigste Punkt. "Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde." Es ist die erste und es ist auch gleichzeitig die wichtigste Aussage der ganzen Bibel, denn alle weiteren Verse, aller restlichen Bücher und aller restlichen Kapitel der Bibel basieren auf diesem einfachen Fundament: "Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde."

[5:20] Nun, diese Aussage ist so einfach und gleichzeitig so schwer zu begreifen, dass es so viele verschiedene Meinungen darüber gibt, wie das nun stattgefunden haben soll. Und die Theorien widersprechen sich sehr oft. Und wir wollen uns heute fragen: Gibt es eine Möglichkeit, zurück an den Anfang der Welt zu gehen und zu verstehen, was dort passiert ist? Und eine Möglichkeit, eine Sache scheitert auf jeden Fall aus. Wir können nicht buchstäblich dort gegenwärtig sein, denn es ist schon passiert. Wir können nicht in die Vergangenheit zurückreisen. Wir können also nicht per Experiment oder durch Augenzeuge sein, sozusagen dieses Ereignis verstehen. Wie können wir es dann verstehen?

[6:06] Und die Bibel gibt uns einen Schlüssel in Hebräer 11, Vers 3. In Hebräer 11, Vers 3 wird uns gesagt: "Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, sodass die Dinge, die man sieht, nicht aus Sichtbarem entstanden sind." Hier geht es darum, dass man den Beginn der Welt verstehen kann. Manche sagen: Naja, das ist mir zu hoch, ich will da gar nichts von wissen, das wird schon irgendwie gewesen sein, beschäftige ich mich nicht mit. Nein, die Bibel sagt, wir können das verstehen, aber es gibt nur ein einziges Mittel, wie wir es verstehen können. Und die Bibel sagt, das einzige Mittel, wie wir es verstehen können und nicht nur spekulieren, wenn wir es verstehen wollen, das einzige Mittel, das wir dazu brauchen, ist Glauben.

[6:48] Jetzt, das klingt natürlich sehr unwissenschaftlich. Christopher, willst du sagen, dass ich einfach nur zu glauben brauche, dann verstehe ich das, was vielleicht Wissenschaftler nicht verstehen? Das ist das, was die Bibel sagt. Die Bibel sagt, um den Anfang der Welt zu verstehen, um wirklich begreifen zu können, was dort stattfand, müssen wir Glauben haben. Jetzt die Frage ist: Was ist dieser Glaube, den wir brauchen? Und dazu wollen wir uns Römer 10, Vers 17 anschauen. Römer 10, Vers 17 heißt es: "Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort." Das heißt, durch Glauben verstehen wir den Ursprung und den Anfang, aber dieser Glaube kommt aus der Verkündigung des Wortes Gottes.

[7:44] Lieber Freund, liebe Freundin, bevor wir auch nur einen Schritt weiter gehen, müssen wir verstehen, dass wir nur eine einzige Chance haben, den Anfang der Welt zu verstehen. Keine Laborexperimente, keine wissenschaftlichen Überlegungen, keine philosophischen Fragestellungen können das ersetzen, was dieser eine Schlüssel uns bietet, nämlich ein Verständnis für den Anfang unserer Welt durch das Studium des Wortes Gottes. Es ist noch nicht einmal so, dass die Bibel gleichberechtigt wäre mit der Wissenschaft. Nein, die Bibel sagt, der einzige Weg, es wirklich zu verstehen, ist allein durch die Bibel. Und wahre Wissenschaft wird sich immer der Bibel unterstellen und wird immer die Bibel bestätigen. Aber dazu werden wir noch später ausführlicher kommen. Wenn wir also wirklich verstehen wollen, was dort passiert ist, fragen wir die Bibel und wir werden sehen, wie die Bibel in sich ein überwältigendes Zeugnis gibt, dass jeden, der unvoreingenommen sich die ganze Zeit anschaut, am Ende nicht nur sagen muss: Ich bin jetzt blind für alles, was um mich herum ist und ich glaube einfach mal blind. Nein, er wird als einziger wirklich verstehen, was passiert ist. Und wir wollen das verstehen, oder nicht?

[9:12] Also, um zu verstehen, was am Anfang im Ursprung passiert ist, brauchen wir das Wort Gottes, das wir durch Glauben annehmen. Und wir wollen uns einen Vers anschauen, der uns diesen Gedanken noch ein wenig vertieft und uns zum nächsten Schritt führt. In Johannes 1 und dort Vers 1 finden sich dieselben Worte noch einmal. Diesmal nicht im Hebräischen, sondern im Griechischen. In Johannes 1, Vers 1 heißt es: "Im Anfang." Und Johannes, der Lieblingsjünger Jesu, hat diesen Wagemut, durch Inspiration vom Heiligen Geist, sein Evangelium mit den gleichen Worten zu beginnen, wie die berühmten ersten Worte des Alten Testaments, der Tora. Er sagt: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott."

[10:05] Wenn wir verstehen wollen, was im Anfang passiert ist, was in 1. Mose 1, Vers 1 passiert ist, dann müssen wir uns mit dem Wort beschäftigen, denn "im Anfang war das Wort". Es gibt keine Chance, den Anfang zu verstehen, den Ursprung zu verstehen, ohne sich nicht gleichzeitig mit dem Wort zu beschäftigen. Und das ist ja das, was wir schon angedeutet haben durch die Aussage, dass der Glaube aus dem Wort kommt und Glaube der einzige Schlüssel ist, um den Anfang zu verstehen. "Im Anfang war das Wort", und die Bibel sagt mehr über das Wort. Die Bibel sagt: "Das Wort war bei Gott." Wir wissen ja, im Anfang schuf Gott Himmel und Erde, aber dann steht sogar die erstaunliche Aussage: "Und das Wort war Gott." Übrigens werden hier sowohl beim ersten als beim zweiten Mal für Gott jeweils die gleichen Worte verwendet, so dass man nicht sagen kann, wie einige meinten: Naja, beim ersten Mal meint es Gott, beim zweiten meint es nur göttlichen Ursprungs. Nein, in beiden Fällen steht dort das gleiche Wort: Gott. Das Wort, um das es hier geht, war bei Gott, und es war gleichzeitig Gott. Und allein diese Aussage reicht, um zu zeigen, dass Gott offensichtlich mehr meint als nur eine Person.

[11:11] "Im Anfang war das Wort, das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott", so sagt uns Vers 2. Und dann wird Vers 14 aufgeklärt, um wen es hier wirklich geht. Denn im Vers 14, im gleichen Kapitel, Johannes 1, Vers 14 heißt es: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als das Eingeborene vom Vater, voller Gnade und Wahrheit."

[11:47] Nun halten wir fest, was wir bisher gelernt haben. Wir wollen sehr systematisch vorgehen. Wir sehen, die Bibel sagt: "Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde." Um das zu verstehen, brauchen wir Glauben. Glaube aber kommt aus dem Wort Gottes. Wir fragen das Wort Gottes: Was war im Anfang da? Wir sehen: "Im Anfang war das Wort." Um also den Anfang und den Ursprung zu verstehen, müssen wir das Wort verstehen. Das Wort war bei Gott, das Wort war Gott. Da wir aber nicht bei Gott waren und auch nicht Gott sind, wie sollen wir jetzt das Wort verstehen? Vers 14 sagt uns, wie das Wort für uns verständlich wurde, nämlich indem es Fleisch wurde. Und wir wissen, hier meint Johannes ganz eindeutig die Fleischwerdung Jesu, der auf die Welt kam als der Eingeborene des Vaters, der die Herrlichkeit, den Charakter Gottes den Menschen darbrachte, nämlich voller Gnade und Wahrheit.

[12:39] Als Jesus auf der Erde war, sahen die Menschen das Wort, das schon im Anfang war und das verantwortlich war für die Schöpfung, für den Anfang und den Ursprung. Je mehr wir also auf Jesus schauen, desto mehr verstehen wir über den Anfang. Man kann nicht über den Anfang sinnvoll reden und Jesus aus dem Auge verlieren. Es ist unmöglich. Und jeder, der nicht über Jesus redet und versucht über den Anfang und über den Ursprung zu spekulieren und zu philosophieren, wird in die Irre gehen, denn "im Anfang war das Wort". Wer Jesus ablehnt, wer Jesus nicht im Herzen trägt, kann über 1. Mose 1, Vers 1 keine sinnvolle Aussage machen. Es ist unmöglich, denn er ist der Anfang.

[13:29] In Kolosser 1, Vers 15 wird uns etwas über Jesus gesagt, was wirklich erstaunlich ist. In Kolosser 1, Vers 15 lesen wir: "Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist." Manche haben geglaubt, er wäre das erste geschaffene Wesen. Wie gesagt, ganz deutlich, er ist Gott, er ist über aller Schöpfung. Und dann heißt es in Vers 18: "Er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, der Erste in allem Sein." Und hier sehen wir, wie das Wort "Anfang" auch im Griechischen nicht nur bedeutet zeitlich, sondern vor allem eigentlich den Rang, das Wichtigste, das Beste. Er ist der Anfang im Sinne: Er ist das Beste, er ist das Wichtigste, er ist das Größte im ganzen Universum, er ist Gott, er ist der Anfang. Und zeitlich gesehen, im Anfang war er schon da. Wann immer wir in die Vergangenheit zurückschauen und einen Anfang suchen, das Wort war schon da. Er selbst ist der Anfang.

[14:47] Und wenn die Bibel mit den Worten 1. Mose 1, Vers 1 beginnt: "Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde", da sind schon diesen ersten Worten ist dort Jesus präsent. Offensichtlich ist Jesus der Schöpfer. Denn so wird es uns gesagt in Hebräer 1 und dort ab Vers 8. In Hebräer 1, Vers 8 heißt es, wie Gott von dem Sohn redet. Und das ist noch einmal ein schöner Vers, um zu zeigen, dass auch Jesus selbst wahrer Gott ist. In Hebräer 1, Vers 8 heißt es, wie Gott redet, aber von dem Sohn: "Dein Thron, o Gott, besteht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts."

[15:38] Von Ewigkeit zu Ewigkeit. War Jesus, hatte er einen Thron und war er Gott? Und dann heißt es in Vers 10, eine weitere Aussage, die Gott über den Sohn macht: "Du, o Herr, hast dem Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind das Werk deiner Hände." Wir lesen in 1. Mose 1, Vers 1: "Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde." Aber hier wird uns gesagt, dass Gott, der Vater selbst, sagt, dass er zu Jesus gesprochen hat: "Du, o Herr, hast dem Anfang die Erde gegründet, und die Erde und die Himmel sind das Werk deiner Hände."

[16:14] Es wird deutlich, dass in diesem ersten Vers der Bibel, diesem wichtigsten Vers der Bibel, es um die wichtigste Person der Bibel geht, nämlich um Jesus. Und es ist unmöglich, das Thema Schöpfung von dem Thema Jesus zu lösen. Jeder, der versucht, das Thema Jesus auszuklammern und rein wissenschaftlich, ohne Gott, ohne Jesus, die Frage zu erörtern, muss scheitern, denn die Bibel selbst verlinkt diese beiden Dinge untrennbar miteinander. Jesus ist der Schöpfer.

[16:43] Und das kommt schon im hebräischen Wort für Gott vor. Das hebräische Wort für Gott in 1. Mose 1, Vers 1 ist Elohim. Und es ist sehr interessant zu studieren, denn die Hebräer hatten nicht nur ein Singular und ein Plural, sie hatten auch einen Dual, der die Zweizahl beschreibt. Und das führt uns zu einem weiteren Gedanken hier. Hätte Mose sagen wollen, dass Gott einer ist, hätte er gesagt Eloha. Hätte er sagen wollen, dass es genau zwei sind, hätte er schreiben müssen Elohaim. Aber er schrieb Elohim und drückte damit aus, dass es sogar nicht nur der Vater und der Sohn sind, sondern dass da noch jemand ist, mehr als zwei. Und wir wissen, und wir werden es später noch weiter studieren, dass auch der Heilige Geist am Werk der Schöpfung beteiligt gewesen ist.

[17:40] In Hebräer 1, Verse 1 und 2 kommt noch mal dieser Gedanke zum Ausdruck, dass Jesus tatsächlich der Schöpfer ist. Heißt es: "Denn nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem. Durch ihn hat er auch die Welten geschaffen." Hier wird deutlich, dass Gott der Vater nicht unbeteiligt gewesen ist, sondern Gott der Vater hat durch Jesus geschaffen.

[18:15] Jetzt, wie genau müssen wir uns das vorstellen? Die Bibel erklärt uns das in einem viel diskutierten Kapitel in Sprüche 8. Sprüche 8 wird deswegen viel diskutiert, weil einige glauben, dass dieses Kapitel lehrt, dass Jesus einen Anfang hatte, weil es dort in Vers 24 heißt, dass er geboren wurde. Das ist ein eigenes Studium für sich. Psalm 2 macht ganz deutlich mit den Parallelversen im Neuen Testament, dass Geburt bei Jesus nicht bedeutet, dass er vorher nicht da war, sondern dass er in ein Amt eingesetzt wurde. Der Kontext selbst macht deutlich, dass Jesus von Ewigkeit ist, denn in Sprüche 8, Vers 22 lesen wir: "Der Herr, was hier Gott der Vater meint, besaß mich, Jesus, am Anfang seines Weges." Also, seit es Gott den Vater gibt, gibt es auch Jesus. Vers 23: "Ich war eingesetzt von Ewigkeit her, vor dem Anfang, vor den Ursprüngen der Erde." Denn die Bibel sagt: "Im Anfang war das Wort", vor dem Anfang war Jesus da.

[19:12] Und nach einigen weiteren Versen, wo verschiedene Dinge beschrieben werden, heißt es in Vers 30: "Da war ich Werkmeister bei ihm." So in der alten Luther und auch der Schlachter. Eine wahrscheinlich bessere Übersetzung als "Liebling", wie in anderen Übersetzungen. "Da war ich Werkmeister bei ihm, war Tag für Tag seine Wonne und freute mich vor seinem Angesicht alle Zeit." Jesus war derjenige, der die Schöpfungspläne des Vaters ausgeführt hat. Er war der Werkmeister, der das Werk wie ein Meister ausführte. Und er war dazu von Ewigkeit eingesetzt. Es war seine Aufgabe innerhalb der Gottheit, die Schöpfung auszuführen.

[19:47] Liebe Freunde, liebe Freunde, wir wollen hier gleich in der ersten Lektion auch darauf zu sprechen kommen, was heutzutage über die Schöpfung alles Schlechtes und Negatives und Falsches gesagt wird. Und ja, es gibt viele Theorien und manche sind verwirrend, aber aus dem, was wir bisher studiert haben, lässt sich eines ganz sicher ableiten: Jeder Angriff auf die Schöpfung, jeder Angriff auf den biblischen Schöpfungsbericht ist ein Angriff auf Jesus Christus. Man kann nicht an der Schöpfung zweifeln und gleichzeitig an Jesus festhalten. Jeder Zweifel am Schöpfungsbericht, jede Uminterpretation des Schöpfungsberichtes, jeder Alternativvorschlag, wie die Welt sonst in die Welt begonnen haben könnte, ist ein Angriff auf das Werk Jesu.

[20:43] Wir müssen uns dabei ganz im Klaren sein. Man kann nicht gleichzeitig an Jesus glauben und an Jesus festhalten und ihn als das Wichtigste im Leben ansehen und dann gleichzeitig an der Schöpfung zweifeln und sagen: Naja, vielleicht war das ganz anders, als die Bibel es sagt. Das sind zwei unmögliche Dinge, denn die Bibel verknüpft diese beiden Dinge so eng miteinander, dass man sie nicht trennen kann. Es macht mich traurig, dass immer mehr Christen, auch immer mehr Christen, die vorgeben, der Bibel zu glauben und der Bibel zu folgen und Jesus im Herzen zu haben, dass sie daran zweifeln, dass die Bibel mit ihrem biblischen Schöpfungsbericht, so wie das steht, recht haben könnte. Aber lassen wir uns davon nicht irritieren. Jesus war der Werkmeister und das bedeutet, wenn wir an der Art und Weise, wie Gott geschaffen hat, nach dem biblischen Bericht zweifeln, dann zweifeln wir an der Arbeitsweise Jesu. Wenn wir aber dem biblischen Bericht Glauben schenken und folgen, dann werden wir Einblicke bekommen in die Werkstatt Jesu.

[21:46] Möchtest du Einblicke bekommen in die Werkstatt Jesu? Ich glaube, dieses Wort reicht aus, um uns Einblicke in die Werkstatt Jesu zu geben, die zweifelnde und atheistische Wissenschaftler nicht finden können. Nicht, dass die Wissenschaft nicht dazu tun könnte, dass sie nicht weitere Schätze finden könnte, die sozusagen die Bibel bestätigen. Ja, das ist unbestritten. Aber den Einblick in die Werkstatt Jesu bekommen wir durch dieses Wort. Und um jegliches Missverständnis auszuräumen, ruft Johannes emphatisch aus in Johannes 1, Vers 3. Johannes 1, Vers 3: "Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist." Mit anderen Worten, er formuliert es sowohl positiv: Er sagt, alles ist durch Jesus gemacht worden, als auch im Negativen: Er sagt, es gibt nichts, was nicht durch Jesus entstanden ist. Übrigens, der Beweis, dass Jesus nicht entstanden sein kann, denn dann wäre er eine Ausnahme zu diesem Vers. Aber die Bibel sagt, da ist nichts. Es gibt nichts im ganzen Kosmos, das nicht durch Jesus entstanden ist. Jesus ist der Schöpfer.

[23:18] Aber warum ist Jesus der Schöpfer? Schauen wir uns in Kolosser 1, Vers 16 den Grund an, warum Jesus geschaffen hat. In Kolosser 1 und dort Vers 16 lesen wir: "Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten, alles ist durch ihn und für ihn geschaffen." Die Schöpfung, mit der wir uns in den nächsten drei Monaten beschäftigen werden, ist nicht nur durch Jesus geschaffen worden, sondern sie ist für Jesus geschaffen worden. Und deswegen ist dieses Thema so wichtig. Deswegen ist es nicht egal, was wir glauben über die Schöpfung, denn sie war nicht einfach nur ein Versuch von Jesus, eine Skizze, sondern es war ein Meisterwerk für ihn selbst geschaffen. Das ist der Grund, warum dieses Thema so heiß diskutiert ist und heiß umkämpft ist. Denn Satan weiß sehr wohl, was die Schöpfung eigentlich für eine Bedeutung für Jesus hat.

[24:34] Und dann sagt es sogar, dass nicht nur das Sichtbare, sondern auch das Unsichtbare von ihm geschaffen worden ist. Lieber Freund, das ist eine erstaunliche Aussage. Die Bibel sagt, es gibt zwei Teile der Schöpfung. Es gibt den sichtbaren Teil der Schöpfung und es gibt den unsichtbaren Teil der Schöpfung. Und allein diese Aussage reicht aus, um zu zeigen, dass die Wissenschaft alleine ohne die Bibel hilflos ist. Warum? Weil die Wissenschaft per Definition sich nur auf das konzentrieren kann, was sie sehen kann, was sichtbar ist, was sie beobachten kann. Im besten Fall, die gute Wissenschaft stützt sich auf das, was sie beobachten kann. Sie macht dann Experimente und sieht und beobachtet und kann Gesetzmäßigkeiten finden. Heutzutage wird vieles als Wissenschaft verkauft, was einfach nur reine philosophische Spekulation ist, gerade in der Evolutionstheorie. Das ist ohne jeglichen sichtbaren Beweis oder Beobachtung einfach mal in den Raum gedacht. Aber selbst die treueste und beste Wissenschaft kann nur das Sichtbare beschreiben. Aber die Bibel sagt, da gibt es einen ganzen Teil der Schöpfung, der entzieht sich sozusagen dem Zugriff der Wissenschaft.

[25:50] Jetzt, was macht die Wissenschaft? Was sollen wir machen, wenn es da Dinge gibt, die wir mit der Wissenschaft nicht beschreiben können? Wir können trotzdem den Schlüssel zu ihrer Existenz und zu ihrem Ursprung finden durch dieses Wort. Denn dieses Wort spricht nicht nur vom Sichtbaren, sondern auch vom Unsichtbaren. Und das zeigt, dass wir mit der Bibel das beste Mittel haben, um den Ursprung wirklich zu begreifen.

[26:11] Wir haben also gesagt: Jesus ist der Schöpfer. Wir haben gesagt: Die Schöpfung ist für Jesus geschaffen worden. Und dann heißt es in Vers 17: "Und er ist vor allem." Das ist das Wichtigste. "Und alles hat seinen Bestand in ihm." Wir werden ein ganzes Thema in einer der späten Wochen über diese Gedanken haben. Heute nur so viel zur Anbeutung: Jesus hat nicht nur alles geschaffen, nicht nur ist alles für ihn geschaffen, sondern er erhält auch alles.

[26:39] Lieber Freund, liebe Freundin, lieber Zuschauer, während du mir gerade zuhörst und auf einen Computerbildschirm schaust, sei dir sicher, dass du nur deswegen siehst, dass du nur deswegen hörst, deswegen vielleicht mitschreiben kannst oder tippen kannst, weil Jesus in dieser Sekunde, wo du diese Aufnahme siehst, dich am Leben erhält. Sei dir sicher, dass ich gerade nur sprechen kann, vorwärts und rückwärts gehen kann, meine Hände bewegen kann, weil Jesus mich gerade jetzt in diesem Moment am Leben erhält. Was für ein gewaltiger Gedanke. Schöpfung, das ist nicht nur eine Debatte über das, was vor einigen tausend oder wie viel auch Jahren, je nach Theorie, passiert ist. Schöpfung ist ein Thema, das gleichbleibend für uns an Bedeutung hat, das gleichbleibend für uns Bedeutung hat, weil die Schöpfung, die damals begann, immer noch gegenwärtig ist und immer noch erhalten wird. Und ein Missverständnis über die Art und Weise, wie Gott damals geschaffen hat, führt zu einem Missverständnis, für welchen Zweck er sie geschaffen hat und führt zu einem Missverständnis, wie er uns erhält oder ob er das überhaupt tut. Denn wenn ich glaube, dass Jesus damals nicht der Schöpfer war, dann glaube ich auch nicht, dass es einen Sinn im Leben gibt. Dann glaube ich auch nicht, dass er mich jetzt erhalten kann. Und wenn ich glaube, dass Jesus damals zwar die Welt geschaffen hat, aber nicht so, wie die Bibel es sagt, dann kann ich vielleicht glauben, dass es einen Sinn im Leben gibt, aber nicht den, den die Bibel nennt. Und dann kann es auch sein, dass Jesus mich erhält, aber nicht so, wie die Bibel es sagt, und dann bin ich auf einem Ozean voller Zweifel.

[28:12] Die einzige Möglichkeit also, ein verlässliches Ziel im Leben zu haben und eine verlässliche Gewissheit, dass Jesus mich trägt und hält und erhält, ist, wenn ich eine verlässliche Grundlage habe über den Beginn der Schöpfung, über den Ursprung, über den Anfang. Denn die Bibel macht es immer wieder deutlich, es ist das wichtigste Thema von allen. Ich bin so dankbar, dass wir drei Monate Zeit uns nehmen können, um dieses Thema zu studieren.

[28:43] Jetzt, wenn wir uns die Schöpfung anschauen, entdecken wir einige interessante Gedanken. Wir schlagen mal gemeinsam Psalm 19 auf. Psalm 19, Vers 2 und 3. Wir haben ja gelesen in 1. Mose 1, Vers 1: "Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde." Und es heißt es hier in Psalm 19, Vers 2 und 3: "Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündigt das Werk seiner Hände." Jesus war ja der Werkmeister. Vers 3: "Es fließt die Rede Tag für Tag, Nacht für Nacht tut sich die Botschaft kund." Dann geht es weiter in Vers 4: "Es ist keine Rede, es sind keine Worte, deren Stimme unhörbar wäre." Vers 5: "Ihre Reichweite erstreckt sich über die ganze Erde, und ihre Worte bis ans Ende des Erdkreises und so weiter."

[29:36] Die Schöpfung erzählt etwas, sagt die Bibel. Wenn wir uns die Schöpfung betrachten, wenn wir die Natur betrachten, auch wissenschaftlich, wenn ein Wissenschaftler daran geht, die Natur zu betrachten, dann gibt es etwas, was er lesen kann, was dort schon steht. Eine Botschaft, die aus den Werken Gottes im Himmel und auf der Erde zu hören ist. Und interessanterweise benutzt Paulus diesen Abschnitt, wenn er in Römer 10, Vers 17 und 18 die Verkündigung des Evangeliums spricht. In Römer 10, Verse 17 und 18 heißt es, wie wir schon gelesen haben: "Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort." Aber ich frage: "Haben sie es etwa nicht gehört? Doch ja!" Und jetzt zitiert er aus Psalm 19: "Ihr Schall ist ausgegangen über die ganze Erde, und ihre Worte bis ans Ende des Erdkreises." Paulus vergleicht die Verkündigung durch die Natur, durch das Beobachten, das wir in die Werke hineinlegen können, mit der Verkündigung des Evangeliums in der ganzen Welt.

[30:41] Liebe Freunde, das bedeutet, dass jeder, der aufrichtig, unvorhergenommen, die Schöpfung beurteilt, beobachtet, studiert, etwas lernt von Gott. Das ist eine Botschaft, die er hören kann, wenn er möchte. Und diese Botschaft ist nicht im Konflikt mit der Bibel. Warum ist es dann, dass so viele Wissenschaftler, so viele Menschen die Natur lesen und doch die Botschaft nicht hören? In Römer 1, Vers 20 bekommen wir die Antwort.

[31:18] Römer 1, Verse 20 und 21. Dort heißt es, Römer 1, Verse 20 und 21: "Denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben." Liebe Freunde, was ich jetzt sage, mag wahrscheinlich enorm klingen, aber jeder Wissenschaftler dieser Welt ist ohne Entschuldigung, wenn es um Biologie, Geologie, die Schöpfung, die Werke Gottes geht. Das ist keine Entschuldigung. Jeder, der darüber nachgedacht hat, ist ohne Entschuldigung. Überhaupt jeder Mensch, denn wir alle leben in der Natur, wir alle können in der Natur etwas sehen, nämlich was die Bibel dort beschreibt als die Gottheit und die Kraft Gottes.

[32:05] Jetzt, warum ist es, dass so wenig Menschen das anerkennen wollen? Vers 21 sagt: "Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken, in den nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständliches Herz wurde verfinstert." Liebe Freunde, es ist nicht so, dass Gott sich so sehr versteckt hat, dass selbst die besten Wissenschaftler ihn einfach nicht finden konnten, sondern die Bibel sagt uns, dass da genug ist, selbst in der Materie, in den Dingen dieser Welt, in der Schöpfung, in der Natur, dass einen zu Gott führen kann. Und es ist die eigene Entscheidung, ihn nicht zu ehren und ihm nicht zu danken, die dazu führt, dass das Denken dann verfinstert wird.

[32:58] Wir werden noch darüber noch ausführlicher sprechen, aber ich will auch ganz deutlich, dass seine Gottheit und seine Kraft in der Natur erkannt werden können. Das ist die Botschaft, die die Natur predigt, die Gott in die Natur hineingeschrieben hat. Wir können es also verstehen. Aber was ist die Kraft Gottes? Was ist die Kraft, die man dort verstehen kann? Nur wenige Verse vorhin, Römer 1, Vers 16, wird diese Kraft definiert. Es heißt ja nicht: "Ich schäme mich, Verzeihung, des Evangeliums Christi nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen." Paulus sagt wenige Verse später: Jeder kann in der Natur die Kraft Gottes erkennen, aber diese Kraft, die dort erkennbar ist, weist weiter auf das Evangelium. Genau den Zusammenhang, den Paulus dann mit Psalm 19 herstellt. Schöpfung und Evangelium sind ungemein eng miteinander verknüpft.

[34:02] Was sind die Prinzipien dieser Kraft, die die Welt geschaffen hat? In Jeremia 51, Vers 5 finden wir einen interessanten Gedanken. Jeremia 51, Verse 15 und heißt es: "Er ist es, der die Erde durch seine Kraft gemacht hat, der den Weltkreis in seiner Weisheit gegründet und mit seiner Einsicht die Himmel ausgespannt hat." Gott hat die Welt durch Kraft gemacht und beim Anschauen der Welt können wir diese Kraft erkennen. Das ist der Gedanke, sehr einfach. Und wir haben gesehen, diese Kraft soll uns hinweisen auf das Evangelium. Das Evangelium ist eine Kraft.

[34:50] Jetzt, was ist dieses Prinzip der Kraft, durch das er die Welt gemacht hat? In Psalm 33 wird uns gezeigt, worin diese Kraft bestand, mit der er die Welt gemacht hat, mit der Jesus die Welt gemacht hat. In Psalm 33, Verse 6 und Vers 9 heißt es: "Die Himmel sind durch das Wort des Herrn gemacht, und ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes." Vers 9: "Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da." Hier ist das Prinzip der Kraft Gottes. Gott hat gesprochen, und es war da.

[35:25] Und lieber Freund, liebe Freundin, jeder, der die Natur beobachtet, kann in der Natur sogar die Grundsätze, wenn auch vielleicht verschleiert, dieses Wortes Gottes erkennen. Und deswegen sagt die Bibel, ein völliges Verständnis über Ursprung und Anfang kann man eben nur durch das Wort Gottes bekommen. Und das könnte man schon darauf hingewiesen werden, schon durch das reine Studium der Biologie, der Natur, das schon hinweist auf diese Kraft, die sich im Wort Gottes befindet.

[36:15] Jetzt, was sind die Prinzipien dieser Schöpfung? Es ist das Wort Gottes. Schauen wir gemeinsam in Jesaja 43 und dort Vers 1. Wir wollen diesen Gedanken noch verfestigen, den wir gerade gesponnen haben. In Jesaja 43, Vers 1 heißt es: "Und nun so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel." Also, hier geht es um die Schöpfung, die schöpfrische Kraft Gottes. "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein."

[36:41] Immer und immer wieder verknüpft die Bibel diese beiden grundsätzlichen Themen, nämlich die Schöpfung und die Erlösung. Und man kann nicht an dem Schöpfungsbericht der Bibel uminterpretieren, ohne nicht gleichzeitig die Lehre der Erlösung zu manipulieren. Es ist unwirklich. Man kann nicht den Schöpfungsbericht von 1. Mose 1 und 2 in Zweifel ziehen oder neu interpretieren, ohne nicht auch das Erlösungswerk Jesu zu unterminieren. Denn Schöpfung und Erlösung hängen direkt miteinander zusammen. Und das wird dadurch deutlich, dass es nur zwei Verse gibt in der Bibel, die beginnen mit den Worten: "Im Anfang." Der erste Vers beginnt die Schöpfung in 1. Mose 1, Vers 1. Die Schöpfung beginnt mit den Worten: "Im Anfang." Und das zweite Mal ist es 1. Mose 1, Vers 1, wo das Evangelium nach Johannes, das vielleicht schönste und tiefsinnigste aller Evangelien, mit den gleichen Worten beginnt: "Im Anfang." Und damit auszubringen, das Evangelium ist nichts weiter als eine Neuauflage sozusagen, eine geistliche Neuauflage der Schöpfung. Und jedes Missverständnis über die Schöpfung wird zu einem Missverständnis im Erlösungsplan führen.

[37:56] Wir wollen einige nur kurze Gedanken hier anschauen, wie das Verständnis von der Schöpfung unseren Erlösungsplan, unsere Erlösungsgewissheit, unsere Erlösungserfahrung beeinflusst. Schauen wir einige kurze Texte an hier. In Psalm 51, Vers 12, der wahrscheinlich bekannt ist in diesem Zusammenhang. Psalm 51, Vers 12, dort heißt es, dass David betet nach seiner schrecklichen Sünde: "Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz." Und das Wort, das er verwendet hier für erschaffen, ist das hebräische Wort "bara". Es gibt viele Worte für schaffen und machen im Hebräischen, aber nur eines, nämlich "bara", wird verwendet ausschließlich für Gottes Möglichkeit, aus dem Nichts heraus etwas zu schaffen. Das ist das gleiche Wort, das auch in 1. Mose 1, Vers 1 verwendet wird, wenn es heißt: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde." Und so sagt David: "Bara, erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz, gib mir von neuem einen festen Geist in meinem Innern." Wenn ich ein reines Herz haben will, dann funktioniert es nach den gleichen Prinzipien, mit denen Gott die Welt geschaffen hat. Und jedes Missverständnis über die Schöpfung führt zu einem Missverständnis, wie ich ein reines Herz bekommen kann.

[39:04] In Epheser 2, Vers 10 lesen wir: "Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihm wandeln sollen." Jedes Missverständnis über die Schöpfung führt zu einem Missverständnis über die Werke, die wir tun sollen, über das Leben mit Jesus, in Jesus, denn wir sind eine Schöpfung in Jesus.

[39:36] In Jesaja 45, Vers 8, da heißt es: Jesaja 45, Vers 8: "Träufelt ihr Himmel von oben herab und ihr Wolken regnet Gerechtigkeit. Die Erde tue sich auf und er sprosse Heil davor und Gerechtigkeit wachse zugleich. Ich, der Herr, habe es geschaffen." Hier steht wieder "bara". Ein Missverständnis über die Schöpfung, ein Missverständnis über 1. Mose 1, Vers 1, führt zu einem Missverständnis, wie Gerechtigkeit entsteht in unserem Leben, wie Gott Gerechtigkeit schafft. Und wir können es nicht leisten, über diese Dinge falsch informiert zu sein.

[40:13] In Psalm 102, und dort Vers 19, heißt es: "Das wird man aufschreiben für das spätere Geschlecht, und das Volk, das geschaffen werden soll, wird den Herrn loben." Gott möchte sich ein Volk schaffen, aber um zu verstehen, wie Gott sich ein Volk schafft, müssen wir verstehen, wie Gott die Welt geschaffen hat. Ein Missverständnis über die Schöpfung der Welt führt zu einem Missverständnis über das Wesen, die Identität und die Aufgabe des Volkes Gottes.

[40:46] Wir sehen also, der Angriff auf die Schöpfung ist ein Generalangriff auf die ganze Bibel, auf den ganzen Erlösungsplan. Und deswegen ist das Thema so gewaltig und so wichtig und so spannend.

[40:58] In Jesaja 4, Vers 5, die Liste lässt sich immer weiterführen. Jesaja 4, Vers 5, dort heißt es im Zusammenhang mit dem Endzeitgericht: "Dann wird der Herr über den ganzen, über der ganzen Wohnung des Berges Zion und über seinen Versammlungen bei Tag eine Wolke und Rauch schaffen und den Glanz einer Feuerflamme bei Nacht. Denn über der ganzen Herrlichkeit wird ein Schutzdach sein." Gott wird etwas schaffen, nämlich eine Wolken- und Feuersäule, ein Symbol für seine Führung und für seinen Schutz, so wie es die Israeliten beim Auszug aus Ägypten erlebt haben. Und das wird geschaffen werden. Wenn ich also nicht verstehe oder Zweifel habe, wie Gott die Welt geschaffen hat, werde ich auch Zweifel haben und nicht verstehen, wie Gott mich in der Krise, in der Endzeit führen und bewahren kann.

[41:44] Und halten wir fest, Psalm 148, Vers 5 macht es ganz deutlich. Psalm 148, Vers 5, dort heißt es: "Sie sollen loben den Namen des Herrn, denn er gebot, und sie wurden erschaffen." Die Grundlage der Schöpfung Gottes ist sein Gebot. Er gebot, und sie waren erschaffen. Ein Missverständnis über die Art und Weise, wie Gott geschaffen hat, führt zu einem Missverständnis über den Charakter und die Wichtigkeit der Gebote Gottes.

[42:26] Alle Themen der Bibel sind sozusagen verknüpft mit diesem Anfangsthema. Letztlich gesagt, die Bibel im Anfang. Es ist das Erste, was der Heilige Geist jedem Bibelleser mitgeben wollte, dass selbst, wenn man nach dem ersten Vers aufhört zu lesen, man das Wichtigste verstanden hat, nämlich das Prinzip, wie Gott alle anderen Themen der Bibel angeht, der Schöpfung. Und dieses Thema wird uns bis in die Ewigkeit begleiten. Und das ist nicht nur eine rhetorische Aussage, sondern die tatsächliche Wahrheit in Jesaja 65, Vers 17.

[43:00] In Jesaja 65, Vers 17 lesen wir: "Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, sodass man an die frühere nicht mehr gedenkt und sie nicht mehr in den Sinn kommen werden." Gott sagt: "Es gibt eine neue Erde. Ich werde sie schaffen." Und wenn wir daran zweifeln oder nicht daran glauben, wie Gott die Bibel in der Bibel es beschrieben hat, die Welt geschaffen hat, dann werden wir auch daran zweifeln, wenn es um die Zukunftsvision der Offenbarung geht und von Jesaja, wenn es um die neue Erde geht.

[43:36] Lieber Freund, liebe Freundin, der Preis dafür, 1. Mose 1 und 2 aufzugeben, ist zu hoch. Wer 1. Mose 1 und 2 kritisiert, aufgibt und verändert, verändert wissentlich oder unwissentlich den gesamten Erlösungsplan Gottes, hebt den gesamten Plan Gottes von 1. Mose bis zur Offenbarung auf, weil er sich direkt vergreift am Werk Jesu.

[44:03] Lieber Freund, liebe Freundin, liebe Zuschauer, ich möchte nicht am Werk Jesu zweifeln. Ich möchte glauben, und durch den Glauben werden wir verstehen. Ich möchte euch versprechen, dass wir in den nächsten Wochen viele interessante Schätze erheben werden aus dem Wort Gottes. Das ist heute nur der Anfang, nur das Fundament, das wir gelegt haben. Wir werden interessante Schätze herausfinden und werden Einblick bekommen, soweit es uns überhaupt möglich ist, in die Werkstatt Jesu. Begreifen, warum er bestimmte Dinge dann und dann geschaffen hat. Wir werden sehen, dass es Sinn macht, was die Bibel sagt an 1. Mose 1 und 2. Dass es nicht nur ein mythologischer Bericht ist, sondern dass es ein grandioser Plan ist, der sich dort offenbart. Und wenn wir das alles sehen, dann wollen wir nicht vergessen, dass es uns vor Augen führt, wer wir sind und wer Gott ist.

[45:02] Und deswegen sollte unsere Reaktion sein, diejenigen, die auch im himmlischen Gottesdienst, diesem wunderbaren Gottesdienst, dort in Offenbarung 4 und 5 zu hören ist. In Offenbarung 4, Vers 11 lesen wir, wie die 24 Ältesten niederfallen, wie die himmlischen Wesen singen und anbeten in einem Chor, der an Schönheit kaum zu übertreffen ist. Offenbarung 4, Vers 11: "Würdig bist du, o Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht, denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen." Ich möchte nicht einen Punkt, einen Krümel der Macht, Ehre und des Ruhmes Gottes hinwegnehmen, sondern ich möchte alle Macht ihm zukommen lassen, alle Ehre, allen Ruhm, denn er hat geschaffen, so wie die Bibel es beschreibt, durch seinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen.

[45:59] Der letzte Vers für heute findet sich in Römer 11, Vers 36. Möge Gott geben, dass das Studium seines Wortes, diesem so wichtigen Thema, uns auch auf die Knie führt, dass wir auch sagen: "Würdig bist du, Gott. Danke Gott für das, was du getan hast." Dieses Thema soll nicht zu Debatten führen. Diese Studienreihe in den nächsten drei Monaten soll nicht nur zu mehr intellektueller Erkenntnis oder Bibelverständnis führen, sie soll zu einem besseren Verständnis der Anbetung Gottes führen. Das ist das ganze Ziel. Es soll unsere Beziehung zu diesem Jesus, der unser Schöpfer ist, vertiefen. Sei bewusst, dass Jesus dein Schöpfer ist. Denk darüber nach, dass Jesus dich gemacht hat, seinen Plan für dich hat, dass er dich geschaffen hat für sich und dass er dich erhält.

[47:00] Der letzte Vers in Römer 11, Vers 36 soll das abschließen. In Römer 11, Vers 36 lesen wir: "Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge. Ihm sei die Ehre in Ewigkeit. Amen."

[47:21] Liebe Freunde, liebe Zuschauer, die Bibel macht es unglaublich klar. Das Thema Schöpfung ist ein fundamentaler Eckstein unseres Glaubens. Möchtest du Jesus als deinen Schöpfer mit allen Implikationen annehmen? Möchtest du sagen: Herr Jesus, ich weigere mich, das Thema Schöpfung zu studieren oder anzugehen ohne dich. Ich möchte es mit dir tun und ich möchte jeden einzelnen Schritt in der Untersuchung von wissenschaftlichen Fakten usw. nur mit dir gehen, denn du warst dabei, du bist der Augenzeuge, du hast es gemacht, du weißt, welche Fakten wahr sind, welche Fakten falsch sind. Du sollst der Maßstab sein, an dem ich alles prüfe, jedes wissenschaftliche Journal, jede Information. Du sollst der Maßstab sein. Möchtest du Jesus als deinen Schöpfer annehmen und ihn als den Maßstab und als den Richter auch in jeder wissenschaftlichen Diskussion anerkennen? Gott segne dich in deiner Entscheidung.

[48:29] Nächste Woche werden wir beginnen, uns mit den einzelnen Schöpfungstagen zu beschäftigen. Ich verspreche euch, das wird ungeheuer spannend. Wir werden einige unglaublich interessante Dinge sehen, die uns ganz neue Perspektiven öffnen in die Weisheit Gottes, und wir werden natürlich nicht alles entfalten können, nicht alles ausschöpfen können, denn das wird eine Ewigkeit dauern, aber wir werden einige Hinweise sehen, einige Strahlen vom Thron Gottes, die auf die Erde scheinen in dieses Wort hinein, um zu sehen, warum Gott geschaffen hat, wie er geschaffen hat. Und wir laden euch ein herzlichst dabei zu sein, nächste Woche wieder, wenn es heißt: CanStatStudyHour auf joelmedia.de und wünschen euch bis dahin viel Freude und Gottes Segen beim Studium seines Wortes. Amen.


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