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In dieser Folge von „Vom Schatten zum Licht“ beleuchtet Christopher Kramp die prophetischen Ankündigungen des Alten Testaments über den Messias. Er erklärt, wie Jesus bereits in den frühen Schriften vorhergesagt wurde und wie diese Prophezeiungen seine Identität und Mission offenbaren. Die Ausführungen gehen auf die menschliche und göttliche Natur Jesu ein und beleuchten das Risiko, das er für die Menschheit einging.


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Serie: Vom Schatten zum Licht

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Transkript

[0:03] Hallo und herzlich willkommen, liebe Zuschauer, zu einer weiteren Folge unserer Serie "Vom Schatten zum Licht". Live auf www.bbprophetie.ch und auch www.joelmedia.de ein herzliches Willkommen gilt natürlich ganz besonders allen Zuschauern in Bern und im Kanton Bern.

[0:29] Eigentlich sollte diese Serie in Bern stattfinden, und jetzt sind wir aber aufgrund der Corona-Bedingungen dazu gezwungen, als Livestream durchführen zu müssen. Haben dadurch noch die Gelegenheit, viele Menschen zu erreichen in der ganzen Schweiz, in Österreich und in Deutschland. Wir haben uns sehr gefreut über die rege Beteiligung an den ersten beiden Abenden und über die Fragen.

[0:53] Wir werden gleich einige Fragen noch beantworten. Zuerst möchte ich noch einmal auf das Buch hinweisen, das Sie alle kostenlos erhalten können. Einige haben schon von diesem Angebot Gebrauch gemacht. "Vom Schatten zum Licht" ist eines von drei Büchern, das Sie auf der Seite www.bbprophetie.ch kostenlos anfordern können. Das beinhaltet nicht nur Themen, die ich hier in dieser Serie diese Woche behandle, sondern eine ganze Reihe von anderen interessanten Dingen quer durch die Geschichte und auch mit besonderem Bezug auf unsere Zeit. Nutzen Sie diese Gelegenheit und bestellen Sie dieses Buch, fordern Sie es an, und dann wird es Ihnen umgehend zugesandt werden.

[1:35] Wir haben einige Fragen erhalten, die wir auch heute Abend noch einmal kurz hier ansprechen wollen. Übrigens wird es auch wieder die Gelegenheit geben, dann heute im Chat, im Live-Chat auf der Internetseite bzw. auf YouTube Fragen zu stellen. Einige werden davon wieder am Ende des Vortrags beantwortet.

[1:55] Zwei Fragen sind gestellt worden, die sehr gut sind. Und zwar heißt es einmal: "Konnte sich Jesus an irgendetwas aus dem Himmel erinnern bzw. wann war er sich bewusst, dass er Gott ist?" Eine ausgezeichnete Frage. Eins ist ganz sicher: Jesus wurde, als er geboren worden war, hatte er kein direktes Bewusstsein. Er ist genauso aufgewachsen als Säugling und Kleinkind, wie auch jeder andere Mensch. Wir alle wissen, dass es irgendwann so in einem bestimmten Stadium der frühkindlichen Entwicklung diesen Moment gibt, wenn man sich selbst bemerkt, wenn man weiß, dass man existiert. Und es hat wahrscheinlich auch für Jesus irgendwo einen Moment gegeben, dass er sich selbst als Person wahrgenommen hat.

[2:39] Es hat dann sehr viel später einen Moment gegeben, wo er erkannt hat, dass sein Vater tatsächlich der himmlische Vater, Gott selbst ist. Und das lesen wir in Lukas Kapitel 2 und dort in den Versen auf den Fersen 41, wird berichtet, wie er mit zwölf Jahren zum ersten Mal im Tempel in Jerusalem gewesen ist und dort die Zeremonien beobachtet hat. Wir werden darüber noch ein bisschen in den kommenden Abenden sprechen, das ein bisschen noch vertiefen. Und als er dort mit den Rabbis spricht und ihnen intelligente Fragen stellt, da beginnt es in seinem Kopf zu dämmern, dass all die Prophezeiungen des Alten Testaments – ja, das Thema, was Sie heute Abend auch gemeinsam besprechen werden – auf ihn hinweisen.

[3:33] Und in Lukas 2 und dort in Vers 49, da finden wir dann seine Antwort, als seine Mutter Maria und Josef ihn nach längerer Suche wieder finden im Tempel. Er sagt dort: "Weshalb habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?" Da bemerkt er, dass er der Sohn Gottes ist und hat dann seine Mission für sein Leben erkannt.

[3:59] Er hat dann im Laufe seines Lebens immer wieder auch die Gottheit, die er in die Welt benutzt hat, deswegen auch gewusst, wovon er spricht. Er erkannte die Liebe des Vaters aus eigener Anschauung und dennoch war er gleichzeitig ganz Mensch und hat in den allermeisten Fällen eben auf seine Gottheit, seine Worte nicht benutzt.

[4:22] Und das leitet uns jetzt auch ein bisschen über zur zweiten Frage. Es heißt hier nämlich: Schwächte die Tatsache, dass Jesus wusste, dass er sowieso fix wieder auferstehen würde, nicht sein Sterben beziehungsweise sein Sterben als Liebesakt ab? So schlecht, dass es nicht ab, wenn er eh nichts zu verlieren hatte? Auch eine sehr gute und durchdachte Frage.

[4:43] Es ist jetzt so, dass Jesus tatsächlich wusste, dass er sterben würde und dass er auch auferstehen würde. Das war ihm bekannt, bevor er auf die Erde kam. Aber wie gesagt, als er auf die Erde kam, war er auch ganz Mensch. Er war hungrig oder durstig, er war müde. Und als Mensch hat er nicht immer sich entschieden, auf seine Gottheit zurückzugreifen. Es gibt viele Bibelstellen, die deutlich machen, dass er sich ganz dem Vater hingegeben hat und auf ihm vertraute, nicht aus eigener Kraft sprach und handelte, sondern immer durch die Kraft des Vaters, durch die Kraft, die jedem anderen Menschen auch zur Verfügung steht.

[5:24] Dass Jesus auf die Erde kam und Mensch wurde, war ein echtes Risiko. Denn die Bibel sagt uns, und Jakobus 1, dass Gott nicht versucht werden kann. Aber, und so sagt es der Paulus in Hebräer 4, als Jesus Mensch wurde, ist er tatsächlich versucht gewesen. Wir lesen in Hebräer 4:15: "Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwächen, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde." Und das war keine Selbstverständlichkeit.

[6:00] Man kann nachlesen, Matthäus 4, zum Beispiel bei Lukas 4, wie der Satan ihn versuchte und wie es eine reale Möglichkeit dafür gab, den Sohn Gottes, der Mensch geworden ist, auch tatsächlich zu sündigen und damit den kompletten Erlösungsplan aufs Spiel zu setzen und auch seine eigene Existenz.

[6:17] Insofern war es ein gigantisches Risiko. Ein Risiko, das wir wahrscheinlich als Menschen gar nicht bis ins Letzte so völlig verstehen können. Und wir wissen auch, dass als Jesus die Sünden der Welt trug – wir werden da am morgigen Abend noch ein bisschen mehr darüber zu sagen haben –, dass er, als die Sünden der Welt auf ihm lasteten, er als Mäßig von seinem Vater getrennt, konnte die Gegenwart und die Nähe Gottes nicht mehr spüren.

[6:51] Und deswegen sagt uns die Bibel, dass er am Kreuz ausrief: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Er hatte den Eindruck, dass Gott ihn verlassen hatte in diesem Moment. Konnte er nicht mehr wirklich sicher sein, zumindest was seine was seinen Eindruck betraf, was seine Gefühle betraf, dass seine Umstände betraf, ob er wirklich auferstehen würde. Er konnte sich nur noch an die nackte Verheißung klammern. Das hat er getan.

[7:16] Dann wären wir morgen mehr darüber sagen. Insofern war es nicht einfach nur ein Schauspiel, was er gemacht hat, sondern ein tatsächliches Risiko, das er für dich und für mich eingegangen ist.

[7:28] Ausgezeichnete Fragen, die ihr gestellt habt. Und vielleicht wird es auch in diesem heutigen Abend einige Themen geben, einige Dinge, die wir sagen, die dazu führen, dass man vielleicht die eine oder andere Frage hat. Und dann scheut euch nicht, diese Fragen zu stellen im Live-Chat oder auch per E-Mail. Ihr seht hier auf der Internetseite auch, wo ihr euch dann hinwenden könnt, und wir werden versuchen, all diese Fragen zu beantworten.

[7:49] Diejenigen, die wir hier nicht live beantworten, die werden dann später auch schriftlich, per Mail oder in anderer Form beantwortet werden. Damit wollen wir jetzt uns im heutigen Thema zuwenden. Es soll ja gehen um das Thema "Die Stimme der Propheten – Was das Alte Testament über den Messias ankündigte".

[8:12] Und bevor wir beginnen, würde ich gern, wie wir es jetzt schon zur Gewohnheit uns gemacht haben, mit einem Gebet kurz starten. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir auch heute aus deinem Wort etwas lernen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst und dass wir in unserem Herzen berührt werden und erkennen, dass dieses Wort auch ganz persönlich für uns gemeint ist und dass wir dadurch Jesus besser kennenlernen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[8:53] Ich weiß nicht, wer von uns gerne mal auf Reisen geht. Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten, die man so machen kann. Manche lieben die Natur, manche lieben ferne Länder oder auch berühmte Städte. Im römischen Reich war es durchaus üblich, auch mal andere Provinzen zu besuchen, und überall gab es spektakuläre Dinge zu sehen.

[9:18] Eine der absoluten Top-Sehenswürdigkeiten im gesamten römischen Reich befand sich in der Provinz Judäa, in Jerusalem, in der Hauptstadt dieser eigentlich relativ kleinen Provinzstadt. Ein Gebäude, das die ganze Welt bewunderte: die Rede ist von dem Tempel in Jerusalem. Aus nah und fern kamen die Touristen, um sich dieses massive und unglaublich wunderschöne Gebäude anzuschauen. Es war unter dem König Herodes dem Großen noch einmal sehr vergrößert worden und veredelt worden, und es war der Stolz der ganzen jüdischen Nation.

[10:03] Man war es gewohnt, dass Griechen und Römer und Spanier und Menschen aus Nordafrika kamen, um sich dieses spektakuläre Bauwerk anzuschauen. Eines Tages kamen ebenfalls wieder Touristen nach Jerusalem. Allerdings, und so machte es sehr schnell die Runde, nicht um den Tempel zu begutachten. Sie kamen auch nicht aus einer der Provinzen des römischen Reiches, sondern aus dem fernen Osten, aus der Gegend von Tigris und Euphrat, aus dem alten Kulturland Babylon kamen intelligente Menschen, sogenannte Weise, Gelehrte, die eine spektakuläre Frage hatten, eine Botschaft, die, wenn es damals schon in Israel WhatsApp und Instagram gegeben hätte oder Twitter, sich viral verbreitet hätte.

[11:03] Diesel Gelehrten aus dem Osten behaupteten: "Ein neuer König ist geboren worden." Das heißt, hier in Matthäus 2 und dort Vers 2, die sprachen: "Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland, das heißt im Osten, gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten."

[11:26] Die ganze Stadt ist Muster, wie ausgeprägt ein neuer König. Wir haben ja schon am ersten Abend gehört, dass der Name "Corona" gut bekannt war in Judäa und im ganzen römischen Reich, damals nicht als Wort für einen Virus, sondern als lateinisches Wort für die Krone. Und die Krone trugen damals die römischen Cäsaren, die Kaiser. Und sie, es gab gerade im Osten eine Reihe von sogenannten Klientelkönigen, Königinnen, die von Roms Gnaden herrschen durften. Und unter ihnen war auch der besagte Herodes.

[12:03] Aber Herodes der Große war gar kein Israeli, der war gar kein Jude, sondern er kam aus dem Gebiet der ehemaligen Idumäa. Er war ein Idol mehr. Er herrschte nur deswegen dort in Jerusalem, weil die Römer ihn dort eingesetzt hatten und trotz des Widerstandes der Bevölkerung ihn dort aufrecht erhielten. Kein Wunder, dass als in ganz Jerusalem es überall verbreitet wurde, dieses Gerücht: "Ein König ist geboren worden", dass Herodes sehr, sehr eifersüchtig wurde.

[12:39] Herodes hatte keinerlei Skrupel, hatte einige seiner eigenen Söhne umbringen lassen, weil er Angst hatte, dass sie ihm den Thron streitig machen würden. Und so wollte er auch an diesem König ein Exempel statuieren. Aber er wusste gar nicht, wo dieser König eigentlich ist, denn auch die Weisen, die Gelehrten aus dem Osten, hatten nur Hinweise darauf, dass dieser König geboren worden ist. Wo, das hatten sie, hatten sie keine Ahnung.

[13:03] Und so überlegte Herodes, wie man es herausfinden könnte. Und er wusste, dass im Volk schon die Erwartung war, dass jemand kommen würde, der diese Krone tragen würde, die Krone, dass ein König sich angekündigt hatte in den alten Schriften. Und so ließ er all die Experten holen, die er kannte, die sogenannten Schriftgelehrten, die sich auskannten mit den alten Zeugnissen der Propheten, den Schriften der Thora und der Propheten, das, was wir heute das Alte Testament nennen.

[13:34] Und diese Schriftgelehrten kamen und sollten jetzt ihm sagen, wo gemäß der alten Prophezeiungen der König der Israeliten, der König der Juden geboren werden sollte. Was, weil ich habe sie keine große Lust, diesem heidnischen König eine entsprechende Antwort zu geben. Aber sie wussten es ganz genau, denn diese Schriftgelehrten waren wirklich hochkarätige Theologen. Sie kannten das Alte Testament, sie kannten den Tanach buchstäblich größtenteils auswendig. Sie wussten sehr genau, was die richtige Antwort auf diese Frage war.

[14:13] Hier ist ihre Antwort: "In Micha 5,12 erfanden sie die entsprechende Stelle: 'Und du, Bethlehem-Ephrata, bist zwar gering unter den Hauptorten von Juda, aber aus dir soll mir hervorkommen, der Herrscher über Israel werden soll, dessen Hervorgehen von Anfang, von den Tagen der Ewigkeit her gewesen ist.'" Hier war eine eindeutige Aussage: In Bethlehem sollte der künftige Herrscher über Israel geboren werden, und zwar derjenige, der seit Ewigkeiten existiert.

[14:45] Wir haben ja schon gestern ein bisschen über diesen Jesus gesprochen, der Gott ist und der Mensch geworden ist. Wir waren also Menschen, die die Bibel, die die Prophetie genau kannten, und als suchende Menschen aus dem Ausland, die von der Bibel keine Ahnung hatten, wissen wollten, wo ist denn dieser Messias, konnten sie mit präziser Antwort die richtige Wahrheit, die Wahrheit aus der biblischen Prophetie sagen.

[15:15] Es gab nur ein Problem. Diese Schriftgelehrten, die sich so wunderbar auskannten in der Prophetie und die Wahrheit, die Wahrheit für ihre Zeit kannten, gingen nicht nach Bethlehem. Sie wussten die richtige Antwort, aber gingen selbst nicht hin. Wie viele Menschen kennen sich vielleicht heute sogar relativ gut mit der Bibel aus, haben einiges darüber gehört und kennen vielleicht sogar wahre Aussagen der Bibel und glauben, dass diese wahr sind, aber gehen nie persönlich in ihrem eigenen Leben zu Jesus, um ihn kennenzulernen.

[15:56] Dort lag Jesus in Bethlehem in einer Futterkrippe, und das erinnert uns an unser Thema gestern. Wir haben gesehen, dass dieser Gott sich äußerst bescheiden offenbarte, in einem brennenden Dornbusch. Er lag dort in einer Futterkrippe, um zu zeigen, welchen Charakter dieser König haben würde.

[16:22] Die Israeliten, die Schriftgelehrten in Judäa, sie kannten das Wort, aber sie machten keine Verbindung zu einem persönlichen Glauben zu Jesus. Jesus hat diese Idee später aufgegriffen. Er sagt ihnen, als er einmal erwachsen vor ihnen stand: "Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben, und sie sind es also, die Schriften der Propheten, die von mir Zeugnis geben, und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen."

[16:56] Jesus sagte hier ganz emphatisch, dass die Schriften des Alten Testaments, die auch heute von vielen Christen irgendwie als zweitrangig behandelt werden, manchmal, regelrecht vernachlässigt werden, dass es diese Schriften des Alten Testaments sind, die von Jesus zeugen. Und wenn man sie beachtet und wirklich glaubt, dass man dann zu Jesus kommt.

[17:18] Was sagen diese Schriften des Alten Testaments? Was meinte Jesus, als er sagte: "Sie sind es, die von mir Zeugnis geben"? Und heute Abend können wir nur wie im Vogelflug, aus der Vogelperspektive, so ein paar Highlights herausgreifen. Die Zeit würde nicht reichen, nicht eine ganze Woche an Vorträgen würde reichen, um all die verschiedenen Hinweise und Prophezeiungen im Alten Testament wirklich darzustellen, die alle auf diesen einen, auf Jesus hinweisen würden.

[17:47] Gestern haben wir gesehen, dass schon ganz am Anfang, auf den ersten Seiten der Bibel, just in dem Moment, als die Sünde, der Virus der Sünde in die Welt kam, dass dort schon auf den kommenden Messias, auf den Erlöser aufmerksam gemacht wurde. In der ersten Prophezeiung, die nicht irgendwelche Daten an irgendwelche nebensächlichen Fakten zum Inhalt hatten, ein, die um Jesus selbst kreist.

[18:11] Wir haben ja gestern gelesen, wie Jesus selbst in den Garten kam und uns vorher sagte: "Ich will Freundschaft setzen zwischen dir und der Frau, sich in deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen." Seit den ersten Seiten der Bibel ist das Evangelium, die gute Nachricht, dass Gott uns retten möchte von der Sünde, das Fundament aller Prophetie, aller prophetischen Aussagen.

[18:41] Jahrhunderte später, nach der Sintflut, in einem Land, in dem gerade die Kultur wieder am Aufblühen war, im alten Land der Sumerer, an einer ihrer großen Königsstädte in Ur, gab es einen Mann, der noch an diese Verheißung glaubte, als die ganze Welt wieder im Götzendienst versank. Und diesen Mann berief Gott aus Ur heraus, um diesen Gedanken der Welt mitzuteilen.

[19:09] Dort in Ur glaubten die Menschen, dass man irgendwie sich Gott nähern könnte, indem man große Türme baute, die sogenannten Zikkurate, mit großen Stufentürmen, wo man glaubte, irgendwie dem Himmel näher zu kommen. Das Ganze basiert natürlich auf dem allerersten Versuch in Babel, einen Turm zu bauen, der bis zum Himmel ging. Oder aus dieser Kultur rief Gott den Abraham, oder erst Abrams, später wurde aber natürlich genannt, heraus und sagt in 1. Mose 12, Verse 2 und 3: "Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und einen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen. Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde."

[19:52] Von Anfang an wollte Gott nicht einfach nur ein spezielles Volk für sich haben. Nein, er wollte durch dieses Volk einen Segen für die ganze Menschheit geben. Und so lebte dieser Abram in der Ferne, in der Fremde, in einem Land, das er nicht kannte, in Kanaan, als ein Nomade in Zelten, obwohl schon längst die meisten Menschen in Häusern wohnten.

[20:18] Oder gab dieses Verheißung an seine nächsten Generationen weiter. Er selbst glaubt felsenfest, dass was Gott versprochen hatte, er auch tun würde. Er glaubte an die alte Prophezeiung, die besagte, dass Gott Erlösung schenken würde.

[20:42] Die Bibel sagt uns: "Und Abraham glaubte dem Herrn, und das rechnet er ihm als Gerechtigkeit an." Abram machte Erfahrungen mit diesem Gott, vor allem auch deswegen, weil er dem Wort Gottes, das ist damals noch nicht schriftlich gab, sondern mündlich übermittelt worden war, und er auch selbst Gottes Stimme mehrmals gehört hat.

[21:02] Weil er diesem Wort glaubte, und diesen Glauben gab er, wie gesagt, den nächsten Generationen weiter. Sein Sohn Isaak zum Beispiel empfing dann dieselbe Verheißung. Wir lesen in 1. Mose 26: "Sei ein Fremdling in diesem Land, und ich will mit dir sein und dich segnen, denn dir und deinem Samen will ich alle diese Länder geben und will den Eid bestätigen, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe. Und ich will deinen Samen mehren wie die Sterne des Himmels, und ich will deinen Samen das ganze Land geben, und in deinem Samen sollen gesegnet werden alle Völker."

[21:31] Gott wollte die ganze Menschheit mit seinem Evangelium erreichen, und dazu berief er den Abraham und den Isaak und dann auch dessen Sohn Jakob, der ebenfalls dieselbe Verheißung erhielt.

[21:48] Und zwar unter ganz besonderen Umständen. Er hatte gerade seinen blinden Vater Isaak betrogen, hatte gegen seinen Bruder, damit auch gesündigt. Die ganzen Details kann man selbst nachlesen, 1. Mose 27. Eine bittere Familientragödie spielte sich dort ab, mitten in dieser Familie der Verheißung. Und als er dann fliehen muss, weil sein Bruder ihn umbringen möchte, und er verlassen von Freunden und Familie, des Nachts nichts mehr hat als einen Stein, auf dem er leben kann.

[22:24] Das heißt, 1. Mose 28, Vers 11: "Und er kam an einen Ort, wo er über Nacht blieb. Die Sonne war untergegangen, und der..."

[22:28] Die Sonne war untergegangen und der Name von den Steinen jedes Orts und legte sie unter sein Haupt und legte sich an dem Ort schlafen. Als er nichts mehr hatte, als er den Eindruck hatte, dass er von Gott selbst verlassen worden ist, also den Eindruck hatte, dass seine Sünde ihn von Gott getrennt hat und es kein Zurück mehr geben könnte, offenbarte sich ihm dieser Gott, der schon zu Adam gekommen war und gesagt hatte: "Wo bist du?" und dem Adam die gute Nachricht gegeben hatte, dass es Hoffnung gibt für jeden, der das glaubt.

[23:06] Im Traum in jener Nacht sah dieser Jakob ein Bild. Das heißt in 1. Mose 28, 4-12: Und er hatte einen Traum und sah eine Leiter, die war auf die Erde gestellt, die reichte mit der Spitze bis an den Himmel. Und siehe, aufgestiegen die Engel Gottes auf und nieder. Ein simples Bild, aber genau das, was er in seiner tiefsten Not brauchte. Da gab es eine Verbindung vom Himmel direkt zu ihm. Diese Leiter, die war nicht in weiter Entfernung. Musst du dich erst 100 Meter laufen, diese Leiter zu erreichen? Nein, der Himmel verband sich direkt mit ihm.

[23:51] Lieber Freund, liebe Freundin, vielleicht bist du gerade in einer Situation, wo du dich ganz alleine fühlst, wo du denkst, du bist verlassen und niemand kümmert sich um dich. Vielleicht denkst du, dass der Himmel selbst dich verlassen hat, weil du zu schlecht bist. Wisse, dass Gott eine Verbindung zu dir schafft und zwar genau dorthin, wo du gerade liegst in deiner Verzweiflung, in deiner Not, in deiner Sünde. Die Leiter geht direkt zu dir, dorthin, wo du gerade bist, wo du gerade liegst. Dort beginnt die Leiter und sie führt bis in den Himmel.

[24:30] Im Hebräischen stehen ja eigentlich Worte, die man auch übersetzen könnte: Stufen. Man muss also gar nicht unbedingt eine Leiter denken, wie wir so Leitern aufstellen. Das könnte auch eine Art Stufenturm gemeint sein, so wie die alten Babylonier uns so mehrere Stufentürme gebaut hatten, etwas, was ich ja dann auch in Ägypten und auch später in Amerika durch Gesetze, diese Pyramide. Aber im Gegensatz zu den menschlichen Stufentürmen, die zweimal Richtung Himmel zeigen, aber nie mehr als ein paar Meter über den Erdboden kommen, gegen diese Stufenleiter bis in den Himmel.

[25:05] Genau das, was der Götzendiener erreichen konnte, das hat Gott hier versprochen. Ich will mich mit dir verbinden, ich kann dich zurückführen. Und so erhält auch Jakob in diesem Moment genau dieselbe Fassung. Und in dir und in deinem Samen sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde. Nicht, weil er klüger war als die anderen, nicht mal besser war oder gebildet, nein, weil er diesen Gott kannte aus eigener Erfahrung, weil dieser Gott sich ihm offenbart hatte, weil er diesem Gott glaubte. Diesen Glauben weiterzugeben, sollte ein Segen für alle Völker werden.

[25:45] Als dieser Jakob jahrzehnte später alt und gebrechlich, kurz vor seinem Tod, seine zahlreichen Kinder in verschiedenen Situationen zusammenbrachte, um sie dort in Ägypten zu segnen, finden wir folgende Aussage: Er sagt, und er segnete Josef, ansprach der Gott, vor dessen Angesicht meine Väter Abraham und Isaak gewandelt haben, der Gott, der mich behütet hat, seitdem ich bin, bis zu diesem Tag. Was war ein Zeugnis! Er war schon weit über 100 Jahre alt und er konnte sagen: Gott hat mich jeden Tag behütet.

[26:18] Und dann heißt es hier weiter: Der Gott, der mich behütet hat, seitdem ich bin, bis zu diesem Tag, der Engel, denn ich erlöst hat aus allen bösen. Das erinnert uns an das, was wir gestern studiert haben: Der Engel des Herrn. Ein Begriff Michael für den Sohn Gottes, der nicht nur sich hatte ankündigen lassen, dass er irgendwann mal kommen würde, sondern der jetzt schon mit jedem einzelnen Gläubigen in diesen Epochen der Weltgeschichte, mit jedem einzelnen ging und ihnen half und sie erlöste von allem Bösen.

[26:56] Ja, der Jakob lebte mit diesem Sohn Gottes, genauso wie später Petrus und Johannes. Und wenn jemand schon Jahrhunderte vor dem Kommen Jesu mit Jesus leben kann aufgrund der Verheißung des Wortes Gottes, dann kann auch heute jemand, Jahrhunderte nach dem Kommen Jesu, mit Jesus leben aufgrund der Prophezeiungen, die sich erfüllt haben.

[27:25] Einige Zeit später oder im selben Zeitraum, 1. Mose 49, ein Kapitel später lesen wir, wie dieser Jakob dann die Vorhersage macht: Es wird das Zepter nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der Schilo kommt. Werden die Völker gehorsam sein. Aus dem Stamm Juda würde er kommen, der Schilo, der die Ruhe bringt. Und er würde wiederum für alle Völker einen Segen sein, und alle Völker würden ihm gehorsam sein.

[27:54] Ein interessanter neuer Aspekt. Er war es ja, der sich dann im brennenden Dornbusch offenbarte. Und wir werden heute hier nicht viel darüber sagen, was sich dann in dieser Zeit von Mose ereignet hat. Dazu werden wir besonders morgen und übermorgen sehr wichtige und spannende Themen haben und werden genau schauen, was wir dort noch an neuen Aspekten kennenlernen können über diesen Erlösungsplan, über Jesus. Aber das Positive, wenn das heute beiseite lassen, weil wir morgen mit anderen Themen uns damit noch beschäftigen werden.

[28:22] Aber in dieser Zeit der Wüstenwanderung, auf dem Weg ins Gelobte Land, gab es eine dieser großen Prophezeiungen, die die Weisen jetzt in ... hochgenommen hatten, nämlich 4. Mose 21, Vers 7. Als der Bileam, der aus jener Gegend kam, aus dem Osten jenseits vom Euphrat, auf einem Berg folgendes sah: "Ich sehe ihn, aber jetzt noch nicht. Ich schaue ihn, aber noch nicht in der Nähe. In ferner Zukunft zwar eher jemanden. Ein Stern tritt hervor aus Jakob und ein Set erhebt sich aus Israel. Ein König hat ein Zepter." Ein Stern würde darauf hinweisen.

[29:00] Und als die Weisen Jahrhunderte später, just in dieser Gegend im Nahen Osten, diesen Stern sahen und diese Prophezeiungen kannten von diesem Bileam, der aus ihrer Gegend kam, da wussten sie, dass der König der Juden geboren worden war.

[29:18] Mose selbst hat am Ende seines Lebens vorhergesagt, dass jemand kommen würde, der die Erfüllung all dieser Prophezeiungen sein würde. "Einen Propheten wie mich", sagt er, "wird dir der Herr, dein Gott, erwecken aus seiner Mitte, aus deinen Brüdern. Auf ihn sollst du hören." Ganz so, wie das von dem Herrn, deinem Gott, am Horeb erbeten hast.

[29:38] Wenn du dich fragst, über Freund oder Freundin, was hat das auf Sicht dieses ganz so, wie du es von dem Herrn, deinem Gott, am Horeb ... dann verpasst unter keinen Umständen den Donnerstagabend. Dann werden wir sehr genau und sehr interessante Dinge herausfinden, dass er genau diese Geschichte uns anschauen, ob die sich der Mose hier bezieht. Aber eins ist sicher: Dieser kommende Messias sollte ein Prophet sein.

[29:58] Er sollte die Worte Gottes sagen. Das heißt hier: "Ich will einen Propheten wie du es bist, aus der Mitte, ich will ihnen einen Propheten wie du es bist, aus der Mitte ihrer Brüder erwecken und meine Worte in seinen Mund legen." Er war vorhergesagt aufgrund des Wortes Gottes und er würde mit dem Wort Gottes in völliger Übereinstimmung sein.

[30:23] Ein wichtiger Punkt, den ich heute Abend sehr betonen möchte. Es gibt viele Christen, die an einen Jesus glauben, der irgendwie abgekoppelt ist von der Bibel und insbesondere vom Alten Testament. Aber der Jesus, der uns in der Bibel entgegentritt, ist der, der auf der Grundlage des Testamentes gewirkt und gesprochen hat. Und der das Wort Gottes, das zu seiner Zeit das Alte Testament, in seinem Mund gehabt hat.

[30:54] Interessant ist, als Mose diese Vorhersage liegt, dass es einen Propheten geben wird wie ihn, dann schließt später das Buch 5. Mose. Und vermutlich ein späterer Schreiber fügt dann hinzu: "Es stand aber in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, den der Herr kannte von Angesicht zu Angesicht." Gab noch viele Propheten: Jeremia und Jesaja, Hesekiel, Daniel, Elia, Elisa, viele von ihnen. Aber keine, was so wie Mose. Keiner kannte den Herrn von Angesicht zu Angesicht.

[31:30] Wir lesen weiter in Vers 11: "In all den Zeichen und Wundern, zu denen der Herr ihn gesandt hatte, das, was sie im Land Ägypten tun sollte, an dem Pharao und an allen seinen Knechten und an allen seinen ganzen Land." Und in all den gewaltigen Handlungen, all den großen, furchtgebietenden Taten, die Mose verbrachte vor den Augen von ganz Israel. Diese Erfahrung des Auszugs aus Ägypten werden morgen und am übernächsten Abend mehr darüber sprechen.

[31:53] Die machte diesen Mose so ganz besonders, ein Typus, ein Bild auf den kommenden Erlöser. Wieder springen wir etliche Jahrhunderte nach vorne. 400 Jahre später gibt es einen Mann, der in Jerusalem jetzt als König regiert, und er ist weltbekannt. Sein Name ist David.

[32:16] Er hat aus eigener Erfahrung erlebt, wie dieser Gott ihm hilft und ihn aus aller Not befreit. Er konnte sagen: "Der Herr ist mein Fels." Für ihn waren die Worte: "Der ist der damals schon existierenden Schrift des Alten Testamentes nicht nur leere Worte." Er wusste ganz genau aus eigener Erfahrung: Dieser Gott rettet.

[32:37] Und als er so von allen seinen Feinden errettet war und Frieden hatte und sein Reich blühte und prosperierte, da hat er den Wunsch. Er wollte etwas zurückgeben. Das Heiligtum Gottes. Wir werden noch mehr am Donnerstag darüber erfahren. War immer noch ein Feld, und er wollte einen richtigen, so lieben Bau realisieren. Da wollte einen Tempel bauen. Er wollte diesen Gott ein Haus bauen.

[33:02] Schlug diese Idee dem Nathan vor, der war erst ganz angetan. Aber hier dann folgenden Hinweis von Gott: "Wenn deine Tage erfüllt sind und du bei deinen Vätern bist, so will ich deinen Samen nach dir erwecken, der aus deinem Leib kommen wird, und ich werde sein Königreich befestigen. Der wird meinem Namen ein Haus bauen, und ich werde den Thron seines Königreichs auf ewig befestigen."

[33:34] Gott sagt: "Du willst du den Hausbau? Ich werde dir ein Haus bauen. Ich werde einen Nachkommen von dir erwecken, der wird das Haus bauen, was du möchtest. Aber mehr noch: Sein Thron wird auf ewig bestehen. Sein Königreich wird nicht aufhören."

[33:51] Nun, wer sich ein bisschen der Bibel auskennt, weiß, dass der direkte Sohn, der Nachfolger von David, Salomo, gelesen ist. Und er baut doch tatsächlich den Tempel. Aber Salomo war nicht die eigentliche Erfüllung dieser Vorhersage.

[34:06] Das heißt hier: "Sondern dein Haus und ein Königreich sollen ewig Bestand haben von deinem Angesicht. Dein Thron soll auf ewig feststehen."

[34:14] Seit den Tagen Davids war klar, dass der Kommende nicht nur Ruhe bringen würde, und nicht nur Segen, und nicht nur die Worte Gottes als ein Prophet. Nein, er würde als König herrschen. Und das hat vielen Israel elektrisiert.

[34:32] Ein König, der auf Ewigkeit herrschen würde. Noch zur Zeit von Jesus war das das beherrschende Thema: Der kommende Erlöser wird ein König sein. Er wird die Krone, die Krone tragen. Aber hätte man genau hingehört, was die Propheten im Laufe der Jahre sagten, hätte man feststellen können, dass diese Propheten auch sehr genau ausdrückten, was für eine Art von König er sein würde.

[35:02] Zum Beispiel Jeremia 23, 5: "Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken." Jeremia war viele Generationen nach David und Salomo. Damit wird deutlich, dass Salomo nicht die eigentliche Erfüllung dieser Prophezeiung an David gewesen war.

[35:21] Dieser gerechte Spross Davids, der würde noch kommen. In der Zeit, in den Tagen Jeremias, der wird als König regieren und weise handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden. Der kommende König würde auf der ganzen Welt Gerechtigkeit bringen und das Recht, das Gesetz Gottes präsentieren.

[35:43] Und deswegen wurde sein Name sein. "In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen. Er wird die Rettung bringen." Und das ist der Name, den man ihm geben wird: "Der Herr ist unsere Gerechtigkeit."

[35:59] Keiner der Könige Israels oder Judas hat jemals diesen Königstitel getragen. In den Zeiten des Alten Testamentes. Auch hier war eine Prophezeiung, die auf den eigentlichen Messias hinwies, der unsere Gerechtigkeit sein würde.

[36:16] Die Familie war nicht der einzige, der von diesem kommenden König sprach und deutlich machen wollte, dass es sich dabei nicht um einen politischen König handelt, der einfach nur die Grenzen ein bisschen nach Norden oder Süden oder Osten erweitert oder einfach ein paar Feinde militärisch besiegt.

[36:30] Jesaja sprach schon einige Zeit vor Jeremia von diesem König. Er sagt: "Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter." Und dann nennen seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, ewiger Vater, Fürst.

[36:50] Das sind nicht die Namen, die man einem gewöhnlichen sterblichen Menschen gibt. Hier deutet Jesaja an, und es war kaum richtig verstanden worden, dass Gott selbst als König herrschen würde in seinem Volk. Der kommende König würde Gott selbst sein.

[37:07] Gestern aber gesprochen, wie Jesus sehr deutlich gesagt hat gegenüber seinen Zeitgenossen: "Ich bin", und Abraham war bin ich. Und sein Königreich würde nicht einfach nur ein zeitliches Königreich sein, das war eine gewisse Zeit dieser Weltgeschichte, ein bisschen Dominanz ausüben.

[37:24] "In 46 heißt es: Die Mehrung, das heißt das immer größer werden der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids." Diese Herrschaft würde wachsen und wachsen und wachsen und wachsen und wachsen bis in alle Ewigkeit. Das erst gründet und festigt mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.

[37:50] Ein Königreich, das nicht auf militärischer Stärke basiert oder auf der Klugheit eines Kommandeurs, sondern das auf dem Recht selbst, auf dem Gesetz Gottes, auf seiner Gerechtigkeit basiert. Das kündigte sie an.

[38:03] Interessant ist, wenn wir diesen Vers doch mal genauer anschauen in dieser 9. Und dort fest steht hier am Anfang dieses Wort "denn". Und immer, wenn ein Bibelvers mit "denn" beginnt, lohnt es sich mal etwas vorher zu schauen, denn das hier ist die Begründung für etwas, das er vorsteht.

[38:22] Und nur wenige Verse vorher lesen wir in Vers 1 und 2: "Das Volk, das in Finsternis wandelt, hat ein großes Licht gesehen. Über den Bewohnern des Landes des Todesschattens ist ein Licht aufgeleuchtet. Du hast das Volk vermehrt, was seine Freude groß gemacht. Sie werden sich vor dir freuen, wie man sich in der Ernte freut, wie die Sieger jubeln, wenn sie Beute verteilen, wenn also der Kampf gewonnen ist." Warum, wenn sie sich freuen?

[38:45] Und jetzt können wir gedanklich mitdenken, denn "ein Kind ist uns geworden". Also fasst gerade gelesen, Inflation von 6, weil dieser König geboren werden würde, würde ein Licht in der Finsternis strahlen.

[38:59] Daraus interessant ist direkt im Vers davor. Und dazu muss man wissen, dass die Kapitel-Einteilungen erst viele, viele Jahrhunderte später gemacht worden sind, als eine Art der praktische Hilfe. Ist ganz wunderbar, man findet sich schneller lieblich zurecht, aber sie stammen nicht von den originalen Schreibern direkt.

[39:14] Hier, Jesaja 9, Vers 1 und 2, finden wir auch ganz genau beschrieben, wo dieses Land des Todesschattens ist. In dieser 8, Vers 23 heißt es doch: "Bleibt nicht im Dunkeln, das Land, das bedrängt ist, wie er in der ersten Zeit das Land zu ... und das Land Naftali gering machte, so wird er in der letzten Zeit den Weg am See zu ehren bringen, jenseits des Jordan, das Gebiet der Heiden."

[39:40] Das klingt vielleicht nicht ganz so fort, wenn man sich mit der Geografie nicht so gut auskennt. Ganz schlüssig, aber das ist spektakulär. Denn wir können aufgrund der Angaben im Alten Testament das Land Sebulon und Naftali lokalisieren. Der Weg am See war ein bekannter Handelsweg, eine Handelsroute, die Ägypten mit Damaskus verband. Eine Wirtschafts-Hauptschlagader, die mitten an einem See vorbei ging, den man im Alten Testament den See Genezareth nannte, weil er auf der Karte so ein bisschen aussieht wie eine Harfe. Und Kenneret ist hebräisch für Harfe.

[40:17] Dieses Gebiet der Heiden gelegen hatte, wurde später im Sprachgebrauch des Neuen Testamentes Galiläa genannt. Die Gegend am See Genezareth. Jahrhunderte vor dem Auftreten Jesu wurde vorhergesagt, dass genau dort, in dieser Gegend, wo sich Juden und Heiden mischten, wo schon sehr früh das Volk Israel die militärische Kontrolle verlor im Alten Testament, dass genau dort der Messias auflaufen würde. Der König nicht direkt in Jerusalem seine größte Wirkung entfalten würde, zunächst einmal, sondern in Galiläa.

[40:59] Jesaja war es aber auch, der den Menschen deutlich machen wollte, dass dieser König anders war, als sie erwartet von ihm. Heißt es denn Jesaja 53: "Er wuchs aus vor ihm wie ein Schützling, wie ein Wurzelspross aus dem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Wir sagen aber: Sein Anblick gefiel uns nicht."

[41:24] Da gab es diese Prophezeiung, die die Menschen stolz machen: Ein König würde kommen und er würde das Land zu erfreuen, und man würde jubeln, dass das war ganz toll. Aber dann gab es diese Prophezeiung, die unangenehm waren, die darauf hindeuteten, dass man ihn gar nicht erkennen würde, dass man ihn verachten würde, wie es hier in Vers 3 heißt: "Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und Mitleiden vertraut die einer, von dem man das Angesicht verbirgt. So verachtet war er, und wir achteten ihn nicht."

[41:52] Schon die Stimmen der Propheten im Alten Testament kündigten an: Dieser Prophet, dieser feste, dieser kommende Prophet, dieser Messias, dieser König würde gar nicht erkannt werden von vielen.

[42:08] Weiter heißt es in Vers 4 und 5: "Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen, unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir behielten ihn für bestraft von Gott, geschlagen und nieder gebeugt. Doch er wurde um unsere Übertretung willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden."

[42:30] Die Rettung und die Erlösung, die sich alle wünschten, sollte keine Erlösung nur von irdischen Feinden sein, von äußerlichen Problemen, sondern eine Erlösung von der Missetat, eine Erlösung von der Sünde. Die Krone dieser König tragen würde, würde die Dornenkrone sein.

[42:53] Aber wie so oft, so wie es auch heute ist, man las vor allem das, was einem gefiel. Ein Phänomen, das ist nicht nur zur Zeit des Alten und Neuen Testamentes gab. Auch heute kann man feststellen, dass viele Menschen, die die Bibel gerne lesen, solange die Bibelverse das bestätigen, was man ohnehin schon glaubte und wusste. Aber wenn dann Bibelverse etwas sagen, was der eigenen Meinung widerspricht, wenn die gefährdet das eigene Leben, den eigenen Lebensstil kritisch hinterfragen, dann werden die Bibelverse oft gerne zugeschlagen oder als uninspiriert abgetan oder als nicht mehr gültig.

[43:27] Dieses Problem führte dazu, dass die Menschen zur Zeit Jesu ihren Erlöser nicht erkannten, weil er anders kam, als sie dachten.

[43:39] Vielleicht gibt es heute viele Menschen, die inmitten dieser Krise, auch gerade dieser Corona-Krise, irgendwie sich Hilfe erhoffen von Gott und sich einige...

[43:46] Hilfe erhoffen von Gott und sich einige Verse so nehmen, die vielleicht ihrer Meinung gut passen. Aber dieses verpasst auch diese Verse anzunehmen und diese biblischen Wahrheiten anzunehmen, die sie vielleicht kritisieren und den Finger auf die Wunde legen. Aber genau das ist notwendig, damit wir auch Jesus wirklich erkennen, den wahren Jesus, den Jesus, der der Bibel entspricht.

[44:14] Wir alle gehen in die Irre, sagt Jesaja 53, wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg. Aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn. Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf. Und deswegen sagt Jesaja, dass dieser Gesalbte nicht einfach ein militärischer Führer sein würde. Er würde eine gute Botschaft verkündigen. Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir. Es ist die Sprache des gesamten.

[44:37] Schon die alten Richter, noch bevor es Könige gab, waren immer vom Geist gesagt, um Feinde zu besiegen. Aber den Feind, den dieser Gesalbte besiegen würde, wäre die Sünde. Weil der Herr mich gesandt hat, den Armen die Botschaft zu verkündigen. Natürlich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, um zu verkünden, dass angenehme Jahr des Herrn.

[45:01] Jesus hat damals gute Botschaften geprägt und wir am ersten Abend gesehen haben, Jesus möchte auch heute inmitten dieser Krise und den Krisen der Welt, inmitten dieser Zeit, in der überall die Welt Kopf zu stehen scheint, er möchte uns gute Nachrichten geben. Viele Menschen haben damals diese guten Nachrichten verpasst, weil sie so sehr auf die Probleme schauten, die die Römer mit sich brachten, dass sie verpassten, die Stimme der Propheten auf ihr eigenes Leben anzuwenden und zu sehen, dass Jesus genau die Erfüllung dieser Prophezeiung war.

[45:48] Wenn wir in dieser Krise die Orientierung nicht verlieren wollen, müssen wir unseren Kopf in dieses Buch stecken und lesen und annehmen, was es uns sagt, vom Geist geführt, jedem Wort glauben. Es war auch Jesaja, der dieses spektakuläre Zeichen ankündigte: "Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird ihm den Namen Immanuel geben." Immanuel heißt: "Mit uns ist Gott."

[46:21] Nano ist mit uns und El ist Gott. Hier würde ein Kind geboren werden, dessen Vater buchstäblich Gott sein würde, denn er selbst war der Sohn Gottes, der Mensch werden würde. All das prophezeiten die Israeliten schon vor dem berühmten babylonischen Exil, von dem wir morgen noch ein bisschen mehr hören werden. Als das Exil vorbei war, weil sie zurückkehrten, die Trümmer wieder aufbauten und sie sich entschieden, nie wieder etwas mit Götzendienst und anderen Völkern zu tun haben zu wollen, entwickelte sich leider eine Tendenz, dass man glaubte, der Messias würde allein für das Volk Israel kommen. So eine etwas nationalistisch gefärbte Interpretation der Prophezeiung machte sich breit.

[47:05] Und doch gab es gerade dann wieder Propheten, die darauf hinwiesen, dass der Messias nicht für eine Nation, nicht für eine Rasse, vor einem Stamm oder ein Volk kommen würde. Nein, für die ganze Menschheit. Haggai 2, 4, 7 sagt: "Und ich werde auch alle Heidenvölker erschüttern, und das Ersehnte aller Heidenvölker wird kommen, und ich werde dieses Haus – gemeint ist der Tempel – mit Herrlichkeit erfüllen, spricht der Herr der Herrscher." Der zweite Tempel, der gebaut worden ist nach dem babylonischen Exil, war nicht so groß und schön wie der erste. Zunächst sagte Gott: "Ich werde ihn füllen mit meiner Herrlichkeit."

[47:37] So auch ein anderer Prophet jener Zeit, Maleachi, Kapitel 3, Vers 1: "Siehe, ich sende meinen Boten, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und plötzlich wird zu seinem Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, seit den Tagen von Adam bis zu dem letzten Propheten des Alten Testaments."

[48:00] Da reihen sich die Verheißungen auf: den kommenden Erlöser, den kommenden König, den kommenden Ruhe Bringer, wie Perlen auf einer Schnur. Und dann gab es einige Jahrhunderte des Schweigens. Keine neuen Propheten standen mehr auf. Aber das Alte Testament hatte Verheißungen in Fülle, die sprachen die gesamte Zeit zu jedem, der im Glauben darauf vertraute.

[48:26] Da war Psalm 40, 8, recht, weil das heißt: "Ich sehe, ich komme in der Buchrolle steht von mir beschrieben als der Sohn Gottes." Dann endlich, tatsächlich buchstäblich, buchstäblich ein Mensch wurde, ein Embryo, ein Zellhaufen, der sich abhängig machte von der Nabelschnur einer einfachen Frau. Dann war das tatsächlich buchstäblich die Erfüllung der Stimme der Propheten.

[48:59] Als er dort in der Krippe lag in Bethlehem, war das die buchstäbliche Erfüllung der Propheten. Als er dann beschritten worden ist und zum Tempel gebracht wurde, so etwa 40 Tagen, um dort dem Herrn als Erstgeborener der Maria geweiht zu werden, dann erfüllte sich die Prophezeiung, dass die Herrlichkeit des Herrn sich im Tempel offenbaren würde.

[49:27] Lukas 2, Vers 22 sagt: "Als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses vollendet waren, brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen." Da muss es einen Priester gegeben haben, der die Aufgabe hatte, immer die Neugeborenen dem Herrn zu weihen. Das bedeutet, man nahm das neugeborene Kind, hielt es im Tempelhof zu Gott, gab es den Eltern wieder zurück und schrieb den Namen des Kindes.

[49:55] Da wurde ja dieser Priester keine Ahnung gehabt, wenn er dort in den Händen hielt, der Erlöser der Welt war in seinen Händen, aber er erfüllte nur seine Pflicht aus und sah nichts Besonderes. Wer möchte keine Lukas 2 nachlesen, wie dann doch zwei Menschen den Tempel kommen und dort erkennen, dass der Erlöser Israels sich dort offenbart.

[50:19] In jenem Tempel, zu dem dann Jesus etwas später mit zwölf Jahren die das von in der Frage, Antwortzeit gesprochen haben, wieder kam und dort mit seinen Fragen und mit seinen Antworten die gesamten Theologen Israels erstaunt. Das heißt, und es geschah nach drei Tagen, fangen sie im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, wir ihnen zuhörte und sie das fragte.

[50:49] Hier war der König Israels, der Heilige des Volkes Israel, der ihr Schöpfer und Erlöser, und er saß als zwölfjähriges Kind als Zuhörer, hörte zu und stellte Fragen. Was für ein Bild von unserem Gott, der sich eher niedriger sich dem Edikt, der auf unserer Ebene kommt, um uns zu erreichen, wo wir sind.

[51:12] Wir haben schon davon gesprochen, wie Jesus den ersten Menschen, den ersten Jüngern dann bekannt gemacht worden ist. Einige Tage später, nachdem die allerersten auf den Hinweis von Johannes dem Täufer Jesus folgten, finden wir eine interessante Begebenheit. Ein Mann namens Nathanael kommt zu Jesus und lernte ihn kennen. Und dann sagt Jesus folgendes:

[51:33] Zusammen und spricht zu ihm: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Künstlich werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes auf und wieder steigen auf den Sohn des Menschen." Das war nichts anderes als ein direkter Hinweis auf die Geschichte von Jakob, der diese Leiter, dieses Stufenleiter zum Himmel gesehen hatte.

[51:53] Jesus sagt: "Ich selbst bin diese Stufenleiter. Ich verbinde den Himmel und die Erde, denn ich bin ganz Gott und ganz Mensch." Er war buchstäblich Immanuel, mit uns ist Gott.

[52:10] Jeder einzelne Prophezeiung, jedes einzelne Bild der Verheißung des Alten Testaments mündete ein in dieses so spektakuläre Leben von Jesus. Und tatsächlich war sein Hauptwirkungsgebiet nicht Judäa, sondern Galiläa, so wie es Jesaja Jahrhunderte vorher vorhergesagt hatte.

[52:34] Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrt in ihren Synagogen, verkündet das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten, alle Gebrechen im Volk. Seine Hauptaktivität war nicht dort, wo die größten Vorrechte waren, wo die Menschen besonders viel über die Bibel wussten, sondern dort, wo Menschen seit langer Zeit, seit Generationen, ziemlicher Unwissenheit lebten.

[52:54] Er war ein König nicht nur für die Gebildeten und die Privilegierten. Er war ein König für die, die ihn am dringendsten brauchten und benötigten. Und so konnte er sagen: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken. Denn nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen."

[53:15] Hatte nicht Jakob vom Schilo geweissagt, der die Ruhe bringt? Jesus sagt: "Ich bin das." Wir haben schon gewählt am ersten Abend, egal was uns belastet, heute im Jahre 2020. Jesus lebt und er kann uns Ruhe geben. Er möchte uns nur geben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wenn wir unsere Sorgen und Nöte und Probleme ihm erzählen, dann ist das nicht nur einfach eine Selbsttäuschung. Nein, dieser Jesus gibt wirklich echten Herzensfrieden, echte Ruhe.

[53:51] Und das haben die Propheten angekündigt. Matthäus 11, 27 sagt: "Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn." Erinnern wir uns daran, Mose hatte gesagt: "Einen Propheten wie mich wird euch der Herr senden." Es gab keinen weiteren Propheten, der Gott so gut kannte, von Angesicht zu Angesicht.

[54:15] Jetzt war einer gekommen. Jesus war nicht nur wie Mose, der von mit Gott Angesicht zu Angesicht sprach. Mein Jesus war Gottes Sohn, der seit Ewigkeiten Gott von Angesicht zu Angesicht gekannt hatte.

[54:31] Die Verheißungen des Mose erfüllten sich buchstäblich im Leben von Jesus. Seine Aussagen im Neuen Testament, die oft zitiert werden und gerne unter Christen weiter verbreitet werden, versteht man eigentlich erst richtig, wenn man das Alte Testament, das Wort Gottes, hinzunimmt.

[54:47] Jesus selbst hat nicht nur die Bibel, die er damals hatte, das Alte Testament, erfüllt. Er war sich sicher, dass er, obwohl er Gott war, weil er ja Mensch geworden war, es nötig hatte, täglich aus diesem Alten Testament zu leben. In der Wüste, als er versucht worden ist vom Satan, sagt er: "Was antwortete und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht."

[55:15] Lieber Freund, liebe Freundin, jedes einzelne Wort Gottes ist wichtig. Und wenn Jesus aus dem Alten Testament täglich lebte, weil er daraus lebte, sollten wir daran denken, dass wir als Christen das Alte Testament nicht mehr brauchen. Sollten wir daran denken, dass man ein Christ sein kann, ohne täglich sich mit der Bibel zu beschäftigen. Das Wort Gottes hat Kraft. Wenn es Jesus Kraft gab, dann auch uns.

[55:44] Und so lesen wir, dass was Jesus auch immer tat, es war eine Erfüllung. Matthäus 2, Vers 17: "Als ein Beispiel, da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremia gesagt ist." Und wenn Jesus gefragt wurde es über einen strittigen Punkt, dann hat er nicht einfach seine eigene Meinung gesagt, hat sich nicht etwas aus den Fingern gesogen.

[56:01] Er hat immer gesagt: "Was steht im Gesetz geschrieben? Wie liest du?" Er war wirklich gekommen, um dem Wort Gottes Geltung zu verschaffen.

[56:10] Wenn jemand wirklich Jesus kennenlernen möchte, dann wird er sich mit diesem Buch, der Bibel, beschäftigen. Es gab natürlich viele Menschen, die das nicht annehmen wollten, die ihn nicht annehmen wollten und die bezweifelten, dass er wirklich der gekommene, der verheißene sei.

[56:28] Eines Tages sagte Jesus etwas ganz Spektakuläres, und das schließt den Kreis unseres Themas. Er sagte: "Abraham, euer Vater, frohlockte, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich."

[56:41] Wir haben schon gesehen, wie Jesus gesagt hatte: "Er Abraham war bin ich." Hier sagt er, dass Abraham das Evangelium, wie Jesus es lebte und predigte, verstanden hatte.

[56:53] Wovon spricht Jesus? Zum Abschluss heute Abend wollen wir uns diese letzte Geschichte anschauen, etwas ausführlicher. Abraham war schon ziemlich alt, als der Sohn der Verheißung Isaak schon geboren worden war. Eigentlich war alles gut in seinem Leben.

[57:12] Eines Abends, eines Nachts sprach Gott zu ihm. Und es geschah nach diesen Begebenheiten, da prüfte Gott ihn, Abraham, und sprach zu ihm: "Abraham!" Und er antwortete: "Ich, hier bin ich."

[57:24] Sprachen ihm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Isaak, und gehe hin in das Land Moria und bringe dort zum Brandopfer, da auf einem der Berge. Den Plänen, werde Gott sagte nicht: "Nimm den Isaak." Er sagte: "Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast."

[57:46] Gott drückte Gott spielte explizit auf die tiefen Vatergefühle, dass Abraham ab und sagten ihm den Isaak und opfern als Brandopfer. Ein Brandopfer. Es wurde getötet, ihm wurde die Haut abgezogen oder in Stücke geschnitten und dann zu Asche verbrannt.

[58:09] Aber niemand von uns kann sie auch nur ansatzweise vorstellen, was Abraham in diesem Moment geführt hat. Und doch sagt die Bibel im nächsten Vers, einer der spektakulärsten Verse der ganzen Bibel: "Da stand Abraham am Morgen früh auf und sattelte seinen Esel und nahm zwei Knechte mit sich und seinen Sohn Isaak und das gespaltene Holz zum Brandopfer. Macht er sich auch davon, ging hin an den Ort, den ihm Gott genannt hatte."

[58:36] Abraham war der Freund Gottes, und obwohl er nicht wusste, warum Gott so etwas grausames, brutales, menschenverachtendes wirklich von ihm verlangte, wusste er: Gott ist mein Freund. Er hat bisher nur das Beste für mich gewollt. Ich weiß nicht, was er jetzt will, aber ich weiß, ich kann ihm vertrauen.

[58:59] Das spaltet er das Holz selbst. Will gibt es nicht an andere. Er nimmt das in seine eigene Hand und geht mit seinem mit zwei Knechten und seinem Sohn Isaak an diesen Ort, den Gott ihm genannt hatte.

[59:13] Drei Tage lang hat Abraham nicht gewusst, wie das alles ausgehen soll. Aber am dritten Tag erblickte Abraham seine Augen und sah den Ort von ferner. Ein Berg, ein Berg, der später in der Geschichte Israels noch überwältigende Bedeutung bekommen würde. Aber das wusste Abraham in diesem Moment nicht. Alles, was er wusste, war, dass sein Freund, sein Erlöser, sein Gott von ihm verlangte, seinen eigenen Sohn, wenn er ihn so sehr liebte, auf den sie lange gewartet hatten, der sein größter Schatz war, zu geben.

[59:47] Und zwar ganz unscheinbar für immer. Es braucht dort war das Brach, aber um seinen Knechten: "Bleibt ihr hier mit dem Esel. Ich aber und der Knabe wollen dort hingehen und anbieten." Und dann wollen wir wieder zu euch kommen. Woher nahm Abraham den Glauben, dass er mit Isaak wiederkommen würde, wenn er doch als Brandopfer verbrannt werden sollte?

[1:00:27] Abraham glaubte Gott, und Gott hatte ihm verheißen: "In deinem Samen sollen alle Völker gesegnet werden." Und mit dieser Verheißung, dass hatte Gott im Laufe der Lebensgeschichte von Abraham sehr deutlich gemacht, war Isaak gemeint. Und Isaak hatte noch kein Kind. Und Gott hatte versprochen: "In Isaak soll dir ein Nachkomme geboren werden", und durch diesen Nachkommen sollen alle Völker gesegnet werden.

[1:01:05] So wusste Abraham, Isaak muss ein Kind bekommen. Er hat noch keines. Das heißt, wenn Gott es gesagt hat, dass er ein Kind bekommen wird, oder ihnen jetzt hier heute zu Asche verbrennen muss, dann wird der Gott, der aus dem Staub einen Menschen macht, auch Isaak wieder zum Leben erwecken können.

[1:01:27] Das war der Glaube Abrahams, der das Wort Gottes für so zuverlässig hielt, dass selbst die extremsten Umstände und die extremsten Gefühle ihn nicht davon abhalten konnten zu glauben, dass Gottes Wort das meint, was er sagt.

[1:01:42] Also nahm er das gespaltene Holz, legt es auf Isaak, seinen geliebten Sohn, trug das Holz auf den Berg, dorthin, wo er sterben sollte. Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legt es auf seinen Sohn Isaak. Er übernahm das Feuer und das Messer in seiner Hand, und sie gingen beide miteinander dort auf diesen Berg.

[1:02:04] Und dann zerreißt es einem fast das Herz, wenn man liest den Vers 7. Da sprach sie zu seinem Vater Abraham: "Mein Vater!" Und er antwortete: "Ich, hier bin ich, mein Sohn." Und das sprach sie: "Hier ist Feuer und Holz, wo ist aber das Lamm zum Brandopfer?"

[1:02:24] Was hat wohl Gott der Vater gedacht, als dieser diese Frage stellt? Die Antwort von Abraham ist: "Mein Sohn, Gott wird für das Brandopfer sorgen." Sie gingen beide miteinander, und sie kommen auf diesem Hügel an, stehen dort auf dem Berg, und Abraham beginnt, den Isaak zu opfern.

[1:02:55] Was Gott gesagt hat, das neun, als sie an den Ort kamen, den Gott ihm genannt hatte, baute Abraham dort einen Altar und schichtete das Holz darauf. Und er band seinen Sohn Isaak und legt ihn auf den Altar, oben auf das Holz.

[1:03:11] In der jüdischen Tradition diese Geschichte Akedah genannt. Wenn man man vermutet so alt wie Abraham war, und der Staat muss wohl um die 20 Jahre gewesen sein. Er hat sich wohl freiwillig binden lassen.

[1:03:26] Und an dieser Stelle lohnt es sich kurz innezuhalten. So grausam, wie diese Geschichte klingt, und auf den ersten Moment möchte man sagen: Gott, warum lässt du so etwas zu? Lohnt es sich nachzudenken, was wir hier sehen. Wir sehen einen Vater, der bereit ist, seinen einzigen Sohn für immer zu geben, weil er Gottes Freund ist. Und wir sehen einen Sohn, der bereit ist, selbst sich binden zu lassen, einen Sohn, der das Holz zum Tötungsort selbst trägt und dann freiwillig sein Leben hingibt.

[1:04:13] Abraham und Gott waren Freunde, und das, was Freunde auszeichnet, ist, man kann mal wirklich seine tiefsten Gefühle mitteilen. Man kann mal sagen, wie es einem geht. Ich glaube persönlich, Gott der Vater wollte einmal sich mitteilen, wie es ihm dabei geht, seinen eingeborenen Sohn zu geben.

[1:04:39] Aus Liebe zu uns. Wir sehen, wie schrecklich es sich anfühlt, dass ein Vater seinen Sohn aus Liebe zu Gott geben möchte. Wie schrecklich muss es für den Vater sein.

[1:04:52] Aus Liebe zu dir und mir, seinen eingeborenen Sohn, der das freiwillig gerne tun geben zu müssen. Die hat sich wohl Gott der Vater gefühlt, als der kleine Jesus mit sechs und sieben Jahren seine Mutter Maria gefragt hat: "Mama, von wem sprechen die Opfer im Alten Testament? Von dem sprechen hier die Propheten? Von wem spricht Jesaja 53?"

[1:05:21] Abraham war bereit, seinen Sohn zu opfern, und Abraham streckte seine Hand aus und fasste das Messer, um seinen Sohn zu schlachten, und er erhebt das Messer. Und alles, was jetzt noch fehlt, ist der Befehl vom Gehirn zu den Muskeln.

[1:05:35] Jetzt, als plötzlich der Engel des Herrn, der Sohn Gottes selbst, der, um den es hier symbolisch geht, vom Himmel her zu ihm schrie und sprach: "Abraham! Und der antwortete: Ich, hier bin ich."

[1:05:44] Der Sohn Gottes, der einmal wirklich sich ganz geben würde, sagt: "Du musst das nicht tun. Ich wollte nur, dass du verstehst, wie es sich anfühlt für meinen Vater und mich."

[1:06:02] Du, ich wollte nur, dass du verstehst, was für ein Opfer es ist, dass wir bringen. Wie du und alle Gläubigen erkauft werden. Er sprach: "Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm gar nichts. Und weiß ich, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschonst hast um meinetwillen."

[1:06:21] Was sagt die Bibel? "Dann so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht."

[1:06:31] jeder der an ihn glaubt nicht verloren geht, so ein ewiges Leben hat. Abraham
[1:06:33] musste seinen Sohn nicht geben. Aber es
[1:06:36] hätte ja niemandem etwas geholfen zu
[1:06:39] dessen war ein Widder zu sehen, ein
[1:06:41] Widder im Gebüsch. Es heißt im nächsten
[1:06:43] Vers: "Hob Abraham seine Augen und schaut,
[1:06:45] und siehe da war hinter ihm ein Widder,
[1:06:47] als ich mit seinen Hörnern im Gestrüpp
[1:06:49] verfangen hat. Und Abraham ging hin und
[1:06:51] nahm den Widder und machte ihn als
[1:06:52] Brandopfer da anstelle seines Sohnes."
[1:06:54] Hier lernt auch noch einmal die Lektion,
[1:06:55] dass nicht der Mensch sich selbst lösen
[1:06:58] kann, sondern dass es ein
[1:06:59] stellvertretendes Opfer braucht, wie
[1:07:01] schon im Garten Eden ihnen beigebracht
[1:07:04] worden.
[1:07:05] Als darüber nachdachte, hat er ja gesagt:
[1:07:07] "Gott wird für ein richtig ein Lamm." Aber
[1:07:10] ich war kein Lamm. Ist ein Witz. Er
[1:07:13] begreift er, was er gerade erlebt hat, war
[1:07:16] nur eine Prophezeiung.
[1:07:18] Es war nur ein Gleichnis für das, was
[1:07:21] noch kommen würde.
[1:07:23] Und so sagt er: "Und Abraham nannte den
[1:07:25] Ort nicht, daher hat dafür gesorgt.
[1:07:27] Der Herr wird dafür sorgen." Zukunft. So
[1:07:30] dass man auch noch heute sagt: "Auf dem
[1:07:32] Berg wird der Herr dafür sorgen."
[1:07:36] Der Herr hatte an diesem Tag dem Abraham
[1:07:39] den Erlösungsplan erklärt. Abraham hatte
[1:07:43] den Tag des Messias gesehen, so wie Jesus
[1:07:46] sagt. Und er freute sich. Und dann sagt
[1:07:50] dieser Jesus, dieser Sohn Gottes, und der
[1:07:52] Engel des Herrn riefen Abraham zum
[1:07:54] zweiten Mal vom Himmel her zu und
[1:07:56] sprachen: "Ich habe bei mir selbst
[1:07:57] geschworen." Wir alle wissen, wann man
[1:07:59] schwört. Man schwört, wenn man die Wahrheit
[1:08:01] bestätigen möchte, wenn man jeden Zweifel
[1:08:03] ausräumen möchte. Man schwört meistens
[1:08:05] bei Gericht auf die Wahrheit. Freiheit.
[1:08:07] Mann schwört bei etwas Höherem. Gott hat
[1:08:11] nichts Höheres als ich selbst. Er muss
[1:08:12] bei sich selbst schwören. Er sagt: "Ich habe
[1:08:14] bei mir selbst geschworen." Spricht der Herr,
[1:08:16] "weil du dies getan und deinen Sohn, den
[1:08:18] einzigen, nicht verschont hast,
[1:08:20] darum will ich dich reichlich segnen und
[1:08:23] deinen Samen mächtig mehren, wie die Sterne
[1:08:25] am Himmel und wie den Sand am Ufer des
[1:08:26] Meeres. Und dein Same soll das Tor seiner
[1:08:29] Feinde in Besitz nehmen, und in deinem
[1:08:31] Samen sollen alle Völker der Erde
[1:08:33] gesegnet werden." Das war die Verheißung,
[1:08:34] die von Anfang an seiner Berufung
[1:08:36] bekommen hat. Aber jetzt versteht er, was
[1:08:38] der Inhalt, der Sinn dieser Verheißung
[1:08:41] ist. Es ist nicht einfach nur, um ein Volk zu
[1:08:43] haben, das klüger, schöner oder besser
[1:08:44] als andere sein, um der ganzen Welt die
[1:08:47] Erlösung durch Jesus zu präsentieren. Das
[1:08:51] war der Inhalt aller Prophezeiung, aller
[1:08:54] Verheißung im Alten Testament. Auf diesem
[1:08:57] Berg Moria stand später der Tempel
[1:09:02] Salomos, auf dem die Opfer gebracht
[1:09:04] wurden, die auf diesen Tempel, die auf
[1:09:06] diesen Erlöser hinwiesen. Und als
[1:09:09] Johannes der Täufer am Jordan diese
[1:09:13] Worte sprach, die am ersten Abend gehört
[1:09:14] haben, nämlich: "Siehe,
[1:09:16] Lamm Gottes", dann war das ein direkter
[1:09:18] Bezug, ein direkter Bezug auf 1. Mose
[1:09:21] 22. Bei dort war ein Widder, aber hier
[1:09:25] in Jesus war das wahre Lamm Gottes.
[1:09:29] Er würde für mich und für dich sterben.
[1:09:34] Er hat am Kreuz unsere Schuld bezahlt.
[1:09:38] Er hat durch seinen Tod all die
[1:09:42] Vorhersagen des Alten Testamentes
[1:09:45] erfüllt, die von der ersten Seite an bis
[1:09:48] zur letzten Meile Jahren das Evangelium
[1:09:50] zum Kern haben. Heute gibt es viele
[1:09:52] Menschen, die glauben, im Alten Testament
[1:09:54] gehe es um Gesetze und im Neuen um das
[1:09:57] Evangelium. So ein Quatsch!
[1:09:58] Im Alten Testament wird das Evangelium
[1:10:00] prophezeit. Mit dem Neuen Testament haben
[1:10:03] wir die Erfüllung genau dieses Evangeliums,
[1:10:05] das im Alten Testament angekündigt
[1:10:08] wird. Als Jesus starb, waren seine Jünger
[1:10:12] verzweifelt, denn wie die meisten anderen
[1:10:14] ihrer Zeit kannten wir zwar die
[1:10:16] Schriften der Propheten, aber sie
[1:10:18] verstanden nicht genau das, was sie
[1:10:20] gerade gesagt haben. Sie warteten immer
[1:10:22] auf den jüdischen König, der die Römer
[1:10:23] vertreibt. Und so waren sie
[1:10:26] niedergeschlagen und niedergedrückt. Und
[1:10:30] zwei von ihnen gingen kurz nach der
[1:10:34] Kreuzigung und den Ereignissen dann auf
[1:10:36] dem Weg nach Hause nach Emmaus, als
[1:10:39] plötzlich ihnen Jesus erscheint. Und
[1:10:40] Jesus stand ganz nahe bei ihnen, aber sie
[1:10:43] erkannten ihn nicht, so wie der Priester, der
[1:10:46] den Sohn Gottes in den Händen hielt, ihn
[1:10:48] nicht erkannte. Sie kannten ihn nicht. Sie gingen
[1:10:51] mit ihm, bis Jesus zu ihnen folgendes
[1:10:54] sprach. Er sprach zu ihnen und verständigen
[1:10:56] können: "Wie ist doch euer Herz träge zu
[1:10:58] glauben an alles, was die Propheten
[1:11:01] geredet haben. Musste nicht der Christus dies erleiden und in
[1:11:04] seine Herrlichkeit eingehen?" Dann heißt
[1:11:07] es in der Begabung und bei allen
[1:11:09] Propheten: "Und legt ihnen allen Schriften
[1:11:11] aus, was ich auf ihn..." Bitten euch, wäre so
[1:11:14] gern an diesem Tag dabei gewesen zu
[1:11:15] sehen, wie Jesus das Alte Testament und
[1:11:17] unser Herr, ja, Habakuk, Könige,
[1:11:20] Richter, Samuel nimmt und zeigt, wie sich
[1:11:23] all die Geschichten, die Prophezeiungen,
[1:11:25] die Verheißungen,
[1:11:26] Bilder, die Typen, alles auf ihn sich
[1:11:29] bezieht. Könnte es sein, dass unsere Augen
[1:11:33] für die Verheißung Gottes auch für
[1:11:35] unsere Zeit manchmal so gebunden sind,
[1:11:37] wie damals bei den Jüngern Jesu? Es ist an
[1:11:40] der Zeit, dass wir uns mit dem Wort
[1:11:42] Gottes beschäftigen, denn dann werden wir
[1:11:46] begeistert sein." Das heißt, sie sprachen:
[1:11:48] "Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Weg und
[1:11:51] als er uns die Schriften öffnete?" Wenn
[1:11:54] wir Jesus in der Bibel sehen, dann brennt
[1:11:58] unser Herz. Ich kann das aus eigener
[1:11:59] Erfahrung sagen. Das Spannendste, was ich
[1:12:01] in meinem Glauben zu leben erleben kann,
[1:12:02] damit das Spannendste ist, wenn ich sehe,
[1:12:04] wie das Evangelium von Jesus auf jeder
[1:12:06] Seite der Bibel sich zeigt, in den
[1:12:08] verschiedensten Facetten. Lerne Jesus
[1:12:12] durch die Bibel kennen, und du wirst
[1:12:14] einen festen Grund unter den Füßen haben.
[1:12:17] Die Bibel ist für dich und für mich.
[1:12:20] Diesen Teil wollen wir heute schließen.
[1:12:22] Jesus sagt: "Wer an mich glaubt, wie die
[1:12:25] Schrift gesagt hat, aus seinem Leib
[1:12:27] werden Ströme lebendigen Wassers fließen."
[1:12:32] Möchtest du Jesus kennenlernen auf der
[1:12:34] Grundlage des Alten Testamentes? Dann
[1:12:36] lies die Bibel und vergleiche sie mit
[1:12:38] dem, das Neue Testament mit dem Alten
[1:12:40] Testament. Und wenn du ein bisschen Hilfe
[1:12:42] dabei gebrauchen möchtest, dann möchte
[1:12:45] ich dir heute ein Buch empfehlen.
[1:12:47] "Der Sieg der Liebe" ist ein Buch, das ihr
[1:12:49] ebenfalls kostenlos bestellen könnt auf
[1:12:51] der Seite www.bb-prophetie.ch. Das
[1:12:56] gesamte Leben von Jesus in einer
[1:12:58] Schönheit und einer Tiefe beschreibt,
[1:13:01] dies in keinem anderen Buch jemals
[1:13:03] gefunden habe. Und immer wieder auf der
[1:13:05] Grundlage des Alten Testamentes zeigt,
[1:13:07] wie die Bezüge zwischen den Geschichten
[1:13:09] im Evangelium und den alttestamentlichen
[1:13:12] Schriften ein ganzes harmonisches Ganzes
[1:13:15] bilden. Seit so gut und geht auf die
[1:13:18] Seite, sucht nach diesem Buch, fordert es
[1:13:20] an. Es ist kostenlos, die auch die beiden
[1:13:22] anderen Bücher, die wir an den ersten beiden
[1:13:28] Abenden angeboten haben. Aber am
[1:13:30] allerwichtigsten ist, dass wir dieses
[1:13:32] Buch, ja, dieses Buch persönlich studieren,
[1:13:35] dass wir nicht nur Wahrheiten annehmen,
[1:13:37] sondern tatsächlich Jesus darin
[1:13:38] entdecken, unseren, deinen persönlichen Erlöser.
[1:13:42] Es ist ein Wunsch, Jesus besser kennenzulernen
[1:13:44] durch das Wort Gottes, durch die
[1:13:48] Bibel, durch die Schriften der Propheten
[1:13:51] im Alten und im Neuen Testament. Gott
[1:13:54] segne dich in deiner Entscheidung. Lasst
[1:13:56] uns auch gemeinsam beten,
[1:13:58] bevor wir dann zu den Fragen kommen.
[1:14:02] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir
[1:14:05] von ganzem Herzen Dank sagen, dass auf
[1:14:07] jeder Seite der Bibel, im Alten und dem
[1:14:09] Neuen Testament, dasselbe Evangelium
[1:14:11] beträgt, wird durch die
[1:14:12] unterschiedlichsten Bilder, die
[1:14:13] unterschiedlichsten Prophezeiungen
[1:14:15] können wir sehen, wie du bist.
[1:14:18] Das ist ein harmonisches Ganzes und
[1:14:19] dafür danken wir dir.
[1:14:21] Wir möchten dich bitten, dass du deine
[1:14:23] Verheißung wahr machst, dass dein Wort, das
[1:14:24] wir lesen, nicht mehr zurückkehren wird,
[1:14:26] sondern ausführen wird, wozu du es
[1:14:29] gesandt hast. Und dafür danken wir dir im
[1:14:30] Namen Jesu. Amen.


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