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Manuskript zur Sendung >>> CSH_02_2018_Lektion_4

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour Serie „Vorbereitung auf die Endzeit“ konzentriert sich Ronny Schreiber auf das Thema Erlösung und die Endzeit. Er beleuchtet die tiefe Liebe Gottes, die sich in der Sendung seines Sohnes Jesus Christus manifestiert. Die Ausführungen zeigen, wie Christus das wahre Wesen Gottes offenbart und wie die Liebe Gottes sich in seinem Opfer am Kreuz zeigt. Weiterhin wird die Rolle des Heiligen Geistes als Tröster und Führer in den letzten Tagen thematisiert und die Bedeutung des neuen Bundes für die Erlösung hervorgehoben.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q2: Vorbereitung auf die Endzeit

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir wollen heute in unserer Endzeit-Serie, Vorbereitung auf die Endzeit, weitermachen und heute mit der Lektion Nummer 4, die da heißt: Erlösung und die Endzeit. Unser Merkvers, den finden wir im ersten Johannes 4, Vers 10 und er heißt: „Darin besteht die Liebe: Nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden.“ Über den Text soll es nachher ein bisschen gehen. Wir werden noch ein bisschen tiefer hineingucken und werden heute was ganz Besonderes machen, denn in dieser Endzeit-Serie, über die wir heute sprechen, in diesem Thema Nummer 4, geht es ganz besonders um die Liebe. Das ist ein sehr schönes Thema und ich freue mich, dass wir das gemeinsam studieren dürfen.

[1:02] Bevor wir die Bibeln aufschlagen, lasst uns gemeinsam beten und den Geist bitten, dass er uns hilft, unser Lehrer ist. Unser lieber Vater im Himmel, wir danken dir dafür, dass wir gemeinsam studieren dürfen. Und jetzt, wo wir unsere Bibeln öffnen, möchten wir bitten, dass dein Heiliger Geist bei uns ist, dass er uns führt, dass er uns unterrichtet, damit wir lernen, Herr, wer du bist, wie groß deine Liebe zu uns ist und wie wir mit dir gemeinsam durch die letzten Tage dieser Welt gehen. Hab Dank dafür. Im Namen Jesu. Amen.

[1:31] Nun, gemeinsam wollen wir unseren ersten Vers betrachten, den wir in den Briefen finden, die natürlich überwiegend über die Liebe geschrieben sind. Im Johannes 1, bevor wir in die Briefe gucken, gehen wir in das Johannes-Evangelium. Johannes 1, hier spricht Johannes von Christus und von Gott und wir können da etwas lernen. Johannes 1, Verse 9 bis 11. Hier heißt es: „Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum und die Sein nahmen ihn nicht auf.“ Dieser Text spricht über Jesus Christus. Wir sehen in Vers 14 dann, dass dieses Wort, um das es hier geht, und das Licht, dass es Fleisch wurde und dass es unter uns wohnte.

[2:32] Nun, Jesus Christus kam auf diese Welt. Warum eigentlich? Naja, zum einen, Christus wollte uns erlösen und er wollte für unsere Schuld am Kreuz sterben, das tat er auch. Aber seine Anwesenheit bei uns auf der Erde hatte noch viel, viel mehr Gründe. Zum einen wollte er zeigen, dass der Teufel ein Lügner ist. Er wollte den Charakter Satans aufdecken. Aber zum anderen, und das war auch ein großes Hauptanliegen, wollte er den Menschen den Charakter Gottes wieder zeigen, denn die Menschen wussten nicht mehr, wer Gott war. Es ist seit so langer Zeit, hatte das Volk Israel eigene Wege gesucht, ist nicht mehr in den Wegen Gottes gewandelt und hat vergessen, wer Gott war. Die Obersten im Volk, nicht alle, aber viele in der damaligen Zeit, hatten das Volk unterrichtet und dem Volk gezeigt, wie streng Gott ist und wie streng er darauf guckt, dass sein Volk nicht sündigt. Aber wenn es sündigt, würde er es grausam bestrafen. Und es war so ein bisschen in den Herzen der Menschen verankert: Gott ist so ein grausamer, rachsüchtiger Gott.

[3:41] Wir kennen ein ähnliches Bild aus dem Mittelalter. Die Szene war ganz ähnlich, wie damals die Pharisäer oder einige der Pharisäer der oberen damaligen Kirche das Volk verführt haben, indem sie gezeigt haben, dass Gott gar kein liebender Gott ist, sondern dass er eigentlich ein sehr rachsüchtiger Gott ist. Ein ganz ähnliches Bild sahen wir später im Mittelalter. War auch wieder die Kirche und die Kirche hat den Menschen gesagt, dass sie, um Gott zu besänftigen, um ihn zu beschwichtigen, müssen sie kuriose Dinge tun, zum Beispiel sich selbst geißeln oder Münzen zahlen an die Kirche, damit Gott ihnen nicht mehr böse ist. Verschiedene Dinge, die ihnen auferlegt worden sind, um Gott wieder gnädig zu stimmen. Und das Bild von Gott war völlig verzerrt. Und das, was im Mittelalter war, das war natürlich auch zur Zeit Jesu ganz, ganz ähnlich. Das Bild war so verzerrt und dahinter war wirklich ein teuflischer Gedanke. Der Teufel hat es geschafft, durch die religiösen Institutionen den Charakter des Vaters den Menschen vorzuenthalten und es zu verdrehen im Bild.

[4:46] Nun, Christus kam nun auf die Erde und die Idee war, Christus zeigt den Menschen den Charakter Gottes wieder. Wenn wir in Johannes 14, uns Vers 9 anschauen, Johannes 14, Vers 9, dann sagt Christus hier zu seinen Jüngern oder zu einem Jünger: „Jesus spricht zu ihm: ‚So lange Zeit bin ich bei euch und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus. Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater?‘“ Nun, Christus kam ja, um den Charakter des Vaters wieder zu zeigen. Und Philippus möchte nun gerne von Jesus, dass er ihm den Vater zeigt. Wer ist der Vater? Erklär uns, wer der Vater ist. Christus sagt: „So lange bin ich bei euch und du erkennst mich nicht. Wenn du mich siehst, weißt du, wie der Vater ist.“ Und das ist gut, dass Christus das so den Jüngern gesagt hat. Denn manchmal ist auch unser Bild von Gott sehr verzerrt. Wie ist Gott? Wie ist sein Charakter? Wer ist er? Aber wenn wir auf Christus gucken, verstehen wir auch, wie der Vater ist.

[5:58] In Christus wurde das Bild Gottes wiederhergestellt. So ist der Vater. Und wenn wir uns den Charakter Jesu angucken: Er war sehr demütig. Er war nicht schnell zornig. Er war sehr hilfsbereit. Er hatte großes Mitleid mit den Menschen um sich herum. Und so hat Christus den Menschen wieder gezeigt, das Bild, das sie vor lang, lang, vor vielen Jahren vergessen hatten. Wer ist der Vater? Christus lebte mit dem Charakter Gottes hier auf der Welt und hat den Menschen das gezeigt. Sie mussten nur Christus sehen. Und so sie Christus gesehen haben, wussten sie, wie der Vater ist.

[6:45] Nun, 1. Johannes 4. Das ist dieser erste Johannesbrief, dieser berühmte Brief, wo es immer um die Liebe geht. 1. Johannes spricht die ganze Zeit von der Liebe, von der Liebe, von der Liebe. 1. Johannes 4, da heißt es dann in Vers 8 bis 10: „Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt. Denn Gott ist Liebe. Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben sollen. Darin besteht die Liebe: Nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden.“

[7:30] Wie sehr hat Gott uns geliebt? So sehr, dass er ein Opfer brachte. Nun, seinen eingeborenen Sohn hat er gegeben. Hat Gott Christus geliebt? Ja, von ganzem Herzen. War Christus Gott oder war Christus irgendein Geschöpf, das geopfert wurde? Nun, wenn es ein Geschöpf war, wenn Christus geschaffen worden wäre von Gott, genau wie die Menschen, dann hätte Gott kein richtiges Opfer gebracht, dann hätte Gott einen Handel gemacht. Dann hätte er die Sünde der Menschen genommen, von den einen Kreaturen auf eine andere Kreatur gelegt. Das wäre mehr ein Handel, etwas vertauscht. Aber Gottes Liebe hat sich darin gezeigt, dass Gott selber die Sünde auf sich nahm und starb. Christus und der Vater sind eins. Und so hat Gott gesagt: „Ich sterbe lieber, als dass meine Geschöpfe verloren sind.“ Und darin sehen wir die Liebe Gottes.

[8:26] Wie sehr liebt Gott uns? Sein eigenes Leben hat er gegeben, um uns zu retten. Mit anderen Worten: Du und ich, wir sind Gott mehr wert als sein eigenes Leben. Und Gott ist der König des ganzen Universums. Er ist der, der alles gemacht hat. Er ist der, der die Sterne in ihren Bahnen hält. Er ist der, der alles geschaffen hat, der uns täglich Leben gibt. Hebräer 13, Vers 8. Hebräer, Kapitel 13, Vers 8: „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit.“

[9:10] Nun, Christus ist derselbe immer. Er hat sich nie verändert. Aber Christus zeigt uns den Vater. Wenn sich Christus nie verändert hat, hat sich auch der Vater nie verändert. Christus war auch derjenige, der damals in der Wüste schon bei seinem Volk war. Er war derjenige, der Josua nach Kanaan angeführt hat. Er war derjenige, der sein Volk aus Ägypten befreit hat. Er war derjenige, der die Welt geschaffen hat. Er war derjenige, der Adam das Leben gegeben hat. Und er war derjenige, der unter seinen Jüngern war und ihm die Füße gewaschen hat. Und er zeigt den Charakter des Vaters voller Liebe.

[9:49] Der Gott im Neuen und Alten Testament ist derselbe. Manchmal machen wir so einen Schnitt und sagen: Im Alten Testament, da war Gott irgendwie anders als im Neuen Testament. Aber das stimmt nicht. Im Alten Testament haben wir ihn nur oft nicht erkannt. Im Neuen Testament wird es ganz, ganz deutlich, wer er ist. Denn im Neuen Testament sehen wir ihn in der Person Jesu Christi. Christus ist Gott. Und in ihm sehen wir den Vater. Und daher ist es oft hilfreich für uns, wenn wir im Alten Testament Geschichten lesen, wenn wir uns vorstellen, das war Christus. Denn es war Christus, der sein Volk aus Ägypten geführt hat. Es war Christus, der gesagt hat: „Vollstreckt den Bann an dem und dem Volk. Reißt die Mauern von Jericho runter.“ Es war Christus. Christus war derjenige, der das Land erobert hatte. Und wenn wir das verstehen, dann fällt es uns viel, viel leichter, den Charakter des Vaters zu erkennen. Denn Jesus Christus hat, als er auf Erden lebte, gezeigt, wie der Vater ist.

[11:01] Nun, in Johannes 3, Vers 19, was war das Problem? Gott ändert sich nie. Er war damals der Gleiche am Anfang wie zur Zeit, als er hier auf die Erde kam. Aber wo war das Problem? Johannes 3, Vers 19 sagt: „Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse.“

[11:33] Nun, die Menschen hatten Gott schon lange nicht mehr gekannt. Sie wussten nicht mehr, wer der Vater ist. Und dann, als Christus endlich auf die Welt kam, um den Charakter Gottes zu zeigen, da haben die Menschen die Finsternis mehr geliebt als das Licht. Sie waren so weit entfernt. Gott hatte sich ja nicht verändert. Das haben wir gerade im Hebräer gelesen. Gott war immer noch derselbe gewesen. Er war derjenige, der mit Adam durch den Garten spazierte. Er war derjenige, der Moses in der Stiftütte begegnete. Und nun war er wieder unter seinem Volk, aber die Menschen erkannten ihn nicht, weil sie die Finsternis mehr geliebt haben als das Licht. Gott hatte sich nicht verändert, aber die Menschen hatten sich verändert. Die Menschen haben das Licht verloren und haben sich der Finsternis zugewandt.

[12:24] Und so war es für sie, als Christus kam, ganz seltsam. Sie haben erwartet, dass ein großer, starker König kommt, einer, der die Feinde unterwirft. Und gesehen haben sie Gott, wie er wirklich ist: ein Wesen voller Liebe, voller Mitleid, voller Hilfsbereitschaft, voller Weisheit. Und sie haben ihn nicht erkannt. Sie hatten ein falsches Bild von Gott. Und so hatten sie das Licht abgelehnt, weil sie schon so sehr in der Finsternis waren, dass sie sich mit der Finsternis irgendwie arrangiert hatten. Und das Licht, das da kam, das wollten sie nicht sehen. Sie wollten einen anderen Gott als den Gott, den sie einst gekannt hatten, vor langer Zeit.

[13:00] Gottes Liebe zu den Menschen war so groß, dass er Christus sandte. Nun, wie ist es denn mit Christus? Wir lesen mal Lukas 12, Lukas 12, Verse 11 und 12. Lukas 12, 11 und 12. Oh, das ist der falsche Text. Wir lesen Johannes 1, Johannes 1, gehen wir zurück, Verzeihung, Johannes 1. Und hier Verse 1 bis 3 und 14. Hier heißt es: „Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war am Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.“ Vers 14: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“

[14:00] Nun, Christus und der Vater sind eins, denn das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. So wie der Vater Gott ist, ist auch der Sohn Gott. Das Wort war am Anfang das, wurde nie geschaffen. Als der Anfang war, war das Wort bereits da. Das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Christus und der Vater haben den gleichen Charakter, sie sind Liebe, denn in Vers 14 heißt es: „Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“

[14:37] Gott kam zu uns und die Menschen beschreiben ihn aber voller Gnade und Wahrheit. In Christus sehen wir den Vater. Christus war voller Gnade und Wahrheit. Und dann heißt es in Philipper 2, wir lesen Verse 5 bis 8. Philipper 2, 5 bis 8. Hier rät Paulus uns und sagte: „Denn ihr solltet so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war. Der, als er in der Gestalt Gottes war, ist nicht wie ein Raubfest hielt, Gott leicht zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen. Und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.“

[15:25] Christus hielt es nicht wie ein Raubfest, Gott leicht zu sein. Christus war bei Gott. Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Christus war beim Vater. Er war gottgleich. Aber dann heißt es: „Er, der in der Gestalt Gottes war, hielt es nicht wie ein Raubfest, Gott leicht zu sein, sondern er entäußerte sich selbst.“ Also er war in der Gestalt Gottes, aber er hielt es nicht fest, sondern um seine Menschen zu retten, hat er das aufgegeben. Er hat den Thron verlassen, er hat die Engel verlassen, er hat das Himmelreich verlassen, er hat den ganzen Segen dort verlassen, kam auf die Erde und wurde ein Knecht. Er wurde aller Menschen Diener.

[16:08] Er hat es nicht wie ein Raubfest gehalten, so wie man das unter uns Menschen kennt, die wir in Finsternis sind. Wenn wir eine gewisse Position haben, vielleicht in der Politik oder eine mächtige Position, vielleicht in meinem Unternehmen oder sogar in einer Kirchenstruktur, dann halten wir daran fest. Ein hoher Beamter will nicht eine niedrigere Arbeit machen. Für Christus war es anders. Er war der Höchste von allen, er war Gott, aber er hat es weggegeben und wurde aller Knecht. Als wir ihn hier auf der Welt sahen, war er ja immer noch Gott, aber er war der Knecht aller Knechte. Er hat sich unter alle erniedrigt. Er ist für alle gestorben. Er hat den Preis bezahlt für die Menschen.

[16:59] Christus hat dich und mich also so wert erachtet, dass er seine Gestalt bei Gott aufgab, seinen Thron aufgab und alles verlassen hat, auf diese Welt kam, um dich und mich zu retten. Was für eine große Liebe ist das? Selbst wenn wir manchmal Dinge verlassen sollten hier auf der Welt, selbst das fällt uns schon schwer. Wie viel mehr den Thron im Himmel? Alles war dort. Christus hatte alles und er hat alles verlassen. So ein Opfer hat noch nie ein Mensch für uns gebracht, denn kein Mensch besitzt so viel oder hat solche vollkommenen Umstände wie im Himmelreich. Das aufzugeben, um freiwillig in den Tod zu gehen, nachdem man gequält wurde, nachdem man geschlagen wurde, bespuckt wurde und verlästert wurde. Welch eine Liebe! Christus hat es getan.

[17:55] Und so bekennt Paulus in Römer 8, vielleicht eine der schönsten und mutigsten Verse in der ganzen Bibel, Römer 8, Verse 38 und 39. Hier sagt Paulus: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“

[18:30] Ich bin dessen gewiss, dass nichts uns scheiden vermag von der Liebe Jesu. Wenn Paulus sagt, ich bin gewiss, dass nichts uns scheiden vermag, also weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte oder Gewalten oder irgendetwas, dann können wir uns der Liebe Jesu auf ewig gewiss sein. Und egal, wo wir stehen, egal, ob wir ein sehr geheiligtes Leben führen oder ein Leben in Sünde führen, der Liebe Gottes können wir uns immer gewiss sein. Er liebt uns, auch wenn wir Sünder sind. Nur solange wir mit der Sünde verbunden sind, kann er uns nicht retten. Wir müssen die Sünde aufgeben, wir müssen ein, wir müssen uns von der Sünde lossagen. Dann kann er uns davon trennen und kann uns retten. Aber die Liebe wird immer da sein.

[19:19] Gott liebt sogar die Menschen, die am Ende verloren gehen. Es ist seine Schöpfung. Er erkennt jeden Einzelnen ganz genau und er weiß, dass Menschen verführt worden sind. Aber lieben tut er sie, auch wenn sie unter ein Gericht kommen.

[19:39] Und wie groß ist diese Liebe Gottes? Nun, als der Teufel im Himmel rebellierte, tat er das zu Unrecht. Der Teufel hatte kein Recht zu dieser Rebellion, die er verursacht hatte. Aber Christus hat ihn nicht gleich aufgelöst. Christus hat es ertragen, diese Rebellion, hat sogar versucht, ihn zurückzugewinnen. Und obwohl der Teufel im Unrecht ist, ist Christus in den Tod gegangen. Christus hat sich vom Luzifer umbringen lassen, um einen Teil seiner Geschöpfe zu retten. Satan war nicht im Recht. Christus wusste das und trotzdem hat er das ertragen, damit andere nicht zu Schaden kommen.

[20:26] Von dieser Liebe können wir was lernen. Auch wir werden manchmal zu Unrecht beschuldigt. Wir müssen uns nicht immer direkt wehren. Manchmal müssen wir Dinge auch ertragen, damit andere nicht zu Schaden kommen. Christus hat es gemacht, der Höchste von allen. Er hat die Schmach und die Schande und sogar den Tod ertragen, um Menschen zu retten.

[20:53] Jesaja 53, Verse 1 bis 3. Hier heißt es: „Wer hat unserer Verkündigung geglaubt? Und der Arm des Herrn, wem ist er offenbart worden? Er wuchs auf vor ihm wie ein Schößling, wie ein Wurzelspross aus dünnem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht. Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, von dem man das Angesicht verbirgt. So verachtet war er, und wir achteten ihn nicht.“

[21:36] Obwohl Christus alles aufgegeben hat, das Himmelreich verlassen hat, auf diese Erde kam, in einem Stall aufgewachsen ist, voller Mitleid, voller Gnade, voller Liebe gelebt hat, achteten wir ihm nicht. Wir verbargen unser Angesicht vor ihm, die Menschen wollten ihn nicht sehen. Und dennoch ist er ans Kreuz gegangen. Er starb dort und bittet noch am Kreuz: „Vater, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun.“ Noch größer kann eine Liebe nicht sein.

[22:06] Wie mehr hätte man ihn schmähen können? Man hat ihn geschlagen. Er war der Schöpfer. Man hat ihn bespuckt. Er war der, der jedem das Leben erhält. Er war derjenige, der überhaupt dafür sorgt, dass ein Mensch Spucke bilden kann. Und man spuckt ihm ins Angesicht. Diese Menschen haben ihn verlacht, haben ihn ausgelacht, ihm einen Königsmantel umgehangen, ihm eine Dornenkrone aufgesetzt. Und so starb er dort, verlacht und verlassen von der Welt. Aber er starb dort. Wie groß kann Liebe sein? Christus hat alles ertragen, damit er Menschen retten kann.

[22:50] Und Christus, als er ging, kurz bevor er in den Himmel aufgefahren ist, hat zu seinen Jüngern gesagt: „Ich werde euch denjenigen senden, einen anderen Tröster.“ Von wem spricht er von diesem Tröster? Nun, von dem Heiligen Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glauben. Christus sagt: „Ich lasse euch nicht als Waisen zurück.“ Also Christus geht von dann, er zieht in den Himmel, nach seiner Auferstehung. Aber er weiß, dass seine Jünger hier kämpfen müssen. Und obwohl er alles ertragen hat, sagt er: „Ich lasse euch nicht als Waisen zurück. Ich kämpfe weiter für euch. Ich werde im Himmel dienen. Ich werde euer Diener sein. Als Hohepriester werde ich im himmlischen Heiligtum für euch kämpfen. Auf die Erde sende ich euch den Heiligen Geist, damit der Geist Gottes euer Tröster wird, eure Hilfe wird.“

[23:38] Und der Geist Gottes, der ist so besonders. Lukas 12, Verse 11 und 12. Lukas 12, Verse 11 und 12. „Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor die Fürsten und Obrigkeiten führen, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen sollt oder was ihr sagen sollt. Denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt.“

[24:10] Nun, wenn sie euch in die Synagogen bringen, wenn sie euch vor die Fürsten stellen, wenn sie euch zur Verantwortung ziehen, habt keine Angst. Ihr seid in Bedrängnis, aber der Geist sorgt für euch. Er kämpft für euch. Er ist bei euch. Und nicht nur, dass er euch die richtigen Worte gibt und dass er euch hilft, der Wahrheit gemäß zu antworten und das Richtige zu sagen. Nein, er wird auch euer Tröster sein. Bei ihm werdet ihr Zuflucht und Trost haben. Er wird euch helfen, er wird euch Stärke geben. Er wird für euch da sein. Ich lasse euch nicht als Waisen zurück. Ich gebe euch in die Obhut von jemand anderem.

[24:47] Christus hat seine Jünger verlassen, ist ins Himmelreich gegangen, dient dort den Jüngern immer noch als Hohepriester, aber schickt ihnen jemand, der auf sie aufpasst, den Heiligen Geist. Und der Heilige Geist ist sogar noch in der dunkelsten Stunde bei den Kindern Gottes. Der Heilige Geist verlässt sie nicht. 1. Korinther 19, äh 1. Könige 19, 11 bis 13. 1. Könige 19, 11 bis 13. Die berühmte Geschichte, wo Elia die Baal-Propheten vernichtet hatte und jetzt auf der Flucht vor Isebel ist. Und dann kommt er an diesem Berg Horeb. Und dort passiert etwas, dass auf diesem Berg Elia sehnt sich nach Gott, er braucht einen Tröster. Elia ist verzweifelt. Und heißt es hier in Vers 11: „Er aber sprach, also Gott, er aber sprach: ‚Komm heraus und tritt auf den Berg vor den Herrn.‘ Und siehe, der Herr ging vorüber, und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging vor dem Herrn her. Der Herr aber war nicht in dem Wind. Und nach dem Wind kam ein Erdbeben. Aber der Herr war nicht in dem Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer. Aber der Herr war nicht in dem Feuer. Und nach dem Feuer kam die Stimme eines sanften Säuselns.“

[26:10] Und es geschah, als Elia dieses hörte, da verhüllte er sein Angesicht mit seinem Mantel und er ging hinaus und trat an den Eingang der Höhle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm, die sprach: „Was willst du hier, Elia?“ Nun, Elia wollte unbedingt, er brauchte den Tröster, er musste mit Gott sprechen. Elia war so weit, dass er lieber sterben als leben wollte. Und Gott, er ermutigt ihn, er möchte mit ihm sprechen. Und dann hört er draußen diesen Wind und das Erdbeben. Dann hört er dieses Feuer. Aber Elia wartet in der Höhle, bis er dieses sanfte, leise Säuseln hört. Und dann weiß er, das ist Gott. Und dann tritt er vor die Höhle, verbirgt sein Angesicht und steht nun draußen und hat dieses Säuseln im Ohr. Er hört dieses leise Säuseln.

[27:07] Und wie er das hört, dieses Säuseln, da heißt es hier: „Und siehe, da kam die Stimme zu ihm, die sprach: ‚Was willst du hier, Elia?‘“ Warum bist du hier? Was willst du hier? Dieses sanfte Säuseln, dieses liebevolle Säuseln, das ist die Stimme Gottes. Mit dieser Stimme Gottes spricht Gott auch heute zu uns. Im Säuseln. Die Stimme Gottes ist etwas, was wir in uns drin hören können. Gott versucht nicht unbedingt durch Wunderzeichen zu uns zu reden. Er versucht lieber, zu uns zu reden wie ein Vertrauter. Nur seine Stimme werden wir nur dann kennen, wenn wir nur dann erleben, wenn wir nur dann verstehen, wenn wir wissen, wie er spricht. Und wie wissen wir das? Wenn wir eine Beziehung zu ihm haben.

[28:00] Der Heilige Geist will uns lehren, will uns führen, will uns unterrichten. Der Heilige Geist möchte unser Ratgeber sein. Aber wir erleben ihn nicht in den lauten Dingen. Manchmal fragen wir danach und sagen: Gott, kannst du nicht Wunderzeichen machen, damit ich verstehe, was dein Wille ist? Aber auf die Art und Weise redet Gott ganz selten. Und es ist auch nicht der Weg, mit dem Gott mit uns kommunizieren möchte. Gott möchte lieber ein Vertrauter von uns sein. Durch diese Wunderzeichen und diese großen, mächtigen Wunder, die wir sehen können, dadurch kann Gott uns zwar eine Richtung weisen, aber es führt nicht unbedingt dazu, dass wir eine gute Beziehung zu ihm bekommen. Manchmal sagen wir: Okay, ich folge dem Weg und ich tue es dann vielleicht aus Angst. Aber Ellen White sagt: Gottes Geist spricht zu unserem Geist.

[28:48] Also die Idee, Gott möchte mit unserem Verstand sprechen. Er möchte uns helfen. Damit wir das aber können, damit wir seine Stimme verstehen, muss es ruhig sein. Wir müssen auf dieses leise Säuseln warten, damit Gott mit uns sprechen kann. Und diese Zeit, die nehmen wir uns auf den Knien. Im Gebet. Wir werden dort still. Wir warten nicht auf die großen Wunderzeichen, sondern wir sind wirklich still. Wir bringen unsere Gedanken vor Gott, aber wir sind auch still. Und in der Stille hören wir. Ein Gebet ist ja ein Dialog. Und wer spricht dort zu uns? Ist der Geist Gottes. Er redet mit uns. Er möchte uns helfen, er möchte uns unterweisen. Und das ist der große Tröster, unsere große Hoffnung, unser Ratgeber.

[29:31] Nun, wir gehen in Johannes 16 und lesen Vers 8 bis 13. Johannes 16, Vers 8 bis 13. Christus hatte hier von dem Tröster oder von dem Beistand den Jüngern berichtet und dann sagt er hier ab Vers 8: „Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht. Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben. Von Gerechtigkeit aber, weil ich zu meinem Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht. Vom Gericht, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Noch vieles hätte ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“

[30:44] Nun, der Geist wird kommen und er wird die Welt überführen von Sünde, von Gerechtigkeit und von Gericht. Also er möchte der Lehrer sein. Der Geist kommt als Lehrer und er hilft jetzt, dass ich erkenne, was ist Sünde und was ist Gerechtigkeit. Er unterrichtet mich, auch wenn ich Christus noch nicht wirklich kenne, aber der Geist versucht in mein Herz zu sprechen und zeigt mir, was ist die Gerechtigkeit, was ist richtig zu tun, was ist Sünde. Und während der Mensch sich darüber entscheiden kann, zeigt der Geist auch, es wird ein Gericht geben. Der Fürst dieser Welt ist gerichtet. Was zur Sünde gehört, wird verloren gehen. Und so hilft der Geist den Menschen. Er gibt ihnen Ratschläge, er spricht in ihr Gewissen, er hilft den Menschen zu verstehen, was sollen sie tun.

[31:34] Und so haben wir ganz, ganz oft in unserem Gewissen, dass der Geist uns hilft, die richtige Entscheidung zu treffen. Versteht mich nicht falsch, nicht jede Stimme, die wir in uns drin haben, ist die Stimme des Geistes Gottes. Ganz oft versuchen wir selbst durch falsche Beweggründe, vielleicht durch eine falsche Erziehung, durch verschiedene Dinge, uns unser eigenes Bild zu machen, zu sagen: Das müsste richtig sein, das müsste richtig sein. Und manchmal verführen wir uns selber. Wir müssen aber unseren ganzen Willen, unseren Verstand, wir müssen alles dem Worte Gottes unterwerfen. Wenn es im Worte Gottes Sinn macht, dann ist die Entscheidung auch richtig. Und der Geist wird uns helfen, uns in alle Wahrheit hineinzuführen.

[32:22] Was ist aber Wahrheit? Johannes 17, Vers 17: „Dein Wort ist Wahrheit.“ Der Geist versucht uns in die Bibel zu führen. Warum in die Bibel? Naja, wenn er uns in die Bibel führt, führt er uns zu Christus. Denn der Geist wird nicht von sich selbst aus reden, sondern das, was er hören wird, das wird er euch verkündigen. Christus, der unter seinen Jüngern war, ist ja jetzt im himmlischen Heiligtum. Und er sagt: „Ich schicke euch den Tröster, den Beistand, der kommt zu euch. Und er wird mit euch reden, so wie ich mit euch geredet habe, denn er wird nicht von sich selbst aus reden, sondern ich werde ihm sagen, was er sagen soll.“ Alles, was der Heilige Geist euch sagt, das sagt er euch von mir.

[33:02] Also Christus spricht immer noch zu uns durch den Geist jetzt. Weil Christus jetzt gebunden ist im himmlischen Heiligtum und dort für uns arbeitet, schickt er uns den Geist, der mit uns redet. Und so wie die Jünger damals eins zu eins mit Christus gesprochen haben, so sollen wir das auch machen. Wir sollen auf den Geist hören, wir sollen unsere Anbetung bringen, wir sollen hören. Also ist ein Dialog. Der Geist soll uns helfen, der wird uns in alle Wahrheit hineinführen. Er will unser Ratgeber sein.

[33:31] Römer 8, Vers 16. Paulus sagt: „Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“ Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist. Geist Gottes und unser Geist und die geben jetzt Zeugnis und sagen: Gehört zu Gott. Nun, ich selbst bezeuge das. Ich sage, ich bin ein Kind Gottes und der Geist Gottes bezeugt das auch. Sagt: Du gehörst zu mir. Er ist unser Zeuge, er vertritt uns. Er, der Geist, selber bezeugt, dass du und ich zu Gott gehören. Und er ist unfehlbar. Der Geist macht keine Fehler und er bezeugt: Du gehörst zu Gott. Das ist gewaltig.

[34:21] Dieser Geist Gottes, genau wie der Sohn und der Vater, er ist Liebe. Sein Charakter ist Liebe. Er will uns genauso retten, wie Christus uns retten will und wie der Vater uns retten will. Und er kämpft für uns. Aber er hat sich so weit zurückgenommen, dass er alles das, was er uns sagt, von Christus übernimmt. Christus im himmlischen Heiligtum tritt für die Menschen dort ein und der Heilige Geist sagt uns alles das, was Christus uns sagen möchte. Weil Christus nicht hier ist und nicht eins zu eins mit mir sprechen kann, benutzt er den Heiligen Geist, der zu meinem Verstand spricht, in meinen Geist hinein, in mein Gewissen. Und das ist so eine große Sache, dass wir das haben. Das ist so eine große Hoffnung, dass wir wissen, der Vater, der Sohn und der Geist, diese drei lieben uns und diese drei kämpfen für unsere Erlösung. Und sie bezeugen, dass wir zu ihnen gehören.

[35:24] Auf dieser Welt glauben wir das manchmal nicht. Und wenn wir uns angucken, Männer und Frauen voller Sünde, dann können wir manchmal an uns selbst verzweifeln. Aber der Vater, der Sohn und der Geist bezeugen: Das ist mein Sohn, das ist meine Tochter, und sie werden für uns kämpfen.

[35:40] Joel 3, Verse 4 und 5. „Die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt. Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Denn auf dem Berg Zion in Jerusalem wird er Rettung sein, wie der Herr verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der Herr beruft.“

[36:21] Es wird Rettung sein, denn der Herr hat sein Volk gerufen. Ehe denn der große und schreckliche Tag des Herrn kommt. Wo es hier heißt, die Sonne wird verfinstert, der Mond wird wie Blut. Ja, wann ist das Ereignis aufgetreten? Es war schon 1780 das erste Mal, dass die Sonne wirklich komplett dunkel war den ganzen Tag. Als der Mond aufging, war der Mond rot wie Blut. Ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt. Zu dieser Zeit, und dann heißt es hier: „Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“

[36:59] Es deutet also auf die Zeit des Endes. Das ist schon passiert, wir sind schon in der Endzeit und es wird nochmal diese großen Zeichen am Himmel geben, wenn Christus wiederkommt. Jeder, der den Namen Gottes anruft, besonders in dieser Zeit, denn es bezieht sich auf die letzten Tage, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Da steht nicht: Könnte vielleicht gerettet werden, oder ich überlege mal, ob ich ihn dann vielleicht doch rette. Da steht: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.

[37:29] Wenn du Gott anrufst und wenn du ihn fragst: Herr, willst du mich erretten? Ich bin ein sündiger Mensch und ich habe keine Hoffnung in mir selber. Ich werde niemals aus meiner Kraft dein Gesetz befolgen können, obwohl dein Gesetz gut und gerecht ist. Ich bitte dich, erlöse mich, hilf mir, dass ich das kann und bitte vergib mir meine Schuld. Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Nicht aufgrund unserer Taten, aufgrund unseres Glaubens. Wir glauben daran, dass Gott uns erlösen wird. Wir glauben an das Blut, das für uns vergossen ist. Wir glauben daran, dass der Heilige Geist für uns eintritt. Er, der bezeugt, dass wir Gottes Kinder sind. Wir werden gerechtfertigt durch unseren Glauben.

[38:24] Wir gehen in Psalm 91, Verse 14 bis 16. Psalm 91, der berühmte Psalm, der parallel gelesen werden kann zur Offenbarung 16, also diese Zornschalen. Und hier lesen wir Verse 14 bis 16: „Weil er sich an mich klammert, darum will ich ihn erretten. Ich will ihn beschützen, weil er meinen Namen kennt. Ruft er mich an, so will ich ihn erhören. Ich bin bei ihm in der Not. Ich will ihn befreien und zu Ehren bringen. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und ihn schauen lassen, mein Heil.“

[39:03] Weil er mich kennt, darum will ich ihn erlösen. Weil er meinen Namen ruft, weil er meinen Namen nennt, deswegen will ich bei ihm sein. Weil er sich an mir festhält, deswegen werde ich ihn erretten. Denkt an die Geschichte von Jakob, der am Jabbok nachts da mit Gott gerungen hat, weil er sich an mich klammert, darum will ich ihn retten. Die einzige Hoffnung, die Jakob damals hatte, war, Gott nicht loszulassen und dadurch wurde er auch gesegnet. Und das ist unsere einzige Hoffnung, die wir haben.

[39:36] Den Kampf können wir aus eigener Kraft nicht gewinnen. Wir haben keine Chance, selbst zu überwinden. Aber wir können uns festklammern und sagen: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. Die einzige Hoffnung, die wir Menschen haben. Manchmal versuchen wir, ein besseres Leben zu führen, um Gott wohlgefälliger zu sein, damit wir einen guten Eindruck machen, weil wir das Gefühl haben, Gott kann unsere Gebete sonst nicht erhören. Aber das ist nicht wahr. Gerade dann, wenn ich in Not bin, wenn ich in Sünde bin, wenn die Sünde in mein Leben gekommen ist, gerade dann muss ich Gott anrufen. Denn darum ist Christus ja gekommen. Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Er ist der große Arzt. Gerade dann müssen wir zu Gott kommen.

[40:23] Und dann tritt er auch für uns ein. Er vergibt uns unsere Sünden. Er nimmt uns beide Hand und er führt uns. Er verändert unser Herz. Das, was ich nicht kann, das will er für mich tun. Er möchte mein Inneres verändern. Und das kann ich nur in seiner Gegenwart erreichen. Macht nicht den Fehler zu sagen: Ich muss erst ein besserer Mensch werden und dann kann ich zu Gott kommen. Kommt als Sünder zu Gott, dann werdet ihr bessere Menschen. Andersrum werdet ihr es niemals schaffen, diesen Weg. Ihr werdet niemals die Gerechtigkeit aus euch selbst erlangen und dann zu Gott kommen können. Wenn das das Ziel ist: Ich muss erst gerecht werden, um dann zu Gott zu kommen, wird kein Mensch gerettet werden.

[41:02] In dem Moment, wo ich Sünder bin, muss ich zu Gott kommen. Denn Gott hat mich gerufen, als ich Sünder war. Komm zu mir. Lass uns miteinander rechnen. „Wenn deine Sünde auch wie Scharlach ist, sie soll weiß werden wie der Schnee. Wenn sie rot ist wie Karmesin, sie soll weiß wie Wolle werden.“ Wenn wir in der Sünde sind, dann sollen wir zu Gott kommen und dann will er uns helfen.

[41:21] Johannes 10, Vers 28. Johannes 10, Vers 28. Wir fangen bei Vers 27 an: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach. Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“

[41:51] Nichts im Universum vermag dich aus der Hand Gottes zu reißen, wenn du dein Leben ihm gibst. Der Teufel würde das gerne tun, aber er kann nicht. Der Teufel kann mein Leben von mir nehmen. Er kann mich umbringen. Ich könnte mich nicht gegen ihn verteidigen, würden nicht Gottes Engel um mich sein. Aber niemand kann mein Leben aus der Hand Jesu nehmen. Jesus hat es verwahrt und er verändert mein Herz und das ist ein Prozess und das dauert eine Weile. Aber weil mein Leben bei Christus ist, wird Christus auf mich aufpassen, dass ich nicht vorher sterbe, bevor das Werk in meinem Herzen abgeschlossen ist. Und das will er auch für dich tun.

[42:30] Er hält dich am Leben. Er begleitet dich durch dein Leben. Er führt dich in Situationen hinein und rettet dich aus Situationen, bis dein Herz gereinigt ist, bis du ganz zu Christus gehörst, bis dein Herz ins Himmelreich passt. Das geht nicht darum zu sagen, jemand muss das und das und das erreichen und dann kann er gerettet werden. Es geht nur darum, dass dein Herz ins Himmelreich passt. Wenn du im Himmelreich leben kannst, dann steht nichts im Wege, um dich zu retten. Nur Gott muss dein Herz hier verändern. Wir nennen das Heiligung. Die Heiligung muss auf der Erde geschehen, damit du, solltest du eines Tages sterben oder sollte Christus vorher wiederkommen, du direkt ins Himmelreich gerettet werden kannst. Unseren Charakter müssen wir mitnehmen und den Charakter, den wir hier auf der Erde entwickeln, der muss fähig sein, im Himmelreich zu leben. Und das möchte Gott in uns tun, unseren Charakter verändern. Und das wird er machen, egal wie lange das braucht. Wenn dein Leben immer bei ihm ist, dann wird er auf dich aufpassen. Er wird dich festhalten und niemand kann dein Leben von ihm fordern. Erst der Herr über Leben und Tod.

[43:35] Schau mal, wie schön er das dann beschreibt, wie schön er das ausdrückt. Jesaja 49, Verse 14 bis 16. Jesaja 49, 14 bis 16.

[44:00] „Zion sprach: ‚Der Herr hat mich verlassen und der Herrscher hat mich vergessen.‘ Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarmt über ihren leiblichen Sohn? Selbst wenn sie ihn vergessen sollte, ich will dich nicht vergessen. Sieh in meine Hände, habe ich dich eingezeichnet, deine Mauern sind allezeit vor mir.“

[44:21] Das Volk, Zion, die Menschen, die zu Gott gehören, die sagen: Der Herr hat uns verlassen. Vielleicht sind unsere Sünden zu groß. Vielleicht können wir nicht mehr gerettet werden. Vielleicht ist für uns keine Erlösung mehr. Gott hat uns vergessen. Er kümmert sich nicht um uns. Und dann antwortet Gott: Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarmt über ihren leiblichen Sohn? Gott bemüht hier den Vergleich und sagt: Was ist denn die größte Liebe, die ihr auf der Erde kennt? Das ist wahrscheinlich die Liebe von einer Mutter zu ihrem Kind. Und Gott sucht genau diesen Vergleich und sagt: Könnte eine Mutter ihr Kind vergessen, dass sie sich nicht erbarmt über ihren Sohn? Und dann sagt er: Selbst wenn sie das sollte, selbst wenn die Mutter ihr Kind vergessen könnte, ich werde dich niemals vergessen, denn ich habe dich in meine Hände gezeichnet. Deine Mauern sind allezeit vor mir. Ich weiß, wer du bist. Ich kenne dich ganz genau und vergessen werde ich dich niemals, egal was passiert.

[45:30] Wie kannst du sagen, der Herr hat mich vergessen, der Herr hat mich verlassen? Gott hat versprochen, dass er bei uns ist und er wird uns niemals vergessen. Wenn schon eine Mutter hier auf Erden ihr Kind nicht verstößt, nicht vergisst, nicht verwirft, weil es was Schlechtes gemacht hat, wie viel weniger Gott im Himmel, der uns von ganzem Herzen liebt und der uns sogar sagt: Ich werde dich niemals verlassen. Gott kann nicht lügen. Gott wird immer bei dir sein. Er wird mit dir durchs Leben gehen. Er wird der Tröster sein, der um dich ist. Er wird dir helfen in schwierigen Situationen. Er wird dein Ratgeber sein. Er möchte dein Alles sein. Er wird dich niemals vergessen.

[46:22] Nun, das Donnerstagsthema möchte ich noch mit euch angucken und dazu schlagen wir mal Offenbarung 14, Verse 6 und 7 auf. Das ist ja die dreifache Engelsbotschaft. Offenbarung 14 und hier 6 und 7 ist diese erste Botschaft, also der erste Engel, der ruft. Offenbarung 14, 6 und 7: „Und ich sah einen anderen Engel inmitten der Himmel fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volkstamm und jeder Sprache und jedem Volk. Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“

[47:01] Also da kommt jetzt ein Engel, der verkündet auf der ganzen Erde: Eins, die Stunde des Gerichts ist gekommen und zwei, betet den Schöpfer an. Nun, das soll verkündet werden und das wird verkündet. Und was hatte er eigentlich zu verkündigen? Naja, es war das ewige Evangelium, heißt es hier. Er sollte das ewige Evangelium verkünden. Er spricht zum einen vom Gericht, das Gericht begonnen hat, wir wissen es, 1844. Zum anderen spricht er davon, dass wir den Schöpfer anbeten sollen, also das Sabbatgebot: „Gedenke des Sabbat-Tages, dass du ihn heiligst, denn in sechs Tagen hat der Himmel und Erde und so weiter gemacht.“ Dieser Engel hat ein ewiges Evangelium zu verkündigen.

[47:49] Nun, was ist das ewige Evangelium? Dazu gehen wir mal in Galater Kapitel 1 und lesen Verse 6 bis 9. Paulus spricht hier in diesem Brief an die Christen in Galatien und er sagt: „Mich wundert, dass ihr euch so schnell abwenden lasst von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, zu einem anderen Evangelium, während es doch kein anderes gibt. Nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen. Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden, als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht. Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich es auch jetzt wiederum: Wenn jemand euch etwas anderes als Evangelium verkündigt, als das, welches ihr empfangen habt, der sei verflucht.“

[48:49] Paulus sagt, es gab hier die Möglichkeit in Galatien, dass da irgendwelche Leute kamen und ein anderes fremdes Evangelium verkündet haben. Paulus sagt, die seien verflucht. Denn es gibt kein anderes Evangelium, als nur das eine, genau das, das auch verkündigt worden ist, das die Apostel verkündigt haben, das hier geschrieben steht. Es gibt ein Evangelium, eine gute Nachricht. Und dieses ewige Evangelium soll dieser Engel in Offenbarung 14 verkünden.

[49:17] Nun, was ist dieses ewige Evangelium? Es gibt nur ein einziges. Alles andere, wer behauptet, er hat eine neue Botschaft, ein anderes Evangelium, Erlösung funktioniert eigentlich anders, man kann sich durch Werke retten oder was auch immer. Paulus sagt, der sei verflucht, wer sowas behauptet. Es gibt ein Evangelium, das ewige. Nun, welches ist es? Naja, das ewige Evangelium. Was ist die gute Nachricht? Was ist dieser Bund, den Gott mit uns macht? Wie erlöst er uns? Naja, wir sprechen immer von diesem neuen Bund. Der neue Bund ist das Evangelium in sich. Der neue Bund ist die gute Nachricht.

[49:55] Warum? Weil der Mensch sich aus eigener Kraft nicht erlösen kann. Der Mensch ist dem Tode unterworfen und der Mensch wird im Gericht sterben. Der Mensch hat Sünde und weil die nicht vergeben ist, wird der Mensch im Gericht sein Urteil empfangen. Und der Mensch hat ein sündiges Herz, also sein Herz passt nicht ins Himmelreich. Wenn ich es schaffen würde, mein Herz zu reinigen und von heute an ohne Sünde lebe, würde ich dennoch im Gericht verurteilt werden für die Sünde, die ich Jahre zuvor getan habe. Wenn mir meine Sünde vergeben ist, die ich in der Vergangenheit getan habe, aber mein Herz nicht verändert wird, könnte ich auch nicht ins Himmelreich kommen, weil ich zwar keine Sünde mehr habe, aber mein Herz passt nicht ins Himmelreich.

[50:50] Nun, das ewige Evangelium wird nun im neuen Bund beschrieben und löst genau dieses Problem. Und der neue Bund ist, und das lesen wir am besten im Hebräerbrief, da beschreibt Paulus das nämlich ganz kurz und genau auf den Punkt. Hebräer Kapitel 10, Verse 16 und 17: „Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Sinne schreiben. Sagt er auch: ‚An ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeit will ich nicht mehr gedenken.‘“

[51:28] Nun, Paulus fasst diesen Bund zusammen, er zitiert ja aus Jeremia aus dem Alten Testament und sagt: Was ist der Bund? Nun, der Bund hat zwei Komponenten. Erstens, ich möchte ihre Herzen verändern, das, was sie nicht können. Unsere Herzen sind seit dem Sündenfall nicht mehr rechtschaffend. Wir haben sündige Herzen. Unser Herz zieht uns immer in die Sünde. Selbst wenn wir versuchen vom Verstand her das Gute zu tun, werden wir irgendwann merken, unser Herz zieht uns immer in die Sünde und oft fallen wir, unterliegen. Unser Herz muss verändert werden und Gott hat versprochen, das will er tun, das ist Teil des Bundes. Ich kann das nicht tun in mir, aber Gott kann. Gott möchte mein Herz verändern, Teil des Bundes.

[52:08] Der zweite Teil: Nun, Gott verspricht: An ihre Sünden will ich nicht mehr gedenken. Er möchte meine Sünde vergeben und jeder Mensch, der in diesem Bund ist, muss gerettet werden, denn es gibt keinen Grund, diesen Menschen nicht zu retten. Warum? Naja, Gott verspricht uns die Sünden zu vergeben. Das sind die Sünden in der Vergangenheit, das sind die Sünden in der Gegenwart und das sind die Sünden in der Zukunft. Eure Sünden werden vergeben werden, die sind vergeben durch das Blut Jesu Christi. Habt ihr in der Vergangenheit gesündigt, ist die Sünde durch das Blut Jesu vergeben.

[52:49] Sollte jemand von uns heute oder in Zukunft sündigen, dann sagt Johannes, dann haben wir einen Hohen Priester im Himmel. Wir können unsere Sünde bekennen, ein Bekenntnis geben zu Christus und sagen: Da ist Sünde in meinem Leben, bitte vergib sie mir. Ich habe sie gesehen und ich möchte davon loskommen. Christus vergibt uns sofort und dann möchte Christus unser Herz verändern, denn unser Herz zieht uns ja immer in die Sünde.

[53:16] Was ist unser Problem? Naja, mein Problem: Ich möchte vom Verstand her Christus folgen, mein Herz aber zieht mich in die Sünde. Jetzt möchte ich vom Verstand her Christus folgen und merke in meinem Leben, ich gehe rückwärts, weil mein Herz mich zieht. Wie kann ich befreit werden? Indem Gott mein Herz verändert, indem er Stück für Stück für Stück mein Herz in die Heiligung zieht, also die Sünde abschneidet, Stück für Stück. Und umso mehr Sünde aus meinem Herzen herauskommt, umso schwächer wird der Zug meines Herzens in die Sünde und irgendwann, und das ist der Prozess, ist die Heiligung abgeschlossen. Ich mag die Sünde nicht mehr. Das heißt nicht, dass ich nicht mehr in Sünde fallen kann, ich kann trotzdem noch in Sünde fallen, aber ich mag die Sünde nicht mehr, ich habe keinen Gefallen mehr an der Sünde. Mein Herz zieht mich jetzt also zu Christus. Mein Verstand zieht mich zu Christus. Das ist die perfekte Grundvoraussetzung, um Himmelsreich leben zu können. Alles zieht dich zu Christus. Das Herz muss geändert werden und das macht Gott im neuen Bund.

[54:28] „Ich werde eure Herzen verändern.“ Das macht er durch den Heiligen Geist und durch sein Wort, aber das ist ein anderes Thema und das kennen wahrscheinlich auch die meisten schon. Das Wort Gottes ist eine Kraft, wird unser Herz verändern durch den Heiligen Geist. Es ist ein großes Geschenk, das Gott uns gemacht hat. Und gerade jetzt, heute, in diesen letzten Tagen, in denen wir leben, ist es so wichtig, diese Botschaft aufrechtzuhalten, diese Botschaft hochzuhalten und zeigen: Wir werden aus Glauben gerettet. Rechtfertigung, Heiligung, das geschieht aus unserem Glauben heraus. Das hat nichts mit unseren Werken zu tun. Unsere Werke sind das Resultat der Heiligung in unserem Herzen. Wenn unser Herz in Heiligung voranschreitet, dann folgen daraus gute Werke und damit kann man sehen: Bin ich denn schon auf dem richtigen Wege? Wird mein Herz denn schon geheiligt? Ist es soweit, dass ich das Gute tue und das Schlechte hasse, dass ich sogar für meine Feinde bete? An den Früchten kann ich erkennen, wie weit mein Herz ist. Aber es ist ein Prozess, auf dem ich bin.

[55:39] Und gerade in den letzten Tagen, wo viele Dinge entstehen, auch innerhalb der Gemeinden, neue Strömungen, die da sagen: Ist egal, wie du lebst, du kannst alles machen, was du willst, Gott liebt dich als Sünder. Das stimmt, Gott liebt uns als Sünder, aber er möchte unser Herz verändern. Dann gibt es die andere Gruppe, die sagt: Du musst genau, ganz heilig, du musst das tun, das tun und das tun und das tun und das tun. Wenn du das nicht tust, dann liebt Gott dich nicht. Oder Gott wird dich dann nicht retten. Und dann konzentriert man sich plötzlich auf Werksgerechtigkeit. Ich muss das jetzt unbedingt tun, anstatt sich darauf zu konzentrieren, eine gesunde Beziehung zu Christus zu haben, Zeit mit ihm zu verbringen.

[56:09] Und gerade in den letzten Tagen wird uns das sehr, sehr schwer fallen. Viele Menschen, wir kennen das unter der Sichtung, werden nach links und rechts abfallen aus der Gemeinde. Und nur noch die bleiben stehen, die Gottes Stimme kennen, die eine wirkliche Beziehung zu ihm haben, die Zeit mit ihm verbringen. Die werden durch die letzte Zeit der Trübsal gehen und die Menschen werden am Ende gerettet werden von Christus, weil sie seine Schafe sind, seine Schafe kennen seine Stimme. Und ich wünsche mir, dass du und ich dazu gehören, dass wir heute eine Beziehung zu Christus aufbauen, eine Beziehung zu dem Gott, der uns von ganzem Herzen liebt. In ihm ist unsere ganze Hoffnung. Aus uns heraus können wir nichts tun. Wenn wir mit ihm verbunden bleiben, kann uns nichts geschehen, denn er wird uns retten und niemand wird uns aus seiner Hand reißen. Wir müssen nur bei ihm sein, eine Beziehung mit ihm haben.

[57:04] Und wenn das auch dein Wunsch ist, dann möchte ich bitten, dass wir gemeinsam beten und Gott bitten, dass er uns diese Beziehung schenkt und uns immer wieder daran erinnert. Lass uns beten. Unser lieber Herr, wir möchten dir danken dafür, dass wir gemeinsam studieren dürfen, dass wir dein Wort öffnen dürfen und dass wir sehen können, was du für uns Menschen getan hast. Du hast uns den neuen Bund gegeben, einen Bund, in dem du unser Herz ändern möchtest. Du möchtest unsere Sünden vergeben, Herr, und wir können daran nichts tun. Wir können weder uns selbst die Sünden vergeben, noch können wir unser Herz verändern. Alles, was wir tun können, ist dich zu bitten, dass du uns annimmst als sündige Menschen und dass du uns hilfst, dass wir ein heiliges Leben führen können. Bitte verändere du unser Herz, schreibe dein Gesetz in unser Herz hinein und vergib unsere Sünde, damit auch wir eines Tages in deiner Herrlichkeit dein Angesicht sehen können. Das ist unser Gebet im Namen unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. Amen.

[57:53] Vielen Dank, dass wir gemeinsam studieren durften. Es macht viel Freude, durch diese letzten Ereignisse in der Endzeit zu gehen, und das war ein ganz erfrischendes Thema, finde ich, um die Liebe Gottes, die Liebe Jesu, die Liebe des Heiligen Geistes. Man kann davon eigentlich gar nicht genug hören, und es ist so schön zu wissen, dass wir so einen liebevollen Gott haben. Herzliche Einladung, auch nächste Woche wieder dabei zu sein, wenn wir gemeinsam das nächste Thema studieren. Gottes Segen euch.


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