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In dieser Cannstatt Study Hour-Episode mit Clemens Kramp geht es darum, wie wir gemäß dem Wort Gottes leben können. Der Vortrag beleuchtet die Bedeutung der Bibel als Grundlage für unser Leben, die Notwendigkeit, das Gelesene nicht nur zu hören, sondern auch zu tun, und wie Jesus selbst die Schrift als Richtschnur nutzte. Es werden praktische Wege aufgezeigt, wie wir das Wort Gottes in unseren Alltag integrieren und dadurch ein Leben führen können, das Gott gefällt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2020 Q2: Wie legen wir die Bibel aus?

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Transkript

[0:00] Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen bei einer neuen Folge von Joelmedia TV, der Cannstatt Study Hour.

[0:27] Wir wollen uns heute mit einem neuen Thema beschäftigen, und zwar das Thema: Gemäß dem Wort Gottes leben. Ich freue mich, dass wir die Gelegenheit haben, in den nächsten Minuten näher in das Wort Gottes einzutauchen und dieses Thema zu beleuchten.

[0:41] Ganz am Anfang lade ich euch ein, dass wir ein Gebet zusammen haben und Gott einladen, hier unter uns zu sein und uns zu segnen beim Studium seines Wortes. Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir von Herzen Danke sagen, dass du uns von Herzen liebst. Ich möchte dir Danke sagen, dass du uns als deine Kinder, die wir auf dieser Erde leben, nicht einfach zurückgelassen hast. Ich möchte dir Danke dafür sagen, dass du uns dein Wort gegeben hast. Wir dürfen Verbindungen mit dir haben, indem wir zu dir beten, dich anrufen, unser Herz mit dir teilen. Aber du hast uns auch dein Wort gegeben, und wenn wir es lesen, dann erkennen wir immer besser, wer du bist und was du vorhast mit dieser Welt, und dass du einen Ruf hast, den du hinaus sendest in diese Welt, doch heim zu kommen und die Ewigkeit auch ins Auge zu fassen. Du möchtest uns erretten, und wir bitten dich, lieber Vater, dass du uns segnest in den nächsten Minuten, dass wir erkennen können, was dein Wort doch für uns in unserem Leben sein darf und wie sehr es in unserem Leben sprechen möchte. Ich habe Dank dafür, dass du uns segnen wirst. In deinem Namen. Amen.

[1:51] Ja, ihr Lieben, auf dieser Erde gibt es Milliarden von Menschen, Menschen, die sich die unterschiedlichsten Lebensphilosophien zur Grundlage gemacht haben, um Lebensentscheidungen zu treffen, um Entscheidungen in ihrem Leben zu treffen, um voranzugehen und durch das Leben zu gehen. Als gläubige Menschen sind wir von Gott gerufen, nicht einfach irgendwie zu leben, sondern nach seinem Wort, nach dem Wort Gottes, und darum soll es heute gehen: Gemäß dem Wort Gottes leben.

[2:28] Zum Anfang möchte ich dich ganz offen fragen: Welchen Stellenwert hat das Wort Gottes in deinem Leben? Wie viel Zeit räumst du dem Betrachten und dem Nachdenken über das Wort Gottes in deinem Alltag ein? Ist dieses Zeitkontingent vergleichbar mit einer netten Abendlektüre, die abends vor dem Schlafen gehen oder auch morgens vor dem Weg zur Arbeit vielleicht schnell noch gelesen wird, um innerlich ruhig zu werden? Oder sind die Seiten der Heiligen Schrift für dich mehr? Hast du erlebt, vielleicht Erfahrungen gemacht, die dir gekommen sind, als du das Wort Gottes tiefer für dich studiert hast? Hast du erlebt, wie das Wort dein Leben positiv verändert hat? Es gibt unzählige Berichte von gläubigen Menschen und denjenigen, die es geworden sind, die in besonderer Weise erlebt haben, wie das Wort Gottes, die Bibel, die Heilige Schrift ihr Leben so positiv verändert hat.

[3:26] Bei Ellen White finden wir in dem Buch "The Upward Look" auf Seite 155 folgende Aussage: "Das natürliche Auge kann die Anmut und Schönheit Christi niemals sehen. Die innere Erleuchtung des Heiligen Geistes, der der Seele ihren wahren, hoffnungslosen, hilflosen Zustand ohne die Barmherzigkeit und Vergebung des Sündenträgers die volle Genüge Christi offenbart, kann allein den Menschen befähigen, seine unendliche Gnade, seine unermessliche Liebe, Güte und Herrlichkeit zu erkennen."

[4:04] Sowohl wir als Gläubige als auch ungläubige Menschen brauchen täglich das unverfälschte, von Gott stammende Wort. Durch den Heiligen Geist haben wir die Möglichkeit, alle Kammern unseres Herzens durchleuchten und uns letztlich helfen zu lassen. Eigentlich ist es eine geniale Chance, doch nehmen wir dieses Angebot wahr? Nehmen wir diese Chance, greifen wir diese Chance beim Schopfe?

[4:29] In vielen Bereichen unseres Lebens ist uns Sauberkeit, Ordnung und eine gewisse Schönheit wichtig. Es ist nicht so, dass einige der Männer unter uns es lieben, dass ihre Autos von außen und von innen schön sind, ordentlich, gereinigt. Frauen lieben es doch zumeist auch, die Wohnungen in einem tollen Zustand wiederzufinden oder selber bis in die letzte Ecke zu wischen. Und jedes Teil soll seinen geordneten Platz haben. Auch Kinder haben schon zumeist einen besonderen Ordnungssinn. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass meine Töchter es lieben, wenn ihre kleine Playmobil-Welt, die sie sich so aufbauen, wenn es dort wirklich Hand und Fuß hat, alles seinen berechtigten Platz und niemand kommt, der vielleicht versehentlich irgendwo gegentreten.

[5:19] Doch wie ist es um unser Herz bestellt? Wie ist es um unser Herz bestellt als gläubige Menschen? Sehnen wir uns heute noch danach, täglich im Wort Gottes zu lesen? Und sind wir bereit, unser Herz vom Wort Gottes wirklich durchleuchten zu lassen?

[5:40] Ich möchte euch einladen, dass wir jetzt die Bibel auch zur Hand nehmen und dass wir einige Abschnitte uns näher beleuchten, damit wir das Thema "Gemäß dem Wort Gottes leben" tiefer verstehen. Da finden wir zunächst einen kleinen, kurzen Abschnitt in Jakobus 1, Vers 22.

[5:56] In Jakobus 1, Vers 22 finden wir folgende Worte: "Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen." In einer anderen Übersetzung heißt es: "Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, sonst betrügt ihr euch selbst."

[6:27] Das Leben als gläubiger Mensch umfasst mehr als das bloße Verstehen von Geboten, Werten, vielleicht auch Aufträgen, die wir dem Wort Gottes entnehmen können. Eine hohe Kenntnis von biblischen Inhalten wird nur dann ein wahrer Segen in unserem und dem Leben anderer Menschen sein, wenn wir bereit sind, das Erkannte auch wirklich auszuleben. Ist es nicht so? Anders gesagt: Die beste Methode, die Bibel zu studieren, taugt nichts, wenn wir nicht auch gleichzeitig entschlossen sind, das auszuleben, was wir aus der Heiligen Schrift gelernt haben.

[7:05] Vielfach erleben wir in unserem Leben, dass wahres Lernen durch Praktizieren von dem Erkannten erfolgt. Da gibt es Beispiele, die ich auch in meinem eigenen Leben erfahren habe, und du wirst vielleicht einstimmen und denkst an ähnliche Situationen aus deinem Leben. Ich erinnere mich gut an meine Zivildienstzeit, in der ich das Bügeln gelernt habe. Wie schön die Hemden heute aussehen würden, weiß ich nicht, wenn ich nach dem Lernen, nach dem Zustauen, nach dem theoretischen Verstehen nie ein Hemd gebügelt hätte. Aber durch das Praktizieren des Erlernten, durch das Ausleben des Erlernten kann es gelingen, dass wir in den einzelnen Lebensbereichen auch Erfolge erzielen.

[7:46] Ich möchte euch einladen, dass wir einen weiteren Vers beleuchten, der uns tiefer in das Thema hineinführt. Diesen Vers finden wir in Philipper 2 und dort in den Versen 12 bis 16.

[7:55] Philipper 2 und dort ab Vers 12: "Darum, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch vielmehr in meiner Abwesenheit, verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt, nach seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murren und Bedenken, damit ihr unsträflich und lauter seid. Untadelige Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter welchem ihr leuchtet als Lichter in der Welt, indem ihr das Wort des Lebens darbietet, mir zum Ruhmen am Tag des Christus, dass ich nicht vergeblich gelaufen bin, noch vergeblich gearbeitet habe."

[8:57] Habt ihr euch auch schon immer gefragt, wie wir in dieser verrückten Zeit, in der so viele Menschen Gott den Rücken zukehren, ein wahres Licht in dieser Welt sein können? Licht zu sein ist nicht immer leicht, aber dieser Abschnitt zeigt uns einige Gedanken auf, die uns helfen, eine Antwort auf diese Fragestellung wirklich zu finden.

[9:27] Der Apostel Paulus lobt hier den Gehorsam der Gläubigen, aber nicht nur das. Er lobt nicht nur in Vers 12 den Gehorsam der Gläubigen, er bringt auch zum Ausdruck, dass selbst in seiner Abwesenheit, in der Zeit, wo sie nicht quasi unter Beobachtung stehen, es zur Lebensgewohnheit gemacht haben, gehorsam zu sein. Paulus bringt auch in Erinnerung, dass Gott derjenige ist, der das Wollen und das Vollbringen schenkt, gewirkt durch den Heiligen Geist.

[9:57] Und so möchte ich dich und mich fragen: Wie sieht es in meinem und deinem Leben nun wirklich tatsächlich aus? Sind wir bereit, uns Tag für Tag von dem Heiligen Geist füllen zu lassen? Sind wir offen, dass der Heilige Geist mein und dein Herz durchleuchten darf?

[10:16] Zudem dürfen wir uns der Frage nähern: Bin ich bereit, bisher erlebte große Hürden anzugehen, weil ich aus dem Wort Gottes weiß, dass Gott auch das Vollbringen schenkt? Manches Mal ist es ja so, dass wir meinen, bestimmte Lebensgewohnheiten, die haben wir halt – in meinem Fall schon 33 Jahre. Vielleicht sagst du ja, das beschäftigt mich seit 40, 50 Jahren. Ist es nicht so, dass wir mit unserem großen, allmächtigen Gott, bei dem kein Ding unmöglich ist, auch Hürden in unserer Persönlichkeit angehen können? Denn er möchte uns Siege schenken, er möchte das Wollen und das Vollbringen schenken.

[10:55] Es gibt viele Themen, die uns manchmal in unserem Leben hemmen. Manchmal ist es vielleicht eine Situation in der Verwandtschaft. Da fangen plötzlich an, Familienmitglieder, Verwandte nicht mehr miteinander zu reden. Sie kommunizieren nicht miteinander und haben auch keine Gemeinschaft. Und das manches Mal über Jahre hinweg. Ist es nicht so, dass der liebe Gott uns das Wollen und Vollbringen schenken möchte? Auch in solchen Bereichen, in solchen praktischen Bereichen, die uns manchmal wirklich das Herz schwer machen, wirklich Veränderung zu erleben und bei uns persönlich anzufangen.

[11:36] Paulus empfiehlt uns in diesem Abschnitt auch, alles ohne Murren zu tun, unseren Dienst zu verrichten, ohne zu klagen und zu nörgeln. Darüber hinaus stellt er das Ziel vor Augen, als untadelige Kinder Gottes zu leben. Aber genau das ist die Frage: Wie kann das gehen, als untadelige Kinder Gottes zu leben in dieser Welt, die voller Versuchungen, voller Anfeindungen, voller Herausforderungen ist?

[12:08] Und dann sagt er: "indem ihr das Wort des Lebens darbietet." Das scheint hier so der Schlüssel zu sein, ein Teil der Lösung. "Indem ihr das Wort des Lebens darbietet." Mit anderen Worten: Können wir nur dann Lichter in einer verkehrten, von Sünde befleckten Gesellschaft sein, so scheint mir, wenn wir Gottes Wort in die Bevölkerung mit aller Liebe und mit allem Takt hineinbringen?

[12:36] Doch die Voraussetzung, dass wir genau das tun, dass wir mit Liebe und Taktgefühl Gottes Wort unserem Nächsten weitergeben, setzt voraus, dass du und ich, dass wir das Wort Gottes wirklich kennen, so wie Gott es gemeint hat.

[12:49] Wie kann das gelingen? In dieser aktuellen Lektion haben wir ein Zitat gehabt, das ich mit euch teilen möchte. Es heißt es in der Sonntagsseite: "Der Heilige Geist ist ein Lehrer, der uns zu einem tieferen Verständnis der Heiligen Schrift und zu einer freudigen Wertschätzung des Wortes Gottes führen möchte. Er macht uns auf die Wahrheit des Wortes Gottes aufmerksam und gibt uns Einblicke in diese Lehren, so dass unser Leben von Treue und einem liebevollen Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes geprägt ist. Niemand kann die Heilige Schrift ohne die Hilfe des Heiligen Geistes erklären. Öffnen wir uns dem Wort Gottes mit demütigem und lernfähigem Herzen, so werden uns die Engel Gottes immer weiter in alle Wahrheit leiten."

[13:45] Ihr Lieben, der Aufruf sollte doch sein: Lasst uns täglich zum Wort Gottes greifen und zuvor nach Lukas 11, Vers 13 unseren Gott im Himmel bitten, uns den Heiligen Geist zu geben, nach seiner Verheißung, damit wir sein Wort doch recht verstehen.

[14:03] In unserem Leben gibt es viele Vorbilder, und wenn du zurückdenkst an deine Vergangenheit, dann denkst du vielleicht an so manches Vorbild, vielleicht hast du sogar ein Vorbild in Sachen Bibelstudium und Bibelkenntnis. Vielleicht ist es ein Bruder oder eine Schwester in deiner Adventgemeinde. Es ist nicht verkehrt, wenn wir auch im Gemeindeleben gute Vorbilder haben, an denen wir uns orientieren können, von denen wir lernen dürfen. Es ist aber auch gut, selbst ein Vorbild, ein positives Vorbild für andere zu sein und entsprechend zu leben, vor allem auch für jüngere Gemeindeglieder oder für Kinder und Jugendliche, die gerade in jungen Lebensjahren nach Orientierung suchen.

[14:54] Wir wollen uns heute insbesondere, wenn wir über das Wort Gottes nachdenken und über die Fragestellung, dem Wort Gottes entsprechend zu leben, mit einer Person beschäftigen, die wirklich ein wundervolles Vorbild ist. Ich möchte euch einladen, dass wir gemeinsam heute auch insbesondere über Jesus selbst, über Jesus Christus nachdenken und von ihm lernen.

[15:14] Und da haben wir in dieser Woche die Begebenheit vor Augen geführt bekommen, in der Jesus in Lukas 4 beschrieben, in der Wüste war und dort Satan begegnete. Und ich lade euch ein, dass wir aus diesem Abschnitt aus Lukas 4 einige Verse herausgreifen und diese näher betrachten. Ich möchte mit euch gemeinsam die Verse 4, 8 und 10 bis 12 lesen.

[15:40] Lukas 4, ab Vers 4: "Und Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort Gottes." In Vers 8 sagt Jesus: "Und antwortete ihm und sprach: Weiche von mir, Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen." Und in den Versen 10 bis 12 dürfen wir lesen: "Denn es steht geschrieben: Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, dass sie dich behüten, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt." Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: "Es ist gesagt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen."

[16:28] Wenn ich das lese, dann gewinne ich den Eindruck, dass Jesus Christus die Schrift sehr gut kannte. In seinem Leben gab es eine tiefe Vertrautheit mit dem Wort Gottes. Aus dem eben gelesenen Bibeltext wird aber auch deutlich, dass der Teufel die Schrift gut kennt und sie auch für seine, man könnte sagen, teuflischen Zwecke und Absichten einsetzt. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Notwendigkeit der Kenntnis der Heiligen Schrift eine enorme Bedeutung für unser Leben und sollte von mir und dir ernst genommen werden.

[17:05] Auch hier in Lukas 4, aus dieser hier niedergeschriebenen Begebenheit, lernen wir, dass es nicht reicht, bloße Texte zu zitieren zu können. Vielmehr ist es notwendig, dass wir die Bedeutungen der Textabschnitte verinnerlichen und auch wissen, was das Wort Gottes an anderer Stelle zu einer bestimmten Thematik zu sagen hat, um das Bild, um das Puzzle komplett vor sich sehen zu können. Nur eine derartige Vertrautheit mit dem Wort Gottes, so scheint mir, wird uns wie bei Jesus helfen, nicht vom Gegner Gottes getäuscht zu werden, sondern den Angriffen Satans wirklich widerstehen zu können.

[17:49] Das Verweisen auf die Heilige Schrift und was dort geschrieben steht, gehört zu den wichtigsten Bausteinen des Wirkens Jesu. Ihr seid eingeladen, im Nachhinein noch folgende Abschnitte für euch persönlich unter diesem Aspekt zu studieren: Lukas 24, die Verse 45 und 46, Matthäus 11, Vers 10 und auch Johannes 6, Vers 45.

[18:15] Beim Betrachten des Lebens Jesu wird deutlich, dass das Lesen und Verstehen der Bibel für Jesus mehr darstellte als ein bloßes Kennen von Bibelinhalten. Für Jesus Christus sind die Inhalte der Heiligen Schrift verbindlich. Sie sind die Norm, nach der wir leben sollten, nach der er gelebt hat.

[18:35] Und so lesen wir in Lukas 10, Vers 26 im Gleichnis vom barmherzigen Samariter Folgendes. Ich lade euch ein, Lukas 10, Vers 26 aufzuschlagen.

[18:53] Und dort heißt es: "Und er sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Wie liest du?" Wenn wir heute von Jesus und seinem Verhältnis zur Heiligen Schrift lernen wollen, dann dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass der Glaube nach dem Verständnis Jesu ein Glaube sein sollte, der dem Wort Gottes entspringt.

[19:15] Dazu heißt es in Johannes 7, Vers 38: "Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen."

[19:26] Heutzutage gibt es unzählige Quellen, um sich über bestimmte Thematiken, auch christliche Thematiken unseres Lebens, schlau zu machen. Und das Vorhaben von Jesus zu lernen, richtig auszuleben, wird uns allerdings grundlegend in dem niedergeschriebenen Wort Gottes beschrieben. Und dort finden wir all die Dinge, die wichtig sind für unseren Lebensalltag.

[19:52] Die Heilige Schrift gibt Zeugnis von Jesus. Wir lesen in Johannes 5, Vers 39 folgende Gedanken, die Jesus über sich selber sagt und über die Schriften. Da heißt es: "Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben. Und sie sind es, die von mir Zeugnis geben."

[20:15] Ich möchte dich einladen, die Bibel, das Wort Gottes zur Grundlage all deiner Lebensentscheidungen zu machen. Ich möchte dich einladen, keinen Bereich außen vor zu lassen, sondern Gott einzuladen, dein Herz zu durchleuchten. Nutze die Bibel, nutze all das, was Gott hier für dich hat aufschreiben lassen. Befrage doch täglich das Wort Gottes, forsche darin und suche Antworten auf all deine Fragen. Wo findest du eine bessere, vertrauensvollere und unverfälschtere Quelle?

[20:54] Das Wort Gottes ist nicht verfälscht. Das Wort Gottes ist vertrauenswürdig. Hier kann man Antworten finden, die helfen, ein Leben zu führen, wie es Gott gefällt.

[21:07] In unseren Bücherschränken, in unseren Wohnungen, gerade auch in Deutschland, haben wir große Schätze. Wie oft denken wir daran? Manches Mal fühlen wir uns gut und toll und empfinden, dass wir besonders gesegnet sind, wenn wir vielleicht ein großes Haus haben, wenn wir vielleicht gewisse technische Geräte haben, eine gute Arbeit, was auch immer. Aber die wahren Schätze stehen in deinem und meinem Bücherschrank. Ich denke an die Bibel und an das Schrifttum von Ellen White.

[21:35] Manche Menschen behaupten, Jesus habe seine Worte teilweise über die Worte der Heiligen Schrift gestellt. Doch die Frage ist: Ist das wirklich so? Wir wollen uns einige Beispiele anschauen, die hier zum Tragen kommen.

[21:50] Matthäus 5, Vers 43 und 44, das ist der erste Text, den wir uns anschauen wollen. Dort heißt es: "Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deine Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen."

[22:20] Einige Verse davor, in Vers 21 und 22 lesen wir folgendes: "Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten. Wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: 'Du Narr!', der wird dem Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt: 'Du Dummkopf!', der wird dem höllischen Feuer verfallen sein."

[22:50] In den Versen 27 und 28 lesen wir: "Ihr aber habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen."

[23:09] In den Versen 33 und 34 wird uns gesagt: "Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn es ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs."

[23:28] Und abschließend in den Versen 38 und 39: "Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen, sondern wenn dich jemand auf deine Backe schlägt, so biete ihm auch die andere dar."

[23:49] Als Jesus diese berühmten Worte in der Bergpredigt sagte, versuchte er nicht, das Alte Testament aufzuheben oder abzuschaffen, wie manche Ausleger es behaupten. Vielmehr reagierte er auf verschiedene Auslegungen der Schrift und auch auf mündliche Traditionen, die von einigen Auslegern seiner Zeit verwendet wurden, um Verhalten anderer Menschen gegenüber zu rechtfertigen, das Gott nicht duldete und nie befohlen hatte, wie etwa seinen Feind zu hassen.

[24:18] Jesus hatte das Alte Testament in keiner Weise aufgehoben oder in irgendeinem Maß dessen Autorität gemindert. Das ist nicht der Fall. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist vielmehr das Alte Testament, das beweist, wer er ist. Stattdessen vertiefte Jesus die Bedeutung der alttestamentlichen Aussagen, indem er uns auf Gottes ursprüngliche Absichten hinwies.

[24:42] Jesus wollte und hat auch nie die Autorität des Wortes Gottes, damals das Alte Testament, geschwächt. Vielmehr stellte er die Heilige Schrift als zuverlässig, als vertrauenswürdig dar. Und er unterstreicht seine Einstellung in derselbigen Bergpredigt mit folgenden Worten.

[25:03] In Matthäus 5, Vers 17 heißt es: "Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe, noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist." Vers 19: "Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel. Wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel. Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen."

[25:55] Wir wollen an dieser Stelle einen weiteren Gedanken einwerfen in das Studium "Gemäß dem Wort Gottes leben". In den Psalmen finden wir den Aufruf im Psalm 46, Vers 11: "Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin."

[26:21] Die Frage, die wir uns an dieser Stelle berechtigterweise stellen dürfen, ist doch: Wie sieht mein Leben zurzeit aus? Ich möchte die Frage mit dir teilen: Wie sieht dein Leben heute aus? Gibt es Oasen in deinem Alltag? Gibt es diese Orte, an denen du rasten kannst, zur Ruhe kommst? Hast du regelmäßig die Gelegenheit, innerlich ruhig zu werden?

[26:49] Oder erlebst du ein hektisches Leben, in dem du viel arbeiten musst, ein Leben voller Anspannung, voller Stress, voller Unruhe? Manches Mal finden wir in unserem Leben keine Ruhepause, weil wir dann auch manchmal Dinge nachjagen, die es eigentlich nicht wert sind. Ist das nicht so? Langfristig machen uns bestimmte Dinge nicht glücklich und wir jagen sie ihnen dennoch nach. Und sie werden auch nicht unsere innersten Sehnsüchte stillen.

[27:19] Wir stehen als Menschen in dieser Zeit im Jahr 2020 durchaus in der Gefahr, in unserem Leben sehr beschäftigt zu sein. Mit wichtigen Dingen, aber auch mit unwichtigen Dingen. Manche einem fällt es mitunter sehr schwer, eine Grenze zwischen seinem Dienst und seiner Freizeit zu ziehen. Und im Ergebnis steht in manchen Menschenleben dann die Diagnose Burnout.

[27:43] Besonders gefährlich ist es, wenn wir anfangen, Gott bei all unserem Tun, bei all den Aufgaben, die Tag für Tag auf uns einprasseln, die da sind, wenn wir Gott außen vor lassen. Manch einer versucht sein Leben ohne Gott zu meistern. Das ist ein fataler Versuch, der sicher keine innere Freude, keinen inneren Frieden bringt, wie wir ihn bei Gott finden können.

[28:09] Ich möchte einige konkrete und direkte Fragen mit dir teilen. Wenn wir darüber nachdenken, gemäß dem Wort Gottes zu leben, dann dürfen wir uns die Frage stellen und nach Antwort suchen: Wie viel Zeit unter der Woche räume ich, räumst du Gott in deinem Alltag ein? Dein Schöpfer möchte dich an jedem Tag begleiten. Nicht nur am Sabbat, nicht nur Mitte der Woche oder an einem bestimmten anderen Tag, an einem jeden Tag ist er an dir interessiert. Er liebt dich. Gibst du ihm die Gelegenheit dazu? Freust du dich über dieses wertvolle Zeitangebot Gottes und genießt und erlebst es in besonderer Weise, wenn du ihm begegnest?

[29:00] In unserer biblischen Lektion stand folgendes Wort, das ich mit euch teilen möchte: "Wir alle brauchen Momente der bewussten Entschleunigung, um dem zu begegnen, der unser Retter ist, Jesus. Wie kann der Heilige Geist zu uns sprechen, wenn wir nicht innehalten, um zuzuhören?"

[29:21] Die besondere stille Zeit mit Gott, in der wir sein Wort lesen und mit ihm im Gebet sprechen, ist die Quelle unseres geistlichen Lebens. Und der Sabbat ist ein perfekter Tag, ein Tag zum Ausruhen, ein Tag zum Genießen, unter Geschwistern zusammen zu sein, Gott zu loben, ihn zu ehren, auszuruhen auch von der Arbeit, Gott zu begegnen und sein Wort zum eigenen Herzen sprechen zu lassen, ihm die Chance zu geben, das eigene Herz zu berühren. Ein perfekter Tag, den Gott für dich und mich gemacht hat.

[29:58] Wir brauchen aber darüber hinaus auch täglich in unserem Alltag diese Momente, diese Augenblicke, in denen wir uns die Zeit nehmen, auszuruhen und nachzudenken. Was für Möglichkeiten gibt es? Wir kennen das Gebet. Manch einer macht vielleicht auch gerne einen Gebetsspaziergang. Manch einer erlebt es als sehr gewinnend, wenn er Loblieder singt und dort seine Freude über den Glauben an Gott zum Ausdruck bringt.

[30:30] Aber konkret beim Nachdenken über "Gemäß dem Wort Gottes leben" und die Zeit, die wir verbringen dürfen mit der Heiligen Schrift, auch hier gibt es Ideen. Wir können persönlich das Wort Gottes studieren, uns vielleicht einen Bibelleseplan nehmen. Es ist durchaus geeignet mit dem besten Freund, der besten Freundin, vielleicht auch einfach mit einem Bruder und einer Schwester aus der Gemeinde, mit der man noch nicht so viel Kontakt hatte, auch Gottes Wort zusammen zu studieren. Vielleicht mit einem Ehepartner. Es lohnt sich, Ellen White daneben zu lesen und manche Gedanken noch vertiefen zu lassen. Es lohnt sich, Bibelkreise zu gründen, zu besuchen. Es lohnt sich, die vielseitsbekannten 40-Tage-Gebetsbücher durchzustudieren, die voll sind von Bibeltexten und wo man dem Wort Gottes näher kommt.

[31:26] Da heißt es in Psalm 62 ab Vers 2: "Nur auf Gott wartet still meine Seele; von ihm kommt meine Rettung. Nur er ist mein Fels und mein Heil, meine sichere Burg. Ich werde nicht allzu sehr wanken. Nur auf Gott wartet still meine Seele, denn von ihm kommt meine Hoffnung." Neben Vers 2 und 3 habe ich auch den Vers 6 gelesen.

[31:53] Ihr Lieben, als ich meine heutige Ehefrau Vicky angefangen habe zu lieben, habe ich es genossen, Zeit mit ihr allein zu verbringen. Es war mir ein Herzensangelegenheit. Und so hatten wir feste Zeiten in unserem jungen Glück vereinbart und auch fest reserviert, damit wir unsere Zuneigung auch zum Ausdruck bringen konnten und genügend Zeit hatten auch für den persönlichen Austausch, der so wichtig ist in einer Partnerschaft, die frisch beginnt.

[32:24] Die Frage ist: Hast auch du Zeit mit Gott an einem Ort, an dem du ohne Störungen Gott ein bestimmtes Zeitfenster reservieren kannst in deinem Leben? Viele Gläubige empfinden gerade den Tagesanfang als sehr geeignet. Als eine geeignete Zeit, Gott gleich zum Tagesanfang das Herz zu übergeben, ihn zu bitten, all die Dinge, die geplant sind und die Dinge, die ungeplant kommen, einfach in seine Hand zu nehmen und den Tag zu führen, sodass er zum Segen wird für einen selber, aber auch für andere.

[33:03] Aus den Rückmeldungen meiner eigenen Töchter, die vier und sechs Jahre alt sind, kann ich entnehmen, dass sie durchaus schon wahrnehmen, welche Zeiten für sie sehr wertvoll sind und welche Zeiten eher nicht. Welche Zeiten doch eine gewisse Qualität mit sich bringen und welche Zeiten doch eher Enttäuschung hervorrufen.

[33:28] Wie sehr lassen wir uns auf Gott ein? Gott ist anders als menschliche Väter. Gott ist immer bereit, und es ist das Wundervolle an ihm, eine qualitativ hochwertige Zeit bereitzustellen. Sieben Tage die Woche, 24 Stunden.

[33:44] Durch das Gebet mit dem lebendigen Gott der Bibel verbunden zu sein, beeinflusst dein Leben, entschuldigt, durch das Gebet mit dem lebendigen Gott der Bibel verbunden zu sein, beeinflusst dein Leben so sehr wie sonst nichts anderes. Letztendlich trägt das dazu bei, dass du Jesus ähnlicher wirst. Und das ist die Frage: Möchtest du das, Jesus ähnlicher werden?

[34:11] Wenn wir Psalm 119, diesen sehr langen Psalm in der Bibel anschauen, dann gibt es einen Vers, der uns noch einen weiteren Bereich erschließt. Ich lade euch ein, Psalm 119 und dort den Vers 11 aufzuschlagen.

[34:28] Dort lesen wir: "Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige."

[34:42] Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht wieder dich sündige. Ist es dir in deinem Leben wichtig, nicht zu sündigen? Wenn ja, wie kann es gelingen, Gottes Wort wirklich im Herzen zu tragen?

[35:04] Das Auswendiglernen von Bibeltexten bringt durchaus seinen Segen. So hören wir immer wieder Erfahrungsberichte auch von Gläubigen, die berichten, dass das Auswendiglernen, das Verinnerlichen von Bibeltexten, das Wiedergeben können von Bibeltexten, die sich das zur Lebensgewohnheit gemacht haben, ein großer Segen ist.

[35:31] Doch was sind die konkreten Vorteile? Durch das Kennen, durch das Verinnerlichen der Bibeltexte ist es möglich, beispielsweise auch in Bibelstunden, in Hauskreisen, eine gute Antwort zur richtigen Zeit zu haben. Vielleicht relativ schnell auch den Text gemeinsam mit der Gruppe aufschlagen zu können, weil man ihn verinnerlicht hat, man weiß, wo er steht.

[35:55] In den verschiedensten Umständen des Lebens kann man Bibeltexte anwenden, wenn man sie verinnerlicht hat, wenn man sie kennt, wenn man sie vielleicht sogar auswendig wiedergeben kann. Darüber hinaus ist es doch so, dass die Bibel, wenn wir sie lesen, wenn wir sie verinnerlichen, aufsaugen und zu unserem Herzen sprechen lassen, dass die Bibel unser Denken und somit auch unsere Entscheidungen einfach positiv beeinflusst. Und ich denke, das ist so wichtig.

[36:22] Wir leben in einer Welt, wo unser Denken durch die verschiedensten Dinge permanent beeinflusst wird. Wir kriegen zu bestimmten Themen unterschiedlichste Meinungen, Auffassungen, Ratschläge. Unser Denken soll geformt werden, aber nicht immer ist es bibelkonform. Und so ist es wichtig, dass wir die Worte der Heiligen Schrift aufnehmen, verinnerlichen und damit gestärkt sind für all die Dinge, die kommen können.

[36:50] Die Bibel wirkt sich darüber hinaus auch auf meine und deine Werte, auf unser Verhalten aus. Das Wort, Wort für Wort einzuprägen, ist ein enormer Schutz zudem vor Täuschungen und falscher Bibelauslegung.

[37:07] Wir haben vorhin in Lukas 4 diesen Abschnitt angeschaut, wo Jesus mit Satan diesen Wortwechsel hatte und Satan auch das Wort Gottes zitiert hat, aber nicht in den richtigen Kontext gestellt hat. Und es wichtig ist, das Wort Wort für Wort zu kennen, die Heilige Schrift Wort für Wort sich einzuprägen und auch zu wissen, wie es gemeint ist, wie es Gott sich dabei gedacht hat.

[37:36] Manchmal ist es so, dass man keine Bibel dabei hat. Vielleicht geht es dir ähnlich wie mir, und du bist viel mit der Bahn unterwegs. Man kommt mit Menschen in Kontakt und man braucht ein gutes Wort. Wenn du das Wort Gottes in deinem Kopf, in deinem Herzen hast, dann hast du es dabei. Dann kann es auch mal sein, dass du vielleicht bepackt mit vielen Sachen und deine Bibel nicht dabei, in eine Situation kommst und du kannst dem anderen, deinem Gegenüber, ein gutes Wort weitergeben.

[38:11] Die Möglichkeit, eine Kraft zu empfinden und eine Kraft zu erleben, gerade in Versuchungen und Herausforderungen, ist auch dann gegeben, wenn wir das Wort Gottes verinnerlichen. Vielfach stehen wir in Herausforderungen, auch Versuchungen in unserem Leben, auch als Gläubige. Doch das Verinnerlichen der Texte, der Bibel, bringt doch zum Ausdruck oder ermöglicht uns wirklich, eine Kraft zu haben, eine Kraft zu entwickeln, an die Verheißungen sich zu klammern, die dort im Wort Gottes niedergeschrieben sind.

[38:46] Wir lesen in der Bibelschullektion in dieser Woche folgenden Gedanken: "Sich Gottes Verheißungen in Erinnerung zu rufen und unseren Geist auf Gottes Wort, statt auf unsere Probleme zu richten, erhebt unsere Gedanken zu Gott, der tausend Möglichkeiten hat, zu helfen, wenn wir keine sehen."

[39:07] Und dann ist ein kleiner Abschnitt aus "Advent Review and Sabbath Herald". Dort heißt es: "Teile der Heiligen Schrift, sogar ganze Kapitel können auswendig gelernt werden, um sie zu wiederholen, wenn sich Satan mit seinen Versuchungen nähert. Wenn Satan versucht, den Geist dazu zu bringen, sich mit irdischen und sinnlichen Dingen zu beschäftigen, wird ihm am wirkungsvollsten widerstanden mit der Aussage: 'Es steht geschrieben', wie wir es aus Lukas 4 kennen."

[39:45] Gegen Ende dieser Betrachtung möchte ich mit euch Kolosser 3, Vers 16 betrachten. Lasst uns Kolosser 3, Vers 16 aufschlagen und folgende Worte verinnerlichen.

[39:58] "Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen, in aller Weisheit. Lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen."

[40:16] Dort sind einige Dinge genannt in diesem einen Vers, die doch sehr wesentlich mir scheinen. Hier wird das Wort "reichlich" erwähnt. "Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen, in aller Weisheit." Und da sind wir an der Frage wiederholt angekommen, die wir schon am Anfang dieses Videos betrachtet haben: Welchen Stellenwert hat das Wort Gottes in meinem Leben? Welchen Stellenwert hat das Wort Gottes in deinem Leben?

[40:46] In diesem Vers, Vers 16, Kolosser 3, werden wir auch ermutigt zu lehren und zu ermahnen. Die Frage ist: Nehmen wir uns heute die Zeit, einander zu lehren? Gibt es in unseren Gemeinden Bibelkreise, Hauskreise, missionarische Hauskreise, vielleicht auch Gebetskreise, wo eine gewisse Andacht noch vorangestellt wird? Gibt es die Möglichkeit, dass wir zusammenkommen und einander lehren? Haben wir das Verlangen danach, zusammen zu studieren?

[41:24] Haben wir auch neben dem Lehren die innere Offenheit, einander in Liebe und mit Taktgefühl zu ermahnen, aber auch ermahnt zu werden? Es ist etwas, was das Wort Gottes uns sagt, wozu es uns ermutigt, zu lehren, aber auch zu ermahnen. Und wir alle wissen, dass wir nicht perfekt sind. Und wie gut tut es, wenn ein Bruder, wenn eine Schwester in Liebe uns auf Dinge hinweist, die uns letztlich helfen, über unseren eigenen Charakter vielleicht nachzudenken, über bestimmte Situationen, vielleicht ist es auch keine große Sache, die vielleicht mal schiefgelaufen ist. Es tut gut, es ist gut, sich dafür zu entscheiden, bereit zu sein, andere in Liebe zu ermahnen, aber auch selber ermahnt zu werden.

[42:10] Viele sind aber auch vom Singen geistlicher Lieder begeistert. Das Singen geistlicher Lieder macht Freude und bringt das eigene Herz näher zu Gott. Gott zu loben in gut geschriebenen Liedern, das ist eine wahre Freude. Warum? Es hilft uns auch, uns leichter an die Worte der Bibel zu erinnern. Viele Textschreiber von Liedern gebrauchen auch die Worte Gottes oder Inhalte der Worte Gottes in ihren Texten, in ihren Refrains und so weiter. Es hilft uns, uns leichter an die Worte der Bibel zu erinnern.

[42:52] Es hilft auch und ist wirkungsvoll, ängstliche Stimmung zu vertreiben. Vielleicht ist es dir schon mal so ergangen. Du hast dich nicht gut gefühlt, alles war irgendwie grau und trist und irgendwie nicht schön. Und dann hast du ein gutes Lied gehört mit geistlichem Text und es hat dein Herz erhebt. Es hat dich froh gemacht, dich näher zu Gott gebracht.

[43:15] Kompositionen, die unseren Geist erheben und unsere Gedanken auf Gott und sein Wort richten, sind ein wunderbarer Segen und ein positiver Einfluss auf unser Leben. Und da heißt es bei Ellen White: "Auch in den himmlischen Vorhöfen gehört Musik zur Anbetung Gottes. Darum sollten wir uns bemühen, in unseren Lobliedern dem Wohlklang der himmlischen Chöre so nah wie möglich zu kommen." Das wünsche ich uns, dass wir in unseren Gottesdiensten, in unseren Hauskreisen, da wo wir zusammenkommen, Jugendstunden und Gott auch im Lied loben und preisen, dass wir unser Bestes geben. Fehler können passieren, aber wir geben unser Bestes, wir nahen unser Herz zu Gott. Das ist so wichtig und so schön und so bedeutsam.

[44:06] Ich möchte mit euch ein Zitat, was ich im Rahmen der Ausarbeitung entdeckt habe, unbedingt teilen. Wir haben den Wunsch, den festen Wunsch, dass nicht alles bleibt, wie es ist. Wir sehnen uns danach, dass Jesus Christus bald in den Wolken des Himmels wiederkommt. Und wir wissen um das Versprechen, um die Zusage, die Gott Ellen White gemacht hat, dass es am Ende der Zeit eine große Erweckungsbewegung geben wird. Und es gibt unzählige Zitate über den Zusammenhang von Gebet und Erweckung.

[44:42] Ich weiß nicht, wann du dir das letzte Mal Gedanken gemacht hast zum Thema Erweckung, Erneuerung im eigenen Leben. Vielleicht auch im Leben deiner Familie, im Leben deiner Gemeinde. Gott wünscht sich, dass wir bereit sind, neu über unser Leben nachzudenken. Und ich ermutige dich dazu. Und ich möchte dieses Zitat mit dir teilen, das zu dem Thema spricht: "Gottes Wort und Erweckung."

[45:11] "Gott ruft zu einer Erweckung und Erneuerung auf. Allein die biblische Botschaft sollte von den Kanzeln gepredigt werden. Aber man hat die Bibel ihrer Kraft beraubt. Und das Ergebnis ist eine Schwächung des geistlichen Lebens. In den heutigen Predigten fehlt der göttliche Einfluss, der das Gewissen wachrüttelt und der Seele Leben spendet. Die Zuhörer können nicht sagen: 'Brannte es nicht wie ein Feuer in unserem Herzen, als er unterwegs mit uns sprach und uns den Sinn der Heiligen Schriften aufschloss?' Viele rufen nach dem lebendigen Gott und sehnen sich nach seiner Gegenwart. Lasst sein Wort zu den Herzen sprechen. Lasst diejenigen, die nur Überlieferungen, Theorien und menschliche Grundsätze vernommen haben, die Stimme dessen hören, der allein den Menschen zum ewigen Leben erneuern kann."

[46:10] Was für ein machtvolles Wort, was für ein machtvoller Abschnitt, der uns wachrütteln darf. Was geben wir weiter in unseren Predigten, in unseren Jugendstunden, vielleicht auch am Beginn eines Gemeinausschusses? Was geben wir weiter, wenn wir zusammenkommen mit unseren Gästen in Hauskreisen, in unseren Bibelstunden? Welches Gewicht hat das Wort Gottes in diesen Zeiten, in denen wir zusammenkommen? Es ist eine Frage, der wir uns stellen dürfen.

[46:42] Ich möchte dich persönlich und uns alle als liebende Tagadventisten ermutigen, den festen Wunsch im Herzen zu tragen, dem Wort Gottes treu zu bleiben und das zu praktizieren, was wir studiert haben. Lasst uns weiterhin vorhaben und daran glauben, dass diese Praxis einen reichen Segen und auch ein persönliches Wachstum mit sich bringen wird. Ich bin gewiss, dass auch unser Zeugnis dann nicht mehr beeinträchtigt sein wird, weil unser Leben dann im Einklang mit unseren Worten sein wird.

[47:14] Wie wir eingangs beleuchtet haben, ruft uns die Bibel auf, nicht allein Hörer, sondern auch Täter des Wortes Gottes zu sein. Und wäre es nicht wundervoll, wenn jeder persönlich und wir alle gemeinsam das ausleben, wirklich ausleben, was wir glauben, wovon wir reden und wovon wir aufgrund der Heiligen Schrift überzeugt sind? Ich glaube, dass unsere Familien und auch Gemeinden Orte des Friedens, der Freude, der Vergebung, des Heils, der missionarischen Begeisterung werden können, in denen man den tiefen Wunsch wirklich erlebt, Menschen durch Anwendung der Methode Jesu zu Jüngern zu machen.

[47:56] Ihr Lieben, Gottes Wort verändert. Gottes Wort erneuert. Gottes Wort ist die Grundlage unseres Glaubens. Gottes Wort gibt Orientierung in dieser verrückten Weltzeit, Endzeit. Gottes Wort ist der Maßstab all unserer Lehre und all unseres Handelns. Gottes Wort gibt Kraft und spendet Trost. Denn Gottes Wort berichtet von einem liebenden Vater, der sich nach seinen Kindern sehnt. Jesus zeigte uns ein Muster auf, dem wir folgen sollten. Jesus lebte in vollkommener Harmonie mit dem Willen Gottes. Und er lädt uns ein, dich und mich die Ewigkeit beim Vater und bei ihm zu verbringen.

[48:45] Möchtest du in Ewigkeit bei Gott sein und ihm schon heute durch sein Wort begegnen und Tag für Tag ihn tiefer kennenlernen, der dich so sehr liebt? Diese Welt und die Gemeinde Gottes braucht Männer und Frauen, die fest im Wort Gottes gegründet sind. Die Welt und die Gemeinde Gottes brauchen Frauen und Männer, die bereit sind, die verheißene Ausgießung des Heiligen Geistes zu empfangen. Wir glauben fest, dass diese Welt Frauen und Männer braucht, die das helle Licht des Evangeliums in die dunklen Ecken dieser Erde, in die dunklen Ecken der Menschenherzen scheinen lassen, damit Gott verherrlicht wird und Menschen den Ewigen, den Allmächtigen, den König aller Könige erkennen.

[49:32] Ich bin mir sicher, dass Gott uns segnen wird, wenn wir sein Wort studieren, es ernst nehmen und aufrichtig danach leben. Amen.

[49:46] Ich möchte euch einladen, dass wir zum Ende dieser Einheit ein Gebet zusammensprechen. Lieber Herr Jesus Christus, du sagst selber von dir, dass du das Wort bist. Im Johannes-Evangelium 1 lesen wir, dass du das fleischgewordene Wort bist. Jesus, wir danken dir dafür, dass du auf diese Erde gekommen bist, dass du bei all dem, was du gesagt und gelebt hast, uns auf das Wort hingewiesen hast. Herr Jesus, wir leben in einer Welt, wo so viele Menschen ohne dein Wort leben. Sie beginnen ihr Leben, sie führen ihr Leben weiter ohne dein Wort, nutzen die verschiedensten Ansichten, die da sind in dieser Welt, um zu leben und gestalten entsprechend ihr Leben aus. Und viele von den Menschen, von den Milliarden Menschen dieser Erde, ihnen geht es nicht gut, sie sind krank, sie haben keinen inneren Frieden, sie sind vielleicht auch verfolgt. Es gibt die unterschiedlichsten Konstellationen. Jesus Christus, ich möchte dir an diesem Tag Danke sagen, dass du uns dein Wort gegeben hast. Hilfe uns zu erkennen als gläubige Menschen, welchen Wert dein Wort hat. Lass uns wieder neu erkennen, dass dein Wort und auch die Schriften von Ellen White, die in unseren Bücherschränken stehen, die auf unseren Tablets und Smartphones sind, dass wir erkennen, welcher Schatz darin steckt, dass wir darin neu lesen. Dich erkennen, denn es ist das ewige Leben, dich zu erkennen. Jesus Christus, ich bitte dich für jeden Einzelnen, der auch heute diese Einheit sieht und uns als Adventgemeinde weltweit, dass wir Männer und Frauen werden, des Gebetes, der Mission, aber vor allem auch deines Wortes. Hab Dank dafür. Amen.

[51:43] Ihr Lieben, wir werden auch in der nächsten Woche wieder gemeinsam studieren und Gott segne dich beim Studium seines Wortes. Er schenkt dir besondere Erfahrungen und eine tiefere Liebe, die er dir auch schenken möchte in der Begegnung mit ihm. Sein Segen begleite dich. Amen.


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