[0:00] Ein herzliches Willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir sind ja in unserem zweiten Quartal 2020 bei dem Thema, wie legen wir eigentlich die Bibel aus? Und jetzt in Lektion 8 soll es um die Schöpfung gehen. Also wir betrachten das erste Buch Mose und wenn wir das machen, wenn wir uns über die Schöpfung unterhalten, über das erste Buch Mose, dann sei schon gesagt, dass wir nächste Woche den zweiten Teil dazu haben. Also dieser Schöpfungsteil besteht aus zwei Teilen, den ersten jetzt und nächste Woche.
[0:53] Nun, es hat viel in sich, dieses Kapitel. Wir haben ja als Merkvers den Johannes 1, die Verse 1 bis 4. Und da heißt es ja: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war am Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden, und es ist auch nicht eines entstanden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. Und dann heißt es: „In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“ Also dieser berühmte Ausspruch am Anfang des Johannes-Evangeliums. Da wird von dem Wort gesprochen, dass das Wort bei Gott war, aber dass das Wort auch Gott war und dass alles aus ihm entstanden ist. Wir wollen uns gleich mal anschauen, was dieses Wort mit der Schöpfung zu tun hat. Und bevor wir die ersten Bibeltexte aufschlagen, lasst uns gemeinsam beten.
[1:50] Unser lieber Herr Jesus, wir möchten dir danken dafür, dass wir gemeinsam jetzt dein Wort studieren dürfen. Und Herr, wir bitten dich, dass du uns die Augen öffnest für diesen kostbaren Schatz, dass wir dich darin erkennen, damit wir dich loben und preisen können. Und dafür danken wir dir. Amen.
[2:07] Nun, unser erstes Thema, das wir am Sonntag behandelt haben, das geht gleich um den ersten Vers der Bibel. Der ist sehr kurz, aber der hat es in sich. Wir schauen uns den mal an. Also 1. Mose, 1. Kapitel, 1. Vers. Da heißt es: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ In diesem einen Vers werden gleich so ein bisschen die Grundlagen der ganzen Bibel erklärt. Also wo kommt alles her? Wie war der Anfang? Und es ist interessant, wenn wir uns fragen, wo kommt eigentlich alles her, was wir sehen? Also woher kommt die ganze Materie? Woher kommt unser Planet? Darum soll es ja in den folgenden Versen gehen, der Ursprung unseres Planeten.
[3:01] Aber wir sind ja nicht alleine im Universum. Es gibt unseren Planeten, es gibt in der Milchstraße noch mal Milliarden von anderen Planeten und auch Milliarden von Sternen. Außerhalb der Milchstraße, also dieser Galaxie, gibt es noch andere Galaxien. Neben uns Andromeda ist noch größer als unsere, hat noch mehr Sterne und noch mehr Planeten. Und wir bilden zusammen mit noch 26 anderen Galaxien so einen Cluster. Und jede von diesen Galaxien hat Milliarden von Sternen, die alle von unzähligen Planeten umkreist werden. Und diese Planeten haben auch noch Trabanten, wie zum Beispiel Monde. Und von diesen Clustern, also mit diesen unzähligen Galaxien und unzähligen Sternen drin, gibt es auch noch mal Milliarden von im ganzen Universum. Also das Universum ist so unvorstellbar groß. Und natürlich irgendwann fragt sich der Mensch: Wo kommt das eigentlich alles her?
[3:50] Und die Bibel gibt hier gleich im ersten Vers die Antwort. Das heißt: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Also Gott wird hier gleich im ersten Vers als der Schöpfer dargestellt. Und es heißt hier, er schuf die Himmel – Plural. Und es ist so, dass das Hebräische drei Arten von Himmeln kennt. Also es kennt die Atmosphäre, also die Lufthülle der Erde. Dann kennt es das Universum, den Himmel, also da, wo sich die Sterne bewegen. Und es kennt den dritten Himmel, das ist der Thron Gottes. Wir können mal hineinschauen in 2. Korinther 12 und hier Vers 2. Da sagt Paulus: „Ich weiß von einem Menschen in Christus, der vor 14 Jahren, ob im Leib oder außerhalb des Leibes, ich weiß es nicht, Gott weiß es, bis in den dritten Himmel entrückt wurde.“ Hier spricht Paulus von diesem dritten Himmel, also bis zum Thron Gottes. Und jetzt 1. Mose 1,1, also ganz vorne, da heißt es: „Gott schuf am Anfang die Himmel.“ Also natürlich fasst das unsere Atmosphäre mit ein, aber vor allem auch das Universum, die ganzen Sterne, die ganzen Galaxien, alles, was da drin ist.
[5:19] Die Himmel ist hier plural. Interessanterweise ist hier drin noch etwas plural, nämlich das Wort „Gott“. Am Anfang schuf Gott. Gott steht hier, also Gott heißt eigentlich Eloha, aber hier steht das Wort Elohim. Das muss man sagen, das ist ja seltsam, denn Elohim ist plural. Nun, der Hebräer, der hat ja auch drei Formen, im Gegensatz zu uns Deutschen, die wir nur zwei kennen. Der Hebräer, der kennt Singular, also Einzahl, er kennt den Plural, also die Mehrzahl, und er kennt noch etwas, das wir nicht haben, Deutschen, den Dual, also eine Zweizahl, das meint zwei. Nun, das Wort Eloha, also Gott, würde im Singular heißen, also in der Einzahl, einfach Eloha. Im Dual würde da stehen Elohaim, das würde zwei Personen meinen. Im Plural, also in der Mehrzahl, würde Elohim geschrieben sein, was meint, es sind mehr als zwei, es sind mindestens drei, aber es können auch viel mehr sein.
[6:33] Nun, dieses Wort, das hier gebraucht wird für Gott, ist Elohim. Also der erste Vers der Bibel sagt schon, da waren mindestens drei. Wenn wir den Rest der Bibel natürlich studieren, dann merken wir, es waren sogar genau drei: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Also das Wort hier ist schon, also es deutet schon etwas an, es deutet schon an, dass Gott nicht eine Person ist, sondern dass die Gottheit drei Personen hat.
[6:59] Er schuf am Anfang Himmel und Erde. Daher kommt alles. Also der Ursprung von allen Dingen liegt in dem Schöpfungswerk Gottes. Es waren natürlich viele Fragen offen: Woher kommt Gott? Wie ist das alles entstanden? Wie lange dauerte das Ganze? Und auf viele Dinge haben wir keine Antwort. Aber wir können mal in Hebräer 1 schauen, Hebräer 1, 1 und 2. Hebräer 1, Vers 1 und 2. „Nachdem Gott in den vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen.“
[7:55] Also auch hier, Welt im Plural, also die Welten wurden geschaffen von Jesus Christus. Also diese unzähligen Welten, und das sind ja Milliarden und Abermilliarden, und es sind einfach Riesenzahlen der Welten im Universum. Aber das heißt, sie wurden alle geschaffen in ihm, also in Jesus Christus. Das heißt, das ganze Universum wurde damals von Christus gemacht und zwar am Anfang.
[8:25] Jetzt schauen wir uns mal einen anderen Vers an, im Kolosser 1. Also Kolosser Kapitel 1 und dort lesen wir die Verse 15, 16 und 17. Kolosser 1, 15, 16 und 17. Hier spricht es von Christus und es heißt: „Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten, alles ist durch ihn und für ihn geschaffen. Und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm.“
[9:14] Hier kann man sich ungefähr die Größe Gottes vorstellen. Also alles, was da ist, wurde in ihm geschaffen, und nichts hat Bestand außer durch ihn. Es heißt hier von Christus, er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, und in ihm wurde alles geschaffen, das Sichtbare wie auch das Unsichtbare. Also das, was wir sehen um uns herum, wie auch zum Beispiel Dinge, die zwar um uns herum sind, die wir aber nicht sehen, zum Beispiel die Engel, die sehen wir gerade nicht, oder die Dämonen. Ach, sie können wir nicht sehen. Das Sichtbare und das Unsichtbare, alles wurde in Christus geschaffen.
[9:49] Jetzt heißt es hier interessanterweise, dass er der Erstgeborene ist. Der Erstgeborene, muss man sich fragen, der Erstgeborene, was meint das? Das könnte ja zwei Dinge andeuten. Entweder er ist derjenige, der zuerst vor allem geboren ist, oder es meint, dass er in der Hierarchie den Erstgeborenen-Platz einnimmt, also der Höchste ist.
[10:15] Und jetzt müssen wir uns fragen, welche Auslegung ist richtig? Ist er sozusagen der Erstgeborene, also der, der sozusagen in der Erbfolge der Oberste ist über allen, oder ist er der, der zuerst geboren ist? Nun, die Frage lässt sich leicht beantworten, denn es heißt, er war vor allem. Also war er sozusagen, er war der Ursprung, er war am Anfang schon da. Er kann also nicht geboren worden sein.
[10:46] Jetzt muss man sich fragen, wenn er wirklich vor allem da war, war er auch vor dem Vater da? Und das schauen wir uns mal an. Dazu gehen wir in Johannes 1 und lesen die Verse 1 bis 3.
[10:52] Johannes 1, 1 bis 3. Das ist ja unser Merkvers, der je nach Übersetzung immer ein bisschen anders steht, aber der Inhalt ist der gleiche. Es heißt in Johannes 1, Verse 1 bis 3: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.“
[11:40] Also es heißt hier, am Anfang war das Wort, und wir wissen aus Vers 14, dass das Wort Fleisch wurde und unter uns wohnte. Also es war Christus. Jesus Christus also ist das Wort, und es heißt hier, es war im Anfang schon da. Das heißt, dasselbe hat keinen Anfang. Also das Wort wurde nie geboren. Es war am Anfang bereits da. Es heißt, das Wort war am Anfang da, und es war bei Gott. Also der Anfang ist ja sozusagen der Ursprung der Zeit, aber da war das Wort schon da.
[12:21] Jetzt, um das mal zu verstehen, also es war da, es war bei Gott, und dann heißt es, es war Gott. Und das löst uns diesen Vers auch. Christus selbst ist auch Gott, und Gott ist ewig. Gott ist außerhalb der Zeit. Da haben sich ja schon viele große Philosophen drum Gedanken gemacht, wo kommt alles her, was wir sehen, wo kommt die ganze Schöpfung eigentlich her, das ganze Weltall. Das ist ja unermesslich groß. Er war zum Beispiel Aristoteles. Er hat sich Gedanken darum gemacht und hat überlegt, wie kann man das logisch, rein vom Denken her beschreiben, kommt man da auf irgendeinen Ursprung? Und er kam dazu, dass er sagte, alles, was wir sehen, muss geschaffen sein. Allerdings muss es von etwas geschaffen worden sein, das nicht den Gesetzen, den Naturgesetzen unterliegt. Also es muss außerhalb der Zeit sein.
[13:12] Und es ist natürlich gewaltig zu sagen, da ist etwas, was außerhalb der Zeit ist, denn außerhalb der Zeit können wir Menschen ja kaum denken. Aber die Bibel sagt: „Im Anfang“, also als alles begann, da war Gott schon da. Also er hat es gemacht. Und wie ist Zeit eigentlich definiert? Zeit ist ja immer sozusagen die Definition zwischen bewegenden Objekten. Also ich kann zum Beispiel sagen, ein Jahr ist die Bewegung der Erde um die Sonne. Oder ein Monat ist die Bewegung des Mondes um die Erde. Oder ein Tag ist die Bewegung der Erde einmal um sich selbst. Ich könnte mir auch galaktische Jahre angucken. Also die Bewegung zum Beispiel der Milchstraße um das Zentrum, also von unserem Sonnensystem zum Beispiel um das Zentrum der Milchstraße, ein galaktisches Jahr. Also es gibt Zeiteinheiten, aber Zeit wird definiert durch die Bewegung von Objekten zueinander. Zum Beispiel der Zeiger auf einem Ziffernblatt.
[14:08] Jetzt muss ja irgendetwas sein, was am Anfang alles gemacht hat. Das heißt, bevor die Zeit war, muss was da gewesen sein, der es geschaffen hat. So Aristoteles. Aristoteles macht es auch sehr geschickt, denn er kommt genau da drauf. Und er nennt den Schöpfer den Urbeweger. Also Ur im Sinne von alt, der am Anfang die erste Bewegung initiiert hat. Da begann die Zeit. Das heißt, dass dieser Urbeweger selbst, also Gott selbst, außerhalb der Zeit sein muss. Und das zeigt er auch. Die Bibel sagt selber, er ist ewig. Also er unterliegt nicht der Zeit. Das ist für uns Menschen so schwer vorstellbar, dass etwas außerhalb von Zeit existiert. Denn alles, was wir kennen, ist der Zeit unterworfen. Gott ist es nicht.
[14:51] Und Gott selbst wird ja hier im Plural beschrieben. Also es sind mindestens drei, wie wir sehen, im Rest der Bibel, es sind sogar genau drei, drei Personen. Und sie haben alles gemacht am Anfang. Und es heißt hier, und bei Christus wird es ganz, ganz deutlich: Er war bei Gott, aber er war Gott. Also und so ist er auch ewig, kann nicht geboren sein. Und in ihm wurde alles geschaffen. Also er war der Ursprung von allen Dingen. Also das Wort war Gott.
[15:21] Nun, das war sozusagen der Ursprung, wo alles herkommt. Die Bibel sagt, da war ein Schöpfer, da war Gott, und Gott hat das am Anfang alles gemacht, was da ist. Das war jetzt das ganze Universum, das wir uns angeguckt haben. Also die Himmel, so heißt es im ersten Vers.
[15:42] Schauen wir mal auf unser Montagsthema, denn dort werden jetzt die Schöpfungstage gezählt. Und zwar die Schöpfungstage von diesem Planeten. Also wie ist dieser Planet hier entstanden? Dazu gehen wir wieder in den ersten Mose und lesen mal die nächsten Verse. Denn nachdem es am Anfang, ganz am Anfang der Bibel heißt, also diese drei Personen der Gottheit haben ganz am Anfang alles geschaffen, was da ist, richten sich jetzt die nächsten Verse nur speziell um unseren Planeten.
[16:15] Das ist der erste Tag. Wir lesen von Vers 2 bis Vers 5. „Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend und es wurde Morgen, der erste Tag.“
[16:43] Also hier wird Schöpfungstag erklärt, gleich der erste. Also im ersten Schöpfungstag wissen wir, hier wurde das Licht gemacht. Jetzt muss man sagen, der erste Schöpfungstag dieser Welt wurde das Licht tatsächlich das erste Mal geschaffen? Nein, das wurde nicht das erste Mal geschaffen. Gott selbst ist in Licht gekleidet, und wir wissen auch, vor der Erschaffung der Welt oder vor der Schöpfung auf der Welt von den ganzen Geschöpfen und den Dingen, die hier auf der Welt sich befinden, gab es ja schon Himmel. Also der Himmel war ja auch schon bevölkert. Es gab schon zahlreiche Engel. Es gab da jemanden, der hieß Lucifer, Lichtbringer, am Thron Gottes, der später der Satan wurde. Seine Rebellion ist ja viel, viel älter als die Schöpfung auf unserem Planeten. Aber Gott hat am ersten Tag der Erde Licht gegeben, und er sah, dass es gut war. Und so wird jetzt in den folgenden Zeiträumen sozusagen die Entwicklung der Erde aufgezeigt.
[17:34] Und hier gibt es manchmal Kritik. Hier heißt es: Wie ist es, wenn wir uns die Schöpfungsgeschichte in der Bibel angucken, dann wissen wir, es waren sechs buchstäbliche Tage und dann der siebte, also sechs Schöpfungstage und dann der Ruhetag. Und sie werden alle als Jom bezeichnet, also ein Jom, ein 24-Stunden-Tag. Jetzt ist das so, manchmal sagen die Menschen, es könnte doch sein, dass hier größere Zeiträume gemeint sind. Also zum Beispiel, dass der erste Tag nicht ein buchstäblicher Tag ist, sondern dass es vielleicht sich um eine Zeitspanne handelt, wie zum Beispiel 1000 Jahre oder aber zum Beispiel Millionen Jahre oder Milliarden Jahre. Da geht es ja hin, wenn man versucht, die Schöpfung, wie wir sie biblisch kennen, mit der darwinistischen Evolution übereinzubringen, dann führt es ja dahin, dass man sagt: Na ja, wahrscheinlich sind am Anfang große Zeiträume gemeint.
[18:31] Das macht aber keinen Sinn. Es ist sogar Unsinn, das zu versuchen. Denn wir müssen uns nur vorstellen, am dritten Tag wurden die Pflanzen gemacht, aber erst am vierten Tag die Himmelskörper, die Sonne zum Beispiel. Also die Sonne, die diesen Planeten bescheint, wurde am vierten Tag gemacht, und am dritten schon die Pflanzen. Das macht in der Reihenfolge keinen Sinn, wenn man jetzt sagt, dazwischen waren eine Million Jahre oder eine Milliarde Jahre.
[18:59] Nun, woher können wir denn genau wissen, dass hier keine Zeiträume gemeint sind, sondern dass es wirklich buchstäbliche 24-Stunden-Tage sind, in denen diese Welt gestaltet wurde? Nun, wir können einfach in den vierten Tag hineingucken und können mit Überzeugung sagen, es müssen 24 Stunden sein, denn was passierte am vierten Tag? Wir lesen Verse 14 bis 19. „Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, zur Unterscheidung von Tag und Nacht. Die sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung der Zeiten und der Tage und Jahre und als Leuchten an der Himmelsausdehnung, dass sie die Erde beleuchten. Und es geschah so. Und Gott machte die zwei großen Lichter, das große Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht. Dazu die Sterne. Und Gott setzte sie an die Himmelsausdehnung, damit sie die Erde beleuchten und den Tag und die Nacht beherrschen und das Licht und Finsternis scheiden. Und Licht und Finsternis scheiden. Und Gott sah, dass es gut war. Und es wurde Abend und es wurde Morgen, der vierte Tag.“
[20:04] Nun, was lernen wir hier? Gott hat Himmelskörper geschaffen, die die Erde beleuchten sollen. Und diese sind nicht in erster Linie dazu gemacht, dass sie beleuchten, sondern in erster Linie sind sie gemacht, um die Zeiten zu bestimmen. Daher können wir ganz genau wissen, wie lang dieser Yom, also dieser Tag, hebräisch, war. Denn wenn die Himmelskörper uns gegeben sind, um das zu bestimmen, und die wurden bei der Schöpfung mit eingesetzt, dann wissen wir, wie lang ein Schöpfungstag war. Nämlich eine Erdrotation. Also einmal Sonnenaufgang bis Sonnenaufgang. Und diese Zeit, die ist ja heute noch definiert, so hat Gott sie ja gemacht. Und das Gleiche sozusagen wurde hier durch alle Schöpfungstage hindurch angewandt. Es heißt immer ein Yom, ein Tag. Deswegen macht es überhaupt keinen Sinn, hier große Zeiträume einzusetzen.
[20:56] Manchmal wird das eben versucht, aber es führt zu nichts. Und viele Christen, die versuchen, hier einen Kompromiss zu machen zwischen der modernen Naturwissenschaft und dem Bericht der Bibel, dem Schöpfungsbericht, die laufen dann in eine Sackgasse. Und manchmal führt das zu ganz, ganz lächerlichen Dingen, die dabei am Ende entstehen, die dabei rauskommen. Und es hat nicht mehr viel mit Wissenschaft zu tun. Es ist dann mehr so ein Kompromiss, wer das eine oder das andere ist. Und ich glaube, wir können die Bibel so annehmen, wie sie hier auch steht. Also wenn da steht, es war ein Tag, dann wird es ein Tag gewesen sein.
[21:38] Kommen wir zu einem besonderen Tag. Im zweiten Mose 20, 8 bis 11. Zweiter Mose 20, 8 bis 11. Es geht um den siebten Tag, den Gott gemacht hat. Zweiter Mose 20, Verse 8 bis 11. Es geht um den Sabbat. Und dort heißt es: „Gedenke an den Sabbat-Tag und heilige ihn. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Und er ruhte am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbat-Tag gesegnet und geheiligt.“
[22:28] Also hier wird es auch deutlich, der Sabbat wurde eingesetzt von Gott, und der Sabbat sollte ja in besonderer Weise sozusagen ein Anbetungstag sein für die Menschen, damit sie in dieser Zeit Zeit mit Gott verbringen. Jetzt sagt dieser Text hier selber: „Sechs Tage lang sollst du arbeiten, aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn. Denn in sechs Tagen hat Gott Himmel und Erde gemacht.“ Also wenn das hier buchstäbliche Tage sind, dann waren das andere auch buchstäbliche Tage. Es wäre ja unsinnig anzunehmen, dass hier Millionen Jahre gemeint sind. Also sechs Millionen Jahre sollst du arbeiten, aber das siebte Jahrmillion sollst du ruhen. Das macht keinen Sinn.
[23:13] Nun, dieser Sabbat ist ja was Besonderes, ist ja ein Zeichen, das Gott uns gegeben hat. Wir gehen mal in zweiten Mose 31, also wir gehen ein paar Kapitel weiter und lesen Vers 16 und 17. Zweiter Mose 31, Vers 16 und 17. „So sollen die Kinder Israels den Sabbat halten, indem sie den Sabbat feiern für alle ihre Geschlechter als ein ewiger Bund. Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israels, denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht, aber am siebten Tag ruhte er und erquickte sich.“
[23:45] Nun, dieses Zeichen hier, das Zeichen, die Kinder Israels sollen immer wissen durch dieses Zeichen, dass sie zu Gott gehören, dass sie Gottes Volk sind. Also Gottes Volk hat ein eigenes Zeichen bekommen, nämlich den Sabbat, so heißt es hier. Jetzt muss man sagen, also Gott hat ein Zeichen gegeben, warum gibt er eigentlich ein Zeichen? Also warum ist es wichtig, seinem Volk ein Zeichen zu geben? Nun, es muss ja deutlich sein, das Problem auf diesem Planeten war ja, dass er in Rebellion hineinkam. Es gibt jetzt zwei Wege auf diesem Planeten: entweder in die Rebellion oder treu dem Schöpfer. Und jetzt gibt Gott ein Zeichen, das was mit der Schöpfung zu tun hat, denn du sollst den Sabbat halten, denn in sechs Tagen hat Gott Himmel und Erde gemacht. Also den Schöpfer anbeten, also aus der Rebellion raus, wieder zurück zum Schöpfer.
[24:40] Und das ist eben dieses besondere Zeichen, das es seinem Volk gibt. Denn ob ich den Schöpfer verehre oder ob ich eine Kreatur verehre, was Chaos angerichtet hat, also den Luzifer, später Satan, genannter Teufel, Drache, die alte Schlange, hängt mit meiner Einstellung zusammen. Wie stehe ich das? Also wen möchte ich anbeten? Wem folge ich? Folge ich der Rebellion oder folge ich dem Schöpfer? Und hier wird die Schöpfung ganz, ganz, ganz wichtig plötzlich in unserer Theologie, in unserem Glauben. Denn wenn wir nicht glauben, dass Gott geschaffen hat, sondern dass es irgendwie mehr eine Evolution war, dann macht dieses Zeichen auch keinen Sinn mehr.
[25:17] Wir gehen nochmal zurück in 1. Mose 2, 1 bis 3. 1. Mose 2 und wir lesen hier die ersten drei Verse. Es heißt hier: „So wurden der Himmel und die Erde vollendet, samt ihrem ganzen Heer. Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte, und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte.“
[25:54] Nun, hier hat Gott ganz am Anfang, am Ende der Schöpfung, hat er ein besonderes Zeichen eingesetzt, nämlich seinen Sabbat, den hat er gegeben und den Tag hat er geheiligt. Jetzt, dieser Tag, der war sogar so wichtig, dass er ihn ja 2000 Jahre später mit seinem eigenen Finger auf Steintafeln geschrieben hat. Also er war sozusagen in Stein gemeißelt, dieser Tag, und das von Anfang an schon. Der Sabbat wurde ja nicht erst am Sinai gegeben, sondern schon, also ein Tag nach Entstehung der Menschheit wurde der Sabbat gegeben. Also das Zeichen für Gottes Volk, für die besondere Verbindung mit ihm.
[26:32] Jetzt ist es so, dass heute in der heutigen säkularen Welt ja ganz viele Strömungen dahingehend, dass er der Sonntag gehalten wird, als der Sabbat. Jetzt, da gibt es ein theologisches Missverständnis, ganz oft, um diesen Sabbat. Wir lesen dazu, das will ich mal eben aufzeigen, in der Enzyklika Laudato si', von Papst Franziskus. Das Laudato si' war ja über die Sorge für das gemeinsame Haus. Und dort findet sich in der Laudato si', in der Enzyklika, unter der Nummer 237 folgende Aussage: „Am Sonntag hat die Teilnahme an der Eucharistie eine besondere Bedeutung. Dieser Tag wird, wie der jüdische Sabbat, als ein Tag der Heilung, der Beziehung des Menschen zu Gott, zu sich selbst, zu den anderen und zur Welt gewährt.“
[27:30] Also Papst Franziskus, der schreibt hier in seiner Enzyklika, dass der Sonntag ähnlich ist wie der jüdische Sabbat. Es soll ein besonderer Tag der Ruhe und der Zeit mit dem Schöpfer sein. Jetzt, welchen Fehler macht er? Welche falsche Aussage trifft Papst Franziskus in seiner Auslegung? Er nennt diesen Tag den jüdischen Sabbat. Ist das richtig? Also gilt dieser Tag nur den Juden? Für wen ist dieser Tag, dieser Sabbat-Tag eigentlich gemacht?
[28:01] Wir gehen dazu mal in Markus 2 und lesen Vers 27. Und Christus sprach zu ihnen: „Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbats willen.“ Also der Sabbat wurde um wessen Willen gemacht? Er wurde gemacht um der Menschen willen. Jetzt die Menschheit, die ist natürlich über 2000 Jahre älter als die Juden. Also der Sabbat wurde ja auch gemacht für Adam, für Eva. Er wurde gemacht für Henoch, für Noah, für Abraham. Das waren ja alles keine Juden, aber sie alle sozusagen standen unter diesem besonderen Segen des Sabbat-Tages.
[28:58] Nun, jetzt, wenn dieser Tag ein besonderes Zeichen ist, wie die Bibel sagt und einen besonderen Segen gibt, was wird der Teufel wohl angreifen? Eben genau diesen Tag. Eben weil er ein Zeichen ist für die Zugehörigkeit zu Gottes Volk und eben weil er ein Segen hat für die Menschen, die ihn halten. Deswegen wird er vom Teufel angegriffen. Denn dieser besondere Segen an diesem Tag ist ja diese besondere Gemeinschaft, die wir mit Gott haben. Und das will der Teufel auf jeden Fall verhindern. Er versucht, den Menschen den Segen zu nehmen.
[29:41] Nun, am Ende der Zeit wird dieser Tag nochmal zu einem besonderen Prüfstein werden. So lesen wir es im Geist der Weissagung. Da heißt es: „Das ist Christus kommt bald“, Seite 97. „Die Geschichte wird sich wiederholen. Falsche Religionen werden neu belebt werden. Der erste Tag der Woche, also der Sonntag, ein normaler Arbeitstag, auf dem kein wie auch immer gearteter besonderer Segen ruht, wird aufgerichtet werden, wie damals das Götzenbild in Babylon. Alle Nationen und Völker werden angewiesen, diesen Pseudoruhetag zu ehren. Der Erlass, die Feier dieses Tages durchzusetzen, wird man in aller Welt befolgen.“
[30:18] Also Schwester White schreibt hier, die Geschichte wiederholt sich. Es wird ein Sonntag, also ein Zeichen eingesetzt, wie damals in Babylon. Auf der Ebene von Dura wurde ja die große Statue errichtet, die von allen politischen Mächten angebetet werden sollte. Und jetzt vergleicht sie das mit dem Sonntagsgesetz, das in Zukunft kommt. Es wird also was Weltweites sein, und alle Politiker sollen damit einstimmen und sollen damit machen. Und dann schreibt sie, kurze Zeit danach, eben auch in „Christus kommt bald“, Seite 97: „Die Ruhetagsfrage wird der Punkt der Auseinandersetzung im letzten großen Kampf sein, der die ganze Welt ergreifen wird.“
[31:01] Also die Ruhetagsfrage wird der Punkt der Auseinandersetzung im letzten großen Kampf sein, der die ganze Welt ergreifen wird. Also es geht am Ende um diesen Tag, um das Zeichen, das Gott seinem Volk gegeben hat. Das Zeichen am Ende der Schöpfung. Der Sabbat ist ja ein Tag jünger als die Menschheit, wurde auch für den Menschen gemacht. Und natürlich, du und ich, wir sind ja auch Menschen. Er wurde ja nicht für die Juden gemacht, er wurde auch für die Juden gemacht, aber das liegt daran, dass die Juden natürlich auch Menschen sind. Und so haben die Juden diesen Tag gehalten, aber er war für alle Nationen gemacht, also auch davor. Abraham selber war kein Jude, aber der Tag war auch für ihn ein Segen. Und so soll das heute für uns auch sein.
[31:51] Wie weit wird dieser Sabbat eigentlich gehalten? Also er wurde bei der Schöpfung gehalten, Adam und Eva kannten den Sabbat, Henoch kannte den Sabbat, Noah kannte den Sabbat, Abraham kannte den Sabbat. Dann wurde er ja später zu Moses Zeiten nochmal in Stein geschrieben, viertes Gebot. Er hielt den Sabbat, dann wird es weiter durch die Geschichte gehen. David hielt den Sabbat, Jesus Christus hielt den Sabbat, auch Petrus und Paulus haben den Sabbat gehalten. Über Paulus heißt es sogar, er ging jeden Sabbat in die Synagoge nach seiner Gewohnheit. Steht übrigens genauso auch bei Jesus Christus. Also auch die Apostel hielten den Sabbat, und die Jahrhunderte danach gab es immer Gemeinden, die den Sabbat gehalten haben, die Waldenser zum Beispiel.
[32:29] Zum Ende der Zeit, sagt Schwester White, aber wird es ein besonderes Merkmal sein, ein besonderer Prüfstein, der eigentlich der Punkt der Auseinandersetzung, so formuliert sie es.
[32:39] Schauen wir mal, was ganz am Ende verkündigt werden soll. In Offenbarung 14, Vers 6 und 7. Das ist ja die erste Engelsbotschaft. Offenbarung 14, Vers 6 und 7.
[33:15] Also am Ende der Zeiten, also in der letzten Gemeinde, gibt es einen großen Ruf, und dieser Ruf ist die erste Engelsbotschaft hier in dem Fall, und er geht an alle Völker, an alle Nationen, an alle Sprachen. Also alle Menschen sollen am Ende diese Botschaft hören. Diese Botschaft ist ja insofern besonders, dass sie zwei große Themen beinhaltet. Das eine ist: „Die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“ Also wissen wir, es ist eine Botschaft, die im 1844 oder nach 1844 verkündet wird. Und das andere ist: „Betet den an, der gemacht hat Himmel und Erde, Meer und die Wasserquellen.“ Also betet den an, der alles geschaffen hat, also betet den Schöpfer an.
[33:54] Und wie macht man das? Wie betet man den Schöpfer an? Eben am Sabbat. Das war ja das Zeichen für die Schöpfung oder für den Schöpfer und für das Volk, dass wir zum Schöpfer gehören. Es wird also am Ende einen Aufruf an jeden Menschen geben, und der Tag der Anbetung wird dann das Zeichen der Einstellung des Herzens sein.
[34:14] Schauen wir uns noch mal was Besonderes an, denn es gab ja in unserem Wochenstudium gab es ja ein besonderes Thema, nämlich das Thema der Schöpfung und der Ehe. Und die Ehe, die schauen wir uns mal an, denn auch sie wurde ja geschaffen ganz am Anfang von Gott. Also am Anfang dieser Welt, als die Menschen gemacht wurden, gab er ihnen auch die Ehe. Gehen wir also wieder zurück in den ersten Mose, erstes Kapitel und schauen uns mal an, was das mit der Schöpfung zu tun hat.
[34:39] Also 1. Mose, Kapitel 1 und wir lesen die Verse 26 bis 28. „Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich. Die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht. Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan. Und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde.“
[35:23] Also hier heißt es, Gott sagte: „Lasst uns Menschen.“ Hier sehen wir schon diesen Plural, also Gott ist wieder Elohim, also mindestens drei. Er sagte: „Lasst uns Menschen machen, in unserem Bild, uns ähnlich.“ Jetzt muss man sagen, was meint das, ähnlich dem Schöpfer? Nun, Gott selber ist ja der Herrscher des ganzen Universums und er setzt den Menschen ein und sagt, er soll uns ähnlich sein. Und was macht er aus den Menschen? Nun, er setzt ihn zum Herrscher über die Fische, über die Vögel und über alle Tiere des Planeten ein. Also Gott ist ja der Herrscher des ganzen Universums und jetzt macht er etwas in seinem Ebenbild, nämlich den Menschen und setzt ihn auch zum Herrscher über diesen Planeten ein.
[36:14] Und nun, der Mensch war ja in besonderer Weise gemacht, gottähnlich. Der Mensch ist ja nicht Gott, er war ihm ähnlich gemacht. Also im Gegensatz zu zum Beispiel den Tieren, die wir hier auf der Erde haben, hat der Mensch gewaltige Fähigkeiten, also einen riesigen Intellekt, einen immensen Verstand. Desgleichen gibt es ja im ganzen Tierreich nicht. Das hat Gott den Menschen gegeben, und er sollte jetzt, der Mensch war eingesetzt, um auf diese Schöpfung Acht zu haben. Und dann heißt es hier: „Gott schuf den Menschen als Mann und Frau.“ Also die Idee war, der Mensch sollte die ganze Welt bevölkern.
[36:51] Und jetzt Mann und Frau, wir lesen dazu mal, gehen wir da hin, 1. Mose 2, ab Vers 21. 1. Mose 2, ab Vers 21. Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. Und Gott, der Herr, bildete die Rippe, die er von den Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu ihm. Da sprach der Mensch: „Das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch. Die soll Männen heißen, denn vom Mann ist sie genommen.“
[37:35] Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein, so heißt es hier. Also es wurde sozusagen, es wurde der Mensch gemacht, und zwar der Mensch als Mann und Frau, also als hebräisch Isch und Ischa. Also Ischa kennt man vielleicht, dieses Wort wird heute noch so im Türkischen, glaube ich, Aysha oder so für Frau. Also Isch und Ischa, also der Mann und seine Frau. Deswegen ist die Übersetzung hier so ein bisschen holprig. Im Deutschen wurde dieses Wortspiel mit Männen übersetzt, das ist ja ein Wort, das wir nicht kennen, Männen, aber das trifft vielleicht am nächsten, dieses Wortspiel, das hier gemacht wird.
[38:20] Also jetzt zum einen wird hier beschrieben, in dieser Schöpfung, wie der Mensch geschaffen, also erst wurde gezeigt, wie Himmel und das Weltall geschaffen wurde, dann wird gezeigt, wie die Erde geschaffen wird, dann wird sozusagen die Schöpfungstage werden gezeigt, und jetzt wird ein besonderer Fokus gelegt auf die Erschaffung von Mann und Frau. Scheint also was ganz Wichtiges zu sein, dass der Mensch extra erwähnt wird, nicht nur am sechsten Tag, sondern eben auch, wie er geschaffen wurde. Hier wird genau beschrieben, wie Adam geschaffen wurde und auch wie Eva geschaffen wurde. Und dann heißt es hier am Ende: „Ein Mann wird Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein.“
[38:58] Was meint das? Das ist natürlich, Adam kommt seiner Frau so nah, wie ein Mann seiner Frau kommen kann, sie werden eins, und das Resultat davon ist die Leibesfrucht. Also es kommt sozusagen, es kommt Nachkommen, denn der Auftrag Gottes war ja, bevölkert die Erde. Und jetzt schauen wir uns das mal an, wir behalten es im Hinterkopf. Wir wissen jetzt, wie Eva gemacht wurde, wir wissen, wie Adam gemacht wurde, wir wissen jetzt auch, wie Eva gemacht wurde. Und jetzt gehen wir mal in 1. Korinther 6, 16, 17 und schauen uns mal an, wie Paulus das auslegt.
[39:26] 1. Korinther 6, 16, 17. Paulus sagt: „Oder wisst ihr nicht, dass wer einer Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist? Denn es werden, heißt es, die zwei ein Fleisch sein. Wer bei dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.“
[39:50] Also in der Schöpfung wird schon was deutlich, also Adam und Eva sollen eins werden, also sie sollen ganz nah zusammenkommen. Resultat, wenn Adam seiner Frau ganz nahe kommt, passiert etwas in Eva. Eva wird schwanger, und es kommt ein Kind zur Welt, die Frucht des Leibes. Also das erste Kind war Kain, und dann auch Abel und Seth, und das sind die Namen, die wir haben, und noch viele auch Töchter kamen noch hervor. Also das ist, diese Ehe ist also schon dieses Einswerden von Mann und Frau schon ein besonderes Zeichen.
[40:22] Jetzt sagt Paulus, dass Mann und Frau können ein Fleisch werden, aber der Mensch kann mit Christus eines Geistes sein. Und er macht diesen Vergleich, und das erklärt uns so ein bisschen das Evangelium. Schon in die Schöpfung hineingelegt in den Menschen, das Verständnis des Evangeliums, das er in der Ehe sieht. Denn wenn ein Mensch Christus nahe kommt, also so nah, wie er kann, er wird eines Geistes mit ihm, dann passiert etwas ähnliches wie bei Adam und Eva. Bei Adam und Eva war es so, Adam kam seiner Frau ganz nah, in Eva passierte was, Eva wurde schwanger, und sie brachte Frucht hervor. Jetzt, wenn ein Mensch Christus nahe kommt, die beiden werden eines Geistes, dann ist Christus der Bräutigam und die Gemeinde ist die Braut. In den Menschen passiert dann was, der Mensch wird dann schwanger, geistlich schwanger, und bringt Frucht hervor, aber die Frucht des Geistes, nicht die Frucht des Leibes, sondern die Frucht des Geistes: Liebe, Friede, Freude und diese Dinge, sogar Selbstbeherrschung. Das ist das, was hervorkommt, wenn ein Mensch sehr nahe zu Christus kommt.
[41:29] Und dieses wunderschöne Symbol gebraucht Gott also, um uns die Beziehung zu ihm zu zeigen. Und Paulus spricht auch davon, in Epheser 5, 31 und 32. Der sagt: „Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.“
[42:01] Also Paulus bezieht sich hier auf die Ehe und sagt, das ist ein großes Geheimnis, diese Ehe, aber es zeigt uns eigentlich Christus und die Gemeinde. Die Ehe ist etwas ganz Besonderes, ein besonderes Symbol, das wir bekommen haben. Wir haben es ja in Eden bekommen, und sie sollte damals schon die Beziehung andeuten und erlebbar machen, die Gott zu uns hat. Wir sollten sozusagen im Kleinen, in der Ehe zwischen Mann und Frau schon diese Riesenbeziehung von Gott zu seiner Menschheit verstehen lernen.
[42:34] Wir haben gerade gelesen, und da gucken wir noch mal kurz rein in den Text, in 1. Mose 2, 21 bis 24. Den lasen wir gerade, also die Erschaffung von Eva. 1. Mose 2, 21 bis 24. Da war es ja so, als Gott Eva schaffen wollte, nahm er Adam, legte Adam schlafen, öffnete seine Seite, er nahm etwas heraus, und daraus machte er die Eva. Das haben wir gerade gelesen. Und schon das hier, die Erschaffung Evas, deutet jetzt schon das Evangelium an, denn das ist das, was ja Adam und Eva auch schon verstehen konnten, allein durch den Schöpfungsakt für die Frau.
[43:26] Denn wenn das ein Symbol ist, die Ehe für Christus und seine Gemeinde, dann muss man sich fragen, wie bekam Adam seine Frau Eva? Also wie bekommt Christus seine Gemeinde? Adam bekam seine Frau, indem Gott ihn schlafen legte, dann seine Seite öffnete, etwas herausnahm, davon Eva machte. Eva wurde dann zu ihm gebracht, und sie waren zusammen. Eine Ehe wurde geschlossen. Wie ist es bei Christus? Muss genauso gewesen sein. Christus musste also auch irgendwann mal wie Adam zur Ruhe gelegt worden sein, und das sehen wir am Kreuz. Christus wurde wirklich zur Ruhe gelegt. Und dann hat jemand seine Seite geöffnet. Ja, so steht es im biblischen Bericht. Seine Seite wurde geöffnet, und was kam heraus? Es kam Blut und Wasser heraus, und genau daraus ist die Gemeinde, also die Braut Jesu, gemacht.
[44:24] Blut und Wasser ist das Zeichen für den neuen Bund. Denn das Wasser, das ist der Geist Gottes, das lebendige Wasser. „Ich werde eure Herzen verändern, ich werde meine Gesetze in ihre Herzen schreiben“, heißt es. Das macht der Heilige Geist. Und an ihre Missetaten will ich nicht mehr gedenken, das ist die Vergebung durch das Blut. Die Gemeinde Gottes, die Braut Gottes, wurde aus Blut und Wasser gemacht. Und so ist das Symbol, das wir hier in Eden finden, bei der Erschaffung von Eva schon das Symbol für die Erschaffung der Braut Christi, für seine Gemeinde.
[44:56] Jetzt ist es so, dass das richtige Verständnis der Ehe, also ist so ähnlich wie das richtige Verständnis vom Sabbat. Ehe und Sabbat wurden ja beide in Eden gegeben, und es hilft uns im Eheverstehen, wenn wir die Ehe richtig verstehen und richtig leben, genauso wie den Sabbat, wenn wir ihn verstehen und leben, dann führt er uns in eine enge Beziehung mit Gott.
[45:15] Jetzt, was will der Teufel wohl unbedingt verhindern, dass wir das richtige Verständnis haben von Sabbat und Ehe? Und so werden genau diese Dinge heute angegriffen. Die Ehe heute in unseren Tagen zum Beispiel wird ja völlig ad absurdum geführt. Also Gott hat die Ehe eingesetzt als eine Beziehung zwischen Mann und Frau, einen ewigen Bund. Heute wird daraus gemacht, man kann vielleicht mehrere Personen heiraten, oder man kann vielleicht gleichgeschlechtlich heiraten, aber dann funktioniert diese ganze Symbolik nicht mehr.
[45:49] Also aus dem Einswerden von Mann und Frau, daraus soll Frucht entstehen. Aus dem Einswerden geistlich zwischen Mensch und Christus soll eine Frucht entstehen im Menschen, die soll hervorkommen, die soll sichtbar werden. Das geht bei gleichgeschlechtlichen Ehen gar nicht. Also die ganze Idee sozusagen, die Gott uns da hineingelegt hat, sind auch viele, viele andere Punkte, die funktionieren gar nicht mehr. Wenn der Teufel das schafft, dass die Ehen so kaputt gemacht werden, dass man darin das Symbol zwischen Christus und seiner Gemeinde nicht mehr erkennt, dann nimmt er den Menschen damit einen riesigen Segen. Ungefähr so wie beim Sabbat, der ja auch ein riesen Segen sein soll für die Menschheit. Wenn er aber nicht mehr begangen wird, dann fehlt dieser Segen.
[46:31] Und dieser Segen ist was Besonderes, denn er führt uns immer in Gemeinschaft mit Gott, egal ob durch die Ehe oder durch den Sabbat. Aber das will der Teufel verhindern, denn der Teufel weiß, wenn wir Gemeinschaft mit Gott haben, wachsen plötzlich die Früchte in uns. Und so versucht er das kaputt zu machen. Und wir leben ja in einer Zeit, wo wir es ganz furchtbar sehen können, was gerade passiert. Also wie sogar die Gesetzeslagen in sämtlichen Ländern der Welt dahin gehen, dass die Ehe kein geschützter Rahmen mehr ist, sondern alles Mögliche heute als Ehe bezeichnet wird. Also sowohl gleichgeschlechtliche Ehen als auch mittlerweile, es wurde ja auch schon versucht, Ehen mit Tieren einzugehen. Das ist ja fast wie in Sodom schon. Wir nennen das ja auch Sodomie. Und dafür die Welt hin.
[47:15] Aber wir als Christen, als Adventisten, sollten die Ehe, so wie sie hier geschrieben ist, ausrecht erhalten, denn sie gehörte zur Schöpfung dazu. Gott hat sie uns gegeben, genau wie den Sabbat, aus einem bestimmten Grund. Übrigens, wenn wir über die Schöpfung sprechen, da war ja unser Donnerstagsthema, das ging um Schöpfung, Sündenfall und Kreuz, so war es überschrieben. Dann finden wir hier auch noch ein paar ganz interessante Dinge, die wir uns noch angucken wollen.
[47:41] Wir lesen 1. Mose 1, Vers 31, also das Ende der Schöpfung, das Ende des sechsten Tages. „Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend und es wurde Morgen, der sechste Tag.“ Und hier ist es, Gott blickt jetzt auf alles, was er gemacht hatte, und er sagt: „Es war sehr gut.“ Wir würden sagen, es war makellos und vollkommen. So hat Gott es damals gemacht, so hat er es geschaffen, auch den Menschen.
[48:16] Und dann lesen wir im zweiten Kapitel, 1. Mose 2, Vers 15 bis 17. „Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre. Und Gott, der Herr, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten, des Bösen sollst du nicht essen, denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben.“
[48:38] Also Gott setzte den Menschen damals in eine perfekte Umgebung, alles war vollkommen. Der Mensch war vollkommen gemacht, und auch dieser Garten Eden war vollkommen gemacht. Aber in diesem Garten setzte er auch einen Baum, den Baum der Erkenntnis des Guten, des Bösen. Warum eigentlich? Nun, den Tieren war es egal, aber der Mensch hatte die Gabe oder die Erstlingsgabe des Geistes, so heißt es in der Bibel. Das heißt, der Mensch konnte über bestimmte Dinge nachdenken, also zum Beispiel über Religion, über Philosophie, über Ethik, über Moral. Er hatte die Erstlingsgabe des Geistes. Er war ja das Wesen auf dieser Erde, das gottähnlich geschaffen wurde, im Ebenbilde Gottes.
[49:25] Und so musste der Mensch jetzt auch die Freiheit haben, zu sagen: Ich gehe in die Rebellion, oder ich bleibe dem Schöpfer treu. Nun, wir wissen, wie traurig die Geschichte dann weiterging. Der Teufel hat es missbraucht. Also der Teufel hat die Liebe von Adam zu seiner Frau Eva missbraucht, um den Menschen zum Fall zu bringen. Wir können die ganze Geschichte lesen im dritten Kapitel. Wir können es ja mal lesen, die ersten sieben Verse im dritten Kapitel.
[49:59] Hier wird deutlich, was der Teufel gemacht hat. Also Gott hatte alles perfekt gemacht, hatte die Menschen in einen perfekten Garten gesetzt, alles war wunderschön, alles war vollkommen, alles war völlig makellos, und es gab diesen Baum, von dem Gott sagte: Bitte isst nicht davon, denn wenn du davon isst, wirst du gewisslich sterben, du wirst in die Rebellion gezogen. Und dann, wir lesen 1. Mose 3, ab Vers 1: „Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte. Und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft? Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen, aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt.“
[50:48] Da sprach die Schlange zu der Frau: „Keineswegs werdet ihr sterben, sondern Gott weiß, an dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist.“ Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht. Und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.
[51:21] Also jetzt sehen wir hier diesen furchtbaren Sündenfall, wir sehen den Moment, wo der Teufel jetzt anfängt, die Menschheit zu verführen. Der Mensch dachte eigentlich gar nicht daran, dass er dem Schöpfer untreu werden will. Er hatte alles, was er brauchte, es ging ihm gut, er liebte den Schöpfer, aber der Teufel benutzte auf ganz perfide Art und Weise die Liebe von Adam zu Eva, um die Menschheit zu Fall zu bringen, um die Menschheit in die Rebellion hineinzuziehen und sie in den Tod zu stürzen.
[51:49] Sobald Adam und Eva von diesem Baum aßen, heißt es, wurden ihnen die Augen aufgetan. Sie sollten ja nun fortan sehen, was das Böse tatsächlich macht, wie schlimm es ist, wie ungeheuerlich die Sünde ist. Und tatsächlich, ihnen wurden die Augen geöffnet, aber das Erste, was sie sahen, ist, dass sie nackt waren. Ihre Lichtkleider waren weg. Ein ganz interessantes Zeichen. Sobald sie in die Rebellion hineingingen, sobald sie dem Schöpfer untreu wurden, sobald die Sünde in ihrem Herzen war, war das Gewand weg, das sie trugen.
[52:24] Durch die Rebellion korrumpierte die gesamte Menschheit, denn Adam und Eva waren das erste Menschenpaar. Und durch die Sünde nun kam der Tod in die Welt und alles ging kaputt, alles wurde zerstört. Also alles vollkommen gemacht von Gott, aber dann durch Hinterlist von der Schlange, dem Drachen, dem Teufel und dem Satan wurde die Menschheit verführt, und das Vollkommene wurde zerstört. Das Lichtkleid verloren sie, und sie sahen sich an und sie waren nackt.
[52:56] Wir lesen Römer 5, Vers 12 bis 16. Römer 5, Vers 12 bis 16. „Darum, gleich wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben. Denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt, wo aber kein Gesetz ist, da wird die Sünde nicht in Rechnung gestellt. Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose, auch über die, welche nicht mit einer gleichartigen Übertretung gesündigt hatten wie Adam, der ein Vorbild dessen ist, der kommen sollte. Aber es verhält sich mit der Gnadengabe nicht wie mit der Übertretung, denn wenn du durch die Übertretung des Einen die vielen gestorben sind, wie viel mehr ist die Gnade Gottes und das Gnadengeschenk durch den einen Menschen Jesus Christus in überströmenden Maß zu den vielen gekommen. Und es verhält sich mit dem Geschenk nicht so wie mit dem, was durch den Einen kam, der sündigte, denn das Urteil führt aus der Einübertretung zur Verurteilung. Die Gnadengabe aber führt aus vielen Übertretungen zur Rechtfertigung.“
[54:19] Und Paulus macht hier einen ganz interessanten Vergleich. Er vergleicht jetzt Christus und Adam. Er nennt ihn später auch Christus, nennt er später auch den zweiten Adam. Nun, hier wird es deutlich sozusagen, es gab, also mit der Sünde kam der Tod. Und der Tod ist dann zu vielen hingelangt, sagt Paulus. Manchmal ist ja die Idee, wenn wir über die Schöpfung sprechen, ja, da waren irgendwie die Menschen, die kamen relativ spät in der Schöpfung, und davor gab es Millionen und Milliarden Jahre, wo schon alle möglichen Tiere ausgestorben sind und wo ganz viel Tod und Leid in der Welt war. Aber das ist genau das, was die Bibel eben nicht sagt. Die Bibel sagt, da war überhaupt kein Tod und kein Leid. Der Tod kam erst in die Welt mit dem Sündenfall durch die Menschen.
[55:11] Und wenn das so war, dann ist es nicht weise anzunehmen, dass es so etwas, so eine Art Vermischung geben könnte, wie wir das nennen, so eine theistische Evolution, also eine göttliche Evolution. Gott hat einen Anstoß gegeben und von dann hat sich alles selbst entwickelt. Das macht eigentlich keinen Sinn, denn dann hätte Gott ja sozusagen seine Kreaturen sterben lassen. Es sind ja zwei Gesetze, die gegeneinander stehen. Das eine, die Bibel sagt, der Sünde Sold ist der Tod. Also auf die Sünde folgt der Tod. Gott hat aber alles vollkommen gemacht, und der Tod kam also erst, als Sünde kam. Das andere Gesetz, das Gesetz der Evolution, heißt ja, der Stärkere überlebt. Also die Evolutionstheorie basiert ja auf dem Prinzip des Todes. Also es muss etwas sterben, damit etwas Neues sich entwickelt. Es wird immer besser. Die Schwachen sterben, die Starken überleben. Diese beiden Gesetze sind völlig konträr zueinander.
[56:17] Also Gott ist ein Gott des Lebens, und er hat den Menschen gemacht und alle Kreatur, damit sie lebt. Erst die Sünde brachte den Tod, und man kann nicht davon sprechen von so einer Art, man nennt es theistische Evolution. Also Gott hätte einen Anstoß gegeben und hat sich das Leben selbst entwickelt. Das ist ein Widerspruch zur gesamten Bibel, und so etwas könnten wir auch nicht glauben, denn wenn wir das annehmen würden, wenn wir annehmen würden, das wäre so, und wir gehen damit über alle Bibelverse hinweg, dann würde es dazu führen, dass am Ende sogar der Kreuztod Jesu sinnlos wäre. Denn wenn der Kreuztod dafür da war, um uns von der Sünde zu befreien und damit vom Tod zu erlösen, dann hinge dieses ganze Konstrukt ja in der Luft, wenn es schon vor der Sünde den Tod gab. Dann würden wir zwar von der Sünde befreit werden, aber trotzdem würden wir sterben.
[57:06] Also diese Idee, diese Evolutionsidee, die Evolutionstheorie nach Darwin, aber auch die theistische, also egal was wir da hineinpacken, zerstört immer den Glauben an Jesus und an seinen Kreuztod für die Menschheit. Denn dann, wenn das wahr wäre, dann wäre der Tod nicht der Lohn der Sünde, wie Römer 6, Vers 23 sagt, sondern es wäre eine natürliche Auslese. So was hat Gott nie gemacht.
[57:43] Es stecken also viele, viele Gefahren sozusagen in der modernen Wissenschaft, wenn man versucht, diese mit der Bibel in Einklang zu bringen. Die Bibel ist sehr deutlich. Sie beschreibt, Gott hat am Anfang alles geschaffen, es war vollkommen, und dann ist es gefallen, und dann kam der Tod. Gott hat den Tod nicht geschaffen. Gott ist ein Gott der Lebenden, heißt es in der Bibel. Und heute versuchen viele solche seltsamen Theorien in unsere Gemeinde hineinzukommen und Strukturen zu zerstören, Glauben von vielen kaputt zu machen.
[58:20] Gott hat uns damals schon in der Schöpfung viele, viele Beweise seiner Existenz gegeben. Den einen sehen wir natürlich in dem Geschaffenen, wenn wir die Schöpfung betrachten, dann sehen wir, können wir daran erahnen, wie der Schöpfer ist, wie wundervoll er ist, wie schön er alles gekleidet hat, wie sehr er das Leben liebt. Und auf der anderen Seite, in den Dingen, die er uns gegeben hat, zum Beispiel in der Ehe, können wir die Beziehung sehen, die wir zu ihm haben sollen. Also viele wunderbare Dinge hat er geschaffen. Am siebten Tag, den er extra geschaffen hat für die Menschen, an dem Tag können wir diese besondere Zeit mit ihm haben, und das sollen wir auch tun. Und diese besondere Zeit ist mehr als nur besondere Zeit, denn sie ist das Zeichen des Schöpfers.
[59:04] Also wir halten den Sabbat heilig, weil wir sagen, wir gehören zum Schöpfer, zu dem, der in sechs Tagen unsere Welt geschaffen hat, und zu dem bekennen wir uns. Und es ist wichtig, dass wir diesen Standpunkt heute auch vertreten, denn ansonsten kommen ganz viele falsche Theorien in unsere Gemeinden hinein und höhlen den Glauben von innen aus. Dann ist plötzlich das Kreuz nichts mehr wert, dann brauchen wir keine Auferstehung mehr, dann ist der Tod natürlich und all solche Dinge kommen daraus hervor. Lasst uns darauf achten, dass wir solche Theorien nicht annehmen, sondern dass wir sie mit „Es steht geschrieben“ widerlegen. Amen.
[59:38] Lasst uns zum Abschluss noch ein Gebet sprechen. Unser lieber Herr Jesus, wir möchten dir danken dafür, dass wir wissen können, dass du der große Schöpfer bist, dass du alles gemacht hast, was aus dir alles hervorgekommen ist. Wir möchten dir danken, dass du alles mit Liebe gemacht hast und das ist vollkommen war am Anfang. Herr, wir bekennen, dass die Sünde in unsere Welt gekommen ist und dass wir sie dort hineingebracht haben. Wir möchten auch bekennen, dass wir Sünder sind, aber wir möchten dich bitten, dass du uns von der Sünde erlöst, dass du uns vom Tod loskaufst, denn wir sind dein Volk. Wir möchten dich bitten, Herr, beschütze und behüte du den Sabbat und die Ehen unserer Gemeinden, damit sie auch weiterhin ein Licht sind, das leuchtet bis in Ewigkeit. Wir danken dir dafür. Amen.
[1:00:27] Vielen Dank, ihr Lieben, dass wir gemeinsam studieren konnten. Nun, das war der erste Teil von der Schöpfung, von dem Thema der Schöpfung. Nächste Woche wollen wir uns mit dem zweiten beschäftigen und dazu eine herzliche Einladung und Gottes Segen euch.