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Manuskript zur Sendung >>> CSH_02_2020_Lektion_9

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour 2020 Q2 wird die biblische Schöpfungsgeschichte unter die Lupe genommen. Es wird untersucht, ob die Erde eine Scheibe ist, wie die Bibel und andere antike Kulturen die Entstehung der Welt beschreiben und welche Rolle die Zeit und Genealogien in diesem Kontext spielen. Abschließend wird beleuchtet, wie Jesus und die Apostel den Schöpfungsbericht interpretierten und warum es wichtig ist, diesen Bericht unverfälscht anzunehmen.

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour wird die biblische Schöpfungsgeschichte unter die Lupe genommen und mit verschiedenen antiken und modernen Theorien verglichen. Es wird untersucht, ob die Erde eine Scheibe oder eine Kugel ist und wie die Bibel und Ellen White diese Frage beantworten. Weiterhin werden antike Schöpfungsmythen aus verschiedenen Kulturen beleuchtet und mit dem biblischen Bericht verglichen, wobei die Einzigartigkeit der biblischen Darstellung hervorgehoben wird. Abschließend wird die Haltung Jesu und der Apostel zum Schöpfungsbericht thematisiert und die Bedeutung der Annahme der Bibel, wie sie steht, für den Glauben betont.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2020 Q2: Wie legen wir die Bibel aus?

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Transkript

[0:00] Hallo und ein herzliches Willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir sind im zweiten Quartal 2020 mit unserer neunten Lektion, also mit dem zweiten Teil der Schöpfung.

[0:30] Unser Merkvers, den hatten wir in Psalm 19, Vers 2 uns angeschaut. Da heißt es: "Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes und die Ausdehnung verkündet das Werk seiner Hände." Also hier wird schon gezeigt in unserem Merkvers, dass wenn wir was von Gott erfahren wollen, wenn wir ihn kennenlernen wollen, wenn wir verstehen wollen, wie er ist, dass wir dann in das Werk seiner Hände hineingucken können, also in die Schöpfung. Und die Schöpfung verrät uns etwas vom Schöpfer. Das haben die Menschen schon immer so gemacht und auch heute ist ein guter Rat, den Schöpfer auf die Art und Weise kennenzulernen.

[0:58] Nun, wenn wir über unser Thema sprechen, die Schöpfung und den ersten Teil sozusagen noch im Hinterkopf haben, wo wir ein bisschen darüber gesprochen haben, welche Theorien gibt es denn über die Schöpfung und wie war es damals, wie zuverlässig ist das Wort am Anfang im ersten Buch Mose, dann wollen wir uns jetzt sozusagen mit dem zweiten Teil beschäftigen, der ein bisschen darüber hinausgeht noch und noch so ein paar besondere Sachen beleuchtet, die heute in aller Munde sind. Wir haben das Sonntagsthema, das da heißt: "Die Erde eine Scheibe?"

[1:40] Also bevor wir uns damit beschäftigen, beginnen wir mit einem Gebet und bitten den Heiligen Geist, dass er uns hilft, dass wir es auch richtig verstehen können. Unser lieber Herr Jesus, wir möchten dich jetzt bitten, dass wenn wir gemeinsam dein Wort aufschlagen und diese Texte lesen, dass dein Heiliger Geist uns führt. Bitte, Herr, segne uns darin, damit wir das verstehen, was du uns sagen willst und dafür danken wir dir. Amen.

[1:58] Also die Frage ist, ist die Erde eine Scheibe? Es wird ja manchmal gesagt, dass es früher in der alten Literatur so war, dass gesagt wurde, die Bibel sagt, die Erde ist eine Scheibe oder woher kommt das eigentlich? Nun, selbst heute sagen noch Menschen: "Steht doch in der Bibel, dass die Erde eine Scheibe ist, oder?" Nun, wir schauen mal, wo solche Dinge herkommen.

[2:25] Wenn wir also die Bibel aufschlagen, Offenbarung, ganz hinten, Kapitel 7 und dort den ersten Vers lesen, dann könnte man es meinen. Es heißt hier: "Und danach sah ich, also Johannes spricht hier, und danach sah ich vier Engel an den vier Enden der Erde stehen, die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind wehe über die Erde, noch über das Meer, noch über irgendeinen Baum." Also hier in der Offenbarung wird davon beschrieben, dass es, dass dort vier Engel waren, die die vier Winde fest hielten an den vier Enden der Erde. Wenn man jetzt überlegt, vier Enden der Erde, dann wirkt es schon so ein bisschen so, als müsste die die Erde dann irgendeine Art von Enden oder Eckpunkten haben.

[3:10] Nun ist das hier so gemeint? Also wenn wir sagen, die Erde müsste also wirklich buchstäblich vier Enden haben oder vier Eckpunkte, dann müsste man davon ausgehen, dass diese Erde irgendwie eine zumindest viereckige, wenn nicht sogar quadratische Form hätte, also eine Art Scheibe wäre, mit Eckpunkten. Ist das rein biblisch haltbar? Also ist das hier so gemeint? Meint Johannes, wenn er das hier schreibt, dass die Erde irgendwie eine eine Art Scheibe ist mit Eckpunkten? Also sie könnte ja zum Beispiel keine runde Scheibe sein, sondern sie müsste irgendwie Eckpunkte haben oder Endpunkte. Ist das rein biblisch haltbar, diese Theorie? Was sagt die Bibel dazu?

[3:43] Wir schauen mal, hat Johannes das wörtlich so gemeint oder deutet es was anderes an? Wir schauen dazu mal in Jesaja, Jesaja 40, und hier Vers 21 und 22, Jesaja 40, 21 und 22. Dort heißt es: "Wisst ihr es nicht? Hört ihr es nicht? Ist es euch nicht von Anfang an verkündet worden? Habt ihr nicht Einsicht erlangt in die Grundlegung der Erde? Er ist es, der über dem Kreis der Erde thront und vor dem ihre Bewohner wie Heuschrecken sind, der den Himmel ausbreitet wie ein Schleier und ihn ausspannt wie ein Zelt zum Wohnen."

[4:34] Also hier in Jesaja, hier wird von Gott gesprochen, das heißt: "Wisst ihr es nicht? Wisst ihr nicht, wer den Grund der Erde gelegt hat?" Und hier wird gesprochen von dem, der über dem Kreis der Erde thront. Jetzt muss ich überlegen, was ist das für ein Wort hier? Kreis. Nun im Hebräischen, dieses Wort, das hier mit Kreis übersetzt ist, da steht, wenn ich es richtig ausspreche, "Schuk" oder C-H-U-G, Schuk. Und dieses Wort meint rund, das ist hier mit Kreis übersetzt, also das Erdenrund. Man könnte jetzt also entweder sagen, also die Erde ist eine kreisrunde Scheibe oder die Erde ist eine Sphäre, also eine Kugel. Beide Möglichkeiten wären hier drin, aber es schließt so ein bisschen aus, dass man zur Offenbarung 7,1 sagen könnte, die Erde müsste irgendwelche Ecken oder Enden haben.

[5:42] Also können wir sagen, wenn dieser Bibeltext die Erde beschreibt als entweder ein Kreis, also eine flache runde Scheibe oder eine Kugel, beides wäre hier möglich, eine Sphäre oder eine runde Scheibe, dann können wir davon ausgehen, dass der Text in Offenbarung 7,1 von den Enden der Erde spricht und die Gesamtheit meint, also Norden, Osten, Süden, Westen und nicht etwa, dass dort irgendwelche End- oder Eckpunkte gibt.

[5:52] Jetzt bleibt natürlich die Frage, wie ist die Erde denn gegründet? Also wir können also entweder rein biblisch können wir sagen, es muss entweder ein Kreis sein oder eine Kugel. Wie ist die Erde gegründet? Dafür gehen wir in Hiob 26 und lesen Verse 7 bis 10. Hiob 26, Verse 7 bis 10. Da heißt es: "Er spannt den Norden aus über der Leere und hängt die Erde über dem Nichts auf. Er bindet die Wasser in seinen Wolken zusammen und das Gewölk zerreißt nicht unter ihrem Gewicht. Er verschließt den Anblick des Thrones, er breitet sein Gewölk darüber. Er hat einen Kreis abgesteckt auf der Oberfläche der Wasser bis zur Grenze von Licht und Finsternis."

[6:50] Also wie ist die Erde eigentlich gegründet? Also nach diesem Vers hier heißt es, er, also Gott, er hat die Erde über dem Nichts aufgehangen. Wenn wir uns überlegen, also entweder, also sprechen ja immer noch von entweder eine kreisrunde Scheibe oder eine Kugel und die Bibel sagt, sie hängt über dem Nichts. Ist das Nichts? Nun das ist wahrscheinlich genau das, was wir heute auch sagen. Es ist der Weltraum.

[7:14] Nun der Weltraum ist ja, wir könnten sagen, es ist fast Nichts. Also der Weltraum ist ja voll von Galaxien. Es sind unzählige Galaxien. Diese Galaxien nehmen aber einen relativ vernachlässigbaren Raum ein für den gesamten Weltraum. Jetzt der Weltraum ist demnach fast ein Vakuum. Also es stimmt nicht ganz, wenn wir also zum erdnahen Weltraum uns angucken, dann haben wir ungefähr so pro Kubikmeter etwa 1000 Teilchen. Das ist minimal verschwindend gering. Also wir würden hier schon von einem Vakuum sprechen, aber wir wissen im Weltall sind ja auch die ganzen Sterne, die ganzen Planeten, die ganzen Trabanten und jede Menge Staub und alles zusammen, diese ganze Materie im Verhältnis gesetzt zu dem großen Raum, der gegenwärtig ist, ist ja vernachlässigbar und so könnte man sagen, das Weltall stellt tatsächlich eine Art Vakuum dar. Stimmt nicht ganz, aber fast. Wir würden es als ein Nichts bezeichnen. Und genau so sieht es aus heute mit der Erde. Das ist ja so das, was wir heute verstehen von der Erde. Die Erde scheint also im Weltall frei zu schweben, also frei zu hängen dort.

[8:26] Jetzt wäre die Frage nach der Form der Erde. Entweder ist die Erde nun eine kreisrunde Scheibe, wie es manchmal der Bibel nachgesagt wird, oder es ist eine Kugel, wie andere Ausleger das in die Bibel legen. Die Bibel sagt ja entweder, also sagt irgendwie was Rundes. Kann eine Scheibe sein, kann aber auch eine Kugel sein. Jetzt ohne, dass wir jetzt genau unter naturwissenschaftliche Untersuchungen anstellen und so wie zum Beispiel Christopher Kolumbus versuchen, einen Beweis zu finden, welche Form die Erde hat, wollen wir das einfach mal durchdenken.

[9:01] Was wäre denn möglich, jetzt ohne in die Naturwissenschaft zu gehen, sondern einfach mal durchdenken? Also die Himmelskörper, die wir sehen können, also Sonne und Mond und die verschiedenen Planeten, die wir sehen können, von denen wissen wir, die sehen alle rund aus, aber die sind alle kugelförmig. Jetzt liegt es nahe, dass wenn alle anderen Objekte, die wir sehen, kugelförmig sind oder zumindest annähernd kugelförmig, dass unser Planet genauso kugelförmig ist. Das war ja auch die Idee von Christopher Kolumbus, der dann sagte, er möchte einen Seeweg finden nach Indien, andersherum, weil er davon ausgeht, dass die Erde eine Kugelform aufweist oder annähernd eine Kugelform. Nun so glaube ich, wenn wir uns alle Objekte angucken, die wir finden können, dann glaube ich können wir sagen, alle anderen Objekte scheinen kugelförmig zu sein, also wird es die Erde wohl auch sein. Jetzt ohne das jetzt naturwissenschaftlich herzuleiten, rein von dem, was jeder von uns sehen kann.

[9:59] Interessant wäre jetzt für uns zu wissen, was sagt denn Ellen White dazu? Also beschreibt sie diese Form. Wir lesen im Buch Leben und Wirken Seite 108, im zweiten Absatz. Da sagt sie: "Im November 1846 wohnte ich mit meinem Mann einer Versammlung in Topsham, Maine bei, auf der Ältester Joseph Bates zugegen war. Er glaubte damals noch nicht völlig, dass meine Gesichte von Gott seien. Jene Zusammenkunft war eine Zeit von großem Interesse. Der Geist Gottes ruhte auf mir. Es wurde mir ein Gesicht von der Herrlichkeit Gottes gegeben und zum ersten Mal sah ich andere Planeten."

[10:37] Nachdem das Gesicht zu Ende war, erzählte ich, was ich gesehen hatte. Ältester Bates fragte mich dann, ob ich Astronomie studiert habe. Ich sagte ihm, dass ich mich nicht erinnern könne, je ein Buch über Astronomie gelesen zu haben. Dann sagte er: "Dies ist von dem Herrn." Und wenn man sich erinnert, Ellen White hatte damals eine Vision und sie beschrieb Planeten und deren Trabanten, also deren Monde. Und als sie, ich meine es war der Saturn, als sie den Saturn mit seinen Ringen beschrieb und den Monden, da wurde Joseph Bates hellhörig, denn Joseph Bates war Kapitän und er kannte die Himmelskörper. Er hatte sich ja da jahrelang orientiert an den Sternen, um seine Schiffe zu lenken. Und er wusste genau, was damals Stand der Forschung war, nämlich dass der Saturn durchaus über mehrere Monde verfügt, genauso wie zum Beispiel Jupiter. Und deswegen fragte er Schwester White: "Hast du Astronomie studiert, woher weißt du das?" Und als Schwester White sagte: "Kann mich gar nicht erinnern, überhaupt mal ein Buch darüber gelesen zu haben", dann sagte er: "Okay, diese Vision muss vom Herrn sein, denn sie hat es genau beschrieben."

[11:37] Nun Ellen White, die jetzt nun also einen Blick zu den Planeten hatte, sie sah jetzt also verschiedene Planeten und deren Trabanten, sie sah ja auch die Erde. Welche Form attestiert Ellen White der Erde? Dazu lesen wir im Weg zu Christus, Seite 48, dritter Absatz. Schwester White sagt: "In der unvergleichlichen Gabe seines Sohnes legt Gott um die Erde eine Gnadenhülle, so wirklich wie der Luftring, der den Erdball umschließt. Alle, die diese lebensspendende Luft einatmen, werden leben und zur vollen Reife von Männern und Frauen in Christus heranwachsen."

[12:23] Interessanterweise bezeichnet sich hier die Erde, also wenn wir fragen, welche Form hat die Erde nun, ist es eine runde Scheibe oder ist es eine Kugel? Sie sagt, hier ist ein Erdball. Ich habe nochmal ins Englische geguckt und im Englischen sagt sie tatsächlich wörtlich "Glob", also sowas wie Globus. Also sie beschreibt wirklich einen Globus, einen Erdball und damit ist sozusagen sowohl die Bibel als auch die Naturwissenschaft, als auch von Ellen White können wir ziemlich sicher sagen, diese Erde hat eine annähernd runde Form.

[12:52] Jetzt manchmal kommt diese Diskussion auf, ob die Erde nun um die Sonne kreist oder die Sonne um die Erde oder die Sonne über der Erde. Es gibt ja viele, gerade heutzutage wieder ganz viele Modelle und dazu wollen wir zwei Sachen von Ellen White uns angucken, was nun wie kreist. Also kreist die Erde um die Sonne in so einer Ellipsenbahn oder kreist die Sonne um die Erde oder kreist die Sonne über der Erde.

[13:15] Nun im Patriarchen und Propheten Seite 92 im zweiten Absatz, da sagt Schwester White: "Nicht aus sich selbst bringt die Erde Jahr für Jahr ihren Reichtum hervor und bewegt sich weiter um die Sonne. Gottes Hand lenkt die Planeten und hält sie auf ihren vorgeschriebenen Bahnen durch das Universum." Und dann zitiert sie Jesaja Kapitel 40: "Er führt ihr her vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen. Seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt."

[13:46] Also hier deutlich, Ellen White beschreibt, dass die Erde hier auf einer Bahn sich um die Sonne dreht und auch die anderen Planeten sich auf ihren Bahnen bewegen.

[14:00] Im Schatzkammer der Zeugnisse, Band 3, Seite 220, ganz oben, da heißt es: "Nicht eine der Natur ursprünglich innewohnende Kraft lässt die Erde Jahr für Jahr ihre Gaben hervorbringen und ihren Lauf um die Sonne fortsetzen. Die Hand der Allmacht wirkt ununterbrochen und leitet diesen Planeten. Es ist die in jedem Augenblick wirkende Kraft Gottes, die die Erde in ihrer Lage und Umdrehung erhält."

[14:28] Also hier ist glaube ich deutlich, wenn wir das also alles zusammenlesen, also wir lesen die Bibel, wir schauen die Naturwissenschaft und wir gucken uns die Zitate von Schwester White an, es ist glaube ich sehr deutlich, dass die Erde hier als ein Globus, also als eine Kugelform beschrieben wird, die sich um die Sonne dreht. Das ist glaube ich auch genau das, was für heute naturwissenschaftlich Stand der Forschung ist. Das war unser Sonntagsthema, also darum ging es am Sonntag.

[14:55] Nun, jetzt gucken wir mal in den Montag hinein, denn dort war ja das spannende Thema: "Schöpfung in der antiken Literatur." Was sagt eigentlich die antike Literatur und ich habe noch ein bisschen weiter gegraben und wollte noch mal so ein paar andere Geschichten und historische Zeugnisse angucken von verschiedenen Völkern, was sie denn gesagt haben damals in der Antike oder auch danach noch, wie die Erde entstanden ist.

[15:27] Nun, die Bibel ist sehr eindeutig im ersten Mose 1, wir lesen hier Vers 1 und Vers 3, erster Mose 1. Da heißt es: "Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde, die Erde aber war wüst und leer und es lag Finsternis auf der Tiefe und der Geist Gottes schwebte über den Wassern und Gott sprach: Es werde Licht und es wurde Licht." Also darüber hatten wir letzte Woche schon gesprochen, also am Anfang hat Gott die Himmel, also das Welt, also alles was da drin ist, geschaffen inklusive der Erde und dann hat er, als die Erde war wüst und leer und dann hat er auf der Erde die Schöpfung hervorgebracht. So beschreibt die Bibel sowas. Am Anfang schuf Gott aus dem Nichts alles und so ist alles entstanden.

[16:18] Nun ist es so, dass er in fast allen Religionen und allen Kulturen irgendwelche Schöpfungsberichte auftauchen und diese Schöpfungsberichte sind eigentlich interessant zu sehen, wenn man sie auch vergleicht mit dem, was die Bibel sagt. Ich habe zum Beispiel mal geguckt, was die alten Maya gesagt haben. Also die Maya, das war ein Volk in Mittelamerika und im Norden von Südamerika und zum Beispiel die K'iche Maya, so heißen sie, die haben damals ein Buch gehabt, das war das Popol Vuh und das Popol Vuh, da wird die Schöpfungsgeschichte beschrieben.

[16:53] Interessanterweise, ich lese da mal raus, ich zitiere das wörtlich, die Übersetzung der ersten Sätze dieses Buchs. Es heißt dort: "Dies ist der Beginn, wörtlich steht da: Wurzel, dies ist die Wurzel der alten Erzählung oder des alten Wortes. Hier an dem Ort, der K'iche genannt wird, hier werden wir schreiben, werden wir das alte Wort festmachen, den Ursprung, den Beginn von allem, was getan worden ist in der K'iche Nation, im Land des K'iche Volkes. Dies ist der Bericht, wie alles in Spannung war, alles still, in Stille, alles bewegungslos, alles bebend und leer war die Weite des Himmels."

[17:38] Also das sind die ersten Zeilen aus der Maya Schöpfungsgeschichte. Interessanterweise, ich war damals da, ich habe mir damals mal die alten Maya Städte angeguckt, die Ruinen davon, man findet sogar die Sintflut Geschichte dort aufgeschrieben, sogar mit Regenbogen und allem drum und dran. Also die Maya sagen, am Anfang war da nichts und dann sozusagen es war still und es gab so eine Spannung, aber der Himmel war leer und dann geht es weiter und die Schöpfung wird erzählt.

[18:09] Übrigens ähnliche Geschichten, die Maya waren ja nun gar nicht so alt, wobei das soll eine sehr, sehr alte Überlieferung von ihnen sein, aber wenn wir in die ganz alte Zeit gehen, zum Beispiel zu den Sumerern, da lesen wir dann, wie die Sumerer sich sozusagen die Entstehung der Erde vorgestellt haben. Laut der sumerischen Religion erschuf die Göttin Namu, die das Urmeer darstellte, zuerst die Erdgöttin Uras und den Himmelsgott An. Aus ihm gingen zahlreiche weitere Götter hervor, in dem etwa 1800 vor Christus entstandenen sumerischen Atrases-Epos, ich glaube, der wurde auch in der Sabbat-Lektion genannt. Dort wird berichtet, wie ein Ältestenrat der höchsten Himmelsgötter nach einer Rebellion der ihnen zur Frohn verpflichteten niedrigen Götter der Igigu, die Menschen schuf. Fortan sollten diese die Mühsal der Igigu tragen und allen Göttern, Hohen wie Niederen, zu Diensten sein.

[19:09] Also das sind so hier zwei Berichte. Der eine, die Maya sprechen davon, am Anfang war nichts und dann kam die Schöpfung. Die Sumerer sagen, am Anfang gab es so eine Rebellion, da gab es scheinbar höhere Götter und es gab niedere Götter und diese Niederen haben rebelliert gegen die Hohen und dann wurden die Menschen gemacht, um sozusagen die Last der niederen Götter jetzt auf die Menschen zu legen. Jetzt würden wir sagen: "Okay, also eine Rebellion, am Anfang war nichts und dann wurde alles geschaffen aus dem Nichts und es gab eine Rebellion irgendwie im Himmel." So etwas ähnliches kennen wir aus der Bibel.

[19:42] Wir sehen manchmal also Ähnlichkeiten zu dem biblischen Bericht, aber manchmal auch ganz abstrakte, geradezu skurrile Versionen von Schöpfungsberichten. Wenn wir zum Beispiel in unsere Geschichte hineingucken, die alten Germanen, was haben die denn eigentlich geschrieben, wie die Welt entstanden ist? Und dort gibt es, aus dem Mittelalter gab es so einen alten Epos und das war das Edda-Lied und dort hieß es: "Am Anfang war das Nichts, in dem es weder Erde noch Himmel oder Aufhimmel gab. Dort lebte, genau hinhören, was die Germanen sich vorgestellt haben, dort lebte der Urzeitriese Ymir, aus dessen Achselschweiß ein Mann und eine Frau und aus dessen Füßen das Geschlecht der Riesen entstand. Ymir wurde nach einem anderen Lied von der aus schmelzendem Eis geborenen Urzeitkuh Aohomal genährt, die gleichzeitig aus einem salzigen Stein Buri, den Stammvater der Götter, freileckte." Alle Achtung, oder? Das sind die germanischen Sagen. Also das ist so weit weg von dem biblischen Bericht. Das ist geradezu utopisch, was wir hier lesen.

[21:04] Ähnlich, den will ich auch noch einmal zeigen, was die Chinesen sich ausgedacht haben. Also wir haben es bei den Mayern jetzt gesehen, dann bei den alten Sumerern, jetzt kurz bei den Germanen, was die sich vorgestellt haben. Jetzt gucken wir mal, was die Chinesen gesagt haben. Nach dem chinesischen Schöpfungsmythos entstand aus dem Urchaos des Welteneis das kosmische Prinzip von Yin und Yang, aus dem später Himmel und Erde wurden. Auch Pangu, das erste Lebewesen, schlüpfte aus diesem ersten Ei. Als Weltachse stand Pangu im Mittelpunkt von Himmel und Erde, nachdem er über 36.000 Jahre zu einem Riesen herangewachsen war, der von der Erde bis zum Himmel reichte, opferte er sich. Pangus Atem wurde der Wind, seine Stimme der Donner, das linke Auge die Sonne, das rechte der Mond. Aus seinem Leib entstanden vier Pole und fünf Hauptgebirge. Aus seinem Blut speisten sich die Flüsse. Zehen und Knochen wurden zu Metall, das Haar ergab die Pflanzen und der Speichel den Regen. Sein Samen und sein Knochenmark wurden Perlen und Jade. Und aus dem Ungeziefer an Pangus Körper entstanden die Menschen. Interessant, oder?

[22:13] Also das ist so ein, ihr könnt im Sendemanuskript noch mehr, was die alten Völker so gedacht haben, wie es entstanden ist. Könnt ihr mal reinschauen, noch andere, auch die Inka und die Maori und verschiedene Kulturen habe ich da mal aufgesetzt. Und man wird feststellen, es ist eigentlich interessant, es gibt bei den ganz Alten, sozusagen, da gibt es noch so ein bisschen Ähnlichkeiten zum biblischen Schöpfungsbericht. Bei den etwas Jüngeren, wie zum Beispiel im Inka-Bericht oder so, da sind manchmal so völlig abstruse Dinge drin, auch der germanische Bericht. Sehr, sehr seltsam, was wir dort lesen.

[22:50] Bemerkenswert ist aber eine Sache, dass in der Bibel, im Gegensatz zu sämtlichen anderen Kulturen, gezeigt, dass Gott den Menschen in seinem Ebenbild schuf. Der Mensch hatte also vom Anfang an sozusagen, als Gott den Menschen gemacht hat, hat er ihn vollkommen gemacht und er setzt ihn in einen vollkommenen Ambiente, also einen vollkommenen Lebensraum. In fast allen anderen Berichten, also außerhalb der Bibel, wenn wir die ganzen verschiedenen kulturellen Berichte lesen, dort gibt es am Anfang immer irgendwie Neid und Streit und Gewalt und irgendwas und daraus entsteht dann was.

[23:38] Jetzt muss man sich fragen, woher kommen eigentlich diese Überlieferungen? Also manche sind ja erstaunlich ähnlich in einigen Zügen, zum Beispiel auch der Gilgamesch-Epos, erstaunlich ähnlich zum Beispiel der Sintflut-Geschichte und andere sind so weit weg, dass wir sogar selbst mit größter Fantasie Schwierigkeiten haben, überhaupt zu verstehen, was da versucht wird zu erklären. Nun, woher kommt das eigentlich? Warum ist es möglich, dass es in allen Kulturen Berichte gibt, die so ein bisschen Ähnlichkeit aufweisen und trotzdem manche ganz weit weg sind?

[24:08] Wir lesen mal im 1. Mose 11, 1 und 2. Wir wissen ja, damals die Welt, die alte Welt wurde gemacht, Menschen lebten dort und nach knapp 1700 Jahren kam eine Sintflut und hat die alte Welt vernichtet. Wir finden sie heute in der Paläontologie, die ganzen Dinosaurierknochen und was da alles liegt, es kommt alles von der vorsintflutlichen Welt. Dann ist die Arche gelandet und die Menschen breiteten sich neu aus, also Noah und seine Familie und davon die ganzen Völkertafeln. Wir zum Beispiel, Europäer kommen von Japhet, die afrikanischen Völker kommen von Ham, also einem anderen Sohn von Noah und zum Beispiel, wir sagen ja heute noch, die Semiten oder semitische Völker, manchmal in Nachrichten hören wir Antisemitismus, das kommt von den Nachkommen Semes, also das sind alle die, die so Richtung Mesopotamien da gewohnt haben, auch Israel zum Beispiel, Juden sind zum Beispiel Semiten, auch die Palästinenser sind Semiten, es gibt verschiedene Semiten, semitische Völker, die dort leben.

[25:15] Und dann, was ist dann passiert? Also die Völker haben sich jetzt ausgebreitet und dann 1. Mose Kapitel 11 Vers 1 und 2, dort heißt es: "Und die ganze Erde hatte eine einzige Sprache und dieselben Worte. Und es geschah, als sie nach Osten zogen, da fanden sie eine Ebene im Land Sinear und sie ließen sich dort nieder." Also macht natürlich Sinn, damals Noah, seine Arche landete auf dem Aratgebirge, das kennen wir heute in der Türkei und von da breiteten sich jetzt die Völker aus und natürlich hatten die Völker die gleiche Sprache, sie stammen ja alle von Noah ab. Und als sie nach Osten zogen und die Gegend kennen wir auch, die wird ja beschrieben in der Bibel, es war Mesopotamien, wo wir heute noch uralte Bauwerke finden, dort ließen sich die Menschen nieder und wir wissen, dass sie dann anfingen einen Turm zu bauen, nämlich den Turm zu Babel.

[26:09] Wir lesen die Verse 6 bis 8 im ersten Mose 11, dort heißt es: "Und der Herr sprach: Siehe, sie sind ein Volk und sie sprechen alle eine Sprache. Und dies ist erst der Anfang ihres Tuns und jetzt wird sie nichts davor zurückhalten, das zu tun, was sie sich vorgenommen haben. Wohl an, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprachen verwirren, damit keiner mehr die Sprache des anderen versteht. So zerstreute der Herr sich von dort über die ganze Erde und sie hörten auf, die Stadt zu bauen."

[26:32] Nun, was war eigentlich die Idee damals? Also da war Noah und die Völker von ihm, sein Nachkommen teilen sich die Völker auf und dann gab es ein Nachkommen von Ham, nämlich den Nimrod, und er baute damals in Mesopotamien diese Stadt. Und es war ja die Idee Gottes, dass die Menschen sich ausbreiten und in Freiheit leben. Nimrod aber, er war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn, wird genannt, er zog die Völker zusammen und er wollte eine große Stadt bauen und Weltherrschaft strebte er an.

[27:09] Nun, jetzt muss man sich sagen, alle Völker, die es damals gab, das war jetzt, wir sind Nimrod in der dritten und vierten Generation nach der Flut, die Stadt wurde gebaut und alle sozusagen zogen da zusammen. Woher kannten die ihre Religion? Woher kannten die eigentlich den Ursprung der Schöpfung? Woher kannten die den Ursprung dieses Planeten? Natürlich von Noah überliefert, denn Noah war der Stammvater all derer, die auch dort die Stadt bauten. Das heißt, sie kannten schon die wahre Religion, sie wussten Gott hat einmal die Welt geschaffen, aber jetzt breiteten sich die Völker aus und der Teufel hatte ja natürlich Gefallen daran, den Glauben der Menschen an den Schöpfer zu unterminieren und zu zerstören.

[27:47] Und so kamen immer neue mythologische Aspekte und seltsame Dinge hinein, umso älter sozusagen, die oder umso jünger, aus heutiger Sicht, die Religion, die Kulturen wurden, umso abstruser waren die Gedanken davon, wie alles entstanden ist. In den ganz Alten sieht man auch große Ähnlichkeiten zu dem biblischen Bericht, aber umso weiter sich die Völker ausbreiteten und umso mehr Zeit verging, umso skurriler wurden die Ideen und zwar so weit, bis sie irgendwann gar keine Ähnlichkeiten mehr hatten mit dem biblischen Bericht.

[28:30] Also es gibt also viele Schöpfungsberichte in vielen Kulturen, aber einige sind sehr, sehr skurril geworden. Wir schauen uns mal das Dienstagsthema an, denn da heißt ja: "Das erste Buch Mose oder Heidentum." Es wird ja manchmal gesagt, also da gibt es ja doch Ähnlichkeiten in den zumindest ganz alten Schöpfungsberichten, die ziemlich ähnlich sind, ziemlich biblenah. Kann es sein, dass die Bibel dort abgeschrieben hat, sich also Informationen besorgt hat?

[28:53] Nun, ein paar Dinge finden wir, die uns das verneinen lassen. Also in fast allen alten Religionen, egal ob in Babylon oder in Ägypten oder selbst im heidnischen Rom noch, also in der Antike, wurde die Sonne angebetet. Die Sonne wurde dort verehrt. Es gab sogar den ehrwürdigen Tag der Sonne, sowohl im alten Babylon als auch im Römischen Reich später und selbst heute kennen wir ihn noch, den Sonntag. Es gibt ja sozusagen einen besonderen Tag, damals schon in den alten Religionen.

[29:28] Die Bibel allerdings ordnet weder der Sonne noch dem Mond irgendeine besondere göttliche Rolle zu. Sie erhebt diese geschaffenen Dinge auch nicht über die anderen geschaffenen Dinge. Im ersten Mose 1, Vers 14 bis 19, da lesen wir einfach im vierten Tag der Schöpfung, wie Gott die Sonne gemacht hat und die Sterne. Es heißt: "Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, zur Unterscheidung von Tag und Nacht. Die Sonne als Zeichen dienen und zur Bestimmung der Zeiten und der Tage und Jahre. Und als Leuchten an der Himmelsausdehnung, dass sie die Erde beleuchten. Und es geschah so. Und Gott machte die zwei großen Lichter, das große Licht zur Beherrschung des Tages, das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht, dazu die Sterne. Und Gott setzte sie an die Himmelsausdehnung, damit sie die Erde beleuchten und den Tag und die Nacht beherrscht und Licht und Finsternis scheiden. Und Gott sah, dass es gut war. Es wurde Abend und Morgen der vierte Tag."

[30:28] Also wenn die Bibel davon spricht, von Sonne und Mond, dann gibt sie ihnen noch nicht mal die Namen Sonne und Mond, sondern sie nennt sie nur die beiden großen Lichter. Das eine Licht war kleiner als das andere. Also hier wird noch nicht mal der Name benannt, Sonne und Mond, denn in heidnischen Religionen wurden diese Himmelskörper verehrt. In fast allen wurde die Sonne angebetet. Die Bibel distanziert sich völlig davon und sagt, das sind Himmelskörper, die sind gemacht zur Bestimmung der Zeiten und um die Erde zu beleuchten, aber mehr nicht. Und so sieht man hier einen ganz, ganz großen Unterschied zwischen dem biblischen Bericht und fast allen damals vorhandenen Religionen.

[31:11] Ist ja interessant, dass also über die Jahrhunderte und die Jahrtausende hat der Teufel natürlich versucht, Noas überlieferte Religion zu zerstören, kaputt zu machen. Wenn wir uns jetzt die alten Religionen angucken, dann stellen wir fest, dass tatsächlich ganz oft irgendwelche seltsamen Wesen verehrt wurden. Irgendwelche Waldgeister, irgendwelche Feuergeister, irgendwelche Götterwesen. Wenn wir sogar ein bisschen Hinduismus gehen, da werden Dämonen direkt angebetet. Da bekommen Dämonen bestimmte Namen und haben ein bestimmtes Aufgabengebiet und man betet diese an.

[31:49] In der zweiten Korinther 11 Vers 14 heißt es: "Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts." Der Teufel wird ja nie als Teufel auftauchen und sagen: "Ich habe eine falsche Religion, bitte folgt mir", sondern er versucht immer Irrtum hineinzumischen und wenn er das über Jahrhunderte macht und sogar Jahrtausende, dann kommen am Ende völlig wirre Dinge heraus und wir können dann erkennen, was eigentlich die Idee dabei ist. Jesus sagte, der Teufel war ein Lügner, ist der Vater der Lüge und er war ein Menschenmörder von Anfang an.

[32:21] Man muss die heidnischen Religionen angucken, die degradieren eigentlich den Menschen immer weit weg von dem Platz, den Gott ihnen zugewiesen hatte. Denn in den heidnischen Religionen, wir denken da zum Beispiel an die Chinesen. Bei den Chinesen, da werden die Menschen als Ungeziefer bezeichnet. Sie waren eine Schöpfung, aber sie waren Ungeziefer und wurden dann Menschen. In der germanischen Religion, da kamen die Menschen hervor aus dem Achselschweiß eines Riesen. Und wenn wir uns heute das angucken, heute eine weitere philosophische Richtung, also nicht nur die Chinesen und die Germanen hatten das, sondern heute auch. Heute haben wir zum Beispiel Evolutionstheorie, ist ja auch eine Glaubensrichtung. Da geht es sogar so weit, dass die Menschen von Amöben, Pilzen und Bakterien abstammen.

[33:13] Also egal welche Philosophie, in welche Kultur wir hineingucken und wie wir das vergleichen, wir finden immer skurrile Dinge. Also und der Mensch wird degradiert. In der Bibel ist es ja relativ deutlich, wie der Mensch gemacht worden ist. Wir lesen das mal, 1. Mose 1, 26, 28 und vergleichen das mal mit dem, was heidnische Religionen sagen.

[33:29] 1. Mose 1, 26-28. "Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich. Die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht. Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihnen, als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde."

[34:07] Nun, wir sehen ja einen ganz deutlichen Kontrast zu dem, was die Bibel sagt und dem, was die verschiedenen heidnischen Religionen sagen. Die Bibel sagt, Gott schuf den Menschen in seinem Ebenbilde und er setzt ihn zum Herrscher ein über diesen Planeten. Also im Ebenbilde Gottes. Gott ist der Herrscher des ganzen Universums und der Mensch sollte herrschen über diesen Planeten, über alle Tiere, Pflanzen, alles, was da ist. So wurde der Mensch eingesetzt. Er ist den Tieren und den Pflanzen natürlich auch in allen Dingen bei Weitem überlegen. Aber so wurde der Mensch gemacht, als etwas ganz Hohes, etwas ganz Besonderes von Gott selbst geschaffen.

[34:40] Viele Religionen der damaligen Zeit sagen: "Nein, der Mensch ist Ungeziefer oder der Mensch ist irgendwie aus dem Achselspeis eines Riesen hervorgekommen oder aus wo auch immer her von Amöben, Pilzen, Bakterien abgestammt." Also hier wird versucht, das Bild des Menschen zu zerstören. Und das wirkt auch deutlich auf den, der ein Menschenmörder war von Anfang an. Deswegen sehen wir, glaube ich, in den ganz alten Religionen noch so ein bisschen Ähnlichkeit zu dem biblischen Bericht. Und umso weiter sie von Noah sozusagen weggehen, umso verrückter werden die Ideen in den Religionen.

[35:16] Schauen wir uns das Mittwochsthema einmal an. Am Mittwoch ging es ja um: "Schöpfung und Zeit." Und das finde ich etwas ganz Interessantes, denn die Bibel hat ja etwas ganz Besonderes dahingehend, dass sie so Stammbäume aufzeichnet. Wir sehen also Jahreszahlen. Stammbäume werden uns gezeigt. Adam wurde so und so alt. Wir können da mal hineinlesen in so einen Stammbaum, denn wir finden da ganz interessante Details über das Leben damals und vor allem über die Geschichte dieser Welt.

[35:49] Dazu lesen wir mal 1. Mose 5, dort die Verse 3 bis 8. Dort finden wir einen Stammbaum, nämlich den Stammbaum von Set oder von Adam sogar. Da heißt es, wir lesen die ersten oder wir lesen ab Vers 3 an. 5 Vers 3 bis 8. "Und Adam war 130 Jahre alt, als sein Sohn zeugte ihm selbst gleich nach seinem Bild und er nannte ihn Set. Und die Lebenszeit Adams, nachdem er den Set gezeugt hatte, betrug 800 Jahre und er zeugte Söhne und Töchter. Und die ganze Lebenszeit Adams betrug 930 Jahre und er starb. Und Set lebte 105 Jahre, da zeugte er den Enosch. Und Set, nachdem er den Enosch gezeugt hatte, noch 807 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Und die ganze Lebenszeit Sets betrug 912 Jahre und er starb."

[36:47] Also hier wird so ein bisschen das Alter der Menschen gezeigt und wir sehen, das Alter der Menschen war sehr erstaunlich damals, denn Adam wurde 930, wir wissen von Set, er wurde 912 und dann werden sie so aufgezählt, die ganzen Leute. Methuselah wurde 969, Noah, der letzte vor der Sintflut, wurde 950 Jahre alt. Und so sehen wir eine Lebenserwartung von über 900 Jahren, heute völlig utopisch für uns, dass Menschen so alt werden. Damals, und die Bibel führt sie direkt auf, die werden aufgelistet und wir können ja sogar bis heute sozusagen die Stammbäume durchgehen, also die Zeiten durchrechnen. So wissen wir sogar vom Alter der Erde ungefähr 6.000 Jahre, weil wir wissen, wann was war.

[37:27] Also damals werden diese Menschen beschrieben und interessanterweise, also wir wissen, sie wurden über 900 Jahre alt. Die Bibel sagt auch, es waren Riesen, das lesen wir im ersten Mose 6, Vers 4. Also die Menschen waren größer als heute und die waren viel älter als heute. Und wir sehen ein spannendes Detail, denn wenn wir in der Paläontologie heute gucken, also wenn wir unseren Spaten nehmen und mal ein bisschen durch die Erde durchgraben und wir gucken uns die alten Schichten an, die wurden ja in der Sintflut abgelagert, diese ganzen Schichten, die sind also ungefähr 4.500, 5.000 Jahre alt. Wir gucken uns diese alten Erdschichten an, finden wir da drin die gleichen Tiere, die wir heute finden, plus noch mehr Tierarten, zum Beispiel die ganze Art der Dinosaurier, die sind komplett ausgestorben, die gibt es heute nicht mehr oder wahrscheinlich nicht mehr. Dann die Tiere, zum Beispiel die Wölfe, die wir finden, die waren früher viel größer. Die Reptilien, Schlangen waren damals viel größer, Krokodile waren damals viel größer, Bären waren damals viel größer, Kühe waren damals viel größer. Plus unzählige Unterarten, die es heute nicht mehr gibt.

[38:38] Gucken wir uns zum Beispiel einen Tiger heute an. Heute haben wir irgendwie fünf Arten von Tigern auf der Welt. Früher gab es utopisch viele verschiedene Tiger, kleine, große, welche mit Säbelzähnen, welche mit ganz, ganz winzigen Zähnen, also eine riesen Breite an Variationen in der Paläontologie, aber die finden wir heute nicht mehr. Also es war eine Devolution und keine Evolution, also es wurde immer weniger im Laufe der Zeit. Damals aber, die Tiere waren größer, die Variation war weiter.

[39:07] Nun könnte man vermuten, dass wenn man zum Beispiel Dinosaurier ausgräbt und wir denken zum Beispiel an so einen Brachiosaurus, wie er in Berlin im Museum steht, ein riesiges Tier. Nun, warum war dieses Tier wohl so groß? Nun, wir sehen das heute bei Reptilien zum Beispiel, Krokodilen oder Schildkröten. Sie wachsen, umso älter sie werden. Jetzt könnte es sein, dass diese Tiere so riesig waren, weil die uralt waren. Möglich, denn wir finden, die meisten Dinosaurier waren kleiner als Schafe, aber es gibt halt ein paar, die sind unglaublich groß und man vermutet, sie waren auch sehr, sehr alt. Ähnlich wie die Menschen damals sehr alt waren und auch sehr groß waren.

[39:46] Aber lesen wir nochmal hinein in 1. Mose 11, also der zweite Stammbaum, denn dort finden wir interessante Details über die Geschichte dieses Planeten. 1. Mose 11, hier sehen wir zuerst den Turmbau zu Babel, über den hatten wir gerade schon gesprochen und dann lesen wir ab Vers 10. Und ich will nur den Anfang vorlesen. "Dies ist die Geschichte Sems. Als Sem 100 Jahre alt war, zeugte er den Arpachschad, zwei Jahre nach der Flut. Und nachdem Sem den Arpachschad gezeugt hatte, lebte er noch 500 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Arpachschad aber, Arpachschad war 35 Jahre alt, als er den Schelach zeugte. Und nachdem Arpachschad den Schelach gezeugt hatte, lebte er noch 403 Jahre und zeugte Söhne und Töchter."

[40:40] Also hier wird es so ein bisschen aufgezählt. Jetzt kommt so ein Stammbaum, wer wie alt wurde und wen zeugte. Und jetzt finden wir ein interessantes Detail. Wir finden nämlich, wenn wir diesen Stammbaum durchgehen, zunächst mal von Adam bis Noah, bis zur Flut und sehen, die Leute wurden über 900 Jahre alt. Mit der Ausnahme von Henoch, der wurde ja lebendig entrückt, aber bis dahin waren sie über 900 Jahre alt. Dann kam eine Sintflut, also eine globale, gewaltige Katastrophe, eine Riesenveränderung und die Leute wurden plötzlich nur noch 450 Jahre alt im Schnitt. Also halbe Lebenserwartung. Und dann, wir finden noch so einen zweiten Schnitt, den finden wir nämlich plötzlich bei Peleg. Denn während die Leute vor Peleg ungefähr 450 Jahre alt wurden, wurde Peleg nur noch 239, genau wie sein Sohn. Und danach ging die Lebenserwartung drastisch runter, 230, 148 und noch weiter 120 und dann bis nachher 80.

[41:45] Also es gab zwei Rieseneinschnitte. Ein Einschnitt bei der Sintflut, kann man nachvollziehen, größte Katastrophe, die der Planet je gesehen hat. Das Alter der Menschen nahm drastisch ab, die meisten Tiere wurden verschüttet, heute nur noch als Fossilien zu finden. Und dann nochmal drei und vier Generationen nach der Flut, zur Zeit Pelegs, da nahm die Lebenserwartung wieder drastisch ab. Warum eigentlich? Was erklärt die Bibel hier drin?

[42:05] Nun zwei Dinge, die wir dann interessanterweise sehen können. Das eine ist die große Veränderung zur Sintflut, können wir nachvollziehen. Natürlich der eine Fall. Der zweite Fall aber bei Peleg, der ist interessant. Warum nahm die Lebenserwartung von 900 auf 450 ab und dann nochmal auf 200 und dann auch drunter 100 noch was. Und dazu lesen wir 1. Mose 10, Vers 22 bis 25.

[42:35] 1. Mose 10, 22 bis 25. Wir lesen ab Vers 21: "Auch Sem wurden Kinder geboren, ihm, dem Vater aller Söhne Hebers, dem älteren Bruder Japhets. Die Söhne Sems waren Elam, Assur, Arpachschad, Lud und Aram. Und Arams Söhne Us, Hul, Gether und Masch. Arpachschad aber zeugte Schelach und Schelach zeugte Heber. Und Heber wurden zwei Söhne geboren. Der Name des einen war Peleg, denn in seinen Tagen wurde die Erde geteilt und der Name seines Bruders war Joktan."

[43:15] Hier finden wir ein interessantes Detail. Wir wissen, bei Peleg ging die Lebenserwartung stark runter nochmal und die Bibel sagt, sein Vater gab ihm den Namen Peleg, denn in seinen Tagen wurde die Erde geteilt. Also wir sehen hier zwei riesige Katastrophen. Die eine, also die alte Welt und dann kam die Sintflut. Größte Katastrophe, die unser Planet je gesehen hat. Ganzes Planet war unter Wasser. Die Spuren sehen wir heute noch in der Forschung. Nach der Sintflut, plötzlich zu Pelegs Zeiten teilte sich die Erde. Lebenserwartung geht runter.

[43:56] Also als die Erde auftauchte, nach der Flut gab es ein Urkontinent, heute manchmal Pangea genannt oder Gondwana oder wie auch immer wir den nennen wollen. Also einen großen Kontinent und der zerteilte sich ungefähr vier Generationen nach der Flut. Und zwar in die Erdteile, die wir heute kennen, die Kontinente, die wir heute sehen. Also wir können das Puzzle der Weltkarte ja zusammenfügen.

[44:18] Nun, wenn so etwas passiert, wir nehmen mal an, also in der vierten Generation nach der Flut, also zur Zeit von Pelegs, nach dem Turmbau zu Babel, nachdem die Völker nun verteilt waren auf dem einem Urkontinent, zerreißt dieser Kontinent und es gibt riesen Lücken zwischen den Völkern plötzlich. Alle haben natürlich die alte Überlieferung von Noah, die Schöpfungsüberlieferung, aber jetzt werden sie zerteilt, die Völker, damit es keine Weltherrschaft gibt von Nimrod. Das verhindert ja alles, wird zerteilt. Und wenn die Erde jetzt aufreißt, wenn ich also Kontinente voreinander trenne, zum Beispiel Südamerika von Afrika auseinanderziehe, dann reiße ich ja die Erdkruste auf.

[44:53] Jetzt kommt natürlich Magma hoch und es gibt einen riesigen Vulkanismus. Diese Vulkane speien natürlich Asche in die Atmosphäre und wenn da Asche in der Atmosphäre ist, dann kommt das Licht der Sonnenlicht nicht mehr so gut durch. Wozu wird das wohl führen? Asche wird in die Atmosphäre geblasen und wir wissen das zum Beispiel beim Krakatau, das war ein großer Vulkan in der Südsee. Als der ausbrach, nahm die globale Temperatur um zwei Grad ab. Die globale Temperatur um zwei Grad wegen einem großen Vulkan, der ausgebrochen ist. Jetzt als die Erdteile auseinandergerissen wurden, da müssen ja allein in diesem pazifischen Gürtel, da müssen ja 80.000 Vulkane gleichzeitig ausgebrochen sein. Das heißt, es wird unglaublich viel Staub in die Atmosphäre geblasen, das Sonnenlicht kommt nicht durch. Was wird wohl passieren? Die Atmosphäre kühlt sich ab. Jetzt wenn die Meere warm sind, aber die Atmosphäre kalt ist, dann werden die Meere anfangen auszudampfen. Es steigt also ein Nebel auf, wie wir es im Herbst kennen. Jetzt wenn die Atmosphäre aber kalt ist und der Nebel steigt in die kalte Atmosphäre auf, dann wird er zu Schnee. Wird vom Wind übers Land geblasen und fällt auf dem Land nieder. Wir haben eine Eiszeit. Und das ist so das, was wir auch sehen geschichtlich, also erdgeschichtlich. Tatsächlich zeigt die Bibel zwei große Katastrophen: die Sintflut und eine Generation danach eine Eiszeit. Das ist auch das, was wir tatsächlich heute nachvollziehen können.

[46:19] Wir sehen die Spuren von den großen Eis- und Schneemassen tatsächlich auch noch bei uns in Deutschland. Also interessant, was wir sozusagen aus den Genealogien herauslesen können, weil die sogar in der Bibel chronologisch sind. Sowas gibt es ja kaum in irgendeiner Religion, dass die Altersangaben dazu gesetzt werden und solche Details dort mit hineingeschrieben werden. Also wir sollten den Bericht genau so, wie er dort steht, annehmen und nicht versuchen, daran rumzuarbeiten und versuchen, ihn zu verändern.

[46:52] Nun das ist ein guter Tipp für uns heute. Wie haben wir das eigentlich damals im Neuen Testament, die Streife des Neuen Testaments gesehen? Damit kommen wir zu unserem Donnerstagsthema. Die Frage: "Wie haben sie damals den Schöpfungsbericht gesehen?" Also zum Beispiel Jesus oder Barnabas und Paulus oder Jakobus, Petrus. Was haben die damals gesagt? War der Schöpfungsbericht, so wie er in der Bibel steht, war das so? Hat Gott die Welt so geschaffen? Oder war das mehr so eine Allegorie, die irgendwie ausgelegt werden muss?

[47:18] Nun dazu schauen wir mal rein, was sie gesagt haben. Wir gucken zuerst zu Jesus. Was sagt Jesus zu der Schöpfung? Dazu gucken wir in Matthäus 19 und lesen Vers 4 und 5.

[47:34] Matthäus 19, Vers 4 und 5. "Er beantwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf und sprach: Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen und die zwei werden ein Fleisch sein?" Also Christus sagt: "Glaubt ihr nicht, habt ihr es nicht gelesen, dass Gott am Anfang Mann und Frau geschaffen hat? Sie sind nicht aus irgendeinem Riesen oder einer Urzeitkuh oder sonst woher, sondern Gott hat am Anfang geschaffen." Christus hat dem Schöpfungsbericht genauso geglaubt, wie er hier in Mose überliefert ist.

[48:15] Wie ist es mit den anderen? Gucken wir uns zum Beispiel Barnabas und Paulus an. Dazu gehen wir in Apostelgeschichte 14 und lesen Vers 14 und 15.

[48:20] Apostelgeschichte 14, Vers 14 und 15. "Als aber die Apostel Barnabas und Paulus das hörten, zerrissen sie ihre Kleider und eilten zu der Volksmenge, riefen und sprachen: Ihr Männer, was tut ihr da? Auch wir sind Menschen von gleicher Art wie ihr und verkündigen euch das Evangelium, dass ihr euch von diesen nichtigen Götzen bekehren sollt zu dem lebendigen Gott, der den Himmel und die Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darin ist."

[48:52] Also Barnabas und Paulus sind völlig überzeugt davon, dass genau so, wie es auch im ersten Buch Mose steht, dass es genauso war. Gott hat die Welt gemacht und alles, was darin ist. Er ist der Schöpfer.

[49:07] Was sagt Jakobus? Nun dazu lesen wir Jakobus 3, Vers 7 bis 9.

[49:22] Jakobus 3, Vers 7 bis 9. "Denn jede Art der wilden Tiere und Vögel, der Reptilien und Meerestiere wird bezwungen und ist bezwungen worden von der menschlichen Natur. Die Zunge aber kann kein Mensch bezwingen, das unbändige Übel, voll tödlichen Gifts. Mit ihr loben wir Gott, den Vater und ihr verfluchen wir die Menschen, die nach dem Bild Gottes gemacht sind."

[49:38] Also Jakobus geht felsenfest davon aus, dass der Mensch genauso, wie es im ersten Buch Mose steht, im Bilde Gottes geschaffen worden ist. Also sowohl Jesus, als auch Barnabas und Paulus, als auch Jakobus nehmen den Schöpfungsbericht, wie er im ersten Buch Mose ist, so an, wie er da steht.

[49:57] Was sagt denn Petrus? Wir gehen dazu also ein Buch weiter, den ersten Petrus, Kapitel 3, Vers 18 bis 21.

[50:04] Petrus sagt: "Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist, in welchem er auch hinging zu den Geistern im Gefängnis verkündigte, die vor Zeiten sich weigerten zu glauben, als Gottes langen Mut einst mal zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in der wenige, nämlich acht Seelen hindurch gerettet wurden durch das Wasser."

[50:45] Also Petrus vermutet, glaubt auch daran, dass erste Buch Mose tatsächlich so ist, wie es da steht, dass es sich wirklich so zugetragen hat, dass da wirklich eine Sintflut kam und dass wirklich Noah und also alle zusammen acht Seelen dort damals gerettet worden sind. Also die Apostel geben genau das gleiche Zeugnis.

[51:06] Schauen wir uns mal Judas an, was Judas sagt. Was sagt denn Judas über diese Ereignisse? Dazu lesen wir in Judas 11 bis 14.

[51:16] Judas 11 bis 14. "Seht ihn, denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich um Gewinneswillen völlig dem Betrug Bileams hingegeben und sind durch die Widersetzlichkeit Korahs in Verderben geraten. Diese sind Schandflecken bei euren Liebesmahlen und Schmausen mit euch, indem sie ohne Scheu sich selbst weiden, Wolken ohne Wasser, von Winden umhergetrieben, unfruchtbare Bäume im Spätherbst, zweimal erstorben und entwurzelt, wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschäumen, Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist."

[51:58] Also Judas sagt auch, schau mal, da war am Anfang Kain, also auch Judas ist sich sicher, dass die Geschichte von Kain und Abel sich so zugetragen hat, wie sie damals aufgeschrieben wurde. Und das Gleiche, wenn wir auch jetzt in Johannes hineingucken, das haben wir letzte Woche schon gemacht, sowohl in der Offenbarung als auch im Johannesevangelium, auch da sagt er: "Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Durch dieses ist alles entstanden, was entstanden ist."

[52:23] Also selbst Johannes, er sagt auch am Anfang war da Gott und der hat es geschaffen. Also genau so, wie es überliefert ist. Das heißt, Jesus und auch alle Apostel haben damals geglaubt, auch Judas, dass sich das so zugetragen hat, wie es im ersten Buch Mose steht.

[52:44] Es gibt viele Theorien in der Welt und wir haben ein paar gezeigt, was Menschen damals geglaubt haben in der Antike, diese skurrilen Dinge, die wir gelesen haben und zum Beispiel auch, was heute gelehrt wird. Heute zum Beispiel die Evolutionstheorie, aber jede Idee, jeder Gedanke damit, zum Beispiel den Schöpfungsbericht aus dem ersten Buch Mose mit der chinesischen Religion zu vermischen und zu sagen, irgendwie kriegen wir da was raus. Oder das mit den Inka oder Mayern zusammenzulegen, das macht überhaupt keinen Sinn. Genauso wenig wie den Bericht mit irgendeiner Philosophie zu vermischen oder mit der Evolutionstheorie oder eine theistische Evolution zu kreieren.

[53:23] Diese ganzen Dinge machen keinen Sinn. Sie verfälschen nur noch weiter das, was die Menschen heute sowieso schon verwirrt. Wenn wir jetzt auch noch anfangen, das Wort Gottes zu missbrauchen und hier Irrlehren mit hineinzumischen, nur damit die Leute das leichter verstehen können, dann tun wir der Bibel damit Gewalt an. Die Bibel muss so angenommen werden, wie sie da steht, so wie der Bericht war. So hat Jesus das geglaubt, so hat Petrus das geglaubt, so hat Paulus das geglaubt und so sollten wir das auch glauben, denn genau so hat es sich wohl zugetragen. Und wir sollten keine Kompromisse damit machen.

[53:58] Warum eigentlich? Nun, wenn wir Kompromisse damit machen, dass wir sagen, Gott ist der Schöpfer oder er hat zumindest irgendwie mitgeschaffen oder war ein Riese oder eine kosmische Kuh oder was auch immer da war, dann nehmen wir sozusagen diese Schöpfungsmacht Gottes weg und das hat einen großen Einfluss auch auf uns, denn wir sind Geschöpfe des Allmächtigen. Er hat uns in seinem Ebenbilde gemacht und weil wir glauben, dass er Schöpfer ist, glauben wir auch daran, dass er in der Lage ist, unser Herz zu verändern, eine Neuschöpfung hervorzubringen, uns wieder vollkommen zu machen, uns dahin zu bringen, wo wir einst waren.

[54:29] Und das ist ein Wunder, das nur der Schöpfer in uns tun kann. Und wenn wir ihn als Schöpfer ablehnen oder wilde Theorien an seine Stelle setzen, dann verlieren wir sozusagen die große Kraft im Glauben an ihn, in der Erneuerung durch ihn. Und wir sind abhängig davon, dass er unser Herz verändert. Und deswegen ist es gut, dass wir daran glauben, dass er das auch kann, dass wir ihm glauben, dass er das, was er gesagt hat, auch einhalten wird und dass er seine Verheißung in unserem Leben wahr macht und dieses Wunder auch wirklich in unserem Leben tut, dass unsere Herzen verändert werden, dass wir in seinem Ebenbild neu gemacht werden. Möge Gott der Herr dieses Wunder auch in deinem und in meinem Leben vollbringen. Amen.

[55:13] Lass uns zum Abschluss noch ein Gebet sprechen. Unser lieber Herr Jesus, wir möchten dir danken dafür, dass wir gemeinsam in deinem Wort studieren dürfen. Danke, Herr, dass wir wissen können, dass du alles so wunderbar geschaffen hast. Und danke, dass wir wissen können, dass wir deine Kinder sind. Wir möchten dich bitten, Herr, stelle uns in uns das wieder her, was du am Anfang gemacht hast. Ein vollkommenes und sündfreies Herz. Wir möchten dich bitten, Herr, dass du dieses Wunder in unserem Leben möglich machst. Und dafür danken wir dir. Amen.

[55:46] Vielen Dank, dass wir gemeinsam studieren konnten. Ich denke, über die Schöpfung ist noch ganz viel zu sagen. Mich freut es, dass wir diese Themen hier mit drin hatten, gerade wenn es um die Auslegung der Bibel geht. Und ich glaube, wir sollten die Bibel genau so annehmen, so wie es da auch steht und da nicht versuchen, Dinge hineinzuinterpretieren oder Dinge zu vermischen, Kompromisse zu machen. Gottes Segen euch. Bis zum nächsten Mal.


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