In dieser Predigt, gehalten von Clemens Kramp, wird die Bedeutung eines weisen Lebenswandels anhand des Epheserbriefs beleuchtet. Der Sprecher ermutigt die Zuhörer, die Zeit bewusst zu nutzen und Gottes Willen zu erkennen. Dabei werden Themen wie Sorgfalt im Leben, die Nachahmung Gottes durch Liebe und die Vermeidung von Sünde wie Unzucht und Habsucht thematisiert. Die Botschaft betont die Wichtigkeit, sich von negativen Einflüssen fernzuhalten und stattdessen Dankbarkeit und Gottesliebe im Alltag zu praktizieren.
CSH 2023 Q3 – Der Brief an die Epheser: 9. Weise leben
Clemens Kramp · CSH 2023 Q3 - Der Brief an die Epheser ·Themen: 1. Korinther, Apostelgeschichte, Bibel, Bibelstudium, Epheser, Kolosser, Offenbarung, SprücheWeitere Aufnahmen
Serie: CSH 2023 Q3 - Der Brief an die Epheser
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Transkript
[0:31] Euch begrüßen zu dürfen zu einer neuen Einheit der Kreis Study Hour. Wir bereiten uns heute mit der Thematik vor für den Sabbat am 26. August. Ich freue mich, dass Sie wieder dabei seid und wir wollen diese Einheit des gemeinsamen Bibelstudiums beginnen mit einem gemeinsamen Gebet. Ich lade euch ein, ja, die Augen zu schließen und eure heute dazu neigen.
[0:59] Lieber Jesus Christus, ich möchte danke sagen, dass wir in einer Zeit leben und in einem Land leben, in dem wir dein Wort haben dürfen. Wenn wir hinausschauen in die Gesellschaft, Herr Jesus, dann sehen wir, dass Menschen ihr Leben sehr unterschiedlich leben, unterschiedliche Dinge für gut halten, für richtig, für Wahrheiten und auch die Lebensstile und die Lebensweisen sehr unterschiedlich sind. Dein Wort, Jesus, ermutigt uns, die Zeit sinnvoll zu nutzen, die uns bleibt, die wir zur Verfügung gestellt bekommen haben. Und wir wollen dich einladen, Herr Jesus, dass du uns erfüllst mit dem Heiligen Geist, wenn wir heute dein Wort aufschlagen, dass wir verstehen können, was gut und richtig ist für unser Leben in dieser Zeit, die manchmal sehr böse, manchmal sehr turbulent ist, wo wir viele Angebote erleben, auch die uns angeboten werden. Und so bitte ich dich um deinen Segen, dass du jetzt unsere Herzen erfüllst und mitten unter uns bist in deinem Namen. Jesus, Amen.
[2:06] Ihr Lieben, wir wollen ganz direkt gleich einsteigen in das Wort Gottes und ich lade euch ein, dass wir Epheser 5 und dort ab Vers 15 gemeinsam lesen. Und das Ganze so mit dem Hintergrund, oder vor dem Hintergrund, dass wir auch heute in einer Zeit leben, wie ich das gerade schon im Gebet angedeutet habe, in der Menschen ihr Leben ganz unterschiedlich gestalten. Und ich lade euch ein, dass wir hier in Vers 15 starten. Dort sagt uns das Wort Gottes in Epheser 5, Vers 15: "Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise."
[2:49] Wir leben in einer Gesellschaft, in der ganz deutlich wird, dass Menschen bestimmte unterschiedliche Lebensgewohnheiten haben. Das, was der eine für gut erachtet und für richtig zu tun, das kann für wen anders ganz anders sein. Und die Bibel geht hier weiter und sagt: "Und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Darum seid nicht unverständig, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist." In der heutigen Lektion ist dieser Abschnitt auch der sogenannte Merkvers, so dieser zentrale Vers, um den es sich heute auch reden soll.
[3:28] Menschen stehen immer wieder vor Entscheidungen in ihrem Leben und unabhängig davon, ob jemand gläubig ist oder nicht gläubig, sind doch die meisten doch gewillt und entschieden und sagen: "Ja, wir wollen einen guten Weg einschlagen." Aber in der Bewertung der Dinge, die ein Mensch tut, kommt ja die Masse manchmal zu unterschiedlichen Ergebnissen. Manche aus unserer Gesellschaft halten bestimmte Dinge für gut, andere für sehr verwerflich, sündig, falsch. Und wir wollen uns heute hier einige Themen herausgreifen, die uns näher dahin führen, um zu verstehen, wie Gott diese Themen, die die Lektion heute aufgreift, bewertet und sieht und anhand der Bibel verstehen, was auch gut für dein und was für mein Leben ist.
[4:22] "Seht nun darauf", begann der Vers 15. "Seht nun darauf", mit anderen Worten, die Bibel ermutigt uns, nachzudenken, etwas in den Blick zu nehmen, etwas ja, in unseren Kopf aufzunehmen, um darüber nachzudenken. Die Bibel ermutigt uns gleich am Anfang in diesem zentralen Merkvers mit Sorgfalt, mit Sorgfalt zu wandeln. Wir sind ja eigentlich die ganze Zeit unterwegs und wir wollen einen Weg gehen, der gut ist, der in der Rückschau nicht der falsche Weg war, sondern ein guter, ein richtiger Weg.
[4:58] Wann warst du in deinem Leben das letzte Mal sorgfältig? Ich erinnere mich so an Hochzeiten, wo dann in der Vorbereitung der Hochzeit auch die Dekoration mit aller Sorgfalt vorbereitet wurde. Ob das der Blumenschmuck war oder die Servietten an den eingedeckten Plätzen, dort wurde mit Sorgfalt und mit feinen Fingern wurden die Dinge vorbereitet. Wie schade ist es doch, dass wir manchmal in unserem Leben relativ grob unterwegs sind und manche Lebensentscheidung, manche Wege, die wir gehen, nicht mit Sorgfalt angehen.
[5:38] Die Bibel sagt hier an dieser Stelle auch sehr deutlich, und wir werden später noch etwas detaillierter darauf eingehen, dass die Tage böse sind. Und vielleicht ist das auch deine Erfahrung. Wir leben in einer Zeit, die nicht leicht ist, die Sünde scheint überhand zu nehmen und das Wirken Satans auf diesem Planeten ist deutlich zu spüren. Ja, ob wir die Medien anmachen oder ob wir einfach auch in unser Umfeld schauen, in die Ortschaften, in denen wir leben, das Böse hält Einzug und leider gibt es in der Folge oft viel Schaden.
[6:16] Doch die Bibel ermutigt uns, und mit diesem Ausspruch: "Kauft die Zeit aus", ermutigt sie uns, die Zeit, die uns zur Verfügung ist, gut zu nutzen. Auch darauf werden wir in den folgenden Minuten noch näher eingehen. Es scheint im Zentrum dieser Lektion zu sein, dass der Wille des Herrn, und hier bin ich in Vers 17 gelandet, der Wille des Herrn, etwas sehr Bedeutsames ist. Nicht nur für all die geschaffenen Wesen wünscht sich Gott, dass wir seinen Willen anerkennen und verstehen. Nein, vor allen Dingen auch für uns Gläubige ist es eine Einladung, wirklich Gott zu suchen und seinen Willen tiefer zu begreifen und in unser Leben zu lassen. "Seid verständig", sagt der Vers 17 hier in diesem Merkvers, "was der Wille des Herrn ist." Auch diesen Aspekt wollen wir in den nächsten Minuten näher beleuchten und auch konkret die Beispiele herausgreifen, die uns in dieser heutigen Lektion gegeben sind.
[7:19] Ich möchte euch einladen, dass wir vorne in Kapitel 5 beginnen, indem wir über die Thematik des Sonntags nachdenken. Vielmehr sollt ihr Gott danken. Und hier sagt uns die Bibel in Epheser 5 in den Versen 1 und 2: "Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleich wie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer zu einem lieblichen Geruch für Gott."
[8:01] Macht hier sehr deutlich in der Bibel, dass es eine Aufforderung gibt, eine Aufforderung Gottes an dich und mich. Dieser Ausruf, dieser Ausspruch: "Werdet nun Gottes Nachahmer!" Hast du in deinem Leben schon jemanden mal nachgemacht? Manchmal macht man das ja so auch Spaß, ja, wenn jemand vielleicht eine etwas markantes hat oder vielleicht auch man sagt manchmal so salopp eine Macke hat, dass man jemand nachmacht. Und manchmal macht man sich vielleicht auch lustig, was nicht immer so gut ankommt und auch nicht gut ist. Aber manchmal, wo man sehr freundschaftlich miteinander ist, dass das vielleicht gut möglich und man hat auch Freude und Spaß. Dann Jugendliche nahmen auch viel nach, meistens ihre Idole, prominente Persönlichkeiten, und sie wären gern so wie sie.
[8:50] Die Bibel kennt auch diesen Gedanken des Nachahmens und Paulus spricht hier uns Gläubige an und sagt: "Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder." Wir sind nicht irgendwelche Personen, wir sind nicht Sklaven eines unliebsamen Gottes. Nein, wir sind Kinder des allmächtigen Gottes. Macht dieser fest deutlich. Wir sind Kinder des Allmächtigen, der uns gewollt, uns gemacht hat und der uns einlädt, dass wir ihm ähnlich werden. Deswegen nachahmen.
[9:30] Aber was sollen wir nachmachen? In welchen Themen, in welchem Gebiet sollen wir ihm nachahmen? Die Bibel nennt uns in Vers 2 hier eine der Antworten: "Wandelt in der Liebe." Und sie gibt uns ein Beispiel, an dem wir uns orientieren können. Die Bibel nennt in Vers 2 gleich, wie auch Christus uns geliebt hat.
[9:56] Ja, wie wurde die Liebe des Christus, wie wurde die Liebe Jesu in seinem Leben deutlich? Die Bibel ist voll von verschiedenen Geschichten, wie Jesus Menschen in Liebe begegnet ist. Aber die Bibel beschreibt auch ganz persönlich in Bezug auf dein und mein Leben, was Jesus für dich und mich getan hat. Und es wird hier zusammengefasst mit den Worten: "Er hat sich selbst für uns gegeben als Darbringung und Schlachtopfer zu einem wohl zu einem lieblichen Geruch für Gott." Wir kennen das Evangelium: Jesus Christus ist für dich und mich gestorben. Er war bereit, seine tief empfundene Liebe zum Ausdruck zu bringen in diesem Opfer, was er für dich und mich gegeben hat.
[10:55] Liebe zu üben in dem Bewusstsein, selbst in der Finsternis vielleicht auch gewesen zu sein. Wir werden später auf den Vers 8 auch noch eingehen. Und Jesus wird hier ganz klar als unser Vorbild in den Mittelpunkt gestellt. "Werdet nun Nachahmer Gottes." Am Beispiel von Jesus sehen wir, dass er für dich und mich etwas sehr Wesentliches gegeben hat. Er ist ans Kreuz gegangen, um deinen und meine Sünden Schuld zu tragen. Wir dürfen uns entscheiden und unser Leben ihm übergeben.
[11:27] Und ich lade euch ein, dass wir an dieser Stelle Matthäus 22 aufschlagen, denn wir sehen, als Gläubige sind auch wir eingeladen, sind auch wir eingeladen, Gleiches zu tun, Gleiches zu tun, wie Jesus auch die Menschen zu lieben. Matthäus 22, ab Vers 37, dort lesen wir: "Und Jesus sprach zu ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken." Das ist das erste und größte Gebot. Und das zweite ist im Vergleich: "Du sollst deine Nächsten lieben wie dich selbst." Wir wollen auf diesen Abschnitt jetzt nicht zu stark eingehen, aber es soll deutlich werden, dass diese Liebe, die Jesus dir und mir erwiesen hat, ja, sie darf auch uns beflügeln, sie darf auch uns ermutigen, diese Liebe anderen nahezubringen.
[12:26] "Werdet Gottes Nachahmer." Gott, Jesus Christus, als unser Herr und Gott, hat in dieser Weise den Menschen gedient, hat seine Liebe nicht versteckt, sondern sie ausgelebt.
[12:40] Wir wollen weiterlesen ab Vers 3 im Epheserbrief, Epheser 5, ab Vers 3. Und Paulus spricht sehr klar. Paulus spricht nicht blumig irgendwie drumherum, was ein Anliegen hier ist in diesem Abschnitt, sondern er spricht die Dinge sehr klar und deutlich aus, indem er sagt: "Uns sucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt, auch nicht Schändlichkeit und all wenn es Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung." Das denn, das sollte wissen, heißt es in Vers 5, dass kein unzüchtiger oder unreiner oder habsüchtiger, der ein Götzendiener ist, ein Erbteil hat am Reich des Christus und Gottes.
[13:31] Ihr Lieben, diese Aussage, diese Botschaft, die Paulus hier den Gläubigen in Ephesus bringt, ist eine sehr dringende, eine sehr ernste Botschaft, nicht wahr? Es geht nicht einfach darum, dass Paulus sagt: "Ihr Lieben, das, was ihr gerade tut, das ist nicht gut oder das empfinde ich als nicht gut." Nein, Paulus bringt es auf den Punkt. Er sagt: "Wenn ihr diesen Lebenswandel fortführt, wenn ihr euch darauf einlasst, diese sündigen Gewohnheiten zu pflegen und zu pflegen und weiter zu tun, dann kann das euer ewiges Leben auf Spiel setzen."
[14:13] Er sagt ganz konkret: "Kein unzüchtiger oder unreiner oder habsüchtiger oder Gott sind Diener, dass diese Person keinen Erbteil am Reich Gottes haben werden." Mit anderen Worten, hat Gott ihm hier aufs Herz gelegt, deutlich zu machen, dass es nicht noch vielleicht so eine Option gibt. Nein, die Bibel spricht sehr klar, dass Personen, die so etwas tun und daran gefallen haben, daran festhalten, dass ewige Leben nicht erreichen werden.
[14:46] Es geht hier um Habsucht. Habsucht ist aus meiner Wahrnehmung etwas, was wir manchmal auch in der heutigen Zeit vielleicht gar nicht so stark thematisieren. Wir hatten das in einer der früheren Lektionen schon mal auch behandelt, aber Habsucht ist etwas sehr Schwieriges, etwas, was auch mit Egoismus zu tun hat, was damit zu tun hat, dass man vielleicht vieles für sich bündelt und festhält und gar nicht so den Blick hat für den Mitmenschen, der Not hat, der unterstützt werden muss, der auch bedürftig ist.
[15:22] Die Bibel nennt das hier in einer Reihe. Und manchmal haben wir vielleicht auch als Gläubige so ein so ein Rangfolge und sagen: "Okay, das sind die Sünden, die sind sehr schwierig, sehr schlimm, da müssen wir handeln, vielleicht auch als Gemeinde einschreiten." Und dann gibt's so, die sind wohl sagen: "Na ja, passiert halt." Aber die Bibel nennt diese Habsucht ja in einer Reihe mit all diesen anderen Dingen, die wir gerade erwähnt haben.
[15:49] Interessant ist auch diese Formulierung in Vers 3: "Ihr Lieben, vielleicht ist es auch aufgefallen, dass diese Dinge, sei es Habsucht oder auch die Unzucht und Unreinheit, nicht einmal erwähnt werden sollen." Ich möchte dich und mich heute ganz offen fragen: Was sind die Dinge, die wir uns anschauen? Was sind die Dinge, womit wir unseren Kopf füllen, unser Herz zu schütten?
[16:54] Ich möchte euch von einem jungen Mann erzählen, der relativ unreflektiert in seinem jungen Leben vieles anschauen durfte, mit seinen Eltern gemeinsam im Fernsehen, in jungen Jahren, er war vielleicht 15, 16, 17, durfte Dinge anschauen, die vermeintlich harmlos waren. Liebesfilme, ja, es geht jetzt nicht um Pornografie, aber Liebesfilme, wo der eine sich vielleicht eingedrungen hat in die Partnerschaft anderer und es war alles sehr blumig, sehr schön, sehr harmlos dargestellt. Aber es ist verwunderlich, wenn so ein junger Mann vielleicht im Laufe seines Lebens dann irgendwann selber feststellt, dass die Dinge, die unreflektiert mit seinen Eltern schauen durfte, vielleicht ähnliche Verhaltensweisen dann in seinem Leben erkennt.
[17:50] Ich möchte das nicht zu intensiv beschreiben, ihr Lieben, aber ich glaube, uns muss deutlich werden, dass es Dinge gibt, die wirklich nicht einmal bei uns erwähnt werden sollten, die wir uns auch nicht anschauen sollten, oder oder für blumig verschmücken und sagen: "Na ja, das passt schon."
[18:10] Wir wollen weitergehen, denn diese Abschnitt sprach auch davon, dass wir unser Leben viel mehr mit Danksagung verspringen, verbringen sollen. Danke sagen, zufrieden sein, Gott zu loben und zu erkennen, was gut ist, ist von besonderer Bedeutung. Ich glaube, Dankbarkeit verändert das Denken und auch somit dann die eigenen Gefühle und ausgedrückte Dankbarkeit, ihr Lieben, fördert auch Beziehungen, nicht wahr? Und Paulus macht das hier sehr deutlich. Er sagt: "Auf der einen Seite, hey, ihr beschäftigt euch mit Dingen, die euer euer Herz verdrecken, die nicht gut sind." Und er sagt: "Mensch, tauscht das doch lieber ein mit dem Thema der Dankbarkeit. Denkt darüber nach, was Gutes, was eurem Herzen gut tut, womit Gott euch beschenkt und was euch echten Frieden gibt. Seid dankbar." Vers 4 sagt das: "Sondern viel mehr Danksagung."
[19:11] Ich möchte kurz noch auf das Wort Unzucht eingehen, weil ich glaube, dass es immer wieder auch falsch verstanden werden kann. Die Bibel beschreibt die Unzucht als jeglichen außerehelichen sexuellen Verkehr, den Menschen haben, den Menschen sich manchmal hingeben und beschreibt es als ja, als Sünde. Gott gibt so den Rahmen im Wort Gottes, in dem Sexualität gelebt und auch man sich daran erfreuen darf. Und auf der anderen Seite beschreibt die Bibel auch mit dem Wort Unzucht, dass leider viele Menschen sich hinreißen lassen und außerhalb der Ehe sexuell aktiv sind und dort auch die verschiedensten Praktiken, manche sogar mit Tieren und und und vollziehen, die Gott ein Kreuz sind.
[20:09] Ich möchte einige Dinge mit euch kurz anschauen. Den ersten Korinther 5, Vers 1, möchte ich zur nächsten mit euch lesen. Das heißt es: "Überhaupt hört man von Unzucht." Und hier in meiner Schlachter Bibel ist es beschrieben, ja, das Wort, was dahinter steht, ist "porneia". Das Wort bezeichnet alle Formen von vor- und außerehelichem geschlechtlichen Umgang. Und dann heißt es weiter: "Überhaupt hört man von Unzucht unter euch, und zwar von einer solchen Unzucht, dass die selbst unter den Heiden unerhört ist, dass nämlich einer die Frau seines Vaters hat."
[20:52] Ich möchte euch ein weiteres, einen weiteren Text bringen in ersten Korinther 6 und dort ab Vers 9: "Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden?" Diesen Gedanken hatten wir eben schon im Epheserbrief. "Irrt euch nicht! Wieder Unzüchtige, noch Götzendiener, weder Ehebrecher, noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben."
[21:28] "Und solche sind etliche von euch gewesen, aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes."
[21:41] Ihr Lieben, wir wissen aus dem Wort Gottes, dass die Zeiten am Ende, bevor Jesus wiederkommt, sein werden wie die Zeiten nur Zeiten. Und ich glaube, wenn wir jetzt in unsere Welt schauen und unser Umfeld schauen, wie ihr seht, sehr viel davon, dass es an Sünden kaum noch ein volleres Maß gefühlt geben kann. Das sind so viele Dinge da, die auch schon diese jungen Herzen unserer Kinder und Kindeskinder vielleicht auch verdrecken.
[22:14] Und ihr Lieben, ich möchte sehr deutlich und klar heute auch darüber sprechen, weil ich glaube, wir leben in einer Zeit, wo der Satan sehr, sehr offensiv gerade auf unsere Kinder und Jugendlichen, manchmal auch auf unsere Gemeindeglieder, darauf eingeht und schaut, sie zu Fall zu bringen.
[22:33] Der Satan, ja, kommt manchmal im Gewand des Lichts, aber manchmal präsentiert er das Böse auch sehr offensichtlich. Und es muss uns auch bewusst sein, und ich glaube, wir sind in einer Zeit angekommen, in der wir sehr offen auch miteinander sprechen müssen, wo wir als Gemeinde auch in der Gefahr stehen, vom Satan sehr gefordert zu werden und sehr, ja, sehr viele Beine gestellt zu bekommen.
[23:02] "Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden?" Und dann werden noch einige Dinge weiter genannt, aber Vers 11 beschreibt das entscheidende: beschreibt das, bei all diesen Sünden, die im Leben eines Menschen geschehen sein können, es jemand gibt, Jesus Christus, der bereit ist, abzuwaschen. Und das nicht der Abwasch gemeint aus der Küche, sondern dass der Abwasch gemeint, der notwendig wird, wenn ein Sünder ohne Gott durch sein Leben geht. Da ist ein Berg voll Müll, der sich angehäuft hat, wenn ein Mensch ohne Gott unterwegs ist, Sünden vielleicht auch aus Unwissenheit getan. Jesus ist bereit, abzuwaschen. Jesus ist bereit, zu heiligen und zu rechtfertigen. Und das muss auch die Botschaft sein, die Botschaft und die ermutigen, Ermutigung für uns heute, aber auch für die Menschen, für die wir Verantwortung tragen.
[24:01] Gott hat einen Plan mit uns Gläubigen. Wusstest du, dass Gott einen Plan mit dir hat? Und dieser Plan steht unter anderem auch in ersten Korinther 6 und dort ab Vers 18. Wieder diese diese Aufruf, der hier drin steht: "Flieht die Unzucht." Das ist schon mal geflohen. Hast du schon mal Angst für etwas gehabt, weil du wusstest, wenn das dich einholt, dann hat das Auswirkungen auf dein Leben?
[24:26] Ich bin schon Menschen begegnet, die sind geflohen, weil sie vielleicht Angst hatten vor Tieren oder Herr, vor anderen. Wir leben auf unserem Planeten auch derzeit, dass Menschen fliehen, ja, weil es vielleicht in ihren Ländern schwer zugeht, als vielleicht Kriegsgebiete geworden sind. Wenn jemand flieht, wenn jemand das Unheil kommen sieht, dann nimmt er die Beine in die Hand und schaut, dass er Land gewinnt.
[24:56] Und die Bibel sagt hier: "Flieht die Unzucht." Sucht, wenn die Unzucht uns übermannt und Einzug hält in unseren Herzen, unserem Leben, dann ist das keine Kleinigkeit. Dann irren wir ab von dem Plan, den Gott, von dem guten Plan, den Gott für unser Leben gelegt hat. Jede Sünde, die ein Mensch sonst begeht, sagt die Bibel hier, ist außerhalb des Leibes, der bei uns sucht, verübt, sündigt an seinem eigenen Leib.
[25:26] Vers 19. Und jetzt kommt so die Idee, die Gott uns in seinem Wort mitgeben möchte: "Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst..."
[25:39] habt und dass ihr nicht euch selbst gehört, denn ihr seid teuer erkauft.
[25:42] Gehört, denn ihr seid teuer erkauft. So, der Gedanke, den wir schon angesprochen haben: Darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören.
[25:53] Die erste konkrete Frage, der erste konkrete Aufruf an dieser Stelle soll auch sein: Möchtest du, der du diese Zeit heute hier diese Lektion auch wahrnimmst und hörst, möchtest du dich auch dafür entscheiden, dass dein Körper Gott gehört, dass in dir der Heilige Geist wohnen darf, dass in dir keine Müllhalde stattfindet, keine Müllhalde gepflegt wird, sondern dass der Heilige Geist hier Wohnung nehmen darf, einen Tempel vorfindet, der im Sinne Gottes ist?
[26:33] Ich glaube, die Bibel macht sehr deutlich, dass Jesus, dass Gott uns beschenken wollte, als er die Sexualität geschaffen hat. Und wenn wir auf der einen Seite darüber sprechen, welche Verfehlungen es im Bereich der Sexualität gibt, dann denke ich, ist es auch wichtig, darüber zu sprechen, was Gott sich eigentlich mit der Sexualität gedacht hat.
[27:00] Sexualität ist, denke ich, wie so ein frisches Glas Wasser, etwas Schönes, etwas Erfrischendes im richtigen Rahmen praktiziert, den Gott gegeben hat, etwas, das aufbauend, was auch eine Sehnsucht, eine eine Durst stillt.
[27:18] Wir wollen jetzt nicht alle Texte lesen, aber ich werde sie erwähnen, so dass ihr persönlich im persönlichen Studium sie nachlesen könnt.
[27:28] Die Bibel macht deutlich, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat. Es gibt einen Geschlechterunterschied. Ihr könnt das den ersten Mose 1 in den Versen 27 und 28 nachlesen.
[27:42] Es ist nicht die Idee Gottes gewesen, zwei Männer aufeinander loszulassen oder zwei Frauen, damit sie Intimität miteinander erleben. Das ist nicht der Plan Gottes.
[27:57] Es ist auch nicht der Plan Gottes, selbst wenn ja auch manche Kirchen, manche Kirchen das Thema öffnen und im Bereich der Sexualität viel mehr zulassen, vielleicht sogar darüber sprechen, dass auch die Mitglieder hier freier werden, dass man Personen, die vielleicht von diesem biblischen Gedanken abdriften, auch als Vollmitglieder aufgenommen werden. Es gibt Kirchen, die in diese Richtung unterwegs sind. Es gibt gläubige Menschen, die das gut heißen, dass Homosexuelle auch Vollmitglieder in der Gemeinde werden können.
[28:34] Aber ich möchte ganz bewusst sagen: Ich glaube, dass die Bibel uns einen biblischen Rahmen, einen guten Rahmen gegeben hat. Gott hat uns hier sehr eindeutig auch wissen lassen, in welchem Rahmen die Sexualität gelebt werden kann.
[28:47] Zum Einssein zwischen Mann und Frau gehört der Sex auch dazu. Siehe erste Mose 2, Vers 24.
[28:57] Und Freude am Sex ist von Gott gewollt. Es ist nicht etwas, wofür man sich schämen muss, wenn man Freude dabei empfindet, mit seiner Frau auch Intimität zu erleben. Es ist ein Geschenk Gottes, dass wir auspacken dürfen und auch erleben dürfen. Sprüche 5, Verse 18 und 19.
[29:16] Aber es gibt nicht nur die Intimität in der Ehe. Es gibt auch den Respekt und die Liebe in der Ehe mit dem Eheversprechen.
[29:22] Sagen wir uns ja in guten wie in schweren Zeiten. Und in Epheser 5, Verse 21 bis 33, finden wir nicht nur die Verse, die die Frau betreffen, ja, in dem Sinne, dass die Frau sich dem Mann unterordnen. Nein, wir finden auch die Verse, in denen deutlich wird, dass wir als Männer eine große Aufgabe haben, unsere Frauen so zu lieben, wie Christus die Gemeinde geliebt hat.
[29:51] Ist eine große Aufgabe, braucht Nachdenken, braucht Verstehen, wie sehr die Liebe Gottes für die Gemeinde, für die Geschwister, für jeden Einzelnen war.
[30:01] Das können wir uns von Gott schenken lassen, diese Liebe.
[30:07] Wie hat Gott den Sex außerdem noch gewollt? Wie es noch dieser dieser ehrliche Rahmen, von dem wir sprechen wollen. Ja, die Bibel spricht auch davon, dass Ehepartner sexuelle Rechte und Pflichten haben. Siehe erste Korinther 7, die Verse 2 bis 5.
[30:24] Die Bibel spricht auch davon, dass die Ehe unauflöslich ist und dass Gott die Scheidung hasst. Er möchte nicht, dass Menschen sich scheiden lassen. Siehe Matthäus 19, 3 bis 6, oder auch erste Korinther 7, die Verse 10 und 11.
[30:40] Ja, die Bibel kennt auch Ausnahmen zum Thema der Scheidung, ja, in Verbindung mit Untreue oder wenn es der Wille eines Ungläubigen ist. In der Ehe dort gibt es auch diese Texte Matthäus 5, Vers 32, oder auch in erste Korinther 7, Vers 15. Ihr könnt das dann in Ruhe für euch auch noch mal nachstudieren.
[31:01] Aber ich möchte mit diesem Einschub deutlich machen, dass die Bibel kein Buch ist, in dem nur gesagt wird: "Und das darfst du nicht und das darfst du nicht." Und Gott möchte uns beschenken, er möchte uns das ewige Leben geben, aber hier auf der Erde, weil er uns ja auch so geschaffen hat, sagt er:
[31:22] Das Thema der Sexualität ist etwas, was dich erfreuen soll, mein lieber Sohn, meine liebe Tochter. Aber ich ermutige dich und ich bitte dich, weil so ist es gedacht, dass in dem Rahmen zu leben, den ich dafür geschaffen habe. Die Ehe lebt von Liebe, Annahme und Vergebung. Erste Korinther 13.
[31:45] Liebe und Ehe ist mehr als einfach nur Intimität und Sexualität. Wirklich zu erleben, wie man geliebt wird, angenommen wird und auch Vergebung zu erfahren, ist etwas sehr Bedeutsames und führt uns immer wieder auch dahin, auch an den Gedanken, wie Gott zu uns Menschen steht. Wir dürfen das praktisch miteinander in dieser ganz engen Verbindung auch leben und praktizieren.
[32:14] Und wenn wir Schwierigkeiten haben, vielleicht den Gegenüber manchmal so anzunehmen oder ihm zu vergeben, wie wir es eigentlich sollten, glaube ich, ist Jesus jederzeit bereit, in seiner Güte und Liebe und von dieser Liebe abzusenken. Wir dürfen ihn bitten, wir dürfen ihm sagen: "Herr, bitte, bitte schenk mir etwas davon. Ich möchte meinem Partner, der vielleicht so manche Macken hat, manche Lebensgewohnheiten, die echt schwierig sind, ich kann das manchmal kaum ertragen." Ich glaube, er möchte uns eine Liebe, eine Annahme und auch Vergebungsbereitschaft schenken, die wir uns vielleicht schwer vorstellen können.
[32:54] Aber auch er war bereit, hier für uns persönlich einen entscheidenden Weg zu gehen.
[33:01] Christus hat sich bewusst dafür entschieden, uns nicht aufzugeben. Wir haben das gelesen, er ist ein Opfer geworden, er ist ans Kreuz gegangen, damit wir leben dürfen. Wollen auch wir bereit sein, wollen auch wir bereit sind, uns für unseren Ehepartner einzusetzen.
[33:18] Und hier möchte an dieser Stelle so einen zweiten Aufruf bereits an dieser Stelle machen und fragen: Möchtest du eine Ehe nach göttlichem Ideal leben, beziehungsweise anstreben, wenn du noch nicht verheiratet bist, in der sich beide mit Liebe und Respekt begegnen?
[33:31] Möchtest du Sex im von Gott vorgesehenen Rahmen erleben und den Segen, der damit verbunden ist, empfangen?
[33:46] In diesem Kontext möchte ich mit euch in den Galater-Text springen, Galater 5 mit euch aufschlagen.
[33:56] Und wir wollen jetzt nicht alles lesen, aber gerade im Hinblick, und ihr könnt das für euch dann noch mal studieren, in den Versen 19 bis 21, werden auch hier noch mal all diese Dinge genannt, hier unter der Überschrift "Werke des Fleisches", Dinge, die Sünden sind, die Gott nicht gutheißt, die auch so nebeneinander her aufgeschrieben sind.
[34:18] Und Gott sagt: "Also, Menschen, die das tun, sie können leider das ewige Leben nicht erleben."
[34:25] Aber er, der Vers 16 kennt hier eine Verheißung, die ich in diesem Kontext bringen möchte.
[34:32] In Galater 5, Vers 16 heißt es: "Ich sage aber: Wandelt im Geist." Wer mir eben schon gelesen und gehört, dass wir uns dafür entscheiden dürfen, dass unser Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist.
[34:43] Das heißt, diese bewusste Entscheidung: "Ich möchte mit dem Heiligen Geist leben." Wandelt im Geist bewirkt diesen zweiten Teil des Verses: "So werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen." Ich glaube, dass der liebe Gott uns einen Schlüssel in die Hand gegeben hat, und der Schlüssel ist der Heilige Geist. Wenn wir Gott bewusst einladen und unser Leben und sagen: "Herr, hier habe ich Not, hier habe ich Versuchung, hier habe ich Kämpfe, die schwer auszuhalten sind", dann lasst uns den Schlüssel bei der Hand nehmen und uns vom Heiligen Geist füllen lassen.
[35:21] Als gläubige Menschen wollen wir ja nicht irgendwie leben. Wir wollen als Kinder des Lichts leben. Und wenn wir zurückgehen in den Epheser-Text, dann ist auch hier dieser konkrete Aufruf zu vernehmen.
[35:33] Wir wollen die Verse 6 bis 10 gemeinsam lesen. "Lasst euch von niemand mit leeren Worten verführen. Wir sehen auch gerade in der Endzeitrede Jesu, Matthäus 24, dass am Ende der Zeit viel Verführung geben wird. Paulus sagt: Lasst euch von niemand mit leeren Worten verführen, denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams." Vers 7: "So werdet nun nicht ihre Mitinhafter."
[36:05] Vers 8: "Denn ihr wart einst Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts."
[36:13] "Die Frucht des Geistes besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit."
[36:18] Vers 10: "Prüft also, was dem Herrn wohlgefällig ist."
[36:39] Paulus hat diejenigen identifiziert, die ohne Scham und Reue verschiedene Sünden begehen, heißt es in unserer Lektion, die in sexueller Unmoral und Ausschweifung leben und von Habgier erfüllt sind.
[36:56] Und die Lektion macht deutlich: In dieser Woche, wer sich so täuschen lässt, er spricht hier von Verführung, von Täuschung, hinter das Licht gebracht werden, der riskiert Gottes endzeitliches Gericht, der riskiert sein ewiges Leben. Und mal ganz ehrlich, du und ich, wir wollen das doch nicht tun, oder?
[37:14] Ich möchte sagen, ich freue mich so sehr, Jesus zu sehen, die Ewigkeit mit ihm zu erleben. Es gibt so viele Fragen, vielleicht hast du sie auch, die ich mitbringe, die Jesus einmal stellen möchte. Ich möchte erleben mit meinen Liebsten, die Gott in meinem Leben mir anvertraut hat, mit den Menschen, mit denen ich gegangen bin im Glauben voranzugehen und einmal bei Jesus zu sein. Es lohnt sich, diesen Weg, dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, sondern genau darauf hin zu steuern.
[37:44] Was ist der Zorn Gottes, von dem die Bibel hier spricht?
[37:51] Der Zorn Gottes. Und weil es so schön beschrieben ist, möchte ich hier die Lektion zitieren: "Ist die gerechte Antwort eines langmütigen und gerechten Gottes auf ein hartnäckiges Festhalten am Bösen, nicht um eine rasende, explosive Reaktion auf eine geringfügige Übertretung."
[38:12] Gott hat langen Atem, Gott hat Geduld. Gott ist bereit, die siebte, achte, neunte 20 Meile mit uns zu gehen. Aber er respektiert auch das hartnäckige Festhalten eines Menschen. Er respektiert den freien Willen, den er den Menschen gegeben hat, und auch die bewussten falschen Entscheidungen, zu denen sich ein Mensch hinreißen lässt.
[38:41] Gottes Zorn ist eine gerechte Antwort eines langmütigen und gerechten Gottes auf ein hartnäckiges Festhalten am Bösen. Gott wird nie zornig, unüberlegt, ja, aus seinem Bauchgefühl heraus eine Entscheidung treffen.
[39:04] Und dem Zorn Gottes, ihr Lieben, geht auch immer eine Warnung voraus.
[39:08] Ich denke gerade an Noah, an den Bau der Arche. Und Noah baute einige Jahre an der Arche, und Gott hat die Menschen gewarnt.
[39:19] Gott hat die Menschen gewarnt. Gottes kann Gott, der seinen Zorn auslebt, ohne die Menschen zu warnen? Er nimmt sie mit, er informiert sie, er ruft sie auf, er bittet sie doch, umzukehren, den guten Weg einzuschlagen.
[39:39] Es ist ein Akt der Gnade, dass Gott die Menschen vor seinen eigenen kommenden Gerichtsurteilen warnt.
[39:47] Schließlich kann Gott nicht anders. Er ist Liebe, und in seiner Gegenwart kann und soll die Sünde nicht existieren.
[39:57] Der Text, den wir gerade gelesen haben, spricht auch von der Finsternis. Er spricht davon, dass wir in der Finsternis waren. Erinnerst du dich an Tage deines Lebens, in denen du in Finsternis gewandelt bist?
[40:09] In meinen 36 Jahren gab es einige Tage, die nicht gut waren. Tage, in denen ich bewusst falsche Entscheidungen getroffen habe, manchmal auch unbewusst. Manchmal habe ich mich ja ermutigen lassen von anderen Leuten, Dinge zu tun, die nicht gut waren.
[40:24] Manchmal lässt man sich so mitreißen. Aber Paulus sagt: "Jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn." Und er ruft auf und sagt: "Wandelt als Kinder des Lichts."
[40:35] Das ist so eine Neuausrichtung, sondern neue Entscheidung, so ein neuer Fokus im Leben. Wandelt als Kinder des Lichts. Ja, was bedeutet es, als Kinder des Lichts zu wandeln?
[40:49] Licht hat etwas mit Helligkeit zu tun. Wenn hier jetzt kein Licht scheinen würde, wenn man heute hier kein Licht angemacht hätte in diesem Studio, dann wäre es ziemlich düster. Dann würden manche Dinge nicht ans Tageslicht kommen, nicht zu sehen sein.
[41:11] Dort, wo ein Christ als Kind des Lichts wandelt, lebt, redet, dort wird es hell, ihr Lieben. Dort muss die Dunkelheit weichen. Dort gibt es Momente der Freude, Momente des Heils, Momente des Friedens und auch der Liebe.
[41:37] Die Bibel ermutigt uns hier an dieser Stelle: "Prüft also, was dem Herrn wohlgefällig ist."
[41:49] "Prüft also, was dem Herrn wohlgefällig ist."
[41:55] Der Gläubige sucht nicht, was ihm selber gefällt, sondern was Gott gefällt. Das ist das Entscheidende. Wenn wir uns beispielsweise Römer 12 anschauen, hier wird es auch sehr gut deutlich.
[42:10] Römer 12 und dort die Verse 1 und 2: "Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass sie eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst."
[42:23] Wir manchmal zu dem Eindruck: Können wir Sabbat in den Gottesdienst gehen, besonders gut aussehen, vielleicht ähm die das Programm, ja, ein richtiger Reihenfolge vornehmen, dann sind wir gut dabei? Nein, aber es geht um was ganz anderes.
[42:38] Beim Gottesdienst, den Gott sich wünscht, geht es doch um das Zielgespräch, um die Intimität zwischen Gott und Mensch. Und passt euch nicht diesen Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes.
[42:59] Und dann heißt es: "Damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist."
[43:07] Lieber Freund, liebe Freunde, wenn du wissen möchtest, was der Wille Gottes in deinem Leben ist, für dein Leben, für die Leben, für das Leben der Menschen, dann ist es gut, wenn wir diese Bereitschaft mitbringen und sagen: "Lieber Gott,
[43:18] Gott, verändere mich, verändere mein Denken, meinen Verstand und richte ihn so aus, erneuere ihn so, dass ich dich und deinen Willen besser verstehen kann.
[43:33] Und schenk mir auch den Mut, die notwendigen Schritte zu gehen." Und da bin ich bei dem Vers 9, den wir hier auch noch haben, in dem Abschnitt: "Die Frucht des Geistes besteht nämlich aus lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit."
[43:48] Wir können uns natürlich abmühen und sagen: "Ich bin jetzt ein gütiger Mensch, ich werde jetzt gerecht entscheiden, ich lebe jetzt nach der Wahrheit." Wir können uns vieles vornehmen, aber es wird den Unterschied ausmachen, den entscheidenden Unterschied, wenn wir uns auf den Weg gemacht haben und geprüft haben, was der Wille des Herrn ist, wenn er an unserem Verstand arbeiten durfte und uns eine Erneuerung schenken durfte.
[44:18] Wenn wir unser Lebenshaus, und ich meine unseren Leib und sein Körper, aufräumen lassen durch den Heiligen Geist, wenn der ganze Müll herausspülen durfte, dann wird die Frucht des Geistes auch in unserem Leben sichtbar werden. Nicht, weil wir so toll aufgeräumt haben, sondern weil Gott ja einmal mit Handfeger und Kehrblech durch unser Haus gehen durfte.
[44:42] Die Frucht des Geistes besteht ja, entschuldigt, die Frucht des Geistes besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
[44:56] Ich lade euch ein, dass wir Philipper Kapitel 2 aufschlagen und dort die Verse 14 bis 16 lesen.
[45:07] Die Bibel sagt uns hier in Philipper 2, ja, Vers 14: "Tut alles ohne Murren und bedenken, damit ihr unsträflich und lauter seid, untadelige Kinder Gottes inmitten eines verkehrten und verdrehten Geschlechts, unter welchem ihr leuchtet als Lichter in der Welt, indem wir das Wort des Lebens darbietet, mir zum Ruhm am Tag des Christus, dass ich nicht vergeblich gelaufen bin, noch vergeblich gearbeitet habe."
[45:33] Die Bibel macht sehr deutlich, wir leben in einem verdrehten Geschlecht. Ja, die Bibel nennt das hier verdreht, das verkehrtes Geschlecht. Wir merken, dass es auf unserer Welt darunter und drüber geht. Es gibt die absurdesten Ideen und Gedanken, wie man das Leben gestalten kann, und mitunter gibt es sogar Gesetze, die ja diese sündigen Dinge, die Menschen miteinander aneinander tun, sogar noch rechtfertigen.
[46:01] Und es ist recht, dass manche Menschen dieses und jenes tun, jedenfalls aus staatlicher Sicht.
[46:14] Diese Welt lebt nicht im Sinne Gottes. Zu diesem Punkt müssen wir auch heute kommen, ihr Lieben. Die Welt, auf der wir leben, lebt nicht nach dem Willen Gottes.
[46:24] Und wir sind aufgerufen, hier heißt es in dem Text, untadelige Kinder Gottes zu sein. Es geht darum zu leuchten, ein Unterschied auszumachen, ein Kontrast dazu bieten, in dem, wie das Leben wahrgenommen wird. Wir sollen die Menschen nicht in ihrer Dunkelheit lassen, sondern wir sollen in ihr Leben treten und das Licht werden lassen.
[46:45] Lassen. Wir wollen den Abschnitt dazu in Epheser 5 und dort ab Vers 11 lesen: "Und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie viel mehr auf. Denn was heimlich von ihnen getan wird, ist schändlich. Auch nur zu sagen, das alles aber wird offenbar, wenn es vom Licht aufgedeckt wird, denn alles, was offenbar wird, das ist Licht." Vers 14: "Darum heißt es: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, so wird Christus dich erleuchten."
[47:22] Lebst du schon oder schläfst du noch? Es ist ein besonderer Moment an einem jeden Morgen. Manche mögen diesen Moment, manche weniger. Der Wecker klingelt, und dir wird bewusst, dass es Zeit aufzustehen. Manche einer würde vielleicht noch ein, zwei Stunden im Bett bleiben und das gemütliche, das kuschelige, die Stille genießen. Manch einer kann es vielleicht kaum erwarten, aufzustehen und loszulegen, dass ich vielleicht auf seine Arbeit freut, vielleicht auf die Bibelzeit, auf die Zeit der Stille mit Gott.
[47:58] Gott hat es in unser Leben so integriert, dass wir eigentlich täglich daran erinnert werden. Durch Armt und Morgen, durch Schlaf und Aufstehen wird uns immer wieder bewusst, dass es notwendig wird, aufzuwachen.
[48:12] Das ist wichtig ist, aufzuwachen. Ich kann nur wirken, ich kann nur arbeiten, wenn ich wach werde, wenn ich aufstehe. Und Paulus spricht hier auch sehr deutlich und sagt:
[48:23] "Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, so wird Christus dich erleuchten." Ihr Lieben, Hand aufs Herz. Wir leben in einer Zeit, in der es wichtig ist, dass wir nicht weiterschlafen.
[48:37] Offenbarung 3 beschreibt, dass wir als Gemeinde Laodizea ein Problem haben. Wir haben ein Problem.
[48:48] Und ich möchte es nur kurz skizzieren. Das heißt es nämlich, dass wir weder kalt noch heiß sind. Und der spricht hier auch, ach, dass du kalt oder heiß fährst.
[49:05] Vers 16: "So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspucken aus meinem Mund." Und dann Vers 17 und 18 wird beschrieben, dass wir denken, wir sind so toll und sind es eigentlich nicht erkennen, nicht wie sehr wir Jesus, wie sehr wir ihn nötig haben. Einen klaren Blick auf unsere Situation zu bekommen. Wir scheinen hier im Schlummerland zu sein und erkennen unseren eigenen Zustand nicht.
[49:34] Jesus sagt in Vers 19: "Alle, die ich lieb habe, die überführe und züchtige ich. Sei eifrig und tue Buße."
[49:44] Ungefähr 20 sagte sie: "Ich stehe vor der Tür und klopfe an." Das ist so ähnlich, wie der Paulus hier sagte in Vers 14: "Wache auf, der du schläfst." Jesus möchte uns in unserem Leben wach werden lassen.
[49:55] Nicht, weil er uns den Schlaf nicht gönnt. Natürlich könnte uns einen erholsamen Schlaf von sieben, acht Stunden am Tag, der auch unserem Körper, unserer Gesundheit gut tut. Das ist nicht die Botschaft. Aber die Botschaft ist, dass wir von unserem geistlichen Schlaf aufwachen.
[50:10] Aufwachen. Dass wir blicken, dass manche Gewohnheiten, die würden und unser Leben gelassen haben, uns nicht Jesus näher bringen und nicht helfen, Menschen für die Ewigkeit zu erreichen.
[50:21] Lasst uns doch als Gläubige, ihr Lieben, bemüht sein, uns Menschen aufs Herz legen zu lassen, die wir begleiten können, für die wir da sein dürfen, denen wir das Wort...
[50:28] die wir da sein dürfen, den wir das Wort Gottes eröffnen können, für die wir beten.
[50:32] Das ist das, was Jesus, wozu Jesus uns einlädt, was wahre Jüngerschaft bedeutet. Er hat sich denen gewidmet, die am Boden waren. Er war denen nah, die am Ende waren. Jesus hat geheilt, Jesus hat gepredigt, Jesus hat sich und das Volk gemischt. Und ihm war wichtig zu wissen, was sind die Nöte und Bedürfnisse derjenigen, die dabei sind, verloren zu gehen.
[50:57] Kennst du die Traurigkeit, den Schwermut, die Not deines Nachbarn? Kennst du die Herausforderung, die Versuchung, und unnötig vielleicht eines deiner Familienmitglieder hat oder auch aus seiner Gemeinde? Manchmal kennen wir uns schon gar nicht mehr so richtig. Aber Jesus ruft uns auf: "Wache auf, der du schläfst, und stehe aus den Toten auf!" Und dann sind wir nicht alleine unterwegs. Nein, der Text sagt: "So wird Christus dich erleuchten." Wir müssen nicht aufstehen von unserem geistlichen Schlaf und sagen: "So, jetzt bin ich ein Kind des Lichts und ich werde jetzt mal richtig loslegen." Jesus, durch das Wirken des Heiligen Geistes in unserem Leben, wenn der Heilige Geist in dein und mein Herz kommt, dann wird es anfangen zu leuchten. Dann werden wir anfangen, ein Licht zu sein für andere Menschen.
[51:53] Und Paulus hat hier einige Dinge schon angesprochen in diesem Kapitel 5, in diesen einigen wenigen Versen. Und ich glaube, sie sind sehr relevant, weil wir auch in einer Zeit leben, in der viele Dinge nicht so laufen, wie Gott sich das vorstellt. Allein, wenn wir beim Thema Sexualität bleiben, wird sie ganz anders und sehr vielfältig in unserer heutigen Zeit praktiziert und gelebt, nicht so in diesem Rahmen, in diesem geschützten, wunderbaren, schönen Rahmen, den Gott für die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gegeben hat.
[52:29] Paulus ermutigt, einen Weg zu wählen, der deutlich werden lässt, dass die Frucht des Lichts Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit ist. Es braucht eine bewusste Entscheidung in unserem Leben. Und gleichzeitig sollen wir als Kinder des Lichts das Geschehen, das in der Finsternis geschieht, entlarven, aufdecken.
[52:52] Heißt es hier: Ihr Lieben, es ist an der Zeit, dass den Menschen dieser Welt eine Alternative geboten wird. Satan versucht, die Menschen in Süchte, in Abhängigkeiten gefangen zu halten. Er versucht sie auf dem breiten Weg in einer Gefühlsduselei, ja, sich selbst zu überlassen. Die Welt braucht eine Alternative, eine gottgefällige Alternative, die wirkliches Glück und wirkliche Freude in dem Herzen eines Menschen erzeugt.
[53:28] Macht es einen Unterschied für Weltmenschen, wenn sie gläubige Menschen erleben, die die Frucht des Geistes leben? Lassen sich so gegebenenfalls Menschen für den christlichen Glauben begeistern? Ich glaube ja. Ich glaube ja, dass wenn wir mit Jesus Verbindung aufnehmen, wenn wir unser Herz von ihm füllen lassen, in seinen Fußspuren gehen, dass es einen Unterschied machen wird in allen missionarischen Bemühungen. Wir sind manchmal sehr traditionell als Adventgemeinde und haben dann so unseren monatlichen Missionsarbeit oder dies oder jenes. Aber ich glaube, der größte Effekt entsteht in den Gemeinden, wo die einzelnen Geschwister sagen: "Ich möchte eine lebendige Beziehung mit meinem Gott haben, nicht einmal am Sabbat in der Woche, sondern täglich." Und so anfangen, in ihren Ehen, in ihren Familien, mit ihren Kindern, mit ihren Geschwistern und in ihrer Verwandtschaft, aber letztlich auch in der Gemeinde als Gefäße zu leben, die gefüllt sind vom Heiligen Geist.
[54:34] Lasst uns unser Gefäß, unser Leben, leer machen. Lasst uns einmal kräftig durchspülen, all den Dreck ablegen, den wir manchmal so mit dem wir uns manchmal so füllen. Lasst uns einen Neustart machen und Jesus in unser Herz lassen.
[54:57] Der Vers 13 spricht auch davon, dass das Licht Dinge aufdeckt, nicht wahr? Bist du schon einmal schmutzig nach Hause gekommen? Als junger Teenager und auch als Kind bin ich oft schmutzig nach Hause gekommen, weil ich leidenschaftlich gern Fußball gespielt habe. Und ganz egal, was für ein Wetter war, bei so einem schönen Sommerwetter, aber auch beim größten Dreck, beim Schnee, beim Matsch. Wie gut ist es, dass wir Licht hatten, dass man sehen konnte, wo der Dreck noch überall steckt und wo man sich waschen darf, auch hinter den Ohren.
[55:37] Der Dreck unseres Lebens, ihr Lieben, wird nicht in der Dunkelheit sichtbar. Der Dreck des Lebens von Menschen wird nicht sichtbar, wenn wir als Kinder des Lichts unser Licht auslassen. Ihr Lieben, wenn der liebe Gott uns Taschenlampen, und ich will das einfach mal dieses Bild gebrauchen, in die Hand gegeben hat, um sie zu benutzen, dann ist es gut, wenn wir unsere Taschenlampen auch anmachen, wenn wir sie nicht auch auslassen, sondern wenn wir anfangen zu leuchten, liebevoll, demütig, aber leuchten. Mit Menschen in Kontakt treten, die auf dem Holzweg sind, ihnen liebevoll begegnen, so wie Jesus es auch tun würde, der ebenfalls mit Sündern Kontakt hatte, der mit Sündern gegessen hatte, manchmal auch zum Unverständnis der Jünger, aber er hat es getan, weil er in jedem Sünder einen wertvollen Menschen gesehen hat, den er doch gewinnen wollte für die Ewigkeit.
[56:36] So dürfen wir uns auch bei diesen Abschnitten fragen: Bin ich wach? Stehe ich in enger Verbindung mit Christus? Bin ich bereit, die Lampe, die er mir in die Hand gegeben hat, leuchten zu lassen und nicht auszupusten oder zu hoffen, dass andere mit ihren Lampen vielleicht für mich mitleuchten?
[56:56] Wir haben die Verse 15 bis 17 schon gelesen. Wir wollen es noch einmal tun: "Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Darum seid nicht unverständig, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist."
[57:23] Möchtest du Entscheidungen in deinem Leben treffen, die weise sind? Worin besteht der Unterschied zwischen törichten und weisen Entscheidungen im Leben? Kann es sein, dass weise zu sein bedeutet, uns über uns selbst hinauszugehen, um zu verstehen, was der Wille des Herrn ist? Mein Eindruck beim Lesen des Wortes Gottes ist, dass Weisheit dann gegeben ist, wenn ich bereit bin, mich Gott unterzustellen, dass ich nicht aus meinen eigenen Erfahrungen schöpfe, dass sie nicht aus meinen eigenen Qualitäten und Fähigkeiten schöpfe, sondern dass ich sage: Dort ist ein allmächtiger Gott. Ganz egal, wie mein Leben, meine Erfahrung und auch meine Überzeugungen, meine Fähigkeiten sind, entscheidend ist, dass ich mich dem Herrn hingebe und sage: "Herr, ich möchte von deiner Weisheit zapfen. Du kennst diese manchmal sehr individuelle Lebenssituation dieses Menschen. Schenk mir Weisheit, wie kann ich ihn begleiten, wie kann ich ihn zu dir führen?"
[58:32] Es ist gefährlich, Menschen in Schubladen zu stecken und zu sagen: "Ah, das ist die Schublade B, da weiß ich schon, wie ich vorzugehen habe."
[58:41] Wir leben in einer bösen Zeit, sagt die Bibel in Vers 16. Und wir könnten jetzt so viele verschiedene Themen noch anschneiden, in denen es drunter und drüber geht. Der Mensch ist ja ein Konfliktball, könnte man sagen. Es gibt so viele kriegerische Auseinandersetzungen, auch Menschen verlieren ihr Leben. Es gibt Menschen, die eher an Profit als an das Wohlergehen anderer denken. Und so sind alle sämtliche Bereiche unseres Lebens durchdrungen von diesem Bösen. Aber das Wort, was hier steht, in dem Ausspruch: "Kauft die Zeit aus!" Dort steht für Zeit das griechische Wort Kairos, und es beschreibt hier einen Moment der Gelegenheit. Und wir haben in mancher Ansprache, manche Predigt, in mancher Lektion vielleicht schon auch diesen Gedanken gehabt. Aber am Ende ist es so, dass wir nicht wissen, wie lange wir leben. Wir wissen nicht, wie viel Zeit uns bleibt. Und dieser Gedanke, diesen Moment der Gelegenheit auszukaufen, zu nutzen, bewusst zu leben, ist ein wertvoller Gedanke.
[59:56] Weisheit kommt von Gott. Wir haben diese Zusage in Jakobus, in Jakobus 1, Vers 5, die ich mit euch lesen möchte. Jakobus 1, Vers 5. Wo die Bibel uns sagt: "Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt", und es kann gut sein, dass wir zu diesem Schluss in unserem Leben kommen, dann dürfen wir sagen: "Herr, gib sie mir." Wie heißt es so schön: "Er bitte ihn von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden." Gott ist bereit, dir und mir Weisheit zu geben für unser Leben.
[1:00:40] Wir wollen zum Abschluss kommen und die letzten drei Verse gemeinsam lesen, die Verse 18 bis 20: "Und berauscht euch nicht mit Wein, was Aufschweifung ist, sondern werdet voll Geistes." Der Gedanke, den Heiligen Geist wirken zu lassen im persönlichen Leben. "Redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen. Sagt alle Zeit Gott dem Vater Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus."
[1:01:19] Was soll der Christ meiden? Was spricht Paulus hier an? Er spricht unter anderem den Gebrauch von Wein an. Und Paulus hat das bewusst gemacht, weil er hat gesehen, was die Auswirkungen sind, wenn Menschen anfangen, alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Ja, die Reden, das Sprechen, die Gedankenlosigkeit, die Unmoral, der Götzendienst, die sexuellen Ausschweifungen, sind viele Dinge, die da im Zusammenhang mit alkoholischen Getränken stehen. Die Erfahrung mit Alkohol ist einfach keine gute, die Paulus damals schon erlebt hat. Und dass er deutlich gemacht hat: "Meidet das." Vielmehr soll der Christ klaren Verstandes sein. Er soll die Gegenwart und die Kraft des Heiligen Geistes erleben. Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist ist hier so die zentrale Aufforderung des Paulus, die an verschiedenen Stellen dieses Abschnittes zu tragen kommt.
[1:02:19] Und dann diese Ermutigung, wirklich die Anbetungszeit auch zu nutzen, die man als Christ haben darf. Psalmen zu nutzen, Lobgesänge, geistliche Lieder, singen und spielen auch in unserem Herzen. Wie oft sind wir unterwegs und können vielleicht nicht gerade laut vielleicht singen und trällern, weil es vielleicht Leute irritieren würde. Aber in unserem Herzen Gott und sein Dank zu bringen, unser Lob Jesus zu sagen, was er uns bedeutet. Wollen wir das tun?
[1:02:50] Wenn Gläubige vom Heiligen Geist erfüllt sich zur Anbetung Gottes versammeln, dann ist das ein wunderschöner Gegensatz, ihr Lieben, zu egozentrischem, heidnischem Verhalten, bei dem Götzendienst praktiziert wird. Wie wollen wir als Adventgemeinde anbeten? Wie möchten wir als Christen in dieser Zeit Gott anbeten? Wird den Menschen dort draußen deutlich, dass wir Menschen der Anbetung sind? Haben wir den Mut, in der Bahn, in einem Café, wo wir auch sind, wenn wir Gäste daheim haben, ja, zu beten, Gott anzubeten, auch mit unserem Leben?
[1:03:41] Geht entschieden gegen Sünde und das Böse vor. Paulus, und das nehmen wir aus dieser Lektion heute mit, hat nicht irgendwie drumherum geredet. Nein, er hat klare Worte gewählt. Er hat sehr eindeutig und unmissverständlich gesagt, was Gottes Rahmen ist, was sein Wille ist, aber auch, was nicht geht. Und das hat er nicht gesagt, weil er es besser weiß oder weil er die anderen mal zurechtweisen wollte. Nein, am Ende geht es um diesen einen zentralen Punkt: Das größte Geschenk, was Gott uns gegeben hat, das ewige Leben, das angebotene ewige Leben. Und wenn Menschen in der Sünde, in der Gottesferne leben, dann ist dieses ewige Leben nicht möglich. Und das hat Paulus verstanden, das hat er gesehen, und da hat er den Finger in die Wunde gelegt und gesagt: "Ihr Lieben, wir müssen, wir müssen umdenken, wir brauchen eine Veränderung."
[1:04:38] Paulus ist nicht bereit gewesen, das Vorhandensein von verdorbenem Verhalten unter dem Volk Gottes zu akzeptieren. Und das ihr Leben ist auch eine zentrale Frage, die wir uns als adventgläubiger, als Christen stellen dürfen. Darf das Böse, darf die Sünde, und jetzt meine ich die Sünde, die von Menschen lieb gewonnen ist, die gerne gelebt wird, darf diese Sünde in unserer Mitte bleiben?
[1:05:09] Welche Erfahrungen hast du vielleicht persönlich auch in deinem Leben schon gemacht, in dem Bewusstsein, falsche Dinge bewusst zu praktizieren? Wie sind Menschen auch in der Adventgemeinde mit dir umgegangen? Ihr Lieben, leider sind auch gläubige Menschen oft Menschen der Extreme. Ich glaube, Jesus war es nicht. Ich glaube, Jesus hatte einen guten, ausgewogenen, eine gute ausgewogene Art, um mit dem Sünder umzugehen. Jesus hat immer deutlich gemacht, dass er den Sünder liebt. Er liebte auch dich und mich. Er ist ja auch für dich und mich auf diese Erde gekommen. Aber Jesus liebt die Sünde nicht. Und wir denken ja an Johannes 8, wo Jesus der Frau sagt, dass er ihr vergibt, aber sie die Sünde auch nicht mehr tun soll. Ja, wir kennen das Beispiel, wo er sagt: "Ich verurteile dich nicht" (Vers 11), "geh hin und sündige nicht mehr."
[1:06:12] Wie wollen wir als Adventgemeinde und das soll so den Schlusspunkt auch bilden, umgehen mit Dingen, die in unseren Gemeinden, im Leben von Geschwistern nicht gut sind? Wir haben natürlich die Möglichkeit, extreme Haltungen einzunehmen. Wir können wegschauen und sagen: "Das ist nicht mein Anliegen, nicht mein Leben, das muss der schon alleine klären." Wir können wegschauen und Dinge unter den Teppich kehren, wir können sie herunterspielen, "Ist nicht so tragisch, das passt schon, ich habe ja dieselbe Vergangenheit." Vielleicht könnte man auch sagen: Das ist so das eine Extrem, was auf der einen Seite steht, ihr Lieben. Aber ich glaube, es gibt auch noch ein anderes Extrem, was viele, viele Menschen, Geschwister, vielleicht auch ehemalige Geschwister erleben mussten. Dieses andere Extrem, in dem Sünde sehr lieblos angesprochen wurde, wo Geschwister ohne Mitgefühl oder ohne gezeigtes Mitgefühl ja Dinge beim Namen genannt haben, vielleicht das Gebet unterlassen haben, das gemeinsame Gespräch nicht angeboten haben, schnell und konsequent gehandelt haben, und der Betroffene nicht wirklich gespürt hat, dass er geliebt wird.
[1:07:33] Jesus vertritt nicht die Extreme, ihr Lieben. Ich bin davon überzeugt, dass Jesus immer auf geeignete Art und Weise nicht weggeschaut hat und gleichzeitig in Liebe, mit Mitgefühl, die Menschen nahe gekommen ist. Dort, wo er stand, auch wenn es ein Sünder war, eine Person, die schlimme Sünden verübt hat, hat er versucht, einen Weg zu gehen, der einladend, einladend, ein neues Leben zu beginnen.
[1:08:00] Heute ging es um unsere Identität, ihr Lieben. Welche Identität hast du? Möchtest du als geliebtes Gotteskind leben? Möchtest du ein heiliges Leben führen, so dass du Licht wirst im Leben anderer Menschen, auch in deinem engsten Kreis, vielleicht Familienkreis, in deiner Ehe?
[1:08:28] Die Abschnitte, die wir heute miteinander betrachtet haben, sind ein prophetischer Aufruf in Bezug auf christliche Identität, das Engagement, die Gemeinschaft und die Anbetung in der Endzeit. Ihr Lieben, ich möchte uns ermutigen, das sind die Schlussgedanken heute, dass wir die verbleibende Zeit nutzen. Wir haben die Möglichkeit, diese und andere Geräte zu nutzen und uns alles Mögliche reinzuziehen und anzuschauen, was die Welt uns bietet. Wir können viel Zeit damit verbringen, verplempern. Wir können aber auch das, was uns gegeben ist, nutzen, um etwas Gutes, etwas Sinnvolles zu tun. Und ich möchte dich heute herausfordern, in dem Bewusstsein, dass Paulus, dass Christus uns auffordert, die Zeit zu nutzen und auszukaufen. Möchte ich dir zwei, drei Dinge vorstellen und dich bitten, darüber nachzudenken, ob du sie tun möchtest. Ich möchte dich ermutigen, darum zu beten, dass der liebe Gott dir einen Menschen aufs Herz legt, den du stärker begleiten kannst in deinem Leben. Ein Menschen, der dir vielleicht schon bekannt ist oder vielleicht auch ein völlig neuen Menschen. Sei doch offen dafür. Möchtest du das sein, dass Jesus dich gebrauchen darf, einen Menschen für die Ewigkeit vorzubereiten? Natürlich wirkt der Heilige Geist am Herzen des Menschen, aber Jesus möchte dich und mich gebrauchen, um Menschen zu begleiten, weil er weiß, dass wenn er das tut, wird auch unser eigener Charakter sich verändern. Jesus braucht uns nicht, um die Welt mit dem Evangelium bekannt zu machen, aber er tut es, weil er weiß, dass wir selber dadurch positiv verändert werden.
[1:10:10] Vielleicht sagst du aber auch: "Ich würde viel lieber in Gemeinschaft, in einem guten Kontext, das Wort Gottes mit anderen studieren, mit mehreren Leuten zusammen." Da möchte ich ermutigen. Möchtest du deine Zeit auskaufen und heute ernst mit Gott ins Gebet gehen und darüber nachdenken, einen Hauskreis vielleicht bei dir zu Hause zu gründen? Eine Kreis, eine Zelle, in der Gottes Wort studiert werden kann, indem man zusammenkommt, vielleicht etwas Kleines ist zum Anfang, so ein persönlicher Austausch hat und hört, wo der andere steht, wo man gemeinsam das Wort Gottes dann studiert und auch neben der Gemeinschaft wirklich auch inhaltlich Jesus besser kennenlernt und sein Leben und seinen guten Plan für die Menschen.
[1:10:55] Kauft die Zeit aus. Einen letzten Vorschlag möchte ich machen, einen letzten Aufruf an dieser Stelle. Vielleicht bist du gerade dabei, darüber nachzudenken, was du mit deiner Zeit machen sollst. Vielleicht endet gerade deine Arbeit oder dein Studium oder deine Ausbildung. Ich möchte dich ermutigen, Zeit zu investieren für Jesus, für sein Werk, für seine Mission. Vielleicht ist es an der Zeit, und du sagst: "Ich könnte Ausbildung vertragen." Da gibt es die Josia Missionsschule und auch andere Missionsschulen auf dieser Welt unter den Adventisten, wo du gut ausgebildet werden kannst, ein festes Fundament mit an die Hand bekommst. Vielleicht sagst du aber auch: "Ich bin eigentlich unzufrieden mit dem, wie mein Leben gerade verläuft, vielleicht auch mit meinem Berufsleben, und ich habe erkannt, dass es noch wenig Zeit ist. Ich eigentlich gar nicht weiß, wie viel Zeit ich habe." Nutze die Zeit, kaufe sie aus. Es braucht auch im deutschsprachigen Raum viele gute Prediger. Es braucht Menschen, die mit dem Wort verbunden sind und Vollzeit unterwegs sind für Gott zu wirken.
[1:12:01] Ich möchte dich ermutigen, eine gute Entscheidung zu treffen. Und auch wenn von diesen drei Beispielen vielleicht etwas für dich nicht dabei war, möchte ich dich und mich einladen, dass wir uns jeden Tag von Jesus führen lassen, die Zeit zu nutzen, die uns bleibt, das Gute von dem schlechten zu trennen, die Dunkelheit zu durchbrechen mit dem Licht, das der Heilige Geist in unser Herz leuchten lässt. Gott segne dich in all deine Entscheidungen und in dem Bemühen, mit ihm ganz zu gehen und Menschen für die Ewigkeit zu ermutigen.
[1:12:35] Wir wollen noch zum Abschluss gemeinsam beten. Lieber Jesus Christus, ich möchte Danke sagen für dein Wort. Ich möchte Danke sagen für die deutlichen, unmissverständlichen Worte, die Paulus hier durch dein Wirken, durch das, was du ihm aufs Herz gelegt hast, uns mitteilst. Herr, es sind deine Worte, es sind die Worte, die unser Herz durchdringen sollen. Manches Mal erleben wir, dass wir uns von vielem füllen lassen in unserem Leben, was uns ablenkt, und Satan ist dabei, uns vom Wesentlichen fernzuhalten. Jesus, wir bitten dich, dass du uns eine Neuausrichtung schenkst heute und in den kommenden Tagen. Wir wollen die Zeit auskaufen, wir wollen die Zeit nutzen, die uns bleibt. Wir sind uns bewusst, dass so viel Böses um uns herum ist, aber Jesus, du hast das Böse besiegt. Du bist der Herr, und du bist unser Heiland, unser wiederkommender Herr. Und so bitten wir dich, dass du uns führst und leitest in den kleinen und großen Entscheidungen unseres Lebens, und dass wir sehen können, dass wenn wir mit dir gehen, Jesus Christus, wir einen weisen Weg einschlagen dürfen. Das bitten und danken wir in deinem Namen, Jesus. Amen.
[1:13:52] Ich danke euch fürs dabei sein. Ermutige euch, Gottes Wort täglich zu studieren und in der kommenden Woche nicht zu vergessen, dass es eine neue Folge der Kreis Study Hour geben wird, bei der ihr nicht fehlen dürft. Gottes Segen für euch. [Musik]
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