Veröffentlicht am
245 Klicks

Manuskript zur Sendung   >>>  CSH_Manuskript_2026 1st Nr 12   <<<

In dieser Folge der Christudy Hour mit Christopher Kramp wird die zwölfte Lektion über die Briefe an die Philipper und Kolosser behandelt. Der Fokus liegt auf dem Thema „Miteinander leben“ und beleuchtet praktische Anweisungen für Beziehungen in Ehe, Familie und Gemeinde. Es werden spezifische Verse aus Kolosser 3 und 4 analysiert, die sich mit der Rolle von Frauen und Männern, Kindern und Eltern sowie Herren und Sklaven beschäftigen. Darüber hinaus werden allgemeine Prinzipien wie Ausdauer im Gebet, Danksagung und weises Verhalten gegenüber Ungläubigen thematisiert.


Weitere Aufnahmen

Serie: CSH 2026 Q1: Die Briefe von Paulus an die Philipper & Kolosser

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:33] Hallo und herzlich willkommen zur Christudy Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer möchten wir auch alle Zuschauer auf dem Sender ganz herzlich begrüßen zur mittlerweile vorletzten und zwölften Folge unserer Serie über die Briefe an die Philipper und Kolosser. Wir haben heute eine interessante Folge vor uns, die vor allem auf das Miteinander in der Ehe, der Familie und der Gemeinde einen besonderen Fokus legt. Deswegen heißt das Thema, mit dem wir uns vorbereiten wollen auf das Bibelgespräch am 21. März auch: Miteinander leben.

[1:10] Paulus hat es oft als Angewohnheit, gegen Ende seiner Briefe, eine ganze Reihe von kurzen, prägnanten und praktischen Hinweisen zum Glaubensleben zu geben. Und diese wollen wir uns heute jetzt hier anschauen in den Versen Kolosser 3, Vers 18 bis Kolosser 4, Vers 6. Bevor wir beginnen, möchten wir Gott bitten, dass wir diese Wahrheiten nicht nur verstehen, sondern dass wir erkennen, wo wir Hilfe brauchen, dass wir erkennen, wie wir sie durch den Heiligen Geist in unserem Leben tatsächlich umsetzen können, wie wir wachsen können, dass wir das nicht nur lesen, sondern darin leben. Und wir möchten Gott bitten, dass er deswegen unser Studium besonders segnet, zu mir und zu uns allen spricht. Und ich lade dich ein, mit mir kurz gemeinsam zu beten.

[1:56] Lieber Vater im Himmel, hab Dank für den wunderbaren Brief von Paulus an die Kolosser. Hab Dank für alles, was wir schon lernen durften und hab Dank, dass du jetzt durch dein Wort auch zu uns sprechen möchtest, Herr. Jeder von uns hat vielleicht an einem anderen Bereich Schwierigkeiten, Herausforderungen, Probleme, Schwächen.

[2:13] Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch deinen Geist nicht nur uns belehrst und zeigst, was wahr ist, sondern uns auch zeigst, dass du die Kraft hast, uns Veränderung zu schenken, zu vergeben und zu reinigen und dein Gesetz und deine Gebote und deine Ratschläge in unser Herz zu schreiben. Herr, wir möchten wachsen in dir. Wir möchten, dass die Menschen auch erkennen, dass wir echte Christen sind, indem wie wir leben, was wir sagen, wie wir uns geben, wie wir miteinander umgehen. Herr, gibt, dass wir so miteinander leben, dass dein Evangelium durch uns leuchtet. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:50] Kolosser Kapitel 3 und dort Vers 18. Wir fangen einfach direkt an. Wir werden sehen, es ist fast wie im Telegramstil, kurze, prägnante Sätze. Paulus spricht zu verschiedenen Gruppen in der Gemeinde und er fängt bei den Frauen an. Kolosser 3, Vers 18: „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich gebührt im Herrn.“

[3:16] Paulus nennt das nicht als eine Option, sondern er macht deutlich, dass die Unterordnung der Frau unter ihren Mann zu einem Leben mit Jesus dazu gehört. Wörtlich steht im Griechischen: „wie es sich gebührt hat im Herrn.“ Das heißt, offensichtlich scheint wohl die Idee zu sein, erinnert die Frauen an das, was ihnen bereits bewusst gewesen ist, als sie sich für die Taufe entschieden haben, dass nämlich solch einen Schritt mit Jesus zu gehen auch Auswirkung hat auf die Beziehung zum Mann. Denn Jesus selbst hat am Anfang in 1. Mose Kapitel 3, Vers 16 genau diesen Gedanken kundgetan. Es ist nicht die persönliche Meinung von Paulus, kein kultureller Gedanke, den er aufgreift, sondern in Mose 3, direkt nach dem Sündenfall, lesen wir in Vers 15: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihm die Ferse stechen.“ Es beginnt mit dem Evangelium. Es beginnt mit der Tatsache, dass durch Jesus wir Erlösung finden können, dass wir Vergebung finden können, dass wir gerettet werden können und dass wir auch durch Jesus in unserem Leben Sieger sein können. All das hat der Kolosserbrief ausführlich und intensiv, wie alle Briefe von Paulus, behandelt. Es geht immer los mit dem Evangelium. Und dann kommt in Vers 16: „Und zur Frau sprach er: Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen. Mit Schmerzen sollst du Kinder gebären, und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, er aber soll über dich herrschen.“ Vor dem Sündenfall waren Mann und Frau sozusagen auf absolut der gleichen Stufe. Es gab keine Schwierigkeiten, es gab keine Streitigkeiten, es gab keine Konflikte.

[5:10] Die Sünde hat überhaupt erst die Notwendigkeit geschaffen, im Konfliktfall irgendjemand letztlich den Hut aufhaben muss in der Familie, irgendjemand die Autorität haben muss, jemand die letzte Verantwortung auch vor Gott haben muss. Obwohl natürlich jeder Mensch eine eigene Verantwortung vor Gott hat, aber der Mann hat die priesterliche Rolle in der Familie.

[5:36] Und so greift Paulus diesen Punkt immer und immer wieder auf. Es ist ihm ein Anliegen in den verschiedenen Gemeinden, dass diese Idee auch Umsetzung findet. Epheser 5, Vers 22: „Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter, als dem Herrn, denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist, und er ist der Retter des Leibes. Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem.“ Also nicht nur ab und zu, sondern als eine grundsätzliche Lebenseinstellung.

[6:10] Diese Unterordnung bedeutet aber nicht Unterwerfung. Sie bedeutet nicht ein willenloses sich ausliefern. Ganz im Gegenteil. Es heißt in Vers 33: „Doch auch ihr, jeder von euch liebe seine Frau sowie sich selbst, die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht.“ Es geht um Respekt, es geht um Achtung, es geht um Ehrfurcht. In diesem Sinne anders ausgedrückt, so wie Paulus es an erster Stelle im ersten Timotheusbrief schreibt. Timotheus 2 und dort Vers 12: „Ich erlaube aber einer Frau nicht zu lehren, auch nicht, dass sie über den Mann herrscht, sondern sie soll sich stillhalten.“ Erste Petrus zeigt uns, dass auch andere Apostel, nicht nur Paulus, denselben Gedanken immer wieder vorgebracht haben. Es handelt sich also um eine konsistente, eine beständige Lehre im Neuen Testament, die auf der Anordnung Jesu im Garten Eden fußt.

[7:03] Erste Petrus Kapitel 3 und dort ab Vers 1: „Gleicherweise sollen auch die Frauen sich ihren eigenen Männern unterordnen, damit, wenn auch etliche sich weigern, dem Wort zu glauben, sie durch den Wandel der Frauen ohne Wort gewonnen werden.“ Hier sieht man also, dass es auch gilt, wenn der Mann ungläubig ist. Hier sieht man aber auch, was der Sinn und Zweck ist. Das Leben der Frau soll ein Vorbild sein. Es soll ein gewinnendes Beispiel sein für die Kraft des Glaubens.

[7:34] Und dann heißt es ab Vers 3: „Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein: Haarflechten und das Anlegen von Goldgeschmeide oder das Anziehen von prächtigen Gewändern, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist. Denn so haben sich einst auch die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten.“ Also hier sieht man, es geht nicht einfach darum, dass einfach die Frau willenlos äh sich dem Mann unterordnet, sondern dass sie ihre Hoffnung auf Gott setzt und aus Liebe zu Gott und aus Nachfolge zu Jesus den Mann ehrt und achtet. Sie sagt Vers 6, er sagt Verzeihung Vers 6: „Wie Sarah dem Abraham gehorchte und ihn Herr nannte, deren Töchter ihr geworden seid, wenn ihr Gutes tut und euch keinerlei Furcht einjagen lasst.“ Wir sehen also ganz deutlich, es geht bei dieser Unterordnung nicht um Machtmissbrauch, nicht um Unterdrückung, sondern es geht um eine freiwillige Unterordnung im Geiste Jesu aufgrund des Wortes von Jesus als Ausdruck des Glaubens an Jesus.

[8:44] So beschreibt es Paulus. So beschreibt es Petrus. Und zwar, damit die Frau einen besonderen geistlichen Einfluss auf ihren Partner hat.

[8:59] Aber Paulus spricht natürlich nicht nur zu den Frauen. Und es ist ganz entscheidend, dass wir Vers 18 mit Vers 19 kombinieren. Wer Vers 18 alleine nimmt und Vers 19 ignoriert, der verdreht die Wahrheit. Denn der Grund, warum die Frauen sich unterordnen sollen, hängt damit zusammen, was von den Männern erwartet wird.

[9:25] In Vers 19 heißt es: „Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie.“ Paulus fasst hier nur kurz zusammen, was er an anderer Stelle im Epheserbrief noch viel deutlicher gemacht hat. Epheser 5 und dort Vers 22 haben wir schon gelesen: „Die Frau soll sich den Mann unterordnen, so wie sich die Gemeinde Christus unterordnet.“ Vers 25 in Epheser 5: „Ihr Männer, liebt eure Frauen. Verzeih, liebt eure Frauen gleich, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat.“ Also nicht nur soll sich die Frau unterordnen, wie die Gemeinde sich unterordnet, der Mann soll die Frau lieben, wie Christus die Gemeinde geliebt hat. Und zwar, wie hat er sie geliebt? Er hat sich selbst für sie hingegeben.

[10:10] Vers 26: „Damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort.“ Christus hat alles gegeben, was er hatte, zur Gunsten der Gläubigen, um die Gläubigen glücklich zu machen, um ihnen zu helfen, um sie aus den Problemen heraus zu helfen, um sie zu heiligen. Der Mann soll alles geben, was er hat, damit es der Frau gut geht.

[10:40] Das ist ein hohes Ideal. Im Laufe der Kirchengeschichte sind die Männer schnell dabei gewesen, den Frauen zu sagen: „Die Bibel sagt, ihr sollt euch unterordnen.“ Aber selbst wollten sie zwar die Unterordnung sehen, aber mit oft mit keinem Finger haben sie sich bemüht, ein Bild von Christus zu sein. Ganz ehrlich, wenn Männer mehr so wären wie Christus, wahrscheinlich hätten Frauen weniger Mühe, sich unterzuordnen. Denn wer Christus kennt, hat keine Mühe, sich Christus unterzuordnen, weil er weiß, Christus tut alles, was gut ist für mich. Er liebt mich. Er ist mir immer treu. Er gibt sein letztes Hemd für mich.

[11:26] Kein Wunder, dass Frauen oft gegen diese den Gedanken der Unterordnung rebellieren, weil sie diese Liebe Christi in ihren Männern nicht sehen. Und dann sich die Unterordnung anfühlt als Sklaverei. Und tatsächlich ist es im Laufe der Kirchengeschichte, im Laufe der Geschichte auch oft so gewesen.

[11:48] Die Unterordnung der Frau unter den Mann wird dann zu einem schönen und äh ja zu einem schönen und nachvollziehbaren Bild für die Gemeinde, wenn der Mann auch so wie Christus handelt. Wir haben gesehen, dass Petrus uns sagt, dass selbst wenn der Mann nicht so ist, die Frau durch ihre Unterordnung trotzdem den Mann für Christus gewinnen kann. Aber insbesondere dann, wenn Männer gläubig sind, wenn sie sich zu Christus bekennen, haben sie eine heilige Verantwortung und Verpflichtung, so zu sein wie Christus. Und ich predige zu mir: Wenn du ein Mann bist, dann hörst du vielleicht auch den Heiligen Geist zu dir reden jetzt in diesem Moment. Wir müssen alle an diesem Punkt noch viel wachsen. Das sind Aussagen des Heiligen Geistes durch Petrus, durch Paulus, durch die biblischen Schreiber zu uns direkt.

[12:41] Das heißt in Vers 27: „Damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, sodass sie weder Flecken noch Runzeln, noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei.“ So wie Jesus alles gibt, um seine Gemeinde tadellos zu machen, geben wir alles, was wir sind und haben, dafür, dass unsere Frauen heilig und tadellos sind.

[13:01] Ebenso Vers 28 sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst, denn niemand hat Jesus sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, gleich wie auch der Herr die Gemeinde.

[13:15] So wie Jesus sich um die Gemeinde kümmert, sollen wir uns um die Frauen kümmern.

[13:24] Frage an alle verheirateten Männer: Wenn Jesus sich so sehr um dich kümmern würde, nur so, wie wir uns um unsere Frauen, würden wir dann Jesus nachfolgen wollen? Ist nicht an der Zeit, dass wir uns vielleicht neu daran erinnern, unsere Frauen so zu behandeln, wie Jesus uns behandelt hat? Ich möchte mir das auf jeden Fall neu vornehmen. Du auch, wenn du ein Mann bist, der verheiratet ist. Und wenn du noch nicht verheiratet bist, nimm dir vor, das so gleich von Anfang an in der Ehe dann, die du dann vielleicht noch führen wirst, zu tun.

[13:56] Paulus weiß natürlich und er erwähnt das dann Vers 31: „Mann und Frau werden ein Fleisch.“ Ein Mann, der seine eigene Frau nicht gut behandelt, behandelt sich selbst nicht gut.

[14:15] In Maleachi Kapitel 2 sehen wir, dass Gott sehr genau hinschaut, wie wir unsere Frauen behandeln. Maleachi 2 ab Vers 14. Und ihr fragt, warum? Weil der Herr, ach, wir Vers 13 lesen, weil das den Kontext noch besser erklärt. Maleachi 2, Vers 13: „Und zum anderen tut ihr auch das: Ihr bedeckt den Altar des Herrn mit Tränen, mit Weinen und Seufzen, sodass er sich nicht mehr zu der Opfergabe wenden und sie nicht mit Wohlgefallen aus euren Händen annehmen mag. Und ihr fragt: Warum? Weil der Herr Zeuge war zwischen dir und der Frau deiner Jugend, der du nun untreu geworden bist, obwohl sie deine Gefährtin und die Frau deines Bundes ist. Und hat er sie nicht eins gemacht? Ein Überrest des Geistes für ihn. Und wonach soll das eine trachten? Nach göttlichem Samen. So hütet euch denn in eurem Geist, und niemand werde der Frau seiner Jugend untreu. Denn ich hasse die Ehescheidung, spricht der Herr, der Gott Israels, und dass man sein Gewand mit Frevel bedeckt, spricht der Herr, der Herrscharen. Darum hütet euch in eurem Geist und werdet nicht untreu.“

[15:30] Gott achtet sehr darauf, ob wir als Männer tatsächlich mit unseren Frauen so umgehen, wie er es vorgesehen hat. Wir können nicht Gott wohlgefällig dienen, wenn wir gleichzeitig unsere Frauen vernachlässigen. Da können wir noch so viel in der Bibel wissen, noch so viel aktiv in der Gemeinde sein. Wenn wir nicht für unsere Frauen so sorgen wie Christus für die Gemeinde, dann werden wir dem Plan Gottes nicht gerecht, den er für unser Leben hat.

[16:03] Lukas 14 und dort Vers 26. Es gibt nur eine Person auf dieser Erde oder überhaupt im Universum, nur eine Person in unserem Leben, die einen noch höheren Anspruch auf uns hat als unsere Frau, als unser Ehepartner. In Lukas 14 und dort Vers 26 sagt Jesus: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und Kinder, Brüder und Schwestern dazu, aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein.“ Das Wort „hasst“ meint hier an zweiter Stelle setzen. Ähm, weniger lieben als Jesus. Jesus macht ganz deutlich, selbst die eigene Ehefrau, der eigene Ehemann darf nicht über Jesus stehen. Jesus ist die einzige Person, die einen noch höheren Anspruch auf uns hat.

[16:52] Ansonsten, so sagt uns die Bibel, soll der Mann sogar Vater und Mutter verlassen, um seiner Frau anzuhängen. Die Frau hat von allen Menschen auf dieser Erde den höchsten Anspruch auf ihren Ehemann. Und ich bin mir ganz sicher, wenn Männer durch Gottes Geist im Gehorsam zu dem, was Paulus und Petrus und so weiter sagen, wenn sie tatsächlich wie Jesus für die Gemeinde sorgt, so auch für ihre Frauen sorgen, dann werden Frauen sich auch gerne unterordnen, weil sie wissen, für mich wird am besten gesorgt.

[17:35] Kolosser Kapitel 3 und dort Vers 20. Kolosser 3, Vers 20: „Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in allem, denn das ist dem Herrn wohlgefällig.“ Als nächstes sind jetzt die Kinder dran, das Verhältnis von Kindern zu Eltern. Gott wünscht sich, dass Kinder gehorsam sind. Wir sehen das im Alten Testament an vielen Stellen, berühmt vor allem natürlich das fünfte Gebot in 2. Mose 20 und dort Vers 12: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.“ Jesus hat die Gültigkeit dieses Gebotes natürlich bestätigt, wenn wir in Matthäus 15 schauen, wo Jesus die Pharisäer dafür tadelt, dass sie dieses Gebot aufgehoben haben aufgrund ihrer Tradition. Wir lesen dort in Matthäus 15, Vers 4 bis 6: „Denn Gott hat geboten und gesagt: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, und wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben. Ihr aber sagt: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht: ‚Ich habe zur Gabe bestimmt, was dir von mir zugute kommen sollte‘, der braucht auch seinen Vater oder seine Mutter nicht mehr zu ehren. Und so habt ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen aufgehoben.“ Jesus macht ganz deutlich, es handelt sich um ein Gebot Gottes, das beachtet werden muss.

[18:56] Entsprechend hat auch Paulus äh das gleiche auch im Epheserbrief geschrieben, wo er in Kapitel 5 so ausführlich über Mann und Frau spricht, macht er dann weiter und das ist ja ein gutes Beispiel, dass die Kapitelinteilung nicht wirklich sinnvoll ist, denn es geht direkt nach Mann und Frau in Epheser 5, in Epheser 6 weiter mit den Kindern. Das heißt in Vers 1: „Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn, denn das ist recht.“ Und dann zitiert er das fünfte Gebot in Vers 2: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Das ist das erste Gebot mit einer Verheißung: damit es dir gut geht und du lange lebst auf Erden.“

[19:32] Wir bemerken in Kolosser 3, er sagt: „Gehorcht den Eltern in allem.“ Das heißt, es ist keine Option, ab und zu mal, wenn ich Lust habe, sondern grundsätzlich als Lebenseinstellung. Kinder, die gläubig sind, sollen ihren Eltern untertan sein. Wir sehen, dass sogar Jesus seinen Eltern sich untergeordnet hat. Das nicht bedeutete, dass er nicht auch selbst gedacht hat und für sich selbst gehandelt hat und dass er nicht auch alles abgelehnt hat, was gegen Gottes Willen ist. Auch für ein Kind gilt: Der Wille Gottes bricht alles andere. Der Wille Gottes ist immer die absolute Priorität. Der Wille Gottes, wie er in der Bibel sich offenbart, hat einen höheren Anspruch auf uns selbst als unsere Eltern.

[20:17] Es heißt hier in Kolosser 3, Vers 20: „Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern gegenüber, denn das ist dem Herrn wohlgefällig.“ Vielleicht fragst du dich, wenn du vielleicht auch äh ein Kind bist oder Kinder hast, wie man das tun kann? Wie kann man gehorsam sein den Eltern gegenüber? Und die Antwort findet sich in Hebräer 13. Dort steht, wie wir das tun können, was vor Gott wohlgefällig ist. Es ist Gott wohlgefällig, dass wir den Eltern gehorsam sind. Die Bibel sagt uns in Hebräer 13, wie wir das tun können, was vor Gott wohlgefällig ist. Das heißt in Hebräer 13, Vers 20 und 21: „Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat, den großen Hirten der Schafe durch das Blut eines ewigen Bundes, er rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

[21:14] Wenn Paulus sagt, dass die Kinder gehorsam sein sollen, sagt er nicht: „Strengt euch mehr an. Benehmt euch mal.“ Er sagt durch das Evangelium von Jesus, wie es auch in den ganzen äh früheren Kapitel im Kolosserbrief deutlich erklärt wird, durch Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit. Kolosser 1:27. Dadurch ist es möglich, dass Gott in uns den Gehorsam, den Eltern gegenüber, bewirkt, den wir alleine nie schaffen könnten. Durch Christus in uns können wir die Frauen lieben, wie Christus die Gemeinde geliebt hat. Denn äh, wenn Christus in uns ist, werden wir seine Liebe haben. Wenn Christus in uns ist, werden wir seinen Gehorsam haben, den er selbst gehabt hat, den Eltern gegenüber, seinem himmlischen Vater gegenüber. Wenn Christus in uns ist, werden wir die Unterordnung haben, die er selbst in seinem Leben praktiziert hat, ohne dabei seine Würde aufzugeben, die er als Mensch gehabt hat und seine Persönlichkeit.

[22:11] Die Antwort, wie all das, was in Kolosser 3 steht, die Unterordnung, die Liebe, selbstaufopfernde Liebe, die die Männer haben sollen, der Gehorsam der Kinder, all das ist nur möglich mit Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Christus bringt die Liebe. Er bringt die Unterordnung. Er bringt den Gehorsam in unser Leben.

[22:38] Und so kommen wir zu Vers 21. Kolosser 3, Vers 21: „Auch die Eltern werden angesprochen hier, insbesondere die Väter, aber sicherlich dürfen sich die Mütter auch mit angesprochen fühlen.“ Vers 21: „Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht, damit sie nicht unwillig werden.“ Eltern dürfen ihre Kinder nicht so behandeln, dass sie den Mut verlieren. Wenn wir unangemessen mit unseren Kindern umgehen, wenn wir aus Zorn einfach sie schlagen, wenn wir sie anbrüllen, wenn wir ihnen Dinge vorwerfen, die sie nicht getan haben, wenn wir unsere Machtposition, die man als Eltern als Erwachsener gibt einem Kind ja natürlich auch hat, wenn wir sie missbrauchen, wenn wir sie ausnutzen, um unsere Kinder zu unterdrücken, wenn wir sie in die Enge treiben, dann werden sie mutlos und dann richten wir großen Schaden an der Seele unserer Kinder an.

[23:38] Die Eltern sollen ja insbesondere für die Kinder ein Bild für Gott sein. Sie sollen ja lernen, was es heißt: „Unser Vater, der du bist im Himmel.“ Sollen lernen, was es heißt, wie eine äh Mutter tröstet. So tröstet auch Gott uns. In Psalm 103 und dort Vers 13 heißt es: „Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, welche ihn fürchten.“ Kinder sollen Gott kennenlernen, dadurch, dass sie erfahren, wie Barmherzigkeit sich anfühlt, wie Barmherzigkeit im Leben konkret aussieht. Wenn aber die Eltern gar nicht barmherzig sind, wenn sie die Barmherzigkeit Gottes nicht im eigenen Herzen haben, können sie auch die Barmherzigkeit Gottes ihren Kindern nicht erklären.

[24:18] Denn wer mit seinen Kindern unbarmherzig umgeht, aber ständig von der Barmherzigkeit spricht, der schafft nur kognitive Dissonanz und die Kinder verlassen die Gemeinde, weil sie die Heuchelei nicht aushalten. Auch hier gilt: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Wenn die Barmherzigkeit Christi von unserem Leben ist, dann können wir mit unseren Kindern auch so umgehen, wie Jesus mit uns umgegangen ist, wenn wir einen Fehler gemacht haben.

[24:44] Denn das ist die einzig gute Art der Erziehung. Jesus erzieht uns. Und wenn wir wissen wollen, wie wir unsere Kinder erziehen sollen, dann schauen wir am besten darauf, wie Jesus uns erzogen hat, und er zieht jeden Tag aufs Neue.

[25:04] Selbst wenn wir unsere Kinder strafen müssen, was tatsächlich immer wieder vorkommen wird, äh soll das die Liebe Gottes ausdrücken. In Sprüche Kapitel 3 und dort Vers 12 heißt es: „Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er, wie ein Vater den Sohn, an dem er Wohlgefallen hat.“ Aber diese Züchtigung sieht nicht so aus, dass man eben Affekt einfach nur auf ein Kind einprügelt, wenn man zornig ist, sondern sie sieht so aus, dass man in Liebe eine Konsequenz deswegen durchzieht, weil man das Beste für das Kind möchte. Das Kind lernen muss, dass falsches Verhalten schlimme Konsequenzen hat. Aber das in Liebe zu tun, so wie Gott in Liebe uns manchmal auch Konsequenzen spüren lässt, um uns auf den richtigen Weg zu bringen, um es zu erziehen. So sollen auch wir mit unseren Kindern umgehen, damit sie nicht mutlos werden, sondern Mut bekommen, es mit Gottes Hilfe besser zu machen.

[26:03] Kolosser 3, Vers. Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herren in allen Dingen, nicht mit Augendienerei, um den Menschen zu gefallen, sondern in Einfalt des Herzens, als solche, die Gott fürchten.

[26:18] Als nächstes wendet sich Paulus an die Sklaven. Auch sie sollen gehorsam sein ihren Herren. Und zwar nicht aus Berechnung, sondern aus Prinzip, aus echtem Glauben, der das Beste für Gott gibt. Auch hier sehen wir, dass Paulus genau den gleichen Punkt auch bei den Ephesern macht, genauso wie auch bezüglich der Eltern.

[26:42] Wir sehen in Epheser 6, Vers 4: „Und ihr Kinder, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.“ Vers 5: „Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als dem Christus, nicht mit Augendienerei, um Menschen zu gefallen, sondern als Knechte des Christus, die den Willen Gottes von Herzen tun.“ Dann Vers 7: „Dient mit gutem Willen dem Herrn und nicht den Menschen.“ Genau das sagt jetzt in Kolosser 3, Vers 23: „Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen.“

[27:13] Wir sehen also, in Kolosser präsentiert Paulus im Grunde genommen eine zusammengefasste, exakte Wiederholung dessen, was er im Epheserbrief in Epheser 5 und 6 auch den Ephesern geschrieben hat. Er ermutigt sie, dass sie für Jesus leben sollen und dass sie sich nicht überlegen: „Ich bin jetzt gehorsam und ich hoffe, ein Ziel dafür bekomme“, sondern dass sie einfach aus Prinzip gehorsam sind, ihre Arbeit vollziehen. Äh, wir können das übertragen auf unser heutiges Arbeitsleben, auch wenn wir keine Sklaven sind. Wir sollen aus Prinzip unser Bestes geben, nicht aus Berechnung, damit wir dann ein mehr Lohn bekommen oder dann eine bessere Position, sondern einfach, weil wir als Christen Gott ehren mit allem, was wir tun.

[27:59] Vers 24: „Jetzt kommt's. Da ihr wisst, dass ihr von dem Herrn zum Lohn, dass ihr empfangen werdet, denn ihr dient Christus, dem Herrn.“ Ein christlicher Sklave sollte wissen, dass all seine Arbeit nicht umsonst war. Ein Sklave hat gearbeitet und gearbeitet und gearbeitet, hat keinen Lohn bekommen. Aber auch wenn er auf dieser Erde keinen verdienten Lohn empfängt, wird er doch durch Christus einen mehr als verdienten Lohn für alle geleistete Arbeit empfangen. Er wird reichlich entschädigt werden. Er hat für Jesus gearbeitet. Er hat Schätze im Himmel gesammelt. Paulus zeigt also eine echte Perspektive aus der Hoffnungslosigkeit des Sklaven-Daseins. Christus wird euch entlohnen über alle Maßen.

[28:38] Vers 25: „Wer aber Unrecht tut, der wird empfangen, was er Unrechtes getan hat. Und es gilt kein Ansehen der Person.“ Der christliche Sklave soll wissen, dass wenn er etwas Böses tut, er auch entsprechend bestraft werden wird. Aber und das ist jetzt interessant, Paulus macht ganz deutlich, das gilt nicht nur für Sklaven. Er sagt, es gilt kein Ansehen der Person. Das ist eine sehr subtile und doch sehr deutliche Überleitung zu dem nächsten Punkt, zu den Herren, die die Sklaven äh haben. Er macht also deutlich: Unrecht ist immer Unrecht, egal ob es von jemandem begangen wird, der in einer sozial abhängigen Position ist, als auch von jemandem, der meint, vielleicht über andere Menschen bestimmen zu können. Unrecht ist immer Unrecht und wird immer bestraft werden. Treue zu Gott, egal ob als Sklave oder Herr, wird immer ihren Lohn finden. Und damit zeigt Paulus, wie das Evangelium letztlich all diese Standesunterschiede, sozialen Zwänge letztlich durchbricht.

[29:44] Kapitel 4, Vers 1. Und hier wird ganz deutlich, äh die Kapiteleinteilung ist wirklich am falschen Ort. Sie hätte eigentlich erst im nächsten Vers kommen sollen, denn das gehört noch ganz offensichtlich zu den Versen vorher dazu. „Ihr Herren, gewährt euren Knechten das, was recht und billig ist. Da ihr wisst, dass auch ihr einen Herrn im Himmel habt.“ Was recht und billig ist, das ist wörtlich das Gerechte und das Gleiche. Was gerecht und gleich ist. Und damit macht Paulus deutlich, auch wenn ein Herr Sklaven hat, soll er als gläubiger Herr wissen, dass vor Gott alle Menschen gleich sind. Während sie vielleicht sozial auf verschiedenen Stufen stehen, soll er sie doch so behandeln, dass sie im Glauben als Menschen, als Geschöpfe Gottes und auch als Erlöste gleichwertige Geschwister sind, Mitgeschwister. Und hier sehen wir wiederum, wie das Evangelium die Klassenunterschiede, die sozialen Verwerfungen damals durchbricht und letztlich auch äh unterminiert und zur Auflösung hinbringt. Ein Herr, ein gläubiger Herr, soll wissen, dass seine Sklaven genauso viel wert sind wie auch er.

[30:59] Damals im römischen Reich galt ein Sklave eigentlich nicht mal als Person. Also eine Sache im römischen Recht, aber nicht so bei Gott. Bei Gott gilt jeder Mensch gleich viel Wert, auch wenn er vielleicht nicht genauso viel Geld hat wie andere, nicht eine gleiche Stellung hat, nicht die gleichen kulturellen oder äh anderweitigen Voraussetzungen für ein schönes Leben. Egal, wo ein Mensch lebt und was seine äußeren Umstände sind, vor Gott sind alle Menschen gleichwertig. Und deswegen sollen auch die Herren ihre Knechte so behandeln, sie sollen ihnen geben, was recht und gleich ist.

[31:37] Wir kommen jetzt in den letzten Versen noch zu einigen allgemeinen geistlichen Prinzipien. Paulus hat die verschiedenen Gruppen in der Gemeinde, die Frauen, die Männer, die Kinder, die Eltern, die Knechte, die Herren, die verschiedenen sozialen und äh ja Gruppen angesprochen und hat ihnen spezifische Anweisungen gegeben. Und das, was wir über die Knechte und die die Herren gelesen haben, lässt sicherlich auch mit gewisser äh mit mit einem gewissen Recht auch auf die heutige Arbeitswelt übertragen. Es gibt Leute, die sind angestellt, die sind abhängig von ihrem Arbeitgeber. Es sind Selbstständige, die vielleicht über Menschen verfügen und deren Arbeit kontrollieren.

[32:12] Bei allem sollen diese Prinzipien, die wir hier sehen, gelten und auch von uns umgesetzt werden. Ganz egal, in welcher Position wir uns befinden. In der heutigen sozialen, im heutigen sozialen Gefüge gibt es zwar keine Sklaverei mehr, und doch gibt es sehr große Unterschiede. Menschen schauen aufeinander herab, sie schauen aufeinander hoch. Menschen haben andere letztlich in gewisser Weise doch in der Gewalt. Und Paulus ruft uns zu, dass wir durch das Evangelium wissen dürfen und auch so handeln sollen, dass alle Menschen gleich sind.

[32:41] Nach diesen, wie gesagt, diesen spezifischen Anweisungen kommen jetzt noch ein paar ganz allgemeine. Fünf Verse sind es und es beginnt in Vers 2 mit folgendem interessanten Satz: „Seid ausdauernd im Gebet und wacht darin mit Danksagung.“

[33:04] Paulus gibt noch einige letzte entscheidende Hinweise der Gemeinde auf den Weg, die ihnen helfen werden, dieses große Ziel „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit“ nicht aus den Augen zu verlassen. Sie sollen im Gebet nicht nachlassen. Ihr Vorbild dafür, das erwähnt er kurze Zeit später in Vers 12. Ähm, ihr Gemeindegründer, der Epaphras. Er sagt hier in Vers 12: „Es grüßt euch Epaphras, der einer der euren ist, ein Knecht des Christus, der allezeit in den Gebeten für euch kämpft, damit ihr feststeht, vollkommen und zur Fülle gebracht in allem, was der Wille Gottes ist.“ Epaphras war so ein Vorbild für ausdauerndes Gebet. Samuel hat es tatsächlich als eine Sünde betrachtet, dass er, wenn er aufgehört hätte, für das Volk Gottes zu beten. Samuel, Kapitel 12, Vers 23: „Es sei aber auch ferne von mir, mich an dem Herrn zu versündigen, dass ich aufhören sollte, für euch zu beten und euch den guten und richtigen Weg zu lehren.“ Kann es sein, dass wir zu oft aufhören für Gottes Gemeinde zu beten? Wir nehmen uns vor, so geht es mir manchmal. Man nimmt es sich so intensiv vor und dann kommt der Alltag, kommen viele andere Dinge, man man versäumt es, man man irgendwann hört man vielleicht tatsächlich auf.

[34:14] Lass uns neu vornehmen heute, da wir darüber nachdenken, wieder für Gottes Gemeinde zu beten. Das, was Paulus den Kolossern sagt: „Seid ausdauernd im Gebet für die Familie, für den Ehepartner, für die Kinder, für Verwandte, Freunde, für die Geschwister in der Gemeinde, ausdauernd beten.“ Jesus selbst hat diesen Punkt verdeutlicht in Lukas Kapitel 18 und dort Vers 1, wo es hier heißt: „Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis, um ihnen zu zeigen, dass es nötig ist, allezeit zu beten und nicht nachlässig zu werden.“ Paulus wiederholt also nur einen Punkt, der in der Bibel bereits gut belegt ist. Wir sollen beständig beten und so macht er diesen Punkt auch immer wieder. Wir nehmen nur ein paar Beispiele raus. Römer 12 und dort Vers 12: „Seid fröhlich in Hoffnung, in Bedrängnis haltet stand. Seid beharrlich im Gebet.“ Epheser Kapitel 6 und dort Vers 18: „Indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und fürbitte für alle Heiligen.“ Oder in Philipper Kapitel 4 Vers 6: „Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.“ Paulus wirklich, er wollte wirklich den Gemeinden mitgeben: Betet, lasst, wie das auch den Thessalonichern, den ersten Thessalonicher Kapitel 5 gesagt hat. Und es heißt hier in Vers 2: „Seid ausdauernd im Gebet und wacht darin mit Danksagung.“

[35:50] Und dieses Dankesagen ist ein großes Thema im Kolosserbrief gewesen. Wir erinnern uns an Kolosser 2, Vers 7: „Verwurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, so wie ihr gelehrt worden seid. Und seid darin überfließend mit Danksagung.“ Oder Kapitel 3, Vers 15: „Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu diesem seid ihr ja auch berufen in einem Leib, und seid dankbar.“ Vers 17: „Und was immer ihr tut im Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“ Paulus möchte diesen Punkt betonen: Seid dankbar.

[36:26] Betet mit Danksagung. Manchmal beten wir nur und bitten, bitten, bitten, bitten. Lasst uns im Gebet danke sagen für den Segen, den wir empfangen haben. Für die Führung, die Gott uns gezeigt hat. Für die Dinge, die er uns in unserem Leben bereits bewirkt hat. Lass uns danke sagen, damit wir im Vertrauen gestärkt werden, dass er auch die Dinge tun wird, um die wir bitten, die wir brauchen und zwar so nötig.

[36:47] Kolosser 4 und dort Vers 3. „Betet zugleich auch für uns, und damit Verzeihung, damit Gott uns eine Tür öffne für das Wort, um das Geheimnis des Christus auszusprechen, um dessen Willen ich auch gefesselt bin.“ Paulus betet nicht nur darum, dass die Geschwister füreinander beten. Sagt: „Betet auch darum, dass sich eine Gelegenheit ergibt, hier, wo ich jetzt in Rom gefangen bin, dass ich das Evangelium predigen kann.“ Man hat fast den Eindruck, dass äh er, dass er eher gegen Anfang der Gefangenschaft schreibt. Später im Philipperbrief wird ja deutlich, dass da große Türen geöffnet haben. Ja, das ist natürlich sehr kurz und knapp. Wir können natürlich da keine genaue Datierung vornehmen. Wie dem auch sei, er möchte unbedingt, dass dieses Geheimnis, dass wir in Kolosser 1, Vers 27 ja kennengelernt haben, wo er sagt: „Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist. Er ist jetzt unter den Heiden. Er ist in Rom. Er weiß, dort muss dieses Geheimnis verkündigt werden, nämlich: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Und er sitzt dort als Gefangener und er wünscht sich, dass er dieses Geheimnis Gottes verkündigen kann unter den Heiden Roms. Und er bittet die Kolosser: „Betet für mich, betet für mich, dass dieses Geheimnis Gottes in die Welt hinausgeht.“

[38:11] Ihr Lieben, in Kolosser, in Offenbarung und dort Kapitel 10 wird uns gesagt, wozu die Adventbewegung entstanden ist. In Offenbarung Kapitel 10 und dort in Vers 5, 6 und 7 heißt es: „Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf der Erde stehen sah, erhob seine Hand zum Himmel und schwor bei dem, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darauf ist, und das Meer und was darin ist: Es wird keine Zeit mehr sein.“ 1844 ist hier angesprochen. Das haben wir an anderen Studien in Joelmedia Media äh in vielen Videos äh angeschaut. Vers 7: „Sondern in den Tagen der Stimme des siebten Engels, wenn er in die Posaune stoßen wird, so soll das Geheimnis Gottes vollendet werden, wie es seinen Knechten, den Propheten, als Heilsbotschaft verkündet hat.“ Seit 1844 ist das Ziel, dass das Geheimnis Gottes vollendet wird. Wie oft beten wir nicht nur für unsere Anliegen, nicht nur für unsere Geschwister, nicht nur für die Dinge um uns herum, sondern auch dafür, dass sich Türen öffnen, dass das Geheimnis Gottes, „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit“, dass das seine Vollendung findet. Paulus betet darum.

[39:26] Betet für uns, dass sich eine Tür öffnet, dass wir „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit“ hier in Rom verkündigen. Wie oft bitten wir auch andere darum, dass sie dafür beten, dass sich in unserem Leben Türen öffnen, dass wir dort, wo wir sind, vielleicht unter äußerst schwierigen Umständen, wie Paulus gefangen in Rom, dass sich die Türen öffnen, dass wir „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit“ verkündigen können? Oder glauben wir, dass es gar nicht möglich ist? Wollen wir uns vornehmen, wie Paulus darum zu bitten, dass auch andere dafür beten, dass sich in unserem Leben Türen öffnen, dass wir die Adventbotschaft, die Gott seiner letzten Gemeinde gegeben hat in Offenbarung 10, dass wir diese Botschaft predigen können, dort, wo sie noch nicht bekannt ist.

[40:15] Vers 4. Kolosser 4, Vers 4. Wir haben gesehen in Vers 3: „Betet zugleich auch für uns, damit Gott uns eine Tür öffne für das Wort, um das Geheimnis des Christus auszusprechen, um dessen Willen ich auch gefesselt bin, damit ich es so offenbare, wie ich reden soll.“ Er möchte nicht nur, dass sich eine Tür öffnet, er möchte auch, dass er es auf die richtige Art und Weise präsentiert, wie Gott es sich wünscht. Manchmal sind wir nur froh, wenn Türen sich öffnen und dann dann machen wir irgendwie. Aber wir sollen nicht nur darauf achten, dass Türen sich öffnen, wir sollen auch dann das Evangelium so präsentieren, wie Gott es sich wünscht.

[40:55] Voller Liebe und Vollmacht, ohne Furcht und ohne Zweifel, ohne Härte und ohne Zurückhalten. Liebevoll, taktvoll und mit der ganzen Wahrheit, mit Liebe zur Wahrheit, die Wahrheit ihren Liebe sagen, so wie es die Bibel sagt.

[41:20] In Epheser 6 sagt Paulus, wie er reden soll. Epheser 6, Vers 20: „Für, dass ich ein Botschafter in Ketten bin, damit ich darin freimütig rede, wie ich reden soll.“ Er sagt hier auch in Vers 19: „Auch für mich, damit mir das Wort gegeben werde, so oft ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums bekannt zu machen, für, dass ich ein Botschafter in Ketten bin, damit ich darin freimütig rede, wie ich reden soll.“ Er sagt, ich soll freimütig reden. Ich soll reden als jemand, der wirklich davon überzeugt ist.

[41:55] Schauen wir noch in Kolosser Kapitel 4, Vers 5: „Wandelt in Weisheit denen gegenüber, die außerhalb der Gemeinde sind, und kauft die Zeit aus.“ Paulus redet jetzt den Gemeindegliedern, den Gemeindegliedern Verzeihung. Er redet ihnen, dass sie gegenüber Ungläubigen sich weise verhandeln äh verhalten sollen und dass sie die Zeit, die ihnen zur Verfügung steht, sinnvoll nutzen. Ich glaube, es ein ganz praktischer Rat für uns, dass wir uns genau überlegen, wie wir mit Ungläubigen umgehen, dass wir dort keine unnötigen Streitereien anfangen, dass wir uns weise verhalten und dass wir die Zeit, die wir haben auf dieser Welt, dass wir sie nicht vergeuden mit Nutzlosigkeiten.

[42:39] Kauft die Zeit aus. Auch das steht schon im Epheserbrief. Wir sehen hier immer wieder, wie eng der Epheser und der Kolosserbrief zusammengehören. Paulus hat sie sicherlich in zeitlicher Nähe zueinander geschrieben. Epheser 5 und dort Vers 16: „Und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.“ Und ich glaube, das können wir für unsere Zeit genauso unterschreiben. Die Tage sind wirklich böse. Wir können die Zeit nicht verpläpern, die wir haben. Wir müssen sie zur Ehre Gottes einsetzen. Jede Minute, jede Stunde, die wir haben.

[43:09] Es darf auch Ruhepausen geben. Es darf auch Entspannung geben. Jesus selbst rät seinen Jüngern: „Ruht ein wenig aus.“ Aber auch in der Entspannung, in der Freizeit können wir mit Jesus entspannen, mit ihm ausruhen, mit ihm Kraft tanken, mit ihm auch Gemeinschaft mit anderen Menschen haben. Immer mit Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit.

[43:32] Der letzte Satz hier in Kolosser 4, Vers 6: „Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, damit ihr wisst, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt.“ Geht es auszumachen mal so, dass die Menschen sehr unterschiedlich sind und man aus eigener Kraft gar nicht weiß, was soll ich darauf antworten? Wie soll ich ihm begegnen? Wie kann ich dieser Frage, diese Frage eine gute Antwort geben? Wie kann ich einen Menschen mit einer solch bedrückenden Lebensgeschichte? Wie kann ich hier mein Segen sein? Wie kann ich auf diesen Angriff reagieren? Wie kann ich diesen Menschen überhaupt äh Interesse äh nahlegen für das Evangelium? Menschen sind so unterschiedlich. Wir brauchen Weisheit.

[44:10] Was wir vor allem brauchen, ist das Salz der Gnade Gottes oder die Gnade und das Salz, besser gesagt. Wenn Christus in uns ist, die Hoffnung der Herrlichkeit, wenn wir die Gnade Gottes angenommen haben, dann wird sich die Gnade auch in unseren Worten ausdrücken. Das Salz ist eine besondere Sache. Die Bibel macht deutlich, dass in Matthäus 5, Vers 13, da sagt Jesus, dass wir selbst als Gläubige das Salz der Erde sind. Matthäus 5 und dort Vers 13: „Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade ist, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt so nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird.“ Das Salz war damals nicht, wie es oft gepredigt wird, dazu da, das Salz in der Suppe zu sein, um die Suppe schmackhafter zu machen. Das Salz war dazu da, um z.B. Fleisch oder andere Dinge. Es gab ja keine Gefrierschränke und und Kühlschränke, um verderbliche Dinge haltbar zu machen, um den Prozess der Verderbnis aufzuhalten.

[45:08] Gläubige sind in dieser Welt unter anderem berufen, das Evangelium zu predigen und dadurch auch das Verderben in der Welt, den Fortschritt der Sünde, soweit es in ihrer Macht steht, durch Gottes Hilfe aufzuhalten, dem Bösen sich entgegenzustellen. Wenn wir diese Einstellung haben, dass wir der Sünde nicht nachgeben wollen, sondern das Verderben der Sünde in dieser Welt, soweit wir können, aufhalten, dann werden wir auch kluge und richtige Worte sagen können. Dritte Mose Kapitel 2, da wird deutlich, dass jedes Opfer mit Salz gesalzen werden sollte. Dritte Mose Kapitel 2 und dort Vers 13: „Alle deine Speisopfergaben sollst du mit Salz würzen und darfst das Salz des Bundes deines Gottes nicht fehlen lassen in deinem Speisopfer, sondern zu allen deinen Opfergaben sollst du Salz darbringen.“ Das Salz des Bundes. Das Salz hat etwas Konservierendes, hat etwas Dauerhaftes, ein Bild für den Bund.

[46:11] Unsere Worte sollen mit Salz gewürzt sein. Sie sollen ausdrücken, dass wir mit Gott im Bund sind. „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Wenn wir reden, sollen das nicht nur unsere Worte sein, sondern die Menschen sollen merken, dass wir mit Jesus wandeln, dass wir seine Gnade angenommen haben. Und deswegen, weil wir Barmherzigkeit empfangen haben, auch Barmherzigkeit weitergeben. Unsere Worte sollen in Gnade sein.

[46:35] Letzter Vers dazu in Markus Kapitel 9 und dort Vers 49 und 50. Markus Kapitel 9, Vers 49 und 50: „Denn jeder muss mit Feuer gesalzen werden, wie jedes Opfer mit Salz gesalzen wird.“ Das Feuer in der Bibel ist das Symbol für die Liebe Gottes. Hohelied 8 Vers 6.

[47:02] So wie das Salz das Fortschreiten der Verderbnis aufhält, so hält die Liebe Gottes im Herzen das Wirken der Sünde auf. Und wenn wir mit Feuer gesalzen werden, dann werden unsere Worte nicht unrein sein und Sünde fördern und Streit bringen. Sie werden in Gnade sein und Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit, nach außen transportieren.

[47:30] Vers 50: „Das Salz ist etwas Gutes. Wenn aber das Salz salzlos wird, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander.“ Wenn unsere Worte in Gnade sind, mit Salz gewürzt, dann werden wir auch unter den Geschwistern echten Frieden haben. Gemeinschaft, weil die Liebe Gottes in uns, Christus, Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit, uns zusammenschweißt.

[48:01] Wollen wir darauf achten, dass unsere Worte, die wir sprechen im Alltag, ein Wegweiser zu Jesus sind. Ich möchte mich heute entscheiden in meiner Familie, in meiner Ehe, in meiner Ehe, meiner Familie, an meinem Arbeitsplatz, in der Gemeinde und an jedem Ort, wo Gott mich hinstellt, ein Kind Gottes zu sein, als Kind Gottes zu leben, als Nachfolger von Jesus Christus zu handeln, zu denken, zu sprechen. Ich möchte mit Liebe und Weisheit anderen helfen und meine Zeit sinnvoll zur Ehre Gottes und zum Wohl meiner Mitmenschen einsetzen. Möchte mehr beten. Ist das dein Wunsch? Lass uns gemeinsam noch beten.

[48:46] Lieber Vater im Himmel, möcht dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Dir danke sagen, dass du uns hilfst, dass du uns nahe bist und dass wir in allem, was wir tatsächlich erleben, deine Hand nicht niemals loslassen müssen. Wir möchten dich bitten, dass du unsere Worte salzst, dass sie in Gnade sind. Vor allem möchten wir dich bitten, dass „Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit“ für uns keine theologische Abstraktion ist, sondern unsere alltägliche Erfahrung in unserer Ehe, in unserer Familie, in der Gemeinde, auf Arbeit, wo immer wir sind, dass wir Christus repräsentieren, weil er in uns das bewirkt, was vor dir wohlgefällig ist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[49:33] Nächste Woche werden wir das den letzten Abschnitt, die letzten Verse von Kolosser 4 lesen. Und ich lade euch ein, dann wieder dabei zu sein. Es scheint nur ein Abschluss zu sein. In Wirklichkeit enthalten diese letzten Grußworte enorm viel interessante Dinge, die wir uns dann anschauen werden. Bis dann wünsche ich euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


Lizenz

Copyright ©2026 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.