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In dieser Folge von LOGOS tauchen wir tief in die faszinierende Welt der Evangelien ein. Erfahre, warum die Schreiber des Neuen Testaments mit dem Griechischen kämpften und wie das ihre Texte beeinflusst hat. Entdecke die Geheimnisse hinter Matthäus, Markus, Lukas und dem rätselhaften „Q“.


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Serie: LOGOS

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Transkript

[0:31] Herzlich willkommen zurück zu Logos, die Geschichte von Jesus neu durchdenken. Ging es dir auch so im Französischunterricht? Ich bin damals mit einer Eins gestartet in der siebten Klasse und dann kam eine Zwei, eine Drei, irgendwann eine Vier und irgendwann war ich froh, dass es vorbei ist. Nicht jeder ist sprachbegabt. Englisch fällt mir ein bisschen leichter, aber wenn ich ganz ehrlich bin, wenn ich längere Zeit Englisch rede, merke ich, dass ziemlich oft meine deutsche Grammatik durch das Englische hindurch schimmert. Geht es dir auch mal so? Wenn ja, dann bist du in guter Gesellschaft.

[1:11] Den Schreibern des Neuen Testamentes, den Schreibern der Evangelien ging es ganz genauso. Nun mussten die kein Französisch und kein Englisch schreiben, sondern Griechisch. Und das ist auch nicht immer einfach, vor allem, wenn man als Muttersprache dann eher sowas wie Aramäisch oder so gehabt hat. Wir sind heute wieder dabei, uns Gedanken zu machen über die Evangelien. Und das Thema in dieser dritten Folge von Logos ist Matthäus, Markus, Lukas, Q. Und was damit auf sich hat, das werden wir in den nächsten Minuten entdecken.

[1:48] Aber zurück noch mal zu der Sprache. Wenn es um Sprache in einem Geschichtswerk geht, dann ist er der absolute Goldstandard. Thukydides, auch auf Deutsch nicht so einfach zu verstehen. Wer das versucht auf Griechisch, der hat eine echte Nuss zu knacken. Ein hochkomplexes Griechisch im klassischen attischen Stil, sein berühmtes Geschichtswerk über den Peloponnesischen Krieg. Ich erinnere mich, wie mein Geschichtsprofessor mir erzählte, er hätte damals im Studium der griechischen Philologie ein ganzes Semester lang Unterricht über einen einzigen Satz gehabt aus diesem Werk. Also, da steckt eine ganze Menge drinne. Wir können also froh und dankbar sein, dass die Schreiber des Neuen Testamentes nicht so hochgestochenes Griechisch geschrieben haben. Da würden die Theologiestudenten heute noch viel mehr schwitzen.

[2:41] Aber einer von ihnen, der kommt zumindest ab und zu mal so ein bisschen in diese literarischen Höhen. Das Lukas-Evangelium hat ein paar Abschnitte, die wirklich auch einen hochgebildeten griechischen Leser beeindruckt hätten. Den Anfang zum Beispiel, die ersten vier Verse, das ist uns vielleicht in der deutschen Übersetzung dann nicht so direkt gleich, dass es uns ins Auge springt, aber das ist im Griechischen ein sehr hoher, eloquenter Stil.

[3:14] Das Evangelium beginnt hier mit den Worten: „Nachdem viele es unternommen haben, ein Bericht über die Tatsachen abzufassen, die unter uns völlig erwiesen sind, wie sie uns diejenigen überliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes, des Logos, gewesen sind. So schien es auch mir gut, der ich allem von Anfang an genau nachgegangen bin, es dir der Reihe nach zu beschreiben, vortrefflichster Theophilos, damit du die Gewissheit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist.“ Man nennt so etwas das Proömium, so eine Vorrede, ganz typisch in der antiken Literatur. Und hier auf der rechten Seite habe ich ein Bild vom Codex Basileensis, und da diese ersten zehn Zeilen rot markiert sind, diese Einleitung in einem fast klassischen Stil. Sehr gehobenes Griechisch.

[4:05] Es lohnt sich da ein, zwei Schätze noch kurz zu bergen. Bevor wir weitergehen, hier mal mit meiner eigenen wörtlichen Übersetzung aus dem Griechischen: Eigentlich „Heto“. Da nun einmal dieser Begriff kommt im Neuen Testament nur hier vor und er setzt eigentlich bekannte Tatsachen voraus. Lukas schreibt dem Theophilos: „Da du ja weißt, dass schon viele es in Angriff genommen haben, eine Darstellung über die Ereignisse, die sich unter uns vollständig erfüllt haben.“ Und wenn er hier von Darstellung spricht, dann ist das das griechische „Diegesis“. Und das ist deswegen interessant, weil auch ein anderer Historiker, der Diodor aus Sizilien, der ein paar Jahrzehnte früher ein Geschichtswerk verfasste, die sogenannte Geschichtsbibliothek, dieses Wort verwendet, um seine Darstellung der Geschichte zu beschreiben. Ja, er sagt hier zum Beispiel: „Da wir jetzt ausreichend die Ereignisse in Europa behandelt haben, werden wir jetzt unsere Darstellung, die „Diegesis“, anderen Taten zuwenden.“ Also auch das Lukas-Evangelium beginnt mit dieser Idee, es gibt Geschichtswerke über Jesus.

[5:08] Und dann sagt er, dass schon viele es in Angriff genommen haben, diese eine Darstellung zusammenzustellen. Das ist eigentlich wörtlich in Reih und Glied zu stellen. Mit anderen Worten, Dinge, die man schon hat, die werden geordnet, die werden systematisch zusammengestellt, die werden sozusagen komponiert in eine, in eine zusammenhängende Darstellung eben. Und zwar wie sie uns diejenigen überliefert haben, oder in meiner eigenen Übersetzung gerade: „So wie diejenigen, die von Anfang an Augenzeugen waren und Gehilfen des Wortes, es uns überliefert haben.“

[5:45] Hier kommt eine interessante Idee zum Tragen. Dieses Evangelium, wie offensichtlich, er sagt, es haben noch viele andere so getan, ist dadurch entstanden, dass man recherchiert hat, Berichte, Augenzeugenberichte, schriftliches Material möglicherweise gesichtet hat, gesammelt hat, geordnet hat und dann eine Geschichtsdarstellung daraus komponiert hat. Man spricht in diesem Fall auch von der sogenannten lukanischen Inspiration. Sie ist kein Augenzeugenbericht. Sie behauptet nicht, eine Vision gehabt zu haben, wie das vielleicht bei alttestamentlichen Propheten der Fall gewesen ist, sondern sie basiert auf gründlicher Recherche.

[6:30] Bereits vorliegendes Material wird benutzt und das gibt es in der Bibel immer wieder mal. Ja, wer die Chroniken und Königsbücher vergleicht, der stellt fest, die Chroniken greifen Material aus den Königsbüchern wieder auf. Wer Jesaja 36, 37 liest, findet das in 2. Könige 18, 19 wieder. Derjenige, der dort den Text zusammengestellt hat von 2. Könige, hat teilweise wörtlich Jesaja zitiert. Der Judasbrief ist ohne 2. Petrus 2 nicht vorstellbar. Der basiert quasi darauf und zitiert ihn teilweise wörtlich, geht auf jeden Fall den ganzen Gedankengang noch einmal durch. Es ist also in der Bibel nicht ungewöhnlich, dass auch Schreiber, die für sich Inspirationen Anspruch nehmen und denen auch von den anderen biblischen Schreibern Inspiration zugestanden wird, sich auf vorhandenes schriftliches Material verlassen haben und sich darauf, ja, gestützt haben.

[7:31] Lukas sagt auch, er sei sehr genau vorgegangen. „Schien auch mir, der ich von Anfang an allem genau“, griechisch „akribos“, also da kommt unser „akribisch“ her, aber ganz akribisch. Er ist allem nachgegangen und schreibt dann dem, wie wir schon gelernt haben, vornehmsten Theophilos, damit du die Zuverlässigkeit – es geht ihm also um die, ja, die Glaubwürdigkeit dessen, was berichtet wird, betreffend der Worte, mit denen du unterrichtet worden bist – genau erkennst. Geht also nicht nur um ein allgemeines: „Ach, wird schon ungefähr so gewesen sein“, sondern um eine genaue Erkenntnis der Zuverlässigkeit.

[8:08] Und damit sind wir bei der Frage: Wer schreibt eigentlich dieses Lukasevangelium? Wer ist der Lukas, dem es zugeordnet wird? Die Bibel sagt uns in Kolosser 4, 14, dass er ein Arzt gewesen ist. Das setzt eine hohe Bildung auch damals schon voraus. Und wir können ziemlich genau bestimmen, zu welchem Zeitpunkt er sich dem Apostel Paulus angeschlossen hat, auf der zweiten Missionsreise, nämlich dort in der Stadt Troas. Das wird deutlich, denn wie wir gelernt haben, die Apostelgeschichte ist das zweite, der zweite Teil, und in der berichtet Lukas bis zu dem Moment, wo Paulus und seine Gefährten nach Troas kommen, in der dritten Person. Er sagt immer: „sie, sie, sie.“ Und ab dem Moment, wo sie in Troas sind, schreibt er dann: „wir und wir und uns.“ Und daraus kann man schlussfolgern, dass er ab dem Zeitpunkt dann Augenzeuges dabei gewesen ist, zu der Gruppe des Paulus hinzugestoßen ist. Er hat dann Paulus immer weiter begleitet. Auch ganz am Ende, als am Ende des Lebens von Paulus, schreibt er dann an Timotheus: „Nur Lukas ist bei mir.“ Er muss ein sehr treuer Reisebegleiter gewesen sein.

[9:22] Irenäus von Lyon schreibt dann 180 nach Christus, dass Lukas tatsächlich der Begleiter von Paulus gewesen sei und dessen Evangelium in einem Buch niedergelegt hat. Also, Irenäus sagt, was Lukas über das Evangelium weiß, weiß er von Paulus. Das war seine Theorie. Ähnlich auch der Kanon Muratori, ein antiker Text mit etwas komplizierter Überlieferungsgeschichte. Da heißt es: „Dieser Arzt Lukas hat nach der Auferstehung Christi, nachdem er Paulus als einen Schriftkundigen mit sich genommen hatte, es in seinem Namen gemäß dem, was er gehört hatte, verfasst. Den Herrn aber hat doch auch er nicht im Fleisch gesehen.“ Also, es wird immer wieder betont, Lukas war kein Augenzeuge. Er hat Jesus selbst wohl nie getroffen.

[10:10] Die Hauptkritik, warum Wissenschaftler anzweifeln, dass Lukas der Verfasser des Evangeliums sein kann, besteht darin, dass man sagt: „Nun ja, es gibt in dem Lukas-Evangelium gar keine paulinische Theologie. Also die ganzen Begriffe, die Paulus so verwendet, die finden dort irgendwie keinen Wiederhall.“ Aber das ist nicht wirklich ein kluges Argument, denn ein Rückgriff auf Paulus wäre doch sehr unwahrscheinlich, weil Paulus selbst kein Apostel war und wohl auch kein Augenzeuge. Und der Verfasser sagt ausdrücklich, er habe auf Augenzeugen gestützt. Also Lukas, der selbst kein Augenzeuge ist, wenn der einen Bericht verfasst über das Leben Jesu, wird natürlich sich nicht jetzt direkt auf Paulus stützen, der auch kein Augenzeuge gewesen ist. Die Kritik ist also nicht wirklich berechtigt.

[11:03] Wenn man sich dann die Frage stellt, wo könnte Lukas diese Augenzeugen getroffen haben, dann stellt man fest, dass nach der dritten Missionsreise, dass Paulus in Jerusalem und dann in Cäsarea eingekerkert gewesen ist für volle zwei Jahre. Und Lukas als sein Reisegefährte hat hier alle Zeit der Welt gehabt, dann in Palästina Leute zu treffen, in Jerusalem, in der Umgebung. Er hat in seinem Evangelium auch viel aus dem Ostjordanland-Gebiet, viel auch aus dem Gebiet aus Jerusalem selbst. Das könnte, das ist natürlich ein bisschen Spekulation, das könnte der Zeitpunkt gewesen sein, wo Lukas eine Reihe von Berichten gesichtet und studiert hat, die er dann in seinem Evangelium verarbeitet hat.

[11:49] Also halten wir fest: Lukas ist kein Apostel, ist kein Gehilfe eines Apostels im Sinne eines, der bei Jesus gewesen ist. Und deswegen ist es extrem unwahrscheinlich, dass ein Fälscher oder jemand, der sozusagen anonym schreibt, dann den Namen Lukas wählen würde, weil wenn man sozusagen ein Evangelium fälscht, dann würde man eher einen Namen nehmen von jemand, der die ganze Zeit bei Jesus gewesen ist, um dem zusätzliche Autorität zu geben. Die Tatsache, dass Lukas als Verfasser von Anfang an in der frühen Kirche genannt wird, übrigens ohne eine abweichende Stimme, spricht schon sehr deutlich dafür, dass tatsächlich Lukas der Verfasser dieses Evangeliums ist. Denn, wenn jemand, wie gesagt, das gefälscht hätte, wäre nicht auf die Idee gekommen, es einem Autor zuzuschieben, der selbst kein Augenzeuge gewesen ist und auch nicht mit einem Augenzeugen zusammengearbeitet hat. Das spricht schon sehr dafür, dass tatsächlich dieser Bericht, dass Lukas Verfasser ist, zutrifft.

[12:51] Wenn er also verschiedene Materialien benutzt hat, hat er dann eventuell auch andere Evangelien benutzt? Und damit kommen wir zu der sogenannten synoptischen Frage. Wir haben ja gelernt: Synoptiker – Zusammenschau. Das ist die Frage, wie diese drei ähnlichen Evangelien Matthäus, Markus, Lukas zusammenhängen. Wenn man das rein statistisch sich anschaut, stellt man fest, es gibt eine ganze Reihe von Material, das in allen drei Evangelien vorkommt. Das ist bei Markus über dreiviertel und auch bei Matthäus und Lukas fast die Hälfte. Dann gibt es Material, das bei zwei von drei vorkommt. Das ist bei Lukas und Markus sehr wenig. Bei Matthäus und Lukas schon eine ganze Menge. Ein bisschen auch bei Matthäus und Markus. Und dann gibt es noch das sogenannte Sondergut, also Geschichten, Worte, die nur bei einem von den Dreien vorkommen.

[13:42] Nun, man muss vielleicht etwas einschränkend dazu sagen, dass in der doch in der statistischen Auswertung etwas oft nicht beachtet wird. Es gibt viele sogenannte Gemeinsamkeiten, wo dieselben Worte Jesu als dieselbe Geschichte gewertet werden, wo ich glaube, man etwas pragmatischer herangehen muss. Lass mich das erklären. Das bin ich, und ich bin oft unterwegs zum Predigen. Und predige oft dieselben Predigten an verschiedenen Orten. Und manchmal halte ich verschiedene Predigten, greife aber auch aus alten Predigten bestimmte Elemente heraus, bestimmte Abschnitte heraus, die ich manchmal zum Teil fast wortwörtlich dann wieder so halte, wie ich sie schon drei Wochen woanders gehalten habe.

[14:28] Unter reisenden Verkündigern, also Predigern, die an verschiedenen Orten predigen, ist das absolut normal, dass man Predigten wiederholt, in neuen, um neuer Umgebung vielleicht auch mal neu konfiguriert. Diese wiederholten Abschnitte stehen dann oft auch in einem neuen Zusammenhang und haben eine neue Gewichtung. Gerade, wenn man Matthäus und Lukas vergleicht, stellt man ganz oft fest, dass dort ähnliches Predigtmaterial im neuen Kontext gepredigt wird. Das kann man dann nicht immer als gemeinsame Geschichte werten. Das sozusagen einfach mal als pragmatische Einschränkung, als Beobachtung. Ich denke, viele Theologen haben das gar nicht so auf dem Schirm, weil sie diese Praxis des reisenden Verkündigers gar nicht kennen aus eigener Erfahrung. Aber das sollte man auf jeden Fall mit in Betracht ziehen.

[15:20] Aber das erklärt natürlich nicht das zugrunde liegende Grundphänomen, dass Matthäus, Markus und Lukas so viel gemeinsam haben. Wir müssen da also ein bisschen tiefer graben und uns fragen, woran liegt das und wie können wir das erklären? Es gibt verschiedene Lösungsansätze in der Geschichte, die formuliert worden sind. Einige haben gesagt, das könnte auf eine gemeinsame mündliche Tradition zurückzuführen sein. Vielleicht haben die Apostel die Texte Jesu, seine Predigten gemeinsam auswendig gelernt, dann weitergegeben und wenn man auswendig gelernte Texte niederschreibt, dann ist natürlich zu erwarten, dass es da Kleinigkeiten gibt, die sich unterschiedlich sind in der Formulierung, aber dass die Hauptbotschaft dann ziemlich identisch ist. Das ist natürlich eine sehr interessante und nachdenkenswerte Option.

[16:04] Andere haben gesagt, es gab vielleicht eine Art Urevangelium, das verloren gegangen ist und Matthäus, Markus, Lukas haben einfach davon sich dann bedient, bzw. vielleicht gab es einzelne Fragmente nur, die man benutzt hat. Das wird heute kaum noch so verwendet. In der Regel spricht man heute davon, dass die Evangelien voneinander literarisch abhängig sind, also quasi sich gegenseitig auch benutzt haben. Das wird manchmal von gläubigen Christen kritisch gesehen, aber wie wir gesehen haben, ist die lukanische Inspiration ja tatsächlich ein belegter Faktor. Lukas schreibt selbst, er habe bereits vorhandenes Material gesichtet und benutzt. Das ändert aus biblischer Perspektive nichts an seiner Inspiration.

[16:49] Nun, die vielleicht bekannteste Theorie im deutschsprachigen Raum, mit Abstand die am meisten vertretene These, ist die sogenannte Zweiquellentheorie. Es gibt insgesamt fast ein Dutzend Theorien, welches das erste Evangelium ist und wer von wem wie wann was wo abgeschrieben haben könnte. Ist ein sehr komplexes, aber im deutschsprachigen Raum trifft man wissenschaftlich auch im Internet in der Regel, wenn Menschen das gründlich angehen, oft diese Zweiquellentheorie. Sie wurde erstmals von Christian Hermann Weisse formuliert 1838 und sie besagt im Wesentlichen zwei Dinge: Erstens, Markus ist das erste Evangelium und dann gab es noch eine andere Quelle, die wir heute nicht mehr haben, die sogenannte Logienquelle, Q, deswegen wegen Quelle Q. Und dort hätte es ganz viele Predigtworte, Sprüche gegeben, weil Markus hat kaum Predigten. Und so sagt man sich: Aha, Markus hat also sozusagen die Geschichten, in dieser Logienquelle wären dann so Predigtsprüche gewesen und Matthäus und Lukas hätten dann Markus und Q benutzt und daraus ihre Evangelien komponiert und dann natürlich noch ein paar eigene Geschichten noch dazu genommen, die sie woanders gehört haben. Das ist so, ganz grob gesagt, die Zweiquellentheorie.

[18:10] Nun, das Problem ist, von Q gibt es kein einziges Manuskript. Man kann mittlerweile sogar einen Kommentar dazu kaufen. Man hat Q komplett rekonstruiert und sozusagen aus den Texten abgeleitet, was da drin gestanden haben müsste. Manch einer kritisiert das und sagt: Na, wenn es davon kein Manuskript gibt, kann es das nicht gegeben haben. So leicht kann man es sich allerdings nicht machen. Wir wissen aus der alten Geschichte, es gibt sowas. Der Alexander Enmann hat man im 19. eine Kaisergeschichte rekonstruiert, die sogenannte Kaisergeschichte Enmann. Davon gibt's kein einziges Manuskript, aber sie ist die beste Erklärung für eine Reihe von Beobachtungen in dann spätantiken Geschichtsschreibern, die wird's wahrscheinlich wirklich gegeben haben.

[18:53] Trotzdem ist auffällig, dass in der gesamten frühchristlichen Literatur es nicht einen einzigen Hinweis irgendwie auf so ein Q existiert. Und möglicherweise ist das Ganze auch auf einem Missverständnis aufgebaut. Es gibt einen interessanten Passus bei Eusebius von Cäsarea, einem Kirchenvater, der einen früheren Kirchenvater, der relativ früh gelebt hat, also den Papias von Hierapolis zitiert und der sagt folgendes: Bezüglich Matthäus behauptete er, der Papias: „Matthäus hat in hebräischer Sprache die Reden zusammengestellt. Ein jeder aber übersetzte dieselben so gut er konnte.“ Man hat immer gesagt, ne, das ist also das Matthäusevangelium, bis Friedrich Schleiermacher im 19. sagt, vielleicht war das eine besondere Logienquelle. Logien, also reden, Worte, ja, Logos, Worte. Eine besondere Quelle, wo nur Worte von Jesus, keine Geschichten, keine Einleitung, nichts drum, sondern nur so Sprüche. Und diese Idee aufgreifend ist dann die Zweiquellentheorie entstanden.

[19:58] Das Problem an der Sache ist aber, dass derselbe Eusebius denselben hier Papias zitiert, nur wenige Sätze vorher, dass auch Markus eine Darstellung der Reden des Herrn gegeben hätte und dort ganz offensichtlich nicht nur die Worte, sondern auch die Taten gemeint sind. Also es wirklich um das Evangelium geht, nicht um eine gesonderte Quelle nur mit Worten. Wenn also das Markusevangelium als die Reden des Herrn bezeichnet werden kann, dann sind die Worte des Herrn bei Matthäus auch das Matthäuseum und nicht eine extra Quelle.

[20:31] Und das bringt uns jetzt zu der Frage, was eigentlich mit diesem Matthäusevangelium, was es damit auf sich hat. Wir haben ja schon gelernt, es ist ein Evangelium für Kenner des Alten Testamentes. Also hat viele Zitate, ausführliche Predigten. Und wie wir hier lesen, schreibt der Eusebius, dass Papias gesagt hätte, es wäre original sogar in hebräischer Sprache gewesen. Das ist allerdings sehr umstritten, ein enorm komplexes Thema, das wir hier nicht aufdröseln können. Das Wort „Dialektus“ kann auch Ausdrucksweise, Rede, also es gibt Leute, die sagen, vielleicht hat meinte der Papias, Matthäus hat es sozusagen auf eine hebräische Weise gemacht, sozusagen mit Bezug auf das Alte Testament. Allerdings ist dann die Frage, warum Eusebius dann weiter zitiert: „Ein jeder übersetzte dieselben so gut er konnte.“ Es gibt eine Reihe von Leuten, die sagen, vielleicht war Matthäus ursprünglich aramäisch. Ja, Hebräisch, Aramäisch, das meint dann in der Zeit immer dasselbe in der Regel. Auch im Neuen Testament übrigens wird das oft miteinander austauschbar verwendet.

[21:41] Das Ding ist nur, das Matthäuseum, wie wir es haben, ist ganz offensichtlich keine Übersetzung, sondern auf Griechisch so verfasst worden. Das kann man linguistisch ganz gut sagen.

[21:49] Wie dem auch sei, Fakt ist, der Eusebius und der Papias meinen hier das Matthäusevangelium. Im Matthäusevangelium selbst wird Matthäus als ein Zöllner bezeichnet. Zöllner waren Menschen, die den römischen Besatzern geholfen haben, Geld aus der besetzten Bevölkerung herauszupressen. Sie waren also bei ihren eigenen Volksgenossen extrem verhasst. Er macht es auch deutlich hier, dass er an der Zollstätte saß, er Zöllner gewesen ist und dann Jesus nachgefolgt ist.

[22:23] Und das bedeutet für uns folgendes: Matthäus ist erstens keiner der bedeutendsten Apostel und wird später gesagt, dass das eher Jakobus, Petrus und Johannes gewesen sind. Er war nicht in der ersten Riege der Apostel. Zweitens war er ein Zöllner. Als ehemaliger Zöllner ist er politisch gesehen eher ein ungewöhnlicher Kandidat für die Abfassung des Evangeliums. Wenn also jemand ein Evangelium speziell für die jüdische Bevölkerung verfassen möchte und dort dann Dinge sagt, die Sprengkraft haben, wie wir schon im ersten Satz des Matthäusevangeliums in der ersten Folge gesehen haben, und dann das Ganze jetzt jemandem unterschieben möchte, dann würde er vermutlich nicht einen Zöllner wählen, weil dort ja von vorne rein schon ein Unbehagen, da wäre von vorne rein Misstrauen angebracht.

[23:20] Die Tatsache, dass also Matthäus von vorne rein als Zöllner bekannt ist und als Verfasser gilt, spricht eigentlich schon aus rein historischer Perspektive dazu, dass das plausibel ist, dass das zutrifft. Das würde man nicht erfinden. Und auch hier gilt wie bei Lukas: das gesamte Zeugnis der christlichen Überlieferung sagt einhellig ohne abweichende Stimme: Matthäus hat dieses Evangelium verfasst.

[23:51] Das Hauptargument dagegen ist: Wenn Markus zuerst geschrieben hat, was ja die Grundlage der Zweiquellentheorie ist, dann kann Matthäus nicht Matthäus geschrieben haben, weil er als Augenzeuge ja sicherlich nicht den Bericht eines Nichtzeugen von Markus benutzt hat. Ja, das Argument macht an sich in sich guten Sinn. Ja, wenn jemand Augenzeuge ist und ein Bericht schreibt, verwendet er nicht Material von jemandem, der gar kein Augenzeuge gewesen ist. Die Frage ist nur: Stimmt die zugrunde liegende Annahme, dass Markus zuerst geschrieben worden ist? Weil wenn das nicht stimmt, dann ist dieses Hauptargument auch dahin.

[24:26] Wir kommen also zu der Frage: Was war das erste Evangelium? Nun, es ist relativ unwahrscheinlich, dass das Lukas gewesen ist, weil Lukas letztlich ja schon in seinen ersten Worten davon impliziert, dass er anderes benutzt hat. Es gibt allerdings ein paar Theologen, die das vertreten. In der Regel ist die Frage: War es Matthäus oder war es Markus? Und wie gesagt, in der Wissenschaft wird heute in der Regel gesagt, es war Markus.

[24:50] Markus ist, wie wir gesehen haben, das kürzeste Evangelium. Wir haben schon über ihn das letzte Mal gesprochen. Johannes Markus ist eine interessante Figur. Er taucht erst in der Apostelgeschichte auf als ein junger Mann. Wird also auch von den Ereignissen um Jesus allenfalls so am Rande mitgehört haben, als Jesus, also den Ereignissen vor der Kreuzigung. Er nimmt erst in der Apostelgeschichte dann in den Jahren und Jahrzehnten danach mehr Profil an.

[25:20] Er ist jemand, der dann auf der ersten Missionsreise von Johannes und Barnabas mitgenommen wird und die beiden dort im Stich lässt, was dazu führt, dass in der zweiten Missionsreise, als die beginnt, es einen Streit gibt, ob man ihn noch mal mitnehmen soll oder nicht. Barnabas, sein Verwandter, setzt sich für ihn ein. Paulus ist so dagegen, dass er ihn nicht dabei hat. Er möchte ihn unter keinen Umständen dabei haben, dass er sogar bereit ist, sich von Barnabas zu trennen, nur um den Markus nicht mitnehmen zu müssen.

[25:48] Das ändert sich allerdings, als Markus mit Petrus zusammenreist. Petrus erwähnt hier am Rande, dass er Markus mit bei sich hat und offensichtlich viel Gutes in seinem Leben bewirkt hat. Am Ende ist sogar Paulus davon überzeugt, dass Markus sehr nützlich zum Dienst ist. Das ist eine sehr bewegende Geschichte von diesem Johannes Markus.

[26:12] Und wie wir gerade schon erwähnt haben, hat Papias zitiert bei Eusebius gesagt, dass Markus die Worte und Taten des Herrn, an die er sich als Dolmetscher des Petrus erinnerte, genau, allerdings nicht ordnungsgemäß aufgeschrieben hätte, denn nicht hatte er den Herrn gehört und begleitet. Wir sehen also noch einmal ganz deutlich: Johannes Markus ist auch kein Augenzeuge gewesen.

[26:34] Und das bringt uns wieder zu dem Punkt: Kein Fälscher eines Evangeliums hätte Johannes Markus als vorgeblichen Autor ausgewählt, der sogar für einen längeren Zeitraum von Paulus als unfähig angesehen worden ist. Es sei denn, dass er es wirklich war. Und auch hier haben wir das einhellige Zeugnis der gesamten Überlieferung ohne abweichende Stimmen, dass Markus der Verfasser ist. Sogar von der kritischen Wissenschaft wird in der Regel als am ehsten noch akzeptiert, weil es so unwahrscheinlich ist, dass irgendjemand ihn als vermeintlichen Verfasser auswählen würde. Markus als Verfasser ist wirklich historisch gut begründet und plausibel.

[27:15] Also, was war früher? Matthäus oder Markus? Markus ist kürzer. Aber das ist so viel ein Argument zu sagen: Nun ja, dann hat Matthäus eben Markus erweitert, oder der Schreiber des Matthäusevangeliums. Aber was oft nicht bedacht wird: Kürzungen sind in der Antike mindestens genauso gut bezeugt wie Erweiterungen. Es gibt eine ganze Tradition in der klassischen Antike, Werke zu kürzen und entsprechend dann einzurichten.

[27:40] Es gibt wenig Sondergut bei Markus. Das wird oft als Argument dafür verwendet: Na ja, dann ist er der erste. Das könnte genauso gut auch als Gegenargument dienen, wenn man nämlich davon ausgeht, dass Markus einfach ein bestehendes, größeres Werk einfach gekürzt hat und deswegen kaum Neues dazu gebracht hat. Die Sprache ist bei Markus noch einfacher und noch weniger besonders als bei Matthäus, aber das ist kein zeitliches Argument.

[28:08] Markus, wie wir gesehen haben, hat offenbar unter den Nichtjuden gewirkt, vermutlich in Rom. Das könnte der Hinweis sein auch im Petrusbrief, wenn er sagt: „Wir grüßen euch aus Babylon“, das könnte ein Hinweis auf Rom sein. Definitiv war er dann auch wohl bei Paulus. Paulus lässt ihn ja nach Rom rufen. Er wird wohl in einem italienisch-römisch-lateinischsprachigen Umfeld auch gewirkt haben.

[28:34] Und dann ist es sehr plausibel, dass er, der kein Augenzeuge gewesen ist, sich auf Material aus Palästina stützt. Das heißt, auf ein Evangelium, das dort aus Palästina kommt. Das wäre, historisch gesehen, die naheliegendste Variante. Auf der anderen Seite ist es, wie schon erwähnt, so: Matthäus wird als Augenzeuge nicht den Bericht von Johannes Markus als Grundlage genommen haben.

[28:56] Es macht also eigentlich viel mehr Sinn, wenn man folgende Thesen annimmt, die wir hier kurz zusammenfassen wollen. Die These wäre, mit der wir hier bei Logos arbeiten wollen, die wir im Laufe der Folgen immer wieder neu testen und justieren wollen, ist: Matthäus ist das erste Evangelium. Es ist unverkennbar in Palästina entstanden, das ist keine Frage, und es hat große thematische Bögen, ausführliche theologische Begründung. Das ist also irgendwie so Art wie so ein definitives Werk über das Leben von Jesus konzipiert. Dem gegenüber ist Markus eigentlich sozusagen eine Art gekürzte Fassung und zwar speziell für die Mission, für die Verbreitung des Evangeliums unter Menschen, die das Alte Testament nicht kennen. Da werden viele Predigten rausgestrichen, da wird vieles, viele Bezüge zum Alten Testament rausgestrichen, weil den Römern das gar nicht so etwas gesagt hätte. Aber weil Markus mit Petrus zusammengearbeitet hat, weiß er ein paar Dinge noch spezieller, oft Geschichten, wo Petrus eine besondere Rolle spielt, kann man das sehen? Und er löst auch den ganzen thematischen Bogen von Matthäus auf und stellt alles mehr chronologisch in eine chronologisch richtige Reihenfolge. Er weiß die Dinge halt eben von Petrus.

[30:15] Und Lukas hat sich dann intensiv mit vorhandenen Berichten zum Leben Jesu auseinandergesetzt, Quellen gesichtet und kannte daher wahrscheinlich dann auch Matthäus und Markus und hat aus beiden Material mit verwenden können. Das wäre also eine These, warum diese Evangelien so ähnlich sind und warum sie, ja, wie sie zusammenhängen könnten. Und interessanterweise ist diese These schon vor langer Zeit vertreten worden durch niemand anderes als Augustinus, der genau das so auch angenommen hat: Matthäus, Markus und Lukas in der Reihenfolge, Markus kürzt Matthäus, Lukas benutzt dann die beiden anderen.

[30:56] Und hier kommt eine interessante Sache noch zum Schluss. In den Bibelmanuskripten im Westen ist die Reihenfolge anders als in unseren Bibeln, die wir heute haben. Dort ist immer die Reihenfolge Matthäus, Johannes, Lukas, Markus. Und wenn man da kurz drüber nachdenkt, merkt man auch sofort, warum. Matthäus und Johannes sind die beiden Augenzeugen und Matthäus ist länger als Johannes, während Lukas und Markus die beiden Nicht-Augenzeugen sind. Und hier ist wiederum das Größere vor dem Kleineren. Man kann also die Anordnung sehr gut erklären.

[31:31] Im Osten, wo die meisten Bibelmanuskripte herkommen, ist die Reihenfolge aber immer ohne Ausnahme, so wie in unseren Bibeln auch: Matthäus, Markus, Lukas, Johannes. Und wenn man da ein bisschen drüber nachdenkt, sieht man eigentlich, es gibt keinen vernünftigen Grund, ausgerechnet diese Reihenfolge zu wählen. Jeder die Länge der Evangelien würde das irgendwie begründen, noch die Augenzeugenschaft oder Nicht-Augenzeugenschaft. Der einzig gute Grund für diese Reihenfolge wäre der, dass es tatsächlich die chronologische Reihenfolge ist: Matthäus, Markus, Lukas, Johannes.

[32:09] Der spätmittelalterliche Philosoph hat ein sogenanntes Rasiermesser erfunden. Damit ist gemeint, dass man bei mehreren Erklärungsmöglichkeiten diejenige vorziehen sollte, die am einfachsten ist. Also, dass man möglichst wenig Hypothesen verwenden sollte, um etwas zu erklären. Und wenn wir das Rasiermesser benutzen und an die sogenannte synoptische Frage anlegen, dann können wir sagen: Aus historischer Perspektive wird aus Matthäus, Markus, Lukas, Q einfach Matthäus, Markus, Lukas, und zwar in der Reihenfolge.

[32:56] Wir werden, wie gesagt, in dieser Serie immer mehr uns Gedanken machen, wie das konkret dann im Detail aussieht. Wir werden das immer wieder auch neu prüfen an den Texten, aber das mal so als Arbeitshypothese mitnehmen in unser Studium der Texte. Nächstes Mal wollen wir uns dann dem Evangelium noch widmen, dem Anfang des Evangeliums von dem, den wir bisher noch nicht wirklich ausführlich behandelt haben. Das Thema wird dann sein: Vom Anfang und der Zeit davor. Bis dahin wünschen wir euch viel Freude beim Nachdenken und kommen jetzt noch zu unserem Nachgedanken.

[33:38] Am Ende von jenem Johannesevangelium, da heißt es: „Wenn sie die Dinge, die Jesus getan hat, eines nach dem anderen beschrieben würden, so glaube ich, die Welt würde die Bücher gar nicht fassen, die zu schreiben wären.“ Eine interessante Beobachtung. Was wir haben, egal wie wir jetzt zu der Entstehung stehen, ist immer nur ein Ausschnitt. Und das ist hat einen guten praktischen Grund. Altes Testament sagt der weise Salomo: „Des Büchermachens ist kein Ende. Viel Studieren ermüdet den Leib.“ Natürlich hätte es auch tausende Bücher über das Leben Jesu geben können mit jedem einzelnen Detail. Das wäre vielleicht auch spannend gewesen. Wir wären aber irgendwann wahrscheinlich ziemlich verzweifelt, das irgendwie alles lesen zu müssen.

[34:33] Und hier zeigt sich etwas, das oft übersehen wird, auch in der theologischen Wissenschaft, und das ist die pragmatische Seite Gottes. Er gibt uns vier Evangelien, kurz, knapp, das Wesentliche enthaltend, damit wir uns nicht vor lauter Studieren völlig ermühen. Gott ist in der Lage, das zeigen übrigens auch die zehn Gebote, Dinge auf den Punkt zu bringen. Und da müssen wir Menschen, die wir uns dann damit beschäftigen, immer noch ein bisschen uns eine Scheibe von abschneiden. Wir tendieren dazu, alles lang und ausführlich zu machen. Gott kommt auf den Punkt, Gott ist pragmatisch. Und ich glaube, dieser Pragmatismus, diese pragmatische Seite ist etwas, das wir mehr in den Blick nehmen müssen, wenn wir auch über die Evangelien nachdenken, wenn wir drüber nachdenken, warum der Markus Matthäus kürzt und warum vielleicht so manche Geschichte ähnlich klingt, aber doch eine andere Geschichte ist, weil einfach Jesus dieselben Geschichten noch mal gepredigt hat. Aus pragmatischer Perspektive lösen sich so manche Probleme, die in der Wissenschaft diskutiert werden.

[35:42] In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal, wenn wir uns hier wieder bei Logos treffen. Gott mit euch.


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