In dieser Folge der „Christ Study Hour“ widmet sich Christopher Kramp den Propheten im Neuen Testament und beleuchtet ihre Rolle im biblischen Kontext. Erfahre, wie die Ankündigungen aus dem Alten Testament auf das Wirken neutestamentlicher Propheten hindeuten und wie du diese Erkenntnisse für dein eigenes Glaubensleben anwenden kannst.
Christ Study Hour – die Gabe der Prophetie: 4. Propheten im Neuen Testament
Christopher Kramp · Christ Study Hour 2026 Q4: Die Gabe der Prophetie ·Themen: Apostelgeschichte, Bibel, Bibelstudium, Epheser, Lukas, Matthäus, OffenbarungWeitere Aufnahmen
Serie: Christ Study Hour 2026 Q4: Die Gabe der Prophetie
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Transkript
[0:32] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer möchten wir auch alle Zuschauer auf dem Sender „Das Wort“ ganz recht herzlich begrüßen zur vierten Folge unserer Serie über die Gabe der Prophetie. Letzte Woche ging es um die Propheten im Alten Testament. Heute wollen wir uns mit den Propheten im Neuen Testament beschäftigen und uns damit vorbereiten auf das Bibelgespräch am 24. Oktober. Und bevor wir richtig reintauchen ins Thema, möchten wir Gott einladen, dass er unser Studium in besonderer Weise segnet.
[1:06] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir auch heute über dein Wort nachdenken können. Wir möchten dich bitten, dass du uns gutes Verständnis schenkst, aber vor allem eine Anwendung auf unser Leben, dass du die Worte, die wir lesen, in unser Herz schreibst, dass wir sie auch ausleben, dass wir merken, wie dein Wort unser Leben ist und dass wir auch Wahrheit von Irrtum unterscheiden können. Wir möchten dich bitten, dass du unser Lehrer bist und dass dein Wort nach deiner Verheißung nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:48] Wir beginnen mit einem Text aus dem Alten Testament. Wir haben letzte Woche bei den alttestamentlichen Propheten mit dem Neuen Testament angefangen. Heute bei den neutestamentlichen Propheten fangen wir mit einem alttestamentlichen Text an: 5. Mose 18, Vers 15. Mose sagt hier, inspiriert natürlich von Gott: „Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern. Auf ihn sollst du hören.“ Mose kündigt an, dass es einen Propheten geben wird, so wie er einer war. Und zwar im Zusammenhang mit der Tatsache, dass die Israeliten ja am Berg Sinai nicht die Stimme Gottes hören wollten. Vers 16: „Ganz so wie du es von dem Herrn, deinem Gott, am Horeb erbeten hast am Tag der Versammlung, in dem du sprachst: Ich will von nun an die Stimme des Herrn, meines Gottes, nicht mehr hören und das große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe.“ Aber der Prophet wird Gottes Wort im Mund haben. Das heißt, Vers 18: „Ich will ihnen einen Propheten, wie du es bist, aus der Mitte ihrer Brüder erwecken und meine Worte in seinen Mund legen. Der soll alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde.“ Nun sagt das Buch 5. Mose am Ende in Kapitel 34, Vers 10: „Es stand aber in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, den der Herr kannte von Angesicht zu Angesicht.“ Aber die Prophezeiung erfüllte sich nicht im Alten Testament, sondern im Neuen Testament. Apostelgeschichte 3, Vers 19 zeigt die Erfüllung dieses Verses.
[3:15] Da sagt Petrus hier bei seiner berühmten Predigt: „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen und er den sende, der euch zuvor verkündigt wurde, Jesus Christus, den der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, wovon Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von Alters her geredet hat. Denn Mose hat zu den Vätern gesagt: Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern; auf ihn sollt ihr hören in allem, was er zu euch reden wird.“ Jesus ist die Erfüllung dieser Prophezeiung. Er hat nicht nur das Wort Gottes im Mund gehabt, er war das Wort Gottes. Das Wort wurde Fleisch, wie Johannes 1 sagt. Er war ein Prophet, aber er war mehr als das. Er war nicht nur ein Prophet, er war auch unser Schöpfer, unser Herr, unser Erlöser. Johannes 1, Vers 1 sagt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“ Vers 14: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Jesus war ein Prophet, aber viel mehr als das. Er ist das Wort Gottes selbst. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Er ist der Schöpfer und Erlöser. All das können andere Prophetinnen und Propheten weder im Alten noch im Neuen Testament von sich sagen. Er ist Gott, der Mensch geworden ist. Und in dem Sinne hat er nicht nur gesagt: „So spricht der Herr“, er war das „So spricht der Herr“ im höchsten Sinne.
[5:12] Aber das Neue Testament kennt nicht nur Jesus als den Propheten überhaupt, es kennt auch andere Propheten. Wenn wir an Prophetinnen und Propheten denken, denken wir wahrscheinlich zuallererst an das Alte Testament. Dort haben wir die großen Propheten Jesaja, Jeremia, Daniel, Hesekiel. Wir haben die berühmten Geschichten mit Elia und Elisa und wir haben viele kleine Propheten, die erwähnt werden. Viele verschiedene Bücher von Propheten, aber in der Tat sind die Propheten auch im Neuen Testament gegenwärtig, obwohl wir dort meistens zuerst an Apostel und deren Mitarbeiter denken. Epheser 2, Vers 20. Dort steht – wir lesen Vers 19: „So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist, in dem der ganze Bau zusammengefügt wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist.“ Die Gemeinde Gottes ist in dieser Perspektive sein Tempel. Alle dürfen dazugehören, die Jesus Christus annehmen, egal ob Juden oder Heiden. Und der Eckstein dieses Tempels ist Jesus Christus selbst. Aber die Grundlage sind Apostel und Propheten.
[6:46] Und wenn Paulus hier von Propheten als Grundlage der christlichen Kirche spricht, die natürlich in allem letztlich nur auf Jesus Christus basiert, der das Fundament ist, wie er auch in 1. Korinther deutlich sagt, dann wird in Epheser 3, Vers 5 deutlich, dass er Propheten seiner Zeit meint. Wir lesen ab Vers 4: „Daran könnt ihr, wenn ihr es lest, meine Einsicht in das Geheimnis des Christus erkennen, das in früheren Generationen, also zum Beispiel zur Zeit des Alten Testaments, den Menschenkindern nicht bekannt gemacht wurde, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist geoffenbart worden ist.“ Wenn Paulus hier von Aposteln und Propheten spricht, meint er nicht Apostel damals und Propheten im Alten Testament. Er meint jetzt Apostel und jetzt Propheten. Propheten, die in seiner Zeit an dem Aufbau der Gemeinde beteiligt gewesen sind neben den Aposteln. Die Propheten sollen dazu beitragen, dass das ewige Evangelium sich in der ganzen Welt verbreitet und verkündigt wird.
[8:02] 1. Korinther 14, Vers 3: Hier sehen wir, welche Aufgabe Propheten auch im Neuen Testament haben. „Wer aber weissagt, der redet für Menschen zur Erbauung, zur Ermahnung und zum Trost.“ Propheten haben eine Aufgabe, anderen Menschen zu helfen, sie zu erbauen, ihnen konstruktiv zu helfen, sie auch zu ermahnen, ihnen deutlich zu machen, wo Sünde in ihrem Leben ist. Das ist eine wichtige Aufgabe von Propheten im Alten und im Neuen Testament. Es ist eine Aufgabe, die unangenehm ist für die Prophetinnen und Propheten selbst, die auch immer dazu führt, dass die Propheten damals gesteinigt wurden oder man heutzutage die Botschaft des Geistes der Weissagung nicht hören will. Aber es ist wichtig, es gehört dazu, es ist die Aufgabe des Geistes der Weissagung, auch zum Trost. In einer Zeit, die schwierig ist, brauchen wir den Trost des Wortes Gottes, wir brauchen auch den Trost des Geistes der Weissagung.
[8:57] In Epheser spricht Paulus auch über den Beitrag der Propheten. Epheser 4, Vers 11 bis 13: „Und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer zur Zurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus.“ Die Propheten haben auch einen Beitrag neben den Aposteln, neben den Predigern, Evangelisten und den Lehrern. Sie alle haben einen Beitrag zu einem Gesamtwerk, nämlich sie sollen dafür sorgen, dass die Gemeinde geistlich wächst. Das Werk wahrer Propheten führt nicht dazu, dass die Gemeinde niedergerissen wird, sondern aufgebaut wird, dass die Gemeinde geistlich wächst, dass sie auch in der Lehre, in der Erkenntnis der Wahrheit zusammenwächst.
[9:57] Heute gibt es manchmal die Meinung: „Jeder möge doch glauben, was er will, Hauptsache, wir haben uns alle lieb.“ Aber Propheten sorgen dafür, dass die Gemeinde sowohl in ihrem Glaubensleben als auch in ihrer Erkenntnis theologisch in eine Einheit kommt. Das ist eine wichtige Aufgabe der Propheten hier, genauso wie auch der Apostel und der Evangelisten. Die alle sollen auf dieses Ziel hinarbeiten, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus. Vers 14: „Damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin und her geworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen.“ Vers 15: „Sondern wahrhaftig in der Liebe heranwachsen in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus.“ Wahre Propheten, genauso wie Evangelisten, Lehrer und Pastoren, sollen dazu beitragen, dass Menschen näher zu Jesus kommen, im Glauben wachsen, dass sie nicht mehr unmündig sind. Mit anderen Worten: Ein wahrer Prophet wird nicht dafür sorgen, dass die Menschen von ihm abhängig sind, sondern er wird sie erziehen, selbstständig mit der Bibel in der Hand einen Glauben in Christus zu haben. Wahre Propheten sind niemals Gurus, sondern sie fordern die Gemeindeglieder auf, in ihrem Glaubensleben tiefere Wurzeln zu schlagen, höher zu wachsen, selbstständig eine Beziehung zu Jesus zu pflegen und wachsen zu lassen. Das ist das Werk wahrer biblischer Propheten im Alten Testament, im Neuen Testament und auch, wenn in der Neuzeit der Geist der Weissagung sich offenbart.
[11:34] Schauen wir in Offenbarung 22, Vers 6. Dort sehen wir auch noch eine weitere Funktion der Propheten, die auch im Neuen Testament schon gilt. Manchmal sagen Leute, die Rolle der Propheten sei im Neuen Testament anders als im Alten, aber da kann man biblisch wirklich nichts erkennen, was in diese Richtung weisen sollte. Auch die Aufgabe, die Zukunft vorherzusagen, bleibt im Neuen Testament eine Aufgabe der Propheten. Offenbarung 22, Vers 6: Und er sprach zu mir: „Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig. Und der Herr, der Gott der heiligen Propheten, hat seinen Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll.“ Es gibt auch im Neuen Testament noch Prophetie im Sinne von Zukunftsvorhersage. Johannes auf Patmos erhält den Auftrag, die Gemeinde auf zukünftige Ereignisse und Entwicklungen vorzubereiten. Auch das ist eine Aufgabe der Gabe der Prophetie.
[12:30] Wir haben letztes Mal gesehen, dass es Prophetinnen im Alten Testament gab und dass die Gabe der Prophetie unabhängig ist von Mann oder Frau, dass sowohl Männer als auch Frauen von Gott zum Prophetenamt berufen werden können. Wir sehen das auch im Neuen Testament. Hier sollen ein paar Beispiele uns genügen. In Lukas Kapitel 2, im Zusammenhang mit der Geburt von Jesus, finden wir natürlich die Hanna in Lukas 2, ab Vers 36. Dort steht: „Und da war auch Hanna, eine Prophetin, die Tochter Phanuels aus dem Stamm Asser. Die war hochbetagt und hatte nach ihrer Jungfrauschaft mit ihrem Mann sieben Jahre gelebt und sie war eine Witwe von etwa 84 Jahren. Die wich nicht vom Tempel, sondern diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Auch diese trat zu derselben Stunde hinzu und pries den Herrn und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung warteten in Jerusalem.“ Wir haben hier also eine Prophetin, die auch gleichzeitig das Evangelium verkündigt, die also zu allen, die hier Interesse haben, über die Erlösung redet und die ihre Erfahrung, die sie mit dem Jesus-Baby gehabt hat, weitergibt.
[13:42] Und dann haben wir den interessanten Fall in Apostelgeschichte 21, Vers 9. Dort haben wir den Philippus, der nach Vers 8 einer der Sieben war, also einer der Diakone, der auch als Evangelist tätig war. Er war derjenige, der in der Apostelgeschichte 8 unter anderem den Kämmerer von Äthiopien gefunden und dann auch getauft hat. Und er hatte, wie es in Vers 9 heißt, vier Töchter. „Diese hatte vier Töchter, Jungfrauen, die weissagten.“ Also ganz interessant, dieser Philippus hatte vier Töchter, die allesamt Prophetinnen gewesen sind. Es war sicherlich sehr spannend dann bei ihm zu Hause mit vier Prophetinnen als Töchtern.
[14:22] Matthäus 24 bringt dann noch einen ganz wichtigen Punkt, den wir letztes Mal schon angesprochen hatten in Bezug auf falsche Propheten. Die gab es im Alten Testament leider zuhauf. Wir haben da einige Beispiele gesehen. Jesus warnt uns explizit vor falschen Propheten. Matthäus 24, Vers 23 und 24: „Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus oder dort, so glaubt es nicht! Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.“ Vers 25: „Siehe, ich habe es euch vorhergesagt.“ Die Tatsache, dass Jesus vor falschen Propheten warnt, impliziert, dass er davon ausgeht, dass es auch wahre Propheten gibt. Denn einige behaupten, es hätte nach dem Kreuz Jesu sozusagen die Prophetie aufgehört, es würde keine Propheten mehr geben. Dann hätte Jesus nur vor Propheten warnen müssen, nicht vor falschen Propheten. Genauso wie es einen wahren Christus gibt und deswegen er vor falschen Christussen warnt, so gibt es auch wahre Propheten und falsche Propheten, vor denen dann gewarnt werden muss. Diese falschen Propheten, sagt er, werden große Zeichen und Wunder tun. Die werden, wenn möglich, auch die Auserwählten verführen. Das heißt, diese Verführung ist nicht offensichtlich für jedermann sofort zu erkennen, sondern ist manchmal sehr subtil. Und wir müssen die Bibel genau kennen. Wir werden ja noch im Zuge dieses Studiums der nächsten Wochen auch genau uns damit beschäftigen, woran man einen wahren Propheten oder eine wahre Prophetin erkennen kann. Wir müssen die Bibel genau kennen, um vor dieser Täuschung bewahrt zu werden. Die falschen Propheten werden uns nicht sagen, dass sie falsche Propheten sind, sondern wir müssen mit der Bibel in der Hand jeden Propheten, der auftritt, testen und nur die wahre Prophetie, die der biblischen Maßgabe entspricht, annehmen und ihr dann folgen.
[16:18] Offenbarung Kapitel 12, Vers 17 zum Schluss. Am Ende der Zeit sagt die Bibel, dass hier in neutestamentlicher Zeit, in der Endzeit, die Gabe der Prophetie eine wichtige Rolle spielt. Offenbarung 12, Vers 17: „Gottes letzte Gemeinde, die Übrigen. Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit dem Übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.“ Eines der Kennzeichen der Endzeitgemeinde ist nicht nur, dass sie die Zehn Gebote wirklich bewahren und befolgen, sondern auch, dass sie das Zeugnis Jesu Christi haben. Und das wird in Offenbarung 19, Vers 10 erklärt. Da heißt es am Ende: „Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.“ Eine Gemeinde, die Prophetie grundsätzlich ablehnt, kann nicht die Gemeinde der Endzeit sein. Die Gemeinde der Endzeit wird unter anderem daran erkannt, dass sie den Glauben Jesu hat, dass sie das glaubt, was Jesus gelehrt hat, dass sie die Zehn Gebote vollständig akzeptiert und im Leben durch Gottes Kraft umsetzen möchte und auch, dass der Geist der Weissagung dieser Gemeinde Führung und Wegweisung gibt.
[17:33] Und wir glauben, dass sich das im Adventvolk erfüllt hat und sind dankbar für die Gabe der Weissagung sozusagen in unserem Zeitalter. Wir sind dankbar dafür, dass Gott immer wieder durch die Zeitalter im Alten wie im Neuen Testament durch Prophetinnen und Propheten gesprochen hat. Wir wollen niemanden dazu drängen, jemanden schnell als Propheten anzunehmen, sondern jeder soll sich die Zeit nehmen, gründlich die Bibel zu studieren, gründlich die biblischen Weichen kennenzulernen, um dann den Test der Propheten machen zu können und festzustellen für sich selbst, ob jemand Prophetin oder Prophet ist, um dann davon zu profitieren, dass Gott durch wahre biblische Propheten uns hilft, die Botschaft der Bibel besser zu verstehen, hinzuwachsen zu Jesus in allen Stücken, in der Liebe und auch zueinander, damit die Gemeinde aufgebaut wird, gestärkt wird, vor Irrtum bewahrt wird und auch in der Lehre zusammenwächst. All das ist ein Beitrag, den auch die Prophetinnen und Propheten zu allen Zeiten getan haben. Und auch in unserer Zeit. Der Geist der Weissagung hat genau diese Aufgabe: die Gemeinde zu erbauen, die Gemeinde zu Jesus zu führen, die Gemeinde dazu anzuleiten, eigenständig mündig in der Bibel verwurzelt zu sein und als gesamte weltweite Gemeinde in der Lehre eins zu werden.
[18:56] Und wenn der Geist der Weissagung ignoriert wird, dann können diese Ziele nicht gut erreicht werden. Wollen wir Gott dankbar sein, dass wir auch in neutestamentlicher Zeit Prophetinnen und Propheten haben, dass wir heute noch den Geist der Weissagung haben, der in Büchern zu uns spricht. In Schriften sind wir dankbar, dass Jesus Christus, das Wort Gottes, Mensch geworden ist und mehr noch als ein Prophet uns gezeigt hat, wie Gott ist und dass alle wahren Prophetinnen und Propheten Jesus erhöhen und uns auffordern, eine eigenständige, tiefe Beziehung mit diesem Erlöser, mit unserem Freund Jesus Christus zu haben. Bist du auch dafür dankbar? Dann lass uns auch gemeinsam beten.
[19:44] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein Wort. Wir möchten dir danke sagen, dass du zu uns gesprochen hast und dass du Prophetinnen und Propheten berufst, nicht nur im Alten, sondern auch im Neuen Testament, dass sogar in unserem Zeitalter wir den Segen des Geistes der Weissagung erleben dürfen. Und Herr, wir möchten dir danke sagen, dass wir mit der Bibel in der Hand jede Behauptung prüfen können und dass wir durch dich wissen dürfen, wer wirklich Prophet ist und wer nicht, und dass durch den Dienst wahrer biblischer Propheten dein Werk auch auferbaut wird. Herr, wir wollen selbst gesegnet werden dadurch. Hab Dank und segne uns im Namen Jesu. Amen.
[20:30] Nächstes Mal wollen wir uns weiter vertiefen in dieses interessante Thema, der Gabe der Prophetie. Wir freuen uns, wenn ihr dann wieder dabei seid und wir gemeinsam weitere Aspekte des Geistes der Weissagung in der Bibel studieren können. Bis dann wünschen wir euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes.
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