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Manuskript zur Sendung >>> CSH_12

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour wird die zentrale Aufforderung Jesu beleuchtet: „Folgt mir nach!“. Anhand biblischer Gleichnisse, wie dem des Schafhirten und seiner Herde, sowie der Geschichte von Zachäus, wird die Bedeutung einer persönlichen Beziehung zu Jesus und das Folgen seiner Stimme verdeutlicht. Der Vortrag ermutigt dazu, die Stimme Jesu zu erkennen, ihm nachzufolgen und aktiv an seiner Mission teilzunehmen, indem man andere Menschen zu ihm führt. Es wird betont, wie wichtig es ist, authentisch zu leben und durch liebevolle Taten und Zeugnisse andere für den Glauben zu gewinnen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q3: Die Rolle der Gemeinde in der Gesellschaft

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Cannstatt Study Hour. Wir haben die Bibelbetrachtung und studieren die Rolle der Gemeinde in der Gesellschaft. Heute insbesondere Lektion Nummer 11, wo Jesus den Jüngern gebot und wirklich den Menschen gebot und noch heute dazu aufruft, ihm nachzufolgen. Lasst uns gemeinsam beten. Himmlischer Vater, ich habe herzlichen Dank für dein Wort, dass wir es studieren können, dass wir es lesen dürfen, rezitieren dürfen, auswendig lernen können. Doch Vater, wir bitten dich insbesondere, dass du zu uns sprichst und dass es nicht nur in unserem Gedächtnis ist, sondern in unserem Herzen und dass du in uns leben kannst, so dass wir dir tatsächlich nachfolgen und deine Nachfolger, ja deine Jünger sind, ist unser Wunsch in Jesu Namen. Amen.

[1:13] Es wird gesagt, dass ein Schauspieler oftmals nach seinen gewissen Theaterstücken oder Rezitierungen von Gedichten wie Schiller, Goethe und Shakespeare und was auch immer, den Abend dann doch so endete, dass er ein Gedicht sagen würde, das aus der Bibel stammt. Ein Gedicht, das euch bekannt ist, Psalm 23. "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln." Und er würde es rezitieren und sobald er es rezitieren würde und es beendet hatte, würden die Menschen aufstehen und sagen: "Wow, das war fantastisch, wo ist denn das?" "Ach, in der Bibel, ja wunderbar." Ganz begeistert. Für Jahre hat er das so gemacht und es war natürlich ein Schlager. Bis auf einmal eines Tages ein Junge kam und meinte: "Ich habe ihm jetzt schon so oft zugehört, könnte ich vielleicht einmal das Gedicht, den Psalm 23 selber vorsagen, nachdem sie ihr Theater gemacht haben?" Da hat mich jetzt noch keiner gefragt. Natürlich, klar, mach mal. Und so als das Theaterstück zu Ende war, kam dieser Junge und der Junge rezitierte den Psalm 23. Mit zaghafter, leiser Stimme sprach er das ganze Gedicht durch. Aber am Ende kein rauschender Applaus, keiner stand auf. Es war so ruhig. Der Schauspieler kam von hinten nach vorne und meinte: "Was denn jetzt passiert?" Dann sah er die Gesichter und die Gesichter lachten nicht. Die Gesichter waren zwar freudig, aber doch sehr nachdenklich. Manche weinten den Jungen an und sagten: "Wie hast du das denn bitte geschafft? Nach all den Jahren, ich als Schauspieler in all der Schule, habe es nicht erreicht, so eine Erfahrung zu haben, dass die Menschen das so ausdrücken. Wie hast du das nur geschafft?" Da meinte der Junge: "Ja wissen Sie, Sie kennen das Gedicht, aber ich kenne den Schafhirten."

[3:22] Der Merkvers dieser Lektion befindet sich in Johannes Kapitel 10. Und wenn ihr wollt, könnt ihr ihn gerne mit mir aufschlagen, obwohl es ist ein Merkvers. Somit sollte nicht gelesen, sondern ausführlich gelernt werden. Und Johannes Kapitel 10 Vers 5 sagt es: "Einem Fremden aber folgen sie, die Schafe, nicht nach, sondern fliehen vor ihm. Denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht." Es ist ein interessantes Bild, das hier gegeben wird. Jesus benutzt das Symbol oder benutzt das Gleichnis eines Schafhirten. Nicht wie für die Ägypter, wo Schafhirten Gräuel waren, waren Israeliten Schafhirten. Sie waren sehr stolz darauf, Schafhirten zu sein, denn das hat ihnen ökonomisch sehr geholfen. Große Prozentzahl der Menschen waren Schafhirten, hatten viele Herden. Teilweise waren es die Jüngsten, die auf die Schafe aufpassen mussten. Und dieses Bild, das gegeben wird von dem Schafhirten, der damals, so wie heute, die Schafe richtig führen muss und mit ihnen redet, sodass sie es hören. Und der dann vorangeht und immer aufpassen muss, dass dann, wo der Bach fließt, dass jedes Schaf etwas zu trinken findet, ohne dass Raubtiere kommen. Und selbst wenn Raubtiere kommen, dass sie dann beschützt werden von dem Hirten. Nicht nur das, auch mit Stock und Stein, wie man so schön sagt. Oder wenn ein Schaf sich verirren sollte, dann mit dem gebogenen Hirtenstab es wieder zurück zur Herde zu bringen. Man hat schon darüber studiert und nachgedacht, wie intelligent Schafe denn eigentlich sein. Es sind Herdentiere und trotzdem verirrt sich mal ein Schaf und merkt es nicht mal. Und wenn es es dann merkt, dann möchte es die Stimme des Hirten hören. Und wenn sie es hört, kann sie den Schafhirten immer noch nicht sehen. Und selbst wenn sie zum Beispiel die Schafsforte sieht, braucht sie immer noch die Hilfe des Hirten, dass sie nicht an die Forte läuft. So sind eben die Schafe. Sie brauchen die Hilfe eines anderen, sie brauchen die Hilfe des Hirten. Und teilweise stelle ich mir die Frage, was sind wir für Schafe? Oder haben wir immer noch das Problem, dass wir uns nicht wirklich identifizieren können mit einem Schaf? Also ich kann doch kein Schaf sein. Wenn der Herr sich identifiziert als Schafhirte, wäre es vielleicht nicht so schlecht, mal zu sehen, was das Gleichnis uns dann sagt, wenn wir die Schafe sind seiner Weide. Denn der Herr ist Gott und er hat uns gemacht und nicht wir selbst. Und wir sind die Schafe seiner Weide, wie es heißt im Psalm 100 und dort die ersten zwei Verse.

[5:47] Lasst uns nun gemeinsam aufschlagen das Evangelium nach Johannes. Im Evangelium nach Johannes, im Kapitel 10, lesen wir diesen Bericht, wo Jesus spricht. Und Jesus sagt folgendes: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer nicht zur Tür hineingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Räuber. Der aber zur Tür hineingeht, der ist der Hirte der Schafe. Dem tut der Türhüter auf und die Schafe hören seine Stimme und er ruft seine Schafe mit Namen und führt sie hinaus. Und wenn er seine Schafe hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. Und nun der Merkvers: 'An Fremden aber werden sie nicht nachfolgen, sondern werden vor ihm fliehen, denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht.'" Dann wird noch ergänzt im Vers 16: "Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind. Auch diese muss ich herführen und sie werden meine Stimme hören und es werden eine Herde und ein Hirte sein oder werden."

[6:52] Nun ist es nicht interessant, wie der Herr Jesus hier klar spricht. Er nimmt das Sinnbild eines Hirten und gibt dann etwas wider. Es ist interessant, es ist ein Hirte in dieser kurzen Fassung, dort sind Schafe und man hat einen Stall, Diebe und Räuber werden erwähnt und ein Torhüter. Aber wenn man das natürlich jetzt überträgt und ich weiß, dass ihr das als Bibelstudenten natürlich schon tut, dann ist klar im Text, dass er der Hirte ist, aber er bezeichnet sich selbst auch als die Türe. Es ist keine Diskrepanz, denn der Herr sagt so und so ist es dann. Und natürlich sehen wir, dass wir die Schafe sind in diesem Bild. Aber wie interessant ist es, dass Jesus noch jemand anderes erwähnt, nämlich den Torhüter. Der Torhüter, der dasteht und die Aufgabe dem Hirten gegeben hat und der Hirte natürlich gerne nach den Schafen sucht. Es sieht fast so aus, als ob Jesus hier wieder zeigt, was für eine Beziehung Jesus zu dem Vater hat und welche Beziehung, also der Hirte mit dem Torhüter und welche Beziehung der Hirte mit den Schafen haben möchte. Eine ganz intime Beziehung, eine ganz enge Beziehung, dass wenn er nur spricht, dass die Schafe ihm folgen. Und das Bild, das hier gegeben wird, sagt dann aber auch klar, dass die, die nicht durch diese Tür hineingehen, und es wird nicht von Türen berichtet, eine Türe. Denn Jesus ist diese Türe, er ist der Weg, er ist die Wahrheit, er ist das Leben. Und ohne ihn kommen wir nicht zum Vater, dem Torhüter. Das ist ein interessantes Beispiel, das hier gegeben wird. Und bitte seht es auch in diesem Vers, wie schön das geschrieben steht, dass er es klar sagt, dass er ruft. Und wenn er ruft, hören sie seine Stimme. Und was auch schön zu sehen ist, dass er der Hirte ist. Und nicht nur der Hirte, sondern der gute Hirte. Er ist der gute Hirte, er möchte das Gute für seine Schafe. Und letztendlich müssen wir doch sehen, dass er, wenn er ruft, kommen die Schafe. Was auch bedeutet, dass wenn er ruft und die Schafe nicht kommen, sie wirklich nicht seine Schafe sind. Später sehen wir dann auch, dass der Hirte sein Leben für die Schafe lassen würde. Im ganzen Kapitel 10, ich ermutige euch das zu lesen, wir haben jetzt nicht die Zeit dazu. Aber nehmt euch die Zeit, durch das ganze Kapitel zu lesen. Und dort werdet ihr sehen, dass der Hirte sein Leben selbst für die Schafe lassen würde. Ja, es gibt nämlich noch andere Schafe, die zu der Herde gehören, die aber noch gerufen werden müssen. Es ist fast so, als ob die verloren gegangen sind von der großen Herde. Er möchte sie aber zurückrufen, dass sie dann doch mit ihm zusammen sind. Und wir haben dann natürlich in dem Kontext auch den Vater und den Sohn, wo es klar sagt, dass sie eins sind und wer den Hirten hat, und wenn er den Hirten angenommen hat, dann hat er ewiges Leben und da wird kein Tod mehr sein. Und das war natürlich auch das Problem, das sie hatten. Später sehen wir das dann auch, als er dann so geredet hatte und meinte, dass er mit dem Vater eins sei in dieser Verbindung. Also er hat ihnen ein Gleichnis gegeben von dem Hirten und von den Schafen. Auf einmal, als er die Verbindung macht und sagt: "Genau so, wie ich eins sein möchte mit den Schafen. Ach, vielmehr bin ich eins schon mit meinem Vater." Als er das gesagt hatte, war es natürlich klar: "Du und der Vater sind eins? Wirklich? Das ist Gotteslästerung." Und das heißt, dass sie Hand anlegen wollten, doch dann sagt der Schreiber auch, er entging ihren Händen.

[10:33] Ganz konkret und praktisch, wenn man eine Freundschaft, eine Beziehung aufgebaut hat mit jemandem, dann erkennt man doch die Stimme. Ach, oftmals kann man schon beim Hallo sagen am Telefon erkennen, ob die Person krank ist oder ob sie glücklich ist oder traurig. Wie sieht es mit dir aus? Kannst du diese Stimme des Herrn erkennen? Erkennst du die Stimme Jesu? Wenn er spricht, weißt du, wie es Jesus geht? Oder wartest du nur, dass er weiß, wie es dir geht? Ja, ich ärgere mich jetzt. Wie konnte das nur mir passieren? Geht ihr mit euren Freunden zu Jesus? Und mit euren Freuden? Geht ihr mit eurem Leid zu Jesus? Was für eine Beziehung habt ihr mit Jesus? Und wie feinstimmig, mikrofeine Unterschiede sich da befinden im Gehör. Wenn man sich das mal überlegt, Gott sei Dank haben wir zwei Ohren, nicht nur ein Ohr. Denn wenn wir über die Straße laufen würden und ein Auto von der rechten Seite kommt, dann wird natürlich diese Hörfrequenz aufgenommen im rechten Ohr ein bisschen früher als im linken. 0.0006 Millisekunden früher. Mikrofeine Unterschiede. Es gibt ja Leute, die können den Unterschied hören zwischen einem Stück von Mozart und Haydn. Einem Klavier, das von Yamaha oder Steinway gebaut wurde. Und manch anderer kennt den Unterschied zwischen Benzin und Diesel, nur beim Hören des Motors. Oder eines Schwaben oder eines Bayern. Für den anderen mag das nur deutsch klingen, aber für den, der in der gewissen Region lebt, sagt er: "Das sind Weltenunterschiede." Kann es tatsächlich so sein, dass wir uns eher zufrieden geben mit einem Rauschen der Stimme Gottes? Oder ist man so ein Rauschen wie mit den alten Radios? Manche von uns kennen das vielleicht nicht mehr, aber vielleicht ein neueres Beispiel. Wenn man mit dem Handy unterwegs ist und dann auf einmal keinen Empfang mehr hat. Man kann das beste Handy haben, aber letztendlich, wenn der Empfang nicht gut ist, rauscht vielleicht ein bisschen. "Ich kann dich gerade nicht verstehen, bin gerade im Tunnel." Was für eine Beziehung haben wir tatsächlich zu dem Hirten? Befinden wir uns in einem Moment oder in einer Situation, wo wir uns dort begeben, wo vielleicht weniger Empfang ist? Obwohl wir gut funktionieren? Es ist unsere Entscheidung natürlich, ob wir uns dort befinden, wo wir guten Empfang haben, sodass er mit uns kommunizieren kann. Ich weiß es ganz genau. Vielleicht diejenigen, die Smartphones benutzen oder iPhones. Wenn man eine Nachricht schreibt, kann man teilweise sehen, ob die Nachricht dann zugestellt wurde. Und wenn sie zugestellt wurde, kann man teilweise auch sehen: "Ach, die Person hat es sogar gelesen." Ich frage mich, wie oft Gott sich schon gefragt hat: "Jetzt habe ich die Nachricht zugestellt, ich wundere mich, wann sie die Nachricht lesen."

[13:28] Es ist natürlich eine Frage, die jeder selber beantworten muss. Soziale Medien machen das ja heute der Bibel wirklich nach. Sei es Facebook, Instagram, Snapchat, Twitter, Pinterest, Myspace, LinkedIn, wie sie auch alle heißen. Die Idee ist: Ich habe hier ein Profil und dann teile ich etwas mit. Und wenn das toll ist und du das magst, dann teilst du es natürlich mit anderen mit. Und wenn du die Person wirklich magst, dann folgst du der Person. Dir gefällt natürlich alles, was du da siehst. Und wenn etwas nicht so toll ist im Bild oder du etwas hervorheben möchtest, tust du da noch einen Filter drauf. Aber wie sieht es aus mit Gottesbotschaften? Wenn Gott Facebook haben sollte oder LinkedIn oder was auch immer, würden wir auf seiner Freundesliste stehen? Würde er gerne die Sachen teilen, die wir teilen? Teilen wir die Sachen, die er teilt? Mögen wir die Sachen, die er mag? Diese Ideen entsprachen dann tatsächlich. Und es muss übertragen werden. Aber es kann nur übertragen werden, wenn wir den Kontext natürlich verstehen, dass die Schafhirten damals eine ganz tolle Beziehung hatten zu den Schafen, so wie heute. Und eine Beziehung hatten zu den Leuten, mit denen sie gelebt haben. Es war ein Beruf, mit dem sich die Menschen identifizieren konnten. Und er meinte: "Genau das möchte ich für euch sein." Meine Frage an dich heute ist: Wie kannst du die Stimme des Hirten besser hören? Was kannst du in deinem Alltagleben tun, sodass du eben in dem Bereich bist oder in dem Feld bist, dass du den besten Empfang haben kannst, dass du seine Stimme am besten hörst?

[15:04] Eine andere Frage, die vielleicht dem sich ergänzt ist: Wie kannst du die Stimme des Hirten noch besser hörbar machen? Manche von uns nehmen das vielleicht wie die stille Post. Ja, Jesus hat mir das gesagt, dann sage ich das so weiter und so weiter. Und zum Schluss kommt dann etwas ganz anderes raus. Und teilweise geht es den Christen so. Ja, sind denn nicht die Christen die und die? Ja, sind denn nicht? Und dann natürlich die Denomination. Und dann werden natürlich Extreme rausgetüftelt. Der beste Weg ist natürlich, die Stimme des Herrn zu hören. Und er hat sich natürlich offenbart in der Bibel und auch in der Natur und in dem Heiligtum. Das Heiligtum ist ja auch in der Bibel wieder zu finden. Und wir können es klar sehen, was für eine Beziehung der Herr mit uns haben möchte. Und das Beste wirklich ist, dass wir anderen zeigen, wie sie mit Jesus in Beziehung treten können. Denn wenn wir Jesus nachfolgen und andere folgen uns nach, warum laden wir uns nicht einfach ein, dass wir gemeinsam laufen und gemeinsam Jesus nachfolgen? Und das ist die Idee dieser Lektion. Die Lektion wirklich möchte es wiederbringen, wie wir Jesus nachfolgen, insbesondere diese Lektion, wie wir Jesus nachfolgen können, Schritt für Schritt. Er ist der Hirte, wir sind seine Schafe. Und trotz allem geht es manchen so, dass sie lieber Schafen nachfolgen. Ich habe da unlängst ein Video gesehen auf YouTube, wo der Schafwirt schon über den Bach gelaufen ist. Und er wollte, dass alle Schafe den Bach überqueren. Und was machen die Schafe? Reihen sich alle an vor den Bach und sagen: "Das ist zu weit, da kann ich nicht rüberspringen." Aber der Hirte ist schon drüben, er ermutigt sie. Er redet mit ihnen. Und sobald er redet, wissen die Schafe, wo sie hinkommen müssen. Und dann gab es ein Schaf, das sagt: "Ich springe da jetzt rüber." Und sobald dieses eine Schaf rübergesprungen ist, auf einmal die ganze Herde folgt dem nach. Ja, wem folgst du jetzt nach? Folgst du dem Hirten nach? Bist du dieses Schaf, das vielleicht den Anfang setzt? Ja, ich möchte ihm nachfolgen, ich möchte ihn bekennen. Denn wenn ich Jesu Namen bekenne, dann wird er mich vor den Engeln und den Welten bekennen. Oder bist du ein Schaf, das einem anderen Schaf nachfolgt? Was für ein Schaf bist du?

[17:06] Lasst uns mal weitergehen. Dieses Mal zum Montag. Ihr werdet in den Vertiefungen natürlich noch etliche Bibelverse und Zitate lesen können, die euch helfen. Aber den Anreiz zur Meditation und zur Reflexion der Lektion ist sehr, sehr wichtig. Die Lektion ist ja nicht dazu da, dass sie am Freitagabend oder am Sabbatmorgen gemacht wird und dann das gesagt wird, was wir eh schon wissen, sondern durch die Woche durch den Merkvers zu rezitieren, auswendig zu lernen und den Herrn zu fragen: "Lieber Herr, was möchtest du mich lehren?" Durch die Studien des Alltags. Und manche von euch haben es vielleicht schwer, ein Andachtsleben zu haben, aber die Lektion könnte euch helfen, ein Andachtsleben zu haben. Denn sie studiert etwas spezifisch und sagt: "Das ist, was der Herr kommuniziert hat. Was bedeutet das jetzt für mich heute? Und was bedeutet das dann für meine Familie, für meine Nachbarschaft, für meine Gemeinde? Wie kann man das jetzt verändern?" Natürlich wird dann ein Bibelgespräch viel ereignisvoller und viel interessanter. Denn wenn du eine Wahrheit erkannt hast an jedem Tag und du dich dann mit anderen versammelst am Sabbat in der Gemeinde und du hast etwa sieben Erkenntnisse erlangt und andere auch, da wird die Zeit nicht reichen. Und die reicht bei etlichen sowieso schon nicht. Aber das möchte uns heute nicht passieren. Hoffentlich kommen wir durch bis zum Freitag. Gehen wir zum Montag über. Montags sind diverse gegeben. Wie ihr natürlich kennt.

[18:29] In Matthäus lesen wir einen wunderbaren Vers. Das ist im Lukas, Entschuldigung. Das Evangelium nach Lukas und dort Kapitel 19, Vers 10. Und ihr kennt den Vers, wo es klar sagt: "Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist." Wir gehen darauf noch später ein, auf diesen Vers. Ein anderer Vers in Markus Kapitel 1, Vers 17 ist auch gegeben. Und in diesem Vers heißt es dann folgendermaßen: "Und Jesus sprach zu ihnen: Folget mir nach, ich will euch zu Menschenfischern machen." Der Menschenfische sein. Eines ist klar: Man kann nur dort fischen, wo Fische sind. Also kann man auch nur dort Menschen fischen, wo genau, Menschen sind. Lukas Kapitel 9 und dort Vers 2 gibt uns noch einen anderen Einblick und es heißt: "Und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu predigen und die Kranken zu heilen." Was für ein wunderbares Bild. Er kommt, um zu erlösen und zu retten. Er fragt uns dann natürlich dem zu folgen, indem er sie aussandte und sagt: "Das Reich Gottes zu predigen und zu heilen." Es ist nicht nur seine Mission. Er möchte, dass wir kooperieren und in diese Mission eintreten. Das wird dann ganz klar in Offenbarung Kapitel 14. Ihr kennt diese Passage. Wir nennen sie die dreifache Engelsbotschaft. Wobei natürlich das wahre Evangelium in der ersten Botschaft schon zu finden ist. Und die zweite und dritte nur Warnungen sind für die, die die erste Botschaft nicht annehmen. Denn in der ersten Botschaft sagt es ganz klar und die lesen wir gemeinsam. Kapitel 14 Vers 6: "Und ich sah einen anderen Engel fliegen in der Mitte des Himmels. Der hatte das ewige, ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf Erden wohnen und allen Völkerschaften und Stämmen und Sprachen und Völkern. Und er sprach mit großer, lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre. Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Und betet den an, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen."

[20:29] Sein Aufruf ist, tatsächlich ihn zu sehen, wie er ist. Er ist der Schöpfer des Himmels und der Erde. Und er sagt auch, die Zeit des Gerichts ist gekommen. Das ist keine schlechte Nachricht, das ist eine gute Nachricht. Denn endlich werden seine Menschen gerechtfertigt vor dem Universum. Denn die, die ihm nachfolgen, müssen nichts fürchten. Das ist eine gute Nachricht, das ist eine frohe Botschaft. Und hier sagt es klar: Das ist das ewige Evangelium. Das ist die ewige, gute Botschaft. Die ewige, gute Botschaft ist, dass er der Schöpfer ist. Und sein Gericht wird kommen. Und er wird die seinen zu sich rufen, so wie ein Hirte seine Schafe.

[21:02] Und die Punkte, die natürlich hier herauszulesen sind, ist, dass es seine Mission war, die Verlorenen zu suchen und zu finden. Ist das deine Mission? Suchst du nach den Verlorenen und möchtest du die finden? Unsere Mission ist es, dem gleich zu tun, wie Jesus getan hat. Zu predigen, zu lehren, zu heilen. Sind wir da wirklich auf der gleichen Frequenz wie Jesus? Dass wir dem zustimmen, dass wir sagen: "Ja, okay. Ich weiß zwar nicht, wie ich predige, aber ich würde schon gerne vielleicht mal den Pastor fragen, den Bibelarbeiter, den Buchevangelisten, den Ältesten, den Diakon. Du bist schon länger in dieser Gemeinde. Hilf mir. Wie kann ich eine Bibelstunde geben? Wie kann ich einem anderen mitteilen, was Jesus für mich getan hat?" Und diese Lektion wird uns heute natürlich dabei helfen. Aber die Idee ist, dem zu folgen, was Jesus gesagt hat. Ja, was sagt er denn wirklich? Er ist der Schöpfer, sein Gericht kommt bald. Kommt und betet ihn an. Und wenn das unser Grund ist, dann sollte es doch kein Problem geben, dass wir gemeinsam beten und ihn loben. Denn das hat eine Einheit. Wieso gibt es so viele Diskrepanzen dann? Jesus fragt uns wirklich auf, ein authentisches Leben zu haben. Dann wird die Gemeinde natürlich auch ein Magnet. Wenn die Gemeinde anderen hilft und es praktisch auslebt, dann kann es natürlich auch zu einer Evangelisation kommen. Und eine Evangelisation ist aktive Kooperation mit dem Hirten. Denn der Hirte, der sucht nach den Schafen und sagt: "Klar, es gibt noch andere Schafe, die zu dieser Herde und Weide gehören. Aber er muss sie suchen und er wird sie finden." Wirst du ihm dabei helfen?

[22:47] Prediger 11 und dort in Kapitel 1 sagt auch etwas Interessantes. Und ich möchte das mit euch mal aufschlagen. Prediger und dort in Kapitel 1, Kapitel 11, Entschuldigung. Prediger und dort Kapitel 11, Vers 1: "Lass dein Brot über das Wasser fahren, so wirst du es finden nach langer Zeit." Jesus will natürlich alle Menschen retten. Er lässt uns die freie Entscheidung. Und der Prediger sagt es auch: Das Brot, das Lebensbrot, lasst es auf allen Wassern sein, lasst es zu allen Menschen gehen und es wird nicht ohne Erfolg zurückkehren. Oftmals sind wir vielleicht in der Versuchung, anders zu urteilen. Naja, die sind ja nicht wirklich verloren, die müssen es doch besser wissen. Naja, die brauchen ja wirklich keine Heilung. Jesus fragt uns nicht danach zu urteilen. Sein Gericht kommt, er wird urteilen. Er ist der Richter, er ist auch der Rechtsanwalt. Unsere Aufgabe ist es, seiner Mission beizufolgen.

[23:54] Und so hatte ich die Möglichkeit, unlängst in Rumänien zu sein. Manche wissen, dass meine Großeltern noch am Leben sind. Und wir sind sehr dankbar dafür und haben einen großen Garten und Bauernhof. Und ich wurde dann gebeten von meiner Oma, ihr zu helfen, den Weinstock mal anzusehen und dort vielleicht die Blätter zu kürzen, zu schneiden. Und das habe ich sehr genossen, anzufangen. Und als ich dann gesehen habe, wie dieser Weinstock schon übers Haus gewachsen war und es wirklich toll aussah, dachte ich: "Wow, es muss sehr viele Trauben geben dieses Mal." Und naja, als wir dann angefangen haben, es zu reinigen und den Weinstock und die Reben richtig zu bearbeiten, naja, dann gab es halt mehr Blätter als Trauben. Und es sah ganz anders aus. Ich habe den Weinstock nach seinen Blättern bewertet und nicht nach den Früchten. Ein Problem, das ihr vielleicht auch habt. Sagt ihr: "Ach, wow, das sieht doch alles äußerlich so toll aus." Aber Jesus sieht nach den Früchten. Jesus sieht nach dem Ertrag. Jesus sieht nach dem, was geerntet wird. Auch nach dem, was gesät wird. Es ist die Saat und die Ernte. Es ist ein Zyklus. Genauso wie Evangelisation und Mission ein Zyklus. Genauso wie Menschen gewinnen ein Zyklus ist. Jesus sagt: "Folgt mir nach." Das hat er immer wieder getan.

[25:21] Freunde, lasst uns weitergehen zu dem Dienstag. Es ist natürlich keine besondere chronologische Folge, die wir hier haben oder alphabetische. Es ist eine Folge von verschiedenen Erfahrungen, die Jesus uns gibt und diese Lektion hervorbringt, wie wir andere Menschen für ihn gewinnen können. Dieses Beispiel, das wir jetzt sehen werden in Matthäus, ist ein fantastisches Beispiel. Nicht Matthäus, Zachäus. Gut aufgepasst, vielen Dank. Zachäus ist das Beispiel und wir lesen es in Lukas. Wir waren schon im Lukas-Evangelium und dort Kapitel 10. Ihr könnt diese Geschichte lesen, wenn ihr mit dieser Geschichte nicht wirklich vertraut seid. Lukas und dort Kapitel 19. Es ist gut, die Bibel aufzuschlagen, auch wenn ich euch mal den falschen Text trage. Ich mache das nicht mit Absicht, aber ihr werdet mir hoffentlich vergeben, denn Vergebung ist wichtig. Das ist gut, das ist sehr gesund. Lukas Kapitel 19. Jetzt haben wir es und ihr würdet natürlich auch nur wissen, ob ich falsch liege, wenn ihr die Bibel aufschlagt. Und das hoffe ich, dass ihr das tut zu Hause. Aufschlagt oder anschaltet. Je nachdem.

[26:42] Hier geht es darum, dass Jesus einen Menschen trifft und eine Freundschaft schließt. Wie ihr wisst, ich muss es euch nicht sagen, wer Freunde haben möchte, muss sich selbst das freundlicher weisen. Jesus war so ein Mensch. Er war freundlich und hat deswegen auch etliche Freunde gehabt. Es gab Plätze, wo er sehr oft einkehren wollte, wie Lazarus und seine zwei Schwestern. Eine tolle Freundschaft hat er sich gegründet. Selbst mit den Jüngern hat er eine gute Freundschaft gegründet. Er möchte, dass wir eine Freundschaft mit ihm eingehen. Dass wir die Freunde Gottes werden. Mal sehen, wie die Bibel uns ein Beispiel geben wird über eine erfolgreiche Freundschaft. Ich hoffe, ihr seid jetzt im Lukas Kapitel 19 angelangt. Aufgepasst, Jesus gewinnt hier einen Freund und vielleicht können auch wir noch etwas lernen. Doch bevor wir da eintauchen, der Zusammenhang ist so, dass Jesus nach Jerusalem gehen möchte, sodass die Schrift erfüllt würde. Um nach Jerusalem zu kommen, reist er durch Jericho. Er reist durch Jericho, diese Stadt, die schon vor Jahren nicht aufgebaut werden sollte, denn sie ist ja von dieser Mauer zerfallen. Wir lesen noch ein anderes Beispiel, wo Leute runtergehen nach Jericho mit dem herzigen Samariter. Es ist immer so eine dubiose Geschichte mit dieser Stadt Jericho. Aber Jesus muss durch diese Stadt durch, denn die Schrift muss erfüllt werden und er möchte noch ein paar Seelen retten. Seht mal, wie toll das ist. Er möchte durch Jericho durchlaufen, er hat natürlich eine Mission und er ist am Laufen und Menschen folgen ihm, Menschenmassen folgen ihm und er läuft durch und da ist ein Blinder am Wegrand, der hört davon. Und er schreit. Er schreit nach Jesus, dem Sohne Davids, dass er ihn retten soll. Und was machen die Leute, die mit ihm sind? Die Menge? Und wenn ihr es klar lest, in der Bibel heißt es, die, die vorne angingen, fuhren ihn an. Er sagte: "Bitte lass ihn in Ruhe." Und was machte der Blinde? Er gab nicht auf. Er schrie immer noch nach Jesus. Er schrie und Jesus heilte ihn. Er folgte ihm nach und preiste Gott. Nun zieht er tatsächlich durch Jericho hindurch. Und dann wird die Geschichte berichtet von Zachäus. Und Zachäus ist der Oberzöllner. Und hier in Kapitel 19, Vers 1 lesen wir: "Er ging da hinein und zog durch Jericho. Und siehe, da war ein Mann genannt Zachäus. Er war ein Oberster der Zöllner."

[28:58] Also Zachäus war dieser Kerl, ich stelle mir das so vor, jedenfalls war dieser Mensch, wo vielleicht die Eltern, wenn sie in einem gewissen Stadtviertel vorbeifahren, vielleicht mal dem Zachäus begegnet sind, wo der Vater sich dann runtersenkt und sagt: "Sohn, alles kannst du werden, aber wie Zachäus, werde bitte nicht." Versteht ihr, was ich meine? Wie zum Beispiel heute in der U-Bahn. Ja, das ist, so sollst du mal werden. Ach, wenn du das, das erreichst, dann hast du echt was erreicht. Zachäus war nichts dergleichen. Zachäus war ein Jude, hat aber dann die Steuern eingetrieben, als ob die Römer nicht das schon getan hatten. Und Zachäus wechselt quasi die Seiten und ist dann nicht nur ein Zöllner, sondern der Oberste der Zöllner, der sein eigenes Ministry aufgebaut hat. Das Fünffinger-Rabatt-Ministry. Und die Leute wussten das. Die Leute wussten das. Und er hört aber von Jesus und denkt sich: "Das ist vielleicht meine Chance. Das ist vielleicht meine Chance, mein Leben zu verändern. Kann es sein, kann es sein, dass Jesus auch mir, selbst mir helfen kann." Und wie die Geschichte so geht, ihr kennt es. Und es gibt natürlich Kinderlieder, die darüber geschrieben wurden. Ihr kennt es auch. "Zachäus war ein kleiner Mann, ein sehr kleiner Mann war er. Er stieg auf einen Maulbeerbaum, denn der Heiland kam daher, denn der Heiland kam daher. Der Heiland suchte diesen Mann, er wäscht die Herzen rein, er sagt: 'Zachäus, steig herab, denn bei dir kehre ich heut ein, denn bei dir kehre ich heut ein.'"

[30:36] Jesus kommt vorbei, er sieht Zachäus und Zachäus, ausgewachsener Mann, sieht man heute noch erwachsene Menschen auf Bäumen rumlaufen, geschweige denn Kinder. Zachäus ist da oben, er macht sich natürlich zum Lachen. Leute bemerken ihn gar nicht, Eidliche bemerken ihn vielleicht schon, aber Jesus läuft neben dem Maulbeerbaum, schaut nach oben, sagt: "Zachäus." Ach, er nennt ihn beim Namen, es ist ihm nicht zu schaden, Zachäus beim Namen zu nennen. "Zachäus, steig herab, komm herunter." Und was sagt er ihm dann? In Vers 5 lesen wir es: "Zachäus, steig eilend herab, denn ich muss heute in dein Haus einkehren." Und er stieg eilend herab und nahm ihn auf mit Freuden. Als sie das sahen, haben sie natürlich reagiert und gesagt: "Gott sei gelobt, Zachäus wird unserer Gemeinde zutreten. Lass dich umarmen, Bruder. Komm, lass uns zusammen Potluck essen." War das die Reaktion? Nein, das war sie nicht. Warum? Zachäus, der Name selbst, bedeutete rein, unschuldig. Und doch erschien er so unrein, unschuldig. Doch als Jesus in sein Haus kam, passiert etwas in Zachäus. Nicht nur so, dass er ins Haus kam, sondern in die Herzenstüre einstieg, ging ein und Jesus veränderte sein Leben. Quasi in dem Moment. "Siehe her, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen und wenn ich jemand betrogen habe, so gebe ich es vielfältig zurück." Ja, so sagte das Gebot natürlich schon im 2. Buch Mose. Er hat das getan und dann heißt es: "Zachäus, heute ist in diesem Haus Heil widerfahren, wie den auch er ein Sohn Abrahams ist." Und dann ist der berühmte Vers, wo es heißt: "Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist." Jesus, der Retter und der Erlöser, der rein ist und unschuldig, identifiziert sich so sehr mit Zachäus, dass er selbst als schuldig und unrein dasteht. Nur dass er Zachäus als rein und unschuldig machen kann, dass er ihn quasi heilen kann, dass er ihm vergeben kann und er ihm ein neues Leben schenken kann. Wow, was für eine fantastische Geschichte.

[33:00] Jesus wird hier kritisiert, aber er lässt sich nichts anmerken. Anstelle dessen gibt Zachäus eine persönliche Verheißung und eine persönliche Verheißung gibt er uns noch heute. Ich stelle mir die Frage, wenn jemand zu uns in die Gemeinde kommt, vielleicht ein Fremder. Übrigens, wann war das letzte Mal, dass mal ein Fremder zu dir in die Gemeinde kam? Und als dann diese fremde Person kam, wie hat die Gemeinde reagiert? Es gab eine Geschichte, die Schlagzeilen gemacht hatte in den USA und ich versuche sie sehr kurz zu fassen. Das normale Gottesdienst fängt an um 9 Uhr, 9.30 Uhr und eine Dame kommt in die Gemeinde und sehr skandalös gekleidet, wie manche so sagten und murrten und schon anfingen zu diskutieren, denn sie wundert sich, wo die 95% Stücke des Kleides waren, die restlichen Stücke, denn sie hatte nur 5% an. Und so kam diese Frau rein und die Leute wussten nicht wirklich, was sie damit anfangen sollten. Sie kam rein, sie tuschelte alles mögliche, diese Frau kam, setzte sich hin, blieb für die Sabbatschule und für die Gemeinde, keiner sprach sie an und dann ging sie wieder und ein Auto fuhr vor der Gemeinde vor, sie stieg ein und verließ die Gemeinde. Nächste Woche das Gleiche passiert. Und so Wochen vergingen und sie kam immer rein und es sah fast schon so aus, als ob sie immer das Gleiche anhaben würde. Meine Glaubensschwester aber ließ sich davon nichts anmerken. Die Glaubensschwester betete und meinte: "Wie kann ich diesem Fräulein helfen? Vielleicht braucht sie Hilfe, vielleicht braucht sie ein Kleid, vielleicht braucht sie etwas anderes zum Tragen, denn es sieht aus, als ob sie immer das Gleiche anhält." Sie befreundeten sich an, in den kleinen Minuten, die sie haben, zwischen Sabbatschule und Gemeinde. Und so sind sie zusammen, um jetzt die Geschichte doch noch etwas länger zu machen. Die Frau sagte ihr dann: "Fräulein, ich habe hier noch ein paar extra Kleider und Kleidungsstücke und Schuhe, die würden dir super gut passen. Möchtest du die mal probieren?" Ach, und die Dame hat sich natürlich total gefreut, die junge Fräulein, das Mädchen hat sich gefreut und meinte: "Ja, gerne, ja. Kannst du mir das mitbringen nächsten Sabbat?" Klar. Und so kam dann das junge Mädchen und sie kam dann in die Gemeinde, 39, und dann gab ihr die ältere Glaubensgeschwister die neue Kleidung und sie wickelte sich und kam in die Gemeinde. Die Menschen haben sie fast nicht mehr erkannt. Was ist denn jetzt passiert? Als die Gemeinde zu Ende war, wechselte sie dann wieder in die andere Kleider, ging raus, stieg in das Auto und fuhr fort.

[35:32] Etliche Monate später kam sie dann zum letzten Mal in die Gemeinde und etwas anderes passierte. In der Zwischenzeit hatte sich natürlich schon herumgesprochen, was das für eine Frau war. Die Frau hatte keine Chance. Als junges Mädchen musste sie schon anfangen, ihren Leib zum Kauf zu geben, um so Geld zu verdienen und zu überleben. Und der Zuhälter, der da war, hatte eine Idee gehabt. Er meinte: "Ja, du hast doch unlängst irgendwas gelesen und du hast mir mal erzählt, du möchtest eine Gemeinde besuchen." Sie hatte ein Traktat gehabt und sie wollte eben in die Gemeinde gehen, wusste aber nicht, in welche Kirche. Und der Zuhälter hatte sich überlegt: "Ja gut, kann dir schon mal freigeben, also für die Kirche habe ich nichts dagegen. Welche Kirche würde ich schon haben? Denn du musst das anziehen, was du jeden Tag anziehst." Und sie meinte: "Okay." Er meinte: "Ich weiß, wo ich ihn nicht schicke. Ich schicke dich zu den Adventisten. Wenn ich dich zu denen schicke, die werden es bestimmt nicht mal einen Tag mit dir aushalten." Und er hatte sie zu den Adventisten geschickt. Natürlich war er ganz verwundert, als er nach dem ersten Tag meinte, sie meinte: "Ja, die haben mir nichts gesagt. Ich komme nächste Woche wieder." Und so kam sie jede Woche. Und der Zuhälter meinte: "Ja, ja, aber du musst das ja anziehen." Und jede Woche war das Kleid dann kürzer und immer noch skandalöser gekleidet. Und jedes Mal musste er feststellen, dass sie immer noch in der Gemeinde war und es ging ihr nicht schlechter und sie wollte immer noch dahin gehen. Und diese alte Frau hat natürlich geholfen, sich umzukleiden und so weiter. Dieser Herr, der dachte: "Ja, ja, die wird es nicht lange aushalten. Diese Christen, die werden Sünder, so nicht annehmen." Und die Frau hatte natürlich dann geholfen. An einem Sabbat hat die Gemeinde dann Geld zusammengelegt und hat diesem Mädchen einen Flug besorgt. Und als sie in die Gemeinde kam, haben sie das dann so geregelt, dass sie in einen anderen Bundesstaat geflogen ist und dort jetzt als Christin weiterlebt. Eine irre Geschichte.

[37:27] Wir wissen oftmals nicht, wo Menschen herkommen. Wir wissen nicht mal, wo ihre Träume und Ziele sind, wohin sie gehen möchten. Aber diese Frau, die Glaubensgeschwister, hat sich daraus nichts gemacht. Sie hat gesagt: "Ich möchte diesen Mädchen helfen. Denn deswegen ist sie ja hier." Jesus sieht nicht nur das Äußere, er sieht auch das Innere. Er hat das auch beim Zachäus gesehen. Und nicht, dass die Äußerlichkeiten nicht wichtig sind. Denn sonst würden wir nicht im 1., 2., 3., 4. und 5. Buch Mose darüber lesen, wie die besonderen Sachen im Heiligtum sein mussten. Von außen und von innen. Aber der Herr möchte, dass wir im Herzen, im Reinen sind. Nun, wie sieht es mit dir aus? Bist du wie ein Zachäus? Bist du vielleicht in der Situation, dass du sagst: "Ich habe so viele schlimme Dinge getan, ich weiß nicht, wie ich da rauskomme? Alle Leute wissen es, die reden darüber. Keiner will so sein, wie ich bin." Zacchaeus. Oder bist du wie eine Person aus der Menge? Ach, du folgst Jesus nach. Du hilfst Jesus selbst, denn du bist vorne anderen der Menge. Und wenn Leute kommen, die nicht mit Jesus sein sollten, dann schickst du sie natürlich weg. Dass die Reinheit des Glaubens in der Gemeinde behalten wird. Nein, nein, nein, das wäre eine schlechte Repräsentation.

[38:53] Wir haben ein Zitat in der Lektion, das sagt: "Das stärkste Argument zugunsten des Evangeliums ist ein liebevoller und liebenswürdiger Christ." Ach, wenn das der Bericht wäre von mir. Wenn das dein Bericht wäre, wenn Leute fragen würden: "Was ist so und so für eine Person?" Und sie würden das sagen: "Das ist ein liebevoller und liebenswürdiger Christ sein." Das ist natürlich ein Kompliment, eine Freude. Man sagt, die Leute interessieren sich nicht so sehr an, wie viel du weißt, sondern möchten wissen, wie sehr du an ihnen interessiert bist. Versteht ihr? Die Leute interessieren sich nicht so sehr an, wie viel du weißt, sondern möchten wissen, wie viel du an ihnen interessiert bist.

[39:38] Kleiner Aufruf. Lade doch mal jemanden ein. Vielleicht nach Hause. Vielleicht um eine Mahlzeit zu teilen. Oh, ich weiß, wie die Studenten sich freuen, wenn ich sie einlade, mal zu einem Mal. Und dass wir dann nur zusammen essen und trinken. Das bedeutet sehr viel für die. Vielleicht mal in die Gemeinde. Nämlich als meine Schwester umgezogen ist und dort eine neue Wohnung hatte. Ich als Extrovertierter, kein Problem, ich würde dann alle Türen klopfen und dann würden alle wissen, dass ich der Lauteste im Haus bin. Vielleicht meine Schwester eher anders. Für Betty hat sich das so ergeben, dass sie meinte: "Ich schreibe eine kleine Karte." Hat eine kleine Karte geschrieben. "Ich bin eure neue Mitbewohnerin." Hat einen kleinen Popcorn gegeben. Und die Leute haben sich so gefreut. Am Abend hat sie jeder schon mit Namen begrüßt. Und als sie dann mal in Urlaub gehen musste, haben sie gleich gesagt: "Ich kann dir die Post abholen. Ich werde dir die Blumen gießen." Und so hat sie ganz einfach einen Kontakt aufgenommen. Und sie kannte alle im Haus. Und hat jetzt auch Möglichkeiten, mit ihnen über gewisse Dinge zu sprechen. Und Zeugnis abzulegen. Zeugnis abzulegen.

[40:47] Wie sieht es mit dir aus? Wann war das letzte Mal, dass du ein Zeugnis abgelegt hast? Von Jesus. Wo du sagen konntest: "So habe ich Jesus kennengelernt." Darum geht es natürlich am nächsten Tag in der Lektionsbetrachtung. Schlagt mir mal auf in Apostelgeschichte Kapitel 26. Wenn ihr möchtet. Da ist jetzt die Einladung gegeben. Das Beispiel hier ist von Paulus. Und natürlich haben nicht alle so eine Krisenbekehrung wie Paulus gehabt. Oder wie Martin Luther. In eine Richtung auf einmal kehrt Wende. 180 Grad, andere Richtung. Für manche ist es nicht so. Für manche mag das wohl so sein. Ich würde mich eher in so eine Kategorie einsetzen. Andere haben vielleicht eine graduelle Bekehrung. Wer sagt: "Gott war immer Wirklichkeit für mich. Seitdem ich klein bin, haben wir immer mit ihm geredet, gesprochen. Andacht gemacht. Gesungen. Und sind in die Gemeinde gegangen. Missionen gemacht. Und viele Dinge. Ich kann mir ein Leben ohne Gott gar nicht vorstellen. Ich möchte gar nicht die Sachen ausprobieren, die die Welt macht." Was für ein Zeugnis. Wunderbares Zeugnis. Andere hingegen mögen sagen: "Ja. Ich habe dann doch die Sachen ausprobiert der Welt. Ich wusste es nicht anders. Ich kann es nicht anders. Obwohl ich es wusste, habe ich es trotzdem gemacht. Aber dann."

[42:01] Im 1. Teil des Paulus schreibt er ganz klar am Anfang: "Okay, das war mein Leben ohne Christus. Ich dachte, ich hätte Christus. Aber es war wirklich ohne Christus." Und dann im mittleren Teil seht ihr die Begegnung mit Christus. Er sieht das Licht. Er sieht, wo er fehl gelegen hatte. Und wo Jesus ganz klein zeigt: "Das ist der Weg. Wandel doch in dem." Und dann, als er sich bekehrt hatte, redet er natürlich über das Leben mit Christus in Fülle. Und teilweise, wenn wir unser Zeugnis abgeben, machen wir es dann doch oft so, dass wir gerne darüber erzählen wie der verlorene Sohn. Über das Land. Wo wir das ganze Geld verplempert haben. Und all die Dummheiten gemacht haben, bevor wir bekehrt waren. Und verbringen nicht so viel Zeit mit der Begegnung mit Jesus. Und wie jetzt unser Leben besser ist als vorher. Es ist ja keine Modulation. Es ist ja eine Transformation. Gott möchte uns nicht nur stückweise verändern. Er möchte uns tatsächlich transformieren. Und in der Sabbatschule könnte ich mir gut vorstellen, dass ihr einander aufruft. Vielleicht in Kürze. Das muss jetzt kein langes Zeugnis sein. Aber in Kürze. Und so lernt man auch Leute sehr gut kennen. In der Gemeinschaft. "Hey, wie hast du eigentlich den Herrn kennengelernt?" Ja, und dann weißt du sofort. Es gibt manche Erfahrungen, die klingen so, als ob sie 30 Jahre alt sind und dort geblieben sind. Nicht wahr? Ja. Und andere, als ob sie heute, brennend wie Feuer, passiert sind. Und der Herr sagt das natürlich ganz klar. Wir lesen davon in Offenbarung. Dass wir Überwinder sein werden durch das Blut des Lammes und durch das Zeugnis. Wie kraftvoll das ist. Das Zeugnis. Die Ermutigung, die du jemand anderem geben kannst, wo du sagst: "Das war meine Erfahrung." Und der Nächste kann sagen: "Wow, das ist überhaupt nicht meine Erfahrung, aber es ist wunderbar." Oder dass er sagt: "Das war genau dieselbe Erfahrung, die ich hatte. Wow, ich bin nicht der Einzige." Und so dann Kraft und Ermutigung findet in den Glaubensgeschwistern. Die Erfahrungen, die sagen: "Ja, ich hatte keine Familie, aber als ich dann einer Gemeinde beigetreten bin, hatte ich tatsächlich eine Familie. Denn dieser Bruder bekam meinen Vater. Diese Schwester bekam meine Mutter. Dieser Bruder ist dann wirklich wie ein Bruder geworden." Solche Geschichten. Oder wie es mir geholfen hat, in dem Beruf andere Leute zu erreichen. Ach, ich bin in dieser Religion aufgewachsen, aber jetzt habe ich die Wahrheit erkannt. Das hat so eine Veränderung in mir bewirkt. Ach, ich habe damals hier gelebt, und es war nicht das Wahre. Und jetzt, wo ich in diesem Ort lebe, habe ich viel mehr Möglichkeiten. Versteht ihr, was ich meine? Es gibt so viele Erfahrungen, die ihr da einsetzen könnt in dem Zeugnis. Vielleicht solltet ihr auch einen Brief schreiben. An jemanden, der sagt: "Hey, ich möchte dir von meinem Zeugnis erzählen." Und manche Zeugnisse können so sein, wie die Zeugnisse von Esther. Das Buch Esther erwähnt nicht einmal das Wort Herr oder Gott. Es mag vielleicht sehr implizit sein. Dann gibt es andere, wie die Psalmen. Der Psalmist David, der nicht aufhören kann, darüber zu reden, wie wunderbar Gott der Herr ist. Ihr müsst natürlich die Weisheit da verwenden, und der Heilige Geist wird euch eingeben, was zu sagen und was vielleicht wegzulassen ist im richtigen Moment. Wäre es nicht toll, wenn wir solche Sachen einbringen könnten in unser Zeugnis? Ja, ich wusste nicht mal, wie man richtig betet. Aber diese Person hat mir gezeigt, zu beten. Ich wusste nicht, was es heißt, keine Schuld mehr zu haben. Aber jetzt, jetzt bin ich so dankbar, dass Jesus meine Schuld trägt.

[45:39] Wie habt ihr eure Bekehrungsgeschichte benutzen können? Habt ihr gute Erfahrungen gemacht? Oder habt ihr es nie probiert und keine Erfahrung? Ich ermutige euch, im Bibelgespräch schon, vielleicht ein Zeugnis abzulegen, ein kleines Bekenntnis. Und das zu versuchen, einem anderen Menschen eure Erfahrung zu erzählen. Und betet dafür. Oh, ich weiß, wie oft es so war. Sei es im Bus, im Flugzeug oder im Zug. Ich bete: "Herr, wenn du möchtest, bring die Person neben mich." Och, und wie oft, wie oft stellte mir jemand zur Seite, wo sich dann herausstellte, dass sie gerade das hören wollten, was ich vielleicht am Morgen gelesen hatte oder erst unlängst festgestellt hatte. Und alles, was ich tue, ist: "Herr, nimm du das in die Hand. Bring du diese Menschen zu mir, denn er kennt sie alle." Und das tut er gerne.

[46:33] Gehen wir zum Donnerstag über. Donnerstag: "Suchet, und ihr werdet finden." Och, das ist eine tolle Passage. Und dort lesen wir natürlich in der Offenbarung, Kapitel 3, Vers 20, die berühmten Verse, die an Laodizea gerichtet sind. Und in dieser Gemeinde sagt er klar: "Siehe, ich stehe vor der Tür." Interessant. Wie ist denn Jesus auf einmal draußen gelandet? Er steht aber da und klopft an. "Und wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineinkommen und das Mal mit ihm halten und er mit mir." Wow. Das ist ein Gott. Das ist ein Herr. Das ist ein Meister. Er möchte Zeit mit uns verbringen. Er weiß, dass diese Zeit gut verbracht ist, vielleicht am Essenstisch. Ist Jesus Teil deiner Mahlzeiten? Ist er der Herr deiner Mahlzeiten? Sind die Gespräche so, dass der Herr gerne dein Gast wäre? Er sagt, er klopft an und er möchte einkommen. Es ist sein expliziter Wunsch einzukommen. Unsere Entscheidung ist es, das zuzulassen. Und er möchte tatsächlich bei uns sein.

[47:41] Das Beispiel können wir natürlich auch sehen im 1. Johannesbrief. Im 1. Johannesbrief sehen wir ein anderes Beispiel. Und das könnt ihr auch gerne mit mir aufschlagen. Im 1. Johannesbrief und dort Kapitel 1 Vers 7 und 9: "Wenn wir aber im Lichte wandeln, wie er im Lichte ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. Wenn wir aber unsere Sünde nicht bekennen, wenn wir unsere Sünde bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reicht uns von aller Ungerechtigkeit." Und dann sagt es aber in Vers 10: "Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner und sein Wort ist nicht in uns." Freunde, wenn wir im Lichte wandeln und er ist das Licht, dann haben wir Gemeinschaft. Und er möchte das schon heute mit uns erleben. Später, wie es hier auch berichtet wird, er möchte das nicht nur lokal, sondern global, ja universell erleben, dass er die Türe an der Türe anklopft und uns fragt, dass wir ihn einlassen und er mit uns Gemeinschaft haben kann. Freunde, habt ihr das heute schon bedacht?

[48:51] Anderes Beispiel, das hier gegeben wird, ist in Matthäus 7, Vers 7 und 8. Wer kennt dieses Beispiel auch? Sehr berühmtes Beispiel, wir hören davon sehr, sehr oft. Matthäus, Kapitel 7, Vers 7 und 8: "Bittet, so wird euch gegeben. Und ich weiß, einige der Studenten haben sich ja oftmals beklagt, ja, warum haben wir so viele Tests und Prüfungen und Aufgaben und so weiter? Wobei, wahrscheinlich hat das auch eine positive Seite. Für manche ist das das größte Gebetsleben. 'Lieber Gott, wenn du mir nur mit diesem Test hilfst, dann werde ich...' Der Herr hört natürlich solche Gebete auch nach seinem Gutdünken, aber, Freunde, der Herr hat natürlich noch ganz höhere Pläne, viel höhere Pläne, als wir uns vorstellen können. Lest mal hier zusammen mit mir: 'Bittet, so wird euch gegeben. Suchet, so werdet ihr finden. Klopft an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der wird empfangen. Und wer da sucht, der findet. Und wer da anklopft, dem wird aufgetan.'" Was für ein Gebetsleben habt ihr? Was für Antworten habt ihr schon vom Herrn erfahren? Was für eine Beziehung habt ihr mit ihm aufgebaut, dass ihr sagen könnt: "Der Herr hat das für mich getan?" Und teilweise, teilweise mag es vielleicht so aussehen, dass es aussichtslos ist. Er lässt uns in eine Situation reinraten, wo menschlich gesehen nichts mehr zu machen ist. Und dann greift er rein, dass der Preis nur ihm zuteil wird und sagen kann: "Ja, wer hat das jetzt gemacht?" Und wir sagen: "Wir hätten das nie im Leben machen können. Das warst nur du, oh Herr." Also seid nicht entmutigt, wenn es manchmal aussichtslos erscheint. Wenn menschlich gesehen es aussieht wie ein Irrtum. Vertraut dem Herrn. Manchmal lässt er Dinge zu, sodass er verherrlicht wird. Schaut an die Geschichte von Hiob. Schaut an andere Geschichten im Alten und Neuen Testament. Deswegen ist die Bibel ja da. Entstehungsgeschichten von Glauben. Von Glaubensgeschwistern, wo sie sehen: "Wow, ich glaube an den Herrn." Und dann sieht man klar, das Leben der Leute bis zum Schluss, die dem Herrn glauben und ihm folgen und durch was sie vielleicht leiden mussten, aber dann doch den Sieg erringen. Und manche, denen dieser Sieg vielleicht auf dieser Erde erspart blieb, aber Jesus klar sagt: "Die werden den Sieg im Himmel haben." Und wir werden ihn haben. Denn er ist der Sieger. Wenn wir in seiner Armee sind, in seinem Team, dann werden wir sein. Und hier dieses Beispiel: "Bittet, so wird euch gegeben. Klopft mit an, so wird euch aufgetan. Fragt, so wird euch geantwortet."

[51:19] Es wird das Beispiel geben, einige von euch kennen es vielleicht auch. Alexander der Große, wird gesagt, dass Mitbürger seines Landes zu ihm kamen und ihm Fragen stellten und das Recht auf vielleicht mehr Land haben wollten oder mehr Tiere zu halten und fragten ihn eben. Und der Minister würde diese ganzen Kleinigkeiten erledigen. Doch an diesem Tag kam ein gewisser Herr, ein Mitbürger und meinte: "Ich möchte mit dem König selbst sprechen. Mit dem Kaiser, ich möchte mit Alexander dem Großen reden." Und sie kamen in eine kleine Diskussion und der Minister meinte: "Nee, das kann der nicht für dich tun." Ach, und sie fingen an zu debattieren. Alexander der Große hörte natürlich auf und meinte, bekam das mit, sagte: "Ich möchte mit ihm selber reden. Was hast du denn? Was ist denn das Problem?" Und der Mitbürger meinte dann: "Naja, Alexander der Große, äh, meine Familie ist groß. Ich habe viele Herden. Viele Tiere. Ich brauche mehr Land. Ich brauche ein größeres Haus. Ich frage mich, ob du, Alexander, nie ein Palast bauen könntest." Der Minister fing an zu lachen. "Ein Palast? Nicht mal ich, aber der Palast ist nur für den König. Wie kannst du denn sowas fragen?" Oh, aber der König fühlte sich geschmeichelt. Meinte er: "Ein Palast, so so. Ich werde, ich werde dieses, ich werde dieses diese Anfrage werde ich annehmen. Ja. Ich werde es für dich tun. Ich werde dir ein Palast gründen." Und der Minister war total außer sich, sagte: "Wie bitte? Ein Palast wirst du ihm gründen? Das ist ja unerhört." Er meinte: "Hör mal. Alle anderen kamen zu mir und fragten mich nach Dingen, die jeder tun könnte. Wirklich. Selbst du konntest die meisten Sachen erledigen und etliche Sachen könnten sie selber erledigen, wenn sie nur wüssten wie. Aber dieser Herr kam zu mir und fragte mich nach einer Sache, die nur ich machen kann."

[53:07] Freunde. Alexander mag ja doch so eine König sein in der Geschichte. Aber wenn wir beten, beten wir zu dem König, der Könige, der Herr der Herrscharen. Wie viel mehr wird er die Fragen beantworten können? Wie viel mehr wird er uns helfen können? Wie viel mehr wird er das tun, das zu unserem Wohle ist? Mehr als wir, mehr als wir uns vorstellen können. Das sagtest du auch im Epheser. Epheser Kapitel 3. Schlag das doch mal mit mir auf. Epheser Kapitel 3 Vers 20. Eine wunderbare Passage, die wir dort lesen. Es ist ein Segen, der hier ausgesprochen wird an die Gemeinde in Ephesus, wo es dann heißt in Vers 20 des dritten Kapitels im Epheserbrief: "Der überschwänglich tun kann, dass wir alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, was wir uns selbst vorstellen können, nach der Kraft, die in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde in Christus Jesus zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen."

[54:15] Und der andere Vers, der dann noch am Donnerstag gegeben wird, Johannes Kapitel 1 Vers 12, den möchten wir uns auch noch mal ansehen. Johannes Kapitel 1 und dort in Vers 12 und dort lesen wir: "Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben."

[54:37] Freunde, ich kann euch nur dazu aufrufen, Menschen einzuladen, so wie Jesus sie eingeladen hat. Ladet sie ein. Man muss nicht warten, bis man einen Erweckungsgottesdienst hat, bis man einen Familiengottesdienst hat. Vielleicht sollten wir einen Fremden oder Freunde-Gottesdienst haben, dass Leute eingeladen werden, vielleicht aus eurer Nachbarschaft, vielleicht eine Kommilitonin, ein Mitstudent, vielleicht jemand, den ihr immer in der S-Bahn trefft, jemand, den ihr in eurer Familie habt und noch nie irgendwie einen Fuß in die Gemeinde gesetzt hat. Ich würde mich wundern, wie eigentlich die reagieren würden. "Wow, jemand lädt mich ein in die Kirche. Was soll ich denn da anziehen?" "Jetzt riecht er immer, das sind so tolle Kleider." "Komm einfach, wie du bist." "Ach so, ja gut." "Ja, und wann gehen wir dann?" "Ach so, wir gehen am Samstag." "Ja, wir gehen am Sabbat." "Sabbat? Was ist denn der Sabbat?" "Ja, also, komm einfach mal mit, dann werden wir es schon sehen." "Ja, und wann soll ich dann da sein?" "Ja, 9.30 Uhr ist dann die Sabbatschule." "Schule? Ach so." "Ja, also, das ist halt der erste Teil. Da gibt es zwei Teile." "Ja, das ist, also, komm einfach. Komm einfach mal vorbei." "Und dann Essen?" "Ja, Essen." "Ja, kostet das Geld?" "Nee, also, versteht ihr, oftmals haben wir diese kanadische Jahre und Menschen können sich nicht identifizieren und wissen überhaupt nicht, was wir meinen. Wir müssen real und ganz normal bleiben. Aber einladen können wir doch die Leute." Ich weiß, wie es mir hier geht, wenn ich zu Besuch komme und in anderen Ortschaften bin. Ladet jemanden ein.

[56:07] Also, wenn wir Menschenfischer sind, müssen wir auch Menschen fischen. Sonst sind wir keine Menschenfischer. Tatsächlich, wie folgen wir hier so nach, wenn wir nicht andere Menschen zu ihm bringen? Das ist unsere Aufgabe. Das war seine Aufgabe. Er kam, um die Verlorenen zu suchen und zu finden. Und es erscheint schon fast so, als ob in Deutschland der Herr viele Menschen zu uns bringt. Und wir nur noch die Hand aushalten müssen und sagen müssen: "Vielleicht könnt ihr das Evangelium auch empfangen." Der Herr wird uns da schon Kraft und Weisheit geben. Aber mein Wunsch ist, dass wir eine Person, mindestens eine Person, zum Gottesdienst einladen. Ach, das Beispiel wurde schon gegeben. Da gab es einen gewissen Glaubensbruder, der meinte: "Ich lade jetzt mal einen Freund ein." Und nach Jahren hat er dann zugestimmt und gesagt: "Ja, ich komme dann vorbei. Ich komme mal in die Gemeinde." Und ich habe das Beispiel schon etliche Male gegeben. Gibt es aber immer wieder. Und er kommt in die Gemeinde und an diesem Sabbat fällt der Prediger aus. Der Prediger ist nicht da. Es gibt keinen musikalischen Beitrag. Trockener Gottesdienst. Und einer der Ältesten geht nach vorne und fängt an zu lesen. Meint: "Ja, wir setzen dann einfach in unserer Schriftlesung fort und liest dann aus Chronik einfach Chronologien vor. 'Der zeugte so und so und der zeugte so und so und er zeugte so und so und zeugte so und so.'" Natürlich, der gewisse Herr, der Glaubensbruder hat sich natürlich ein bisschen sankt ein bisschen in seinen Stuhl. Schielte dann rüber und meinte: "Ja, ich bin jetzt gespannt, was der jetzt davon hielt, diese kraftvolle Predigt." Aber als die Predigtstunde zu Ende war, diese Lesung, meinte der Älteste: "Wie viele von euch möchten euren Namen im Buch des Lebens stehen haben, wie wir gerade von den Chronologien die Namen gelesen haben?" Ganz einfacher Aufruf. Dieser Herr neben ihm hob die Hand und meinte: "Das war eine ganz kraftvolle Predigt." Wie bitte? Das war doch nicht mal eine Predigt. Der hat doch einfach nur das Wort gelesen. Wie kann das denn kraftvoll sein? Er hat sich schon richtig aufgeregt. Und er meinte: "Ja, weißt du, gehen so viele Gemeinden, so viele anderen Kirchen reden, reden, das hat aber nichts mit mir zu tun, aber ich hatte mich schon seit langem gewundert, wie das so sein mag. Ob Gott wirklich, ob Gott wirklich mich mag oder ob er wirklich an mir interessiert ist. Aber jetzt haben wir von so"

[58:23] vielen Namen gelesen, von denen ich niemals gehört habe und es sieht so aus, als ob andere auch nicht von denen gehört haben. Aber Jesus, es ist so wichtig, dass die Namen in der Bibel stehen. Da bin ich mir sicher, dass, wenn das Lebensbuch so riesig ist, dass er sich auch an meinen Namen erinnert und mein Name auch drin stehen kann. Das ist meine Möglichkeit. Tolle Gemeinde.

[58:39] Und so hat es angefangen. Freunde, es wird gesagt, dass jemand fünf Freunde haben muss in einer Gemeinde, um tatsächlich dort ein Gemeindeglied zu bleiben. Das ist eine Sache, getauft zu sein, das ist eine Sache, Gemeinde beizutreten, aber dann ein Gemeindeglied zu bleiben, muss man fünf Kontakte haben. Und so würde ich das auch empfehlen: Wenn ihr jemanden mit in die Gemeinde bringt, dann bringt doch die andere Person und leitet sie ein und ich stelle sie dann immer so vor: Das ist mein Freund Tom und hier ist die Brigitte und da ist die Else und da geht dann quasi die Reihe durch und stellt euch einander vor und seid sicher, dass ihr ein paar Kontakte geknüpft habt, dass die Person sich wohlfühlt. Denn wenn die Person sich wohlfühlt und sieht, dass Menschen ganz interessiert sind an ihr, werden sie doch kommen. Wer mag es nicht, mit Namen angesprochen zu werden und mit freundlichen Menschen Kontakt zu haben.

[59:31] Leute haben vielleicht eine andere Vorstellung von der Gemeinde, aber es ist wichtig. Es ist wichtig für uns, dass wir Kontakte knüpfen und andere Menschen zum Glauben bringen. Ich möchte mit einer Erfahrung schließen oder mit einer Geschichte, einem anderen Gleichnis. Jesus hat viele Gleichnisse gegeben und so konnten sich die Menschen besser merken, welche Lehren er gegeben hatte. Hier ist das Beispiel von einem Wissenschaftler. Kennt den Wissenschaftler, er ist in einem Zug und sie fahren in eine gewisse Richtung und der Schaffner kommt und möchte nach den Zugtickets sehen und er fragt dann die Menschen. Auf einmal der Wissenschaftler sucht nach seinem Ticket, kann es nicht finden. Der Schaffner erkennt ihn sofort und meint: "Wow, ich bin ganz schön stolz, dass der jetzt in meinem Zug ist. Das ist schon eine gute Sache." Er meinte: "Wissen Sie, kein Problem. Kein Problem, Herr Einstein. Es ist kein Problem. Sie finden Ihr Ticket gerade nicht. Ich bin echt froh, dass Sie in meinem Zug sind. Also machen Sie sich keine Sorgen. Haben Sie eine gute Fahrt." So läuft er dann weiter, redet mit den anderen Kunden und als er dann fast aus diesem einen Waggon rausgeht, blickt er dann nochmal zurück und sieht sich dann die ganzen Leute an und sieht, dass der Einstein, Herr Albert Einstein, sucht immer noch nach seinem Ticket. Jetzt hat er sich schon ein bisschen genervt, hat sich schon ein bisschen beleidigt gefühlt, ging dann wieder zurück und sagte: "Herr Einstein, ich weiß doch, wer Sie sind. Jetzt setzen Sie sich doch hin und warten Sie doch einfach, bis Sie aussteigen müssen." Dann steht der Herr Einstein auf und sagt so: "Lieber Herr Schaffner, ich weiß auch, wer ich bin, aber ich weiß nicht, wohin ich fahre."

[1:01:05] Ja, viele von uns wissen, wer wir sind. Wir sind Christen, aber manche von uns wissen vielleicht nicht ganz so, wo wir hingehen. Die Bibel, das ist wie unser Ticket, sagt uns klar, wer wir sind, sagt uns klar, wo wir hingehen. Der Aufruf, das Gebot, wie es heißt in der Lektion, ist, dass wir ihm nachfolgen. Wenn wir ihm nachfolgen, kann es sein, dass wir vielleicht im falschen Zug sind, dass wir Gleise wechseln. Vielleicht sind wir im richtigen Zug und er möchte uns vielleicht ein bisschen weiter vorne, ein bisschen weiter hinten, wie auch immer, dass wir dort Menschen noch mehr für Jesus gewinnen können und dass wir dann ans Ziel anlangen und dann am Hauptbahnhof, dem himmlischen Hauptbahnhof anlangen. Das ist mein Wunsch, dass wir diese heilige Verantwortung ernst nehmen.

[1:01:49] Vielleicht bist du ein Zacheus und sagst: "Ach, zu viele Dinge getan, alle wissen, es ist schwer. Es ist schwer." Ist Jesus dem Zacheus sein Haus eingekehrt? Hat er ihm die Verheißung gegeben? Hat er ihm vergeben? Vielleicht bist du wie einer aus der Menge und sagst: "Ja, ich habe schon etliche Leute vielleicht davon abgehalten, Christen zu werden." Der Aufruf ist auch da. Jesus geht da gar nicht darauf ein. Er kennt uns doch. Er kann auch das vergeben und sagen: "Ja, ich möchte dir vergeben." Es kann vielleicht so sein, dass wir sind wie Schafe. Wir folgen lieber einem anderen Schaf als dem Hirten. Er sagt: "Ich möchte, dass du mir heute nachfolgst." Und er lädt sich dazu ein.

[1:02:29] Vielleicht sagt er: "Ich habe ihn noch nie angenommen. Ich weiß gar nicht, was das heißt." Es gibt auch in der Lektion ein kleines Beispiel, was für ein Gebet gesprochen werden kann. Und wenn ihr Fragen habt, könnt ihr gerne auf der Webseite von UN-Media-TV kommentieren und Fragen stellen und andere sprechen. Und ich erkläre mich auch gerne dazu bereit, Fragen zu beantworten, wo es vonnöten ist. Heute ist die Entscheidung. Heute ist die Entscheidung, da für mich, Jesus nachzufolgen. Das kann vielleicht bedeuten, dass es vielleicht ungemütlich wird und andere Leute einleiert. Vielleicht ist es ganz ungewohnt. Aber er möchte, dass wir das auch tun, denn es wird uns helfen, ihm näher zu kommen.

[1:03:09] Vielleicht ist die Entscheidung für dich, dein Leben Jesus heute zu geben. Vielleicht ist die Entscheidung für dich, andere Leute zu Jesus zu führen. Vielleicht ist die Entscheidung heute, gastfreundschaftlich zu sein. Ich möchte jemanden einladen, dass wir eine Brücke bauen können und dass wir dann über geistliche Dinge reden können. Was auch immer es ist, mach die Entscheidung heute und versiegele sie im Gebet, sodass der Herr dir helfen kann, dass du treu bist dieser Entscheidung.

[1:03:35] Ich möchte noch gemeinsam mit euch beten und Gottes Segen euch wünschen in eurem Dienst und im Studium der Bibellektion. Und bleibt dem Herrn treu, denn er kommt bald. Mögen wir alle da dabei sein. Himmlischer Vater, herzlichen Dank für die wunderbare Betrachtung, die wir ansehen durften. Dein Wort, die vielen Beispiele, die wir in der Geschichte lesen können, aber auch im persönlichen Leben erfahren. Bitte dich für diejenigen, die Entscheidungen getroffen haben oder vielleicht noch mit Entscheidungen ringen, dass du ihnen doch helfen mögest, dass du uns als Gemeinde hilfst, tatsächlich deine Herde zu sein. Und dass wir eine Herde sind und dass wir einem Hirten folgen. Segne uns und lass uns ein Segen für andere sein. Ist mein Wunsch in Jesu Namen. Amen. Gott segne dich.


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