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In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour 2018 Q2, „Vorbereitung auf die Endzeit“, konzentriert sich Boris Bernhard auf die Anbetung des Schöpfers. Er beleuchtet die Allgemeingültigkeit des Evangeliums, die Bedeutung der Reue anhand der Beispiele des Schächers am Kreuz und König Manasses sowie die wahre Bedeutung der Gottesfurcht. Die Botschaft betont die bevorstehende Gerichtsstunde und ruft dazu auf, Gott, den Schöpfer von Himmel und Erde, anzubeten.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q2: Vorbereitung auf die Endzeit

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen hier auf www.joelmedia.de zu unserer Cannstatt Study Hour. Heute mit unserer Lektion über Vorbereitung auf die Endzeit, Lektion Nummer 8. Der Merkvers für diese Woche finden wir in Offenbarung 14, Vers 6. Und ich sah einen anderen Engel fliegen, mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen, und allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern. Und bevor wir heute wieder einsteigen in das Wort, lade ich euch ein, mit mir gemeinsam zu beten.

[1:03] Großer Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für die Möglichkeit, wöchentlich unsere Lektion zu machen. Großer Gott, wir danken dir für die Botschaften, die du für die Endzeit gegeben hast. Ich bitte dich, sei du in dieser Zeit jetzt mitten unter uns und schenke du uns deinen Heiligen Geist, dass wir verstehen können, was du uns sagen möchtest. Heiland, dass wir sehen, was das für uns konkret bedeutet. Großer Gott, ich bitte dich, sei du jetzt in dieser Zeit bei uns und erleuchte du uns mit deinem Heiligen Geist. Großer Gott, vielen Dank. Wir bitten das im Namen Jesu. Amen.

[1:43] Das Thema ist: Bete den Schöpfer an. Und wir behandeln heute anhand der Lektion die Themen: die Allgemeingültigkeit des Evangeliums, der Schächer am Kreuz und das ewige Evangelium. Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre. Die Stunde seines Gerichts ist gekommen und betet den an, der Himmel und Erde und die Wasserquellen geschaffen hat. Lasst uns beginnen mit der Allgemeingültigkeit des Evangeliums.

[2:15] Und dazu schauen wir uns den ersten Engel an, aus Offenbarung Kapitel 14, Vers 6. Dort lesen wir eine Botschaft, die an die Welt gegeben wird, die mit drei Engeln zu tun hat. Und das ist der erste Engel in Offenbarung Kapitel 14 und dann den Vers 6.

[2:52] In Verbindung mit Galater 3, Vers 22 zeigt uns das, dass die Sünde eine Allgemeingültigkeit auch heute noch ist und dass diese Sünde nur eines zur Folge hat: und zwar den Tod. Aber es gibt ein Heilmittel dafür, welches ist die Gnade und Liebe und das Opfer Jesu Christi. Das ist das, was das ewige Evangelium sagt, dass unsere Werke uns verdammen, aber dass es die frohe Botschaft gibt, dass es jemanden gibt, der diese Strafe auf sich genommen hat und dass die Sünde heute noch so gültig ist, wie sie es damals war. Das heißt, das Sündenproblem wird nicht dadurch gelöst, dass wir den Maßstab ändern, sondern das Sündenproblem wird durch eine andere Sache gelöst werden, und das ist das Evangelium.

[3:49] Und die Lektion stellt hier zwei sehr interessante Fragen. Die erste ist: Warum ist die Verbreitung der Botschaft des Evangeliums ein so großer Segen für diejenigen, die sich daran beteiligen? Und die zweite Frage: Warum ist das Erreichen anderer Menschen einer der besten Wege, sich auf das Kommen Jesu vorzubereiten?

[4:11] Und wir finden darauf eine interessante Antwort am Anfang der Offenbarung. Lass uns gemeinsam aufschlagen: Offenbarung Kapitel 1, die Verse 1 bis 3. Offenbarung Kapitel 1, die Verse 1 bis 3. Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll. Und er hat sie bekannt gemacht und durch seinen Engel seinem Knecht Johannes gesandt, der das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi bezeugt hat und alles, was er sah. Glückselig ist, wer die Worte der Weissagung liest und die sie hören und bewahren, was darin geschrieben steht. Denn die Zeit ist nah.

[4:57] Wir sehen hier, dass die Offenbarung einer gewissen Abfolge zu folgen scheint. Und zwar, wo begann diese Offenbarung laut dem Text? Das finden wir in Vers 1: Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat. Wir haben also am Anfang den Vater, der die Offenbarung gegeben hat. Und er hat sie Jesu Christi gegeben. Und an wen hat er sie weitergegeben? Auch Vers 1: Und durch seinen Engel seinem Knecht Johannes kundgemacht. Das heißt, die Reihenfolge ist: Vater, Sohn, Engel, Johannes. Aber damit ist es noch nicht zu Ende. Denn es geht weiter mit uns. Und wir sollen es anderen erzählen. Das ist die Abfolge des Evangeliums. Das ist die Abfolge der frohen Botschaft, dass wir empfangen, um zu geben.

[5:59] So hat Jesus Christus die Botschaft empfangen, um sie zu geben. Der Engel hat sie empfangen, um sie zu geben. Johannes hat sie empfangen, um zu geben. Und so haben wir sie empfangen, um sie auch zu geben. Und darauf ist ein großer Segen verheißen. Das sehen wir in Vers 3: Glückselig ist, wer die Worte der Weissagung liest und sie behält. Das heißt, für unsere eigene Erlösung ist es von größter Wichtigkeit, diese Liebe, die wir im Herzen tragen, mit den anderen Menschen zu teilen. Und wir werden merken, dass, wenn uns die anderen Menschen wirklich wichtig sind, wir ihnen nicht nur versuchen, die Wahrheit vor den Latz zu knallen, sondern sie wirklich für die Liebe Christi zu gewinnen.

[6:46] Und dadurch lernen wir Fingerspitzengefühl. Dadurch lernen wir, demütig zu sein. Dadurch lernen wir auch einmal besser still zu sein, um den Frieden zu wahren. Und dadurch sehen wir, wann wir was anwenden müssen. Und wir werden immer sensibler im Umgang mit den Menschen, was auch ein großer Zugewinn ist für unsere eigene Persönlichkeit. Also wir sehen, Gott hat hier über und über und über einen Segen verheißen.

[7:20] Und wie ist das nun mit diesem Segen gestaltet? Die Lektion geht weiter mit dem Schächer am Kreuz und dem ewigen Evangelium. Wir sehen, wo Jesus am Kreuz hing, waren mit ihm gekreuzigt zwei Verbrecher. Und beide haben über ihn gespottet und ihn verlacht und gesagt: Wenn du Gottes Sohn bist, dann soll er dir doch helfen, oder hilf dir selbst. Steig vom Kreuz herab und hilf uns auch. Aber einer der beiden hatte sich bekehrt. Einer der beiden hat erkannt, er ist zu Recht hier. Aber dieser, der da hängt, ist nicht zu Recht da. Und er hat gewusst, er kann ihm helfen.

[8:05] Es ist so, dass er gesagt hat: Herr, gedenke an mich in deinem Reich. Und was hat Jesus dann gesagt? Er hat gesagt: Ich sage dir noch heute, du wirst mit mir im Reich der Himmel sein, im Paradies sein. Und hier nur eine kleine Randnotiz. Viele behaupten an der Stelle, dass der Schächer direkt ins Paradies gekommen ist. Und viele akzeptieren, dass die Interpunktion in der Bibel nicht eindeutig ist, sondern dass sie durch Menschen interpretiert worden ist und durch die Übersetzer hinzugefügt worden sind. Woran können wir also sehen, dass es sich hier nicht darum handelt, dass er heute, also als Jesus das gesagt hat, mit ihm im Paradies war? Das sehen wir an der Tatsache der Wiederauferstehung. Als Jesus wiederauferstanden ist und die Frauen ihn sahen und ihn berühren wollten, hat Jesus gesagt: Rührt mich noch nicht an, denn ich bin noch nicht bei meinem Vater gewesen. Das heißt, zu diesem Zeitpunkt am Sonntag war er noch nicht beim Vater gewesen. Demnach konnte er auch noch nicht im Paradies sein und der Schächer mit ihm auch nicht. Daran sehen wir, dass das heute so gemeint ist: Ich sage dir heute, oder heute sage ich dir: Doppelpunkt, du wirst mit mir im Paradies sein. Das hier nur als kleine Randnotiz.

[9:38] Und was ist die Lehre, die wir daraus schließen können? Dass der Schächer, nachdem er alles verloren hat, nachdem alles zu spät war, er hat gesündigt, er ist für seine Sünde geschnappt worden, verurteilt worden zum Tod und dort hing er nun. Und es ist nicht zu spät, Jesus um Vergebung zu bitten.

[9:59] Und er hat diese Chance genutzt. Daraus lernen wir, dass jeder Zeitpunkt der Richtige ist, egal wie wir uns fühlen, egal was wir getan haben. Und ich möchte mit euch eine andere Geschichte lesen, die noch viel, viel eindrucksvoller als die vom Schächer ist. Das Beispiel, das uns die Herrschaft von König Manasse gegeben hat. Lasst uns gemeinsam aufschlagen: Zweiter Könige, Zweiter Könige Kapitel 21, die Verse 1 und 2. Zweiter Könige 21, die Verse 1 bis 2, 6 und 9. Manasse war zwölf Jahre alt, als er König wurde. Und er regierte 55 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Hefziba. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, nach den Gräueln der Heidenvölker, die der Herr von den Kindern Israels vertrieben hatte. Also er, Manasse, hat Dinge gemacht, die auch die Heiden gemacht haben, die Gott vertrieben hat, weil sie das gemacht haben. Wir wissen, das Maß der Sünde musste erst voll werden. Und weil die Heiden das Maß der Sünde voll gemacht haben, wurde die Zeit reif, dass sie durch das Volk Israel vertrieben werden sollten. Und genau das hat König Manasse auch gemacht.

[11:23] Und wir lesen weiter in Vers 6: Er ließ auch seinen Sohn durchs Feuer gehen und trieb Zeichendeuterei und Zauberei und hielt Geisterbefrager und Wahrsager. Er tat vieles, was böse ist in den Augen des Herrn, um ihn herauszufordern. Wir sehen also, dass er sich mit okkulten Praktiken beschäftigt hat und Sachen gemacht hat, um Gott herauszufordern. Also er wusste, Gott möchte das, also mache ich das. Ich mache genau das Gegenteil.

[11:58] Und Vers 9b: Und Manasse verführte sie, das Volk, so dass sie Schlimmeres taten als die Heidenvölker, und der Herr vor den Kindern, die der Herr vor den Kindern Israels vertilgt hatte. Wir sehen hier, dass wir einen König haben, der nicht nur Böses tut, sondern das Böse tut, um Gott entgegen zu handeln. Und ich glaube, dass viele, viele, viele Israeliten durch seine Taten und durch seine Herrschaft abgefallen sind vom Glauben, die andernfalls hätten gerettet werden können.

[12:40] Wir haben es hier mit einem bösen König zu tun, der böse Dinge getan hat und auch noch andere verführt hat, die es nicht besser wussten. Aber damit ist die Geschichte nicht vorbei von König Manasse.

[12:53] Lasst uns in zweiter Chronik Kapitel 33 schauen. Zweiter Chronik Kapitel 33 und dort die Verse 10 bis 13. Und der Herr redete zu Manasse und zu seinem Volk, aber sie achteten nicht darauf. Da ließ der Herr, der der Herführer des Königs von Assyrien über sie kommen, die fingen Manasse mit Haken, banden ihn mit zwei ehrenden Ketten und führten ihn nach Babel. Als er nun in Not war, flehte er den Herrn, seinen Gott, an und demütigte sich sehr vor dem Gott seiner Väter.

[13:37] Jetzt noch den Vers 13: Und als er zu ihm betete, ließ sich Gott von ihm erbitten, so dass er sein Flehen erhörte und wieder nach Jerusalem zu seinem Königreich brachte. Da erkannte Manasse, dass der Herr Gott ist.

[13:57] Wir sehen an dieser Stelle, es war alles zu spät. Gott hat sein Strafgericht zu ihm geschickt. Er ist in Ketten festgebunden und weggeschleppt worden. Er war verloren. Er wusste, er hat nur Böses getan. Er wusste, das, was er getan hat, hat er verdient. Und da sehen wir, er demütigte sich vor Gott und er flehte Gott an.

[14:28] Gott hat ihn erhört und hat ihn wieder zu seinem Königtum gebracht. Und danach lesen wir von Manasse, dass er wie ausgewechselt war, dass er plötzlich ein guter König wurde. Wir sehen hier, dass er echte Reue hatte, dass er nicht gesagt hat: Ich mache das alles, jetzt kommt er in die schlimme Situation und sagt: Gott, Gott, bitte hilf mir. Er kommt wieder in sein Amt und macht dann so weiter wie zuvor. Nein, sein Herz hatte sich verändert.

[14:59] Und so können wir sehen, wie Gott Gnade verwendet. Er verwendet Gnade für diejenigen, die sich wirklich ändern wollen, so wie der König Manasse. Und welch Hoffnung gibt uns das, dass wir sehen können, wenn selbst solch ein König, der so viel Schlechtes getan hat, am Ende Gnade vor Gott findet, wie sehr ich, der ich auch ein Sünder bin.

[15:22] Der nächste Abschnitt ist: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre. Und der Autor hat in der Lektion eine tolle Abfolge von Versen gemacht, was Gott zu fürchten bedeutet. Er hat geschrieben in 1. Mose 22, Vers 12, dass Gott zu fürchten bedeutet, Gott höher zu achten als alles andere. Im Fall von Abraham, dass er ihn höher achtet als das Leben seines Sohnes Isaak. Dann 2. Mose 20, Vers 20, dass die Furcht vor Gott bewirkt, dass sie nicht sündigen. Hiob 1, Vers 9 sagt: Gottes Furcht bewahrt vor Unheil und sorgt für seinen Schutz. Und Matthäus 5, Vers 16 sagt: Menschen sollen den Vater im Himmel preisen, dadurch, dass sie die Werke sehen. Damit meint ja der Autor, dass Gott hier die Ehre gegeben werden sollte.

[16:19] Aber sollen wir Gott denn wirklich fürchten? Wir sollten verstehen, was die Furcht Gottes ist. Und dazu lasst uns gemeinsam aufschlagen: Sprüche, Kapitel 8, Vers 13. Sprüche, Kapitel 8 und dort in Vers 13 steht: Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen.

[16:46] Also wir wissen jetzt, die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen. Das ist nur der erste Teil. Der zweite Teil, den finden wir in den Psalmen, Psalm 97, Vers 10. Psalm 97, Vers 10: Die ihr den Herrn liebt, hasst die Sünde.

[17:09] Wir sehen also, die, die Gott, also Gott, Gott zu fürchten, bedeutet, das Böse zu hassen. Um Gott zu lieben, bedeutet das Böse zu hassen. Deshalb bedeutet die Furcht vom Herrn, Gott zu lieben. Und genau das sehen wir in Johannes 14, Vers 15. Johannes 14, Vers 15, wo Jesus sagt: Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote.

[17:41] Wir sehen, was die Furcht Gottes bedeutet. Und wenn der Engel kommt und sagt: Fürchtet Gott, dann heißt das nicht: Habt Angst vor ihm. Eher Angst, was sein Kommen bewirken könnte. Das werden wir gleich sehen. Aber es heißt: Liebet Gott. Und das Zeichen, die Werke, die entstehen, wenn wir Gott lieben, ist, seine Gebote zu halten, Gutes zu tun, damit die Menschen, die das tun, preisen. Und zwar den Vater im Himmel, für die Werke, die sie sehen.

[18:19] Der nächste Abschnitt ist: Dass die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Wir haben gelernt, dass Gott ein Gott der Gerechtigkeit ist und auch ein Gott des Gerichts. Auf welcher Grundlage richtet ein jeder Richter? Die Frau meines Patenonkels ist Richterin oben in Norddeutschland. Und sie richtet anhand von Gesetzen. Das ist die Grundlage, wie sie Fälle entscheidet. Und genau so ist es auch beim Gericht Gottes. Gott hat ein Gesetz, das er uns offenbart hat und anhand dessen werden wir gerichtet. Und wir sehen, was wir für eine Strafe zu erwarten haben, aufgrund unserer Werke, aufgrund unserer Sünden, nämlich den Tod.

[19:15] Und das soll uns ein Stück weit Angst machen. Es soll uns insofern Angst machen, dass wir sehen, wir haben hier ein wirkliches Problem. Und gerade hier kommt die gute Nachricht, das Evangelium zum Tragen, dass nämlich die Strafe getragen wurde. Gott hatte einen Bund geschlossen. Und was ist ein Bund? Ein Bund ist nichts anderes als ein Vertrag. Und wie kommt ein Vertrag zustande? Durch Angebot und Annahme. Jesus bietet es uns an und wir können es annehmen oder auch ablehnen. Die Wahl liegt ganz allein bei uns. Aber wir müssen diese Strafe nicht selber ertragen.

[19:58] Und wir sehen anhand der Lektion, welche Dinge in diesem Gericht behandelt werden, auf was Gott schaut. Das sehen wir in Matthäus 12, Vers 36, wo wir Rechenschaft über jedes einzelne Wort ablegen müssen.

[20:17] Ich war früher ein sehr sarkastischer und sehr ironischer Mensch und ich versuche das Stück für Stück abzulegen, weil jedes meiner Worte darüber wird Rechenschaft abgelegt. Nicht wie ich es sage, sondern was ich sage. Das heißt, wenn meine Worte einfach nur aufgeschrieben werden, kann man eine Ironie oder einen Sarkasmus nicht mehr herauslesen. Ich hätte dann ein großes Problem. Darum bemühe ich mich einfach, meine Sprache zu verfeinern, denn diese Stilmittel sind überhaupt nicht nötig.

[20:50] Das zweite sehen wir in Prediger Kapitel 12, Vers 14, dass jedes Werk auf den Prüfstein kommt. Also alles, was ich tue, wird dorthin kommen. Und da ist wichtig: Tue ich es für mich oder tue ich es für Gott? Weil nur die Dinge, die ich wirklich für Gott tue, sind gute Werke. Und der dritte Text ist in 1. Korinther 4, Vers 5, wo jede Motivation unseres Herzens geprüft wird.

[21:25] Also, was wird geprüft in diesem Gericht? Es wird wirklich alles. Jedes Wort, das ich spreche, jedes Werk, das ich tue, jede Motivation, warum ich etwas tue. Und wenn wir jetzt ehrlich unser Leben betrachten und uns betrachten, können wir dann sagen, wir sind makellos vor einem allgerechten Richter, oder haben wir doch Dinge, die wir bereuen sollten und für die wir den Tod eigentlich verdient haben, nach biblischem Maßstab?

[21:57] Und es beginnt dabei, wenn wir unversöhnlich waren. Wir sehen durch diese Tatsache, wie sehr wir Vergebung nötig haben. Und nur, wenn wir sehen, wie sehr wir selber Vergebung nötig haben, sind wir auch bereit, anderen Vergebung zu geben. Jemand, der mir was angetan hat, dem es noch nicht mal leid tut, ihm trotzdem zu vergeben. Weil wir sind in diesem Gefängnis. Wenn wir nicht vergeben können, dann ist auf uns, auf unserem Herzen Schatten. Und wenn wir dann vergeben können, erleben wir die wirkliche Freiheit in Christus. Das ist so immanent wichtig.

[22:44] Und das ist der erste Engel, der fliegt. Und lasst ihn uns noch mal genauer lesen. Also Offenbarung Kapitel 14, die Verse 6 und 7. Offenbarung Kapitel 14, die Verse 6 und 7.

[23:00] Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volksstamm und jeder Sprache und jedem Volk. Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Und betet den an, der Himmel und Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.

[23:26] Wir sehen hier das ewige Evangelium, das an alle Welt hinausgetragen wird. Wir sehen, dass wir Gott fürchten, also ihn lieben sollen und ihm die Ehre geben sollen. Wir sehen, dass das Gericht kommen wird. Und es geht hier um Anbetung: Betet den an, der gemacht hat. Also wir sollen den Schöpfergott anbeten. Das ist der wahre Grund, warum Gott angebetet werden soll, weil er der Schöpfergott ist. Kein anderer ist das.

[23:59] Und wir haben hier eine interessante Formulierung: mit der gemacht hat, Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen. Und wir finden eben diese Formulierung in Kapitel, 2. Mose, Kapitel 20, die Verse 8 bis 11. 2. Mose, Kapitel 20, die Verse 8 bis 11. Wir sind in den zehn Geboten und hier ein besonderes Gebot: Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn. Und jetzt gehe ich direkt in Vers 11: Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Und er ruhte am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt.

[24:59] Wir finden hier versteckt in einer Formulierung eine Anspielung, die auf den Sabbat der zehn Gebote deutet. Und das finden wir tatsächlich noch deutlicher. Wir haben die weiteren Verse in der Offenbarung, Offenbarung Kapitel 14, da die Verse 8 bis 11. Da haben wir nämlich die zwei anderen Engel, die dem ersten Engel folgen. Verse 8 bis 11.

[25:22] Und ein anderer Engel folgte ihm, der sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat. Und ein dritter Engel folgte ihm, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Mahlzeichen auf seine Stirn unter seiner Hand annimmt, so wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns. Und er wird mit Feuer und Schwefel gepeinigt werden und vor den Engeln und vor dem Lamm.

[25:53] Wir sehen hier, dass das, was wir im ersten Engel sehen, durchaus in den anderen beiden Engeln noch mit drin steckt. Wir haben die Unzucht von Babylon. Was ist Unzucht? Das ist eine Untreue gegen Gott. Und das ist tatsächlich das Gegenteil von dem, Gott zu fürchten bzw. Gott zu lieben. Wir sehen, dass es hier um Anbetung geht, nämlich Anbetung des Tieres, des Bildes und die Annahme des Mahlzeichens.

[26:25] Und dieses Mahlzeichen, was das genauer ist, das können wir deutlicher sehen im Vers 12. Ich lese mit euch schnell den Vers 12. Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben von Jesus bewahren.

[26:49] Wir haben hier die Gebote Gottes. Das heißt, diejenigen, die die Gebote Gottes halten und bewahren, die nehmen nicht das Mahlzeichen an und beten die Tiere und das Bild des Tieres nicht an. Das heißt, dass die Gebote Gottes unglaublich wichtig sind. Und die meisten Christen würden das sofort mit unterschreiben. Sie würden sagen: Vater und Mutter ehren ist wichtig, du sollst nicht töten ist wichtig, du sollst nicht ehebrechen ist wichtig, du sollst nicht stehlen ist wichtig, du sollst nicht lügen ist wichtig, du sollst nicht begehren ist wichtig, Gott ist der alleinige Gott und nur er verdient Anbetung ist wichtig, du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen ist wichtig, du sollst dir weder Bildnis noch Gleichnis machen ist für die meisten Christen wichtig. Nur dieses vierte Gebot: Gedenke den Sabbat-Tag und heilige ihn. Das scheint für viele nicht wichtig zu sein, denn sie sagen, der Sonntag ist der christliche Sabbat, aber er ist nicht der biblische Sabbat, er ist nicht der Sabbat der zehn Geboten, er ist ein Schutz für die Heiligen.

[28:06] Und das ist die Sache, die Gott für die Endzeit uns mitgeben möchte, anhand der drei Engelsbotschaften. Wir werden in den folgenden Lektionen noch viel, viel tiefer in dieses Thema hineingehen. Wir haben uns heute den ersten Engel mit seiner ganzen Kraft anschauen können. Wir konnten sehen, welch Liebe und Güte Gott in seiner Vergebung hat und dass auch wir das in Anspruch nehmen dürfen. Aber wir die Gnade nur in Anspruch nehmen, wenn wir danach das Richtige tun.

[28:41] Und was ist das Richtige laut diesen Versen? Es ist die Gebote Gottes zu bewahren und das ist nicht, indem wir Traditionen folgen, sondern das ist wirklich dem Wort Gottes zu folgen. Und es bedeutet auch unsere Herzen zu prüfen täglich, ob wir wirklich in dem Wort Gottes wandeln.

[29:05] Denn wir wissen, wie Jesus gesagt hat: Es steht geschrieben, du sollst nicht töten. Ich aber sage euch: Wenn du nur über deinen Nächsten böse denkst, so hast du ihn getötet. Und wie oft passiert uns das im Straßenverkehr, in der Gemeinde, wenn unser Lieblingsgeschwisterchen wieder was macht, was wir nicht möchten. So oft geschieht es uns und so oft brauchen wir Vergebung. Und Vergebung wird uns dann zum Teil, wenn wir unsere Herzen zerreißen vor Gott und uns ändern lassen. Und das ist das, was ich jedem Einzelnen von uns wünsche, dass wir diese Veränderung in unserem Leben erfahren.

[29:46] Auch wenn sie längere Zeit auf sich warten lässt, auch wenn wir eine Sünde haben, mit der wir schon seit Jahrzehnten kämpfen und wir schon langsam glauben, dass Gott hier keine Befreiung mehr machen kann. Haltet fest, standhaftes Ausharren tut Gutes. Und wenn es auch dein Wunsch ist, Gott in dein Leben hinein zu lassen und wirklich anhand seines Wortes dich prüfen zu lassen, egal wie schlimm es gewesen ist mit dir, dass du Vergebung von Gott erfährst und auch Vergebung von deinen Geschwistern erfährst, dann bitte ich dich, steh mit mir gemeinsam auf und lass uns unseren Gott bitten, dass er dieses Wunder in unseren Herzen und in unserem Leben vollbringen kann.

[30:32] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für dein Wort. Wir danken dir für die Möglichkeit für das Bibelstudium. Heiland, ich danke dir für die wertvollen Botschaften, die du gegeben hast für die Endzeit. Gott, dass die Drei-Engels-Botschaft uns nicht mit Angst erfüllen soll und auch die Menschen nicht mit Angst erfüllen soll, sondern mit Liebe. Natürlich ist eine große und schwere Warnung gegeben, aber gleichzeitig ist die Hoffnung dabei.

[31:12] Großer Gott, du siehst in unseren Herzen, du siehst unser Leben und du siehst, wo wir dir in Gedanken, in Werken oder in Motivation untreu gewesen sind. Und wir bitten dich, schenke du uns einen neuen Geist, schenke du uns einen neuen Sinn und lass uns gute Werke vollbringen. Großer Gott, wir bitten dich, höre nicht auf, an uns zu arbeiten und lass uns den Sieg erfahren, dass wir mit dir weiter vorangehen können. Heiland, du kannst alles machen, das Wollen und das Vollbringen. Und auf diese Verheißung stützen wir uns heute. Großer Gott, wir danken dir für deine verändernde Kraft, deine überströmende Gnade und deine Liebe. So bitten wir all das im kostbaren Namen Jesu. Amen.


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