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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2018 4th Nr 12

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour wird die Bedeutung der Gemeindeorganisation und Einheit im christlichen Glauben beleuchtet. Christopher Kramp erklärt anhand biblischer Texte, wie die Leitung der Gemeinde von Jesus Christus ausgeht und wie die Bibel als oberste Autorität dient. Es wird betont, dass Gemeindeleitung auf Dienst, Liebe und dem Vorbild Jesu basieren sollte, und nicht auf weltlichen Machtprinzipien. Die Lektion gibt auch Einblicke in die biblischen Prinzipien der Gemeindestruktur und die Rolle jedes Mitglieds im Dienst für die Erfüllung des Missionsauftrags.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q4: Einheit in Christus

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.tv.de. Ein herzliches Willkommen gilt auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zur zwölften und vorletzten Folge unserer Serie über die Einheit in Christus. Ich denke, wir haben alle eine ganze Menge gelernt und hoffentlich auch in die Praxis umgesetzt. Nichts wäre dramatischer, als wenn wir uns ein ganzes Quartal über Einheit unterhalten und das Thema der Einheit in der Bibel studieren und am Ende genau so zerstritten sind wie vorher. Wenn es also Dinge gibt in deinem persönlichen Leben, in deiner Familie, in deiner Gemeinde, wo du für die Einheit beitragen kannst, dann tu es so schnell wie möglich.

[1:08] Heute wollen wir uns in dieser vorletzten Folge noch einmal um die Gemeinde Gedanken machen. Das Thema ist Gemeindeorganisation und Einheit und damit bereiten wir uns vor auf das Bibelgespräch am 22. Dezember. Das ist ein sehr interessantes, sehr wichtiges und auch durchaus aufgrund der aktuellen Ereignisse brisantes Thema. Wir wollen uns anhand der Bibel diesem Thema nähern und feststellen, was Gott zur Gemeindeorganisation zu sagen hat und wie das gelingen kann in seinem Sinne. Da möchten wir Gott bitten, dass er mit seinem Heiligen Geist unsere Gedanken führt und leitet und ich lade dich zu einem Anfangsgebet ein.

[1:49] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dein Wort haben und danke, dass du deiner Gemeinde vorangehst. Danke, dass du die Gemeinde ins Leben gerufen hast und dass du dich dafür verbürgst, dass sie auch ans Ziel kommen wird. Wenn du jetzt dein Wort studieren, um besser zu verstehen, wie Einheit in der Gemeinde auf der lokalen Ebene und auf der weltweiten Ebene gelingen kann, möchten wir dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir gute Gedanken haben, die von dir kommen und dass wir nach der Einheit trachten, die der ganzen Welt deinen Charakter und die Einheit, die bei dir herrscht, widerspiegelt und zeigt. Und wir möchten dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist und dass wir aus deinem Wort das lernen, was du möchtest, das wir jetzt verstehen. All das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:39] In 1. Mose 1 und dort Vers 26 wird uns gesagt: „Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer, die Vögel des Himmels, über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht.“ Schon ganz am Anfang war die Idee, dass Menschen Leitungen übernehmen, sie sollten sozusagen die Leiter, die Herrscher in der Schöpfung sein, die Gott in diesen sechs Tagen vollbracht hatte. Diese Herrschaft des Menschen war eine Herrschaft, die ein Abbild war, sie sollten ein Abbild geben von der Herrschaft, wie Gott selbst sie ausübt. Wenn Gott Menschen zum Herrschen oder zum Leiten, zum Vorstehen einer Gruppe von Wesen beruft, dann immer, um dadurch etwas widerzuspiegeln von der Herrschaft und dem Wesen Gottes. Jeder von Gott berufene Leiter, der in irgendeiner Kapazität einer Gruppe, einer Organisation leitet, herrscht sozusagen, ist aufgerufen, Gott und sein Wesen, die Einheit, die bei Gott existiert, zu reflektieren, ein Bild von Gott zu sein. Das ist eine ganz fundamentale Idee, die sich dann hindurchziehen wird durch das gesamte Bibelstudium heute. Leitung ist immer ein Abbild Gottes sein.

[4:19] Der Mensch sollte also herrschen, aber er sollte, wie gesagt, kein absolutistischer Diktator sein, der nur sich selbst verpflichtet war, sondern er war quasi Vizekönig, er stand unter einem Höheren. Das wird deutlich aus Vers 28, dort heißt es so einfach: „Und Gott segnete sie.“ Sie, das sind Mann und Frau, die er geschaffen hatte in seinem Bild nach Vers 27 und dann steht in Vers 28: „Und Gott segnete sie.“ Nun, in Hebräer 7 und dort Vers 7 können wir lesen, was dieser Satz „Und Gott segnete sie“ bedeutet, etwas, das uns vermutlich auch sowieso ganz klar gewesen wäre. In Hebräer 7, Vers 7 heißt es: „Nun ist es aber unwidersprechlich so, dass der Geringere von dem Höhergestellten gesegnet wird.“ Wenn also der Mensch von Gott gesegnet wird, bedeutet das, dass der Mensch trotz seiner Herrschaftsrolle unter Gott steht, denn Gott ist es, der ihn segnet und Gott ist es, der über ihm steht.

[5:28] Nun, wer genau ist der Schöpfer von Adam und Eva gewesen, von der ganzen Welt, die dem Menschen unterstellt wurde? In Kolosser 1 und dort ab Vers 15 wird Paulus sehr konkret. Wir wissen aus der Bibel, dass Vater, Sohn und Heiliger Geist alle beteiligt waren an dem Schöpfungsgeschehen, an verschiedenen Rollen und Funktionen, aber dann heißt es hier in Kolosser 1, ab Vers 15, ganz konkret über Jesus Christus: „Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist, denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten, alles ist durch ihn und für ihn geschaffen und er ist vor allem und alles hat seinen Bestand in ihm.“ Er ist der Schöpfer, er ist es, der den Menschen zum Herrscher über die Tiere und die Pflanze und all die ganze Natur gemacht hat, in Übereinstimmung natürlich mit seinem Vater und mit dem Heiligen Geist. Er hat alles geschaffen, alles ist für ihn geschaffen und alles wird durch ihn erhalten.

[6:43] Und jetzt im nächsten Vers heißt es: „Und er ist das Haupt des Leibes der Gemeinde, er, der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei.“ Hier wird sehr deutlich, hier geht es nicht um den zeitlichen Aspekt des Ersterseins, hier geht es um den Rang. Er ist das Haupt der Gemeinde, er ist der Oberste, er ist der Erste im Rang, nicht der Erste in der Zeit. Er ist nicht der Erste, der geschaffen wurde, sondern er ist der, der über allen steht, weil Jesus alles geschaffen hat, weil er alles erhält, weil alles für ihn geschaffen ist, deswegen ist er logischerweise der Oberste, das oberste Haupt, der Kopf der Gemeinde. Er ist der wahre Gemeindeleiter.

[7:32] So ähnlich finden wir das auch im Epheserbrief. Paulus sagt das immer mal wieder. In Epheser Kapitel 1 und dort Vers 22, dort heißt es: „Und er hat alles seinen Füßen unterworfen.“ Also Gott, der Vater hat alles Jesus unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben. Jesus ist nicht nur das Haupt der Gemeinde, er ist Haupt über alles in der Gemeinde. Also es gibt nichts im Gemeindeleben, in der Gemeindestruktur, in der Lehre der Gemeinde, in allem, was die Gemeinde betrifft, in dem Jesus nicht den absoluten Vorrang hat. Jesus ist über alles, was die Gemeinde betrifft. In jeder einzelnen Sache, die wir als Gemeinde besprechen, diskutieren, entscheiden, müssen wir uns vergegenwärtigen, dass Jesus absoluter König ist, Herrscher, der Oberste, der die Gemeinde leitet.

[8:32] Jesus hat eine ganze Reihe von Namen und Titeln und einer von denen, den finden wir in Offenbarung 19, Vers 13. Einer von diesen Titeln hat in dieser Hinsicht eine ganz praktische Bedeutung für unser Thema. In Offenbarung 19, Vers 13, im Zuge der Beschreibung der Wiederkunft Jesu, die hier in symbolischen Bildern dargestellt wird, findet sich folgende Aussage: In Offenbarung 19, Vers 13: „Und er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist und sein Name heißt: Das Wort Gottes.“ Jesus wird genannt, das Wort Gottes, weil er das Wort Gottes ist. Wir wissen das aus Johannes 1 und dort ab Vers 1: „Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.“ Jesus ist das Wort Gottes. Er identifiziert sich mit den Worten Gottes. Er ist die lebendige Kommunikation Gottes sozusagen. Das heißt, wenn das Wort Gottes in unseren Händen ist, dann spricht Jesus zu uns.

[9:37] Wenn also Jesus das Oberhaupt der Gemeinde ist und er nicht direkt hörbar, sichtbar vom Himmel direkt zu uns spricht, was jetzt so gut wie nie vorkommt, dann ist es das Wort Gottes, das ihn repräsentiert. Dann ist die Bibel die allerhöchste, oberste Autorität in der Gemeinde, denn sie zeugt von ihm, wie er in Johannes 5, in Vers 39 und 40 ja so deutlich zeigt, wie wir es auch in Lukas 24 sehen können, wo er deutlich macht, dass in allen Propheten die Weissagungen auf ihn hin zielen. Wenn wir uns mit der Bibel beschäftigen, beschäftigen wir uns mit Jesus, mit seiner Person, mit seiner Botschaft, mit seinem Charakter. Wenn Jesus wirklich die oberste Herrschaft in unserer Gemeinde hat, wenn wir, wie wir alle immer sagen, ihn als Haupt der Gemeinde akzeptieren, dann müssen wir uns in jeder Frage, in jeder Praxis, in jeder theologischen Disputation, müssen wir uns immer unter das Wort Gottes stellen. Es hat absolute höchste Autorität.

[10:44] Genau das sagt Jesaja 8 und dort Vers 20. Jesaja 8 und dort Vers 20, dort heißt es: „Zum Gesetz und zum Zeugnis! Wenn sie nicht so sprechen, gibt es für sie kein Morgenrot.“ Jeder Versuch, die Gemeinde zu leiten, am Wort Gottes vorbei, wenn Prinzipien und Lehren und Prophezeiungen der Bibel ignoriert werden oder geleugnet werden oder abgeschwächt werden, verwässert werden. Jeder Versuch, so die Gemeinde zu leiten, wird im Chaos und im Abfall und im Niedergang enden. Wir müssen das Wort Gottes als allerhöchste, oberste Autorität für Lehre und Praxis der Gemeinde akzeptieren. Nur dann macht die Aussage: „Jesus ist das Haupt der Gemeinde“ auch in der Realität wirklich Sinn. Ansonsten ist es nur eine Floskel, die niemandem etwas wirklich hilft.

[11:39] Interessant ist es aber, dass in der Offenbarung wir noch etwas genauer diesbezüglich informiert werden. In der Offenbarung 19, Vers 10: „Und ich fiel vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten.“ Das ist Johannes, der so begeistert war und so überwältigt war von dem, was er dort in der Offenbarung sieht und vor dem Engel niederkniet. Dann heißt es hier weiter: „Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tu es nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.“ Was unter anderem in diesem Vers drin steckt, ist, dass der Geist der Weissagung ein Zeugnis von Jesus ist. Also Jesus Christus teilt sich mit durch den Geist der Weissagung.

[12:26] Das ist der Grund, warum der Engel sagt: „Bete mich nicht an, ich bin einer deiner Mitknechte, einer deiner, wie der Prophet im Paralleltext in Offenbarung 22, er sagt: „Ich bin wie ein Prophet, ich habe eine Botschaft von Jesus erhalten, ich gebe die Botschaft nur weiter. Du sollst nicht mich anbeten, bete Gott an, bete Jesus an. Denn er hat die Botschaft gegeben, ich bin nur das Instrument in seinen Händen.“ So beschreibt der Engel diese Idee vom Geist der Weissagung.

[12:51] In Offenbarung 12, Vers 17 wird uns gesagt, dass die Übrigen, dass die Endzeitgemeinde, die letzten Generationen auf dieser Welt, vor der Wiederkunft Jesu, der treue Nachfolger Jesu, dass sie genau diesen Geist der Weissagung haben werden. Das heißt hier in Offenbarung 12, Vers 17: „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.“ Der Geist der Weissagung ist das Instrument, durch das Jesus zu uns spricht.

[13:27] Das bedeutet, wenn wir sagen, Jesus ist das Haupt der Gemeinde, dann sollten in den Entscheidungen, die wir als Gemeinde treffen, egal ob lokaler, nationaler, regionaler oder auch vielleicht weltweiter Ebene, dann sollten die Ratschläge und die Weisungen des Geistes der Weissagung höchste Autorität haben. Höhere Autorität als jede menschliche Meinung, als jede Tradition, als jede kulturelle Erwägung. Das Wort Gottes als absoluter Maßstab und der Geist der Weissagung ebenfalls als höchste Autorität in den Fragen, wie die Gemeinde geleitet werden soll, denn dort spricht Jesus direkt zu uns. Dort finden wir das Zeugnis Jesus.

[14:14] Wenn wir wissen wollen, wie Jesus seine Gemeinde geführt haben möchte, dann sollten wir die Ratschläge lesen und beherzigen und befolgen, die er durch den Geist der Weissagung auch Ellen White gegeben hat. Wenn wir Ellen White lesen und umsetzen in unseren Gemeinden, dann sagen wir die Wahrheit. Wenn wir sagen, dass wir glauben, dass Jesus der Kopf der Gemeinde ist, wenn wir sie ablehnen, wenn wir sie ignorieren, wenn wir das nicht haben wollen, dann verkommt dieser Satz zu einer Floskel, denn hier spricht nach unserem Verständnis ebenfalls Jesus zu uns.

[14:49] Gehen wir zurück zu Paulus und gehen wir in den Epheserbrief, in Epheser Kapitel 5 und dort Vers 22 und 23. Epheser 5 und dort Vers 22 und 23: „Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn, denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist, und er ist der Retter des Leibes.“ Was Paulus hier deutlich macht, ist, dass die Unterordnung der Frau unter den Mann ein Symbol ist, eine metaphorische Darstellung sozusagen, wie die Gemeinde sich unter Jesus unterordnet. Nun ist Jesus kein Despot, kein Diktator, der einfach seine Gemeinde ausnutzt und genauso wenig sollten Männer sich ihren Frauen gegenüber so verhalten. Weil das leider zu oft vorgekommen ist, haben einige Menschen große Probleme mit diesen Worten von Paulus, aber eigentlich soll die Ehe ein Abbild sein dessen, wie Gott wirkt für seine Gemeinde und entsprechend ist also Jesus der Retter und der Erhalter der Gemeinde.

[16:04] Nun, seit wann gab es die Unterordnung der Frau unter den Mann? Wir lesen in 1. Mose 3, Vers 16, dass dies eine Konsequenz des Sündenfalls war. Vor dem Sündenfall herrschte absolute Harmonie. Es gab keine Meinungsverschiedenheiten, die zu Streit geführt hätten, denn es gab keine Sünde, es gab keinen Streit, es gab keinen Konflikt zwischen Gut und Böse im Leben der Menschen. Der Satan war zwar schon abgefallen, aber die Menschen lebten in totaler Harmonie mit Gott, unter der Führung seines Geistes, aber jetzt war Sünde da und aufgrund der Sünde war zum ersten Mal auch eine Trennung zwischen Mann und Frau zu beobachten, als sie sich gegenseitig dann die Schuld zuschoben, beziehungsweise der Adam der Eva und die Eva dann der Schlange. Und so lesen wir in Vers 16: „Und zur Frau sprach er: Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären, und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, er aber wird über dich herrschen.“ Die Unterordnung der Frau unter den Mann war eine Folge der Sünde und sollte den Heilsplan Gottes illustrieren. Solange übrigens der Heilsplan Gottes damit nicht zur Vollendung gekommen ist und das Problem der Sünde besteht, bleibt auch diese symbolische Anordnung in der Familie bestehen, die auch ihre Auswirkungen auf die Gemeinde hat. Das aber hier nur nebenbei angemerkt.

[17:34] In Epheser 5 und dort Vers 24 heißt es dann: „Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem.“ Das ist nicht nur eine Theorie, sondern sie soll praktisch sichtbar sein. Im christlichen Haus soll diese theologisch verankerte Unterordnung der Gemeinde und des Christus sichtbar werden in den Familien. Aber entscheidend ist jetzt Vers 25: „Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleich wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat.“

[18:17] Der Führungsstil von Jesus, heutzutage wird ja viel diskutiert über Führungsstile, in welcher Art soll man führen. Hier wird der Führungsstil Jesu gezeigt. Der Führungsstil Jesu ist Liebe, absolute bedingungslose Liebe, die sich völlig hingibt, die sich selbst hingibt. Das heißt, er hat sich selbst für sie hingegeben. Warum? Galater 1 und dort Vers 4: „Der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, damit er uns herausrette aus dem gegenwärtigen bösen Weltlauf nach dem Willen unseres Gottes und Vaters.“ Das ist übrigens ein sehr hoher Maßstab, den Paulus hier den Männern mitgibt, wenn er sagte: „So wie Jesus Sünde liebt und sich für sie hingibt, um sie zu retten, so sollt ihr eure Frauen lieben. Ihr sollt selbst euch aufgeben, sozusagen große Opfer bringen, um euren Frauen zu helfen, damit sie gerettet werden können.“

[19:18] Nun, das ist der Führungsstil Jesu und den wollen wir im Hinterkopf behalten, weil dieser Führungsstil Jesu jetzt in der praktischen Gemeindeleitung immer wieder zum Tragen kommen wird. Was ist Jesu Ziel, indem er die Gemeinde leitet? Vers 26: Warum macht er das? Es heißt hier weiter: „Damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort.“ Jesus reinigt uns, er schenkt uns sein Wort und er hat das große Ziel, dass die Gemeinde heilig wird, eine heilige Gemeinde. Darauf arbeitet er hin und wenn das das Ziel von Jesus ist, dann sollte es auch das Ziel von jedem einzelnen Unterleiter sein, egal auf welcher Ebene er eine Leitungsposition hat, dann sollte das Ziel sein, die Gemeinde zu heiligen. Wer also daraufhin arbeitet, dass die Gemeinde heilig wird, der arbeitet mit Jesus in der Gemeindeleitung zusammen. Wer dieses Ziel irgendwie absurd findet, extrem und sich dagegen eher stemmt, der behindert Jesus in seiner Leitungsfunktion.

[20:29] Was ist das endgültige Ziel? Vers 27: „Damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so dass sie weder Flecken noch Runzel noch etwas ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei.“ Nun, übrigens nebenbei gesagt, bedeutet das, dass auch das Ziel in der Ehe das ist, dass wir leben sollen, so dass es dem Ehepartner einfacher fällt, dass wir ihm helfen sozusagen einen tadellosen und heiligen Charakter zu bekommen. Die Frage ist dann oft, ob wir zu diesem Ziel förderlich oder eher hinderlich sind im Alltag. Eine Frage, die wir uns praktisch im Leben stellen müssen. Aber auf die Gemeinde bezogen sehen wir jetzt hier, dass Jesus ein klar definiertes Ziel hat. Er möchte, dass die Gemeinde tadellos und fleckenlos ist oder wie es an anderer Stelle in 1. Korinther 1, Vers 8 heißt, unverklagbar, so dass wenn er wiederkommt, er sich nicht nur um das Problem der Sünde kümmern muss, weil dieses Problem gelöst ist, weil durch seine Liebe, durch den Heiligen Geist die Gemeinde so umgestaltet worden ist, dass sie jetzt tatsächlich heilig und tadellos, ohne Flecken und ohne Runzeln ist, dass sie die Sünde überwunden hat durch das Blut Jesu.

[21:54] Nun, wir sehen im Schöpfungsbericht, das kann man an vielen Details ablesen, zum Beispiel der Tatsache, dass Gott das Licht schafft und dann am vierten Tag die Himmelskörper, die dann das Licht weiterleuchten lassen oder auch, dass er in den ersten Tagen die einzelnen Dinge, die er schafft, mit Namen benennt, aber dann die Tiere von Menschen benennen lässt. Wir sehen an diesen Details, dass Gott es liebt zu delegieren. Er liebt es, seine Schöpfung mit einzubeziehen, in allem, was er tut. Und er bezieht die Geschöpfe für die Aufgaben ein, für die sie adaptiert sind, für die sie geschaffen sind, für die sie befähigt sind sozusagen und so hat er auch die Leitung der Welt sozusagen delegiert in einem gewissen Ausmaß an den Menschen und so delegiert er auch die Leitung der Gemeinde in einem gewissen Ausmaß an Menschen. Das ist also ein biblisches Prinzip. Es gibt also Gemeindeleitung, nicht einfach, weil Gott nicht wüsste, wie er es alleine tun könnte, sondern es gibt Gemeindeleitung unter Jesus, weil Gott grundsätzlich von den Aufgaben, die er hat, immer gerne abgibt und Leute mitmachen lässt, soweit es ihren Fähigkeiten entspricht. Und so geschieht also Gemeindeleitung unter der Leitung Jesu.

[23:12] 1. Petrus 5 und dort Vers 2 bis 4. 1. Petrus 5, Vers 2 bis 4: „Hütet die Herde Gottes bei euch, indem ihr nicht gezwungen, sondern freiwillig Aufsicht übt, nicht nach schändlichem Gewinn strebend, sondern mit Hingabe, nicht als solche, die über das Ihnen zugewiesene herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde seid. Dann werdet ihr auch, wenn der oberste Hirte offenbar wird, den unverwüstlichen Ehrenkranz empfangen.“ Petrus spricht ja zu den Ältesten und sagt, wie sie leiten sollen: nicht gezwungen, sondern freiwillig, nicht nach Gewinn strebend, sie sollen das nicht zum eigenen Nutzen ausnutzen, sie sollen Vorbilder sein, sie sollen nicht herrschen im Sinne eines Diktators oder eines Königs, sie sollen eher Vorbilder sein und werden dadurch mit dem obersten Hirten zusammenarbeiten. Aber es gibt einen obersten Hirten und dem sollen sie folgen.

[24:08] Jesus selbst hat dieses Prinzip sehr deutlich unterrichtet, als er einmal mit seinen Jüngern über das Thema der Leiterschaft, der Leitung nachdachte. Matthäus 20 und dort ab Vers 25. Auch die Jünger Jesu hatten zum Teil ja völlig falsche Ideen von Leitung oder wie man mit Leitungspositionen umgehen sollte. Das wird an einigen Geschichten immer wieder deutlich. Man erinnert sich zum Beispiel an die Geschichte, wo einige seiner Jünger fragten, ob sie nicht Feuer vom Himmel fallen lassen sollen, um Menschen zu strafen, die Jesus nicht aufnehmen wollten. Und Jesus spricht jetzt hier über Leitung in Matthäus 20 ab Vers 25: „Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Fürsten der Heidenvölker sie unterdrücken und dass die Großen Gewalt über sie ausüben.“ Jesus hatte etwas ihnen damit geteilt, was nicht viel Beobachtungsgabe erforderte, um es zu erkennen. Die Grundprinzipien der weltlichen Politik, der weltlichen Herrschaftsausübung sind Gewalt und Unterdrückung. Das konnten die Jünger am eigenen Leibe erkennen, wenn sie sich ein bisschen umschauten in ihrer Zeit. Da waren die Römer, die Besatzungsmacht, die imperiale Besatzungsmacht, die mit purer Militärgewalt den Willen Roms den Provinzen und den Klientelkönigtümern aufzwang. Man wusste ganz genau, wie das römische System funktionierte und auch bei den Griechen vorher, bei den Diadochen und auch bei den Persern, bei den Babylonern. Es war überall dasselbe gewesen und es ist es bis heute, dass nach weltlichen Maßstäben Politik und Leitung eines Staates nur gelingt, wenn man entsprechende Gewaltmechanismen hat, wenn es da ein Gewaltmonopol vielleicht beim Staat gibt und so weiter und so fort und entsprechend über Gewalt und Unterdrückung die Völker beherrscht werden.

[26:18] Jetzt sagt Jesus etwas sehr Wichtiges in Vers 26: „Unter euch aber soll es nicht so sein.“ Jesus wünscht sich, dass weltliche Politik und weltliche Herrschaftsmaßstäbe keinen Platz in der Gemeinde Gottes haben. Leider finden wir diese Dinge aber immer wieder. Wenn man in die Kirchengeschichte schaut, sehen wir, wie immer wieder weltliche politische Schachzüge in die Kirche Eingang gefunden haben und bis heute können wir nicht behaupten, dass wir völlig frei sind von Politik und weltlichen Machtprinzipien in Gemeindeleitungsfragen. Aber die Aussage Jesu ist eindeutig: Wer mit Machtprinzipien Gemeinde leitet, hier geht es gar nicht, ob mit böser oder guter Intention, ob er vielleicht eine gute oder eine schlechte Theologie hat. Es spielt keine Rolle, ob der Unterdrücker eine gute Theologie hat oder eine schlechte Theologie. Wenn er unterdrückt, wenn er Gewalt anwendet, wenn er weltliche politische Maßstäbe ansetzt, dann ist das per se verkehrt. Manchmal beschwert man sich über diejenigen, mit denen man nicht übereinstimmt und beklagt sich über ihre weltlichen Methoden, aber wenn man dann die eigene Agenda voranbringen möchte, dann benutzt man oftmals fast dieselben Methoden oder sogar dieselben Methoden und sieht daran gar nichts verkehrtes, weil es ja für einen guten Zweck ist. Aber genau das möchte Jesus nicht. Er möchte, dass wir grundsätzlich aus Prinzip nicht einfach nur mit faulen Tricks das Gute durchdrücken, sondern aus Prinzip so regieren, in Anführungsstrichen, so herrschen, in Anführungsstrichen, so leiten, wie Jesus leitet.

[27:53] Und Jesus leitet das Universum so, dass Menschen auch die Freiheit haben, sich falsch zu entscheiden. Und Engel die Freiheit hatten, sich falsch zu entscheiden. Das hat ihm zwar das Herz gebrochen, aber er hat niemanden, nicht einmal den Luzifer, den Satan, gezwungen. Niemand wird gezwungen in Jesu Herrschaft und so darf auch niemand durch Druck und mit Machtprinzipien geleitet werden in der Gemeinde Gottes.

[28:29] Das heißt hier weiter: „Sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht.“ Das Prinzip ist: Je größer der Dienst, desto höher die Position. Das ist nach weltlichem Maßstab genau die falsche Denkweise, aber in Gottes Reich ist es genau das Prinzip des Himmels. Die Kapazität zur Leitung zeigt sich in der Fähigkeit zum Dienen. Warum ist Jesus der König aller Könige? Weil er der größte Diener von allen ist, die es im Universum überhaupt gibt.

[29:10] Vers 28: „Gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“ Jesus ist gekommen, um zu dienen. Er ist gekommen, um sein Leben zu geben, dass er dann später erhöht worden ist als Hohepriester und später als König. Das hat Gott der Vater veranlasst. Das war nicht seine Intention, er wollte einfach sein Leben geben, er wollte dienen und Gott hat ihn erhöht. Und genau so funktioniert Leitung der Gemeinde. Nicht der ist zum Leiter zu benennen, der es unbedingt werden will, sondern derjenige, der dient auf allen Ebenen der Gemeinde.

[29:58] Johannes 13 und dort Vers 1, 14 und 15 zeigt uns, wie Jesus diesen Dienst verstanden und ausgeführt hat. Das war nämlich nicht nur eine theoretische Sache, die Jesus so gepredigt hat, sondern Jesus hat diesen Dienst gelebt. Johannes 13, Vers 1: „Vor dem Passahfest, aber da Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater zu gehen, wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.“ Die jetzt folgend berichtete Handlung beschreibt die Liebe Jesu in einem sehr vollkommenen Zustand. Er liebte sie bis ans Ende, er liebte sozusagen bis zum letzten Zug. Was hat er getan? Vers 14: „Wenn nun ich, der Herr und Meister, der Leiter sozusagen, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen. Denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.“

[31:06] Worin zeigt sich der Führungsstil Jesu? Er zeigt sich an seiner Liebe, es zeigt sich an seinem Dienst. Er ist sich für keine Aufgabe zu schade. Er sagt nicht: „Na, diese Aufgabe ist zu gering für mich, das können Leute machen, die unter mir stehen.“ Nein, weil er der Leiter ist, ist er bereit, jede und noch so demütige, noch so unscheinbare, noch so verachtete Aufgabe selbst zu übernehmen. Und dann sagt Jesus etwas Interessantes. Er sagt: „Wenn ihr meine Jünger seid, der Herr ist nicht, der Knecht ist nicht größer als sein Herr.“ Das heißt, wenn das bei mir so ist, dann soll es auch bei euch so sein. Ich habe euch ein Vorbild gegeben, damit ihr genauso handelt. Ein Beispiel oder ein Aspekt der Leitung Jesu ist der, dass man Jesus immer als Vorbild nehmen kann. In allem, was er tut, in allem, wie er die Gemeinde leitet, in allem, wie er seine Liebe, seinen Dienst offenbart, kann man ihn als das perfekte Vorbild nehmen. Je mehr wir das Bild Jesu reflektieren, desto mehr können auch wir Vorbilder sein für andere Gläubige, für andere Menschen.

[32:13] Nun, der Bibel wird uns sogar ziemlich präzise gesagt, was die Charakteristiken sind, die einen Leiter der Gemeinde ausmachen. In 1. Timotheus 3, ab Vers 2, finden wir diese Gedanken. 1. Timotheus 3 und dort, ab Vers 2, dort heißt es: „Nun muss aber ein Aufseher untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfreundlich, fähig zu lehren, nicht der Trunkenheit ergeben, nicht gewalttätig, nicht nach schändlichem Gewinn strebend, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht gelddierig, einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und die Kinder in Unterordnung hält mit aller Ehrbarkeit. Wenn aber jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen? Kein Neubekehrter, damit er nicht aufgeblasen wird und in das Gericht des Teufels fällt. Er muss aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen außerhalb der Gemeinde, damit er nicht in üblen Nachreden und in die Fallstricke des Teufels gerät.“ Jemand, der die Gemeinde, eine Gemeinde von Christen leitet, ein exemplarischer Christ sein. Das ist letztendlich, was Paulus sagt. Und zwar nicht nur in der Theologie, aber vor allem auch im praktischen Leben.

[33:30] Und dann geht es weiter in 2. Timotheus 2, Vers 15. 2. Timotheus 2, Vers 15. Paulus schreibt ja an den Timotheus, der als junger Mann Gemeindeleiter werden sollte oder dann gewesen auch ist. „Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt.“ Die Idee ist hier, dass man mit dem Wort Gottes richtig umgeht. Eine entscheidende Fähigkeit, die leitende Persönlichkeiten in der Gemeinde haben sollten, egal auf welcher Ebene, ist, dass sie mit dem Wort Gottes umgehen sollen. Aus welchem Grund? Weil das Wort Gottes, wie wir gesehen haben, die oberste Autorität in der Gemeinde sein soll. Deswegen müssen diejenigen, die dann ausgewählt sind als Leiter, wissen, was im Wort Gottes steht, wie das Wort Gottes auf bestimmte Fragen antwortet und wie man das Wort Gottes auch richtig auslegt und nicht missbraucht.

[34:23] Es reicht also nicht aus, wenn man eine gute Führungspersönlichkeit hat und wenn man irgendwie organisiert ist oder vielleicht auch charismatisch gut reden kann, sondern da das Wort Gottes die oberste Autorität sein muss, weil Jesus ja das Haupt der Gemeinde ist, deswegen muss ein Leiter das Wort Gottes sehr gut kennen und in der Lage sein, das Wort Gottes auf die konkrete Situation im Gemeindeleben, im Streit, in der Diskussion, in der Mission, was immer gerade diskutiert wird vielleicht in der Gemeinde, im konkreten Fall dann das Wort Gottes anzuwenden, was es zu diesem Fall sagt. Diese Qualifikation für Gemeindeleiter gelten natürlich nicht nur für Timotheus und seine Gemeinde dort in Ephesus, sondern sie gelten überall. Es wird deutlich, dass Paulus dieselben oder ähnlich formulierte Qualifikationen auch dem Titus sendet, der dann in Kreta wirkt. Das hat also nichts mit bestimmten örtlichen Gegebenheiten zu tun, wie das behauptet wird, sondern das sind allgemeine Prinzipien, die immer gelten und was die grundsätzlichen Prinzipien angeht, natürlich auf jedes Leitenamt in der Gemeinde irgendwo anzuwenden sind, auch wenn sie im Spezifischen natürlich insbesondere auch mit konkreten Qualifikationen auf den Gemeindeältesten sich beziehen.

[35:40] In Titus 1, Vers 9 haben wir dann noch folgenden interessanten Gedanken. Titus 1, Vers 9, da geht es wieder um die Qualifikation eines Gemeindeältesten. „Einer, der sich an das zuverlässige Wort hält, wie es der Lehre entspricht, also jemand, der das Wort Gottes nicht nur kennt, sondern auch dabei bleibt, auch in schwierigen Situationen, damit er imstande ist, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen, als auch die Widersprechenden zu überführen.“ Er muss also in der Lage sein, mit dem Wort Gottes umzugehen und auch in Konflikten anhand des Wortes Gottes eine Leitungsentscheidung zu fällen.

[36:10] Gehen wir diesem Gedanken noch einen Schritt weiter. Matthäus 16 und dort Vers 19, da gibt es einen Satz von Jesus, der in der Kirchengeschichte für viel Missverständnis gesorgt hat, weil man ihn in Rom falsch ausgelegt hat. Matthäus 16 und dort Vers 19, da spricht ja im Kontext Jesus bekannterweise zu Petrus, der vorher sein berühmtes Bekenntnis abgelegt hat, dass Jesus der Christus ist, der Sohn des lebendigen Gottes. Und da sagt dann Jesus, dass auf dieses Bekenntnis, auf diesen Felsen auf Christus die Gemeinde gebaut wird und die Pforten des Todesreiches sie nicht überwältigen sollen. Dann heißt es in Vers 19: „Und ich will dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.“

[36:58] Nun, das bezieht sich nicht nur auf Petrus, denn wir lesen schon in Matthäus 18, dann kurze Zeit später, dass dieses Prinzip von dem Binden und Lösen sich auf die gesamte Gemeinde bezieht, wie wir gleich noch sehen werden. Aber was ist dieser Schlüssel des Reiches der Himmel? Jesus sagte: „Ich will dir den Schlüssel geben zum Reich der Himmel.“ Wir wissen, was das Reich Gottes ist. In Römer 14, Vers 17 wird uns gesagt, dass das Reich Gottes Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist ist, mit anderen Worten das Evangelium. Wir sehen in der Bergpredigt, in den acht Seligpreisungen, die Prinzipien des Evangeliums beschrieben und in der ersten und in der achten Seligpreisung heißt es: „Denn ihrer ist das Reich der Himmel.“ Wann immer Jesus von dem Evangelium gepredigt hat, hat er eingeleitet mit: „Das Reich Gottes ist gleich.“ Also der Schlüssel zum Reich Gottes ist der Schlüssel sozusagen zum Evangelium.

[37:51] Nun, was ist dieser Schlüssel? Lukas 11, Vers 52. Dort heißt es in Lukas 11, Vers 52: „Wehe euch Gesetzgelehrten, denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen und die, welche hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert.“ Im Paralleltext in Matthäus wird deutlich, dass es hier um die Pharisäer geht, die die Menschen daran hindern, das Evangelium zu verstehen. Sie hindern die Menschen daran, eine wahre Erkenntnis Gottes zu haben sozusagen. Wir wissen ja aus Johannes 17, Vers 3, dass das ewige Leben daran besteht, dass sie, so sagt Jesus, dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Es geht um das ewige Leben. Und den Pharisäern, den Schriftgelehrten, den Priestern war als Lehrern des Volkes etwas anvertraut. Wir wissen aus Römer 3, Vers 2, dass das Besondere an Israel war, dass ihnen die Aussprüche Gottes anvertraut waren. Also das Wort Gottes. Die Bibel.

[38:59] In Römer 3 und dort Vers 2 lesen wir ab Vers 1: „Was hat nun der Jude für einen Vorzug, oder was nützt die Beschneidung? Viel in jeder Hinsicht, denn vor allem sind ihnen die Aussprüche Gottes anvertraut worden.“ Die Israeliten hatten das Wort Gottes und unter ihnen waren es die Priester, die Schriftgelehrten, die Lehrer, die besonders das Wort Gottes in den Händen hielten, um es dem Volk zu erklären, um damit das Volk Gottes zu leiten. Aber genau das taten sie nicht. Sie haben nämlich das Wort Gottes ersetzt durch menschliche Meinung, durch menschliche Tradition und auch durch menschliche Machtpolitik, wie sie dann bei der Kreuzigung Jesu und auch vorher schon ganz deutlich zutage tritt.

[39:42] In Offenbarung 11, Vers 3 bis 6 wird uns noch gezeigt, was den Himmel aufschließt oder zuschließt. In Offenbarung 11, Vers 3 bis 6, eine interessante Prophezeiung, die wir jetzt im Detail nicht anschauen können hier, heißt es: „Und ich will meinen zwei Zeugen geben, dass sie weissagen werden, 1260 Tage lang, bekleidet mit Sacktuch.“ Das sind natürlich die 1260 Jahre. Ein Tag steht ja für ein Jahr, nach Hesekiel 4, Vers 6. Die 1260 Jahre von 538 bis 1798. Hier geht es um die Prophetie. Vers 4: „Das sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Gott der Erde stehen.“ Und wenn jemand ihnen Schaden zufügen will, geht Feuer aus ihrem Mund hervor und verzehrt ihre Feinde. Und wenn jemand ihnen Schaden zufügen will, muss er so getötet werden. „Diese haben Vollmacht, den Himmel zu verschließen, damit kein Regen fällt in den Tagen ihrer Weissagung. Und sie haben Vollmacht, über die Wasser sie in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit jeder Plage, so oft sie wollen.“ Und das ist ein Bild, das man auch von Elia kennt, der den Himmel verschlossen hat durch das prophetische Wort.

[40:53] Wir wissen aus dem Studium der Offenbarung, dass das Alte und das Neue Testament hier mit den beiden Zeugen gemeint sind. Es sind die beiden Zeugen, das prophetische Wort, das Alte und das Neue Testament, die die Macht haben, den Himmel zuzuschließen. Sie enthalten die Erkenntnis, die wir brauchen, um das Evangelium zu verstehen. Sie enthalten das Evangelium. Sie enthalten die Erkenntnis Gottes. Gott hat also dem Petrus und der ganzen Gemeinde das Wort Gottes, den Schlüssel zum Himmelreich anvertraut. Den sollen sie benutzen. Gott hat ihnen nicht eine eigenständige Vollmacht gegeben, jetzt Menschen in den Himmel zu lassen oder auszuschließen, je nachdem, wie es ihnen gut dünkt. Nein, er hat ihnen den Schlüssel gegeben, der für jeden Menschen das Himmelreich aufschließt, nämlich das Wort Gottes. Damit soll die Gemeinde geleitet und geführt werden.

[41:52] Jesus hat auch einen Plan für Konflikte in der Gemeinde. Matthäus 18 und dort ab Vers 15 lesen wir von diesem Plan. „Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so geh hin und weise ihn zurecht unter vier Augen. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Hört er aber nicht, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen beruht. Hört er aber auf diese nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und ein Zöllner.“ Menschen, die an Sünde festhalten, die sich nicht korrigieren lassen wollen vom Wort Gottes, die den Heiligen Geist ablehnen, der sie zur Buße ruft, die sollen aus der Gemeinde ausgeschlossen werden. Sie sollen nicht verachtet werden, sie sollen nicht geschnitten werden, sie sollen nicht abgelehnt werden, sie sollen behandelt werden wie Heiden und Zöllner.

[42:44] Und Jesus gibt uns ein sehr gutes und sehr nachahmenswertes Vorbild darin, wie man mit Heiden und Zöllnern umgeht, nämlich liebevoll und gewinnend, um sie möglichst wieder zurückzugewinnen. Aber ein Mensch, der in offener Sünde lebt, die anderen in der Gemeinde bekannt ist und die nicht lassen will, kann nicht in der Gemeinde bleiben auf Dauer, weil das die Gemeinde, die Einheit der Gemeinde in der Lehre und der Praxis gefährdet.

[43:17] Interessant ist auch, dass es keine Mindestgröße für eine Gemeinde gibt. Matthäus 18, Vers 19 und 20: „Weiter sage ich euch: Wenn zwei von euch auf Erden übereinkommen über irgendeine Sache, für die sie bitten wollen, so sollen sie ihnen zuteilwerden von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“ Zwei ist die kleinste Anzahl für eine Gemeinde, denn einer wäre dann halt nur für sich alleine. So wie da zwei Menschen zusammen sind, so wie es Gemeinschaft im kleinsten Rahmen gibt, wo Gott eingeladen ist, da ist schon Gemeinde.

[43:48] Gehen wir noch zu Matthäus 7. Jesus warnt uns vor dem Richten hier. Matthäus 7, Vers 1 und 2: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet, denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden und mit demselben Maß, mit dem ihr anderen zumesst, wird euch zugemessen werden.“ Wir sollen also Sünde als solche erkennen, offene Sünde auch entsprechend behandeln nach den Schritten in Matthäus 18. Wir dürfen aber den Menschen niemals verurteilen.

[44:07] Vers 3 bis 5: „Was siehst du bei dem Splitter im Auge deines Bruders und den Balken in deinem Auge, bemerkst du nicht? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, der Balken ist in deinem Auge. Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen.“ Um einem anderen Menschen mit seiner Sünde helfen zu können, müssen wir selbst die Befreiung durch Jesus erlebt haben. Wir müssen Veränderung durch seinen Heiligen Geist erlebt haben. Dieser Vers sagt nicht: „Lass mal den Menschen mit seinem Splitter weiterlaufen und weil du hast ja einen Balken und das ist ja ganz okay so und ich war, du hast den Balken, lass alle blind, halb blind durch die Gegend laufen, damit sie sich möglichst die Köpfe blutig schlagen.“ Nein, nein, nein. Gott möchte weder, dass du einen Balken hast, noch dass der andere einen Splitter im Auge hat, aber um dem anderen überhaupt helfen zu können, müssen wir zuerst uns ganz Jesus übergeben. Wir müssen unsere Sünden ihm geben. Er muss uns reinwaschen, er muss uns verändern, er muss uns die Sünden nehmen, die falschen Gewohnheiten nehmen dürfen, damit wir dann überhaupt klar sehen können, um einem anderen, der ebenfalls in Sünde verstrickt ist, helfen zu können und zwar so, wie Jesus es tun würde, denn unsere Leitung in der Gemeinde soll ein Abbild der Leitung Jesu sein.

[45:26] Das sagt auch Paulus in Galater Kapitel 6 und dort Vers 1: „Brüder, wenn auch ein Mensch von einer Übertretung übereilt würde, so helft ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht und gebt dabei acht auf dich selbst, dass du nicht auch versucht wirst.“ Wenn wir nicht geistlich sind, können wir einem Sünder gar nicht helfen, denn wir werden gar nicht verstehen, wie Jesus mit ihm umgehen würde und werden damit ihn nicht zu der eigentlichen Hilfe bringen können. Nur wenn wir geistlich sind, das heißt, wenn wir im Heiligen Geist erfüllt sind, wenn wir uns mit geistlichen Dingen beschäftigen und nach geistlichen Prinzipien handeln, nicht nach fleischlichen, dann können wir anderen Menschen helfen, die in Übertretung gefallen sind und nur wenn wir sanftmütig sind, haben wir diesen Geist der Hilfe, der helfen kann.

[46:11] Paulus kannte die Gefahr, er wusste, dass man sehr wohl vom Evangelium predigen kann. Wir lassen den Finger in Galater 6 und gehen kurz zu 1. Korinther 9. Paulus wusste, man kann vom Evangelium predigen und gleichzeitig das gar nicht leben. 1. Korinther 9, Vers 27: „Sondern ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn, damit ich nicht anderen verkündige und verwerflich werde.“ Es nützt nichts, anderen helfen zu wollen, wenn wir selbst das Evangelium in unserem Leben nicht erleben und die Kraft Gottes nicht erkennen.

[46:42] Galater 6, Vers 2: „Einer trage des anderen Lasten und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen.“ Dort steht nicht: „Einer berichte des anderen Lasten“, sondern: „Einer trage des anderen Lasten.“

[47:03] Zum Schluss wollen wir noch einmal ganz kurz uns Gedanken machen, warum es überhaupt Organisation geben muss. In 2. Mose 18 haben wir die interessante Geschichte von Jethro, dem Schwiegervater Moses, der kurz bevor das Volk dann am Sinai die 10 Gebote empfängt, sich anschaut, wie Mose das Volk leitet und den ganzen Tag kommen all die Menschen mit ihren Problemen zu Mose, der Tag ein Tag aus Recht spricht und Jethro schaut sich das an und sagt: „Du, was machst du da?“ Und er sagt einen interessanten Satz in 2. Mose 18 und dort sagt er: „Du wirst müde und kraftlos, sowohl du als auch das Volk, das bei dir ist, denn diese Sache ist zu schwer für dich, du kannst sie alleine nicht ausrichten.“ Wenn die Gemeinde nicht gründlich strukturiert ist und organisiert ist, dann leiden die Leiter und dann leidet das Volk. Deswegen braucht die Gemeinde zur Erfüllung ihres Missionsauftrages eine gute hierarchische Struktur, so wie sie auch hier in 2. Mose 18 dann beschrieben wird, wo es Oberste über 1000 gab und Oberste über 100, Oberste über 50, Oberste über 10.

[48:18] Und der Vorsteher für die einzelnen Stämme in unserer Adventgemeinde ist das so, dass die größte Autorität in der Ortsgemeinde liegt. Die Ortsgemeinde ist die Zelle der Gemeinde und die höchste Autorität in der Gemeinde ist die Vollversammlung. So viele Menschen beschweren sich über die Gemeindestruktur und gehen nicht zur eigenen Gemeindestunde. Geh zur Gemeindestunde, sei Teil der Vollversammlung und übe deine Rechte und Pflichten aus. Die Vollversammlung wählt Leiter, sie wählt einen Gemeinderat, sie wählt einen Ausschuss, der dann in einzelnen Ämtern fungiert. Nicht, weil die dann mehr Macht haben als die Vollversammlung, sondern als Diener der Vollversammlung, weil es nämlich Leute gibt, die mit besonderen Gaben und Fähigkeiten, die zum Leiten von Gott ausersehen sind, damit die Vollversammlung nicht alle zwei Wochen zusammenkommen muss. Leitung in der Gemeinde ist also Dienst.

[49:02] Die Ortsgemeinden kommen zusammen und vereinigen sich in einer Vereinigung, zum Beispiel in einem Bundesland oder einer bestimmten Region. Und auch dort ist die oberste Autorität in der Vollversammlung der Vereinigung. Das sind all die Delegierten, die dann zusammenkommen in einer Delegiertentagung alle vier Jahre zum Beispiel, die dann wiederum Leiter wählen, die dann dienen sollen. Deswegen spricht man von der Dienststelle. Und auch dort ist dann, so wie der Gemeinderat in der Ortsgemeinde, ist auch der Vereinigungsausschuss die eigentliche Steuerung, das eigentliche Steuerungsorgan. Nicht ein einzelner Leiter hier oder dort, sondern in der Gemeinschaft soll beschlossen werden. Es gibt dort dann den Hausausschuss, wo die einzelnen Abteilungsleiter, der Vorstand der Vereinigung zusammenkommt. Aber es ist der Vereinigungsausschuss mit den Delegierten der Gemeinden, die gewählt dafür sind, die gemeinsam dann beschließen.

[50:00] Das Ganze geht eine Ebene höher und da kommen wir zum Verband, wo es ebenfalls wieder eine Vollversammlung gibt, wo jedes Problem angesprochen werden kann, wenn es auf die Tagesordnung gesetzt wird. Und viele Probleme könnte man einfach auch dadurch lösen, dass man über den offiziellen Weg, wie Gott die Gemeinde strukturiert hat, diese Probleme anspricht. Und auch dort gibt es wieder Leiter, die gewählt werden als Diener der Vollversammlung für den Verband. Und auch dort gibt es wieder den Verbandsausschuss, der zwischen den Delegierten Tagungen das Ganze steuert und leitet. Einen Hausausschuss, wo alle Angestellten, Mitarbeiter des Verbandes zusammenkommen.

[50:43] Und dann gibt es die Generalkonferenz, bestehend in 13 Divisionen, die aus den Delegierten der Verbände besteht, die wiederum ihre höchste Autorität in der Vollversammlung haben. Der Generalkonferenz, Vollversammlung alle fünf Jahre, das nächste Mal in Indianapolis 2020. Und auch dort werden wieder Leiter gewählt als Diener. Die haben nicht die Aufgabe, die Entscheidungen der Generalkonferenz, Vollversammlung über den Haufen zu werfen. Sondern sie haben die Aufgabe, genauso wie auch die Gemeindeältesten vor Ort oder die Vereinigungs- und Verbandsabteilungsleiter gegenüber den Delegierten Tagungen, auch sie haben die Aufgabe zu dienen und die Entscheidungen der Vollversammlung umzusetzen. Wenn also ein Generalkonferenzpräsident darauf dringt, dass eine Entscheidung der Vollversammlung umgesetzt wird, dann arbeitet er für die Einheit und nicht für die Spaltung. Er dient der Gemeinde und ist kein Diktator. Und jeder, der etwas Gegenteiliges behauptet, hat das biblische Prinzip der Einheit nicht verstanden und bekämpft eigentlich die Gemeinde Gottes.

[51:53] Die Einheit liegt in dem Zusammenkommen all der Gemeinden, all der Delegierten. Und egal, wie dann die einzelnen Ausschüsse leiten, ob das das Adcom ist, der Hausausschuss der Generalkonferenz oder der Exekutivausschuss. Sie haben die Aufgabe, Diener zu sein für das, was das Volk Gottes als Ganzes beschließt. Und darum geht es bei der Einheit in der Gemeinde.

[52:25] Zum Schluss wollen wir noch einen Text lesen in Matthäus 28. „Und Jesus trat dazu und redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen.“ Es war so eine gigantische Aufgabe. Gott möchte, dass das Evangelium in die ganze Welt gepredigt wird und zwar nicht nur durch eine einmalige Aktion, sondern so, dass Menschen getauft werden, dass sie gelehrt werden, dass sie zu Jüngern gemacht werden, die wieder andere gewinnen. Und das ist nur möglich, wenn die Gemeinde organisiert, strukturiert und effizient vorangeht, geführt vom Heiligen Geist, geführt von Jesus, der bei seiner Gemeinde bis ans Ende bleiben wird. Verlass nicht die Gemeinde, verlasse nicht Jesus, bleibe bei Jesus, bleibe bei seiner Gemeinde. Und wenn du Dinge siehst, die dir nicht gefallen, sei ein Vorbild, diene. Und das wird vielleicht nicht jedem Menschen auffallen, aber Gott im Himmel wird es auffallen. Er hat noch keinen, der im Dienst sich ihm geweiht hat, übersehen, sondern er wird dich dann an die Position stellen, wo du den größten Segen ausüben kannst für die Gemeinde, für Menschen, damit das Evangelium in die ganze Welt getragen wird, unser Missionsauftrag vollendet werden kann, damit endlich Jesus wiederkommen kann.

[53:53] Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du deine Gaben und Fähigkeiten in die organisierte Gemeinde Gottes einbringen, damit dieser Auftrag endlich erfüllt werden kann? Ich möchte das tun. Wie steht es mit dir? Gott segne deine Entscheidung. Nächste Woche sehen wir uns hier zur letzten Folge dieser Serie, bevor es dann im neuen Jahr mit dem Offenbarungsstudium beginnen wird, einem neuen Quartal. Ich wünsche euch Gottes reichen Segen. Bis zum nächsten Mal. Gott segne euch. Amen.


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