[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zur elften Folge unserer besonderen Serie über das Buch der Offenbarung. Heute wollen wir einen neuen großen Abschnitt in diesem faszinierenden letzten Buch der Bibel beginnen. Wir wollen uns über die sieben letzten Plagen unterhalten. So der Titel dieser Lektion, mit der wir uns vorbereiten auf das Bibelgespräch am 16. März. Und bevor wir in die sieben Plagen hineintauchen und verstehen wollen, was es damit auf sich hat und was die persönliche, praktische Botschaft für uns Gläubige ist, wollen wir natürlich auch heute Gott einladen, dass er unser Studium segnet und unsere Gedanken zur Wahrheit führt.
[1:11] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen für das Buch der Offenbarung und für die vielen Lektionen, die wir daraus lernen können, für die Orientierung, die es uns gibt auch in dieser Zeit und für die Hoffnung, die wir schöpfen können, wenn wir auf die baldige Wiederkunft schauen. Wir möchten dich bitten, dass, wenn wir jetzt Offenbarung 15 und 16 studieren, wir wertvolle Dinge für uns persönlich mitnehmen dürfen, dass wir die Wahrheit erkennen, wie sie auch in der Endzeit sich darstellen wird und dass wir in alledem ein noch besseres Bild von deinem Charakter bekommen. Herr, sprich du zu uns durch dein Wort. Erfülle uns mit deinem Heiligen Geist, ohne den wir die Wahrheit nicht verstehen können. Und hab Dank, dass du verheißen hast, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. In diesem Sinne wollen wir uns darauf berufen auf diese Verheißung und im Namen Jesu beten. Amen.
[2:05] Offenbarung 15 und dort Vers 1. Hier beginnt ein neuer Abschnitt in der Offenbarung. Kapitel 15 bis 19 beschreiben im Wesentlichen einen Komplex, den man eigentlich die sieben letzten Plagen nennen kann. Offenbarung 15 gibt so die Einleitung, es ist so die Einleitungsszene. Wir haben immer wieder gesehen, dass diese großen sieben Reihen, die Gemeinden, die Siegel, die Posaunen so Einleitungsszenen gehabt haben. Offenbarung 15 ist die Einleitungsszene zu den Plagen. Offenbarung 16 schildert dann die Abfolge der einzelnen Plagen. Offenbarung 17 gibt nochmal einen historischen Rahmen, erklärt noch einiges aus der Prophetie, was dann zu diesen Plagen und auch zum Höhepunkt der Plagen führt. Offenbarung 18 gibt uns auf der einen Seite die letzte Warnung vor den Plagen, aber auch vor allem eine deutliche Schilderung, wie diese Plagen Babylon treffen und welchen Effekt das dann auch auf die Verbündeten Babylons hat. Offenbarung 19 beschreibt dann eigentlich auch vor allem den schlussendlichen Höhepunkt der Plagen, nämlich die Wiederkunft Jesu als König der Könige, als Sieger. Das Ganze ergibt so ein Gesamtkomplex, den wir in dieser Woche und auch in der nächsten dann uns genauer anschauen wollen.
[3:28] Wir lesen hier in Offenbarung 15 Vers 1: „Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, groß und wunderbar: sieben Engel, welche die sieben letzten Plagen hatten, denn mit ihnen ist der Zorn Gottes vollendet.“ Die Parallele zu den Posaunen ist hier schon sichtbar. Auch dort waren ja sieben Engel, die hatten damals sieben Posaunen. Hier haben wir sieben Engel, die die sieben letzten Plagen hatten. Dort in den Posaunen ging es um Gerichte an den Feinden Gottes, das haben wir studiert, so wird es auch hier sein. Die sieben Plagen finden am Schluss der siebten Posaune statt. In Offenbarung 11 Vers 18, da haben wir im Kontext dieser siebten Posaune die Aussage: „Und die Heidenvölker sind zornig geworden, und dein Zorn ist gekommen, und die Zeit, dass die Toten gerichtet werden, und dass du den Knechten, den Propheten, den Lohn gibst und so weiter und so fort.“ Der Zorn Gottes offenbart sich während der siebten Posaune, insbesondere am Ende dann, wenn der hohe priesterliche Dienst vorbei ist. Und genau da setzen dann jetzt diese sieben Plagen ein. Sie sind noch mal sozusagen sieben Plagen innerhalb der siebten Posaune.
[4:42] Der Zorn Gottes hatte sich ja angekündigt in Offenbarung 14 und dort Vers 10. In der dritten Engelsbotschaft, da heißt es in Vers 9 und 10: „Und ein dritter Engel folgte in der Sprache mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen auf seine Stirn oder seine Hand annimmt, so wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist, das heißt ohne Gnade in dem Kelch seines Zorns.“ Und diese Ankündigung wird jetzt hier umgesetzt. Der Zorn Gottes, der so oft mit Gnade vermischt hier und dort sich offenbart hat in biblischen Zeiten, der wird jetzt vollendet. Es kommt zu einem abschließenden Gericht vor der Wiederkunft.
[5:30] Vers 2: „Und ich sah etwas wie ein gläsernes Meer mit Feuer vermischt, und die, welche als Überwinder hervorgegangen waren über das Tier und sein Bild und über sein Mahlzeichen, über die Zahl seines Namens, standen an dem gläsernen Meer und hatten Harfen Gottes.“ Interessant ist, dass es jetzt nicht zuerst mit einer Schilderung der Plagen weitergeht, sondern dass wir zu Beginn dieses ganzen Visionskomplexes zunächst einmal an das Ende der Vision gebracht werden. Es ist ein Ausblick auf die Sieger, die übrig bleiben werden und die im Himmel dann als Überwinder sein werden. Bevor die Plagen, die vor der Wiederkunft stattfinden, werden die Menschen gezeigt, die durch Jesu Blut nach der Wiederkunft im Himmel sind. Mit anderen Worten, bevor die Plagen in ihren schrecklichen Details beschrieben werden, wird uns gezeigt, dass es eine Gruppe von Menschen gibt, die diese Plagen nicht erleiden muss. Das gute Ende, das Happy End sozusagen, das kommt gleich am Anfang und sagt uns also, wohin wir unseren Blick wenden müssen, um das nicht zu erleben, was dann später geschildert wird.
[6:50] Menschen haben hier den Sieg errungen, weil sie Jesus angenommen haben. In Offenbarung 12 Vers 11 haben wir gelesen: „Und sie haben ihn, das heißt den Teufel, überwunden um das Blut des Lammes und um das Wort ihres Zeugnisses willen, und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod.“ Alle sieben Gemeinden wurden ja aufgefordert zu überwinden, Sieger zu sein, und diesen Sieg erhalten wir nur ausschließlich durch Jesus. In 1. Korinther 15 Vers 57 heißt es: „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus.“ Man kann das Tier und sein Bild und seine Malzeichen und die Zahl seines Namens nur überwinden, wenn man Jesus als persönlichen Erlöser angenommen hat. Nur diejenigen können den Teufel und die Sünde überwinden und einmal am gläsernen Meer sein, das mit Feuer vermischt ist. Das ist ein Ort, an dem der Sünder nicht sein kann.
[7:54] Jesaja 33 und dort Vers 14: „Die Sünder in Zion sind erschrocken. Zittern hat die Heuchelei ergriffen. Wer von uns kann bei einem verzehrenden Feuer wohnen? Wer von uns kann bei der ewigen Glut bleiben?“ Wer in Gerechtigkeit wandelt und aufrichtig redet, wer es verschmäht, durch Bedrückung Gewinn zu machen, wer sich mit seinen Händen wehrt, ein Bestechungsgeschenk anzunehmen, wer seine Ohren verstopft und nicht von Blutvergießen zu hören, wer seine Augen verschließt, um Böses nicht anzusehen. Und das sind die Menschen, die bei diesem gläsernen Meer, das mit Feuer vermischt ist, sein können.
[8:30] Das Tier, sein Bild und sein Malzeichen kennen wir aus Offenbarung 13 und auch aus der dritten Engelsbotschaft aus Offenbarung 14 Vers 9. Das haben wir ausführlich hier studiert. Die Harfen, von denen es hier steht, die sind sicherlich auch eine Reminiszenz, eine Erinnerung an Offenbarung 14 Vers 2, wo es heißt: „Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel, wie die Stimme vieler Wasser und wie die Stimme eines starken Donners. Und ich hörte die Stimme von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielten.“ Und dann sehen wir dort die 144.000, die den Lobgesang Gottes anstimmen.
[9:13] Vers 3: „So auch in Offenbarung 15. Auch dort werden Lieder gesungen. Und sie singen das Lied Moses, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes und sprechen: Groß und wunderbar sind deine Werke, o Herr, Gott, du Allmächtiger! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Heiligen!“ Das Lied des Mose finden wir zum ersten Mal in 2. Mose 15. Dort singt Mose aus Begeisterung, weil Gott eingegriffen hat und den Sieg über einen scheinbar übermächtigen Feind gegeben hat. Auch in Offenbarung 14 haben wir dieses Lied, da die Menschen, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Sie singen in Vers 3: „Und sie sangen wie ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten. Und niemand konnte das Lied lernen, als nur die 144.000, die erkauft worden sind von der Erde.“ Sie stehen dort auf dem Berg Zion symbolisch im Vers 1 mit dem Lamm. Sie haben eine Erfahrung wie Jesus. Sie haben Jesus ganz in ihr Herz aufgenommen und folgen ihm nach, wohin er auch geht. Sie widerspiegeln seinen Charakter. Sie wissen, dass durch seine Kraft sie Überwinder sein durften, so wie damals Mose über die Ägypter Sieger sein durfte durch die Kraft Gottes, durch das Blut des Lammes und durch das Eingreifen des großen Gottes.
[10:42] Und sie singen hier in Vers 3: „Groß und wunderbar sind deine Werke.“ Interessanterweise ist dieselbe Formulierung in Vers 1 schon zu finden: „Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, groß und wunderbar.“ Die sieben letzten Plagen werden eingeleitet mit diesen beiden Begriffen, groß und wunderbar. Die Gläubigen singen nach den Plagen, dass das Geschehen der sieben letzten Plagen Gottes Charakter bestätigt. Und so sollten wir als Gläubige auch die sieben letzten Plagen nicht irgendwie an die Seite drängen und als unwichtig abtun, denn in ihnen zeigt sich die Gerechtigkeit Gottes. Nicht nur am Kreuz, obwohl dort natürlich in einer besonderen Art und Weise, sondern auch in den sieben letzten Plagen.
[11:32] „Groß und wunderbar sind deine Werke! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Heiligen!“ Das ist eine Idee, die wir immer wieder in der Bibel finden, dass Gottes Wege gerecht sind und richtig. Und dann heißt es in Vers 4: „Wer sollte dich nicht fürchten, o Herr, und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig. Ja, alle Völker werden kommen und vor dir anbeten, denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden.“ Diese Frage, „Wer sollte dich nicht fürchten?“, die scheint wie ein Echo zu sein aus Offenbarung 14 Vers 6 und 7, wo das ewige Evangelium, das zu allen Sprachen, Nationen, Völkern und Stämmen gepredigt werden soll, beginnt mit den Worten: „Fürchtet Gott.“ Die Überwinder, die durch die Endzeit durchgegangen sind, die als die 144.000 jetzt an dem gläsernen Meer stehen, die stellen diese Frage angesichts des Evangeliums Gottes, angesichts seiner Güte, angesichts seines Charakters: Wer würde denn nicht auf die Einladung des Evangeliums reagieren, positiv reagieren und Gott fürchten?
[12:54] Diese Frage, „Wer sollte dich nicht fürchten?“, ist ein Zitat aus Jeremia Kapitel 10 und dort Vers 7. Jeremia 10 und dort Vers 7: „Wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker? Denn dir gebührt dies; unter allen Weisen der Völker und in allen ihren Königreichen ist ja keiner wie du.“ Im Kontext geht es darum, dass Gott der einzige wahre Gott ist. Es geht um wahre und falsche Anbetungen, so wie auch in der Offenbarung, so wie in Offenbarung 13 und 14.
[13:31] Und interessant ist, wenn man jetzt Offenbarung 15 Vers 4 noch etwas genauer anschaut, dass hier sehr viele Parallelen eigentlich zur ersten Engelsbotschaft zu finden sind. Unter anderem haben wir also nicht nur die Idee von dem Fürchten: „Wer sollte dich nicht fürchten?“, sondern es heißt hier auch: „und deinen Namen preisen.“ Das Wort „preisen“ (doxazō im Griechischen) ist verwandt oder grammatisch verwandt, ist dieselbe Wortwurzel wie das Wort in Offenbarung 14 Vers 7, wo es heißt: „gebt Gott die Ehre.“ Also in beiden Versen, Offenbarung 14 Vers 7 in der ersten Engelsbotschaft und in diesem Lied der Überwinder, haben wir die Idee der Gottesfurcht, wir haben die Idee, Gott zu ehren und zu preisen. Und Offenbarung 14 Vers 7 geht es ja weiter mit: „denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“ Hier wird jetzt Gericht oder die Strafe für Gericht schon zum Teil ausgeführt. Die gerechten Taten Gottes werden offenbar, die Plagen sind ja letztendlich auch Folge des Untersuchungsgerichts. Wenn das schließt, gehen die Plagen auf die Erde.
[14:31] Weiter lesen wir hier in Vers 4: „und vor dir anbeten.“ In der ersten Engelsbotschaft heißt es ja: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der gemacht hat Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen.“ Die erste Engelsbotschaft ist für alle Völker und auch hier werden alle Völker angesprochen. „Ja, alle Völker werden kommen und vor dir anbeten.“ Wer sind die Überwinder, die hier über das Malzeichen, über das Tier und über das Bild gesiegt haben? Wer sind die, die von den sieben letzten Plagen nicht betroffen sind? Die Antwort gibt dieses Lied. Sie sind diejenigen, die die erste Engelsbotschaft angenommen haben und ausgelebt haben, die sich damit identifizieren können. Und selbst nach der Wiederkunft im Himmel singen sie noch über die Elemente der ersten Engelsbotschaft, die sie hier auf der Erde gelebt und anderen gepredigt haben, zum Zeugnis.
[15:24] Vers 5: „Und nach diesem sah ich, und siehe, der Tempel des Zeugnisses im Himmel wurde geöffnet.“ Nachdem also in Vers 2 bis 4 Johannes transportiert wird an das Ende der Vision, an den glücklichen Ausgang für alle Gläubigen, die am gläsernen Meer sein werden, wird er jetzt wieder zurückgebracht an den Anfang dieser sieben Plagen. Und jetzt geht es chronologisch erst einmal weiter. Der Tempel wird geöffnet. Wir haben ja schon öfter in Offenbarungen Hinweise auf das himmlische Heiligtum gesehen, die Johannes mit eigenen Augen dort wahrgenommen hat, Offenbarung 11 Vers 19 zum Beispiel. Wir wissen aus Hebräer 8, dass es ein himmlisches Heiligtum gibt. Das Zeugnis im Kontext des Heiligtums ist das Gesetz Gottes, so sagt es 2. Mose 25 Vers 16, wo deutlich wird, dass das Zeugnis in die Bundeslade gebracht werden sollte.
[16:23] Vers 6: „Und die sieben Engel, welche die sieben Plagen hatten, kamen hervor aus dem Tempel, bekleidet mit reinem und glänzendem Leinen und um die Brust gegürtet mit goldenen Gürteln.“ Wenn man das mit Offenbarung 1 Vers 13 vergleicht, dort steht ja: „Und mitten unter den sieben Leuchtern einen, der einem Sohn des Menschen gleicht, bekleidet mit einem Gewand, das bis zu den Füßen reichte, und die Brust gegürtet mit einem goldenen Gürtel“, dann stellen wir fest, dass die Engel, die die sieben Plagen bringen, Jesus ähnlich sehen. Sogar in ihrem Äußeren spiegeln sie Jesus wieder, und das hat einen Grund. Denn die sieben letzten Plagen sind eben nicht die dunkle Seite Gottes oder das Gegenstück zu seiner Liebe, sondern sie stehen vollkommen in Übereinstimmung mit dem Wesen Gottes, wie Jesus es auch auf dieser Erde präsentierte. Die Engel kommen und sehen wie Jesus aus.
[17:23] Die glänzende, reine Leinwand, die wird in Offenbarung 19 Vers 8 erklärt: „Und es wurde gegeben, sich eine feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend. Denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.“ Diese sieben Engel, die die Plagen auf die Erde bringen, tragen ein Symbol der Gerechtigkeit, die von Gott kommt.
[17:43] Vers 7: „Und eines der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, voll von der Zornglut Gottes, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Goldene Schalen kennen wir aus Offenbarung 5 Vers 8. Dort waren die Gebete der Heiligen in einer goldenen Schale. Dort heißt es in Vers 8: „Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk.“ Das sind die Gebete der Heiligen. Jetzt kommt die Antwort auf die Gebete. Jetzt kommt die Antwort auf das Schreien der Seelen, wenn wir in Offenbarung 6 Vers 9 uns erinnern. Nicht nur die tatsächlichen Gebete der Gläubigen, die um Hilfe gerufen haben, sondern auch das Leben der gestorbenen Märtyrer sprach ja Bände, symbolisch ausgedrückt in Offenbarung 6 Vers 9.
[18:47] „Und als das fünfte Siegel geöffnet wurde, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um das Wort des Gottes willen und um das Zeugnis Jesu willen, das sie hatten. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: ‚Wie lange, o Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?‘“ Dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen. Auch in den Posaunen hatten wir gesehen, dass die Gebete der Heiligen mit Krieg gegen die Feinde Gottes beantwortet wird. Die Trübsalszeit kommt ja deswegen, so sagt uns Daniel 12 Vers 1, weil Jesus, der Fürst Michael, für sein Volk eintritt.
[19:30] Und als diese sieben Engel mit den Plagen jetzt den Tempel verlassen, lesen wir in Vers 8: „Und der Tempel wurde erfüllt mit Rauch von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft. Und niemand konnte in den Tempel hineingehen, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren.“ Der Tempel erfüllt von der Herrlichkeit Gottes. Das passierte bei der Einweihung der Stiftshütte in 2. Mose 40, auch bei der Einweihung des Salomonischen Tempels in 1. Könige 8. Wir finden eine solche Idee auch in Jesaja 6, als Jesaja mit einer besonderen Botschaft aufgetragen wird, zum Propheten berufen wird.
[20:09] Interessant ist die Formulierung: „niemand konnte in den Tempel hineingehen.“ Hier wird angedeutet, dass die Gnadenzeit zu einem Ende gekommen ist. Ab jetzt gilt, was in Offenbarung 22 und dort Vers 11 steht: „Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinige sich weiter, und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich weiter.“ Jesus ist jetzt heute, wo wir hier sprechen, dieses Studium machen, immer noch unser Hoher Priester. Wir können zu ihm kommen. Noch ist Gnadenzeit, aber die Bibel offenbart uns, es kommt der Zeitpunkt, wo niemand mehr zu ihm gehen kann, weil er seine hohen, seine hohen priesterlichen Gewänder ausgezogen hat, weil er das Räucherfass zur Erde geworfen hat, wie wir am Ende der Einleitungsszene zu den Posaunen gesehen haben.
[21:12] Die Bibel fordert uns auf, die Zeit zu nutzen, die wir haben. Hebräer 4 sagt, Vers 16: „So lasst uns nun mit Freimütigkeit hintreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.“ Paulus sagt: „Heute, da ihr seine Stimme hört.“ Und das ist ein Zitat aus dem Alten Testament, aus den Psalmen. Wir sollten die Gelegenheit nutzen, die wir haben.
[21:41] In Jesaja 55 werden wir aufgefordert, das heißt in Vers 6: „Sucht den Herrn, solange er zu finden ist, ruft ihn an, während er nahe ist. Der Gottlose verlasse seinen Weg und er Übeltäter seine Gedanken, und er kehre um zu dem Herrn, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.“ Lieber Freund, liebe Freundin, wenn zwischen dir und Gott etwas steht, was du nicht geklärt hast, warte nicht auf später. Es wird nicht immer Gnadenzeit sein. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo die Gnadenzeit für immer vorbei ist, die Tür sich schließt.
[22:20] „Heute, da ihr seine Stimme hört.“ Heute ist der Tag der Vorbereitung. Heute können wir im Glauben hinter den Vorhang in das Heiligtum. Heute reicht unser Glaube in das Allerheiligste, seit Jesus 1844 dort unser Hoher Priester im Gericht ist. Heute können wir im Glauben noch in das Heiligtum hineingehen. Es kommt der Zeitpunkt, wo das nicht mehr möglich sein wird, weil es dann keinen priesterlichen Dienst im Himmel mehr geben wird. Das Blut Jesu wird dann nicht mehr für Menschen angewendet, um ihnen zu vergeben. Und deswegen ist die Botschaft der sieben letzten Plagen für uns heute von so praktischer Bedeutung. Wir können dieses Thema nicht immer vor uns herschieben. Wir müssen eine Entscheidung für Jesus fällen. Wir müssen uns entscheiden, den Sieg anzunehmen, den er uns schenkt, damit wir Überwinder sein können.
[23:21] Jetzt folgt in Offenbarung 16 die Schilderung der einzelnen Plagen. Lesen wir Vers 1: „Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Tempel, die sprach zu den sieben Engeln: Geht hin und gießt die Schalen des Zornes Gottes aus auf die Erde.“
[23:38] Interessant ist, dass hier die letzten Plagen die Zahl sieben haben. Auch in Ägypten war es so, wo ja damals zehn Plagen das Volk aus Ägypten letztlich dann herausbrachten und den Weg dafür bereiteten für die endgültige Befreiung, dass die letzten sieben nur noch die Ungläubigen trafen. Bei den ersten dreien war es so gewesen, dass auch die Israeliten noch mit betroffen waren. Aber bei der vierten bis zur zehnten finden wir die klare Aussage, dass die Israeliten nicht mehr betroffen waren. 2. Mose und dort Kapitel 8 Vers 18 heißt es: „Und ich will an demselben Tag etwas Besonderes tun mit dem Land Gosen, wo mein Volk wohnt, so dass dort keine Heuschrecken sein sollen, damit du erkennst, dass ich der Herr inmitten des Landes bin.“ Das war die vierte Plage. Drei waren schon vergangen und jetzt diese letzten sieben Plagen gelten nur noch ausschließlich durch ein Wunder Gottes den Ungläubigen.
[24:39] So wird es auch am Ende sein. Die Gläubigen können sich auf die Verheißungen berufen, die wir in Psalm 91 finden. Was für ein wunderbarer Psalm, den wir gut kennen sollten, auch im Hinblick gerade auf die sieben letzten Plagen. Da heißt es in Vers 1 zum Beispiel: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen. Ich sage zu dem Herrn: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue.“ Ja, er wird dich retten vor der Schlinge des Vogelstellers und vor der verderblichen Pest. Er wird dich mit seinen Fittichen decken und unter seinen Flügeln wirst du dich bergen. Seine Treue ist Schild und Schutz. Du brauchst dich nicht zu fürchten vor dem Schrecken der Nacht, vor dem Pfeil, der am Tag fliegt, vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt. Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja, mit deinen eigenen Augen wirst du es sehen und zuschauen, wie den Gottlosen vergolten wird. Denn du sprichst: „Der Herr ist meine Zuversicht.“ Den Höchsten hast du zu deiner Zuflucht gemacht. Kein Unglück wird dir zustoßen und keine Plage zu deinem Zelt sich nahen, denn er wird seinen Engeln deinen Wegen Befehl geben, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, und auf den Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt. Auf den Löwen und die Otter wirst du den Fuß setzen, wirst den Junglöwen und den Drachen zertreten.
[26:05] Die Sieger über das Malzeichen und über den Satan, über das Tier und sein Bild. Und dann kommen diese wunderbaren Worte in Vers 14: „Weil er sich an mich klammert, darum will ich ihn retten. Ich will ihn beschützen, weil er meinen Namen kennt. Ruft er mich an, so will ich ihn erhören. Ich bin bei ihm in der Not. Ich will ihn befreien und zu Ehren bringen. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und ihn schauen lassen mein Heil.“
[26:24] Lieber Freund, liebe Freundin, das sind Verse, die wir wirklich im Herzen tragen müssen. Gott verspricht jeden zu retten, der im Glauben sich an ihn klammert. Klammert sich dein Glaube an Jesus Christus heute? Hältst du an ihm fest, egal ob dein Leben schwierig oder angenehm ist. Wir nähern uns einer Zeit, die so schrecklich sein wird, dass die Bibel kaum richtig Worte findet, um sie zu beschreiben. Aber all das muss uns nicht so aus der Bahn werfen, dass wir Angst bekommen. Wenn wir an Jesus festhalten, dürfen wir in Anspruch nehmen, dass, wenn alles um uns herum zusammenbricht, keine Plage sich unserem Zelt nähern wird. Ja, auch Gläubige werden in der Endzeit leiden. Sie werden Verfolgung erleiden. Sie werden von Gottlosen schlimme Dinge erleiden. Aber wenn Gott seinen Zorn ausgießt, werden die Gläubigen davon nicht berührt werden.
[27:29] Vers 2, in Offenbarung 16: „Und der erste ging hin und goss seine Schale aus auf die Erde. Da entstand ein böses und schmerzhaftes Geschwür an den Menschen, die das Malzeichen des Tieres hatten und sein Bild anbeteten.“ Die ersten vier Plagen fallen auf Erde, Meer, Wasserquellen und Sonne. Und wir hatten ja schon im Kontext der Posaunen darauf hingewiesen, dass diese Reihenfolge der Begriffe, diese vier Begriffe, diese vier Konzepte eine Anspielung sind auf Offenbarung 14 Vers 7, wo es um die Schöpfung geht, wo es um den Sabbat geht. Die Plagen fallen, weil die Menschen durch das Sonntagsgesetz den Sabbat verachten. Deswegen zieht sich Gott quasi von der Schöpfung zurück. Und wir hatten das ja ähnlich, wenn auch in einem anderen historischen Kontext, auch bei den Posaunen gesehen.
[28:22] Das Geschwür ist nach 5. Mose 28 Vers 27 eine Strafe für Ungehorsam. Und wir finden einen interessanten Typus auf diese Prophezeiung in der Geschichte von König Usija in 2. Chronik 26, ab Vers 16. Da teilt es über den König Usija: „Als er aber stark geworden war, überhob sich sein Herz zu seinem Verderben, und er versündigte sich an dem Herrn, seinem Gott, indem er in die Tempelhalle des Herrn ging, um auf dem Räucheraltar zu räuchern. Aber der Priester Asarja ging ihm nach und 80 Priester des Herrn mit ihm, vortreffliche Männer, die traten dem König Usija entgegen und sprachen zu ihm: ‚Usija, es steht nicht dir zu, dem Herrn zu räuchern, sondern den Priestern, den Söhnen Aarons, die zum Räuchern geheiligt sind. Verlass das Heiligtum, denn du hast dich versündigt, und das bringt dir vor Gott, dem Herrn, Achtung, keine Ehre. Gib doch Gott die Ehre. Halte Kirche und Staat getrennt. Du bist König, wir sind Priester, du hast nicht die Aufgabe, dich in die religiösen Angelegenheiten einzumischen.‘“ Er hört die Warnungsbotschaft. Der König Usija aber reagiert völlig abweisend.
[29:27] Vers 19: „Da wurde Usija zornig, während er die Räucherpfanne in seiner Hand hielt, um zu räuchern. Als er aber seinen Zorn gegen die Priester ausließ, da brach der Aussatz an seiner Stirn aus vor den Augen der Priester im Haus des Herrn beim Räucheraltar.“ Das Malzeichen wird ja auch, zumindest bei manchen, an der Stirn sein. Und das Malzeichen ist das Verbrechen, das jetzt tatsächlich in den Plagen ein Geschwür als Folge haben wird. So wie bei Usija, dass der Aussatz an der Stirn ein äußeres Zeichen für die innere Rebellion ist, so auch hier die Strafe entspricht dem Verbrechen. So jetzt auch in den nächsten Plagen.
[30:14] Vers 3: „Und der zweite Engel goss seine Schale aus in das Meer, und es wurde zu Blut wie von einem Toten, und alle lebendigen Wesen starben im Meer.“ Vers 4: „Und der dritte ist das, dass das Meer zu Blut wird, das wissen wir aus Offenbarung 11 Vers 6 hat mit der Vollmacht des Wortes Gottes zu tun.“ Dort hatten wir über die zwei Zeugen gelesen in Vers 6, also das Alte und das Neue Testament. Diese haben Vollmacht, den Himmel zu verschließen, damit kein Regen fällt in den Tagen ihrer Weissagung. Sie haben Vollmacht, über die Gewässer sie in Blut zu verwandeln. Das heißt, die Plagen fallen dann genau so, wie es Gott beschrieben hat, weil sein Wort eben nicht leer zurückkehrt. Nicht nur soll es in unseren Herzen bewirken, was er damit bezweckt hat, sondern es wird dann auch an den Gottlosen das tun, was das Wort Gottes eben hier schreibt. Auch eben beim Auszug aus Ägypten, bei den Plagen in Ägypten beim Exodus gab es natürlich bei der ersten Plage dieses Phänomen, dass das Wasser des Nils zu Blut wurde. Wir finden dort im Sendemanuskript noch einige Parallelverse, die ein bisschen beschreiben, wie das praktisch gewesen ist.
[31:31] Vers 4 und 5: „Und der dritte Engel goss seine Schale aus in die Flüsse und in die Wasserquellen, und sie wurden zu Blut. Und ich hörte den Engel der Gewässer sagen: ‚Gerecht bist du, o Herr, der du bist und warst und der Heilige bist, dass du so gerichtet hast.‘“ Flüsse und Wasserquellen sind für das praktische tägliche Leben der Menschen noch wichtiger als das Meer. Wir sehen also, wie die Plagen hier nach und nach die Lebensgrundlagen der Menschen attackieren, sozusagen, weil Gott als Schöpfer sich zurückzieht, weil die Menschen ihn als Schöpfer nicht ehren wollen.
[32:06] Interessant ist, dass der Engel hier die Gerechtigkeit dieses Gerichtes betont. Paulus sagt auch etwas zu diesem Thema in Römer 2 Vers 5. Dort sagt er: „Aber aufgrund deiner Verstocktheit und deines unbußfertigen Herzens häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns, also für die Plagen und die Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes.“ Die sieben Plagen offenbaren etwas von der Gerechtigkeit Gottes in diesem Gericht.
[32:39] Interessant ist, dass auch der Engel sagt: „o Herr, der du bist und warst.“ Manchmal möchte man vielleicht oberflächlich denken, dass Gott eigentlich die Liebe ist, bis er dann mal so zornig ist, dass er mal ausnahmsweise seinen Zorn offenbart. Aber was der Engel hier sagt, ist sehr, sehr wichtig. Gott ist derselbe immer, ganz egal, ob er im Fleisch am Kreuz hängt aus Liebe zu verlorenen Menschen oder ob er die sieben letzten Plagen ausgießt. Es ist derselbe Charakter, der sich zeigt. Gott ist in den sieben letzten Plagen nicht anders, als er sich in Johannes 4 offenbart als menschgewordener Erlöser, der einer Sünderin das Wasser des Lebens anbietet. Es ist derselbe Gott mit demselben Charakter. Das darf man niemals aus den Augen verlieren.
[33:43] In Johannes 4 hatte Jesus ja der Samariterin angeboten, das ewige Leben zu bekommen, dargestellt durch dieses Bild von dem Wasser, dem Wasser des Lebens. Und er hat dazu gesagt, dass sie selbst zu einer Quelle werden würde, die ins ewige Leben quillt. Gläubige Menschen sind eine Quelle, denn sie erzählen anderen von Jesus. Die Ungläubigen am Ende der Zeit haben die Gläubigen, die Quellen, attackiert. Jetzt werden die buchstäblichen Quellen als Antwort darauf angegriffen. Wir sehen wieder, wie die Strafe präzise dem Vergehen entspricht. Und das ist das biblische Prinzip: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Das ist kein alttestamentliches Relikt, sondern ein Grundsatzprinzip der Gerechtigkeit. Gott wollte niemals, dass Menschen Selbstjustiz üben und einfach selbst drauf losschlagen. Das ist auch im Altestament nie der Fall gewesen. Das Altestament verbietet Selbstjustiz. Auge um Auge, Zahn um Zahn ist ein Rechtsgrundsatz, der deutlich machen soll, dass die Strafe immer, zum Beispiel eine zivile Strafe beim Kriminalverbrechen, dass eine Strafe immer exakt dem Verbrechen zu entsprechen hat. Und so sehen wir das hier auch in den Plagen ganz offensichtlich.
[35:04] Vers 6 und 7 heißt es weiter: „Denn das Blut der Heiligen und Propheten haben sie vergossen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben, denn sie verdienen es.“ Das ist genau diese Idee. Vers 7: „Und ich hörte einen anderen vom Altar her sagen: ‚Ja, o Herr, Gott, du Allmächtiger, wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte!‘“ Das Blut der Märtyrer hatte ja gerufen, ausgerechnet beim Altar, Offenbarung 6 Vers 10 und 11 im fünften Siegel. Wir hatten auch gesehen, Offenbarung 13, dass das verfolgende erste Tier aus der Erde genau mit den Methoden, mit Gefangenschaft und Schwert selbst bestraft wird. Und wir hätten gesehen, oder wir werden noch sehen, wie Offenbarung 17, Babylon trunken ist vom Blut der Heiligen.
[35:43] Hier erfüllt sich, was in 5. Mose 32 Vers 42 und 43 steht. Dort heißt es am Ende des Liedes des Mose, in Vers 42 und 43: „Ich will meine Pfeile mit Blut berauschen und mein Schwert soll Fleisch fressen mit dem Blut der Erschlagenen und Gefangenen vom Haupt der Fürsten des Feindes. Jubelt, ihr Heiden, seinem Volk zu! Denn er wird das Blut seiner Knechte rächen und seinen Feinden vergelten, aber für sein Land und sein Volk wird er Sühnung schaffen.“ Gott weiß, wie er Gerechtigkeit wiederherstellt und wie auch all das Unrecht, das Menschen angetan worden ist, wieder gut gemacht wird und gesühnt wird, wie die gerechte Strafe auszusehen hat.
[36:38] Das Grundprinzip dahinter finden wir in der Bergpredigt in Matthäus 7 und dort Vers 2. Denn es heißt hier: „Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden. Mit demselben Maß, mit dem ihr anderen zumesst, wird auch euch zugemessen werden.“ Das, was die Ungläubigen den Gläubigen angetan haben, das fällt jetzt auf sie selbst zurück. Sie bekommen Qual. Sie müssen quasi die Früchte ihres eigenen Tuns essen.
[37:09] „Gerecht und wahrhaftig“, sagt der Engel. Und bestätigt damit das, was später einmal die Überwinder am gläsernen Meer ebenfalls singen werden. Sowohl dieser sündlose Engel als auch die Überwinder am gläsernen Meer werden bei der Betrachtung der sieben letzten Plagen sagen: „Das war gerecht.“ Gott ist nicht nur gerecht, weil er richtet, sondern er ist auch gerecht, indem wie er richtet. Und das ist ein sehr entscheidender Punkt. Die Art und Weise der Plagen offenbaren die Gerechtigkeit Gottes. Er haut nicht nur einfach wahllos darauf ein, sondern selbst ein sündloser Engel erkennt nicht eine Spur unnötiger Grausamkeit. Er sieht nirgendwo einen unheiligen Charakter in dem, was Gott tut, selbst bei den sieben letzten Plagen.
[38:03] Denn eins ist offensichtlich: Kein Mensch muss diese Plagen eigentlich leiden. Jeder hätte das Evangelium annehmen können, denn Jesus hatte für alle den Preis bezahlt. Jeder hätte ewiges Leben haben können.
[38:15] Offenbarung 16 Vers 8 und 9: „Die vierte Plage. Und der vierte Engel goss seine Schale aus auf die Sonne, und ihr wurde gegeben, die Menschen mit Feuer zu versengen. Und die Menschen wurden versengt von großer Hitze und sie lästerten den Namen Gottes, der Macht hat über diese Plagen, und sie taten nicht Buße, um ihm die Ehre zu geben.“ Diese Szene wird auch in Joel beschrieben und in Amos. Die Anbetung der Sonne war das größte Gräuel in Hesekiel 8 im Kontext der Versiegelung. Wir wissen, dass die Sonne eine Rolle in der Endzeit spielt, weil es ein nationales Sonntagsgesetz geben wird, das letztendlich ja zurückgeht auf das erste Sonntagsgesetz von Konstantin, das zu Ehren der Sonne gewesen ist. In Jesaja 14 Vers 12 wird Luzifer als Sohn der Morgenröte mit der Sonne assoziiert. Er hat dann immer wieder in der Folge, in der Geschichte Sonnenanbetung als Mittel verwendet, um indirekte Anbetung zu erfahren.
[39:17] Was interessant ist, wir sehen die Gottlosen scheinen hier, sie sind unbekehrbar, sie tun einfach nicht Buße. Interessant ist, dass hier deutlich wird, dass nur wer Buße tut, Gott die Ehre geben kann. Das heißt, in der ersten Engelsbotschaft, wenn es heißt: „und gebt ihm die Ehre“, dann bedeutet das, dass Gott uns eigentlich auch zur Buße auffordert. Denn wer nicht Buße tut, so sagt es Lukas 13 Vers 3, der kommt um. Lukas 13 Vers 3 macht es sehr deutlich: „Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen.“ Deswegen war die Botschaft von Johannes dem Täufer und die Botschaft von Jesus Christus selbst: „Tut Buße, kehrt um.“ Und deswegen ist auch die Botschaft von Jesus an Laodizea: „Tue Buße.“
[40:08] Vers 10: „Und der fünfte Engel goss seine Schale aus auf den Thron des Tieres, und dessen Reich wurde verfinstert, und sie zerbissen ihre Zungen vor Schmerz.“ Hier haben wir ebenfalls eine Anspielung auf die Plagen in Ägypten. Auch dort gab es ja die Finsternis. Das Tier, das hier benannt wird, erwähnt wird, ist natürlich das Tier aus Offenbarung 13 aus dem Meer, das erste Tier aus Offenbarung 13, das Papsttum.
[40:45] Was hier passiert, ist sehr interessant. Der eigentliche Feind wird als solcher erkannt. Vielleicht kann man das ein bisschen so illustrieren. Wenn man so diese Ereignisse etwas skizziert, dann kann man sagen, dass ein Sonntagsgesetz, das übrigens ja in verschiedene Etappen kommen wird, von mild zu hart sich erweitern wird, zuerst in den USA sein wird, sich dann weltweit ausbreiten wird, das Sonntag fördern wird, später den Sabbat, das Sabbathalten verbieten wird, also eine gewisse Dynamik auch entfaltet. Dieses Sonntagsgesetz in seiner sich entfaltenden Dynamik wird all die Endzeitereignisse lostreten. Wir werden den Spätregen erleben, den lauten Ruf, die Massenbekehrung von Menschen, die Babylon verlassen werden, aber auch viele Verführungen, massive Verführungen, von denen auch Jesus spricht. Und all das führt irgendwann zu einem Zeitpunkt, der nicht äußerlich determiniert ist, nicht äußerlich festgemacht werden kann, zum Ende der Gnadenzeit, wenn jeder Mensch seine Entscheidung gefällt hat. Dann folgen die Plagen und die erste Plage wäre dann ein deutliches Zeichen, dass die Gnadenzeit zu Ende ist.
[41:46] Und während dann die nächsten Plagen fallen, so wird uns gesagt, entsteht der Eindruck bei den meisten Menschen, die ja glauben, Gott eine Ehre zu erweisen, weil sie alle jetzt diesem falschen Evangelium hinterher rennen und es so eine quasi Scheinchristianisierung gegeben hat. Sie werden glauben, dass die Sabbathalter der Grund für die Plagen sind, die ausgegossen worden sind. Das ändert sich mit der fünften Plage, denn mit der fünften Plage zeigt Gott quasi mit dem Finger auf den eigentlichen Urheber der ganzen Rebellion, auf wen Gott wirklich zornig ist. Er ist nicht zornig auf die Sabbathalter, er ist zornig auf das Tier. Und damit wird plötzlich sichtbar, wer der eigentliche Anstifter der Rebellion ist und wen Gott mit den Plagen wirklich meint.
[42:42] Vers 11: „Und sie lästerten den Gott des Himmels wegen ihrer Schmerzen und wegen ihrer Geschwüre und sie taten nicht Buße von ihren Werken.“ Obwohl die Menschen jetzt wissen, dass sie eigentlich verführt worden sind, tun sie trotzdem nicht Buße. Denn ohne das Evangelium, das so lange auf sie gewartet hat im himmlischen Heiligtum, kann das menschliche Herz sich nicht ändern. Selbst wenn es neue Fakten und neue Erkenntnisse hat. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie prophetische Erkenntnis niemanden retten kann. Diese Menschen erlangen eine Erkenntnis. Sie verstehen, dass sie verführt worden sind. Sie erkennen plötzlich, dass das Papsttum der Feind Gottes ist. Aber das rettet sie nicht. Ihr Herz ist immer noch genauso böse. Und so kann es sein, dass auch wir vielleicht korrekte prophetische Auslegungen vornehmen, weil wir die Fakten kennen. Aber unser Herz ist immer noch böse. Was wir brauchen, ist zuallererst ein reines Herz von Jesus, erfüllt mit dem Heiligen Geist. Dass wir erfüllt mit dem Heiligen Geist und durch Jesu Kraft durch diese Zeit der Trübsal hindurchgehen können, wenn wir keinen Hohen Priester im Himmel haben. Das brauchen wir. Und dann ist es wichtig und interessant, auch zu wissen, was die Prophetie alles lehrt, wer die einzelnen Akteure sind, aber nur mit diesem neuen Herzen, nur mit echter Herzensbekehrung bringt die Prophetie uns wirklich in den Himmel.
[44:24] Vers 11, da haben wir gelesen: „sie lästerten den Gott.“ Was wir hier auch deutlich sehen, ist, dass diese Plagen kumulativ sind. Das heißt, während der fünften ist die erste immer noch spürbar. Und das zeigt, dass hier sich etwas immer mehr aufbaut bis zu einem großen Höhepunkt.
[44:43] In Offenbarung 16 Vers 12: „Und der sechste Engel goss seine Schale aus auf den großen Strom Euphrat, und sein Wasser vertrocknete, damit den Königen vom Aufgang der Sonne der Weg bereitet würde.“ Der Euphrat ist der Fluss oder war der Fluss, der durch Babylon floss. Nach Offenbarung 17 Vers 15 sind damit die Völker gemeint, die die Hure Babylon unterstützen, also die Anhänger Roms. Bezug genommen wird hier auf die Eroberung von Babylon in der Antike. Als im Oktober 1539 die Truppen des persischen Generals Kyros den Euphrat umleiteten, als nämlich Babylon fiel und Medo-Persien die Macht übernahm, die kamen ja aus dem Osten. Babylon wurde gestürzt. Kyros wird sogar Gesalbter genannt.
[45:37] Was jetzt passiert, ist, dass die Menschen, die bis dahin das antigöttliche, das babylonische System unterstützt haben, aufgrund ihrer Erkenntnis sich von Babylon distanzieren werden. Diese Einheit bricht auseinander. Daniel 2 wird sich endgültig erfüllen. Sie werden nicht aneinander haften. In Offenbarung 17 werden wir das noch ausführlicher studieren. Mehr dazu dann nächste Woche. Dieses Vertrocknen des Euphrats zeigt an, wie die Menschen, die Babylon unterstützt haben, ihre Unterstützung zurückziehen werden, aber nicht, weil sie sich zu Gott bekehrt hätten, sondern nur, weil die Feinde Gottes jetzt untereinander uneins werden und damit offenbaren, dass ihre Einheit von vornherein nie echte geistgeführte Einheit gewesen ist.
[46:16] Vers 13 und 14: „Und ich sah aus dem Maul des Drachen, aus dem Maul des Tieres, aus dem Maul des falschen Propheten drei unreine Geister herauskommen, gleich Fröschen. Es sind nämlich dämonische Geister, die Zeichen tun und ausgehen zu den Königen der Erde und des ganzen Erdkreises, um sie zum Kampf zu versammeln an jenem großen Tag Gottes des Allmächtigen.“ Hier haben wir bis Vers 16 einen Einschub, der chronologisch nicht nach Vers 12 kommt, sondern der eigentlich erklärt, wie es zu der Einheit überhaupt kam, die in Vers 12 dann zerbricht. Mit anderen Worten, wir springen ein bisschen zurück in der Zeit und schauen uns an, wie entstand dieses endzeitliche Babylon, diese letzte große Sammlung, die dann in der sechsten Plage zerbricht.
[47:03] Das Tier ist das Papsttum. Der falsche Prophet, den können wir identifizieren durch Offenbarung 19 Vers 20: „Und das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahm und die sein Bild anbeteten. Die beiden wurden lebendig in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.“ Hier haben wir einen Hinweis auf das zweite Tier aus Offenbarung 13, auf die USA, geführt vom abgefallenen Protestantismus. Kann man Offenbarung 13, ab Vers 11 ja nochmal nachlesen. Der Drache ist ein Symbol für den Satan natürlich selbst, wird aber auch eine politische Ebene haben, dazu aber mehr dann in Offenbarung 17, denn alle drei haben etwas Politisches. Da ist der Vatikan, da sind die USA, da ist aber auch etwas Religiöses. Das Papsttum hat die römisch-katholische Kirche im Zentrum und die USA werden vom abgefallenen Protestantismus geführt und auf einem Drachen können wir den Spiritismus, der ja eigentlich die grundlegende Religion Satans ist, hier benennen.
[48:05] Die drei Frösche sind interessant. Die Frösche waren die letzte Plage, die die Ägypter noch nachmachen konnten, die imitiert werden konnte durch die Weisen Ägyptens und ist damit ein Symbol für die größte Verführungskunst, die der Satan so an den Tag legen kann. Es sind Dämonen, das heißt es sind gefallene Engel. Wenn es drei Dämonen sind, die zu allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen gehen, dann haben wir ein Gegenstück zur wahren Drei-von-Engels-Botschaft, quasi eine falsche Drei-Engels-Botschaft, also Drei-Dämonen-Botschaft, eine Drei-Frösche-Botschaft sozusagen. Die Wahrheit, das wahre Evangelium und ein Gegen-Evangelium kämpfen um die Wette, um die Aufmerksamkeit aller Völker und Nationen. Und sie tun Zeichen, so wie in Offenbarung 13 ja schon in Vers 13 und 14 angedeutet worden ist und wie auch Jesus in Matthäus 24 Vers 24 warnt, dass es die Stunde der Versuchung von der Offenbarung 3 Vers 10 spricht.
[49:00] Und genau hier bringt jetzt die Bibel einen ganz persönlichen Einschub in Vers 15: „Siehe, sagt Jesus, ich komme wie ein Dieb. Glückselig ist, wer wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht entblößt und hergeht und man seine Schande sieht.“ Dieser Vers zeigt hier im Kontext der letzten Plagen, dass die Wiederkunft sehr nahe bevorsteht und ist damit übrigens nebenbei gesagt ein ausgezeichneter Text, um zu zeigen, dass die populäre Lehre einer geheimen Entrückung der Christen vor der Trübsalszeit völlig unbiblisch ist. Denn hier sind wir in der Trübsalszeit, in der Plagenzeit und Jesus ist noch nicht gekommen. Er sagt: „Ich komme wie ein Dieb“, nicht vor den Plagen, sondern nach den Plagen. Und das ist ein ganz großartiger Text, um das zu zeigen. Aber wenn Jesus von einem Dieb hier spricht, meint er ohnehin nicht, dass es unbemerkt sein wird, sondern wir wissen, wenn Jesus wie ein Dieb kommt, dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, so sagt es 2. Petrus 3 Vers 10. Er kommt ja nur für die Ungläubigen wie ein Dieb, 1. Thessalonicher 5 Vers 2 und 3, weil sie unvorbereitet sind, Matthäus 24 Vers 43.
[50:03] Hier haben wir die dritte Seligpreisung der Offenbarung nach Kapitel 1 Vers 3 und 14 Vers 13. Wir werden aufgefordert zu wachen. Glücklich wird der sein, der wacht. Immer wieder finden wir im Evangelium die Aufforderung, gerade im Zuge der Endzeit wachsam zu sein, nüchtern zu sein. Paulus sagt, wir sollen wachsam sein, um uns nicht von Irrlehren einfangen zu lassen. Paulus sagt in 1. Thessalonicher 5, dass wir nüchtern sein und also quasi nicht den Wein Babylons trinken sollen. Wir sollen uns beschäftigen mit der Verbreitung des Evangeliums, um wachsam zu sein, Lukas 12 Vers 42 und 43.
[50:44] Und die Kleider, von denen es hier spricht, das sind die Kleider der Gerechtigkeit, die wir in Offenbarung 3 Vers 3 und auch Vers 18 gesehen haben. Das Kleid, das Jesus uns anbietet, das schenkt er uns, aber das müssen wir bewahren. Wir müssen es festhalten. Wir müssen dabei bleiben. Das standhafte Ausharren der Heiligen ist das Kennzeichen der Gläubigen am Ende. „Wer ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.“ Es reicht nicht nur Jesus zu nehmen, sondern wir müssen bei Jesus bleiben. Tag für Tag müssen wir diese Entscheidung erneuern, bestätigen, nicht wieder abfallen. Zu viele Menschen kommen zu Jesus, erleben eine echte Bekehrung und verlassen ihn dann wieder.
[51:23] Lieber Freund, liebe Freundin, bleib bei Jesus. Egal was passiert, egal was in deinem Leben passiert, egal was in dieser Weltgeschichte passiert, egal wie schwer die Situation sein mögen, bleib bei Jesus. Dann wirst du diese Verheißung in Anspruch nehmen können: „Glückselig ist, wer wacht und seine Kleider bewahrt.“ Lass die Gerechtigkeit, die Jesus dir schenkt, durch seinen Heiligen Geist, durch das Blut, das er vergossen hat, lass das nicht los. Halte fest, klammere dich dran, wie das Psalm 91 gesagt hat.
[51:54] Die Nacktheit ist ein Symbol für die Sünde. Wenn wir die Kleider loslassen, wenn wir das Kleid der Gerechtigkeit loslassen, dann sind wir unbedeckt. Und der Wein, sagt Habakuk 2 Vers 15, führt zur Nacktheit, so auch in 1. Mose 9 in der Geschichte von Noah. Der Wein Babylons führt dazu, dass wir die Gerechtigkeit Jesu loslassen. Das ist vielleicht das Gefährlichste. Nicht nur, dass wir falsche Dinge glauben, sondern dass wir die Verbindung, die rettende Verbindung zu Jesus verlieren. Der Wein Babylons, die falschen Lehren, sie untergraben unsere Beziehung zu Jesus. Wir wollen ja nicht gerettet werden, weil wir alles besser wissen als andere, sondern weil wir Jesus kennen. Und wenn Trunkenheit zu Nacktheit führt, dann führt der Wein Babylons zu einem Loslassen der Gerechtigkeit Jesu. Und deswegen wollen wir nüchtern sein. Deswegen wollen wir uns nicht mit falschen Lehren abgeben, sondern wollen uns allein auf das Wort Gottes konzentrieren und Tag für Tag die Gerechtigkeit Jesu im Glauben in Anspruch nehmen.
[53:01] In Vers 16 wird jetzt der Gedanke von Vers 14 weitergeführt: „Und er versammelte sie an den Ort, der auf Hebräisch Harmagedon heißt.“ Harmagedon heißt wörtlich übersetzt der Berg von Megiddo. Aber Megiddo ist kein Berg. Megiddo ist eine Ebene, wie Sacharja 12 Vers 11 zeigt. Aber es gibt einen Berg in der Nähe dieser Ebene, das wäre dann der Berg von Megiddo. Das ist der Berg Karmel. Wir kennen die Geschichte von Elia und den Baalspropheten. Damals gab es eine geistliche Auseinandersetzung. Immer wieder gibt es hier Leute, die glauben, dass hier eine Endzeitschlacht um Öl im Nahen Osten ausgefochten wird. Aber auf dem Berg Karmel können nicht alle Heere dieser Welt gleichzeitig kämpfen. Es geht um eine geistliche Auseinandersetzung zwischen denen, die an Gottes Geboten und am Glauben Jesu festhalten und denen, die Gottes Gebote mit Füßen treten und einen Scheinglauben an Jesus propagieren. Dieser letzte Kampf zwischen echtem Christentum und weltweit populärem Scheinchristentum, dieser letzte Kampf wird die Schlacht von Harmagedon sein. Das heißt Vers 13 und 14 führt dann zu Vers 16, das Versammeln der Völker zu diesem Ort. Aber ein Element der Schlacht selbst wird dann sein, dass im Zuge dieser Plagen, die Gott ausgießt, die Unterstützung der Völker wieder schwindet. Die Allianz bricht auseinander. Das heißt Vers 12 ist letztlich eigentlich dann chronologisch nach Vers 17.
[54:29] Und der siebte Engel goss seine Schale aus in die Luft, und es ging eine laute Stimme aus vom Tempel des Himmels, vom Thron her, die sprach: „Es ist geschehen!“ Diesen Satz kennen wir ganz ähnlich aus Johannes 19, wo es in Vers 30 heißt: „Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: ‚Es ist vollbracht!‘“ Und dann neigt er das Haupt und übergab den Geist. Am Kreuz von Golgatha wurde offenbar, wer Satan ist. Innerhalb der sieben letzten Plagen wird offenbar, wer Babylon wirklich ist. Der Satan wurde am Kreuz demaskiert. Durch die Plagen wird Babylon demaskiert. Insbesondere die fünfte, sechste und siebte Plage machen sehr deutlich, dass Gott zornig mit Babylon ist.
[55:18] Vers 18: „Es geschahen Stimmen und Donner und Blitze und ein großes Erdbeben geschah, wie es dergleichen noch nie gegeben hat, seit es Menschen gab auf Erden, ein solch gewaltiges und großes Erdbeben.“ Dieses Erdbeben ist das, was in Offenbarung 11 Vers 19 noch angesprochen ist, am Ende der sieben Posaunen, das auch im sechsten Siegel beschrieben wird in Offenbarung 6 Vers 14, wo die Berge und die Insel weggerückt werden. Dann haben wir Vers 19: „Die große Stadt wurde in drei Teile zerrissen, und die Städte der Heidenvölker fielen, und Babylon der Große wurde vor Gott gedacht, damit er ihr den Becher des Glutweines seines Zorns gebe.“
[56:00] Die große Stadt in Offenbarung 14 Vers 8 wird sie definiert als Babylon. „Und ein anderer Engel folgte ihm, der sprach: ‚Gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat.‘“ Später in Offenbarung 17 werden wir noch mehr und 18 noch mehr Verse finden, die zeigen, dass mit dieser großen Stadt Babylon gemeint ist. Das heißt, die Allianz Babylon fällt auseinander. Wir haben Bibeltexte hier, die zeigen, wie immer die Feinde Gottes sich gegenseitig umgebracht haben. Babylon zerfällt in drei Teile. Es waren ja der Drache, das Tier und der falsche Prophet, die vereint gewesen sind. Und jetzt treiben die Plagen sie wieder auseinander. Sie offenbaren, dass die Einheit nur ein Mittel zum Zweck für egoistische Zwecke war. Denn wahre Einheit gibt es nur bei Gott. Diese wahre Einheit haben wir vor nicht allzu langer Zeit ja hier auch in der Kantsche Zeit ja auch gründlich studiert. Nur die Einheit, die Jesus in Johannes 17 beschreibt, ist echte Einheit. Auch wenn die ganze Welt scheinbar gegen Gott vereint sein wird, ist es doch nur eine Einheit, die auf Sünde und auf Gesetzlosigkeit basiert und die in sich zusammenfallen wird, noch bevor die Wiederkunft überhaupt passiert.
[57:22] Vers 20: „Und jede Insel entfloh, und es waren keine Berge mehr zu finden.“ Das ist genau das, was im sechsten Siegel dann beschrieben wird. Und in Vers 21 heißt es: „Und ein großer Hagel mit zentnerschweren Steinen kam aus dem Himmel auf die Menschen herab. Und die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels, weil seine Plage sehr groß war.“ Immer noch lästern die Menschen Gott, sie tun das, was sie schon in Vers 9 taten, was sie in Vers 11 taten, also in der vierten und fünften Plage. Da ändert sich gar nichts mehr.
[57:55] All das führt jetzt zum krönenden Ereignis, zur Wiederkunft Jesu. Die wird dann aber erst in Offenbarung 19 im Detail beschrieben. In der Zwischenzeit schieben sich jetzt noch einige Einschübe ein, die noch mehr historisch und dann auch praktisch über Babylon uns aufklären und uns noch einmal zeigen, was auch die Aufgabe der Gläubigen sein wird, kurz vor dieser letzten Zeit und was ihre Sicherheit sein wird in Offenbarung 19, bevor dann die Wiederkunft als krönendes Ereignis dieser sieben letzten Plagen beschrieben wird.
[58:37] Was für uns heute die Entscheidung sein sollte, lieber Freund, liebe Freundin, ist es, dass wir mit Jesus leben wollen, der allein uns auf die Versiegelung vorbereiten kann. Ich möchte gerne so mit Jesus leben, dass, wenn die Plagen fallen werden, ich versiegelt bin mit dem Heiligen Geist, der Gottes Gesetz in mein Herz geschrieben hat, sodass ich die Verheißung von Psalm 91 dann buchstäblich in Anspruch nehmen darf. Es ist auch dein Wunsch? Dann entscheide dich noch heute, das Gott zu übergeben, was dich vielleicht noch von ihm trennt. Warte nicht aufs Später, nimm das heute an, solange Gott noch zu finden ist, solange Jesus jetzt noch im himmlischen Heiligtum, im Allerheiligsten, sein Blut für uns geltend macht. Komm zu Jesus und lass dich verändern, werde zum Überwinder durch sein Blut und durch das Wort deines Zeugnisses. Gott segne deine Entscheidung.
[59:39] Nächste Woche werden wir uns hier dann wiedersehen, um Offenbarung 17 bis 19 zu studieren. Das wird ebenfalls sehr spannend werden, mit vielen interessanten Details. Bis dahin wünsche ich Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.