Veröffentlicht am
986 Klicks

Manuskript zur Sendung >>> CSH Manuskript Lektion 2 Entscheidungen

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour, Teil 2 der Serie „Familien Zeiten“, geht es um die Bedeutung von Entscheidungen in unserem Leben. Marc Kynast beleuchtet die Konzepte der Willensfreiheit und Entscheidungsfreiheit und wie diese unsere Lebensrichtung beeinflussen. Anhand biblischer Beispiele und Zitate werden die Gefahren des Schwarz-Weiß-Denkens sowie die Wichtigkeit von Weisheit und Gottvertrauen bei der Entscheidungsfindung thematisiert. Darüber hinaus werden Aspekte der Partner- und Freundschaftswahl sowie die Rolle von Demut und Gebet in diesem Prozess erörtert.


Weitere Aufnahmen

Serie: Cannstatt Study Hour 2019 Q2: Familien Zeiten

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Es ist unsere zweite Lektion im zweiten Quartal und wir haben das Thema: Entscheidungen, die wir treffen.

[0:32] Jetzt ist es natürlich so, wir treffen den ganzen Tag Entscheidungen. Und damit wir zu richtigen Entscheidungen geführt werden, wollen wir kurz miteinander beten, um einfach Gottes Geist und diese Study Hour in die richtige Richtung zu lenken.

[0:53] Großer Gott, wir wollen dir danken für die Möglichkeit, über dieses Thema nachzudenken, Entscheidungen, die wir treffen. Wir bitten dich, dass du dieses Thema leitest und vor allem uns auch offene Ohren schenkst, und wir danken dir jetzt schon dafür. Amen.

[1:10] Ja, schön, dass ihr eingeschaltet habt, schön, dass ihr euch die Lektion anschaut. In dieser Lektion ist mein Ziel, dass wir uns mindestens drei Fragen beantworten können: Erste Frage: Ist meine Lebensrichtung, meine Lebenssituation vorbestimmt? Sind meine Freundschaften, meine Partnerwahl vorbestimmt? Und habe ich einen freien Willen?

[1:38] Die Lektion steigt mit Willensfreiheit und Entscheidungsfreiheit ein und am Donnerstag geht es weiter mit der Richtungswahl. Für mich war das mehr oder weniger ein Thema, weil wenn ich weiß, wohin ich gehe und welche Entscheidungen ich habe, dann weiß ich auch, dass ich eine Richtung wählen kann. Und so habe ich das Thema miteinander verknüpft. Deswegen lasst uns einsteigen mit Willensfreiheit, Entscheidungsfreiheit und Richtungswahl.

[2:07] Nun, haben wir einen freien Willen? Das ist ja die dritte Frage, die ich schon am Anfang gestellt habe. Prinzipiell sagt uns die Bibel in 2. Timotheus 1, Vers 9: „Der uns gerettet und berufen hat mit einem heiligen Ruf, nicht nach unseren Werken, sondern nach seinem Vorsatz und der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt.“ Gott hat uns schon seine Gnade gegeben und er hat uns gerufen. Warum sollte Gott rufen, wenn wir sowieso keinen freien Willen haben?

[2:43] Das heißt, die Antwort ist: Ja, wir haben einen freien Willen und wir antworten mit unserem Leben, wir antworten mit unseren Entscheidungen, wir antworten mit der Richtung, die wir einschlagen.

[2:55] Jetzt gibt es Menschen, die wissen, was gut ist und sie tun es. Das können wir in Römer 2, Verse 14 bis 15 lesen. Lasst uns das mal zusammen aufschlagen. Römer 2, 14 bis 15: „Wenn die Heiden, die das Gesetz nicht haben, also die Bibel, doch von Natur tun, was des Gesetzes ist, so sind diese, wiewohl sie das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz. Da sie beweisen, dass das Werk des Gesetzes geschrieben ist in ihren Herzen, indem ihr Gewissen es ihnen mitbezeugt, dazu auch die Gedanken, die sie untereinander verklagen oder entschuldigen.“ Das heißt, Menschen wissen, was das Richtige wäre und sie tun es.

[3:37] Es gibt aber auch Menschen, die wissen, was richtig wäre und tun es nicht. Römer 2, 21 bis 22. Gerade hier im selben Kapitel: „Du lehrst nun andere und lehrst dich selber nicht, du predigst, man solle nicht stehlen, und du stiehlst, du sprichst, man solle nicht Ehe brechen, und du brichst die Ehe, du verabscheust die Götzen und beraubst ihre Tempel.“ Hier wird klipp und klar danach gefragt, warum tust du nicht das, was du eigentlich lehrst?

[4:05] Jetzt, manche Menschen können einfach diese Sache durchziehen, andere Menschen nicht. Wir haben hier ein Zitat von H.L. Tomlinson: „Die Welt ist so, wie wir denken, dass sie ist. Wenn wir unsere Gedanken ändern, können wir diese Welt ändern, können unsere Welt ändern, indem wir anders über die Welt denken.“

[4:32] Jetzt ist die Frage: Was für ein Denker bist du? Ich habe aus dem Buch „The Lost Art of Thinking“ – „Die verlorene Art des Denkens“ – hier ein Zitat oder zwei Beispiele für sogenannte Alles- oder Nichtsdenker.

[4:48] Erstes Beispiel: Jennifer starrt auf eine Riesenplatte mit Pizzen, Softdrinks und Beilagen, während ein Gedanke in ihr immer wiederkehrt: „Zu essen oder nicht zu essen, das ist hier die Frage.“ Hatte sie doch über 15 Kilo für ihren Abschlussball abgenommen, so war sie jetzt doch von dem langen Blick auf ihr Lieblingsessen, auf das sie so lange verzichtet hat, verführt. „Mmmh, dieser Duft-Pizza, ach, was soll's. Jetzt ist eh schon zu spät“, sagt sie sich und lädt sich ein, dann zwei, dann drei Stücken auf ihren Teller. „Wenn ich es schon mache, dann mache ich es wenigstens gleich richtig.“

[5:30] Zweites Beispiel: Esau, trotz Begabung für das Jagen, kam eines Abends mit leeren Händen zurück. Er war müde und hungrig. Jakob, nach der Tradition als Zweitgeborener, hatte den Familiensegen nicht bekommen. Er hatte aber die Chance gerochen und hatte probiert, sich diese Führungsposition unter die Nase zu reißen und sich das doppelte Familienerbe zu sichern. Mit einer duftenden Linsensuppe unter der Nase, frustriert von dem erfolglosen Tag, sagte sich Esau: „Was bringt mir schon dieses dumme Erstgeburtsrecht, wenn ich hier vor Hunger sterbe und dann tot bin?“ Esau wäre natürlich sicherlich nicht gestorben von einem Tag ohne Essen, aber so tauschte er seinen Segen gegen die Speise.

[6:21] Die Frage: Was hat Jenny und Esau gemeinsam? Ganz einfach, sie sind Alles-oder-Nichts-Denker.

[6:31] Nun, Alles-oder-Nichts-Denker, hier sind Gefahren und Nachteile, die in diesem Buch beschrieben werden, und das wären ein geringerer Selbstwert, Entmutigung, Selbstmordgedanken, Sachen, die immer aufgeschoben werden, Übertreibungen, Pessimismus, frustriert sein und unbeendete Projekte.

[7:00] Und weiterhin ist die Frage: Wie zeichnen sich so Alles-oder-Nichts-Denker aus? Sie akzeptieren schwer was anderes als das Beste, sie haben unrealistisch hohe Anforderungen an sich und andere, und sie haben Probleme, sich und andere Fehler einzugestehen. Und zuletzt: Sie glauben an totale Sieger oder totale Verlierer.

[7:28] Jetzt haben wir zwei solche Alles-oder-Nichts-Denker kennengelernt und wir wissen, durch was sie sich auszeichnen und was so ihre Gefahren und Nachteile sind. Jetzt habe ich in meinem Leben auch schon so Alles-oder-Nichts-Denken kennengelernt und gesehen, und da ist die Frage: Ist es denn schlecht und hilft es mir denn bei Entscheidungen oder nicht? Oder verhindert es sogar meinen Vorankommen bei täglichen Entscheidungen?

[7:57] Nun, es gibt ein Beispiel, bei dem Alles-oder-Nichts-Denken sehr gut ist, zum Beispiel bei Suchtgefährdeten oder Leuten, die mal süchtig waren, Ex-Alkoholiker, Raucher, Pornografie-Süchtige. Und hier ist der richtige Gedanke des Alles-oder-Nichts-Denkens: Wenn ich zum Beispiel dieses Bier trinke, nur dieses eine Mal, dann komme ich zurück in diese Abwärtsspirale, in der ich war, und da möchte ich nicht nochmal hin. Und so ist das Alles-oder-Nichts-Denken präventativ und schützt mich davor, nicht nochmal dumme Entscheidungen zu treffen.

[8:36] Andererseits kann eben dieses Alles-oder-Nichts-Denken auch eine negative Folge für mich, mein Gemütszustand und meine Situation sein, indem ich nicht weiter probiere, hier durchzuhalten, sondern wie diese Jenny, einfach die Pizzen auf den Teller zu laden.

[8:59] Ratschläge möchte ich hier weiterhin geben für Willensfreiheit, was uns nämlich diese Linsensuppe, die repräsentativ für die Versuchung stehen kann, und dem verspielten Erstgeburtsrecht, was so repräsentativ für Freiheit, Erfolg, Reichtum und Glück stehen kann, zeitlich und räumlich voneinander trennt, das ist unsere Willensfreiheit. Das heißt, zwischen dieser Linsensuppe und zwischen dem Erstgeburtsrecht steht unsere Willensfreiheit, stand Esaus Willensfreiheit.

[9:36] Daher, wir können Gottes Wort nutzen, um uns einer Situation klar zu werden. Gedankenreflexion. Schauen wir dazu kurz in 1. Mose 4, 6-7. Da sprach der Herr zu Kain, der gerade eben seinen Bruder umbringen wollte: „Warum ergrimmst du, und warum verstellt sich deine Gebärde? Ist's nicht also, wenn du fromm bist, so bist du angenehm; bist du aber nicht fromm, so ruht die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie verlangen, du aber herrsche über sie.“

[10:25] Jetzt, Kain steht vor der Entscheidung: Bringe ich meinen Bruder um? Gott nutzt diesen Zeitraum der Willensfreiheit und spricht ihm ins Gewissen.

[10:41] Wir können uns Zeit nehmen – das ist der nächste Punkt – für unsere Entscheidungen. Wir können die Lage aus der Ferne betrachten, uns der Situation entziehen, Emotionen runterkommen lassen und dann eben den Weg, die Richtung wählen.

[10:58] Dritter Punkt: Nicht jede Situation ist schwarz-weiß. Das haben wir schon angesprochen, es gibt viele Grauzonen. Und wenn ich nicht weiß, wo liegt hier die Grauzone, wenn ich nur schwarz-weiß sehe, dann kann Gott Weisheit schenken. Das können wir auch noch in Sprüche 19, Vers 21 lesen. Sprüche 19, 21: „Es sind viele Anschläge in eines Mannes Herzen, aber der Rat des Herrn besteht.“ Das heißt, ich kann mir viel vorstellen, aber der Rat des Herrn ist immer noch da. Und Gott kann dir klar machen und mir klar machen: Okay, was gibt es noch, außer vielleicht Option A und B?

[11:44] Nun, Gottes Wort zu nutzen, sich Zeit zu nehmen und die Situation richtig einzuschätzen, bringt uns dahin, richtige Entscheidungen zu treffen. Und damit kommen wir zum Montag. Wir wollen uns über die richtigen Entscheidungen etwas anschauen.

[12:05] Nun, für mich ist es so: Eine Entscheidung ohne nachfolgende Tat war keine Entscheidung. Wenn ich danach nicht irgendwelche Früchte habe, nicht irgendwelche Aktionen, dann habe ich mich eigentlich nicht für irgendwas entschieden. Ebenso lernt ein kluger Mensch aus den eigenen Fehlern und trifft dann Entscheidungen, aber ein weiser Mensch, der lernt aus den Fehlern der anderen und trifft dann Entscheidungen.

[12:35] Jetzt haben wir in der Bibel Beispiele für einen dummen Menschen, der sogar nicht mal aus seinen eigenen Fehlern gelernt hat, und wir haben ein Beispiel für einen weisen Menschen, der aus den Fehlern bzw. aus den Wegen der anderen gelernt hat und Entscheidungen auch getroffen hat. Und dazu schauen wir uns Ahas an und Josaphat.

[12:57] Erstmal zu Ahas. Wir lesen von ihm in 2. Chronik 28, und dort die Verse 1 bis 2. „Ahas war 20 Jahre alt, da er König wurde, und er regierte 16 Jahre zu Jerusalem und tat nicht, was dem Herrn wohlgefiel, wie sein Vater David, sondern er wandelte in den Wegen der Könige Israels. Dazu machte er gegossene Bilder den Balen und räucherte im Tal der Kinder Hinnom und verbrannte seine Söhne mit Feuer nach dem Gräuel der Heiden, die der Herr vor den Kindern Israel vertrieben hatte.“

[13:42] Also, Ahas wusste, wie David gehandelt hatte und hat es nicht so getan. Das heißt, er hat nicht den positiven Effekt von Davids Entscheidungen gesehen, bis hin, dass er seine Kinder sogar geopfert hat.

[14:03] Nun, was waren seine Folgen? Seine Folgen waren, dass, als er König von Juda war, von den Syrern bedrängt wurde und in Gefangenschaft wurden 200.000 Juden geführt, von den Israeliten weg, und 120.000 Männer wurden in die Schlacht geschlagen, und Ahas versündigte sich gegen Gott. Vers 22: „Dazu in seiner Not machte der König Ahas des Vergiftens am Herrn noch mehr.“ In seiner Not machte er es eigentlich nur noch schlimmer.

[14:42] Jetzt haben wir noch Joschafat, der dem Ahas so ganz gegenübersteht. Zweite Chronik, auch bloß Kapitel 17, 3 bis 5. „Und der Herr war mit Joschafat, denn er wandelte in den vorigen Wegen seines Vaters David und suchte nicht die Baalim, sondern den Gott seines Vaters und wandelte in seinen Geboten und nicht nach den Werken Israels. Darum bestätigte ihm der Herr das Königreich, und ganz Juda gab Joschafat Geschenke, und er hatte Reichtum und Ehre die Menge.“ Er lebte hier nach den Gesetzen Gottes, Vers 9: „Und sie lehrten in Juda und hatten das Gesetzbuch des Herrn mit sich und zogen umher in allen Städten Judas und lehrten das Volk.“

[15:30] Ganz klar: Eine Entscheidung für Gott, weise Entscheidungen und Folgen. Folgen waren das untertänige Volk und die Völker drumherum, die seinem Volk untertänig waren, für sein Königreich Juda. Großes Segen, Segen Gottes in den Schlachten und Reichtum. Vers 10: „Und es kam die Furcht des Herrn über alle Königreiche in den Ländern, die um Juda herlagen, dass sie nicht stritten wie der Joschafat.“

[16:01] Ganz klar, zwei Wege, zwei Leben, zwei unterschiedliche Folgen.

[16:10] Nun, wenn das so einfach wäre, wenn das so offensichtlich ist, warum mache ich es dann nicht? Warum treffe ich, warum triffst du nicht einfach die richtigen Entscheidungen?

[16:20] Nun, wir brauchen dazu eine Anleitung, und verschiedene Dinge, die uns dazu anleiten, richtige Entscheidungen zu treffen, möchte ich jetzt mit euch kurz durchgehen.

[16:34] Das Erste ist: Gebet. Wir haben gehört, dass Joschafat sich vor Gott demütigte und er tat es im Gebet.

[16:42] Gottes Wort ist der nächste Punkt. Dazu können wir lesen Psalm 119, 105. Vers 105: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“ Gottes Wort leuchtet mir den Weg aus, ich weiß, wo ich hingehen kann, ich treffe die richtigen Entscheidungen.

[17:22] Nächster Punkt: Prinzipien. Ich brauche Prinzipien in meinem Leben, nach denen ich mich entscheiden kann. Und dazu können wir Philipper 4 lesen, einer meiner Lieblingstexte, die ich für die Lektion rausgesucht habe. Philipper 4, 6 und Verse 8 bis 9: „Sorget nichts, sondern in allen Dingen lasst euer Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Weide, Brüder, was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was lieblich, was wohllautend ist, ist es irgendeine Tugend, ist irgendein Lob, dem denke nach. Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und gesehen habt an mir, das tut, so wird der Gott des Friedens mit euch sein.“ Prinzipien haben, was lieblich ist, was wohllautend, was seine Tugend – diese Sachen können wir vorher durchgehen in unserem Kopf: Ist das so, wenn ich die Entscheidung treffe, ist das das richtige Prinzip, ist die richtige Sache?

[18:24] Dann, unser Gottvertrauen muss größer als unser Verstand sein, nächster Punkt. Was meine ich damit? Lasst uns Sprüche 3, so ein bisschen in den Sprüchen und den Psalmen auch unterwegs. Sprüche 3, Verse 5 bis 6: „Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.“

[19:08] Jetzt, wir sollen unseren Verstand benutzen, aber wir sollen uns nicht auf unseren Verstand verlassen. Was ist damit gemeint? In dem Fall ist es so, dass wir uns nicht auf unser Herz verlassen sollen, dass wir uns auf unser Herz von ganzem Herzen auf Gott verlassen sollen.

[19:32] Jetzt, was ist hier mit dem Herzen gemeint? Das Herz steht in diesem Text in der Urform und heißt Sekvie, wenn ich das richtig ausspreche. Und das steht für unseren Verstand und in dem Sinne übertragen heißt es: beachten oder bedenken. Das heißt, wenn ich jetzt sage: „Verlass dich auf den Herrn von ganzem Bedenken, von ganzem Verstehen und verlass dich nicht auf deinen Verstand.“ Das heißt: Verlass dich auf den Verstand von Gott und verlass dich nicht auf deinen Verstand. Habe mehr Vertrauen in Gott und Gottes Führung, Gottes Verstand als in deinen eigenen.

[20:17] Dazu können wir hier 38 und den Vers 36 noch lesen. Hier 38 und dann den Vers 36: „Wer gibt die Weisheit in das Verborgene? Wer gibt verständige Gedanken? Es ist Gott.“

[20:47] Weiterhin noch Jeremia 17, 9 und 10. Jeremia 17, 9, 10: „Gesegnet ist der Mann, wir können hier auch eigentlich sogar schon ab Vers 7 lesen: „Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt und dessen Zuversicht der Herr ist. Der ist wie ein Baum am Wasser gepflanzt, am Bach gewurzelt, denn obgleich Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün. Und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern er bringt ohne aufhören Frucht.“ „Es ist das Herz aber ein toxisch und verzagtes Ding, wer kann es ergründen? Ich, der Herr, kann das Herz ergründen und die Nieren prüfen und gebe ein jeglichen nach seinem Tun, nach den Früchten seiner Werke.“

[21:50] Gut, jetzt ist die Frage: Wenn wir Gott nicht verstehen und wir setzen unseren Verstand auf Gott, was dann? Das ist der nächste Punkt: Wir sollen uns von Gott führen lassen. Und dazu können wir Jesaja 58, Vers 11 lesen. Das Manuskript ist dann auch angehangen, dann kann man die Verse auch nochmal selber durchgehen. Jesaja 58, Vers 11: „Und der Herr wird dich immerdar führen und deine Seele sättigen in der Dürre und deine Gebeine stärken, und du wirst sein wie ein gewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, welcher es immer, nimmer an Wasser fehlt.“

[22:42] Jetzt, wenn wir es nicht verstehen, dann ist das Gottvertrauen und die richtige Entscheidung kommt manchmal einfach dadurch, dass wir uns auf Gott verlassen. Das heißt, ich entscheide mich nicht unbedingt jetzt für Sache A oder B, sondern ich entscheide mich jetzt einfach erstmal darauf, Gott zu vertrauen. Und dann steht hier: Gott wird dich so arg führen, dass du wie eine Wasserquelle sein wirst, der das Wasser nicht ausgeht.

[23:10] Letzter Tipp für die richtigen Entscheidungen ist: Andere. Und da ist die Frage: Was für andere? Und zwar, ganz wichtig: gläubige und aufrichtige Menschen zu Rat zu ziehen. Dazu haben wir auch in der Lektion Verse, da führe ich jetzt mal keine an.

[23:32] Also, ich fasse kurz zusammen für die richtigen Entscheidungen: Gebet, Gottes Wort, Prinzipien, Gottvertrauen muss größer als Verstand sein. Wenn wir es nicht verstehen, sollen wir uns von Gott führen lassen, und wir sollten andere Menschen, gläubige, aufrichtige Menschen zu Rat ziehen, um richtige Entscheidungen zu treffen.

[23:55] Viele Menschen setzen sich sogar unter Druck, wenn sie jetzt Entscheidungen treffen müssen. Sie werden nervös und sagen: „Ach je, was soll ich denn jetzt machen?“ Und da kam mir ein Zitat von Viktor Frankl in den Kopf. Viktor Frankl, er war KZ-Inhaftierter und er hat Bücher geschrieben und er hat auch als Neurologe und Psychiater gearbeitet. Und er hat gesagt: „Menschliches Verhalten wird nicht von Bedingungen diktiert, die der Mensch antrifft, sondern von Entscheidungen, die er selber trifft.“

[24:32] Ich lese das nochmal: „Menschliches Verhalten wird nicht von Bedingungen diktiert, die der Mensch antrifft, sondern von Entscheidungen, die er selber trifft.“ Das heißt, die Bedingungen, die vorherrschen in die Situation, in die wir kommen, die diktieren nicht unsere Entscheidungen. Wir sind es, die in der Situation entscheiden. Und dazu müssen wir uns den Druck nehmen. Wir dürfen uns nicht unter Druck setzen lassen. Wir sollten uns vielmehr freuen über die Freiheit, die wir haben, dass wir eine Entscheidung treffen können. Dass unsere Entscheidung jetzt in dem Moment nicht unbedingt an die Bedingungen geknüpft ist.

[25:25] Nun, kommen wir zu Dienstag: Sich Freundschaften wählen. Interessantes Thema. Kann man sich überhaupt Freundschaften wählen? Nun, meiner Meinung nach ist es so, dass man in Lebenssituationen an verschiedene Menschen gerät. Das heißt, man kann Menschen beobachten, sich mit Menschen auseinandersetzen und man kann natürlich dann entscheiden, mehr in den Menschen zu investieren oder nicht. Aber man kann sich nicht jegliche Person auf der Welt zum Freund oder zur Freundin wählen. Das heißt, in einem gewissen Rahmen ist Freundschaftswahl richtig und wichtig.

[26:10] Jetzt, was sagt die Bibel dazu? Sprüche 19, Vers 4: „Das Gut, der Reichtum, macht viel Freunde, aber der Arme wird von seinen Freunden verlassen.“ Es gibt also vermeintliche Freunde, die in unser Leben kommen, und das sind Leute, die sehen, dass du vielleicht erfolgreich bist oder ihnen was zu bieten hast. Aber, wir können immer noch entscheiden, wie wir uns verhalten.

[26:52] Und eine Situation dazu möchte ich euch schildern, im weitesten Sinne, in Apostelgeschichte 27, 1 bis 6, wie man sich gegenüber Personen verhalten kann, die die Stricke in der Hand haben. Apostelgeschichte 27, 1 bis 6.

[28:07] Und am nächsten Tag kamen wir in Sidon an. Und Julius verhielt sich freundlich gegen Paulus und er erlaubte ihm, zu seinen Freunden zu gehen und sich zu pflegen. Und davonan stießen wir ab und fuhren unter Zypern hinzu, weil uns die Winde entgegen waren. Und fuhren durch das Meer bei Sizilien und Pamphylien und kamen nach Myra in Lyzien. Und dort fand der Hauptmann ein Schiff von Alexandrien, das nach Italien fuhr, und ließ uns darauf übersteigen.

[28:38] Jetzt, wir haben hier den Julius, den Hauptmann, und weil Paulus sich ihm gegenüber so gut verhält, darf er sich von den Leuten da entfernen. War wohl mehr oder weniger da als Häftling und durfte sich waschen, durfte sich pflegen. Und zudem hat er Sidon auf ein weiteres Schiff übersteigen lassen. Das heißt, dieser Julius hat den Paulus mehr als einen Freund behandelt als irgendeinen Passagier oder einen Gefangenen.

[29:13] Warum? Warum kann man sich das Ansehen oder dieses Wohlwollen einer anderen Person so ergattern? Und wie? Ich denke, dass Paulus wusste, wie er sich in brenzligen Situationen zu verhalten hat und wie er sich auf Freunde machen konnte. Und einer der Grundsätze, die er dafür wohl auch hatte, können wir in Matthäus 10, Vers 16 lesen. Hier sagt Jesus zu uns: „Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe, darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.“

[30:00] Die Frage ist: Muss ich mit jedem befreundet sein und muss ich mich immer so verhalten, dass ich gut ankomme bei Menschen? Ich denke, die Frage, die wir uns eigentlich stellen sollten, ist: Will ich nicht mit XY befreundet sein, sondern will ich mit Gott befreundet sein? Und wenn ich Gott zum Freund habe, dann bin ich vielleicht auch gelassener, ob ich eine Freundschaft mit Person XY habe oder nicht.

[30:39] Ganz tolle Worte lesen wir dazu in Psalm 15, den ganzen Psalm 15, der überschrieben ist mit: „Wer bleibt vor Gott?“ Ein Psalm Davids. „Herr, wer wird wohnen in deiner Hütte? Wer wird bleiben auf deinem heiligen Berge? Wer ohne Tadel einhergeht und Recht tut und redet die Wahrheit von Herzen. Wer mit seiner Zunge nicht verleumdet und seinen Nächsten kein Arges tut und seinen Nächsten nicht schmäht. Wer die Gottlosen für nichts achtet, sondern ehrt die Gottesfürchtigen. Wer sich selbst zum Schaden schwört und hält es. Wer sein Geld nicht auf Wucher gibt und nicht nimmt Geschenke wider den Unschuldigen. Wer das tut, der wird wohl bleiben.“

[31:33] Super Prinzipien dafür, wie man Freunde gewinnt: Sich nicht mit falschen Worten und nicht mit Verleumdung gegenüber seinen Nächsten zu stellen, ohne Tadel zu wandeln, nichts zum Schaden der anderen schwört und vor allem: Wer sich praktisch selbst zum Schaden schwört und es hält.

[32:03] Jetzt komische Worte: „Wer sich selbst zum Schaden schwört und hält es.“ Zu diesem Abschnitt, zu dieser Passage kam mir die Geschichte von David und Jonathan in den Kopf, die wir auch in der Lektion haben, und ich möchte sie nochmal anreißen von einer anderen Seite, wie wir sie nicht in der Lektion haben.

[32:27] Nun, Jonathan ist das beste Beispiel, wie sich ein exzellenter Freund verhält. Wir wissen, dass David der Thron versprochen wurde und Saul auf David erst große Stücke gehalten hat, weil David sich so erfolgreich für ihn eingesetzt hat, für sein Königreich, für die Schlachten. Nun war aber David dann so erfolgreich, dass er die Philister immer wieder geschlagen hatte, er hatte Goliath geschlagen, und in Saul ist Eifersucht und richtige Wut aufgestiegen, soweit, dass Saul gesagt hat: „Ich bring David um.“ In seinem Herzen hat er das beschlossen. David hat es durch Gott mehr oder weniger gespürt. Gott hat ihn darauf aufmerksam gemacht und Jonathan wollte wissen, ob es so ist. David hat es zu ihm gesagt und Jonathan und David haben jetzt diesen Dialog und Jonathan will herausfinden, was so jetzt die Initiative ist, die Saul ergreifen wird, um David vielleicht aus dem Weg zu schaffen.

[33:45] Nun, Jonathan ist Davids Freund. Wir lesen in 1. Samuel 20, Vers 4: „Jonathan sprach zu David: Ich will an dir tun, was dein Herz begehrt.“

[34:10] Nächster Vers, ab Vers 30: Hier sehen wir, dass Jonathan das tun wird, was David begehrt, und so will er herausfinden, wie gesagt, was Saul in seinem Herzen gegenüber David für eine Einstellung hat. Jonathan geht nun hin, riskiert seinen Thron, weil er hatte eigentlich den Anspruch, er war eigentlich der Sohn von Saul. Er riskiert nicht nur den Thron, den er auch noch abgeben würde für David, sondern auch seinen Ruf und wir sehen jetzt gleich sein Leben. Vers 30 bis 33: „So sende nun hin und lass ihn herholen zu mir, denn er muss sterben.“ Jonathan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm: „Warum soll er sterben, was hat er getan?“ Da schoss Saul den Spieß nach ihm, dass er ihn spießte. Da merkte Jonathan, dass bei seinem Vater gänzlich beschlossen war, David zu töten.“

[35:29] Also, Saul schoss den Speer nach seinem Sohn. Jonathan war auf Zack, konnte ausweichen und rennt nun hin und erzählt es David, und so fängt die Verfolgungsgeschichte an.

[35:48] Nun, wie wir in Sprüche gelesen haben, wer sich selbst zur Schande oder zur Schmach schwört für seinen Freund, für die anderen, der wird bleiben im Hause des Herrn.

[36:00] Jetzt, was war das Haus des Herrn? Das Haus des Herrn war das Königshaus in dem Sinne, der Stellvertreter für das Volk, der nach göttlichem Prinzip handeln sollte, wo Gott anwesend sein sollte, am Gottesthron, um dem König zu helfen.

[36:19] Und wir wissen, dass Jesus unser bester Freund ist, und wir können seinen Charakter in den richtigen Freundschaften auch nachahmen.

[36:30] Noch ein Zitat dazu: „Wie Israel damals, so geben die heutigen Christen nur zu oft den Einflüssen der Welt nach. Sie passen sich deren Grundsätzen und Gewohnheiten an, um die Freundschaft der Gottlosen zu gewinnen. Aber zuletzt wird sich herausstellen, dass diese angeblichen Freunde die gefährlichsten Feinde sind. Die Bibel lehrt klar, dass es keine Übereinstimmung zwischen dem Volk Gottes und der Welt geben kann. Verwundert euch nicht, meine Brüder, wenn euch die Welt hasst. Unser Heiland sagt: Wenn euch die Welt hasst, so wisset, dass sie mich vor euch gehasst hat.“ „Unter dem Deckmantel vorgeblicher Freundschaft verleitet Satan Gottes Kinder durch die Gottlosen zur Sünde, um sie von Gott zu trennen. Hat er ihnen diesen Schutzwehr erst einmal genommen, kehren sich seine Helfershelfer gegen sie und versuchen, sie völlig zu verderben.“ So aus „Patriarchen und Propheten“, Seite 541.

[37:29] Ich habe noch ein zweites Zitat, das ich auch sehr wichtig fand, aus den „Messages to young people“, also „Botschaften für junge Leute“. Und zwar: „Wir leben in einer Zeit der Ausschweifung. Die Sünde herrscht frei über Alt und Jung. Wenn sich unsere Jugend nicht in geistlichen Schutz begibt und sich nicht mit festen Grundsätzen wappnet, wenn sie nicht größere Sorgfalt bei der Auswahl ihrer Kameraden und ihres Lesestoffes, mit dem sie ihren Geist unterhält, trifft, dann gibt sie sich der Gesellschaft preis, deren Moral ebenso verdorben ist, wie die der Bewohner von Sodom damals. Das Auftreten der Weltmenschen mag sehr anziehend sein. Wenn diese aber beständig gegen die Bibel arbeiten, sind sie gefährliche Kameraden. Sie werden unentwegt die Grundlagen eures Glaubens zu erschüttern versuchen, um die Gewissenshaltung altmodischer Evangeliumsfremdigkeit zu vernichten.“

[38:27] Wir sollten uns also wirklich im Klaren sein, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist und dass wir uns wirklich gute Menschen als Freunde wählen sollten und da unsere Kraft reinstecken sollten.

[38:42] Nun zum letzten Punkt, den Mittwochspunkt in dem Fall, möchte ich noch die Partnerwahl ansprechen. Jetzt, jeder Mensch hat gerne Freunde, wo wir gerade drüber geredet haben, doch eine Freundschaft für das Leben sollte auch eine Partnerschaft sein. Die Voraussetzung ist: Ich muss mich entscheiden, ein Leben mit einer anderen Person zu wollen. Es kann ja auch sein, dass ich das gar nicht möchte, mein Leben lang in einer besten Freundschaft zu leben, die ja voraussetzt, dass ich mich immer wieder für die andere Person aufopfert. Aber sich für jemanden zu entscheiden, mache ich nicht nur aus rationalen Gründen, dass ich mich entscheide, mich aufzuopfern, sondern ich mache es aus tiefem Hingezogensein gegenüber der Person.

[39:31] Jetzt, wie habe ich den Ablauf verschiedener Ehen beobachtet? Ich möchte mal ganz kurz durch so eine Sequenz gehen, wie ich verschiedene Ehen schon beobachtet habe, leider. Der Anfang: Ich entscheide mich für eine Person, die andere Person entscheidet sich für mich, wir sind zusammen, wir lieben uns, wir sind vertraut und das Vertrauen wächst. Wir durchleben gemeinsame Situationen und es läuft ziemlich gut und wir werden uns immer mehr bekannt, wir lernen uns immer besser kennen. Man geht die Ehe ein und dieser Prozess geht weiter.

[40:08] Doch irgendwann wird die Person irgendwie eintönig. Man hat sie schon gut kennengelernt und es kommt nichts Neues und vielleicht verändert sich die Person auch oder ich verändere mich. Ich mache dann keine Anstrengungen mehr, mich mit der Person auseinanderzusetzen, ausreichend zu beschäftigen. Ich entscheide eigenwillig, wo ich doch vorher aber immer die Meinung der anderen Person hören wollte und so viel Wert war mir die Meinung auch vorher jetzt nicht mehr. Meine Entscheidungen stoßen dann sogar auf Ablehnung, Opposition: „Warum machst du das so? Warum ist das so? Muss das so sein?“ Ich möchte dann meine Ruhe und ich setze mich nicht mehr mit der Debatte auseinander.

[40:46] Nun, jetzt hat Satan leichtes Spiel. Er bringt Gedanken in mich hinein, die die Selbstverwirklichung aufbringen und vielleicht bringt er auch die Gedanken in die Seite des Partners. Es ist mir dann angenehmer, mein Ding durchzuziehen und ich fühle mich ausgebremst. Ich frage mich, warum ich damals überhaupt Ja zu der Person gesagt habe und ich möchte meine vermeintliche Freiheit zurück und lasse mich scheiden.

[41:15] Frage: In was für einer kranken Welt leben wir eigentlich, wo Egoismus, Selbstdarstellung, Selbstverwirklichung ganz weit oben steht und Menschen getrennte Wege gehen? Wir haben ja gesehen, das fängt im Kleinen an. Dieses sich selbst verwirklichen, dieses sich eingeengt fühlen, fängt im Kleinen an. Und wir müssen Satan einen Schritt voraus sein und zwar immer.

[41:47] Wir brauchen dazu Demut, um diesen Ablauf zu verhindern. Demut verhilft uns zu richtigen Entscheidungen. Daniel zum Beispiel mangelte es an Erkenntnis und er hat sich gedemütigt und wartete auf Gott. Wir können das kurz lesen. Daniel 10, 10 bis 13.

[42:31] Und siehe, eine Hand rührte mich an und half mir auf die Knie und auf die Hände und sprach zu mir: „Du lieber Daniel, merke auf die Worte, die ich mit dir rede, und richte dich auf, denn ich bin jetzt zu dir gesandt.“ Und da er solches mit mir redete, richtete ich mich auf und zitterte. Und er sprach: „Fürchte dich nicht, Daniel, denn von dem ersten Tag an, da du von Herzen begehrtest zu verstehen und ich dich kasteite vor deinem Gott, sind deine Worte erhört, und ich bin gekommen um deinetwillen. Aber der Fürst des Königreichs im Perserland hat mir 21 Tage widerstanden. Und siehe, Michael, der vornehmste Fürst, einer kam mir zur Hilfe, da behielt ich den Sieg bei den Königen in Persen.“

[43:12] Nun, Daniel wollte in einer ganz anderen Situation, die wir aber auf unser Thema anwenden können, Erkenntnis. Er wollte mit Gott gehen und er wurde gedemütigt und ihm ging es nicht gut und er zitterte. Und was ist hier der Schlüssel? Gott verhalf ihm auf die Knie. Nicht zu stehen, sondern auf die Knie. Und er sagt: „Ich wollte mit dir reden, aber das Problem ist, Satan, in dem Fall der Fürst des Königreichs im Perserland, der hat mir widerstanden. Ich konnte nicht zu dir reden, weil Satan hatte noch Raum in deinem Leben. Satan hatte noch probiert, alles zu verhindern. Und so habe ich gegen Satan gekämpft, und bis ich mit dir reden konnte, ist eine Zeit vergangen.“

[44:02] Nun, Probleme in der Ehe auszustehen, heißt, sich auch zu demütigen, Zeit zu nehmen und zu warten, bis Gott antwortet. Und das ist eine Entscheidung.

[44:21] Nun, lasst uns kurz aus dem Buch von R.A. Torrey, „Die Macht des Gebets“, einen ganz kurzen Abschnitt lesen. Wir können falsche Motive in unseren Gebeten haben. Das erste Hindernis für das Gebet finden wir gleich in unserem Text. Ich lese ihn nochmal: „Ihr bittet und empfangt nicht, darum, dass ihr übel bittet, nämlich darum, dass ihr es in euren Lüsten verzehren wollt.“ Das erste, was das Gebet hindert, das erste, was es Gott unmöglich macht, unsere Gebete zu hören, ist eine selbstsüchtige Absicht in unserem Beten. Wir bitten um Dinge, um die wir zu Recht beten können, Dinge, die Gott uns auch geben will, aber wir bitten auf falsche Weise darum, das heißt, wir bitten aus einem falschen Motiv heraus. Wir bitten zu unserer eigenen Befriedigung, damit wir es, wie die Bibel sagt, in unseren Lüsten verzehren.

[45:19] Was sollte das Motiv in unserem Gebeten sein? Die Bibel beantwortet diese Frage sehr einfach und klar, in 1. Korinther 10, Vers 31: „Ihr esst nun oder trinkt oder was ihr auch tut, so tut es alles zur Ehre Gottes.“ Hier wird uns klar gesagt, dass in allem, was wir tun, sogar in unserem Essen und Trinken, die Ehre Gottes unser Hauptziel sein soll. Wenn das in den einfachsten Pflichten des täglichen Lebens so ist, so muss es gewiss auch in unserem Beten so sein. Unser höchstes Motiv in unserem Beten sollte sein, dass Gott durch die Erhörung unserer Gebete verherrlicht werde, nicht, dass wir eine gewisse Befriedigung haben, sondern dass Gott die Ehre bekommt.

[46:00] Also, wir können nicht immer unsere Befriedigung haben, das sollte auch gar nicht unser Motiv sein, weder in der Freundschaftssuche, noch in der Partnerwahl, noch in der Wahl oder noch in der Entscheidung um Erfolg oder irgendwelchen anderen Lebenslagen, sondern Gott die Ehre zu geben.

[46:22] Nun, Partnerwahl, ich möchte noch zwei Sachen ansprechen. Wie wähle ich da? Nun, wir haben vorhin gehört, dass man nach Prinzipien wählen soll, die richtigen Entscheidungen zu treffen, aber ganz wichtig ist es, was für eine Person ist das? Und dazu können wir in 1. Korinther 15, Vers 33 noch kurz lesen. Wir kommen dem Ende entgegen. 1. Korinther 15, Vers 33: „Lasst euch nicht verführen, böser Umgang verdirbt gute Sitten.“

[47:11] Das heißt, habe ich gute Sitten? Habe ich guten Umgang? Bin ich eine demütige Person? Bin ich eine Person, die das Beste für den anderen will? Und ist es die andere Person auch? Das ist die grundlegendste Frage für die Partnerwahl.

[47:34] Nun, noch zwei Zitate. Ein Zitat zu den Eheschwierigkeiten, hier auch von Ellen White. „Selbst wenn sich Schwierigkeiten auftürmen, wenn sich Verwirrung und Entmutigung breitmachen, hat keiner der beiden Ehepartner das Recht, den Gedanken zu nähern, dass seine Ehe ein Fehler oder ein Missgriff sei. Umso stärker muss jeder danach streben, dass er dem Partner so viel wie möglich bedeutet. Aufmerksam wie am ersten Tag soll er ihm begegnen und nach Wegen suchen, den anderen zu ermutigen, damit beide den Kampf des Lebens bestehen. Wer liebt, denkt darüber nach, wie er den Partner glücklicher machen kann. Der Liebende hat Geduld mit dem Anderen. Bei dieser Einstellung erscheint die Ehe nicht als das Ende der Liebe, sondern als ihr eigentlicher Beginn.“

[48:29] Es ist also meine Entscheidung, ob ich liebend bin und ob ich der Person so entgegentrete wie am ersten Tag, was natürlich Überwindung kostet. Aber es lohnt sich.

[48:42] Denn, zweites Zitat: „Wärme wahrer Freundschaft und die Liebe, die die Herzen von Mann und Frau zusammenbindet, sind ein Vorgeschmack des Himmels. Gott bestimmte, dass zwischen Menschen, die eine Ehe eingehen, vollkommene Liebe und vollkommene Harmonie herrschen sollten. Braut und Bräutigam sollten in Gegenwart des himmlischen Universums geloben, einander zu lieben, wie Gott es geboten hat.“

[49:09] Willst du und will ich diesen himmlischen Vorgeschmack schon heute haben? Ich hoffe doch sehr. Deswegen lasst uns in allen unseren Entscheidungen diese Prinzipien anwenden und lasst uns in allen unseren Entscheidungen Gott an erste Stelle stellen.

[49:29] Ich wünsche euch dabei Gottes Segen und freue mich, wenn ihr wieder einschaltet, beim nächsten Mal, wenn es heißt, für die Lektion. Ich wünsche euch Gottes Segen.


Lizenz

Copyright ©2019 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.